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Wirkungsbericht der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, 2011

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Kinderdorf pestalozzi jahresbericht-2011_de Kinderdorf pestalozzi jahresbericht-2011_de Document Transcript

  • 2011 Jahresbericht
  • Vorwort  3 Zum Geschäftsjahr  4 in Kürze Das war das Jahr 2011  5 R e p o r ta g e Das Mädchen mit den pinkfarbenen Schuhen  7 P r o g r a mm e Kulturelle Vielfalt  11 Bildung  12 Südostasien  14 Südosteuropa  16 Ostafrika  20 Zentralamerika  22 Internationale Ausbildung  26 Integration und Bildung  28 Jahresrechnung Bilanz, Betriebsrechnung, Revisionsbericht  34 – 41 Stiftung Organe der Stiftung  43 U n s e r W i r k u n gsb e r i c h t In diesem Jahresbericht berichten wir schwerpunktmässig über unsere Bildungsprojekte. Anhand von ausgewählten Beispielen erfahren Sie, wie Kinder und Jugendliche in fünf Regionen weltweit Zugang zu Bildung2 haben und das friedliche Zusammenleben tagtäglich erlernen.
  • VorwortStärkung des friedlichenZ­ usammenlebens als grosses Ziel als weltweit ausgerichtetes Zentrum für diese Kompetenzen. Die heutige Zeit ist geprägt vom Austausch und vom Zusammentreffen von Menschen aus ganz verschiedenen Kulturen. Das Aufeinanderprallen­ dieser Kulturen führt aber oft zu grossen Pro­ blemen. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi hat deshalb einerseits das Projekt «go4peace» lan­ ciert, welches junge Menschen dazu motivieren will, sich für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen einzusetzen. Andererseits ermöglicht sie Schulklassen aus der Schweiz die Begeg­ nung mit Kindern und Jugendlichen aus dem Ausland, die im Rahmen der Interkulturellen Austauschprojekte im Kinderdorf in Trogen wei­Vor 65 Millionen Jahren sind die Dinosaurier len. Hier finden ganz direkte Begegnungenausgestorben. Sie waren zwar gross und statt, und die Kinder und Jugendlichen lernen,stark, aber sie haben sich nicht verändert. Es sich kritisch mit ihren eigenen Werten undbraucht Anpassungen und Weiterentwicklung, V ­erhaltensmustern auseinanderzusetzen undum zukunftsfähig zu sein. So ist auch ­ nsere u so gleichzeitig auch ihre eigene Identität undStiftung­Kinderdorf Pestalozzi gefordert, sich im Kommunikationsfähigkeit zu stärken.Interesse der Kinder und Jugendlichen, die un­ Gerade in diesen Bereichen in die Jugend zuterstützt und gefördert werden, immer wieder investieren ist nicht nur nötig, sondern unab­den neuen und aktuellen Herausforderungen zu dingbar, um dem Ziel unseres Kinderdorfesstellen. nachzuleben und unsere Jugend für das zu­Das bedeutet nicht, dass die Wurzeln oder künftige Leben zu stärken.das grundsätzliche Gedankengut, wie es vomGründer Walter Robert Corti vor mehr als 60 Wir danken Ihnen, dass Sie uns dabei unter­Jahren festgehalten wurde, nicht weiter beste­ stützen.hen sollen: Fokus der Tätigkeit der Stiftung istund bleibt das grosse Ziel der Stärkung desfriedlichen Zusammenlebens – mit den zweiSchwerpunkten Vermittlung von Bildung undvon interkultureller Kompetenz. Das Herzstück Brigitta M. Gadient,ist dabei natürlich unser Kinderdorf in Trogen Präsidentin des Stiftungsrates 3
  • Z u m G e s c h ä f t sj a h r Die Wirkung messen – was heisst das? Schüler und Schülerinnen sprechen, oder weil die Lehrpläne nicht relevant sind. Die Zahlen zu den Kindern und Jugendlichen sind also nur ein erster Anhaltspunkt. Um die Wirkung von Bildungsprojekten zu überprüfen, bedarf es des geschulten Auges von Fachleuten.­ Darum lassen wir zusätzlich zum internen M ­ onitoring die Programme regelmässig von unabhängigen Fachleuten überprüfen. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi misst also die Wirkung ihrer Programme umfassend, dies ­gemäss den Leitlinien der ZEWO. Die ­Evaluation ganzer Programme ist aufwändig und teuer. Darum werden sie nur rund alle fünf Jahre durchgeführt. Einzelne Projekte hingegen, ­ Welche Wirkung erzielt die Stiftung Kinderdorf w ­ erden alle drei Jahre mit einer unabhängigen ­ Pestalozzi mit den rund 18 Millionen Schweizer Evaluation überprüft, damit wir wissen, ob wir Franken, die sie jedes Jahr für ihre Projekte in auf dem richtigen Weg sind und was verbessert der Schweiz und in 12 Ländern weltweit werden muss. a ­ ufwendet? Eine Frage, die zu Recht immer Sind unsere Programme angesichts der häufiger von Öffentlichkeit und Geldgebern w ­ eltweiten Herausforderungen vielleicht doch g ­estellt wird. Das Monitoring der Stiftung nur ein Tropfen auf einen heissen Stein? Unsere K ­ inderdorf Pestalozzi zeigt, dass 2011 445 000 langjährige Erfahrung widerlegt dies. So ­ urden w Kinder und Jugendliche von den Programmen beispielsweise aufgebaute Bildungszentren in Schweiz und International profitiert haben. die öffentlichen Schulen integriert, Lehrpläne, D ­ arauf sind wir stolz. Doch was sagt diese Zahl? die lokale Partner entwickelten, wurden in die Um eine gute Bildung zu erhalten, braucht es nationalen Lehrpläne übernommen. Wenn Schulhäuser, Kinder und Jugendliche müssen ­ rofessionell gearbeitet wird, kann also auch p die Gelegenheit haben, in die Schule zu gehen. mit kleineren Projekten eine grössere und Entscheidend ist aber, dass sie auch etwas b ­ leibende Wirkung erzielt werden. l ­ernen und unterstützt werden, zu eigenständi­ gen und verantwortungsbewussten Personen heranzureifen. Dies ist allzu oft nicht der Fall, weil zum Beispiel Lehrpersonen ungenügend Urs Karl Egger, ausgebildet sind, nicht die lokale Sprache der Vorsitzender der Geschäftsleitung4
  • In KürzeBoX: Community dance projectTanzen verbindet. Es fördert Selbstwertgefühl und Toleranzund bringt Menschen verschiedener Kulturen, Fähigkeitenund Erfahrungen zusammen. Ende Mai 2011 wurde «BoX»in St.Gallen in der ausverkauften Tonhalle aufgeführt: 70K­inder und Jugendliche erhielten nach vier intensivenW­ ochen einen riesigen Schlussapplaus.Langjähriger Dorfleiter Arthur Bill verstorben ­Arthur Bill, während 25 Jahren Hausvater, Lehrer und Leiterdes Kinderdorfes Pestalozzi, starb Anfang April 2011 imA­ lter von 95 Jahren. Arthur Bill prägte das Kinderdorf Pesta­lozzi mit einem unvergleichlichen Engagement und grosserUmsicht. Für seinen ausserordentlichen Einsatz werden wirihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.Unsere Kinder- und JugendprojekteJunge Menschen dazu motivieren, sich für ein friedlichesZusammenleben der Kulturen einzusetzen: Für den Wett­bewerb «go4peace», der 2011 ein zweites Mal ausgeschrie­ben wurde, können Kinder und Jugendliche noch bis18. Mai 2012 auf go4peace.ch Projekte einreichen undd­ abei tolle Preise gewinnen. Wann und wo immer sichJ­ugendliche aus den Projekten in Südosteuropa undSchweizer Schulklassen im Kinderdorf Pestalozzi treffen, istpowerup.ch dabei, die neue Kinder- und Jugendsite.2500 BesucherInnen im Kinderdorf2011 haben rund 2500 Personen das Besucherzentrum desK­ inderdorfs Pestalozzi besichtigt. Es fanden 120 Führungenstatt. An den Familiensonntagen und am Museumstagn­ ahmen 200 Personen teil. 5
  • Moldawien | Dumitrita (9) «Ich helfe Ivan beim Rechnen. Dafür schiebt mich Ivan im Rollstuhl überall hin, wo ich möchte. Aber manchmal möchte ich gar nicht, dass man mir hilft. Ich kann schon vieles alleine. Manchmal sage ich zu meiner Mama: ‹Mach dir keine Sorgen, ich schaffe das schon. Ich brauche vielleicht länger als die anderen, aber es geht!›»
  • R e p o r ta g eDas Mädchen mit denpinkfarbenen SchuhenDie Bustüre öffnet sich, und als ­ rstes sieht man nur die pinkfarbenen Balle­ inas. E rAuch der Rollstuhl ist pink, und ­ arin sitzt ­ umitrita. Ihr Kleid ist mit rosa- und d Dpinkfarbenen Blümchen übersät, ihre Haarschleife leuchtet in Hellblau. Sie strahltübers ganze Gesicht, als vor dem Bus eine Schar Klassenkame­ aden auftaucht. rIvan, ihr bester Schulfreund, trägt heute ein königsblaues Hemd und drängt sichnach vorn. Die Begrüssung ist herzlich und lebhaft. Nachdem der Fahrer Dumitritas­Rollstuhl von der Busrampe auf den Boden geschoben hat, übernimmt Ivan.Schwungvoll dreht er den Rollstuhl und schiebt ihn rennend auf den Schuleingangzu. Dumitrita kreischt vor Vergnügen und ruft dann gleichzeitig etwas ängstlich:«Nicht so schnell, Ivan!» Das Schulhaus Lyceum Pro Success in der moldauischen Hauptstadt Chisinau ist hell und freundlich eingerichtet, die Fenster sind mit P ­ apierblumen geschmückt. Speziell an dieser Schule: Sie ist durchwegs rollstuhlgängig. Von den 175 Schülerinnen und Schülern der 1. bis 12. Klasse haben 18 eine Behinderung, die meisten davon körperlich. Pro Success ist eine von vier Pilotschulen des Projektes, das die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi mit der Partner­ organisation Speranta (Hoffnung) seit dem Jahr 2011 in Moldawien unterstützt. Davon profitie­ ren 60 Kinder und Jugendliche, die mit Be­ in­ h derungen leben und somit spezielle ­Bildungs-) ( Bedürfnisse haben. Insgesamt werden über 1000 Kinder und Jugendliche für die Thematik sensibilisiert. «Kinder mit Behinderungen möch­ ten gleich behandelt werden wie alle anderen», sagt Lucia Gavrilita, Leiterin der Organisation ­ Speranta. Sie hat die NGO 1998 quasi als 7
  • Selbsthilfeorganisation gegründet. ­ ucia Gavri­ L helfe ihr, dann hilft sie mir.» Er würde nur ungern lita hat selbst zwei schwerbe­ inderte Kinder. h auf die Gegenleistung verzichten. Die Vision von Speranta ist eine Welt, in der Fähigkeiten und Unfähigkeiten zu Möglich­ Die vier Pilotschulen des Projektes Speranta in keiten werden. Kinder mit einer Behinderung Moldawien funktionieren nach dem System der sollen nicht in Heime abgeschoben, sondern in inklusiven Pädagogik. Ziel ist, dass die Kinder die regulären Schulklassen integriert werden. trotz ihrer Behinderung in der Schule sozialisiert «Diese Kinder sind Teil unserer Gesellschaft.» werden können. Damit ihre speziellen Be­ dürfnisse abgedeckt sind, werden für sie Kurz vor der Treppe stoppt Ivan den Rollstuhl. indi­ ­ viduelle Lehrpläne erstellt. Sie erhalten Veronica, Dumitritas Mutter, arbeitet als Sekre- massgeschneiderte pädagogische und thera­ tärin am Lyceum Pro Success. Es hat zwar peutische Unterstützung, das heisst, sie lernen e ­ inen Treppenlift, aber sie trägt die Kleine bis in Dinge, die für sie wichtig sind, um sozial inte­ den obersten Stock, wo die 1. Klasse ihr Schul- griert leben zu können. Dumitrita, die ein kör­ zimmer hat. Am Ende der Treppe steht ein perliches Handicap hat, braucht keinen spe­ w ­ eiterer Rollstuhl, in den sich Dumitrita setzt. ziellen Lehrplan. Ausser Sport kann sie den Ivan ist wieder dran und fährt sie ins Schul­ regulären Unterricht besuchen. «Am liebsten zimmer. Und nimmt natürlich neben ihr Platz. wäre sie noch viel selbstständiger», erzählt ihre Ivan ist kein Genie im Rechnen. Dumitrita hilft Mutter Veronica. «Ich hatte Träume für mein ihm. Manchmal wird es ihr zu viel, weil er sie zu Kind», erzählt Veronica. Als Dumitrita mit ihrer wild herumschiebt. Sie würde gerne auch Behinderung auf die Welt kam, war dies für a ­ ndere helfen lassen. Aber Ivan ist schlau: «Ich V ­ eronica ein Schock. Sie war entmutigt und8 R e p o r ta g e
  • dachte, ihre Tochter könne nie zur Schuleg­ ehen. Dann kam sie in Kontakt mit der Orga­ Moldawien: Integration statt Ausgrenzungnisation Speranta und durfte Dumitrita ins Pro Moldawien ist das ärmste Land in Europa. Ein Land, zerrissen zwischen verschiedenen Kulturen, in demSuccess schicken. Veronica selber wurde hier es seit Jahren nicht möglich ist, einen Präsidenten zuals Sekretärin angestellt und kann jetzt in den wählen. Minderheiten geraten da oft zwischen diewenigen nötigen Fällen ihrer Tochter zur Hand Fronten. In Moldawien unterstützt die Stiftung Kin­der­ dorf Pestalozzi drei Projekte, bei denen es um Inte­gehen. Ihre anfängliche Angst ist verflogen: gration statt Ausgrenzung von Minderheiten geht.«Mein kleines Mädchen stellt mich auf. Wenn Neben dem Projekt mit Speranta für Kinder mit spe­ich ihr in die Augen sehe, mache ich mir keine ziellen Lernbedürfnissen geht es in zwei weiteren Projekten darum, Roma Kindern einen Zugang zurSorgen mehr.» Grundschulbildung zu bieten sowie mit interkulturel- ler Bildung für Verständnis und Toleranz zu kämpfen.Später am Abend treffen wir Dumitrita zusam- Weitere Informationen sind zu finden aufmen mit zahlreichen weiteren Kindern mit www.pestalozzi.ch.B­ ehinderung im Jugendclub der Partnerorgani-sation Speranta. Hier treffen sich die Kinderj­eden Freitag zu Aktivitäten, und alle helfen mit:Mitarbeitende der Partnerorganisation, Lehrper­sonen der Schule, Eltern, Freiwillige. Dumitritamalt Blumen auf ein Blatt Papier – natürlich inPink.» Carmelina Castellino R e p o r ta g e 9
  • emPower | Dragana (26) Blumen und Farben gehören zu Draganas Alltag. «Roma Frauen lieben es, sich farbig zu kleiden, mit vielen Accessoires», erklärt sie lachend und schwingt ihren Rock vor den Appenzeller Hügeln. Die junge Roma aus Serbien absolvierte letztes Jahr die interkulturelle Ausbildung «emPower» im Kinderdorf Pestalozzi und freut sich nun darauf, in ihrer Heimat mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.
  • SchwerpunktKulturelle VielfaltIm Kinderdorf Pestalozzi in Trogen fanden Tau­ Auch heute ist die Integration der Kinder undsende ­ inder und Jugendliche aus der ganzen K Jugendlichen in die Schweizer GesellschaftWelt ein Zuhause. Sie lernten im Kinderdorf die ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Diedeutsche Sprache, pflegten aber auch ihree­ igene Muttersprache, die eng mit der Identitätverknüpft ist. Sie tauchten ein in andere Kul­ «Kreativität ergibt sich aus denturen, lebten aber auch ihre Landeskultur mit Wurzeln kultureller Tradition, aber sieallen Sitten und Bräuchen aus. Die Pflege derH­erkunftskultur trug zur Integration in die kann sich nur im Kontakt mit anderenG­ esellschaft bei, denn sie bestärkte Identität Kulturen entfalten.»und Selbstwertgefühl. Und sie erleichterte die Unescospätere Rückkehr der Kinder in ihr Heimatland.Viele Elemente dieser Idee haben heute nochBestand. Walter Robert Corti, der Gründer des Kinder und Jugendlichen aus den Integra­ ions­ tKinderdorfes, sprach damals Grundsätze an, programmen stammen aus 14 verschiedenen Herkunftsländern und haben sechs verschie­ dene Glaubensrichtungen. In den Austausch­ projekten treffen Schülerinnen und Schüler«… jeder hat Anspruch auf eine aus der Schweiz Kinder und Jugend­iche aus lqualitativ hochwertige Bildung und Serbien, Moldawien, Mazedonien, Russland,Ausbildung unter voller Achtung Weissrussland und der Ukraine. In der Entwick­ lungszusammenarbeit ist die Stiftung in zwölfseiner kulturellen Identität; jeder sollte verschiedenen Ländern tätig. In jeder Begeg­sich am kulturellen Leben beteiligen nung steckt die Herausforderung, die kulturelleund … seine eigenen kulturellen Identität jedes Einzelnen und jeder Einzelnen zu wahren und zu fördern.Praktiken ausüben können.»Unescodie in der gegenwärtigen Zeit nichts an Be­deutung verloren haben. Sein Ziel war es,M­ enschen verschiedener Nationen zu einemfriedlichen Zusammenleben zu motivieren undihnen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. 11
  • SchwerpunktBildungBildung gilt als unumstrittenes Entwicklungsziel K ­ inder sollen eine Primarschule absolvieren.und Instrument, um die Probleme in den Ent­ Und die Frauen sollen den Männern gleich­wicklungsländern zu lösen und Frieden nach­ gestellt sein und sich stärker an gesellschaftli­haltig zu fördern. Bildung gibt den Menschen chen und politischen Entwicklungen beteiligen ­die Fähigkeit, die Ursachen für ihre Armut zu können. Insbesondere soll die Benachteiligungerkennen, sich Gehör zu verschaffen und sich der Mädchen in der Primar- und Sekundarschul­an den für sie bedeutenden Entscheidungen zu bildung beseitigt werden.beteiligen. Sie gibt ihnen das Selbstvertrauen, Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi setzt sichaus eigener Kraft etwas zu bewegen und zu deshalb in der Schweiz und in zwölf Ländernverändern. Zwei der acht Millennium-Ent­ weltweit dafür ein, dass Kinder und Jugend­wicklungsziele beziehen sich auf Bildung: Alle liche Zugang zu qualitativ guter Bildung erhal­Austausch | Aura (16) und Lilia (17) Aura und Lilia engagieren sich beide in Jugendprojekten in Moldawien. Es fiel ihnen deshalb nicht schwer, sich im Kinderdorf Pestalozzi offen auf den interkulturellen Austausch mit anderen Jugendgruppen einzulassen. Aufgefallen ist ihnen die Harmonie und Freundlichkeit in der Schweiz. Wohltuend sei dies im Gegensatz zum hektischen und manchmal verrückten Alltag in Moldawien.
  • ten und durch interkulturelle Bildung das fried­ Zusammenlebens, zum Beispiel Themen derliche Zusammenleben lernen und fördern. Der lokalen Kultur, interkulturelle KommunikationQualität der Bildung messen wir eine hohe oder Kinderrechte, werden erarbeitet.B­ edeutung bei: Ein qualitativ guter Unterricht Kinder, welche an den Projekten teilnehmen,bedeutet nicht nur Lesen, Schreiben oder entwickeln so ihr Selbstwertgefühl, sie erhöhenRechnen, sondern auch, dass Werte, Wissen ihre Aufmerksamkeit und Leistungen im Unter­und Fähigkeiten vermittelt werden, welche richt und entfalten ein vertieftes und bewusste­n­ ötig sind, um in der unmittelbaren Umgebung res Verständnis ihrer eigenen Kultur sowie derund in einer zunehmend globalisierten Welt Situation ihrer Umgebung und ihres Landes.e­ rfolgreich bestehen zu können. Qualität be­ Mit diesen Fähigkeiten werden sie in Zukunftdeutet aber auch Partizipation und Inklusion. wichtige Arbeit für die Entwicklung und Armuts­Kinder, Jugendliche und Erwachsene, welche reduktion in ihrer Umgebung sowie für diein unsere Projekte involviert sind, lernen, aktiv E ­ rhaltung ihrer Umwelt leisten können.ihre Mitverantwortung wahrzu­ ehmen, sich in n Unsere Arbeit basiert auf den Menschen- undihrer Umgebung für mehr Gerechtigkeit, für Kinderrechten. Wir stärken die Kompetenzeneine Gleichbehandlung der ­ eschlechter sowie G der Kinder und Jugendlichen, damit diese ihrefür Toleranz und Chancen­ leichheit zwischen ­ g Rechte einfordern und nutzen können. Gleich­verschiedenen Bevölkerungsgruppen einzu­ zeitig arbeiten wir mit staatlichen Stellensetzen. z ­ usammen und stärken auch sie, damit sie ihreIn den Projekten der Stiftung Kinderdorf Pesta­ Pflichten gegenüber den Kindern und Jugend­lozzi werden deshalb Lehrpersonen so ausge­ lichen wahrnehmen. Mit diesem Ansatz wirdbildet, dass sie auch unter erschwerten Bedin­ Entwicklung nachhaltig unterstützt.gungen – etwa mit sehr grossen Klassen und In welchen Ländern wir tätig sind und wie wirwenig Unterrichtsmaterialien – einen qualitativ jährlich 445  000 Kindern, Jugendlichen, aberguten Unterricht durchführen und so jedes Kind auch Lehrpersonen, Eltern und (Bildungs)­seinen Fähigkeiten entsprechend fördern Behörden Zugang zu Bildung verschaffen, er­k­ önnen. Die Lehrpläne werden in den Projekten fahren Sie auf den nächsten Seiten.den lokalen Bedürfnissen angepasst. Spezifi­sche Themen für die Stärkung des friedlichen Schwerpunkt 13
  • Programm Südostasien Ethnische Minderheiten erhalten Zugang zu relevanter Bildung Sie leben in kleinen Dörfern, weit abgeschieden nen und Lehrer werden ausgebildet, um die in den Bergen, die Kinder in den Grenzregionen Kinder mit kindgerechten Methoden zu unter­ von Thailand, Laos und Burma/Myanmar. Ihre richten und Lehrpläne mit lokalem Wissen in Familien leben von den Früchten, dem Gemüse ihren Unterricht zu integrieren. Sie lernen, kind­ und dem Reis, die sie anbauen, von den Tieren, gerechte Lehrmittel aus Material herzustellen, die sie jagen, von den wenigen Nahrungsmitteln,­ das ihnen zur Verfügung steht und ihren Alltag die sie eintauschen. wider­ piegelt: Holz, Bambus, Steine. Sie ver­ s Während der Regenzeit von Juni bis Oktober fassen Bücher mit Zeichnungen und Geschich­ sind viele Dörfer von der Umwelt abgeschnit­ ten aus dem Dorfleben. So werden lokales ten. Die Menschen versorgen sich selbst, W ­ issen und handwerkliche Fertigkeiten für zu­ w ­ eshalb die Kinder von klein auf den Eltern bei künftige Gene­ ationen bewahrt. r der Erwerbsarbeit oder im Haushalt helfen. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi stärkt in ihren Verantwortliche Südostasien: Projekten die ethnischen Minderheiten in die­ Brigit Burkard Teilnehmende: 79 957 sen bildungsarmen Regionen. Lokale Lehrerin­ f Kindgerechtes Unterrichten: 1 216 54 f Das Recht auf Freizeit, Spiel Lehrerinnen und Lehrer und Erholung: Kreative Frei­ äume r wurden ausgebildet, um sind Voraussetzung, dass die mit kindgerechten Kinder gerne zur Schule gehen. Me­tho­den zu unterrichten 54 Spielplätze wurden neben und die neuen Lehrpläne, Schulhäusern gebaut und laden die lokales Wissen 1 216 Kinder zum Austoben ein. beinhalten, in ihren Unterricht einzubeziehen.14 P r o g r a mm e
  • 689 f Lokales Wissen in den Lehr­ plänen: Nachhaltige Entwicklung Myanmar/Burma basiert auf indigenem Wissen, Laos denn indigene Gemeinschaften leben in Harmonie mit den ­eingesetzten Ressourcen und Thailand haben die Fähigkeit, sie zu rege- nerieren. 689 Lehrpläne wurden diesem Wissen angepasst.f Unterricht in derLandessprache: 1 1901 190 Kinder in Thailandlernten spielerisch dieoffizielle Sprache, die inder Schule gesprochenwird, und können nundem Unterricht folgen. f Lernen von den DorfbewohnerInnen: 9 308 ­Personen, vom Kind bis zur Grossmutter, haben an der Planung des Bildungsprojektes in ihrem Dorf aktiv teilgenommen. Einige von ihnen übernehmen eine aktive Rolle bei der Durchführung. Sie unterrichten 9 308 zum Beispiel ein lokales Schulfach wie Weben, Färben oder traditionelle Medizin. P r o g r a mm e 15
  • Programm Südosteuropa Respekt und Toleranz statt Ausgrenzung und Gewalt Vorurteile und Hass entstehen aus Unkenntnis Kinder, die von der Gesellschaft ausgegrenzt der anderen Kultur und den verpassten Mög­ werden. Wir unterstützen lokale Partnerorga­ lichkeiten, miteinander zu sprechen und in kon­ nisationen, um eine Methodik für die Schul­ kreten Begegnungen voneinander zu lernen. begleitung von Roma Kindern und die Sensibi­ Viele Regionen in Südosteuropa sind geprägt lisierung von Lehrpersonen und Behörden zu von ethnischen Konflikten und wirtschaftlicher entwickeln. In Moldawien fördern wir die Inte­ Krise – ein Umfeld, das Kindern und Jugend­ gration von Kindern mit Behinderungen in den lichen kaum Zukunftsperspektiven eröffnet. öffentlichen Schulen, den inklusiven Unterricht In ihren interkulturellen Bildungsprojekten in von SchülerInnen mit und ohne spezielle Lern­ Maze­ onien, Serbien und Moldawien unter­ d bedürfnisse. stützt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Jugend­iche dabei, mit Toleranz und Weltoffen­ l Lesen Sie auch unsere Reportage in diesem heit Barrieren zu überwinden und gemeinsam Jahresbericht. eine moderne, demokratische Gesellschaft a ­ ufzubauen. Die jungen Menschen erhalten in unseren Projekten die Kompetenzen, Fähig­ Verantwortliche Südosteuropa: keiten und Gelegenheiten, ihre Rechte einzu­ Dr. phil. Argine Nahapetyan Teilnehmende: 46 129 fordern. Unser zweiter Schwerpunkt ist der Zugang zu einer hochstehenden Grundschulbildung für f Kinderrechte und Partizipation: 33 103 Kinder und Jugendliche setzten sich mit interkultureller Bildung und Kinder­ rechten auseinander und engagierten sich 33 103 in Jugendklubs sowie in Entscheidungs­ ­ gremien von Schulen und Gemeinden.16 P r o g r a mm e
  • f «Schule nach der Schule» für Roma Kinder: 1 093 Kinder wurden bei ihrem Schulbesuch unterstützt. Sie erhielten Stütz­ unterricht, Schulmaterial, Kleidung und warmes Essen. Sie nahmen an sportlichen und musischen Aktivitäten in ihrer Freizeit teil. 1 093 MoldawienSerbien Mazedonien 1 128 f Ausbildung in interkultureller Bildung: 1 128 Lehrer und Lehrerinnen wurden in ihren Weiterbildungen für die Kinderrechte, die interkulturelle Bildung und Mitwirkung sensibilisiert und wenden dieses Wissen in ihrem Unterricht an. f Sensibilisierung und Lobbying bei staat­ lichen Stellen: Die Professionalität und Methodik des ­ ildungsprojektes in Serbien B haben die lokalen Schulbehörden und auch das Bildungsministerium überzeugt. Das Bildungsministerium setzt sich für die Anerkennung und Verbreitung des inter­ kulturellen Bildungsprogrammes ein. Dies 1 ist ein grosser Erfolg der unermüdlichen L ­ obbyarbeit unserer Partnerorganisation. P r o g r a mm e 17
  • Moldawien | Polina (10) Polina kennt ganz viele Wörter in R ­ omanes, der Sprache der Roma. Mit ihrer Freundin leistet sie sich ein Kopf-an-Kopf- Rennen, ihrer Lehrerin Wörter aus ihrem Alltag zu nennen, die mit M anfangen. M wie Moldawien. Polina geht gerne in die Bibliothek. Sie möchte Lehrerin werden und andere Roma Kinder unter- richten, in beiden Sprachen!
  • Äthiopien | Teskome (10) Eine Welt, in der alle Kinder in die Schule gehen dürfen, ist ihr grösster Wunsch. Später als Leiterin eines Elektrizitäts­ werkes will sie Strom für alle ermöglichen. Ihre Lieblingsfächer sind die Sprachen. Denn sie weiss, nur wer Sprachen spricht, kann mit den Menschen reden und versteht die Welt.
  • Programm Ostafrika Innovative Ansätze für eine qualitativ gute Grundschulbildung In den Ländern Afrikas gehen rund 45 Millionen richt besuchen und werden zudem medizinisch Jungen und Mädchen nicht zur Schule. Durch und sozialpädagogisch betreut. Die Freude am ihre Projekte in Äthiopien und Tansania unter­ Lesen und Schreiben fördert das Projekt, das stützt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi den Kinderbücher in Kiswahili publiziert. Zugang zu qualitativ hochstehender Grund­ Von den Benachteiligungen, unter denen die schulbildung für Kinder und Jugendliche, Kinder aufwachsen, sind Mädchen noch weit­ insbesondere für Mädchen. Mit innovativen ­ aus schwerer betroffen als Jungen. Von einem A ­ nsätzen streben wir eine ganzheitliche Schul­ Schulbesuch kann manches Mädchen oft nur entwicklung an, bei der alle Beteiligten, vom träumen. Mit gezielten Massnahmen fördern Kindergartenkind bis zu den Schulbehörden, wir den Schulbesuch von Mädchen und stär­ aktiv mitbestimmen, wie sicher und kinder­ ken ihr Selbstbewusstsein durch Coaching und freundlich ihre Schulen sind. die Beteiligung an Schulklubs. In Tansania setzen wir uns für eine Erziehung Zurzeit unterstützt die Stiftung Kinderdorf Pes­ ohne Gewalt und für inklusive Bildung ein. Kin­ talozzi keine Projekte in Eritrea. der mit speziellen Lernbedürfnissen, zum Bei­ spiel schwerhörige oder sehbehinderte Kinder, Verantwortliche Ostafrika: gehen gleichberechtigt in die öffentliche Schu­ Dr. med. Carmen Meyer. Teilnehmende: 269 132, davon 145 334 Mädchen le. Kinder, die auf der Strasse leben und arbei­ ten, können in einer Strassenschule den Unter­ f Sichere Schulen in Äthiopien und Tansania: 11 450 f Gleichberechtigung und 75 000 Kinder hatten Partizipation: 11 450 Zugang zu sauberem Wasser Schüler­Innen wurden als und Toiletten in ihren Mitglieder von selbstver- Schulen. 40 200 Kinder walteten Schulklubs profitierten, dass «Gewalt gestärkt und befähigt, gegen Kinder» thematisiert aktiv zu werden. 5 954115 200 und Massnahmen dagegen ergriffen wurden. Mädchen wurden beson- ders ­gefördert.
  • Eritrea 90 000 f Gemeinschaften: Qualitativ gut Äthiopien ausgebildete Lehrpersonen und kindgerechte Schulen haben eine grössere Ausstrahlung als nur für die direkt teilnehmenden Kinder:Tansania 30 000 ­ eschwister und 60 000 G Familienangehörige profitierten in unseren Projektländern von unseren Bildungsmassnahmen. 43 310 f Das Recht, Lesen und S ­ chreiben zu lernen: 43 310 Kinder erhielten in Tansania Unterricht von 810 speziell ausgebildeten Lehr­ personen. Sie hatten Zugang zu 135 Schulbiblio­heken und t 90 Büchern in Kiswahili. f Für inklusive Grund­ schulbildung: 275 Kinder, die mit Behinderungen leben, gingen mit 1 725 SchulkameradInnen in die öffentliche Schule. Diese 6 Schulen in der Region275 Dodoma haben Modellcharakter für Tansania. p r o g r a mm e 21
  • Programm Zentralamerika Perspektiven für Jugendliche und eine Kultur des Friedens In ganz Zentralamerika ist eine Zunahme der In El Salvador steht dabei die Vermittlung von Menschenrechtsverletzungen zu beobachten. praktischen und sozialen Fertigkeiten im Zen­ Das ist ein Zeichen dafür, dass das friedliche trum, um den Jugendlichen den Übergang von und gerechte Zusammenleben, das nach vielen der Schule ins Berufsleben zu erleichtern. Der Jahren Bürgerkrieg hoffnungsvoll begonnen Hauptfokus in Honduras liegt auf Bildungsan­ hatte, jederzeit zu Ende sein könnte. Gewalt geboten in ländlichen Gebieten. Und in Guate­ und Kriminalität prägen den Alltag, die Regie­ mala liegt der Schwerpunkt auf interkulturellem rungen versuchen, sie mit immer repressiveren Unterricht. Zentrales Thema ist die Vermittlung Massnahmen zu bekämpfen. einer Kultur des Friedens, um der jahrzehnte­ In ihren Programmländern Honduras, El Salva­ langen Geschichte von gewaltvollen Konflikten dor und Guatemala fördert die Stiftung Kinder­ entgegenzuwirken. dorf Pestalozzi den Zugang zu Schulbildung für Kinder und unterstützt Jugendliche bei den Herausforderungen des Erwachsenwerdens in Verantwortliche Zentralamerika: dieser von Gewalt geprägten Umgebung. Gisela Wattendorff Teilnehmende: 48 475 5 150 f Berufsbildung für Jugendliche: 2 296 Jugendliche bereiteten sich in f Kultur des Friedens: 5 150 Kinder und El Salvador mit einer Berufsausbildung Jugendliche lernten auf die Arbeitswelt vor, 254 traten in El Salvador erfolgreich eine Stelle an. und ­Hon­duras den f v ­ried­ ollen Umgang mit ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt. 2 29622 p r o g r a mm e
  • 5 148 Guatemala f Interkultureller Unterricht: 1 968 Jugendliche hatten in Honduras Guatemala Zugang zu inter­El Salvador kultureller Bildung. 3 180 Kinder im Primarschulalter profitierten ebenfalls von dieser Bildungs- massnahme. Die ausgebildeten Jugendlichen organisieren in ihren Gemeinden Aktivitäten, bei denen sie ihr gelerntes Wissen den Primarschülern weitergeben. 34 270 f Ausbildung in interkultureller Bildung: 1 300 Lehrer und Lehre- rinnen sensibilisieren in ihrem Unterricht 34 270 Schülerinnen und Schüler für interethnische Beziehungen und friedliches Zusammenleben in Guatemala. 11 909 f Bildung in abgelegenen Gebieten: 11 909 Kinder und Jugendliche haben Zugang zu qualitativ guter Grundschulbildung und Sekundar- schulbildung in Honduras. p r o g r a mm e 23
  • Honduras | Mercy (18) Als Kinder sich über Garifuna lustig machten, setzte sich Mercy mit ihnen zusammen und diskutierte über Diskriminierung und Vorurteile. Schon in ihrer Grundschule, die von unserem Partner aufgebaut wurde, waren die Kinderrechte Unterrichtsstoff. «Ich bin seither viel bewusster und möchte auch Verantwortung übernehmen.»
  • El Salvador | Francisco (19) Das Jugendprojekt Hope hat sein Leben verändert. Francisco hat Englisch gelernt, weiss nun aber auch, wie er Konflikte friedlich lösen kann. Das kommt ihm bei seiner neuen Arbeit sehr zugute. Die Kunden kommen extra zu ihm, da er mit ihnen englisch sprechen kann. Und in schwierigen Situationen bewahrt er Ruhe.
  • Programm Internationale Ausbildung MultiplikatorInnen in der Schweiz und im Ausland Kinder und Jugendliche aus unseren Projekten nahmen 2011 am vierten Lehrgang teil: Süd­ in Südosteuropa und der Tschernobyl-Region osteuropa, Südostasien, Zentralamerika und nehmen an den Interkulturellen Austauschpro­ Ostafrika. Während neun Monaten lebten und jekten im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen teil. studierten die jungen Erwachsenen aus unse­ Hier finden direkte interkulturelle Begegnungen ren Partnerorganisationen im Kinderdorf Pesta­ statt, unter anderem mit Schweizer Schulklas­ lozzi. Im Dezember 2011 nahmen sie stolz ihre sen, in denen die Kinder und Jugendlichen ge­ Diplome entgegen und kehrten in ihre Heimat fördert werden, sich kritisch mit ihren eigenen zurück. Als MultiplikatorInnen geben sie nun Werten und Verhaltensmustern auseinander­ das Gelernte in den Bereichen Interkulturalität, zusetzen und so ihre eigene Identität zu stär­ Entwicklungszusammenarbeit und Bildung an ken. Hinter all diesen Initiativen steht das Ziel, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in unse­ den Kindern und jungen Menschen beizu­ ren Projekten weiter. bringen, miteinander zu reden statt gegenein­ ander zu kämpfen. Friedensbereitschaft und gegensei­ige Toleranz sind die Voraussetzung t Verantwortliche: Interkulturelle Austauschprojekte: für eine Welt, in der die Kinder frei und glücklich Damian Zimmermann aufwachsen können. emPower: Marlen Rutz Cerna Das Vermitteln von Kommunikationsfähigkeiten Teilnehmende: 911 ist auch das wichtigste Anliegen des Pro­ gramms emPower, der interkulturellen Ausbil­ dung für junge Erwachsene. 20 Studierende aus den vier Regionen, in denen wir tätig sind, 20 f emPower: 20 Studierende aus den 9 Ländern Mazedonien, Serbien, Myanmar/Burma, Thailand, Laos, Honduras, Guatemala, El Salvador und Tansania absolvierten 2011 die interkulturelle Ausbildung im Kinderdorf Pestalozzi.26 p r o g r a mm e
  • 2 340 Schweiz f Kinder aus Tschernobyl: Seit 1997 besuchen Kinder und Jugendliche aus den Regionen rund um Tschernobyl das Kinder- dorf Pestalozzi. 2 340 Kinder haben seither an den Projektenf Weiterbildung: Die 129 Begleit­ teilgenommen. Im Jahr 2011personen der interkulturellen reisten 201 Kinder mit ihren­Austauschprojekte erhielten im 38 Betreuenden in die Schweiz.Kinderdorf Pestalozzi verschiedenepädagogische Einblicke in die Arbeitmit Kindern.129 7 f Die Länder: Die Kinder und Jugend­ lichen in den Inter­ kulturellen Austausch- projekten kommen aus f Interkultureller Austausch: den 7 Ländern 762 Kinder und Jugendliche M ­ oldawien, Serbien, nahmen im Jahr 2011 an einem ­Mazedonien, Rumänien, ­Austauschprojekt im Kinderdorf Russland, Belarus und Pestalozzi teil und stärkten so der Ukraine. 762 ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen. p r o g r a mm e 27
  • Programm Integration und Bildung Einzigartige Begegnung zwischen den Kulturen Manchmal ist es ganz schön schwierig, mit Schweizer Gesellschaft zu integrieren. Sowohl v ­ erschiedenen Kulturen aufzuwachsen. Kinder die Integrations- wie auch die Bildungspro­ und Jugendliche aus fremden Kulturen stehen gramme – der zweite Bereich der Pro­ ramme g vor der Herausforderung, im Spannungsfeld Schweiz – verfolgen das Ziel, das friedliche Zu­ zwischen der Herkunftskultur und dem Ver­ sammenleben von Menschen aus verschiede­ haltenskodex der neuen Kultur in der Schweiz nen Kulturen in der Schweiz zu unterstützen ­ ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Den meisten und zu fördern. Schulklassen aus der Schweiz gelingt dies gut, jedoch nicht allen. Durch in­ können im Kinderdorf Pestalozzi Projektwo­ dividuelle Förderung im Kinderdorf Pestalozzi chen oder -tage erleben. In einer Austauschwo­ erlernen die Kinder und Jugendlichen, sich in che begegnen Schweizer Schülerinnen und diesem Spannungsfeld zu bewegen, und eig­ Schüler Kindern und Jugendlichen aus unseren nen sich die erforderlichen Kompetenzen an, Projekten in Südosteuropa und der Tscherno­ um damit umzugehen. Sie lernen, ihre Eigen­ byl-Region. Während einer thematischen arten und kulturellen Identitäten zu bewahren P ­ rojektwoche im Kinderdorf erleben die Schü­ und sich dennoch beruflich und privat in die lerInnen die Themen Interkulturalität, Anti-­ Rassismus, Andersartigkeit, Respekt sowie Kinder- und Menschenrechte auf vielfältige Art und Weise und eignen sich Wissen dazu an. f Schulprojekte: Im dorfeigenen Radiostudio oder im mobilen 2011 nahmen 535 Radiobus wird erlebtes und gewonnenes Kinder und Jugendliche W ­ issen durch die Erarbeitung einer eigenen Ra­ an einem Austausch im diosendung weiter vertieft und durch die Aus­ strahlung öffentlich gemacht. Die Kombination Kinderdorf Pestalozzi teil von Schul- und Radioprojekten ermöglicht ein und stärkten so ihre ganzheitliches Lernen mit nachhaltiger ­ irkung. W sozialen und interkul­ turellen ­Kompetenzen. Verantwortliche: 535 Integrationsprogramme: Patrick Horber / Alexandra Wölbitsch Bildungsprogramme: Ursina Pajarola Teilnehmende: 2 12528 p r o g r a mm e
  • 28 Schweiz f Wohnen im Kinderdorf: Insge- samt 28 Kinder und Jugendliche wohnten 2011 in den 5 Häusern der Integrationsprogramme.f Sprachenvielfalt:Die Kinder und Jugend­lichen der Integrations-programme sprachenzusammen über 23verschiedene Sprachen. 23 10 100 f Sozialpädagogische Betreuung: Die SozialpädagogInnen in den Integrationsprogrammen be­ gleiteten Kinder und Jugendliche während rund 10 100 Stunden auf ihrem Entwicklungsweg bzw. Werdegang. f Radioprojekte: Das Radiomobil begleitete 1 744 Kinder und Jugendliche dabei, auf Sendung1 744 zu gehen und ihrem Anliegen eine Stimme zu verleihen. p r o g r a mm e 29
  • Schweiz | Kevin (16) Kevin engagiert sich in der Jury des Kinder- und Jugendwettbewerbs go4peace, weil er gerne etwas Neues lernen und die kreativsten Projekte auszeichnen möchte. Eine Ausbildung als Detailhandelsfach- mann zu finden und auf eigenen Beinen zu stehen, das ist sein Traum.
  • Wir bauen eine Welt für Kinder – Helfen Sie uns dabei! • mit einer Spende per Einzahlungsschein oder online via Internet • mit einer Patenschaft, indem Sie regelmässig ein konkretes Länderprogramm unterstützen • mit der Berücksichtigung der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Ihrem Testament • mit dem Beitritt zum Freundeskreis Vor der Einzahlung abzutrennen /Einzahlung abzutrennen / A détacher avant le versement / Da staccare prima del versamento Vor der A détacher avant le versement / Da staccare prima del versamentoEmpfangsschein / Récépissé / Ricevuta Einzahlung Giro Versement Virement Versamento GirataEinzahlung für / Versement pour / Versamento per Einzahlung für / Versement pour / Versamento per Zahlungszweck / Motif versement / Motivo versamento Meine Spende ist bestimmt für: den dringendsten Einsatz oder: JB 2011Siftung/Fondation/Fondazione Siftung/Fondation/Fondazione eine PatenschaftKinderdorf Pestalozzi Kinderdorf Pestalozzi Spendenbestätigung erwünschtVillage d’ enfants Pestalozzi Village d’ enfants PestalozziVillaggio Pestalozzi per bambini Villaggio Pestalozzi per bambini9043 Trogen 9043 TrogenKonto / Compte / Conto 90-7722-4 Konto / Compte / Conto 90-7722-4 Einbezahlt von / Versé par / Versato daCHF CHF ▼ ▼ ▼ ▼ • •Einbezahlt von / Versé par / Versato da 441.02 105 Die Annahmestelle 900077224> L’office de dépôt L’ufficio d’accettazione 900077224>
  • Jeder Beitrag hilft mit, Kindern und Jugendlichen in schwierigen Situationen einen Weg in eineeigenständige Zukunft aufzuzeigen. Mit einer Spende fördern Sie das friedliche Zusammenlebenverschiedener Kulturen. Ausserdem ermöglichen Sie vielen Kindern und Jugendlichen in Ent­wicklungsländern eine Schul- und Berufsbildung. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
  • Schweiz | Dechen (16) «Höre auf dein Herz», das hat Dechen im Kinderdorf gelernt. Da ihr Vater lieber einen Sohn gehabt hätte, hat er sie nicht akzeptiert. Vor drei Jahren kam sie in die Schweiz. Sie möchte Pflegefachfrau werden und in einem Altersheim arbeiten.  
  • Jahresrechnung Bilanz Aktiven 2011 2010 Flüssige Mittel 9 606 071 9 094 935 Festgelder 1 132 080 1 005 925 Forderungen gegenüber Dritten und Projekten 107 798 66 206 Sonstige Forderungen 1 366 033 1 386 099 Vorräte 55 421 54 501 Aktive Rechnungsabgrenzung 672 659 315 780 Umlaufvermögen 12 940 062 11 923 446 Mobilien und Fahrzeuge 417 110 487 962 Immobilien 11 722 764 12 317 457 Finanzanlagen 12 474 138 12 607 538 Anlagevermögen 24 614 012 25 412 957 Fondsvermögen (zweckgebunden) 607 527 736 555 Total Aktiven 38 161 601 38 072 95834 Jahresrechnung
  • Passiven 2011 2010Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und Projekten 670 476 677 600Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 5 695 7 183Passive Rechnungsabgrenzung 445 798 700 409Kurzfristiges Fremdkapital 1 121 969 1 385 192Langfristige Finanzverbindlichkeiten 900 000 920 000Langfristiges Fremdkapital 900 000 920 000Total Fremdkapital 2 021 969 2 305 192Fondskapital (zweckgebunden) 4 010 310 3 724 826Stiftungskapital 50 000 50 000Bewertungsreserven 2 472 120 2 589 360Freie Reserven 29 607 202 29 403 580Organisationskapital 32 129 322 32 042 940Total Passiven 38 161 601 38 072 958 (Beträge in Schweizer Franken) Jahresrechnung 35
  • Jahresrechnung Betriebsrechnung 2011 2010 Legate 3 717 503 7 930 315 Spenden 7 040 521 7 291 286 Beiträge 6 829 532 6 563 386 davon DEZA 2 675 000 2 475 000 davon LED 150 000 150 000 davon Glückskette 234 614 153 341 Produkteverkäufe 188 152 223 719 Ertrag aus Leistungen Kinderdorf 337 515 406 253 Übrige Erträge 755 534 304 708 Gewinn aus Veräusserung von Anlagen – 600 Betriebsertrag 18 868 757 22 720 267 Aufwand Kinderdorf –1 079 927 –695 576 Projektbeiträge –3 514 881 –4 538 206 Personal –8 605 817 –8 336 137 Raummiete –34 674 –17 015 Unterhalt Gebäude und Mobilien –294 882 –390 522 Unterhalt Fahrzeuge –16 444 –17 203 Versicherungen –52 703 –54 053 Energie und Entsorgung –269 919 –287 815 Verwaltung und Informatik –512 545 –540 285 Reise und Repräsentation –119 181 –113 715 Öffentlichkeitsarbeit –301 856 –307 282 Fundraising –2 581 969 –2 671 211 Abschreibungen –863 218 –841 703 Übriger Betriebsaufwand –181 044 –193 004 Aufwand für die Leistungserbringung –18 429 060 –19 003 727 Betriebsergebnis 439 697 3 716 54036 Jahresrechnung
  • 2011 2010Finanzertrag 935 431 927 823Finanzaufwand –969 444 –640 960Finanzergebnis –34 013 286 863Liegenschaftenaufwand ausserbetrieblich –131 911 –111 380Liegenschaftenertrag ausserbetrieblich 177 121 176 720 Übriges Ergebnis 45 210 65 340Jahresergebnis vor Fondsergebnis 450 894 4 068 743Internes Fondsergebnis –39 649 142 320Fondsveränderung –324 863 738 619Fondsrechnung –364 512 880 939 Ergebnis vor Veränderung Organisationskapital 86 382 4 949 682 Veränderung Bewertungsreserven Wertschriften 117 240 –565 360Veränderung freie Reserven –203 622 –4 384 322 Veränderung Organisationskapital –86 382 –4 949 682Jahresergebnis – – (Beträge in Schweizer Franken) Jahresrechnung 37
  • Jahresrechnung Revisionsbericht38 Jahresrechnung
  • Jahresrechnung 39
  • Programm- und Administrativkosten Programmkosten Verteilung der Programmkosten Integrationsprogramme 4 387 048 Bildungsprogramme 983 500 Interkulturelle Austauschprojekte 1 373 328 emPower 635 999 Kinderdorf Trogen 936 371 Sensibilisierung 437 399 Besucherzentrum 321 464 go4peace 8 385 Kinderrechte 37 890 Südosteuropa 899 728 Ostafrika 1 356 033 Zentralamerika 985 361 Südostasien 1 016 067 Integrationsprogramme (33 % Total Programmkosten 13 378 573 Bildungsprogramme (7 % Interkulturelle Austauschprojekte (10 % emPower (5 % Administrativkosten Kinderdorf Trogen (7 % Sensibilisierung (3 % Fundraising 3 033 584 Besucherzentrum (2 % Öffentlichkeitsarbeit 552 113 go4peace (0 % Zentrale Dienste 639 480 Kinderrechte (0 % Stiftungsdienste 825 310 Südosteuropa (7 % Ostafrika (10 % Total Administrativkosten 5 050 487 Zentralamerika (8 % Südostasien (8 % Kosten für die Leistungserbringung 18 429 060 (Beträge in Schweizer Franken)40 Jahresrechnung
  • ­ Impressum Jahresbericht der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi 2011 | ISSN 0256-6516 Autorinnen Kosten für die Leistungserbringung Carmelina Castellino, Dagmar Wurzbacher, Djulijana Zekic Fotografinnen und Fotografen Manuel Bauer, Marcel Giger, Simone ­Haering, Regina Kühne, Tara Manuel, Roland Schnetz, Astrid Serwart, Tobias Siebrecht, Sandra D. Sutter, Silvia Voser, Jürg Zürcher, Archiv Kinderdorf Pestalozzi Redaktion Dagmar Wurzbacher K o r r e k t o r at Pablo Egger | lektorat-egger.ch Total Programmkosten (73 % Fundraising (16 % G e s ta lt u n g | L i t h o Öffentlichkeitsarbeit (3 % heussercrea ag, St. Gallen Zentrale Dienste (4 % Stiftungsdienste (4 % Druck Hautle Druck, St.Gallen Dieser Jahresbericht wurde auf umwelt- freundlich hergestelltes Papier gedruckt.Die Jahresrechnung ist von der RevisionsstellePricewaterhouseCoopers AG geprüft und vomStiftungsrat verabschiedet worden.Der Revisionsbericht sowie die ausführlicheJahresrechnung können bei uns bezogenoder auf www.pestalozzi.ch heruntergeladenwerden. Die im Revisionsbericht aufgeführtenS­ eitenzahlen beziehen sich auf die ausführlicheJahresrechnung.
  • Moldawien | Dumitru (16) Dumitru ist erleichtert. Der Workshop, den er geleitet hat, ist erfolgreich zu Ende. Während drei Stunden hat er eine Gruppe von 20 Gleichaltrigen zum Thema Identität geschult. Letzten November ist Dumitrus grosser Wunsch in Erfüllung gegangen: An einem Austauschprojekt im Kinderdorf seine Kenntnisse zu vertiefen.
  • Organe der StiftungDas oberste Organ der Stiftung Kinderdorf * StiftungsausschussP­ estalozzi ist der Stiftungsrat. Er besteht aus Der Stiftungsausschuss bereitet die Ge­Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und schäfte des Stiftungsrates vor und über­G­esellschaft mit Erfahrung in Pädagogik, wacht den Vollzug der Beschlüsse.s­ozialer Arbeit, Interkulturalität und Entwick­lungszusammenarbeit. Der Stiftungsrat wacht G e s c h ä f t sl e i t u n güber die Einhaltung der Stiftungsziele und desStiftungszwecks. Er wählt aus seiner Mitte den Die Geschäftsleitung trägt die operative Ver­Stiftungsausschuss. Mitglieder der Stiftungs­ antwortung für die Arbeit der Stiftung. In derorgane sind (Stand 14. April 2012): Geschäftsleitung sind alle Departemente der Stiftung vertreten.S t i f t u n gs r at Dr. oec. Urs Karl Egger, VorsitzenderBrigitta M. Gadient*, lic. iur., LL.M., Jürgen Beck, Leiter Zentrale Dienstealt Nationalrätin GR, Chur, Präsidentin Carmelina Castellino,Raeto Conrad*, Regensberg, Vizepräsident Leiterin Marketing & KommunikationArthur Bolliger*, Teufen, Quästor Ursina Pajarola, Leiterin Programme SchweizProf. Dr. oec. Christian Belz*, Grub SG Beatrice Schulter,Dr. phil. Ivo Bischofberger*, Ständerat AI, Leiterin Internationale ProgrammeObereggDr. iur. Denis G. Humbert*, Thalwil R e v i s i o n ss t e ll eBernard Thurnheer*, Seuzach PricewaterhouseCoopers AGJesse Brown, Goldach SGSamuel Eugster, Trogen O r g a n i g r a mmMarc Fahrni, TrogenDr. iur. Mario Frick, Balzers (FL) Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist in fünfWalter Fust, Hessigkofen Departemente gegliedert: Direktion, Pro­-Dolkar Gyaltag, Bonstetten gramme Schweiz, Internationale Programme,Pia Hollenstein, St.Gallen Marketing & Kommunikation, ZentraleReto Moritzi, Abtwil Dienste. Das Organigramm finden Sie aufDr. phil. Annegret Wigger, Heiden www. pestalozzi.ch 43
  • D i e S t i f t u n g k i n d e r d o r f P e s ta l o zz i i s t s e i t 1 9 5 3 Z E W O - z e r t i f i z i e r t. Das Gütesiegel steht für zweckbestimmten, wirtschaftli- chen und wirksamen Einsatz Ihrer Spende, transparente Information und aussagekräftige Rechnungslegung, unabhängige und zweckmässige Kontrollstrukturen sowie aufrichtige Kommunikation und faire Mittelbeschaffung. NPO - Label f ür M a na g em ent Ex c e lle n c e u n d I S O 9 0 0 1 Die Arbeit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist transparent und professionell. Ihre Ressourcen und damit die Spenden werden wirkungsvoll eingesetzt. Für ihr Qualitäts- und Managementsystem hat die Stiftung seit 2009 das NPO-Label für Management Excellence und das Zertifikat für die ISO-Norm 9001: 2008. S w i ss NPO - C o d e Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi richtet ihre Organisation und Geschäftsführung nach den von den Präsidentinnen und Präsidenten der grossen Hilfswerke herausgegebenen Corporate-Governance-Richtlinien für Nonprofit-Organisa- t ­ionen in der Schweiz aus (Swiss NPO-Code). Eine im Auftrag dieser Organisation durchgeführte Prüfung hat ergeben, dass die Grundsätze des Swiss NPO-Codes eingehalten werden. K o n ta k t Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Kinderdorfstrasse 20 CH-9043 Trogen Telefon +41 71 343 73 73 Fax +41 71 343 73 00 kinderdorf@ pestalozzi.ch www.facebook.com/skpschweiz44 Postkonto 90-7722-4 www.pestalozzi.ch