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  • 1. Dr. Burghard Flieger, innova eG Projektbüro Freiburg, Erwinstrasse 29, 79102 Freiburg, Tel. 0761/709023 genossenschaft@t-online.de, www-innova-eg.de Projektdarstellung Durch Promotoren und Bürgerengagement zu einer energiegenossenschaftlichen Gründungswelle
  • 2. innova eG Entwicklungspartnerschaft für neue Genossenschaften Kurzvorstellung
    • Die innova eG ist ein bundesweit agierender genossenschaft-licher Zusammenschluss von Organisationen mit Hauptsitz in Leipzig. Schwerpunkte ihrer Aktivitäten liegen gegenwärtig in den neuen Bundesländern in Sachsen, in Nordrhein-Westfalen und zunehmend in Baden-Württemberg.
    • innova initiiert und begleitet neue Genossenschaftsformen. Beispielsweise entwickelt und unterstützt sie Modelle dauerhafter Beschäftigung für sozial Benachteiligte. Im Mittelpunkt stehen Qualifizierungsmaßnahmen sowie Beratungen und Expertisen.
  • 3. Die Klimakatastrophe verhindern Zielsetzung
    • Die Ziele der Klimaschutzpolitik für die Bundesrepublik lassen sich nur durch eine erhebliche Akzeptanz- und damit Engagement-steigerung bei den erneuerbaren Energien verwirklichen. Aus der Partizipationsforschung ist bekannt, dass die Beteiligung an Ent-scheidungen deren Akzeptanz erheblich erhöht. Noch wirkungs-voller ist eigenes Handeln.
    • Deshalb sollen die Nutzer von Energie über eine aktivere Rolle den Weg in eine erheblich nachhaltigeren Energiewirtschaft mitgestal-ten. Dies soll in Form von Energiegenossenschaften geschehen. Mit deren Hilfe soll eine Bürgerbewegung zur Verhinderung der Kli-makatastrophe angestoßen werden. Die Potenziale der erneuerba-ren Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz lassen sich so wirtschaftlich und sozial wirkungsvoll realisieren.
  • 4. Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ Grundlage
    • Grundlage dafür ist die neue Diskurslage durch die Studie „Zu-kunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ im Okto-ber 2008, die von den beiden großen kirchlichen entwicklungspoli-tischen und karitativen Unterstützungsorganisationen vorgelegt wurde. Die Studie stammt vom Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Herausgeber: Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst und BUND (Fischer Verlag Frankfurt 2008).
    • Sie bildet für das Projektvorhaben einen hervorragenden konzep-tionellen, fachlichen, politischen und kirchlichen Bezugsrahmen, dem sich die Projektträger DEAE (Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung) als Zusammen-schluss aller evangelischen Bildungseinrichtungen und die innova eG verpflichtet wissen.
  • 5. Qualifizierung von Projektpromotoren Vorgehen
    • In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung wird eine „Qualifizierung von Projektpromotoren zur Gründung und dauerhaften Entwicklung von Energiegenossenschaften“ entwickelt und umgesetzt.
    • Dessen Grundlage bildet die Integration von wertorientierter Moti-vation, fachlichem Wissen und organisatorisch-sozialer Kompetenz. Die Qualifizierung orientiert sich an dem Leitgedanken der „Bildung für eine solidarische Gemeinwesenwirtschaft“.
    • Möglichst viele engagierte Bürger sollen zur Teilnahme an einem Qualifizierungsprozess gewonnen werden, durch den sie zu Projekt-promotoren befähigt werden. In diesem verschränken sich gemein-wesenorientiertes, bürgerschaftliches Engagement mit dem Inte-resse an genossenschaftlicher Selbsthilfe und Selbstorganisation.
  • 6.  
  • 7. Gemeinschaftliche Handlungsfähigkeit Begründung
    • Die Begründung: Eine stärkere Verbreitung von Information über die positiven Möglichkeiten der genossenschaftlichen An-sätze reicht nicht für deren massenhafte Initiierung nicht aus. Unterstützt werden soll dies deshalb durch den Aufbau einer Entwicklungsinfrastruktur für Genossenschaften mit energie-wirtschaftlichem Betriebszweck.
    • Die genossenschaftliche Gesetzesnovellierung im Jahr 2006 in Deutschland erleichtert dies. Ziel ist so über Öffentlichkeits-arbeit gekoppelt mit einer Multiplikatorenausbildung die Vor-aussetzungen einer intensiveren Nutzung genossenschaftlicher Ansätze für die Umsetzung bürgerschaftlichen Engagements mit klimaschutzrelevanter Perspektive zu schaffen.
  • 8. Spektrum der Energiegenossenschaften in Deutschland
  • 9. Bürger-Solarstrom-Gemeinschaften Anknüpfungspunkt
    • Für Bürgerinnen und Bürger, die kein eigenes für die Photovol-taik geeignetes Dach haben, sind Bürger-Solarstromanlagen als Folge des Energieeinspeisegesetzes eine hervorragende Alterna-tive. Die Beteiligung an einer solchen Anlage ermöglicht jeder Bürgerin und jedem Bürger, sich für den Umwelt- und Klima-schutz zu engagieren und von den Förderungen und Vergütungs-sätzen für Solarstrom zu profitieren.
    • Eine Bürger-Solarstromanlage entsteht, wenn mehrere Bürger eine technisch gleichartige Solarstromanlage auf einem fremden Dach (öffentlich oder privat) realisieren. In Deutschland existie-ren rund 1.000 solcher Bürger-Solarstrom-Gemeinschaften. Eine genaue empirische Erhebung dazu liegt nicht vor. Sie sind fak-tisch Bürgersolargenossenschaften.
  • 10. Photovoltaik-genossenschaften Neuer Trend
    • Seit dem 1. Juli 2005 sind in Deutschland das neue „Anlegerschutz-verbesserungsgesetz“ und die „Vermögensanlagen-Verkaufspros-pektverordnung“ in Kraft. Damit unterliegen in Deutschland öffen-tlich angebotenen Unternehmensbeteiligungen der Prospektpflicht. Dazu gehören auch die Beteiligungen von Bürger-Solargemeinschaf-ten. Auch kleine Initiativen müssen nun aufwändige Prospekte erstellen und eine Genehmigung bei der Bankaufsicht einholen.
    • Diese Erschwernisse gelten nicht für die Werbung für eine Anteils-zeichnung in einer Genossenschaft. Vor allem bei großen Anlage-volumen bietet sich nun zunehmend die Rechtsform der Genossen-schaft für Bürgersolarprojekte an. Ihre Gründung ist aktuell ver-stärkt zu beobachten.
  • 11. Photovoltaikgenossenschaften als Energieproduktionsgenossenschaften
  • 12. Energieproduktions-genossenschaften Typologie
    • Photovoltaikgenossenschaften sind Energieproduktionsgenossen-schaften. Die Mitglieder stellen gemeinsam Energie Ökostrom her, vertreiben diesen und teilen die Einnahmen untereinander auf. Fälschlicherweise werden sie oft als Beteiligungsgenossenschaften bezeichnet. Umweltverträgliche Energieerzeugung ist aber der Unternehmenszweck. Im Unterschied zu klassischen Produktions-genossenschaften schließen sich hier natürliche Personen zusammen.
    • Sie können als gewerbliche Genossenschaften mit Hilfs- oder Er-gänzungscharakter bezeichnet werden, die Energie zur Förderung der Erwerbs- und Unterhaltswirtschaft ihrer Mitglieder erzeugen. Sie ermöglichen dies über das Aufbringen der Finanzmittel zur Er-stellung und für den Betrieb einer oder mehrere gemeinsamer Pro-duktionsstätten zur Erfüllung der Teilaufgabe Energieerzeugung.
  • 13. Erfahrungswissen aufbereiten Forschung
    • Um aus den bisherigen energiegenossenschaftlichen Ansätzen zu lernen, deren Erfolgspotentiale zu nutzen und deren Fehler und Misserfolge zu vermeiden, wird im Vorfeld der Qualifizierung eine wissenschaftliche Vollerhebung bei den alten und neuen Energie-genossenschaften erfolgen. Die Auswertungen dieser Erhebung fließen in das bildungspolitisches Aktionsprogramm ein.
    • Die Forschung konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Welche bürgerschaftlichen Engagementpotentiale werden durch die Ener-giegenossenschaften gehoben und auf welche Weise geschieht dies am erfolgversprechendsten? Welche genossenschaftsspezifischen Lösungen werden gewählt, sind erfolgreich und welche kommen aus welchen Gründen nicht zum Tragen? Wie sieht die energie-fachlich relevante Umsetzung der Konzepte in den einzelnen Genossenschaften durch Verträge und technischen Lösungen aus?
  • 14. Promotoren als Wissensträger Zielgruppe
    • Trotz einer erkennbaren kleinen Gründungswelle werden gegen-wärtig werden noch zu wenig energiegenossenschaftliche Projekte umgesetzt. Ursache dafür sind nicht zuletzt fehlende Promoto-rinnen und Promotoren. Beispielsweise spielten historisch bei der Verbreitung genossenschaftlicher Lösungsansätze so genannte „Pioniere“ wie Raiffeisen, Schulze-Delitzsch, Pfeiffer, Kauffmann etc. eine entscheidende Rolle.
    • Für solche heute fehlenden Promotorinnen muss Ersatz gefunden werden. Hintergrund für unbefriedigende Umsetzung energiege-nossenschaftlicher Projekte sind die im Vergleich zu früher erheb-lich gestiegenen Know-how-Anforderungen an Gruppenunterneh-mensgründungen. Insofern muss für Genossenschaftsgründerin-nen Wissensvermittlung stattfinden.
  • 15. Inhalte und Struktur der Qualifizierung Gestaltung
    • Promotorenausbildungen, auch als Multiplikatorenfortbildungen bezeichnet, sollen für energiegenossenschaftliche Projektent-wickler durchgeführt werden. Der Schwerpunkt der Qualifizie-rung liegt im Bereich der Gründungsvorbereitung von Energie-genossenschaften mit Themen wie Gruppenentwicklung, Weiter-bildung, Geschäftsideenausarbeitung, Rechtsformengestaltung, Wirtschaftsplanerstellung sowie Finanzierung.
    • Die TeilnehmerInnen betreuen schon während der Weiterbildung eine Energiegenossenschaftsinitiative. Das in der Weiterbildung Gelernte wird so angewendet, gefestigt und ergänzt. Dazu erhalten die TeilnehmerInnen eine unterstützende Begleitung durch innova als Support bezeichnet. Dieser konzentriert sich auf Hilfen bei der Erarbeitung von Plänen, Konsultationen zu Gründungsproblemen sowie Teilnahme an ausgewählten Betreuungsaktivitäten.
  • 16. Instrumentenkasten für Gründungen Hilfsmittel
    • Für die Qualifizierung werden Materialien erstellt. Auf nur einige sei beispielhaft verwiesen, z.B. Powerpointpräsentationen zu Themen:
      • Energiegenossenschaftsgründung – Probleme und Chancen;
      • Verfahren zur Vertiefung und Fundierung von Geschäftsideen;
      • Finanzierungsmöglichkeiten von Energiegenossenschaften mit den Teilthemen Grundsätzliches, Anteilszeichnung, Vermögensbil-dungsgesetz, Genussrechte, partiarische Darlehen etc.
    • Instrumenten, für die eigentliche Energiegenossenschaftsgründungen:
      • Arbeitsmaterialien zum Gründungsphasenmodell;
      • kurze Mustersatzung sowie Geschäftsordnung und Schiedsvertrag;
      • Hilfen für die Aufstellung des quantitativen Wirtschaftsplans.
  • 17. Kontinuierliche Verbesserung der Weiterbildung Evaluation
    • Begleitend zu den Qualifizierungsaktivitäten erfolgt eine systema-tische, begleitende Analyse und Evaluation der skizzierte Bildungs- und Supportaktivitäten. Auf der Basis der gewonnen Erfahrungen und Erkenntnisse sind so die Verbesserungs- und Optimierungs-möglichkeiten fundiert zu identifizieren, um sie für die Weiterent-wicklung des Qualifizierungsprogramms fruchtbar zu machen.
    • Dies ergibt die Grundlage dafür, die Qualifizierungen bei interes-sierten Bildungs- und Projektträgern dauerhaft zu etablieren. Im Idealfall kann die Qualifizierung auch in das Lehr- und Weiterbil-dungsangebot von Fachhochschulen und Hochschulen mit ener-gietechnischen Ausbildungsschwerpunkten integriert, auf jeden Fall aber in andere Weiterbildungszusammenhänge mit anderen Kontexten, Institutionen und Zielgruppen übertragen werden.
  • 18. Genossenschaftliche Bürgerbewegung Angebot zur Kooperation
    • Für die erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzkonzepten genügt es nicht, dies an die professionellen politischen Akteure (Parteien, PolitikerInnen) zu delegieren oder den Klimaschutz zur Sache von Wissenschaftlern und Technikern zu erklären. Um „das Schlimm-ste abwenden zu können“, dürfen die nötigen finanziellen Mittel nicht an diese delegiert werden.
    • Klimaschutzpolitik von oben ist zwar eine unverzichtbare Voraus-setzung. Ohne paralleles aktives bürgerschaftliches Engagement vor Ort besteht aber die Gefahr, dass ein Großteil der Aktivitäten im Sande verläuft. Insofern lässt sich mit dem hier vorgestellten und in Arbeit befindlichen Konzept zweierlei bewirken: Mehr Klimaschutz durch bürgerschaftliche Verantwortung und mehr wirtschaftliche Effizienz durch genossenschaftliches Handeln. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten!!!
  • 19.  
  • 20. Impressum: Dr. Burghard Flieger © innova eG Konstantinstraße 12 04315 Leipzig Tel.: 0341-6810985 Fax: 0341-6811786 E-Mail: info@innova-eg.de www.innova-eg.de