Mehr Offenheit, bitte! Wikipedia und Creative Commons an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

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Held on November 19th as part of Wikipedia Academy 2010 in Frankfurt.

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  • - Nicole Ebber danken
    - Vorredner nicht gehört, daher vielleicht Redundanz
  • „freies Wissen“ =
    freier Zugang zu Forschungsergebnissen,
    Populärwissen, das sich auf Forschungsergebnisse bezieht (kann und sollte man nicht ganz trennen)
    - Politisch und rechtlich = technische Zugänglichkeit kein Problem, Wissenschaftskultur aber problematisch
  • - 2001 in SF von Lawrence Lessig, Hal Abelson und Eric Eldred gegründet
    non-profit
    Ziel: mehr schöpferische Werke frei und legal zugänglich machen
    seit 2002 CC Lizenz
    180 Millionen Werke (Schätzung 2008)
  • für Daten: CC0 oder PD
  • CC-Lizenz als „best practice“
    für Wissenschaft wichtig, Anarchie im Internet bedrohlich
    Weitergabe + Attribution
  • started 2006
    science and medicine
    peer review, aber kein „Focus and Scope“
  • - Attribution weil maximale Nachnutzung
  • - Institutionelle Akteure vs. Grass roots
    - Institutionelle Akteure setzen politische Vorgaben um, haben aber keinen „eigenen“ Standpunkt
    - Bspw. Open Access als Effizienzverbesserung der Forschungspolitik (ökonumische Gründe)
    - grass roots haben einen Standpunkt und wollen Veränderung herbeiführen
    - Open access publishing als Expertenthema, Open Data als populäre (wirklich?) Bewegung
  • 479.000 Artikel in 5.700 Journals im DOAJ
    25 Mio Quellen in BASE
  • - Berufungskomission: (1) Bücher, (2) Artikel, (3) „Internetpublikation“
  • “If I put my research data on the Internet anyone can just take it and publish it as their own work”
  • - OA-Mandat in USA
    - rechtlicher Neuregeulung = Voraussetzung für Depositionspflicht
  • - Gesetzgeber – Institutionen – Scientific Community
    Creative Commons und Wikipedia (und free content generell) als Hebel:
    -- CC-Lizenz schafft Vertrauen, Attribution
    -- Wikipedia: erhöhte Zitationsraten von Fachpublikationen durch Literaturverweise in Artikeln; Konkurrenz von Lehrbüchern mit freiem Wissen
  • Wikipedia = Wissen, Uni = Abschluss
    (selbst-perpetuierendes System)
    auch der Einzelne ist gefragt, aber es gibt eine Menge zu tun für Gesetzgeber, Universitäten und die Scientific Community
  • Mehr Offenheit, bitte! Wikipedia und Creative Commons an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

    1. 1. Mehr Offenheit, bitte! Wikipedia und Creative Commons an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit >> Cornelius Puschmann Wikipedia Academy 2010 Frankfurt 19.11.2010
    2. 2. Ich bin (leider) nicht Michelle Thorne.  Daher etwas weniger Informationen zur Creative Commons-Lizenz, mehr zur „Wirkung“ von Creative Commons, Wikipedia und Open Access auf die Wissenschaft.
    3. 3. Fragen 1. Welche Rolle spielen Creative Commons-Lizenzen für die Wissenschaft? 2. Welche Faktoren beeinflussen das Verhalten von Wissenschaftlern mit Blick auf freies Wissen? 3. Was kann (politisch, rechtlich) getan werden, um Wissenschaft zugänglicher zu machen?
    4. 4. Creative Commons • „some rights reserved“ • standardisierte Lizenzverträge • nicht-exklusiv • Stufenmodell beschreibt Nutzungsrechte • kommerzielle Verwertung weiterhin möglich • Flexibilität und Rechtssicherheit • fördern den bewussten Umgang mit urheberrechtlich geschützten Werken
    5. 5. • uses CC
    6. 6. PLoS ONE- Artikel sind CC-lizensiert
    7. 7. Wissenschaftliche Informationen „Wissen“
    8. 8. Open Access und Open Data • Open Access = freie Zugänglichkeit wissenschaftlicher Informationen im Internet • Open Access Publishing: Publikationen (Artikel, Monographien, ...) • Open Access to Research Data: Primärdaten (Messdaten, Gensequenzen, Erhebungen) • Open Data = freier Zugang zu öffentlichen Daten, z.B. aus öffentlichen Verwaltungen
    9. 9. Was halten Wissenschaftler von freiem Wissen? • Beteiligung von Wissenschaftlern bei Wikipedia, Open Knowledge Foundation, etc auf verschiedenen Ebenen • Open Access: circa 20% aller wissenschaftlichen Publikationen sind frei zugänglich (Björk et al 2009) • Tools wie Wikis und Blogs werden zunehmend in der Wissenschaft genutzt (Procter et al 2009) Aber: • Forschungsergebnisse sind überwiegend nicht Open Access • Wissenschaftler betrachten Publikationen als sekundär, die sich nicht an Fachkollegen richten • Wissensübermittlung ja, aber nicht notwendigerweise „freies Wissen“
    10. 10. Was motiviert Wissenschaftler? • Wissensdurst • Spaß an Lehre und Forschung • Entdeckerdrang Aber – Wissenschaft ist ein soziales Gefüge und eine Karriere: • “publish or perish“ • “don‘t rock the boat“ • peer review = Qualitätskontrolle, aber Qualität ist zumeist, was in der Form traditionell bleibt
    11. 11. Promotion Studium Postdoc ProfessurStufen auf der wissenschaftlichen Karriereleiter... Gut = • Lehrkompetenz • Verwaltungserfahrung • sozialer Kompetenz Entscheidend = • forschen • „richtig“ publizieren Wissenschaftlicher Erfolg wird an der Zahl und Qualität der Publikationen festgemacht – andere Betätigungen sind längst nicht so wichtig.
    12. 12. Hürden Fazit: Wissenschaftler finden frei zugängliches Wissen gut, aber: • „frei zugänglich“ muss nicht für alle (höchstens für alle Kollegen) gelten • für die eigenen Publikationen ist der Reputationsgewinn entscheidend • „meine Publikation = mein Kapital“ • „meine Daten gehören mir“
    13. 13. Lösungen • Wir brauchen Regeln, die Open Access zum Standard machen, d.h.: • eine Begrenzung der Übertragung exklusiver Verwertungsrechte an einer Publikation auf einen begrenzten Zeitraum • eine Depositionspflicht für Institute/Universitäten • Wir brauchen einen erweiterten Publikationsbegriff: • Daten • Blogbeiträge • Podcasts • Wikipedia (!) • Wir brauchen das Selbstverständnis, dass ein guter Forscher ist, wer allgemein zugängliches Wissen schafft
    14. 14. Einflussfaktoren peers, v.a. „senior scholars“ rechtliche Rahmensituation Verhalten politische Rahmensituation
    15. 15. Fazit 1. Wissenschaft muss der Gesellschaft dienen 2. ...das bedeutet die freie Zugänglichkeit von öffentlich finanzierten Publikationen und Forschungsdaten! 3. Wissenschaft braucht Druck zur Offenheit 4. Reproduzierbare, transparente Wissenschaft ist exzellente Wissenschaft
    16. 16. Quellenhinweise ScienceCommons.org Open-Access.net Creative Commons and data sharing (Kay Thaney, Science Commons): http://sniffingthebeaker.blogspot.com/2009/10/data-sharing- look-at-issues-trieste.html Diese Präsentation ist unter einer Creative Commons 3.0 DE Attribution Lizenz veröffentlicht.
    17. 17. Danke!

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