Leistungsportfolio der ICT

2,117 views

Published on

DIe Positionierung der ICT (information and communication technology) im Unternehmen ist nicht einfach. Die Folien sollen zum Nachdenken anregen.

Published in: Business
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
2,117
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
19
Actions
Shares
0
Downloads
16
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide
  • • Mögliche Positionierungen • Exemplarisches Leistungs- Portfolio - Baukastensystem für moderne IT • Economy of Scale and Scope - In- oder Outsourcing, Offoder Nearshoring? • Kosten, Nutzen, Preise und Verrechnung • IT-Management 2010
  • Leistungsportfolio der ICT

    1. 2. Warum? <ul><li>Die Konvergenz (Telekommunikation, Informatik, Medien) schreitet technisch weiter voran, findet aber in Organisation und Ausbildung zu wenig rasch Entsprechung und schon gar nicht Vorwegnahme und proaktive Gestaltung </li></ul><ul><li>Es gibt daher nach wie vor einen „Gap“ zwischen Business und ICT </li></ul>ICT=Information & Communication Technology
    2. 3. Warum? <ul><li>Vorstände und Geschäftsführer haben noch immer wenig Ahnung von ICT und haben daher ihre Kommunikationsprobleme mit den Menschen aus dem ICT-Bereich </li></ul><ul><li>Es gibt unterschiedliche Positionierungsmöglichkeiten der ICT in Unternehmen, dafür gibt es aber keine methodische Herangehensweise und keine klaren Entscheidungsgrundlagen </li></ul>ICT=Information & Communication Technology
    3. 4. Warum? <ul><li>Der externe Markt der Anbieter (Consultants, Dienstleister und Produktanbieter) ist diesbezüglich ebenso gespalten und nicht-integriert wie die Situation in den Unternehmen selbst </li></ul>
    4. 5. Inhalt <ul><li>Organisation nach Themen </li></ul><ul><li>Überlegungen zur Verantwortung </li></ul><ul><li>Aufteilung intern/extern </li></ul><ul><li>Prozess-Organisation </li></ul><ul><li>Entwicklungspfad </li></ul><ul><li>Holistic Communication </li></ul><ul><li>IT-Management 2010 </li></ul>3 4 2 1 5 6 7
    5. 6. Organisation nach Themen <ul><li>Die Aufteilung der ICT </li></ul><ul><ul><li>Infrastruktur : zentral und nur einmal im Unternehmen </li></ul></ul><ul><ul><li>Anwendungen : dezentral und spezifisch für den jeweiligen Business- oder Fachbereich </li></ul></ul><ul><ul><li>Wichtig : es muss einen geordneten Dialog und klare Entscheidungskompetenzen zwischen zentral und dezentral geben </li></ul></ul>
    6. 7. Organisation nach Themen <ul><li>Was ist Infrastruktur? </li></ul><ul><ul><li>Alles, was als Basis für alle Anwendungen verwendet wird, wie z.B. Netzwerke, Rechner (Rechenzentren), Hardware (PCs), etc. </li></ul></ul><ul><ul><li>Alle Applikationen, die eine weite Verbreitung im Unternehmen haben (z.B. ERP-Systeme und Office-Anwendungen) </li></ul></ul><ul><ul><li>Wichtig : Jedes Unternehmen muss selbst definieren, was es unter Infrastruktur versteht und dies auch ständig hinterfragen und gegebenenfalls adaptieren </li></ul></ul>
    7. 8. Organisation nach Themen <ul><li>Was sind Anwendungen? </li></ul><ul><ul><li>Alles, was in Businessbereichen spezifisch ist und außerhalb des jeweiligen Businessbereichs nicht verwendet und auch für absehbare Zeit nicht verwendet werden wird </li></ul></ul><ul><ul><li>Wichtig : Jedes Unternehmen muss selbst bestimmen, welche Anwendungen sie unter dezentraler Kontrolle lässt und wie solche Anwendungen überhaupt beschafft werden dürfen </li></ul></ul>
    8. 9. Überlegungen zur Verantwortung <ul><li>Verantwortung über ICT hat mittlerweile mehr Konsequenzen, als die meisten wissen (z.B. Stichwort Basel II) </li></ul><ul><ul><li>Wichtig : Verantwortung darf nicht fragmentiert sein </li></ul></ul><ul><ul><li>Für businessorientierte Anwendungen sollten die jeweiligen Businesses Verantwortung tragen, für Infrastrukturen eine zentrale Person </li></ul></ul>
    9. 10. Überlegungen zur Verantwortung <ul><li>Vorschlag </li></ul>Zentrale Fach-Bereich Ein Fach-Bereich ja nein Spezial-Anwendung? nein ja Business-spezifisch? Zentrale
    10. 11. Überlegungen zur Verantwortung <ul><li>Die Verantwortung sollte immer dort liegen, wo Entscheidungsgrundlagen erarbeitet und beurteilt werden können </li></ul><ul><li>In vielen Firmen wird mit diesem Argument in Fachbereichen jede ICT-Entscheidung argumentiert – dies ist falsch </li></ul>
    11. 12. Aufteilung intern/extern <ul><li>In vielen Firmen ist nicht klar, welche Aufgaben intern und welche von externen ICT-Dienstleistern durchgeführt werden </li></ul><ul><li>Zu unterscheiden sind </li></ul><ul><ul><li>Strategie : muss immer intern erfolgen (eventuell mit externer Unterstützung) </li></ul></ul><ul><ul><li>Projekt : oft gemischt; die Projektleitung bzw. das Projekt-Controlling muss immer intern sein </li></ul></ul><ul><ul><li>Laufender Betrieb : fast immer extern sinnvoll; Kontrolle muss intern bleiben </li></ul></ul>
    12. 13. Aufteilung intern/extern extern intern extern ja nein Core-Business? nein ja unternehmenskritisch? Intern oder gemischt
    13. 14. Aufteilung intern/extern <ul><li>Wichtig : Wenn ICT unternehmenskritisch ist, aber kein Core-Business ist, braucht es Profis, die zu einem vernünftigen Preis- / Leistungsverhältnis im externen ICT-Dienstleister eher zu finden sein werden als im eigenen Unternehmen </li></ul>
    14. 15. Aufteilung intern/extern <ul><li>Verrechnung : interne Leistungen müssen immer gegen den Preis der externen Anbieter standhalten können </li></ul><ul><ul><li>economy of scale </li></ul></ul><ul><ul><li>economy of scope </li></ul></ul><ul><li>Der USP der internen ICT ist „näher“ am Business sein zu können </li></ul><ul><ul><li>das muss aber auch getan werden! </li></ul></ul>USP=Unique Selling Poposition
    15. 16. Prozess-Organisation <ul><li>Die ICT-Aufbau-Organisation wird in vielen Firmen eher nach thematischen Schwerpunkten gegliedert </li></ul><ul><li>Besser wäre eine prozesshafte Aufteilung, z.B. nach CobiT © ( siehe nächste Seite ) </li></ul><ul><ul><li>Prozesshaftes Denken und Handeln wird gefördert </li></ul></ul><ul><ul><li>Unterschiedliche Phasen im Lifecycle brauchen andere Skills </li></ul></ul>
    16. 17. Prozess-Organisation CobiT Prozessmodell Business Processes IT Resources Monitoring Delivery & Support Acquisition & Implementation Planing & Organisation • data • applications • technology • facilites • people information criteria • effectiveness • efficiency • confidentiality • integrity • availability • compliance • reliability
    17. 18. Prozess-Organisation Monitoring Acquisition & Implementation Planing & Organisation PO 1 Define a Strategic IT Plan PO 2 Define the Information Architecture PO 3 Determine the Technological Direction PO 4 Define the IT Organisation and Relationships PO 5 Manage the IT Investment PO 6 Communicate Management Aims and Direction PO 7 Manage Human Resources PO 8 Ensure Compliance with External Requirements PO 9 Assess Risks PO 10 Manage Projects PO 11 Manage Quality CobiT Prozessmodell Business Processes IT Resources Delivery & Support • data • applications • technology • facilites • people
    18. 19. Prozess-Organisation Monitoring Acquisition & Implementation Planing & Organisation AI 1 Identify Solutions AI 2 Acquire and Maintain Application Software AI 3 Acquire and Maintain Technology Architecture AI 4 Develop and Maintain IT Procedures AI 5 Install and Accredit Systems AI 6 Manage Changes CobiT Prozessmodell Business Processes IT Resources Delivery & Support • data • applications • technology • facilites • people
    19. 20. Prozess-Organisation Monitoring Acquisition & Implementation Planing & Organisation DS 1 Define Service Levels DS 2 Manage Third-Party Services DS 3 Manage Performance and Capacity DS 4 Ensure Continuous Service DS 5 Ensure Systems Security DS 6 Identify and Attribute Costs DS 7 Educate and Train Users DS 8 Assist and Advise IT Customers DS 9 Manage the Configuration DS 10 Manage Problems and Incidents DS 11 Manage Data DS 12 Manage Facilities DS 13 Manage Operations CobiT Prozessmodell Business Processes IT Resources Delivery & Support • data • applications • technology • facilites • people
    20. 21. Prozess-Organisation M 1 Monitor the Processes M 2 Assess Internal Control Adequacy M 3 Obtain Independent Assurance M 4 Provide for Independent Audit CobiT Prozessmodell Monitoring Acquisition & Implementation Planing & Organisation Business Processes IT Resources Delivery & Support • data • applications • technology • facilites • people
    21. 22. Prozess-Organisation <ul><li>CobiT © ist noch nicht weit verbreitet, es gibt aber immer mehr Unternehmen, die es einführen </li></ul><ul><li>Ziel ist, die ICT </li></ul><ul><ul><li>managebar zu machen </li></ul></ul><ul><ul><li>transparenter auszurichten </li></ul></ul><ul><ul><li>effizienter und kostengünstiger zu machen </li></ul></ul>
    22. 23. Entwicklungspfad <ul><li>0 Start : ICT entsteht „on demand“ an verschiedenen Stellen des Unternehmens </li></ul>
    23. 24. Entwicklungspfad <ul><li>1 Zentralisierung : ICT wird zusammengezogen </li></ul><ul><li>Auslöser : </li></ul><ul><li>Chance auf Kosteneinsparung </li></ul>
    24. 25. Entwicklungspfad <ul><li>2 Ausgliederung : ICT wird als eigene Firma etabliert </li></ul><ul><li>Auslöser : </li></ul><ul><li>Forderung nach Transparenz </li></ul>
    25. 26. Entwicklungspfad <ul><li>3 externer Markt : eigene Firma „entdeckt“ den externen Markt </li></ul><ul><li>Auslöser : </li></ul><ul><li>Economy of scale </li></ul>
    26. 27. Entwicklungspfad <ul><li>4 Verkauf oder Joint Venture : </li></ul><ul><li>Auslöser : </li></ul><ul><li>Economy of scope </li></ul>
    27. 28. <ul><li>Ganzheitliche Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsweise </li></ul>Holistic Communication ©
    28. 29. Holistic Communication © Holist Holisten wissen, wie „tief“ und „breit“ sie in der Situation sein müssen Specialist Spezialisten wissen von immer weniger immer mehr Generalist Generalisten wissen von immer mehr immer weniger
    29. 30. Holistic Communication © Infrastructure Content Logistics Psychology Environment Law Application Services Organisation Technology Humanity
    30. 31. Holistic Communication © Kulturkreis Ausgangssituation Markt Budget generelle Strategie Anlass Trends Globalisierung Liberalisierung Environment
    31. 32. Holistic Communication © Infrastructure Internet Wireless Hardwarelandschaft Softwarearchitektur Netzwerk (LAN, WAN) Broadcast-Netz (TV) Glasfaserkabel Satellitenverbindung
    32. 33. Holistic Communication © Services WWW Filetransfer Mailsystem Suchmaschine Telefonie Videokonferenz Application sharing Whiteboard ASP
    33. 34. Holistic Communication © Content Information Strukturierter Inhalt Unstrukturierter Inhalt Qualitä t Quantität Zeitpunkt Format Multimedialität Polymedialität
    34. 35. Holistic Communication © Application Bereich Anwendungsgebiet Anwendung Verwendung Gebrauch z.B. Finanzen Marketing Einkauf Customer Care Projektmanagement
    35. 36. Holistic Communication © Logistics Materiallogistik Informationslogistik Businessprozesse Abläufe und Workflow Business-(Re)Engineering Teamwork und Collaboration
    36. 37. Holistic Communication © Law Telekommunikationsgesetz Digitales Signaturgesetz Datenschutzgesetz Betriebsvereinbarung Copyright
    37. 38. Holistic Communication © Psychology Akzeptanz Änderungsbereitschaft Usability Soziale Innovation Mindset Erfahrungen Visionen Befürchtungen Erwartungen Emotionale Intelligenz Verhalten
    38. 39. Holistic Communication © Wir müssen lernen, alle Bereiche gleichzeitig zu denken, wahrzunehmen und zu behandeln Infrastructure Content Logistics Psychology Environment Law Application Services
    39. 40. <ul><li>Projektablauf </li></ul>Holistic Communication © Quelle: Leeb 1997 implementieren Auf allen Ebenen Zielvorstellungen umsetzen. Dabei auf Vorhandenes zurückgreifen und richtiges Tempo wählen formulieren Auf allen Ebenen Zielvorstellungen (gemeinsam) erarbeiten. Auf keinen Fall Bestehendes mit neuer Technik hinterlegen operieren Auf allen Ebenen Umgesetztes anwenden, ständig monitoren und bei Bedarf ändern
    40. 41. <ul><li>Projektablauf </li></ul>Holistic Communication © Quelle: Leeb 1997 Hier liegen 80% der Arbeit implementieren formulieren operieren
    41. 42. Holistic Communication © IT- Management 2010 Infrastructure Content Logistics Psychology Environment Law Application Services
    42. 43. Menschliches… Der Mensch steht im Mittelpunkt ...und dort ist er im Weg nicht
    43. 44. Der Faktor „Change“ <ul><li>Tiefe und Geschwindigkeit </li></ul>Manage den Umbruch Erhalte langen Atem Konsolidiere Bleib dran gering hoch GESCHWINDIGKEIT gering VERÄNDERUNGS - TIEFE hoch
    44. 45. Der Faktor „Change“ <ul><li>Einstellung der Menschen </li></ul>Innovatoren Visionäre Pragmatiker Konservative Nachzügler
    45. 46. IT-Management 2010 morgen heute operativ strategisch Fokus der ICT Business Technik Skills des Managers <ul><li>CIOs sind in vielen Firmen 1) noch immer falsch positioniert </li></ul><ul><ul><li>zu operativ </li></ul></ul><ul><ul><li>zu techniklastig </li></ul></ul><ul><li>Sie sind maximal ICT-Manager, aber keine CIOs </li></ul>1) Dies gilt nur für Firmen, die Nutzer von ICT sind; nicht für die Anbieter
    46. 47. IT-Management 2010 <ul><li>das wird es in dieser Form nicht mehr geben </li></ul><ul><li>es geht um </li></ul><ul><ul><li>Information </li></ul></ul><ul><ul><li>Kommunikation </li></ul></ul><ul><ul><li>Medien </li></ul></ul><ul><ul><li>Technologie </li></ul></ul><ul><li>es geht um Strategie, Einsatz und Governance </li></ul><ul><li>…und ICT-Profis machen die Umsetzung </li></ul>
    47. 48. Zum Schluss: ein paar „Weisheiten“ <ul><li>Wir sehen nichts, bevor wir nicht das richtige Bild dafür haben </li></ul><ul><li>Nichts, was bleiben soll, kommt schnell </li></ul><ul><li>Menschen ändern sich - wenn überhaupt - nur langsam und wenig </li></ul><ul><li>Wirkliche Lösungen erkennt man an ihrer Unbequemlichkeit </li></ul><ul><li>Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke </li></ul>
    48. 50. Danke Christian H. Leeb holistic business development [email_address] +43 (676) 75 813 75

    ×