Google, Apple, Facebook - Der Kampf der Internetgiganten (pdf)
by Christoph Kappes on Aug 15, 2010
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In der Öffentlichkeit entsteht mitunter der Eindruck, zwischen Google, Apple und Facebook finde ein Kampf statt. ...
In der Öffentlichkeit entsteht mitunter der Eindruck, zwischen Google, Apple und Facebook finde ein Kampf statt.
Carta-Autor Christoph Kappes ist dieser These in einem Vortrag nachgegangen und hat die unterschiedlichen Strategien der beteiligten Unternehmen zusammengestellt.
Er kommt dabei zu dem Schluss, dass Apple aufgrund seiner Strategie einen Sonderfall darstellt, den man am besten als Qualitätsführerschaft in einem Nischensegment beschreiben kann, das von mehreren Elementen bestimmt ist, namentlich von einer vertikalen Integration zwischen Hardware- und Software-Ebenen mit gewissen Lock-In-Mechanismen. Diese Sonderstellung Apples ergibt sich auch aus der Umsatzstruktur, die von Hardware (im Bundle mit Software) geprägt ist, und der Gewinnsituation, die sich auch aus überdurchschnittlichen Hardware-Margen bei gleichzeitigem Innovationstempo mit neuen Produkten erklären lässt.
Google und Facebook sind untereinander direkte Wettbewerber, da sie werbefinanzierte Geschäftsmodelle haben, die rein software- bzw. dienste-basiert sind. Während Google einen weit besseren Umsatz je Kunde erzielt als Facebook, steht Facebook in puncto Kundenbindung besser da als Google. Googles Kerngeschäft ist durch einige Effekte mittelfristig in Gefahr, während Facebooks Innovationstempo viele Potentiale zeigt, die Plattform weiter auszubauen. Im Ergebnis befindet sich Google in einem „Mehrfrontenkrieg“ in vielen Geschäftsfeldern, vor allem mit Facebook.
Auf Übersichtsfolien werden des weiteren die aktuellen Diskussionspunkte bei allen drei Unternehmen mit dem Anspruch auf Vollständigkeit aufgeführt, um einen Überblick über die Vielzahl an Diskussionspunkten zu geben. Der Autor kommt dabei zu dem Schluss, dass bei allen Unternehmen gleichartige Diskussions- bzw. Kritikpunkte vorzufinden sind. Auf eine Wertung wird dabei weitestgehend bewusst verzichtet.
Abschliessend zeigt der Autor mögliche weitere Entwicklungen auf und kommt zu dem Ergebnis, dass einerseits mittelfristig seriöse Prognosen nicht möglich sind, während es andererseits keinen Grund gibt, von einem wirtschaftlichen Niedergang Googles zu sprechen.
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