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Digital Natives und die Firmenkultur
 

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    Digital Natives und die Firmenkultur Digital Natives und die Firmenkultur Document Transcript

    • Digital Natives werden die Unternehmenskultur verändern!Schon in naher Zukunft wird die Generation der Digital Natives in der Arbeitswelt den Tonangeben. Was bedeutet das für die Unternehmenswelt? Typische Eigenschaften von dieserGeneration sind: Gut vernetzt, kommunikationsfreudig und kreativ, aber auch kritisch undfordernd. Ihr berufliches Ziel ist eine erfüllende Aufgabe bei der ihr Talent und ihre Stärkenrichtig eingesetzt werden. Identifikation mit dem Unternehmen und ein hohes Engagement istihr Dank. Es deutet vieles darauf hin, dass wir am Anfang eines fundamentalen Wandels stehen in der Art, wie sich Arbeitnehmer ihren Job aussuchen und welche Erwartungen sie an ihren Arbeitgeber haben. Die neuen Medien und Technologien haben massiven Einfluss auf die Human Ressources Abteilungen, ja sogar auf die gesamte Arbeitskultur in den Unternehmen. Und dieser Wandel zeichnet sich bereits ab. Denn die Kinder, die mit den neuen Medien aufgewachsen sind, die sogenannten Digital Natives, erreichen langsam ihr Berufsalter und kommen gut ausgebildet aus den Hochschulen. Viele dieser jungen Talenteströmen topmotiviert auf den Arbeitsmarkt und haben ganz klare Vorstellungen von ihrem zukünftigenArbeitsplatz. Sie stellen die Arbeitgeber vor grosse Herausforderungen. Es lohnt sich darum genaueranzuschauen, was die Digital Natives charakterisiert.Digital Natives sind „Always On“Für die Digital Natives sind die neuen Medien und Technologien etwas Selbstverständliches mit demsie aufgewachsen sind. Das weltweite Netz ist auf Schritt und Tritt dabei. Und nicht nur das Netz, alsodie Technologie, sondern über Dienste wie Twitter ist auch die weltweite Internet-Communitysozusagen immer in der Hosentasche. Das hat einen fundamentalen Wandel in der Art wie wirkommunizieren zur Folge: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sind wir in der Lage mitunserem gesamten Umfeld permanent und in Echtzeit in Verbindung zu stehen und Informationenauszutauschen. Man weiss ständig was das Umfeld tut und wo es sich gerade befindet und kann seingesamtes Umfeld auch permanent darüber informieren, was man selbst gerade macht. Das prägt.Das globale Wissen ist abrufbarEin weiterer Effekt der Vernetzung ist, dass das gesamte Wissen der Menschheit überall abrufbar ist.Denn Google weiss alles. Und Google steckt ebenfalls in jeder Hosentasche. Unser heutigesKommunikationszeitalter ermöglicht uns Ideen, Wissen, Lösungen weltweit abzurufen. Entscheidendist nicht mehr, sich möglichst viel Fachwissen anzueignen, sondern zu wissen, wie man es amschnellsten abrufen kann. An den Hochschulen ist es selbstverständlich, dass jeder Student seinNotebook dabei hat. Wenn der Professor ein Buch empfiehlt, dann haben es die Studenten 2 Minutenspäter gegoogelt, gekauft und als eBook in ihrer Cloud; und mit jedem Gerät Zugriff darauf. Weitere 3Minuten später haben sie auch bereits getwittert, dass sie das eBook gekauft haben.Digital Natives sind TeamworkerSie haben gelernt, dass man bei bestimmten Fragen zu den besten Resultaten kommt, wenn man dieCommunity, sprich seine Facebook-Freunde oder Twitter Follower, fragt. Nämlich dann, wenn es umeine Empfehlung geht, wenn man die Präferenzen von jemandem kennen muss.ciaramella & partner, Rolandstrasse 8, 8004 ZürichT: 044 536 68 38 I info@ciaramella-partner.ch I www.ciaramella-partner.ch Authentic I Reliable I Consistent
    • Auf Fragen wie: Was ist heut Abend los in der Stadt, wo gibt’s die beste Pizza, welchen Film muss ichmir unbedingt anschauen, wissen die Facebook-Freunde eine passendere Empfehlung alsGoogle. Ein weiterer Vorteil, wenn man solche Fragen öffentlich stellt: Freunde die mitlesen habenebenfalls einen Nutzen davon. Diese Erfahrung führt zu einer ausgesprochenen Teilen/EmpfehlenMentalität. Und sie fördert auch die kritische Auseinandersetzung mit einem Thema. Das Hinterfragenund Aufdecken von Widersprüchen wird in den sozialen Netzwerken zu einem richtigen Sport. DieCommunity liebt diese Auseinandersetzung und ist sehr diskussionsfreudig. Es trainiert ausserdem dieKritikfähigkeit, wenn man mit seinen Statements tagtäglich der gesamten Community ausgesetzt ist.Will man sich mit seiner Meinung durchsetzen, so muss man die Community mit klaren Argumentenüberzeugen. Autorität wird nicht durch Hierarchie geschaffen, sondern muss immer wieder neu durchGlaubwürdigkeit und Überzeugung erarbeitet werden. Das ist ein fruchtbarer Boden für Kreativität undInnovation. Denn nur Eigenständiges kann in einem solchen Umfeld überzeugen. Alles Kopierte wirdschnell aufgedeckt und entlarvt.Grenzenlose Wahlmöglichkeiten Unsere Jugendlichen wachsen mit einer riesigen Vielfalt an Wahlmöglichkeiten auf. In jeder Lebenssituation, vom täglichen Einkauf, über das Freizeitangebot bis zur Bildung ist Auswahl Standard. In heutigen Computerspielen wird bevor das eigentliche Spiel startet ein Spiel-Charakter, ein sogenan nter Avatar, ausgewählt. Und das ist mindestens so wichtig, wie das Spiel selbst. Man identifiziert sich mit seiner eigenen Spielfigur und gibt ihr ganz bestimmte Eigenschaften. Ein anderes Beispiel: Es gibt einige hundert Millionen iPhones weltweit und vermutlich ebenso viele Apps. Doch es gibt kaum zwei iPhones, die die identischen Apps auf ihrem Display haben. Es ist heute ein Ausdruckvon Individualität und Persönlichkeit, welche Apps man sich auf sein iPhone lädt. Man könnte sagen: “Zeig mir dein iPhone und ich sage dir, wer du bist.”Digital Natives haben grossen GemeinschaftssinnDas Gefühl für Gerechtigkeit und Gemeinschaft ist bei der Generation der Digital Natives sehrausgeprägt, obwohl sie in einer stark individualisierten Welt aufwachsen. Das ist aber keinWiderspruch. Wenn es dem Zeitgeist entspricht und der eigenen Profilierung im Netz dient, ist einWille da, etwas gemeinschaftlich zu bewegen. Man könnte solche Mobilisierungen bösartig als Mode-Protest bezeichnen. Das trifft im Fall von Kampagnen wie „Kony2012“ vielleicht sogar zu. Hier lassensich zwar Millionen von Usern innert Kürze mobilisieren, aber der Protest hält nicht sehr lange an.Aber andere Beispiele wie Occupy Wallstreet oder der arabische Frühling zeigen, wie eineMobilisierung ü ber die sozialen Netzwerke auch Bewegungen in Gang setzen kann, die für deneinzelnen durchaus schmerzhaft sind und darum nicht einfach als Mode-Protest abgetan werdenkönnen.Transparenz ist ein zentrales CredoDer Schutz der Privatsphäre wird in der weltweiten Vernetzung immer schwieriger. Die Generation derDigital Immigrants tut sich damit sehr schwer, denn sie ist mit einem hohen Grad an Privatsphäreaufgewachsen und erlebt diese plötzliche Transparenz als etwas eher Negatives. Für sie ist schon ein«unvorteilhaftes Foto» ein Problem. Für die Facebook Generation ist das gar nicht so schlimm. Dennsolche Fotos gibt es von jedem. Sie wachsen mit dieser Offenheit und Transparenz auf. Sie sind sichbewusst, dass sie in allen Lebenslagen fotografiert, gefilmt und diese Daten verbreitet werden können.Aber es geht allen gleich und darum relativiert sich das Problem in ihren Augen wieder.Die Transparenz hat sehr viele gute Seiten. Unwahrheiten lassen sich immer schlechter geheimhalten.Jede Kopie, jedes Plagiat wird früher oder später entlarvt. Digital Natives erwarten darum auchTransparenz von den Unternehmen. Sie haben gelernt wie über Firmen in den neuen Medienhergezogen wird, die nicht offen und ehrlich kommunizieren und haben sich an solchen Protestensicher auch schon mal selbst beteiligt.ciaramella & partner, Rolandstrasse 8, 8004 ZürichT: 044 536 68 38 I info@ciaramella-partner.ch I www.ciaramella-partner.ch Authentic I Reliable I Consistent
    • Fazit: Digital Natives sind kommunikativ, kreativ und kollaborativ.Sie sind kommunikativ, weil sie über so viele Kanäle verfügen wie noch nie, um sich auszutauschenund das auch sehr früh und spielerisch lernen. Sie sind kreativ, weil dies in den neuen Medien zentralist für die Persönlichkeitsprofilierung und weil Kopieren sofort entlarvt wird. Sie sind kollaborativ, weilsie gelernt haben, dass man im Austausch viel schneller zu den besseren Resultaten kommt. Es sinddiese sogenannten weichen Faktoren, welche die Generation der Digital Natives auszeichnen.Auf der Suche nach einem neuen WertesystemDiese Generation ist mit dem Zusammensturz des Finanzsystems aufgewachsen und hat die Exzessedes auf Boni und persönlicher Gewinnmaximierung ausgelegten Wertesystems erlebt. Es sind dahersicher nicht diese Werte, die sie anstreben. Glaubwürdigkeit und Vertrauen haben grosse Bedeutung.Sinnhaftigkeit und persönliche Zufriedenheit sind Werte, die sie erstreben. Leidenschaft ist einzentraler Antriebsmotor bei allem, was sie tun.Die Erwartungen an ihre berufliche TätigkeitDigital Natives streben nach einer sinnvollen, erfüllenden Tätigkeit. Eine transparenteKommunikationskultur ist ihnen wichtig, ebenso ein hohes Mass an Freiheit und Flexibilität, dieZusammenarbeit in Teams und selbstverständlich der Zugang zu neusten Technologien und Medien.Wenn es um die Begründung von Entscheidungen geht, wollen sie überzeugt, nicht überstimmtwerden. Stimmen diese Faktoren, dann ist ihre Identifikation mit dem Unternehmen sehr hoch und siesind mit Leidenschaft dabei.Was sind die Konsequenzen für die Unternehmen?Die Digital Natives wollen sicher nicht in einem Unternehmen arbeiten, das eine schlechte Reputationhat oder das den Zugang zu den sozialen Netzwerken sperrt. Karrieremöglichkeiten hin oder her. Imsogenannten «War for Talents» wird das Image und das Verhalten eines Unternehmens in derÖffentlichkeit zum Killerkriterium.In Zukunft werden sich Arbeitgeber bei Arbeitnehmern bewerben,denn letztere werden sehr genau auswählen, wem sie ihreArbeitsleistung und vor allem ihr Talent zur Verfügung stellen. Undum solche Talente zu behalten, wird sich jedes Unternehmen starkum das Wohl und die Zufriedenheit seiner Angestellten kümmernmüssen. Denkt man diese Entwicklung zu Ende, so müssen wir inZukunft vielleicht sogar die Begriffe Arbeitnehmer und Arbeitgeberhinterfragen: Wer „gibt“ seine Arbeit und stellt sie zur Verfügung undwer „nimmt“ sie, um Kundenaufträge erfüllen zu können?Natürlich ist das hier beschriebene Szenario überspitzt. Nicht jeder Jugendliche ist automatisch einDigital Native, nur weil er nach 1980 geboren ist. Und nicht jeder Digital Native ist automatisch einTalent. Es wird wie bei jeder Entwicklung auch Verlierer geben, solche die den Anschluss verpassenoder sich sogar bewusst verweigern. Aber es genügt, wenn das Szenario schon nur auf dieTalentiertesten zutrifft. Denn es sind genau die, um die sich in Zukunft jedes Unternehmen streitenwird. Und wegen ihnen wird ein Umdenken in den Unternehmen zwangsläufig auch stattfinden.Je früher ein Unternehmen diesen Wandel in Gang setzt, desto grösser sind seineWettbewerbsvorteile im „War for Talents“. Dieser Artikel wurde von ciaramella & partner überarbeitet und ist im Original in der Fachzeitschrift Marketing & Kommunikation 5/12 erschienen.ciaramella & partner, Rolandstrasse 8, 8004 ZürichT: 044 536 68 38 I info@ciaramella-partner.ch I www.ciaramella-partner.ch Authentic I Reliable I Consistent
    • Wir beraten Sie gerne um Ihr Unternehmen fit für die Digital Natives zu machen.ciaramella & partnerRolandstrasse 8, 8004 Zürichwww.ciaramella-partner.chAngelo Ciaramella Reto KleebGeschäftsführer PartnerT: 044 536 68 38 T: 044 536 68 38ac@ciaramella-partner.ch rk@ciaramella-partner.chhttps://www.xing.com/profile/Angelo_Ciaramellaciaramella & partner, Rolandstrasse 8, 8004 ZürichT: 044 536 68 38 I info@ciaramella-partner.ch I www.ciaramella-partner.ch Authentic I Reliable I Consistent