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Social TV - Die Zukunft des Fernsehens? Studie des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
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Social TV - Die Zukunft des Fernsehens? Studie des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Presentation Transcript

  • 1. SOCIAL TV –DIE ZUKUNFT DES FERNSEHENS?Hannover, Juli 2012Hochschule für Musik, Theater und Medien HannoverInstitut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK)Expo-Plaza 12D-30539 Hannoverhttp://www.ijk.hmtm-hannover.dehttp://www.facebook.com/ijk.hannover
  • 2. Abstract Social TV wird heute als ein Milliardengeschäft, vielleicht gar als Möglichkeitsraum für die „Zukunft des Fernsehens“ gehandelt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden der Untersuchungs- gegenstand Social TV definitorisch näher bestimmt und zwei empirische Studien zur Situation in Deutschland durchgeführt. Qualitative Experteninterviews mit 35 Expert/innen aus verschiedenen Branchen zeigen die Einschätzungen der aktuellen Marktsituation und der zukünftigen Entwicklungen in Deutschland auf. Eine quantitative Inhaltsanalyse von Statusmeldungen des sozialen Netzwerkes „Twitter“ macht deutlich, bei welchen Sendungen deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer vorzugsweise aktiv sind und welchen Beitrag sie hierzu leisten. Analysiert wurden ca. 32.500 abgesetzte Kommentare zu sieben Fernsehsendungen aus den Genres Game- /Quizshow, Reality Show, Castingshow, Krimiserie und Polittalk.Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 2
  • 3. 52 Prozent der Deutschen (14-49 J.) surfenwährend des Fernsehens – aber wo und warum?IP Deutschland/ TNS Emnid DigitalBarometer (Erhebung: November 2011), Basis: TV-Zuschauer 14-49 Jahre, N=895. Frage: „Kommt es bei Ihnen vor, dass Sie fernsehen und gleichzeitig im Internet surfen bzw. e-mailen? Welche Geräte nutzen Sie dann, um im Internet zu surfen?“ Quelle: http://www.tns-emnid.com/presse/pdf/presseinformationen/Digitalbarometer_Herbst_2011.pdfSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 3
  • 4. Begriffsverwirrung… HbbTV Smart TV Connected TV ? Internet TV Social TV Hybrid TV Interactive TV Net TVSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 4
  • 5. Social TV: Worum geht es? (1)“Social TV is the extension of Social Media through the simultaneoususe of a tablet or smartphone while watching TV.” (Research and Markets, 2010)Mögliche Systematisierung anhand von: Device vs. Plattform One-Screen vs. Second-Screen Öffentlich vs. Privat Synchron vs. AsynchronSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 5
  • 6. Social TV: Worum geht es? (2) Funktionen moderner TV-Geräte Quelle: Hansen (2011); c‘t 2011, 19, S. 87 © Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KGSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 6
  • 7. Zwei Entwicklungslinien für Social TV One-Screen vs. Second-Screen Second-Screen-Devices One-Screen-Devices (Alle Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 7
  • 8. “We think that social media meets television is the next big thing […] Whoever figures it out, will be the next Steve Jobs of this generation.” Ynon Kreiz, former CEO of Endemol Quelle: http://www.lostremote.com/2011/01/26/social-tv-is-going-to-be-huge-says-endemol-ceo/Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 8
  • 9. Agenda(1) Das soziale Erlebnis Fernsehen: gestern – heute – morgen(2) Empirische Studien der Forschungsgruppe Social TV am IJK  Methodisches Vorgehen  Experteninterviews zu „Future Trends“  Inhaltsanalyse von Twitter-Meldungen(3) Fazit: Experten vs. Empirie – DiskussionSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 9
  • 10. Agenda(1) Das soziale Erlebnis Fernsehen: gestern – heute – morgenSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 10
  • 11. Das soziale Erlebnis Fernsehen:gestern – heute – morgen (1) Fernsehstuben (um 1935)  Gemeinsamer Fernsehversuchsbetrieb ähnlich dem Kino Couch TV: „Lagerfeuereffekt“  Fehleinschätzung: Kritik am Fernsehen als isolierendes, unsoziales Erlebnis  Interpersonale, fernsehbegleitende Kommunikation (vgl. exempl. Hepp 1998; Klemm 2000) Public Viewing  z. B. zur WM 2006 oder als „Co-Viewing-Partys“Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 11
  • 12. Das soziale Erlebnis Fernsehen:gestern – heute – morgen (2) Fernsehen gemeinsam insgesamt: 61% N=960 (14-49 Jahre) | Angaben in Prozent; Frage: „ Was schätzen Sie: Zu wie viel Prozent schauen Sie ...“ (Quelle: SevenOneMedia & mindline 2011 , S. 16)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 12
  • 13. Das soziale Erlebnis Fernsehen:gestern – heute – morgen (3) (Alle Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 13
  • 14. Agenda(2) Empirische Studien der Forschungsgruppe Social TV am IJK  Methodisches VorgehenSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 14
  • 15. Methodisches Vorgehen Quantitative 35 qualitativeInhaltsanalyse von Experteninterviews ca. 32.500 Tweets „Future Trends“ Social TVSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 15
  • 16. Methodensteckbrief: Inhaltsanalyse Erhebungsmethode: Quantitative, standardisierte Inhaltsanalyse Erhebungszeitraum: Januar bis April 2012 Durchführung: Codierung durch Bachelor- und Master-Studierende des IJK auf Basis eines Codebuches Stichprobe: 32.597 Tweets während TV-Sendungen Sendungen [Hashtag als Aufgreifkriterium]:  Schlag den Raab [#sdr] (17.03.2012)  The Voice of Germany [#voice] (10.02.2012, Finale)  DSDS [#dsds] (28.04.2012, Finale)  Ich bin ein Star, holt mich hier raus [#ibes] (28.02.2012, Finale)  Tatort [#tatort] (22.04.2012, „Es ist böse“ )  Maybrit Illner [#illner] (19.04.2012, „Piraten-Partei“)  Günther Jauch [#jauch] (22.04.12, „Schicksalsschläge“)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 16
  • 17. Methodensteckbrief: Experteninterviews Erhebungsmethode: Qualitative Befragung von Expert/innen Erhebungszeitraum: Anfang März 2012 bis Mitte Mai 2012 Durchführung: Master-Studierende des IJK auf Basis eines teilstandardisierten Leitfadens Stichprobe: 35 Expert/innen aus folgenden Bereichen [Anzahl der Interviews orientierte sich am Grad der theoretischen Sättigung]  Start-ups  Investoren  Agenturen  Produzenten  Journalisten/Blogger  Telekommunikationsanbieter  Hardwarehersteller  Wissenschaft  TV Sender  Anwendungen  Social Networks  WerbevermarkterSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 17
  • 18. Agenda(2) Empirische Studien der Forschungsgruppe Social TV am IJK  Experteninterviews zu „Future Trends“Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 18
  • 19. Von den Expert/innen angesprochene Fernsehtrends (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 19
  • 20. Experteneinschätzungen zur Dimension Nutzer Die Gesamtentwicklung ist sehr stark durch die Nutzer getrieben und weniger durch die TV-Sender selbst… “ #1 ” (Social Network 1)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 20
  • 21. Vorteile und Hemmnisse auf Nutzerseite tieferes Content-Erlebnis geringe Res o s Response Unterhaltung Austausch auf Umständlichkeit inhaltlicher Ebene Mehrwert unklar Orientierung Ausdruck digitaler Identität technische Anbindung soziales Erleben zu viel Information Ausleben einer neuen Kommunikationskultur (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 21
  • 22. Experteneinschätzungen zur Dimension Technik Erst wenn‘s einfach wird oder intuitiv, dann hat es das Potential zum “ #2 ” Massenphänomen. (Journalist/Blogger 5)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 22
  • 23. One Screen vs. Second Screen Orientierungsfunktion Private Kommunikation Komfortabel & praktisch Parallele Nutzung On-Demand Apps mit Potenzial Nutzereinbindung Fernbedienung Praktisch Bedienung Gewohnheit von Private Second Devices Kommunikation Back-Kanal Lesbarkeit von Texten Ungewünscht von TV-Sendern (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 23
  • 24. Zukunft von One und Second Screen Der Ort an dem Social Media stattfindet ist traditionell Smartphone, Laptop oder Tablet. Und der Ort an dem das Fernsehen stattfindet ist das Fernsehgerät. (...) Deswegen ist das größere Potential erst mal “ eher nicht in den Fernsehgeräten, sondern [in] Second Screen Devices. ” (Agentur 5) (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 24
  • 25. Experteneinschätzungen zur Dimension Formate It needs to be relevant for “ ” social. (Produzent 1) #3Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 25
  • 26. Welche Formate eignen sich für Social TV? hohe emotionale Ansprache Kinofilme Casting- neue Serien- & Filmformate shows Sport Shows Spielfilme SerIen Events Quizshowsniedrige hohezeitliche zeitlicheAktualität Aktualität Nachrichten & Politikformate Wissenschafts- magazine niedrige emotionale (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen) Ansprace Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 26
  • 27. Welche Formate eignen sich für Social TV? hohe emotionale Ansprache Kinofilme Casting- neue Serien- & Filmformate shows Sport Shows Spielfilme Live mitfiebern & SerIen Fantum mitbestimmen Events Quizshowsniedrige hohezeitliche zeitlicheAktualität Aktualität Nachrichten & Politikformate Keine relevanten Bedarf an Wissenschafts- Formate Zusatzinformationen magazine niedrige emotionale (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen) Ansprace Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 27
  • 28. Experteneinschätzungen zur Dimension Markt ‚Einer wird’s beherrschen‘ wird es nicht geben. “ ” (Start-up 2) #4Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 28
  • 29. Varianz in der Marktdefinition für Social TV Distribution von Live- TV auf Connected Devices. engeDefinition weite Definition Jeder, der Bewegtbild über das Internet anbietet, ist Konkurrent.(Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 29
  • 30. Player auf dem Social TV-Markt Hardware- und Internet-TV Fernsehanstalten Social Networks Softwarehersteller Contentlieferanten Mediatoren Technologie Private Geräte- Facebook Mediatheken Sender hersteller Öffentlich- Infra- Video-on- rechtliche Google+ struktur Demand Sender Produzenten Start-ups Twitter YouTube (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 30
  • 31. Kooperation vs. Konkurrenz Kooperations- We should learn from each other and share all the results… “ gedanke ” (Produzent 1) vorherrschend Konkurrenz und Partnerschaften Kooperation: zunehmend Verflechtung überlebenswichtig (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 31
  • 32. Player auf dem Social TV Markt Treiber Start- ups Twitter Facebook Produzenten Video-on- Google+ Demand YouTube Geräte- hersteller Infra- stuktur MediathekenTechnik Content Private Öffentlich- Sender rechtliche Sender (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen) BremserSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 32
  • 33. Experteneinschätzungen zur Dimension Strategie It’s a quite new landscape. A new landscape is being built, so we don´t have a answer. It’s “ ” more or less a trial and error #5 process we are in right now. (Produzent 1)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 33
  • 34. Social TV Angebote Discovery Check-In Zusatzinfos Interaktion Community Lean-Back Move-Forward (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 34
  • 35. Strategien der Social TV-Anbieter neue Geschäfts- modelle Start-ups HerstellerLean-Back Produ- Move-Forward zenten TV Sender Erweiterung des bestehenden (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen) Geschäftsmodells Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 35
  • 36. Experteneinschätzungen zur Dimension Zukunfts- ausblick ,Very relevant’ aber ,schleichender Prozess’ “ ” (Produzent 1 & Agentur 4) #6Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 36
  • 37. „Ich glaube, dass in 3 bis 5 Jahren „Das ist in 10 bis 20 Jahren so gelebt, jeder die Möglichkeit hat dort dass es keine Generationsfrage mehr ist, einzutauchen oder mitzumachen. sondern dann wird das auch eine kritische Aber die Frequenz, in der das Masse draufhaben. passieren wird, wird sich stark Dann fängt Social TV, glaube ich, erst an.“ unterscheiden.“ (Journalist/Blogger 2) (Journalist/Blogger 1) 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre „Dadurch, dass diese TV-Wirkung so gut funktioniert […] können Sie davon ausgehen, dass sich da in den nächsten 5 bis 10 Jahren kaum was verändern wird.“ (Agentur 4)(Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen) Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 37
  • 38. Zwischenfazit: Experteninterviews(1) Die Effekte von Social TV sind mittel- bis langfristig. Kurzfristig wird kein „riesen Impact“ erwartet. (Produzent 1)(2) Die Veränderungen sind „viel schleichender “ und daher ist es „sehr schwierig traditionelle Unternehmen von diesem Change zu überzeugen, der da kommt“. (Agentur 4)(3) Möglicherweise „geht‘s ihm [dem Fernsehmarkt] ja noch zu gut. Wahrscheinlich muss es erst richtig wehtun, dass die großen Fernsehsender sagen, wir brauchen auch Social TV“. (Start-up 6)(4) Social TV wird insgesamt als relevantes Phänomen mit Potenzial für die Zukunft des Fernsehens identifiziert. (Angaben sind jeweils Experteneinschätzungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 38
  • 39. Agenda(2) Empirische Studien der Forschungsgruppe Social TV am IJK  Inhaltsanalyse von Twitter-MeldungenSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 39
  • 40. Genres und Sendungen „Having exposed paticipants to various content genres, we found that […] the type of TV content has a significant influence on communication.“ (Schatz, Baillie, Fröhlich & Egger, 2008, S. 2)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 40
  • 41. Genres und Sendungen: Forschungsstand Animationsfilme, Sportevents, Dokumentationen, Action-/Abenteuerfilme, Reality Shows (Ducheneaut, Moore, Oehlberg, Thornton & Nickell, 2008) Sport, Reality Shows, News-Magazine & Debates, TV Events (Ericsson Consumer Lab, 2011) Soaps, Nachrichten, Sport (Geerts, 2009)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 41
  • 42. Untersuchte Sendungen (Alle Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 42
  • 43. Forschungsfrage der UntersuchungWelche Formen, Inhalte und Ziele werdenbei/mit dem Austausch über TV-Inhalte beiTwitter in Deutschland verfolgt?Unterfragen: Über welche Genres und Formate wird sich (vermehrt)ausgetauscht? + + + Welche Formen der Äußerungen gibt es imfernsehbegleitenden Kontext bei Twitter (Charakter der Äußerung,Inhaltliche Ebene)? + + + Gibt es Unterschiede zwischen Formatenoder Sendern hinsichtlich des Austauschs über Fernsehinhalte?Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 43
  • 44. Untersuchte Dimensionen und Kategorien (1)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 44
  • 45. Untersuchte Dimensionen und Kategorien (2)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 45
  • 46. Untersuchte Dimensionen und Kategorien (3)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 46
  • 47. Untersuchte Dimensionen und Kategorien (4)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 47
  • 48. Anzahl der Tweets insgesamt 12000 10000 8000 6000 11175 8855 4000 5480 2000 2988 2137 1604 358 0 N=32.597Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 48
  • 49. Anzahl der Tweets pro Minute* 60 50 40 30 54 20 41 32 31 26 10 17 5 0 N=32.597 MW: 29,14 *aufgerundetSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 49
  • 50. Tweetrate: Zahl der Tweets pro Nutzer/in 10859 individuelle Twitterer (Nutzer/innen) bei den untersuchten Sendungen Bei allen Sendungen haben mindestens 50% der Nutzer nur einen Tweet abgegeben sowie mindestens 25% zwei bis drei Tweets Meist sind es unter 1% der Nutzer, die sehr aktiv getwittert habenSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 50
  • 51. Grundlegende FormaliaNutzer: Sprache: 97% private Twitter-User  93% in Deutsch 2% Senderaccounts  5% in Englisch 1% Accounts von Institutionen  2% andere Sprache/ nicht eindeutig erkennbarHashtags: Retweets: 80% mit einem Hashtag  23,6% der Tweets sind Retweets 14% mit zwei Hashtags  22,1% sind unkommentierte Retweets 4% mit drei Hashtags  1,5% sind Retweets mit Ergänzungen 2% mit mehr als drei Hashtags N=32.597Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 51
  • 52. Widerlegte Vorurteile Der Umgangston bei Twitter ist rau! – Nein, lediglich 5% aller Tweets enthalten SchimpfwörterTwitter ist voll von Spam! – Nein, nur 0,4% aller Tweets sind Spam Über Twitter werden viele Links ausgetauscht! – Kaum, nur knapp 3% der Tweets enthielten Links. Fernsehbegleitende Tweets sind „Unterschichtendeutsch“! – Nein, rund 89% der Tweets sind einer „normalen Sprachebene“ zu zuordnen. N=32.597Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 52
  • 53. Funktionen des Twitterns 7% Interaktion 4% 5% Bewertung 11% Inhaltl. oder techn. 49% Fragen Abstraktionen Emotionen 24% Sonstiges N=32.597Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 53
  • 54. Funktionen des Twitterns: Interaktion im Fokus 7% 4% 5% 31% 11% Bezugnahme Kontaktaufnahme Aufforderung 24% 15% 3% ▪N=32.597Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 54
  • 55. Internettypische Sprache 28% aller Tweets beinhalten internettypische SpracheSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 55
  • 56. Bewertungenvon Personen von Sendungen 56% 33% 44% 67% Bewertungen insgesamt: 24% N=32.597Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 56
  • 57. AbstraktionenPersönliche Abstraktion 80%Gesellschaftliche Abstraktion 20% N=1.249Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 57
  • 58. Der typische Tweet Enthält eine Bewertung der handelnden Akteure Dient der Kontaktaufnahme Ist in internettypischer Sprache geschrieben Bezugnahme  spricht andere User direkt an (Alle Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer) Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 58
  • 59. Zwischenfazit: Inhaltsanalyse(1) Interaktion zwischen den Nutzern dominiert: Social TV wird getrieben durch Social Media, weniger durch TV-Inhalte(2) Unterschiedliche Genres generieren unterschiedliche Formen der Kommunikation: Vom Live-Erleben zur Abstraktion(3) Vorurteile werden nur teilweise bestätigt: Gutes Sprachniveau, wenig Links, wenig Spam, wenige verbale Auseinandersetzungen zwischen den Nutzern(4) Anzahl der beteiligten Nutzer im Vergleich zu Einschaltquoten: Nischenphänomen – Selbstreferenzialität der Kommunikation (25% der Tweets sind Wiederholungen)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 59
  • 60. Agenda(3) Fazit: Experten vs. Empirie – DiskussionSocial TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 60
  • 61. Gesamtfazit: Experten vs. Empirie – Diskussion Emotionen sind lt. Experten Treiber für Partizipation, finden sich aber empirisch nicht inhaltlich in den Tweets wieder Experten: Interaktion wird als zentrales Nutzungsmotiv erkannt  Auf der Nutzerebene empirisch bestätigt  Spiegelt sich aber noch zu wenig im strategischen Handeln der Sender wider! Übereinstimmung Experten und Empirie: Live-Erleben eignet sich besonders für Social TV  Castingshows mit Aufforderungscharakter – Sport bleibt Forschungsdesiderat Social TV als Marktforschungstool: Die „digitale Quote“ – zeigt sich in der Empirie Nachrichtenformate und Politikshows  Experten: Suche nach Zusatzinformationen  Empirisch: gesellschaftliche Abstraktion – Bewertung und Verhandlung von Sendungsinhalten („Mitdiskutieren“)Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 61
  • 62. Ausblick: Weiteres Vorgehen des IJK Das IJK wird im Herbst 2012 einen Forschungsreport vorlegen, der die Ergebnisse der Gesamtprojekts umfassender kontextualisiert darstellt. Die Erkenntnisse des Expertenworkshops vom 05.07.12 (vgl. http://bit.ly/LPl0oh) werden für einen „Praxischeck“ der Forschungserkenntnisse eingesetzt. Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse werden stärker unter statistischen Zusammenhängen betrachtet, zudem werden Detailanalysen der untersuchten Sendungen vorgelegt. Geplant ist auch ein Vergleich der Sendungen vor dem Hintergrund bestimmter Benchmarks. Die Ergebnisse der Experteninterviews werden intensiver in den aktuellen Diskussionsstand eingeordnet und mit Zitaten belegt.Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 62
  • 63. Literaturverzeichnis Ducheneaut, N., Moore, R.J., Oehlberg, L., Thornton, J.D. & Nickell, E. (2008). Social TV: Designing for Distributed, Sociable Television Viewing. International Journal of Human-Computer Interaction, 24(2), 136-154. Ericsson Consumer Lab (Hrsg.) (2011). TV & Video 2011. Consumer Trends. Global Version. Verfügbar unter: http://www.ericsson.com/res/docs/2011/ 11_1650_RevB_TV_Video_Consumer_Trends_2011_Global_Version.pdf Geerts, D. (2009). Sociability Heuristics for Interactive TV. Supporting the Social Uses of Television. Dissertation, Katholieke Universiteit Leuven. Hansen, S. (2011). Schlau-TV. Intelligente Fernseher sollen das Wohnzimmer erobern. c’t, o.J.(19), 86- 90. Hepp, A. (1998). Fernsehaneignung und Alltagsgespräche. Fernsehnutzung aus der Perspektive der Cultural Studies. Wiesbaden: Westdeutscher. Klemm, M. (2000). Zuschauerkommunikation. Formen und Funktionen der alltäglichen kommunikativen Fernsehaneignung. Frankfurt am Main: Peter Lang. Research and Markets (Hrsg.) (2010). Social TV and the Emergence of Interactive TV. Schatz, R., Baillie, L., Fröhlich, P. & Egger, S. (2008). Getting the Couch Potato to Engage in Conversation: Social TV in a Converging Media Environment. Workshop at EuroITV’2008, Salzburg, Austria , July 2-4, 2008. SevenOne Media & mindline (Hrsg.) (2011, Juni). Soziale Medien in der Ich-Gesellschaft? Ergebnisse einer Repräsentativbefragung. Verfügbar unter: https://www.sevenonemedia.de/c/document_library/ get_file?uuid=89fb436e-25a2-40c6-aaa7-69fd7c95152b&groupId=10143Social TV — Die Zukunft des Fernsehens? http://www.ijk.hmtm-hannover.de 63
  • 64. Forschungsprojekt „Social TV“Prof. Dr. Beate Schneider & Christopher Buschow, M.A.Hochschule für Musik, Theater und Medien HannoverInstitut für Journalistik und KommunikationsforschungExpo Plaza 12D-30539 HannoverTelefon (0511) 3100 497Telefax (0511) 3100 400beate.schneider@ijk.hmtm-hannover.dechristopher.buschow@ijk.hmtm-hannover.dehttp://www.ijk.hmtm-hannover.dehttp://www.facebook.com/ijk.hannover