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In der Krise wird der Chef befragt

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Sie kommen grundsätzlich zum ungünstigsten Zeitpunkt: Krisen- und Katastrophensituationen.Schlagartig entsteht ein großer Entscheidungs- und Handlungsdruck für die Geschäftsführer im Betrieb. Je länger ein Betrieb benötigt, um auf die Krise zu reagieren, desto schwieriger wird es.

Und der Krise muss nicht nur technisch begegnet werden. Betriebsvorfälle verunsichern Menschen. Daher müssen auch die Krise selbst und der Weg daraus kommuniziert werden. Unternehmen, die in der Krise schnell reagieren, schaffen Vertrauen. Wenn diese hingegen nicht frühzeitig aufklären, werden Informationslücken durch Spekulationen gefüllt. Wenn Spekulationen zu vermeintlichen Erkenntnissen werden, wird das Unternehmen im öffentlichen Diskurs über die Krise überhört.
Gut vorbereitet zu sein, ist wichtig.

An zwei Tagen trainieren Geschäftsführer und Werkleiter im Seminar des Arbeitgeberverbandes Chemie RheinlandPfalz das eigene Medienverhalten in der Krise und vor laufender Kamera. Neben der individuellen Auswertung gibt es wertvolle Hinweise und Informationen, um als Geschäftsführer in der Krisenkommunikation bestehen zu können.

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In der Krise wird der Chef befragt

  1. 1. festgehalten Die Veranstaltungen der Chemieverbände Rheinland­Pfalz INHALT In der Krise wird der Chef befragt >> Krisenszenarien sind vielfältig >> Kommunikation in der Krise >> Polizei, Staatsanwalt & Co – Wer hat welche Rechte? >> Aufgaben für die Unternehmen EDIToRIAL Sie kommen grundsätzlich zum ungünstigsten Zeitpunkt: Krisen­ und Katastro­ phensituationen. Schlagartig entsteht ein großer Entscheidungs­ und Hand­ lungsdruck für die Geschäftsführer im Betrieb. Je länger ein Betrieb benötigt, um auf die Krise zu reagieren, desto schwieriger wird es. Und der Krise muss nicht nur technisch begegnet werden. Betriebsvorfälle verunsichern Menschen. Daher müssen auch die Krise selbst und der Weg daraus kommuniziert werden. Unternehmen, die in der Krise schnell reagieren, schaffen Vertrauen. Wenn diese hingegen nicht frühzeitig aufklären, werden Informationslücken durch Spekulationen gefüllt. Wenn Spekulationen zu vermeintlichen Erkenntnissen werden, wird das Unternehmen im öffentlichen Diskurs über die Krise überhört. Gut vorbereitet zu sein, ist wichtig. An zwei Tagen trainieren Geschäftsführer und Werkleiter im Seminar des Arbeitgeberverbandes Chemie Rheinland­Pfalz das eigene Medienverhalten in der Krise und vor laufender Kamera. Neben der individuellen Auswertung gibt es wertvolle Hinweise und Informationen, um als Geschäftsführer in der Krisen­ kommunikation bestehen zu können. Stimme, Inhalt und Körpersprache bestimmen>> die Botschaft in einem Interview Tobias Göpel | Chemieverbände Rheinland­Pfalz
  2. 2. In der Krise wird der Chef befragt | St. Goar KoMMUNIKATIoN IN DER KRISE Ein Geschäftsführer hat verschiedene Zielgruppen zu berücksichtigen. Anwohner, Politiker, Umweltverbände und auch die eigenen Mitarbeiter benötigen Informationen und können durch die Medien zu Wort kommen. Aufsichtsbehörden, Kunden und Lieferanten wollen wissen, welche Aus­ wirkungen die Krise auf die Geschäftsbeziehungen hat. Im Ernstfall kann eine unnötige Eskalation der Krise nur durch eine schnelle Kommunikation, sowohl von positiven als auch negativen Informationen, abgemildert werden. Wichtig sind Wahrheitstreue und offenheit. Nur so Bernhard Messer, kann man einen langfristigen Vertrauensschaden verhindern. Die Medien Dialog Medientraining, Düsseldorf spielen in der Krise eine besondere Rolle – sie berichten unter Zeitdruck und sie brauchen aussagekräftige Bilder. ob das Unternehmen kommuni­ ziert oder nicht, die Anwohner kommen bestimmt zu Wort. Das StatementKRISENSZENARIEN SIND VIELFÄLTIG Wenn eine erste Stellungnahme abgegeben wird, sind bestimmte RegelnEin Blick in die Medien der letzten Monate zeigt, dass die Krisen zu beachten: Mit einer einfachen und deutlichen Sprache lassen sich diesehr unterschiedlich waren und auch kleine und mittlere Unter­ Botschaften am einfachsten transportieren. Nicht jeder Interessierte ver­nehmen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt haben. Die Fälle fügt über die notwendige Fachkenntnis. Auch die Reihenfolge der Informa­zeigen eindrucksvoll auf, dass alle Akteure potentiell gefährdet tionen ist von Bedeutung. Die erste und letzte Botschaft bleiben eher insind, die Deutungshoheit über das eigene Handeln zu verlieren. Erinnerung. Sind Mitarbeiter im Betrieb betroffen, muss dies angesprochenUnd nicht immer geht es in erster Linie um den Vorfall, sondern werden. Auch geht es nicht nur um die Worte. Stimme und Körperspracheum den öffentlichen Umgang damit. haben mehr Einfluss auf die Wahrnehmung, als das Gesagte.»Die Art der Kommunikation Zielgruppen der Krisenkommunikationbeeinflusst die Reputation desUnternehmens nachhaltig. SprecherHier muss eine professionelle KrisenmanagementKommunikation ansetzen. « Management Anwohner Kunden MitarbeiterWenn der öffentlichen Besorgnis, der Angst oder der Empörung Investoren Angehörige Anteilseignernicht rechtzeitig begegnet wird, kann das eine organisation Politiker Dienstleistersubstantiell gefährden. Nicht nur die klassischen Medien wollenschnell die Öffentlichkeit über die Notfallsituation aufklären und AufsichtsbehördenHintergründe aufzeigen. Durch die neuen Möglichkeiten der So­ Lieferantenzialen Medien können sich Meinungsgruppen schnell finden und Medien Öffentlichkeitöffentlich diskutieren. Besonders die Mitarbeiter im Betrieb Umweltverbände Bürgerinitiativenkönnen über soziale Netzwerke zu ungewollten Botschaftern desUnternehmens werden: ungenaue Informationen und eine emo­ Konkurrententionale Wortwahl leiten eine Diskussion an, die für die Kommu­nikationsabteilungen zu einer Herausforderung werden können. Seminarinhalte KISS – Keep it short and simple Als Geschäftsführer der PolyChem GmbH sind Sie in einem Beiträge der Medien in den Nachrichten sind meist kurz. Chemieunternehmen mit rund 250 Mitarbeitern tätig. So sollten auch die Sätze im Interview sein. Eigentümer ist seit fünf Jahren der Investor H.I.K. Capital >> Kein Fachchinesisch mit Sitz in London. Am Standort werden Spezialchemikalien für die Automobilindustrie hergestellt. Es ist Donnerstag und >> Einfache Wörter der Werkschutz meldet, dass sich auf dem Werksgelände >> Kurze Botschaften schnell ausbreitender beißender Geruch bemerkbar macht. >> Aktiv und positiv formulieren Die Ereignisse fügen sich nahtlos aneinander und die Berichterstattung in den Medien beginnt… >> Kurze Sätze
  3. 3. Rechtsanwalt Dr. Markus Wintterle, Kleiner Rechtsanwälte, MannheimPolizei, Staatsanwalt & Co – Wer hat welche Rechte?Bei betrieblichen Krisensituationen kann mit den richtigen Instrumenten Bei Haftungsfragen sind drei Rechtsbereiche zu berücksichtigen: Öffent­und einer geeigneten Wortwahl ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung und liches Recht, Zivilrecht und Strafrecht. Das Öffentliche Recht meint hiervertrauensbildenden Transparenz geschaffen werden. Doch gutgemeinte das Recht der Gefahrenabwehr. Das Strafrecht ist auf Sanktionen beiSchuldeingeständnisse, nicht beachtete Informationspflichten oder das Straftaten ausgerichtet. Für beide Bereiche kann der PolizeivollzugsdienstAbschieben von Verantwortung können haftungsrechtliche Konsequenzen staatliche Gewalt ausüben.für Geschäftsführer haben. Damit in einer Krise die Polizei das Recht hat, auf das WerksgeländeDer Geschäftsführer eines Unternehmens steht in der Verantwortung und zu kommen und Anweisungen zu erteilen, muss Gefahr in Verzug sein.ist erster Ansprechpartner für Presse und Vertreter des Staates. Während Es muss ein Gefahrentatbestand vorliegen, der das Eingreifen der Polizeidie Presse oft am Tor auf Möglichkeiten der Berichterstattung wartet, ist erforderlich macht. Ist bei einer Betriebsstörung die Ursache bereitsdas Verhalten gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft seitens der Un­ behoben (das Feuer ist gelöscht oder es tritt kein Stoff mehr aus), dannternehmensvertreter von Unsicherheiten geprägt: Kann die Polizei zu jeder liegt dieser Tatbestand nicht mehr vor und die Polizei hat kein unmittel­Zeit auf das Werksgelände? Die klare Antwort lautet: Nein, ein Unterneh­ bares Zugriffsrecht mehr.men hat grundsätzlich Hausrecht. Doch wie sieht es in einer Krise aus? Anders verhält es sich bei Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. HierMit einen Impulsvortrag und einer intensiven Gesprächsrunde konnte sind in der Regel mittlere Dienstränge der Polizei nach §152 Gerichtsver­Rechtsanwalt Dr. Markus Wintterle viele Fragen klären. fassungsgesetz (GVG) Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft. Die Beamten handeln im Auftrag und haben das Recht und die Pflicht des Zugriffs beiHaftungsfragen und Strafbarkeit der Straferforschung und Verhütung von Verdunklungsgefahr. Ist dieJe nachdem, in welchem Rahmen die Beamten der Polizei auftreten, agie­ Verdunklungsgefahr nicht gegeben, weil zum Beispiel das Unternehmenren diese anders und zielen mit Fragen auf etwas anderes ab. Um das zu kooperativ zur Aufklärung des Falles beiträgt, besteht auch hier keinverstehen, ist es hilfreich, die Grundzüge der Strafbarkeit zu kennen. unmittelbares Zugriffsrecht mehr.
  4. 4. In der Krise wird der Chef befragt | St. GoarAUFGABEN FÜR DIE UNTERNEHMENKrisenkommunikation beginnt nicht erst, wenn der Krisenfall eingetreten ist.Bei einem Betriebsvorfall müssen Geschäftsführer unter Druck Entscheidungentreffen. Lange Abstimmungsphasen mit einzelnen Abteilungen sind in der Regelnicht möglich. Krise bedeutet auch emotionale Reaktionen in einem ungewissenInformationsfeld. Kommunikationsfehler, die hier in den ersten Stunden gemachtwerden, sind nicht oder nur schwer korrigierbar.ob Checklisten, Meldewege und Erreichbarkeiten – die Unterlagen sollten in Ruhevorbereitet werden. Dazu gehören auch Verteiler über Zulieferer, Kunden, Behör­den, Verbände, Medien und politische Vertreter, die informiert werden müssen.Selten gibt es den Masterplan im Betrieb. Um im Krisenfall schnell zu reagieren,können fertige Textbausteine für Pressemitteilungen und Webseiten formuliertwerden. Diese können auch Grundlage für Statements und Interviews sein.Externe und interne Kommunikation müssen eng verzahnt sein. Die Mitarbeitersind Multiplikatoren für alle Ereignisse im Unternehmen – sie müssen stetsaktuell informiert werden. Sonst werden Vermutungen und Spekulationen schnell Seminarangebot:zu Nachrichten. Auch im Normalbetrieb sollten die Unternehmen bereits Voraus­setzungen schaffen, dass die Mitarbeiter die eigene Wirkung in der Kommunikati­ Das Training wird einmal jährlich angebotenonswelt kennen und sich entsprechend verhalten. und findet meist im September statt. Es beginnt Donnerstag Nachmittag und endet Freitag. Die Ausschreibung erfolgt rechtzeitig. »Reduzieren Sie wichtige Themen auf 30 Sekunden und setzen Sie sich Ziele für das Gespräch.«Impressum | HERAUSGEBER: Chemieverbände Rheinland­Pfalz, Bahnhofstraße 48, 67059 Ludwigshafen, Telefon 06 21­5 20 56 ­0, Telefax 06 21­5 20 56 ­20, info@chemie­rp.de, www.chemie­rp.de,REDAKTIoN: Tobias Göpel, FoToS: Marcel Hasübert, mh­foto.de, GESTALTUNG: gestaltbar@netcologne.de, Köln, DRUCK: prints + forms GmbH & Co. KG, Mannheim, Auflage: 400, Stand: November 2012Die Veranstaltung fand am 21./22.9.2012 in St. Goar statt.

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