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Blended-Learning-
                               Konzept an der PHSt für
                               „Mathematik“

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Inhaltsverzeichnis


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          Das Projekt – ein Überblick................................................................
3.6.3	
   Finanzierung ......................................................................................................
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          Evaluation der Teamarbeit.......................................................................................
1      Das Projekt – ein Überblick
Das Projekt „Blended-Learning-Konzept" an der Pädagogischen Hochschule Steiermark (PHSt...
2          Projektinitiierung
Im Rahmen des Studiums an der Donau-Universität Krems, im Hochschullehrgang „eEducation3“ is...
2.1          Brainstorming zur Themenkonkretisierung
Idee war es ein „Blended-Learning-Konzept“ für den Fachbereich Mathem...
2.1.2 LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathematik
Der Hochschullehrgang „Erweiterte. Lehrbefähigung an. Hauptschulen für ...
•    Sie muss aus kompakten abgeschlossenen Modulen bestehen
       •    Sie muss so konzipiert sein, dass sie weg von der...
2.4    Grundlagen der kollaborativen Zusammenarbeit
Aufgrund der internationalen Projektgruppe und der großen räumlichen E...
3          Allgemeine	
  Projektbeschreibung	
  
Im Rahmen dieses Punktes wird ein allgemeiner Überblick über das Projektg...
"Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage (BIFIE-Gesetz 2008, Standard-VO 2009, Reifeprüfungsgesetz 2009, u.a.) ist
das BIFIE v...
3.1.3 Analyse des organisationalen und institutionellen Kontextes
Organigramm
Im nachfolgenden Organigramm wird der Aufbau...
               	
  
	
  
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Lernkultur, Stellenwert der Bildung und des Lernens in einer Organisation
Die PHSt ist eine tertiäre Bildungsinstitution, ...
Neben den Seminarräumen gibt es 13 reine Computerräume mit bis max. 14 Arbeitsplätzen. Die Standgeräte
werden mit WinXP, W...
3.3.4 Fähigkeiten und Vorwissen
Alle Mitglieder der Zielgruppe haben mindestens Maturaniveau, ein abgeschlossenes Studium ...
Aktoren innerhalb der PHSt
Die PHSt ist eine national und international anerkannte akademische Bildungsinstitution des ter...
•   Institut 2 allgemeinbildende Pflichtschulen einschließlich Vorschulstufe - Ausbildung:
           Die Leiterin des Ins...
wissenschaftlichberufsfeldbezogenen Fort- und Weiterbildung) eingerichtet werden, die auf andere
               pädagogisc...
•    Erhöhung des Selbststudienanteils bei den Lernenden

       •    Reduzierung der Gesamtkurslaufzeit

       •    Verm...
3.6.2 Gantt-Diagramm
Zur Visualisierung der Projektplan und der Projektmeilensteine wurde ein Gantt-Diagramm erstellt. Im ...
(moodle). Als Projektleiter ist er auch Ansprechpartner für den Projektbetreuer und hält somit den Kontakt zur
Donau-Unive...
4      Projektdokumentation und –planung
Im Rahmen dieses Abschnitts wird auf die Projektplanung und auf die Projektdokume...
Sie besteht aus einem Prozessmodell mit Prozesskategorien/Prozessen und einem Beschreibungsmodell, das
festlegt, durch wel...
4.2         Projektplanung
Basis eines jeden Projekts bildet die Projektplanung. Im nachfolgenden Abschnitt wird diese näh...
Die Ausarbeitung erfolgte dabei zunächst im Rahmen von Online-Workshops über die Applikation Skype. Die
Ergebnisse dieser ...
4.2.2 Verlinkung der Dokumente
Im Rahmen der Projektdokumentation und der kollaborativen Zusammenarbeit wurde die Struktur...
4.2.3 Aufteilung der Arbeitspakete
Basis der Projektplanung ist der PSP. Das im PSP beschriebene Projekt setzt sich aus de...
In der nachfolgenden Tabelle ist die Verteilung der Stundenaufwände pro Arbeitspaket dargestellt.

       Arbeitspaketname...
4.3    Projektdokumentation
Im Rahmen der Projektdokumentation wird in einem ersten Schritt die Erfassung der Projektarbei...
Exceltabelle für die Zeiterfassung




In einer Exceltabelle wurden nur die Projektarbeitszeiten der internen Projektmitar...
Parallel dazu wurde in einer zweiten Tabelle dokumentiert, wie viel Zeit jeder Mitarbeiter auf die jeweiligen
Arbeitspaket...
4.3.2 Ergebnisse und Auswertung der Zeiterfassung
In diesem Abschnitt erfolgt eine Auswertung und Darstellung ausgewählter...
Grafisch stellt sich die Verteilung der Arbeitszeiten auf die Projektmitarbeiter wie folgt dar:


            3000	
  
   ...
4.3.3 Kommunikation und Protokolle
Kommunikation

Im Rahmen des Projekts kam der Kommunikation eine zentrale Rolle, da das...
Insgesamt wurden 37 Meetings mit einer Gesamtstundenzahl von knapp 215 Stunden durchgeführt. Dabei sah die
Verteilung der ...
5      Projektergebnisse	
  

5.1     Didaktisches und methodisches Konzep
Im Rahmen des Projekts entstand ein Konzeptpapi...
Beschreibung:
Didaktisches Gesamtkonzept, Curriculum und Lernszenarien; Didaktische Modelle und Konzepte
Teilprozesse:
   ...
5.1.2 Didaktisches Modell oder Kombination didaktischer Modelle
Der Umfang des Blended-Learning-Angebots beträgt 1,5 ECTS,...
•   Gruppenbildung

       •   Online Begleitung (Moderation)

       •   komplexer Arbeitsauftrag (E-tivitie)

       •  ...
Nachfolgende erfolgt eine grafische Darstellung des Blended-Learning-Konzepts.




	
                                     ...
Zusammenfassung der Eigenschaften des Blended-Learning-Angebots:

       •   Kurszentriert: geschlossene Lerngruppe
      ...
5.1.3 Einbettung des Blended-Learning in den Hochschulhergang15




15     Siehe Anhang

	
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5.1.4 Verlaufsübersicht des Blended-Learning-Angebots16




16     Siehe Anhang

	
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5.2        Lernziele
Beschreibung:
Definition und Begründung der Lernziele und des Kompetenzmodells
Teilprozesse:

       ...
5.2.1 Groblernziele angelehnt an die Taxonomie von Anderson und Krathwohl
                                                ...
•   Arithmetischer Mittelwert

       •   Modus

       •   Median

       •   Quartile

       •   Standardabweichung

  ...
Umsetzen des erworbenen Fachwissens bei der Konzeption eines Layoutkonzepts für eine wissenschaftliche Arbeit

Fähigkeit, ...
Sozialkompetenzen:

       •    Kollaboratives Lernen mit dem LMS Moodle
       •    Kommunikationsfähigkeit bei Diskussio...
•   Studierenden Information
           Allgemeine Informationen für Studierenden und News können auf der Instituts-Subsit...
5.3.2 Inhalte (Curriculum)
Im Rahmen des beschriebenen Blended-Learning-Angebots werden nachfolgende Inhalte vermittelt:

...
5.4         Umsetzung in moodle der PHSt18
In diesem Projekt wurden die Inhalte des Curriculums exemplarisch in der Lernpl...
5.4.1 Struktur und Abbildung des Kurses in moodle
Die Lehrveranstaltung Statistik und Wahrscheinlichkeit 1 ist Teil des Mo...
5.4.2 E-tivities in moodle
Im Rahmen der Implementierung des Lehrgangs in die Lernplattform moodle wurden auch sog. E-tivi...
               	
  
	
  
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5.4.3 Funktionalitäten
Die Kursumgebung einer Lehrveranstaltung ist in vier Blöcken untergliedert. Jeder dieser Blöcke hat...
Block 1

Alle Aktivitäten der Online Vorphase werden im Block zwei zusammengefasst.

          •   Bezeichnung der Phase m...
5.4.4 Technische und tutorielle Betreuung
Die technische Betreuung werden zwischen Lehrgangsleiter und dem Zentrum 5 IT un...
Entsprechende Kompetenz eines/einer Hochschullehrende/n nach Bremer19 sind:

       •   Dazu gehört die detaillierte didak...
6      Evaluation der Teamarbeit
Im Rahmen des Projekts waren Projektreviews geplant. Ein Projektreview dient der Nachbetr...
7      Ausblick in die Zukunft
Die Lehrveranstaltung Statistik und Wahrscheinlichkeit 1 (M) wird im Wintersemester 2010/11...
8      Anhang
In diesem Abschnitt werden die in der Projektdokumentation dargestellten
Grafiken und Tabellen aus dem Haupt...
8.1    LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathe | Studienplan20




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  1. 1. Blended-Learning- Konzept an der PHSt für „Mathematik“ Projektdokumentation Donau-Universität Krems Projektarbeit Projektteam: 13.Mai 2010 Carsten Freundl Dipl. Ing. Arno Raunegger Mag. Dr. Erika Rottensteiner Mario Scholz Heiko Vogl Projektbetreuung: Mag. Klaus Himpsl, MSc
  2. 2. Inhaltsverzeichnis 1   Das Projekt – ein Überblick................................................................................................................................... 5   2   Projektinitiierung ................................................................................................................................................... 6   2.1   Brainstorming zur Themenkonkretisierung................................................................................................... 7   2.1.1   Pädagogische Hochschule Steiermark PHSt........................................................................................... 7   2.1.2   LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathematik ...................................................................................... 8   2.1.3   Problembeschreibung .............................................................................................................................. 8   2.2   Projektidee ................................................................................................................................................... 8   2.3   Projektteam .................................................................................................................................................. 9   2.3.1   Projektteam der Donau-Universität.......................................................................................................... 9   2.3.2   Externe Projektmitarbeiter ....................................................................................................................... 9   2.4   Grundlagen der kollaborativen Zusammenarbeit ....................................................................................... 10   3   Allgemeine Projektbeschreibung ........................................................................................................................ 11   3.1   Analyse der Rahmenbedingungen ............................................................................................................. 11   3.1.1   Analyse des externen Kontextes ........................................................................................................... 11   3.1.2   Analyse der personellen Ressourcen .................................................................................................... 12   3.1.3   Analyse des organisationalen und institutionellen Kontextes ................................................................ 13   3.1.4   Analyse der Ausstattung ........................................................................................................................ 15   3.2   Projektziele................................................................................................................................................. 16   3.3   Zielgruppe .................................................................................................................................................. 16   3.3.1   Festgelegte Zielgruppen: ....................................................................................................................... 16   3.3.2   Individuelle Merkmale ............................................................................................................................ 16   3.3.3   Motivation .............................................................................................................................................. 16   3.3.4   Fähigkeiten und Vorwissen.................................................................................................................... 17   3.3.5   Rollen und Funktionen........................................................................................................................... 17   3.3.6   Erfahrungen mit verschiedenen Lernformen.......................................................................................... 17   3.4   Identifikation der Stakeholder..................................................................................................................... 17   3.4.1   Teilprozesse .......................................................................................................................................... 17   3.5   Projektnutzen ............................................................................................................................................. 20   3.6   Terminplanung und Finanzierung .............................................................................................................. 21   3.6.1   Terminplanung ....................................................................................................................................... 21   3.6.2   Gantt-Diagramm .................................................................................................................................... 22         Seite 2  
  3. 3. 3.6.3   Finanzierung .......................................................................................................................................... 22   3.7   Aufgabenverteilung .................................................................................................................................... 22   3.7.1   Heiko Vogl ............................................................................................................................................. 22   3.7.2   Mario Scholz .......................................................................................................................................... 23   3.7.3   Carsten Freundl ..................................................................................................................................... 23   3.7.4   Dr. Erika Rottensteiner (PHSt)............................................................................................................... 23   3.7.5   Dipl. Ing. Arno Raunegger (PHSt).......................................................................................................... 23   4   Projektdokumentation und –planung .................................................................................................................. 24   4.1.1   Referenzmodell DINA PAS1032-1 und 1032-2...................................................................................... 24   4.2   Projektplanung ........................................................................................................................................... 26   4.2.1   Projektstrukturplan ................................................................................................................................. 26   4.2.2   Verlinkung der Dokumente .................................................................................................................... 28   4.2.3   Aufteilung der Arbeitspakete.................................................................................................................. 29   4.3   Projektdokumentation ................................................................................................................................ 31   4.3.1   Methode der Zeiterfassung .................................................................................................................... 31   4.3.2   Ergebnisse und Auswertung der Zeiterfassung ..................................................................................... 34   4.3.3   Kommunikation und Protokolle .............................................................................................................. 36   5   Projektergebnisse ............................................................................................................................................... 38   5.1   Didaktisches und methodisches Konzep ................................................................................................... 38   5.1.1   Didaktische Dimension: Konstruktivismus ............................................................................................. 39   5.1.2   Didaktisches Modell oder Kombination didaktischer Modelle ................................................................ 40   5.1.3   Einbettung des Blended-Learning in den Hochschulhergang................................................................ 44   5.1.4   Verlaufsübersicht des Blended-Learning-Angebots............................................................................... 46   5.2   Lernziele..................................................................................................................................................... 47   5.2.1   Groblernziele angelehnt an die Taxonomie von Anderson und Krathwohl ............................................ 48   5.2.2   Feinlernziele .......................................................................................................................................... 48   5.3   Inhaltliche Konzeption ................................................................................................................................ 51   5.3.1   technische Konzeption........................................................................................................................... 51   5.3.2   Inhalte (Curriculum) ............................................................................................................................... 53   5.4   Umsetzung in moodle der PHSt................................................................................................................. 54   5.4.1   Struktur und Abbildung des Kurses in moodle....................................................................................... 55   5.4.2   E-tivities in moodle................................................................................................................................. 56   5.4.3   Funktionalitäten ..................................................................................................................................... 58   5.4.4   Technische und tutorielle Betreuung ..................................................................................................... 60         Seite 3  
  4. 4. 6   Evaluation der Teamarbeit.................................................................................................................................. 62   7   Ausblick in die Zukunft ........................................................................................................................................ 63   7.1   Kurzfristige Ziel .......................................................................................................................................... 63   7.2   Mittelfristige Ziele ....................................................................................................................................... 63   7.3   Langfristige Ziele........................................................................................................................................ 63   8   Anhang................................................................................................................................................................ 64   8.1   LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathe | Studienplan ........................................................................... 65   8.2   LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathe | Semesterplan ........................................................................ 67   8.3   Projektstrukturplan ..................................................................................................................................... 69   8.4   Ganttdiagramm .......................................................................................................................................... 70   8.5   Protokolle (Auszüge) .................................................................................................................................. 71   8.6   Referenzmodell DIN PAS1032 (grafische Darstellung).............................................................................. 76   8.7   Projektzeiterfassung................................................................................................................................... 78   8.8   Kommunikation und Meetings .................................................................................................................... 84   8.9   Projektstundenerfassung (Verteilung Arbeitspakete)................................................................................. 85         Seite 4  
  5. 5. 1 Das Projekt – ein Überblick Das Projekt „Blended-Learning-Konzept" an der Pädagogischen Hochschule Steiermark (PHSt) für Mathematik“ wurde von einem fünfköpfigen Projektteam in der Zeit von Dezember 2009 bis Mai 2010 durchgeführt. Im Rahmen des Projekts wurden ca. 1250 Projektstunden geleistet sowie 37 Online-Meetings Skype durchgeführt. Das Projekt wurde durch Mag. Klaus Himpsl von der Donau-Universität Krems während der gesamten Projektlaufzeit betreut. Folgende Ergebnisse wurden im Rahmen dieses Projekts vorgelegt: • mahara-Projekt-view • Projektdokumentation • Blended-Learning-Konzept • Umsetzung des Konzepts in der Lernplattform der PHSt • Präsentationsunterlagen (PPT und Flyer) Ziel des Projekts war es eine Machbarkeitsstudie für ein Blended-Learning-Konzept für den Bereich Mathematik an der PHSt umzusetzen. Bei positiver Bewertung dieser Machbarkeitsstudie soll dieses Konzept als „proof of concept“ im Herbst 2010 im Rahmen eines Pilotprojekts an der PHSt getestet und evaluiert werden.       Seite 5  
  6. 6. 2 Projektinitiierung Im Rahmen des Studiums an der Donau-Universität Krems, im Hochschullehrgang „eEducation3“ ist im SS 2010 eine Projektarbeit durch zu führen. Der Rahmen für die Projektarbeit wurde wie folgt festgelegt: Die Projektarbeit gibt den Studierenden des Lehrganges die Möglichkeit, 1. ein Thema in einem Teilbereich des Lehrgangs zu bearbeiten, sich dadurch Spezialwissen anzueignen und dieses in Form eines konkreten Projektes anzuwenden, 2. ein Projekt zu entwickeln, das bedarfsorientiert ist, d.h. Sinnhaftigkeit, Nutzen und Zielorientierung des jeweiligen Projektes aufzeigt, 3. hohe soziale Kompetenz zu beweisen, da die Projektarbeit in einem Team von drei bis fünf Personen gemeinsam erarbeitet, durchgeführt und präsentiert wird. Details zu Zielen und Rahmenbedingungen der Projektarbeit sind im mahara-view der Projektgruppe zu finden1. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen der vorangegangenen Module zum Thema „Didaktisches Design“ fand sich schnell unser Projektteam, um im Rahmen der Projektarbeit ein Thema zu bearbeiten, welches sich mit der Entwicklung eines „Blended- Learning-Konzepts“ befasst. 1 http://www.mahara.at/view/view.php?id=7966       Seite 6  
  7. 7. 2.1 Brainstorming zur Themenkonkretisierung Idee war es ein „Blended-Learning-Konzept“ für den Fachbereich Mathematik für LeherInnen an der Pädagogischen Hochschule Steiermark ausgearbeitet werden. Im Rahmen der Themenfindung wurde im Vorfeld mehrere Gespräche mit den Leitungsorganen der Pädagogischen Hochschule Steiermark geführt. Daraus ergab sich ein Bildungsbedarf im Hochschullehrgang LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathematik. Nach einen ersten Brainstorming im Anfang Dezember 2009 wurde die Projektidee geboren. 2.1.1 Pädagogische Hochschule Steiermark PHSt2 Die Pädagogische Hochschule Steiermark ist eine national und international anerkannte akademische Bildungsinstitution des tertiären Bereiches. Sie gewährleistet die Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern in der Aus-, Fort- und Weiterbildung nach akademischen Qualitätsstandards im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens. Darüber hinaus organisiert sie Bildungsangebote zur Professionalisierung in anderen pädagogischen und sozialen Berufsfeldern. 2 http://www.phst.at/       Seite 7  
  8. 8. 2.1.2 LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathematik Der Hochschullehrgang „Erweiterte. Lehrbefähigung an. Hauptschulen für Mathematik (ELHM) ist eine vier semestriger Lehrgang3 mit 43 ECTS4. Er besteht aus den Modulen: • Einführung in grundlegende mathematische Denk- und Arbeitsweisen • Anwendungen der Mathematik mit Computerunterstützung • Fachmathematische Schwerpunktsetzung 1 • Fachmathematische Schwerpunktsetzung 2 • Vertiefung • Analytische und reflexive Auseinandersetzung mit der Mathematik • Schulpraxis 1 • Schulpraxis 2 2.1.3 Problembeschreibung Der Hochschullehrgang ELHM kann nur mit einer bereits erworbenen Lehramtsprüfung für Hauptschulen besucht werden. Das bedeutet, dass die Besucher dieses Lehrganges bereits die Lehrbefähigung für zwei andere Gegenstände besitzen (entweder Deutsch oder Englisch, sowie einen weiteren Gegenstand aus dem Fächerkanon). Die PHSt bietet diesen Lehrgang nicht als eigenständigen organisierten Hochschullehrgang an. Studierenden können einzelne Module nur im Rahmen des Bachelor-Studiums „LA Hauptschulen Mathematik“ besuchen. Die Organisationsform dieses Bachelor-Studiums ist auf ein Vollzeit-Studium ausgerichtet. Die Zielgruppe Hochschullehrgangs ELHM sind aber die bereits im Beruf stehenden Lehrerinnen und Lehrer, deren Anforderungen an den Studienbetrieb momentan nicht abgedeckt werden können. Ein Blended-Learning-Szenario unter der Berücksichtung des berufsbegleitenden Aspektes soll hier Abhilfe schaffen. 2.2 Projektidee Nach den ersten konkreten Vorgesprächen mit der Leitung der PHSt nahm die Projektidee immer mehr Form an. Unter Berücksichtigung der Problembeschreibung sollte ein „Blended-Learning-Konzept“ für die Lehrerfortbildung im Bereich Mathematik für die betroffenen LehrerInnen entwickelt werden. Wichtige Voraussetzungen für diese Fortbildung sollten sein: • Sie muss sich von der Erstausbildung unterscheiden, da Studierenden bereits Berufserfahrung haben, somit ist ein höheres Niveau ist erwünscht. • Sie muss anwendungsorientiert sein 3 ### Link zum Lehrplan ### 4 European Credit Transfer and Accumulation System       Seite 8  
  9. 9. • Sie muss aus kompakten abgeschlossenen Modulen bestehen • Sie muss so konzipiert sein, dass sie weg von der Instruktion hin zur Konstruktion aufgebaut ist 2.3 Projektteam Das internationale Projektteam, unter Leitung von Heiko Vogl, setzt sich aus 5 Personen zusammen. Dabei sind drei Projektmitglieder Teilnehmer am Master-Studiengang „eEducation3“, die anderen beiden sind Mitarbeiter der PHSt. 2.3.1 Projektteam der Donau-Universität Heiko Vogl (Projektleiter) Lehrer an der PHSt, Graz (Österreich) Carsten Freundl Projektleiter und Consultant bei der T3 GmbH, Erlangen (Deutschland) Mario Scholz eLearning Berater und Projektleiter, inside Unternehmensgruppe, Aachen (Deutschland) 2.3.2 Externe Projektmitarbeiter Dipl. Ing. Arno Raunegger Lehrender im Fachbereich Mathematik im Institut 2 an der PHSt, Graz (Österreich) Mag. Dr. Erika Rottensteiner Institut 2 allgemeinbildende Pflichtschulen einschließlich Vorschulstufe – Ausbildung Institutsleiterin an der PHSt, Graz Österreich)       Seite 9  
  10. 10. 2.4 Grundlagen der kollaborativen Zusammenarbeit Aufgrund der internationalen Projektgruppe und der großen räumlichen Entfernung der Projektmitglieder kamen nachfolgende Tools im Rahmen des Projekts zum Einsatz: Zur regelmäßigen Kommunikation im Rahmen der Online-Projekt-Jourfixe (2mal pro Woche) Hier wurden sämtliche Funktionen des Tools genutzt (Chat, Voice- und Videokonferenz, Datenaustausch, Applikation-Sharing) Zur synchronen und asynchronen Ausarbeitung von Projektideen Zur Präsentation der Zwischen-/Schlussergebnisse und als finale Ablage der fertigen Dokumente Zur zentralen Ablage sämtlicher Dokumente sowie zur synchronen und asynchronen Bearbeitung der Arbeitsmaterialen. Zur Erfassung der Projektarbeitszeiten Alle Projekteilnehmer hatten zu den oben erwähnten Online-Kollaborationstools unbegrenzten Schreib- und Leserechte. Der Einsatz dieser Web2.0-Tools erleichterte die internationale Zusammenarbeit erheblich und machte lange und kostenintensive Projektmeetings vor Ort überflüssig.       Seite 10  
  11. 11. 3 Allgemeine  Projektbeschreibung   Im Rahmen dieses Punktes wird ein allgemeiner Überblick über das Projektgeschehen gegeben. Die ausführliche Beschreibung der einzelnen Punkte erfolgt im Rahmen der Ausformulierung des „Blended-Learning-Konzepts“. 3.1 Analyse der Rahmenbedingungen In diesem Abschnitt werden nachfolgende Rahmenbedingungen näher erläutert: • Analyse des externen Kontextes • Analyse der personellen Ressourcen • Analyse des organisationalen und institutionellen Kontextes • Analyse der Ausstattung 3.1.1 Analyse des externen Kontextes Rechtliche Rahmenbedingungen Die PHSt ist eine öffentliche tertiäre Bildungsanstalt und untersteht dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bmu:kk). Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bilden das Hochschulgesetz 2005 5 und die Hochschul- Curriculaverordnung. Bildungsspezifische Rahmenbedingungen, Trends Die PHSt ist Mitglied des Regionales Fachdidaktikzentrum Mathematik http://mug.didaktik-graz.at in der Steiermark6. Das Regionale Fachdidaktikzentrum für Mathematik und Geometrie in Graz (RFDZ-MuG) ist eine Serviceeinrichtung für Pädagoginnen und Pädagogen der Fächer Mathematik und Geometrie - vom Kindergarten bis zur Hochschule. Es ist ein gemeinsames Kompetenzzentrum der wichtigsten steirischen Bildungsinstitutionen und eine Plattform für die Koordination und Durchführung fachdidaktischer Aktivitäten. Selbstgesteuertes Lernen mit elektronischer Unterstützung ist einer der Trends in der österreichischen Bildungslandschaft. Bildungspolitische Rahmenbedingungen "Bildungsstandards stellen ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung im Bildungsbereich dar. Sie legen jene Kompetenzen fest, die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende einer bestimmten Schulstufe vorweisen sollen. Dabei handelt es sich um Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen, die für die weitere schulische und berufliche Bildung von zentraler Bedeutung sind."7. 5 http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20004626 6 http://mug.didaktik-graz.at 7 http://www.bifie.at/bildungsstandards       Seite 11  
  12. 12. "Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage (BIFIE-Gesetz 2008, Standard-VO 2009, Reifeprüfungsgesetz 2009, u.a.) ist das BIFIE verpflichtet, empirische Erhebungen in folgenden Bereichen durchzuführen und zu berichten: Überprüfung der Bildungsstandards (für Rückmeldung+Berichte) in den Schulstufen 4 + 8; Deutsch/Lesen/Schreiben, Englisch, Mathematik“8. 3.1.2 Analyse der personellen Ressourcen In diesem Abschnitt geht es um die Analyse folgender Punkte: • Rollen und Funktionen • Kompetenzen und formale Qualifikationen • Personelle Verfügbarkeit Rollen und Funktionen • Projektleiter: Durch das Projektteam bestimmt • Konzepter: Mitglieder des Projektteams • Didaktiker: Mitglieder des Projektteams • Lehrender: Lehrendenteam der PHSt • Inhaltsexperte: Lehrendenteam der PHSt • IT-Entwickler: Projektteam, Zentrum 5 IT und Medien • Medienentwickler: Projektteam, Zentrum 5 IT und Medien Kompetenzen, Qualifikationen Die finanziellen Mittel für Fremdleistungen werden nicht zur Verfügung gestellt. Alle Kompetenzen und Qualifikationen werden durch die Lehrenden eingebracht. Schulung der beteiligten Lehrenden ist im Rahmen der Fort-, und Weiterbildung möglich. Personelle Verfügbarkeit Alle beteiligten Personen stehen im erforderlichen Projektumfang zur Verfügung 8 http://www.bifie.at/wissenschaftliche-erhebungen-bifie-schulen       Seite 12  
  13. 13. 3.1.3 Analyse des organisationalen und institutionellen Kontextes Organigramm Im nachfolgenden Organigramm wird der Aufbau der PHSt beschrieben. Die nachfolgenden Organisationseinheiten sind direkt vom Bildungsangebot betroffenen: • Institut 2 allgemeinbildende Pflichtschulen einschließlich Vorschulstufe – Ausbildung (Planung, Organisation und Durchführung des Lehrganges) • Department 2 Schulpraktische Studien und Praxishauptschule (Planung und Organisation der Schulpraxis) • Zentrum 5 IT und Medien (Wartung und Bereitstellung der Infrastruktur und des Helpdesks) • Abteilung 6 Studium, Prüfungswesen (Betreuung und Unterstützung der Studierenden von der Zulassung bis zur Zertifizierung und Gewährleistung eines reibungslosen und gesetzeskonformen Ablaufs des Studien- und Prüfungsbetriebes) Folgende Organisationseinheiten sind indirekt vom Bildungsangebot betroffenen: • Institut 4 allgemeinbildende Schulen: Sekundarstufe I und II - Fort- und Weiterbildung (Organisation aller Fort- und Weiterbildungsprogramme für die Sekundarstufe I) • Zentrum 2 nationale und internationale Bildungskooperation sowie Public Relations (Bewerbung des Studienangebotes) Für den Ablauf werden/wurden an der PHSt Geschäftsprozesse definiert. Da diese noch nicht frei gegeben sind, wird hier darauf nicht eingegangen.       Seite 13  
  14. 14.       Seite 14  
  15. 15. Lernkultur, Stellenwert der Bildung und des Lernens in einer Organisation Die PHSt ist eine tertiäre Bildungsinstitution, aus diesem Grunde kann davon ausgegangen werden, dass Bildung einen sehr hohen Stellenwert hat. Die Lernkultur ist eher auf eine klassische Sichtweise ausgerichtet. In vielen Lehrveranstaltungen wird medial unterstützt gelehrt, eine gezielte Umsetzung in Form eines didaktischen Blended- Learning-Konzepts wurde bis zu diesem Zeitpunkt an der PHSt noch nicht umgesetzt. 3.1.4 Analyse der Ausstattung Die für ein Blended-Learning-Szenario benötigte Ausstattung ist an der PHSt prinzipiell vorhanden. Nachstehend werden nur die für das Lern Arrangement relevante ICT Ausstattung beschrieben. Netzwerk Alle vier Gebäude der PHSt sind mit Glasfaser untereinander verkabelt. Der Betreiber dieser Verkabelung sind die Grazer-Stadtwerke, die PHSt mietet die Infrastruktur der Backbones. Alle Räume aller Gebäude (Campus Hasnerplatz, Theodor-Körner-Straße, Ortweinplatz) sind in das Netzwerk eingebunden. Über die strukturierte Verkabelung werden sowohl das Computernetzwerk, wie auch das Telefonnetzwerk betrieben. Die Bandbreite variiert zwischen 100 MBit und 1GB Ethernet. Ein WLAN wird gerade aufgebaut. Es werden der Campus Hasnerplatz und das Gebäude Theodor-Körner-Straße erreicht betrieben. In jedem Seminar-, Schulungsraum oder Klassenzimmer der Praxishauptschule befinden sich mindestens zwei Netzwerkzugänge (RJ45). Server-Infrastruktur Die PHSt wird extern unter der Domain phst.at und intern unter der Domain phst.intern verwaltet. Unter der Host- Adresse moodle.phst.at wird eine eigenes LMS betrieben. Als LMS ist zurzeit das PHP und MySQL basierte LMS Moodle in der Version 1.9.6+ installiert. Als Single-Sign-On-System ist moodle direkt an ADS der Domain phst.intern gebunden. Jede/r Studierende/r und jede/r Mitarbeiter/in haben mit ihrer/ihrem PHSt-Account zugriff auf das LMS. Die Standardinstallation von moodle wurde um einige Module wie zum Beispiel Exabis E-Portfolio erweitert. Jede/r inskribierte Student/in hat eine E-Mail-Adresse (vorname.zuname@phst.at) und einen über VPN erreichbaren Filespace am Fileserver. Zur administrativen Studierenden-Verwaltung wird wie an allen Pädagogischen Hochschulen in Österreich das Webbasierte System der TU-Graz "PH-Online" verwendet. Seminar-/Computerräume Wie oben bereits erwähnt sind alle Seminarräume in das Netzwerk der PHSt mit mindestens zwei Anschlüssen angebunden. In den meisten Seminarräumen, die für die Ausbildung der Studierenden verwendet werden, ist auch das WLAN der PHSt erreichbar. Fast alle Seminarräume verfügen über einen Beamer, ungefähr die Hälfte der Räume verfügt aber Lautsprecher und DVD-Player.       Seite 15  
  16. 16. Neben den Seminarräumen gibt es 13 reine Computerräume mit bis max. 14 Arbeitsplätzen. Die Standgeräte werden mit WinXP, Windows Vista, Windows 7 oder Mac OS X Snow Leopard betrieben. 3.2 Projektziele Die Ziele beziehen sich auf die Projektarbeit an der Donau-Universität Krems. Die Projektarbeit beschreibt die Machbarkeit der Umsetzung eines Blended-Learning-Szenarios: • Umsetzen des Curriculums der des LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathematik als Blended Learning Szenarios an der PHSt unter der Berücksichtung der Strukturvarianten nach Sankofi/Szucich. • Planung des Didaktischen Szenarios auf der der Gestaltungsebene der Lernbereiche | Unterrichtskonzepte für alle vier Semester. • Planung der Begleitmaßnahmen zum Einführung diese Blended-Leaning-Konzepts an der PHSt Dabei werden nachfolgende Nichtziele definiert: • Komplette Planung aller didaktischen Ebenen für den Lehrgang. • Ausarbeiten einer gesamten Lernveranstaltung für einen Lehrenden. • Ein fertig ausgearbeitet und einsetzbares Konzept (Ready to Start). 3.3 Zielgruppe Unter diesem Punkt werden die Zielgruppen definiert, deren Merkmale beschrieben, die Motivationen genannt sowie die erforderlichen Vorkenntnisse der Zielgruppen genannt. 3.3.1 Festgelegte Zielgruppen: Die Zielgruppen sehen wie folgt aus: • Lehrer/innen mit einem Lehramt an Hauptschulen (bereits im Schuldienst) • Lehrer/innen mit einem Lehramt an Hauptschulen (auf Jobsuche) • Religionslehrer/innen (Religion und Mathematik als Lehramt an Hauptschulen) • Regelstudierende der PHSt (als dritter Fachgegenstand) 3.3.2 Individuelle Merkmale • Alter: zwischen 19 und 50 Jahren • Geschlecht: weiblich und männlich • Beruf: Studierende, Lehrer/innen, ausgebildete Lehrer/innen die teilweise in anderen Berufen tätig sind • Persönliche Disposition: KA • Präferenzen: KA 3.3.3 Motivation Die Motivation wird als sehr hoch eingeschätzt, da die zu erwarteten Teilnehmer den Lehrgang freiwillig besuchen und den Mehraufwand bewusst in Kauf nehmen.       Seite 16  
  17. 17. 3.3.4 Fähigkeiten und Vorwissen Alle Mitglieder der Zielgruppe haben mindestens Maturaniveau, ein abgeschlossenes Studium an einer Pädagogischen Akademie oder einer Pädagogischen Hochschule oder studieren gerade an einer Pädagogischen Hochschule. 3.3.5 Rollen und Funktionen Die Gruppe der Lernenden setzt sich zumeist aus Hauptschullehrer/in zusammen. 3.3.6 Erfahrungen mit verschiedenen Lernformen Die Zielgruppenmitglieder haben unterschiedliche Erfahrungen mit verschiedenen Lernformen im Bereich Aus- und Weiterbildung. Die Vorerfahrungen der TeilnehmerInnen stellen sich wie folgt dar: • Teilnahme an Präsenzseminaren 100% = ja • Teilnahme am Fernunterricht ca. 95% = nein | 5%=selten • Lehre in Präsenzseminaren 100% = regelmäßig • Tutoring im Fernunterricht 100 % = noch nie • Vorwissen über eLearning: 10% haben Grundlagenwissen | 90% hat keine Kenntnisse • An einem eLearning-Kurs teilgenommen: ca. 95% = nein | 5% = selten (geschätzte Werte) 3.4 Identifikation der Stakeholder In diesem Projektabschnitt mussten Teilprozesse und Ziele herausgearbeitet werden. Hier ein Überblick der nachfolgend beschriebenen Faktoren. Teilprozesse • Identifikation der Aktoren • Identifikation von Interessenten • Identifikation von Nutzern Ziel • Identifikation und Beschreibung der Gesamtheit der Stakeholder und deren Einfluss sowie Mitwirkung am Bildungsprozess und am Bildungsprojekt • Identifikation und Beschreibung der Bedeutung und der Einflüsse auf Entstehung, Akzeptanz und Marktfähigkeit des Bildungsangebots Ergebnis • Benennung der Stakeholder sowie Dokumentation und Bewertung ihrer Interessen hinsichtlich Bildungsprozess und Bildungsprojekt 3.4.1 Teilprozesse Bei der Beschreibung der Aktoren muss zwischen Aktoren innerhalb und Aktoren außerhalb der PHSt unterschieden werden.       Seite 17  
  18. 18. Aktoren innerhalb der PHSt Die PHSt ist eine national und international anerkannte akademische Bildungsinstitution des tertiären Bereiches. Sie gewährleistet die Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern in der Aus-, Fort- und Weiterbildung nach akademischen Qualitätsstandards im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens. Darüber hinaus organisiert sie Bildungsangebote zur Professionalisierung in anderen pädagogischen und sozialen Berufsfeldern. Die PHSt bietet ein umfangreiches Angebot an Studienmöglichkeiten in der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer aller Schultypen und Schulstufen. An der PHSt sind über 500 Personen in Lehre und Forschung tätig. Organisation der PHSt • Hochschulrat: Der Hochschulrat ist ein Kollegialorgan mit Kontroll-, Steuerungs- und Aufsichtsfunktion und besteht aus fünf Mitgliedern: Mag. Dr. Gunter Iberer (Vorsitzender), Mag. Wolfgang Erlitz (Amstführender Präsident des Landesschulrates Steiermark), DI Wolfgang Gugl (Landesschulinspektor für technisch gewerbliche Schulen), Dr. Beatrix Karl (Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung.), Mag. Dr. Horst Lattinger (Amstführender Präsident des Landesschulrates Steiermark a. D.) • Studienkommission: Die Studienkommission hat folgende Aufgaben: Erlassung des Curriculums sowie der Prüfungsordnung, Entscheidung in zweiter und letzter Instanz in Studienangelegenheiten, Erstellung von Maßnahmen der Evaluation und der Qualitätssicherung der Studienangebote, Einrichtung eines Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen, Beschluss einer Geschäftsordnung (Bestimmungen über die Geschäftsführung). Für den Lehrgang ELHM gibt es eine von diesem Gremium beschlossenes Curriculum. • Rektor: Dem Rektor Mag. Dr. Herbert Harb obliegt die Gesamtleitung und die Gesamtkoordination aller zur Erfüllung der Aufgaben der Pädagogischen Hochschule Steiermark (PHSt) notwendigen Maßnahmen. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören auch die Vorsitzführung im Rektorat, die Vertretung dieses Kollegialorgans nach außen und die Zusammenarbeit mit dem Hochschulrat. Im Besonderen hat er für die Umsetzung der Beschlüsse dieses Aufsichtsorgans Sorge zu tragen. • Vizerektorin Ausbildung: In der Verantwortung der Vizerektorin Mag. Dr. Regina Weitlaner liegen die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für den Bereich der Allgemeinbildenden Pflichtschulen sowie die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für die Berufspädagogik. Darüber hinaus fallen die beiden Praxisschulen, sowie Bildungsforschung und Innovation in ihre Zuständigkeit.       Seite 18  
  19. 19. • Institut 2 allgemeinbildende Pflichtschulen einschließlich Vorschulstufe - Ausbildung: Die Leiterin des Institutes 2 Mag. Dr. Erika Rottensteiner und der Stellvertretende Institutsleiter Mag. DDr. Walter Vogel sind für die Planung, Durchführung und Organisation der Ausbildung zur/zum Pflichtschullehrerin/Pflichtschullehrer verantwortlich. Der Lehrgang ELHM fällt in diesen Verantwortungsbereich. • Lehrenden aus dem Fachbereich Mathematik: Die Lehrenden aus diesem Fachbereich haben noch kaum Erfahrung im Bereich Blended-Learning. Aktoren außerhalb der PHSt Es gibt eine Vielzahl von Aktoren außerhalb der PHSt. Es wird hier zu Gunsten der Übersichtlichkeit deswegen nur eine kurze Aufzählung der wichtigsten Aktoren ohne Beschreibung durchgeführt: • Landesschulrat • Bezirksschulräte • Inspektoren • Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur • Bildungspolitik Nicht personale Aktoren Neben den personalen Aktoren gibt es auch eine Reihe von nicht personalen Aktoren im Umfeld des Projekts. Diese werden nachfolgend kurz aufgeführt und beschreiben. • Hochschulgesetz 2005, Fassung vom 12.01.2010 Fernstudien § 37. Die Curricula können vorsehen, dass einzelne Studien bzw. Studienteile unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums sowie unter Berücksichtigung und Einbeziehung von elektronischen Lernumgebungen geführt werden können. Dies, falls haben sie die Aufgliederung der vorgesehenen Unterrichtseinheiten auf unterrichtliche Betreuung und Selbststudium zu enthalten. Dabei ist die Erreichung des Lehrzieles durch die planmäßige Abfolge von Präsenzstudium und Selbststudium der Studierenden mittels geeigneter Lernmaterialien sicher zu stellen. Lehrgänge, Hochschullehrgänge § 39. (1) An den Pädagogischen Hochschulen sind Lehrgänge (§ 35 Z 3) und Hochschullehrgänge (§ 35 Z 2), deren Arbeitsaufwand mindestens 60 und höchstens 90 ECTS-Credits beträgt, zur Fort- und Weiterbildung und in allgemein pädagogischen Angelegenheiten der Betreuung von Kindern und Jugendlichen einzurichten. Die Hochschullehrgänge schließen mit der Bezeichnung „Akademischer bzw. Akademische …“ mit einem die Inhalte des jeweiligen Hochschullehrganges charakterisierenden Zusatz ab. (2) Im Rahmen der eigenen Rechtspersönlichkeit der Pädagogischen Hochschule können in sämtlichen pädagogischen Berufsfeldern auch Hochschullehrgänge (insbesondere zur       Seite 19  
  20. 20. wissenschaftlichberufsfeldbezogenen Fort- und Weiterbildung) eingerichtet werden, die auf andere pädagogische Berufsfelder als jene der Studiengänge ausgerichtet sind. Für diese Hochschullehrgänge sind international gebräuchliche Mastergrade festzulegen, wenn deren Arbeitsaufwand mindestens 120 ECTS-Credits beträgt. (3) Hochschullehrgänge und Lehrgänge können auch als Doppeldiplom-Studien und während der sonst lehrveranstaltungsfreien Zeit angeboten und durchgeführt werden. • Hochschul-Curriculaverordnung, Fassung vom 12.01.2010 Curricula unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums und von elektronischen Lernumgebungen § 6. Sofern die Curricula die Durchführung einzelner geeigneter Studien bzw. Studienteile unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums sowie unter Berücksichtigung und Einbeziehung von elektronischen Lernumgebungen ermöglichen, ist vorzusehen, dass jedenfalls Module mit vorwiegend fachdidaktischen und schulpraktischen Inhalten als Präsenzstudium angeboten und geführt werden. Auf Lehramtsstudien aufbauende Studien (zur Erlangung einer zusätzlichen Lehrbefähigung) § 7. Auf Lehramtsstudien aufbauende Studien zur Erlangung einer zusätzlichen Lehrbefähigung umfassen mindestens 30 ECTS-Credits und sind unter Bedachtnahme und Einbeziehung von Berufserfahrungen zu gestalten. • Modulübersicht (Auszüge aus dem Curriculum)9 Die Interessentinnen/Interessenten bestehen aus folgenden Personengruppen • Lehrer/innen mit einem Lehramt an Hauptschulen • Religionslehrer/innen (Religion und Mathematik als Lehramt an Hauptschulen) • Regelstudierende der Pädagogischen Hochschule Steiermark (als dritter Fachgegenstand) Definition des Grobziels Planung eines Blended-Learning-Konzepts für den Lehrgang ELHM als ein berufsbegleitendes Studienangebot. 3.5 Projektnutzen Im Rahmen des Projekts entsteht ein Blended-Learning-Konzept für die LeherInnen, das im Rahmen einer Fortbildung an der PHSt im Fachbereich Mathematik durchgeführt werden soll. Der Projektnutzen stellt sich stichpunktartig wie folgt dar: • Verkürzung der Präsenzzeiten an der PHSt • Entspannung der Raumnot 9 Die Auszüge aus dem Curiculum sind im Anhang dokumentiert       Seite 20  
  21. 21. • Erhöhung des Selbststudienanteils bei den Lernenden • Reduzierung der Gesamtkurslaufzeit • Vermittlung neuer Medienkompetenzen 3.6 Terminplanung und Finanzierung In diesem Abschnitt werden die Terminplanung und die Finanzierung des Projekts aufgezeigt. Hier soll insbesondere ein erster grober Überblick über den zeitlichen Verlauf des Projekts gegeben werden. 3.6.1 Terminplanung Nachfolgende Meilensteine sind in diesem Projekt geplant: Meilensteine des Projekts 22.01.2010 Abgabe Projektplan 20.02.2010 Abstimmung mit PHSt Institutsleitung (Konzeption) 15.03.2010 Zwischenpräsentation (mahara) 13.04.2010 Abstimmung mit PHSt Institutsleitung (BL-Konzept) 23.04.2010 Fertigstellung Dokumentation 28.04.2010 Abstimmung mit PHSt Lehrenden 01.05.2010 Projektabgabe 07.05.2010 Fertigstellung Abschlusspräsentation 14.05.2010 Abschlusspräsentation (Präsenz)       Seite 21  
  22. 22. 3.6.2 Gantt-Diagramm Zur Visualisierung der Projektplan und der Projektmeilensteine wurde ein Gantt-Diagramm erstellt. Im Gantt- Diagramm werden die Aktivitäten eines Projektes in die erste Spalte einer Tabelle eingetragen. In der ersten Zeile der Tabelle wird die Zeitachse dargestellt. Die einzelnen Aktivitäten werden dann in den jeweiligen Zeilen mit einem waagerechten Balken visualisiert. Je länger der Balken, desto länger dauert die Aktivität. Sich überschneidende Aktivitäten werden durch überlappende Balken dargestellt. 3.6.3 Finanzierung Da keine Mittel in Euro zur Verfügung steht, entfällt die Darstellung einer Finanzplanung. Die notwendigen Lehrendenstunden ergeben sich direkt aus dem Curriculum. 3.7 Aufgabenverteilung In diesem ehrgeizigen und zeitlich knapp kalkulierten Projekt war es aufgrund der beruflich Doppelbelastung der Projektteilnehmer besonders wichtig, dass eine klare Aufgabenverteilung erfolgte. Die grobe Verteilung der Aufgaben in Hauptverantwortlichkeitsbereiche erfolgte zu Beginn des Projekts in gemeinsamer Absprache mit allen Projektbeteiligten und wurde durch den Projektleiter koordiniert. In den nachfolgenden Unterpunkten werden die Aufgabenbereiche der Projektteilnehmer stichpunktartig erläutert. 3.7.1 Heiko Vogl Die Projektleitung wurde einstimmig von allen Projektbeteiligten an Heiko Vogl übertragen. Als Mitarbeiter der PHSt ist er gesamtverantwortlich für die Koordination des Projekts und ist maßgeblich an der Konzeption des Blended- Learning-Konzepts beteiligt. Er treibt sämtliche Abstimmungen mit den Verantwortlichen der PHSt. Weiterhin ist er Ansprechpartner für die technische und konzeptionelle Umsetzung des Konzepts in der Lernplattform der PHSt       Seite 22  
  23. 23. (moodle). Als Projektleiter ist er auch Ansprechpartner für den Projektbetreuer und hält somit den Kontakt zur Donau-Universität Krems. 3.7.2 Mario Scholz Als Spezialist für Blended-Learning-Szenarien ist Mario Scholz Hauptverantwortlicher für die Konzeption des Kurskonzeptes. Er konzipiert den Aufbau der Lerneinheiten und deren zeitlichen Aufbau. Weiterhin ist er für die didaktische Aufbereitung der Inhalte und für die Ausformulierung der Lernziele verantwortlich. Er koordiniert die Abstimmung der Ergebnisse mit den anderen Projektbeteiligten und garantiert für die wissenschaftlich fundierte Umsetzung des Konzepts. Am Ende der Projektphase erstellt er das erforderliche Gesamtkonzeptpapier auf Basis der erarbeiteten Einzelergebnisse. 3.7.3 Carsten Freundl Als erfahrender Projektleiter ist Carsten Freundl Hauptverantwortlicher für die Projektdokumentation. Er trägt dafür Sorge, dass alle während des Projekts relevanten Informationen, Daten und Dokumente archiviert und dokumentiert werden. Er ist für die genaue Erfassung der Arbeitsaufwände und deren Abstimmung mit dem Projektplan verantwortlich. Neben dieser Aufgabe steht er in beratender Position für den Bereich Projektleitung und Konzeption zur Verfügung. Am Ende der Projektphase erstellt er die erforderliche Projektdokumentation auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse und Einzeldokumentationen. 3.7.4 Dr. Erika Rottensteiner (PHSt) Als Institutsleiterin an der PHSt ist Frau Dr. Erika Rottensteiner erste Ansprechpartnerin für den Projektleiter. Sie unterstützt insbesondere bei der Definition der Rahmenbedingungen und bringt wertvollen Input aus Ihrer langjährigen Berufspraxis. In allen Fragen steht sie dem Projektteam beratend zur Seite und garantiert so den Gesamterfolg des Projekts. Bei einer späteren Durchführung des Lehrgangs ist sie die Hauptverantwortliche. 3.7.5 Dipl. Ing. Arno Raunegger (PHSt) Als Lehrender im Fachbereich Mathematik am Institut 2 an der PHSt ist Dipl. Ing. Arno Raunegger sowohl für die inhaltliche als auch für die organisatorische Umsetzung des Lehrgangskonzepts in der Zukunft verantwortlich. Als Verantwortlicher für die Erstellung der Stundenpläne liefert er wertvollen Input für dieses Projekt und steht als Berater bei der Konzeption und Umsetzung zur Verfügung.       Seite 23  
  24. 24. 4 Projektdokumentation und –planung Im Rahmen dieses Abschnitts wird auf die Projektplanung und auf die Projektdokumentation sowie auf die Auswertung der Zeiterfassung näher eingegangen. Ziel ist es einen Überblick über die Aufplanung in Form eines Projektstruktplans zu geben, eine Beschreibung über die Vorgehensweise bei der Projektdokumentation zu liefern, den Prozess der Zeiterfassung darzustellen und schließlich eine Auswertung der geleisteten Stunden darzulegen. 4.1.1 Referenzmodell DINA PAS1032-1 und 1032-210 Bei der Erstellung der Projektplanung wurde in Anlehnung an die DINA PAS1032-1 und 1032-2 vorgegangen. Die PAS 1032 identifiziert und beschreibt Prozesse der Planung, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Bildungsprozessen und Bildungsangeboten, die speziell auf eLearning ausgerichtet sind. Sie beinhaltet weiterhin Prüfkriterien zur Bewertung der Qualität von eLearning-Produkten. Die PAS 1032 gliedert sich in zwei Teile: ein Referenzmodell zur Prozessbeschreibung und ein Referenzmodell für eLearning-Produkte. Das Referenzmodell zur Prozessbeschreibung untergliedert sich weiter in ein Prozessmodell mit den Kategorien Anforderungsermittlung, Rahmenbedingungen, Konzeption, Produktion, Einführung, Durchführung und Evaluation, sowie in ein Beschreibungsmodell zur näheren Spezifikation dieser Prozesse. Die genannten Teilprozesse legen keine Reihenfolge fest, aber orientieren sich dennoch stark am Produktlebenszyklus von Software. Zur näheren Spezifizierung werden die Elemente Identifikator, (Prozess-)Kategorie, Prozess, Beschreibung, Beziehung, Teilprozess und Aspekt, Ziel, Methoden, Ergebnisse, Aktor, Bewertung und Kriterien, sowie Verweisungen herangezogen. Mit dem Referenzmodell zur Prozessbeschreibung, bestehend aus Prozess- und Beschreibungsmodell, lassen sich technische, organisatorische und didaktische Aspekte des eLearnings dokumentieren und damit für die Qualitätsprüfung einsetzen. Als Ergänzung hierzu kann die ISO 9000 als allgemeines Managementmodell und die Kriterien von ISO 9241 für Softwareprodukte angewendet werden. Für die Entwicklung von eLearning-Angeboten liegt seit dem Februar 2004 die DIN PAS1032 vor. Sie ist ein Referenzmodell und beschreibt den Entwicklungsprozess von eLearning-Angeboten (Bildungsangebote mit eLearning-Anteil) auf abstraktem Niveau. 10 PAS 1032-1: http://www.mahara.at/artefact/file/download.php?file=106348&view=12038; PAS1032-2 : http://www.mahara.at/artefact/file/download.php?file=106349&view=12038       Seite 24  
  25. 25. Sie besteht aus einem Prozessmodell mit Prozesskategorien/Prozessen und einem Beschreibungsmodell, das festlegt, durch welche Elemente ein Prozess zu beschreiben ist. Eine Übersicht über die Prozesse und Prozesskategorien gibt diese Abbildung:       Seite 25  
  26. 26. 4.2 Projektplanung Basis eines jeden Projekts bildet die Projektplanung. Im nachfolgenden Abschnitt wird diese näher beschrieben. Es wird auf die Erstellung des Projektstruktplans, die Dokumenten-Organisation und die Arbeitsaufteilung in den Arbeitspaketen näher eingegangen. 4.2.1 Projektstrukturplan Der Projektstrukturplan (PSP) ist eine Gliederung des Projekts in planbare und kontrollierbare Teilaufgaben. Im Rahmen des PSP wird das Projektziel in Arbeitspakete/Teilaufgaben zerlegt und die Beziehung zwischen den Arbeitspaketen beschrieben. Der Projektstrukturplan stellt die Projektleistung (Projektaufgabe) graphisch in einem Baum dar und ist die Basis für die Aufwandschätzung sowie Ablauf-, Termin- und Kostenplanung11. Die Darstellung erfolgt in der Regel in der Form von Listen (tabellarisch) oder Organigrammen (Baumstruktur). Das Projektteam hat sich aufgrund der besseren Visualisierung für die Baumstruktur entschieden. Der PSP wurde nach ausführlichen Vorüberlegungen im Rahmen einer Konzeptionsphase, an der alle Projektmitglieder beteiligt waren, ausgearbeitet. 11 http://de.wikipedia.org/wiki/Projektstrukturplan, Stand: 25.04.2010, 11:17       Seite 26  
  27. 27. Die Ausarbeitung erfolgte dabei zunächst im Rahmen von Online-Workshops über die Applikation Skype. Die Ergebnisse dieser Meetings lieferten die Basis für die grafische Umsetzung des PSP12. 12 Siehe Anlage       Seite 27  
  28. 28. 4.2.2 Verlinkung der Dokumente Im Rahmen der Projektdokumentation und der kollaborativen Zusammenarbeit wurde die Struktur des PSP in mahara abgebildet. Die verschiedenen Arbeitspakete wurden hier genau beschrieben und als Referenz-Dokumente in google.docs verlinkt. Für die detaillierte Ansicht der einzelnen Arbeitspakete wurden die Dokumente in google.docs verlinkt. Der Vorteil an dieser Methode war, dass über diese Austauschplattform gleichzeitiger Zugriff und Bearbeitung der Dokumente durch alle Projektbeteiligten möglich war. Somit konnte auf den Versand von Dokumenten per Mail verzichtet werden und sämtliche Dokumente standen in Echtzeit zur Bearbeitung zur Verfügung.       Seite 28  
  29. 29. 4.2.3 Aufteilung der Arbeitspakete Basis der Projektplanung ist der PSP. Das im PSP beschriebene Projekt setzt sich aus den nachfolgenden Arbeitspaketen zusammen, die wiederum aus verschiedenen Teilarbeitspaketen bestehen: 1. Anforderungsermittlung 2. Rahmenbedingungen 3. Konzeption 4. Didaktisches Lehrgangsdesign 5. Technische Umsetzung 6. Qualitätssicherung       Seite 29  
  30. 30. In der nachfolgenden Tabelle ist die Verteilung der Stundenaufwände pro Arbeitspaket dargestellt. Arbeitspaketname Geplante Stundenanzahl 1.1 Anforderungsermittlung 48 1.2 Rahmenbedingungen 128 1.3 Konzeption 300 1.4 Didakt. Lehrgangsdesign 196 1.5 Technische Umsetzung 224 1.6 Qualitätssicherung 72 1.7. Meetings & Kommunikation (Skype) 120 1.8 Projektmanagement 120 1.9 Projektdokumentation 80 Gesamten-Stundenzahl des Projekts 1288 Ziel war es diese Arbeitsaufwände gleichmäßig auf die internen Projektmitglieder zu verteilen. Aufgrund der hohen beruflichen Doppelbelastung der Projektmitglieder und der fehlenden finanziellen Mittel, die für eine professionelle Umsetzung erforderlich gewesen wären, wurden die Konzeption und Produktion der interaktiven eLearningbausteine (1.1.5 und 1.6.3) Mitte Februar 2010 ersatzlos gestrichen. Diese Entscheidung wurde einstimmig von allen Projektbeteiligten getroffen. Der PSP war Basis für die Aufplanung des gesamten Projekts zur Verteilung der Arbeitspakete an die Projektmitarbeiter, zur Abschätzung der erforderlichen Aufwände und zur Koordination aller Aktivitäten. Nach ersten Schätzungen sollte das Projekt einen Gesamtumfang von ca. 1.300 Stunden haben.       Seite 30  
  31. 31. 4.3 Projektdokumentation Im Rahmen der Projektdokumentation wird in einem ersten Schritt die Erfassung der Projektarbeitszeiten beschrieben und danach näher auf die von den Projektmitarbeitern geleisteten Zeiten und deren Verteilung auf die Arbeitspakete eingegangen. Dem schließt sich eine Analyse der Arbeitsaufwände an. In einem zweiten Schritt wird auf die Dokumentation der Arbeitsergebnisse und Abstimmungen näher eingegangen. 4.3.1 Methode der Zeiterfassung Nach intensiver Sichtung und Tests der vorgeschlagenen Projektstools hat sich die Projektgruppe gegen den Einsatz dieser Tools entschieden, da es zu erheblichen Kompatibilitätsproblemen mit Apple-Rechnern und Software gekommen ist. Man entschied sich deswegen für eine einfache Lösung über eine Exceltabelle, die auf google docs zur gemeinsamen Bearbeitung abgelegt wurde. Auf diese Weise konnte jeder der Projektteilnehmer täglich seine Stunden selber in dieser Tabelle erfassen. Zeiterfassung über google docs       Seite 31  
  32. 32. Exceltabelle für die Zeiterfassung In einer Exceltabelle wurden nur die Projektarbeitszeiten der internen Projektmitarbeiter erfaßt (Freundl, Scholz, Vogl). Die Tabelle ist gegliedert nach Projektmitarbeitern und Monaten. Dabei wurden die Monate tagweise genau aufgeschlüsselt, so dass eine Projektstundenerfassung pro Tag möglich war. Die Projektmitarbeiter konnten über ein Bemerkungsfeld Kommentare zu den geleisteten Arbeitsstunden abgeben. Durch die Integration von Formeln konnten nachfolgende Zahlen unmittelbar aus der Tabelle abgelesen werden: • Projektstunden pro Mitarbeiter und Tag • Projektstunden pro Mitarbeiter im Monat • Projektstunden aller Mitarbeiter pro Tag • Projektstunden aller Mitarbeiter pro Monat • Gesamtstundenzahl im Projekt pro Mitarbeiter • Gesamtstundenzahl aller Mitarbeiter im Projekt       Seite 32  
  33. 33. Parallel dazu wurde in einer zweiten Tabelle dokumentiert, wie viel Zeit jeder Mitarbeiter auf die jeweiligen Arbeitspakete verwendet hat. Diese Zeiten wurden dann in der nachfolgend dargestellten Tabelle, die ebenfalls zentral in google docs angelegt wurde, gebucht. Diese Tabelle diente nicht nur der Zeiterfassung, sondern erfüllte auch die Funktion des Projektcontrollings für die einzelnen Arbeitspakete. In der Tabelle sind die Soll-Stunden pro Arbeitspaket abgebildet. Durch den Einsatz von Formeln wurde die Tabelle so konfiguriert, dass bei jeder Eintragung von Werten eine automatische Addition der Werte pro Arbeitspaket und Mitarbeiter erfolgte. Auf diese Weise konnte zu jeder Zeit festgestellt werden, welcher Mitarbeiter auf welches Arbeitspaket wie viele Stunden gebucht hat. Darüber hinaus war durch die Tabelle eine Berechnung der Soll-/Ist-Stunden für die einzelnen Arbeitspakete sowie für das gesamte Projekt möglich. So gelang es Abweichungen vom Plan zu erkennen und notfalls Gegenmaßnahmen treffen zukönnen. Die gesamte Dokumentation der Zeiterfassung ist im Anhang dokumentiert.       Seite 33  
  34. 34. 4.3.2 Ergebnisse und Auswertung der Zeiterfassung In diesem Abschnitt erfolgt eine Auswertung und Darstellung ausgewählter Projektzahlen, um einen Überblick über das Volumen und die Verteilung der Arbeit zu geben. Verteilung der Projektarbeitszeiten auf Monate und Mitarbeiter Heiko Vogl Mario Scholz Carsten Freundl Gesamtstunden Dezember 2009 41 35,5 45 121,5 Januar 2010 68,25 57,75 54,75 180,75 Februar 2010 77,25 64,25 65,25 206,75 März 2010 74,25 74,25 77,25 225,75 April 2010 131 134 125 390 Mai 2010 42,5 47 49 138,5 Gesamtstunden 434,25 412,75 416,25 1262,25 Grafische Darstellung Verteilung  der  Stunden  auf   Mitarbeiter   Gesamtstunden   Mai  10   Apr  10   Carsten  Freundl   Mrz  10   Mario  Scholz   Feb  10   Heiko  Vogl   Jan  10   0   Dez  09   100   200   300   400   Bei der Auswertung der Projektarbeitszeiten fällt auf, dass die Projektarbeitszeiten sehr gleichmäßig auf die Projektmitarbeiter verteilt sind. Interessant ist allerdings der überproportionale Arbeitsaufwand im Monat April. Dieser ist Folge von Projektverzögerung im Rahmen von Abstimmungen mit der PHSt und innerhalb des Projektteams. Darüber hinaus sind Mehraufwände bei der Erstellung der Projektdokumentation und bei den internen Abstimmungen Auslöser für dieses hohe Arbeitsaufkommen im April.       Seite 34  
  35. 35. Grafisch stellt sich die Verteilung der Arbeitszeiten auf die Projektmitarbeiter wie folgt dar: 3000   2500   2000   1500   Gesamtstunden   1000   500   Carsten  Freundl   0   Mario  Scholz   Heiko  Vogl   Dabei wurden in diesem Projekt im Schnitt knapp 20 Stunden pro Woche aufgewendet13. 13 Vgl. Projektzeiterfassung im Anhang       Seite 35  
  36. 36. 4.3.3 Kommunikation und Protokolle Kommunikation Im Rahmen des Projekts kam der Kommunikation eine zentrale Rolle, da das Projektteam in Österreich und Deutschland weitverteilt waren. Dies machte defacto außerordentliche Projekttreffen nicht möglich. Aus diesem Grunde, wurde, wie oben bereits angesprochen, auf das Kommunikationstool Skype zurückgegriffen. Im Rahmen des Projekts wurden pro Woche, jeweils am Montag und Donnerstag, Online-Projekt-Meetings durchgeführt. Im Rahmen dieser Meetings erfolgten Abstimmungen zu den Arbeitsergebnissen und die Planung der nächsten Arbeitspakete.       Seite 36  
  37. 37. Insgesamt wurden 37 Meetings mit einer Gesamtstundenzahl von knapp 215 Stunden durchgeführt. Dabei sah die Verteilung der Stunden auf die Projektmitarbeiter wie folgt aus: 68,75   79,75   Heiko  Vogl   Mario  Scholz   Carsten  Freundl   63,75   Protokolle Die Online-Meetings wurden in Form von Ergebnis-Protokollen dokumentiert. Die Protokolle wurden anschließend in der mahara-Projekt-view eingestellt, so dass ein Zugriff für alle Projektmitglieder jederzeit möglich war. Auszüge aus der Dokumentation befinden sich im Anhang dieser Projektdokumentation.       Seite 37  
  38. 38. 5 Projektergebnisse   5.1 Didaktisches und methodisches Konzep Im Rahmen des Projekts entstand ein Konzeptpapier. Das Szenario des Blended-Learning-Lehrgangs „Erweitere Lehrbefähigung an hauptschulen im Fach Mathematik“ ist ein Entwurf für die Umstellung des gleichnamigen Präsenzlehrgangs. Ziel ist hier die Einsparung von Präsenzterminen an der Pädagogischen Hochschule Steiermark und von Abwesenheitszeiten der Teilnehmenden im Lehrbetrieb. Im Rahmen der Projektarbeit wurde der Schwerpunkt auf das erste Semester des viersemestrigen Lehrgangs und hier wiederum das Hauptaugenmerk auf die Lehrveranstaltung „Statistik und Wahrscheinlichkeit 1“ gelegt. Das Konzeptpapier ist in der mahara-Projekt-view hinterlegt und kann unter dem angegebenen Link heruntergeladen werden14. 14       Seite 38  
  39. 39. Beschreibung: Didaktisches Gesamtkonzept, Curriculum und Lernszenarien; Didaktische Modelle und Konzepte Teilprozesse: • Lerntheoretische(s) Grundmodell(e) • Didaktische(s) Modell(e) • Curriculum • Lernszenarien • Methodische Konzepte zum Methodeneinsatz • Sozialformen • Aktivitäten Ziel: Auswahl und Kombination von didaktischen Modellen; Auswahl angemessener methodischer Konzepte für die geplanten Aktivitäten, Arbeitsformen und Techniken; Aufzeigen der relevanten Ziele und Inhalte Ergebnis: • Dokumentation und Begründung der methodisch-didaktischen Grundlagen für die geplanten Lernaktivitäten • Dokumentation und Begründung des Curriculums • Dokumentation und Begründung aller Lernszenarien mit Kennzeichnung relevanter Ziele, Inhalte und Aktivitäten 5.1.1 Didaktische Dimension: Konstruktivismus Um eine komplexe Aufgabenstellungen die Wahrscheinlichkeitsrechnung für den Schulalltag zu adaptieren, sollen die Studierenden eigenständige Lösungen und Lösungswege finden. Lernen versteht sich als Prozess der Selbstorganisation von Wissen. Es entsteht ein individuelles, relatives und nicht vorhersagbares Sinneskonstrukt des Studierenden. Dieser Konstruktionsprozess kann von außen nicht gesteuert werden. Von entscheidender Bedeutung ist dabei der Bezug auf das Vorwissen.       Seite 39  
  40. 40. 5.1.2 Didaktisches Modell oder Kombination didaktischer Modelle Der Umfang des Blended-Learning-Angebots beträgt 1,5 ECTS, dies entspricht einem Workload von ca. 37,5 h. Dabei handelt es sich, um ein Blended-Learning-Arragement mit nachfolgenden Eigenschaften: • kurszentriert • E-tivities • Exploration • selbstgesteuertes Lernen • zweiwöchige Online Vorphase • Präsenzphase von 8 Einheiten und • Online Nachphase von zwei Wochen. Kurzbeschreibung bzw. Verweis auf Beschreibung des Blended-Learning: Online-Vorphase • 14 Tage • Arbeitsaufträge (E-tivities) • Gruppenbildung • Online Begleitung (Moderation) • ca. 16 h Workload Präsenztermin • 8 Einheiten a 45 Minuten • Präsentation der Gruppenergebnisse der Online-Vorphase • Lehrer Input • Arbeitsphasen (Activity) • 6h Workload Online-Nachphase • 14 Tage       Seite 40  
  41. 41. • Gruppenbildung • Online Begleitung (Moderation) • komplexer Arbeitsauftrag (E-tivitie) • ca. 15 h Workload       Seite 41  
  42. 42. Nachfolgende erfolgt eine grafische Darstellung des Blended-Learning-Konzepts.       Seite 42  
  43. 43. Zusammenfassung der Eigenschaften des Blended-Learning-Angebots: • Kurszentriert: geschlossene Lerngruppe • Exploration: ausgehend von einem komplexen Problem • E-tivities: Sie sind Aufträge für aktives und interaktives Online-Lernen. Die Besonderheiten bei der Anwendung im vorgesehenen Bildungskontext liegt darin, dass die E-tvities müssen einen sehr kurzen Bearbeitungszeitraum zulassen, da die Online-Phasen sehr kurz sind. Eigenschaften von E-Tivities sind: • motivierend, zielgerichtet • Schriftliche Interaktionen zwischen Moderator/innen und Lernenden sowie zwischen Lernenden • asynchron, entwickeln sich über eine gewisse Zeit • einfach umzusetzen Charakteristische Merkmale von E-tivities: • stimulierender und herausfordernder kurzer Text • Online-Aktivitäten, bestehend aus individuellen Beiträgen • interaktive Elemente, wie Antworten auf Beiträge • Zusammenfassung, Feedback oder Kritik durch die E-Moderatoren oder durch das Plenum • Instruktionen, Anweisungen, Anleitungen («Einladungen») für die Teilnehmenden sind allgemein zugänglich als Online-Beiträge Formale Gestaltung von E-Tivities • Zieldefintion (Feinziel) • Beschreibung des Arbeitsauftrages, der Sozialform ? • Beschreibung des Arbeitsauftrages, der Sozialform und des zu erwartenden Ergebnisses • Reaktion auf die zu erwartenden Ergebnisse (kommunikative Komponente der E-Tivities) • Letztmögliches Abgabedatum Analog an die E-tivities werden Activities im Präsenztermin verwendet, welche ähnlich formal gestaltet sind.       Seite 43  
  44. 44. 5.1.3 Einbettung des Blended-Learning in den Hochschulhergang15 15 Siehe Anhang       Seite 44  
  45. 45.       Seite 45  
  46. 46. 5.1.4 Verlaufsübersicht des Blended-Learning-Angebots16 16 Siehe Anhang       Seite 46  
  47. 47. 5.2 Lernziele Beschreibung: Definition und Begründung der Lernziele und des Kompetenzmodells Teilprozesse: • Groblernziele • Feinlernziele • Kompetenzmodelle Ziel: Festlegung der Grob- und Feinlernziele für die Zielgruppe im Rahmen eines Kompetenzmodells als Orientierungsrahmens für die geplanten Lernaktivitäten Ergebnis: Dokumentation und Begründung der geplanten Lernziele und des Kompetenzmodells Qualifikationen Die Lehrveranstaltung (LVA) 122.3201 Statistik und Wahrscheinlichkeit 1 (M) ist Teil des Moduls Fachmathematische Schwerpunktsetzung 1 im 1. Semester des LG Erweiterte Lehrbefähigung an Hauptschulen, Mathematik (1,5 ECTS Credits)       Seite 47  
  48. 48. 5.2.1 Groblernziele angelehnt an die Taxonomie von Anderson und Krathwohl Denkstufe nach Anderson und Denkstufe Krathwohl Die Studierenden kennen die Kennen () Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeit. Verstehen (ATK 2) Statistisches Datenmaterial auswerten, durch Kennzahlen darstellen und in Anwenden (AKT 3) geeigneten Diagrammen darstellen können (schriftlich und mit MS Excel) Die Studierenden können einfache Aufgaben der Analysieren (AKT 4) Wahrscheinlichkeitsrechnung lösen und analysieren Bewerten (AKT 5) Die Studierenden können komplexe Aufgabenstellungen der Konstruieren (AKT 6) Wahrscheinlichkeitsrechnung für den Schulalltag adaptieren. 5.2.2 Feinlernziele Die Studierenden kennen die Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeit: • Deskriptive Statistik • Grundgesamtheit • Variable • Datenreihen • Absolute/relative Häufigkeiten • Spannweite, Minimum, Maximum       Seite 48  
  49. 49. • Arithmetischer Mittelwert • Modus • Median • Quartile • Standardabweichung • Varianz Statistisches Datenmaterial auswerten, durch Kennzahlen darstellen und in geeigneten Diagrammen darstellen können (schriftlich und mit MS Excel) • Diagramme aus Werten einer Urliste erstellen • Geordnete Listen erstellen Die Studierenden können einfache Aufgaben der Wahrscheinlichkeitsrechnung lösen und analysieren Minimalwert, Maximalwerte, Spannwerte, Modalwert, Median, arithmetischer Mittelwert berechnen und der Aussage bestimmen • Balken und Kreisdiagramme erstellen Die Studierenden können komplexe Aufgabenstellungen der Wahrscheinlichkeitsrechnung für den Schulalltag adaptieren. • Ein Glücksspiel analysieren und für Schüler gerechte Unterrichtssequenz adaptieren • Zu erwerbende Kompetenzen • Medienkompetenz • Erstellung, auswerten und visualisieren von statistischen Daten mit einer Tabellenkalkulation • Präsentation von Ergebnissen mittels audiovisueller Medien • Lernprozesses in einem LMS folgen Methodenkompetenzen:       Seite 49  
  50. 50. Umsetzen des erworbenen Fachwissens bei der Konzeption eines Layoutkonzepts für eine wissenschaftliche Arbeit Fähigkeit, Hilfsmittel Tabellenkalkulation zweckmäßig einzusetzen       Seite 50  
  51. 51. Sozialkompetenzen: • Kollaboratives Lernen mit dem LMS Moodle • Kommunikationsfähigkeit bei Diskussionen im Forum, Chat und Onlinekonferenz • Aufgabenstellungen im Team lösen 5.3 Inhaltliche Konzeption Ziel dieses Arbeitspakets war die Konzeption der Lerninhalte auf Basis der formulierten Lernziele. Dabei wurde in drei Stufen vorgegangen: • Themen/Fächer • Umfang • Tiefe Die Inhalte der Lehrveranstaltungen wurden von der Fachgruppe Mathematik festgelegt und werden für das Blended-Learning-Konzept vollinhaltlich übernommen. 5.3.1 technische Konzeption Zur reibenlosen Einführung und Umsetzung des geplanten Konzeptes galt es ein technisches Konzept zur Implementierung zu entwickeln. Dabei wurden Muss-, Soll- und Kann Kriterien erhoben. Muss-Kriterien Für die Durchführung des Hochschullehrganges „Erweiterte Lehrbefähigung für Mathematik an Hauptschulen“ als Blended Learning Scenarios sind folgende Muss-Kriterien zu erfüllen. • Verwendung eines LMS als organisierter digitaler Lernraum An der Pädagogischen Hochschule Steiermark wird seit mehreren Jahren das Learning Management(LMS) System Moodle eingesetzt. Das LMS wird hausintern vom Zentrum 5 IT gewartet und betreut. Diese vorhandene Infrastruktur kann für den Hochschullehrgang verwendet werden. Moodle als LMS-System bietet den Vorteil, dass es bereits mehrere System-Schulungen für Lehrende gegeben hat, dass dieses LMS in der steirischen Schullandschaft sehr verbreitet ist und dass es durch ein Single-Sing-On System vollkommen in das Usermanagement der Pädagogischen Hochschule integriert ist. • Studierenden Management Vom Bundesministerium Unterricht, Kunst und Kultur wird allen österreichischen Pädagogischen Hochschulen das Studierenden- und Ressourcen-Management-System PH-Online zur Verfügung gestellt. Zentrale Elemente dieses Systems für den Hochschullehrganges „Erweiterte Lehrbefähigung für Mathematik an Hauptschulen“ sind die Studierendenverwaltung, das Prüfungsmanagement und das Raummanagement.       Seite 51  
  52. 52. • Studierenden Information Allgemeine Informationen für Studierenden und News können auf der Instituts-Subsite der Website (http://i2.phst.at) der Pädagogische Hochschule Steiermark gehostet und verwaltet werden. • Studierenden E-Mail-Adresse Mit dem Beginn des Hochschullehrganges erhält jede/r Studierende der PHSt im Format vorname.zuname@phst.at . Eine Weiterleitung der Mails auf eine private E-Mail-Adresse ist möglich und direkt im Webaccess einzurichten. Forumsbeiträge des LMS Moodle werden an diese E-Mail-Adresse zugestellt. Auch das Mail-Management ist in die Single-Sine-On Infrastruktur der PHSt eingebunden. • Private Internetzugang und PC Für die Distance-Phasen benötigen alle Studierenden einen PC mit Internetzugang und aktuellem Office Softwarepaket Soll-Kriterien Die unten angeführten Soll-Kriterien würden eine erhebliche Verbesserung der didaktischen, organisatorischen und technischen Situation führen, sind aber für die Durchführung des Hochschullehrganges nicht zwingend notwendig. • Notebooks für Lehrende und Studierende Angelehnt an das Notebook Konzept der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, wäre eine mobile Nutzung der Infrastruktur der PHSt sowohl durch Lehrende wie auch Studierenden wünschenswert. • WLAN Erst ab dem Studienjahr 2011/12 wird es ein WLAN am Campus Hasnerplatz geben. In Zusammenspiel mit den Notebooks wäre daraus eine verbesserte Raumnutzung möglich. • Technischer Support Erweiterung der Supportzeiten, damit auch außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten der PHSt den Studierende in den Distance- und Präsenzphase dieses Angebot nutzen können. Kann-Kriterien Die Kann-Kriterien wären eine Verbesserung der Serviceleistung für Teilnehmer/innen des Hochschullehrganges. Diese Kriterien sind aber für die Durchführung des Lehrganges nicht zwingend notwendig. • Aufbau eines sozialen Netzwerkes Um den informellen Informationsfluss unter den Teilnehmer zu Förden, kann ein Soziales Netzwerk aufgebaut werde. • Digitale Bibliothek – eBooks Aufbaue einer digitale Bibliothek im Rahmen der Studienbibliothek der Pädagogischen Hochschule mit entsprechender Fachliteratur für den Hochschullehrgang.       Seite 52  
  53. 53. 5.3.2 Inhalte (Curriculum) Im Rahmen des beschriebenen Blended-Learning-Angebots werden nachfolgende Inhalte vermittelt: • Beschreibende Statistik (Kenngrößen, Formeln und Diagramme) • Anwendungsbeispiele zur beschreibenden Statistik • Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung (Grundbegriffe, Laplace Formel, Wahrscheinlichkeitsbäume) • Anwendungsbeispiele zur Wahrscheinlichkeitsrechnung (z. B. Glücksspiele) Die detaillierte Darstellung des Curriculums befindet sich im Anhang bzw. im Internet verlinkt17 17https://www.ph- online.ac.at/phst/wbstudienplan.showStudienplan?pOrgNr=&pSJNr=1604&pSpracheNr=1&pStpStpNr=396       Seite 53  
  54. 54. 5.4 Umsetzung in moodle der PHSt18 In diesem Projekt wurden die Inhalte des Curriculums exemplarisch in der Lernplattform der PHSt (moodle) umgesetzt. Die nachfolgenden Screenshoots geben einen Überblick über den Aufbau und die Funktionalitäten des Lernangebots. 18 http://moodle.phst.at/login       Seite 54  
  55. 55. 5.4.1 Struktur und Abbildung des Kurses in moodle Die Lehrveranstaltung Statistik und Wahrscheinlichkeit 1 ist Teil des Modules Fachmathematische Schwerpunktsetzung 1 und Teil des Lehrgang erweiterte Lehrbefähigung an Hauptschulen, Mathematik und wird im ersten Semester angeboten. Den Studierenden des Lehrgangs wird ein Mashup aus folgenden Systemen angeboten: • Website des Institutes 2 Die Website des Kurses des Institutes 2 bietet eine Übersicht der Lehrganges gegliedert in Module und Lehrveranstaltungen und der Direktverlinkung in die einzelnen moodle Kurse. • Hochschulmanagement-System PH-Online Aus PH-Online werden das Lehrveranstaltungsprofil und die Visitenkarte des Vortragenden in moodle als Arbeitsmaterial eingebunden. • Website des Zentrums 5 Alle Informationen über den technischen Support werden direkt von der Website des Zentrums 5 IT und Medien in moodle als Arbeitsmaterial eingebunden. PH-­‐Online   Website  z5   Website  i2   LMS     moodle         Seite 55  
  56. 56. 5.4.2 E-tivities in moodle Im Rahmen der Implementierung des Lehrgangs in die Lernplattform moodle wurden auch sog. E-tivities integriert. Mit den nachfolgenden Screenshoots wird ein Einblick in diese Varianten der Akitivitäten gegeben.       Seite 56  
  57. 57.       Seite 57  
  58. 58. 5.4.3 Funktionalitäten Die Kursumgebung einer Lehrveranstaltung ist in vier Blöcken untergliedert. Jeder dieser Blöcke hat eine bestimmte Funktion zu erfüllen. Block 0 Im ersten Block werden den Studierenden allgemeine Kursinformationen bereit gestellt. Er beinhaltet: • die Bezeichnung des Lehrganges • die Bezeichnung des Modules • die Bezeichnung der Lehrveranstaltung und die Lehrveranstaltungsnummer • Link auf das Lehrveranstaltungsprofil • Informationen über den Lehrveranstaltungsleiter (Foto, Name, Grußworte an die Studierenden, PH-Online Visitenkarte, Nachrichtenforum) • Informationen zum technischen Support • das Online Café (zur Kommunikation innerhalb der Gruppe)       Seite 58  
  59. 59. Block 1 Alle Aktivitäten der Online Vorphase werden im Block zwei zusammengefasst. • Bezeichnung der Phase mit Startdatum und Enddatum dieser Phase • E-tivities (Ziel(e), Beschreibung, Aktion, Reaktion, Deadline für Aktion und Reaktion) • Arbeitsmateriealien • Diskussionsforum (als Container für die Arbeitsergebnisse) Block 2 Alle Aktivitäten der Präsenzphase werden im Block drei zusammengefasst. • Bezeichnung der Phase mit Startdatum, Enddatum und Raum • Activities (Ziel(e), Beschreibung, Aktion, Deadline für Aktion) • Arbeitsmateriealien Block 3 Alle Aktivitäten der Online Nachphase werden im Block vier zusammengefasst. • Bezeichnung der Phase mit Startdatum und Enddatum dieser Phase • E-tivities (Ziel(e), Beschreibung, Aktion, Reaktion, Deadline für Aktion und Reaktion) • Arbeitsmateriealien • Diskussionsforum (als Container für die Arbeitsergebnisse)       Seite 59  
  60. 60. 5.4.4 Technische und tutorielle Betreuung Die technische Betreuung werden zwischen Lehrgangsleiter und dem Zentrum 5 IT und Medien geteilt. Alle Supportinformationen wie Kontaktinformation, Supportzeiten und ähnliches werden direkt von der Website des Zentrums 5 bereit gestellt und direkt in das LMS moodle eingebunden. Die tutorielle Betreuung erfolgt vom jeweiligen Lehrveranstaltungsleiter, von der jeweiligen Lehrveranstaltungsleiterin selbst. Die dafür benötigten Kompetenzen können die Lehrenden in Inhouse Schulungen (SCHILF, Lehrgang Medienpädagogik) oder in externen Weiterbildungsveranstaltungen erwerben.       Seite 60  
  61. 61. Entsprechende Kompetenz eines/einer Hochschullehrende/n nach Bremer19 sind: • Dazu gehört die detaillierte didaktische Planung der Veranstaltung. Da der Einsatz neuer Medien längerfristig geplant werden muss, ist eine rechtzeitige und genauere didaktische Planung notwendig, während in der Präsenzlehre auch ggf. kurzfristige Anpassungen möglich sind. • Auch die Planung und Betreuung des Medieneinsatzes selbst muss von den Hochschullehrenden ansatzweise beherrscht oder für sie zumindest überschaubar sein. Das bedeutet, dass sie über ein gewisses Maß an Medienkompetenz verfügen müssen, um den Einsatz der Medien aufgrund deren Eigenschaften und technischen Anforderungen definieren zu können. • Letztendlich gehört auch die Durchführung und Betreuung der netzbasierten Lehre selbst zu den Aufgaben der Hochschullehrenden. Neben der Betreuung der Lernenden durch Teletutoring, das zum Teil durch so genannte Tele-TeletutorInnen übernommen werden kann – wird auch die Betreuung, Pflege und Aktualisierung der multimedialen Materialien in dieser Phase wichtig. 19[1] C. Bremer, “Medienkompetenz von Hochschullehrenden im Kontext von Mediengestaltung und dem Erstellungsprozess netzgestützter Lehre,” Medienkompetenz für die Hochschullehre., Münster: 2004, S. S. 197 - 214       Seite 61  
  62. 62. 6 Evaluation der Teamarbeit Im Rahmen des Projekts waren Projektreviews geplant. Ein Projektreview dient der Nachbetrachtung eines abgeschlossenen Projekts oder einer abgeschlossenen Projektphase, um aus den gewonnenen Erfahrungen für zukünftige Projekte zu lernen. Eine solche Projektnachbetrachtung befasst sich dabei mit den Stärken und den positiven Aspekten des Projekts ebenso wie mit den Schwächen und den negativen Aspekten. Ergebnisse eines Projektreviews werden in einem Dokument festgehalten, zum Beispiel „Lessons Learned“, um diese für die Zukunft zu erhalten und auch für nicht am Projekt Beteiligte zugänglich zu machen. Zu den Lessons learned gehören Erkenntnisse über best practices und die do´s and don´t´s. Projektreview. Da zum Zeitpunkt der Erstellung der Projektdokumentation das Projekt noch nicht abgeschlossen war, wird hier nur auf einige Punkte im Projekt eingegangen, die bereits abgeschlossen sind. Das abschließende Projektreview- Meeting wird am 13.05.2010 nach der Präsentation der Ergebnisse in Krems stattfinden. Trotz großem Stress, gerade in der Endphase, und der beruflichen Doppelbelastung der Projektteilnehmer war der gesamte Projektverlauf sehr harmonisch und geprägt von einem professionellen Miteinander. Nach Meinung aller Projektbeteiligten war die gute und regelmäßige Kommunikation über Skype, Mail und Telefon ein Garant für das Gelingen des Projekts. Darüber hinaus sorgte die gemeinsame Definition der Arbeitspakete stets für Klarheit und ermöglichte einen reibungslosen Ablauf innerhalb des Projekts. Wichtig war auch der Blick und die Bewertung des Gesamtprojekts durch die Projektmitglieder Mario Scholz und Carsten Freundl, die als Berater aus der freien Wirtschaft, wertvolle Bewertungen von außen in das Projekt einfließen lassen konnten. Es muß allerdings angemerkt werden, eine „echte“ Face-to-Face-Kommunikation, nach einhelliger Meinung der Beteiligten, durch nichts zu ersetzen ist, da die zur Zeit auf dem Markt verfügbaren Kollaborationstools noch immer ein persönliches Meeting aufgrund technischer und konzeptioneller Mängel vollständig nicht ersetzen können. Das Projekt lebte insbesondere durch das hervorragende Engagement der Projektbeteiligten und den unermüdlichen Einsatz der Projektleitung, die immer ein offenes Ohr für Probleme und stets ein aufmunterndes Wort parat hatte. Für Sicherheit und Motivation sorgte die vorbildliche, verlässige und verständnisvolle Betreuung durch Mag. Klaus Himpsl. Ohne sein konstruktives Feedback wäre das Projekt sicherlich nicht so reibungslos gelaufen. Last but not least wurde das Projekt durch die gute und fachlich sehr fundierte Mitarbeit mit der PHSt zu einem großen Erfolg. Das Projekt ist rrichtungsweisend für die zukünftige Lehrgangsorganisation an der PHSt. Im Rahmen des Projekts erfolgte neben den neu erlernten inhaltlichen Kompetenzen, ein weiter Zugewinn an Kompetenzen im Bereich des kollaborativen Arbeitens und des Projektmanagements.       Seite 62  
  63. 63. 7 Ausblick in die Zukunft Die Lehrveranstaltung Statistik und Wahrscheinlichkeit 1 (M) wird im Wintersemester 2010/11 im Realbetrieb des Bachelorstudiums Lehramt für Hauptschulen getestet. Im Rahmen der Lehrveranstaltungsevaluierung wird ein quantitatives und qualitatives Feedback erhoben. Auf Basis dieser Ergebnisse können die weiteren Vorgehensweisen in Betracht gezogen werden.   7.1 Kurzfristige Ziel • Review der Ergebnisse der Projektarbeit mit der gesamten Fachgruppe Mathematik • Präsentation der Evaluationsergebnisse (Institutsleitung und Vizerekotrat) • Start der Implementierung des Blended Leaning Konzeptes in den Hochschullehrgang • Evaluierung des Hochschullehrganges 7.2 Mittelfristige Ziele • Ausweitung des Blended Leaning Konzeptes auf weiter Bereiche der Ausbildung und der Fort-, und Weiterbildung 7.3 Langfristige Ziele • Strategische Positionierung der Pädagogischen Hochschule Steiermark als didaktisches Zentrum der Lehrer-/innenbildung im Bereich „Lernen mit Neuen Medien“       Seite 63  
  64. 64. 8 Anhang In diesem Abschnitt werden die in der Projektdokumentation dargestellten Grafiken und Tabellen aus dem Hauptteil in vergrößerter Darstellung abgebildet. Alle hier dargestellten Dokumente sind in der mahara-Projekt-view abgebildet und können wir in digitaler Form gedownloadet werden.       Seite 64  
  65. 65. 8.1 LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathe | Studienplan20 20https://www.ph- online.ac.at/phst/wbstudienplan.showStudienplan?pOrgNr=&pSJNr=1604&pSpracheNr=1&pStpStpNr=396       Seite 65  
  66. 66.       Seite 66  
  67. 67. 8.2 LG Erweit. Lehrbef. Hauptschulen, Mathe | Semesterplan21 21https://www.ph- online.ac.at/phst/semesterplaene.uebersicht?corg_nr=&csj_nr=1604&csr_nr=922&csprache_nr=1&pStpStpNr=396       Seite 67  
  68. 68.       Seite 68  

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