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  • 1. Geschäftsmodelle der Medienindustrie und die Digitalisierung
  • 2. Um was geht es? Verlage, Medienhäuser und die Musikindustrie: Das scheint fast so, als müssten Fische das Fliegen lernen...
  • 3. „ Die Digitalisierung der Lebenswelt erfordert eben andere Geschäftsmodelle als die bisher gewohnten – das betrifft nicht nur Platten-Labels , das betrifft auch Medienunternehmen, die gesamte Unterhaltungs- und Freizeitindustrie, sogar die Literatur .“ Antonio Malony, Economy Austria, 23.11.2007 www.economyaustria.at
  • 4. Das alte Geschäftsmodell...
    • Man erwirbt gute Inhalte („Content“), Werke bzw. Nachrichten.
    • Daraus „formt“ man ein Produkt und produziert es physisch – als Buch, Zeitung oder Tonträger (CD).
    • Die Distribution des Produktes erfolgt über den Handel .
  • 5. ...die 1990er Jahre...
    • Man erwirbt gute Inhalte („Content“), Werke bzw. Nachrichten.
    • Daraus „formt“ man ein Produkt und produziert es physisch – als Buch, Zeitung oder Tonträger (CD).
    • Die Distribution übernehmen nun auch Internethändler („Amazon“).
  • 6. ...und die Situation heute:
    • Man erwirbt gute Inhalte („Content“), Werke bzw. Nachrichten.
    • Daraus formt man ein digitales Produkt , das keiner physischen Produktion mehr bedarf.
    • Digitale Distribution durch den Ersteller selbst wird zum Normalfall.
  • 7. Ein Beispiel: Fremdsprachen lernen
    • Der klassische Ansatz: Das Buch
    • Anbieter: Langenscheidt
    • Verlag und Handel teilen sich das Geschäft.
    • Der moderne Ansatz: Das Web
    • Anbieter: Gymglish
    • Anbieter und Kunde interagieren direkt.
  • 8. Und eine Tatsache: Immer mehr Inhalte werden frei im Internet angeboten
    • Der Spiegel hat sein Archiv der Spiegel-Hefte freigegeben;
    • Der Brockhaus Verlag stellt sein Lexikon vollständig ins Netz;
    • Die Harvard-University will weite Teile ihrer Bibliothek zugänglich machen.
  • 9. Eine Auswirkung: Musikindustrie Deutschland
    • Tägliche Musiknutzung 1995 – 2005: + 221 %
    • Umsatz Tonträgermarkt 1995 – 2005:
    • - 35 %
    • Quelle: Bundesverband Musikindustrie e.V.
    • www.musikindustrie.de
  • 10. Noch eine Auswirkung: Zeitungen in Deutschland Verkaufte Auflage in Millionen Stück 1997- 2007 Quelle: IVW Werbeträgerdaten www.ivw.de
  • 11. Das frühe Internet:
    • In den 1990er Jahren war das Internet:
      • Ein neuer Werbekanal
      • und ein zusätzlicher Vertriebsweg.
      • Die bestehenden Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten wurden davon nur wenig tagiert.
      • Nur die Musikindustrie litt unter dem File-Sharing (~ Raubkopien), hatte aber keine Lösung dagegen am Markt.
  • 12. Das Web 2.0 ab 2001 verschärft die Lage:
    • User Generated Content bildet eine ganz neue Situation für praktisch alle Medien:
      • Die Wikipedia revolutioniert den Markt für (gedruckte) Lexika,
      • Mit YouTube , Flickr oder auch Last.fm wird die Medienkonvergenz massiv beschleunigt.
      • Blogs machen Zeitungen Konkurrenz.
    • Klassische Medien verlieren ihr Monopol, das Ende der Massenmedien setzt ein.
  • 13. Beobachtungen:
    • Spätestens mit dem Aufkommen des Web 2.0 geraten etablierte Anbieter mehr und mehr in die Defensive .
    • Innovative Ansätze kommen fast nur von jungen Unternehmen (Startups) und aus dem IT-Sektor .
  • 14. Apple‘s Rezept im Musikgeschäft: Man nehme...
    • Eine sehr attraktive Hardware (iPod) +
    • Software (iTunes) +
    • Content für den Download (Musiktitel) +
    • Attraktives Pricing
    Abbildung: Ein iPod Nano (2006) auf dem das Spiel „Super Mario Land“ installiert wurde.
  • 15. Und Amazon zieht nach:
    • Der Amazon Kindle will für das Lesen das sein, was der iPod im Audio -Bereich ist!
    • Auch hier kommen zusammen: Hardware + Software + Inhalte + Pricing
  • 16. Folgerungen (1):
    • Im Medienbereich wird das Wissen in Sachen IT und Internet entscheidend. Wer hier nicht seine Kernkompetenz sieht und hat, verschwindet vom Markt.
    • Der rasante Wandel im Internet geht unvermindert weiter. Dauerhaft gültige Geschäftsmodelle gibt es nicht mehr.
  • 17. Folgerungen (2):
    • Mit Inhalten ist immer weniger Geld zu verdienen: Im Internet gibt es praktisch alles irgendwo kostenlos.
    • Die Geschäftsmodelle verschieben sich vermutlich in Richtung Aggregation , Filtern , Prüfen und Personalisierung .
  • 18. Folgerungen (3):
    • Medienunternehmen müssen verstärkt auf Hybrid-Geschäftsmodelle setzen, mit denen sie Zielgruppen differenziert (je nach Technikakzeptanz ) ansprechen können.
    • Der Wandel wird noch auf lange Sicht zur vermutlich einzigen Konstante .
  • 19. Bildnachweise Hintergrundzeichnung Tropical Two-winged Flying Fish by ducttape30 auf www.flickr.com Seite 14 Playing Super MarioLand on iPod nano! by FHKE auf www.flickr.com Seite 15 kindle front by karindalziel auf www.flickr.com
  • 20. Impressum Matthias Schwenk Dipl. – Kfm. Unternehmensberater Schönhaldenstr. 26 88348 Bad Saulgau Tel.: +49 (0) 7581 502 95 35 Mobil: +49 (0) 172 756 29 29 Mail: m.schwenk@bwlzweinull.de Blog: www.bwlzweinull.de Stand dieser Präsentation: März 2008