Die Geldmaschine Die Geldbeziehung... ...löst den Widerspruch zwischen (a) privater Produktion für (b) gesellschaftliche Bedarfe Produzierende voneinander abhängig und zugleich isoliert Geld = Projektion ihrer Beziehungen in ein „Ding“
Daher...
nimmt Gesellschaft die Form eines Dings an
werden gesellschaftliche Entwicklungen „wildwüchsig“
werden gesellschaftliche Beziehungen nicht bewusst hergestellt, sondern erscheinen „naturgegeben“ („Sachzwang“)
Die Geldmaschine Wachstum: Drang 100 EUR 100 EUR macht keinen Sinn 100 EUR 101 EUR macht Sinn 100 EUR 10.000 EUR macht mehr Sinn Geld befriedigt kein konkretes Bedürfnis – Geldhunger kann niemals befriedigt sein Geld unterscheidet sich von sich selbst nur der Menge nach – deshalb ist mehr Geld besser als weniger Geld
Die Geldmaschine Wachstum: Zwang Ohne Geld ist der Mensch „nichts“ = Marktprinzip Geldbesitz ist immer unsicher, deshalb ist mehr Geld mehr Sicherheit = bessere Überlebens- und Entwicklungschancen Märkte sind Räume der Konkurrenz = sie bedrohen das Überleben der Teilnehmenden, weshalb Profitproduktion und Geldanhäufung erzwungen werden
Markt-basierte Produktion: indirekte Beziehungen ProduzentIn A ProduzentIn C ProduzentIn D ProduzentIn B
ProduzentIn A ProduzentIn C ProduzentIn D ProduzentIn B MARKT Markt-basierte Produktion: indirekte Beziehungen
Markt-basierte Produktion: Herrschaft K K K K K A A A A A Markt Markt Kapital Arbeit Produktion (1) Klassenantagonismus (2) Marktkonkurrenz
Selbstverwaltung: Probleme
Widersprüche der Selbstverwaltung in einer Marktwirtschaft
Der Widerspruch Kapital/Arbeit wird internalisiert
Kooperation nach Innen – Konkurrenz nach Außen
nicht profitorientiert, aber Wachstum abstrakten Werts ist immer
noch ein Zeichen von Erfolg/Wertverlust ein Misserfolg
Gebrauchswerte müssen gekauft/verkauft werden
Wie können diese Widersprüche gelöst werden?
Gemeinwirtschaft: direkte Beziehungen ProduzentIn A ProduzentIn C ProduzentIn D ProduzentIn B POOL
Solidarische Ökonomie & Gemeingüter
Solidarische Ökonomie – eine neue Entwicklungsweise
Solidarische Ökonomie produziert v.a. Gemeingüter
Je mehr Gemeingüter, desto besser für Solidarische Ökonomie
Gemeinwirtschaft = Commons-basierte Produktionsweise Commons – Produkte – Commons ... C – P – C
Solidarische Ökonomie & Commons Solidarische Ökonomie – Eigenschaften 1. Solidarische Ökonomie ist mehr als eine Summe von solidarökonomischen „Betrieben“ 2. sie produziert v.a. Commons (Gemeingüter) je mehr Gemeingüter desto besser für Solidarische Ökonomie 3. baut direkte Beziehungen anstelle von Markt/Staat-Beziehungen 4. vereint „Produktion“ and „Re-Produktion“ 5. garantiert kulturellen Lebensstandard ohne Bedingungen 6. kann ohne Krise „schrumpfen“ , generiert dabei Zeitwohlstand
Wie kommen wir dorthin? Mögliche Strategien 1. bestehende Gemeingüter-basierte Produktion stärken 2. Gemeingüter-basierte Verteilungsmodi explorieren 3. Assoziationen von solidarökonomischen Einheiten als mögliche Steuerungsinstanzen einer Gemeinwirtschaft entwickeln 4. Ressourcenpools schaffen (und gegen Markt/Staat schützen) 5. GNU -Modelle in der physischen Welt entwickeln 6. Funktionshierarchien der Steuerung von Gemeingüternutzung entwickeln (Subsidiaritätsprinzip, bottom up) 7. Regionalwirtschaften mit internen / externen Stakeholderships entwickeln (gesellschaftliche Kontrolle der Produktion; „ regionale Gemeingüter“)
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