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Andy Artmann: Social-Media-Publishing
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Andy Artmann: Social-Media-Publishing

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Session auf dem BuchCamp 2013. Weitere Informationen: http://www.boersenverein.de/de/portal/Session_C2/606376

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  • 1. Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlagevon Andreas (Andy) ArtmannAkademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage e. V. undMarkStein Software Entwicklungs- und VertriebsGmbH
  • 2. Die Welt vernetzt sich. Ein normaler Vorgang,das kleinste Netzwerk bildet ein Paar. Mit allenVor- und Nachteilen der Kommunikation. Die Stämmeund Familienverbände der Vorzeit kennen wir Europäerzwar nicht mehr, aber auch der Freundes-, Bekannten-und Kollegenkreis will gepflegt werden.Diese archaischen Wurzeln machen sich Konzerne wieFacebook, Google und Twitter zunutze. Die Mobilfunk-betreiber haben letztes Jahr 41 Milliarden SMS (ShortMessage Service) verschickt. Allein T-Mobile versendetim Kundenauftrag über 36 Millionen Kurznachrichtenpro Tag. Spitzentag ist jeweils der Neujahrstag. 2011wurden am ersten Januar vom Magenta-Riesen 67Millionen Short Messages versendet.Über das Soziale Netzwerk Twitter wissen wir, dasszehn Prozent aller Tweeds redaktionelle Nachrichtenenthalten. Ein Riesenmarkt für die Informations-industrie und eine gute Quelle für Recherchen.SEITE 2Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und VerlageDie Financial Times (FT) ist einer der Vorreiter in Bezug aufLeser-Blatt-Interaktion, hier die China-Ausgabe bei iTunes.
  • 3. Social Media PublishingDie Welt der internetbasierten Netzwerke ist einriesiges Bukett der Möglichkeiten. Für fast jedenMenschen und seine Interessen scheint etwas dabeizu sein. Der Fachbegriff für die Arbeit an und inSozialen Netzwerken istSocial Media Publishing (SMP).Damit wird der Informationsaustausch von Wissen,Erfahrung und Meinung unter Nutzung Sozialer Netz-werke beschrieben. Das so genannte Web 2.0 gibt hierdem Nutzer die Möglichkeit, durch Kommentare,Bewertungen und Empfehlungen aktiv mitzuwirken.Social Media Publishing bietet die Möglichkeit zur– Vermittlung von Information– Zusammenarbeit in Netzwerken (Kollaboration)– Demokratisierung von Wissen.Mit Social Media bezeichnen wir die Empfängerseiteund mit Social Publishing die Senderseite.Die Grafik von ethority zeigt,wie vielfältig die Welt der Sozialen Netzwerke ist.SEITE 3Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 4. Soziale NetzeMedienunternehmen werden verstärkt mit sozialenNetzwerken konkurrieren. Was noch im erstenDossier eine Frage war, ist mittlerweile Gewissheit.Amazon und Google treten als Verleger auf, und Applestartet mit Ping ein Soziales Netzwerk.Tablet-PCs wie das iPad eignen sich hervorragend zurNutzung von SMP. Die Nutzungsdauer dieser Gerätesteigt laut Nielsen weiter an. Zeit, die den Verlagen fürihre Inhalte wegbricht. „Nach einer neuen Forsa-Umfra-ge liegt Facebook in der Gunst der deutschen Internet-nutzer ganz weit vorn. Die VZ-Netzwerke sind hinge-gen weit abgeschlagen.“(Handelsblatt)Nielsen: „Im Mai 2011 stellt sich einmal mehr dieWichtigkeit des Internets als Informationsquelle dar.“Rangliste in Deutschland laut Nielsen (Mai 2011):1. Facebook 24 Millionen2. Youtube 21 Millionen3. Wiki 18 MillionenSEITE 4Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und VerlageProgramme wie sobees oder Paper.li nutzen Leser, um sich ausden Nachrichten Sozialer Netzwerke eMagazine zu erstellen.
  • 5. SEITE 5Soziale EmpfehlungenWarum spielen Empfehlungen bei Medien so einegroße Rolle? Julia von dem Knesebeck, vomBuchnetzwerk bilandia: „Bei einer neuen Buchveröf-fentlichung, der Premiere eines neuen Filmes oderbeim Release eines neuen Videospiels handelt es sichum Güter, die dadurch gekennzeichnet sind, dassUnsicherheit über die Qualität des Produktes herrscht.Im Gegensatz zu normalen Konsumgütern gibt eskeine/kaum objektive Vergleichsmöglichkeiten. Des-halb werden die sozialen Empfehlungen wichtig, da sieeine Orientierungsmöglichkeit geben und die Unsicher-heit über die Qualität der Neuerscheinung verringernkönnen.“ Folgen wir diesem Gedanken, dann ergibtsich für Zeitungen und Zeitschriften als starke Markendie Möglichkeit, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.Nicht nur wenn die Reichweiten-Erhöhung im Mittel-punkt steht, nutzen Verlagshäuser diesen Mechanis-mus. Mit dem Einzug von Tablet-Computern in dieMedienwelt können Zeitungen und Zeitschriften hierOrientierungshilfe bieten und damit Relevanz, Umsatzund Auflage zurückgewinnen.Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und VerlageDas iPad (Screenshot unten links) war zwar nicht der ersteTablet-PC, aber mit der Verknüpfung von Software (iTunes,iBooks) und Hardware entstand ein neuer Medienvertriebsweg.
  • 6. Twitter newsIst Twitter überhaupt ein soziales Netzwerk? „Wissen-schaftler des koreanischen ForschungszentrumsKaist sehen Twitter als Nachrichtenmedium und nichtals soziales Netzwerk“, so der Standard aus Öster-reich. Laut Kaist wird der Dienst benutzt, um relevanteInformationen zu bekommen und weiterzuleiten. Nurein Viertel der Nutzer folgt sich gegenseitig (Funktion:Retweets). Wie bereits geschrieben, sind zehn Prozentaller Twittermeldungen Nachrichten. Hier führen be-kannte Zeitschriften und Zeitungsmarken die Weiter-empfehlungslisten (Retweets) an. Dabei ist in den Ver-lagshäusern der Umgang mit Kurznachrichten unter-schiedlich geregelt. Von nachrichtlich, automatisiert(über Redaktionssysteme), gezielt persönlich, bis hinzum Twitter-Verbot ist alles möglich.Technisch ist Twitter ein RSS-Feed. Um RSS-Nach-richten (Newsfeeds) zu lesen, braucht es einen RSS-Reader. Mit Hilfe eines solchen Programms kann manauch unerkannt Tweets verfolgen.Die Studie „Twitter und Journalismus – Der Einfluss des „SocialWeb“ auf die Nachrichten“ von der Landesanstalt für MedienNordrhein-Westfalen (LfM) gibt hier einen guten Überblick.SEITE 6Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 7. Twitter für Redaktionen und VerlageTwitter ist ein Microblogging-Dienst. In einigenSozialen Netzwerken ist mit Statusmeldungen eineähnliche Funktion integriert und oft technisch verknüpf-bar (Facebook, Xing, Posterous). Durch das Koppelnvon Netzwerken (Multiposten) kann man den Outputerhöhen und den persönlichen Arbeitsaufwandverringern. Twitter ist ein asymmetrisches Netzwerk.Interessante Inhalte verbreiten sich schnell über dieeigenen Twitter-Grenzen.Grundfunktionen. Mit Hilfe des Hinweises:– „@Username“ zum Beispiel @abzv_infooffen kommuniziert, mit dem Zusatz „via“ zitiert.„via @abzv_info“ Entspricht einer Quellenangabe.– „#“ (Hashtags) verschlagwortet Themen.– „RT“ zeigt an, dass die Nachricht von einemanderen Nutzer stammt.Linktipps:– Medium-Magazin, 10-teiliger Leitfaden mit Tipps– TweetrankingTwitter ist eine Möglichkeit, für seine Artikel im NetzAufmerksamkeit zu erzeugen und ein hervorragendesRecherchetool, insbesondere für Lokaljournalisten.SEITE 7Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 8. Facebook für Journalisten und VerlageFacebook (FB) entwickelt sich immer stärker zumUniversalisten. Damit ähnelt FB Google undAmazon. Journalisten können über ihr persönlichesNetzwerk Artikel verbreiten und Traffic (Datenverkehr)für eigene Beiträge erzeugen. Interessant ist es,eigene Netzwerke zu nutzen, um Nachrichten zu filtern.Redaktionen erstellen verlagseigene Facebook-Seiten,um die Aufmerksamkeit für ihre Nachrichten undAngebote zu steigern.Als Recherche-Instrument ist Facebook nur bedingt zugebrauchen, weil Facebook-User nur schwer verifizier-bar sind, da sie Avatare oder Alias-Namen verwenden.Fragetechnik: Eine gute Möglichkeit der Nutzung vonSMP ist es, Fragen zu stellen und dadurch schnellereund oft fundiertere Recherche-Ergebnisse zu bekom-men. Dies funktioniert in kollegialen oder fachlichenGruppen am besten.Die Facebook-Seite der ABZV informiert über aktuelleSeminare, gibt einen Kurzüberblick über internationale Trendsund wertvolle Tipps aus Sozialen Netzwerken.SEITE 8Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 9. Google+Google experimentiert schon seit einer Weile mitcloudbasierten Diensten. Durch Google+ ent-stehen neue Möglichkeiten der Interaktion. Anders alsbei anderen Sozialen Netzwerken kann hier jederjedem und jeder Information folgen. In Verbindung mitden weiteren Google-Funktionen wie „Text und Tabel-len“ oder „Youtube“ und „Maps“, wird aus Google+schnell ein Alleskönner.Die eingangs erwähnten Kreise (Freundes-, Bekann-ten- und Kollegenkreis) werden bei Google zum Pro-gramm. So können die Nutzer ihrer Peergroup folgenoder interessengesteuerte Kreise „ziehen“.Tipp: Der Fachdienst Meedia gibt mit einer Grafik vonMindflash (engl.) und einem Kurzüberblick wertvolleTipps zum professionellen Umgang mit SMP.SEITE 9Google+ basiert nicht auf dem eher fragwürdigen Prinzip der„Freundschaft“. Vielmehr verbinden die Kreisstrukturenindividuelle Gruppen zu persönlichen Informationskreisen.Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 10. XingIn einer Journalistenwerkstatt des Medium Magazins(12/2010) steht: „Unterschätzen Sie Xing nicht…“;- ein wahres Wort! Xing-Profile haben eine hoheRelevanz und damit Sichtbarkeit bei Google. Sokönnen Journalisten für sich und ihre Medien werbenund zur Markenbildung beitragen.Xing-Gruppen erleichtern die Recherche. Fast zujedem Thema lassen sich Experten aus dem deutsch-sprachigen Raum in den Gruppen finden. Sollte maneinmal nicht fündig werden, bringt eine gezielte Fragein einer der Gruppen häufig die Lösung.Mehrwertsuche: Bei Personen-Recherchen kann essinnvoll sein, deren Profile in verschiedenen Netz-werken zu vergleichen und auf Widersprüche zu unter-suchen.SEITE 10Gruppen und Foren bieten bei Xing einen hohen Nutzwert fürJournalisten. Das Alumni-Forum, nur für Volontäre der ABZV,gibt so die Möglichkeit, Social Publishing zu erlernen.Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 11. AnalyseJeder Tag hat für jeden Menschen nur 24 Stunden.Alle Medien buhlen um die Zeit der Menschen undversuchen, sie an die eigene Marke zu binden. Aufsmarten Geräten wie dem iPad kann der Mensch imInternet surfen, Filme anschauen, Radio hören,spielen, ein Magazin, Bücher oder seine Zeitung lesen.Mercedes Bunz, vormals Leiterin der eAktivitäten desGuardian (iPad und Online), glaubt nicht, dass Konver-genz („jeder macht auf einmal alles“) die Lösung ist.Die Medien sollten sich vielmehr auf ihren Markenkernbesinnen.Social Media Publishing ist ein Weg für Redaktionenund Verlage, Menschen auf Inhalte aufmerksam zumachen und ihr Interesse zu binden. Damit wird dasWissen um Social Media Publishing zu einerSchlüsselkompetenz für Journalisten.Die US-Zeitschrift Time war das erste gedruckte Mediumwelches als eMagazine auf dem iPad erschien.SEITE 11Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 12. ImpressumAkademie berufliche Bildungder deutschen Zeitungsverlage e.V.In der Wehrhecke 153125 BonnBeate FüthGeschäftsführerinund fachliche LeiterinT +49 (228) 20776622F +49 (228) 20776623info@abzv.deMarkStein SoftwareEntwicklungs- und VertriebsGmbHMichael StührAndreas ArtmannMarienburgstraße 2764297 DarmstadtT +49 (6151) 39687–0F +49 (6151) 39687–10info@markstein.comwww.markstein.comABZV aktuell - der Newsletter der MedienbrancheKostenloses Abonnement unter www.abzv.deSEITE 12Dossier – Social Media Publishing für Redaktionen und Verlage
  • 13. ANLAGE„Über 100 Social Networks aus Deutschland“http://netzwertig.com/2007/10/16/zn-uber-100-social-networks-aus-deutschla„Fit in 5 Minuten: Social Media im Job!“http://meedia.de/job-karriere/fit-in-5-minuten-social-media-im-job/2011/08/23.htmlStudienüberblick 2011http://www.ikosom.de/2011/01/11/der-studien-ruckblick-2010/comment-page-1/“Reporter’s Guide to Multimedia Proficiency”15-teiligen Serie von Mindy McAdams als kostenloses E-Book (PDF):http://medialdigital.de/2010/01/20/serie-multimedia-tutorial-rgmp-jetzt-als-kostenloses-ebook/lab (Ausbildungsblog der Deutschen Welle)http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/labRecherche: Die besten Google-Tipps für Medienmacher:http://meedia.de/nc/details-topstory/article/die-besten-google-tipps-fr-medienma-cher_100019970.htmlPflichtlektüre für freie Journalisten: 100 Seiten über die Zukunfthttp://medialdigital.de/2010/11/11/pflichtlekture-fur-freie-journalisten-100-seiten-uber-die-zu-kunft/Facebook „HyperAlerts“http://stadt-bremerhaven.de/hyper-alerts-das-vergessene-facebook-featureDeutsche Twitterchartshttp://www.twitcharts.de/Kloutindexhttp://beta.klout.com/homePeerindexhttp://www.peerindex.com/