Intro
Medien-Betriebswirtschaftslehre
Geschäftsmodelle der Medien: Print- und Onlinemedien
Lehrveranstaltungsreihe für
Studierende der Fachrichtung Medienmanagement
mit Prof. Horst Müller MBA
Hochschule Mittweida (FH) - Fachbereich Medien
7. Geschäftsmodelle der Onlinemedien
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 1
Inhalt
Fragen und ergänzende Informationen
zur Lehrveranstaltung am 13. Mai (Medien-BWL 6)
Got the whole World - was hinter Google steckt
Video-Dokumentation von Studierenden des Fachbereichs Medien
Huffington vs. New York Times
- neue journalistische Wege im Internet
Der elektrische Reporter
- das Online-TV-Modell von Mario Sixtus
Die Musik spielt längst im Internet
- Radiomacher zwischen Antenne, digitalen Versuchen und Internet
Neues Modell: Yourzz.fm
- Radio und Zeitung gehen gemeinsam ins Internet
Epic 2014
- animierter Blick in die nicht allzu ferne Zukunft des Internet <
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 2
Ergänzung zu Medien-BWL 6: P3 = Vertriebspolitik
Beispiel: Regionalsender „Life Radio“ (Oberösterreich)
Wettbewerbssituation Status Quo
Technische Reichweite: ca. 1,2 Mio. in Oberösterreich + angrenzend
Hörer pro Tag: ca. 180.000 (10+)
95% der Hörer werden terrestrisch per UKW erreicht
Direkte Wettbewerber um Hörer: 4 weitere Hörfunksender
Direkte Konkurrenten um regionale Werbekunden:
3 regionale Radiosender, 3 regionale Tageszeitungen, ca. 8 Anzeigenblätter
Künftige Wettbewerbssituation im Internet (siehe folgende Folie)
Technische Reichweite: ca. 1,5 –2 Mrd.
Hörer pro Tag: ?
Direkte Wettbewerber um Hörer/Nutzer und Werbekunden: ? <
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 3
Ergänzung zu Medien-BWL 6:
P3 = Vertriebspolitik
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Gatekeeper
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Got the whole World - was hinter Google steckt
Video-Dokumentation über den
„Gatekeeper“ im Internet
Produziert von 20 Medienstudenten
des Jahrgangs 2006 im
Sommersemester 2007 und
Wintersemester 2007/8
Veröffentlichung im April 2008
Resonanz in Tageszeitungen,
Fachmedien, Spezial bei MDR-
Sputnik
Mehr als 200 DVDs an
Constanze Kurz, Chaos Computer Club
Universitäten, Hochschulen, Institut für Informatik Humboldt-
Ausbildungsinstitute, Universität zu Berlin:
Medienunternehmen „Ich setzte die Google-Doku in meinen
+ 1 Bestellung von Google Lehrveranstaltungen ein. Besser kann ich
Deutschland das auch nicht erklären“ <
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 5
Huffington vs. New York Times
The New York Times – Print
Tageszeitung, 7 Ausgaben/Woche (Mo-So)
Gegründet als „The New-York Daily Times“ 1851
Verlag: The New York Times Company
- weitere Tageszeitungen, u.a. „Boston Globe“
Image: Gilt neben der „Washington Post“ als
einflussreichste Tageszeitung in den USA
Qualität: 101 Pulitzer Preise
Skandal im Jahr 2003: Der „Star-
Reporter“Jayson Blair hatte zahlreiche Artikel
und Interviews frei erfunden
Öffentliche Entschuldigung für einseitige
Berichterstattung im Zusammenhang mit dem
Irak-Krieg 2003
Auflage: 1,1 Mio. – Tendenz sinkend
Wirtschaftliche Probleme wg. stark sinkender
Anzeigenerlöse <
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 6
Huffington vs. New York Times
The New York Times - Online
Gestartet 1994 als „Steckbrief“ für Print
Weitgehend eigenständige journalistische
Berichterstattung seit 1996
Ab September 2005 weite Teile kostenpflichtig
Ab September 2007 weitgehendkostenfrei
inkl. Archive 1851-1922 und ab 1981
Angebot umfasst Text, Video, Audio,
Animationen, Blogs zu allen News-Bereichen
täglich aktualisierter Textumfang ca. 3-4fache
der Printausgabe
Gesonderte Angebote für mobile Nutzung (iPod,
Netbooks etc.)
Pläne/Überlegungen des Verlags:
(a) Rückkehr zu kostenpflichtigen Inhalten
(b) Reduzierung/Einstellung der Printausgabe
<
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 7
Huffington vs. New York Times
The Huffington Post
(Links-) Liberale politisch
ausgerichtete Webiste
Gegründet 2005 von der Journalistin
Arianna Huffington und dem
Medienmanager Kenneth Lerer als
Weblog
Profitierte stark durch Gastautoren
wie Barack Obama, Hillary Clinton,
Norman Mailer, John Cusack etc.
Gilt inzwischen in den USA als
wichtigste unabhängige
Informationsquelle
Arianna Huffington zählt zu den 100
einflussreichsten Persönlichkeiten der
USA (Time Magazine)<
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 8
Huffington vs. New York Times
Kriterien NYT-Online Huffington Post
Nutzung Unique Visits: 11,5 Mio./M Unique Visits: 4,5 Mio./M
weltweit PIs/Visit: 3,1 Pis/Visit: 3,0
Zeit/Tag: 4,5 Minuten Zeit/Tag: 5,7 Minuten
Ranking Websites: 104 Websites: 455
weltweit News: 7 New: 24
Mitarbeiter ca. 350 ca. 40
Erlösquellen Werbung Online Werbung Online
Paid Content Sponsoren
USP Weltweites News- und Politisch orientiertes
Hintergrundangebot – Newsangebot, deutlich
nahezu alles Ressorts meinungsgeprägt
Personalisierung Ohne Arianna Huffington
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 9
"Der elektrische Reporter"
Gestartet im Jahr 2006 von Mario Sixtus
(Journalist) in Zusammenarbeit mit dem
Handelsblatt
Themenschwerpunkte: Internetkultur-
und Technik
Erscheinungsweise zunächst
unregelmäßig (Phase 1 = 49 Folgen bis
Juni 2008)
Seit November 2008 – regelmäßig
14täglich; Verbreitung über
ZDF-Infokanal, ZDF-Mediathek,
Handelsblatt, YouTube, eigene Website
Finanzierung über Kooperationspartner
ZDF und Handelsblatt
Seit 2008 eigene Produktionsfirma:
„Blinklichten“; u.a. „Sixtus vs. Logo“
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 10
Die Musik spielt längst im Internet
Verunsicherung in der „klassischen
Radiobranche – wo senden „wir“ in
5-10 Jahren?
Sachsen hat per Gesetz festgelegt,
dass bis Ende 2014 alle UKW-
Frequenzen abgeschaltet – und durch
digitale Verbreitung ersetzt werden
Private Radiosender setzen auf das
Internet als künftigen Verbreitungsweg
Technische Entwicklung:
Phase 1: Empfang über PC
Phase 2: + Notebook via. W-Lan
Phase 3: + W-Lan-Radioempfänger
Phase 4: + Mobiles Internet
Chancen für „Quereinsteiger“
- siehe Studie Media-Perspektiven 3/09
<
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 11
Neues Modell: Yourzz.fm
Yourzz.fm will sich als Jugendmarke in NRW
etablieren
Start im Mai 2009, Betreiber Ippen-Verlagsgruppe
(Fünftgrößte Zeitungsgruppe in Deutschland)
Als Verbreitungswege werden drei Mediengattungen
eingesetzt:
14 Lokalausgaben von Regionalen Tageszeitungen
2 Lokale Radiosender
Internetplattform Yourzz.fm
Schwerpunkt: Lokale Themen für junge Nutzer
Finanzierung: Vorerst durch die Verlagsgruppe,
künftig durch Werbung, Paid Content ist vorerst
nicht geplant <
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 12
EPIC 2014
EPIC = Evolving Personalized
Information Construct
(Dynamisches personalisiertes
Informations-Konstrukt)
Flash-Film von Robin Sloan und
Matt Thompson, basiert auf
einer Präsentation für das
Poynter Insitute aus dem Jahr
2004 (Journalistenakademie in
St. Petersburg, Florida)
Storyboard: Fiktionaler
Rückblick auf die Entwicklung
des Internet im Jahr 2014 <
Medien-BWL 7: Geschäftsmodelle der Onlinemedien 13
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