Session 2   jugendsprache
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Session 2 jugendsprache

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  • Auf Platz drei kam der aus dem Arabischen stammende Befehl "Yalla!„. <br />
  • Hakuna Matata ist ein Spruch aus der afrikanischen Sprache Swahili, der wörtlich übersetzt „Es gibt keine“ (hakuna) „Probleme/Schwierigkeiten“ (matata) heißt. Oder umgangssprachlich „alles in bester Ordnung“. Matata steht auch für Palaver, Schlägerei oder Streit. Der Spruch ist besonders durch den Walt-Disney-Zeichentrickfilm Der König der Löwen und die anschließende Zeichentrickserie Abenteuer mit Timon und Pumbaa berühmt geworden. Hakuna Matata ist der Titel eines Liedes, das im Film und auch in dem darauf basierenden Musical von den Figuren Timon und Pumbaa vorgetragen wird. Der Text des Liedes wurde von Tim Rice geschrieben und von Elton John mit Musik untermalt. In der vom American Film Institute im Jahr 1998 zusammengestellten Liste der 100 besten amerikanischen Filmsongs rangiert Hakuna Matata auf Platz 99 <br /> Chabos wissen, wer der Babo ist <br /> FAZ 31.01.2013 ·  Gaumenfreuden aus dem Getto: Der Rapper Haftbefehl macht Metasprache aus prekärem Slang. Haftbefehl heißt eigentlich Aykut Anhan, er ist 26 Jahre alt, ein Deutscher türkischer Abstammung. Das sind die Fakten. Der Rest: Gangstermythologie, Rapzirkus. Und artistisches Genie. <br /> „Chabos wissen, wer der Babo ist“, der Titel der ersten Single des neuen Albums „Blockplatin“, könnte bald zum geflügelten Wort werden, wenn man Machtverhältnisse in einem Atemzug klären will. Die Jungs wissen, wer der Boss ist, und der Boss, das ist, wie es im Stück „Generation Azzlack“ heißt, der „Abi Haft“. Haftbefehl, der große Bruder. <br /> Spiegel: Chabo ist ein Wort aus der mittelalterlichen Räubersprache Rotwelsch, es bedeutet so etwas wie Bauer auf dem Schachbrett des Lebens. Babo ist türkisch und heißt Boss. <br /> P.S.: bosn. Babo = Papa, türk. baba <br />
  • geht auf den Ethnologen Claude Lévi-Strauss zurück, der 1962 sein Konzept des „Wilden Denkens“ („nehmen und verknüpfen, was da ist“) vorstellte und diesen Begriff so in die Sozialwissenschaften einführte. Für ihn ist Bricolage die nicht vordefinierte Reorganisation von unmittelbar zur Verfügung stehenden Zeichen bzw. Ereignissen zu neuen Strukturen. <br />
  • Hannover (Seminar) <br />
  • 2007-2008, Bam = 2008 Wort des Jahres <br />
  • Übersetzung der Krocha-Hymne <br /> Alter Bam, meine Hose, schau wie sie eng ist, <br /> schmiegt sich an wie zu kleine Leggins, <br /> Fetten Sound? Brauch ich keinen, <br /> Ich kroch, egal wo, zum Sound vom Handy! <br /> Meine Moves, die sind geil, <br /> Bam ich geh ab wie ein Wahnsinniger. <br /> Ich kroch bei der Tankstelle, kroch in der U-Bahn, <br /> kroch in der Diskothek Nachtschicht und turn die Girls an. <br /> Gesunde Gesichtsfarbe vom Solarium-Besuch, <br /> Kappe brauch ich auch in Neon-Farben, <br /> Palästinenser-Tuch macht auch schick, <br /> Wenn es alle tun, dann mach ich es mit. <br /> Der Besuch der Nachtschicht ist Pflicht, Millenium auch, <br /> Und auch, dass ich überall Ed Hardy trage. <br /> Es ist überall gleich, egal welcher Club, <br /> Krocha krochen identisch im Partnerlook. <br />
  • Lokale Kultur und Netzwerke plus Musikszenennetze <br />
  • Der Begriff Dōjinshi (jap. 同人誌) ist eine Abkürzung des Begriffs dōjin zasshi (同人雑誌, Zeitschrift von und für Gleichgesinnte) und bezeichnet von nichtprofessionellen Zeichnern im Selbstverlag herausgegebene Mangas, ähnlich wie Fanzines. <br />

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  • 1. Prof. Dr. Peter Schlobinski JugendSprache mediensprache.net
  • 2. JugendSprache SPIEGEL-Titelblatt aus dem Jahre 1984 (H. 21/84) mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 3. JugendSprache „Jargon einer bestimmten Sondergruppe“, der den „größeren und wertvolleren Teil der Jugend erniedrigt und beleidigt.“ (Küpper 1961: 188) mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 4. JugendSprache ,Jugend- und Knastsprache‘: „was damit zu tun [hat], daß beide Gruppen am Rande der ,normalen‘ Gesellschaft stehen … und ihre Randstellung auch in Worten, in einem anderen Sprachgebrauch zum Ausdruck [bringen].“ (Eike Schönfeld: Abgefahren - eingefahren. Ein Wörterbuch der Jugend- und Knastsprache, 1986: 5) mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 5. JugendSprache Graffiti Graffiti mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 6. JugendSprache mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 7. JugendSprache mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 8. JugendSprache Jugendwort 2013 (Stand: 09/13) mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 9. JugendSprache JugendSprache wissenschaftlich ,Jugendsprache’ ist aus wissenschaftlicher Perspektive keine eigene, einheitliche Sprache, sondern ein komplexes Stilregister, das an soziale und situative Faktoren gebunden ist. Jugendliche Sprachweisen artikulieren sich medial in spezifischen Mediengenres und Textsorten (Fanzines, Musiktexten, Chats etc.). mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 10. JugendSprache Bricolage-Prinzip Mit sprachlichen Versatzstücken wird aus unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen etwas Eigenes, Neues zusammengebastelt. Sprachliche und andere Elemente (Kleidung) werden kombiniert und formieren jugendkulturelle Stile. mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 11. JugendSprache Das Spiel mit den Versatzstücken der modernen Kommunikationsgesellschaft und der daraus resultierende Collagestil findet sich in der Sprache von Jugendlichen, in Chats und Blogs ebenso wie in der Musik (Sampling), den Musikvideos oder auch in der Mode. mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 12. JugendSprache Worum es im Folgenden geht… 1. Kiezdeutsch 2. Krocha-Kultur 3. Otaku-Kultur mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 13. JugendSprache Städtische Jugendkulturen: Kiezdeutsch mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 14. JugendSprache Es war ma ein krasse geile alte Tuss, dem hatte Stiefkind. Dem alte Tuss hat immern in seim Spiegeln geguckt un den angelabert: ,Spiegeln, Spiegeln an scheissndreck Wand, wem is dem geilste Tuss in Land?‘ ,Du selbern, isch schwör!‘, hat dem Spiegeln gesagt. (Freidank 2001: 75) mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 15. JugendSprache Merkmale (Berliner Untersuchung) Wörter: lan (türkisch ,Kerl, Typ‘) Ey, rockst du, lan, Alter. Funktionsverbgefüge: Machst du rote Ampel. Du gehst bei ,rot‘ über die Straße. mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 16. JugendSprache Ich geh Schule. Auslassung Ich gehe zur Schule. Er hat schon eigene Wohnung. Er hat schon eine eigene Wohnung. Ich aus Kreuzberg. Ich bin aus Kreuzberg. mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 17. JugendSprache Flexion/Tilgung: Mein Schule is fertig. Meine Schule ist fertig/aus. Ich habe die Schule fertig. Wortstellung: Früher ich hab Faxen gemacht. Früher habe ich Faxen gemacht. Sprachverfall oder Ethnolekt? mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 18. JugendSprache Krocha mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 19. JugendSprache Oida bam, mei Hosn, schau wies eng is,schmiegt sie o wie z‘klane Leggins,fetten Sound? Brauch i kan,i kroch wurscht wo zum Sound vom Handy! mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 20. JugendSprache mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 21. JugendSprache einekrochn = hineinkrachen. ,einen Raum betreten‘, vor allem gerne im Zusammenhang mit Diskotheken. Beispielsweise heißt „kroch ma eine in die Schicht“ soviel wie „statten wir der Diskothek Nachtschicht einen Besuch ab“. Ferner: ,Spaß haben‘ bzw. ,Party machen gebraucht‘. mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 22. JugendSprache Globalisierung der Otaku-Kultur mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 23. JugendSprache mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 24. JugendSprache mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 25. JugendSprache DEUTSCH JAPANISCH :-) (^o^)   (^_^) fröhlich :-( (;_;) (ToT) traurig ;-) (^_-) zwinkernd Smileys mediensprache.net Peter Schlobinski
  • 26. JugendSprache Funktionen Sprache hat die Funktion der # Identitätsbildung: individuell und # in der sozialen Gleichaltrigengruppe # Abgrenzung gegen Elterngeneration und ,konkurrierende‘ Szenen/Gruppen # Bildung von Sub-/Teilkulturen mediensprache.net Peter Schlobinski