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Online schreiben   wie man leser in texte reinzieht Online schreiben wie man leser in texte reinzieht Presentation Transcript

  • Online-Schreiben Wie man Leser in Texte reinzieht Akademie der Bayerischen Presse Bernd Oswald 30. Januar - 2. Februar 2012Sonntag, 29. Januar 2012
  • Agenda 1. Wer liest was im Netz - und wie? 2. Flotte Online-Schreibe 3. Multimediale Darstellungsformen 4. Das Imperium der Links 5. Texte internetgerecht strukturieren 6. Inhalte in sozialen Netzwerken bewerbenSonntag, 29. Januar 2012
  • 1. Mediennutzung im InternetSonntag, 29. Januar 2012 View slide
  • Die Zahl der Internetnutzer steigt kontinuierlich Quelle: (N-)Onliner-Atlas 2011Sonntag, 29. Januar 2012 View slide
  • Sonntag, 29. Januar 2012
  • Sonntag, 29. Januar 2012
  • Sonntag, 29. Januar 2012
  • Genutzte Online-Inhalte Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2011Sonntag, 29. Januar 2012
  • Verweildauer steigt Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2011Sonntag, 29. Januar 2012
  • 2. Flotte Online- SchreibeSonntag, 29. Januar 2012
  • Texten im Online- Wettbewerb • Gutes Texten ist online noch wichtiger: • Konkurrenz größer • Aufmerksamkeit viel geringer • Leser selektieren blitzschnell • Daher gilt für Online-Texte: kurz, prägnant und interessant schreibenSonntag, 29. Januar 2012
  • Sag‘s in 20 Sekunden • Nach 20 Sekunden Lesezeit (oder etwa 350 Zeichen) entscheidet der Leser, ob er weiterliest oder nicht • Nach 20 Sekunden muss er wissen, • ...worum es geht • ...warum er weiterlesen soll • Selbstversuch: Sie haben 20 Sekunden, um dem Chef eine tolle Idee nahezubringenSonntag, 29. Januar 2012
  • Textaufbau • Überschrift: erster Lesereiz • Der Teaserdurchden Leser neugierig machen, ihn soll einen interessanten Dreh zum Klicken verleiten • Fließtext: beantwortet die W-Fragen, nach abnehmender Wichtigkeit gegliedert; stellt Kontext herSonntag, 29. Januar 2012
  • Überschrift und Teaser • …liefern dem Leser alle Informationen, die er zum Verständnis von Thema und Inhalt (W- Fragen) braucht. • …bilden eine Einheit, so dass ein eigenständiger kleiner Text entsteht • Auch Dachzeile und/oder Bild bieten Gestaltungsmöglichkeiten. Sie geben ebenfalls Information und machen Wiederholungen überflüssig.Vorsicht: Bild-Text-Schere vermeidenSonntag, 29. Januar 2012
  • Die Überschrift • so kurz wie möglich, so lang wie nötig (SEO: 60 Zeichen) • … muss fürverständlich sein, wenn der auch dann noch sich stehen können: sollte Rest des Textes fehlt. • Sollte spezifisch sein, sagen, um was es geht • Für Suchmaschinen: Keywords entscheidendSonntag, 29. Januar 2012
  • Stil in der Überschrift • Gut: Subjekt-Prädikat-Objekt (SPO) • Starke Verben: statt „Weitere Planeten in der Milchstraße entdeckt“ besser: „Forscher bejubeln Planeten-Flut“ • Reizwörter sind wichtig: „NGOs stellen Plattform gegen Überwachungsstaat vor“Sonntag, 29. Januar 2012
  • Stil in der Überschrift • Service-Aspekt zieht oft: „So sparen Sie bei der Stromrechnung“ oder „Wie das neue Google+ funktioniert“ • Wortspiele können witzig sein, haben aber oft kaum Keywords (schlecht für SEO) • Vorsicht bei Frage-Überschriften (eignet sich in erster Linie für Quizzes: „Sind Sie ein ....-Experte?“Sonntag, 29. Januar 2012
  • Dont‘s in Überschriften • Stagnierende Vokabeln: „bleibt“, „weiter“, „wieder“, „kein“, „ohne“, „nicht“ etc. • „und“-Konstruktionen sind meist ideenlos und treffen keine Aussage • Überschriften, die Rätsel aufgeben: „Kamm in der Hose“Sonntag, 29. Januar 2012
  • Teaser:Verkaufsargument für Texte • Der Online-Teaser ist zu verwechseln. Er ist eines Zeitungsartikels nicht mit dem Lead nicht die reine Zusammenfassung, sondern ein Lockruf, der Lust auf Mehr machen soll • Das Wichtigste umreißen, aber nicht alles verraten - der Leser soll neugierig werden.Sonntag, 29. Januar 2012
  • Teaser-Dramaturgie à la Spiegel Online • Reiz: Aufmerksamkeit schaffen: z.B. Mit Reizwortreihe oder Kontrast • Kernthese: Geschichte kompakt und mit kraftvollen Worten erzählen (Einordnung) • Rampe: Mit dem letzten Satz einen Köder auslegen, neuen Aspekt ankündigenSonntag, 29. Januar 2012
  • Klassischer SPON-TeaserSonntag, 29. Januar 2012
  • Stil im Teaser • Starke Vokabeln (Verben) verwenden • Zäsuren setzen durch Gedankenstriche oder Doppelpunkte: „Erneut haben sich Piraten vor der Küste Ostafrikas blamiert. Diesmal griffen sie versehentlich ein spanisches Kriegsschiff an – und gerieten in Gefangenschaft.“ • Keine FloskelnSonntag, 29. Januar 2012
  • Erst denken, dann teasern • Sich selbst klarder Geschichte istGeschichte bzw. der Dreh machen, was die • Geschichte in eigeneauf den Punkt gebracht zwar fokussiert und Worte fassen - und • Der Teaser ist in der Regel zwischen 200 und 300 Zeichen lang, meistens zwei, höchstens drei (kurze) Sätze. (Google zeigt nur die ersten 160 Zeichen an)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Dont‘s beim Teasern • Mit Binsenweisheiten anzufangen: „Wir leben in einem Zeitalter, das durch Informationsüberflutung geprägt ist“ • Teaser, die nur die Überschrift ausformulieren, sind langweilig und bringen nicht viele Klicks. Beispiel: „DLG: Erstmals Sensorik-Award vergeben“ • Den Teaser mit Zeit-, Ort- und Personeninformationen überfrachten.Sonntag, 29. Januar 2012
  • Dont‘s beim Teasern • Zeitliche Einstiege: nach, vor, seit, Ende April • Nebensatz-Einstiege: Während, weil, dass • Indirekte Rede langweilt: Zitieren Sie Ihre Mitarbeiter lieber direktSonntag, 29. Januar 2012
  • Kurz und knackig: Homepage-Teaser • Sehr kompakt: Befund wird genannt, Bild passt dazu • Verweis auf Studie • Twitter-IntegrationSonntag, 29. Januar 2012
  • Nachrichtlicher Teaser • Will möglichst viele Fakten transportieren • Beantwortet mehr W-FragenSonntag, 29. Januar 2012
  • Kommentierender Teaser • Macht den (zugespitzten) Standpunkt des Autors klar • Ordnet ein, argumentiertSonntag, 29. Januar 2012
  • Cliffhanger-Teaser • Macht an einer besonders spannenden Stelle Schluss • Extremste Form der ZuspitzungSonntag, 29. Januar 2012
  • Serviceteaser • ...reizt den Leser mit dem Nutzwert einer Geschichte bzw. eines Tests.Sonntag, 29. Januar 2012
  • Ankündigungsteaser • kündigt Aspekte derzu verraten an, ohne die genauen Inhalte Geschichte • Wird sehr oft bei Interviews gebrauchtSonntag, 29. Januar 2012
  • Frage-Teaser • Kurze Problematisierung zum Einstieg • Befund und Vorurteile • Ankündigung, diese aufzuklärenSonntag, 29. Januar 2012
  • Anteasern: Multimedia-SpecialSonntag, 29. Januar 2012
  • Anteasern: QuizSonntag, 29. Januar 2012
  • Blog/KolumneSonntag, 29. Januar 2012
  • AudioslideshowSonntag, 29. Januar 2012
  • Online-Texten im Kontext • WieZielgruppe des Web-Angebots und von der der Teaser geschrieben ist, hängt von der Stilform des Artikels ab. • Eineein Homepage-Teaser so zugespitzt wie Pressemitteilung ist nicht • ABER: Jeder Text(anfang) neugierig machen verständlich sein und sollte • Verständlichkeit geht vor VollständigkeitSonntag, 29. Januar 2012
  • Fließtext-Aufbau • Nach dem Teaser beginnt der Text mit einer eigenen Einleitung, die nichts als bekannt voraussetzt • Sowohl Teaser als auch Fließtext sind eigenständige Einheiten und müssen jeweils für sich funktionieren • Wichtigste Fakten in die ersten beiden Absätze • Ein Kontextabsatz ordnet die Bedeutung bzw. Konsequenz der News einSonntag, 29. Januar 2012
  • Fließtext-Aufbau • Anschließend weitere Aspekte, Details, Vorgeschichte • Eine Idee pro Absatz.Idee, wenn er nur von User eine inhaltliche Sonst verpasst der Absatz zu Absatz scannt.Sonntag, 29. Januar 2012
  • Was gute Schreibe ausmacht • Anschaulich und genau beschreiben • Personalisieren • Pointierte, kontroverse TheseSonntag, 29. Januar 2012
  • Platz sparen durch verständliche Sprache • kurze Hauptsätze • keine verschachtelten Nebensätze • Aktiv statt Passiv, wo immer es geht • Merke: (Flüchtiger) Leser liest nur ca. 20 % des Textes!Sonntag, 29. Januar 2012
  • Gutes Deutsch • Starke Verben statt langweiliger Substantive • Präsens ist unmittelbarer als Perfekt • Pars pro toto, bildhafte Sprache: „Ich habe keine Lust mehr, bis 4 Uhr morgens über drei Erdnüsse zu verhandeln“ (Nicolas Sarkozy)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Schlechtes Deutsch • „Wortdreimaster“ (Schopenhauer): „Witterungsbedingungen, Problemstellung, Gefährdungspotenzial“ • Floskeln („grünes Licht“, „auf dem Prüfstand“) • Nominalstil: „Das Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetz wurde verabschiedet.“Sonntag, 29. Januar 2012
  • Schlechtes Deutsch • Einschübe • Verschachtelte Nebensätze • Behördendeutsch: „Auszubildender, Postwertzeichen“ • Fachchinesisch • Anglizismen • Übermäßig wertende Adjektive („sensationell“, „unglaublich“, „fantastisch“)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Der zweite Blick • Den Text mit ein paar Minuten Abstand nochmal lesen • Einen Kollegen (Textchef) drüberschauen lassenSonntag, 29. Januar 2012
  • Übung: Überschrift und Teaser schreiben 1. Verfassen Sie eine prägnante Überschrift 2. Verfassen Sie einen spannenden Teaser (nicht länger als 250 Zeichen)Sonntag, 29. Januar 2012
  • 3. Multimediale DarstellungsformenSonntag, 29. Januar 2012
  • Storytelling online: 31 The sky is the limit! • Online sprengt die bisherigen Grenzen zwischen den Medien: fast alles ist möglich • Die Prinzipien der Verlinkung und des Embeddens ermöglichen mehrdimensionales Storytelling • Gefahr dabei: (durch Multimedia-)Einsatz zu viel auf einmal zu wollen und den Leser zu überfordern • Klares Konzept für aufwändigere Produktionen, Dopplungen in Text, Ton und Bild vermeiden • Darauf achten, dass sich die einzelnen Elemente sinnvoll ergänzenSonntag, 29. Januar 2012
  • Mediencheck: Foto • hält (ausdrucksstarken) Moment fest • Hoher Dokumentationscharakter • Auf einen Blick erfassbar • kann sehr emotional sein und einen wichtigen Punkt der Story besonders betonenSonntag, 29. Januar 2012
  • BildergalerienSonntag, 29. Januar 2012
  • Einsatzbereiche der Bildergalerie • Ereignisse, Unglücke • Historie, (Zeit-)Geschichte • Lebensläufe, Karrieren • Teams, Gruppen, z.B. Kabinett, SportmannschaftSonntag, 29. Januar 2012
  • Einsatzbereiche der Bildergalerie • Tests, Bewertungen, Rankings • Ratgeber, Service • Künstlerische Fotos, Kunst • Comics • „Bilder des Tages“Sonntag, 29. Januar 2012
  • Konzeption von Bildergalerien • Was will ich sagen? • Ist die Bildergalerie die geeignete Darstellungsform dafür? • Habe ich wirklich gute Bilder? Jedes Bild sollte einen eigenen Informationswert, d.h. Daseinsberechtigung haben • Kann ich mit meinen Bildern eine Geschichte mit Dramaturgie und Spannungsbogen erzählen?Sonntag, 29. Januar 2012
  • Qualitätskontrolle bei Bildergalerien • Zurückhaltung bei grausamen Bildern • Homepage nicht als Bilder-Abwurframpe missbrauchen (Partyfotos) • „Klickschinderei“ (mehr als 30 Bilder) ist durchschaubar und bringt auch negative Presse einSonntag, 29. Januar 2012
  • Gute Bildunterschriften (BU)... • ...beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist • ...geben eine Zusatzinformation zu Hintergrund und Kontext des Bildes • ...sind überschaubar: nicht spartanisch, aber auch keine RomaneSonntag, 29. Januar 2012
  • Gute Bildunterschriften • Tonfall (nachrichtlich, feuilletonistisch, ironisch, salopp) hängt vom Thema ab • Eine eigenständige Bildunterschrift für jedes Bild • Nervfaktor ist hoch, wenn alle Bilder mit „...“ auf das nächste Bild verweisen • Bei jedem Bild die Quelle nennen!Sonntag, 29. Januar 2012
  • Bilder und Suchmaschinen • Bildunterschrift für Suchmaschine relevant • Alt-Text ausfüllen • In diesen Feldern Keywords platzierenSonntag, 29. Januar 2012
  • NYT:Vorher - NachherSonntag, 29. Januar 2012
  • Mediencheck: Audioslideshow • Sehr authentisch und ausdrucksstark • Besonders für emotionale Geschichten geeignet • Hervorragend für Dramaturgie geeignet (Variationen in Standzeit der Bilder, Perspektiven, Übergänge)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Taz: Porträts skurriler Personen • „Berlin Folgen“ der taz/ 2470media • Gutes Tool zum Ausprobieren: http:// soundslides.com/Sonntag, 29. Januar 2012
  • Mediencheck: Daten • Interaktiv • Wenn die Daten valide sind: Beweisfunktion • Gut skalierbar (auf eine Region, eine Personengruppe, einen Zeitraum)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Tagesspiegel/Zeit: Todesopfer rechter GewaltSonntag, 29. Januar 2012
  • Zeit: (Handy-) DatenvisualisierungSonntag, 29. Januar 2012
  • Mediencheck: Grafiken • visualisiert (komplexe) Sachverhalte • hohes Erklärpotenzial • Leicht erfassbar • Kann gut Vergleiche herstellenSonntag, 29. Januar 2012
  • LATimes: Karte macht Verbrechen sichtbarSonntag, 29. Januar 2012
  • Mediencheck: User generated content • Stellt Transparenz her • Kann wertvolle Hinweise für weitere Geschichten liefern • Vertrauensbeweis an die Leserschaft (z.B. Wenn ihre Fragen an Interviewpartner gestellt werden) • Leser selbst zu Autoren machen: stärkt Leser-Blatt-BindungSonntag, 29. Januar 2012
  • SPON: eines TagesSonntag, 29. Januar 2012
  • Ein Multimedia-Paket ist mehr als die Summe der einzelnen Teile • Durch die Kombination verschiedener Medien kann etwas ganz Neues entstehen! • Die einzelnen Medien sollen sich ergänzen, nicht doppeln!Sonntag, 29. Januar 2012
  • New York Times: Fotos im größeren Zusammenhang...Sonntag, 29. Januar 2012
  • NYT: Text, Ton, Bild und Karte clever kombiniertSonntag, 29. Januar 2012
  • 4. Das Imperium der Links oder: Links sind nicht alles, aber ohne Links ist alles nichtsSonntag, 29. Januar 2012
  • Link-Anforderungen • Links strukturieren den Lesefluss • Der Leser soll einen (Informations-) Mehrwert durch den Link bekommen • Der Link muss halten, was er verspricht. Nur so entsteht beim Leser Vertrauen.Sonntag, 29. Januar 2012
  • Wichtigste Link- Funktion: Mehrwert (1) • Speziale bzw. Themenschwerpunkte. Beispiel: Tagesspiegel-Spezial Rechtsextremismus • Vorgeschichte,sei der Starrsinn“ (Pius- Beispiel: „Gelobt Hintergrundartikel. Brüder-Reportage auf sueddeutsche.de) • Bildergalerie.Ruhrgebiet (Der Westen) Bilder aus dem Beispiel: „HistorischeSonntag, 29. Januar 2012
  • Wichtigste Link- Funktion: Mehrwert (2) • Forum. Beispiel: „Thema des Tages“ (Augsburger Allgemeine) • Abstimmung. Beispiel: „Bischof Huber warnt vor Zusammenbruch“ (welt.de)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Wichtigste Link- Funktion: Mehrwert (3) • Wissenstests, Quizzes. Beispiel: „Können Sie Allgäuerisch?“ (Allgäuer Zeitung) • Videos. You Tube-Material leicht einzubinden. • Vodcasts. Beispiel:Video-Podcast von Kanzlerin MerkelSonntag, 29. Januar 2012
  • Wichtigste Link- Funktion: Mehrwert (4) • Blogs • A) intern: Rheinische Post • B) extern: Das Bildblog • Original-Dokument. Beispiel:auf Rede an der Kairoer Universität Obama- whitehouse.govSonntag, 29. Januar 2012
  • Link-Arten • Interne Links: Leser bleibt auf der Site, kann den „Zurück“-Button verwenden.Verweise auf eigene Geschichten und Beiträge, die inhaltlich im Zusammenhang stehen. • Externe Links: fungieren als zusätzliches Mehrwert- Angebot dann, wenn eigener Content ausgeschöpft ist. Der User verlässt unser Angebot, z.B. für pdf-, Audio-,Video-Dateien • Oft werden externe Links in einem neuen Fenster geöffnetSonntag, 29. Januar 2012
  • Richtig verlinken • Hyperlinks müssen in jedem Fall verständlich und eindeutig beschriftet sein, damit der User weiß, wo der Link hinführt. • Im Link-Text (Ankertext) Keywords verwenden  SEO • Externe Links prüfen: Ein Link auf eine Seite ohne Impressum oder eine Angabe über den Urheber gilt als nicht seriös. • (Externe) Links nicht zu früh im Text setzen, sonst Gefahr, dass der Leser weg ist. • Bei vielen Links: nicht alle Links in einem eigenen Fenster aufgehen lassen, das kann den User verärgernSonntag, 29. Januar 2012
  • Link-Design • viele Online-Angebote verweisen mit grafischen Symbolen auf weitere redaktionelle Beiträge. Beispiel: Stern • Ein angeklickter Link sollte die Farbe wechseln, damit der Leser nicht verwirrt wirdSonntag, 29. Januar 2012
  • Link-Menge • Bei Material, das in Presseportale oder Web-Verzeichnisse eingestellt wird, sind in der Regel 1-3 Links auf die eigene Seite erlaubt • Bei Texten auf der eigenen Homepage natürlich keine Begrenzung, wichtig: relevante, nutzwertige Links setzenSonntag, 29. Januar 2012
  • Übung: für Mehrwert sorgen • Bilden Sie drei Gruppen und legen Sie zu jedem Text fest, mit welchen Formaten und Darstellungsformen Sie Mehrwert schaffen könnten • Betiteln Sie die LinksSonntag, 29. Januar 2012
  • 5. Texte Internet- gerecht strukturierenSonntag, 29. Januar 2012
  • Warum Lesen im Internet anstrengender ist • Unschärfe • Flimmern • Blendeffekten • Kleinere Sichtfläche • Geringere Übersichtlichkeit als bei gedruckten Produkten • Folge: Lesegeschwindigkeit online etwa 25 Prozent langsamer als auf PapierSonntag, 29. Januar 2012
  • Drei Lesearten Skimmen Scannen Lesen Kursorisch lesen, Text vollständig Ziel Text überfliegen schnell relevante aufnehmen Inhalte filtern Menge 10-20% Ca. 50% 80-100% Geschwin- 1000-1500 Ca. 500 Wörter/ 150-250 Wörter/ digkeit Wörter/min min min Überschriften, Teaser, Listen, Große Teile der Bevorzugte Bilder, Buttons, Tabellen, Links, Text- und Elemente Auffälliges Grafiken BildinformationSonntag, 29. Januar 2012
  • Flüchtiges Online-Leseverhalten • Kurze Verweildauer: Auf Webpages werden im Schnitt nur 28 Prozent der Wörter gelesen (Jakob Nielsen) Quelle: http://www.useit.com/alertbox/percent-text-read.htmlSonntag, 29. Januar 2012
  • Je länger ein Text, desto weniger wird gelesen Quelle: http://www.useit.com/alertbox/percent-text-read.htmlSonntag, 29. Januar 2012
  • Flüchtiges Online-Leseverhalten • Wichtige Informationen nach vorne • Online ist das Scannen sehr weit verbreitet • Augen bewegen sich bei textlastigen Seiten (beim Suchen und beim Surfen) nach F-förmigen Muster, wie Eyetracking –Untersuchungen zeigenSonntag, 29. Januar 2012
  • F-förmiges Lesemuster Einwand bei Eyetracking-Studien: Sie messen nur die Menge, nicht die AufmerksamkeitSonntag, 29. Januar 2012
  • Lesedauer und Aufmerksamkeit abhängig von... • (Uhr-)Zeit • Nutzungssituation • Motivation • Thema (Nachrichtenfaktoren)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Auf Usability achten • Usability = Benutzerfreundlichkeit oder Gebrauchsfreundlichkeit • “Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Nutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.” (ISO-Norm DIN EN ISO 9241, 11) • klare Struktur der Websiten-Navigation • übersichtliche Informationsvermittlung auf einzelnen SeitenSonntag, 29. Januar 2012
  • Texte strukturieren • Viele kurze Absätze machen, viel mehr als in der Zeitung • Überschriften und Zwischenüberschriften mit Kerninformationen (Keywords) • Fettungen • Aufzählungen in Listen (Bullets oder nummeriert, aber in Maßen) • TabellenSonntag, 29. Januar 2012
  • Texte strukturieren • Nicht zu breite Textspalten: maximal 80 Anschläge • Nicht zu viele Schriftgrößen • Bilder • Grafiken • Links • Das Zusammenspiel all dieser Elemente nennt man Textdesign (nicht Webdesign!)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Textdesign-Beispiele • Gut: taz: „Landesbank findet Wulff-Kredit okay“ - gute Struktur durch Dachzeile, Überschrift, Teaser, Bild, viele Absätze, Zwischenüberschriften und Linkkasten • Schlecht: „Gesamtmetall: Rente mit 67 ist richtiger Schritt“. Bleiwüste, kaum Struktur, keine Zwischentitel.Sonntag, 29. Januar 2012
  • Übung: Titeln, teasern, strukturieren, verlinken 1. Verfassen Sie eine prägnante Überschrift 2. Verfassen Sie einen spannenden Teaser (nicht länger als 250 Zeichen) 3. Schreiben bzw. redigieren Sie den Text, damit er anschaulich und verständlich wird 4. Suchen Sie ein adäquate Anzahl von Links mit Mehrwert 5. Strukturieren Sie den Text mit Zwischenüberschriften, Absätzen, Bildern und LinksSonntag, 29. Januar 2012
  • 6. Inhalte in sozialen Netzwerken bewerbenSonntag, 29. Januar 2012
  • Was bringt Social Media-Einsatz? • Mehr Reichweite über affine Anhänger • (multimedialer) Multiplikatoreneffekt: Weiterempfehlungen von Freunden sind besonders wertvoll • Feedback für Verbesserung des eigenen Angebots • Leser-Marken-Bindung wächstSonntag, 29. Januar 2012
  • Grundgebote für Social Media-Einsatz • offene Unternehmenskultur • Aktualität, Schnelligkeit (Kapazitäten einplanen) • Authentizität (durch Personalisierung) • Transparenz • Glaubwürdigkeit ist das A und O • Vernetzung der einzelnen Kanäle • DialogbereitschaftSonntag, 29. Januar 2012
  • Quelle: Social Media Schweiz: http://www.socialmediaschweiz.ch/html/infografik.htmlSonntag, 29. Januar 2012
  • Tipps für eine erfolgreiche Facebook-Fanpage • Eigenes Redaktionsteam, regelmäßig posten • Mehrwert bieten: Eintrittskarten, Fotostrecke nur auf FB,Video • Diskussionen anstoßen • Nicht den gleichen Teaser wie auf der HomepageSonntag, 29. Januar 2012
  • • Ist hervorragend als Nachrichtenzentrale voller interessanter Links geeignet • Agenda Setting-Funktion: was halten andere (Medien, Unternehmen, User) für wichtig? • Multiplikatoreneffekt hier noch größer als bei Facebook und Co!Sonntag, 29. Januar 2012
  • • Rasantes Wachstum: 60 Millionen im ersten halben Jahr • Übersichtlicher als Facebook • durch „Circles“ lässt sich äußerst zielgruppengenau kommunizieren • Google+-Inhalte werden bald in die Google-Suche integriert (Twitter ist gerade rausgeflogen) • Suchen lassen sich speichern: gut geeignet zum Monitoring oder um sich kompetent in Diskussionen einzubringen • Neu: Unternehmensseiten https://plus.google.com/pages/ createSonntag, 29. Januar 2012
  • Welche Inhalte: Profilschärfung • Was macht unser Unternehmen aus? • Was unterscheidet uns von anderen? • Was können wir besonders gut? • Haben wir eine Markenidentität, und wie sieht die aus? • Woran werden wir erkannt? • Wie wollen wir gesehen werden?Sonntag, 29. Januar 2012
  • Welche Inhalte? • Grundsatz: informieren und/oder unterhalten • Interessante, nutzwertige Links (auch zu anderen Web-Angeboten) • Was man gerade wichtig findet • Nicht immer nur das Produkt in den Mittelpunkt stellen, sondern auch das Thema • Auch mal off-topic schreibenSonntag, 29. Januar 2012
  • Teasern in Sozialen Netzwerken • Kürze und Prägnanz auf die Spitze getrieben (Twitter: 140 Zeichen). Gleich auf den Punkt kommenSonntag, 29. Januar 2012
  • Persönliche Ansprache, um Meinung fragenSonntag, 29. Januar 2012
  • Facebook bietet eigenes Frage-Tool anSonntag, 29. Januar 2012
  • Handlungsaufruf, Dringlichkeit betonenSonntag, 29. Januar 2012
  • Auf Mehrwert bzw. Nutzwert hinweisenSonntag, 29. Januar 2012
  • Stilfragen beim Teasern in sozialen Netzwerken • Noch kürzer und prägnanter als Teaser auf der Homepage • Humor, Augenzwinkern • Lockerer, salopper TonSonntag, 29. Januar 2012
  • Social-Media-Manager Tweetdeck und Hootsuite • Meta-Software mit vielen integrierten Funktionen: • Update-Möglichkeit für verschiedene Social Media- Kanäle gleichzeitig • Link-Verkürzer • Foto-Upload • Sehr gut, um bestimmte Begriffe und Diskussionen mitzuverfolgen • Aufgabenverteilung an verschiedene Mitglieder (Hootsuite)Sonntag, 29. Januar 2012
  • Social Media-Übung • Verfassen Sie einen Tweet für einen Text auf Ihrer Homepage: • Maximal 140 Zeichen • Tweet soll klar machen, worum es geht • Tweet soll Leser reinziehenSonntag, 29. Januar 2012
  • Literaturliste • Netzwerk Recherche: Onlinejournalismus - Zukunftspfade und Sackgassen (kostenlos). Hamburg 2011 • Christian Jakubetz/ Ulrike Langer/ Ralf Hohlfeld (Hrsg.): Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter. München 2011 • Wolf Schneider/ Paul-Josef Raue: Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus. Bonn 2012 (über Bundeszentrale für politische Bildung gegen Versandkostenpauschale kostenlos beziehbar) • Wolf Schneider: Deutsch für junge Profis. Wie man gut und lebendig schreibt. Reinbek bei Hamburg 2011Sonntag, 29. Januar 2012
  • Linkliste • Hervorragende DW-Linkliste für Journalisten • Lab - Blog der Deutschen Welle Akademie zu Multimedia- Trends • universal-code: Blog zum Buch (siehe Literaturliste) • Medialdigital: Ulrike Langer über Tools, Trends, Geschäftsmodelle • Onlinejournalismus.de: Schwerpunkt auf Best-Pratice- Beispielen • Mindy McAdams: Multimedia-Journalist-TutorialSonntag, 29. Januar 2012
  • Vernetzung gewünscht? • Blog: www.journalisten-training.de • Twitter: @berndoswald und @jt_muenchen • Facebook: www.facebook.com/oswaldsbernd • Google+: www.gplus.to/berndoswald • Storify: www.storify.com/berndoswald • Diigo: www.diigo.com/user/berndoswald • Slidehsare: www.slideshare.net/berndoswaldSonntag, 29. Januar 2012