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  • Unsere Ergebnisse waren in Übereinstimmung mit den erweiterten real-life Hypothese und im Gegensatz zu den idealisierten virtuelle Identität Hypothese. Beobachter Genauigkeit war gefunden, aber es gab keine Hinweise auf self-idealisierung (siehe Tabelle 1), und ideal-self ratings nicht vorausgesagt haben Beobachter impressionen über und über den tatsächlichen Persönlichkeit.

Transcript

  • 1. Social Media – alles wahr? Wie Menschen sich in sozialen Netzwerken darstellen
  • 2. Kennen Sie Robin Sage?
    • Robin Sage war nur wenige Tage auf Facebook aktiv.
    • Zahlreiche Militärs erzählten ihr Geheimes und leiteten ihr interne Dokumente weiter.
    • Tatsächlich heißt sie Thomas Ryan.
    • Quelle: www.tagesschau.de
    von 43
  • 3. Medien: Was das Internet alles verändert hat von 43 Quelle: Christoph Neuberger, zitiert nach: Klaus Meier, Journalistik, Konstanz 2007
  • 4. Journalisten nehmen einem die Arbeit nicht mehr ab.
    • Was die Nutzer jetzt selbst machen:
    • Informationen suchen (Suchmaschinen),
    • Informationen auswählen,
    • Informationen prüfen,
    • Informationen bewerten,
    • Sich öffentlich darüber austauschen.
    von 43
  • 5. Social Media? Web 2.0?
    • Der Begriff „Social media“ löst den Begriff „Web 2.0“ allmählich ab.
    • Aber was bedeutet „Social Media“?
    von 43
  • 6. Es handelt sich eher um eine Schlagwort-Wolke (tag cloud) . von 43 Quelle: http://trevoryoung.posterous.com/social-media-in-a-tag-cloud-nutshell
  • 7. Erweiterte Realität
    • Was die Sozialen Netzwerke leisten, wird unter dem Begriff „erweiterte Realität“ (augmented reality, enhanced reality) zusammengefasst: eine erweiterte Sinneswahrnehmung für den Menschen.
    • Das heißt: Die Menschen rezipieren Online-Welten als wahr.
    • Aber sind sie das auch?
    • Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Erweiterte_Realit%C3%A4t
    von 43
  • 8. Beispiele
    • Twitter
    • Facebook
    • Xing
    • Geo-Dienste (Geo-Tagging, Navigationshilfen...)
    • Wikipedia
    • Youtube
    • auch: Neon.de
    • ...
    von 43
  • 9. Wer nutzt sie? Wachstum stagniert
    • 62 Prozent der Internet-Nutzer besuchen Social Networks.
    • 35 Prozent nutzen Social Networks regelmäßig (= mindestens einmal pro Woche). Dieser Anteil stagniert.
    • Quelle: W3B-Studie, April/Mai 2010.
    von 43
  • 10. Wer ist aktiv?
    • Zum Kreis der aktiven Social Networker zählen 40 Prozent der regelmäßigen Network-Besucher. Der größere Teil (55%) verhält sich nach eigenen Angaben vorwiegend passiv bzw. beobachtend.
    • Von allen Internet-Nutzern sind nur 14 Prozent aktiv kommunizierende, gestaltende Social Networker.
    von 43
  • 11. Medium für junge Leute...
    • Shell Jugendstudie 2010: „Prägend für die aktuelle Jugendgeneration in der Schweiz sind Leistungsorientierung und ein ausgeprägter Sinn für soziale Beziehungen.“
    • Welche Rolle spielen Internet und Soziale Netzwerke? Hier unterscheiden sich die Jugendlichen stark nach ihrer sozialen Herkunft.
    • Bei der Art der Nutzung des Internets zeigt sich eine soziale Spaltung.
    von 43
  • 12. ...aber nicht für alle!
    • Die „Gamer“ (24 Prozent der Jugendlichen mit Netzzugang) – vor allem jüngere männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien – verbringen ihre Zeit im Netz hauptsächlich mit Computerspielen.
    • „ Digitale Netzwerker“ (25 Prozent) – vor allem jüngere weibliche Jugendliche – nutzen vor allem die sozialen Netzwerke (Facebook, StudiVZ).
    • Für Funktions-User (17 Prozent) – eher ältere weibliche Jugendliche – ist das Internet Mittel zum Zweck: Sie gebrauchen es für Informationen, E-Mails und Einkäufe von zu Hause aus.
    • Die „Multi-User“ (34 Prozent) – eher ältere männliche Jugendliche aus den oberen Schichten – nutzen schließlich die gesamte Bandbreite des Netzes mit all seinen Funktionalitäten.
    von 43
  • 13. Studie: „Sozialer Raum im Digitalen“
    • Die virtuelle Welt stellt eine Erweiterung und Fortsetzung des sozialen Raums im Digitalen dar. Das Mitmachen auf Netzwerkplattformen ermöglicht Heranwachsenden
    • sich sozial zu integrieren,
    • über persönlich wichtige Themen zu diskutieren
    • und damit nicht zuletzt an der (Medien-) Gesellschaft teilzuhaben.
    • Quelle: Studie von Bernd Schorb, Univ. Leipzig, www.medienkonvergenz-monitoring.de
    von 43
  • 14. Bildungshintergrund und Online-Realität
    • Quelle: Bernd Schorb a.a.O.
    • Nur zur Sicherheit: BH = Bildungshintergrund
    von 43
  • 15. Alter und Online-Realität
    • Quelle: Bernd Schorb a.a.O.
    von 43
  • 16. Schlechte Erfahrungen mit den Online-Netzwerken
    • Quelle: Bernd Schorb a.a.O.
    von 43
  • 17. Fake-Profile
    • 8 Prozent berichteten, dass sie „auf Fakes hereingefallen“ sind.
    • Meist beziehen sich die Nennungen darauf, dass Personen unter falschem Namen oder mit falschen persönlichen Angaben (Alter, Geschlecht, Aussehen) im Schutz der Internet-Anonymität mit den Jugendlichen in Kontakt getreten sind.
    von 43
  • 18. Identitäts-Diebstahl
    • 5 Prozent haben erlebt, dass eine andere Person die eigene Identität (im Wortsinn) im Sozialen Online-Netzwerk gefährdet hat:
    • Zum einen durch „Account-Hacking“ und „Passwortklau“: „...dass man meine Seite gehackt hat und ein paar dämliche Bilder rein gestellt hat“, „jemand hat mein Passwort geknackt und mich gelöscht sowie meinen Freunden fiese Nachrichten geschrieben!“.
    • Zum anderen haben andere sich als ‚sie‘ ausgegeben: „von mir gibt es vier Seiten im schülerVZ, davon sind drei nicht von mir“ berichtet z. B. einer der Jugendlichen. Ein anderer schreibt: „Ich wurde gefaked!“
    von 43
  • 19. Fazit von Bernd Schorb
    • Die soziale Realität spiegelt sich in den Sozialen Online-Netzwerken.
    • Die Nähe von digitaler und physischer Realität zeigt sich bei der Betrachtung sozialer Zusammenhänge:
    • Das Repertoire an Artikulationsmöglichkeiten ist auch im Netz bei Jugendlichen mit höherer formaler Bildung breiter und reichhaltiger.
    • Auch die Geschlechterunterschiede reproduzieren sich in den Sozialen Online-Netzwerken. Die Mädchen bewerten die sozial-kommunikativen Funktionen der Netzwerkplattformen höher als die Jungen.
    von 43
  • 20. Studie: Männer und Frauen
    • Frauen und Männer unterscheiden sich in ihrer Selbstrepräsentation signifikant voneinander.
    • Frauen nutzen die Plattform vorrangig zur Kommunikation innerhalb ihres realen schon existierenden Bekannten- und Freundeskreises.
    • Männer sind häufig auf der Suche nach neuen Online-Bekanntschaften und schauen sich gern "fremde" Profile an.
    • Quelle: Elizabeth Prommer, HFF Potdam, über StudiVZ, 2009
    von 43
  • 21. Gender: Unterschiedliche Selbstdarstellung
    • Dies wirkt sich vor allem auf die Selbstdarstellung der Nutzer aus: Beide Geschlechter möchten sich möglichst positiv darstellen, jedoch unterscheiden sie sich dabei in ihren Strategien.
    • Frauen nutzen zur Selbstrepräsentation die Profilbilder, die personenbezogenen Angaben und vor allem die Mitgliedschaft in Interessensgruppen. Frauen möchten sich möglichst authentisch darstellen.
    • Männer verbergen ihre Identität oft, weil sie auf sich neugierig machen möchten.
    von 43
  • 22. Pinocchio auf Facebook von 43 Quelle: http://www.glasbergen.com/cartoons-about-social-networking/
  • 23. Kleine Welt
    • Nach der Kleine-Welt-Hypothese ist jeder Mensch (sozialer Akteur) auf der Welt mit jedem anderen über eine kurze Kette von Bekanntschaftsbeziehungen verbunden.
    • Soziale Netzwerke setzen in der Regel eigene Anmeldung oder Einladung voraus.
    • Wählt man per Zufall eine Person, wird immer der direkte Weg zu dieser Person angezeigt, der selten mehr als fünf Glieder umfasst.
    • Einschränkungen: Einerseits sind nicht alle möglichen Verbindungen zwischen allen Menschen gespeichert. Andererseits können Verbindungen gespeichert sein, die in der Realität nicht existieren.
    • Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen
    von 43
  • 24. Warum Menschen in Sozialen Netzwerken kaum schwindeln,
    • beantwortet Mitja Back von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz:
    • „ Zum einen, weil sie wahrscheinlich kein starkes Bedürfnis dazu haben, sich zu verstellen oder zumindest ein stärkeres Bedürfnis, sich so zu zeigen, wie sie sind und ihrem wahrem Selbst Ausdruck verleihen zu können.“
    von 43
  • 25. Es ist schwer, sich zu verstellen:
    • „ Zum anderen ist es sehr schwierig, sich auf Online-Profilen zu verstellen: Viele Informationen auf dem eigenen Profil kommen von anderen Personen des sozialen Netzwerks (z.B. Pinnwandbeiträge) und diese Sozialpartner geben Feedback zur eigenen Selbstdarstellung.
    • Man kann nicht einfach hunderte neue Bekannte oder zahlreiche Fotoalben von Partys erfinden, um sich möglichst extrovertiert darzustellen – diese sind entweder vorhanden (weil man extrovertiert ist) oder nicht (weil man es nicht ist). “
    von 43
  • 26. Dieselbe Studie reloaded, Mai 2010
    • Bei der Neuauflage der Fragestellung kommt das Team zum gleichen Schluss:
    • Our results were consistent with the extended real-life hypothesis and contrary to the idealized virtual-identity hypothesis. Observer accuracy was found, but there was no evidence of self-idealization (see Table 1), and ideal-self ratings did not predict observer impressions above and beyond actual personality.
    • Quelle: http://www.simine.com/docs/Back_et_al_PSYCHSCIENCE_2010.pdf
    von 43
  • 27. Soziale Netzwerke üben soziale Kontrolle aus
    • Im Hinblick auf die soziale Kontrolle, die das eigene Netzwerk ausübt, fragte ein Panel des Social Media Club Hamburg 2009: “Werden wir online alle zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens?”
    • Die Antwort lautet: Ja, und wir haben gelernt, uns auch so zu verhalten, denn Lügen schaden dem Image immer mehr als unschöne Wahrheiten.
    • Quelle: http://www.smchh.de/2009/11/30/smchh-bei-xing-werden-wir-online-alle-zu-personen-des-offentlichen-lebens/
    von 43
  • 28. Studie: Soziale Netzwerke lügen nicht
    • Internetprofile in sozialen Netzwerken wie Facebook und StudiVZ lügen nicht, sondern offenbaren die Wahrheit über ihre Besitzer.
    • "In unserer Studie kam heraus, dass sich genaue Persönlichkeitsurteile anhand von Profilen in sozialen Netzwerken erstellen lassen.“
    • Quelle: Studie der Persönlichkeitspsychologin Juliane Stopfer und des Psychologen Mitja Back von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
    von 43
  • 29. „ Nicht verzerrt“
    • "Die Urteile sind nicht durch die Selbstidealisierungstendenzen der Profilbesitzer verzerrt."
    • Damit widerspricht Stopfer den gängigen Vorstellungen, soziale Netzwerke seien geprägt von der Inszenierung ihrer Nutzer.
    • Wie kommt die Studie zu diesem Ergebnis?
    von 43
  • 30. Methode:
    • Stopfer hatte 103 Profilseiten auf StudiVZ beurteilen lassen.
    • Die 103 Versuchspersonen machten zusätzlich in einem Fragebogen Angaben zu ihrer Persönlichkeit.
    • Diese Aussagen verglich Stopfer mit den Einschätzungen von zehn Beurteilern der StudiVZ-Profilseiten, welche die Versuchspersonen nicht persönlich kannten.
    von 43
  • 31. Big Five
    • "Entscheidend sind fünf Persönlichkeitsdimensionen, Big Five genannt", sagt Juliane Stopfer. Das sind
    • Extraversion (Geselligkeit),
    • Verträglichkeit (Gutmütigkeit),
    • Neurotizismus (emotionale Instabilität),
    • Gewissenhaftigkeit und
    • Offenheit für Erfahrungen.
    • Fazit:
    • "Bis auf Neurotizismus lassen sich alle Persönlichkeitsmerkmale anhand der Profilseiten beurteilen."
    von 43
  • 32. Wie wir andere beurteilen
    • Juliane Stopfer: „Es gibt Studien, die zeigen, dass wir andere Menschen selbst dann zu einem gewissen Grad genau einschätzen können, wenn diese gar nicht anwesend sind.“
    • „ Zum Beispiel haben amerikanische Forscher um Sam Gosling herausgefunden, dass ein Blick in das Büro oder Schlafzimmer oder auch die Kenntnis der Musikpräferenzen für genaue Persönlichkeitsurteile ausreicht.“
    von 43
  • 33. Warum wir (kaum) schummeln
    • Der Trend, sich im Netz eine völlig andere Identität zuzulegen, ist schon lange vorbei, meint Back. „Längst erfüllen Onlineprofile den Zweck, sich zu vernetzen“.
    • In den sozialen Netzwerken sollen echte Kontakte hergestellt werden, um bei der Jobsuche zu helfen oder alte Freunde wiederzufinden. „Die Zeit der Decknamen und gefälschten Accounts ist da lange vergangen“, sagt Back.
    von 43
  • 34. Sozial-Netzwerke sind keine Spielerei mehr
    • „ Es sind tatsächliche Beziehungen, die dort ausgehandelt werden.“, so Mitja Back.
    • Falsche Angaben zu machen, liegt nicht im Interesse der Nutzer.
    • „ Es gibt ein Grundbedürfnis, wahrgenommen zu werden und sich so darzustellen, wie man ist“ sagt Back.
    von 43
  • 35. Das gilt auch für James Bond.
    • Dieser Herr ist zum Zeitpunkt der Aufnahme der britische Uno-Botschafter John Sawers.
    • Das Foto hatte seine Frau auf Facebook veröffentlicht.
    • Inzwischen ist er Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6.
    von 43
  • 36. Social Media Guidelines
    • Viele Unternehmen geben inzwischen eigene Social-Media-Guidelines für ihre Mitarbeiter heraus. Sie raten:
    • Privat- und öffentliche Sphäre trennen.
    • Netiquette einhalten
    • Vertrauliches vertraulich behandeln (also: schweigen).
    • Privatsphäre-Tools der Social Media nutzen.
    von 43
  • 37. Wenn‘ nicht wahr ist
    • Ein klassischer Hoax (Falschmeldung): Es gibt keinen realen Hintergrund.
    • Menschen verbreiten ihn aus Hilfsbereitschaft. Siehe auch Moderne Legenden.
    • Zum Weiterrecherchieren: www.hoax-info.de
    von 43
  • 38. Informationen aus Social Media checken
    • Social Media nutzen, aber richtig:
    • Kontakte finden
    • Bei Verwendung: 1. innerhalb, 2. außerhalb des Internets gegenprüfen (Telefon, Mail, persönliches Gespräch)
    • Kontakte halten: aber nur die unverfänglichen.
    • Vorsicht vor „modernenen Legenden“ bzw. Hoaxes, vgl. www.hoax-info.de
    von 43
  • 39. Wenn bewusst Pseudonyme eingesetzt werden
    • Wikipedia erlaubt grundsätzlich Pseudonyme und schützt die Anonymität.
    • Das steht in Widerspruch zur angestrebten Seriosität.
    • Immer mehr Wikipedia-Mitarbeiter schreiben deshalb unter Klarnamen – oder legen sich Pseudonyme zu, die wie ein Klarname aussehen.
    von 43
  • 40. Tipp: Pseudonyme
    • Man kann Pseudonyme (Nicknames) nutzen.
    • Verhalten Sie sich jedoch immer so, dass es kein Problem wäre, wenn Ihr Pseudonym auffliegen würde.
    • Tun Sie auch unter Pseudonym nur Dinge, die Sie auch unter Ihrem richtigen Namen tun würden.
    von 43
  • 41. Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache, aber richtig
    • Nicht so wie WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen.
    • Er hat unter falschen Namen euphorische Besprechungen seines Tablet-PCs auf Amazon geschrieben. 
    • Jetzt ist er den Job als Geschäftsführer los.
    von 43
  • 42. Tipps für Social media
    • Glaubwürdig sein.
    • Auf Information setzen, nicht auf Lobhudelei.
    • Gut vernetzen.
    • ...und das Thema Datenschutz im Blick behalten (aber das ist Thema heute nachmittag!).
    von 43
  • 43. Zum Schluss: von 43