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De aus liebe_zu_jesus_muslim_geworden

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  • 1. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden Simon Alfredo Caraballo - A.Mary.A übersetzt von Dr. Assem El Ammary Hochschullehrer und vereidigter Übersetzer
  • 2. 2 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenInhaltsverzeichnis Danksagung ……………………………......….…3 I. Einleitung ……………………….....……. 5 II. Meine Lebenserfahrungen in den USA ........9 III. Die Evangelien ……………………….......12 IV. Die Glaubwürdigkeit des Korans ……...…22 V. Jesus Leben und Botschaft .…………........27 VI. Allahs Prophet Muhammad ……..…........ 32 VII. Grundsäulen des Christentums und des Islam.... 51 Trinität ……...……………………......…... 52 Jesus als Gottmensch …...…...……....…. 55 Jesus als Gottessohn ……….....……….....59 Erbsünde ……………………………....….60 Der Islam: Die wahre Religion aller Propheten des einen Gottes ……...............................70 VIII. Mein entscheidender Schritt zum Islam: Jesus Einfluss auf meinen Islamübertritt …........75 IX. Wie beeinflusste der Islam mein Leben? ....78 X. Wie wirkte mein Islamübertritt auf anderer Menschen? …................. 83 XI. Religionszwang ………………...........……86 XII. Offener Brief an den Papst und die Staatsoberhäupter der Welt ….93 Anhang – Die Bibel und der Koran im Vergleich ....97
  • 3. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 3 DanksagungAllah bin ich tief verbunden, mir große Geduld im Laufemeines Lebens geschenkt zu haben. Das bezieht sich inerster Stelle auf die letzten Jahre, in denen ich als Muslimständig spürte, wie isoliert ich ohne gläubige muslimischeFreunde in Venezuela leben musste. In dieser sehrschwierigen Zeit stand mir lediglich meine muslimischeEhefrau bei. Ohne Allahs Hilfe hätte ich dieses Buchsicherlich nicht verfassen können.Ich möchte mich in erster Linie bei meinem ältesten Sohnsehr herzlich dafür bedanken, dass er mir dabei half, dieislamische Botschaft weiter zu vermitteln. Der aufrichtigeDank gilt auch meiner Tochter für ihre Geduld, aber vorallem für ihr Verständnis, dass ich ständig aus großerBeschäftigung mit dem Buch kaum Zeit für sie hatte. JedesMal suchte sie das Gespräch mit mir; jedoch fand mich imArbeitszimmer, wo ich mich auf das Buch vollkonzentrierte. Daraufhin sagte sie mir: „Vati, du bist nochsehr beschäftigt“, dann verließ sie ganz leise den Raum, ummich nicht bei der Arbeit zu stören. Daher hoffe ich sehr,dass Allah meiner ganzen Familie den höchsten Lohn fürihre größte Unterstützung geben möge.Dem Imam des islamischen Zentrums in Seattle beiWashington, Gamil Abdel Razik, habe ich wirklich sehr vielzu verdanken, zumal er mir freundlicherweise Bücher undMaterialen besorgte, die mein Leben total änderten. Demjungen und aufgeschlossenen Mann, Ahmed Mohamed AlShubaily, möchte ich herzlich für seinen intensiven Einsatz
  • 4. 4 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenzur Veröffentlichung dieses Buches danken. Allah mögeihm Gnade und Vergebung schenken und den besten Lohngeben. Meinen Brüdern in der Moschee vom ScheichIbrahim bin Abdulaziz Al Ibrahim in Caracas in Venezuelabin ich zu großem Dank verpflichtet, wo ich zum ersten Malein neues Programm entwickeln konnte, um Nicht-Muslimen den Islam beizubringen, durch das noch vieleMenschen zum Islam bekehrt wurden.Während der Arbeit an diesem Buch setzte ich michausgiebig mit einigen wichtigen Fragen und Themenauseinander, die immer wieder von den Juden, Christen,Atheisten, Buddhisten und Hindus bei meinem Engagementfür den Islam gestellt wurden.Schließlich hoffe ich sehr, dass Allah jedem Menschen denrichtigen Weg zeigen möge, der ihn dann mit Sicherheit zurabsoluten Wahrheit führen wird.
  • 5. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 5 I. EinleitungKatholisch wurde ich getauft und wuchs auch so tief davonüberzeugt auf, dass ich fest glaubte, dass nur dasChristentum die einzige und absolute wahre Religion unddas Judentum nicht mehr als eine Vorphase für dasChristentum war. Alle anderen Religionen warenselbstverständlich nicht wahr. Vom Islam hörte ich 1978zum ersten Mal und auch von den Muslimen, die an einegleiche heilige Wurzel für beide Religionen Juden- undChristentum geglaubt hätten. Überdies habe der Korandarauf verwiesen, dass Allah Seine Propheten an alleMenschen in der Welt mit dem Auftrag geschickt habe, siezum richtigen Weg der Wahrheit zu führen.Um der Katholizismus im Geiste und Herzen der Menschengut verwurzelt zu sein, entwickelte die katholische Kirchein der Tat ein festes Programm, das die Menschen vonKindheit an grundlegend beeinflusst. Zudem wurden sie imLaufe ihres Lebens von diesem Programm stets begleitetund sind auch fest davon überzeugt. In seinem Mittelpunktsteht vor allem die Hauptfigur des christlichen DogmasJesus Christus von seiner Geburt im Dezember, wie manbehauptet, bis seiner angeblichen Kreuzigung an Ostern.Die eindeutige Tatsache, dass diese Ereignisse und derenEinzelheiten erst nach mehreren Generationen nach Christusbekannt waren, stellt sicher unter Beweis, dass alles vonMenschen frei erfunden ist und in gar keinemZusammenhang mit Gott steht.Nach der Tradition in Venezuela wartete ich immer am 24.Dezember um Mitternacht auf Jesus mit den Geschenken,die ich mir in meinem jährlichen Brief an ihn wünschte.Weil ich aus einer armen und kinderreichen Familiestammte, war es natürlich auf der einen Seite total schwer
  • 6. 6 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenfür das Christkind, mir alle Wünsche zu erfüllen. Auf deranderen Seite wunderte ich mich sehr darüber und warratlos: Warum konnte Jesus mir kein Dreirad bringen? Wodoch die Pfarrer und Nonnen sehr häufig von seinen vielenWundertaten sprachen. Es wäre doch für ihn viel einfacher,mir meinen Wunsch zu erfüllen, als Tote wieder zum Lebenzu bringen. Auf diese Art und Weise enttäuschte mich dasChristkind über viele Jahre.Jedes Mal, wenn sich Ostern näherte, verfolgte ichaufmerksam die vielen Geschichten im Fernsehen über dasLeiden Christi und dessen völlig unwürdige und ungerechteMisshandlung vor seinem Tode bis zum Annageln an einemKreuz. Ich war so tief davon erschüttert, dass ich mir oftwünschte, ins Fernsehen hinein zu springen, um Jesus zuhelfen. Außerdem bat ich auch Gott darum, ihm dochbeizustehen und ihn „Seinen Sohn“ nicht kreuzigen zulassen; allerdings hörte ich dabei immer auf, fernzusehen,und versteckte mich vor allen Menschen, um isoliert undbitterlich zu heulen, denn „Jungen weinen nicht“, so lernteich und konnte überhaupt nicht nachvollziehen, warum maneinen so guten Menschen so brutal behandelt hatte. InWirklichkeit führt das aber mich zur wahren Liebe fürdiesen großen Propheten Gottes. Es empfanden andereKinder auch Liebe für Jesus. Das geschah jedoch aus ganzanderen Gründen, die vielleicht mit den wunschgemäßenGeschenken und Spielen im sehr engen Einklang stehen, diesie zu Weihnachten erhalten hatten.Falls das Ziel der katholischen Kirche sein sollte, dieKatholiken dazu zu bewegen, Jesus sowohl zu lieben alsauch zu verehren, dann hat sie es mit Sicherheit mit mir sehrerfolgreich erreicht: Ich lernte, eine so große Liebe für Jesuszu empfinden, die viel größer als die zu meinen eigenenEltern war. Von Kindheit an stellte ich mir die Frage nach
  • 7. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 7Gottes Macht, denn ich stellte mir vor, dass Gottübermächtig ist und alles machen kann, was Er will, zumalEr die ganze Welt, die Erde, die Sonne, den Mond, dieSterne und die Menschheit geschaffen hatte. Von daherkonnte ich gar nicht verstehen und wunderte mich doch sehrdarüber: Wieso konnte Gott Jesus nicht vor der Kreuzigungretten? Eines Tages wollte ich endlich einen Ausweg ausdiesem Dilemma finden; deswegen kletterte ich auf einekleine Mauer im Hinterhof meines Hauses und sprach Gottso direkt an: „Wenn Du tatsächlich allmächtig bist, undalles machen kannst, was Du willst, dann lass mich nichthinfallen, sondern fliegen, wenn ich von der Mauer springe,sonst werde ich nicht mehr glauben, dass Du übermächtigbist, zumal Du Jesus auch nicht vor der Kreuzigung rettenkonntest.“ Zum Glück war die Mauer nicht so hoch, und ichfiel natürlich auf den Boden und blieb jedoch unverletzt, alsich von der Mauer sprang. Jedes Mal, wenn ich versuchte,zu fliegen, brachte mich mehr und mehr zu der festenÜberzeugung, dass Gott weder übermächtig ist noch alleskann. So war leider meine naive Analyse als Kind von derganzen Sache.Als ich anfing, die Oberschule zu besuchen, erlaubten mirmeine Eltern noch bei einem alten Photographen zu arbeitenund ihn überall zu begleiten. Neben seiner reichenErfahrung als Photographen war er ebenso so bekannt mitder Gaukelei, dass er und ich überall von den jungen Frauenverfolgt wurden, die ihn andauernd nach ihrer Zukunftfragten. Hierbei war er ein großer Meister: Dabei zündete erseinen braunen Tabak an und zog tief daran, bis dessenAsche auf den Boden fiel. Danach fing er an, tiefnachdenkend die Geheimnisse der Zukunft seiner Kundenzu lüften. Erstaunlicherweise griff er noch zur Hypnose als
  • 8. 8 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenWundermittel, um alle Geheimnisse der Kunden zuerfahren.All diese Erfahrungen meiner Kindheit und Jugend bliebenmir fest im Gedächtnis. Als meine Eltern in einemSpezialzentrum für Parapsychologie arbeiteten, ging ich mitihnen mehrmals hin, um alles dort zu sehen. An diesem Ortkonnte ich auch andere Begriffe wie Meditation, Spiritismusund Satanismus kennen lernen und dachte, dass die ganzeSache ein Gespräch zwischen den lebenden Menschen undden Geistern der Toten ist1, usw. Dort lernte ich ebenso,täglich vor einen kleinen von meinem Vater gut undsorgfältig gebauten Alter zu treten, um das Gebet zweimalzu verrichten. Er las sehr oft ein Buch mit dem Titel „JesusLeben von Jesus selbst diktiert“ durch. Eines Tagesschenkte mir der Chef des Zentrums einen Talisman, ummich zu schützen; deswegen trug ich ihn ständig bei mir.Währenddessen dachte ich wieder tief an Jesus Kreuzigung,und mein Vater erzählte mir – ausgehend von dem Buch,das er oft durchlas –, dass Jesus ebenfalls andere Orte weit1 In Wirklichkeit sprechen die Toten mit den lebenden Menschennicht; jedoch versuchen die Teufel auf der einen Seite, noch dieStimme der Toten nachzuahmen und dadurch mit den lebendenMenschen zu sprechen. Auf der anderen Seite spielenKoranrezitieren und Wiederholen von Gebet des ProphetenMuhammad eine zentrale Rolle dabei, die Teufel zu verjagen unddie Menschen von ihnen zu heilen. Das ist eben das eigentlicheWunder des Islam, denn jeder Muslim kann das allein tun, undniemand darf es nur für sich beanspruchen. Wer aber behauptet,die Teufel ohne Unterstützung Gottes oder mithilfe der Bibel zuvertreiben, der irrt sich gründlich, zumal alles nichts mehr als eineAbmachung mit den Teufeln oder deren Anhängern ist, die sichgegenseitig liquidieren.
  • 9. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 9weg von Jerusalem besuchte, was mir in der Tat nochHoffnung auf die Frage der Kreuzigung gab.Als ich meine Schulbildung an der Oberschule abschloss,war ich überglücklich, da ich ein Stipendium bekam, umTechnik in den USA zu studieren. Aber vor meiner Einreise1977 erlebte ich noch etwas, was wirklich einen negativenEinfluss auf meinen christlichen Glauben ausgeübt hatte:Ich sah zwei Christen einem anderen Mann helfen, dergerade einen epileptischen Anfall auf der Straße bekam.Anschließend suchten sie nach Geld in seinemPortemonnaie und nahmen sich etwas davon1. Obwohl essich dabei lediglich um einen Einzelfall handelt und mit der1 In einigen Textstellen spricht die Bibel sehr deutlich davon, dassder Diebstahl und andere bösen Taten verboten sind, wie es in denzehn Geboten sind. In 2. Mose 20:1-17 heißt es: „Und Gott redetealle diese Worte: Ich bin der Herr, .. Du sollst keine anderenGötter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendeinGleichnis machen... Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Dennich, der Herr, dein Gott, ... Du sollst den Namen des Herrn,deines Gottes, nicht mißbrauchen... du sollst deinen Vater unddeinen Mutter ehren, ... Du sollst nicht töten. Du sollst nichtehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnisreden wider deinen Nächsten. Du sollst nicht begehren deinesNächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib,..., was dein Nächster hat.” Diese Gebote stimmen mit dem Koranvöllig überein; jedoch verlieren sie noch ihre Wirkung, denn siestehen mit anderen Stellen in der Bibel im krassen Widerspruch,die nicht nur zu deren Zurückweisung aufruhen, sondern auchzum völligen Gegenteil. Aber Allah ist sehr barmherzig;deswegen schickte Er der ganzen Menschheit Sein letztes Buch,den Koran, der allen anderen Büchern überlegen ist.
  • 10. 10 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenGlaubwürdigkeit einer Religion im keinem Zusammenhangsteht, daher für andere Menschen keine große Bedeutunghaben mag, war ich doch sehr tief davon betroffen, zumalich einmal meinen Vater meinen Bruder hart bestrafen sah,da er mit einem sehr kleinen Geldbetrag, so etwa 25 Centnach Hause kam, den er auf der Straße gefunden hatte, ohneeine glaubhafte Erklärung abgeben zu können.II. Meine Lebenserfahrungen in den USA1977 reiste ich in die USA ein, um dort zu studieren. Zuerstbegann ich, Englisch an einer Schule zu lernen, wo ich vieleMenschen mit unterschiedlichen Religionen und ausverschiedenen Ländern der Welt traf. In Seattle beiWashington, wo die Schule war, lebte ich in einem Zimmermit einem jungen Mann aus Saudi Arabien, der gerade anseinem Magister arbeitete. Ich glaube, sein Name warFouad. Eines Tages fragte er mich, ob er sein Gebet imZimmer verrichten durfte. Daraufhin sagte ich, dass es keinProblem wäre. Aber ich wunderte mich sehr über seinGebet, da ich erstmals einen Muslim beten sah: Zuerstbereitete er sich sehr gründlich darauf vor, indem er sich dieHände im kleinen Becken des Zimmers wusch,anschließend spülte er den Mund mehrmals ab. Hinterherwusch er sich das Gesicht und die Arme1. Zum ersten Mal1 Die Reinlichkeit ist ein integraler Bestandteil des Islam; daherhängt die Richtigkeit des Gebets vor allem von der Sauberkeit derGebetsstätte, der Bekleidung und des Körpers und der kleinenWaschung ab. Überdies ist sie unerlässlich vor demKoranrezitieren und wünschenswert vor dem Schlafen. Hingegenmuss die große Waschung (Waschung des ganzen Körpers) nach
  • 11. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 11sah ich eine Person seine Füße im kleinen Becken waschen,der eigentlich für die Hände gedacht ist. Nach dieserWaschung begann Fouad, einige Bewegungen und Ritualewährend des Gebets zu machen: Am Anfang stand er auf,dann kniete er sich nieder, anschließend neigte er sich zumBoden. Das erinnerte mich auch an unser Gebet in derKirche, wo wir uns lediglich knien und beten; jedoch warFouads Gebet eindeutig anders. Nach kurzer Zeit zog er um,und ich sah mehrere Monate lang keinen Muslim mehrbeten.Während der Pausen in der englischen Schule kamen dieStudenten aus verschiedenen Ländern ständig zusammenund diskutierten über mehrere Themen, und ich kann michsehr gut daran erinnern, dass wir einmal über den Ursprungder Religionen und des Gebets sprachen. Dabei sagte ichdem Geschlechtsverkehr und vor dem Freitagsgebet u. a.geschehen. Neben der Aufforderung zur Sauberkeit verlangt derIslam von den Muslimen, dass sie sich den Mund waschen, sichdie Zähne putzen, sich die Finger- und Zehennägel abschneiden,die Haare der Achselhöhle und der Schamgegend regelmäßigentfernen, den Schnurbart scheren und das Parfüm benutzen. ZumIslam gehören ebenso die Sauberkeit der eigenen Häuser undWohnungen sowie der öffentlichen Plätze, Straßen, Wege undsanitären Anlagen, die Abfallbeseitigung von Gehwegen undStraßen und der Schutz des sauberen Trinkwassers, der Natur, derBäume und des Schattens. Tiere, die praktisch alles einschließlichFäkalien fressen, darf der Muslim keineswegs essen. Wenn er alldies erfolgreich beachten kann, ist er sehr gläubig, fromm und hateine sehr feste Beziehung zu Allah. Daher kann man mit Rechtsagen, dass es keine andere Religion gibt, die der Reinlichkeit sogroße Bedeutung beimisst, wie der Islam
  • 12. 12 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenihnen: „Die Art und Weise, wie ihr betet, ist sicherlich diegleiche wie eure Vorfahren“, und fügte noch hinzu, dass dieSonne und die Sterne göttliche Verehrung bei ihnengenossen hätten. Von einer Generation zu einer anderen bisheute habe sich solche Tradition fortgesetzt. Daneben hätteich eben begonnen, fast an Gottes Existenz zu zweifeln,aber meine katholische Wurzel habe mich wirklich vorAtheismus geschützt.Eines Tages besuchte ich eine Moschee und es fiel mir auf,dass dort viele ihr Gebet ebenso wie Fouad verrichteten.Trotz der eisigen Kälte im Flur saßen alle Menschen nochauf dem Boden und hörten dem Imam zu, was mich dazuveranlasste, auch das gleiche zu tun. Dieser Imam, der JamilAbdul-Razzaq hieß, kam aus dem Irak und hielt seinePredigt in englischer Sprache über Verleumdung, wobei ereine laute und emotionale Stimme hatte und allenAnwesenden tief in die Augen blickte, als ob eine Personvon ihnen Verleumder wäre; allerdings wies er aufniemanden hin. Daher glaube ich, dass sein Ziel war, beijedem, der dazu fähig wäre, Schuldgefühle auszulösen.An diesem Tag bekam ich mehrere Handbücher in einemKuvert, unter denen sich einige in erster Linie mit demVergleich zwischen Islam und Christentum befassten. Ichbrauchte noch viel Zeit, um alles durchzulesen, da ich alsErstsemester an der Universität Oklahoma sehr beschäftigtwar. Von diesen Büchern lernte ich vor allem, dass sowohlder Islam als auch Jesus Botschaft lediglich eineOffenbarung Gottes sind. Von seiner Seite betonte Jesus dasausdrücklich und sagte, dass diese Mission gar nicht vonihm, sondern nur von Gott stammt (John 12:49 – Die Bibeloder die ganze Heilige Schrift, Martin Luther, Stuttgart1971 –): „ …Denn ich habe nicht von mir selber geredet;sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein
  • 13. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 13Gebot gegeben hat, was ich sagen und reden soll„. Das giltauch für den Propheten Muhammad, der wirklich an dieganze Menschheit nur die Offenbarung vermittelte, die ervon Allah über den Erzengel Gabriel bekommen hatte:„Und er (der Koran) ist bestimmt eine Herabsendung vomHerrn der Welten, damit ist der vertrauenswürdige Geist(Gabriel) herabgekommen, auf dein Herz, damit du(Muhammad) einer von den Warnern bist„ (Koran26:192-194 – Der Koran, Ahmad von Denffer, München1996 –).Der lauteren Wahrheit zufolge hängt aber dieGlaubwürdigkeit jeder Religion und ihrer heiligen Herkunfteinerseits davon ab, wie die wirkliche Botschaft Gottes derMenschheit genau übermittelt wurde. Andererseits hat derAbweichungsgrad von der Originalbotschaft Gottes anSeine Propheten einen ganz maßgeblichen Anteil an derZuverlässigkeit der Religion. Demzufolge geht der Kern derOriginalbotschaft sehr wohl für immer und ewig verloren,wenn sie in erster Linie geändert übermittelt wird.Ausgehend von dieser Tatsache können wir schließlich einsachliches Urteil über die Originalität und die Authentizität,der Bibel oder des Koran abgeben, die natürlich von jedervorgenommenen Änderung oder Ergänzung sowie Kürzungdirekt abhängt. Hierin gründet meine Hoffnung, dass Allahmit meinem Buch jedem Menschen den Weg zur reinenWahrheit zeigen möge.
  • 14. 14 Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden III. Die EvangelienDas Neue Testament umfasst die vier bekannten Evangelienvon Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, die erstzwischen den Jahren 70 und 115 n. Chr. aufgeschriebenwurden. Das bedeutet, dass es erst viele Jahrzehnte nachJesus Himmelfahrt erfolgte. Außerdem beruhten dieEvangelien besonders auf Dokumente und Quellen, diegänzlich verloren gegangen waren. In Rom wurde das ersteEvangelium von Markus etwa im Jahre 40 nach JesusHimmelfahrt fixiert. Die Evangelien von Matthäus, ca. imJahre 90 n. Chr. und von Lukas, ungefähr im Jahre 80 n.Chr. wurden beide allerdings in griechischer Sprachegeschrieben. Die Evangelien von Matthäus, ca. im Jahre 90n. Chr. und von Lukas, ungefähr im Jahre 80 n. Chr. wurdenbeide allerdings in griechischer Sprache geschrieben. DieseEvangelien sind für ihre sehr vielen Gemeinsamkeitenbekannt, die daher rühren, dass sich beide auf verlorengegangene Dokumente und mehrere „Logien-Quellen“stützen. Zwischen den drei älteren Evangelien undJohannes1 Evangelium bestehen in der Tat ganz erheblicheUnterschiede, zumal Johannes von Jesus als Gottmenschenund seiner Präexistenz als Gott spricht, obwohl Jesus dasüberhaupt nicht gesagt hat. Dieses Evangelium wurde wohlzwischen den Jahren 110 und 115 n. Chr. schriftlichniedergelegt.Im Grunde genommen wurden die Evangelien erst verfasst,nachdem sich die ersten Anhänger Jesus in mehrere Gruppegespaltet hatten, wobei anscheinend der Zweck der1 Johannes gehörte nicht zu Jesus Aposteln. Das erwähnte dieBritische Enzyklopädie (Encyclopedia Britannica), an der über500 christliche Gelehrten mitwirkten. Über Johannes Evangeliumsagte sie: „Es besteht kein Zweifel, dass es doch gefälscht ist”
  • 15. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 15Evangelien ihre praktische Nutzung in der jeweiligenGruppe war. Obwohl man bei der Niederschrift wirklichvon traditionellen Quellen ausging, legten die Schreiberständig – aus eigenen Interessen heraus – fast überhaupt garkeinen Wert darauf, sich an den Original-Überlieferungenohne Ergänzung oder Streichung sowie jegliche Fälschungfestzuhalten. Das wurde vom Koran mit aller Deutlichkeitvor mehr als 14 Jahrhunderten verkündet und wird seit dem19. Jahrhundert von christlichen Gelehrten1 bestätigt.Es wäre noch zu erwähnen, dass es nicht nur die vier schongenannten Evangelien gibt, die doch erst nach Generationenvon Jesus Himmelfahrt niedergeschrieben wurden, sondernnoch viele andere existieren: Die Evangelien von Jakob,von Peters, von Thomas, von Philippus und von Barnabas.1 Der Britannica Enzyklopädie (Encyclopedia Britannica) zufolgewurden (Teil 2, S. 519-512) „in Wirklichkeit die wichtigenÄnderungen, wie die Ergänzungen einiger Paragraphen oderderen Ersatz durch gänzlich neue Paragraphen, vorsätzlichvorgenommen.” In der Einleitung der katholischen Bibel, S. 13,wurde das auch bestätigt und gesagt, dass die Rolle der Schreibersehr unverkennbar ist, da sie im Laufe der Jahhunderte zahlreicheÄnderungen vornahmen, die sich so vermehrten, dass man amEnde lediglich eine schriftliche Endfassung des Textes voll vonvielen Ergänzungen erhielt, die sich sehr deutlich in denunterschiedlichen Versionen zeigten. In der gleichen Richtung istauch die Aussage von 32 christlichen Gelehrten voll unterstütztvon 50 christlichen Institutionen in der Einleitung der völligüberarbeiteten Bibel-Version von König James (KJV) zubegreifen: „König James Bibel-Version enthält wirklich vielegravierende Fehler..... Diese Fehler sind eigentlich sehr grobund ebenso ganz folgenschwer....”
  • 16. 16 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDazu kommt das Evangelium der Hebräer, das inAramäisch, der Sprache Jesu, geschrieben war. Es wurde imGrunde von den Nazarenern benutzt, die Idee von Jesus alsGottmenschen vehement ablehnten und ihn nur als einender Propheten Gottes akzeptierten. Im vierten Jahrhundertnach Christus umfasste der Hauptbibeltext die vierEvangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes.Von ihrer Seite erklärte die Kirche in dieser Hinsicht, dasses sich bei allen anderen existierenden Dokumentenlediglich um Ketzerei handelte, dennoch setzte sich immerder Prozess der Änderung und des Ersatzes in diesenEvangelien trotz der Bekanntgabe von „Gottes Wort“ sofort, dass sie im Laufe der Zeit weiterhin mit ganzanderen Texten erschienen. Das liefert gerade sehr deutlichden schlüssigen Beweis für die Fälschung der Evangelien.Will man aber die Richtigkeit der vier anerkanntenEvangelien und der beigefügten Briefe nachprüfen, somüssen sicherlich folgende Faktoren berücksichtigt werden:1- Das Originalevangelium, das Gott Jesus offenbarteund auch im Koran1 erwähnt wurde, existiert heute ganzund gar nicht mehr. Davon fehlt in den gültigen Evangelien2zumindest jede Spur.1 Allah sagt über Jesus Folgendes im Koran: „..., und wir habenihm das Indschil (das Evangelim) gegeben, in ihm Rechtleitungund Licht,” (5:46)2 Sowohl bei Markus als auch bei Matthäus wurde auch Folgendeserwähnt (14:9), (26:13): „Wahrlich, ich sage euch: Wo dasEvangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch dassagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.” Die wahrenInformationen über die Lehre von Jesus-Evangelium sind inWirklichkeit im Koran zu bekommen.
  • 17. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 172- Die ersten Aufzeichnungen, die Jesus Worteumfassten und erst kurz nach seinem Erheben zu Allahgeschrieben wurden, gingen in der Tat verloren.3- Die Niederschrift der Evangelien erfolgte erstzwischen den Jahren 70 und 115 n. Chr. nach vielenJahrzehnten von Jesus Himmelfahrt, wobei sie aber auf denverloren gegangenen Dokumenten basierten, was mansicher zur großen Manipulation im Gehalt dieser Evangelienzählen kann.4- Von den Schreibern der Evangelien sah niemandJesus oder hörte ihn, da gar keine einzige Person von ihnenein Zeitgenosse oder gar Augenzeuge von Jesus war.5- Griechisch ist die Sprache, in der die Evangelienfixiert wurden, obwohl Jesus nur Aramäisch gesprochenhatte.6- Alle existierenden Evangelien und ihre beigefügtenBriefe wurden erst im vierten Jahrhundert, im Jahre 325 n.Chr., durch eine Minderheitsentscheidung des Konzils vonNicäa ausgesucht und bestätigt, da es bis dahin keinezentrale religiöse Machtinstitution vorhanden war.Ungeachtet ihrer verschiedenen Zugehörigkeit änderten dieSchreiber der Evangelien vielmehr die Texte wesentlichnach eigenen Interessen und Bedürfnissen. Dieser Prozessdauert immer noch bis zum heutigen Tage an.7- Das meiste Neue Testament wurde grundsätzlichvon Paulus und seinen Schülern schriftlich niedergelegt.Paulus, der Jesus weder je sprechen sah noch ihn je hörte;stattdessen gehörte er gewiss zu den bekanntesten Feindenvon Jesus Botschaft. Daher warf er Jesus Anhänger insGefängnis und tötete sie grausam (Apostelgeschichte 8:3,9:1-2). Außerdem zwang er sie, grobe Lügen über Jesus zubestätigen und zu verbreiten (26:11). Als er sich aber zumChristentum bekannte (9:26), „versuchte er, sich zu den
  • 18. 18 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenJüngern (seinen Schülern) zu halten; und sie fürchteten sichalle vor ihm und glaubten nicht ein Jünger wäre. Barnabasaber nahm ihn zu sich und führte ihn zu den Aposteln.“ Daserfolgte aufgrund seiner Behauptung und seinem eigenenGeständnis1, dass er Jesus auf dem Wege nach Damaskustraf und mit ihm auch direkt sprach (Apostel. 9:3-8), ohneirgendeinen Beweis für diese Behauptung2 zu liefern (9:3­6). Plötzlich erklärte Paulus sich als einzigen Sprecher imJesus Namen und ebenso damit beauftragt, die Menschenüberall zum Christentum zu bekehren. Darüber hinaus warfer den älteren Schülern die Glaubensabweichung vor (1.1 Es gibt überhaupt gar keinen Beweis für Paulus Behauptungaußer seiner Aussage, die selbst nach der Bibel weder Wert hatnoch wahr ist (Paulus 3:15): „Wenn ich ein Zeugnis für michablege, dann ist sie nichtig.“ Von Paulus Geschichte gibt esverschiedene Versionen (Apostelgeschichte 9:7): „Die Männeraber, die seine Gefährten waren, standen und waren erstarrt;denn sie hörten die Stimme, aber sahen niemanden.“ In 22:9 isthingegen die Rede davon: „Die aber mit mir waren, sahen dasLicht; die Stimme aber des, der mit mir redete, hörten sie nicht.“Paulus konnte sicher durch solche Behauptung sein Ziel erreichen,dass er mit Gewalt nie erreicht hätte: Jesu Botschaft seine Ideenüberzustülpen und sie dann für die Propagierung paulinischerIdeen und Ziele zu missbrauchen.2 Im Johannes ersten Brief (4:1) stand Folgendes: „Ihr Lieben,glaubt nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, obsie von Gott sind; denn es sind falsche Propheten ausgegangen indie Welt.“ Selbst Paulus gab zu, dass er das Lügen zum Mittelseiner Predigt einsetzte und in diesem Bezug sagte (Römer 3:7):„Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicherwird zu seinem Preis, warum sollte ich dann noch als ein Sündergerichtet werden?“
  • 19. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 19Timotheus 6:20-21), die ohnehin nicht glaubten, dass erauch zu Jesus Schülern gehört. Auch über Barnabas, der zuihm gut war und ihn unterstützte, behauptete Paulus(Galater 2:13): „ ..., so dass auch Barnabas verführt ward,mit ihnen (den Juden) zu heucheln.“ Paulus erteilte sichnoch das Recht, gegen Jesus Lehre sowie das religiöseGesetz1 zu handeln (Apostel. 21:20, Römer 7:6). Natürlichstieß er damit auf Widerspruch (Apostel. 19:30): „Da aber1 In Matthäus wurde Folgendes gesagt (5:17-18): „Ihr sollt nichtwähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Prophetenaufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bisdass Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinsteBuchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es allesgeschehe.“ In Wirklichkeit setzte Paulus alles daran, alleWünsche der Anderen zu erfüllen, um die meisten von ihnen zugewinnen, auch wenn das auf Kosten der reinen Lehre Jesus war,die nur den richtigen Weg und keine Schmeichelei kennt. Indiesem Sinne sagte Paulus (1. Korinther 9:19-23): „Denn wiewohlich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermannzum Knechte gemacht, auf dass ich ihrer viele gewinne. DenJuden bin ich geworden wie ein Jude, auf dass ich die Judengewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden wieeiner unter dem Gesetz – wiewohl ich selbst nicht unter demGesetz bin –, auf das ich die, so unter dem Gesetz sind, gewinne.Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetzgeworden – wiewohl ich nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondernbin in dem Gesetz Christi –, auf das ich die, so ohne Gesetz sind,gewinne. Den Schwachen bin ich geworden ein Schwacher, aufdass ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden,damit ich auf alle Weise etliche rette. Alles aber tue ich um desEvangeliums willen, auf dass ich einer teilhaftig werde.“
  • 20. 20 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenPaulus wollte unter das Volk gehen, ließen es ihm dieJüngeren nicht zu.“ Auch an anderen Stellen wird diesbestätigt (2. Timotheus 1:15): „…, dass sich von mirgewandt haben alle, die in der Landschaft Asien sind,“ und(4:16) „bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei,sondern sie verließen mich alle.“8- Die ältesten weitgehend vollständigen Manuskripteder Bibel, die noch existieren, sind sicher die vatikanischen,sinaischen und alexandrinischen Manuskripte, diewissenschaftlich erwiesen auf die Zeit zwischen demvierten und fünften Jahrhundert zurückgehen; man kannaber eigentlich nicht wissen, welche Änderungen an diesenEvangelien vor diesem Zeitpunkt vorgenommen wurden (daaus den früheren Jahrhunderten nur meist kleineBruchstücke erhalten sind). Dabei darf man nie vergessen,dass sie in Griechisch fixiert wurden, obwohl Jesuslediglich Aramäisch gesprochen hatte.9- Es gibt ganz erhebliche Unterschiede anverschiedenen Stellen unter den seit der Zeit zwischen dervierten und fünften Jahrhundert existierenden 1Manuskripten .10- Die Manuskripte und deren beigefügten Briefeenthalten sowohl gravierende Fehler als auch große1 Viele Bibel-Fachexperten sprechen von der großen Problematik,dass es wohl einige tausend Bibel-Manuskripten gibt; trotzdemzweifelt man sehr an deren Bedeutung, zumal nicht „einmal zweieinheitliche Manuskripte“ gefunden werden konnten. Aus demVorwort zur internationalen Übersetzung des Neuen Testaments,„International Translation of the New Testament” geht hervor,dass „alle vorhandenen Exemplare des Neuen Testaments nichteinheitlich sind.”
  • 21. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 21Diskrepanz1. Weiterhin gibt es rein gar keine Anzeichendafür, dass sie von den angeblichen Autoren stammenkönnten.Auf diese 10 Tatsachen wurde hier hingewiesen, umgrundsätzlich klarzustellen, dass das Neue Testamenteindeutig nicht das originale Evangelium ist; es ist nichtidentisch mit der Botschaft, die Gott Jesus damals offenbarthatte und die Jesus verkündete. Daher können wir bestimmtbetonen, dass die vier noch vorhandenen Evangelien undderen beigefügten Briefe mit Jesus Originalevangeliumweder völlig noch teilweise übereinstimmen. Um densicheren Nachweis für diese so klare Tatsache zu liefern,will ich nun auf folgende Grundprinzipien des Christentumsausführlich eingehen:Das moderne Christentum basiert eigentlich auf dem NeuenTestament, in dem nicht nur mehrere radikale Änderungen,sondern auch so viele Ergänzungen vorgenommen wurden,dass jede neue Auflage sogar völlig andere Stellen enthält,durch die sie sich ganz deutlich von den älteren Auflagenunterscheidet. Außerdem sind einige Änderungen von sozentraler Bedeutung, dass sie geradezu zur Entwurzelungdes christlichen Dogmas führen. Als Beispiel dafür sind diebeiden einzigen Stellen über Jesus Erheben zu Gott in denMarkus- und Lukas-Evangelien anzuführen, die nun1 Robert Kehl Zeller sprach in seinem Buch „Die Authentizität derheiligen Bibel” ausgehend von den vielen fatalen Fehlern in derBibel darüber, dass es überhaupt gar kein anderes heiliges Buchgibt, das so viele Änderungen, Fehler und Fälschungen hat, wiedie Bibel. In ihrem Statement bestätigten William Muir und LauraVeccia Vaglieri dagegen die Authentizität des Koran” (S. Fußnote1, S. 23).
  • 22. 22 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenbeseitigt wurden. Beide Passagen, die doch Schlüsselstellenfür den Glauben an Jesu Erheben sind, wurden 1952 aus dervöllig neu bearbeiteten Standardversion (RSV) getilgt. InMarkus lautet es (16:19): „Und der Herr, nachdem er mitihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel undsetzte sich zur rechten Hand Gottes.“ In Lukas wurdeFolgendes erwähnt (24:51): „Und es geschah, da er siesegnete, schied er von ihnen <und fuhr gen Himmel>.“Zurzeit wurden dieser Satz und die gesamte Schlusspassageaus dem Markus Evangelium getilgt. Hingegen wurde inLukas nur die Passage des Erhebens völlig gestrichen.In Matthäus findet man folgende Stelle (16:27-28): „Dennes wird geschehen, dass des Menschen Sohn kommt in derHerrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und alsdannwird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken.Wahrlich, ich sage euch: Es stehen etliche hier, die nichtschmecken werden den Tod, bis dass sie des Menschen Sohnkommen sehen in seinem Reich.“ Diese sehr wilden„Prophezeiungen“ entbehren wahrlich jeder Grundlage,zumal das gar nicht geschah. Jesus als Gottes Prophetverkündete sicher eine wahre Botschaft – schon daher kanndiese Aussage nicht von Jesus stammen, sie ist also eineFälschung.Das Matthäus Evangelium enthält sehr viele Widersprüche,die Jesus über Peter gesagt haben soll (16:17-19): „UndJesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon,Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nichtoffenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dirauch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauenmeine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nichtüberwältigen. Ich will dir des Himmelreichs Schlüsselgeben, und alles, was du auf Erden binden wirst, soll auchim Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden
  • 23. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 23lösen wirst, soll auch im Himmel los sein.“ Dann folgt kurzdanach eine Stelle, die im direkten Widerspruch dazu steht(16:23): „Er (Jesus) aber wandte sich um und sprach zuPetrus: Hebe dich, Satan von mir! Du bist mir ein Ärgernis;denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlichist.“Bezüglich der angeblichen Kreuzigung findet man ebensosehr widersprüchliche Stellen in den Evangelien: InMatthäus 27:44 heißt es: „Desgleichen schmähten ihn auchdie Mörder, die mit gekreuzigt waren.“ In Lukas findet manFolgendes (23:39-40): „Aber der Übeltäter einer, die dagehenkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht derChristus? Hilf dir selbst und uns! Da antwortete der andere,strafte ihn und sprach: Fürchtest du dich auch nicht vorGott, der du doch in gleicher Verdammnis bist?“ Hier findetman wohl den vollständigen Widerspruch: Dabei handelt essich einerseits um einen Dieb, der über Jesus entsetzlichlästerte, während ein zweiter Dieb andererseits versuchte,Jesus noch stark zu verteidigen.Neben diesen Stellen gibt es nachgewiesen noch sehr vieleandere widersprüchliche, ja einander ausschließendePassagen in der Bibel, die den Rahmen meines Buchessprengen würden, wollte ich sie alle aufzählen.Sämtliche Probleme der Änderungen, Ergänzungen undWidersprüche beziehen sich nicht nur auf das NeueTestament, sondern auch auf das Alte Testament1, das noch1 Das ökumenische Vatikan-Konzil II (1962-1965) bestätigte inseinem Kommuniqué die Existenz solcher Fehler im AltenTestament: „Die Bücher des Alten Testaments zeigen sehrdeutlich der Menschheit sowohl das Wesen von Gott und desMenschen als auch die Art und Weise, wie Gott ganz gerecht mit
  • 24. 24 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordensehr viel davon hat. Um dieses Phänomen genau zuverdeutlichen, nenne ich hier nur kurz einige, die besonderseindeutig sind: (2. Könige 8:26): „Zweiundzwanzig Jahrealt war Ahasja, als er König wurde; ...“ In 2. Chronik 22:2ist die Rede jedoch von einer anderen Altersangabe:„Zweiundvierzig Jahre alt war Ahasja, als er König wurde;...“ In 2. Könige 24:8 lautet es: „Achtzehn Jahre alt warJojachin, als er König wurde; und er regierte drei Monateund zehn Tage zu Jerusalem.“ In 2. Chronik 36:9 heißt es:„Acht Jahre alt war Jojachin, als er König wurde; und erregierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem...“In einem anderen Zusammenhang ist dieWidersprüchlichkeit ebenso klar festzustellen: In 2. Samuel6:23: „Aber Michal, Sauls Tochter, hatte kein Kind bis anden Tag ihres Todes.“ In einer anderen Stelle der gleichenQuelle findet man genau das Gegenteil (21:8): „Aber diebeiden Söhne der Rizpa, der Tochter Ajjas, die sie Saulgeboren hatte, Armoni und Mephiboscheth, dazu die fünfSöhne der Merab, der Tochter Sauls, die sie dem Adriëlgeboren hatte, dem Sohn Barsillais aus Mehola, nahm derKönig…“ Der Name Michal, der sowohl in der KönigBibel-Version (KJV) als auch in der internationalenÜbersetzung Jehovas vorgekommen war, wurde allerdingsin der neuen amerikanischen Standardversion der Bibelden Menschen umgeht. Obwohl diesen Büchern sehr viel fehlt undunvollkommen sind, gehören sie ganz gewiss zu den klarenNachweisen für eine wirkliche Erziehung von Gott.“ Das bedeutet,dass sie unvollständig sind und Mängel aufweisen. In einer am18.11.1983 vom Papst abgegebenen Erklärung lautet es: „DieSchreiber begangen fatale Fehler hinsichtlich der Bibeltexte.“ InWirklichkeit verkörpert dieses Geständnis den unwiderlegbarenNachweis für die Fälschung.
  • 25. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 251973 durch Merab ersetzt, um solche Widersprüche zuvertuschen.Zu den wichtigen umstrittenen Themen in beidenTestamenten gehört mit Sicherheit die Frage, ob jemalsirgendwo ein Mensch Gott gesehen hatte. In Johannes 1:18lautet es: „Niemand hat Gott je gesehen; …“ Dies wurdeauch im ersten Brief des Johannes 4:12 bestätigt: „Niemandhat Gott jemals gesehen.“ Darin liegt ein totalerWiderspruch zu Mose, der verschiedene Versionen darstellt(1. Mose 32:31): „Und Jakob nannte die Stätte Pniel; denn,sprach er, ich habe Gott von Angesicht gesehen, und dochwurde mein Leben gerettet.“ In 2. Mose 33:11 heißt es:„Der Herr aber redete mit Mose, von Angesicht zuAngesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet.“ Einezweite Stelle derselben Quelle berichtet von einer anderenVersion (24:9-11): „Da stiegen Mose und Aaron, … undsahen den Gott Israels… Und als sie Gott geschaut hatten,aßen und tranken sie.“Das gilt auch für die Frage, ob Jesus allein zum Himmelstieg, die sehr oft in verschiedenen Passagen anders gestelltwurde (Johannes 3:13): „Und niemand fährt gen Himmel,denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich desMenschen Sohn.“ In 1. Mose 5:24 lautet es ganz anders:„Und weil er (Henoch) mit Gott wandelte, nahm ihn Gotthinweg, …“ In 2. König, 2:1 heißt es: „Als aber der HERRElia im Wetter gen Himmel holen wollte, gingen Elia undElisa vom Gilgal weg, …“ Das zeigt sehr deutlich, dassdiese Frage völlig umstritten bleibt, zumal sie laut derQuellen der Bibel immer noch nicht geklärt wurde: WarJesus allein zum Himmel gestiegen oder gilt das auch fürHenoch und Elia?
  • 26. 26 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenNeben dieser großen Problematik gibt es noch dieerheblichen Schwierigkeiten der Existenz von vielenVersionen des Alten Testaments mit völligunterschiedlichem Gehalt wie die hebräische, diegriechische und sumerische Fassung, wobei man dieTatsache nicht außer Acht lassen darf, dass die meistenVerfasser laut der Bibel total anonym sind. Nach einerfranzösischen Version „ist die Bibel ein Werk für die Weltvon einigen Schriftstellern und Herausgebern, die imNamen Gottes an ihre Völker sprachen, dennoch blieben diemeisten von ihnen ganz anonym.“Der Haltung des Islam der Bibel gegenüber basiert wirklichauf Gerechtigkeit und Fairness: Sie ist in der Tat einwichtiges Buch, das aber das Wahre mit dem Falschenvermischt. Bei seinem Urteil geht der Islam in erster Linievon zwei grundlegenden Kriterien aus und zwar dem Koran(direkte Botschaften Gottes) und der Sunna (Sammlung derHadithe derjenigen Worte und Entscheidungen, die nichtdirektes Wort Gottes waren) des Propheten Muhammad.Danach gilt alles als wahr, was die Bibel umfasst und invölliger Übereinstimmung mit beiden Quellen des Islamsteht. Hingegen ist alles unakzeptabel, was diesen Quellenwiderspricht. Daneben bezieht der Islam keine Stellung zuden Passagen in der Bibel, die weder im Koran noch in derSunna erwähnt werden. Nach dem Islam sollen die Muslimean alle heiligen Schriften glauben, die Allah auf SeinePropheten und Gesandten wie Abraham, Moses, David,Jesus, usw. herab gesandt hatte, wobei kein Unterschiedunter ihnen gemacht werden darf.
  • 27. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 27 IV. Die Glaubwürdigkeit des KoransDer Koran – Allahs letztes Buch an die Menschheit – erfuhrsicherlich seit über vierzehn Jahrhunderten rein gar keinemenschliche Änderung1. Zudem blieb er immer unberührt.In einer Zeitdauer von etwa dreiundzwanzig Jahrenoffenbarte Allah ihn Seinem Propheten Muhammad inAbschnitten unterschiedlicher Länge, wobei er seinerseitssie sofort seinen Anhängern vortrug, die ihrerseits dieseStellen sowohl notierten als auch auswendig lernten.1 In seinem Buch „The Life of Mohamed” (Das Leben vonMohamed) sagt der schottische Kritiker, William Muir, – er istkein Muslim – Folgendes über den Koran: „Es gibt offenbar garkein anderes Buch als der Koran, dessen Gehalt seit mehr als 12Jahrhhunderten (jetzt 14) klar und unangetastet geblieben ist.”Diese Ansicht teilt auch Dr. Laura Veccia Vaglieri in ihrem Buchüber den Islam „Apologia dell Islamismo” (übersetzt von MunirBalabaky, S. 58): „Wir verfügen immer noch über einen anderenBeweis dafür, dass der Koran Allahs Wort ist: Der Korantextblieb klar und unangetastet im Laufe der Jahrhunderte zwischenseiner ersten Rezitation und heute. Wenn Allah es will, wird erständig diesen Stand beibehalten, solange das Universiumexistiert.” Die Schriftstellerin fügte zum Schluß des Buches hinzu(gleiche Quelle S. 133): „Diese Widmung richtet sich an das liebeBuch, das sich weder durch seine Freunde noch seine Feinde oderdie Intellektuellen sowie die Analphabeten gefälscht wurde. DieZeit konnte rein gar keinen Einfluss auf dieses Buch ausüben, daes in seiner Originalform seit seiner Offenbarung von Allah anden letzten Propheten blieb, der wie alle anderen Propheten miteiner Mission kam, obwohl er weder schreiben noch lesenkonnte.“
  • 28. 28 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenÜberdies wies er auf die richtige Stelle von jedem Vers hin,um sie dann in die richtige Sure und auch in den ganzenKoran einordnen zu können. Auf diese Weise wurde ertatsächlich fixiert und von vielen hunderten Anhängern desPropheten auswendig gelernt. Aber der erste rechtgeleiteteKalif Abu Bakr erteilte Zaid bin Thabit den Auftrag nachdem Tode des Propheten, den Koran in einem einzigenBuch zu sammeln. Danach ließ der dritte rechtgeleiteteKalif Uthman bin Afan sieben Koran-Exemplareveröffentlichen und sie an die damaligen islamischenZentren der Welt schicken. Das führte vor allem zurAufrechterhaltung der Koran-Authentizität. Als weitererGarant für seinen unabänderlichen Inhalt ist seine Existenzim arabischen Originaltext hervorzuheben. Außerdemkommt auch noch das ungewöhnliche Phänomen, dass esviele Millionen Menschen auf der Erde gibt, die den Koransehr genau auswendig lernten. Darüber hinaus darf mannicht die völlige Übereinstimmung aller Ausgaben –gedruckt oder als Handschrift – außer Acht lassen, dieebenso die Authentizität des letzten heiligen Buches Allahsan die Menschheit bekräftigen.Der ganze Koran stammt nur vom Allah; daher ist erbestimmt Sein authentisches Buch in Wort und Laut ohnejegliche Ergänzung oder Änderung. Wenn Allah im Koransagt, „Sag: Er ist Allah, einzig“(112:1), kann der ProphetMuhammad aus diesem Grunde nichts ändern und muss esnur wiederholen: „Sag: Er ist Allah, einzig“. Hingegengelten die Hadithe des Propheten – die zweit-wichtigsteQuelle der islamischen Scharia – als Allahs Offenbarunglediglich in Gehalt; jedoch nicht im Wortlaut; deswegenwurden sie vom Koran getrennt und in eigenen Bücherngesammelt und aufgeschrieben.
  • 29. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 29Die Bibel hingegen verkörpert sicher eine große Mischungaus Gottes Wort, vermeintlichen Aussprüchen einigerPropheten und schließlich gefälschten Worten andererMenschen.Wer den Koran gründlich liest, wird auf jeden Fall zumklaren Ergebnis kommen, dass er sich grundsätzlich auf dieTatsache konzentriert, dass Allah einzig ist.Mag wohl sein, dass einige Menschen – wie ich früher –fest glauben, dass dieses Buch über den ProphetenMuhammad und seine Groß- und Wundertaten spricht; aberdas Gegenteil ist der Fall: Vielmehr will der Koran dieMenschheit wirklich dazu aufrufen, an Allah als einzigenGott fest zu glauben, ihn zu verehren, und sowohl SeineGebote als auch Seine Verbote zu befolgen. In diesem Sinnesind Allahs Worte im Koran über Muhammad als SeinenPropheten zu verstehen: „Und Muhammad ist nichts als einGesandter, schon vor ihm sind die Gesandtendavongegangen. Und wenn er stirbt oder getötet wird,macht ihr kehrt auf euren Fersen? Und wer auf seinenFersen kehrtmacht, so schadet er sicher nicht Allah, aberAllah wird es den Dankbaren vergelten.“ (3:144)In einer anderen Stelle ist auch die Rede von Muhammadüber seine äußerst mageren Möglichkeiten: Ohne AllahsWillens kann er sogar sich selbst nicht mehr nutzen: „Sag:Ich habe für mich selbst Macht zu Nutzen und nicht zuSchaden, außer was Allah will, und wenn ich Bescheidwüsste über das Verborgene, hätte ich bestimmt viel desGuten gehabt, und das Schlechte hätte ich nicht angerührt.Ich bin nur ein Warner und ein Ankünder für Leute, dieglauben.“ (7:188) Daneben gibt es in der Tat andere Stellenim Koran, wo Allah nicht nur Kritik an Seinem ProphetenMuhammad übte, sondern ihn auch tadelte. Dabei handelt es
  • 30. 30 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordensich z. B. um die Geschichte eines blinden Mannes, der dasGespräch mit dem Propheten suchte, um mehr über denIslam von ihm zu erfahren, während sich der Prophet aberdem Gespräch mit den Vertretern der Oberschicht in Mekkawidmete, weil er sie vom Islam überzeugen wollte. DieserMann unterbrach dennoch den Propheten, der ihn deshalbignorierte, da er sehr sicher war, dass der rechtgläubigeMann doch warten muss, bis der Prophet andere Menschengewinnt. (88:1-11)Neben den eben erwähnten Stellen findet der Leser imKoran andere Passagen, in denen Allah Seinen ProphetenMuhammad mit allem Nachdruck warnte und ihm sogar mitdem Tode drohte, falls er etwas von Allah sagen sollte, wasEr nicht ausgesprochen hatte: „Und wenn er sich gegen Unsmanche Redereien ausgedacht hätte, bestimmt würden Wirihn bei der Rechten ergreifen. Dann, bestimmt, würden Wirihm die Hauptschlagader durchschneiden, und von euch istnicht einer, der daran hindert.“ (66:44-47)Seine ungläubigen Gegner mühten sich wiederholt, demPropheten Muhammad vorzuwerfen, den Koran freierfunden zu haben. Daraufhin forderte sie Allah dazuheraus, ein ähnliches Buch zu schreiben. Darüber berichtetER im Koran: „Sag: Wenn sich die Menschheit und dieDschinn dazu zusammentäten, dass sie etwas diesem KoranGleiches brächten, - sie bringen nicht ihm etwas Gleiches,und wenn die einen von ihnen den anderen Beistandgäben.“ (17:88) In einer anderen Stelle wurde Folgendesgesagt: „Oder sagen sie: �Er hat ihn (den Koran) sichzusammengereimt�? Vielmehr glauben sie nicht. Alsosollen sie mit einem Bericht seinesgleichen kommen, wennsie Wahrhafte sind.“ (52:33-34) Als die Ungläubigen aberscheiterten, forderte Allah sie noch dazu heraus, lediglichzehn Suren zu verfassen: „Oder sie sagen: �Er hat ihn (den
  • 31. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 31Koran) sich ausgedacht.� Sag: Dann kommt mit zehnSuren, seinesgleichen, ausgedacht und ruft, wenn ihr könnt,anstelle Allahs, wenn ihr wahrhaft seid.“ (11:13)Da es den Ungläubigen doch nicht gelang, forderte Allah sienoch mal dazu heraus, nur eine einzige Sure zu schreiben:„Und wenn ihr in Zweifel seid über das, was Wir aufunseren Knecht herabkommen ließen, dann kommt ihr miteiner Sure von seinesgleichen und ruft eure Zeugen außerAllah, wenn ihr wahrhaft seid. Und wenn ihr es nicht tut –und sicher tut ihr es nicht – dann fürchtet das Feuer, dessenBrennstoff die Menschen und die Steine sind, vorbereitet fürdie Glaubensverweigerer.“ (2:23-24) In einer anderen Stellelautet es: „Oder sie sagen: �Er hat ihn (den Koran) sichausgedacht.� Sag: Dann kommt mit einer Suren,seinesgleichen, und ruft, wenn ihr könnt, anstelle Allahs,wenn ihr wahrhaftig seid.“ (10:38) Obwohl sich diedamaligen Ungläubigen – die Feinde des Islam – sogardurch ihre unvorstellbare Beherrschung des Arabischen alsihrer Muttersprache auszeichneten, gelang es ihnen nie, denKoran in irgendeiner Weise nachzuahmen oder einmal eineähnliche Sure zu verfassen. Hätten Sie aus dieser Erfahrungden richtigen Schluss gezogen – nämlich, dass der KoranAllahs Wort ist - so hätte diese Erkenntnis ihnen sicher sehrviel Zeit und große Mühe sparen können – stattdessenplagten sie sich weiter mit der Bekämpfung des Islam.Wer den Koran durchliest, wird leicht feststellen, dass er imGegensatz zur Bibel frei von Fehlern ist und in gar keinemWiderspruch zum Geist oder zur Wissenschaft steht. Indiesem Zusammenhang sagt Allah im Koran: „Bedenken sienicht den Koran? Und wenn er von einem anderen als Allahwäre, bestimmt hätten sie darin viel Widerspruchgefunden.“ (4:82) Außerdem erkennt man, dass dieses
  • 32. 32 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenBuch, das Allah vor über vierzehn Jahrhunderten Seinemanalphabetischen Propheten Muhammad offenbarte, schonvon Erkenntnissen spricht, zu denen die Wissenschaftlererst in der Neuzeit mithilfe von komplizierter undhochmoderner Technik und aufgrund von sehr vielenmühevollen und eingehenden Forschungen kamen.In diesem Rahmen stellt Allah z. B. im Koran die kleinstenDetails der Erschaffungsphasen des Menschen dar: „UndWir haben schon den Menschen geschaffen aus einemAuszug aus Lehm, dann haben Wir ihn als Samentropfengemacht, in einem sicheren Ruheplatz. Dann haben wir denSamentropfen als anhaftendes Blutgebilde geschaffen, undWir haben das anhaftende Blutgebilde als Fleischgebildegeschaffen, und Wir haben das Fleischgebilde als Knochengeschaffen, und Wir haben die Knochen mit Fleischbekleidet, dann haben Wir ihn als eine andere Schöpfungins Leben gerufen, und segenreich ist Allah, der besteSchöpfer.“ (23:12-14)Der Koran gibt auch viele Informationen über dieSchöpfung des Universums und des Urknalls: „Und sehennicht diejenigen, die den Glauben verweigern, dass dieHimmel und die Erde beide etwas Zusammenhängendeswaren, dann haben Wir beide zertrennt, und Wir haben ausdem Wasser jedes lebendige Ding gemacht? Also glaubenSie nicht?“ (21:30) Das war in der Tat auch dasHauptthema, wofür der Nobelpreis im Jahre 1973 verliehenwurde. Hinzu kommt, dass es in der modernenNaturwissenschaft eindeutig nachgewiesen wurde, dass dasZytoplasma, das 80% des Kernplasmas verkörpert, ausWasser (H2O) besteht. Solche absolut wichtigeErkenntnisse, von denen der Koran bereits vor etwavierzehn Jahrhunderten gesprochen hatte und nur einem
  • 33. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 33Analphabeten1 offenbart worden waren, liefern zweifellosden schlüssigen Beweis dafür, dass der Koran Allahs Wortund Muhammad Sein Prophet ist. V. Jesus Leben und BotschaftÜber Jesus erste Lebensjahre wissen wir immer noch sehrwenig; jedoch ist es uns doch ganz bekannt, dass seineMutter, die Jungfrau Maria, ihn auf die Welt in Palästinabrachte. Alle Muslime glauben ganz fest an ihn als AllahsPropheten und schätzen ihn sehr hoch, zumal er laut Koranzu den größten Propheten Allahs gehört. Der Kern seinerLehre beruht vor allem auf den Glauben an einen einzigenGott und an die Nächstenliebe für die ganze Menschheit. Ervollbrachte sehr viele Wundertaten, dennoch schrieb er siekeineswegs sich selbst zu, sondern Allahs Willen.2 Davon1 In diesem Zusammenhang sagt Allah im Koran Folgendes: „Unddu hast nicht vorher aus einer Schrift verlesen und sie nichtaufgeschrieben mit deiner Rechten, sonst hätten bestimmt dieTaugenichtse Zweifel gehabt.” (29:48)2 Trotz Jesus klarer Worte über seine Wundertaten, dass sie nurGott zuzuschreiben sind, beharren die angeblichen Christen dochdarauf, Jesus Lehren nicht zu folgen. Daher behaupteten sie, dassdiese Taten wohl der Hauptgrund für ihren Glauben an Jesus alsGottmensch sind. Aber man muss ihnen die berechtigte Fragestellen, warum das doch nicht für Moses gelten sollte, obwohl ereine Bahn ins Meer schlagen konnte (2. Mose 14:16-29), und sichsein Stock von seiner Natur und Eigenschaft als Holzstück insReich der Tiere umwandelte (2. Mose 4:2-5). Danach wäre Josuaauch Gottmensch, zumal er der Sonne und dem Mond denStillstand befahl, die ihm folgten (Josua 10:12-13). Das würdeebenso auf Elia zutreffen (1. Könige 17:20-22), denn er konnte
  • 34. 34 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenberichtet er noch in Johannes (5:30): „Ich kann nichts vonmir selber tun.“ Weiter lautet es in Lukas (11:20): „Wennich aber durch Gottes Finger die bösen Geisteraustreibe,...“ Jesus richtete sich ständig nur an Gott,Schöpfer der Himmel und der Erde und bat Gott darum, ihmebenso dabei zu helfen, die Wundertaten vollzubringen.Vom Fall Lazarus, den Jesus wieder ins Leben zurückrufenkonnte, wurde noch in Johannes Folgendes gesagt (11:41­42): „Da hoben sie den Stein weg. Jesus hob seine Augenempor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du micherhört hast. Ich wusste wohl, dass du mich allezeit hörst;aber um des Volkes willen, das umhersteht, habe ichgeredet, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“Simon (Peter), der Apostelchef, sagte hier Folgendes(Apostel. 2:22).: „Ihr Männer von Israel, höret diese Worte:Jesus von Nazareth, den Mann, von Gott unter eucherwiesen mit Taten und Wundern und Zeichen, welche Gottdurch ihn tat unter euch, wie ihr selbst wisset:“ Sogar dieAugenzeugen von Jesus Wundertaten betonten auch, dasssie nur Gott zugeschrieben werden müssen und Jesuslediglich Sein Prophet ist. Sie brachten ebenso ihreMeinung über die Geschichte des Sohnes der Witwe ganzklar in Lukas zum Ausdruck, den Jesus wiederbelebendas tote Kind wieder ins Leben zurückrufen. Dies sollte auchsowohl für Elisa, der den Knaben wiederbeleben konnte (2.Könige 4:32-35) und sogar nach seiner Beisetzung aus dem Todeaufgewacht ist (2. Könige 13:20-21) als auch für Hesekiel gelten(Hesekiel 37:7-10), der ein ganzes Heer von einem paar tausendPersonen wieder lebendig machte. Alle sind zweifelsohneüberhaupt gar keine Götter und vollbrachten diese Wundertatenlediglich mit Gottes Willen.
  • 35. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 35konnte (7:16): „ ..: Es ist ein großer Prophet unter unsaufgestanden und Gott hat sein Volk heimgesucht.“Dieser große Prophet Allahs – arabisch: Isa ibn Marjam(Jesus, Marias Sohn) – wird fünfundzwanzig Malnamentlich im Koran erwähnt, während der Name desPropheten Muhammad nur fünf Mal genannt wird. ÜberJesus und seine Mutter Maria sagt Allah im Koran: „Undals die Engel sagten: �Marjam1, Allah hat dich auserwähltund hat dich rein gemacht und hat dich von den Frauen derWelten auserwählt. Marjam, sei deinem Herrn gehorsamund wirf dich nieder und beuge dich mit den sichBeugenden.� Dies ist etwas von den Mitteilungen desVerborgenen, Wir offenbaren es dir, und du warst nicht beiihnen, als sie ihre Schreibrohre warfen, welcher von ihnenfür Marjam sorgt, und du warst nicht bei ihnen, als siemiteinander stritten. Als die Engel sagten: �Marjam, Allahkündet dir Gutes an mit einem Wort von ihm, sein Name istder Messias Isa, Sohn Marjams, angesehen in dieser Weltund im Jenseits, und einer von den Nahestehenden. Und erredet mit den Menschen in der Wiege und als Erwachsener,und er ist einer von den Rechtschaffenen.� Sie sagte:1 Marjam (Maria) ist die einzige Frau, die vierunddreißig Malnamentlich im Koran erwähnt wird. Zudem trägt eine ganze Sureihren Namen, obwohl es keinen Teil des Neuen Testaments gibt,die ihren Namen hat. Im Koran wird weder der Name der Mutterdes Propheten Muhammad noch den einer von seinen Töchternoder seinen Ehefrauen genannt. Für Marjam empfinden dieMuslime große Liebe und wird außerdem sehr hoch geschätzt;deshalb benennen immer noch einige Muslime ihre Töchter nachMarjam.
  • 36. 36 Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden�Mein Herr, wie bekomme ich ein Kind, und mich hat keinMenschenwesen berührt?� Er sagte: �So ist es, Allahschafft, was Er will, wenn Er eine Angelegenheitbeschlossen hat, so spricht Er dazu: Sei!, und sie ist.� UndEr lehrt ihn die Schrift und die Weisheit und die Taura unddas Indschil. Und als Gesandten zu den Kindern Israils:�Ich bin schon zu euch gekommen mit einem Zeichen voneurem Herrn, ich schaffe etwas für euch aus Lehm wie dieGestalt des Vogels1, dann hauche ich in es, und es wird einVogel mit der Erlaubnis Allahs, und ich lasse denBlindgeborenen genesen und den Aussätzigen, und ich lasseden Gestorbenen lebendig werden mit der Erlaubnis Allahs,und ich teile euch mit, was ihr esst und was ihr in eurenHäusern aufspeichert, hierin ist ja bestimmt ein Zeichen füreuch, wenn ihr Gläubig seid. Und bestätigend, was vor mirwar, von der Taura, und das ich euch manches gestatte vondem, was euch verboten wurde, und ich bin zu euch miteinem Zeichen von eurem Herrn gekommen, also fürchtetAllah und gehorcht mir: Allah ist ja mein Herr und euerHerr, also dient ihm, dies ist ein richtiger Weg.� Und alsIsa bei ihnen die Glaubensverweigerung wahrnahm, sagteer: �Wer sind meine Helfer zu Allah?� Die Jünger sagten:�Wir sind die Helfer Allahs, wir glauben an Allah, undbezeuge, dass wir friedenmachend Ergebene sind! UnserHerr, wir haben an das geglaubt, was Du herabgesandthast und wir sind dem Gesandten gefolgt, also schreibe unsnieder mit den Bezeugenden.� Und sie haben etwas imSchilde geführt, und Allah hat etwas im Schilde geführt, und1 Taura: die Thora (die 5 Bücher Mose) – Indschil: dasEvangelium, Gottes Botschaft (A.d.Ü.). Dieses und andereWunder von Jesus werden nicht einmal in der Bibel, sondernlediglich im Koran (5:114) erwähnt.
  • 37. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 37Allah ist der am besten etwas im Schilde führt. Als Allahsprach: Isa, Ich nehme dich zu Mir, und Ich erhöhe dich1 zuMir und Ich mache dich rein von denen, die den Glaubenverweigert haben, und Ich lasse diejenigen, die dir gefolgtsind, über denjenigen sein, die den Glauben verweigerthaben, bis zum Tag der Auferstehung, dann ist zu Mir eureRückkehr, und ich urteile zwischen euch über das, worüberihr uneinig seid. Und was diejenigen angeht, die denGlauben verweigert haben, so strafe Ich sie mit schwererStrafe in dieser Welt und im Jenseits, und für sie gibt eskeine Helfer. Und was diejenigen angeht, die geglaubt undrechtschaffen gehandelt haben, so begleicht Er ihnen ihreBelohnungen, und Allah liebt die Unrechthandelnden nicht.Dies verlesen Wir dir von den Zeichen und der weisenErinnerung. Das Gleichnis von Isa ist ja bei Allah wie dasGleichnis von Adam, Er schuf ihn aus Erdreich, dannsprach Er zu ihm: Sei! und er war. Die Wahrheit vondeinem Herrn, also sei keiner von Bestreitern. Also wer mitdir über sie disputiert, und nach dem, was vom Wissen zudir gekommen ist, so sag: Kommt, wir rufen unsere Söhneund eure Söhne und unsere Frauen und eure Frauen unduns selbst und euch selbst, dann flehen wir an und legen denFluch Allahs auf die Lügner! Ja, dies, bestimmt ist es diewahre Erzählung, und es gibt keinen Gott außer Allah, undja, Allah, bestimmt ist Er der Mächtige, der Weise.“ (3:42-62)Ferner sprach Allah im Koran: „ Und erinnere in der Schriftan Marjam, als sie sich zurückzog von ihren Angehörigenan einen Ort nach Osten. Und sie nahm sich eineAbtrennung von ihnen. Da sandten Wir Unseren Geist zu1 Allah rettete Jesus und erhob ihn lebendig mit Leib und Seele zuihm, ohne ihm irgendwelches Unheil zu geschehen.
  • 38. 38 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenihr, und er schien ihr gleich einem ebenmäßigenMenschenwesen. Sie sagte: Ich nehme Zuflucht bei demAllerbarmer vor dir, wenn gottesfürchtig bist. Er sagte: Ichbin ein Gesandter deines Herrn, damit ich dir einenlauteren Jungen schenke. Sie sagte: Wie kann ich einenJungen haben, und mich hat niemals ein menschlichesWesen berührt, und ich bin bestimmt keine Hure. Er sagte:So ist es. Dein Herr sprach: Das ist für mich leicht, unddamit Wir ihn zu einem Zeichen machen für die Menschenals Barmherzigkeit von Uns, und es ist eine beschlosseneAngelegenheit! Und sie war schwanger mit ihm, und sie zogsich zurück mit ihm an einen weit entfernten Ort. Dabrachten sie die Geburtswehen zum Stamm der Palme. Siesagte: Wehe mir, wäre ich vorher gestorben, und wäre ichetwas ganz und gar Vergessenes. Da rief es von unten ihr:Sei nicht traurig, dein Herr hat schon unter dir einenWasserlauf gemacht, und schüttele den Stamm der Palmehin zu dir, sie lässt auf dich frische Datteln als Ernteherabfallen. So iss und trink und sei getrost, und wenn duvon den Menschenwesen einen siehst, so sag: Ich habe demAllerbarmer ein Fasten gelobt, also rede ich heute sichernicht mit einem Menschen. So kam sie mit ihm zu ihrenLeuten, sie trug ihn, sie sagten: Marjam, du bist schon miteiner unerhörten Sache gekommen. Schwester Haruns, deinVater war kein schlechter Mann, und deine Mutter warkeine Hure. Da deutete sie auf ihn. Sie sagten: Wie redenwir mit dem, der in der Wiege ist, als Kind? Er sagte: Ichbin der Knecht Allahs, Er hat mir die Schrift gegeben, undEr hat mich zum Propheten gemacht und Er hat michgesegnet gemacht, wo ich bin, und Er hat mich angewiesenzum Gebet und zur Zakat-Steuer, solange ich am Leben bin.Und gut zu meiner Mutter zu sein, und Er hat mich nichtgewalttätig, unselig gemacht. Und Frieden über mir amTag, an dem ich geboren wurde und am Tag, an dem ich
  • 39. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 39sterbe, und am Tag, an dem ich lebendig auferweckt werde.Dies ist Isa, Sohn Marjams – das Wort der Wahrheit, dassie bezweifeln. Es ist nicht an Allah, dass Er sich einenSohn nimmt. Gepriesen ist Er! Wenn Er eine Angelegenheitbeschlossen hat, so spricht Er zu ihr: Sei! und sie ist. Und: Allah ist mein Herr und euer Herr, also dient ihm, dies istein richtiger Weg.“ (19:16-36)Neben dem Koran misst auch die Sunna des ProphetenMuhammad Jesus sehr große Bedeutung bei. In einem vonAl-Bukhari (Sahih al-Buhari von Dieter Ferchl, Stuttgart2006) herausgegebenen Hadith des Propheten Muhammadberichtet er über Jesus: „Sowohl im Diesseits als auch imJenseits bin ich von Menschen am nächsten zu Isa ibnMarjam (Jesus, Marias Sohn). (3370) Alle Propheten sindsicherlich Brüder mit einem Urvater, aber mitunterschiedlichen Müttern; dennoch haben sie nur eineReligion.“ In einem anderen auch von Al-Bukhariherausgegebenen Hadith lautet es: „Jedes Neugeborenewird vom Satan gestochen, daher schreit es außer Marjamund ihrem Sohn.“ (3359) Dies erfolgt, nachdem Allah denWunsch der Ehefrau von Imran (Marjams Mutter) erfüllthat: „… und ich habe es Marjam genannt, und ich stelle esunter Deinem Schutz, und ihre Nachkommenschaft, vor demverdammten Teufel.1“ ( Koran 3:36)Zusammenfassend möchte ich hier noch einmal betonen,dass der Koran den Propheten Jesus genauso wie denPropheten Muhammad behandelt; beide haben einen sehr1 Sowohl der Koran als auch die Sunna ehrten Jesus sehr hoch.Zudem schützte Allah ihn vor dem Satan, was eigentlich gegenden Vorwurf der Bibel spricht, dass er von dem Teufel versuchtwurde. (Vgl. Lukas 4:2)
  • 40. 40 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenreinen und edlen Charakter, sind von vornehmer Abkunftund beide von Allah gesandt. VI. Allahs Prophet MuhammadJesus teilte den Juden bereits mit, dass das Gottes Reich vonihnen genommen und einer anderen Nation gegeben werdenwerde, die es eigentlich verdient (Matthäus 21:43): „Darumsage ich euch: Den Reich Gottes wird von euch genommenund einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt.“Damit meint er aber die Nachkommen von Ismael, die vonden Juden1 gar nicht beachtet wurden. In diesem Bezug sagtJesus auch im Koran Folgendes: „Und als Isa, SohnMarjams, sagte: Ihr, Kinder Israils, ich bin der Gesandte1 Obwohl die Juden den Arabern keine Beachtung schenkten undden Propheten des Islam nicht offiziell anerkannten, findet maneinige Stellen im Koran, wo Allah sie eine Zeit lang bevorzugte:„Ihr Kinder Israils, erinnert euch Meiner Wohltat, mit der Icheuch wohlgetan habe, und dass Ich euch begünstigt habegegenüber den Welten.“ (2:47). Überdies sprechen die meisten imKoran genannten Prophetengeschichten von Allahs Propheten andie Juden, vor allem Moses, der 136 Mal namentlich erwähnt ist.Dazu kommt auch die Tatsache, dass der Prophet Muhammad dieMuslime dazu aufforderte, immer den zehnten Tag vomislamischen Monat Muharram (ersten Monat) und einen Tagdavor zu fasten, zumal an diesem Tag Allah Moses und seineAnhänger (Kinder Israils) vor dem ägyptischen Pharao durch dasMeerwunder rette. Seit mehr als 14 Jahrhunderten folgen dieMuslime der Aufforderung ihres Propheten. Da sie AllahsPropheten an die Juden so großen Respekt zollen, benennen vielevon ihnen ihre Kinder nach diesen Propheten.
  • 41. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 41Allahs zu euch, bestätigend, was vor mir ist von der Tauraund als Überbringer guter Kunde von einem Gesandten, –er kommt nach mir, sein Name ist Ahmad, und als er zuihnen kam mit den klaren Beweisen, sagten sie: Dies istklare Zauberei.“ (61:6) Außerdem wurde in JohannesEvangelium von Jesus Prophezeiung gesprochen, dass derProphet Muhammad ihm folgt (16:7-14): „Aber ich sageeuch die Wahrheit: es ist euch gut, dass ich hingehe. Dennwenn ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch.Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wennderselbe kommt, wird er der Welt die Augen auftun über dieSünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;…Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, derwird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aussich selber reden, sondern was er hören wird, das wird erreden und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.Derselbe wird mich verherrlichen; denn von dem Meinenwird ers nehmen und euch verkündigen.“ Von daher wirftsich noch die berechtigte Frage auf: Wer zollte Jesus vordem Propheten Muhammad eine so große Anerkennung?11 Die Meinungen über Jesus divergieren ganz stark voneinander:Eine Gruppe hatte ihn nicht nur für Lügner angesehen, sondernihn auch sehr angegriffen. Eine zweite Gruppe leugneten spätersogar seine Existenz ab und betrachteten ihn lediglich als einefiktive Figur, während eine dritte Gruppe seine Lehre zumGlauben an Allah als einizigen Gott nicht folgten; jedoch an ihnals Gott glaubten. Als der Islam kam, schaffte völlige Klarkeitüber Jesus, verteidigte ihn, stellte unter Beweis, dass er Prophet istund rief dazu auf, seiner Botschaft zum Glauben an Allah alseinzigen Gott zu folgen.
  • 42. 42 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenIn Barnabas Evangelium – einem der nicht von der Kircheanerkannten Evangelien – sprach Jesus aus (220): „Als dieMenschen mich Gott und Gottessohn nannten, um michim Diesseits freizusprechen, wollte Gott, dass dieseMenschen über mich durch Judas1 Tod weiter lästern undglauben, dass ich durch die Kreuzigung starb, damit dieTeufel nicht über mich im Jenseits lästern. Dies wird sobleiben, bis Mohammed, der Prophet Gottes, kommt, deralles entlarven und es denjenigen zeigen wird, die an GottesRechtsordnung glauben.“Auch im Alten Testament ist die Rede von dem ProphetenMuhammad mehrfach trotz der vielen Fälschung und derÄnderung, und diese Stellen blieben bis heute erhalten. In 5.Mose 18:18 lautet es: „Ich will Ihnen einen Propheten, wiedu bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte inseinem Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich1 Nach den Angaben der Evangelien wurde Jesus von seinemKassenwart und Schüler für 30 Silbermünzen verraten. Aber inIbn Kathir Koranexgese (Sure 4:157) und in anderenInterpretationen wurde auch dieses Thema behandelt und dieMeinung vertreten, dass dieser Schüler Jesus gar nicht verriet,sondern sich für ihn opferte, als er Jesus sagen hörte: „Wer istbereit, sich am Tag der Gefahr als mich auszugeben, um mich imParadies zu begleiten?” Daher tat es sein Schüler ganz freiwilligund wie sicherlich ist das von Jesus Schülern zu erwarten. DerVorwuf gegen Juda steht auch im Widerspruch zu anderenTextstellen z. B. in Matthäus Evangelium (19:28): „…, da desMenschen Sohn wird sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit,auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die Stämme Israels.“Dies stellt schon den schlüssigen Beweis dafür, dass Juda gar keinVerräter war. Ansonsten hätte Jesus hier nicht von zwölf, sondernnur von elf Thronen geredet.
  • 43. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 43ihm gebieten werden.“ Sogar von Mekka als Geburts- undOffenbarungsort, des Propheten Muhammad wird berichtet.In Psalm 18:18 heißt es: „Oh, die glücklichsten Menschen!Sie sind doch diejenigen, die ihre Kräfte von Ihnenbekommen und die Pilgerfahrt zu einem Berg1 unternehmenwollen (einer vom Glauben an Gott geprägte Gesellschaft),wobei sie am trockenen Tal Bakka2 vorbeikommen, das zumOrt der Wasserquellen sein wird.“ In diesem Sinne wird imKoran Folgendes erwähnt (3:96): „Ja, das erste Haus (dieKaaba), für die Menschen errichtet, war bestimmt das inBakka gesegnet…“ Hier richtet sich auch der ProphetAbraham an Allah mit folgenden Worten (14:37): „UnserHerr, ich habe welche von meiner Nachkommenschaft ineinem trockenen Tal angesiedelt, ohne Saat, bei Deinemheiligen Haus, (Kaaba)“ In Jesaja (21:13) wird nochberichtet, dass man auch in Arabien von diesem „Berg“sprach.Von dem ersten Entgegennehmen der Offenbarung durchden Propheten Muhammad, der dabei rein gar nicht lesenkonnte, wird ebenso in Jesaja erzählt (29:12): „; oder das1 Laut englischen Lexikons „Websters Seventh New CollegiateDictionary“ bedeutet das Wort „Zion“ Erde, das aber imenglischen Text als „Berg“ übersetzt ist. Zion bezeichnet imHebräischen die trockene Erde (Vgl. The New StrongExhaustive Concordance of the Bible, S. 99, Paragraph 6723und good News Bible, S. 585).2 Die Übersetzer des arabischen Bibeltextes ersetzten Bakka Taldurch Bukaa Tal (Klagetal), obwohl Bakka Eigenname ist, daseigentlich gar nicht zu übersetzen ist. Zudem strichen sie das WortPilger aus der Übersetzung, obschon es im englischen Originalvorhanden ist. (Der Übersetzer)
  • 44. 44 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenman einem gibt, der nicht lesen kann, und spricht: Lies dochdas! und er spricht: Ich kann nicht lesen.“1 In Sahih Al-Bukhari (3), der Hadith-Anthologie des ProphetenMuhammad wird auch über die erste Entgegennahme derBotschaft Allahs berichtet: „Muhammad befand sich in derHira Berghöhle, als der Engel zu ihm kam und sagte: Lies.Darauf erwiderte ihm Muhammad: Ich kann nicht lesen,und berichtete weiter: Der Engel drückte mich so fest, bisich kraftlos war. Dann ließ er mich und sagte mir: Lies.Anschließend antworte ich: Ich kann nicht lesen. Zumzweiten Mal drückte mich der Engel so fest, bis ich kraftloswar. Dann ließ er mich und forderte mich auf: Lies. Ihmsagte ich: Ich kann nicht lesen. Zum dritten Mal drückte ermich so fest, bis ich kraftlos war. Dann ließ er mich undsagte mir (Sure 96:1-3): Trage vor, im Namen deinesHerrn, der geschaffen hat! Er hat den Menschen geschaffenaus einem anhaftenden Blutgebilde. Trage vor! Und deinHerr ist der Edelste,“ In diesem Rahmen äußert sich Allahim Koran: „…, Diejenigen, die dem Gesandten folgen, demunbelesenen Propheten, dem sie beschrieben finden, beisich, in der Taura und im Indschil,“ (7:157)Die Prophezeiung von Jesus und seinen Vorgängern vonden Propheten und Gesandten ging im Jahre 571 n. Chr. inArabien in Erfüllung, als der Nachfahre Ismaels2 das Licht1 Die Übersetzer des arabischen Bibeltextes ersetzten das WortLesen durch das Wort Schreiben in Jesaja (29:12), was inWirklichkeit zur erheblichen Abweichung vom Originaltext imEnglischen führt. (Der Übersetzer)2 Ismael ist der älteste Sohn Abrahams (1. Mose 16:16): „UndAbram war sechsundachtzig Jahr alt, als ihm Hagar den Ismaelgebar.“ In 21:5 heißt es aber: „Hundert Jahr war Abraham alt, alsihm sein Sohn Isaak geboren wurde.“; dennoch widerspricht sich
  • 45. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 45der Welt erblickte. Dort waren die Menschen eigentlichHeiden, denn sie glaubten nur an ihre Götzen und Bildnisse.Muhammad war tatsächlich eine hervorragendePersönlichkeit, da er einen edlen Charakter hatte. Überdiesmaß er der Gerechtigkeit und der großen Liebe und Hilfefür die Armen und Schwachen höchste Priorität bei. Unterseinen Mitmenschen war er sehr bekannt dadurch, dass er inTreu und Glauben handelte. Daher nannten sie ihn mitRecht „As-sadik Al-amin“ (wahrhaftig und ehrlich).Als Muhammad vierzig Jahre alt war, wurde er von Allahals das Siegel Seiner Propheten und Gesandten an die ganzeMenschheit auserwählt. Er rief die Menschen dazu auf, anAllah als einen einzigen Gott fest zu glauben, zumal Er derAlleinschöpfer und immer und überall gegenwärtig ist.Allah unterstützte Muhammad mit vielen ganz konkretenWunder- und Großtaten, um seiner Botschaft als AllahsPropheten Glaubwürdigkeit zu verleihen. Hier sind einigeBeispiele: Das Wunder der Mondspaltung (Sure 54:1), dasWindwunder (Sure 33:9) zum Schutz von Medina gegenden heftigen Angriff u. ä. Viele davon wurden im Korannach ihrer Vollziehung fixiert. Das führte sicherlich dazu,viele Heiden von den Wundertaten zu überzeugen, die mitden Fakten völlig übereinstimmten, zu der die Heidengekommen waren. Zudem bekennten sie sich doch zumIslam aus fester Überzeugung, obwohl sie eben nach einemeinzigen Fehler im Koran gesucht hatten. Das bestärkte aberdas Alte Testament, da es in einer anderen Stelle behauptet wird,dass Abraham nur einen Sohn hat, der Issak heißt (1. Mose 22:2):„Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, …“
  • 46. 46 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenauch die ersten Muslime, die alles für den Islam opferten.Durch solche Wunder wurde ihr Glauben enorm gestärkt.Neben den schon im Koran genannten Wundern wirdebenso in der Sunna des Propheten Muhammad vonWundertaten berichtet, wie dass das Wasser aus seinenFingern floss, er eine kleine Menge an Essen in riesigenMengen wandelte. Zudem sagte er die Zukunft vorher undsprach v die er eigentlich nicht hätte wissen können u. ä;trotzdem ist als das größte Wunder des Islam dasKoranwunder, das Wunder der Offenbarung von AllahsWort an Mohammad anzusehen und wird bis zum Tag derAuferstehung das größte Wunder bleiben. Das hängt sehrmit der unnachahmlichen Sprache und der Bekanntgabe vonwissenschaftlichen und rechtlichen Fakten zusammen.Der Prophet Muhammad lebte sehr einfach mit seinerFamilie und unter seinen Verwandten und Freunden, wobeialle Details über sein Leben und Verhalten so bekanntwaren, dass er gar nichts zu verheimlichen brauchte. Denner war wie ein offenes Buch, dessen Einzelheiten jedePerson problemlos durchlesen konnte. Von daher setztensich seine Angehörigen für den Islam total ein und opfertensich auch sogar für ihn, um ihn vor allen Gefahren zuschützen, weil sie ihren Propheten Muhammad alszuverlässigen, ehrlichen und glaubwürdigen Verkünder vonAllahs wahrer Mission kennen lernten, der sie zu nichtszwang oder trieb außer, dass er ihnen gut die echteOffenbarung Allahs verkündete.Zur Brüderlichkeit im islamischen Rahmen rief der ProphetMuhammad auf, wobei er gar keinen Unterschied unter denMenschen machte – ganz unabhängig von ihrer Herkunft,Hautfarbe, Sprache, ihrem Reichtum oder Geschlecht.Davon spricht Allah noch im Koran: „Ihr, die Menschen,Wir haben euch ja geschaffen von einem männlichen und
  • 47. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 47einem weiblichen Wesen, und Wir haben euch Völker undStämme gemacht, damit ihr einander kennt, der edelste voneuch bei Allah ist ja der am meisten gottesfürchtige voneuch, Allah ist ja wissend, kundig.“ (49:13) Von seiner Seiteunterstrich der Prophet Muhammad die Tatsache, dass derStamm und die Herkunft rein gar kein Gewicht vor Allahhaben,1 als er sich darüber äußerte: „Ihr habt den gleichenAllah und auch denselben Vater (Adam). Es gibt gar keinenUnterschied zwischen Arabern und Ausländern, Weißen undSchwarzen außer durch Gottesfurcht und gutes Werk.“(Imam Ahmad 23105) Damit meint er wohl, dass bei AllahsGerechtigkeit Gottesfurcht und gutes Werk als einzigerMaßstab gelten, wobei weder die Hautfarbe noch dieHerkunft eine Rolle spielt. Dabei herrschte zu dieser Zeitüberall Sklaverei, verteidigt von heidnischen Religionenund sogar mit Billigung und Unterstützung der Bibel (Vgl.1. Mose 9:25-27, 2. Mose 2-12 und Epheser 6:5). Als AllahsProphet Muhammad aber kam, erklärte er ganz deutlich,dass die Befreiung der Sklaven ganz gewiss zu den bestenWerken gehört, die zu Allahs Gnade und Vergebung derSünden führen können.Seinen Propheten Muhammad als „Barmherzigkeit für dieMenschheit“ schickt Allah und drückt Seine Meinung überihn im Koran aus: „Und wir haben dich nicht gesandt,außer als eine Barmherzigkeit für die Welten.“ (21:107) In1 Obwohl Abu Lahab der Onkel des Propheten Muhammad war,lehnte er Allahs Botschaft strikt ab und war auch nochherrschsüchtig und überheblich; deswegen wurde offen im Koranüber seine Strafe im Jenseits gesprochen, wobei ihm seineVerwandtschaft mit dem Propheten nichts nützte.
  • 48. 48 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordendiesem Sinne sagt der Prophet Muhammad in einem HadithFolgendes: „Die mitfühlenden Menschen werden von Allahbarmherzig behandelt. Gehen Sie mitfühlend mit denMenschen auf Erden um, so verfährt mit ihnen der Schöpferdes Himmels barmherzig.“ (At-tirmidhy 1928) In einemanderen Hadith fügt er hinzu: „Wer die Menschen nichtmitfühlend behandelt, wird Allah mit ihm nicht barmherzigumgehen.“ (Muslim 5983) Als Vorbild für die konkreteBarmherzigkeit gilt der Prophet Muhammad. Von dahergibt ihm Allah den Rat: „Und durch Barmherzigkeit vonAllah warst du mild zu ihnen, und wenn du barsch, hartenHerzens gewesen wärest, bestimmt wären sie von dir herumauseinander gelaufen, also erlasse es ihnen und bitte umVerzeihung für sie und ziehe sie in der Angelegenheit zuRate, und wenn du etwas beschlossen hast, so vertraue aufAllah, Allah liebt ja die Vertrauenden.“ (3:159)Sogar mit seinen Feinden ging der Prophet Muhammad sehrbarmherzig um: Bei seiner Rückkehr nach Mekka alsEroberer glaubten sie – die Heiden – daran fest, dass ersich an ihnen rächen und alle wegen des Unrechtes, desLeides und der Quälerei töten würde, die sie ihm und seinenAngehörigen zugefügt hatten; allerdings stand er neben demTor der Kaaba und sprach zu ihnen: „Oh, Leute! Wasglauben sie, was soll ich mit euch machen? Sie sagten: Dubist unser gütiger Neffe und Vetter. Er sagte: Das hättensie noch dreimal wiederholt. Dann fügt er hinzu: Ich sageeuch Josephs Worte“ (Al-Baihaky 18647). Im Koran heißtes: „Kein Vorwurf gegen euch heute, Allah verzeiht euch,und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.“ (12:90) Ineinem anderen Hadith brachte der Prophet Muhammad auchseine Meinung zum Ausdruck: „Geht! Ihr seid frei.“ (Al-Baihaky 18648) Dies zeigt klar und deutlich die großeBarmherzigkeit des Propheten Muhammad und spiegelt
  • 49. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 49ebenso seinen noblen Charakter wider, da es ihm doch sehrleicht gefallen wäre, alle Feinde umzubringen, um sich anihnen für sich und seine Angehörigen zu rächen; jedochvergab er ihnen alles. Das liefert wirklich den sicherenBeweis dafür, dass der Prophet Muhammad als barmherzigeGabe für die Welten gesandt wurde. Zudem ist seinVerhalten lediglich in Bezug auf die Lehren des Koran zubegreifen: „Diejenigen, … und den Zorn unterdrücken undes den Menschen erlassen, und Allah liebt dieGuthandelnden.“ (3:134) In einer anderen Stelle heißt esnoch: „…– wehre ab mit dem, was besser ist, und dann istderjenige, wo zwischen dir und zwischen ihm Feindschaftwar, als ob er ein heiß liebender Freund ist. Und das wirdnicht zuteil, außer denjenigen, die geduldig ausharren, unddas wird nicht zuteil, außer dem mit gewaltigem Glück.“(41:34-35)Als die Angehörigen des Propheten Muhammad an ihnappellierten, sich nachdrücklich mit der Aufforderung anAllah zu wenden, um sich an seinen Feinden zu rächen,denn sie hatten ihm vier Zähne gebrochen und eine tiefeWunde am Kopf verursacht, lehnte er es strikt ab und sagte:„Oh, Allah! Bitte, vergeben Sie meinen Leuten! Denn sieverstehen nicht, was sie machen.“ (Ibn Hibban 949) Es istsehr bekannt, dass der Prophet nie in Wut wegen eigenerSache geriet. Daher sagt er immer: „Die kräftigste Personist aber nicht die, die eine andere Person bekämpft undbesiegt, sondern die, die sich wirklich beim Zornbeherrschen kann.“ (Al-Bukhari 6595)Der Prophet Muhammad war auch vorbildlich in seinerBescheidenheit: Eines Tages kam zu ihm ein armer und ausFurcht vor ihm zitternder Mann, als würde er einen derKönige dieser Welt treffen. Seinerseits besänftigte ihn der
  • 50. 50 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenProphet und sagte ihm: „Beruhige dich! Ich bin doch keinKönig, sondern der Sohn einer Frau, die noch dasausgetrocknetes Brot in Mekka gegessen hatte.“ (Ibn Magah3391) In einem anderen Hadith drückt er seine Meinungzum Thema Überheblichkeit aus: „Ins Paradies kommtüberhaupt gar kein Mensch, der ein winziges Teilchen vonÜberheblichkeit auf dem Herzen hat.“ (Muslim 225) Alssein Sohn Ibrahim starb, geschah eine Sonnenfinsternis.Deshalb äußerten sich die Angehörigen des Propheten, dasssie mit diesem Ableben zusammenhängte. Daraufhin lehnteer es strikt ab und teilte ihnen mit: „Sowohl die Sonne alsauch der Mond sind zwei Zeichen Allahs, deren Finsternisgar nicht von Ableben oder Geburt einer Person abhängt.“(Al-Bukhari 1044)Jede Art des übertriebenen Lobs wies der ProphetMuhammad vehement zurück und riet es seinenAngehörigen ab: „Ihr sollt mich nicht so übertrieben loben,wie es der Fall bei den Christen mit Marias Sohn ist, zumalich lediglich Diener Allahs bin; deswegen sollt ihr michnoch mit dem Titel „Allahs Diener und Prophet“ansprechen.“ (Al-Bukhari 3372) Eines Tages redete ihn einMann damit an: „Du bist wirklich unser Meister undmächtig über uns.“ Ganz verärgert sagte ihm der Prophet –er ereiferte sich hier, weil es Allah betraf –: „Allah ist dochder einzige Meister, und ich bin überhaupt gar kein Meister.Ihr sollt euch keineswegs vom Satan beeinflussen und michkeinen höheren Rang einnehmen lassen, als den ich immernoch habe: Ich bin ganz gewiss nur Allahs Diener undProphet.“ (Imam Ahmad 12295)Muhammads Mission basiert in erster Linie darauf, dass dieFürsorge für die Schwachen, die Armen und die Waisen einintegraler Bestandteil des Islam ist. Dies wurde in mehrerenStellen im Koran bestätigt: „Hast du den gesehen, der das
  • 51. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 51Gericht ableugnet? Also das ist derjenige, der dasWaisenkind verachtend verstößt, und nicht anhält zurSpeisung der Armen.“ (107:1-3) In einer anderen Stellewurde sogar davon berichtet, dass man ausVernachlässigung solcher Gruppen in die Hölle kommenkann. Darüber sagt Allah im Koran: „Er hat ja immer nichtgeglaubt an Allah, den Gewaltigen, und er hat nichtangehalten zur Speisung der Armen.“ (69:33.-34)Zu den Grundprinzipien von Muhammads Botschaft gehörtauch die Verurteilung jeder Form von Unrecht, Aggressionund Terror gegen Unschuldige, worüber ganz klar im Korangesprochen wurde: „…, und übertretet nicht, Allah liebt janicht die Übertreter.“ (2:190) In einer anderen Stelle heißtes: „Deswegen haben wir den Kindern Israilsvorgeschrieben, dass wer eine Seele tötet, – und nichtwegen einer Seele oder Verderbenstiften auf der Erde, – esdann so ist, als habe er die Menschheit insgesamt getötet,und wer sie am Leben erhält, so ist es, als habe er dieMenschheit insgesamt am Leben erhalten, und es sindUnsere Gesandten zu ihnen gekommen mit den klarenBeweisen, dann sind viele von ihnen hiernach auf der Erdebestimmt Maßlose geworden.“ (5:32) Aus dieser Stelle gehttatsächlich hervor, dass der Islam die Ermordung vor allemals eine verbrecherische Tat betrachtet.Auch zum Tierschutz ruft diese Religion die Muslimenachdrücklich auf und verbietet es ihnen, diese Lebewesenzu quälen. In einem Hadith des Propheten wird auch diesesThema behandelt: „Eine Frau wurde bestraft und kam ausdem Grunde in die Hölle, weil sie eine Katze bis zum Todesperrte, ohne ihr Essen oder Trinken zu geben. Außerdemließ sie nicht zu, dass die Katze etwas von der Erde aß.“(Muslim 5804) Ferner fügt der Prophet hinzu: „Allah
  • 52. 52 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenvergab sogar einer Prostituierten ihre Sünden, da sie densehr quälenden Durst eines Hundes mit Wasser stillte.“ (Al-Bukhari 3392) Überdies wurde dem Propheten folgendeFrage gestellt: „Oh, Allahs Prophet! Bekommen wir Lohnvon Allah, wenn wir gut mit den Tieren umgehen?“ Ersagte: „Das bekommt ihr sogar beim guten Umgang mitjedem Lebewesen.“ (Al-Bukhari 2323)Zur Toleranz und zum Respekt und Schutz gesamterMenschenrechte, auch von Nicht-Muslimen rief der ProphetMuhammad die Muslime in seiner Botschaft auf und sprachin einem Hadith davon: „Wer sein Wort einer anderenPerson gegenüber brach und ihr dadurch Schaden zufügte,ihm nicht alle Rechte gewährte, ihn überforderte und ihmetwas unfreiwillig wegnahm, wird ganz gewiss von mir amTag der Auferstehung zur Rechenschaft gezogen.“ (AbuDawoud 3054)Zu seiner Mission gehören wirklich die Zuverlässigkeit unddie Treue; daher sagt der Prophet: „Gib der Person zurück,was sie dir bereits anvertraut hat, und betrüge nicht diePerson, die dich schon betrogen hat!“ (At-tirmidhy 1261)Neben den eben genannten Grundprinzipien des Islam sindauch der Verzicht auf Egoismus und die große Bedeutungder Nächstenliebe hervorzuheben. In diesem Sinne heißt esin einem Hadith des Propheten: „Jede Person gilt überhauptnicht als gläubig, bis sie anderen Menschen alles wünscht,was sie sich selbst wünscht.“ (Al-Bukhari 13)Was aber die Frauen angeht, verlangt der ProphetMuhammad von den Muslimen, dass sie die Frauen zurespektieren, gut zu behandeln und großmütig gegen sie zuhandeln haben, zumal alles zweifellos ein fester Bestandteilder islamischen Lehre ist. Diesbezüglich sprach derProphet: „Die Gläubigen mit der tiefsten Frömmigkeit sindwirklich diejenigen, die das beste höfliche und moralische
  • 53. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 53Benehmen haben, und die Besten von allen Gläubigen sindin der Tat diejenigen, die mit ihren Ehefrauen am bestenumgehen.“ (Imam Ahmad 7374)Das gilt auch für die Liebe zu den Eltern, aber vor allem derMutter, wie es in diesem Hadith deutlich wird: Eines Tageskam ein Mann zum Propheten und fragte ihn: „Wer hat ammeisten Anspruch darauf, mein bester Freund zu sein?“ DerProphet sagte: „Deine Mutter.“ Danach fügte der Mannhinzu: „Wer kommt danach?“ Dann erwiderte der Prophet:„Deine Mutter.“ Der Mann stellte noch die Frage: „Werkommt danach?“ Anschließend sagte der Prophet: „DeineMutter.“ Ferner wendete sich der Mann an den Propheten:„Wer kommt danach?“ Der Prophet sprach: „Dein Vater.“(Muslim 6425) Nach dem Islam liegt das Paradies unter denFüssen der Mütter; deshalb teilte der Prophet einem um Ratsuchenden Mann mit, der zum Gihad (Dschihad) gehenwollte, während sich niemand um seine Mutter sorgt: „Bleibbei ihr, zumal das Paradies unter ihren Füssen liegt.“ (An-Nasai 3106)Der Prophet erklärt auch die Stellung der Mädchen: „Werein Mädchen bekommt, es nicht lebend beisetzt und wederschlecht noch seinen Sohn besser behandelt, bringt ihnAllah aus diesem Grunde ins Paradies.“ (Imam Ahmed1966) In einem anderen Hadith kommt das eben zumAusdruck: „Wer zwei Töchter oder zwei Schwestern, die erüberall gut behandelt, wird mein engster Begleiter imParadies, wie der Zeige- und Mittelfinger.“ (Ibn Abi Shaiba21179) Aus diesen Ausführungen ergibt sich ganz gewiss,dass laut dem Islam der gute Umgang mit den Frauen zuden wesentlichsten Faktoren gehört, die ins Paradies führen.
  • 54. 54 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenAusgehend von seiner Verantwortung, ausgehend vonseiner Eigenschaft als Vater, Sohn, Bruder, Ehemann odersogar als Herrscher, ist der Mann nach dem Islamverpflichtet für die Frau aufzukommen und ihr alle Rechtezu geben. Das gilt auch für die Erbschaft, die Brautgabe,Auswahl des Ehemanns, Wiederverheiratung und andereAnsprüche1. Darüber heißt es im Koran: „…, und für sie1 In der Bibel wird die Frau dagegen ausführlich als oft „unrein“beschrieben (3. Mose 15:19-30): „Wenn eine Frau ihren Blutflußhat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, derwird unrein bis zum Abend gelten. Und alles, worauf sie liegt,solange sie ihre Zeit hat, wird unrein, und alles, worauf sie sitzt,wird unrein. Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleiderwaschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zumAbend. Und wer irgendetwas anrührt, worauf sie gesessen hat,soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen undunrein sein bis zum Abend. Und wer etwas anrührt, das auf ihremLager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat, soll unrein biszum Abend. Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sieihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage unrein, und das Lager,darauf er gelegen hat, wird unrein. Wenn aber eine Frau denBlutfluß eine lange Zeit hat, zu ungewöhnlicher Zeit oder über diegewöhnliche Zeit hinaus, so wird sie unrein, solange sie ihn hat;wie zu ihrer gewöhnlichen Zeit, so soll sie auch da unrein sein.Jedes Lager, worauf sie liegt die ganze Zeit ihres Blutflusses, sollgelten wie ihr Lager zu ihrer gewöhnlichen Zeit. Und alles,worauf sie sitzt, wird unrein wie bei der Unreinheit ihrergewöhnlichen Zeit. Wer davon etwas anrührt, der wird unrein undsoll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen undunrein sein bis zum Abend. Wird sie aber unrein von ihremBlutfluß, so soll sie sieben Tage zählen, und danach soll sie reinsein. Und am achten Tag soll sie zwei Turteltauben oder zwei
  • 55. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 55(die Frauen) gilt Gleiches (Rechte) wie ihnen (denMännern) gegenüber nach Billigkeit,“ (2:228)Den Eltern misst der Islam in der Tat große Bedeutung bei;deshalb sind der Respekt, der Gehorsam der Eltern undgute Behandlung ihnen gegenüber in der islamischen Lehrefest verankert, selbst wenn sie keine Muslime sind und sichdem Islam gegenüber sogar ganz ablehnend verhalten. Dieskommt auch im Koran zum Ausdruck: „Und wir haben denMenschen über seine beiden Eltern angewiesen, – es hatihn seine Mutter getragen, in Schwäche über Schwäche, undseine Entwöhnung ist in zwei Jahren, – sei Mir dankbaranderen Tauben nehmen und zum Priester bringen vor der Türder Stiftshütte. Und der Priester soll die eine zum Sündenopferbereiten und die andere zum Brandopfer und die Frau entsühnenvor dem Herrn wegen ihres Blutflusses, der sie unrein macht.“Aus den eben erwähnten Stellen geht deutlich hervor, dass dieBibel die Frau nicht nur als unrein für die Hälfte ihres Lebens undals ansteckende Quelle mit der Unreinheit betrachtet, sondernauch sie so schlecht behandelt, als ob sie vorsätzlich eine schwereSünde begangen hätte, die sie zu bereuen hat. Erstaunlicherweisegehört nach der Bibel zu den guten Werken einer Frau, dass siedie Füße der Heiligen wäscht (1. Timotheus 5:10). In Sacharja 5:8heißt es noch, dass die Frau wirklich ein Teufel ist. Nach Ablebenihres Ehemannes hat die Ehefrau seinen Bruder zu heiraten (5.Mose 25:5). Zudem darf sie nicht erben, wenn sie Brüder hat (5.Mose 21:15-17, 4. Mose 27:1-11). Der Vater hat sogar das Recht,seine Tochter zu verkaufen (2. Mose 21:7). Schließlich dürfengeschiedene Frauen nicht wieder heiraten (Matthäus: 27-32) –was die katholische Kirche bis heute beiden Geschlechternverbietet.
  • 56. 56 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenund deinen beiden Eltern, bei Mir ist das endgültige Sein.Und wenn sie beide sich dir gegenüber ganz dafüreinsetzen, dass du Mir Mitgötter gibst, worüber du keinWissen hast, so gehorche ihnen beiden nicht, und begleitesie in dieser Welt auf rechte Weise, und folge dem Wegdessen, der sich zu Mir hinwendet, dann ist zu Mir eureRückkehr, und Ich verkünde euch, was ihr getan habt.“(31:14-15)Neben diesen Tugenden ruft der Islam seine Anhänger dazuauf, auch liebenswürdig und aufgeschlossen zu anderenMenschen zu sein. Hier sagt der Prophet: „In die Hölle darfnicht jeder kommen, der aufgeschlossen und liebenswürdigzu anderen Menschen ist.“ (Imam Ahmad 3973) Der Islamrät den Muslimen ebenso davon ab, sich herb und schroff zuverhalten: „Diejenigen, die sicher in die Hölle kommen, sindwelche, die sich herb, schroff und arrogant benehmen,“ soäußert sich der Prophet. (Muslim 7136)Wenn die Menschen nun nach den islamischen Tugendenund Lehren leben würden, hätten sie rein gar keineProbleme miteinander, wären auch sehr glücklich undwürden friedlich und harmonisch miteinanderzusammenleben. In diesem Sinne richtete sich der Prophetan seine Anhänger mit folgenden Worten: „Der Bankrotteurin meiner Nation ist mit Sicherheit derjenige, der am Tagder Auferstehung kommt, wobei er im Diesseits das Gebetverrichtet, gefastet und Almosensteuern gezahlt hatte,dennoch hatte er wirklich noch einige Menschenbeschimpft, beleidigt, ihnen Geld geraubt, sogar heftiggeschlagen und ermordet. Am Tag des Jüngsten Gerichtswird mit dem Bankrotteur abgerechnet: Er hat jederPerson, der er Schaden zugefügt hatte, einige von seinenguten Taten als Entschädigung zu geben, bis er keine mehr
  • 57. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 57hat. Dann muss er mit einigen von ihren schlechten Tatenbelastet werden und in die Hölle kommen.“ (Muslim 6531)Ausgehend von der islamischen Religion ist jeder Muslimdann aufgefordert, allen anderen Menschen Gerechtigkeitwiderfahren zu lassen und sie gut und würdig zu behandeln,selbst wenn sie noch seine Feinde sind. Davon wird imKoran gesprochen: „Ihr, die glauben, seid fest zu Allaheinstehende Zeugen für die Gerechtigkeit, und ganzbestimmt nicht soll euch der Hass gegen Leute dazuveranlassen, dass ihr nicht gerecht handelt – handeltgerecht, das ist näher an der Gottesfurcht, und fürchtetAllah, Allah ist ja dessen kundig, was ihr tut.“ (5:8)Als Religion richtet sich der Islam mit seinen Lehren an diegesamte Menschheit, wobei sich sowohl der Geist als auchder Körper sowie die Seele des Menschen allumfassendangesprochen werden. Auf jeden Fall gelten seine Lehrenjederzeit und überall, zumal sie lediglich gute Tatenverlangen und vom Bösen1 abraten.1 Zu den schlüssigen Beweisen für die sichere Glaubwürdigkeitvon Muhammads Prophetie gilt, dass er trotz seinesAnalphabetismus und der kulturellen Armut seineranalphabetischen Umgebung, mit einer so allumfassendenBotschaft kam, die sich mit allen Einzelheiten des Glaubens, derreligiösen Pflichten, des Handelns, der Moral u. ä ausgiebigauseinandersetzte. Überdies brachte er ebenso rechtliche undgesellschaftliche Systeme, die in der Welt weder zu übertreffennoch zu vergleichen sind, da sie sämtliche Gebiete des Lebens wieEhe, Scheidung, Schwangerschaft, Frauen-Wartezeit infolge derScheidung, Stillen, Unterhaltszahlung, Erbe, Familien-, Nachbar-und Strafrecht regelten. Das gilt aber uneingeschränkt für denSchutz der Menschenrechte und die mit ihnen im großen
  • 58. 58 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenZusammenhang anderen stehenden Rechte wie Religion, Seele,Geist, Eigentum, Ehre, Vaterschaft und die politischen,wirtschaftlichen und sozialen Rechte. Daneben werden in derislamischen Lehre sogar alle menschlichen Normenberücksichtigt, die sich auf Essen, Trinken, Bekleidung, Fahren,Straßen und Wege, Schlafen, Aufwachen, Gähnen, Niesen,Besuch, Abschied, Krankenbesuch, eigene Sauberkeit u. ä.beziehen.Die religiösen Pflichten des Islam sind auch ein Beleg für dieGlaubwürdigkeit des Propheten Muhammad, denn wenn es seinHauptziel wäre, bloß einen persönlichen Gewinn und einenschnellen Erfolg zu haben oder möglichst viele Anhänger zugewinnen, hätte er seinen Anhängern bestimmt nicht so vieleungewöhnliche religiöse Aufgaben erteilt, die sie zu bewältigenhaben. Das gilt für das fünfmalige Gebet am Tag, die kleine undgroße Waschung, das Fasten (Monat-Ramadan, selbst Wasser istdabei tagsüber verboten) von kurz vor Morgendämmerung bisSonnenuntergang in seiner heißen und trockenen Region u. ä.Zudem verbot er ihnen Dingen, die sie sehr populär waren, wieAlkohol, Ehebruch, Wucherei, Glückspiel usw.Mehrere Stellen der Bibel wie 5. Mose 18:20, Jeremia 14:15sagen, dass Gott alle falschen Propheten sterben lassen werde, diebehaupten, dass sie von Ihm gesandt wurden. Das geschah z. B.mit Hananja, der nach einem knappen Jahr nach seinerBehauptung sterben musste (Jeremia 28:15-17). Aber die Missiondes Propheten Muhammad dauerte dreiundzwanzig Jahre lang undblieb mit Allahs Unterstützung trotz der Verfolgung und derBekämpfung sehr erfolgreich. Zweifellos verbreitete sich keineReligion so schnell wie der Islam, der dabei nur von einemeinzigen Propheten Allahs verkündet wurde.
  • 59. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 59Vor der islamischen Mission ging der Prophet Muhammaddie Ehe mit einer reichen Kauffrau aus Mekka namensKhadija (Allah möge ihr Heil schenken) ein, die ihn vorherzur Abwicklung ihrer Geschäfte engagiert hatte. Nachdemer seine Prophetie und den Islam bekannt gemacht hatte, sosetzten die reichsten und mächtigsten Leute in Mekka allesdaran ein, um ihn zum Verzicht auf diese Religion zuverlocken: So boten sie ihm enormen Reichtum, sogar einesehr mächtige Position als ihren König u. ä. an; jedochnützte ihnen alles gar nichts. Denn er lehnte alles vehementab und bevorzugte den schwierigen Weg der Hingabe unddes Leidens. Von daher setzte er sich selbstlos und tatkräftigein, um Allahs Botschaft zu verkünden und zu verbreiten.Als Allah aber Seinem Propheten dabei half, zu seinem Zielzu kommen, erreichte Muhammad natürlichaußerordentliche Macht. Dennoch zog er das einfache undbescheidene Leben vor, obgleich er ein Luxus-Leben wieein König hätte führen können. Auf einer Matte aus Schilfschlief er weiter und wohnte in seinem kleinen Lehmhaus.„Die Lage war oft so schwer, dass er mehrere Nächte mitleeren Magen schlafen musste, was ebenso für seine Familiegalt. Ihre gemeinsamen kargen Mahlzeiten waren in ersterLinie Brot aus Gerste.“ (At-tirmidhi 2400) Als er starb, fandsich seine Rüstung schließlich bei einem Juden als Pfand,für das er Gerste zur Ernährung seiner Familie erhaltenhatte.Während seines Lebens setzte sich der Prophet Muhammadsehr dafür ein, dass die Menschen ihre Aufgabe erfüllen, fürdie Allah sie geschaffen hatte: An Allah als einzigen Gottzu glauben. In diesem Bezug sagt Allah im Koran: „Und Ichhabe die Dschinn und die Menschheit zu nichts sonstgeschaffen, außer dass sie Mir dienen.“ (51:56) Im Grunde
  • 60. 60 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenist das der einzige Weg, um die Menschheit vom Leid desirdischen Lebens zu retten und ihnen noch die tatsächlicheFreude am Leben sowohl im Diesseits als auch im Jenseitszu bereiten. Im Jahre 632 n. Chr. verschied der ProphetMuhammad, das Siegel aller Propheten und GesandtenAllahs, aber er hinterließ die Botschaft Allahs und denheiligen Koran, der sicherlich der ganzen Menschheit denrichtigen Weg zu Allah bis zum Tag der Auferstehungebnet.Der amerikanische Autor Michael Hart setzt in seinem Buch„The 100: A Ranking of the most influential persons inHistory“, (Die Hundert: Rangliste der einflussreichstenPersönlichkeiten der Weltgeschichte), den ProphetenMuhammad aufgrund seiner Bedeutung und seinesEinflusses sogar an die Spitze dieser Liste und sagt weiter:Er gelte als die einzige Person in der Welt, dem es Zeitseines Lebens gelungen sei, auf der religiösen und derweltlichen Ebene enormen Erfolg zu haben. Die einzigartigeHarmonie in seiner Person habe dies ermöglicht undaufgrund der enormen weiteren Ausbreitung des Islamsauch nach seinem Tod habe der Prophet Muhammad dengrößten Einfluss in der ganzen Weltgeschichte ausgeübt.(Vgl. Übersetzung von Khaled Asad und Ahmed Khassan,S. 21, 26)Seinerseits bekräftigt auch der schottische HistorikerWilliam Muir in seinem Buch „The Life of Mohamed“,(Das Leben von Mohamed), dass sich der ProphetMuhammad vor allem durch seine klaren Worte und dieSchlichtheit seiner Religion ausgezeichnet habe. Außerdemsei es ihm sicherlich gelungen, die Menschen durch seinegroßen Taten zu beeindrucken. In der Tat habe dieWeltgeschichte keinen anderen Reformer, wie denPropheten des Islam kennen gelernt, da er erfolgreich die
  • 61. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 61Seele habe erwecken können, und durch seinen sehr großenEinsatz haben sowohl die Moral als auch die Tugend eineganz besondere Bedeutung in kurzer Zeit gewinnen können.In seinem Buch „The Genuine Islam” (Der echte Islam),Bd. 1, spricht auch der irländische Autor George BernardShaw sehr ausführlich über den Propheten Muhammad undsagt, dass die Welt heutzutage mehr denn je einenaufgeschlossenen Denker wie ihn brauche, zumal das sehrungewöhnliche Engagement von diesem Propheten für seineReligion ganz gewiss dazu geführt habe, dass sieschlechthin zu respektieren und hochzuschätzen sei. AlsReligion sei sie mehr alle anderen auch für andereGesellschaften geeignet und könne in und für alle ZeitenBestand haben. Der Autor fährt fort und vertritt dieMeinung, dass viele von seinen Mitmenschen, die zumIslam konvertiert wurden, sich dessen voll bewusst warenund diesen Schritt aus voller Überzeugung taten. Aber dieseReligion werde sich auf jeden Fall weiter in diesemKontinent (Europa) verbreiten, obwohl dieReligionsgelehrten im Mittelalter den Versuchunternommen hätten, stets das Bild der islamischenReligion entweder aus Unkenntnis oder aus Fanatismusherabzusetzen und ihren Propheten Muhammad als Feinddes Christentums anzusehen.Ferner sagt der Schriftsteller: Meinerseits habe ich ihmgroße Aufmerksamkeit gewidmet und die Schlussfolgerunggezogen, dass er ganz gewiss ein unübertreffliches undgroßes Wunder verkörpere und keinesfalls für Feind desChristentums zu halten sei, sondern als wahren Retter derMenschheit. Nach Meinung von Shaw könnte der ProphetMuhammad, wenn er heute die volle Verantwortung für alleAngelegenheiten der ganzen Welt tragen würde, mit
  • 62. 62 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenSicherheit sämtliche Probleme lösen können, womit auchder ersehnte Friede und das Glück der ganzen Menschheitgewährleistet wären.Seine Meinung über den Propheten Muhammad drückt derbekannte französische Dichter Alphonse de Lamartine inseinem Buch „Histoire de la Turquie“ Paris 1854(Geschichte der Türkei), Bd. 2, S. 276-277 aus: „…Niemand kann sich noch vorstellen, besser als solches Zielerreichen zu wollen, das die menschlichen Möglichkeitenübersteigt. Dabei handelt es sich in erster Linie darum, alleunglaublichen Auffassungen von einer dichten Grenzezwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen zunichte zubringen… Es gelang in Wirklichkeit niemandem in der Weltvor ihm (Muhammad), eine so tief greifende ständigeRevolution in einem sehr knappen Zeitraum zu machen...Sowohl das vornehme Ziel als auch die wenigen Mittelsowie die großartige Leistung sind immer dieHaupteigenschaften des jeden begabten Mannes. Das trifftvöllig auf Muhammad zu; deshalb stellt sich die berechtigteFrage: Wer kann es doch noch wagen, ihn mit einer großenPersönlichkeit der Weltgeschichte zu vergleichen? ... Erkonnte nicht nur die Menschen bewegen, sondern auch ihreSeele, wobei er sich gänzlich auf ein Buch stützte. JederBuchstabe davon erreichte die Normen einer Verfassung.Zudem gelang es Muhammad, noch einen auf moralischenWerten basierenden Staat zu gründen, zu dem mehrereVölker mit verschiedenen Sprachen und vielen Hautfarbengehörten…Sein wahres Wesen kristallisierte sich durch die eigeneLebensgeschichte.., das unvergleichbareDurchhaltevermögen bei den Katastrophen, dieBescheidenheit beim Sieg, das Festhalten an moralischenWerten und den völligen Verzicht auf jede Macht heraus.
  • 63. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 63Das ist das reale Bild von Muhammad. Von daher stellt mansich die Frage: Kann eine andere Person nach allenFaktoren, die eine sehr entscheidende Rolle bei derBeurteilung von der Bedeutung jeder Person spielen,wirklich Muhammad übertreffen?“ (übersetzt von Dr.Mohamed Mukhtar Wild Abah)In ihrem Buch „Apologia dell Islamismo” (übersetzt vonMunir Balabaky) äußert sich die italienische Autorin LauraVeccia Vaglieri auch über den Propheten Muhammad (S.38): „Als Verkünder von Allahs Religion war Muhammadständig sehr freundlich. Das gilt aber sogar für seineeigenen Feinde, zumal sein Charakter eine Mischung ausGerechtigkeit und Barmherzigkeit verkörpert. MitSicherheit gehören sie zu den nobelsten Eigenschaften einesMenschen.“ Schließlich sagt der ungarische Orientalist,Theologe Dr. Gottlieb Wilhelm Leitner auch seine Ansichtüber den Propheten Muhammad (Der Islam S. 6): „Ichwünsche mir, dass der Tag noch sehr bald kommt, an demdie Christen Jesus große Anerkennung zollen, indem sieMuhammad Respekt erweisen. Denn der Christ, der anMuhammads Botschaft und an ihre Glaubwürdigkeit ganzfest glaubt, ist zweifellos der richtige Christ.“
  • 64. 64 Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden VII. Grundsäulen des Christentums und des IslamDie fünf Grundpfeiler des christlichen Dogmas lauten: 1- Trinität 2- Jesus als Gottmensch 2- Jesus als Gottessohn 4- Erbsünde 3- Jesus als ErlöserNach dem Islam bedeutet die Einzigartigkeit von Allah,dass Er einzig ist. Zudem muss man lediglich an Ihn festglauben und auch Ihn um Hilfe bitten. Im Gegensatz zurTrinität im Christentum ist das ganz bestimmt eine derGrundsäulen des islamischen Glaubens. Daher hält derIslam die christlichen Betrachtung von Jesus alsGottmenschen für Rückschlag und Rückkehr zumPaganismus1 und sagt, dass Jesus keineswegs Allahverkörpert, sondern nur Sein Prophet und Gesandter ist, derimmer wie alle anderen Propheten zum Glauben an Allahals einzigen Gott aufruft. Jesus als Gottessohn wird ständigvehement vom Islam zurückgewiesen, was ebenfalls für dieErbsünde und den Erlöser ohnehin gilt. Der Islam hat in derTat sechs Grundpfeiler, die folgendermaßen heißen: 1- Glaube an Allah als einzigen Gott 2- Glaube an Allahs Engel 3- Glaube an Allahs Heilige Schriften 4- Glaube an Allahs Gesandte 5- Glaube an Tag der Auferstehung 6- Glaube an das Schicksal mit seiner guten und schlechten Seiten1 In seinem Buch „Geschichte der Zivilisation“ sagt Diorandt (Bd.11, S. 276), dass das Christentum den Paganismus nicht habebekämpfen können, sondern eher ihn maßgebend unterstützt habe.Das gilt für Paulus Lehre und nicht für Jesus echte und reineLehre, die nur zum festen Glauben an Allah als einzigen Gottaufruft.
  • 65. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 65TrinitätDie christliche Lehre von der Trinität weist auf die Existenzvon drei Personen in Gott hin oder bedeutet mit anderenWorten die Dreiheit der Personen in Gott: Gott als Vater,Gott als Sohn und Gott als Heiliger Geist.Erstaunlicherweise sprach Jesus selbst absolut nicht übersolche Trinität. Das gilt ebenso für die Dreiheit derPersonen, die sogar überhaupt nicht in einer Stelle von derBibel erwähnt wurde. Vielmehr stimmt Jesus Glaube mitdem Glauben seiner Vorgänger von Allahs Propheten völligüberein und basiert auch auf Allahs Einheit und keineswegsauf der Dreiheit.1 Diese Tatsache wurde immer wieder vonJesus nachdrücklich bestätigt. Daher heißt es in Markus(12:28-30): „Und es trat zu ihm einer von den1 In der Bibel wurde immer von der Einheit gesprochen: In Jesaja44:24: „Ich bin der Herr, der alles schafft.“ Weiter heißt in dergleichen Quelle (45:5): „Ich bin der Herr, und sonst keiner mehr,kein Gott ist außer mir.“ Ferner wurde Folgendes gesagt (45:18):„Denn so spricht der Herr, der den Himmel geschaffen hat – er istGott; der die Erde bereitet und gemacht hat – er hat siegegründet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll: Ichbin der Herr, und sonst keiner mehr.“ Darüber wurde auch in 1.Timotheus 6:16 gesprochen: „der (Herr) Unsterblichkeit hat“, InJesaja lautet es (46:9): „…: Ich bin Gott, und sonst keiner mehr,ein Gott, dem nichts gleicht.“ Diese Auffassung wurde auch inmehreren Stellen im Koran bestätigt: „Allah ist der Schöpfer vonallem, und Er ist über alles Sachwalter“ (39:62), „Dies ist Allah,euer Herr, kein Gott außer ihm, Schöpfer von allem, also dientihm, und Er ist über alles Sachwalter“ (6:102), „Und vertraue aufden Lebendigen, der nicht stirbt“ (25:58), „ …, es gibt nichtsSeinesgleichen.“ (42:11)
  • 66. 66 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenSchriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie siemiteinander stritten. Und da er merkte, dass er ihnen feingeantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das vornehmsteGebot vor allen? Jesus aber antwortete ihm: Dasvornehmste Gebot ist das: Höre, Israel, der Herr, unserGott, ist allein der Herr, und du sollst Gott, deinen Herrn,lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und vonganzem Gemüte und von allen deinen Kräften.“ Im NeuenTestament gibt es auch weitere Stellen, die eindeutignachweisen, dass Jesus nur an die Einheit Gottes und garnicht an die Dreiheit glaubte. In Matthäus lautet es (4:10):„Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan!denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinenHerrn, und ihm allein dienen.“Im Grunde genommen trat die Auffassung von der Trinitäterst dreihundert Jahre nach Jesus Himmelfahrt ans Licht;Alle vier kanonischen Evangelien deuteten keinesfalls aufdie Trinität hin. Überdies versuchten weder Jesus nochseine Schüler oder die ersten und größten Gelehrten sowieseine Anhänger, die Menschen zur Trinität aufzufordern.Infolge von ganz heftigen Kontroversen und sehr großenStreitigkeiten nach dreihundert Jahren nach JesusHimmelfahrt konnte sich die Trinität in erster Linie beimNakaia-Konzil völlig durchsetzen; allerdings durch einerMinderheitsentscheidung, die sich ganz eindeutig gegen diegeschlossene Mehrheit1 behaupten konnte.1 Die christlichen Konzile räumten sich Rechte ein, auf die sie inWirklichkeit keine Ansprüche mehr hatten. Während beim erstenKonzil vom Jesus als Gottmensch gesprochen wurde, war aber dieRede beim zweiten vom Heiligen Geist als Gottmensch. Auch alsGottmensch wurde Maria beim dritten Konzil betrachtet. Sogardie Absolution wurde der katholischen Kirche beim zwölften
  • 67. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 67Abgesehen von der ganzen Geschichte weist die Trinitätimmerhin gar keine rational schlüssige Beweisführung auf,wenn man sich damit ausgiebig auseinandersetzt, zumal esdabei unbedingt um den festen Glauben an solche Dreiheithandelt, die entweder sehr gewiss oder ganz absolut ist.Sollte es der erste Fall sein, dann müssen drei völligverschiedene Götter existieren. Aber falls es um die zweiteVariante gehen sollte, kann weder der Vater noch der Sohnoder der Heilige Geist als Gott wegen der Beschränktheitbetrachtet werden. Diese Trinität entstand infolge vonhöherer Einstufung zweier Geschöpfen Allahs, Jesus unddem Heiligen Geist, jeweils als Gott. Von daher ist dieseAuffassung nicht nachzuvollziehen; dennoch bekommt manKonzil erteilt. Schließlich wurde beim zwanzigsten Konzil nochdie Stelle eines Papstes als Oberhauptes der Kirche eingeführt.Encyclopedia Americana (Die Amerikanische Enzyklopädie) sagtüber den Glauben Folgendes: „Historisch gesehen begann derMonotheismus als theologische Richtung ganz gewiss viel früherals die Trinität, zumal mehrere Jahrzehnte ihn in der Trat von ihrtrennen. Dazu kommt das Faktum, dass das Christentumtatsächlich vom Judentum abstammt, das eisern amMonotheismus festhält… Die Auffassung von der Trinität, die imvierten Jahrhundert ans Licht kam, spiegelt keineswegs die echtechristliche Lehre bezüglich der wirklichen Natur Gottes wider,sondern vielmehr eine eindeutige Abwendung von dieser Lehre.“(Spalte 27, S. 297) In diesem Bezug spricht die neue katholischeEnzyklopädie davon, „dass sich der Umwandlungsprozess derEinheit in die christliche Auffassung von der Dreiheit nicht vorEnde des vierten Jahrhunderts vollzog, obschon niemand vonJesus Schülern eine vergleichbare Vorstellung oder eine ähnlicheIdee hatte.“
  • 68. 68 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenschließlich die ganz typische Antwort der Kirche, dass essicher ein Geheimnis ist, das die Menschen gar nicht zubegreifen brauchen, sondern es nur zu akzeptieren haben.Seinerseits verdeutlichte der Islam aber den Monotheismusund vereinfachte ihn, indem er immer noch bekräftigte, dassAllah „einzig“ ist. Außerdem hat Er weder Partner nochÄhnlichen. Er hängt überhaupt nicht von SeinenGeschöpfen ab, sondern sie sind völlig auf Ihn angewiesen.Er zeugt nie und wird nie gezeugt. An Seinem Wese kanngar nichts fehlen, und nie gibt es Ihm Gleiches oderÄhnliches.Über die Einheit sagte man in Johannes Folgendes (8:38­40): „Ich (Jesus) rede, was ich von meinem Vater gesehenhabe; und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sieantworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater.Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abraham Kinder wäret, sotätet ihr Abrahams Werke. Nun aber sucht ihr mich zu töten,einen solchen Menschen1, der ich euch die Wahrheit gesagthabe, die ich von Gott gehört habe…“ Ferner heißt es ineiner anderen Stelle (17:3-4): „Das ist aber das ewigeLeben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und dendu gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dichverherrlicht auf Erden und vollendet das Werk, das du mirgegeben hast, dass ich es tun sollte.“ Diese Auffassungwurde auch im Koran mehrfach betont: „Sag: Er ist Allah,einzig, Allah, der immer da ist. Nie zeugte Er, und nie ist Er1 Diesbezüglich heißt es in Hosea (11:9): „... Denn ich bin Gottund nicht ein Mensch…“. In 4. Mose 23:19 heißt es noch: „Gottist nicht ein Mensch…, noch ein Menschenkind“, Weiter lautet esin 1. Mose 6:3: „Da sprach der Herr: Mein Geist soll nichtimmerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch istFleisch.“
  • 69. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 69gezeugt. Und nie gibt es ihm Gleiches.“ (112:1-4) Weitersagt Allah: „Ihr Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurerReligion und sagt nichts über Allah außer der Wahrheit, derMessias Isa, Sohn Marjams, ist ja der Gesandte Allahs undsein Wort, – Er hat es auf Marjam übertragen, – und Geistvon ihm, also glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagtnicht: Drei! Hört auf damit, es ist besser für euch. Allah istja ein einziger Gott. Preis Ihm, dass Er einen Sohn hätte.Sein ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, undAllah genügt als Sachwalter.“ (4:171) In einer anderenStelle fügt Allah hinzu: „Bestimmt haben schon diejenigenden Glauben verweigert, die sagten: Allah ist ja ein Drittervon Dreien!, und es gibt keinen Gott außer einem einzigenGott, und wenn sie nicht aufhören mit dem, was sie sagen,bestimmt trifft diejenigen von ihnen, die den Glaubenverweigert haben, schmerzende Strafe. Also kehren sie nichtreuig um zu Allah und bitten Ihn um Verzeihung? Und Allahist verzeihend, barmherzig.“ (5:73-74)In der ganzen Bibel gibt es nur eine einzige Stelle, die dieAuffassung von der Trinität fördert. In 1. Johannes 5:7 heißtes: „Denn drei sind, die da Zeugnis geben: der Geist unddas Wasser und das Blut;“ Erstaunlicherweise wurde dieseStelle von der völlig neu bearbeiteten Standardversion(RSV) und den anderen Übersetzungen1 total gestrichen,1 Hier sind die anderen Bibelübersetzungen zu nennen: (The Biblein Basic English) (The Darby Translation) (Weymouths NewTestament) (Holy Bible: Easy-to-Read Version) (ContemporaryEnglish Version) (The American Standard Version) (GODSWORD translation) (The New Living Translation.) ( The NewAmerican Standard Bible) (The Revised Standard Version).
  • 70. 70 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordennachdem die christlichen Gelehrten festgestellt hatten, dasses sich dabei lediglich um eine verfälschte Ergänzung zurKönig James Bibel-Version (KJV) und zu anderenÜbertragungen handelt.Jesus als GottmenschDie Christen glauben grundsätzlich fest daran, dass Jesusewiger Gott ist, da er das zweite Glied der Trinitätverkörpert, das es vor allem bevorzugte, vor mehr alszweitausend Jahren als Mensch und Sohn der JungfrauMaria in die Welt zu kommen. Wie es aus den Evangelienhervorgeht, steht dieses Dogma ganz genauso wie die Lehrevon der Trinität im totalen Widerspruch zu Jesus Aussagenüber sich selbst, der sich keineswegs als Gott betrachtet.Als schlüssiger Beweis dafür sind hier Jesus Worte inMarkus Evangelium noch zu liefern (10:18): „Aber Jesussprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gutals allein Gott.“ Deshalb wirft sich hier auch die berechtigteFrage auf: Kann Jesus aber es immer noch akzeptieren, sichals Gott zu betrachten, wenn er strikt ablehnt, sich für gut zuhalten?Über Allah sagt Jesus in Johannes Folgendes: „…: Ich fahreauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gottund zu eurem Gott.“ (20:17) Zudem betont ernachdrücklich, dass gar nichts von ihm abhängt, sondernalles lediglich mit Allahs Willen zusammenhängt, der ihngesandt hat. Im gleichen Evangelium fügt er hinzu (5:30):„Ich kann nichts1 von mir selber tun. Wie ich höre, so richte(World English Bible) (International Standard Version) (HebrewNames Version of World English Bible).1 Das ist Jesus Ansicht über sich selbst, während er sich aber überAllah in Markus folgendermaßen äußert (10:27): „…; denn alleDinge sind möglich bei Gott.“
  • 71. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 71ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinenWillen, sondern den Willen des, der mich gesandt hat.“Ferner fährt er fort (12:49): „Denn ich habe nicht von mirselber geredet; sondern der Vater, der mich gesandt hat,der hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und redensoll.“ In diesem Bezug sagt er noch (7:17-18): „Wennjemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob dieseLehre von Gott sei, oder ob ich von mir selbst rede. Wer vonsich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer abersucht die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig,und ist keine Ungerechtigkeit an ihm.“ Jesus spricht noch indiesem Evangelium von Allahs Größe (14:28): „…, dass ichzum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich.“Überdies tut er alles, was ständig Allah gefällt (8:29): „Undder mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nichtallein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.“ InsHimmelreich zu kommen, ist nur von Allahs Willenabhängig, so berichtet Jesus in Matthäus (7:21): „Es werdennicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in dasHimmelreich1 kommen, sondern die den Willen tun meinesVaters im Himmel.“ Weiter sagt er aber in Markus (3:35):„Wer Gottes2 Willen tut, der ist mein Bruder und meine1 Laut des Evangeliums bedeutet das Wort Rabb Meister, wenn essich auf Jesus bezieht, wie es der Fall in Johannes Evangelium ist(1:38): „Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen undsprach zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi– das verdolmetscht: Meister –, wo bist du zur Herberge?“2 In Matthäus Evangelium heißt es (12:50): „Denn wer den Willentut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, meineSchwester und meine Mutter.“ Das Wort Gott wurde durch Vateraus theologischen Gründen ersetzt. Das bestätigt auch der
  • 72. 72 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenSchwester und meine Mutter.“ Ferner heißt es über den Tagdes Weltuntergangs, von dem weder Jesus noch jemandoder die Engel weiß, sondern nur Allah (13:32): „Von demTage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel imHimmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein derVater.“Als Allahs Prophet Jesus spürte, dass Verschwörungengegen ihn angezettelt werden, um ihn zu ermorden, sagte er(Lukas 13:33-34): „Doch muss ich heute und morgen, undam Tage danach noch wandern; denn es geht nicht an, dassein Prophet umkomme außerhalb von Jerusalem.Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten undsteinigst die zu dir gesandt werden, …“ Von solchen Jesus-Worten in der Bibel geht ganz deutlich hervor, dass er sichim Vergleich zu Allah nur für einen Menschen hält: Er istgar kein Schöpfer, sondern ein Geschöpf genauso wieAdam. So betete Jesus Allah an (Markus 1:35, 14:35, Lukas5:16), was eigentlich unter Beweis stellt, dass er lediglichein Prophet ist und kein Gott ist, der ganz gewissniemanden anzubeten braucht. Jesus bedankt sich auch beiAllah mit den Worten (Matthäus 11:25): „…: Ich preisedich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, “Aus Jesus-Worten in den Evangelien ergibt sich noch dieTatsache, dass er niemals etwas sagte, was die Behauptungvon seiner Gottheit unterstützt. Erst nach seinerAbwesenheit wurde von dem Dogma der Trinität sowie vonder Gottheit gesprochen. Das übernahm das Christentumsicherlich vom Paganismus, wobei die Helden in derMythologie vor dem Christentum zu Göttern wurden: DasTheologe Kisman, der die Meinung vertritt, dass sowohl Lukas alsauch Matthäus absichtlich den Markus Text hundertmal austheologischen Gründen geändert hätten.
  • 73. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 73gilt für Krischna bei den Hindus, Buddha bei denBuddhisten, Mithra bei den Persern, Osiris bei denPharaonen, Bacchus bei den Griechen, Baal in Babyloniernund Adonis bei den Syrern. Das machten die Christen auchmit Jesus.Von seiner Seite befreit der Islam aber seine Anhänger vonsolchen heidnischen Elementen und weist eigentlich jedesDogma der Verkörperung, Verschmelzung oder EinheitAllahs mit einem Geschöpf ganz strikt ab. Zudem klärt derIslam endgültig die Frage nach der Gottheit ab, indem ersehr deutlich erklärt, dass weder Jesus noch ein anderesGeschöpf solche Eigenschaft hat. Im Koran lautet es: „DerMessias, Sohn Marjams, ist nichts als ein Gesandter, schonvor ihm sind die Gesandten davongegangen, und seineMutter war eine Wahrhafte. Sie beide haben die Speisegegessen! ...“ (5:75) Jedermann, der Essen zu sich nimmt,darf auf keinen Fall Gott werden, da es im totalenWiderspruch zu seinen Eigenschaften steht. Das gilt sowohlfür Muhammad als auch für Jesus sowie alle anderenPropheten und Gesandten Allahs (Allah möge sie segnenund schenke ihnen Heil). Darüber sagt Er im Koran:„Bestimmt haben schon diejenigen den Glauben verweigert,die sagten: Allah, Er ist der Messias, Sohn Marjams, undes sagte der Messias: Ihr, Kinder Israils, dient Allah,meinem Herrn und eurem Herrn, ja, wer Allah Mitgöttergibt, so hat Allah ihm schon den Paradiesgarten verwehrt,und seine Bleibe ist das Feuer, und für dieUnrechthandelnden gibt es keine Helfer.“ (5:72)Allah spricht weiter: „Das Gleichnis von Isa (Jesus) ist jabei Allah wie das Gleichnis von Adam, Er schuf ihn ausErdreich, dann sprach Er zu ihm: Sei!, und er war.“ (3:59)
  • 74. 74 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenSo schuf Allah Adam ohne Vater und Mutter1 undbeschreibt Jesus als Seinen Propheten, der genauso frommund zutiefst gläubig wie alle Propheten ist. Überdies gibtder Koran Jesus Worte über seine Eigenschaft als Menschenwieder: „Er (Jesus) sagte: Ich bin der Knechte Allahs. Erhat mir die Schrift gegeben, und Er hat mich zum Prophetengemacht.“ (19:30) Jesus dient Allah als Knecht, was auchdas Neue Testament sagt (Apostl. 3:13): „Der GottAbrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter,hat seinen Knechten Jesus verherrlicht, …“ Wir sehen alsoganz deutlich, dass nicht nur der Islam die Ansicht von‚Jesus als Gott’ heftig abweist, sondern auch die Bibel. Ineiner Talkshow des britischen Fernsehens „Credo“ („IchGlaube“) verneinten 19 von 23 befragten Bischöfen deranglikanischen Kirche die Lehre, dass Christen an Jesus alsGott zu glauben hätten. (Daily News 25 June 1984)Jesus als GottessohnDie Auffassung von Jesus als Gottessohn stimmt – genauwie die beiden bereits genannten Lehren – in keiner Weisemit seiner Botschaft oder seinen Aussagen überein. DerBegriff „Sohn Gottes“ wurde schon in einigen Bibeltextenbenutzt, die sich nur auf Adam, David und anderePropheten vor Jesus beziehen (Vgl. Lukas: 3:38). Hier sindnur einige Beispiele dafür anzuführen: In 2. Mose 4:22 istdie Rede von dem Propheten Israel als Gottessohn: „Und du(Moses) sollst zu ihm (Pharao) sagen: So spricht der Herr:Israel ist mein erstgeborener Sohn;“ In Psalm 2:7 heißt es1 Auch über Melchisedek sagt das Neue Testament (Hebräer 7:3),dass „Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hatweder Anfang der Tage noch Ende des Lebens.“ Abgesehendavon gibt es noch einige, die ihn doch für Gott hielten.
  • 75. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 75über David: „Kundtun will ich den Ratschluss des Herrn. Erhat mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dichgezeugt.“ In 1. Chronik 22:10 lautet es über Salomo: „Der(Salomo) soll meinem Namen ein Haus bauen. Er soll meinSohn sein, und ich will sein Vater sein. Und ich will seinenköniglichen Thron über Israel bestätigen ewiglichen.“Aus den gerade eben erwähnten Aussagen und anderenStellen in der Bibel kann bestimmt die Schlussfolgerunggezogen werden, dass das Wort Sohn eigentlich nur dievöllige Nähe von Allahs Liebe bedeuten muss: Jesusbekräftigt mehrmals diese Auffassung. In MatthäusEvangelium sagt er (5:44-45): „Ich sage euch: Liebet eureFeinde; …, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters imHimmel.“ Ferner heißt es in der gleichen Quelle (5:9):„Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden GottesKinder heißen.“ Aus Jesus Worten geht ganz deutlichhervor, was er wirklich mit dem Wort Sohn meint. Vondaher kann die christliche buchstäbliche Auffassung vonJesus als Gottessohn gar nicht nachvollzogen werden, zumaler mit diesem Wort lediglich meint, was sehr genau überAdam, Israel, David und Salomo gesagt wurde. Zudem darfman die Tatsache nicht übersehen, dass Jesus lediglich 13Mal als Gottessohn in der Bibel erwähnt wird, aber 83 Malals Sohn des Mannes („Menschensohn“).Seinerseits lehnt der Islam das Dogma vom Sohn Gotteskategorisch ab; deshalb wurde immer im Koran betont:„Und sie sagen: Allah hat sich einen Sohn gemacht. PreisIhm! Nein doch. Sein ist, was in den Himmeln und auf derErde ist, alles ist Ihm gehorsam.“ (2:116) In dieser Fragestimmen Logik und gesunder Menschenverstand mit demIslam völlig überein: Kein Mensch kann Gott sein! Denndiese Verbindung zwischen Sohn und Allah weist sicherlichdie Eigenschaft der Vollkommenheit ab und zeigt sehr
  • 76. 76 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordendeutlich, dass Er doch auf andere angewiesen ist, wasunmöglich und unakzeptabel ist.ErbsündeDieses Dogma geht auf Adams Sünde zurück, als er vomBaum der Erkenntnis des Guten und des Bösen aß, von demAllah ihm und Eva zu essen verboten hatte (1. Mose 2:17)1.Demzufolge und nach der christlichen Theologie erbten alleKinder Adams diese Sünde von ihm, was eigentlichbedeutet, dass alle Menschen mit dieser ersten Sünde aufdie Welt kommen.Hinzu kommt noch, dass laut der Bibel Gottes Gerechtigkeitfordere, dass man Ihm Rechenschaft über jede Sündeschuldig sei. Keine Vergebung auch noch so kleiner Sündenkönne ohne Sühne erfolgen, wobei die Sühne laut Paulusdurch Blutvergießen erfolgen muss. So lautet es in Hebräer9:22: „Denn nach dem Gesetz wird fast alles mit Blutgereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keineVergebung.“2 Aber dieses Blut muss noch völlig makellos,unschuldig und unverdorben sein. Daher hätte Jesus, derangebliche Gottessohn, sein unschuldiges Blut zuvergießen, unbeschreibliche Schmerzen zu erleiden und dieSünden der ganzen Menschheit mit dem Leben zu büßen.1 Hier muss sich die berechtigte Frage stellen: Wie kann Adamzur Rechenschaft für diese Sünde gezogen werden, wenn er bisdahin nicht einmal den Unterschied zwischen dem Guten und demBösen kannte?2 Diese Stelle steht aber nicht mehr im Einklang mit anderenStellen, wo die Rede von der Vergebung einmal durch Mehl (3.Mose 5:11) oder durch Taler (2. Mose 30:15) und durch goldeneGeräte, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrringe u. ä. (4. Mose31:50) erfolgen kann.
  • 77. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 77Das täte er aus dem Grunde, dass er der absolute Gott ist.Niemand außer ihm könne diesen gänzlichen horrendenPreis zahlen; deswegen kann jedermann erst erlöst undgerettet werden, wenn er fest und ehrlich1 an Jesus glaubt.Jeder Mensch sei schuldig; deshalb müsse er ewig in derHölle wegen seiner menschlichen Sünde bleiben, wenn ernicht bereit ist, sich durch Jesus Blutopfer reinigen zulassen.Dieses unglaubliche Dogma lässt sich hauptsächlich in dreiunterschiedliche Teile gliedern: 1- Die erste Sünde. 2- DerGlaube, das Allahs Gerechtigkeit vorschreibt, dass dieSünde lediglich durch das Blutopfer zu büßen ist. 3- DerGlaube, dass Jesus die Sünden der ganzen Menschheitdurch seine Kreuzigung zu zahlen hatte. Diese drei Punktesind gleich kritisch zu behandeln.Zunächst muss aber hier noch einmal betontet werden, dassdie christliche Lehre eigentlich auf dem Glauben an Jesus2Opfer als wirklich einzigen Weg zur Erlösung basiert. InBezug auf den ersten Teil sagt der Mönch J. F. De Root inseinem Buch „Catholic Teaching“ (Katholische Lehren)Folgendes (S. 140): „Laut der Bibel übertrug sich AdamsSünde auf die ganze Menschheit außer unserer gesegneten1 In Jesaja 43:11 lauetet es: „Ich, ich bin der Herr, und außer mirist kein Heiland.” Das heißt, dass nur Allah ehrlich ist.2 Wenn der Glaube an Jesus Kreuzigung als Opfer für die ganzeMenschheit der einzige Weg zur Erlösung von den Sünden fürdiejenigen Menschen ist, die ihn erlebten oder nach ihm kommen,stellt sich hier die berechtigte Frage: Was wird mit den schuldigenMenschen passieren, die vor Jesus Geburt auf die Welt kamen,ihn nicht sehen und nicht wissen konnten, dass die Vergebungihrer Sünden vom Glauben an Jesus Kreuzigung abhängig ist?
  • 78. 78 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDame (Maria).“ In seinem Brief an die Römer spricht auchPaulus über das gleiche Thema (Römer 5:18-19): „Wie nundurch eines Sünde (Adam) die Verdammnis über alleMenschen gekommen ist, so ist auch durch einesGerechtigkeit (Jesus) die Rechtfertigung zum Leben für alleMenschen gekommen. Denn gleichwie durch einesMenschen (Adam) Ungehorsam viele zu Sündern gewordensind, so werden auch durch eines Gehorsam (Jesus) viele zuGerechten.“ Aus solchen Stellen ergibt sich sehr wohl, dassalle Menschen die Sünde von Adam erbten. Aber diesesDogma fand genauso wie die Auffassung von der Trinitätund dem Gottessohn weder bei Jesus noch bei seinenVorgängern irgendwelche Unterstützung, zumal sie alle tiefund fest daran glaubten, dass jedermann für seine Werkeverantwortlich ist und nicht die Kinder für die SündenAdams und die Werke ihrer Eltern zur Rechenschaftgezogen werden können. Alle Propheten predigtenpersönliche Besserung und Umkehr als Weg zu GottesGerechtigkeit.Jesus hielt die Kinder für fehlerlos und rein, und siekommen natürlich völlig unschuldig auf die Welt. InMarkus bringt er das deutlich zum Ausdruck (10:14-15):„Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zuihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnennicht; den solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sageeuch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind,der wird nicht hineinkommen.“Das Dogma der Erbsünde wird vom Islam gänzlichabgelehnt, denn er betrachtet die neugeborenen Kinder alsrein. Gemäß dem Islam wird auch Sünde nicht vererbt;Sünden entstehen, wenn es jedem Menschen nicht gelingt,etwas Verbotenes zu vermeiden oder er seine Pflichtschuldhaft nicht erfüllt.
  • 79. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 79Mit Vernunft betracht man die Sache, so kann es gar nichtgerecht sein, die ganze Menschheit wegen einer vor einigentausend Jahren bereits vom Adam und Eva begangenenSünde zu verurteilen. Nur der Sünder selbst hat sich wegenseiner Sünde vor Allah oder dem Gesetz zu verantworten,und nicht seine Kinder oder andere Menschen. Diewidersinnige Einstellung, dass jeder Mensch mit der Sündegeboren wird, muss in der Tat auf Menschenhass beruhenund beleidigt alle Menschen.Man muss schon ein hartes Herz haben und weder logischnoch vernünftig denken, um an die Worte des heiligenAugustins über die Erbsünde zu glauben. Demnach würdenalle ungetauften Kinder ganz gewiss kein anderes Schicksalhaben, als ewig in der Hölle zu bleiben. Und das ist nichtnur Theorie: Bis vor kurzem durften Kleinkinder, die nochungetauft starben, wegen ihrer Erbsünde nicht aufkirchlichen Friedhöfen beerdigt werden!Jesus eigene Worte ebenso wie die logische und vernünftigeBetrachtung des Konstruktes der Erbsünde zeigen ganzdeutlich, schon der Ausgangspunkt dieses Dogmas jederGrundlage entbehrt, was logischerweise auch für dasDogma insgesamt gelten muss.Beim zweiten Teil des christlichen Dogmas von derErbsünde geht es in erster Linie um die Behauptung, dassAllahs Gerechtigkeit vorschreibt, einen Preis für die ersteSünde und alle nachfolgenden Sünden der ganzenMenschheit zu zahlen. Der Gott der Bibel vergibt nachdieser Sicht gar keine Sünde ohne Strafe; das würde sonstals Zweifel an Seiner Gerechtigkeit betrachtet! Darüber sagtW. Goldsack in seinem Buch „The Atonement“, d. h.„Erbsünde und Buße“ (S. 5): „Es muss doch sonnenklar inden Köpfen der Menschen sein, dass Gott Sein eigenes
  • 80. 80 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenGesetz auf keinen Fall infrage zu stellen hat: Er kannniemandem eine Sünde vergeben, ohne ihm eine verdienteStrafe aufzuerlegen, sonst kann Er überhaupt nicht vonSeiner Eigenschaft als absolut gerecht sprechen.“Diese Meinung zeigt sehr deutlich, dass dieser Autor AllahsNatur gar nicht kennt: Allah ist kein grausamer Richter oderKönig, sondern Erbarmer, barmherzig und Herrscher amTag des Jüngsten Gerichts ist, wie der Koran Ihn beschreibt.Allah ist ganz gewiss nicht nur gerecht, sondern auchbarmherzig und gnädig. Er ist sicherlich der Allerbarmer.Im Koran heißt es: „…: Kein Vorwurf gegen euch heute,Allah verzeiht euch, und Er ist der Barmherzigste derBarmherzigen.“ (12:92) In der Tat vergibt Allah demMenschen seine Sünden, wenn Er ganz sicher ist, dass er sietief bereut, sehr ernst damit meint, nie wieder zu sündigenund fest entschlossen ist, nie mehr eine Sünde zu begehen.In Wirklichkeit hat die Strafe lediglich eine erzieherischeFunktion, denn es geht dabei vor allem darum, die Sünde zuverachten und nicht den Sünder einfach zu bestrafen,sondern ihn eher zu verbessern. Strafe nach der Reue undder Abkehr von den Sünden ist keineswegs göttlicheGerechtigkeit, sondern wäre eher ein Racheakt.Der gnädige Gott, an den wir ganz fest glauben, ist sehrbarmherzig. Wenn Er uns etwas vorschreibt und unsbefiehlt, ihm zu folgen, ist dies nicht für Ihn, sondern fürdas Wohl des Gläubigen und der gesamten Menschheitgedacht. Das gilt aber auch für die Strafe: Bestraft Allaheinen Menschen wegen seiner Sünden, dann tut Er das mitSicherheit nicht, um Sich selbst zufrieden zu stellen oder zuentschädigen, wie es im christlichen Dogma behauptet wird,sondern um die Menschen zu erziehen und sie von denSünden zu befreien. Allah ist so barmherzig, dass Er jedemseine Sünden vergibt, wenn er sie tief bereut und sich
  • 81. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 81bessert. Mit Sicherheit bestraft Allah keinen wegen denSünden eines anderen, und das widerspricht SeinerGerechtigkeit nicht, sondern bestätigt sie! Im Koran lautetes: „…: Frieden auf euch, euer Herr hat sich selbst dieBarmherzigkeit vorgeschrieben, dass, wer von euchSchlechtes tut, in Unwissen, dann danach reuig umkehrtund sich bessert, Er ja dann verzeihend, barmherzig ist.“(6:54)Beim dritten Teil des christlichen Dogmas von derErbsünde handelt es sich in erster Linie darum, dass Jesussein Leben durch die Kreuzigung auf Golgatha-Berg für dieErbsünde und alle anderen Sünden der Menschheit opferte.Überdies kann die Erlösung nur durch den Glauben an dieKraft erfolgen, die Jesus Blut rettet. Der Mönch J. F. DeRoot befasste sich in seinem Buch „Catholic Teaching“(Katholische Lehren) mit diesem Thema und sagt (S. 162):„Da Jesus, Gott und Mensch, die volle Verantwortung dafürübernahm, alle Sünden der ganzen Menschheit zu büßen,um seinen Verpflichtung Allahs Gerechtigkeit gegenübernachzukommen, fungiert er als Mittler zwischen Gott unddem Menschen.“Dieses Dogma widerspricht nicht nur der BarmherzigkeitAllahs, sondern auch Seine Gerechtigkeit! Der Aufruf zumBlutvergießen als Buße für die Sünden der ganzenMenschheit bedeutet den völligen Verlust derBarmherzigkeit haben1. Deshalb gelten das Leiden und die1 Hier darf ich wie einige andere Menschen die berechtigte Fragestellen: Genügten nicht Adams Reue, seine aufrichtige Umkehr,seine Verbannung aus dem Paradies, dann die Sintflut und dievielen Opfer und geschlachteten Tiere für Allah zur Buße vonAdams Sünde? In der Tat gibt es noch brutalere Verbrechen als
  • 82. 82 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenKreuzigung eines unschuldigen Menschen wegen denSünden eines anderen Menschen für Muslime und alleanderen Menschen mit Herz und Verstand sicher als dieabsolute Ungerechtigkeit.Zur absoluten Haltlosigkeit des zentralen christlichenDogmas von Erlösung durch Kreuzigung möchte ichFolgendes sagen:Erstens: Das Dogma von Jesus Kreuzigung als Vergebungfür Adams Sünde entbehrt sicher jeder Grundlage, und jedeSache, die über kein Fundament verfügt, kann überhauptnicht mehr gelten. Hier behaupten die Kirchen, dass sichAdams Sünde nicht nur auf ihn bezieht, sondern auch aufseine ganzen Kinder, die sie von ihm erbten. Aber AllahsPropheten sagten schon im Alten Testament (5. Mose24:16): „Die Väter sollen nicht für die Kinder noch dieKinder für die Väter sterben, sondern ein jeder soll fürseine Sünde sterben.“ In Hesekiel 18:20 lautet es: „Dennnur wer sündigt, der soll sterben. Der Sohn soll nicht tragendie Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen dieSchuld des Sohnes,“ Und Jesus selbst sagt (Matthäus16:27): „…, und alsdann wird er einem jeglichen vergeltennach seinen Werken.“ Das stimmt mit dem Koran völligüberein: „Dass nicht eine Beladene die Last einer anderenträgt. Und dass es für den Menschen nichts gibt, außerworum er sich bemüht, und dass sein Bemühen gesehenwerden wird,“ (53:38-40)Adams Sünde, Essen vom Baum der Erkenntnis, daher stellt sichauch die Frage: Was macht man mit diesen verbrecherischenTaten? Schließlich muss die Frage immer noch gestellt werden:Warum wurden Allahs Propheten sowohl die Erbsünde als auchdie Kreuzigung so lange geheim gehalten, bis die Kirche dieseGeheimnisse preisgab?
  • 83. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 83Zweitens: Laut den Bibeltexten selbst hatte Gott bereitsAdam vergeben: Nachdem unser Stammvater Adam undunsere Mutter Eva, seine Ehefrau, vom Baum derErkenntnis gegessen hatten, lebten sie noch 930 Jahre, wie1. Mose 5:5 berichtet – Langes Alter ist in der Bibel einZeichen von Gottesnähe und Seiner Gnade! Daswiderspricht einer anderen Textstelle der gleichen Quelle(1. Mose 17:2): „Aber von dem Baum der Erkenntnis sollstdu nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musstdu des Todes sterben.“Aber Adam empfand tiefe Reue über seine Sünde, bat Allahum Vergebung und konnte Seine Gebote halten. Daherwurde er von Ihm begnadigt: In Hesekiel kommt das zurSprache (18:21-22): „Wenn sich aber der Gottlose1 bekehrtvon allen seinen Sünden, hält alle meine Gesetze und übtRecht und Gerechtigkeit, so soll er am Leben bleiben undnicht sterben. Es soll an alle seine Übertretungen, die erbegangen, nicht gedacht werden, sondern soll am Lebenbleiben um der Gerechtigkeit willen, die er getan hat.“ Dassteht mit dem Koran im völligen Einklang: „…, und Adamwar seinem Herrn ungehorsam und ging irre. Dannerwählte ihn sich sein Herr, und Er wandte sich ihmvergebend zu, und Er leitete ihn recht.“ (20:121-122) Alldem würde gänzlich widersprechen, wenn Adams Kinderspäter seine Sünden geerbt oder gar die Vergebung derErbsünde durch Jesus Tod verlangt hätten!1 So geht man mit einem Gottlosen um. Daher fragt man sich:Was soll mit einem frommer Mann wie Adam geschehen? Eswäre sehr sinnvoll, wenn ihm seine Sünden vergeben werdenkönnen.
  • 84. 84 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDrittens: Selbst auf Basis der Evangelien lässt sich garnicht belegen, dass Jesus mit dem Wunsch gesandt wurde,sich für die Sünden der Menschheit zu opfern. Vielmehrgeht aus diesen Quellen hervor, dass Jesus nicht gekreuzigtwerden wollte, denn er sagte, als er erfuhr, dass seineFeinde planten, ihn zu ermorden (Markus 14:34): „…:Meine Seele ist betrübt bis an den Tod;“ Dann sprach er zuAllah (Markus 14:36): „und sprach: Abba, mein Vater, esist dir alles möglich; nimm diesen Kelch von mir; dochnicht, was ich will, sondern was du willst.“ Danachverlangte Jesus von den Jüngern, dass sie wach bleiben, umihn zu schützen (Lukas 22:36).Viertens: Laut der Bibel schrie der Gekreuzigte währendder Kreuzigung (Markus 15:34): „…: Eli, Eli, lamaasabthani? das ist verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott,warum hast mich verlassen?“ Wenn man dieGlaubwürdigkeit der verzweifelten Worten anerkennt,widersprechen sie klar den Dogmen vom Erlösungsplanund der Göttlichkeit Jesu“. Diese Worte passen aber sehrgut zur islamischen Offenbarung, dass der Gekreuzigte zumTode gezwungen und ein Doppelgänger des ProphetenJesus war; weder ein Prophet Gottes noch gar ein Gottselbst hätten sich so geäußert. Diese letzten Worte desGekreuzigten im ältesten Evangelium widersprechen klarden Dogmen der Kirche.Fünftens: Nach Markus Evangelium wohnte niemand vonJesus Jüngern seiner Kreuzigung bei (14:50): „Da verließenihn alle und flohen.1 Natürlich waren auch die Schreiber der1 Da, dass wir nur Positives über Jesus Jünger denken wollen,stehen wir hier vor der Wahl: Entweder handelt es sich dabei um eine gefälschte Textstelle oder die Jünger verliessen den
  • 85. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 85Evangelien und Briefe einerseits keine Augenzeugen. Selbstdiese Stelle beweist andererseits, dass es bei ihrerGeschichte vom Verlauf der Kreuzigung um gar keineAussagen von Augenzeugen geht. Das führt wirklich dazu,an der Herkunft dieser Geschichte zweifeln zu müssen,zumal sich die vier Evangelien über die Ereignisse derKreuzigung von ihrem Anfang bis zum Schlusswidersprechen.Sechstens: Den Gedanken des unerlässlichenBlutvergießens zur Beruhigung des zornigen Gottesübernahm das christliche Dogma tatsächlich von primitiverVorstellung von Gott als strafenden, jähzornigenRachegott. Sünde steht doch in keinem Zusammenhang mitdem Blut; deshalb kann Sünde auch nicht durch Blut gebüßtwerden, sondern vor allem durch die wahre Umkehr, dietiefe Reue und den ständigen hartnäckigen Widerstandgegen jede Versuchung zum Bösen. Leitung und Hilfegeben uns Allahs Gebote, die uns Seine Prophetenverkündeten. Als Jesus danach gefragt wurde, wie man ewigleben kann, sprach er nicht vom Glauben an ihn als Erlöserund nicht von der Sühne der Sünden durch sein Blut,sondern sagte (Matthäus 19:17): „… Willst du aber zumLeben eingehen, so halte die Gebote.“Das christliche Konzept der Erlösung durch Kreuzigung istalso nicht nur logisch wie moralisch höchst fragwürdig,sondern widerspricht auch Jesus Botschaft. Er kam abereben, um die Menschen durch seine Lehre zu retten.Überdies sollten sie ihm als Vorbild auf dem richtigen WegVerhafteten und flohen, nachdem sie erkannt hatten, dass er nichtJesus war, sondern ein anderer, der ihm ähnelte.
  • 86. 86 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenzum Allah folgen. Er wurde also nicht gesandt, umgekreuzigt werden oder sein Leben für die Sünde derganzen Menschen opfern zu wollen. Er unterscheidet sichnicht von allen Propheten im Laufe der Zeit, denn sein Zielbestand in erster Linie darin, die Sünder dazu zu bewegen,Buße zu tun und umzukehren; jedoch sprach Jesus niemalsdavon, dass sein Anliegen ist, sich für die Sünden derMenschen zu opfern. In Matthäus heißt es (4:17): „Seit derZeit fing Jesus an predigen und zu sagen: Tut Buße, denndas Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Eigentlich istes zutiefst traurig, dass Jesus von Paulus und den späterenSchreibern der Bibel vielfach verzerrt, ja seine Botschaft inihr Gegenteil verkehrt wird. Über ihn sagt Paulus (Galater3:13): „Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch desGesetzes, da er ward ein Fluch für uns, denn es stehtgeschrieben.“Im Grunde entstammt das christliche Dogma der Erbsündeund dem „Erlösertod“ wie so viele Lehren aus altenheidnischen Religionen. In seinem Buch „Rock of Truth“(Felsen der Wahrheit) nennt Arthur Findley (S. 45) dieNamen von 16 „Erlösern“ in antiken Kulten, die als Götterverehrt wurden: Osiris in Ägypten (1700 v. Chr.), Baal inBabylonien (1200 v. Chr.), Anis in Weda (1170 v. Chr.),Dios (Zeus) in Griechenland (1000 v. Chr.), Krishna bei denHindus (1000 v. Chr.), Andrea in Tibet (725 v. Chr.),Buddha in China (560 v. Chr.), Prometheus in Griechenland(547 v. Chr.), Mithra in Persien (400 v. Chr.) usw.In der Tat ist das Dogma der Erbsünde und der Kreuzigungnicht nur irrational und unlogisch, sondern motiviert dieMenschen auch dazu, sich von den guten Werkenabzuwenden und sich zu den bösen Taten bis zu Mord,Diebstahl, Vergewaltigung und Ehebruch hinzuwenden.Denn wegen der Erlösung unterschätzte schon Paulus die
  • 87. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 87Bedeutung der Gebote und der guten Werke, zu denen Jesusdie Menschen aufgerufen hatte. So äußerte sich Paulus(Römer 3:28): „So halten wir nun dafür, dass der Menschgerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch denGlauben.“ Das gelte sogar für Abraham (Römer 4:2): „Dassagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat erwohl Ruhm, aber nicht vor Gott.“ Paulus sah also dieErlösung der Menschheit nur im Glauben an JesusKreuzigung. Wie falsch und gefährlich solche Lehren sind,könnte jeder vernünftige Mensch sagen. Aber Jesus gab dierichtige Antwort auf diese Behauptungen (Matthäus 5:19):„Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auslöst undlehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen imHimmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird großheißen im Himmelreich.“Der Islam weist das christliche Dogma der Erbsünde undder Buße strikt zurück und erklärt, dass die Vergebung derSünden und Schulden gar nicht durch das Leiden und dasOpfern für einen anderen Menschen erfolgen kann, sondernzuerst durch Allahs Gnade und Barmherzigkeit, tiefe Reue,wahre Umkehr und den starken Willen, nicht mehr zusündigen.Dazu kommen auch die Vermeidung der bösen Taten unddie Umsetzung der guten Werke. Falls andere durch dieSünden geschädigt wurden, so hat der schuldige Menschihnen ihren Schaden zu erstatten und eventuell umVergebung zu bitten, denn nach dem Islam gibt esVergebung für jeden Menschen, der an Allah als einzigenGott glaubt und Gutes tut, wie der Koran uns sagt:„Vielmehr wer sein Antlitz frieden machend ergibt, und erein Guthandelnder, so ist seine Belohnung bei seinemHerrn, und keine Furcht auf ihnen, und sie sind nicht
  • 88. 88 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordentraurig.“ (2:112) Oder hier: „Sag: Ich bin einMenschenwesen wie ihr, mir wird offenbart, dass euer Gottein einziger Gott ist. Also wer auf die Begegnung mitseinem Herrn hofft, der soll Rechtschaffenes tun und sollnicht einen im Dienst seines Herrn als Mitgott geben.“(18:110)Der Jakobus-Brief im Neuen Testament stimmt mit demIslam und Jesus Lehren völlig überein. Darin heißt es (2:14,17): „Was hilft es, liebe Brüder, so jemand gesagt, er habeGlauben, und hat doch keine Werke? Kann auch der Glaubeihn selig machen? So auch der Glaube, wenn er nichtWerke hat, ist er tot in sich selber.“Der Islam: Die wahre Religion aller Propheten des einenGottesAus der sachlichen Analyse der christlichen Dogmen, mitdenen wir uns gerade gründlich auseinandersetzten, müssenwir zur zwingenden Schlussfolgerung kommen, dass siesicher jeder rationalen Grundlage entbehren. Wir betontendabei, dass solche Dogmen in gar keinem Einklang mitJesus Worten und Lehren stehen. Jesus Anhänger selbsthielten ihn auch noch viele Jahre nach seiner Erhebunglediglich für Gottes Propheten hielten; erst nachGenerationen, teils erst nach Jahrhunderten, entwickelte dieKirche solche Dogmen. Das bedeutet, dass dasChristentum der Kirche als Religion fundamental von derMission Jesus und seiner Vorgänger, Allahs Propheten,abweicht.Auf Allahs Einigkeit und dem Glauben an Ihn als einzigenGott basiert die Menschheit; jedoch bildet der Aberglaubedoch eine Ausnahme, denn nach der Bibel blieb ganze dieMenschheit zehn Jahrhunderte lang nach Adams Tod beim
  • 89. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 89Glauben an Allah als einzigen Gott. Erst in der Zeit desPropheten Noah fielen die Menschen vom wahren Glaubenab, indem sie Könige, Helden, Heilige als göttlichverehrten, weil sie diese als Mittler zu Gott ansahen undhofften, dass diese ihnen als Fürbitter bei Gott helfenkönnten. Also schickte Allah Seinen Propheten Noah an dieMenschen mit dem Auftrag, sie zum Glauben an Allah alseinzigen Gott aufzurufen. Von da an bis zum ProphetenMuhammad sendete Allah einen Propheten nach demanderen an die Nationen, um sie aufzurufen, an Allah alseinzigen Gott zu glauben.Die Hauptschwierigkeit der Propheten lag dabei nicht darin,die Menschen zum festen Glauben an Gottes Existenz, anIhn als Schöpfer und Alleinherrscher über den Kosmosaufzurufen – denn das war auch für Heidenselbstverständlich, Allah ist ja in der menschlichen Naturverwurzelt1; Atheisten waren und sind die wenigsten! Aber1 Sowohl die Mitgötterei (Esoterik/Sekten/Gurus) als auch derZweifel an Allahs Existenz verbreiteten sich in der westlichenGesellschaft erst im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert.Das hatte verschiedene Gründe: Das Unrecht in der Kirche, ihrherzloser und erniedrigender Umgang mit den Menschen, ihrMissbrauch der Religion. Zum Zerfall des Christentums trug seinWiderspruch zur Vernunft und zu menschlichen Bedürfnissen bei,ebenso wie der Siegeszug Wissenschaften und der Industrie,nachdem die Kirche die Wissenschaftler und ihr Wissen verteufelthatte. Das erst führte dazu, dass sich die Menschen überhaupt vonder Religion abwendeten und wissenschaft-gläubig wurden. DieMenschen tendieren instinktiv dazu ihre Begierden und denschnellen Genuss zu suchen, und die Ordnung und die Regel zuvermeiden, die ihre Begierden bezähmen. Schließlich fehlten auch
  • 90. 90 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenobwohl die Menschen durch gute Taten Allah näherkommen wollen und Ihn auch in Not und Gefahr ganzfromm anbeteten, suchten sie sich doch noch spezielleFürsorger und Vermittler an den guten Tagen. Deshalbappellierten die Propheten mit allem Nachdruck an dieMenschen, sich allein an Allah zu richten und Ihn direkt –ohne Heilige, Nebengötter oder Kulte – an den guten undschlechten Tagen anzubeten.Da der Glaube an Allahs als einen und einzigen Gott daserste und oberste Ziel sein muss, ist diese VerkündigungBeginn der Botschaft jedes Propheten an seine Anhänger:„…:Mein Volk, dient Allah, es gibt für euch keinen anderenGott außer Ihm, also seid ihr nicht gottesfürchtig?“ (Koran7:65) Und: „…:Dient Allah und haltet euch fern von denAbgöttern!“ (16:36) In einer dritten Stellen lautet es: „UndWir haben nicht vor dir einen Gesandten gesandt, außerdass Wir ihm offenbart haben: Es gibt keinen Gott außerMir, also dient Mir!“ (21:25) Deshalb versteht sich derIslam als Religion sämtlicher Boten und Propheten vonAdam über Noah, Abraham, Moses, Jesus bis Muhammad –Allah segne sie und schenke Ihnen Heil –. In diesem Sinnist jeder ein Muslim, der an Allah als einzigen Gott glaubteund Seinem zurzeit geltenden Propheten folgte. Und dasParadies steht ihm offen. Also fordert der Islam seineAnhänger auf, an alle Propheten ohne gar einen Unterschiedzu glauben.Der Islam belebte tatsächlich Allahs ewige Botschaft aufsNeue, mit der Er Seine Propheten an die Völker geschicktgroße Vorbilder, die die Bedeutung der Religion, ihren Wert, ihrenützlichen Lehren und ihren Einfluss auf alle Lebensbereichevorgelebt hätten.
  • 91. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 91hatte, und der Islam betrachtet sich nur als eine Fortsetzungdieser einzigen Botschaft. Aber über die Generationenwurden die Propheten dieser Botschaft sehr häufig falschinterpretiert und mit abstrusen Auffassungen, Mythen undRitualen verbunden, die in gar keinem Zusammenhang mitAllahs Botschaft stehen. Oft erinnerte die Religion eher anheidnische Rituale und Magie (Ostern, die „Wandlung“u.v.a.).Der Islam, Allahs Botschaft an Seinen ProphetenMuhammad gilt als eine Wiederbelebung von Jesuswirklicher Botschaft und den Verkündigungen allerPropheten Allahs zu verstehen. Der Islam ist Allahsendgültige Botschaft an die ganze Menschheit bis zum Tagder Auferstehung und nicht nur an ein einzigesauserwähltes Volk, wie frühere Propheten(miss)verstanden wurden. Weiterhin wird der Islam immersolche Eigenschaft haben.Der Islam weist nicht nur sämtliche unglaublichen Dogmenvehement ab, sondern bekräftigt wieder das Originalkonzeptvon Allah als einzigen Schöpfer, Alleinernährer und ­herrscher über den ganzen Kosmos. Er ist eigentlich absolutund völlig vollkommen und an ihm darf und kann gar nichtsfehlen. Die Menschen haben aus diesen Gründen ganz festan Allah als einzigen Gott zu glauben und lediglich Ihnanzubeten, wie Allah es vorgeschrieben hatte und nichtnach Lust und Laune der Menschen. Während dieserGlaube an Allah die größte und wichtigste Aufgabe desGlaubens ist, gehört die Mitgötterei (ob Idole, Heilige,Päpste, Ideologien oder Materialismus) ja bestimmt zu denschlimmsten Sünden. Das kann erst vergeben werden, wennman es vor dem Tode zutiefst bereut und büßt. In diesemSinn spricht Allah im Koran aus: „Allah verzeiht ja nicht,
  • 92. 92 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordendass Ihm Mitgötter gegeben werden, und Er verzeiht, wasdarüber hinaus ist, wem Er will“, (4:48)Diese Sünde verwehrt jedem, ins Paradies zu kommen, undführt jeden dazu, ewig in der Hölle zu bleiben. Darüber sagtAllah zu Jesus im Koran: „…, wer Allah Mitgötter gibt, sohat Allah ihm schon den Paradiesgarten verwehrt, undseine Bleibe ist das Feuer“, (5:72) Bei dieser Sünde kannman keinen Lohn auch für noch so gute Werke erwarten.Davon spricht Allah im Koran: „…, und wenn sie Mitgöttergegeben hätten, bestimmt wäre hinfällig, was sie getanhaben.“ (6:88) Nur an Allah sollen und dürfen sich alleMenschen direkt, jederzeit und überall richten, wenn sieetwas brauchen. Es ist doch nicht anders denkbar, als sichauf anderes als Gott zu vertrauen: Der Schöpfer allerWelten (Rabbul-‘Aalamien), Allerbarmer, Barmherziger,Allmächtigster und -wissender.In ihrem Buch „Apologia dell Islamismo” (Rechtfertigungdes Islam von Dr. Caselli in die englische Spracheübersetzt), sagt die bekannte italienische Orientalistin Dr.Laura Veccia Vaglieri (Mnuir Balabaky, S. 45, 46, 59, 60)Folgendes: „Dank des Islam konnte der Paganismus mitseinen ganzen Formen keinen Einfluss mehr aufs Lebenausüben. Zudem befreiten sich die Einstellung derGesellschaft, die Praxis der Religionen und die sozialenBräuche von dem sehr törichten Aberglauben, durch den siesicher entwertet wurden. Dazu kommt auch, dass sich dermenschliche Geist von sämtlichen Fesseln der Begierdenvoll entfaltete, wobei der Mensch endlich seine Würdedurch die Bescheidenheit Allah gegenüber erreicht, demSchöpfer und dem Alleinherrscher der Welten.“Die Autorin fügt hinzu: „Die menschliche Seele konnte sichaber von jeder Begierde und blinden Parteilichkeit befreien.Das gilt auch für den menschlichen Willen, der sich
  • 93. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 93sämtliche Grenzen überschreiten konnte, die das Schicksaldes einen mit dem des anderen Menschen oder derangeblich höheren Macht verbunden hatte. Danebenstürzten die Mönche sowie die vermeintlichenGeheimnisträger ab. Das gleiche Schicksal erlebten nochdie Erlösungsmakler und alle scheinbaren Mittler zwischenGott und dem Menschen, die gleichzeitig daran glaubten,mit ihrer Macht über den Willen anderer Menschen zuentscheiden. So wurden alle Gruppen von ihrem Thronausgenommen dem Menschen abgesetzt, der allerdings anAllah glaubt, Ihn dient und sich niemandem verpflichtetfühlt; allerdings hat er als freier Mensch ständig seineVerpflichtungen jedem anderen Menschen gegenüber zuerfüllen. Während die Menschen vor dem Islam sicherlichsehr unter der Ungerechtigkeit der sozialen Verhältnissegelitten hatten, kam der Islam mit der ganz deutlichenBotschaft: Alle Menschen sind doch gleich. Zudemunterscheidet sich der eine vom anderen Muslim rein garnicht mehr durch den eigenen Geburtsadel oderirgendwelche Charakterzüge, sondern vor allem durch dieFrömmigkeit, die guten Werke, die Ethik und dieintellektuellen Fähigkeiten.“In einer anderen Stelle äußert sich die Autorin weiter: „Inder Tat erfolgte die rapide Verbreitung des Islam auf keinenFall durch die Gewalt oder das regelmäßige Engagementder Gelehrten, sondern vor allem durch das Buch des Islaman die armen und schwachen Menschen, die die freie Wahlhatten, es anzunehmen oder abzulehnen. Es ist Allahs Buch,Sein gerechtes Wort und das größte Wunder, dasMuhammad den Menschen auf der Erde bieten konnte.Während alle anderen Religionen ihre Anhänger dazuaufrufen, eine sehr schwere Last von Dogmen zu tragen, diesie weder schaffen noch begreifen können, zeichnet sich der
  • 94. 94 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenIslam in erster Linie durch seine ganz leichte undtransparente Botschaft wie eine glänzende Perle aus.“Der bekannte Historiker Arnold Toynbee stellt den Islam sodar: „Ich appelliere an die ganze Menschheit, das Prinzipder Brüderlichkeit und der Gerechtigkeit im Islam zuübernehmen. Denn der Glaube an Allah als einzigen Gott istdas beste Beispiel für die Einheit der ganzen Welt;deswegen steckt die Hoffnung der Welt in der Ewigkeit desIslam.“ (Civilization on Trial, New York, Oxford UniversityPress, S. 205) VIII. Mein entscheidender Schritt zum Islam: Jesus Einfluss auf meinen IslamübertrittJedem Wahrheit suchenden Menschen müssten schon einTeil der in den letzten Kapiteln genannten Tatsachen genugGründe bieten, um an die Glaubwürdigkeit des Islam zuglauben wie auch die Verfälschung von Jesus Lehren durchdie christlichen Kirchen zu erkennen; trotzdem wich ichzunächst nicht den kleinsten Schritt vom Weg der Kircheab; sogar einen christlichen Talisman trug ich weiter beimir: In einem winzigen Beutel befanden sich sieben Silber-Kreuzchen, ein kitschiges Bild von Jesus und eine kleineMarienfigur. Diesen Talisman steckte ich regelmäßig inmeine Tasche, damit mir nichts Schlimmes passiere.Eines Tages blätterte ich die Bücher durch, die ich schonbeim Besuch der Moschee bekommen hatte. Dabei stieß ichauf zwei Sätze, die mich so glücklich machten, dass mir dieTränen in die Augen schossen. Erschüttert sagte ich mir:„Oh, mein Gott! Das ist wirklich die Wahrheit! Dies istendlich die Antwort, auf die ich so lange wartete und die ichdoch nie erhielt.“ Ich muss dazu sagen, dass ich den Koran
  • 95. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 95noch nicht in die Hand genommen hatte, geschweige denngelesen – auch nicht in Übersetzung, ja selbst das Wort„Koran“ gehörte bis dahin nicht einmal zu meinemWortschatz! Trotzdem las ich in den Büchern der Moscheeprägnante und klare Worte des Koran über Jesus: „Undihres Wortes: Wir haben den Messias, Isa, den GesandtenAllahs getötet, und sie haben ihn nicht getötet und ihnnicht gekreuzigt, er erschien ihnen nur so,“ (4:157) EineWeile dachte ich tief darüber nach und wiederholtemehrmals Allahs Worte: „und sie haben ihn nicht getötetund ihn nicht gekreuzigt,“. Da war mir, als würde Allahmeine Frage beantworten, an deren Lösung ich lange Zeitverzweifelte, da ich zu nie zu einer überzeugenden undlogischen Antwort auf Jesus Kreuzestod kommen konnte.Es war keineswegs einfach oder selbstverständlich dass ichdiese Antwort fand! Erst musste ich gegen großeKonkurrenz ein Stipendium zum Studium in den Staatenbekommen, dann mehrere tausend Meilen in denNordwesten der USA, das Bundesland Washington, reisen.Für all das hatte ich natürlich die englische Spracheschriftlich und mündlich auf hohem Niveau lernen müssen.Wie hätte ein Mensch aus Südamerika, genauer gesagt ausVenezuela so einfach zum Islam gefunden!Ausschlaggebend war, dass ich die Muslime in Seattlekennen lernte und ihr Vertrauen gewann, um auf diese mirso wichtigen Sätze zu stoßen – gegen jedeWahrscheinlichkeit, dass 1978 ein Katholik aus Venezueladiese Sätze des Korans finden würde. Aber Allahs Willegeschah, und in diesem sehr glücklichen Moment betete ichIhn an und bat ihn um Vergebung. Ich war so überglücklich,dass ich sofort nach Venezuela fliegen wollte, um meiner
  • 96. 96 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenFamilie, ja ganz Lateinamerika Welt diese frohe Botschaftzu bringen.Diese Ereignisse liefen für mich wie ein Film ab, dessenHauptfigur ein gütiger Mensch ist: Der Prophet JesusChristus von Nazareth, den ich vom ganzen Herzen liebte.Jeden Tag hatte ich zu ihm zwei Mal vor den kleinen Altarzu Hause gebetet, und dieser herausragende, von Gotterwählte Mensch hatte nun doch nicht den grausamenKreuzestod sterben müssen. Es schien mir, dass das schwereKreuz, das Jesus angeblich auf Golgatha-Berg tragenmusste, gestürzt und zerstört wäre, wie Abbruch-Gebäudeoder Felsriesen mit Dynamit gesprengt werden. Und ausdiesen Trümmern, aus diesem Schutt stieg ein neuer Glaubeauf: Ich dachte in Ruhe nach und sagte mir: „Das ist ganzgewiss die Wahrheit, und der Islam verkörpert wirklich einereale Religion und den wahren Weg.“Zwanzig Jahre lang war mir ständig erzählt worden, dassJesus "für meine Sünden" am Kreuz sterben musste. Daswar für mich und meinen Weg zu Gott eine Sackgassegeworden; jedoch öffnete sich jetzt ein anderer Weg derVernunft, und die Dinge begannen sich mehr und mehraufzuklären, als ich endlich den letzten Teil des Rätselslösen konnte und das letzte Wunder erkannte, dass Allah anJesus vollbrachte. So viele Wundertaten hatte dieserMensch mit Allahs Hilfe vollbracht: Blinde konnten sehen,Lahme wieder gehen und Leprakranke wurden geheilt.Jesus ging auf dem Meer, speiste tausende von Menschenmit Brot und Fischen und ließ sogar Tote auferstehen. Nein,dieser Mensch wurde ganz sicher nicht gekreuzigt! Nun warich fest entschlossen, dieser Religion anzugehören:
  • 97. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 97 Ich will Muslim werden.Sämtliche anderen Dogmen und leeren Rituale der Kirchewurden wie das Kreuz zertrümmert: Jesus Auferstehung amSonntag, die Oster-Woche, Karfreitag, das Essen von Fischstatt Fleisch während der Fastenzeit. Das galt auch fürmeinen Talisman, an dessen Kräfte zu glauben, nun solächerlich war. Aber dank der Klarheit des Islams kam meinVerstand zu seinem Recht: Das rationale Denken einesjungen Ingenieurs, der in der Feuerwehr aktiv war und nochdas Leben von vielen Menschen und deren Gütern Lebenretten konnte. Die Lastern unserer Gesellschaft, dasRauchen und der Alkohol, hatte ich längst Leid – auchwenn diese Laster in Amerika weit verbreitet und alltäglichwaren und sind. Daher konnte ich mir nicht länger solchechristliche Tricks hinnehmen.Im Sommer 1979 besuchte ich eine offene Veranstaltungüber „Islamische Kultur“ an der Oklahoma StateUniversität, die mir sehr half, den neuen Weg zu erkennenund zu gehen, mit dem ich mich immer mehr beschäftigte.Am Ende dieses Sommers kehrte ich nach Seattle zurück,wo ich mich vor dem Imam, der mir damals die Büchergeschenkt hatte, zum Glauben des Islam bekannte – an Gottals dem einzigen Gott und Muhammad seinen Propheten.Dadurch schloss ich mich offiziell dem Islam an.An das Gespräch mit dem Imam kann ich mich noch sehrgut erinnern, der mir folgende Frage stellte: Wollen Siewirklich zum Islam übertreten? Ja, erklärte ich.Anschließend fügte er sehr deutlich hinzu: Wollen Sie esauch im Falle, dass es in ihren Pass eingetragen wird, dassSie Muslim sind? Ja, ganz bestimmt, sagte ich. Er sprachweiter und forderte mich auf: Sag mir nach: Ich bezeuge,dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad
  • 98. 98 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenSein Prophet ist. Ich wiederholte dieses Glaubensbekenntnisin englischer und arabischer Sprache. Damit erfolgte meinletzter Schritt zum Islam. IX. Wie beeinflusste der Islam mein Leben?Jede Änderung basiert auf bestimmten Voraussetzungen.Das trifft auch auf mich zu, denn mein Fall bildetesicherlich rein gar keine Ausnahme. Als ich zum Islamübertrat, sah ich alles, was mir möglich ist, als meine Pflichtvor Allah an, über diese Religion zu lernen. So ging ich alssehr junger Mann die Ehe mit einer Muslimin am Ende desersten Studienjahres an der Oklahoma State Universität ein.Von seiner Seite beauftragte das islamische Zentrum inStillwater bei Oklahoma einen Mann, mir die Lehren dieserneuen Religion zu vermitteln. Dieser erste muslimischeLehrer kommt aus Palästina und heißt Faiz: Ich sehe ihn alsmeinen Bruder an – Allah möge ihn segnen und mir dabeihelfen, die gewonnen Erkenntnisse im Gedächtnis zubehalten –, da er mir einen sehr großen Teil seiner Zeitschenkte, um mir das Gebet und sämtliche anderenGrundpfeiler des Islam und des Glaubens beizubringen. Dasgilt ebenfalls für das Leben nach dem Tode, den Tag derAuferstehung und verschiedene Themen. Dabei kann ichmich gut daran erinnern, dass ich vom Gespräch übersolches Leben imponiert wurde. Das passierte vor allemgerade deshalb, dass niemand vorher mit mir als Christenausgiebig über das Leben nach dem Tode gesprochen hatte,wie es der Fall nach meinem Islamübertritt ist. Hier stelltesich noch folgende Frage: Was geschieht mit demMenschen im Islam nach dem Tode?
  • 99. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 99Eigentlich weckt dieses Thema das Interesse vielerMenschen. Dagegen hielt ich es wirklich während meinesganzen Lebens als Anhänger des Christentums für einversiegeltes Geheimnis, zumal ich überhaupt nicht wusste,was mir nach Beerdigung des Leichnams passieren könnte.Aber der Islam gab mir doch noch eine befriedigendeAntwort. Im Falle des Todes eines Muslims wird er nachden Lehren des Islams beigesetzt: Der ganze Leichnam wirdzuerst gewaschen und mit Duftwasser betupft. Danach wirder in ein weißes Ober- und Unterhemd gehüllt. Hinterherwird er einfach ohne Sarg in Gebetsrichtung (Mekka)bestattet. In einem Hadith des Propheten wird noch davonberichtet, dass der Tote sogar die Schritte der Lebenden beiihrem Fortgang aus dem Friedhof nach dem Begräbnis hörtund zur Erkenntnis kommt, dass er doch allein ist. Nacheiner kurzen Weile stellen ihm zwei Engeln folgende dreiFragen: 1- Wer ist dein Gott? 2- Wie heißt deine Religion? 3- Wie ist der Name deines Propheten?Der Prophet Muhammad erklärte, dass der gläubige Muslimwirklich keinerlei Schwierigkeit hat, solche Fragen richtigzu beantworten. Dem Ungläubigen wird es dennoch sichernicht gelingen, eine Antwort zu geben. Nach diesem kurzenVerhör fängt das Leben erst im Grab an, das entwederParadies oder Hölle für den Toten bedeutet, was sicher vonseinen Werken vor dem Tode und Allahs Schicksal abhängt.Deshalb weht der Duft des Paradieses dem Gläubigen insGrab. Hingegen ist der Ungläubige lediglich denstinkenden Rauchwolken und dem vernichtenden Feuer derHölle ausgeliefert. Überdies verspürt der Gläubige seineRuhe im Grab, während der Ungläubige es zu eng findet.
  • 100. 100 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDaher empfindet er dort mehr Leiden und mehr Qual. Vonmeiner Seite hoffe ich sehr, dass Allah mir das Grab breitmachen und mir die dortige Qual ersparen möge.Diese Informationen, die ich von meinem Bruder Faizerhalten hatte, befreiten mich von meinem Zweifel an derGerechtigkeit auf Erden und erklärten mir den Sinn danach,dass einige Verbrecher, die bereits Taten begangen hatten,doch keine sofortige Strafe in ihrem Leben bekommenkönnten. In diesem Bezug teilte mir Faiz weiter mit, dassAllah solchen Menschen immer sehr viele Chancen gibt, umihre Taten noch im Leben zu bereuen, Vergebung zu bittenund sogar ein neues Leben zu führen. Hier wurde mir klar,dass die absolute Gerechtigkeit nur bei Allah existiert, undich glaubte, mich dadurch ins ewige Leben nach dem Todeausgiebig vertiefen zu können. Denn, als ich zurkatholischen Kirche gehörte, wurde mir gesagt, dass Jesusmit seinem Tode die Menschheit retten wollte. Aber nachdem Islam konnte ich eben erfahren, dass jede Person fürihre Werke zu verantworten hat. Demzufolge müssen sichvor allem der Lohn und die Strafe richten. Das schien mir,sehr logisch zu sein, was mich sicherlich beruhigte.Meine schon gewonnen Erkenntnisse begannen, sich Schrittfür Schritt zu festigen und auch noch eine sehr starke Kettezu bilden. Von meiner Seite schenkte ich dieser Religionmehr Zeit, um mich mit ihr intensiv zu beschäftigen;deswegen musste ich meine täglichen Übungen am sehrfrühen Morgen im Sportklub auf die Zeit nach derMorgendämmerung wegen ihrer Überschneidung mit demMorgengebet vertagen. Zudem hörte ich mit mehrerenDingen nach meinem Islamübertritt auf: Einige Jahre langhatte ich mich darauf vorbereitet, Musiker zu werden, da ichbei ein paar Konzerten als Singer und Gitarrespielermitgewirkt hatte. So stand alles auf einmal nicht mehr im
  • 101. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 101Brennpunkt meines Interesses, und ich widmete dem Koranin seiner arabischen Originalsprache die meiste Zeit,obgleich mir gar keine Zeit für andere Sachen blieb. Dennich hatte als noch einundzwanzigjähriger Ehemann undTechnikstudent sehr viele Verpflichtungen zu erfüllen.Dank Allahs Hilfe fühlte ich mich immer mehr mit dieserReligion so sehr tief verbunden, dass ich damit begann,einfach meine bescheidenen Erkenntnisse an andereMenschen zu vermitteln.Als ich nach Venezuela zurückkehrte, wusste meine Familiedort nichts über den Islam, die aber mich beten sah und sichdoch daran gewöhnte, ohne mich zu kritisieren oder sogardas zu verurteilen. Im Grunde waren es vier Jahre lang, indenen ich mich regelmäßig in Amerika aufhielt und wedermeinen Vater noch meine Geschwister sehen konnte. Ausdiesem Grunde überwog die Liebe meiner Familie zu miralles Andere, und sie akzeptierte mich auch noch in meinemneuen Zustand. In Venezuela bat ich den Aufseher aufmeiner Arbeitsstätte darum, dass ich fünf Minuten lang imBüro beten darf, da ich tatsächlich der einzigevenezolanische Muslim auf dem Sektor der Ölindustrie imJahre 1982 tätig war. Allah bat ich sehr darum, mich bei derislamischen Religion zu stärken, zumal die verlockendenAnreize überall zu finden waren und sich Tag für Taghäuften; jedoch konnte ich dank Allahs Hilfe solcheSchwierigkeiten gut überwinden und vom Verderben undKorruption sehr verschont bleiben.Heute fühle ich mich nach etwa fünfundzwanzigjährigemIslamübertritt sehr überglücklich gerade deshalb, da ichschon diese Entscheidung traf. Überdies bin ich auch froh,denn ich sehe, dass sich die Menschen in Scharenandauernd zum Islam bekehren. Das haben wir einfach nur
  • 102. 102 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenAllah zu verdanken: Der Islam verbreitet sich sicher amschnellsten auf dem Globus und hat ganz gewiss diemeisten Konvertiten1 trotz der noch ganz bescheidenenMittel seiner Verbreiter im Vergleich zu den Missionarenanderer Religionen, aber insbesondere des Christentums,das mit dem Islam nicht ohne das beträchtliche Ausmaß vonfinanziellen Vorteilen und Fähigkeiten seiner Missionarehätte konkurrieren können, zumal er sich immer noch durchdie sehr einfachsten Möglichkeiten ausbreitet.Dazu kommt auch noch die klare Tatsache, dass wenn mandie Muslime unter die Lupe nimmt, die in dergegenwärtigen Zeit zum Christentum übertreten – Anhängerbeider Religionen gibt es überall im Gegensatz zu anderenReligionen, die sich möglicherweise auf einige Bevölkerungbeschränken –, zieht man folgende Schlussfolgerung: Siemüssen ganz bestimmt diesen Schritt aus finanziellenGründen gehen, denn sie leiden unter Armut und Geldnot.Solche Schwachpunkte kennen die Christen. Daher nutzensie es durch ihre überaus verlockenden Angebote sehr gutaus, die diese Gruppen nirgendwo finden können. Denn,wie kann man es erklären: Warum bleiben die Christen in1 Die Anzahl der Muslime, die ihren religiösen Verpflichtungennachkommen, übertrifft in Wirklichkeit deutlich die Gesamtzahlaller aktiven Anhänger der anderen Religionen, einschließlich desChristentums. Auf der ersten Seite des britischen Blattes „SundayTimes“ wurde einmal eine Statistik darüber veröffentlicht, dassdie Zahl der Muslime, die wöchentlich die Moscheen inGroßbritannien besuchen, größer als die ansässigen Christen, diein die Kirchen gehen: Während 930 000 Muslime mindestenseinmal in der Woche eine Moschee aufsuchten, besuchten nur 916000 Christen die Kirchen. Dies geschieht in einem christlichenLand, wo die Muslime lediglich eine Minderheit verkörpern.
  • 103. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 103Scharen ständig den Kirchen in den christlichen Ländernfern und treten sogar aus ihnen aus? Aus welchen Gründensetzt man sich dafür ein, das Christentum vor allem in diearmen Länder zu exportieren? Ist es nicht wahr, dass weretwas nicht hat, kann es doch nicht mehr weitergeben?Dagegen findet man aber, dass die Personen, die noch zumIslam übertreten, sämtliche Gesellschaftsschichtenvertreten: Dies sind Außenseiter, arme, reiche und berühmteMenschen und Wissenschaftler. Dazu kommen sogar dieKleriker, die enorm wichtige Dinge im Leben wegen desIslamübertritts auf jeden Fall verlieren müssen. Deshalbfestigt sich mein Glaube an Allah mehr denn je, zumal ichimmer erlebe, dass sich Sein Versprechen allmählich inErfüllung geht. In diesem Sinne sagt Er Folgendes imKoran: „Sie möchten, dass sie das Licht Allahs mit ihrenMundwerken ausmachen, und Allah macht Sein Lichtvollkommen, und wenn es die Glaubensverweigererverabscheuen. Er ist es, der Seinen Gesandten gesandt hatmit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit, damitEr sie obsiegen lässt über alle die Religionen, und wenn esdie Mitgöttergebenden verabscheuen.“ (61:8-9)In der Bibel findet man einige Stellen, die noch nichtgefälscht wurden, die über Lehren berichten, den heutzutagenur die Muslime anhängen. Hier ist die Rede von Jesus undseine Vorgänger von den Propheten, die regelmäßig beimBeten auf ihr Angesicht niederfielen (Vgl. 1. Mose 17:3 undMatthäus 26:39). Daneben wird der Schleier, den dieJungfrau Maria anlegte, heutzutage meistens von denMusliminnen getragen (Vgl. Hoheslied 4:1 und 1 Korinther11:5). Sogar der Gruß „As-salamu Alikum“, den Jesusgemäß Lukas Evangelium (24:36) entbot, gilt heute nur alsBegrüßungsformel bei den Muslimen. Das bezieht sichebenso auf andere Dinge wie die Kleine Waschung vor dem
  • 104. 104 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenGebet, die Beschneidung, das Essverbot vonSchweinefleisch und toten Tieren usw. Alles zeigt sehrdeutlich, dass die Muslime die einzigen Menschen sind, dieeigentlich den Lehren von Jesus und allen Propheten Allahsfolgten. X. Wie wirkte mein Islamübertritt auf andere Menschen?Nachdem Allah mir ermöglicht hatte, zu Seiner Religion zufinden, wuchs in mir der feste Wille, allen Menschen dasSiegel der Botschaften Allahs zu vermitteln; allerdings bliebam Anfang der erhoffte Erfolg meiner kühnen Versucheaus, da einige die Sache nicht so ernst nahmen. AndereMenschen rieten mir aber, diese Botschaft gar an die Kinderzu richten, denn sie seien so von ihrem echten Glaubenerfüllt, dass sie ihn später kaum ändern können. So fand ichlange Zeit keine Unterstützung – nach Allahs Willen –außer bei meiner muslimischen Ehefrau.Im Jahre 1990 reiste ich wieder in die USA, wo ich denMaster für technische Sicherheit an der Texas A&MUniversität erwarb. Dabei war ich ganz fest entschlossen,auch meine Bemühungen bei der Hingabe an Allah(Verbreitung des Islam) zu intensivieren. Aus diesemGrunde begann ich, ein islamisches Trainingsprogramm zuentwickeln, wobei mir die Materialien und Büchern in derislamischen Bibliothek der Bryan College Station sehrhalfen. Außerdem schrieb ich über meinen Glaubenregelmäßig an meine Familie, zu der ich 1992 nachVenezuela zurückkehrte. Mit meinen Eltern diskutierte ichalso mehrmals über den Islam, was mit Allahs Hilfe dazuführte, dass sie und ein älterer Bruder sich zum wahren
  • 105. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 105Glauben bekannten. Ihnen folgten später auch zweiSchwestern, ein weiterer Bruder und mein Neffe.Dem Direktor der großen Moschee in Caracas schlug ichvor, Nicht-Muslime sonntags zum Besuch dieser größtenMoschee in Lateinamerika einzuladen. Er stimmte zu, undich machte mich mit Eifer daran, das Programm desBesuches zu organisieren und zu koordinieren. Darüberhinaus referierte ich gemeinsam mit dem Imam derMoschee über den Islam vor allen Besuchern, ganz gleichwelchen Religionen und Konfessionen diese angehörten.Dank Allahs Hilfe waren wir schon bald sehr erfolgreich,250 Menschen erschienen zum ersten Vortrag, bei meinemersten Versuch, vom Islam in Venezuela zu sprechen.Vielleicht zum ersten Mal kamen hier Christen, Juden undAtheisten zum religiösen Gespräch zusammen. Aufgrunddes so großen Zulaufes unseres Programms und dank AllahsUnterstützung traten viele Venezolaner zum Islam über –dieses Programm läuft immer noch und offen für jedeMenschen ist, der sich über den Islam informieren will.Als ich an unterschiedlichen Orten Vorträge über den Islamhielt, spürte ich deutlich das Interesse der Zuhörer, und esbekannten sich viele schon bald zu ihm, während andere nurdie vorhandene Literatur mitnahmen, um sich erst ruhigüber unseren Glauben, wie ich vor etwa 30 Jahren auchschon tat.Bis heute gibt es aber auch Menschen, die sich immer gegenden Islam sperren, vielleicht weil sie so viele Laster hatten,die sie sich noch nicht abgewöhnen können. Daher will ichhier dem Leser deutlich erklären: Wenn sich ein Menschzum Islam bekennt, bedeutet das überhaupt nicht, dass sichplötzlich ein totaler Lebenswandel vollziehen muss (auchwenn dies keineswegs auszuschließen ist). Die Änderungen
  • 106. 106 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordentreten meistens allmählich in Verbindung mit dem Kontaktzu muslimischen Brüdern sowie der Vertrautheit mit denGrundsäulen des Islam ein.In den Veranstaltungen stellten mir die Besucher oftfolgende Fragen: 1- Muss man Arabisch können, um Muslim werden zu können? 2- Ist es nötig, Araber zu werden, um sich zum Islam bekennen zu wollen? 3- Darf man gar nicht mehr an Jesus und die Jungfrau Maria glauben, um zum Islam zu gehören?Im Grunde ist die Antwort auf solche Fragen eineindeutiges Nein, denn der Islam ist ganz gewiss eineWeltreligion und hat Anhänger aus allen Ländern der Erde.Zudem gilt die Sprache als gar keine Barriere. Um richtigerMuslim zu werden, muss man sogar an Jesus als einen dergrößten Propheten Allahs und an seine Mutter Mariaglauben, der Allah unter allen Frauen der Welthervorgehoben und gesegnet hat.Aus unbegründeter Sorge, dass die Menschen doch einigeVoraussetzungen für den Islam nicht erfüllen, zögernmanche mit ihrer endgültigen Entscheidung für ihn, obwohlder erste Schritt zu ihm tatsächlich eine einfache Sache ist,die ohne Vermittelung, Zeremonie, Komplikationen oderirgendwelche Umstände erfolgt. Man braucht nur fest anAllah als Schöpfer, Alleinernährer und -herrscher über denganzen Kosmos zu glauben. Daneben muss man von echterÜberzeugung erfüllt sein, dass Er der einzige Gott ist, derden festen Glauben verdient. Er verfügt über erhabeneNamen und Eigenschaften; ER ist ohnegleichen und ohnePartner. Es gibt nichts und niemanden, der Allah inirgendwelcher Weise oder Form ähneln könnte. Außerdem
  • 107. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 107zeugt Er nie, ist Er nie gezeugt und gibt es nie IhmGleiches.Neben diesen selbstverständigen Bedingungen hat diePerson, die zum Islam konvertieren will, ebenso sämtlicheFormen des Paganismus vollständig abzulehnen. Nach demBekenntnis, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dassMuhammad Sein Prophet ist, kann man sich eigentlich allesschrittweise aneignen. Stürbe man sofort danach, so wäreman doch schon echter Muslim. Und das Paradies steht ihmoffen, wenn Allah es will und es ihm erlaubt. DasBekenntnis zum Propheten Muhammad heißt nicht, dass erder einzige Prophet von Allah wäre, sondern die Kette vonallen Propheten und Gesandten Allahs seit Adam abschließt,als Siegel aller Propheten und Gesandten Allahs. XI. ReligionszwangAllah erklärt im Koran, dass niemand einen anderenMenschen zum Islamübertritt zwingen darf. Das ist wirklichein klares Grundprinzip von Allahs Lehren, die im Koranganz eindeutig zum Ausdruck gebracht wurden: „KeinZwang in der Religion, das rechten Handeln ist schon klargeworden gegenüber dem Fehlgehen, …“. (2:256) Fernerheißt es in einer anderen Stelle: „Und sag: Die Wahrheit istvon eurem Herrn, also wer will, so soll er glauben, und werwill, so soll er den Glauben verweigern, …“ (18:29)Daneben ruft der Islam die Muslime dazu auf, den Dialogmit den anderen Menschen zu führen und sie auch zu ihmmit der Weisheit und den guten Ratschlägen zu gewinnen.In diesem Sinne lautet es noch im Koran: „Rufe zum Wegdeines Herrn mit der Weisheit und der guten Ermahnungen,und streite mit ihnen mit dem, was am besten ist, …“(16:125)
  • 108. 108 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDie katholische Kirche erreichte dagegen ihre „Größe“ nurdurch Zwangstaufen und Inquisition mit grausamenMassakern an Millionen Unschuldigen; deshalb war ichtotal entsetzt, als ich erfuhr, dass allein in den Niederlandendrei Millionen Menschen daher hingerichtet wurden, dasssie einfach die Lehren der katholischen Kirchen abgelehnthatten. Am 15.02.1568 verurteilte das heilige Oberhauptsämtliche Bürger der Niederlande wegen Häresie zum Tode.Gerettet davon sind aber nur sehr wenige Menschen. ZehnTage später wurde das Urteil des Inquisitionsgerichts ineiner Erklärung vom spanischen König Philip II bestätigtund auch dessen sofortigen Vollzug angeordnet. In einemetwa dreizeiligen Urteil wurden drei Millionen Männer,Frauen und Kinder zum Tode durch Hinrichtung verurteilt,und es wurde nicht sogar durch den königlichen Erlassgemildert. Jeden Tag und jede Stunde wurden die Menschenabgesehen von ihrer niedrigen oder leitenden Positiongeschleppt, um deren Exekution vorzunehmen. In einemeinzigen Brief an König Philip II äußerte sich auch derDuke von Alba kalt über diese Menschen und teilte ihm mit,dass im Anschluss der heiligen Woche fast achthundertKöpfe hingerichtet würden.Nach dem Konzil von Nicäa wurde den Christen ganz striktuntersagt, ein anderes Evangelium als die vier kanonisiertenEvangelien bei sich zu haben. Vielmehr galt das wirklich alsein Verbrechen, das mit der Hinrichtung bestraft werdenkonnte. Aus diesem Grunde müssten mehr als zweiMillionen Christen in den folgenden Jahren dieserEntscheidung dieses Schicksal erleben. Das war eigentlichdie sehr barbarische Methode der Athanasius, um dieChristen einfach zu vereinen. Aber der eine oder der anderePerson mag auch glauben, dass die grausamen Verbrechenwohl auf Fehler von einzelnem oder mehreren Egoisten
  • 109. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 109zurückzuführen sind, deren Herzen jeder Form vonMitgefühl, Mitleid sowie Menschlichkeit fehlt, womit dieBibel in gar keinem Zusammenhang stünde.Sehr heftig wird man dadurch geschockt, wenn man erfährt,dass einige Bibeltexte eben dazu aufrufen und Massenmordauch unterstützen. In 4. Mose 31:17-18 ist die Rede sogarvon „Gottes Gebot“: „So tötet nun alles, was männlich istunter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehrJungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, dielasst für euch leben.“ In einer anderen Stelle sagt „Gott“ferner (Hesekiel 9:5-6): „…: Geht ihm nach durch die Stadtund schlagt drein; eure Augen sollen ohne Mitleid blickenund keinen verschonen. Erschlagt Alte, Jünglinge,Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt alle tot;“ In diesemSinne spricht auch Josua zum Volk Israels (Josua 6:16-21):„… Denn der HERR hat euch die Stadt gegeben… Aberalles Silber und Gold samt dem kupfernen und eisernemGerät soll dem HERRN geheiligt sein, dass es zum Schatzdes HERREN komme…, und das Volk stieg zur Stadt hinauf,… So eroberten sie die Stadt und vollstreckten den Bann anallem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwerts1,an Mann und Weib, jung und alt, Rindern, Schafen undEseln.“ In dieser Hinsicht äußert sich angeblich Gott (1.Samuel 15:3): „So zieh nun hin und schlag Amalek undvollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat;verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder1 Einige Vertreter der Kirche werfen dem Islam immer noch vor,dass er sich mit dem Schwert verbreitete, obwohl dieses Wort 406Mal in der Bibel vorkommt. Dagegen taucht es in keiner Stelledes Korans auf. Daher muss man zu Recht fragen: WelcheReligion verbreitete sich denn mit dem Schwert?
  • 110. 110 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenund Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.“Weiter erklärt „Gott“ (Jesaja 13:16): „Es sollen auch ihreKinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häusergeplündert und ihre Frauen geschändet werden.“ Es kommtauch in einer anderen Stelle zur Sprache (Hosea 13:16):„Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gottungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihrekleinen Kinder1 zerschmettert und ihre Schwangerenaufgeschlitzt werden.“Es scheint also, dass die Bibel als das einzige religiöse Buchin der Welt gilt, das noch dazu auffordert, die Kinder unddie Säuglinge zu töten und zu zerschmettern und dieSchwangeren aufzuschlitzen! Solche Stellen in der Bibel,die angeblich vom Gott stammen und dazu aufrufen, dieUnschuldigen zu töten und sie zu terrorisieren, beweisen1 Der Jihad ist im Islam erlaubt; allerdings muss sein Hauptzielsein, die schwachen Menschen wie die Frauen und die Kinder zuschützen und keineswegs sie zu töten oder zu zerschmettern. Indiesem Sinne sagt Allah im Koran: „Und was ist mit euch, dassihr nicht kämpft auf dem Weg Allahs und für die Schutzlosen vonden Männern, den Frauen und den Kinder…“ (4:75) Zu denanderen Zielen gehört auch die Selbstverteidigung und nicht dieAggression. In diesem Bezug äußert sich Allah auch im Koran:„Und kämpft mit denjenigen auf dem Weg Allahs, die mit euchkämpfen und übertretet nicht, Allah liebt ja nicht die Übertreter.“(2:190) Außerdem ist der Jihad zum Schutz der Freiheit zurVerkündung des Glaubens und nicht zu Zwangsbekehrungenzulässig. Dazu sagt Allah: „Kein Zwang in der Religion, dasrechte Handeln ist schon klar geworden gegenüber demFehlgehen, …“ (2:256) In einer anderen Stelle heißt es: „Und sag:Die Wahrheit ist von eurem Herrn, also wer will, so soll erglauben, und wer will, so soll er den Glauben verweigern.“(18:29)
  • 111. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 111endgültig, dass menschliche Schreiber die Bibeltexte nachBelieben manipulierten haben. So werden dem gütigenGott, werden Allah, dem Barmherzigen, dem Erbarmer,Worte zugeschrieben, die Er niemals aussprach1. Ganzanders im Koran: Hier kommen Allahs Lehren deutlich zumAusdruck: „Und wehe denjenigen, welche die Schrift mitihren Händen schreiben, dann sagen: Dies ist von Allah,damit sie sich dafür einen geringen Gegenwert erkaufen,und wehe ihnen wegen dem, was ihre Hände geschriebenhaben, und wehe ihnen wegen dem, was sie sich erwerben.“(2:79)1 Abstoßend, wie diese und ähnliche Textstellen der Bibel oftwirkten, mussten die Verantwortlichen noch viele Änderungenund Ergänzungen vornehmen. Dieser Umgang zeigt aber sehrdeutlich, dass die Bibel Menschenwerk und nicht GottesBotschaft ist. Solche Änderung erfuhr 1. Samuel, wo es in 6:19lautet: „Aber die Söhne Jechonjas freuten sich nicht mit denLeuten von Beth-Schemesch, dass sie die Lade des HERRN sahen.Und der HERR schlug unter ihnen fünfzigtausend und siebzigMann.“ Das Wort fünfzigtausend wurde von der englischen,französischen, deutschen und arabischen Übersetzung gestrichen(Al Hayiat), die eine solche Zahl für unvereinbar mit GottesBarmherzigkeit hielten; deswegen begnügte man sich lediglichmit siebzig! Denn es kann der Blick auf Gottes Lade auf keinenFall mit Massenvernichtung bestraft werden. Aber denkt mangenau darüber nach: Wenn sich diese Verantwortlichen imZeitalter des Buchdrucks und der Beschäftigung von vielenMenschen mit der Bibel nicht scheuten, nach BeliebenÄnderungen oder Ergänzungen in diesem Buch vorzunehmen,dann muss man sich schon fragen, wie wohl der Umgang mit derBibel war, als allein die Kirche die Kontrolle über das Buch hatteund das Volk weder lesen noch Latein verstehen konnte.
  • 112. 112 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenZwang lässt sich ganz gewiss überhaupt nicht mit derReligion vereinbaren, die Religiosität muss aber in ersterLinie auf dem Glauben, dem Willen und der Überzeugungbasieren; sonst hat sie rein keinen Sinn mehr. Daher habenjeder Mann und jede Frau über die Religion frei zuentscheiden, der sie angehören wollen. Überdies solltenihnen alle anderen Alternativen ohne jegliche Parteinahmeoder jeden Zwang zur Verfügung stehen. Aber der Einsatzvon Guillotinen, Sägen, eisernen Äxten und 1Verbrennungen auf Scheiterhaufen wie gegen dieMenschen, die die Lehren der katholischen abgelehnthatten, dürfen auf keinen Fall eine Alternative sein. DennAllah bringt die deutliche Hauptlehre in Seiner letztenBotschaft an die ganze Menschheit zum Ausdruck. Er sagtim Koran: „Kein Zwang in der Religion, das rechte Handelnist schon klar geworden gegenüber dem Fehlgehen, …“1 Die Fälscher der Bibel warfen dem Propheten David Dinge vor,die er gar nicht getan hatte: Er soll sogar die Massenvernichtungmit den grausamsten Methoden wie die Zerstückelung derMenschen und deren Verbrennung in den Öfen vollzogen haben,wie es in 2. Samuel 12:29-31 zum Ausdruck kommt: „So brachteDavid das ganze Kriegsvolk zusammen und zog hin und kämpftegegen Rabba und eroberte es… Aber das Volk darin führte erheraus und stellte sie als Fronarbeiter an die Sägen, die eisernenPickel und die eisernen Äxte und ließ sie an den Ziegelöfenarbeiten. So tat er mit allen Städten der Ammoniter.“ In 1.Chronik 20:3 ist auch die Rede vom gleichen Fall: „Aber das Volkdarin führte er heraus und ließ sie mit Sägen und eisernen Hackenund Äxten Frondienste leisten. So tat David mit allen Städten derAmmoniter. Und David zog samt dem Kriegsvolk wieder nachJerusalem.“ Das kann ich mir kaum vorstellen: Will die Weltwirklich noch in Frieden zusammenleben, wenn Allah und SeinenPropheten der Aufruf zur Massenvernichtung zugeschrieben wird,wie es in der Bibel zum Ausdruck kommt?
  • 113. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 113(2:256) Aber heute erleben wir immer noch in vielenLändern die Folgen des Zwangs in der Religion. Dabeihandelt es sich insbesondere um Drogensucht, Mord,Diebstahl, Prostitution, Korruption, Vergewaltigung undHomosexualität. Das sind in Wirklichkeit lediglich einigeAuswirkungen auf die Menschen, die gezwungen wurden,sich einmal zu einer Religion zu bekennen, die gar keinenPlatz in ihren Herzen hat. Dazu kommt noch das blindeFesthalten an der Tradition der Vorfahren, das zu überhauptkeinem Erfolg einer Nation führen kann. Daher kam icheinfach mit dem Ziel, – wenigstens – eine echte Alternativezu bieten, um das Leben der Menschen zu retten, dieAlkoholiker zu rehabilitieren sowie die Familie und dieGesellschaft zu vereinen.Die Nachrichten, die uns allen unerträglich schwerenKummer bereiten, kamen erstmals im Jahre 2002 undbeziehen sich hauptsächlich auf die katholische Kirche inden USA: Einige Priester missbrauchten unschuldigeKinder sexuell. Aber die Reaktion der Geistlichen, die diehöchsten Ämter im Vatikan bekleideten, hatte erstaunlichsteAusmaße, zumal sie ihre Pflichten total vernachlässigten,als handelte es sich nicht um eine verwerfliche Tat.Vielmehr versuchten sie, diesen perversen Missbrauch nochzu zudecken, indem sie das Schweigen der Opfer mit Geldkaufen wollten. Ich studierte schon vor Jahren eineUntersuchung, die bestätigte, dass sich mehr als 5% derPriester in den USA am unmenschlichen Kindermissbrauchbeteiligt hatten; trotzdem dauerte es viele lange Jahre, bissolche Nachrichten auch in die Schlagzeilen der zentralenFernsehsender der Welt kamen.Aber einen größeren Schock erlitt die Öffentlichkeit in derganzen Welt bei der Nachricht des Jahres 2004, dass in den
  • 114. 114 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenletzten fünfzigen Jahren mehr als 4000 Priester in den USAin peinlichen sexuellen Affären mit Kindern verwickeltwaren. Diese Statistik verkörpert zumindest eine sehrschmerzhafte Tat; jedoch ist sie überhaupt gar keineÜberraschung. Denn die reine Wahrheit muss sicher solauten, dass die Hauptschuld an dieser Sache selbst dieBibel zu treffen hat. Aber bei den Menschen, die solcheschreckliche Taten begangen, geht es vor allem ja nicht umEgoisten, sondern um ganz besonders von der Bibelbeeinflusste Menschen, was ja für Christen gewiss einbesonderer Schock ist. Denn in der Bibel gibt es geradeStellen, die geradezu pornographisch und pervers sind, manlese nur Hesekiel (23:1) u. a. ist. Überdies schreibt die Bibeleinigen Propheten Allahs unerlaubten Sexualverkehr undinsbesondere Ehebruch zu, was natürlich für uns alsMuslime völlig unglaubhaft ist, da echte Allahs Prophetensolche abscheuliche Taten gar nicht begehen.An einige Christen richtete ich vor kurzem die Frage:Weshalb wächst die Anzahl der Morde, Vergewaltigung,Diebstähle, Alkoholsucht,1 Prostitution, Homosexualität,1 Zu den niederträchtigen Verleumdungen, die für jeden Muslimunakzeptabel sind, gehören in der Tat die Äußerungen derFälscher der Bibel über Allahs Propheten, Jesus, zumal sie ihn alsAlkoholiker beschrieben, was in Lukas Evangelium so lautet(7:34): „Des Menschen Sohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagtihr: Siehe, der Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, derZöllner und Sünder Freund!“ Das steht im Widerspruch zu eineranderen Textstelle in der Bibel (Die Sprüche 20:1): „Der Weinmacht Spötter, und starkes Getränk macht wild; wer davontaumelt, wird niemals weise.“ Dies sollte als Appell an den Leserverstanden werden, der gründlich darüber nachdenken möge, wiedie Lage der Menschheit aussehen kann, wenn sie daran glaubt,
  • 115. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 115Ehebrüche und aller möglichen Korruptionsformen in denLändern und Gesellschaften sehr ständig, in denen die Bibelals allgemein „heiliges Buch“ im Vergleich zu den Staatengilt, in denen der Koran das heilige und glaubhafte Buchist? Dort sind solche Fälle viel seltener, und nehmen weiterab. Aber meine Gesprächspartner zeigten sich bei diesemPunkt sehr erstaunt, weil ein solcher Vergleich für sie eineganz unvorstellbar ist.Einmal sprach ich mit einem amerikanischen Bürger übereine Klage in Saudi Arabien, wo das Todesurteil bereits ansieben Personen vollzogen wurde, da sie eine Frauvergewaltigt hatten. Meinem Gesprächspartner berichteteich weiter, dass dank dieser Strafe hunderttausende vonFrauen in Sicherheit und ohne jegliche Angst davor lebenkonnten, das gleiche Schicksal von anderen Verbrechern zuerleben. Von seiner Seite teilte er mir mit, dass eine solcheStrafe äußerst hart sei. Außerdem könne sie in den USAkeineswegs verfügt werden. Meinerseits erklärte ich ihm,dass in den letzten acht Monaten etwa 2000 Frauen imSchnitt täglich in den USA vergewaltigt wurden. Dasbedeutet, dass insgesamt über eine halbe Million Frauenvon solchen Verbrechen betroffen waren. Von meinemBericht wurde mein Partner sicherlich geschockt; jedochbestätigte er auch die Effektivität der Scharia. Wenn es mirmöglich wäre, hätte ich wieder mit ihm gesprochen undnoch gesagt: Falls ein Imam ein Kind sexuell missbrauchen– wie die Priester der Kirche tausendfach taten und wohl tun–, würde er nach dem Islam sofort hingerichtet. Damitwären alle anderen Kinder sicher gerettet. Auch daher bindass Jesus als einer von den größten Propheten AllahsAlkoholiker ist.
  • 116. 116 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenich so überglücklich, dass ich Muslim wurde. Ja, ich binich sogar stolz darauf! XI. Offener Brief an den Papst und die Staatsoberhäupter der Welt Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Erbarmers An den Papst und alle Staatsoberhäupter will ich einenoffenen Brief schicken, aber in erster Linie an diejenigenFührer, die wirklich die Macht haben und viele Millionenvon Menschen abgesehen von ihren Religionen, Sekten undunterschiedlichen Ideologien regieren. Allah möge solchePersönlichkeiten segnen, die den rechten Weg einschlagen.Hier möchte ich alle zum Islam einladen: Also kommen Siezum Islam! Ihnen wird sicher durch Allahs Gnade die Strafeerlassen und sie landen noch ins Paradies, denn alle Judenund Christen bekommen den Lohn infolge vomIslamübertritt1 verdoppelt. Das betonte der ProphetMuhammad ausdrücklich: „Drei Personen erhalten denverdoppelten Lohn von Allah: Jeder Angehörige derSchriftbücher (Jude oder Christ) der, an seinen Propheten1 Der Islam misst sowohl den Juden als auch den Christen großeBedeutung bei, auch wenn man mit ihnen über den Glaubendiskutiert und Dialog führt. Der Koran verlangt sogar dieüberzeugenden Argumente: „Und streitet nicht mit den Leuten derSchrift, außer mittels dem, was besser ist,“ (29:46) Überdies isthier weiter die Rede von den Christen, die als am nächsten vonden Muslimen in Liebe gelten: „…, und ganz bestimmt findest duam nächsten von ihnen in Liebe zu denjenigen, die glauben,diejenigen, die sagen: Wir sind Christen! Dies, weil unter ihnenPriester und Mönche sind, und weil sie sich nicht groß wähnen.“(5:82)
  • 117. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 117(Jesus, Moses) glaubte, noch den Propheten des Islamerlebte und ihm auch folgte und glaubte, bekommt seinenLohn verdoppelt …“(Muslim 342) Wenn sie aber meinerEinladung zum Islam keine Folge leisten, dann haben siesich bestimmt für ihr Tun ihren Bürgern und Anhängerngegenüber vor Allah zu verantworten.Wie meine muslimischen Brüder und Schwestern in allerWelt fühle ich mich von Allah damit beauftragt, möglichstder ganzen Menschheit die Botschaft des Islam zuübermitteln. In diesem Sinne äußert sich Allah im Koran:„Sag: Ihr, Leute der Schrift, kommt zu einem gleichen Wortzwischen uns und euch: Dass wir nichts dienen außer Allahund ihm nichts als Mitgötter geben, und nicht manche vonuns andere als Herren außer Allah! Und wenn sie sichabkehren, so sagt: Bezeugt, dass wir friedenmachendErgebene (Muslime) sind!“ (3:64)Aufgrund der aufgeführten Fakten, die jedem Menschendabei helfen, der Augen und Vernunft hat, alles anzusehenund auch es zu erfassen, kann ich ruhig sagen: JederMensch steht nun am Scheideweg, und Allah ruft ihn hierdazu auf, doch die Wahrheit zu akzeptieren. Überdiesversichere ich noch mal, dass meine Aufgabe undVerantwortung als eine Person, die zum Islam freiwilligübertrat und an Allah als nur einzigen Gott, denBarmherzigen, den Erbarmer, Seine Scharia und Geboteglaubt, insbesondere darin liegt, von allen Menschen zuverlangen, den Glauben an falsche Götter aufzugeben undsich von sämtlichen Götzen, Dingen u. ä. abzuwenden. Inder Tat sind sie mit Allah keineswegs vergleichbar. Mögendie Menschen noch alles bereuen, Allah um Vergebungbitten, sich Ihm ergeben und bezeugen, dass Er ganzbestimmt der einzige Gott und Alleinschöpfer ist!
  • 118. 118 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenAber hier muss auch deutlich gesagt werden, dass sich derNicht-Muslim im Jenseits1 gar keinen Platz im Paradieskaufen kann, trotz unermesslichen Reichtums, hoherPosition und Macht hier auf Erden. Aus diesem Grunde istder Ärmste, der schon bezeugte, dass es keinen Gott außerAllah gibt und Muhammad Allahs Prophet ist, ganz gewissglücklicher und fröhlicher als der Reichste, der im Diesseitslebte, ohne an die letzte Botschaft Allahs als dieRichtschnur für die ganze Menschheit zu glauben. Indiesem Sinne äußert sich Allah noch im Koran: „Und weranderes als den Islam als Religion erstrebt, so wird essicher nicht von ihm angenommen, und er ist im Jenseitseiner von den Verlieren.“ (3:85) In einer anderen Stelleheißt es weiter: „Diejenigen, die den Glauben verweigert1 Wahres Glück und tiefe Zufriedenheit kann kein Mensch aufErden empfinden, außer wenn er tut, wofür er geschaffen wurde:Allah als einzigen Gott zu dienen. Im diesem Bezug sagt Allah imKoran: „Wer rechtschaffen handelt, Mann oder Frau, und er istGläubiger, so machen Wir ihn ganz bestimmt zu gutem Lebenlebendig, und ganz bestimmt vergelten wir Ihnen ihre Belohnungfür das Beste, was sie getan haben.“ (16:97) Ferner lautet es:„Diejenigen, die glauben, und deren Herzen Ruhe finden bei derErinnerung an Allah. Finden nicht die Herzen Ruhe bei derErinnerung an Allah?“ (13:28) Allah berichtet weiter: „Ersprach: Geht beide hinab aus ihm, allesamt, manche von euch denanderen Feind, und wenn zu euch eine Rechtleitung von mirkommt, also wer Meiner Rechtleitung folgt, der geht nicht fehlund ist nicht unselig. Und wer sich von Meinem Gedankenabwendet, für den gibt es kümmerlichen Lebensunterhalt, und Wirbringen ihn am Tag der Auferstehung blind zusammen!“ (20:123­124) Aus dieser Stelle können wir noch nachvollziehen, weshalbes viele kranke Menschen in den Psychiatrien gibt. Außerdemerklärt das uns ebenfalls den Grund dafür, dass einige Prominenteund Reiche doch versuchen, Selbstmord zu begehen.
  • 119. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 119haben, wenn für sie wäre, was auf der Erde insgesamt istund ein Gleiches davon dazu, damit sie sich damit auslösenvon der Strafe des Tages der Auferstehung, es würde nichtangenommen von ihnen, und für sie gibt es schmerzhafteStrafe. Sie möchten, dass sie aus dem Feuer herausgehen,und sie gehen nicht heraus davon, und für sie gibt esbleibende Strafe.“ (5:36-37)Aus den Koranstellen geht vor allem sehr deutlich hervor,dass solange ein Mensch das Leben am Körper spürt, atmet,spricht und noch über die menschliche Vernunft verfügt, istder Weg zu Allahs Vergebung für ihn immer offen. Wenner es ganz ehrlich meint, bezeugt, dass es keinen Gott außerAllah gibt und Muhammad Sein Diener und Prophet ist undsich den Glauben an andere Götter oder Dinge außer Allahaufgibt, dann wird Er seine Reue sicherlich annehmen undihm ebenso alles sehr gewiss vergeben. Zudem wird Allahsogar seine Sünden in Lohn verwandeln, ihn ins Paradiesdurch Seine Gnade kommen und dort ewig leben lassen,auch wenn sich dieser Mensch wegen seiner Werke derHölle ganz nahe befindet. Darüber sagt Allah im Koran:„Außer, wer reuig umgekehrt ist und geglaubt undRechtschaffenes getan hat, also diesem wechselt Allah ihreSchlechtigkeiten in Gutes um, und Allah ist immerverzeihend, barmherzig.“ (25:70) Ferner heißt es: „Unddiejenigen, die geglaubt und rechtschaffen gehandelt haben.Wir werden sie in Gärten hineingehen lassen, unter denenGewässer fließen, ewig sind sie dort, für immer, dasVersprechen Allahs ist wahr, und wer ist wahrhafter imWort als Allah?“ (4:122) Hier geht es um AllahsVersprechen, das Er ganz bestimmt erfüllt, wenn einMensch es rein ehrlich mit Reue und der Bitte umVergebung meint und nun ein neues Leben führen will.
  • 120. 120 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDen offenen Einladung schließe ich mit einigenKoranversen ab, in denen Allah der ganzen Menschheitauch von der Chance informiert, die sie doch wahrnehmensollten: Sie hat es völlig ehrlich zu meinen und den rechtenWeg einzuschlagen. Darüber hinaus ruft Allah die sündigenMenschen dazu auf, ihre tiefe Reue zu zeigen und auch umVergebung ungeachtet der großen Sünden zu bitten, zumalAllah barmherzig ist und deshalb sie ihnen vergeben kann;allerdings ist Seine Strafe zugleich unabwendbar. Im Koransteht es: „Sag: Ihr, Meine Knechte, die gegen sich selbst dasMaß überschritten haben, verzagt nicht an derBarmherzigkeit Allahs, Allah verzeiht ja die Sündeninsgesamt, Er, ja, Er ist der Verzeihende, der Barmherzige.Und kehrt um zu eurem Herrn und ergebt euch Ihmfriedenmachend, bevor die Strafe zu euch kommt, – dannwird euch nicht geholfen.“ (39:53-54)Allah erinnert uns aber auch, dass die Zeit für Reue undUmkehr nicht immer ausreicht, denn der Tod kann wedervorausgesehen noch verschoben oder verhindert werden;wenn die Seele stirbt und der Tod eintritt, gibt es für dieReue wirklich rein gar keine Zeit mehr; dennoch hält AllahSeine Versprechen ein: Mit Sicherheit werden demGläubigen die Sünden vergeben, der fest an Allah glaubtund seine Gebote befolgt, die Sünden vergeben. Im Koranspricht Er aus: „Ich bin ja bestimmt ein Verzeiher dem, derreuig umkehrt und glaubt und Rechtschaffenes tut, dann ister rechtgeleitet.“ (20:82) Aus diesem Grunde richte ichmein Gebet ganz und gar an Allah, den Alleinschöpfer undbitte Ihn darum, jedem wahrhaftigen und ehrlichenMenschen den rechten Weg zu Allah zu zeigen. Zudemmöge Er ihm dabei helfen, sich über sein Leben tiefnachzudenken und es dann zu verbessern, um Allah ganznahe zu bleiben. Amen!
  • 121. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden 121Ich habe gelernt, Jesus Christus (´alaihi salam) mehr zulieben als meinen eigenen Vater. Allah sagt: „Dies ist ´Isa,Sohn Maryams – das Wort der Wahrheit, das siebezweifeln.“ (Sura Maryam 19:34)Und Allah sagt auch: „Und Wir haben den SohnMaryams und seine Mutter ein Zeichen gemacht, undWir haben ihnen beiden eine Bleibe gegeben bei einemHügel voll Ruhe und einem Quell.“ (Sura al-Mu´minun23:50)Im Islam ist der Messias (´alaihi salam) im Frieden geboren,und hat auch den Frieden mitgebracht, und ist mit Friedenerhoben worden und er wird am Ende der Zeit wiederzurückkommen und im Frieden sterben, und er wird am Tagdes Jüngsten Gerichts wieder erweckt mit Frieden, undwenn er oder sein Name bei den Muslimen erwähnt wird,werden sie sagen: ´alaihi salam (Friede sei mit ihm).Allah zitiert Jesus im Qur´an: „Und Frieden über mir amTag, an dem ich geboren wurde und am Tag, an dem ichsterbe, und am Tag, an dem ich lebendig auferwecktwerde.“ (Sura Maryam 19:33)Im Qur´an ist der Name des Messias, ´Isa (´alaihi salam),Jesus (Friede sei mit ihm) 25 mal erwähnt, während derProphet Muhammad (sallAllahu ´alaihi wa-s-salam - AllahsSegen und Frieden seien mit ihm) mit seinem Namen 5 malerwähnt wird. Im Qur´an gibt es auch eine komplette Suremit dem Namen eines der Wunder des Messias (´alaihisalam), und dies ist Sura al-Ma´ida (Sura al-Ma´ida 114)und dieses Wunder wird in keinem der vier Evangelienerwähnt. Ebenso wie das Wunder, dass er aus Lehm dieGestalt eines Vogels bildete und dann wandelte er ihn mitder Erlaubnis Allahs in einen richtigen Vogel, und auch seinerstes Wunder: das Sprechen in der Wiege. Und während
  • 122. 122 Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenkein einziges Buch der Christen nach Maryam (´alaihasalam, Friede sei mit ihr), der Mutter Jesus´ benannt ist, istim Qur´an eine ganze Sura (Sura Maryam 19) mit ihremNamen benannt. Aber es gibt im Qur´an keine Sure, dieden Namen der Mutter des Propheten Muhammad(sallAllahu ´alaihi wa-s-salam – Allahs Segen und Friedenseien mit ihm) trägt, oder einer seiner Gefährtinnen(Ehefrauen) oder einer seiner Töchter. Es sollte deutlicherwähnt werden, dass die Jungfrau Maryam (´alaiha salam,Friede sei mit ihr) die einzige Frau ist, deren Nameausdrücklich im Qur´an genannt wird. Und auch die Surades Qur´an Nr. 3 trägt als Titel den Namen der FamilieMaryams: aal-´Imran. In dieser Sura sagt Allah auch:„Maryam, Allah hat dich auserwählt und hat dich reingemacht und hat dich von den Frauen der Weltenauserwählt.“ (Sura aal-´Imran 3:42)Der Qur´an al-Karim sagt auch, die gerechten Christen sinddiejenigen, die den Muslimen am nächsten stehen von denMenschen auf der Erde: „Ganz bestimmt findest du amnächsten von ihnen in Liebe zu diejenigen, die glauben,diejenigen, die sagen: ´Wir sind Christen!´ Dies, weilunter ihnen Priester und Mönche sind, und weil sie sichnicht groß wähnen.“ (Sura al-Ma´ida:82)
  • 123. : Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden Anhang Die Bibel und der Koran im Vergleich „Und wir haben zu dir (Muhammad) die Schrift mit der Wahrheit herabgesandt, bestätigend was vor ihr was von der Schrift und sie garantierend, …“ (Koran 5:48) Nach dem Islam gilt der Koran als der einzige Maßstab zur Beurteilung vom Inhalt aller anderen Schriftbücher. Von daher werden hier ihre Stellung und auch die Meinung des Korans zu verschiedenen Themen dargestellt Die Bibel Der Koran AllahIn 2. Mose 31:17 hießt es: „… Denn in „Und Wir haben bestimmt schon diesechs Tagen machte der HERR Himmel Himmel geschaffen und die Erde und wasund Erde, aber am siebenten Tage ruhte zwischen beiden ist, in sechs Tagen, und eser und erquickte sich.“ hat Uns nichts von Ermüdung angerührt.“In Psalm 78:65 lautet es: „Da erwachte (50:38)der HERR wie ein Schlafender, wie ein „Allah, kein Gott außer Ihm, der Lebendig,Stärker, der beim Wein fröhlich war,“ der Beständige, es ergreift Ihn nicht 121
  • 124. In 1. Mose 32:29 wurde Folgendes Schlummer und nicht Schlaf, …“ (2:255) 122gesagt: „Er sprach: Du sollst nicht mehr „Sie ermessen nicht das wirkliche Maß Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenJakob heißen, sondern Israel; denn du Allahs, Allah ist ja bestimmt stark, hast mit Gott und mit Menschen gekämpft mächtig.“ (22:74) und hast gewonnen.“ „… Und es ist nicht an Allah, dass sich Es kam im Buch der Richter 1:19 zum Ihm etwas entziehen würde in den Ausdruck: „Dennoch war der HERR mit Himmeln und nicht auf der Erde, Er ist jaJuda, dass es das Gebirge einnahm; es wissend, imstande.“ (35:44) konnte aber die Bewohner der Ebene „Allah tut ja den Menschen kein Unrecht nicht vertreiben, weil sie eiserne Wagen an, sondern die Menschen tun sich selberhatten.“ Unrecht an.“ (10:44) Man findet folgende Stelle in Hiob 10:1­ „…, mein Herr geht nicht fehl, und Er 3: „Mich ekelt mein Leben an. Ich will vergisst nicht.“ (20:52) meiner Klage ihren Lauf lassen undreden in der Betrübnis meiner Seele und „…, mein Herr ist ja bestimmt der Erhörer zu Gott sagen: Verdamme mich nicht! des Bittgebets,“ (14:39) Lass mich wissen, warum du mich vor „Das Versprechen Allahs, – Allah gehtGericht ziehst. Gefällt dir es, dass du nicht von Seinem Versprechen ab, aber die Gewalt tust und verwirfst mich,“ meisten Menschen wissen es nicht.“ (30:6)In Psalm 13:1-2 wurde Folgendes
  • 125. erwähnt: „Ein Psalm Davids, Allah ist allwissend. Als Adam und seine Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenvorzusingen. HERR, wie lange willst du Ehefrau vom Baum der Erkenntnis aßen,mich so ganz vergessen?“ rief Er als alles wissend sie und sagte zuIn Habakuk 1:2 lautet es: „HERR, wie ihnen: „…, und es rief sie ihr Herr: Habelange soll ich schreien, und du willst Ich nicht euch beiden diesen Baumnicht hören?“ untersagt, und habe Ich euch nicht gesagt: Der Teufel ist euch beiden ja ein klarerIn 3. Mose 26:44 heißt es: „…, so dass es Feind?“ (7:22)mit ihnen aus sein sollte und mein Bundmit ihnen nicht mehr gelten sollte; denn „– dem Wissenden des Verborgenen, esich bin der HERR, ihr Gott.“ entgeht Ihm nicht das Gewicht eines Sonnenstäubchens in den Himmeln undIm Alten Testament ist sogar die Rede nicht auf der Erde, und es gibt nichtsdavon, dass Allah gar nichts wusste, dass Kleineres als dies und nichts größeres,Adam vom Baum der Erkenntnis aß. Das außer es ist in einer klaren Schrift,“(34:3)gilt auch für sein Versteck im Paradies (I.Mose 3:9,11): „Und Gott der HERR rief „Er kennt das Verborgene und dasAdam und sprach zu ihm: wo bist du?... Offenkundige, der Große, der Erhabene.Hast du nicht gegessen von dem Baum, Gleich ist von euch, wer das Wortvon dem ich dir gebot, du solltest nicht verheimlicht und wer es laut vernehmbardavon essen?“ macht, und wer in der Nacht versteckt ist 123 und zur Tageszeit anrückt.“(13:9-10)Überdies braucht Allah noch ein Zeichen,
  • 126. damit Er die Häuser der Juden von denen „Und bei Ihm sind die Schlüssel des 124der Ägypter unterscheidet, ehe Er sie Verborgenen, es kennt sie keiner außer Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenschlägt (2. Mose 12:13). Da Er nicht Ihm, und Er weiß, was auf dem Land unddarüber informiert wurde, was sich auf auf dem Meer ist, und es fällt kein Blattder Erde ereignet hatte, kam Er selbst hin, herab, außer Er weiß es, und es ist keinum es zu erfahren. In 1. Mose 18:20-21 Korn in der tiefen Finsternis der Erde undkommt es zum Ausdruck: „Und der keine frische Pflanze und keineHERR sprach: Es ist ein großes Geschrei vertrocknete, außer in einer klarenüber Sodom und Gomorra, dass ihre Schrift.“(6:59)Sünden sehr schwer sind. Darum will ich „…, und dass Allah von allem weiß.“(5:97)hinabfahren und sehen, ob sie alles getan „Ihr, die Menschen, ihr seid diehaben nach dem Geschrei, das vor mich Bedürftigen gegenüber Allah, und Allah,gekommen ist, oder ob es nicht so sei, Er ist der Reiche, der Gelobte.“ (35:15)damit ich es wisse.“ Ferner sagt Paulus in1. Korinther 1:25: „Denn die göttliche „Allah hat das Wort derjenigen schonTorheit ist weiser, als die Menschen sind, gehört, die sagen: ‚Allah ist ja bedürftig,und die göttliche Schwachheit ist stärker, und wir sind reich.’ Wir werdenals die Menschen sind.“ aufschreiben, was sie gesagt haben und ihr Töten der Propheten ohne Recht dazu,Allah ist so arm, dass Er sich mit einem und Wir sprechen: Schmeckt die Strafe desgedungenen Schermesser rasiert, so Brandes!“ (3:181)
  • 127. wurde in der Bibel behauptet. In Jesaja „Preis deinem Herrn, dem Herrn der Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden7:20 lautet es: „Zu der Zeit wird der Macht, über das, was sie behaupten.“HERR das Haupt und die Haare am Leib (37:180) scheren und den Bart abnehmen durch „…, Er erzeugt euch dadurch, es gibt das Schermesser, das gedungen ist nichts Seinesgleichen, und Er ist derjenseits des Stroms, durch den König von Hörende, der im Blick hat.“ (42:11)Assyrien.“ Überdies hat Er Mund und „…, und für Allah gibt es das höchsteNase, von denen Rauch und Feuer Gleichnis, und Er ist der Mächtige, derherauskommt (Psalm 18:9): „ Rauch stieg Weise.“ (16:60)auf von seiner Nase und verzehrendFeuer aus seinem Munde; Flammen „Er ist Allah, derjenige, außer dem essprühten von ihm aus.“ Ferner weint Er keinen Gott gibt, der Herrscher, derund hat Tränen in den Augen (Jeremia Allheilige, der Friede, der13:17): „..., so muss ich heimlich weinen Sichermachende, der Garant, derüber solche Hochmut; meine Augen Mächtige, der Gewalthabende, der Stolze.müssen von Tränen überfließen.“ In Preis Allah über das, was an MitgötternMicha 1:8 ist sogar die Rede davon, dass geben, Er ist Allah, der Schöpfer, derAllah jammert, heult und nackt und Erschaffer, der Heranbildende. Sein sindbarfuss geht: „Darüber muss ich klagen die schönsten Namen, es preist Ihn, was inund heulen, ich muss barfuss und bloß den Himmeln und der Erde, Er ist der 125 Mächtige, der Weise. “(59:23-24)
  • 128. daher gehen;“ Zudem pfeift Er nach 126Fliegen und Bienen (Jesaja 7:18): „Zu der Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenZeit wird der HERR herbei pfeifen dieFliege ... und die Biene...“ Weiterklatscht Er in beide Hände (Hesekiel21:22): „Dann will ich meine Händezusammenschlagen…“ JesusJesus wird vorgeworfen, seiner Mutter Der Koran verteidigt Jesus und spricht ihngegenüber nicht gehorsam zu sein. In von beiden Vorwürfen frei: „Und gut zuJohannes 2:4 sagte er ihr: „Jesus spricht meiner Mutter zu sein, und Er hat michzu ihr: Weib, was geht es dich an, was ich nicht gewalttätig, unselig gemacht.“tue?“ (19:32)Er sei Tyrann und gewalttätig (Matthäus10:34): „Ihr sollt nicht wähnen, dass ichgekommen, Frieden zu bringen, sonderndas Schwert.“Die Umwandlung von Wasser in Wein Jesus erstes Wunder ist die sofortige Redebeim Fest in Kana ist Jesus erstes nach der Geburt. So verteidigte er seine
  • 129. Wunder (Johannes 2:9). Mutter: (19:30-33). Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden MariaÜber Maria wurde in Johannes 8:41 Der Koran verteidigt Maria und hielt dieFolgendes gesagt: „Ihr tut eures Vaters Vorwürfe gegen sie für eine gewaltigeWerke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind Verleumdung: „Und wegen ihrernicht unehelich geboren;“ In Matthäus Glaubensverweigerung und ihres Wortes1:16 lautet es weiter: „Jakob zeugte gegen Marjam (Maria), eine gewaltigeJoseph, den Mann der Maria, von Verleumdung.“ (4:156) Überdies wirdwelcher ist geboren Jesus, der da heißt gesagt, dass Allah sie von der Frauen derChristus.“ In Lukas 3:23 heißt es noch: Welt auserwählt: „Und als die Engel„Und Jesus war, als er anfing, ungefähr sagten: ‚Marjam, Allah hat dichdreißig Jahre alt und ward gehalten für auserwählt und hat dich rein gemacht undeinen Sohn Josephs, welcher war ein hat dich von den Frauen der WeltenSohn Elis.“ auserwählt.“ (3:42) Jesus JüngerAllen Jesus Jüngern wurde im Neuen Der Koran verteidigt Jesus Jünger undTestament vorgeworfen, dass sie flohen, spricht sie vom Vorwurf frei, dass sie 127
  • 130. ihn verließen und im Stich ließen Jesus im Stich ließen: „Und als Isa bei 128(Markus 14:50): „Da verließen ihn alle ihnen die Glaubensverweigerung Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenund flohen.“ Seinerseits teilte er ihnen wahrnahm, sagte er: ‚Wer sind meinemit (Matthäus 8:23): „Da sagte er zu Helfer zu Allah?’ Die Jünger sagten: ‚Wirihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid sind die Helfer Allahs, wir glauben anihr so furchtsam?“ In einer anderen Stelle Allah, und bezeuge, dass wir16:23 lautet es ferner: „Er aber wandte friedenmachend Ergebene sind! Unsersich um und sprach zu Petrus: Hebe dich, Herr, wir haben an das geglaubt, was DuSatan von mir! Du bist mir ein Ärgernis; herabgesandt hast und wir sind demdenn du meinst nicht, was göttlich, Gesandten gefolgt, also schreibe unssondern was menschlich ist.“ In der nieder mit den Bezeugenden.’“ (3:52-53)gleichen Quelle (26:15) wurde sogar vom „Ihr, die glauben, seid die Helfer Allahs,Verrat durch den Kassenwart gesprochen: wie Isa, Sohn Marjams, zu den Jüngern„und sprach: Was wollt ihr mir geben? sagte: ‚Wer sind meine Helfer zu Allahs?’Ich will ihn euch verraten. Und sie boten Es sagten die Jünger: ‚Wir sind die Helferihm dreißig Silberlinge.“ Allahs’,“ (61:14) Allahs ProphetenIn 1. Mose 9:20 heißt es über Noah: „Und „Allah hat ja Adam auserwählt und Nuhda er von dem Wein trank, ward er (Noah) und die Zugehörigen des Ibrahim
  • 131. trunken und lag im Zelt aufgedeckt.“ und die Zugehörigen des Imran, vor den Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenIn 1. Mose 12:10-15 und 20:2 ist die Welten.“ (3:33) Rede davon, dass Abraham seine Würde „Und Ismail und Aljasa und Junus (Joans) opferte. und Lut (Lot), und jeden haben Wir In 1. Mose 19:30-36 wurde über Lot begünstigt vor den Welten.“ (6:86) gesagt, dass er betrunken gewesen war „Und erwähne Unsere Knechte Ibrahimund mit seinen beiden Töchtern (Abraham) und Ishaq (Izak) und JaqubGeschlechtsverkehr gehabt hatte, die von (Jakob), solche mit Tatkraft und Einblick.ihm schwanger wurden. Wir haben ihnen ja das Gedenken der In 1. Mose 27:35 wird Jakob Heimstätte ganz ausschließlich gemacht. vorgeworfen, seinen Vater belogen und Und sie sind ja bei Uns bestimmt welche seinem Bruder den Segen weggenommen von den Auserwählten, den Besten.“ zu haben. (38:45-47) Über Ruben, den Propheten und ältesten „Diese sind es, denen gegenüber AllahSohn von Jakob wurde in 1. Moses 35:22 gnädig gewesen ist von den Propheten ausund 49:4 gesagt, dass er mit der Ehefrau der Nachkommenschaft Adams, und von seines Vaters koitierte. denen, die Wir mit Nuh mitgenommen haben, und aus der NachkommenschaftDas machte auch Juda, den vierten Sohn Ibrahims und Isralis und von denen, die Jakobs, aber mit seiner Schwiegertochter, 129 Wir rechtgeleitet und Uns gewählt haben.
  • 132. von der er Perez und Serach hatte (1. Wenn ihnen die Zeichen des Allerbarmers 130Mose 38:18). Nach der Bibel (Matthäus verlesen wurden, sanken sie nieder, in Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden1:18) gehört Jesus zum Nachkommen Niederwerfung und weinend.“ (19:58)von Perez, obwohl es ein uneheliches „Frieden über Mosa (Moses) und HarunKind ist. Dazu kommt noch die Rede (Aaron)! Ja, genau so vergelten Wir es dendavon (5. Mose 23:3: „Es soll auch kein Guthandelnden. Sie beide waren ja zweiMischling in die Gemeinde des HERRN von Unseren gläubigen Knechten.“kommen; auch seine Nachkommenschaft (37:120-122)bis ins zehnte Glied …“ „Ihr, die glauben, seid nicht wieMoses und Aaron wird in der Bibel (5. diejenigen, die Musa verletzt haben, – undMose 32:51) Untreue Allah gegenüber Allah hat ihn los gesprochen von dem, wasvorgeworfen: „denn ihr habt euch an mir sie gesagt haben, und er war bei Allahversündigt unter den Kindern Israel …“ hoch angesehen.“ (33:69)Außerdem erschlug Moses den Moses wollte den Ägypter nichtägyptischen Mann (2. Mose 2:12). Auch umbringen und tat es keineswegsAaron wird hier erwähnt, der aber ein vorsätzlich: (Vgl. 28:15). Seinen Brudergegossenes Kalb aus Gold gemacht haben Aaron verteidigt der Koran und sprach ihnsoll (2. Mose 32:1-6). von dem Vorwurf frei, dass er seinemÜber David wird in 2. Samuel 11:4-15 Volk dazu rief, an einen Kalb als ihr underwähnt, dass er seinem Nachbarn und Moses Gott zu glauben. Das machte nur
  • 133. Heerführer, Uria untreu war, zumal er mit der Samiri und nicht Aaron (Vgl. 20:85­ Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenseiner Ehefrau koitierte. Überdies 98).schickte er ihn in den Krieg, um dort „…, und erinnere dich an Unseren Knechterschlagen zu werden. Dawud (David), voller Stärke, er war jaSolomon verliebte sich in tausend ein stets Umkehrender.“ (38:17) … „UndFrauen, die sein Herz verleiteten. So bestimmt haben Wir schon Dawud undfolgte er Gott nicht mehr und baute ihren Sulaiman (Solomon) Wissen gegeben, undGöttern Tempel (1. Könige 11:1-6). sie beide sagten: ‚Das Lob ist für Allah,Mit seiner Schwester Thamar hatte der Uns begünstigt hat gegenüber vielenDavids Sohn Amnon Geschlechtsverkehr von Seinen gläubigen Knechten.’“ (27:15)(2. Samuel 13:11-14). Der Koran verteidigt den Propheten AjjubVom gleichen Fall wird hier gesprochen: (Hiob) und beschreibt ihnDavids Sohn Absalom machte es aber folgendermaßen: „… Wir haben ihn ja alszugleich mit den Nebenfrauen seines einen geduldig Ausharrenden gefunden,Vaters vor den Augen ganz Israels wie wohltuend der Knecht, er war ja ein(16:22) stets Umkehrender.“ (38:44)Hiob wird vorgeworfen, die Geduld Das gilt auch für Zakarija (Zacharias): „Erverloren und sich sogar nicht in Allahs sagte: ‚Mein Herr, gib mir ein Zeichen.’Schicksal ergeben zu haben (Hiob 10). Er sagte: ‚Dein Zeichen sei, dass du nicht 131 mit den Menschen sprichst, drei Nächte
  • 134. Zacharias glaubte nicht an Allahs lang, obwohl gesund.’“ (19:10) Hier gab 132Wunder über die Geburt seines Sohnes ihm Allah ein Zeichen, damit sich das Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenJohannes. Aus diesem Grunde bestrafte Wunder vollziehen kann. Die Tatsache,Allah ihn, dass er neun Monate lang dass er drei Nächte lang nicht mit denstumm bleibt. Das kommt in Lukas 1:20 Menschen sprechen darf, bedeutet garzum Ausdruck: „Und siehe, du wirst keine Strafe, sondern lediglich einverstummen und nicht reden können bis Zeichen.auf den Tag, da dies geschehen wird, Der Koran schätzt alle Propheten unddarum, dass du meinen Worten nicht Gesandten Allahs sehr und wirft ihnengeglaubt hast, welche sollen erfüllt nichts Schlechtes vor. Von daher gilt derwerden zu ihrer Zeit.“ Glaube an sie als integraler Bestandteil desEs wird behauptet, dass Jesus all seine Islam. In diesem Sinne heißt im Koran:Vorgänger von den Propheten als Diebe „Sagt: Wir glauben an Allah und was zubeschreibt (Johannes 10:8): „Alle, die vor uns herabgesandt wurde und was zumir gekommen sind, die sind Diebe und Ibrahim herabgesandt wurde und IsmailRäuber;“ Hinzu kommt noch sogar die und Ishaq und Jaqub und den Stämmen,Rede von Allah, dass Er die Propheten und was Musa gegeben wurde und Isa,für Lügner ruchlos hält. In Jeremia 23:11­ und was den Propheten von ihrem Herrn16 lautet es: „Denn Propheten wie gegeben wurde, wir trennen nichtPriester sind ruchlos; auch in meinem zwischen einem einzigen von ihnen, und
  • 135. Hause finde ich ihre Bosheit, spricht der wir sind Ihm friedenmachend Ergebene.“ Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenHERR. Darum ist ihr Weg wie ein glatter (2:136)Weg, auf dem sie im Finstern gleiten und Auch im Koran lobt Allah Seine Prophetenfallen; denn ich will Unheil über sie sehr: „Bestimmt haben Wir schon Unserekommen lassen, das Jahr ihrer Gesandten mit den klaren BeweisenHeimsuchung, spricht der HERR. Auch gesandt, und Wir haben zusammen mitbei den Propheten zu Samaria sah ich ihnen die Schrift herabgesandt und dieAnstößiges, dass sie weissagten im Waage, damit die Menschen auf derNamen des Baal und mein Volk Israel Richtigkeit bestehen, …“ (57:25) Weiterverführten; aber bei den Propheten zu lautet es: „Und Wir haben sie zuJerusalem sehe ich Greuel, wie sie Vorstehern gemacht, sie leiten recht inehebrechen und mit Lügen umgehen und Unserem Auftrag, und Wir haben ihnendie Botschaften stärken, auf dass sich ja das Tun der guten Taten offenbart und dasniemand bekehre von seiner Botschaft. Einrichten des Gebets und das Gebet derSie sind alle vor mir gleichwie Sodom Zakat-Steuer, und sie waren Unsereund die Betrüger Jerusalems wie Knechte.“ (21:73) ER erteilt SeinemGomorra. Darum spricht der HERR Propheten Muhammad sogar den Befehl,Zebaoth über die Propheten: Siehe, ich Allahs Propheten als seinem Vorbild zuwill sie mit Wermut speisen und mit Gift folgen: „Diese sind diejenigen, die Allahtränken; denn von den Propheten rechtgeleitet hat, also richte dich aus nach 133
  • 136. Jerusalems geht das ruchlose Wesen aus ihrer Rechtleitung.“ (6:90) Der Koran 134ins ganze Land. So spricht der HERR rettet die Menschheit, indem er Allahs Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenZebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten und Gesandten verteidigt,Propheten, die euch weissagen! Sie zumal einige Bibelstellen ein völligbetrügen euch; sie verkünden euch schlechtes Bild von ihnen gaben. DaherGesichte aus ihrem Herzen und nicht aus stellt sich hier die Frage: Wie könnte diedem Mund des HERRN.“ ganze Menschheit aussehen, sollte das Bild ihrer Vorbilder von Allahs Propheten so stimmen? Gerechtigkeit und GleichbehandlungIn Jeremia 16: 9 heißt es: „Denn so „Das Lob Allahs, des Herrn der Welten,spricht der HERR Zebaoth, der Gott des Allerbarmers, des Barmherzigen,“Israels.“ (1:1-2)In 2. Könige 5:10 lautet es: „…, dass kein „Wir haben dich ja mit der WahrheitGott ist in allen Landen, außer in Israel;“ gesandt als Ankünder des Guten und alsAllah befahl den Menschen, vor den Warner, und es gibt keine Gemeinschaft,Israels zur Erde niederzufallen den Staub außer dort wäre ein Warner gewesen,“von ihren Füßen abzulecken (Jesaja (35:24)49:23): „… Sie werden vor dir „Und bestimmt haben Wir schon in jede
  • 137. niederfallen zur Erde aufs Angesicht und Gemeinschaft einen Gesandten geschickt: Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordendeiner Füße Staub lecken.“ Dient Allah und haltet euch fern von denEin drittel der Menschheit war verfluchtet Abgöttern!“ (16:36) Aus diesen Versenund Sklaven, als Kanaan, der Sohn von geht hervor, dass Allah Seine ProphetenHam Sklave Sams und Japheths wurde nicht nur an die Israils schickte, sondern(1. Mose 9:18-). auch an die ganze Menschheit.In Galater 4:30-31 sagt Paulus: „Doch was spricht die Schrift (1. Mose 21,10): „Ihr, die Menschen, Wir haben euch ja‚Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn; geschaffen von einem männlichen unddenn der Magd Sohn soll nicht erben mit einem weiblichen Wesen, und Wir habendem Sohn der Freien’? So wird nun, euch Völker und Stämme gemacht, damitlieber Brüder, nicht der Magd Kinder, ihr einander kennt, der edelste von euchsondern der Freien.“ bei Allah ist ja der am meistenVom Jesus Rassismus ist die Rede in gottesfürchtige von euch. Allah ist jaMatthäus 15:22-26, als er zu der wissend, kundig.“ (49:13)kanaanäischen Frau, die ihn um Hilfe bei Nach dem Koran haben Adam und seineder Heilung ihrer Tochter bat, sagte: „ … Ehefrau gemein die erste Sünde. IhnenEs ist nicht fein, dass man den Kindern wurde sie vergeben, denn beide bekamenihr Brot nehme und werfe es vor die den gleichen Lohn: „Da ließ sie der Teufel 135Hunde.“ daran straucheln und brachte sie heraus
  • 138. In der Bibel gibt es einen Unterschied von wo sie dort gewesen waren, …“ (2:36) 136zwischen Mann und Frau (1. Timotheus „Sie sagten: ‚Unser Herr, wir haben uns Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden2:14): „Und Adam ward nicht verführt; selber Unrecht getan, und wenn Du unsdas Weib aber ward verführt und ist der nicht verzeihst, und uns barmherzig bist,Übertretung verfallen.“ Außerdem hat sind wir ganz bestimmt welche von dendie Frau die doppelte Zeit, wo sie unrein Verlierern.’“ (7:23) Ferner heißt es: „…,ist, als der Mann (3. Mose 12:2-5): „…: und Adam war seinem Herrn ungehorsamWenn eine Frau empfängt und einen und ging irre. Dann erwählte ihn sich seinKnaben gebiert, so soll sie sieben Tage Herr, und Er wandte sich ihm vergebendunrein sein, … Und sie soll daheim zu, und Er leitete ihn recht.“ (20:121-122)bleiben dreiunddreißig Tage im Blut „…, und für sie (geschiedene Frauen) giltihrer Reinigung… Gebiert sie aber ein Gleiches wie ihnen gegenüber nachMädchen, so soll zwei Wochen unrein Billigkeit,…“ (2:228) Ausführlichesein, … und soll sechsundsechzig Tage Informationen über die Stellung der Frau,daheim bleiben in dem Blut ihrer ihre Rechte und die GleichbehandlungReinigung.“ findet man in beiden Suren 4 und 65.Die Bibel sagt, dass Gott Jesus Haupt ist.Zudem gilt der Mann als das Haupt derFrau, die nicht Gottes Abglanz ist,sondern er, denn sie ist nicht um der Frau
  • 139. willen, sondern sie um des Mannes willen Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordengeschaffen ist (1. Korinther 11:3-9). Wissenschaftliche TatsachenDie Bibel steht im absoluten Widerspruch Zwischen dem Koran und derzu aktuellen wissenschaftlichen Fakten, Wissenschaft gibt es gar keinenzumal sie grundsätzlich davon ausgeht, Widerspruch. Vielmehr umfasst er vieledie Erschaffung der Welt auf 3.700 Jahre wissenschaftliche Tatsache, zu denen manvor Christus zurückgeht. Das bedeutet, aber in der gegenwärtigen Zeit mithilfedass sie bis zum 21. Jahrhundert nur von sehr modernen Methoden gelang. Aus6.000 Jahre alt ist. Außerdem beläuft sich diesem Grunde muss man hier nur aufder Zeitunterschied zwischen dem Alter einige Stellen im Koran hinweisen: 2:74,der Erde und der Schaffung des 173, 222, 4:56, 6:99, 125, 10:92, 12:47,Menschen lediglich ein paar Tage. Aber 13:41, 15:14-22, 16:66, 17:12, 21:30-32,ausgehend von der Geologie ist die Erde 22:5, 23:12-14, 24:40, 43, 27:88, 30: 1-4,4.550 Million Jahre alt und gibt es einen 36:37-40, 49:5-6; 41:11, 51:47, 52:6,sehr großen Unterschied zwischen ihrem 55:19-20, 37, 57:25, 78:6-7, 86:1-3, 96:16Alter und der Schaffung des Menschen. usw.Die Bibel äußert sich sogar darüber (1.Mose 1:3), dass Allah das Licht, den Tag 137 Auch von der Erde als kugelförmigem
  • 140. und die Nacht vor den Planeten, der Planet spricht der Koran: „…, Er windet 138Sonne und dem Mond schuf. In der die Nacht über die Tageszeit, und Er Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenOffenbarung des Johannes 7:1 lautet es: windet die Tageszeit über die Nacht, …“„Und danach sah ich vier Engel stehen (39:5) Weiter berichtet er: „Wir werdenan den vier Ecken der Erde,“ Das ihnen Unser Zeichen zeigen an denbedeutet, dass die Erde rund ist. In Horizonten und in ihnen selber, bis esMatthäus 4:8 ist aber die Rede davon, ihnen klargemacht ist, dass er diedass die Erde flach ist: „Wiederum führte Wahrheit ist.“ (41:53) Ferner heißt es:ihn der Teufel mit sich auf einen sehr „Und es sehen diejenigen, denen dashohen Berg und zeigte ihm alle Reiche Wissen gegeben wurde: Das, was auf dichder Welt und ihre Herrlichkeit.“ Daher herabgesandt wurde von deinem Herrn, esmuss sich hier noch die Frage: Ist die ist die Wahrheit, und leitet recht zum WegErde rechteckig, flach oder rund? des Mächtigen, des Gelobten.“ (34:6)Nach der Bibel begleiteten die Israels In dieser Hinsicht darf man auf das BuchJakob nach Ägypten. Sie waren lediglich des französischen Gelehrten Mauricesiebzig Männer und Frauen. Als sie mit Bucailles „The Bible, the Quran &Moses es verließen, betrug die Zahl der Science“ (Die Bibel, der Koran und dieMänner 603.550, obwohl der Pharao moderne Wissenschaft) verweisen. Dasbefahl, jeden Jungen zu töten. Danach gilt auch für die Auffassungen dermüsste sich wohl die Gesamtzahl der Forscher über die Unnachahmlichkeit des
  • 141. Männer, Frauen und Kinder etwa Koran, wie Dr. Keith Moore, Dr. G. C. Aus Liebe zu Jesus Muslim geworden3.000.000 belaufen (5. Mose 10:22, 1. Goeringer, Dr. Marchall Johnson, Dr.Mose 12:37, 2. Mose 1:46). Hier wirft Tagatat Tejasen, Dr. Alfred Kroner, Dr.sich noch die Frage auf: Könnte aus William W. Hay, Dr. Yoshihide Kozai undsiebzig Personen eine solch große Zahl Dr. Joe Leigh Simpson u. a.von Menschen in nur zwei Generationenhervorgehen?In 1. Timotheus 1:5 wird auch davongesprochen: „Trinke nicht mehr nurWasser, sondern brauche ein wenig Weinum seines Magens willen.“In 3. Mose 11:6 ist sogar die Rede davon,der Hase unrein und daher nicht gegessendarf, da er wiederkäut und gespalteneKlauen hat. Schutz der heiligen SchriftbücherIn Jeremia 8:9 heißt es: „Wie könnt ihr „Diese Schrift, kein Zweifel darin, istsagen: ‚Wir sind weise und haben das Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“ 139Gesetz des HERRN bei uns’?“ Weite (2:2) Ferner berichtet der Koran: „…– es
  • 142. lautet es (23:36): „Aber sagt nicht mehr ist ja bestimmt eine mächtige Schrift. Es 140‚Last des HERRN’; denn einem jeden kommt das Nichtige nicht vor sie und nicht Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenwird sein eigenes Wort zur Last werden, hinter sie, eine Herabsendung von einemweil ihr so die Worte des lebendigen Weisen, Gelobten.“ (41:41-42) Es heißtGottes, des HERRN Zebaoth, unseres auch: „Wir haben ja die ErinnerungGottes verdreht.“ herabkommen lassen, und Wir geben jaDas wird ebenfalls in Matthäus 15:9 bestimmt auf sie Acht.“ (15:9) In einererwähnt: „…; vergeblich dienen sie mir, anderen Stelle lautet es: „Und dieserweil sie lehren solche Lehren, die nichts Koran ist nicht so, dass er ausgedacht ist,als Menschengebote sind.“ statt von Allah zu sein, sondern Bestätigung dessen, was vor ihm war und Verdeutlichung der Schrift, kein Zweifel daran – vom Herrn der Welten.“ (10:37) Weiter sagt der Koran: „Bedenken sie nicht den Koran? Und wenn er von einem anderen als Allah wäre, bestimmt hätten sie darin viel Widerspruch gefunden.“ (4:82) Vergebung und Vermittlung
  • 143. Der Mensch darf die Sünden vergeben. Nur Allah vergibt die Sünden: „Und Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenDarüber wird in Johannes 20.22-23 diejenigen, wenn sie eine Abscheulichkeitgesprochen: „Und er gesagt hatte, blieb getan haben oder gegen sich selbster sie an und spricht zu ihnen: ‚ Nehmet unrecht gehandelt haben, sich Allahshin den heiligen Geist’! Welchen ihr die erinnern und um Verzeihung bitten für ihreSünden erlasset, denn sind sie erlassen; Sünden, – und wer verzeiht die Sündenund welchen ihr sie behaltet, denen sind außer Allah? – und die nicht auf demsie behalten.“ beharren, was sie getan haben, wo sie es wissen.“ (3:135) Zudem richtet man sich direkt an Allah ohne Vermittlung und bittet um alles: „Und wenn Meine Knechte dich nach Mir fragen, so bin Ich nahe. Ich antworte dem Ruf des Rufenden, wenn Er Mich ruft. Also sollen Sie Mir antworten und sollen an Mich glauben, damit sie vielleicht recht handeln.“ (2:186) ReichtumIn Matthäus 19: 23-24 ist sogar die Rede „Und erstrebe mit dem, was Allah dirdavon, dass die Reichen nicht ins gegeben hat, die Heimstätte des Jenseits, 141Paradies kommen: „Jesus aber sprach zu und vergiß nicht deinen Anteil von dieser
  • 144. seinen Jüngern: …: Ein Reicher wird Welt und tue Gutes, wie Allah dir Gutes 142schwer ins Himmelreich kommen. Und getan hat, und wünsche nicht Unheil auf Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenweiter sage ich euch: Es ist leichter, dass der Erde. Allah liebt ja nicht dieein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als Unheilstifter.“ (28:77)dass ein Reicher ins Reich Gotteskomme.“ TerrorismusIn 1. Samuel 15:3 heißt es: „So zieh nun „Deswegen haben wir den Kindern Israilshin und schlage Amalek und vollstrecke vorgeschrieben, dass wer eine Seele tötet,den Bann an ihm und an allem, was es – nicht wegen einer Seele oderhat; verschone sie nicht, sondern töte Verderbenstiften auf der Erde, – es dannMann, Frau, Kinder und Säuglinge, so ist, als habe er die MenschheitRinder, Schafe, Kamele und Esel.“ insgesamt getötet, und wer sie am LebenIn Jesaja 13:16 lautet es: „Es sollen auch erhält, so ist es, als habe er dieihre Kinder vor ihren Augen Menschheit insgesamt am Leben erhalten,zerschmettert, …“ …“ (5:32)In Hosea 13:16: kommt das auch zumAusdruck: „Sie sollen durchs Schwert Der Koran spricht von dem Mädchen, dasfallen und ihre jungen Kinder lebend begraben wurde, wenn er über
  • 145. verschmettert und ihre schwangeren Jenseits spricht (Vgl. 81:1-9). Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenWeiber zerrissen werden.“ Weise und WissenIn 1. Mose 2:17 heißt es: „aber von dem „…, und sag: Mein Herr, gib mir mehrBaum der Erkenntnis des Guten und des Wissen!“ (20:114)Bösen sollst du nicht essen; denn an dem „…, Allah erhöht diejenigen von euch, dieTage, da du von ihm issest, musst du des glauben, und diejenigen, denen dasTodes sterben.“ Wissen gegeben wurde, an Rängen, …“In Prediger Salomo 1:18 lautet es: „Denn (58:11)wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, „Er gibt die Weisheit, wem Er will, undund wer viel lernt, der muss viel leiden.“ wem die Weisheit gegeben wird, demIn der gleichen Quelle kommt das auch wurde schon viel Gutes geben, undzum Ausdruck 2:15: „Da dachte ich in niemand erinnert sich daran, außer denenmeinem Herzen: Wenn es denn mir geht mit Einsicht.“ (2:269)wie dem Toren, warum hab ich dannnach Weisheit getrachtet?“ Vollkommene ReligionIn 1. Korinther 13:9-10 heißt es: „Denn „… Heute habe Ich für euch eure Religion 143
  • 146. unser Wissen ist Stückwert, und unser vollständig gemacht, und Ich habe Meine 144Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber Gnade an euch erfüllt, und Ich habe für Aus Liebe zu Jesus Muslim gewordenkommen wird das Vollkommene, so wird euch den Islam als Religion gewünscht,das Stückwerk aufhören.“ …“ (5:3)