7 Lebensbereiche der Ganzheitlichkeit   Städtebauliche Betrachtung der Wohnüberbauung „Grüzefeld“, Winterthur Exercice sém...
1  Hauptaufgaben Ökonomie - Kompetenz - Know-How - Prozesse
1967 wurde die Wohnüberbauung „Grüzefeld“ in Winterthur fertig gestellt. Es gab keine Zweifel an immer währendem Wachstum ...
Quelle: Geissmann (2007) Foto: Busplakat, Winterthur 2007 kennen nicht einmal mehr alle Mitarbeiter der Winterthurer Baube...
2047 „ Oft bleiben die Aufgaben von Bauten undiskutiert und dadurch auch deren Entwicklungspotential unentdeckt.“ Quelle: ...
2  Akteure Kreativität - Verantwortung - Veränderung - Anforderung
Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern 1967 Di...
Quelle: Geissmann (2007) Foto: Informationstafel Bauprojekt „Zentrum Grüze“, Winterthur 2007 Eines der Zentren der Agglome...
2047 „ Die Verantwortlichen wollten etwas Gutes für die Zukunft schaffen, aber für die Gegenwart scheint nach wie vor niem...
3  Raum und Zeit Ort - Raum - Zeit - Geschwindigkeit
Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel Zwischen dem Industrieband im Norden, Wies...
Quelle: Geissmann (2007) Foto: Sicht von Osten auf die Wohnüberbauung „Grüzefeld“, Winterthur Das direkte Umfeld hat sich ...
2047 „ In einer Zeit der virtuellen Räume und der globalen Gleichzeitigkeit sehen wir oft nicht was wirklich ist und was b...
4  Wohlbefinden Gefühl - Sinnfrage - Identität - Motivation
Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern 1967 Di...
Quelle: Geissmann (2007) Foto: Hochhaus im Kern der Siedlung, Winterthur 2007 Im heutigen Umfeld versuchen die Bewohner ei...
2047 „ Das städtebauliche Konzept der 68er- Sozialutopie wirkt erstaunlicherweise bis heute auf das Wohlbefinden der Bewoh...
5  Haushalt Lieferanten - Kunden - Input - Output
Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel 1967 Nördlich von Block V und VI hätte der...
Quelle: Geissmann (2007) Foto: Der sogenannte „Dorfplatz“, Winterthur 2007 … die vorgesehenen Nutzungen kamen nie zustande...
2047 „ Urbanität kann nicht erzwungen werden. Sie entsteht durch eine weltoffene, neugierige und tolerante Denk- und Handl...
6  Strukturen Informationsfluss - Kommunikation - Wissen
Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern Um den ...
Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel Der Schwerpunkt der Wohnungssanierungen wa...
2047 „ Gebaute Strukturen beeinflussen unsere Verhaltensstruktur ebenso wie umgekehrt.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönlic...
7  Spielregeln Gesetze - Rechtsformen - Normen - Trends - Kapital
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Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel 2007 Die Siedlung erscheint heute in der Q...
2047 „ Ob man gut spielt, hat nicht immer damit zu tun, ob man die Regeln kennt und wenn man die Regeln kennt, heisst das ...
Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel 1967
Projektdaten Baujahr: Bauherr: Architekten: Wohneinheiten: Einwohner (1970/ 1990): Bruttobauland: Einwohnerdichte brutto (...
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Winterthur Wohnüberbauung Grüzefeld

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  1. 1. 7 Lebensbereiche der Ganzheitlichkeit Städtebauliche Betrachtung der Wohnüberbauung „Grüzefeld“, Winterthur Exercice séminaire théoretique S9 joint master of architecture 16. Février 2007 Geissmann Emanuel EIA Fribourg
  2. 2. 1 Hauptaufgaben Ökonomie - Kompetenz - Know-How - Prozesse
  3. 3. 1967 wurde die Wohnüberbauung „Grüzefeld“ in Winterthur fertig gestellt. Es gab keine Zweifel an immer währendem Wachstum und Fortschritt. Man suchte Lösungen, die mit dem gesellschaftlichen Aufbruch und der rasanten Entwicklung mithalten konnten. Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern 1967
  4. 4. Quelle: Geissmann (2007) Foto: Busplakat, Winterthur 2007 kennen nicht einmal mehr alle Mitarbeiter der Winterthurer Baubehörden das „Grüzefeld“. Die globale Klimaerwärmung und daraus entstehende Katastrophen sind erstmals nachgewiesen auf den Menschen zurückzuführen. Man sucht Lösungen, um einem ökologischen und wirtschaftlichen Kollaps entgegen zu wirken. 2007 ?
  5. 5. 2047 „ Oft bleiben die Aufgaben von Bauten undiskutiert und dadurch auch deren Entwicklungspotential unentdeckt.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Hauptaufgaben
  6. 6. 2 Akteure Kreativität - Verantwortung - Veränderung - Anforderung
  7. 7. Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern 1967 Die zukunftsorientierte Gemeinde Winterthur als Initiant, die aus vier vereinten Baugenossenschaften gegründete „Baugemeinschaft Grüzefeld“ und die anerkannten Architekten Cramer, Jaray, Leemann und Paillard aus Zürich, setzten mit der Wohnüberbauung neue Massstäbe für die Schweiz .
  8. 8. Quelle: Geissmann (2007) Foto: Informationstafel Bauprojekt „Zentrum Grüze“, Winterthur 2007 Eines der Zentren der Agglomeration Zürich als Kontrollinstanz, vier Baugenossenschaften mit unterschiedlichen Bewirtschaftungsstrategien und nirgends genannte Architekten, sanierten die Wohnüberbauung „Grüzefeld“ 1993 im Zeitgeschmack ohne Aufsehen zu erregen.
  9. 9. 2047 „ Die Verantwortlichen wollten etwas Gutes für die Zukunft schaffen, aber für die Gegenwart scheint nach wie vor niemand verantwortlich zu sein.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Akteure
  10. 10. 3 Raum und Zeit Ort - Raum - Zeit - Geschwindigkeit
  11. 11. Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel Zwischen dem Industrieband im Norden, Wiesen und Feldern im Osten, Wohnquartieren im Süden und öffentlichen Bauten im Westen wurde die Siedlung optimal als Kern des Stadtteils „Mattenbach“ platziert und hat mit der „Grüzefeldstrasse“ eine direkte Anbindung an den Stadtkern. 1967
  12. 12. Quelle: Geissmann (2007) Foto: Sicht von Osten auf die Wohnüberbauung „Grüzefeld“, Winterthur Das direkte Umfeld hat sich wenig und nur langsam verändert. Deshalb gibt es hier kein „Wohnen in der Industrie“, kein „Arbeiten in Hochhäusern“, kein „shoping im Tösspark“, keine „Kultur in der Kaserne“ und kein begrüntes „Parkhaus“. Man wohnt weder in der City noch auf dem Land. 2007
  13. 13. 2047 „ In einer Zeit der virtuellen Räume und der globalen Gleichzeitigkeit sehen wir oft nicht was wirklich ist und was bleibt.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Raum und Zeit
  14. 14. 4 Wohlbefinden Gefühl - Sinnfrage - Identität - Motivation
  15. 15. Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern 1967 Die Architekten versuchten Licht, Luft, Sonne, Privatheit und zugleich gemeinschaftlich nutzbare Räume in ihrem Entwurf zu vereinen. Später wurden diese auf dem Bedürfnis nach Harmonie und Gleichberechtigung aufbauenden Ideen als Gesellschaftsutopie bezeichnet.
  16. 16. Quelle: Geissmann (2007) Foto: Hochhaus im Kern der Siedlung, Winterthur 2007 Im heutigen Umfeld versuchen die Bewohner ein wirtschaftlich und sozial aktives Leben zu führen. Vielleicht, aus zeitlicher Distanz betrachtet, auf dem selben Bedürfnis nach Harmonie und Gleichberechtigung basierend.
  17. 17. 2047 „ Das städtebauliche Konzept der 68er- Sozialutopie wirkt erstaunlicherweise bis heute auf das Wohlbefinden der Bewohner.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Wohlbefinden
  18. 18. 5 Haushalt Lieferanten - Kunden - Input - Output
  19. 19. Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel 1967 Nördlich von Block V und VI hätte der so genannte „Dorfplatz“ mit einer kleinen Ladeneinheit, dem Pfarrhaus und einem Gemeindesaal zum Siedlungsmittelpunkt werden sollen…
  20. 20. Quelle: Geissmann (2007) Foto: Der sogenannte „Dorfplatz“, Winterthur 2007 … die vorgesehenen Nutzungen kamen nie zustande. Heute gibt es einen Küchenbauer im „Dorfladen-Lokal“ und einen kaum genutzten Pfarrsaal. Aktivitäten wie Einkauf, Kultur und Freizeit finden wo anders statt.
  21. 21. 2047 „ Urbanität kann nicht erzwungen werden. Sie entsteht durch eine weltoffene, neugierige und tolerante Denk- und Handlungsweise der Bewohner.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Haushalt
  22. 22. 6 Strukturen Informationsfluss - Kommunikation - Wissen
  23. 23. Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern Um den Installationskern (Küche, Bad) sind die Funktionen des Gemeinschaftslebens zusammenhängend angeordnet, um trotz aller Knappheit der Wohnung räumliche Weite zu verleihen. Die Wohnungsgrössen variieren durch die unterschiedliche Anzahl der Schlafzimmer. 1967
  24. 24. Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel Der Schwerpunkt der Wohnungssanierungen war die Vergrösserung der Wohnfläche. Die eigentliche Struktur der Wohnung sowie die Beziehung von Innen- und Aussenraum veränderten sich dadurch stark. 2007 2007 2007
  25. 25. 2047 „ Gebaute Strukturen beeinflussen unsere Verhaltensstruktur ebenso wie umgekehrt.“ Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Strukturen
  26. 26. 7 Spielregeln Gesetze - Rechtsformen - Normen - Trends - Kapital
  27. 27. Quelle: Paillard, Spieker, Nussbaumer, Widmer, Leemann (2002): Claude Paillard. Schweizer Baudokumentation, Luzern 1967 Für die Umsetzung der Wohnüberbauung „Grüzefeld“ wurden viele Gesetze neu ausgelegt, Rechtsformen zurechtgeformt und Normen ausserhalb des Normalen entwickelt. Das Resultat ist heute noch in seiner gebauten Form erhalten.
  28. 28. Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel 2007 Die Siedlung erscheint heute in der Qualität der Detailausbildung als ganz der Norm entsprechend. Die Kraft der Gesamtanlage ist ausserordentlich geblieben.
  29. 29. 2047 „ Ob man gut spielt, hat nicht immer damit zu tun, ob man die Regeln kennt und wenn man die Regeln kennt, heisst das auch, dass man sie umspielen kann“. Quelle: Geissmann (2007) Persönliche Reflexion zu Spielregeln
  30. 30. Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz- Chaves (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel 1967
  31. 31. Projektdaten Baujahr: Bauherr: Architekten: Wohneinheiten: Einwohner (1970/ 1990): Bruttobauland: Einwohnerdichte brutto (1990): Einwohner/ Wohneinheit (1970/ 1990): Grundflächenzahl (GRZ): Geschossflächenzahl (GFZ): Anzahl der Geschosse: Freiflächenindex: (FFI): Parkierungskoeffizient: ÖV Anschluss: 1967 Baugemeinschaft Grüzefeld Cramer, Jaray, Leemann, Paillard; Zürich 359 1277/ 951 4,5 ha 211 EW/ ha 3,6/ 2,6 (CH 1990: 2,4) 0,2 0,8 2 - 12 0,7 0,8 Stpl/ WE Bus Quelle: Hafner, Wohn, Rebholz (1998): Wohnsiedlungen. Birkhäuser, Basel

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