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Entwicklungsumgebungen wie der Team Foundation Server unterstützen große verteilte Entwicklungsorganisationen. heise Developer zeigt, wie SYNGO, ein Geschäftsgebiet von Siemens Healthcare, den TFS ...

Entwicklungsumgebungen wie der Team Foundation Server unterstützen große verteilte Entwicklungsorganisationen. heise Developer zeigt, wie SYNGO, ein Geschäftsgebiet von Siemens Healthcare, den TFS eingeführt hat, und berichtet über Erfahrungen im Einsatz.

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Team Foundation Server Siemens Healthcare09232011 Team Foundation Server Siemens Healthcare09232011 Document Transcript

  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 1 of 10 ct iX Technology Review Mac & i mobil Security Netze O Download Telepolis Resale Foto Autos Preisvergleich StelleArnold Rudorfer, Gerold Herold, Carsten SchuTeam Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten EinsatzEingeführt und gewonnen Entwicklungsumgebungen wie der Team Foundation Server unterstützen große verteilte Entwicklungsorganisationen. heise Developer zeigt, wie SYNGO, ein Geschäftsgebiet von Siemens Healthcare, den TFS eingeführt hat, und berichtet über Erfahrungen im Einsatz. Entwicklungsorganisationen in der Medizintechnik sind ständig gezwungen, die Zusammenarbeit – auch über Landesgrenzen hinweg – effizienter zu gestalten. Das ist bedingt durch medizinisch-technische Produkte, die in immer kürzeren Zyklen auf den Markt kommen und einen immer größeren Prozentsatz ihrer Funktionen in Software realisieren (siehe "Anforderungen in der Medizintechnik").Die globale Ausrichtung komplexer Softwareprojekte erfordert unterstützende Prozesse,Methoden und integrierende Werkzeuge, die Kommunikationswege verkürzen,Automatisierung der Softwareentwicklung vorantreiben und den Stand der Arbeit jederzeitdarstellen können. Daneben muss mit geeigneten Tools die Kostenentwicklung undQualitätssicherung überprüfbar sein.Betrachtet man die Geschichte der Softwareentwicklungsumgebungen, erkennt man einenTrend in Richtung kompletter Werkzeugeinbindung, einer ausgefeilten Prozesssteuerung undintegrierter Workflow-Abläufe (siehe Abb. 1). Evolution des Software Engineering in den letzten Jahrzehnten (Abb. 1)http://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 2 of 10Das TFS-Projekt wird gestartetDas Ziel des Projekts war die Einführung des TFS als die Entwicklungsumgebung, die einTeam-Portal, Integrations-, Konfigurations- und Build-Management mit einem Work ItemTracking, einer Prozessführung und einer zentralen Datenbank zusammenführt. Der TFS solldie Entwicklung effizienter machen und die Kosten optimieren. Mit einer erstellten Kosten-Nutzen-Rechnung ergibt sich folgender Implementierungsfokus (in Form der TFS-Themen): • Thema 1: Projekt- und Change Management, Backlog- und Sprint-Planung unter Verwendung von Scrum-Techniken • Thema 2: Konfigurations-, Integrations- und Build-Management • Thema 3: Software- und SystemtestWegen der Nichtverfügbarkeit adäquater Funktionen im TFS sind Requirements Engineeringund Architektur in der ersten Phase der Umsetzung ausgeklammert.Es gab zwei unterschiedliche Implementierungsansätze für das Projekt. Option eins wäre derEinsatz eines Consulting-Partners mit entsprechendem Know-how, die zweite wäre eine In-house-Implementierung mit zeitweisem TFS-Consulting-Support. Sicherlich haben beideAnsätze ihre Vor- und Nachteile. Die Projektverantwortlichen haben sich für die letztgenannteVorgehensweise entschieden, auch weil sich der TFS als Plattform für die Einführung vonSoftware-Engineering-Methoden gut eignet.Für die Umsetzung des TFS-Projekts wurden einige Grundprinzipien vereinbart: • Im Bereich der Standardisierung sollen alle Teams denselben Ansatz inklusive der Methodik und der Werkzeuge verwenden. • Angestrebt wird die Anwendung am "lebenden Objekt". Soll heißen, die Umsetzung kennzeichnet ein stark iterativer Prototyping-Ansatz unter Einbeziehung der Mitarbeiter aus den Entwicklungsprojekten. • Bei den Working Tools will man, anstatt das perfekte Werkzeug zu entwickeln, bei einem ersten Ansatz den Fokus auf eine akzeptable Benutzerführung setzen. • Das TFS-Know-how soll intern aufgebaut werden, um die Akzeptanz bei den Teams sicherzustellen und das Verbesserungspotenzial in den eigenen Reihen zu stärken.Risiken im Vorfeld erkennenJede größere Änderung bei den Entwicklungswerkzeugen geht Hand in Hand mit Risiken, wiedie Annahme der neuen Tools durch die Teams und der Projektdurchführung selbst. Darüberhinaus gibt es weitere identifizierte Risiken. Beispielsweise eine nur begrenzte Erfahrung mitder TFS-Technik. Dem will man durch eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft und TFS-Experten vorbeugen. Die Komplexität der eigenen Engineering-Umgebung im medizinisch-technischen Umfeld wirft weitere Fragen auf. Eine klare Definition und Priorisierung derAufgabenliste mit schnellen greifbaren Ergebnissen sollen hierbei helfen.In der Ablösung des derzeitigen Werkzeugs für das Konfigurationsmanagement liegt dasgrößte technische Risiko. Abhilfe soll eine Durchführbarkeitsprüfung schaffen und einInformationsaustausch über die "Best Practices" mit einem Unternehmen, das den Umstieg aufTFS Source Control bereits durchgeführt hat. Schließlich besteht ein Risiko in derhttp://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 3 of 10Verfügbarkeit geeigneter Teams im TFS-Projekt. Auf Basis einer Kosten-Nutzen-Rechnungstellt die Unternehmensleitung das Personal zur Verfügung. Unter Einbeziehung deraufgeführten Grundsätze lassen sich die Risiken für die Implementierung steuern undverfolgen.Die Einführung des TFS sollten die Teams in den Entwicklungsabteilungen selbstübernehmen. Jedem Thema ist ein "Topic Owner" zugeordnet (z.B. "Software- und System-Test"). Er agiert als vollverantwortlicher Teilprojektleiter mit eigenen Ressourcen, Budget undzu erstellenden Ergebnissen. Mit seinem Team baut er den entsprechenden Prototypen,pilotiert diesen und erreicht dadurch die Akzeptanz bei den Entwicklungsteams.Der TFS-Programm-Manager stellt sicher, dass alle Projektressourcen (intern und extern) zumrichtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Er treibt gesamtverantwortlich die Kommunikation inder Entwicklungsorganisation und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten imUnternehmen. Ein TFS-Steering-Komitee bestehend aus Mitgliedern der Geschäftsleitungautorisieren Budgets, genehmigen die Implementierungsstrategie und nehmen die Ergebnisseab (siehe Abb. 2). Unternehmen, die TFS bereits komplett umgesetzt haben, berichten von 7bis 12 Vollzeitkräften für ein TFS-Projekt einer globalen Entwicklungsorganisation (mehrereStandorte und mehrere hundert Entwickler). Die Organisationstruktur des TFS-Projektes bei SYNGO (Abb. 2).Projektmanagement nach ScrumVon den SYNGO-TFS-Themen ist das Projekt- und Change-Management bereits operativumgesetzt. Die Autoren beschreiben, wie das Prozess-Template für ein Projektmanagementnach Scrum angepasst wurde, welche Probleme auftreten können und welche Lösungen sichanbieten.Beim TFS-Thema "Projekt- und Change Management (TFS PM&CH)" handelt es sich um einScrum-Projektplanungs-, Tracking- sowie Fehler-Management. Während der Implementierunghttp://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 4 of 10des Projektmanagements ergab sich eine Reihe wichtiger Erkenntnisse in der Anpassung desProzess-Templates. In Kombination mit dem TFS-Projekt wurden auch andere Bereiche derSoftwareentwicklung optimiert, wie der Umstieg auf einen Concurrent-Engineering-Ansatz (mitLean/Agil) sowie das Requirements Engineering. Näheres hierzu findet sich aufwww.infoteam.de[1] [5] und www.scrummed.de[2] [6]. Der Team Foundation Server im Zusammenhang mit laufenden Technologie-Initiativen (Abb. 3)Das Projekt- und Change-Management verwendet einen "Backlog", der alleEntwicklungsaufgaben für ein Produkt-Release enthält[3]. Der Backlog ist sozusagen dieZentrale für die Projektdurchführung. Jede Rolle im Entwicklungsprojekt hat darauf Zugriff underhält Informationen darüber, woran gerade gearbeitet wird. Der Produktmanager definiert denInhalt der Funktionen und die Rangordnung der Implementierung. Das Scrum-Teamimplementiert die Anforderungen und stellt sicher, dass dieser Vorgang fehlerfrei ist. Nachjeder Iteration ist das Produkt lauffähig.Der Requirements-Ingenieur betreibt die Verfeinerung der funktionalen Beschreibung undverständigt sich mit dem Testingenieur, um die Testfälle korrekt spezifizieren zu können. FürDesignfragen zeichnet der Architekt verantwortlich inklusive einer Abschätzung für dietechnische Implementierung. Ein Projekt-Manager stellt die Planung und dieFortschrittsverfolgung sicher und handhabt auftretende Risiken.Der Team Foundation Server stellt jeweils ein Prozess-Template für CMMI, Scrum und Agilezur Verfügung. Ersteres definiert die Prozesselemente[4], den Ablauf, die Dienste (Services)und Berichte. Die SYNGO-Anforderungen an ein geeignetes Prozess-Template lassen sichfolgendermaßen charakterisieren: Es muss ein lean/agiles Vorgehen unterstützen, angepasstfür medizintechnische Regularien sowie skalierbare Produkte und Plattformen (in Bezug aufGeographie und Anzahl der Anwender) sein und eine hohe Benutzbarkeit (geringeAnlernzeiten, effiziente Handhabung) aufweisen.Nach einer Analyse der Stärken und Schwächen sowie dem Pilotieren kam heraus, dass das"Out of the box"-Template für die SYNGO-Anforderungen wegen eines komplexen Aufbausund langer Lernzeiten ungeeignet war. Um das zu umgehen, bestand nur die Möglichkeit, dasTemplate entsprechend zu adaptieren. Die folgenden Ausführungen gehen auf zwei derwichtigsten "Best Practices" ein, die sich aus der Anpassung ergeben haben: TFS-Prozess-Templates und Single Backlog Item.http://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 5 of 10Benutzbarkeit des TemplateSoftwareentwickler gewöhnen sich schneller an neue Werkzeuge, wenn sie direkt bei derErstellung der Konzepte, beim Design sowie bei der Implementierung dabei waren. Aus demGrund führte die Projektgruppe mehrere "Usability"-Workshops durch, um dieBenutzertauglichkeit des Template zu optimieren.In der TFS-Vorlage war der Arbeitsablauf im Prozess-Template unstrukturiert, dieInformationselemente waren nicht an dem Platz, an dem die Entwickler sie erwarteten. Daherverloren sie unnötig Zeit mit zu vielen Klicks für Navigation und Dateninput. Das Ergebnis derWorkshops war ein völlig neues Design des Prozess-Templates, nun angepasst an dieAnforderungen von SYNGO. Die Erfahrung belegt, dass eine einzige Benutzerschnittstelle zu90 Prozent angepasst effizienter ist als viele rollenspezifische Schnittstellen. Ein solchesVorgehen reduziert zudem den Wartungsaufwand und hilft, die Lernkurve flach zu halten.Die nächste Baustelle war die Informationsarchitektur. Die Kategorien der Datenfelder warennicht logisch für den Entwickler aufgebaut. Als Lösung wurde ein zweiteiliges Formatentwickelt. Die relevante Information sollte nicht über viele Reiter verteilt sein. Dadurch könnendie Entwickler den Navigationsaufwand durch das ständige Wechseln zwischen den Reiternvermeiden. Zusätzlich verringert die zugrunde liegende Informationsarchitektur die "Denklast".Ein Entwickler kann darauf vertrauen, dass er dieselbe Information immer am gleichen Ortfindet.Der Vorteil der Anpassungen war der maximal mögliche Raum für die Dateneingabe. ImDatenformular ist es zudem notwendig, durch eine saubere logische Struktur die Arbeitsweiseder Entwickler zu unterstützen. Insgesamt waren für die Optimierung der Benutzerschnittstelleneun Iterationen notwendig; das finale Design zeigt Abbildung 4. Das angepasste Work Item "Single Backlog Item" (Abb. 4)http://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 6 of 10Single Backlog Item als "Best Practice"Ein Prozess-Template-Formular ist der Container für die Daten der Entwicklung sowie diezugrunde liegende Benutzerführung. Neben einer standardisierten Benutzerschnittstelle liefertder TFS Techniken zur Optimierung von Routineaufgaben, zum Beispiel die Erstellung vonStandardberichten wie Burn-down Charts, Populieren von Werten, Daten-Aggregation dereinzelnen Work Items.Die Logik ist von ausschlaggebender Bedeutung. Sie kann Work Items wie Anforderungen,Softwaredefekte, Architektur-Redesigns, Prozessverbesserungsmaßnahmen und vielesandere mehr vorbereiten. Der erste Ansatz war, für jeden Backlog-Typen eine optimierteZustandsmaschine zu bauen. Anfangs gab es mehr als zehn unterschiedliche Backlog-Typen.Daraus ergab sich die Notwenigkeit, ebenfalls mehr als zehn unterschiedlicheZustandsmaschinen abzubilden. Aus der schieren Anzahl für beides wird sofort klar, dass derWartungsaufwand inakzeptabel hoch wäre. Ein weiteres Problem, das sich neben demWartungsaufwand ergibt, ist die Berichtserstellung.Das Ergebnis des Diskussionsprozesses war schließlich eine einzige Zustandsmaschine.Damit lassen sich zukünftige Änderungen kostengünstig in der TFS-Automatisierungeinpflegen. Die notwendige Reduktion der Anzahl der Zustände auf ein Minimum führt zuTransparenz und Einfachheit sowie einem minimalen Wartungsaufwand. Durch das einfacheDesign hat sich zudem der Aufwand für die Berichtsanpassung vermindert (vom Scrum-Teambis zur komplettem Produktlinie).Die beiden aufgeführten Beispiele sollen exemplarisch verdeutlichen, dass der TeamFoundation Server mitnichten ein Produkt "out of the box" ist, sondern sich in weiten Teilen andie unternehmensspezifischen Erfordernisse anpassen lässt und auch anzupassen ist.Analyse der Kosten-Nutzen-RechnungAufgrund der gemachten Erfahrungen kann man festhalten, dass ein globales Optimumeffizienter ist als viele lokale Lösungen, die gegeneinander wirken können. Der TFS liefert fürSYNGO eine domänenspezifische Programmierumgebung. Die einfache Benutzbarkeit für dieEntwicklungsmannschaft führt zu einer hohen Akzeptanz beim Team.Auf Basis einer von SYNGO erstellten Kosten-Nutzen-Rechnung ergeben sich erheblicheEinsparpotenziale (unterteilt in Kostenoptimierung und Erhöhung der Entwicklungseffizienz).Den größten Hebel stellt das TFS-Thema Konfigurations-, Integrations- und Build-Management mit etwa 40 Prozent Nutzenanteil, gefolgt vom Projekt- und ChangeManagement mit 35 sowie dem Software- und Systemtest mit 25 Prozent (siehe Abb. 5).Andere veröffentlichte Analysen[5], die unabhängig von SYNGO gerechnet wurden, kommenauf ähnliche Größenordnungen.http://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 7 of 10 Der größte Nutzen wurde im Bereich "Konfigurations-, Integrations- und Build-Management" erzielt (Abb. 5).Die folgenden Vorteile sind entweder realisiert oder sind noch zu erwarten: Eine nativeIntegrationsfähigkeit vom TFS mit Visual Studio und Microsoft Office reduziert denWartungsaufwand bei der Werkzeuganpassung. Nach der Anpassung des Prozess-Templatesist der Lernaufwand für die Entwicklungsmannschaft gering, weil die Struktur auf bekannteInteraktionsprinzipien von Microsofts Benutzerschnittstellen aufgebaut ist. Nach der bisherigenErfahrung ist das ein Hebel zur Akzeptanz bei Entwicklern.Microsoft verwendet den TFS seit Jahren in der eigenen Produktentwicklung. Daher bestehtdie Sicherheit, dass der TFS langfristig verfügbar bleibt und laufend optimiert wird. Da derTeam Foundation Sever seit mehr als fünf Jahren im Einsatz ist, hat sich eine großeCommunity zur Verbreitung der Erfahrungen etabliert, die auch Add-on-Tools liefert.Für den Entwicklungsleiter stellt der TFS Investitionssicherheit dar, weil sich damit innovativeSoftwareentwicklungsmethoden einführen lassen. Beispielsweise lassen sich mit einemmodellbasierten Systemtest etwa 30 Prozent der Aufwände reduzieren. Weitere Ideen inRichtung Modell-basiertes Engineering ist der Einsatz von Modell-basierten Tracing sowie derPex-Technik[6], mit der Entwickler Unit-Testfälle vom Code automatisch generieren können. Kritische Betrachtung des TFS Eine TFS-Instanz muss auf einer soliden IT-Infrastruktur aufgebaut sein, was im Zweifel hohe Investitionen bedarf. Um den TFS für eine große, verteilte Entwicklung nutzen zu können, ist es notwendig, ein Prozess-Template zu konfigurieren. Dazu gibt es von Microsoft keine publizierten Erfahrung oder Unterstützung. Ein enthaltenes Template ist nur für Pilotieren und kleine Teams anwendbar. Da der Team Foundation Server ein hohes Maß an Freiheitsgraden bietet, besteht die Gefahr des Over-Engineering. Es gibt keine generelle Regel, wann ein TFS-Template optimal gestaltet ist. Unternehmen, die Unterstützung zur TFS-Einführung suchen, werden sich schwer tun, da es nur wenige ausgewiesene Experten in diesem Umfeld gibt. Unterm Strich unterstützt der TFS mit seinen robusten Techniken die geforderten Engineering-Prozesse. Doch obwohl der TFS seine Stärken in der Durchgängigkeit und Anpassbarkeit an bestehende Entwicklungsumgebungen hat, gibt es Löcher, die Microsoft schnell stopfen muss. Für Requirements Engineering im Enterprise-Umfeld fehlen brauchbare Funktionen (für die Definition und Analyse von Anforderungen, Feature Modeling sowie eine einfache Konfigurierbarkeit des Tracing. Was für einhttp://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 8 of 10 professionelles Testen, Produktlinien-Management und Requirements Engineering essenziell ist, ist das Baselining und die Versionierung von Work Items.FazitALM-Tools wie der TFS bieten großen, weltweit agierenden Entwicklungsorganisationen dieMöglichkeit, Prozesse, Methoden und Praktiken zu standardisieren. Über die gute Tool-Integration erreicht man schnell eine positive Akzeptanz und auf Plattformebene betrachtet dieChance, neue effektivere Ansätze im Engineering einzubauen.Das Projekt- und Change-Management ist operativ bei SYNGO im Einsatz und hat dieanfängliche Erwartungshaltung erfüllt. Die Vorteile, die sich in der diesjährigen Releaseerfahren ließen, lassen sich so zusammenfassen: zentrale Übersicht über alle Team-Aufgabenund den Team-Status, eine verbesserte Vorhersagbarkeit von Entwicklungstrends undErkennen von Projektrisiken und damit deren effektivere Lösung. Die Entwicklungsmannschafthat den TFS positiv aufgenommen.Weitere Teile des Application Lifecycle Management (der Umstieg von ClearCase auf "TFSSource Control" und die Ablösung der intern entwickelten Test-Tools durch MicrosoftsTestwerkzeuge) sind derzeit in unterschiedlichen Implementierungsphasen: Darauf aufbauendwird es sicherlich weiterhin kontinuierliche Verbesserungsaktivitäten geben. (ane)Arnold Rudorferist der Programm Manager der Next Generation IVD System Platform bei Siemens HealthcareDiagnostics in Flanders, NJ (USA). Er war verantwortlich für die Führung des TFS-Programmsbei SYNGO.Gerold Heroldist Prozess-Manager bei Siemens Healthcare SYNGO. Er war verantwortlich für den Roll-outdes TFS-Projektmanagements und leitet jetzt das TFS-Programm bei SYNGO.Carsten Schuist Programm-Manager in der syngo.via-Produktentwicklung und mitverantwortlich im globalenRoll-out vom TFS.Unterstützt wurden die Autoren von den Siemens-Kollegen Thomas Baer, Olaf Curtze,Thomas Dasch, Ralf Fritscher, Adrian Gerhäußer, Peter Kiesel, Oliver Gradl, Klaus Moritzenund Josef Niedermeier sowie von Martin Künzle (evosoft) und Sven Hubert (AIT).Onlinequellen & Literatur 1. US Food & Drug Administration, Design Control Guidance for Medical Device Manufacturers[7]; March 11, 1997, 2. Medical Device & Diagnostic Industry 101, Carey Smoak, Roche Molecular Systems Inc., Pleasanton, CA, Pharma SUG 2010, Paper 1B01 3. Arnold Rudorfer, Christof Ebert: Lean Requirements Engineering – Erfahrungen aus der Praxis[8], March 15, 2011; Munichhttp://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Einsatz Page 9 of 10 4. Crimson White Paper, ALM-Vergleichsanalyse: Warum IBM Rational Anwender zu Microsoft wechseln[9], September 2009 5. Arnold Rudorfer, Gerold Herold: MS Team Foundation Server (TFS) Program @ SYNGO, Experiences and Lessons Learned[10], Keynote Address @ InfoTeam TechTalk; March 15, 2011; Bubenreuth, Germany 6. Carsten Schu, Lars Roith: Supporting the Agile Transition with MS Team Foundation Server (TFS)[11]; February 23, 2011; Munich, Germany 7. Sam Guckenheimer: Agile in the Impossibly Very Large – Experiences from the Microsoft Developer Division, Agile, 2009 8. Sven Hubert; Alles unter Kontrolle; Werkzeugkette für das Test-Management mit dem Team Foundation Server 2010; Artikel[12] auf heise DeveloperAnforderungen in der MedizintechnikSYNGO, ein Geschäftsgebiet der Siemens AG Healthcare Sektor Imaging & Therapy Division,ist ein Hersteller von bildgebenden Softwareapplikationen mit mehreren hundert Entwicklern inStandorten auf mehreren Kontinenten. Die Entwicklungsprojekte sind geographisch verteilt.Das Produkt besteht aus mehreren tausend Anforderungen, die in mehreren Millionen ZeilenC++ und C# umgesetzt sind. Auf syngo.via, der Image Reading Software, können Teamsklinische Anwendungen der Computer-Tomographie, Röntgen, Magnetresonanz, Onkologie,PET/SPECT, Angiographie und Ultraschall entwickeln.Gesetze zum Schutz vor allem der Patienten, wie das deutsche Medizin Produktgesetz oderdie U.S. Federal Drug and Food Administration (FDA) Part 11, erfordern die vollständigeErfüllung dieser im Produktentwicklungsprozess hinterlegten Anforderungen (z.B.Verfolgbarkeit und Auditierbarkeit von Anforderungsänderungen). Ohne die Erfüllung dieserAnforderungen haben Medizintechnikunternehmen keinen Marktzugang. Andererseits steigtder Wettbewerb mit dem Eintritt von Unternehmen aus den BRIC-Ländern (Brasilien, Rußland,China und Indien) sowie große etablierte IT-Firmen. Das führt dazu, dassMedizintechnikunternehmen kontinuierlich die Entwicklungszeiten, Kostenposition und dieEntwicklungseffizienz optimieren müssen. Ein anderer wichtiger Faktor ist die Steigerung desGrades der Softwarefunktionalität von etwa 30 Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 60 Prozentim Jahre 2009. Das geht Hand in Hand mit dem Wachstum technischer Geräte von 52 Prozentvon 2000 bis 2009 [2]. Die aufgezählten Faktoren motivieren daherMedizintechnikunternehmen, in die nächste Generation von Software-Engineering-Umgebungen zu investieren, um damit den Herausforderungen zu begegnen.http://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011
  • heise Developer - Team Foundation Server bei Siemens Healthcare im weltweiten Eins... Page 10 of 10 Herausforderungen an die Produktentwicklung der Medizintechnik (Abb. 6).URL dieses Artikels:http://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-im-weltweiten-Einsatz-1349216.htmlLinks in diesem Artikel: [1] http://www.infoteam.de/index.php?file=forms_de_downloads_files&mode=info&form%5bnumber%5d=9099&clean=yes [2] http://www.scrummed.de/tl_files/scrummed/site/Vortragsabstracts/ScrumMed2011_Siemens_AIT_Schu_Roith.pdf [3] http://2011.reconf.de/anwenderberichte/siemens-und-vector/ [4] http://msdn.microsoft.com/en-us/vstudio/aa718795.aspx [5] http://download.microsoft.com/.../Warum_Anwender_von_IBM_Rational_zu_Microsoft_wechseln_Crimson-Studie.pdf [6] http://research.microsoft.com/en-us/projects/pex/ [7] http://www.fda.org/cdrh/qsr/01qsreg.html [8] http://2011.reconf.de/anwenderberichte/siemens-und-vector/ [9] http://http;/download.microsoft.com/.../Warum_Anwender_von_IBM_Rational_zu_Microsoft_wechseln_Crimson-Studie.pdf [10] http://www.infoteam.de/index.php?file=forms_de_downloads_files&mode=info&form%5bnumber%5d=9099&clean=yes [11] http://www.scrummed.de/tl_files/scrummed/site/Vortragsabstracts/ScrumMed2011_Siemens_AIT_Schu_Roith.pd [12] http://www.heise.de/developer/artikel/Werkzeugkette-fuer-das-Test-Management-mit-dem-Team-Foundation-Server-2010-1224807.html 715858 Copyright © 2011 Heise Zeitschriften Verlag Content Management by InterRedInternational: The H, The H Security, The H Open Sourcehttp://www.heise.de/developer/artikel/Team-Foundation-Server-bei-Siemens-Healthcare-i... 9/27/2011