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Slide 1: Andreas Schmidt Data Management im Zeitalter von Web 2.0 und Semantic Web Abteilungsleiter im Forschungsbereich Information Process Engineering FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe Andreas.Schmidt@fzi.de http://www.fzi.de/ipe FZI Research Center for Information Technologies Karlsruhe, Germany | Information Process Engineering | www.fzi.de/ipe 1
Slide 2: Überblick Web 2.0 und das Unternehmen • Partizipation • Nützlichkeit • Flexibilität und Offenheit für Veränderungen Semantic Web im Unternehmen Web 2.0 und Semantic Web Data Management Kongress 2008 2
Slide 3: Web 2.0 ... Data Management Kongress 2008 3
Slide 4: Web 2.0 Web 2.0 • Ist nicht primär ein technologisches Phänomen • sondern eine neue Wahrnehmung des Webs einfach • einfach, komfortabel, „joy of use“ nützlich • Nutzer und die von ihnen generierten Inhalte stehen im Vordergrund kollaborativ • Betonung der sozialen Interaktion • Nutzung von Netzwerkeffekten integrierbar • leichtgewichtige Integration: Verwendung der Dienste und/oder Inhalte in anderen Kontexten möglich Data Management Kongress 2008 4
Slide 5: Web 2.0 im Unternehmen Web 2.0 – das WWW im Umbruch ... Aber: Was heißt das für das Unternehmen? • Wie lassen sich Web 2.0-Prinzipien übertragen? • Welche Auswirkungen hat das auf den Umgang mit Daten? • Was verändert eine Übertragung der Web 2.0-Philosophie das Unternehmen? ... Enterprise 2.0 ... Data Management Kongress 2008 5
Slide 6: Web 2.0 => Enterprise 2.0 1. Partizipation 2. Nützlichkeit 3. Flexibilität und Offenheit für Veränderungen Data Management Kongress 2008 6
Slide 7: Partizipation FZI Research Center for Information Technologies Karlsruhe, Germany | Information Process Engineering | www.fzi.de/ipe 7
Slide 8: Partizipation (1) Web 2.0 löst die Asymmetrie in der Informationsbereitstellung ab Web 1.0 Web 2.0 Wenige Autoren, viele Leser Viele Autoren, viele Leser Redaktionsprozesse als qualitäts- Bewertungen durch Nutzer sichernde Freigabeprozesse „Gardening“ Top-Down-Erstellung: Bottom-Up-Prozesse: Inhalte werden „in Auftrag Nutzer stellen ein, was sie gegeben“ möchten, allenfalls Motivation Autoren geben Metadaten an Nutzer fügen Metadaten hinzu Vordefinierte Taxonomien, Nutzergetriebene Strukturen Ordnerstrukturen oder Schemata durch Tagging-Prinzipien Data Management Kongress 2008 8
Slide 9: Partizipation (2) Zwei-Wege-Informationsfluss • den Nutzer ernst nehmen und ihm vertrauen • Feedback einsammeln • Peer-to-peer Zusammenarbeit fördern Gardening-Prinzip der Qualitätssicherung • Seeding und Reseeding als Steuerungsinstrumente Herausforderungen: • Legitimation, Verbindlichkeit, ... • Sicherheit, Vertraulichkeit, ... Herausforderung für die Organisationskultur! Data Management Kongress 2008 9
Slide 10: Partizipation am Beispiel: UIS UDDI Partizipative semantische Dienstbeschreibungen UDDI-Dienstverzeichnisse • für Fachexperten nur schwer zu benutzen, da Metadaten kaum brauchbar • Annotation um Fachsemantik kann sinnvoll nur durch die Fachexperten selbst erfolgen Lösung • Kopplung eines UDDI-Verzeichnisses an ein SemanticWiki-System • Nutzer können Dienste selbst beschreiben Projekt im Auftrag der LUBW – Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg Data Management Kongress 2008 10
Slide 11: UIS UDDI Data Management Kongress 2008 11
Slide 12: Nützlichkeit FZI Research Center for Information Technologies Karlsruhe, Germany | Information Process Engineering | www.fzi.de/ipe 12
Slide 13: Web 2.0 und Nützlichkeit Web 2.0-Anwendungen bestechen durch • fokussierte Lösungen • Einfachheit in Bedienung • „rich user experience“ – „webtop“ • nützlicher Mehrwert Mehrwert wird i.d.R. generiert durch • einfache Kollaboration (Google Docs, Wikis, ...) • flexible Strukturierung (del.icio.us, RememberTheMilk) • Kombinierbarkeit (RSS, iCal, ...) Adressieren Alltagsprobleme! Data Management Kongress 2008 13
Slide 14: McAfee‘s SLATES-Komponenten Search • Intranet-Suche muss so effizient wie Internet-Suche werden Links • Benutzer müssen Verknüpfungen anlegen können Authoring • einfache und angemessene Authoring-Lösungen Tags • als flexiblere Organisationsform Extensions • nützliche Erweiterungen (z.B. Empfehlungen) Signals • Schaffung von Awareness für neue Entwicklungen Data Management Kongress 2008 14
Slide 15: Flexibilität und Offenheit für Veränderung FZI Research Center for Information Technologies Karlsruhe, Germany | Information Process Engineering | www.fzi.de/ipe 15
Slide 16: Web 2.0 meint Offenheit für Veränderungen • Anwendung an sich ist „perpetual beta“ • APIs eröffnen Nutzern die Möglichkeit zu eigenen Lösungen • breite Partizipation erzeugt Dynamik Web 2.0 stimuliert Bottom-Up-Prozesse • motivieren die Nutzer, weil sie wichtig geworden sind • ergänzt organisationale Top-Down-Ansätze Einbettung in eine Philosophie der Lernenden Organisation Data Management Kongress 2008 16
Slide 17: Wissensreifung http://mature-ip.eu Data Management Kongress 2008 17
Slide 18: Wissensreifung (2) t en g nt rin co tu ma process maturing on (in ma tolog cl. t co ur y mp in ete g http://mature-ip.eu nc ies ) Data Management Kongress 2008 18
Slide 19: Werkzeuge Um das zu fördern, braucht man Werkzeuge zur • Erzeugung von Awareness über Entwicklungen • Zusammenbringen von Ähnlichem • Konsolidierung und Anreicherung Technische Werkzeuge fördern dabei die Nachhaltigkeit, weil sie die Prozesse in Gang halten Aber: Voraussetzung ist eine entsprechende Unternehmenskultur Data Management Kongress 2008 19
Slide 20: Das Semantic Web im Unternehmen FZI Research Center for Information Technologies Karlsruhe, Germany | Information Process Engineering | www.fzi.de/ipe 20
Slide 21: Semantische Technologien... ... sind ein Sammelbegriff für aktuelle technische Ansätze, um mehr Automatisierung im Umgang mit Daten, Informationen und Diensten durch Explizierung von semantischen Zusammenhängen zu realisieren. Überwiegend bedienen sie sich Ontologien als Instrument zur expliziten und maschinenverarbeitbaren Repräsentation von Semantik. Prominenteste Vision dieser Technologieansätze ist das Semantic Web. Data Management Kongress 2008 21
Slide 22: Semantic Web: Die Vision Semantic Web ersetzt nicht, sondern ergänzt das Web, um Inhalte auf dem Web maschinenverarbeitbar zu machen, indem die Semantik der Ressourcen und ihrer Beziehungen auf dem Web explizit gemacht wird. Data Management Kongress 2008 22
Slide 23: Grundidee Semantische Metadaten Semantische Metadaten Semantische Metadaten typisierte Links Automatisierte • Suche Semantische Metadaten • Kombination Semantische • Integration Metadaten von Web-Ressourcen (Texte, Bilder, strukturierte Daten, Dienste) Data Management Kongress 2008 23
Slide 24: Technische Grundlagen RDF als Datenmodell • URIs zur global eindeutigen Identifikation von Ressourcen • Statements <Subjekt, Prädikat, Objekt> als Ausdrucksmittel • weniger repräsentationale Mehrdeutigkeiten Ontologien als formale Spezifikation eines gemeinsamen Verständnisses einer bestimmten Domäne • ermöglichen deskriptive und maschinenverarbeitbare Spezifikation von Hintergrundwissen • ermöglichen das Ergänzen von unvollständigen Informationen durch logische Schlussfolgerungen Data Management Kongress 2008 24
Slide 25: Semantic Web im Datenmanagement Interpretation strukturierter Daten explizit machen • Relationen und Attribute als Teil einer Ontologie betrachten • dadurch ergeben sich Querbezüge und automatisierbare Abbildungsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen Datenbeständen ohne Zwang zur Harmonisierung Erschließung unstrukturierter Daten • sprachliche Zusammenhänge durch Hintergrundwissen erkennbar machen • Synonyme, Ober-/Unterbegriffe etc. Verbesserung von Metadaten • mächtigere Ausdrucksmittel für Metadaten • ermöglichen mächtigere metadatenbasierte Anfragen Data Management Kongress 2008 25
Slide 26: Anwendungen: Datenaustausch automatisierter Vorgang manueller Vorgang Ontologie Bezug Bezug XML-Struktur Ontologie XML-Struktur Ontologie XSL-T Export-Werkzeuge Import-Werkzeuge des RDBMS des RDBMS XML XML RDBMS 1 RDBMS 2 XSL-T Werkzeug Data Management Kongress 2008 26
Slide 27: Semantic Web und Web 2.0 FZI Research Center for Information Technologies Karlsruhe, Germany | Information Process Engineering | www.fzi.de/ipe 27
Slide 28: Semantic Web und Web 2.0 Semantic Web wird in der allgemeinen Wahrnehmung eher als „schwergewichtiger“ Ansatz gesehen • Grund hierfür ist sicherlich die starke logische Fundierung Web 2.0 dagegen gilt als leichtgewichtig • sehr wenig formale Ansätze („tagging“) Konstruktion eines Gegensatzes zwischen beiden geht am Problem vorbei • Web 2.0 erreicht nur wenig Maschinenverarbeitbarkeit • Semantic Web hat bislang die Nutzer vernachlässigt • wichtige Impulse und Gegengewicht zur Formalisierungs- Tendenz in der Semantic-Web-Forschung Data Management Kongress 2008 28
Slide 29: Kombination von Web 2.0 und Semantic Web Es gibt Beispiele für eine erfolgreiche Kombination von Semantic Web und Web 2.0 Semantic MediaWiki • Anreicherung von Wiki-Technologien mit semantischen Relationen • Anfragbarkeit von Wiki-Inhalten SOBOLEO – Social Semantic Bookmarking • Annotation von Web-Ressourcen mit Ontologiebegriffen • Möglichkeit zur Weiterentwicklung der Ontologie nach dem Taggingprinzip und anschließender Konsolidierung Data Management Kongress 2008 29
Slide 30: Ontologiereifung missing synonyms concepts mismatch of Missing multilingualism guidance (mis-)spelling abstraction level homonyms Data Management Kongress 2008 30
Slide 31: Semantic Social Bookmarking Data Management Kongress 2008 31
Slide 32: SOBOLEO: Kollaborativer Ontologieeditor Data Management Kongress 2008 32
Slide 33: Fazit Web 2.0 als Erfolgsmodell bietet viele Potentiale für das Unternehmen und sein Datenmanagement • auf Kollaboration und Partizipation setzen • „Gardening“ statt Kontrolle • Nutzung von Bottom-Up-Engagement Semantic Web ermöglicht • höheren Automatisierungsgrad bei Integrationsaufgaben • Ontologien als Instrument zur Kodierung von Hintergrundwissen Web 2.0 und Semantic Web lassen sich sinnvoll kombinieren Data Management Kongress 2008 33
Slide 34: Kontakt Andreas Schmidt Ableitungsleiter im Forschungsbereich Information Process Engineering FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe andreas.schmidt@fzi.de http://www.fzi.de/ipe - http://andreas.schmidt.name http://mature-ip.eu Data Management Kongress 2008 34






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