Data Management im Zeitalter von Web 2.0 und Semantic Web

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    Data Management im Zeitalter von Web 2.0 und Semantic Web - Presentation Transcript

    1. Data Management im Zeitalter von Web 2.0 und Semantic Web Abteilungsleiter im Forschungsbereich Information Process Engineering FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe [email_address] http://www.fzi.de/ipe Andreas Schmidt
    2. Überblick
      • Web 2.0 und das Unternehmen
        • Partizipation
        • Nützlichkeit
        • Flexibilität und Offenheit für Veränderungen
      • Semantic Web im Unternehmen
      • Web 2.0 und Semantic Web
    3. Web 2.0 ...
    4. Web 2.0
      • Web 2.0
        • Ist nicht primär ein technologisches Phänomen
        • sondern eine neue Wahrnehmung des Webs
      • einfach
        • einfach , komfortabel, „joy of use“
      • nützlich
        • Nutzer und die von ihnen generierten Inhalte stehen im Vordergrund
      • kollaborativ
        • Betonung der sozialen Interaktion
        • Nutzung von Netzwerkeffekten
      • integrierbar
        • leichtgewichtige Integration : Verwendung der Dienste und/oder Inhalte in anderen Kontexten möglich
    5. Web 2.0 im Unternehmen
      • Web 2.0 – das WWW im Umbruch ...
      • Aber: Was heißt das für das Unternehmen?
        • Wie lassen sich Web 2.0-Prinzipien übertragen?
        • Welche Auswirkungen hat das auf den Umgang mit Daten?
        • Was verändert eine Übertragung der Web 2.0-Philosophie das Unternehmen?
      • ... Enterprise 2.0 ...
    6. Web 2.0 => Enterprise 2.0
      • 1. Partizipation
      • 2. Nützlichkeit
      • 3. Flexibilität und Offenheit für Veränderungen
    7. Partizipation
    8. Partizipation (1)
      • Web 2.0 löst die Asymmetrie in der Informationsbereitstellung ab
      Nutzer fügen Metadaten hinzu Autoren geben Metadaten an Nutzergetriebene Strukturen durch Tagging-Prinzipien Vordefinierte Taxonomien, Ordnerstrukturen oder Schemata Bottom-Up-Prozesse: Nutzer stellen ein, was sie möchten, allenfalls Motivation Top-Down-Erstellung: Inhalte werden „in Auftrag gegeben“ Bewertungen durch Nutzer „Gardening“ Redaktionsprozesse als qualitäts-sichernde Freigabeprozesse Viele Autoren, viele Leser Wenige Autoren, viele Leser Web 2.0 Web 1.0
    9. Partizipation (2)
      • Zwei-Wege-Informationsfluss
        • den Nutzer ernst nehmen und ihm vertrauen
        • Feedback einsammeln
        • Peer-to-peer Zusammenarbeit fördern
      • Gardening-Prinzip der Qualitätssicherung
        • Seeding und Reseeding als Steuerungsinstrumente
      • Herausforderungen:
        • Legitimation, Verbindlichkeit, ...
        • Sicherheit, Vertraulichkeit, ...
      • Herausforderung für die Organisationskultur!
    10. Partizipation am Beispiel: UIS UDDI
      • Partizipative semantische Dienstbeschreibungen
      • UDDI-Dienstverzeichnisse
        • für Fachexperten nur schwer zu benutzen, da Metadaten kaum brauchbar
        • Annotation um Fachsemantik kann sinnvoll nur durch die Fachexperten selbst erfolgen
      • Lösung
        • Kopplung eines UDDI-Verzeichnisses an ein SemanticWiki-System
        • Nutzer können Dienste selbst beschreiben
      • Projekt im Auftrag der LUBW – Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
    11. UIS UDDI
    12. Nützlichkeit
    13. Web 2.0 und Nützlichkeit
      • Web 2.0-Anwendungen bestechen durch
        • fokussierte Lösungen
        • Einfachheit in Bedienung
        • „ rich user experience“ – „webtop“
        • nützlicher Mehrwert
      • Mehrwert wird i.d.R. generiert durch
        • einfache Kollaboration (Google Docs, Wikis, ...)
        • flexible Strukturierung (del.icio.us, RememberTheMilk)
        • Kombinierbarkeit (RSS, iCal, ...)
      • Adressieren Alltagsprobleme!
    14. McAfee‘s SLATES-Komponenten
      • Search
        • Intranet-Suche muss so effizient wie Internet-Suche werden
      • Links
        • Benutzer müssen Verknüpfungen anlegen können
      • Authoring
        • einfache und angemessene Authoring-Lösungen
      • Tags
        • als flexiblere Organisationsform
      • Extensions
        • nützliche Erweiterungen (z.B. Empfehlungen)
      • Signals
        • Schaffung von Awareness für neue Entwicklungen
    15. Flexibilität und Offenheit für Veränderung
      • Web 2.0 meint Offenheit für Veränderungen
        • Anwendung an sich ist „perpetual beta“
        • APIs eröffnen Nutzern die Möglichkeit zu eigenen Lösungen
        • breite Partizipation erzeugt Dynamik
      • Web 2.0 stimuliert Bottom-Up-Prozesse
        • motivieren die Nutzer, weil sie wichtig geworden sind
        • ergänzt organisationale Top-Down-Ansätze
      • Einbettung in eine Philosophie der Lernenden Organisation
    16. Wissensreifung http://mature-ip.eu
    17. Wissensreifung (2) content maturing ontology maturing (incl. competencies) process maturing http://mature-ip.eu
    18. Werkzeuge
      • Um das zu fördern, braucht man Werkzeuge zur
        • Erzeugung von Awareness über Entwicklungen
        • Zusammenbringen von Ähnlichem
        • Konsolidierung und Anreicherung
      • Technische Werkzeuge fördern dabei die Nachhaltigkeit, weil sie die Prozesse in Gang halten
      • Aber: Voraussetzung ist eine entsprechende Unternehmenskultur
    19. Das Semantic Web im Unternehmen
    20. Semantische Technologien...
      • ... sind ein Sammelbegriff für aktuelle technische Ansätze, um mehr Automatisierung im Umgang mit Daten, Informationen und Diensten durch Explizierung von semantischen Zusammenhängen zu realisieren.
      • Überwiegend bedienen sie sich Ontologien als Instrument zur expliziten und maschinenverarbeitbaren Repräsentation von Semantik.
      • Prominenteste Vision dieser Technologieansätze ist das Semantic Web.
    21. Semantic Web: Die Vision
      • Semantic Web ersetzt nicht, sondern ergänzt das Web,
      • um Inhalte auf dem Web maschinenverarbeitbar zu machen,
      • indem die Semantik der Ressourcen und ihrer Beziehungen auf dem Web explizit gemacht wird.
    22. Grundidee Semantische Metadaten Semantische Metadaten Semantische Metadaten Semantische Metadaten Semantische Metadaten
      • Automatisierte
      • Suche
      • Kombination
      • Integration
      • von Web-Ressourcen (Texte, Bilder, strukturierte Daten, Dienste)
      typisierte Links
    23. Technische Grundlagen
      • RDF als Datenmodell
        • URIs zur global eindeutigen Identifikation von Ressourcen
        • Statements <Subjekt, Prädikat, Objekt> als Ausdrucksmittel
        • weniger repräsentationale Mehrdeutigkeiten
      • Ontologien als formale Spezifikation eines gemeinsamen Verständnisses einer bestimmten Domäne
        • ermöglichen deskriptive und maschinenverarbeitbare Spezifikation von Hintergrundwissen
        • ermöglichen das Ergänzen von unvollständigen Informationen durch logische Schlussfolgerungen
    24. Semantic Web im Datenmanagement
      • Interpretation strukturierter Daten explizit machen
        • Relationen und Attribute als Teil einer Ontologie betrachten
        • dadurch ergeben sich Querbezüge und automatisierbare Abbildungsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen Datenbeständen ohne Zwang zur Harmonisierung
      • Erschließung unstrukturierter Daten
        • sprachliche Zusammenhänge durch Hintergrundwissen erkennbar machen
        • Synonyme, Ober-/Unterbegriffe etc.
      • Verbesserung von Metadaten
        • mächtigere Ausdrucksmittel für Metadaten
        • ermöglichen mächtigere metadatenbasierte Anfragen
    25. Anwendungen: Datenaustausch RDBMS 1 RDBMS 2 XML XML Ontologie XSL-T Export-Werkzeuge des RDBMS Import-Werkzeuge des RDBMS Bezug XML-Struktur ï‚« Ontologie Bezug XML-Struktur ï‚« Ontologie XSL-T Werkzeug automatisierter Vorgang manueller Vorgang
    26. Semantic Web und Web 2.0
    27. Semantic Web und Web 2.0
      • Semantic Web wird in der allgemeinen Wahrnehmung eher als „schwergewichtiger“ Ansatz gesehen
        • Grund hierfür ist sicherlich die starke logische Fundierung
      • Web 2.0 dagegen gilt als leichtgewichtig
        • sehr wenig formale Ansätze („tagging“)
      • Konstruktion eines Gegensatzes zwischen beiden geht am Problem vorbei
        • Web 2.0 erreicht nur wenig Maschinenverarbeitbarkeit
        • Semantic Web hat bislang die Nutzer vernachlässigt
        • wichtige Impulse und Gegengewicht zur Formalisierungs-Tendenz in der Semantic-Web-Forschung
    28. Kombination von Web 2.0 und Semantic Web
      • Es gibt Beispiele für eine erfolgreiche Kombination von Semantic Web und Web 2.0
      • Semantic MediaWiki
        • Anreicherung von Wiki-Technologien mit semantischen Relationen
        • Anfragbarkeit von Wiki-Inhalten
      • SOBOLEO – Social Semantic Bookmarking
        • Annotation von Web-Ressourcen mit Ontologiebegriffen
        • Möglichkeit zur Weiterentwicklung der Ontologie nach dem Taggingprinzip und anschließender Konsolidierung
    29. Ontologiereifung missing concepts (mis-)spelling synonyms multilingualism homonyms mismatch of abstraction level Missing guidance
    30. Semantic Social Bookmarking
    31. SOBOLEO: Kollaborativer Ontologieeditor
    32. Fazit
      • Web 2.0 als Erfolgsmodell bietet viele Potentiale für das Unternehmen und sein Datenmanagement
        • auf Kollaboration und Partizipation setzen
        • „ Gardening“ statt Kontrolle
        • Nutzung von Bottom-Up-Engagement
      • Semantic Web ermöglicht
        • höheren Automatisierungsgrad bei Integrationsaufgaben
        • Ontologien als Instrument zur Kodierung von Hintergrundwissen
      • Web 2.0 und Semantic Web lassen sich sinnvoll kombinieren
    33. Kontakt Andreas Schmidt Ableitungsleiter im Forschungsbereich Information Process Engineering FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe [email_address] http://www.fzi.de/ipe - http://andreas.schmidt.name http://mature-ip.eu

    + Andreas SchmidtAndreas Schmidt, 2 years ago

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