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Wir-Erfolg
Schwäbisch Gmünd war jahrzehntelang die Stadt der Visionen, Planungen und der
Baustellen. D...
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Wie heißt es doch so schön: Was lange währt, wird endlich gut.
Lange Zeit mussten die Gmünderinnen ...
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GRUSSWORTE
Liebe Leserinnen, liebe Leser der Rems-Zeitung,
Ihre Heimatzeitung hat in den vergangenen Monaten und Jahren ...
Ab sofort haben wir auch unseren gemütlichen Biergarten für Sie geöffnet.
Das Sanitätshaus OrthoTecLeicht wünscht den Schw...
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STADTPORTRÄT
Grüß Gott! Ich bin die
Landesgartenschau-Stadt
Schwäbisch Gmünd
Von Natur, Kultur und Geschichte umarmt, fr...
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STADTPORTRÄT
Geschichte, Fleiß
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Erdenreich und Himmelsgarten sind auch Schaubild
von Vielfalt und Eigenarte...
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ÜBERBLICK DER LANDESGARTENSCHAU
Die Landesgartenschau
im Überblick
Besuch aller Schauplätze und Attraktionen
an einem Ta...
...MIT
PASSION UND
ALTEN STEINEN
NEUE IDENTITÄT
SCHAFFEN.
Sipple GmbH & Co. KG
Frickenhofen · Schmiedstraße 27
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Die wichtigsten
Schauplätze
Diese Landesgartenschau spricht alle Sinne an und
ist reich an Pfaden und Plätzen für Körper, ...
Severin Abt GmbH & Co. KG
TicketCorner . Ledergasse 19 . 73525 Schwäb. Gmünd . 07171-1049970
Betriebssitz . Lorcher Str. 6...
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DIE CHRONIK
Zwölf Jahre von
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Chronik und die wichtigsten Stationen auf dem
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DER STADTUMBAU
Der große
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Landesgartenschau und Gamundia-Projekt
miteinander verzahnt
nein ist festzustellen,...
MALERFACHBETRIEB
SACHSENMAIER
GmbH
BLUMEN
aktuell
zeitgemäß – leistungsstark – kompetent
Inh. Angelika Skiba
Kronenstraße ...
Vom grauen
Bahnhofsviertel
zum Glanzstück
Umfang des grünen Stadtumbau und Strukturwandel
einzigartig für eine Landesgarte...
Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart
Partner vor Ort: Mercedes-Benz Niederlassungsverbund Ulm/Schwäbi...
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DAS ERDENREICH
falt“ oder etwa ein begehbares
Zentralmodul laden zum Mitma-
chen ein. Ebenfalls im ersten,
zweiten und ...
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DER HIMMELSGARTEN
rund um das Thema Imkerei. Le-
bende Bienenvölker können beob-
achtet und Bienenwerke wie Ho-
nig, Wa...
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HIMMELSLEITER
Die Himmelsleiter
Das Bindeglied zwischen Himmel und Erde
Bibel, Theologie und der Welt der
Literatur. Ko...
Der neue GLA.1)
Freiheit ist ansteckend.
Die neue C-Klasse. 2)
Das Beste kennt keine Alternative.
Die Verbrauchswerte bezi...
Experimentieren,
untersuchen,
lernen, erforschen
Die Wissenswerkstatt „Eule“ ist von interkommunaler
Bedeutung und soll au...
Jugendmeile: Sport,
Spiel und Spaß
Künftig herrscht im ehemaligen Güterbahnhof Leben
trägt und die Kletterfläche 1200
Quad...
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DER JOSEFSBACH
Josefsbach als
“Schaufenster“
für heimische
Gewässer
In Kooperation mit den Vereinen aus dem
Gmünder Rau...
WÄSCHEMODEN
Schwäbisch Gmünd
Marktplatz 4, am Rathaus
Tel. 0 71 71/6 48 06
Die richtige Adresse
für alle, die das
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Natur- und
umweltbewusst
Bezirksverband der Gartenfreunde
präsentieren sich in Wetzgau
die Zukunft, insbesondere die Zu-
k...
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Pflanzenwelt und lassen Sie sich von der exotischen
Atmosphäre i...
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LANDFRAUEN
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WasLandfrauensoalles
können und machen
Motto: „Irdische Vielfalt und himmlisches Vergnügen“
verei...
Deutsche Bank
„Mein Vermögensaufbau
muss nicht schnell sein.
Aber von Dauer.“
Sprechen Sie jetzt mit uns
über Ihren Vermög...
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SPANNENDE PROJEKTE
projekte
Manchmal blieb’s
beim Traum
Spannende Projekte für die Landesgartenschau,
die zum Scheitern...
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landwirtschaft
Landwirtschaft
einst und heute
Im Himmelsgarten rücken das Mittelalter und
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DIE BLÜHENDEN GÄRTEN
Eine Schau der Blumen
Was es in der Halle gibt
Blumenschauen im Stadtgarten.
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Das Magazin der Rems-Zeitung zur Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014

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schau.gmuend

  1. 1. 2 EDITORIAL, INHALT Wir-Erfolg Schwäbisch Gmünd war jahrzehntelang die Stadt der Visionen, Planungen und der Baustellen. Der weitgehend abgeschlossene Stadtumbau und die Landesgartenschau sind die Krönung eines Entwicklungsschubs, wie sie die älteste Stauferstadt in ihrer rund 850-jährigen Geschichte noch nie erlebt hat. Dies spiegelt sich nicht nur in Bauwerken und neuen Platzgefügen wider, sondern auch im Geist und in den Herzen der Bürger. Schon im Rahmen des Stadtjubiläums mit Aufführung der Staufersaga vor zwei Jahren zeigte sich die Entwicklung hin zu einer äußeren wie auch inneren Blütezeit. Nicht immer hat die Stadt in ihrer Geschichte Epochen des Friedens und des Wohlstands erlebt, die Raum und Zeit gaben, sich so intensiv um Gestaltung eines schönen Stadt- bildes zu kümmern. Es gab auch Zeitspannen der Not, Krisen und der latenten Kriegs- angst. Da ging es gerade bei der Gestaltung eines wehrhaften Stadtbaus und von fruchtbaren Gartenflächen nur ums blanke Überleben. In den letzten Jahrzehnten kam eine moderne Sorge hinzu: Schwäbisch Gmünd geriet nach der großen Verwaltungsre- form der 70er-Jahre in den Schatten von scheinbar übermächtigen Nachbarn und wach- sender Verkehrsprobleme. Beklagt wurden Abwanderungen und Zentralitätsverlust. Einer der berühmtesten Sätze jener Jahre: „In Aalen läuft alles besser!“ Seit nun Schwäbisch Gmünd in die Stadtumbau- und Landesgartenschau-Ära gestartet ist, sind solche Klagelieder verstummt. Die werden nun umgekehrt eher in Nachbarstädten über die Gold- und Silberstadt angestimmt. Etwas leiser und bedächtiger freilich, denn wir werden auch als Wachstums- und Imagemotor des überregionalen, grenzenlosen Wirt- schafts- und Touristikraums Ostwürttemberg, Remstal, Stauferland und Welzheimer/ Schwäbischer Wald wahrgenommen. Stadtumbau und Landesgartenschau sind weniger der Erfolg staatlicher und städtischer Entscheidungen, sondern vielmehr einer großartigen, bürgerschaftlichen Gemeinschaftsleistung. Letztendlich auch von der Bevölkerung über Steuergelder, Gebühren, Eintrittskarten und Spenden finanziert. Eher beiläufig an dieser Stelle auch die Erinnerung an die stauträchtigen, staubigen und lauten Baustellenjahre. Mit diesem Wir-Gefühl gab es auch den wunderbaren Effekt, dass sich die Bürger mit Verantwortung und Feinsinn mehr denn je mit deren Stadt und ihrer Gestaltung ver- bunden fühlen. Beispiele sind die Bürgerinitiativen für Erhalt und Pflege des St. Salvator, gegen den Abriss der ehemaligen Königlichen Hauptpost, für Entwicklung des „Stauferquartiers“, für Bau des Aussichtsturms Himmelsstürmer und neuerdings für Bewahrung des historisch-wertvollen Gmünds insgesamt (Lex Gamundia). Mit Stadtumbau und Landesgartenschau hat Schwäbisch Gmünd aber auch bewiesen, weltoffen, gastfreundlich und Neuem aufgeschlossen zu sein. Die Gartenschau gleicht auch einer Ländle-Expo mit einer Vielzahl innovativer Bauwerke und Technik- präsentationen. Wir alle von der Rems-Zeitung sind stolz darauf, dass wir von Anfang an und kontinuierlich an diesem Entwicklungsschub mitarbeiteten, immer offene Ohren und Türen für Fragen, Kritik und Initiativen der Bürgerschaft hatten, mithin Teil dieses starken Wir-Gefühls waren, sind und weiterhin auch gerne bleiben werden. Viel Freude und auch Gmünder sowie regionaler Stolz bei der Lektüre dieser Sonder- beilage, welche diese Entwicklung dokumentiert und Vorfreude auf 166 Landesgarten- schau-Tage und darüber hinaus auslösen soll. Meinrad Sigg Verleger Das Magazin „schau.gmünd“ zur Landesgartenschau wird herausgegeben von der Rems-Zeitung im Verlag der Remsdruckerei Sigg, Härtel u. Co. KG Paradiesstraße 12, 73525 Schwäbisch Gmünd Anzeigen: (verantwortlich) Andreas Lonardoni, Dietmar Schmid Telefon (0 71 71) 60 06-70 anzeigen@rems-zeitung.de Redaktion: Heino Schütte Telefon (0 71 71) 60 06-40 redaktion@rems-zeitung.de Gestaltung: Diana Wellner Impressum editorial Meinrad Sigg, Verleger Heino Schütte, Redakteur Inhaltsverzeichnis Besuchen Sie „schau.gmünd“ schau-gmuend.de remszeitung.de facebook.com/remszeitung im Internet: Heino Schütte Redakteur 3/4 6/7 8 bis 12 14 bis 16 18 bis 28 30 Grußworte Grüß Gott in der Landesgartenschaustadt Schwäbisch Gmünd Überblick und Chronik der Landesgartenschau Der Stadtumbau Zwischen Himmel und Erde, die einzelnen Bereiche der Landesgartenschau Unerfüllte Gartenschauträume 31 bis 40 42 43 44 46 bis 52 Die Landesgartenschau für Körper, Sinne, Geist und Seele Sakrales Juwel und bürgerschaftliches Schmuckstück St. Salvator Das Thema Forst auf der Landesgartenschau Wahrzeichen Himmelsstürmer Die Einkaufs- und Erlebnisstadt während der Landesgartenschau 54 bis 60 62 64 66/67 68 70 71 Veranstaltungsübersicht Die Macher der Landesgartenschau Ein Fest auch fürs Handwerk Ausstrahlung aufs blühende Umland Kunst und Feinsinn Auch ein sportliches Ereignis Schöne Aussichten auch danach
  2. 2. 3 GRUSSWORTE grußworte Wie heißt es doch so schön: Was lange währt, wird endlich gut. Lange Zeit mussten die Gmünderinnen und Gmünder Beschwer- nisse in Kauf nehmen. Baustelle reihte sich an Baustelle. Dann geht es Schlag auf Schlag: nach der Eröffnung des Einhorn- Tunnels im November 2013 nun die Landesgartenschau 2014. Und Schwäbisch Gmünd erstrahlt in neuem Glanz! So ist die 25. Landesgartenschau in Baden-Württemberg zugleich eine Gartenschau der Superlative: ein großes Areal, sich erstre- ckend auf verschiedene Höhenstufen vom „Erdenreich“ über die „Himmelsleiter“ bis hinauf zum „Himmelsgarten“. Rekordverdächtig ist der Vorverkauf an Dauerkarten, einzigartig das bürgerschaftliche Engagement. Sage und schreibe über 1.000 Gmünderinnen und Gmünder werden ehrenamtlich zum Gelingen beitragen und ihre Stadt den Gästen von nah und fern präsentie- ren. Damit wird die Jubiläumsgartenschau zu einer „Bürgerschau“ im wahrsten Sinne des Wortes. Und zu zeigen gibt es wahrlich viel! Selten zuvor sind im Zuge einer Gartenschau so viele öffentliche und private Investitionen mobili- siert worden. Selten zuvor hat sich das Stadtbild so gravierend verändert. Die älteste Stauferstadt hat vom Westen her ein neues Gesicht bekommen, ein Gesicht, das einlädt, das für Aufbruch steht, aber auch neue Blicke auf traditionsreiche Orte wie den St. Salvator eröffnet. So besticht die 25. Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd nicht nur durch das übliche Grün mit Blumen, Gärten, Wald und Forst. Sie ist darüber hinaus experimentell mit einer Reihe fantasie- reicher, technisch anspruchsvoller Bauten. Sie ist jugendlich in Gestaltung und Programm, aber auch traditionsbewusst, was die Einbeziehung historischer Bezüge der ehemaligen Reichsstadt anbelangt. Mit anderen Worten: eine ausgesprochen gelungene Mischung! Damit steht einer erfolgreichen Jubiläumsgartenschau im Jahr 2014 nichts mehr im Wege. Ich freue mich für die Gmünderinnen und Gmünder, dass sie pünktlich fertig wurden und alles so gut hinbekommen haben. Mein herzlicher Glückwunsch gilt der Stadt, ihrem Oberbürger- meister Richard Arnold und allen Bürgerinnen und Bürgern. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich schöne Stunden und erlebnisreiche Tage in einer aufblühenden Stadt an den Ufern der Rems. Winfried Kretschmann Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Zwei Jahre nach dem 850-jährigen Jubiläum Schwäbisch Gmünds steht mit der Landesgartenschau 2014 ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Stauferstadt an. Nach Jahren der intensiven Planung und Vorbereitung zeigt sich Schwäbisch Gmünd heute in einem völlig neuen Erscheinungsbild. Mit dem Instrument Landes- gartenschau wurden hier Grün- und Freizeitanlagen geschaffen bzw. aufgewertet, die nachhaltig die Lebensqualität und den Erholungs- und Freizeitwert der Bürgerinnen und Bürger steigern werden. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass urbanes Grün deutlich zur Zufriedenheit und zum Wohlbefinden der Bevölkerung beiträgt. Dazu kommt: Grünflächen sind die Visitenkarte einer Stadt und verbessern das Stadtklima. Freilich wurden in der Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd nicht nur neue Grünanlagen angelegt – das Großprojekt Landes- gartenschau war hier in besonderem Maße Auslöser für zahlreiche Veränderungen im Stadtbild. An dieser Stelle seien die vielen Stra- ßen- und Brückenbaumaßnahmen oder die Neuordnung des Gamundia-Areals genannt. Beispielgebend und einzigartig in der Geschichte der Landesgartenschauen ist die überaus hohe Anzahl an verkauften Dauerkarten sowie das überwältigende ehrenamt- liche und private Engagement, das eingeworben werden konnte. Dies macht deutlich, dass Landesgartenschauen auch immer An- stoß für das soziale Zusammenwachsen der Bevölkerung sind und als Chance begriffen werden, etwas zu bewegen. Es bleibt festzu- halten: Schwäbisch Gmünd ist für die Zukunft gut aufgestellt. Das Land Baden-Württemberg ist gerne Partner dieser 25. Landes- gartenschau – und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. In den nächsten 166 Tagen präsentieren sich die verschiedenen Ministe- rien und ihnen nachgeordneten Behörden am Treffpunkt Baden- Württemberg in 30 Ausstellungen. Ich lade Sie ganz herzlich dazu ein, während lhres Gartenschauaufenthalts auch diesem Schau- fenster der Landesregierung einen Besuch abzustatten. Der Stadt Schwäbisch Gmünd, den Bürgerinnen und Bürgern so- wie den Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau wünsche ich viele schöne, erlebnisreiche Stunden sowie ein erfolg- reiches Gartenfestival „zwischen Himmel und Erde“. Alexander Bonde Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Winfried Kretschmann Alexander Bonde
  3. 3. 4 GRUSSWORTE Liebe Leserinnen, liebe Leser der Rems-Zeitung, Ihre Heimatzeitung hat in den vergangenen Monaten und Jahren ausführlich über unseren großen Stadtumbau und über die Vorbereitungen für unser Jahrhundertprojekt Landesgartenschau berichtet. Es gab spannende Diskus- sionen, viel Spaß, manche Sorge und einen Haufen Arbeit. Aber nun ist es endlich soweit: Wir alle freuen uns auf die vielen hunderttau- send Gäste, die unsere Stadt und unsere einmalige Landschaft in der Zeit vom 30. April bis zum 12. Oktober kennenlernen werden. Die Gartenschau- Besucherinnen und -Besucher erwartet auf der 25. Jubiläumsschau in Baden- Württemberg nicht nur eine zauberhafte Blumenpräsentation und ein prall gefülltes Veranstaltungsprogramm, sondern sie werden auch eine Stadt und eine Region im Aufbruch erleben. Die Landesgartenschau, die vielen Aktivitäten und unser aller Engagement der vergangenen Jahre werden unsere Stadt und unsere Heimatregion direkt am Eingangstor zur Region Stuttgart noch stärker ins Bewusstsein der Men- schen im Südwesten rücken und damit auch langfristig und nachhaltig eine positive Wirkung zeigen. Da bin ich mir sicher. Auch wenn gerade im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd in den vergange- nen Monaten Erstaunliches geleistet und von vielen Beteiligten viel Herzblut und Geld in unsere Infrastruktur und unser Stadtbild investiert wurde, so versteht sich die Landesgartenschau 2014 nicht nur als Gmünder Top-Event, sondern als ein Schaufenster unserer ganzen Region: An Josefsbach und Rems, im Taubental und im Landschaftspark Wetzgau zeigen wir nicht nur den Charme und die Schönheit der ältesten Stauferstadt, sondern breiten die gesamte Vielfalt unseres Ostalbkreises und der Region zwischen Schwäbi- schem Wald, Dreikaiserbergen, Ries und Härtsfeld aus. Für diese wirklich ein- malige Leistung möchte an dieser Stelle dem Team der Landesgartenschau GmbH, den vielen Beteiligten und ehrenamtlichen Helfern, den Vereinen und Gruppen, den vielen Gemeinden und dem Landkreis aus ganzem Herzen danken. Unsere geliebte Heimat ist freilich noch immer ein bisschen ein „Geheimtipp“ für Ausflügler, für Naherholungssuchende und Touristen, aber auch für Men- schen, die einen passenden Platz für ihre neue Heimat oder den Standort für ein neues Unternehmen suchen. Dass dies nicht so bleibt, dafür sorgt auf jeden Fall unsere zauberhafte Schau „zwischen Himmel und Erde“. Und sicherlich auch diese Sonderveröffentlichung Ihrer Heimatzeitung. Kommen Sie zusammen mit Ihrer Familie und Ihren Freunden im kommenden halben Jahr mit auf unsere traumhafte Reise in die Welt der Blüten, Pflanzen und Wälder, entdecken Sie spannende Attraktionen und faszinierende Ange- bote für die ganze Familie, lassen Sie sich entführen von einer ganz neuen Choreographie von Städtebau, Architektur, Flussläufen und Natur, schlen- dern Sie an lauen Sommerabenden an unserem neuen Remsstrand entlang und tauchen Sie ein in ein buntes und aufregendes Meer von Veranstaltun- gen, Ausstellungen, Konzerten und Aufführungen. So viel pralles Leben gibt es ansonsten so kompakt selten zu genießen. Ich wünsche Ihnen viel, viel Spaß dabei. Richard Arnold Oberbürgermeister Richard Arnold Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste aus nah und fern, ich heiße Sie herzlich willkommen zur 25. Auflage der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd, die ab dem 30. April ihre Tore öffnet und bis Mitte Oktober Schauplatz von rund 2.000 Veranstaltungen und Aktionen sein wird. Dieser Event wird als erste Gartenschau im Ostalbkreis 166 Tage lang die neuesten Trends im Landschafts-, Garten- und Wasserbau präsentieren. Aber nicht nur die Berufsgruppen, welche sich der Gartengestaltung widmen, prägen das Bild in Schwäbisch Gmünd zwischen historischer Altstadt, dem Wald im Taubental und dem Landschaftspark in Wetzgau. Entstanden sind auf dem Gartenschaugelän- de, das erstmals überhaupt eine Waldfläche dieses Ausmaßes integriert, die „Stadt“ und „Land“ miteinander verbindet, wahrhafte architektonische Klein- ode: Das Forum Gold und Silber, das an zentralem Standort am Zusammenfluss von Josefsbach und Rems mit seiner spektakulären goldschimmernden Fassade alle Blicke auf sich zieht; der knapp 40 Meter hohe hölzerne Aussichtsturm „Him- melsstürmer“ im Landschaftspark Wetzgau, der durch seine Spiegelkacheln die Illusion vermittelt, er löse sich im Himmel auf, und gleichzeitig einen atemberau- benden Ausblick auf Schwäbisch Gmünd und die Dreikaiserberge bietet; oder der Forstpavillon, dessen bionischer Baukörper in futuristischer Holzkonstruktion dem Skelett eines Seeigels nachempfunden wurde. Innovative Architektur sowie moderne Werkstoffe und Holzbauweise geben Schwäbisch Gmünd ein neues Gesicht, das weit über das Ende der Landesgartenschau hinaus das Image der Stadt positiv prägen wird. Der Bau und die inzwischen erfolgte Öffnung des Ein- horn-Tunnels haben der Stauferstadt die einmalige Chance eröffnet, mit der Gar- tenschau den Charme ihrer historischen Altstadt mit dem Heute zu verknüpfen und in die Zukunft zu führen. Neue grüne Inseln sind entstanden, Bäche und Flüsse wurden für die Menschen erlebbar gemacht – die Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd erstrahlt in neuem Glanz. Dass diese Landesgartenschau ganz besonders von den Bürgerinnen und Bür- gern mitgetragen wird, zeigt deren riesiges Engagement, beteiligen sich doch weit über 1.000 Schwäbisch Gmünder als ehrenamtliche Scouts und Helfer. Nach der grandiosen 850-Jahr-Feier vor zwei Jahren ist dies ein weiterer Beweis der Verbundenheit der Bürgerschaft mit ihrer Heimatstadt. Immens ist das Interesse der künftigen Besucher an dieser außergewöhnlichen Gartenschau. Schon der Dauerkartenvorverkauf übertraf mit über 33.000 Stück alles zuvor dagewesene. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass sich der Ostalbkreis als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum in Schwäbisch Gmünd mit all seinen Facetten vor- stellen wird. An diesen Standorten werden wir während der gesamten Dauer der Landesgartenschau präsent sein: Gemeinsam mit namhaften Unternehmen und Künstlern aus dem Ostalbkreis im Forum Gold und Silber, mit zahlreichen Erleb- niselementen und Mitmachangeboten unter dem Motto „Mensch!Wald“ im Er- holungswald Taubental, mit einer Holzskulptureninstallation auf dem Platz der Freundschaft ebenfalls im Taubental, im Landschaftspark Wetzgau mit einer 21 Meter langen Ostalbtafel im Ostalbgarten und mit einem Demonstrationsfeld zum Vergleich landwirtschaftlicher Anbaumethoden heute und zur Stauferzeit. An all diesen Orten werden wir mit interessanten Angeboten und Veranstaltun- gen gerne dazu beitragen, dass diese im Ostalbkreis erste und gleichzeitig Jubi- läums-Gartenschau ein voller Erfolg wird! Lassen Sie sich einfangen von der Landesgartenschau „...zwischen Himmel und Erde“ und freuen Sie sich auf viele schöne Stunden in Schwäbisch Gmünd und im Ostalbkreis! Herzlichst Ihr Klaus Pavel Landrat Klaus Pavel
  4. 4. Ab sofort haben wir auch unseren gemütlichen Biergarten für Sie geöffnet. Das Sanitätshaus OrthoTecLeicht wünscht den Schwäbisch Gmündern und auch den Besuchern eine schöne Landesgartenschau 2014. Predigergässle 2, (gegenüber Hotel Pelikan) 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 07171 99869 - 0 Telefax 07171 99869 - 29 info@orthotecleicht.de www.orthotecleicht.de Ab dem 5. Mai eröffnen wir unser Kompetenzzentrum für Bewegung in Schwäbisch Gmünd, Freudental 20 Sanitätshaus Orthopädietechnik Rehatechnik
  5. 5. 6 STADTPORTRÄT Grüß Gott! Ich bin die Landesgartenschau-Stadt Schwäbisch Gmünd Von Natur, Kultur und Geschichte umarmt, freuen sich die blühende Stadt und die Bürger auf die Gastgeberrolle Limes entlang, um auf der ge- schützten Seite die erste doku- mentierte Verkehrs- und Handels- ader durchs Remstal zu errichten. Der Limes, seine Türme, Kastelle und Siedlungen gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und können in und um Schwäbisch Gmünd an vielen Orten besichtigt werden. Baudenkmäler und histo- rische Plätze aus fast zwei Jahrtau- senden an den Augen der Bürger und Besucher dieser Stadt vorbei ziehen: Wohntürme und Burgen aus der stolzen Stauferzeit, Reste der 2,6 Kilometer langen Stadt- mauer mit Turm- und Torbastionen aus dem Spätmittelalter, prächtige Handelshäuser aus der Barock- epoche, Silberwarenmanufaktu- ren aus dem Beginn des Industrie- zeitalters und sogar die Überbleib- sel aus der 40-jährigen amerikani- schen Garnisonszeit, als Schwä- bisch Gmünd und das benachbar- te Mutlangen als Hauptquartier und Basis von Pershing-Atomrake- teneinheiten zu weltbekannten Symbolorten der Weltpolitik und der Friedensbewegung wurden. Die Gmünder erlebten direkt vor ihrer Haustüre Jahre, die die Welt bewegten. Und ganz bestimmt nicht zuletzt: Schwäbisch Gmünd ist Kirchen- und Klosterstadt. Der Reichtum an Bauzeugnissen und anderen Dokumenten ausgepräg- ter Volksfrömmigkeit ist einzigar- tig. Schwäbisch Gmünd pflegte mit regen Handelsbeziehungen schon immer multikulturelle Welt- offenheit. Bis hin zum Bau der größten Moschee im Remstal im Rahmen eines bemerkenswerten Integrationsvertrages. hs größte Stadt im 80 Kilometer lan- gen Remstal auch als eine Art Patchwork-Familie verstehen und lieben lernen: Zehn bis dahin selbstständige Dörfer wurden ein- gemeindet. Gut die Hälfte der Bür- gerschaft ist in diesen Stadtteilen daheim, die allesamt mit einem markanten Vereinsleben ihre eige- nen Seelen bewahrt haben. Diese Vielfalt macht Schwäbisch Gmünd so sympathisch, dass auch immer mehr Menschen aus dem Bal- lungsraum Stuttgart gerne hier zwischen Stauferstadt im Remstal und Bergdorf an der Alb ihr „Häusle“ bauen wollen. Bauplatz- angebote sind auch reichlich und vor allem auch bezahlbar vorhan- den. Und die Verkehrsverbindun- gen über die „Remstalautobahn“ (B 29) und mit der Eisenbahn sind auch ideal: In einer halben Stunde bis zum Neckar oder auch (per IC- Anschluss) mitten in die Landes- hauptstadt hinein! Das schlägt auch gleich den Bogen zu einer historischen Betrachtung: Schnelle Verkehrsverbindungen wussten auch schon die Römer zu schätzen. Sie zogen bereits zwi- schen 150 und 260 n. Chr. auf dem Nord- hang bei Schwäbisch Gmünd ihre Grenze namens Eine schier unglaubliche Vielfalt und Schönheit an Kultur, Ge- schichte und Landschaft: Schwä- bisch Gmünd. Dazu das Glück ei- ner Stadt, niemals von kriegeri- schen Ereignissen oder Feuers- brünsten zerstört worden zu sein. Die Stadt und ihre Bürger freuen sich auf die Gastgeberrolle der 25. Landesgartenschau Baden-Würt- temberg. 166 Tage lang darf die älteste Stauferstadt und die mo- derne Einkaufs- und Erlebnisstadt Schaufenster von sich selbst und des pulsierenden Südwesten Deutschlands sein. Gestatten, ich bin Schwäbisch Gmünd: Seit 40 Jahren – seit der großen Verwaltungsreform – dür- fen die Bürger und Besu- cher die mit ak- tuell 60 000 Einwoh- nern << Der Marktplatz mit vielen Cafés und Wirt- schaften ist Herzstück der festfreudigen und gastfreundlichen Landes- gartenschaustadt Gmünd. Fotos: hs. grüß gott!
  6. 6. 7 STADTPORTRÄT Geschichte, Fleiß und Kunstsinn Erdenreich und Himmelsgarten sind auch Schaubild von Vielfalt und Eigenarten von Schwäbisch Gmünd (im Vergleich dazu Stuttgart: 3000 pro Quadratkilometer). Die land- schaftliche Vielfalt Gmünds be- schreibt zugleich auch die Eigenar- ten der zehn Stadtteile, die wie ein abwechslungsreicher Kranz die Stadt umgeben: Rechberg mit Burgruine und Wallfahrtskirche ist dem Himmel besonders nah (707m). Hussenhofen-Zimmern liegt vertraut und idyllisch ganz nah bei Gmünd im Remstal. Bettringen ist mit knapp 10 000 Einwohnern, mit dem Industriegebiet Gügling und der Hauptverwaltung der Bar- mer GEK der pulsierende Riese in der lebenslustigen Gmünder Patchwork-Familie. Wer die Nähe zu den Bergen der Schwäbischen Alb liebt, der ist in Degenfeld („goldene“ Skispringer-Hochburg), Weiler und Bargau bestens aufge- hoben. Stadtnah und dennoch auf schönen Hochebenen gelegen sind Straßdorf und Großdeinbach mit Wustenriet. Am Tor zum Na- turpark Schwäbisch-Fränkischer Wald mit seinen vielen erholsamen Seen und Tälern liegen Lindach und Herlikofen. Gewiss nicht nur jetzt im Landesgartenschaujahr ist Wetzgau-Rehnenhof der Hit: Dort liegt der nachhaltig als Land- schaftspark gestaltete Gartensch- ausektor „Himmelsgarten“. Eine große Anzahl von weiteren namhaften Einrichtungen sind in und bei dieser „Gmünder Nord- stadt“ angesiedelt, so das große christliche Ferien- und Kongress- zentrum Schönblick sowie das Kli- nikum Schwäbisch Gmünd in Mut- langen. Nicht zuletzt die Gestaltung und Aufteilung des Landegartenschau- geländes in „Erdenreich“ und „Himmelsgarten“ mit dem Tau- bentalwald („Himmelsleiter“) als Bindeglied ist Schaubild für Reich- tum der Landesgartenschaustadt 2014: Umarmt von Natur und Kul- tur. hs weils von Mitte Juni bis Mitte Juli zelebrierten Altersgenossenfeste mit Umzügen und rauschenden Ballnächten. Erholsam für alle Sinne auch: Die kontrastreiche Landschaft von Gmünd und Umgebung, die prak- tisch von den milden Weinbergen des Remstals bis hinauf zur rauen Schwäbischen Alb mit ihren aus- gedehnten Wander- und Winter- sportgebieten reicht. Die geogra- phischen Daten von Schwäbisch Gmünd sprechen für sich: Der Marktplatz liegt 321 Meter überm Meeresspiegel. Die höchste Erhe- bung ist das Kalte Feld (781 m). Unten im Remstal passiert’s oft, dass im Frühjahr schon die Obst- bäume blühen und man aber oben auf dem Kalten Feld und an der herrlichen Wacholderheide am gastlichen Franz-Keller-Haus noch Schlitten oder Langlaufski fahren kann. 11378 Hektar umfasst die Gmünder Markungsfläche, wovon ein gutes Drittel bewaldet ist. Eine andere Zahl dazu: Lockere 540 Einwohner pro Quadratkilometer beträgt die Bevölkerungsdichte niglich Württembergischen Rems- taleisenbahn Mitte des 19.Jahr- hunderts. Einher ging diese Epo- che mit einer Blütezeit der Bil- dungslandschaft, die sich bis heu- te mit der Pädagogischen Hoch- schule und der Hochschule für Ge- staltung sowie mit vielen weiteren namhaften Schul- und beruflichen Bildungseinrichtungen fortsetzt. Das moderne Schwäbisch Gmünd ist auch die Remstal-Metropole des Handels und der Industrie. Vor allem namhafte Autozulieferer prägen mit ihren Entwicklungs- und Produktionsstätten das größte zusammenhängende Industrie- und Gebewerbegebiet Ostwürt- tembergs auf dem „Gügling“ bei Bettringen. Ausgleich zur ausge- prägten Gmünder Geschäftigkeit bieten eine riesige Zahl von Sport-, Musik- und anderen Vereinen. Die Besonderheit sind die Jahr- gangsvereine: Die Gmünder Al- tersgenossentradition ist einzigar- tig in Deutschland. Höhepunkte bilden zu den jeweils runden Ge- burtstagen ab dem Schwabenalter (40 Jahre) alle zehn Jahre die je- Vor allem das Ende der Reichs- stadtzeit durch die Besitznahme Gmünds durch die Württemberger brachte im Zuge der Säkularisie- rung ab 1802 einen gewaltigen Einschnitt mit Umwandlung der Klöster in weltliche Einrichtungen wie Kaserne, Gefängnis und Fi- nanzamt. Die christlich-traditionel- le Tradition dieser Stadt blieb aller- dings auf weite Sicht ungebro- chen, wie zuletzt zur Jahrtausend- wende auch die Neugründung des Klosters der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd sehr symbol- trächtig dokumentierte. Die große Tradition als Gold- und Silberstadt sowie neuerdings als Hochburg der Zukunfts- und Pro- duktgestalter (Designer) wurde nicht zuletzt durch den Erfolg der Kunsthandwerker des ausgehen- den Mittelalters begründet, da- runter Rosenkranzhersteller und Sensenschmiede. Die Industriali- sierung brachte mit vielen Silber- warenfabriken ein wahrhaft gol- denes Zeitalter. Vollends Schwung in den „Gmünder Welthandel“ kam durch die Einweihung der Kö- << Kirchenbauten, Türme und andere Bauwerke aus rund 800 Jahren prägen das Gesicht des historischen Stadtkerns. Foto: hs Neue Gmün- der Blütezeit: Innenstadt mit Investoren- und Garten- schauviertel.
  7. 7. 8 ÜBERBLICK DER LANDESGARTENSCHAU Die Landesgartenschau im Überblick Besuch aller Schauplätze und Attraktionen an einem Tag kaum zu schaffen man nur anfangen und liebsten gar nicht aufhören bei dieser Viel- fältig- und Weitläufigkeit einer Veranstaltung mit zahlreichen Al- leinstellungsmerkmalen. Damit’s vor allem für die ganze Familie Spaß macht und vor allem auch die eigen Kondition nicht überstra- paziert, unser Tipp nach einem ersten Test: Ideal ist der Besuch von oben nach unten, also vom Himmelsgarten über die Himmels- leiter zum Erdenreich. Und auch: Am besten gleich zum Auftakt des Besuchs zum „Himmelsstürmer“, um eine richtig guten Überblick zu bekommen. Dieser „Himmelsstürmer“ ist schon allein eine Geschichte für sich: 38,3 Meter misst dieser Aus- sichtsturm, der wie ein Leuchtturm weithin sichtbar den „Himmels- garten“ krönt. 209 Stufen geht’s himmelwärts. Der Blick schweift über das Landesgartenschauge- lände bis hinab in die Stadt (Erden- reich). Majestätisch wirkt dahinter die Kulisse der Schwäbischen Alb mit den Dreikaiserbergen. Ein schöner Auftakt also für die Erkun- dung der einzigartigen 25. Landes- gartenschau Baden-Württemberg in Schwäbisch Gmünd. hs zwischen den beiden Hauptschau- plätzen - plus 120 Höhenmeter nicht zu vergessen. Die Himmels- leiter ist ein naturgewachsener, geschichtsträchtiger und sagen- umwobener Stadtwald im wilden Taubental. Anlässlich der Landes- gartenschau sind Teile davon unter der vielsagenden Überschrift „Mensch Wald“ zur einer Präsen- tations- und Aktionsarena umge- wandelt. Die für Baden-Württem- berg ökologisch und ökonomisch bedeutsame Forstwirtschaft prä- sentiert sich mit all ihren Facetten, und zwar in einem Umfang, wie bei noch keiner Landesgarten- schau. Die Besonderheit auch: Di- rekt durch diesen Taubentalwald verläuft das Weltkulturerbe Limes. Das beschert ein Hochgefühl für jeden, der sich für die Frühge- schichte im Ländle interessiert: Wer vom „Erdenreich“ in den „Himmelsgarten“ spaziert, der überquert die antike „Teufelsmau- er“, wechselt damit gedanklich zwischen dem einstigen römi- schen Imperium im Süden hinüber ins Germanien in den wilden Nor- den. Wo, so wird nun jeder Landesgar- tenschau-Besucher fragen, soll Die 25. Landesgartenschau Baden- Württemberg öffnet am Mitt- woch, 30. April, für 166 Tage ihre Pforten zu einem blühenden Para- dies und zu einzigartigen Schau- plätzen einer beseelten Kultur- landschaft, die alle Sinne an- spricht. Eine große Sorge treibt die Macher dieser Jubiläumsgartenschau um: Der klassische Tagesgast wird die sprichwörtliche „liebe Qual der Wahl“ verspüren, wenn er nach Schwäbisch Gmünd kommt. Denn ein Tag allein wird kaum ausrei- chen, um alle Sehenswürdigkeiten dieser außergewöhnlich weit ver- zweigten und erlebnisreichen Lan- desgartenschau zu besuchen. Die Gmünder Landesgartenschau ist im Prinzip zweigeteilt. Die Ver- bindungen sind aber kurzweilig. Daher: Wer den Buspendelverkehr zwischen „Erdenreich“ in der quir- ligen Stadt unten im Remstal und dem „Himmelsgarten“ beim idylli- schen Dörflein Wetzgau oben auf einer wunderbar aussichtsreichen Hochfläche nutzt, der schont zwar Kondition und Zeitbudget. Doch er hat die zauberhafte „Himmelslei- ter“ versäumt. Denn so heißt das gut 1000 Meter lange Bindeglied << Das Landesgarten- schau-Wahrzeichen Himmelsstürmer wirkt als Wegweiser und gibt einen tollen Über- blick. Foto: hs << Wasser und Bewegung sind Sinnbilder des Lebens. Die Landesgartenschau ist voll davon. Fotos: hs überblick
  8. 8. ...MIT PASSION UND ALTEN STEINEN NEUE IDENTITÄT SCHAFFEN. Sipple GmbH & Co. KG Frickenhofen · Schmiedstraße 27 74417 Gschwend Telefon 07972/93660 www.sipple-steine.com Die Betonprofis. Kompetenz aus dem Fahrmischer www.tbg-kocher-rems.de TBG KOCHER-REMS Schwäb. Gmünd Spraitbach Gaildorf 0 71 71/ 92 77 70 0 71 76/ 5 65 0 79 71/ 2 37 80 Ihr Haus wird himmlisch schön ... durch bodenständiges Zimmererhandwerk von Sie finden uns im Erdenreich beim Landesgartenschaugelände in der Josefstraße 2 in Schwäbich Gmünd Telefon (0 71 71) 23 07 · E-Mail: holzbau.kessler@t-online.de Forststraße 29, 73529 GD-Straßdorf - Gewerbegebiet Süd Tel. 0 71 71-29 13, Fax 0 71 71-3 89 47 Seit 93 Jahren
  9. 9. Die wichtigsten Schauplätze Diese Landesgartenschau spricht alle Sinne an und ist reich an Pfaden und Plätzen für Körper, Geist und Seele Landesgartenschau von Baden- Württemberg eine der geschichts- trächtigsten Städte des Landes aus dem Dornröschenschlaf geholt hat. Der etwa 1000 Meter lange Kanaleinschnitt des Josefsbach war einst unüberwindbarer Teil der Befestigung der Freien Reichs- stadt. Für die Landesgartenschau wurde das Bachbett angehoben, mit dem „Grünen Band“ wurde eine Uferpromenade quer durch die Stadt geschaffen. Dornröschen lässt vollends grüßen am maleri- schen Fünfknopfturm-Ensemble: Der alte Wehr- und Feuerwacht- turm thront über der ältesten Brü- cke der Stadt. Dann: Hinein ins his- torisch-romantische Zentrum die- ser Stadt, die nun 166 Tage lang mit 2000 Ver- anstaltungen blühende und gastfreundliche Schwabenmetropole ist! hs fahrtsstätte an der weit und breit einzigartigen Felsenkirche St. Sal- vator zustreben. Wer auf den Aus- sichtsplateaus der Felsenkirche und der von einer Bürgerinitiative sanierten Salvatorklause steht, dem liegt nun die Stauferstadt mitsamt dem „Erdenreich“ zu Fü- ßen. Herzstück des „Erdenreich“ ist der Remspark. Alles überra- gend: Die mutige Architektur des Forums Gold und Silber. Der Clou: Dieser hochmoderne Stadtturm steht direkt auf den sichtbaren Resten der spätmit- telalterli- chen Stadtmau- er. In die- sem Altstadt- sektor wird beson- ders sichtbar, wie die Jubilä- ums- ristischen Forstpavillon aus noch am Waldrand entlang unbedingt einen Spaziergang hinüber zum christlichen Kongress- und Ferien- zentrum Schönblick unternehmen, gleichfalls ein natur- und kulturge- schichtlich gewachsener Teil des begnadeten Himmelsgarten. Überhaupt ist diese Landesgarten- schau reich gesegnet mit Pfaden und Schauplätzen, die dem Geist und der Spiritualität dienen. Nach so viel Himmelsgarten wird’s Zeit für den abenteuerlich bis be- schwingten Abstieg über die „Him- melsleiter“ hinab zum „Erden- reich“. Ein Waldentdeckersteg führt den Spaziergänger flotten Schrittes durchs wilde Taubental. Es rauscht der Tannen- und Laubwald, besonders aber der Bach in felsiger Schlucht. Wo das Taubental- bächlein den Wald verlässt, kreuzt der Limes die Spuren der Gartenschauwanderer oder auch der Pil- ger, die von hier der Wall- Der Blick vom Himmelsstürmer zeigt’s auch gleich: Einer der wich- tigsten Bausteine dieser Landesgar- tenschau war hier schon präsent, noch ehe die Förder-Millionen für den großen grünen Stadtumbau nach Schwäbisch Gmünd flossen. Die Rede ist von den Heilpflanzen- gärten des bekannten Naturheil- und Pflegemittelherstellers Wele- da. Auf der anderen Seite des Ge- ländes, dort wo der Kirchturm der gotischen Dorfkirche von Alt-Wetz- gau grüßt, herrscht im Himmels- garten anschauliche Bodenständig- keit: Landschaftsgärtner zeigen fantasievoll und künstlerisch ge- staltete Gartenbau-Beispiele. Es schließt sich ein in dieser Größe und Form einmaliges Erlebnis- und Lernzentrum an, wo Bienenzüch- ter, Kleingärtner und vor allem die Obst- und Gartenbauvereine aus der Region Einblicke geben in Re- geln, Dynamik, Nutzen und Befind- lichkeiten des Miteinanders zwi- schen Mensch und Natur. Genau diese Merkmale treffen auch beim Besuch des Forstpavillons zu. Bevor es nun reingeht ins Abenteuer soll- te der Gartenschau-Gast vom futu- << Das „Grüne Band“ (links) war einst Teil der Stadtbefestigung. Foto: hs überblick << Auf den Garten- schaubesucher wartet inSchwäbischGmünd eine extrem vielfältige Erlebnislandschaft. Landesgartenschau 2014 Die wichtigsten Zahlen und Fakten Die 25. Landesgartenschau Baden-Württem- berg öffnet am 30. April ihre Pforten und endet voraussichtlich am 12. Oktober. Das um- zäunte Gelände umfasst insgesamt 15 Hektar Fläche, davon ein Hektar Wasserfläche. Sowohl im Himmelsgarten als auch im Erden- reich stehen jeweils vier Kilometer lange Spazierwege zur Verfügung. Sieben Brücken wurden neu gebaut, zwei denkmalgerecht saniert. 1000 Bäume und 30 000 Stauden wur- den für die Gartenschau gepflanzt. 6000 Qua- dratmeter groß sind die Blumenbeete für die Wechselpflanzungen. 10 DIE SCHAUPLÄTZE
  10. 10. Severin Abt GmbH & Co. KG TicketCorner . Ledergasse 19 . 73525 Schwäb. Gmünd . 07171-1049970 Betriebssitz . Lorcher Str. 64 . 73525 Schwäb. Gmünd . 07171-925500 www.stadtbus-gmuend.de Wir sorgen für Bewegung Ein sehr gutes Fahrplanangebot bis in die Nachtstunden, und dies auch an den Wochenenden, bringt unsere Kunden günstig und sicher ans Ziel. Auf insgesamt elf Linien sorgen wir in und um Schwäbisch Gmünd für Mobilität. Ob Schule, Business oder Freizeitgestaltung – der Stadtbus ist immer eine sichere und günstige Alternative. Pensions- und Ausbildungsstall Dressur- und Springunterricht Beritt, Reithalle, Außenreitplatz, Longierzirkel, Pferdelaufband, Koppeln, gute Ausreitmöglichkeiten Telefon 01 75 /8 46 38 48 Schönhardter Pferdehof
  11. 11. 12 DIE CHRONIK Zwölf Jahre von der Bewerbung bis zur Eröffnung Chronik und die wichtigsten Stationen auf dem Weg zur Landesgartenschau gefeiert. Veröffentlichung des Slogans „Zwischen Himmel und Erde“. Erste öffentliche Baustel- lenführungen nach Fertigstellung des neuen Gamundia-Boulevard. Startschuss und Spatenstiche für viele Projekte wie Wissenswerk- statt EULE und Aussichtsturm Himmelsstürmer. Anlässlich des Countdowns „Noch 500 Tage“ treffen sich 1000 Kindergarten- und Schulkinder auf dem Markt- platz, um die Aktion „Gmünder Grüße“ mit Blumen- und Wolken- symbolen zu starten. . � 2013: Beginn der umfangreichen Sanierungs- und Modernisie- rungsarbeiten für den Garten- schau-Bahnhof Gmünd. Eröff- nung Einhorn-Tunnel, mithin die wichtigsten Voraussetzungen für Landesgartenschau und Stadtum- bau. Der Dauerkartenverkauf startet und verbucht innerhalb von wenigen Monaten ein Re- kordergebnis von rund 30 000 verkauften Dauertickets. � 2014: Am Mittwoch, 30. April, öffnet die 25. Landesgartenschau Baden-Württemberg ihre Pforten, wobei sich der Schwerpunkt der größten Präsentations- und Ver- anstaltungsflächen im Laufe der Zeit immer stärker auf den weitflächigen Himmelsgarten nach Wetzgau verlegt hatte. hs wurde das Projekt auf den Land- schaftspark bei Wetzgau ausge- weitet. � 2003: Die Landesregierung erteilt der Stadt den Zuschlag für diesen Wunschtermin. � 2006: Landschafts- und städte- baulicher Ideen- und Realisie- rungswettbewerb unter Teilnah- me von 46 Planungsbüros. � 2007: Aus dem Wettbewerb geht das Büro a24 Landschaft als Sie- ger hervor. � 2008: Der Gemeinderat stimmt dem Vorentwurf zu. � 2009: Oberbürgermeister Wolf- gang Leidig handelt mit seinem Kollegen aus Nagold ein Tausch- verfahren für die Termine aus. Vor allem wegen der zeitlichen Tun- nelbau- und Stadtumbauproble- matik übernimmt Gmünd den Gartenschautermin erst 2014. � 2010: Gründung der Landesgar- tenschau GmbH für Schwäbisch Gmünd und Festlegung für das Logo. � 2012: Fahnenübergabe in Nagold: Gmünd wird nun ganz offiziell als Gastgeber für die 25. Landesgar- tenschau Baden-Württemberg Überlegungen für die Durchführung einer Landesgartenschau in Schwä- bisch Gmünd tauchten in den letzten drei Jahrzehnten immer wieder auf. Bereits der frühere Gmünder und spätere Stuttgarter Oberbürger- meister Dr. Wolfgang Schuster skizzierte wäh- rend seiner hiesigen Amtszeit (1986-1993) die Idee für ein Landes- gartenschaugelände, das sich als grünes Band im Bereich der sonnigen und aussichtsreichen Berghänge unter Einbe- ziehung der Pädagogi- schen Hochschule und des Schulzentrums Strümpfelbach zwischen Bettringen bis zum Zei- selberg hingezogen hät- te. Forciert wurde das Gartenschau- Bestreben mit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Wolfgang Leidig im Jahre 2001. Dann ging es Schlag für Schlag. Hier die Chronik: � 2002: Unter dem Arbeitstitel „Das grüne Band“ reicht die Stadt Schwäbisch Gmünd die Bewer- bung für die 24. Landesgarten- schau Baden Württemberg für das Jahr 2012 ein. Zunächst umfasste die Planung nur den Innenstadtbereich. Erst viel später << Im Laufe des Som- mers 2010 nahmen Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Landesgartenschau GmbH ihre Arbeit auf. << Oberbürgermeister Richard Arnold lud die Bürgerschaft immer wieder zu Baustellen- besichtigungen und Gesprächen ein. Einige Projekte waren nicht unumstritten, so bei- spielsweise der Bau des Gamundia-Boulevards. chronik
  12. 12. Wir haben mit angepackt!
  13. 13. 14 DER STADTUMBAU Der große Stadtumbau Landesgartenschau und Gamundia-Projekt miteinander verzahnt nein ist festzustellen, dass diese Einmischung am Beginn einer star- ken Identifikation der Gmünder mit dem ökologischen und ökono- mischen Aufbruch stand. Dem neuen Oberbürgermeister Ri- chard Arnold, Gamundia-Mana- ger Bürgermeister Joachim Bläse und Baubürgermeister Julius Mihm gelang das Kunststück, kommunalpolitische Streithähne und kochende Bürgerseelen mit dem Mittelweg für Gestaltung ei- nes Gamundia-Boulevards mit Er- halt des Kopfbaus der historischen Post zu besänftigen. Und nach komplizierten Verhandlungen und der lästigen Geheimhaltungspha- se wurden 2010/2011 die Ent- wurfsverhandlungen für Gamundia geöffnet und der Investorenver- trag mit den beiden Projektent- wicklern SEPA und HBB unter- zeichnet. Allerdings: deren Enga- gement schrumpfte auf die Reali- sierung des Einkaufszentrums in der Ledergasse zusammen. Und plötzlich ging alles ganz schnell Nachdem die Last mit dem ver- korksten internationalen Investo- renwettbewerb vollends abge- streift war, widmete sich die Stadt- verwaltung mit Erfolg einem Di- rektverkauf der Bauflächen am Bahnhofsplatz mitsamt des Erhalts der ehemaligen Silberwarenfabrik Hirzel und der historischen Post an regionale Projektentwickler und Investoren. Die Rechnung ging nach den Zitterpartien auf: Stadt- umbau und Vorbereitungen für die Landesgartenschau standen fortan unter Volldampf. Aber auch unter Zeitdruck. hs eine Landesgartenschau-Konzep- tion ging der grüne Teil im Rathaus relativ rasch über die Bühne der Beratungen und Entscheidungen. Dagegen bissen sich Stadträte und Stadtverwaltung beim Investiti- onswettbewerb für Gamundia, also für den eigentlichen Stadtum- bau, fest. Auch in der Bürgerschaft gab es massive Irritationen und viel Kritik, denn das europaweit aus- geschriebene Verfahren musste aufgrund der Vorschriften einem strengen Stillschweigen unterstellt werden. Stolpersteine, Unzufrie- denheit und auch politische Gra- benkämpfe, dazu der plötzliche Rückzug des Baubürgermeisters und des Leiters des Stadtpla- nungsamts sowie der emotionale OB-Wahlkampf kennzeichneten den beschwerlichen Weg zum Stadtumbau. Gamundia wurde zum Zankapfel, stand fast schon auf der Kippe. Die Bürgerschaft fühlte sich in weiten Teilen nicht mehr mitgenommen. Der Gedan- ke eines kompletten „Plattma- chens“ mit Abbruch von zwei Dut- zend Gebäuden, darunter auch die gesamte historische Struktur des 1911 entstandenen Bahnhof- ensembles mit Königlicher Haupt- post, entzweite die Bürger. Tau- sende Unterschriften wurden für den Erhalt dieses Gebäudes gesam- melt. Eine weitere Bürgerinitiative beschwor den Bau eines kleinen Gamundia-Tunnels, um die weiter- hin präsente innerstädtische Ver- kehrslawine unter das zukünftige Laga-Gelände hindurch zu führen. Im Rathaus tat man sich zunächst schwer, diese Mitsprache aus der Bevölkerung aufzugreifen und ernst zu nehmen. Im Nachhi- te die Stadtverwaltung die so ge- nannte Gamundia-Konzeption auf den Weg. Diese sah zunächst ein massives und verdichtetes Erleb- nis-, Geschäfts- und Bürozentrum und sogar einen großen Kinoneu- bau im Bereich des Bahnhofvier- tels vor. Doch schon Jahrzehnte zuvor hat- te Visionär und Gestalter Walter Giers die eigentlichen grünen Ge- danken niedergeschrieben und skizziert, die dem nun verwirklich- ten Konzept verblüffend nahe- kommen: Die Stadt möge aus ihrer vernachlässigten Flusslandschaft eine Idylle mit Erlebniswert und Aufenthaltsqualität gestalten. Dann die starke Chance: Landes- gartenschaubewerbung mit den beiden Grundgedanken: Erstens Stadtgarten mit einer Renaturie- rung der Gewässerlandschaft zu erweitern; zweitens damit den pri- vaten Investitionsschub fürs neue Gamundia-Viertel in seiner Funkti- on als einladendes und lukratives Stadtentree mit Blickrichtung Me- tropolregion Stuttgart aus- lösen. Zwei miteinander verzahnte Gestaltungs- und Investitionswettbe- werbsverfahren wur- den eingeleitet. Aufgrund der bereits skizzierten Ideen für Die 25. Landesgartenschau Ba- den-Württemberg hat etliche Al- leinstellungsmerkmale. Vor allem: Erstmals in diesem Umfang geht eine Landesgartenschau so eng verknüpft mit einem Stadtumbau (Gamundia-Projekt) und auch mit einer solch aufwändigen Straßen- baumaßnahme (Tunnel) einher. Ohne Neubau einer Ortsumge- hung für die B 29 wäre das Gmün- der Landesgartenschaukonzept so nicht zu realisieren gewesen. Ganz am Anfang standen spannende Visionen Die Rems-Zeitung begleitete die Stadtumbau-Visionen von Anbe- ginn, dokumentiert in einem zen- tralen Kapitel des zur Jahrtausend- wende im Verlag der Gmünder Heimatzeitung erschienen Buches „Stadtkultur am Beispiel Schwä- bisch Gmünd“ von Künstler und Stadtvisio- när Wal- ter Giers und RZ-Re- dakteur Hei- no Schütte. Parallel dazu brach- << Walter Giers (links mit Victory-Zeichen) gehört zu den Visionären von Gamundia. << Im März 2010 startete der grüne Stadtumbau mit Abriss des Remswehrs (oben). Fotos: hs umbau
  14. 14. MALERFACHBETRIEB SACHSENMAIER GmbH BLUMEN aktuell zeitgemäß – leistungsstark – kompetent Inh. Angelika Skiba Kronenstraße 27 · Schechingen Telefon (0 71 75) 77 34 Ihr Komplettanbieter Ihr Komplettanbieter mit Festpreisgarantie! 5 Wir wünschen eine erfolgreiche Landesgartenschau! In den Herrenwiesen 6 · 73453 Abtsgmünd-Untergröningen Telefon 07975 9579-81 · www.kochertaler-metallgestaltung.de
  15. 15. Vom grauen Bahnhofsviertel zum Glanzstück Umfang des grünen Stadtumbau und Strukturwandel einzigartig für eine Landesgartenschaustadt der früheren Silberwarenfabrik in das Gastronomie- und Veranstal- tungszentrum „Villa Hirzel“. Pro- jektiert ist auch ein Hotelneubau. Und dazu die goldene Gamundia- Krönung an den sonnigen Rems- terrassen: Das Forum Gold und Sil- ber. Eine gestalterisch ausgeklü- gelte Unterführung verknotet die- ses attraktive Bahnhofsviertel auch mit dem Gebiet auf der anderen Seite des modernisierten Bahn- hofs, wo an der „Jugendmeile“ im alten Güterbahnhof die innovative Schüler- und Wissenswerkstatt EULE entstanden ist. Das frühere Gleisareal bot auch Bauplatz für eine Behindertenwerkstatt der Stiftung Haus Lindenhof und für die Kletterhalle des Alpenvereins. Synergieeffekte für Stadt und Region „Gmünd 2014“ wirkt unterm Strich wie eine Zauberformel, die durch viele Verzahnungen und Sy- nergieeffekte einen städtebau- lichen Entwicklungsschub los- getreten hat, der im Vergleich mit anderen Landesgarten- schaustädten einzigartig ist. Lan- desgartenschau und Stadtumbau strahlen mit Sanierungs- und För- dermaßnahmen auch aus in die In- nenstadt. Die kommunalpolitische Zielrich- tung: Strukturwandel für ganz Gmünd, um diese Stadt als Stand- ort für Industrie, Handwerk, Dienstleister und auch Häuslebau- er attraktiver denn je zu machen. Zwischenzeitlich wird auch von Nachbarn neidlos anerkannt, dass Schwäbisch Gmünd zum Wachs- tums- und auch Imagemotor für die Regionen Ostwürttemberg und Remstal geworden ist. hs Bogenbrücke am Fünfknopfturm. Ein Ensemble entsteht, das die Herzen gewiss von alten Burgen- und Mittelalterfans höher schla- gen lässt. Schlussendlich wurde der gesamte Durchgangsverkehr verbannt, die Asphaltseen und Betonwände der bisherigen Verkehrsknoten am Bahnhof/B29 zurückgebaut, um nicht nur jetzt für die Landesgar- tenschau, sondern für alle nachfol- gende Generationen den ganz ge- wiss schönsten und größten Stadtpark anbieten zu kön- nen, den die Stadt Schwä- bisch Gmünd je gesehen hat. Die Herzstücke des Stadtumbaus Der Blick aus dieser grünen Oase mit Gebirgsbachatmosphäre reicht dann auch hinüber zum neuen Bahnhofsviertel, wo das eigentli- che Herz des Stadtumbaus schlägt: Moderne und auch historische Dienstleistungsgebäude, die Hoch- schule für Gestaltung und die Re- gionalverwaltung. Ein besonderes Schmuckstück ist die Verwandlung richtung zur Metropolregion Stutt- gart. Bau des Gamundia-Boule- vards und des Einkaufszentrums Remsgalerie bildeten die ersten Schritte für den Stadtumbau, der öffentliche und private Investitio- nen von gut 100 Millionen Euro lostrat. Die Ledergasse schlüpfte in ihre alte Rolle als Einkaufs- und Flanier- meile zurück, wird damit auch Bindeglied zum Landesgar- tenschaugelände. Das Neu- erle- ben und das Rena- turieren der Fluss- land- schaft im Bahnhofs- und Ga- mundiaviertel für die Tier- und Pflanzenwelt ging einher mit einer ganzen Anzahl von Brückenneu- bauten und -sanierungen. Hervor- zuheben sind die eleganten Neu- konstruktionen, dazu besonders aber auch der historische Rückbau der bislang unter einem Betonde- ckel verborgenen mittelalterlichen 100 Jahre tat das quirlige Gmün- der Bahnhofsviertel mit seinen rie- sigen Verkehrsflächen seinen Dienst. Eine der wichtigsten und vielleicht auch verhängnisvollsten Entwick- lungen: Immer mehr Güterverkehr wurde von der Bahn auf die Straße verlagert. Die kuriose Situation im Nordwesten der Stadt: Vor etwa 20 Jahren wurde das Ende des Gü- terbahnhofs mit seinen riesigen Gleisanlagen eingeläutet. Dafür erstickte gleich daneben die B-29-Ortsdurchfahrt im zuneh- menden Lkw-Verkehr. Wo sich heute mit dem Remspark das Herzstück der Landesgartenschau und des Stadtumbaus befindet, befand sich noch vor knapp vier Jahren der größte und schlimmste Straßenverkehrsknoten Gmünds. Aus Verkehrsknoten wurde Idylle Unvorstellbar, angesichts der heutigen Idylle, auch viele teils furchtbare Ver- kehrsunfälle in den Kurven- bereichen an der Bahn- hofsbrücke. Der Mün- dungsbereich Rems/Jo- sefsbach war kaum wahr- nehmbar, sondern betoniert und zugedeckelt von bis zu vier Fahrspuren breiten Straßen und Brücken. Dazu kam in der nahen Ledergasse auch der Niedergang des Kauf- hausklotzes Horten und der Engel- brauerei. Von der Nepperbergstra- ße bis in die Ledergasse entpuppte sich eine Brach- und Entwicklungs- fläche, die dringend angegangen werden musste. Schließlich handelte es sich ja um den für Gmünd zentralen und westlichen Stadteingang mit Blick- Gamundia- Viertel und Remspark bilden die neue gute Stube der Ältesten Stauferstadt. stadtumbau Kunst, Denkmal- pflege und auch moderne Architektur prägen das Gamundia-Viertel. Fotos: hs 16 DER STADTUMBAU
  16. 16. Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart Partner vor Ort: Mercedes-Benz Niederlassungsverbund Ulm/Schwäbisch Gmünd/Ravensburg Lorcher Straße 151, 73529 Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171 357-0, Telefax: 07171 357-2234 www.schwaebischgmuend.mercedes-benz.de Unsere Service-Aktion zur Landesgartenschau. Für Sie und Ihr Fahrzeug. Schwäbisch Gmünd Sie kommen mit Ihrem Fahrzeug zum Kundendienst. Währenddessen geniessen Sie kostenlos die Landesgartenschau. Wir bringen Sie selbstverständlich hin und holen Sie wieder ab. Planung · Verkauf · Montage www.rundumdiekueche.de Die Betonprofis. Kompetenz aus dem Fahrmischer www.tbg-kocher-rems.de TBG KOCHER-REMS Schwäb. Gmünd Spraitbach Gaildorf 0 71 71/ 92 77 70 0 71 76/ 5 65 0 79 71/ 2 37 80 Abschleppdienst Tag + Nacht Überführungen Autovermietung An- und Verkauf bis zum Totalschaden Eil- und Sachtransporte Tel. (07171) 39349, Fax 67373 HAUSNER ¢ ¢ Seniorenzentrum Melanchthonhaus Pflege und Begegnung im Herzen der Stadt Förderverein Gmünder S üdstadte.V. E I N H A U SW MICHAEL ROLLAnerkannter Berater für Deutschen Wein (DWI) Gutenbergstraße 108 D-73525 Schwäbisch Gmünd E-Mail: info@weinhaus-roll.de Telefon: 0 71 71/6 83 95
  17. 17. 18 DAS ERDENREICH falt“ oder etwa ein begehbares Zentralmodul laden zum Mitma- chen ein. Ebenfalls im ersten, zweiten und vierten Stockwerk zeigt sich der Kreis als starker Wirtschaftsstandort. Etwa 16 Fir- men werden hierbei vertreten sein. Die komplette dritte Etage steht unter dem Motto „Kunst und Kultur erleben“. Im Unterge- schoss wird für das leibliche Wohl gesorgt sein. Die Gastronomie hat auch im res- taurierten Haus Hirzel einen Platz gefunden. Hier werden auch zahl- reiche Veranstaltungen für erleb- nisreiche Abende sorgen. Die Vil- len-Gärten wecken Erinnerungen an eine alte, traditionsreiche Stadt. Die Partnerstädte haben dazu ihren Teil beigetragen und haben die ganze Welt nach Schwäbisch Gmünd und dem Os- talbkreis gebracht. Für die kleinen Gartenschaubesucher sind sicher- lich die Spielplätze am interessan- testen, mit zahlreichen Attraktio- nen, die Spaß und Freude garan- tieren. Den Geist von Schwäbisch Gmünd erfährt man in der historischen Altstadt. Das Heilig-Kreuz-Müns- ter und die Johanniskirche prägen seit jeher das Stadtbild und sind immer einen Besuch wert. Wie auch der Marktplatz, der zu den schönsten in Baden-Württemberg zählt. Hier kann man in den zahl- reichen Cafés, Bars und Restau- rants den Gartenschaubesuch noch einmal Revue passieren las- sen. hs Blumenschauen wird einem die Vielfältigkeit der floralen Welt vor Augen geführt. Im silbernen Band sind die Bürgergärten zu finden, während der Senkgarten am gol- denen Band liegt. Wasser als Quell des Lebens. An den Bachläufen der Rems und des Josefsbachs lässt es sich entspan- nen und sind der ideale Ort um den Alltag zu vergessen und tief durchzuatmen. Entlang des Rems- strands kann man auf Sitzsteinen und Holzdecks die Seele baumeln lassen. Neue Brücken geben der Stauferstadt einen mediterranen Flair und führen auf direktem Weg die Fußgänger und Radfahrer in die Innenstadt. Am neu gestalteten Mündungs- bereich kann man einfach mal in- nehalten und das neue Stadtbild von Schwäbisch Gmünd auf sich wirken lassen. Dort trifft man auch auf das neue Forum Gold und Silber, das die Stadt in einem einmaligen golde- nen Schimmer erscheinen lässt. Während der Gartenschau bietet das Gebäude Ausstellungssflä- chen für den Ostalbkreis. Im Zen- trum stehen namenhafte Künstler und Unternehmen aus dem Land- kreis. Im Erdgeschoss und im ers- ten Obergeschoss können Besucher die vielfältigen Facetten kennenlernen – kubi- sche Erlebniselemente mit den Themen „Mein Ostalbkreis“, „Tourismus aktiv“, „Mosaik der Viel- Wasser und frisches Grün um- rahmt von einer historischen Alt- stadt – so zeigt sich das Erdenreich der Landesgartenschau. Eine Stadt verwandelt sich in ein Blumenmeer und lädt dazu ein, durch die alten Alleen und Prome- naden zu schlendern und sich von der fantasievollen Gestaltung ver- zaubern zu lassen. Schwäbisch Gmünd macht ihrem Status als Gold- und Silberstadt alle Ehre und lässt die Besucher durch ein goldenes und silbernes Band den Weg vom Bahnhof di- rekt in die Innenstadt finden. Vorbei an dem Remsgarten und die Bahnhofsbrücke zum Con- gress-Centrum Stadtgarten wei- ßen gold- und silberfarbene Stau- denbeete den richtigen Weg. Das goldene Band führt schnellstmög- lich über das Rokokoschlösschen zur Blumenhalle des Congress- Centrums – Das Herzstück der Lan- desgarten- schau. Dort trifft man auf die komplet- te, kreative Bandbreite der Floristik. In regelmäßig wechselnden Im Tal das Erdenreich Im Tal das Erdenreich Stadt und Natur im Einklang. Gold und Silber als Wegweiser. zwischen himmel Rund 1000 Meter weit umspannt das sogenannte Grüne Band der Landesgartenschau mit dem Josefsbach und einer großen Erlebnis- und Spielzone die westliche Innenstadt. Fotos: hs
  18. 18. 19 DER HIMMELSGARTEN rund um das Thema Imkerei. Le- bende Bienenvölker können beob- achtet und Bienenwerke wie Ho- nig, Wachs und Pollen betrachtet werden. Natürlich gibt es auch eine Honigverkostung. Für Kochbegeisterte gibt es jedes Wochenende ein Showkochen mit den Europäischen Miniköchen und besinnlich wird es mit den täglichen 12-Uhr-Mittagsgebeten am sogenannten Kreuztisch. Auch der Verein Staufersaga e.V. präsentiert sich vom 5. bis 14. Sep- tember im Landschaftspark. Ein Stauferlager entführt alle Gäste in die Zeit des großen Barbarossa und gewährt einen Einblick in die damalige Zeit. Der Himmelsgarten ist auch das Zentrum für Konzerte, Shows und sonstige Veranstaltungen. Die Festwiese mit der großen Spar- kassen-Bühne bietet ausreichend Platz für große Events. Namenhaf- te Künstler haben sich schon an- gekündigt und garantieren ein un- vergessliches Erlebnis. Egal ob Mu- sik, Comedy oder Theater. Natürlich gibt es auch noch viel mehr zu entdecken. Eines ist je- denfalls sicher: Langweilig wird es im Himmelsgarten nie. hs wie im Flug vergehen: Ein Hanf- Irrgarten, Schaugärten, ein Blüten- wirbel, die Weleda-Erlebnisgärten sowie ein Wassergarten. Der Was- sergarten kombiniert die ausstrah- lende Ruhe des Wassers mit dem Spaß des Wasserspielplatzes. Kuli- narisch wird es in den „Essbaren Gärten“ und einer „Außen-Show- Küche“. Dort erfährt man alles über gesunde und vitale Ernäh- rung. Der Landschaftspark ist auch der Treffpunkt des kompletten Ostalb- kreises. Im Ostalbgarten nehmen 42 Kommunen an einer großen Tafel Platz und präsentieren sich als eine gastfreundliche Familie. Jede Gemeinde gestaltet einen ei- genen Stuhl für den 21 Meter lan- gen Tisch und darf sich dabei krea- tiv austoben. Das grüne Trauzimmer ist ein Ort für schwer Verliebte. Wer sich schon immer eine Heirat im Grü- nen gewünscht hat, ist hier an der richtigen Adresse. Eine unvergess- liche Eheschließung ist garantiert. Der Bezirksbienenzüchterverein findet hier ebenfalls seinen Platz, ganz nach Landesgartenschau- Tradition. Der großdimensionierte Bienenkasten veranschaulicht alles Hoch hinauf nach Wetzgau. Dort kann man so einiges entdecken. Der Ausblick auf die Stauferstadt und die Dreikaiserberge sind dabei nur das Tüpfelchen auf dem i. Der buchstäbliche Höhepunkt ist si- cher der knapp 40 Meter hohe Aussichtsturm „Himmelsstürmer“. Aber Achtung: Nur etwas für gänzlich Schwindelfreie. Wenn man die Stufen erklommen hat, bietet sich einem die beeindru- ckendste Aussicht im Gmünder Raum. Weitere Attraktionen für die ge- samte Familie lassen den Besuch Dem Himmel so nah Spaß und Freude in Gmünds neuem Himmelgarten und erde Ausgedehnte Spazierwege, Aktionsflächen und sogar ein kleiner Zoo prägen den Himmelsgarten. Blühende Calendulafelder (Ringelblumen) im Himmelsgarten vor der Kulisse des Hohenrechberg. Fotos: hs
  19. 19. 20 HIMMELSLEITER Die Himmelsleiter Das Bindeglied zwischen Himmel und Erde Bibel, Theologie und der Welt der Literatur. Komplettiert wird dieser Gedanke durch einen Besuch des „Heiligen Bergs von Schwäbisch Gmünd“ – den Salvator. Die Wall- fahrtskirche gilt seit jeher als der spirituelle Gmünder Mittelpunkt und lässt nun auch alle Besucher aus nah und fern daran teilhaben. Angekommen im Waldparkplatz des Taubentals hat man nun die Möglichkeit direkt das Erdenreich zu besuchen, oder einen Abste- cher in den neuen Jugendpark zu machen. Hier lautet die Devise „Bildung und Sport für die Ju- gend“. In der Wissenswerkstatt Eule kann man Experimente selber durchführen und im Technikbaum sieht man, wie sehr sich die Wis- senschaft von der Natur inspirieren lässt. Eine Kletterhalle und ein Beachvolleyballfeld sorgen dafür, dass man sich mal so richtig aus- powern kann. hs Verwunschen ist das Taubental, dass die Besucher vom Himmels- garten direkt in das Erdenreich in die Stadt führt. Viele Wege durch den Wald sorgen für ein aufregen- des Abenteuer. Hier zeigt sich der Forst BW mit ei- ner Vielzahl an Attraktionen. Im Forstpavillon präsentiert sich der Wald und die Forstwirtschaft. Da- bei handelt es sich um ein einzig- artiges Bauwerk, dass nach dem Konzept der Bionik entwickelt wurde. 243 Einzelteile wurden von einem Roboter angefertigt und anschließend wie ein großes Puzzle zusammengesetzt. Dabei hat man sich von der Anatomie der Seeigel inspirieren lassen – ein Beispiel für die Übertragung von Strukturen aus der Natur in die Architektur. Westlich liegt der Naturerlebnis- pfad „Naturatum“ mit einem Schlucht-Spielplatz, einem Hoch- seilelement, einer Forst-Arena und einem Waldabenteuer. Eine Holz- kugelbahn, die von der Forstarena hinab in Richtung Wanderpark- platz und Waldentdeckersteg führt, erfreut mit pfiffigen Schnit- zereien und lädt dazu ein, alles rund um den Wald zu erfahren. Östlich liegt der Lebensweg. Hier gibt es einen Kunst-Kulturen-Pfad für die Freunde der Künste. Die Gäste haben die Möglichkeit die Hektik ihres Alltags hinter sich zu lassen und sich komplett zu ent- spannen und in eine spirituelle Welt einzutauchen. Sieben Groß- Kunstwerke verbildlichen die An- sichten des Lebens, alles veran- schaulicht durch Impulse aus der Naturverbunden- heit mit Sport, Pädagogik und Neugierde: Das „neue“ Taubental. Fotos: hs Das Natu- ratum der Fagusstiftung war Grund- baustein für den Erlebnis- und Infowald. Das Tauben- tal ist die Him- melsleiter der Gartenschau. himmelsleiter
  20. 20. Der neue GLA.1) Freiheit ist ansteckend. Die neue C-Klasse. 2) Das Beste kennt keine Alternative. Die Verbrauchswerte beziehen sich auf die zur Markteinführung (03/2014) verfügbaren Motoren (C 180/C 200/C 220 Blue Tec und GLA 200/GLA 200 CDI/ GLA 200 CDI 4MATIC/GLA 220 CDI/GLA 220 CDI 4MATIC/GLA 250/GLA 250 4MATIC). 1) Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 8,3-5,3/5,5- 3,7/6,0-4,3 l/100 km; CO2-Emission: 151-114 g/km; Effizienzklasse: C -A. 2) Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 7,4-4,8/5,0-3,4/5,8-4,0 l/100 km; CO2-Emission: 195-129 g/km; Effizienzklasse: C - A+. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Die abgebildeten Fahrzeuge enthalten Sonderausstattungen. Der neue GLA. Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart Partner vor Ort: Mercedes-Benz Niederlassungsverbund Ulm/Schwäbisch Gmünd/Ravensburg Lorcher Straße 151, 73529 Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171 357-0, Telefax: 07171 357-2234 www.schwaebischgmuend.mercedes-benz.de Schwäbisch Gmünd Gschwend im Sommer Allen Besuchern der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd wünschen wir schöne interessante Stunden. Auch wir werden vom 4. bis 6. Juli auf der Landesgartenschau mitwirken und würden uns über viele Besucher freuen. Gemeindeverwaltung Gschwend 74417 Gschwend Telefon 07972.681-0 www.gschwend.de Tel.: 07171 65063 Unser Team freut sich auf Ihren Besuch! // Langhaaraufschlag 13,- € Haarschnitt Tönung/Farbe Pflege Frisur Styling-Produkte € 39,90 Color Complete TYPGERECHTE EXKLUSIVE BERATUNG 13,- € 18,- € 5,- € 13,- € 3,- € Komplettpr. für nur Die Betonprofis. Kompetenz aus dem Fahrmischer www.tbg-kocher-rems.de TBG KOCHER-REMS Schwäb. Gmünd Spraitbach Gaildorf 0 71 71/ 92 77 70 0 71 76/ 5 65 0 79 71/ 2 37 80 pizzacom.de Imbiss am Parlergymnasium Haußmannstraße 49, 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 07171- 874 8560, Telefax 07171- 874 8562 Ihr echt italienischer Lieferservice
  21. 21. Experimentieren, untersuchen, lernen, erforschen Die Wissenswerkstatt „Eule“ ist von interkommunaler Bedeutung und soll auch über die Landesgartenschau hinaus bestehen bleiben chen Abläufe eines Baumes erlebbar und erklärt beispiels- weise anschaulich die Photo- synthese. Die Zusammenhänge zwi- schen Natur und Technik wer- den auch im Rahmen einer themenorientierten Ausstel- lung bildlich dargestellt, die beispielsweise Verbindungen herstellt zwischen einem Vo- gelflügel und einer Flugzeug- tragfläche, einer Klette und einem Klettverschluss oder ei- ner Körperzelle und einer Brennstoffzelle. Teil der „Eule“ wird auch ein mobiles Schulungszentrum sein, das sich ausschließlich dem Bereich Elektromobilität widmet. Zur Zielgruppe gehö- ren hier die Beruflichen Schu- len sowie die Klassen 8 bis 13. Mittels Präsentations- und Ex- perimentiermodulen sollen den Schülern die Themen Umwelt, Mobilität und Tech- nik vor Augen geführt wer- den. So lernen sie beispiels- weise mithilfe eines Handkur- belgenerators wie ein Dyna- mo funktioniert. Sogar ein kleines Windrad wird neben dem mobilen Schulungszentrum zu sehen sein – ein sogenanntes Solar- carport soll das Prinzip einer Fotovoltaikanlage vor Augen führen. nb Euro stehen dank ihnen für den laufenden Betrieb zur Verfügung. Maßgeblich gefördert wird das 6-Millionen-Projekt zu 80 Prozent von der Europäischen Union und dem Land Baden- Württemberg. Die „Eule“ wird auch nach Ende der Lan- desgartenschau bestehen bleiben. Ergänzend zur Wissenswerk- statt wird es ein Grünes Klas- senzimmer geben, das eben- falls unter der Schirmherr- schaft des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg steht. Aus einem umfangrei- chen Themenkatalog können je nach Leistungsstufe und In- teressengebiet Unterrichtsein- heiten ausgewählt werden. Das Angebot umfasst natur- bezogene Themen ebenso wie die Bereiche Ernährung und Gesundheit, Gewinnung von Energie sowie Geschichte und Kultur. Technikbaum und themenorientierte Ausstellung Die Verbindungen zwischen Natur und Technik soll den Schülern auch mit dem Tech- nikbaum vor Augen geführt werden. Dieser macht auf technische Weise die natürli- trielle Prozesse, Mobilität, Leichtbau/Luft- und Raum- fahrt, Technik/Naturwissen- schaften/Musik und Material/ Technologie auch an den Ar- beitsfeldern der regionalen Unternehmen. Die meisten der Gemeinden zeigten sich von dem Konzept überzeugt, den Kindern und Jugendlichen auf diese völlig neue Weise Technik erlebbar und begreifbar zu machen und erklärten sich bereit, im Rahmen einer Kooperations- vereinbarung jährlich 500 Euro in die „Eule“ zu investie- ren. Geld, das dringend benö- tigt wird – den Mädchen und Jungen soll das Angebot kos- tenlos zur Verfügung stehen. Auch im Wissen, dass vieles, was hier möglich ist, an der Schule so nicht vermittelt werden kann, gab’s breite Zu- stimmung. So stehen in der Wissenswerkstatt Werkbänke oder Schutzgasschweißgeräte zur Verfügung. Insgesamt werden auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern Werkstätten, Labore und mul- tifunktionale Räume zur Ver- fügung stehen. Auch verschiedene Wirt- schaftsunternehmen in der Region sind sowohl finanziell als auch personell an den Pro- jekten beteiligt; über 155 000 Sie soll Neugier wecken, dazu einladen, gemeinsam unter- schiedlichste Themen zu ent- decken und sie soll Begeiste- rung entfachen: die Gmünder Wissenswerkstatt „Eule“. Sie wird das Herzstück der Ju- gendmeile bilden und soll – auch über die Landesgarten- schau hinaus – von großer in- terkommunaler Bedeutung sein. So sind Schulklassen al- ler Schularten und aller Alters- gruppen aus Gmünd und Um- gebung dazu eingeladen, ver- schiedenste Themenfelder zu begreifen. „Experimentieren, untersuchen, lernen, erfor- schen“, lautet das Motto; von den Anfangsbuchstaben leitet sich auch der Name „Eule“ ab. Klaus Arnholdt, der Leiter des Amts für Bildung und Sport der Stadt Gmünd, und Michael Nanz, der Geschäfts- führer der Technischen Aka- demie (zuständig für die Ver- waltung und den laufenden Betrieb), haben in den ver- gangenen Wochen in zahlrei- chen Umlandgemeinden für das EU-Leuchtturmprojekt ge- worben. Nanz bekräftigte da- bei immer wieder, wie wichtig die Einrichtung auch mit Blick auf den Fachkräftemangel ist. So orientieren sich die The- menfelder Natur-Technik, er- neuerbare Energien, indus- Auf völlig neue Weise wird den jungen Menschen Technik erlebbar und begreifbar gemacht. Auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern wird ein Unterricht der anderen Art stattfinden. 22 DIE EULE die eule
  22. 22. Jugendmeile: Sport, Spiel und Spaß Künftig herrscht im ehemaligen Güterbahnhof Leben trägt und die Kletterfläche 1200 Quadratmeter groß ist. Besonders gerne verweist Markus Urba- nowski, der Betriebsleiter der Klet- terhalle, auf die verschiedenen Ebenen, die es den Zuschauern bei Wettkämpfen ermöglichen, prak- tisch auf gleicher Höhe mit den Kletterern zu stehen und das Ge- schehen so auf eine gleicherma- ßen ungewöhnliche und besonde- re Weise mitverfolgen können. Auch für Neulinge gibt es ausrei- chend Möglichkeiten, in die Welt des Kletterns einzutauchen. So be- findet sich beispielsweise auf der obersten Ebene eine Kletterwand mit geringer Höhe und in einem abgetrennten Bereich befindet sich eine weitere Übungswand. Von den Gesamtkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro muss der Verein 700 000 Euro mit einem Kredit finanzieren. Der Rest kommt aus Zuschüssen der Stadt, des WLSB und des DAV- Dachverbands sowie von einem Sponsor. Inhaber der Kletterhalle ist der Deutsche Alpenverein, Sek- tion Gmünd. nb Entstanden sind drei Trampolinfel- der, Spielfelder für Fußball- und Basketballspiele, eine Slackline und zwei Tischtennisplatten. Be- festigte Wege und Plätze werden zudem dafür sorgen, dass auch Skater und BMX-Biker auf ihre Kosten kommen. Ebenfalls ganz in der Nähe befin- det sich die neue Behinderten- werkstatt und gemeinsame Sport- projekte für und mit Menschen mit Behinderung hatten von An- fang an einen festen Platz in dem Konzept. Die Kletterhalle ist pünktlich zur Landesgartenschau fertig Reibungslos vonstatten ging auch der Bau der Kletterhalle. Der Spa- tenstich fand am 5. September 2013 statt; pünktlich zur Landes- gartenschau darf nun geklettert werden. Bereits am vergangenen Samstag fand die Eröffnung statt. Fast in Rekordzeit ging das ganze vonstatten, wenn man bedenkt, dass die Grundfläche in der Klet- terhalle 475 Quadratmeter be- Wenn im Zusammenhang mit der Landesgartenschau das Wort „Sy- nergieeffekte“ fällt, dann wird hierbei in einem Atemzug oft auch die Gmünder Jugendmeile ge- nannt. Was hier – am ehemaligen Güterbahnhof – in den vergange- nen Monaten erschaffen wurde, soll noch viele Jahre Bestand ha- ben und das Engagement der Be- teiligten lässt daran keinen Zwei- fel. Gemeinsam hatten der Stadt- jugendring und die Landesgarten- schau GmbH das Konzept erarbei- tet und bei all den Investitionen für Sport, Spiel und Spaß fand vor al- lem der Aspekt der Nachhaltigkeit Berücksichtigung. Der Sport- und Spielbereich grenzt direkt an die „Eule“ an Positiv bewertet wird die Nähe zur neuen Kletterhalle, zur Wissens- werkstatt Eule und nicht zuletzt zum Taubental mit seinen zahlrei- chen bestehenden und neuen Er- lebnisangeboten wie dem Wald- klettergarten oder dem Entdecker- steg. Der Sport- und Spielbereich grenzt direkt an die „Eule“ an. Beim Fußballspiel auf der Jugendmeile lässt sich die Wartezeit auf den Zug sicherlich etwas versüßen. 23 GMÜNDER JUGENDMEILE jugendmeile Eine 1200 Quadratmeter große Kletterfläche erwartet die Besucher der neuen Kletterhalle. Lust auf Trampolin- hüpfen? Auch das ist auf der Jugendmeile möglich.
  23. 23. 24 DER JOSEFSBACH Josefsbach als “Schaufenster“ für heimische Gewässer In Kooperation mit den Vereinen aus dem Gmünder Raum ist der Verband für Fischerei und Gewässerschutz präsent Ein digitaler Tisch ermöglicht die interaktive Information, und ein Fischlehrpfad entlang des Josefsbachs zeigt auf Schautafeln, welche Fische in den heimischen Gewässern le- ben. Unter dem Motto „Fischer machen Schule“ gibt es die Möglichkeit zu einer Schulstun- de am und im Bach, um auf spannende Weise zu entde- cken, welche Lebewesen dort zu finden sind. Gezeigt wird im Rahmen von Sonderaktionen das so genannte „Fliegen- fischen“, und beim „Casting“ geht es darum, zielsicher die Angel auszuwerfen. Geplant ist darüber hinaus ein Schauräuchern sowie die Vor- stellung von schmackhaften Fischrezepten. gbr dem in seiner Existenz gefähr- deten Edelkrebs sowie zwei Monitore als „Digitales Aquari- um“. Echte Aquarien haben sich aus verschiedenen Grün- den nicht bewährt. Der Landesverband kann zwar die Ausstattung, nicht zuletzt die Schautafeln und die Infor- mationsbroschüren, zur Verfü- gung stellen, wäre aber mit ei- ner Dauerpräsenz vom 30. April bis zum 12. Oktober personell überfordert. Deshalb werden die Mitglieder der teilnehmen- den Vereine dafür sorgen, dass die Besucherinnen und Besu- cher am Stand immer kompe- tente Ansprechpartner antref- fen. Dieses ehrenamtlich tätige Personal wurde für diese Auf- gabe speziell geschult. geverein Leintal, der Bezirksfi- schereiverein Lein-Rems, der Fi- scherei- und Hegeverein Lorch- Waldhausen, der Fischereiver- ein Ruppertshofen, die Fischer- freunde Spraitbach, der Angler- verein Vordersteinenberg und der Sportfischereiverein Welz- heim. Zusammen mit den örtlichen Fi- schereivereinen zeigt der VFG in Gmünd eine Dauerausstel- lung zur Fischerei im Land und nutzt diese Gelegenheit, um ein breites Publikum über die ökologischen Zusammenhänge in den heimischen Gewässern zu informieren und beteiligt sich auch am „Grünen Klassen- zimmer“. Der Verband stellt das Informationsmaterial – un- ter anderen ein Aquarium mit Das Element Wasser zieht sich als blauer Faden durch die Lan- desgartenschau. Und am Jo- sefsbach sind auch die Angler in ihrem Element. Unter dem Dach des Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden- Württemberg e.V. (VFG) prä- sentieren sich bis zum Oktober in einem eigenen Pavillon die Fischereivereine aus dem Gmünder Raum. Mit dabei sind der Fischerei- und Hegeverein Leineck , der Fischerei- und He- links: Der Edelkrebs wird im Fischerei-Pavillon präsent sein. rechts: Für Kinder wird es Bachexkursionen und spezielle Schulstunden geben. Fotos: vfg Wie kommt der Honig ins Glas? Bezirksbienenzüchterverein zeigt in einem besonderen Pavillon die Arbeit der Imker Generell sind die Imkerverei- ne etwas überaltert und ha- ben seit einigen Jahren be- gonnen, durch spezielle Kur- se für Nachwuchs zu sorgen. Das Einstiegsalter ist in der Regel selten unter 25 Jahren, aber die Einsteiger bleiben dafür auch meistens ein Le- ben lang der Imkerei treu.Im Gegensatz zu einem reinen Hobby ist die Imkerei zwar mit Arbeit und Kosten ver- bunden, aber durch Erlös aus dem Honigverkauf bleibt am Ende etwas Geld übrig. gbr gar dazu beiträgt, Pollenal- lergiker zu desensibilisieren und ihnen die Heuschnup- fenzeit etwas leichter macht. Auch in anderer Hinsicht wird die medizinische Wir- kung von Imkerei-Produkten gerühmt – man denke nur an Propolis. Auch in Sachen Haltbarkeit ist Honig ein Phänomen. Für eine hohe Qualität und Verbrauchersi- cherheit sorgen die regelmä- ßigen Proben und Analysen durch den Deutschen Imker- bund. So können die Besucherin- nen und Besucher die sprich- wörtlich fleißigen Tierchen gleich bei der Arbeit beob- achten. Große Angst vor Sti- chen müsse man nicht ha- ben, versichert Karl-Heinz Hägele. Er ist der Vorsitzen- de des Bezirksbienenzüch- tervereins und verweist da- rauf, dass es sich bei den heute von Imkern gehalte- nen Bienen um Züchtungen handelt, die nicht aggressiv sind. Und er fügt hinzu, dass die meisten „Bienenstiche“ in Wahrheit Wespenstiche sind. „Es ist noch viel Aufklä- rungsarbeit notwendig“, be- tont Hägele. Zum Beispiel darüber, dass Honig vom ört- lichen Imker nicht nur ein be- sonders hochwertiges Le- bens- und Genussmittel ist, sondern in vielen Fällen so- Rund 200 Mitglieder hat der Bezirksbienenzüchterverein Schwäbisch Gmünd. Sie kommen aus dem ganzen Altkreis und haben sich mit Leidenschaft der Imkerei ver- schrieben. Für die Landesgar- tenschau haben sie sich ei- nen ganz besonderen Pavil- lon ausgedacht. Er hat drei Räume, die jeweils einen Bie- nenstand im Großformat darstellen und vor Augen führen, wie die Imker heute ihre Bienen in so genannten „Magazinen“ halten. Der gute alte Bienenkorb, nach wie vor als Symbol der Imker auf vielen Honigprodukten zu finden, hat nämlich schon längst ausgedient. Dass sich eine Steuobstwiese als Bienenweide gleich ne- ben dem Imker-Pavillon fin- det, trifft sich besonders gut. Bunt wie das Leben ist das Bienenhaus auf dem Gartenschau- gelände. Foto: edk
  24. 24. WÄSCHEMODEN Schwäbisch Gmünd Marktplatz 4, am Rathaus Tel. 0 71 71/6 48 06 Die richtige Adresse für alle, die das Besondere suchen. Wo? (
  25. 25. Natur- und umweltbewusst Bezirksverband der Gartenfreunde präsentieren sich in Wetzgau die Zukunft, insbesondere die Zu- kunftsfähigkeit der Gartenfreunde sowie ihrer Kleingartenanlagen. All diese Fragen werden auch bei der Landesverbandstagung be- handelt, die der Bezirksvorsitzen- de Markus Wiedmann zusammen mit anderen Funktionären nach Schwäbisch Gmünd geholt hat und die am 20. September in der Stauferstadt stattfinden wird. „Naturgemäß gärtnern, Umwelt- bewusst leben“ – das ist das Mot- to der Kleingärtner im alltäglichen Leben; aber auch auf der Landes- gartenschau. edk � Info und Anmeldungen über Markus Wiedmann Telefon: 07171/84305 oder E-mail: gfl.wiedmann@web.de aufgestellt ist, sind bereits geplant. Nicht nur Erwachsene werden fachmännisch mit Informationen und Ratschlägen versorgt, son- dern auch an Kinder hat man ge- dacht. In den Ferien werden die Kinder zusammen mit Ehrenamt- lichen Vogelhäuschen und Insek- tenhotels basteln und diese auf- stellen. Ein sehr wichtiger Punkt der ehrenamtlichen Arbeit auf der Landesgartenschau wird außer- dem die Integration sein, wofür sich die Kleingärtner aus dem gan- zen Bezirk einsetzen werden. Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Altersstruktur, Migra- tionshintergrund, Generations- wechsel, Integration, Interessen- konflikte und soziales Engage- ment haben großen Einfluss auf tionelle Daseinsberechtigung: Die Bereitstellung von Parzellen zum Anbau von frischem und gesun- dem Obst und Gemüse zur Eigen- versorgung, um auch den sozial schwächer gestellten Personen den Besitz eines Gartens zu er- möglichen. Hinzu kommen die Faktoren Erholung, Entspannung sowie die Bewahrung der ökologi- schen Funktion. „Diese wichtigen Ziele wollen wir auf dem Gelände der Landesgar- tenschau präsentieren“, erläuterte Bezirksvorsitzender Markus Wied- mann. Die Kleingärtner haben da- für ein Programm ausgearbeitet und werden jeden Tag die Besu- cher betreuen. Fachvorträge im Himmelsreich in Wetzgau, wo auch die Laube der Kleingärtner Die Gmünder Bezirksgruppe der Gartenfreunde kann auf ihre 68-jährige Vereinsgeschichte zu- rückblicken. Die Organisation ist mit 16 eingegliederten Vereinen und rund 1300 Mitgliedern eine starke Institution im Landesver- band. In all diesen Jahren bemüh- ten sich die Kleingärtner darum, naturgemäß zu gärtnern sowie umweltbewusst zu leben. Dieses Motto, das auch im Bundesklein- gartengesetz verankert ist, wollen die Kleingärtner aus dem Gmün- der und Aalener Raum auch auf der Landesgartenschau präsentie- ren und somit die Organisation stärken. Aus der Entstehungsgeschichte der Kleingartenbewegung heraus erklärt sich zugleich auch die funk- Die Kleingärtner sind voll in den Himmelsgarten integriert. Streuobstzentrum mit Nachhaltigkeit 17 Obst- und Gartenbauvereine sind dabei res. Es ist nämlich nicht ein- fach viereckig, sondern durch seinen fünfeckigen Grundriss der fünfblättrigen Blüte der Rosengewächse nachemp- funden, zu denen in der Bota- nik neben den bekannten Zierrosen auch die Obstarten Äpfel, Birnen, Brombeeren, Himbeeren sowie Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Mandeln zählen. gbr „Anschauungsmaterial“ be- findet sich ja direkt nebenan auf der zum Zentrum gehö- renden Streuobstwiese. Während der Landesgarten- schau gibt es eine wechseln- de Ausstellung zum Thema „Rosengewächse“. Aber nicht nur das Programm der Obst- und Gartenbauver- eine hat es in sich – auch das Gebäude ist etwas Besonde- Sanitäranlagen. Die 17 Orts- vereine, die zum Bezirk gehö- ren, haben ihr Gebäude in Ei- genleistung gezimmert, um ein Informationszentrum zu schaffen, dass auch über die Landesgartenschau als dau- erhafte Anlaufstelle hinaus Bestand haben wird. Wäh- rend und nach der Garten- schau sind zum Beispiel Kin- dergärten, Schulklassen, die PH, der BUND und andere In- stitutionen willkommen, um sich über Obstsorten, Baum- pflege und vieles mehr zu in- formieren. Im Streuobstzen- trum in Wetzgau werden dann auch die Fachwarte aus- gebildet, Baumschnittkurse durchgeführt und Vorträge angeboten. Das praktische Streuobstwiesen sind ein be- sonders prägendes Merkmal für die Landschaft auf der Ost- alb. Dem wird auch im Land- schaftspark im Himmelsgar- ten Rechnung getragen, wo der Bezirksverband der Obst- und Gartenbauvereine seine Erlebnis- und Lernwelt zu diesem Thema eingerichtet hat. Unter dem Stichwort „Er- lebnis Streuobst Zentrum“ ist das erste regionale Streu- obstzentrum in Baden-Würt- temberg geschaffen worden - mit einem ansprechenden Gebäude und einer beispiel- haften Streuobstwiese. Das Gebäude hat einen großen Veranstaltungsraum, eine Küche für einfache Speisen sowie behindertengerechte Mit sehr viel Eigenleistung entstand das Domizil der Obst- und Gartenbauvereine. 26 NATUR
  26. 26. Tauchen Sie ein in eine einzigartige und außergewöhnliche Pflanzenwelt und lassen Sie sich von der exotischen Atmosphäre in unseren Räumlichkeiten verzaubern. Tel. 0 71 72/87 18 • 73547 Lorch • www.muckensee.de Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Familie Beck und Kostic Qualitätsgemüse aus Lautern Natürlichkeit und Frische ist unser oberstes Ziel! • Großes Sortiment an frischem Gemüse und Kräutern • Balkon-, Beet- und Gemüsejungpflanzen Sie finden uns am und auf dem Gmünder Wochenmarkt und am Freitag auf dem Rehnenhof. Mittwoch Samstag Unser Gemüse-/Pflanzenverkauf in Lautern ist montags bis freitags für Sie geöffnet. I II III IV V KRAFTTRAINING BOXTRAINING AEROBIC INDOORCYCLING ZIRKELTRAINING Asternweg 3 73527 Schw. Gmünd-Wetzgau Tel. (0 71 71) 7 64 40 Montag bis Freitag 10 bis 12 und 14 bis 22 Uhr Samstag 14 bis 18 Uhr · Sonntag 10 bis 12.30 Uhr Unsere Öffnungszeiten: Edmund www.wagenblast-immobilien.de Telefon (0 71 71) 4 37 57 Wollen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen ...? Dann rufen Sie mich einfach an! aktuelle Angebote mit Informationen unter: Durch meine über 25-jährige Erfahrung mit individueller Beratung und persönlicher Bearbeitung wurden bisher die Wünsche und Erwartungen vieler Immobilien-Besitzer zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Dies werde ich auch zukünftig mit RAT und TAT umsetzen und freue mich auf Ihren Anruf! Für zufriedene Kunden im Immobilienbereich sorgt Edmund Wagenblast Tinte.Toner.Akkus. Durch Recycling sparen und die Umwelt schützen.
  27. 27. 28 LANDFRAUEN landfrauen WasLandfrauensoalles können und machen Motto: „Irdische Vielfalt und himmlisches Vergnügen“ vereine wurde das Motto „Irdische Vielfalt und himmlisches Vergnügen“ gewählt. 20 Ortsvereine werden an al- len Gartenschautagen die Bewirtung mit Herzhaftem, Süßem und mit Kaf- fee und Kuchen übernehmen. Gleich beim Eingangsbereich des Himmels- gartens gibt es einen Kaffeepavillon. Bepflanztes Rondell und Holzhütte als Treffpunkt Darüber hinaus wurden von den Landfrauen zwei große, runde Auf- enthaltsbereiche bepflanzt, in deren Mitte eine Holzhütte als Veranstal- tungs- und Aktionsraum steht. Immer donnerstags sind die Aktionstage der Landfrauen. Dafür haben die Ortsver- eine ein interessantes und unterhalt- sames Programm für alle Generatio- nen vorbereitet. Ob Kasperletheater oder Märchenerzählerin, ob Kräuter- kunde oder Basteln mit Naturmateria- lien, ob Kochrezepte oder Ernäh- rungstipps – für fast jeden ist etwas dabei. gbr � Größere Besuchergruppen können sich anmelden unter inge-heinzmann@t-online.de. Noch immer haben viele Menschen von dem Begriff „Landfrauenverein“ eine völlig falsche Vorstellung. Dies ist keineswegs eine Organisation, in der sich Bäuerinnen über Probleme ihres Berufsstands austauschen. Vielmehr verstehen sich die Landfrau- en als ein Zusammenschluss von Frau- en und für Frauen, die gerne im länd- lichen Raum leben – unabhängig da- von, welchen Beruf sie ausüben. An- gesichts weniger landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetriebe in den Dörfern sind echte „Bäuerinnen“ heute ohne- hin selten geworden. Schwerpunkt des Programms ist die Erwachsenenbildung, und die Ange- bote sind so vielseitig wie die Frauen selbst. Informationen zu Ernährung, Gesundheit, Sport, Erziehungsfragen und vieles mehr wird geboten. Im Rahmen ihrer Dauerpräsenz wäh- rend der gesamten Landesgarten- schau – im Himmelsgarten bei Wetz- gau – bekommen die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Ar- beit der Landfrauenvereine und dür- fen sicherlich viele wertvolle Tipps mit nach Hause nehmen. Für die Präsentation der Landfrauen- Rund um regionale Lebensmittel Bauernverband Ostalb informiert im Rahmen von Aktionen regionale Fleischerzeugung am Beispiel der Schweinehal- tung wird beleuchtet. Der Bauernverband wird zusam- men mit Kooperationspart- nern darstellen, welche wich- tige Rolle die heimische Land- wirtschaft bei der Erzeugung von gesunden Nahrungsmit- teln einnimmt. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten. gbr „Wir haben die regionalen Le- bensmittel ins Zentrum unse- rer Aktionen auf der Landes- gartenschau gestellt“, macht der Vorsitzende des Bauern- verbandes Ostalb, Anton We- ber deutlich. Im Rahmen von Aktionen wird zum Beispiel das Thema „Milcherzeugung“ in den Blickpunkt gerückt, und in diesem Zusammen- hang soll es auch wieder ein Wettmelken geben. Auch die Tiere sehen und streicheln Streichelzoo der Kleintierzüchter im Himmelsgarten Zum Thema „Garten und Landschaft“ gehören nicht nur Bäume, Sträucher, Gräser, Blumen und Gemüse, sondern auch Tiere. Schließlich ist die schöne Landschaft im Gmünder Raum, zum Bei- spiel die Wachholderheide oder die Wiesen mit ihrem satten Grün, das Ergebnis der Tierhaltung in der Landwirtschaft über Jahrhunderte hin- weg. Aber auch in vielen Hausgärten wurden und werden Tiere gehalten – zum einen als Nutz- tiere, zum anderen aber auch als reines Hobby. Man denke nur daran, wie viel Freude zum Bei- spiel die niedlichen Kaninchen den Kindern be- reiten. Kein Wunder also, dass im Himmelsgar- ten auch ein Streichelzoo eingerichtet ist, den der Kreisverband der Kleintierzuchtvereine im Raum Schwäbisch Gmünd betreut. gbr Auf die Landfrauen kann OB Arnold bei der LGS zählen.
  28. 28. Deutsche Bank „Mein Vermögensaufbau muss nicht schnell sein. Aber von Dauer.“ Sprechen Sie jetzt mit uns über Ihren Vermögensaufbau: Filiale Schwäbisch Gmünd Ledergasse 8 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon (07171) 915-154 ■ Testsieger für Beratungsqualität ■ Beste Bedarfsanalyse ■ Höchste Lösungskompetenz Inhaber Salvatore Rosato Marktplatz 9 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon (0 71 71) 87 71 46 Wir feiern in Gmünd unser in bewährter Qualität und über 20 Jahre ROSATO eigene Eisherstellung 10-jähriges Jubiläum Seconhand-Ware Markenkleidung Wir führen gut erhaltene auch für Damen, Herren und Kinder ( FRISCHES GEMÜSE UND PFLANZEN AUS EIGENEM ANBAU ROSENSTEINSTR. 1 | 73540 LAUTERN | TEL 07173-5527 | WWW.gaertnerei-gruber.de IM MAI DURCHGEHEND GEÖFFNET MO – FR 9.00 – 19.00 UHR SA 9.00 – 16.00 UHR JEDEN MITTWOCH UND SAMSTAG AUF DEM WOCHENMARKT IN SCHWÄBISCH GMÜND VON 7 BIS 13 UHR ! ANGEBOT GERANIEN IM 12ER TOPF AB 1,50€ ! Münsterplatz 12, Schwäb. Gmünd Telefon (0 71 71) 6 56 90 Täglich geöffnet ab 10 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Damir Hajster mit Team Gutbürgerliche schwäbische Küche Kroatische Grillspezialitäten Täglich 5 wechselnde Tagesessen D I M I T R I O S Heilpraktiker G O R L A S Lerchenweg 5 · 73547 Lorch Tel. 0 71 72/2 16 74 Fax 0 71 72/74 90 Mobil: 01 72/7 13 01 52 www.Gorlas.de · praxis@gorlas.de Spezialist für Wirbelsäulenschmerzen
  29. 29. 30 SPANNENDE PROJEKTE projekte Manchmal blieb’s beim Traum Spannende Projekte für die Landesgartenschau, die zum Scheitern verurteilt waren und wurden trum Schönblick mit einer fantasti- schen Idee für Furore gesorgt: Bau eines Baumwipfelhotels. Dort hät- ten Familien oder Jugendgruppen zauberhafte und abenteuerliche Ferientage sozusagen schwebend überm Taubentalwald verbringen können. Das Vorhaben fand Be- geisterung und Befürchtungen. In Rücksicht auf Bedenken von un- mittelbar angrenzenden Anwoh- nern ließ der Schönblick die Pläne überarbeiten. Doch dadurch ver- teuerte sich das Baumwipfelhotel- projekt sehr stark. Letztendlich waren die finanziellen Risiken zu groß. Ausgeträumt! Traumhaft auch ein spektakulärer Entwurf der weltberühmten Him- melblau-Architekten, die zusam- men mit dem Gmünder Investor und Projektentwickler Gerald Feig Gewaltiges fürs Erdenreich (Ga- mundia-Viertel) schaffen wollten. Wegen Formfehler flog jedoch die zauberhafte Architektur frühzeitig aus dem Investorenwettbewerb raus. Auch deshalb, weil’s zwi- schen Gerald Feig und dem dama- ligen Oberbürgermeister und Bau- bürgermeister ganz schlichte Kommunikationsprobleme gab. So gab’s manchen Höhenflug und manchen Absturz bei traumhaften Gartenschau- und Stadtumbau- projekten. Letztendlich gab’s nun eine sichere Landung auf dem Bo- den der Tatsachen. hs fen. Dumm aber nur, dass eine Re- gel in den deutschen Verkehrs- und Zulassungsordnungen zu- nächst übersehen wurde, wonach auf solchen steilen Strecken wie im Taubental ein solches Gespann für öffentliche Personenbeförde- rung aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden darf. Immerhin kann das berühmte Elektrozügle nun auf der Ebene im Erdenreich bewundert werden. Dann wollte Stadtverwaltung und Landesgartenschau mit Bürgern und Gästen doch tatsächlich Schlitten fahren, um das Verkehrs- problem zwischen oben und un- ten zu lösen – die Geschichte einer Rodelbahn (Alpine Coaster), die zu einer Taubental-Achterbahn hätte umgerüstet werden sollen. Der Gedanke war zunächst gar nicht dumm: ÖPNV mit Spaßfaktor ver- knüpfen. Es gab heiße Debatten – auf dem Wochenmarkt, an Stammtischen und natürlich im Rathaus. Die eine Fraktion sah schon sogar Senioren unter Lust- geschrei durch Taubental flitzen, die anderen meinten, da könne man ja aus dem idyllischen Tau- bental gleich ein Oktoberfest oder Cannstatter Volksfest machen. Nach einer Kampfabstimmung war’s ausgerodelt mit diesem Pro- jekt. Zuvor schon hatte das christliche Gästezen- Ganz am Anfang eines jeden gro- ßen und historischen Projekts steht immer eine Idee, ein Geistes- blitz, ein Traum. In der Planungs- phase für die Landesgartenschau war es nicht viel anders. Vieles wurde realisiert. Manche Pläne verschwanden auch wieder in der Schublade. Einige der gescheiter- ten Projekte sind allerdings zu schade, um sie vollständig der Ver- gessenheit preiszugeben. Wer weiß? Vielleicht werden nachfol- gende Generationen sich daran erinnern, ja gerade diese verwor- fenen Pläne wieder aus den Schubladen holen? Da war vor allem die Episode mit der Idee des weltweit einmaligen Nahverkehrskonzeptes mittels Ein- satzes von Elektrozügla rauf und runter im Taubental. Zunächst –- was für eine Blamage – fand sich in ganz Deutschland nicht mal ein Fahrzeughersteller, der sich in der Lage sah, einen solchen Tauben- talstromer zu bauen. Zwölf von diesen Zü- gla wären notwen- dig gewesen, um Himmels- garten und Erdenreich über die Him- melsleiter miteinander zu verknüp- Eine Spaß- und gleichzeitig auchNahverkehrsrodelbahnrunter und rauf im Taubental? Nach hefti- gen Diskussionen blieb es auch bei diesem Projekt nur bei einer Idee. Ein Strauß von Ideen, der rasch verwelkte, prägte gleichfalls die Vor- geschichte der Landesgartenschau. Einige wären zu schade, um sie der Vergessenheit preiszugeben. So hätte das Schön- blick-Baumwipfelhotel am Rand des Tauben- talwalds ausgesehen. Gewiss wäre ein Auf- enthalt dort ein traum- haftes Erlebnis für Familien, Jugendliche oder auch gestresste Manager gewesen.
  30. 30. 31 LANDWIRTSCHAFT landwirtschaft Landwirtschaft einst und heute Im Himmelsgarten rücken das Mittelalter und die Gegenwart zusammen / Anbaumethoden wie in der Stauferzeit almischungen für die Verwendung in Biogas-Anlagen sowie Kolben- hirse, Sudangrad, Sonnenblumen, Grünlandpflanzen und vieles ande- re mehr. Auch bezüglich der Anbaumetho- den gibt es eine „gute Nachbar- schaft“ von Alt und Neu. Handar- beit auf der einen, Maschinen auf der anderen Seite. Der Unterschied zwischen Nahrungsmittelprodukti- on einerseits und speziellem Anbau von Biomasse zur Energiegewin- nung andererseits wird ebenfalls dargestellt. Erntezeit mit Sicheln und Dreschflegeln Es gibt einen Informationsstand, Schautafeln sowie eine Broschüre – und natürlich Führungen und Vor- führungen, um die Entwicklung der Landwirtschaft im Laufe eines Jahrtausends den Besucherinnen und Besuchern vor Augen zu füh- ren. Manche Aktionen und Schau- vorführungen müssen – abhängig von der Witterung und der Vegeta- tion – relativ kurzfristig terminiert werden. Höhepunkt im Bereich Landwirt- schaft wird sicher die Erntezeit sein, wenn zum Beispiel mit Dreschflegeln in mühsamer Arbeit die Spreu vom Weizen getrennt oder das reife Korn mit der Sichel geerntet und von Hand zu dekora- tiven Garben (Bündeln) verschnürt wird. gbr Landrat und einen Oberbürger- meister, wie sie mit dem Ochsenge- spann den Boden bearbeiten? Um- rahmt waren die beiden dabei von Bäuerinnen, Bauern, Mägden und Knechten in der Kleidung des Mit- telalters. Und die wird man natür- lich auch von April bis Oktober da- bei beobachten können, wie sie in Staufersaga-Gewändern Arbeiten ausführen, die für die jeweilige Jah- reszeit typisch sind. Auf dem Stau- feracker sollen alte Linsensorten, Leinen, Roggen, Einkorn Acker- bohnen und viele andere Pflanzen sprießen. Das Besondere an der Präsentation im Himmelsgarten ist der direkte Vergleich zwischen historischer und moderner Landwirtschaft. Denn auf rund 2700 Quadratme- tern wachsen die heute üblichen Kulturen, zum Beispiel Winterwei- zen, Wintergerste, Silomais. In der Einzelkulturenschau, die parallel zu den historischen Einzelkulturen eingesät wurden, sieht man Spezi- Vom Fleckvieh gezogen bahnt der hölzerne Hakenpflug seine Furche durch den Himmelsgarten. Zwi- schen zwei Streifen mit Ackerwild- kräutern und umrahmt von Bei- spielen – für moderne Landwirt- schaft – zeigt der Stauferacker im Landschaftspark Rehnenhof/Wetz- gau bei der Landesgartenschau un- ter anderem die über Jahrhunderte praktizierte Dreifelderwirtschaft. Neben einer Brache gibt es die Winterbrache und den Haferanbau sowie ein Feld mit Dinkel und Ackerwildkräutern. Knapp 1400 Quadratmeter der landwirtschaftli- chen Schaufläche bei der Landes- gartenschau widmen sich der his- torischen Landwirtschaft. Dabei beschränkt sich die Historie keines- falls auf das Präsentieren alter Ge- rätschaften, sondern umfasst auch authentisches Saatgut. Aber auch das Bestellen der Acker- fläche längst vor der Eröffnung war schon eine echte Schau. Wann sieht man schon einmal einen Neben den heute in der Landwirtschaft üblichen Sorten wird auf dem Stauferacker in Wetzgau auch histori- sches Saatgut wachsen. Fotos: bt/fed Mitglieder der Gruppe „Landwirtschaft“ aus dem Staufersaga-Verein sind in historischen Gewändern im Himmelsgarten tätig. Ostalb-Landrat Klaus Pavel hinter dem histori- schen Hakenpflug. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold kümmert sich vorne um das Zugtier.
  31. 31. blühenden gärten 32 DIE BLÜHENDEN GÄRTEN Eine Schau der Blumen Was es in der Halle gibt Blumenschauen im Stadtgarten. 30. April – 18. Mai: Das Ding mit der Liebe Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens � 20. Mai – 1. Juni Carpe diem! Lebe den Tag Die Römer in Gmünd � 3. Juni – 15. Juni Interpretationen unseres Handwerks: Eine florale Leistungsschau � 17. Juni – 22. Juni Die Rosenschau Hommage an die Königin � 24. Juni – 6. Juli Barocke Opulenz trifft auf Blumenfreuden Blumen BaRocken Gmünd � 8. Juli – 20. Juli Fremd Gehen Exotische Schönheiten locken � 22. Juli – 3. August Schwäbisch Gmünd Spannung in Gold und Silber � 5. August – 17. August Natur Objekt Schau Farbe Form Bewegung � 19. August – 31. August Pflanze und Architektur Grünes im Lebensraum, denn Pflanzen sind die Naherholungsgebiete der Augen � 2. September – 14. September …weil sie uns berühren blumig emotional � 16. September – 28. September Alles hat seine Zeit Blumen als tröstende Wegbegleiter � 30. September – 12. Oktober Der Ernte Dank Bewusst Kostbar Garten schauen als eigentliches Ziel Im Mittelpunkt einer Landesgartenschau stehen noch immer die blühenden Gärten beeren und eigens gezüchtete Tomaten lie- fern. Im Himmelsgarten bei Wetzgau gibt es Schaugärten, die Lust machen auf Gar- ten-, aber auch Terrassen- und Balkon- Träume. „Oben“ finden sich auch die – zu- nächst wohl noch blühenden – Streuobst- wiesen mit einigen vom Aussterben be- drohten und heute weitgehend unbekann- ten Sorten. Es gibt Blumenwiesen, an de- nen in Gmünd seit Jahren experimentiert wird; ein bemerkenswert bepflanzter Blumenwirbel oder auch Blumenstrudel ist Blickfang, und auch die essbaren Gärten des Schönblicks und die Ange- bote der Weleda locken. Wenn Gartenschau in der Stadt stattfindet Das Geschehen im Erdenreich ist bän- derbestimmt: Als Hommage an die Geschichte der Gold- und Silberstadt ziehen sich gold- und silberfarbene Staudenbeete durch die Stadt. Das silberne Band führt vom Bahnhof – wichtigstes Tor zur Gartenschau – über die Rems zur Fünfknopf- turmbrücke und präsentiert ganz nebenbei die Bürgergärten. Das goldene Band erschließt Roko- kobrücke und Rokokoschlöss- chen und führt zu den Senkgär- ten und zur Blumenhalle im Stadtgarten, wo in zwölf Schauen zu sehen ist, was Flo- ristik heute zu leisten vermag. Wer an Gmünds Villengärten entlang spaziert, findet auch die Gärten der Gmünder Partnerstädte, allen voran den Antiber Rosengarten, der wirklich zauberhaft zu werden verspricht. bt Martin Schulz-Brehme, der an den „Gärt- nerischen Ausstellungen“ arbeitet, macht Lust auf die ursprünglichen Inhalte einer Gartenschau – auf die Dinge, die wachsen und blühen und Natur erleben lassen. Gmünd ist beileibe nicht seine erste Gar- tenschau, mit dem damit verbundenen ganz enormen Zeitdruck kann er umgehen. Es ist immer dasselbe: „Bei der Eröffnung können wir erstmals durchschnaufen.“ Vor allem das ist nämlich Gartenschau – im Grünen eine gute Zeit erleben, ge- nießen, mit allen Sinnen Schönes erfahren. Aber auch Ideen sammeln, Inspira- tion: Besucher wollen daheim einen Riesen-Garten besser bespielen oder auf kleinstem Raum verwirklichte Garten- träume kennenlernen. In Gmünd finden sie Anregun- gen für fernöstliche Anklänge ebenso wie für multifunktio- nelle Gemüse-Blumen-Erho- lungs-Gärten vor Schicht- mauerwerk oder kunstvol- len Holzpalisaden. Oder soll’s doch lieber ein ro- mantisches Rosen-Eckle sein, das einfach nur seufzen lässt? Neue oder altbewähr- te Kombinationen, die einander die Schädlinge vertrei- ben, sind zu sehen. Züchtungen wie Zitronenthymian oder Hängetoma- ten oder Pflanzkü- bel, die den ganzen Sommer über Pflücksa- lat, Mangold, Monatserd- Der früh einsetzende Frühling ließ um die Tulpen fürchten, doch die meisten Sorten stehen jetzt erst in voller Blüte. Tulpen sind die „Ouvertüre“ – sie begründen Gmünds Blütensommer. Fotos: RKr

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