Gabriele Amann Zeitmanagement Planung Improvisation

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    Gabriele Amann Zeitmanagement Planung Improvisation - Presentation Transcript

    1. Gabriele Amann Consulting PRAXIS Zeitmanagement zwischen Planung und Improvisation Immer mehr Infor mationen erreichen uns z ur gleichen Zeit „Meinen Arbeitstag planen? – To-do-Listen stehen die Zielv orgaben anderer stärker im machen? – Dafür habe ich wirklich keine Zeit! – Ich Vordergrund, als unsere eigenen. Bei der täglichen komme ins Büro und habe u m acht Uhr schon 150 Planung unserer Aufgaben bestimmen wir selbst, E-Mails im Posteingang. Wenn ich mir jetzt einen wann wir was und wie erledigen. Bei improv isierten Plan mache, dann kann ich den nach einer Stunde Prozessen bestimmen im Wesentlichen andere schon wieder über den Haufen werfen! – Prioritäten darüber, was wir bis wann zu erledigen hab en. Diese setzen? Jeder hier im Büro ist wichtig! Jeder hat es anderen sind: Vorgesetzte, Kunden, Kollegen. Wie wir mit seinen Anliegen dringend! – Überall Deadlines. die Dinge erledigen, steht dann wieder im eigenen Ich reagiere doch nur noch! – Zeitmanage ment und Ermessen. Planung, das war gestern!“ Aufträge auf Zuruf bekommen leichter So oder ähnlich reagieren Mitarbeiter heute, wenn man sie auf das Thema Zeitmanagement und eine höhere Priorität zugewiesen Planung anspricht. Und tatsächlich: Zeit f ür eine Doch warum gibt man Aufträgen auf Zuruf leicht eine gute Tagesplanung bleibt den Mitarbeitern immer höhere Priorität als der eigenen Planung? Warum seltener. Fakt ist: Mitarbeiter müssen ihre Arbeit können Vorgesetzte, Kunden, Kollegen unsere Tagesplanung v on jetzt auf gleich einf ach über den immer öfter ad hoc und auf Zuruf erledigen. Einige Gründe hierf ür haben wir Ihnen in diesem Beitrag Hauf en werf en? Neben neurobiologischen Gründen, gibt es hierf ür auch ganz pragmatische: Der zusammengef asst. Darüber hinaus erhalten Sie Anregungen, wie Sie es schaffen können, zwischen Vorgesetzte hat Weisungsbef ugnis. Der Kunde ist König. Und der liebe Kollege? Er ist eben ein netter Planung und Improv isation eine gewisse Balance herzustellen. Mensch und Gefälligkeiten gehören zu unserem sozialen Miteinander. Tue ich dir heute einen Gef allen, tust du mir v ielleicht morgen einen. Eine gute Planung ist der Schlüssel für eine gelungene Improv isation Doch nicht nur Vorgesetzte, Kunden und Kollegen Eine realistische Zeit- und Auf gabenplanung bietet sorgen f ür ad hoc Aufträge. Auch wir selbst können einen konstruktiv en Rahmen für all jene Arbeiten, uns unkonzentriert v on einem Job zum nächsten die zwischendurch ad hoc erledigt werden müssen. hangeln. Das geschieht v or allem dann, wenn wir Auch eine gelungene Improv isation basiert auf unseren Tag eben gar nicht, oder nicht realistisch klaren und wohlgef ormten Zielen. genug geplant haben. Doch warum f ällt es Der wesentliche Unterschied zur normalen Planung: Mitarbeitern mit der Planung immer schwerer? Und bei improv isierten Arbeitsprozessen, die ad hoc und warum kommen v iele allein mit den Methoden des damit meist auf Zuruf erledigt werden müssen, klassischen Zeitmanagements nicht mehr klar? © 2009 www.amann-consulting.de | www.balance-acting.de 1
    2. Improv isations- und Soft-Skill-Training „Allzeitv erfügbarkeit“ f rüher eher nur v on Die häufigsten Planungsfehler Führungskräften und Managern vorausgesetzt, so gibt es heute immer mehr Führungskräfte, welche die  Die persönlichen Wertmaßstäbe f ür den gleiche Flexibilität auch von ihren Mitarbeitern f ordern. Arbeitsprozess sind nicht klar Der Mitarbeiter bekommt seine Auf gaben also immer  Die persönlichen Wertmaßstäbe f ür den häuf iger auf Zuruf. Er f üllt seine Arbeitszeit Arbeitsprozess sind unrealistisch überwiegend mit den Auf gaben, die gerade anstehen  Die Arbeitsziele sind nicht oder unklar def iniert und v on allen Seiten auf ihn zuströmen. Das  Die Arbeitsziele sind unrealistisch formuliert Ergebnis: zwischen permanenter Hektik und  Es werden keine Prioritäten gesetzt Alltagsstress wird immer häuf iger – auch ohne Plan -  Es werden die „falschen“ Prioritäten gesetzt improv isiert.  Nicht man selbst macht die Planung, man lässt sich von anderen v erplanen Doch planlos improvisiert werden sollte nur da, wo es  Es werden keine oder zu wenige Puffer f ür wirklich nötig ist. Nämlich dann, wenn wirklich Unv orhergesehenes eingeplant Unv orhergesehnes geschieht. Dann, wenn f ür  Man selbst oder andere planen nach Auf gaben keine Handlungsroutinen v orliegen oder unrealistischen Zeitvorgaben ausnahmsweise mal alles drunter und drüber geht.  Delegierte Aufgaben werden blind akzeptiert Unnötiges Improv isieren lässt sich im Arbeitsalltag und nicht ausreichend hinterf ragt v ermeiden, wenn man die potentiellen Möglichkeiten  Ad hoc - Arbeitszeiten werden nicht als echte zur Planung seiner Zeit wieder stärker nutzt. Arbeitsphasen berücksichtigt Wie können Sie ty pische Zeit-Fallen vermeiden und Ihre Planungssouv eränität im Alltag wieder zurückgewinnen? Grenzen des Zeitmanagements Das klassische Zeitmanagement geht davon aus, dass der einzelne Mitarbeiter einen breiten Entscheidungsrahmen darüber besitzt, wie er was Achtung Gleichzeitigkeitsfalle! und bis wann erledigen kann. Wird dieser Entscheidungsrahmen jedoch eingeschränkt, Was geschieht in der Praxis? greif en viele Zeitmanagement-Methoden, die auf einem persönlichen Ziel- und Prioritäten- Ein Mitarbeiter ist heute oft f ür mehrere Vorgesetzte oder eine Vielzahl v on Kunden zuständig. Die zu Management beruhen, nicht mehr. Mitarbeiter sind heute –dank E-Mail, Blackberry & Co - jederzeit erledigenden Auf gaben werden nicht mehr nach und nach an den Mitarbeiter delegiert, sondern kommen - und an jedem Ort v erfügbar. Entsprechend können dank E-Mail, Blackberry & Co - oftmals gleichzeitig auch Auf gaben jederzeit und v on jedem Ort aus auf den Mitarbeiter zu. delegiert werden. Doch welcher Chef hat Vorrang? Welcher Kunde wird Der Mitarbeiter wird ständig abgelenkt, in seinen zuerst bedient? Nicht selten wurde eben noch ein Mail Arbeitsabläuf en häuf ig unterbrochen und kann v erschickt und 10 Minuten später ruft der Kunde Arbeiten nicht konzentriert ausf ühren oder zügig schon an: „ Haben Sie denn meine Mail vorhin nicht abschließen. Selbst Pausen-, Feierabend-, bekommen? Ich warte auf Ihre Antwort. Wo bleiben Wochenend- und Urlaubszeiten werden f ür die die Unterlagen?“ Delegation von Aufgaben genutzt. Wurde diese 2 © 2009 www.amann-consulting.de | www.balance-working.de
    3. Gabriele Amann Consulting Die Folgen für den Mitarbeiter Der Mitarbeiter startet bereits am Morgen mit einer Fülle v on routinemäßig zu koordinierenden Tätigkeiten. Nicht selten f allen heute bereits am Morgen 150 und mehr E-Mails an. Dabei erwartet jeder Absender, dass sein Auftrag zuerst erledigt und als wichtigste Auf gabe behandelt wird. Der Mitarbeiter soll nun Prioritäten setzen. Doch wie? Die Aufgaben nach Eingang bearbeiten? Die betreffenden Personen zurückrufen? Nach den Gewinnen Sie Ihre Planungshoheit zurück Deadlines fragen? 2. Zeitangaben für Deadlines hinterfragen Viele Mitarbeiter verlieren hier am Morgen bereits „ Bis wann genau brauchen Sie die Unterlagen? – Am kostbare Zeit, die ihnen f ür die Abarbeitung der besten vorgestern!“ Jeder möchte seine eigentlichen Auf gaben später fehlt. Und nicht selten Angelegenheiten am liebsten schon gestern erledigt gewinnt derjenige Chef oder Kunde das Rennen auf haben. Lassen Sie sich v on solchen Killerphrasen der Prioritätenliste des Mitarbeiters, der die Mail am nicht unter Druck setzen. Gehen Sie auf solche Sätze f ordernsten formuliert oder am lautesten geschrien nicht inhaltlich ein, wiederholen Sie Ihre Frage. hat. Und dies ist nicht immer der mit der wichtigsten Auf gabe: „ Ich mache das jetzt als Erstes. Beispiel: Hauptsache, der Meier nervt mich nicht weiter mit „Und bis wann genau brauchen Sie nun die seinen Anrufen!“ Unterlagen? – Nun ja. Bis heute Nachmittag. – Wann genau heute Nachmittag? Ich könnte sie schon bis 17:00 Uhr fertig haben. – Gut. Dann eben bis 17:00 Wie bekommen Sie als Mitarbeiter Ihre Uhr.“ Planungssouveränität zurück? 3. Den Chef über zu enge Deadlines informieren Bleiben Sie in Ihrer Planungsverantwortung. Begründen Sie, warum die Deadline für Sie zu eng ist Nicht der Kunde oder Kollege bestimmt, ob die und machen Sie einen konkreten Alternativvorschlag. Sache dringend zu erledigen ist, sondern zunächst Kommt die Alternativ e nicht in Betracht, inf ormieren Sie selbst. Lassen Sie sich daher nicht unter Druck Sie Ihren Chef, welche anderen Angelegenheiten ggf. setzen. Gehen Sie nicht auf Verhandlungen ein. daf ür hinten anstehen müssen, und überlassen Sie ihm die Entscheidung über die entsprechenden Beispiel: Prioritäten. „ Ich erledige das gerne. Sie bekommen die Unterlagen bis um 17:00 Uhr!“ – „ Geht es denn Beispiel: nicht früher?“ – „ Nein. Leider nicht.“ Machen Sie an „Ja. Das kann ich gerne für Sie erledigen. Ich habe diesem Punkt eine Sprechpause. Rechtf ertigen Sie heute zwischen 14 und 16 Uhr dafür Zeit.“ – „ Ja, aber sich nicht f ür Ihre Entscheidungen. Lassen Sie das das muss früher, am besten sofort erledigt werden.“ – „Nein“ im Raum stehen und lernen Sie, eine auch „Ja. Das verstehe ich. Dann muss ich dafür die eine unf reundliche Gegenreaktion auszuhalten. Aufgabe XY hinten anstellen. Ist das in Ihrem Sinne?“ Geben Sie keine weitschweif igen Begründungen für – „ Ach nein. Dass mit XY ist wichtiger. Gut. Dann Ihre Entscheidung ab. Das kostet Zeit und bringt in spätestens bis heute Nachmittag.“ der Sache nichts. Stehen Sie zu ihrer Entscheidung. © 2009 www.amann-consulting.de | www.balance-acting.de 3
    4. Improv isations- und Soft-Skill-Training Achtung Häppchenfalle! Zeit-Spar-Tipps für Führungskräfte Tipp Nr. 1: Halten Sie ab und zu inne und geben Sie Ihren eigenen Stress nicht ungefiltert weiter. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und f ragen Sie sich: Wie wichtig und dringlich ist die Aufgabe, die ich vergebe, wirklich? Denken Sie daran, dass Sie bestimmt nicht der einzige sind, der heute etwas Wichtiges und Dringendes zu tun hat. Geben Sie sich kooperationsbreit. Das macht das stressige Leben f ür alle etwas leichter. Tipp Nr. 2: Infor mati onen werden nicht gebündelt über bracht – Nehmen Sie unnötigen Zeitdruck aus Aufgaben nicht gebündelt delegiert. Formulierungen und Zeitangaben raus. Nutzen Sie Formulierungen, die dem Mitarbeiter das Gef ühl und die Freiheit geben, seine Aufgaben sinnv oll planen zu können. Ein Beispiel: es klingt Was geschieht in der Praxis? wesentlich entspannter wenn Sie sagen: „ Es reicht, Die Auf gabenstellungen werden nicht inhaltlich wenn Sie die Unterlagen bis heute Abend um 17:00 gebündelt delegiert. Oder die Aufgaben werden zu Uhr zusammenstellen“ als „ Die Sachen sind wichtig früh und erst einmal kurzf ristig und unv ollständig und müssen dringend bis 17:00 Uhr auf meine m f ormuliert. „ Also, dann fangen Sie jetzt einfach schon Tisch liegen. Ich habe eine Deadline, die ich mal an. Ich schicke Ihnen den Rest dann gleich einhalten muss!!!!“ rüber.“ Über den Tag v erteilt trudeln die restlichen Inf ormationen dann Häppchen für Häppchen ein. Tipp Nr. 3: Die Folgen für den Mitarbeiter Gerade bei stressigen Situationen gilt: Der Mitarbeiter ist seit dem Vormittag ständig auf Der Ton macht die Musik. Stand by. Jede neue Inf ormation muss er f lexibel in Bleiben Sie f reundlich. Nehmen Sie sich selbst die den Arbeitsablauf einarbeiten, ohne zu wissen: „Ist Zeit für ein Danke oder Bitte und v erzichten Sie auf das jetzt alles? Was genau kommt denn jetzt noch?“. unnötige Dringlichkeitshinweise wie z.B. rote Oft entstehen unproduktive Warte- oder Leerzeiten. Ausruf ezeichen an E-Mails und drohen Sie nicht mit Da der Mitarbeiter auf Stand by ist, kann er in der angeblichen Deadlines, obwohl diese noch Tage v or Zwischenzeit keine anderen wichtigen Auf gaben sich hin dümpeln. Die Erfahrung zeigt, dass solche beginnen. Die Devise „einfach schon mal mit dem Signale nicht mehr ernst genommen werden und anf angen was da ist“ scheint zwar auf dem ersten sich abnutzen. Verzichten Sie dagegen auf solche Blick etwas in Gang zu bringen. Doch im Grunde wird Hinweise, werden Sie daf ür sehr wichtig der Mitarbeiter f ür viele andere Tätigkeiten genommen, wenn sie denn ausnahmsweise einmal ausgebremst. auftauchen. 4 © 2009 www.amann-consulting.de | www.balance-working.de
    5. Gabriele Amann Consulting Ohne v ollständige Inf ormationen kann der Mitarbeiter weder seine Zeit richtig planen, noch ein v ollständiges Konzept zur Umsetzung des Projektes erstellen. Das Ergebnis ist daher häufig ein improv isierter Flickenteppich und viel v erschwendete Zeit, weil häuf ig Veränderungen v orgenommen werden müssen. Wie bekommen Sie als Mitarbeiter Ihre Planungssouveränität zurück? 1. Bleiben Sie in Ihrer Planungsverantwortung. Schenken Sie Aufmerksamkeit: Fragen Sie nach den f ehlenden Informationen und Bündeln Sie Informationen und Arbeitsaufgaben betonen Sie, dass Sie erst dann mit der Arbeit bevor Sie sie an Mitarbeiter weitergeben. loslegen können, wenn bestimmte Inf ormationen da Das spart Zeit und bündelt die Konzentration. sind. Geben Sie dem Auftraggeber eine klare Zeitv orgabe, bis wann er die Inf ormationen f ür Sie Redaktion zusammen haben muss, damit Sie noch in der von ihm gewünschten Zeit f ertig werden können. Gabriele Amann. Juristin. NLP-Trainer (DVNLP). Psy chologische Beraterin mit Erlaubnis zur 2. Bündeln Sie eingehende Informationen. Psy chotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HPG). Auch wenn gedrängt wird, schon mal loszulegen. Systemischer Coach. Seit 1996 Trainerin f ür Beginnen Sie erst mit der Arbeit, wenn Sie die Improv isations-Theater. Ausbildungsleiterin der Train- wichtigsten Informationen zusammen haben. the-Trainer Fortbildung zum Impro-Seminar-Trainer. Lassen Sie sich nicht zum Improvisieren v erführen, Inf os unter ww.impro-f uer-trainer.de wenn es nicht wirklich nötig ist. Weisen Sie darauf Tätig als selbstständige Beraterin, Trainerin und hin, dass Sie eine andere Arbeit erst zu Ende Coach. Schwerpunkte: Gesundheitsf örderung im bringen müssen, bev or Sie mit dem neuen Auftrag Unternehmen, Kommunikation und Führung, Zeit- und beginnen. Selbstmanagement, Improvisations- und Kreativ- Techniken in der Projektarbeit. Infos zum Impro- und 2. Bündeln Sie ausgehende Informationen. Soft-Skill-Training: www.impro-im-business.de Gewöhnen Sie sich an Inf ormationen und Arbeits- auf gaben dann weiterzugeben, wenn sie wirklich aussagekräftig sind. Zwar sieht es nach mehr Arbeit Seminare, Vorträge und Workshops und Geschäftigkeit aus, wenn Sie immer wieder kleine Informationsbrocken ablief ern. Jede Gabriele Amann Consulting Arbeitsunterbrechung ist jedoch erst einmal eine - Improv isations- und Soft-Skill-Training - Ablenkung, die nur Konzentration, Aufmerksamkeit Spicherenstraße 10 und am Ende Zeit kostet. 81667 München Tel: +49 (0)89 44439377 inf o@amann-consulting.de www.amann-consulting.de | www.balance-acting.de © 2009 www.amann-consulting.de | www.balance-acting.de 5

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