Warum ist eine Website kein Webort?

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    Das lässt sich mit den folgenden Beispielen bestätigen.

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    Warum ist eine Website kein Webort? - Presentation Transcript

    1. Warum ist eine Website kein Webort? Alexander Tokar Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf Second International Conference of the German Cognitive Linguistics Association Munich, October 5-7, 2006
    2. Deutsch für Computer Den meisten von uns ist klar, dass das englische Wort Computer vom Verb compute (rechnen, schätzen) kommt, dass ein Computer also ein Rechner oder Schätzer ist. Aber noch immer gibt es viele Zeitgenossen, die vielleicht gerade erst anfangen, sich mit diesem komplexen Thema etwas näher zu befassen. Dieser Artikel soll all jenen helfen, die nicht mit einem Spielbuben aufgewachsen sind und die nicht schon von Kind auf all diese verwirrenden Begriffe wie eine Muttersprache auf natürlichem Wege erlernen konnten. Mutterbrett und Riesenbiss Beginnen wir vielleicht mit den einfachen Dingen, die wir sehen, anfassen und damit auch noch begreifen können! Alle Bausteine eines Schätzers werden als Hartware bezeichnet. Es ist sehr wichtig, bei der Auswahl der Hartware sorgsam zu sein, denn nur auf guter Hartware kann die Weichware richtig schnell laufen. Bei der Hartware ist das Mutterbrett von besonderer Bedeutung. Das Mutterbrett soll unter anderem mit einem Schnittsatz von Intel ausgerüstet sein. Die gleiche Firma sollte auch die ZVE (Zentrale Voranschreitungs-Einheit) geliefert haben. Damit wir uns bei der Arbeit richtig wohl fühlen, sollten wir einen 17-Daumenlang-Vorzeiger oder eine 15-Daumenlang-Flüssig-Kristall-Schaustellung verwenden. Zum Zwecke der Augenschonung sollten Sie den Vorzeiger oder die Schaustellung auf mindestens 70 Bildern pro Sekunde Erholungsgeschwindigkeit und wahre Farbe einstellen. Ein ordentliches Schlüsselbrett darf auch nicht fehlen. Damit anspruchsvolle Weichware eine gute Vorführung zeigt, müssen mindestens 64 Riesenbiss-Erinnerung eingebaut sein. Natürlich gehört neben dem 3 l/2-Zoll- Schlappscheibentreiber auch eine Dichtscheiben-Lese-nur-Erinnerung zur Grundausrüstung. Eine Hartscheibe mit 10 Gigantischbiss dürfte für die nächsten zwei bis drei Jahre ausreichend Erinnerungsplatz für Weichware und Daten bieten. Wenn wir unseren PS (persönlichen Schätzer) auch zum Spielen benutzen wollen, sollten wir uns neben der Maus auch noch einen Freudenstock und ein gutes Schallbrett anschaffen.
    3. Winzigweich und Kraftpunkt So, hierdurch sind nun die optimalen Grundlagen für Einbau und Betrieb der Weichware geschaffen! Damit die Weichware auf unserer Hartware überhaupt laufen kann, braucht es ein Betriebssystem. Es empfiehlt sich heute, ein solches mit einem grafischen Benutzer-Zwischengesicht zu installieren. Besonders weit verbreitet sind die Systeme Winzigweich-Fenster 95 und das neuere Fenster 98 des gleichen Herstellers mit integriertem Zwischennetz-Erforscher. Letzteres ist ärgerlich für Leute, die lieber mit dem Netzschaft-Schiffsführerwellenreiten arbeiten wollen. Winzigweich-Systeme haben die Eigenart, öfter mal einen Krach zu verursachen. Dann müssen sie neu gestiefelt werden. Schläger verzichten auf ein grafisches Zwischengesicht und bevorzugen ein altes, Befehlslinien- Ausdeuter-ausgerichtetes Vielfachbeaufgabungs-Betriebssystem namens Einheitlix, weil sie behaupten, sie wüssten schon, was sie tun. Einhetlix hat den Vorteil, dass es auf verschiedenen Schätzern mit unterschiedlichen ZVEs läuft. Auch auf älteren Geräten hat es eine gute Vorführung. Einhetlix ist furchtbar umständlich zu bedienen, aber der Schläger kann damit alles machen, was er will. Zum Beispiel ganz schnell den Schätzer kaputt. Für Leute, die mit ihrem Schätzer anspruchsvolle Arbeiten erledigen wollen, gibt es unter Fenster 95/98 das berühmte "Büro fachmännisch 97" bzw. "Büro fachmännisch 2000". Dieses Erzeugnis besteht aus den neuesten Ausgaben der Weichwaren Wort, Übertreff, Kraftpunkt und Zugriff. Damit stehen dem Benutzer alle wichtigen Funktionen wie Wortveredelung, Ausbreitblatt, Präsentationsgrafik und Datenstützpunkt-Behandlung zur Verfügung. http://www.pcbetreuung.de/humor/hwspass.htm
    4. Übersetzungshilfe Büro fachmännisch 1997 > Office 1997 Dichtscheiben-Lese-nur-Erinnerung > Compact Disc Read Only Memory Fenster > Windows Winzigweich > Microsoft Freudenstock > Joystick Gigantischbiss/Riesenbiss > Gigabyte/Megabyte Hartware/Weichware > Hardware/Software Mutterbrett > Motherboard Zwischengesicht > Interface Kraftpunkt > PowerPoint Zwischennetz-Erforscher > Internet Explorer
    5. Deutsche, französische und spanische Internetterminologie im Vergleich Deutsch Französisch Spanisch Email courrier électronique correo electrónico Homepage page perso página principal Cracker pirate intruso Gateway passarelle punto de accesso Browser navigateur navegador
    6. Motive der Anglizismenverwendung Kürze Vgl. z.B. surfen und Wellenreiten; Browser und Stöberer / Durchblätterer positive Konnotationen wie z.B. Modernität und Internationalität Englische Lehnwörter werden besonders dann in der Werbung eingesetzt, wenn dem beworbenen Produkt das Image der Modernität und Internationalität zugeschrieben werden soll (Schütte 1996:356). (keine) Sprachpolitik bzw. Sprachregulierung
    7. Metaphorische Konzeptualisierung? Wird ein Lehnwort (z.B. website, email, homepage, usw.), das im Englischen einen metaphorischen Bedeutungswandel erfahren hat, auch im Deutschen metaphorisch verstanden?
    8. Englische Metaphern im deutschen Computerwortschatz Website Firewall
    9. Kontextbezogene Bedeutungsdefinitionen „The meaning of a word is its use“ (Wittgenstein 1953: 20) „...pattern of normality and abnormality across the full range of possible contexts“ (Cruse 2000:43)
    10. Semantische Anomalien nach Cruse (2000) Pleonasm It was stolen illegally Clash of senses The balloon rose ever lower
    11. Deutsch für Computer Den meisten von uns ist klar, dass das englische Wort Computer vom Verb compute (rechnen, schätzen) kommt, dass ein Computer also ein Rechner oder Schätzer ist. Aber noch immer gibt es viele Zeitgenossen, die vielleicht gerade erst anfangen, sich mit diesem komplexen Thema etwas näher zu befassen. Dieser Artikel soll all jenen helfen, die nicht mit einem Spielbuben aufgewachsen sind und die nicht schon von Kind auf all diese verwirrenden Begriffe wie eine Muttersprache auf natürlichem Wege erlernen konnten. Mutterbrett und Riesenbiss Beginnen wir vielleicht mit den einfachen Dingen, die wir sehen, anfassen und damit auch noch begreifen können! Alle Bausteine eines Schätzers werden als Hartware bezeichnet. Es ist sehr wichtig, bei der Auswahl der Hartware sorgsam zu sein, denn nur auf guter Hartware kann die Weichware richtig schnell laufen. Bei der Hartware ist das Mutterbrett von besonderer Bedeutung. Das Mutterbrett soll unter anderem mit einem Schnittsatz von Intel ausgerüstet sein. Die gleiche Firma sollte auch die ZVE (Zentrale Voranschreitungs-Einheit) geliefert haben. Damit wir uns bei der Arbeit richtig wohl fühlen, sollten wir einen 17-Daumenlang-Vorzeiger oder eine 15-Daumenlang-Flüssig-Kristall-Schaustellung verwenden. Zum Zwecke der Augenschonung sollten Sie den Vorzeiger oder die Schaustellung auf mindestens 70 Bildern pro Sekunde Erholungsgeschwindigkeit und wahre Farbe einstellen. Ein ordentliches Schlüsselbrett darf auch nicht fehlen. Damit anspruchsvolle Weichware eine gute Vorführung zeigt, müssen mindestens 64 Riesenbiss-Erinnerung eingebaut sein. Natürlich gehört neben dem 3 l/2-Zoll- Schlappscheibentreiber auch eine Dichtscheiben-Lese-nur-Erinnerung zur Grundausrüstung. Eine Hartscheibe mit 10 Gigantischbiss dürfte für die nächsten zwei bis drei Jahre ausreichend Erinnerungsplatz für Weichware und Daten bieten. Wenn wir unseren PS (persönlichen Schätzer) auch zum Spielen benutzen wollen, sollten wir uns neben der Maus auch noch einen Freudenstock und ein gutes Schallbrett anschaffen.
    12. Hypothese Wenn Lehnwort ist indigene Metapher – Definition (z.B. eine Firewall ist eine Brandschutzmauer) keine semantische Anomalie auslöst, wird das entsprechende Konzept auch in der Zielsprache metaphorisch konzeptualisiert.
    13. Korpus Peyton, Christine 2002. Das neue PC Lexikon für alle. Düsseldorf: Sybex Voss, Andreas 2000-2006. Das große PC & Internet Lexikon. Düsseldorf: Data Backer ComputerBild Jahres CD-Rom 2005 Definitionen-Service bei www.google.de
    14. Ergebnisse Es gibt keine „Firewall ist Feuerwand bzw. Brandschutzmauer“-Definition. Eine Firewall ist eine Software, die den unberechtigten Zugriff auf ein Computersystem verhindert. Eine Firewall ist ein Schutzprogramm.
    15. Methodologie 25 Testpersonen, Muttersprache Deutsch, 14 Frauen - 11 Männer, Alter 23-58
    16. Firewall-Definitionen 1. Die englische Bezeichnung Firewall wird für spezielle Rechner oder Programme verwendet, die das unautorisierte Eindringen von fremden Personen und/oder die Übertragung ungewollter, gefährlicher Daten verhindern (Voos 2001: 368) 2. Eine Firewall ist ein Programm zum Schutz des Computers vor unbefugten Zugriffen aus dem Internet. (ComputerBild, 1/2005, Seite 80). 3. Eine Firewall ist eine Feuerwand, die den Unbefugten den Zugang zum Rechner verweigern soll. 4. Eine Firewall ist ein Schutzprogramm. Es schützt Computer, die ans Internet angeschlossen sind, vor unbefugtem Zugriff und überprüft auch ein- und ausgehende Daten auf Viren und andere Programme, die Schaden anrichten können. www.webcare.ch/webcare/glossar.htm 5. Eine Firewall ist eine Brandschutzmauer, die Netzwerke vor unberechtigten Zugriffen schützt oder Zugriffe auf andere Rechner nicht zulässt.
    17. Ergebnisse Alle Testpersonen bezeichneten Definitionen 3-5 als schlechte Definitionen. „Eine Brandwand ist ungewohnter Ausdruck. Ich würde sofort an Brennen denken und Feuerwehr... Im Zusammenhang mit Computer ist für mich Firewall gültig und hat nix mit Feuer und nix mit Brand zu tun.“ Eine Firewall ist keine Feuerwand bzw. Brandschutzmauer, aber vielleicht gibt es andere deutsche Metaphern, durch die eine Firewall definiert werden kann, ohne semantische Anomalie auszulösen?
    18. Was ist eine Firewall? Firewall ist ein Computerprogramm... (18 Testpersonen) Firewall ist eine Mauer... (7 Testpersonen) „Ich stelle mir das vor wie eine Mauer um meinen PC rum, dass ich ... dass andere bösartige Menschen keinen Zugriff auf meinen Rechner bekommen“ Firewall ist keine Brandschutzmauer, sondern eine Mauer???
    19. Firewall als Realisierung der konzeptuellen Metapher HACKERANGRIFF IST EINBRUCH Eine Firewall ist keine Brandschutzmauer, die die Ausbreitung des Brandes zu verhindern hat, sondern eine Schutzmauer, die dem Schutz gegen Eindringlinge aus dem Internet dienen soll.
    20. World Fire Statistics Country Fire Death 1995 1996 1997 Singapore 5 10 Switzerland 20 35 Spain 210 260 Netherlands 135 145 110 Austria 60 65 75 Italy 455 Germany 770 895 730 France 585 645 530 New Zealand 35 40 45 Czech Republic 115 125 140 UK 770 745 760 Canada 440 410 460 Japan 2400 2020 2140 United States 5000 5400 4400
    21. The United States Fire Administration Challenge America's fire death rate is one of the highest per capita in the industrialized world. Fire kills 3,700 and injures more than 20,000 people each year. Firefighters pay a high price for this terrible fire record as well; approximately 100 firefighters die in the line of duty each year. Direct property losses due to fire reach almost $11 billion a year. Most of these deaths and losses can be prevented! In fact, America's fire losses today represent a dramatic improvement from more than 20 years ago. In 1971, this Nation lost more than 12,000 citizens and 250 firefighters to fire. Acting to halt these tragic losses, Congress passed P.L. 93-498, the Federal Fire Prevention and Control Act, in 1974; it established the United States Fire Administration (USFA) and its National Fire Academy (NFA). Since that time, through data collection, public education, research and training efforts, USFA has helped reduce fire deaths by at least half -- making our communities and our citizens safer.
    22. Embodiment „... our collective biological capacities and our physical and social experiences as beings functioning in our environment“ Lakoff 1987: 266
    23. Brandschutzmetapher Die COMPUTERSICHERHEIT IST BRANDSCHUTZ Metapher ist mehr „embodied“ für einen durchschnittlichen US-Amerikaner als für einen durchschnittlichen Deutschen.
    24. Website-Definitionen Im Zusammenhang mit dem INTERNET wird mit Site ein komplettes Web-Angebot bezeichnet. www.abdoerpro.de/edv/glossar_edv_w.htm Webangebot, das mehrere miteinander verknüpfte Seiten beinhaltet. www.frauenjahrbuch.de/archiv/thema_2001/glossar.html Alle zusammengehörenden Dokumente und Bilder in einem Internetangebot. www.zebis.ch/inhalte/unterricht/informatik/lpn/biblio_glossar.php
    25. Internetangebot Willkommen im Internetangebot der Bezirksregierung Arnsberg. Informationen über den Regierungsbezirk sowie Aufgaben, Organisation und Wegweiser durch die Behörde. www.bezreg-arnsberg.nrw.de/ - 11k - 1. Okt. 2006 Ein Internetangebot der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. http://www.time4teen.de/ Internetangebot des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Bundeslandes Brandenburg www.mbjs.brandenburg.de/ - 26k - 1. Okt. 2006 Mit der Volltextsuche durchsuchen Sie nicht nur bequem das zentrale Angebot von www.bundesregierung.de, sondern gleichzeitig die Internetangebote aller Bundesministerien.
    26. Website-Definitionen Internet-Auftritt. Umfasst viele einzelne Webpages. www. newsletterwerbeagentur.de/cgi-bin/li/page.cgi Eine Website umfasst sämtliche Dokumente eines Internetauftrittes, also sämtliche Webseiten, Bilder, Animationen usw. Eine Website ist das gleiche wie ein Internetauftritt oder umgangssprachlich eine Homepage. www.success-design.de/sonst/fachbegriffe.htm
    27. Webauftritt Webauftritt - Johann Wolfgang Goethe-Universität Webauftritt der Universität. Ein einheitlicher Webaufftritt im Rahmen des Corporate Design wird durch Einsatz eines Content Management Systems (CMS) ... www.muk.uni-frankfurt.de/cd/web/index.html - 18k - Im Cache - Ähnliche Seiten Philipps-Universität Marburg - Fachbereich Pharmazie : Startseite ... Fachbereich Pharmazie mit neuem Web-Auftritt · weitere. Termine. Jahrestagung - Joint Meeting 2006. 04.10.2006 - 07.10.2006 ... www.uni-marburg.de/fb16 - 24k - Im Cache - Ähnliche Seiten Web-Auftritt LMU - Ludwig-Maximilians-Universität München Der Webauftritt der LMU besteht zunächst aus den zentralen Seiten in deutscher und englischer Version und den hierüber erreichbaren Seiten der einzelnen ... www.uni-muenchen.de/einrichtungen/zuv/uebersicht/ha3/abt_iiia/ref_iiia6/webauftritt/index.html - 24k - Im Cache - Ähnliche Seiten
    28. Website-Definitionen Bezeichnet die Gesamtheit aller durch Links verknüpften Webseiten, die ein Anbieter, zum Beispiel eine Privatperson, eine Organisation, ein Verlag oder eine Firma ins World Wide Web platziert hat. tageszeitungen.ch/glossar.asp Zusammenhängende Sammlung von Web-Seiten, die normalerweise mit einer Homepage beginnt. www.recherche-gui.de/glossarallgemein.htm Ist die Bezeichnung für die Gesamtheit aller Web-Seiten, die hinter einer Homepage angelegt sind. www.startweb.de/index.php
    29. Website-Definitionen Website (engl. Ort im Netz) bezeichnet im Internet den Ort einer Internet-Präsenz. www.pagepoint.de/radolfzell/service/web_glossar.htm
    30. Netzort Dieser Netzort befindet sich im Umbau; der jetzige Stand kann unter http://www.irrhain.de eingesehen werden. http://www.ai.fh-nuernberg.de/Professors/Kuegel/Blumenorden/DieStamm.htm Am schnellsten geht es, an der entsprechenden Stelle auf unserem Netzort die Änderung einzutragen (Anschrift siehe unten am Fuß der Seite) und zu hoffen, dass Interessierte, bevor sie sich auf den Weg machen, schnell noch einmal dort nachsehen - falls sie einen Internetanschluss haben. http://www.irrhain.de/index.php?kategorie=veranstaltungen&inhalt=mit41&sub1 = Der neue Netzort des Bremer Märchenbuchs geht online. http://www.bremermaerchenbuch.de/news.htm
    31. Website-Metaphern und Metonymien 1. Internetangebot 2. Webauftritt 3. Sammlung von Seiten (Metonymie) 4. Netzort bzw. Ort im Netz 5. Seite bzw. Dokument (Metonymie)
    32. Website ist eine Webseite Das englische Wort site wird oft fälschlich als „Seite“ übersetzt; es handelt sich dabei jedoch um einen falschen Freund, weil site als „Ort“, „Stelle“, „Platz“ und „die Seite“ als page zu übersetzen sind. Eine Website ist eine Seite... (12 Testpersonen) Es gibt einen objektiven Zusammenhang zwischen einer Website und einer Webseite: Eine Website besteht aus mehreren Webseiten.
    33. Website im Englischen (bis 1994) Site, a term often applied to a place where a particular type of computer is installed (1982, F.J. Galland Dict. Computing 265/2)
    34. Website im Englischen (1994 - ) A collection of connected web pages, sharing an IP address. www.boydslaw.co.uk/glossary/gloss_itip.html A collection of interlinked documents on a Web server. ublib.buffalo.edu/libraries/help/glossary.html A collection of files that are arranged on the World Wide Web under a common address and allows retrieval via a browser. www.expedite-email- marketing.com/internet_marketing_glossary_internetmarketingtermsdefinition .htm
    35. Fazit 1. Der Begriff Firewall wird im Deutschen nicht als eine Brandschutzmauer konzeptualisiert, sondern als eine Mauer, die den Einbruch aus dem Internet verhindern soll. 2. Die Lehnübersetzung Netzort hat sich im Deutschen deswegen nicht durchsetzen können, weil eine Website sowohl im Deutschen als auch im Englischen nicht mehr als Ort im Internet konzeptualisiert wird. 3. Wir entscheiden uns für ein Lehnwort, wenn wir nicht in der Lage sind, seine Bedeutung durch dieselbe metaphorische Struktur zu repräsentieren, die seinen Bedeutungswandel in der Herkunftssprache ausgelöst hat (vgl. Jansen 2002, 2005).
    36. Literatur Cruse, Alan D. 2000. Meaning in language. Oxford: Oxford University Press Jansen, Silke 2002. Metaphern im Sprachkontakt – anhand von Beispielen aus dem Französischen und Spanischen Internetwortschatz, Metaphorik.de, 03: 44-74. Jansen, Silke 2005. Sprachliches Lehngut im World Wide Web. Tübingen: Narr. Lakoff, George 1987. Women, fire, and dangerous things. Chicago: Chicago University Press. Schütte, Dagmar 1996. Das schöne Fremde. Anglo- amerikanische Einflüsse auf die Sprache der deutschen Zeitschriftenwerbung. Opladen: Westdeutscher Verlag. Wittgenstein, Ludwig 1953. Philosophical investigations. Oxford: Blackwell
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