Andis Kaulins - CV
• J.D. (Juris Doctor, Doctor of Jurisprudence) 1971, Stanford University Law School, Stanford,
California, USA.
• Dozent und Lehrbeauftragter a.D., FFA, Anglo-Amerikanisches Recht, Rechtswissenschaft,
Universität Trier.
• Autor bei Langenscheidt: Langenscheidt Fachwörterbuch, Wirtschaft, Handel und Finanzen, Deutsch-
Englisch Englisch-Deutsch (3. Ausgabe 2007, 4. Ausgabe in Vorbereitung).
• Verfasser u.a. von:
– The Phaistos Disc: Hieroglyphic Greek with Euclidean Dimensions (Darmstadt, 1980)
– Stars Stones and Scholars : The Decipherment of the Megaliths, Trafford, 2003 & 2006
– Waren die Pharaonen Legastheniker? (Were the Pharaohs Dyslexic?), Dyslexia Journal, 1998
– Zum Ursprung des Horus-Glaubens im vordynastischen Ägypten (The Origin of the Cult of Horus in
Predynastic Egypt), Efodon Synesis, 2005
– Sternensteine - Darstellungen frühgeschichtlicher Astronomie am Beispiel der Externsteine (Star Stones -
Prehistoric Astronomy and the Extern Stones), Forschungskreis Walther Machalett für Vor und
Frühgeschichte, 2005
– Die Himmelsscheibe von Nebra : Beweisführung und Deutung (The Sky Disk of Nebra: Evidence and
Interpretation), Efodon Synesis, 2005
– Der Bodenhimmel der Oesterholzer Mark um die Spitze der \"Externsteinpyramide\" (A Megalithic Sky Map at
Oesterholz), Efodon Synesis, 2006
– Das Tanum System - ein alteuropäisches Vermessungssystem? (The Tanum System : Ancient Land Survey
in Europe), Forschungskreis Externsteine., 2007
– Der Osnabrücker Bodenhimmel (The Hermetic Planisphere at Osnabrück), Forschungskreis Externsteine,
2008.
-3-
EINFÜHRUNG
• Sehr geehrte Damen und Herren,
• Ich bin dankbar, daß Sie so zahlreich heute erschienen sind. Ich möchte auch dem
Vorstand und den Organisatoren des Forschungskreises Externsteine, e.V. dafür
danken, daß meinen Vortrag ermöglicht haben. Jährlich wiederkehrende
Vortragstage wie diese dienen der Entwicklung der allgemeinen Kommunikation
zwischen Wissenschaftlern, Wissenschaftszweigen und Laien. Auch der Diskos von
Phaistos und die elamitischen Steinschriften bezwecken ja im Kern eine gewisse
Kommunikation, auch wenn diese altertümlich war.
• Heute verfügen wir alle über moderne technische Geräte wie Handys und betrachten
solche elektronische Werkzeuge als Alltagsgegenstände. Aber die Technologie war
nicht immer so einfach zu verstehen. In der Frühzeit der Telekommunikation hat
Albert Einstein die Idee des Funks bzw. der Radio wie folgt erklärt:
• “Sehen Sie, der Telegraf ist eine Art sehr, sehr langer Katze. Man zieht in New York
an ihrem Schwanz, und sie miaut in Los Angeles. Verstehen Sie das? Und Funk
funktioniert auf genau dieselbe Weise: Hier versendet man Signale, dort werden sie
empfangen. Der einzige Unterschied ist, daß es keine Katze gibt.”
-4-
Albert
Einsteins
Katze
Fotomontage
Wolfgang Lauter
Der literarische
Katzenkalender
2008, Schöffling & Co.
Beim Diskos von Phaistos
haben wir zwar eine Katze,
aber diese Katze faucht
nicht, und es wird zu Recht
gefragt, ob diese Katze
überhaupt echt ist.
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Sein oder nicht sein? Echt oder nicht echt?
Das ist heute die Frage
• Sein oder nicht sein. Echt oder nicht echt?
• Diese Frage erinnert an den englischen Schriftsteller Shakespeare,
der diese literarische Frage berühmt gemacht hat.
• Dr. Jerome Eisenberg hat beobachtet – korrekterweise – daß die
Symbolen der Diskos von Phaistos aus mehreren älteren Quellen
zusammengewürfelt wurden.
• Dem stimme ich zu. Die Frage bleibt aber, ob dies in unserer
modernen Zeitalter geschah, oder nicht doch 3 bis 4 tausend Jahre
früher? Dr. Eisenberg kam zu dem Schluß, daß es sich um einen
modernen Fälscher, einen Archäologen, gehandelt hat. Ich denke
aber im Gegenteil, daß es die alten Griechen selbst waren, die es
getan haben. Und ich habe Beweise für diese Schlußfolgerung.
-6-
Die Erfindung der Schrift
in Griechenland
• Gaius Julius Hyginus (ca. 64 v. d. Z. bis 17 n. d. Z.) lebte in der Zeit von
Christus und hat viele griechischen Überlieferungen unverfälscht in seinen
Fabulae weitergegeben. Vor allem Nummer 277 befaßt sich mit “Frühzeit-
Erfindern\". Er schreibt wie folgt:
• \"\"CCLXXVII. DIE ERSTEN ERFINDER. Die Parzen [Schicksalsgöttinnen],
Klotho, Lachesis, und Atropos [Griechisch Moirai, Nona, Decima und
Morta], haben sieben Buchstaben erfunden - A B H T I Y. Andere sagen,
daß Merkur [Hermes] die Buchstaben erfunden hat, wegen der Buchstaben-
Flugform der Kraniche. Palamedes, Sohn des Nauplius, hat elf Buchstaben
erfunden; Simonides hat vier Buchstaben erfunden – Ó E Z PH; und
Epicharmus von Sizilien hat zwei Buchstaben erfunden - P and PS. Die
griechischen Buchstaben hat Merkur nach Ägypten gebracht, und Kadmos
hat sie dann aus Ägypten nach Griechenland gebracht. KADMOS im Exil,
nahm sie von Arkadien nach Italien mit, und seine Mutter Carmenta
veränderte sie im Lateinischen auf die Zahl von 15. Apollo auf der Leier
fügte den Rest der Buchstaben hinzu....\"
-7-
Die “Kreta-Verbindung” – Griechische Buchstaben
wurden aus alten Datenquellen übernommen
• Die alten Überlieferungen bestätigen also, daß die ersten griechischen Buchstaben,
aus denen die Schrift in West-Europa entsteht, ein Konglomerat von äußeren
Einflüssen waren, genau wie Dr. Eisenberg dies für die Entstehung des Diskos von
Phaistos behauptet. Dementsprechend ist diese Eigenschaft kein Beweis dafür, daß
der Diskos von Phaistos nicht echt ist. Ganz im Gegenteil, es ist genau das, was wir
für die Entstehung der antiken griechischen Buchstaben erwarten würden. Die
ersten griechischen Buchstaben bzw. Symbole wurden aus zahlreichen älteren
Quellen von den alten Griechen selbst übernommen.
• Ein von Hyginus erwähnter Erfinder der griechischen Buchstaben hatte eine
eindeutige Verbindung zu Kreta: PALAMEDES. Palamedes war der Sohn von
Nauplius und Clymene. Clymene war die Tochter des Catreus, König von Kreta.
Catreus war der Sohn des ersten Königs von Kreta, Minos, und der Großvater von
Menelaos, dem griechischen Ehemann von der schönen Helena aus Troja.
• Catreus war der Großvater von Palamedes, da Clymene seine Tochter war.
-8-
Ein Mann namens Palamedes
• Großvater Catreus hatte zahlreiche Kinder.
• Seine zwei Töchter, Klymene und Aerope, hat er zwecks Heirat in fremden Länder
dem Seefahrer Nauplios anvertraut. Dieser nahm stattdessen Klymene für sich selbst
und segelte in die Ferne. Wohin sind Nauplios und Klymene geraten? Schwester
Aerope soll (mit ihrer Schwester ?) zu Pleisthenes (einem Phönizier?) gekommen sein,
der Vater der Könige Menelaos und Agamemnon wurde.
• In antiken griechischen Quellen wird Klymene auch Asia genannt. Manche Quellen
behaupten, daß der Kontinent Asien auf diese Weise seinen Namen erhalten hat.
Damit wird auf ein geographisches Schicksal Klymene‘s in Asien hingedeutet. Der
griechische Geschichtsschreiber Herodot ist zwar verwundert über die altgriechische
Verwendung von Frauennamen für Kontinente – das gilt auch für Europa - aber die
Antwort scheint mir klar – es handelte sich um„adelige königliche Verheiratungen“
dorthin.
• Es ist dann Palamedes, ein Sohn von Klymene, der später als der größte Erfinder in
der Geschichte Griechenlands auftritt: nicht nur als der Erfinder von elf griechischen
Buchstaben, sondern auch als Erfinder von Zahlen, der Währung, von Maßen und
Gewichten, von militärischen Rängen, von pessoi (ein Vorläufer vom Schachspiel)
und von Verbesserungen im Weinbau – alles Einflüsse aus Asien.
-9-
Technologietransfer von Elam nach Kreta
• Eine solche Reihe von sogenannten Erfindungen wäre schon
erstaunlich. Es könnte indessen gut sein, daß die angeblichen
Erfindungen des Palamedes purer Technologietransfer aus einem
fremden Land gewesen sind. Merkur bzw. Hermes, „der
Überbringer“ der Schrift, hatte auch die Bedeutung „Händler“.
Erfindungen in Griechenland waren in Wirklichkeit Importe aus
einem fernen Land, nach Griechenland gebracht durch reisende
Kaufleute.
• Wie wir festgestellt haben, ist Elam das ferne Land, in dem - so
meinen wir - Klymene und Nauplios sich niedergelassen haben. Es
ist das Land, in dem zuerst Buchstaben auf Ton gestempelt wurden:
genau wie auf dem Diskos von Phaistos, aber lange Zeit davor.
Diese Stempel-Technologie wurde nach Kreta ausgeführt und dort
als neue Technik eingeführt. Wir werden dies nachfolgend im Detail
diskutieren.
- 10 -
Das Fehlen von bestätigenden Texten
• Das zweite gewichtige Argument von Dr. Eisenberg gegen die
Echtheit der Diskos von Phaistos war der Mangel an
übereinstimmenden Texten. Als Dr. Eisenberg mir anbot, einen
Vortrag auf der Konferenz in London zu halten, habe ich das
zunächst abgelehnt, da keine beweiskräftige Aussagen ohne
bestätigende Texte möglich seien. Meines Wissens nach standen
keine solche Texte zur Verfügung.
• Dr. Eisenbergs beharrte freundlich. Deshalb erklärte ich mich
schließlich doch zu einem Vortrag bereit. Ich sollte lediglich meine
Überzeugung begründen, daß der Diskos von Phaistos echt sei. Im
Laufe der darauf folgende Forschung, geschah aber etwas
Bemerkenswertes.
- 11 -
Bestätigende Texte aus Elam
• Ich entdeckte zwei elamische Steinschriften online, deren
Strichschriftzeichen große Ähnlichkeit mit einer Reihe von Schriftsymbolen
auf dem Diskos von Phaistos haben. Diese Texte stammen aus Susa in Elam
(dem heutigen Iran, etwa 50-100 km von Alt-Babylon im heutigen Iraq
entfernt). Gab es zwischen diesen Schriften aus dem alten Orient und dem
Diskos von Phaistos aus Kreta irgendeine Verbindung? Würde ich diese
Schriften lesen können?
• Und in der Tat, als ich die syllabischen Klangzeichen benutzte, für die ich
mich vor 30 Jahren für die altgriechischen Schriftsymbole des Diskos von
Phaistos entischieden hatte, war ich in der Lage, die elamischen
Steinschriften zu lesen. Auch sie wurden in einer altgriechischen Sprache
geschrieben. Der Autor könnte Palamedes gewesen sein, der Sohn des
Klymene und der Erfinder der griechischen Buchstaben. Das auf jeden Fall
war die gewagte Hypothese. Könnte man sie nun irgendwie festigen? Dazu
brauchte man zuerst einen Rückblick….
- 12 -
Hintergrund der Entzifferung der
Diskos von Phaistos als Altgriechisch
durch Andis Kaulins
In
The Phaistos Disc: Hieroglyphic Greek with
Euclidean Dimensions: The ‘Lost Proof’ of
Parallel Lines, Darmstadt, 1980, p. 18,
schrieb der Autor, Andis Kaulins, wie folgt:
- 13 -
“Im Jahre ... 1977 verbrachte eine Kollegin ... an der
Universität Kiel ihren Urlaub auf Kreta … Bei ihrer
Rückkehr brachte sie ein Buch aus dem Museum von
Heraklion mit. Dort war Seite A des Diskos von Phaistos
fotografisch abgebildet. Waren die auf dem Diskos
abgebildeten Symbole Buchstaben bzw. Silben
Schriftzeichen einer indogermanischen Sprache? ...
[Wenn ja, meinte ich], mußte es eine enge Beziehung zu
den baltischen Sprachen geben [diese Sprachen sind ja
die ältesten noch gesprochenen indogermanischen
Sprachen], und... in diesem Falle [ja, sie sollten dann
leicht entzifferbar sein]....”
- 14 -
DREI JAHRE SPÄTER (also viel
länger als erwartet) war ich endlich
so weit. Ich habe meine Entzifferung
auf englisch publiziert, wie hier
rechts abgebildet. Die Entzifferung
zeigte, daß die Schriftzeichen des
Diskos von Phaistos Silbenzeichen
eines altgriechischen Textes waren.
Der Text behandelte nämlich ein
mathematisches und (vor)-
euklidisches Postulat, das Fünfte
Postulat, auch Parallelelenpostulat
bzw. Parallelenaxiom genannt,
bezogen auf Parallel-Linien. Ich habe
die Entschlüsselung des Diskos-
Textes einer Reihe von Personen
gezeigt. Diese waren der Ansicht, daß
die Entzifferung plausibel sei, wenn
auch spekulativ, insbesondere wegen
des Mangels an weiteren
bestätigenden Texten.
- 15 -
Der Entzifferungsvorgang: Eine Überprüfung der
bisherigen Forschung wurde ab dem Zeitpunkt der
Entdeckung des Diskos von Phaistos durch Luigi Pernier
im Jahr 1908 vorgenommen
- 16 -
Hatte ich den richtigen Weg gefunden? Zeigte die von Michael Ventris
unvollständige im Jahre 1952 vorgenommene Entzifferung von
Linear B als Altgriechisch, daß Griechisch die wahrscheinlichste
Sprache der Diskos von Phaistos war? 45 Symbole auf dem Diskos
von Phaistos erschienen 241 mal in Schriftzeichen, die
gruppenweise durch vertikale Linien getrennt waren. Waren die
Symbole syllabisch? Eine statistische Auswertung von Buchstaben -
Frequenzen und Verteilung - sollte helfen, das Geheimnis zu lösen.
Ein Diagramm der Verteilung und Häufigkeit der Piktogramme wurde
angefertigt. Diese Frequenz wurde dann zur Verteilung von
Buchstaben und Buchstabenkombinationen am Wortanfang in
Altgriechisch, und auch in lettischer und litauischer Sprache (wegen
deren Altertümlichkeit) miteinander verglichen.
Basierend auf diesen Statistiken, und unterstützt durch griechische,
lettische und litauische Wörter für die Objekte, die vermutlich
durch die Schriftsymbole dargestellt sind, wurden verschiedene
syllabische Werte erprobt und zum Schluß in einem umfassenden
Michael Ventris bzw. Alice Kober Silben-Raster analysiert. Ein
solches Raster erhielt die Konsonanten und Vokale einer Sprache in
Silbenform. Es zeigte sich, daß der Text der Diskos von Phaistos
eine altgriechische Silbensprache zum Ausdruck brachte.
Silben-Raster der Diskos von Phaistos - Andis Kaulins 1980
- 18 -
Altgriechische Lesung der Diskos von Phaistos
unter Anwendung
des Silben-Rasters von Andis Kaulins
- 19 -
In deutscher Sprache, enthält der altgriechische Text
folgende Botschaft:
• SEITE A: Vorgesehen (sind) - als gegeben – stehende senkrechte Linien (Perpendikulare)
• - zu ziehen (konstruieren). – Zur Seite – einer diesen Linienabschnitte
• - ziehe – eine “Partner-Linie” - laufend - nebenher. – Das Problem (LEMMA):
• - Überlege – ob diese - Parallellinien - verlängert - bleiben - parallel.
• Überlege – ob diese - Parallellinien - verlängert konvergieren (auseinanderlaufen).
• - Die synthetische – hinzugefügte Linie – würde voraussagen – einen medialen (unsicheren) -
Fluchtpunkt.
• - Verlängert (über Grenzen) – einen festen (konvergierenden) - Fluchtpunkt.
• SEITE B: Neben – den kategorisierten – gerade gezogenen Linien – und Flach zu
• - den Seitenwänden – als Diameter – schreibe ein – einen geschlossenen Bogen – und mache es so
daß
• - die neue Linie – als Biegung - in ihrem Verlauf – die Seitenwände - diagonal – verbindet.
• - Ziehe zusammen – als Gespann – die verzweigten Linien. - Verbinde – die stehenden
• senkrechten Linien – und verzweigten Linien. – Ziehe eine Linie, so daß – die neugeschaffen
• - geodatischen Linien – getroffen sind – und die verzweigten Linien – als Gespann gejocht sind.
• - Die versprochene - Lösung – ist gegeben.
- 20 -
Die Lesung des Altgriechischen ergibt
folgende mathematische Aussage …
Wenn die Parallellinien B, D und C auf f und g verlängert werden [aber nicht bis zum Fluchtpunkt,
bzw. Unendlichkeit], dann ist der resultierende Winkel x variabl, [von kurz vor 180 bis 0 Grad], je
nachdem, wo die Punkte f und g gesetzt werden. Daher ist die Termination (bzw. der
Beendungspunkt) ungewiß.
Wenn die Parallellinien B, D und C über die gesetzten Grenzen (d.h. Richtung unendlich) verlängert
werden, wird der Winkel x kleiner und kleiner [gemessen von der Mitte des Kreises zu den Enden
der Verlängerungen der parallelen Linien B und C] und mehr und mehr auf Linie D konvergieren.
Das deutet darauf, daß die Linien B und C sich einem konvergierenden Fluchtpunkt nähern.
- 21 -
Das fünfte Postulat des Euklid
(Parellelenpostulat, Parallelenaxiom)
Wikipedia.de: „(Gefordert soll sein, dass) „…wenn eine Gerade [g] beim Schnitt mit zwei
Geraden [h und k] bewirkt, dass innen auf derselben Seite entstehende Winkel [α und β]
zusammen kleiner als zwei rechte Winkel werden, dann die zwei geraden Linien [h und
k] bei Verlängerung ins Unendliche sich treffen auf der Seite [von g], auf der die Winkel
[α und β] liegen, die zusammen kleiner als zwei Rechte sind.“
Dies besagt in moderner Formulierung, dass es zu jeder Geraden g und jedem Punkt S
nicht mehr als eine Parallele zu g durch S geben kann. Dass es mindestens eine solche
Parallele gibt, lässt sich aber aus den übrigen Postulaten und Axiomen des Euklid
beweisen, sodass die eingangs angegebene Formulierung gerechtfertigt ist.“
- 22 -
Meine zuerst veröffentlichte „bildliche“ Lesung
des Diskos von Phaistos war sogar folgende:
Das wirklich Unglaubliche ist, daß ich bereits meinen ersten Entzifferungsversuch des
Diskos von Phaistos wie oben abgebildet dargestellt habe (Seite 92 meines Buches). Ich
habe das fünfte Postulat von Euklid bei Veröffentlichung meines Buches nicht gekannt.
Ich war ja kein Mathematiker und wusste davon nichts. Es kann deshalb sogar sein, dass
meine allererste bildliche Lesung des Diskos von Phaistos am richtigsten war, denn sie
deckt sich haargenau mit dem fünften Postulat des Euklid.
- 23 -
Die Entzifferung des Diskos als
mathematischer Text erklärt dann die fünf
Knoten, die je als Symbol am Anfang der
Seiten A und B des Diskos von Phaistos
stehen; denn das Fünfte Postulat von Euklid
ist das Parallelenaxiom
Dieser vor-euklidischer “Beweis” ist vorausschauend auf
die moderne nicht-euklidische Geometrie. Es deutet
darauf hin, daß die Euklidischen Geometrie schon vor
Euklid bekannt war. Im Hinblick auf solche
mathematisch anspruchsvollen antiken Quellen wie der
mathematischer Papyrus Rhind sollte dies uns nicht
mehr überraschen.
- 24 -
Der russische Mathematiker Nikolai Lobatschewski führte
einen Beweis im 19. Jahrhundert der dem Text des Diskos
von Phaistos im Ansatz sehr ähnelt (hier nicht übersetzt):
\"... [In the figure above] line AB is perpendicular to CD. If we permit it to rotate about A counterclockwise, it
will intersect CD at various points to the right of B until it reaches a limiting position EF, when it becomes
parallel to CD. Continuing the rotation, it will start to intersect CD to the left of B. Euclid assumed that there is
only one position for the line, namely EF, when it would be parallel to CD. Lobachevsky assumed that there
were two such positions, represented by A1B1 and C1D1, and further, that all lines falling within the angle θ,
while not parallel to CD, would never meet it, no matter how far extended.
Now this is an assumption, and there is no sense in arguing from the diagram that it is evident that if A1B1 or
C1D1 were intersected sufficiently far, they would eventually intersect CD. If, as Professor Cohen has pointed
out, we rely wholly on our intuition of space, which is finite, there will always be an angle θ which grows
smaller as our space is extended, but which never vanishes, and all lines falling within θ will fail to intersect the
given line. [The reference is to Morris Raphael Cohen, Reason and Nature, p. 137.]\"
Quoted from Edward Kasner and James Roy Newman, Mathematics and the Imagination, drawings by Rufus
Isaacs, Simon & Schuster, New York, 1940/1967, pp. 136-137 (the Lobachevsky drawing is our adaptation)
- 25 -
Elamische Strichinschrift (“Linear Elamite”)
hier Steinschrift Nr. 1
als Bestätigung der Diskos von Phaistos
Was auffällt, ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem ersten Wort auf der -
strichschriftgeschriebenen – elamischen Steinschrift Nr. 1 und den
entsprechenden - piktografisch geschriebenen - Schriftzeichen des Diskos von
Phaistos.
- 26 -
Vorherige Vorschläge zur phonetischen Bedeutung einiger
elamischen Strichschriftzeichen
Elam ist ein altes Königreich südostlich von Sumer und Akkad, mit der
Hauptstadt Susa, der Quelle des Codex des Hammurapi. Die Lage
entspricht dem heutigen südwestlichen Iran (Persien). Die
herkömmliche Archäologie schätzt die Anfänge der elamitischen
Kultur bei etwa 3200 vor der Zeitrechnung und betrachtet die
elamische Strichschrift als eine immer noch nicht entzifferte
Sprache. Andere Forscher haben Vorschläge zur phonetischen
Bedeutung einiger Strichschriftzeichen gemacht und zwar, wie
folgt:
- 27 -
Eine zweite elamische Steinschrift (Nr. 2)
(Strichschriftzeichen)
- 28 -
Die zweite elamische Steinschrift mit Stichschriftzeichen
besitzt eine elamisch-akkadische Bilingue
Die zweite elamische Steinschrift (vorige Seite) ist von großer
Bedeutung, weil eine Bilingue in akkadischer Sprache existiert. Die
akkadische Übersetzung berichtet darüber, daß ein Denkmal für
oder durch eine wichtige Persönlichkeit in Susa errichtet wurde. Die
deutsche Lesweise des akkadischen Textes findet man in Harald
Haarmann, Universalgeschichte der Schrift, Campus Verlag:
Frankfurt und New York, 1991, Sonderausgabe 1998, Parkland
Verlag, Köln, s. 374: “Seinem Herrn Inshushinak, dem Menschenbildner
(?), 2. habe ich, Shilhak-Inshushinak, 3. der Statthalter von Susa, 4. der
König des Landes Elam, 5. der Shempishhukische, 6. eine Säule (?) aus
Kupfer (und) Zedernholz geweiht.\"
Da einige Symbol-Kombinationen auf beiden elamischen Steinchriften
identisch sind, darf man vermuten, daß beide elamischen Texte
einen ähnlichen Inhalt haben. Demzufolge handelt es sich bei dem
ersten elamischen Text wahrscheinlich auch um die Einweihung
eines Denkmals für oder durch eine wichtige elamitische
Persönlichkeit in Susa.
- 29 -
Doppel-Raster der
Silben-Werte der
elamischen
Strichschriftzeichen
und den Symbolen
des Diskos von
Phaistos.
Beruhend auf dem
Diskos von Phaistos
und den zwei hier
vorgestellten
elamischen
Steinschriften lässt
sich ein Doppel-
Raster der
syllabischen Werte
der Schriftsymbole
erstellen
(siehe rechts).
- 30 -
Bestätigung der Echtheit der Diskos
von Phaistos und deren Entzifferung
durch Andis Kaulins
Durch die Verwendung des Doppel-Rasters der
syllabischen Werte für den Diskos von Phaistos
und die zwei hier vorgestellten elamischen
Steinschriften ist es möglich, beide elamischen
Steinschrifte zu entziffern. Die Entzifferung der
elamischen Texte bestätigt dadurch andererseits
die Echtheit des Diskos von Phaistos und dessen
Entzifferung durch Andis Kaulins im Jahre 1980.
- 31 -
Die erste elamische
Steinschrift liest sich auf
deutsch wie folgt:
“Allherrscher
(Pantarchas).
Zur Erinnerung ist der
Verstorbene innerhalb
dieser Mauern eines
neuen Tempels zur
letzte Ruhe gelegt. Der
Rat der Alten des
heiligen Gottkönigtums
mit der alleinigen
Gefährtin König
Labynetus, Nitokris, als
Walterin im Tode, hat
für das Paar in Susa
diesen Tempel in
Gedanken errichtet, in
Trauer geschaffen.”
- 32 -
Die deutsche Textversion
der zweiten elamischen
Steinschrift, in
Altgriechisch geschrieben,
liest sich wie folgt:
“Dieser großer Säulen-Saal
[bzw. „Statue“ in der
akkadischen Bilingue],
Peloponessus, wurde errichtet in
Erinnerung an die verstorbene
Königin Nitokris, von
mykenischer Abstammung,
getrennt von ihrem Heim in
Mykene, und jetzt in Trauer
getrennt durch den Tod.”
- 33 -
War Ilium identisch mit Elam?
Der antike Name für Troja war Ilium oder Ilion: (Griechisch Τροία, Troia oder
Ἴλιον, Ilion; Lateinisch: Trōia, Īlium, Hittite: Truwisa oder Wilusa). Ilium hat
eine Namensähnlichkeit mit Elam. Meinen beide Namen den gleichen Ort?
In Persien?
Die These von der angeblichen Lage von Troja unter der heutigen Stadt
Hisarlik in Anatolien (in der heutigen Turkei) wurde von Heinrich
Schliemann begründet und in letzter Zeit durch Manfred Korfmann
verteidigt. Frank Kolb dagegen betrachtet diese These als eine Fantasie-
Konstruktion, die durch keinerlei Beweise unterstützt wird. Keine der
verfügbaren historischen oder archäologischen Daten weist auf Hisarlik
hin.
Homer sprach von Quellen westlich der Stadt Troja. Es gibt aber keine solche
Quellen nahe Hisarlik. Dagegen gibt es Quellen nahe Susa in Elam.
- 34 -
Die Bedeutung von Elam
für Schrift und Zivilisation
“Es war hier [in Elam], und nicht in Mesopotamien - fünfzig Meilen westlich
von Susa - daß die Zivilisation, wie wir sie kennen, wirklich begann . –
Richard Critchfield, How Lonely Sits the City (übersetzt aus dem
englischen)
Susa und Elam sind daher von großem historischen und archäologischen
Interesse. Jacque de Morgan, bekannt als Entdecker des Codex Hammurapi
und Vater der Prähistorischen Archäologie, schrieb in Recherches sur les
origines des peuples du Caucase, s. 16, 1912, wie folgt:
„Im Nil-Tal kam ich zu der Überzeugung, daß die ersten Zivilisationen, aus
denen das ägyptische Reich entstand, aus Chaldäa stammten und daß die
nordmesopotamische Ebene daher die Wiege des menschlichen Fortschritts
darstellte. Susa, wegen seiner Altertümlichkeit, bot die Möglichkeit, das
größte und wichtigste Problem von allen zu lösen: die Frage nach unserer
Herkunft. Diese Stadt, meines Erachtens, gehörte einer Ur-Welt an, die die
Entdeckung der Schrift, die Verwendung von Metallen und die Anfänge
der Kunst miterlebt hatte. Sollte eines Tages die Frage der Herkunft gelöst
werden, dann müsste man in Chaldäa und vor allem im Susa nach den
Grundelementen suchen.“
- 35 -
Die Herkunft von Siegel und Stempel
wie auf dem Diskos von Phaistos
Einige der ältesten Siegel und Stempel, die jemals
entdeckt worden sind, stammen aus Susa in
Elam.
Wie auf dem Diskos von Phaistos, bestand die alte
Siegel- und Stempel-Technik aus geschnitzten
Eindrücken auf Ton. Der Diskos von Phaistos
stellt deshalb keineswegs eine „unbekannte“
Technologie dar, sondern war lediglich eine
Technologie, die bis dahin auf Kreta unbekannt
war.
- 36 -
Die geographische Verortung von Troja in Richtung
Persien wird durch andere Beweise erhärtet.
Die Iliou persis (Griechisch: Ἰλίου πέρσις, Lateinisch: Iliupersis) ist ein
verlorenes griechisched Epos, sonst Epischer Zyklus oder Epischer Kyklos
(Griechisch: Ἐπικὸς Κύκλος) bzw. Trojanischer Zyklus genannt, der nur in
Fragmenten erhalten ist. Die bisher allgemein akzeptierte Übersetzung des
Titels Iliou persis als „Zerstörung von Ilium\" ist nicht überzeugend. Sie ist
sogar zweifelhaft in Hinblick auf die antike griechische Wurzel περσισ-
(persis-, \"Perser\"). Da ist πέρσις (pérsis) als Begriff für “Zerstörung\"
sicherlich vom Volksnamen der Perser abgeleitet worden (Perserkriege).
Iliou persis in seinem ursprünglichen Zusammenhang hat wahrscheinlich die
Bedeutung \"Hellas in Persien“, also „Die Griechen in Persien“ besessen.
In jedem Fall war es der ähnlich-genannte Paris (vielleicht ursprünglich \"Persis\",
d.h. „der Mann aus Persien“), der nach der Legende als die Ursache des
Trojanischen Krieges gilt und mit der schönen Helena (Stieftochter des
Tyndareus, König von Sparta) entweder durchgebrannt war oder durch Paris
entführt wurde.
- 37 -
Die
mykenische
Welt
etwa 1300 v.d.
Zeitrechnung
Abgeändert von Andis Kaulins
Originalkarte Sunflower
Foundation, Money Museum
http://finder2.moneymuseum.com/frontend/images/images/hires/62028_4_de.jpg
- Die eingezeichnete Lage von
Troja ist die, die heute
fälschlicherweise durch die
herkömmliche Archäologie
angenommen wird.
- 38 -
Die schöne Helena und Paris in Zypern,
Sidon (Phönizier, Tyros) and Ägypten (Sais)
Die Verbindung zwischen Mykene und Kreta wird durch die Legende
bestärkt, wonach Helena und Paris nur deshalb aus Sparta hätten fliehen
können, weil Helena‘s Gatte, Menelaos, Sparta selbst verlassen hatte, um
nach Kreta zum Begräbnis seines Großvaters Catreus zu segeln. Dies deutet
auf enge Verbindungen zwischen Kreta, Mykene und anderen Orten im
Mittelmeerraum hin.
Der trojanische Krieg hält weitere Überraschungen bereit, die von der
herkömmlichen Archäologie ignoriert werden.
Robert von Ranke-Graves hat zahlreiche griechischen Quellen ausgewertet. Er
schreibt, daß Helena und Paris von Sparta aus nicht zum kleinasiatischen
Troja (!), sondern nach Zypern, Sidon (Tyros) und dann in das ägyptische
Delta gereist seien, wo sie einen Tempel am Kanopus Arm des Nils
gegründet hätten. Dieses Tempel lag sicherlich in Sais (Sa el-Hagar), das am
Kanopus Arm des Nils lag.
Sais war die heilige Tempelstadt der Göttin Neith. Diodorus Siculus
bescheinigt, daß es die Athener und nicht die Ägypter gewesen waren, die
Sais gegründet hatten.
Keine archäologischen Überreste sind in Sais zu finden, die älter sind als etwa
1100 vor der Zeitrechnung. Laut unsere Forschungen fand der Trojanische
Krieg genau um dieser Zeit statt (um etwa 1080 vor der Zeitrechnung).
Geographie der Flucht von Helena und Paris
Die legendäre Route von Helena und Paris geht von Sparta nach Zypern nach Sidon (Tyros) und
dann nach Ägypten. Diese Route spricht nicht für Hisarlik als Ort, an dem Troja tatsächlich
gelegen haben soll. Warum hätten Paris und Helen, die sich aus verständlichen Gründen bei den
Griechen nicht sehen lassen dürften, Ägypten verlassen sollen, um dann wieder in den
feindlichen Norden zu segeln? Wenn sie wirklich nach Torja weitersegelten, dann muß Troja an
anderer Stelle zu finden sein.
- 40 -
Warum haben die Griechen Schwierigkeiten
gehabt, Troja zu finden, und welches Volk haben
sie tatsächlich zuerst angegriffen?
Nach Herodot haben die Griechen große Schwierigkeiten
gehabt, Troja zu finden. Das schließt das kleinasiatsche
Hisarlik als der wahren Standort von Troja aus. Hisarlik
liegt den Griechen quasi vor der Haustür.
Die Legende berichtet, daß die griechischen Kriegsschiffe,
die Helen und Paris verfolgten, zunächst und
versehentlich ein Volk angegriffen haben, genannt
Teuthranians (ich denke, daß dies das Volk aus Tyros, in
der Nähe von Sidon, war). Diese „Trojaner“
behaupteten, die schöne Helena sei nicht in ihrem Land.
Sie leisteten heftigen Widerstand und fügten den
Griechen schwere Verluste zu.
- 41 -
Königin Nitokris und Kreta
Zusätzlich zu den oben erwähnten Verbindungen von Helena und anderen
historischen Persönlichkeiten zu Mykene und Kreta gibt es möglicherweise
auch eine linguistische Verbindung: in dem Namen der Königin Nitokris….
Ich spreche hier von der ägyptischen Königin Nitokris. Es wird auch von einer
anderen, einer elamischen (bzw. „babylonischen“) Königen Nitokris
berichtet. Ich kann dieses Thema hier nicht vertiefen, de es sich um eine
komplizierte Frage der Chronologie handelt.
I
Was bedeutet der Name Nitokris? In der Ägyptologie wird Nitokris als Neit-
krety gelesen. Das könnte „Frau (bzw. Göttin) aus Kreta“ bedeuten. In sehr
archaischen indogermanischen Sprachen (z.B. den Lettischen) heißt der
Begriff meita einfach Mädchen bzw. Frau. Das ist neit viz. neith sehr ähnlich.
Neit-krety wäre dann einfach „Mädchen bzw. Frau aus Kreta\". Sais in
Ägypten war der Tempel der Neith und soll von Griechen gegründet
worden sein.
- 42 -
Königin Napirasu von Elam
Helena (oder auch möglich, Klymene aus Kreta) wäre dann
möglicherweise Königin Napirasu, Gemahlin von König
Untash-Napirisha von Elam. Der könnte Paris, König
Labynetus oder König Naublius gewesen sein. Der Name
Na-piris-ha könnte auf den Paris der griechischen
Überlieferung hinweisen, oder – durch die alternative
Namensgleichheit abgeleitet - Napirisha könnte Naublius
sein.
Eine Statue der Königin Napirasu, einzigartig für diese
frühe Zeit, und bestehend aus 3760 Pfund Bronze und
Kupfer, wurde in Susa, Elam, gefunden und ist heute ein
Teil der Iran-Ausstellung im Louvre in Paris, Frankreich.
In dieser Statue sehen wir vielleicht Helena (oder auch
Klymene) als lebensgroße Statue der Königin Napirasu.
Die Verbindung zu den Externsteinen
• Und was hat mein Vortrag mit den Externsteinen zu tun?
• Die Verbindung von Susa und Elam zu den Externsteinen ist bei Herman Wirth
zu finden, und zwar in Europäische Urreligion und die Externsteine, Volkstum
Verlag, Wien, 1980, Seite 51, wo Wirth schreibt:
• „Die Ursymbolkunde vermag die Verwandtschaft zwischen der Yang-Shao
Keramik, mit Anu, Petreny und Susa I und II mit Hilfe der jungsteinzeitlichen
Kultsymbolschrift Susas näher zu bestimmen. Diese Schrift hat eine Reihe von
Zeichen als Symbolverbindung des Zeichens der Göttlichen Mutter (X) mit
anderen Symbolzeichen geschaffen. Susa – wie unsere Untersuchung des Herz-
Haupt-Symbols in der Kleinen Mutterhöhle des Externsteines noch zeigen wird
– ist die Hauptstätte gewesen, durch die der Externstein, der Mutterstein, als
zentraleuropäische Kultstätte in den Nahen Osten ausgestrahlt hat. Wenn in der
kleinen Mutterhöhle des Externsteines das Herz-Haupt der Göttlichen Mutter
mit dem X-Zeichen akka Mutter erscheint, so wird daraus in der Susa-Symbolik
ein Bindezeichen, in dem das Herz-Haupt des X Mutter-Zeichens eingefügt ist.“
Demzufolge wäre die schöne Helena aus Mykene – einem Ableger nordischer
Völker – über das Nildelta Ägyptens nach Susa gekommen, wo sie Königin von
Elam wurde – einem Ableger der Externsteinkultur.
Die syllabische Entzifferung des Diskos von Phaisto more
Die syllabische Entzifferung des Diskos von Phaistos durch Andis Kaulins im Jahre 1980 wird durch zwei bisher unentzifferten elamischen Steinschriften bestätigt. Die von Kaulins entwickelte Methode der Entzifferung der Symbole der Diskos von Phaistos ist jetzt - 30 Jahre später - auf zwei bisher unentzifferten elamischen Steinschriften erfolgreich angewendet worden. Diese elamische Texte führen uns von Elam (östlich von Babylon, im heutigen Iran bzw. Persien) in das altgriechische Mykene, und von dort nach Kreta und zur minoischen Kultur, wo der Diskos von Phaistos von Luigi Pernier im Jahre 1908 entdeckt wurde. less
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