Diskos Von Phaistos & Elamische Schriftstuecke Entziffert

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Die syllabische Entzifferung des Diskos von Phaistos durch Andis Kaulins im Jahre 1980 wird durch zwei bisher unentzifferten elamischen Steinschriften bestätigt. Die von Kaulins entwickelte Methode der Entzifferung der Symbole der Diskos von Phaistos ist jetzt - 30 Jahre später - auf zwei bisher unentzifferten elamischen Steinschriften erfolgreich angewendet worden. Diese elamische Texte führen uns von Elam (östlich von Babylon, im heutigen Iran bzw. Persien) in das altgriechische Mykene, und von dort nach Kreta und zur minoischen Kultur, wo der Diskos von Phaistos von Luigi Pernier im Jahre 1908 entdeckt wurde.

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Diskos Von Phaistos & Elamische Schriftstuecke Entziffert

  1. 1. Der Diskos von Phaistos Ein altes Rätsel wird gelöst durch zwei Steinschriften aus Elam (oder) Wie kam die schöne Helena1 von den Externsteinen an den Persischen Golf? Vortrag gehalten am 21.Mai, 2009, in Horn-Bad Meinberg, 43. Externstein-Vortragstage, Forschungskreis Externsteine e.V. Die syllabische Entzifferung des Diskos von Phaistos durch Andis Kaulins wird durch zwei bisher unentzifferten elamischen (elamitischen) Steinschriften bestätigt. Die von Kaulins entwickelte Methode der Entzifferung der Symbole der Diskos von Phaistos ist jetzt - 30 Jahre später - auf zwei bisher unentzifferten elamischen Steinschriften erfolgreich angewendet worden. Diese elamische Texte führen uns von Elam (östlich von Babylon, im heutigen Iran bzw. Persien) in das altgriechische Mykene, und von dort nach Kreta und zur minoischen Kultur, wo der Diskos von Phaistos von Luigi Pernier im Jahre 1908 entdeckt wurde. 1 Die schöne Helena (franz.: La Belle Hélène) ist eine Operette in drei Akten von Henri Meilhac und Ludovic Halévy, Musik von Jacques Offenbach. Die Uraufführung fand am 17. Dezember 1864 im Théâtre des Variétés in Paris statt. Die Operette ist eine Antikenparodie und schildert auf komische Weise die Entführung der Helena durch Paris.... Die Erstaufführung in deutscher Sprache fand 1865 im Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater Berlin statt. Die Operette erfuhr 1964 durch Peter Hacks eine erfolgreiche Bearbeitung in deutscher Sprache. (Wikipedia) Dieser Vortrag wurde zuvor am 31 Oktober 2008 auf Englisch in London gehalten: International Conference on the Phaistos Disk held on the 100th anniversary of its discovery in the year 1908 by the Italian archaeologist Luigi Pernier. Conference location: Society of Antiquaries, London, Burlington House, Piccadilly. Organisation and sponsorship: Minerva, the International Review of Ancient Art & Archaeology, Jerome M. Eisenberg, Ph.D., editor. Power Point Präsentation urheberrechtlich geschützt : Copyright © 2009 Andis Kaulins Nicht-kommerzielle (“Fair Use”) Anwendung mit Quellenangabe gestattet -1-
  2. 2. Der Diskos von Phaistos -2-
  3. 3. Andis Kaulins - CV • J.D. (Juris Doctor, Doctor of Jurisprudence) 1971, Stanford University Law School, Stanford, California, USA. • Dozent und Lehrbeauftragter a.D., FFA, Anglo-Amerikanisches Recht, Rechtswissenschaft, Universität Trier. • Autor bei Langenscheidt: Langenscheidt Fachwörterbuch, Wirtschaft, Handel und Finanzen, Deutsch- Englisch Englisch-Deutsch (3. Ausgabe 2007, 4. Ausgabe in Vorbereitung). • Verfasser u.a. von: – The Phaistos Disc: Hieroglyphic Greek with Euclidean Dimensions (Darmstadt, 1980) – Stars Stones and Scholars : The Decipherment of the Megaliths, Trafford, 2003 & 2006 – Waren die Pharaonen Legastheniker? (Were the Pharaohs Dyslexic?), Dyslexia Journal, 1998 – Zum Ursprung des Horus-Glaubens im vordynastischen Ägypten (The Origin of the Cult of Horus in Predynastic Egypt), Efodon Synesis, 2005 – Sternensteine - Darstellungen frühgeschichtlicher Astronomie am Beispiel der Externsteine (Star Stones - Prehistoric Astronomy and the Extern Stones), Forschungskreis Walther Machalett für Vor und Frühgeschichte, 2005 – Die Himmelsscheibe von Nebra : Beweisführung und Deutung (The Sky Disk of Nebra: Evidence and Interpretation), Efodon Synesis, 2005 – Der Bodenhimmel der Oesterholzer Mark um die Spitze der quot;Externsteinpyramidequot; (A Megalithic Sky Map at Oesterholz), Efodon Synesis, 2006 – Das Tanum System - ein alteuropäisches Vermessungssystem? (The Tanum System : Ancient Land Survey in Europe), Forschungskreis Externsteine., 2007 – Der Osnabrücker Bodenhimmel (The Hermetic Planisphere at Osnabrück), Forschungskreis Externsteine, 2008. -3-
  4. 4. EINFÜHRUNG • Sehr geehrte Damen und Herren, • Ich bin dankbar, daß Sie so zahlreich heute erschienen sind. Ich möchte auch dem Vorstand und den Organisatoren des Forschungskreises Externsteine, e.V. dafür danken, daß meinen Vortrag ermöglicht haben. Jährlich wiederkehrende Vortragstage wie diese dienen der Entwicklung der allgemeinen Kommunikation zwischen Wissenschaftlern, Wissenschaftszweigen und Laien. Auch der Diskos von Phaistos und die elamitischen Steinschriften bezwecken ja im Kern eine gewisse Kommunikation, auch wenn diese altertümlich war. • Heute verfügen wir alle über moderne technische Geräte wie Handys und betrachten solche elektronische Werkzeuge als Alltagsgegenstände. Aber die Technologie war nicht immer so einfach zu verstehen. In der Frühzeit der Telekommunikation hat Albert Einstein die Idee des Funks bzw. der Radio wie folgt erklärt: • “Sehen Sie, der Telegraf ist eine Art sehr, sehr langer Katze. Man zieht in New York an ihrem Schwanz, und sie miaut in Los Angeles. Verstehen Sie das? Und Funk funktioniert auf genau dieselbe Weise: Hier versendet man Signale, dort werden sie empfangen. Der einzige Unterschied ist, daß es keine Katze gibt.” -4-
  5. 5. Albert Einsteins Katze Fotomontage Wolfgang Lauter Der literarische Katzenkalender 2008, Schöffling & Co. Beim Diskos von Phaistos haben wir zwar eine Katze, aber diese Katze faucht nicht, und es wird zu Recht gefragt, ob diese Katze überhaupt echt ist. -5-
  6. 6. Sein oder nicht sein? Echt oder nicht echt? Das ist heute die Frage • Sein oder nicht sein. Echt oder nicht echt? • Diese Frage erinnert an den englischen Schriftsteller Shakespeare, der diese literarische Frage berühmt gemacht hat. • Dr. Jerome Eisenberg hat beobachtet – korrekterweise – daß die Symbolen der Diskos von Phaistos aus mehreren älteren Quellen zusammengewürfelt wurden. • Dem stimme ich zu. Die Frage bleibt aber, ob dies in unserer modernen Zeitalter geschah, oder nicht doch 3 bis 4 tausend Jahre früher? Dr. Eisenberg kam zu dem Schluß, daß es sich um einen modernen Fälscher, einen Archäologen, gehandelt hat. Ich denke aber im Gegenteil, daß es die alten Griechen selbst waren, die es getan haben. Und ich habe Beweise für diese Schlußfolgerung. -6-
  7. 7. Die Erfindung der Schrift in Griechenland • Gaius Julius Hyginus (ca. 64 v. d. Z. bis 17 n. d. Z.) lebte in der Zeit von Christus und hat viele griechischen Überlieferungen unverfälscht in seinen Fabulae weitergegeben. Vor allem Nummer 277 befaßt sich mit “Frühzeit- Erfindernquot;. Er schreibt wie folgt: • quot;quot;CCLXXVII. DIE ERSTEN ERFINDER. Die Parzen [Schicksalsgöttinnen], Klotho, Lachesis, und Atropos [Griechisch Moirai, Nona, Decima und Morta], haben sieben Buchstaben erfunden - A B H T I Y. Andere sagen, daß Merkur [Hermes] die Buchstaben erfunden hat, wegen der Buchstaben- Flugform der Kraniche. Palamedes, Sohn des Nauplius, hat elf Buchstaben erfunden; Simonides hat vier Buchstaben erfunden – Ó E Z PH; und Epicharmus von Sizilien hat zwei Buchstaben erfunden - P and PS. Die griechischen Buchstaben hat Merkur nach Ägypten gebracht, und Kadmos hat sie dann aus Ägypten nach Griechenland gebracht. KADMOS im Exil, nahm sie von Arkadien nach Italien mit, und seine Mutter Carmenta veränderte sie im Lateinischen auf die Zahl von 15. Apollo auf der Leier fügte den Rest der Buchstaben hinzu....quot; -7-
  8. 8. Die “Kreta-Verbindung” – Griechische Buchstaben wurden aus alten Datenquellen übernommen • Die alten Überlieferungen bestätigen also, daß die ersten griechischen Buchstaben, aus denen die Schrift in West-Europa entsteht, ein Konglomerat von äußeren Einflüssen waren, genau wie Dr. Eisenberg dies für die Entstehung des Diskos von Phaistos behauptet. Dementsprechend ist diese Eigenschaft kein Beweis dafür, daß der Diskos von Phaistos nicht echt ist. Ganz im Gegenteil, es ist genau das, was wir für die Entstehung der antiken griechischen Buchstaben erwarten würden. Die ersten griechischen Buchstaben bzw. Symbole wurden aus zahlreichen älteren Quellen von den alten Griechen selbst übernommen. • Ein von Hyginus erwähnter Erfinder der griechischen Buchstaben hatte eine eindeutige Verbindung zu Kreta: PALAMEDES. Palamedes war der Sohn von Nauplius und Clymene. Clymene war die Tochter des Catreus, König von Kreta. Catreus war der Sohn des ersten Königs von Kreta, Minos, und der Großvater von Menelaos, dem griechischen Ehemann von der schönen Helena aus Troja. • Catreus war der Großvater von Palamedes, da Clymene seine Tochter war. -8-
  9. 9. Ein Mann namens Palamedes • Großvater Catreus hatte zahlreiche Kinder. • Seine zwei Töchter, Klymene und Aerope, hat er zwecks Heirat in fremden Länder dem Seefahrer Nauplios anvertraut. Dieser nahm stattdessen Klymene für sich selbst und segelte in die Ferne. Wohin sind Nauplios und Klymene geraten? Schwester Aerope soll (mit ihrer Schwester ?) zu Pleisthenes (einem Phönizier?) gekommen sein, der Vater der Könige Menelaos und Agamemnon wurde. • In antiken griechischen Quellen wird Klymene auch Asia genannt. Manche Quellen behaupten, daß der Kontinent Asien auf diese Weise seinen Namen erhalten hat. Damit wird auf ein geographisches Schicksal Klymene‘s in Asien hingedeutet. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot ist zwar verwundert über die altgriechische Verwendung von Frauennamen für Kontinente – das gilt auch für Europa - aber die Antwort scheint mir klar – es handelte sich um„adelige königliche Verheiratungen“ dorthin. • Es ist dann Palamedes, ein Sohn von Klymene, der später als der größte Erfinder in der Geschichte Griechenlands auftritt: nicht nur als der Erfinder von elf griechischen Buchstaben, sondern auch als Erfinder von Zahlen, der Währung, von Maßen und Gewichten, von militärischen Rängen, von pessoi (ein Vorläufer vom Schachspiel) und von Verbesserungen im Weinbau – alles Einflüsse aus Asien. -9-
  10. 10. Technologietransfer von Elam nach Kreta • Eine solche Reihe von sogenannten Erfindungen wäre schon erstaunlich. Es könnte indessen gut sein, daß die angeblichen Erfindungen des Palamedes purer Technologietransfer aus einem fremden Land gewesen sind. Merkur bzw. Hermes, „der Überbringer“ der Schrift, hatte auch die Bedeutung „Händler“. Erfindungen in Griechenland waren in Wirklichkeit Importe aus einem fernen Land, nach Griechenland gebracht durch reisende Kaufleute. • Wie wir festgestellt haben, ist Elam das ferne Land, in dem - so meinen wir - Klymene und Nauplios sich niedergelassen haben. Es ist das Land, in dem zuerst Buchstaben auf Ton gestempelt wurden: genau wie auf dem Diskos von Phaistos, aber lange Zeit davor. Diese Stempel-Technologie wurde nach Kreta ausgeführt und dort als neue Technik eingeführt. Wir werden dies nachfolgend im Detail diskutieren. - 10 -
  11. 11. Das Fehlen von bestätigenden Texten • Das zweite gewichtige Argument von Dr. Eisenberg gegen die Echtheit der Diskos von Phaistos war der Mangel an übereinstimmenden Texten. Als Dr. Eisenberg mir anbot, einen Vortrag auf der Konferenz in London zu halten, habe ich das zunächst abgelehnt, da keine beweiskräftige Aussagen ohne bestätigende Texte möglich seien. Meines Wissens nach standen keine solche Texte zur Verfügung. • Dr. Eisenbergs beharrte freundlich. Deshalb erklärte ich mich schließlich doch zu einem Vortrag bereit. Ich sollte lediglich meine Überzeugung begründen, daß der Diskos von Phaistos echt sei. Im Laufe der darauf folgende Forschung, geschah aber etwas Bemerkenswertes. - 11 -
  12. 12. Bestätigende Texte aus Elam • Ich entdeckte zwei elamische Steinschriften online, deren Strichschriftzeichen große Ähnlichkeit mit einer Reihe von Schriftsymbolen auf dem Diskos von Phaistos haben. Diese Texte stammen aus Susa in Elam (dem heutigen Iran, etwa 50-100 km von Alt-Babylon im heutigen Iraq entfernt). Gab es zwischen diesen Schriften aus dem alten Orient und dem Diskos von Phaistos aus Kreta irgendeine Verbindung? Würde ich diese Schriften lesen können? • Und in der Tat, als ich die syllabischen Klangzeichen benutzte, für die ich mich vor 30 Jahren für die altgriechischen Schriftsymbole des Diskos von Phaistos entischieden hatte, war ich in der Lage, die elamischen Steinschriften zu lesen. Auch sie wurden in einer altgriechischen Sprache geschrieben. Der Autor könnte Palamedes gewesen sein, der Sohn des Klymene und der Erfinder der griechischen Buchstaben. Das auf jeden Fall war die gewagte Hypothese. Könnte man sie nun irgendwie festigen? Dazu brauchte man zuerst einen Rückblick…. - 12 -
  13. 13. Hintergrund der Entzifferung der Diskos von Phaistos als Altgriechisch durch Andis Kaulins In The Phaistos Disc: Hieroglyphic Greek with Euclidean Dimensions: The ‘Lost Proof’ of Parallel Lines, Darmstadt, 1980, p. 18, schrieb der Autor, Andis Kaulins, wie folgt: - 13 -
  14. 14. “Im Jahre ... 1977 verbrachte eine Kollegin ... an der Universität Kiel ihren Urlaub auf Kreta … Bei ihrer Rückkehr brachte sie ein Buch aus dem Museum von Heraklion mit. Dort war Seite A des Diskos von Phaistos fotografisch abgebildet. Waren die auf dem Diskos abgebildeten Symbole Buchstaben bzw. Silben Schriftzeichen einer indogermanischen Sprache? ... [Wenn ja, meinte ich], mußte es eine enge Beziehung zu den baltischen Sprachen geben [diese Sprachen sind ja die ältesten noch gesprochenen indogermanischen Sprachen], und... in diesem Falle [ja, sie sollten dann leicht entzifferbar sein]....” - 14 -
  15. 15. DREI JAHRE SPÄTER (also viel länger als erwartet) war ich endlich so weit. Ich habe meine Entzifferung auf englisch publiziert, wie hier rechts abgebildet. Die Entzifferung zeigte, daß die Schriftzeichen des Diskos von Phaistos Silbenzeichen eines altgriechischen Textes waren. Der Text behandelte nämlich ein mathematisches und (vor)- euklidisches Postulat, das Fünfte Postulat, auch Parallelelenpostulat bzw. Parallelenaxiom genannt, bezogen auf Parallel-Linien. Ich habe die Entschlüsselung des Diskos- Textes einer Reihe von Personen gezeigt. Diese waren der Ansicht, daß die Entzifferung plausibel sei, wenn auch spekulativ, insbesondere wegen des Mangels an weiteren bestätigenden Texten. - 15 -
  16. 16. Der Entzifferungsvorgang: Eine Überprüfung der bisherigen Forschung wurde ab dem Zeitpunkt der Entdeckung des Diskos von Phaistos durch Luigi Pernier im Jahr 1908 vorgenommen - 16 -
  17. 17. Hatte ich den richtigen Weg gefunden? Zeigte die von Michael Ventris unvollständige im Jahre 1952 vorgenommene Entzifferung von Linear B als Altgriechisch, daß Griechisch die wahrscheinlichste Sprache der Diskos von Phaistos war? 45 Symbole auf dem Diskos von Phaistos erschienen 241 mal in Schriftzeichen, die gruppenweise durch vertikale Linien getrennt waren. Waren die Symbole syllabisch? Eine statistische Auswertung von Buchstaben - Frequenzen und Verteilung - sollte helfen, das Geheimnis zu lösen. Ein Diagramm der Verteilung und Häufigkeit der Piktogramme wurde angefertigt. Diese Frequenz wurde dann zur Verteilung von Buchstaben und Buchstabenkombinationen am Wortanfang in Altgriechisch, und auch in lettischer und litauischer Sprache (wegen deren Altertümlichkeit) miteinander verglichen. Basierend auf diesen Statistiken, und unterstützt durch griechische, lettische und litauische Wörter für die Objekte, die vermutlich durch die Schriftsymbole dargestellt sind, wurden verschiedene syllabische Werte erprobt und zum Schluß in einem umfassenden Michael Ventris bzw. Alice Kober Silben-Raster analysiert. Ein solches Raster erhielt die Konsonanten und Vokale einer Sprache in Silbenform. Es zeigte sich, daß der Text der Diskos von Phaistos eine altgriechische Silbensprache zum Ausdruck brachte.
  18. 18. Silben-Raster der Diskos von Phaistos - Andis Kaulins 1980 - 18 -
  19. 19. Altgriechische Lesung der Diskos von Phaistos unter Anwendung des Silben-Rasters von Andis Kaulins - 19 -
  20. 20. In deutscher Sprache, enthält der altgriechische Text folgende Botschaft: • SEITE A: Vorgesehen (sind) - als gegeben – stehende senkrechte Linien (Perpendikulare) • - zu ziehen (konstruieren). – Zur Seite – einer diesen Linienabschnitte • - ziehe – eine “Partner-Linie” - laufend - nebenher. – Das Problem (LEMMA): • - Überlege – ob diese - Parallellinien - verlängert - bleiben - parallel. • Überlege – ob diese - Parallellinien - verlängert konvergieren (auseinanderlaufen). • - Die synthetische – hinzugefügte Linie – würde voraussagen – einen medialen (unsicheren) - Fluchtpunkt. • - Verlängert (über Grenzen) – einen festen (konvergierenden) - Fluchtpunkt. • SEITE B: Neben – den kategorisierten – gerade gezogenen Linien – und Flach zu • - den Seitenwänden – als Diameter – schreibe ein – einen geschlossenen Bogen – und mache es so daß • - die neue Linie – als Biegung - in ihrem Verlauf – die Seitenwände - diagonal – verbindet. • - Ziehe zusammen – als Gespann – die verzweigten Linien. - Verbinde – die stehenden • senkrechten Linien – und verzweigten Linien. – Ziehe eine Linie, so daß – die neugeschaffen • - geodatischen Linien – getroffen sind – und die verzweigten Linien – als Gespann gejocht sind. • - Die versprochene - Lösung – ist gegeben. - 20 -
  21. 21. Die Lesung des Altgriechischen ergibt folgende mathematische Aussage … Wenn die Parallellinien B, D und C auf f und g verlängert werden [aber nicht bis zum Fluchtpunkt, bzw. Unendlichkeit], dann ist der resultierende Winkel x variabl, [von kurz vor 180 bis 0 Grad], je nachdem, wo die Punkte f und g gesetzt werden. Daher ist die Termination (bzw. der Beendungspunkt) ungewiß. Wenn die Parallellinien B, D und C über die gesetzten Grenzen (d.h. Richtung unendlich) verlängert werden, wird der Winkel x kleiner und kleiner [gemessen von der Mitte des Kreises zu den Enden der Verlängerungen der parallelen Linien B und C] und mehr und mehr auf Linie D konvergieren. Das deutet darauf, daß die Linien B und C sich einem konvergierenden Fluchtpunkt nähern. - 21 -
  22. 22. Das fünfte Postulat des Euklid (Parellelenpostulat, Parallelenaxiom) Wikipedia.de: „(Gefordert soll sein, dass) „…wenn eine Gerade [g] beim Schnitt mit zwei Geraden [h und k] bewirkt, dass innen auf derselben Seite entstehende Winkel [α und β] zusammen kleiner als zwei rechte Winkel werden, dann die zwei geraden Linien [h und k] bei Verlängerung ins Unendliche sich treffen auf der Seite [von g], auf der die Winkel [α und β] liegen, die zusammen kleiner als zwei Rechte sind.“ Dies besagt in moderner Formulierung, dass es zu jeder Geraden g und jedem Punkt S nicht mehr als eine Parallele zu g durch S geben kann. Dass es mindestens eine solche Parallele gibt, lässt sich aber aus den übrigen Postulaten und Axiomen des Euklid beweisen, sodass die eingangs angegebene Formulierung gerechtfertigt ist.“ - 22 -
  23. 23. Meine zuerst veröffentlichte „bildliche“ Lesung des Diskos von Phaistos war sogar folgende: Das wirklich Unglaubliche ist, daß ich bereits meinen ersten Entzifferungsversuch des Diskos von Phaistos wie oben abgebildet dargestellt habe (Seite 92 meines Buches). Ich habe das fünfte Postulat von Euklid bei Veröffentlichung meines Buches nicht gekannt. Ich war ja kein Mathematiker und wusste davon nichts. Es kann deshalb sogar sein, dass meine allererste bildliche Lesung des Diskos von Phaistos am richtigsten war, denn sie deckt sich haargenau mit dem fünften Postulat des Euklid. - 23 -
  24. 24. Die Entzifferung des Diskos als mathematischer Text erklärt dann die fünf Knoten, die je als Symbol am Anfang der Seiten A und B des Diskos von Phaistos stehen; denn das Fünfte Postulat von Euklid ist das Parallelenaxiom Dieser vor-euklidischer “Beweis” ist vorausschauend auf die moderne nicht-euklidische Geometrie. Es deutet darauf hin, daß die Euklidischen Geometrie schon vor Euklid bekannt war. Im Hinblick auf solche mathematisch anspruchsvollen antiken Quellen wie der mathematischer Papyrus Rhind sollte dies uns nicht mehr überraschen. - 24 -
  25. 25. Der russische Mathematiker Nikolai Lobatschewski führte einen Beweis im 19. Jahrhundert der dem Text des Diskos von Phaistos im Ansatz sehr ähnelt (hier nicht übersetzt): quot;... [In the figure above] line AB is perpendicular to CD. If we permit it to rotate about A counterclockwise, it will intersect CD at various points to the right of B until it reaches a limiting position EF, when it becomes parallel to CD. Continuing the rotation, it will start to intersect CD to the left of B. Euclid assumed that there is only one position for the line, namely EF, when it would be parallel to CD. Lobachevsky assumed that there were two such positions, represented by A1B1 and C1D1, and further, that all lines falling within the angle θ, while not parallel to CD, would never meet it, no matter how far extended. Now this is an assumption, and there is no sense in arguing from the diagram that it is evident that if A1B1 or C1D1 were intersected sufficiently far, they would eventually intersect CD. If, as Professor Cohen has pointed out, we rely wholly on our intuition of space, which is finite, there will always be an angle θ which grows smaller as our space is extended, but which never vanishes, and all lines falling within θ will fail to intersect the given line. [The reference is to Morris Raphael Cohen, Reason and Nature, p. 137.]quot; Quoted from Edward Kasner and James Roy Newman, Mathematics and the Imagination, drawings by Rufus Isaacs, Simon & Schuster, New York, 1940/1967, pp. 136-137 (the Lobachevsky drawing is our adaptation) - 25 -
  26. 26. Elamische Strichinschrift (“Linear Elamite”) hier Steinschrift Nr. 1 als Bestätigung der Diskos von Phaistos Was auffällt, ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem ersten Wort auf der - strichschriftgeschriebenen – elamischen Steinschrift Nr. 1 und den entsprechenden - piktografisch geschriebenen - Schriftzeichen des Diskos von Phaistos. - 26 -
  27. 27. Vorherige Vorschläge zur phonetischen Bedeutung einiger elamischen Strichschriftzeichen Elam ist ein altes Königreich südostlich von Sumer und Akkad, mit der Hauptstadt Susa, der Quelle des Codex des Hammurapi. Die Lage entspricht dem heutigen südwestlichen Iran (Persien). Die herkömmliche Archäologie schätzt die Anfänge der elamitischen Kultur bei etwa 3200 vor der Zeitrechnung und betrachtet die elamische Strichschrift als eine immer noch nicht entzifferte Sprache. Andere Forscher haben Vorschläge zur phonetischen Bedeutung einiger Strichschriftzeichen gemacht und zwar, wie folgt: - 27 -
  28. 28. Eine zweite elamische Steinschrift (Nr. 2) (Strichschriftzeichen) - 28 -
  29. 29. Die zweite elamische Steinschrift mit Stichschriftzeichen besitzt eine elamisch-akkadische Bilingue Die zweite elamische Steinschrift (vorige Seite) ist von großer Bedeutung, weil eine Bilingue in akkadischer Sprache existiert. Die akkadische Übersetzung berichtet darüber, daß ein Denkmal für oder durch eine wichtige Persönlichkeit in Susa errichtet wurde. Die deutsche Lesweise des akkadischen Textes findet man in Harald Haarmann, Universalgeschichte der Schrift, Campus Verlag: Frankfurt und New York, 1991, Sonderausgabe 1998, Parkland Verlag, Köln, s. 374: “Seinem Herrn Inshushinak, dem Menschenbildner (?), 2. habe ich, Shilhak-Inshushinak, 3. der Statthalter von Susa, 4. der König des Landes Elam, 5. der Shempishhukische, 6. eine Säule (?) aus Kupfer (und) Zedernholz geweiht.quot; Da einige Symbol-Kombinationen auf beiden elamischen Steinchriften identisch sind, darf man vermuten, daß beide elamischen Texte einen ähnlichen Inhalt haben. Demzufolge handelt es sich bei dem ersten elamischen Text wahrscheinlich auch um die Einweihung eines Denkmals für oder durch eine wichtige elamitische Persönlichkeit in Susa. - 29 -
  30. 30. Doppel-Raster der Silben-Werte der elamischen Strichschriftzeichen und den Symbolen des Diskos von Phaistos. Beruhend auf dem Diskos von Phaistos und den zwei hier vorgestellten elamischen Steinschriften lässt sich ein Doppel- Raster der syllabischen Werte der Schriftsymbole erstellen (siehe rechts). - 30 -
  31. 31. Bestätigung der Echtheit der Diskos von Phaistos und deren Entzifferung durch Andis Kaulins Durch die Verwendung des Doppel-Rasters der syllabischen Werte für den Diskos von Phaistos und die zwei hier vorgestellten elamischen Steinschriften ist es möglich, beide elamischen Steinschrifte zu entziffern. Die Entzifferung der elamischen Texte bestätigt dadurch andererseits die Echtheit des Diskos von Phaistos und dessen Entzifferung durch Andis Kaulins im Jahre 1980. - 31 -
  32. 32. Die erste elamische Steinschrift liest sich auf deutsch wie folgt: “Allherrscher (Pantarchas). Zur Erinnerung ist der Verstorbene innerhalb dieser Mauern eines neuen Tempels zur letzte Ruhe gelegt. Der Rat der Alten des heiligen Gottkönigtums mit der alleinigen Gefährtin König Labynetus, Nitokris, als Walterin im Tode, hat für das Paar in Susa diesen Tempel in Gedanken errichtet, in Trauer geschaffen.” - 32 -
  33. 33. Die deutsche Textversion der zweiten elamischen Steinschrift, in Altgriechisch geschrieben, liest sich wie folgt: “Dieser großer Säulen-Saal [bzw. „Statue“ in der akkadischen Bilingue], Peloponessus, wurde errichtet in Erinnerung an die verstorbene Königin Nitokris, von mykenischer Abstammung, getrennt von ihrem Heim in Mykene, und jetzt in Trauer getrennt durch den Tod.” - 33 -
  34. 34. War Ilium identisch mit Elam? Der antike Name für Troja war Ilium oder Ilion: (Griechisch Τροία, Troia oder Ἴλιον, Ilion; Lateinisch: Trōia, Īlium, Hittite: Truwisa oder Wilusa). Ilium hat eine Namensähnlichkeit mit Elam. Meinen beide Namen den gleichen Ort? In Persien? Die These von der angeblichen Lage von Troja unter der heutigen Stadt Hisarlik in Anatolien (in der heutigen Turkei) wurde von Heinrich Schliemann begründet und in letzter Zeit durch Manfred Korfmann verteidigt. Frank Kolb dagegen betrachtet diese These als eine Fantasie- Konstruktion, die durch keinerlei Beweise unterstützt wird. Keine der verfügbaren historischen oder archäologischen Daten weist auf Hisarlik hin. Homer sprach von Quellen westlich der Stadt Troja. Es gibt aber keine solche Quellen nahe Hisarlik. Dagegen gibt es Quellen nahe Susa in Elam. - 34 -
  35. 35. Die Bedeutung von Elam für Schrift und Zivilisation “Es war hier [in Elam], und nicht in Mesopotamien - fünfzig Meilen westlich von Susa - daß die Zivilisation, wie wir sie kennen, wirklich begann . – Richard Critchfield, How Lonely Sits the City (übersetzt aus dem englischen) Susa und Elam sind daher von großem historischen und archäologischen Interesse. Jacque de Morgan, bekannt als Entdecker des Codex Hammurapi und Vater der Prähistorischen Archäologie, schrieb in Recherches sur les origines des peuples du Caucase, s. 16, 1912, wie folgt: „Im Nil-Tal kam ich zu der Überzeugung, daß die ersten Zivilisationen, aus denen das ägyptische Reich entstand, aus Chaldäa stammten und daß die nordmesopotamische Ebene daher die Wiege des menschlichen Fortschritts darstellte. Susa, wegen seiner Altertümlichkeit, bot die Möglichkeit, das größte und wichtigste Problem von allen zu lösen: die Frage nach unserer Herkunft. Diese Stadt, meines Erachtens, gehörte einer Ur-Welt an, die die Entdeckung der Schrift, die Verwendung von Metallen und die Anfänge der Kunst miterlebt hatte. Sollte eines Tages die Frage der Herkunft gelöst werden, dann müsste man in Chaldäa und vor allem im Susa nach den Grundelementen suchen.“ - 35 -
  36. 36. Die Herkunft von Siegel und Stempel wie auf dem Diskos von Phaistos Einige der ältesten Siegel und Stempel, die jemals entdeckt worden sind, stammen aus Susa in Elam. Wie auf dem Diskos von Phaistos, bestand die alte Siegel- und Stempel-Technik aus geschnitzten Eindrücken auf Ton. Der Diskos von Phaistos stellt deshalb keineswegs eine „unbekannte“ Technologie dar, sondern war lediglich eine Technologie, die bis dahin auf Kreta unbekannt war. - 36 -
  37. 37. Die geographische Verortung von Troja in Richtung Persien wird durch andere Beweise erhärtet. Die Iliou persis (Griechisch: Ἰλίου πέρσις, Lateinisch: Iliupersis) ist ein verlorenes griechisched Epos, sonst Epischer Zyklus oder Epischer Kyklos (Griechisch: Ἐπικὸς Κύκλος) bzw. Trojanischer Zyklus genannt, der nur in Fragmenten erhalten ist. Die bisher allgemein akzeptierte Übersetzung des Titels Iliou persis als „Zerstörung von Iliumquot; ist nicht überzeugend. Sie ist sogar zweifelhaft in Hinblick auf die antike griechische Wurzel περσισ- (persis-, quot;Perserquot;). Da ist πέρσις (pérsis) als Begriff für “Zerstörungquot; sicherlich vom Volksnamen der Perser abgeleitet worden (Perserkriege). Iliou persis in seinem ursprünglichen Zusammenhang hat wahrscheinlich die Bedeutung quot;Hellas in Persien“, also „Die Griechen in Persien“ besessen. In jedem Fall war es der ähnlich-genannte Paris (vielleicht ursprünglich quot;Persisquot;, d.h. „der Mann aus Persien“), der nach der Legende als die Ursache des Trojanischen Krieges gilt und mit der schönen Helena (Stieftochter des Tyndareus, König von Sparta) entweder durchgebrannt war oder durch Paris entführt wurde. - 37 -
  38. 38. Die mykenische Welt etwa 1300 v.d. Zeitrechnung Abgeändert von Andis Kaulins Originalkarte Sunflower Foundation, Money Museum http://finder2.moneymuseum.com/frontend/images/images/hires/62028_4_de.jpg - Die eingezeichnete Lage von Troja ist die, die heute fälschlicherweise durch die herkömmliche Archäologie angenommen wird. - 38 -
  39. 39. Die schöne Helena und Paris in Zypern, Sidon (Phönizier, Tyros) and Ägypten (Sais) Die Verbindung zwischen Mykene und Kreta wird durch die Legende bestärkt, wonach Helena und Paris nur deshalb aus Sparta hätten fliehen können, weil Helena‘s Gatte, Menelaos, Sparta selbst verlassen hatte, um nach Kreta zum Begräbnis seines Großvaters Catreus zu segeln. Dies deutet auf enge Verbindungen zwischen Kreta, Mykene und anderen Orten im Mittelmeerraum hin. Der trojanische Krieg hält weitere Überraschungen bereit, die von der herkömmlichen Archäologie ignoriert werden. Robert von Ranke-Graves hat zahlreiche griechischen Quellen ausgewertet. Er schreibt, daß Helena und Paris von Sparta aus nicht zum kleinasiatischen Troja (!), sondern nach Zypern, Sidon (Tyros) und dann in das ägyptische Delta gereist seien, wo sie einen Tempel am Kanopus Arm des Nils gegründet hätten. Dieses Tempel lag sicherlich in Sais (Sa el-Hagar), das am Kanopus Arm des Nils lag. Sais war die heilige Tempelstadt der Göttin Neith. Diodorus Siculus bescheinigt, daß es die Athener und nicht die Ägypter gewesen waren, die Sais gegründet hatten. Keine archäologischen Überreste sind in Sais zu finden, die älter sind als etwa 1100 vor der Zeitrechnung. Laut unsere Forschungen fand der Trojanische Krieg genau um dieser Zeit statt (um etwa 1080 vor der Zeitrechnung).
  40. 40. Geographie der Flucht von Helena und Paris Die legendäre Route von Helena und Paris geht von Sparta nach Zypern nach Sidon (Tyros) und dann nach Ägypten. Diese Route spricht nicht für Hisarlik als Ort, an dem Troja tatsächlich gelegen haben soll. Warum hätten Paris und Helen, die sich aus verständlichen Gründen bei den Griechen nicht sehen lassen dürften, Ägypten verlassen sollen, um dann wieder in den feindlichen Norden zu segeln? Wenn sie wirklich nach Torja weitersegelten, dann muß Troja an anderer Stelle zu finden sein. - 40 -
  41. 41. Warum haben die Griechen Schwierigkeiten gehabt, Troja zu finden, und welches Volk haben sie tatsächlich zuerst angegriffen? Nach Herodot haben die Griechen große Schwierigkeiten gehabt, Troja zu finden. Das schließt das kleinasiatsche Hisarlik als der wahren Standort von Troja aus. Hisarlik liegt den Griechen quasi vor der Haustür. Die Legende berichtet, daß die griechischen Kriegsschiffe, die Helen und Paris verfolgten, zunächst und versehentlich ein Volk angegriffen haben, genannt Teuthranians (ich denke, daß dies das Volk aus Tyros, in der Nähe von Sidon, war). Diese „Trojaner“ behaupteten, die schöne Helena sei nicht in ihrem Land. Sie leisteten heftigen Widerstand und fügten den Griechen schwere Verluste zu. - 41 -
  42. 42. Königin Nitokris und Kreta Zusätzlich zu den oben erwähnten Verbindungen von Helena und anderen historischen Persönlichkeiten zu Mykene und Kreta gibt es möglicherweise auch eine linguistische Verbindung: in dem Namen der Königin Nitokris…. Ich spreche hier von der ägyptischen Königin Nitokris. Es wird auch von einer anderen, einer elamischen (bzw. „babylonischen“) Königen Nitokris berichtet. Ich kann dieses Thema hier nicht vertiefen, de es sich um eine komplizierte Frage der Chronologie handelt. I Was bedeutet der Name Nitokris? In der Ägyptologie wird Nitokris als Neit- krety gelesen. Das könnte „Frau (bzw. Göttin) aus Kreta“ bedeuten. In sehr archaischen indogermanischen Sprachen (z.B. den Lettischen) heißt der Begriff meita einfach Mädchen bzw. Frau. Das ist neit viz. neith sehr ähnlich. Neit-krety wäre dann einfach „Mädchen bzw. Frau aus Kretaquot;. Sais in Ägypten war der Tempel der Neith und soll von Griechen gegründet worden sein. - 42 -
  43. 43. Königin Napirasu von Elam Helena (oder auch möglich, Klymene aus Kreta) wäre dann möglicherweise Königin Napirasu, Gemahlin von König Untash-Napirisha von Elam. Der könnte Paris, König Labynetus oder König Naublius gewesen sein. Der Name Na-piris-ha könnte auf den Paris der griechischen Überlieferung hinweisen, oder – durch die alternative Namensgleichheit abgeleitet - Napirisha könnte Naublius sein. Eine Statue der Königin Napirasu, einzigartig für diese frühe Zeit, und bestehend aus 3760 Pfund Bronze und Kupfer, wurde in Susa, Elam, gefunden und ist heute ein Teil der Iran-Ausstellung im Louvre in Paris, Frankreich. In dieser Statue sehen wir vielleicht Helena (oder auch Klymene) als lebensgroße Statue der Königin Napirasu.
  44. 44. Statue der Königin Napirasu quot;Statue der Königin Napirasu Ehefrau von König Untasch- Napirischa ca. 1340-1300 v. Chr. © R.M.N./D. Chenot Tell der Akropolis, Susa, Iran Bronze und Kupfer H. 1.29 m; L. 0.73 m Jacques de Morgan Ausgrabungen, 1903 SB 2731 Near Eastern Antiquities.quot; Statue der Königin Napirasu, Louvre <http://www.louvre.fr/>. - - 44
  45. 45. Die Verbindung zu den Externsteinen • Und was hat mein Vortrag mit den Externsteinen zu tun? • Die Verbindung von Susa und Elam zu den Externsteinen ist bei Herman Wirth zu finden, und zwar in Europäische Urreligion und die Externsteine, Volkstum Verlag, Wien, 1980, Seite 51, wo Wirth schreibt: • „Die Ursymbolkunde vermag die Verwandtschaft zwischen der Yang-Shao Keramik, mit Anu, Petreny und Susa I und II mit Hilfe der jungsteinzeitlichen Kultsymbolschrift Susas näher zu bestimmen. Diese Schrift hat eine Reihe von Zeichen als Symbolverbindung des Zeichens der Göttlichen Mutter (X) mit anderen Symbolzeichen geschaffen. Susa – wie unsere Untersuchung des Herz- Haupt-Symbols in der Kleinen Mutterhöhle des Externsteines noch zeigen wird – ist die Hauptstätte gewesen, durch die der Externstein, der Mutterstein, als zentraleuropäische Kultstätte in den Nahen Osten ausgestrahlt hat. Wenn in der kleinen Mutterhöhle des Externsteines das Herz-Haupt der Göttlichen Mutter mit dem X-Zeichen akka Mutter erscheint, so wird daraus in der Susa-Symbolik ein Bindezeichen, in dem das Herz-Haupt des X Mutter-Zeichens eingefügt ist.“ Demzufolge wäre die schöne Helena aus Mykene – einem Ableger nordischer Völker – über das Nildelta Ägyptens nach Susa gekommen, wo sie Königin von Elam wurde – einem Ableger der Externsteinkultur.
  46. 46. Symbolik nach Wirth : Externsteine (Eccestan, Mutterstein), Susa, Nordchina (Shang-Zeit Knochenorakelschrift) - 46 -

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