Aihk Magazin Mai 2012
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Aihk Magazin Mai 2012 Aihk Magazin Mai 2012 Document Transcript

  • 1/2012 MAGAZINErfolgsmodell Berufsbildung in Schule und Lehrbetrieb Solide BerufsgrundlageKluge Köpfe, solides Handwerk Das Schweizer Modell der Berufsbil- dung ist einzigartig, nirgends wird neben der schulischen Theorie sovielWer in der Schweiz eine Berufslehre macht, ist gut gerüstet für die Anforderungen praktische Erfahrung beim Umsetzender Arbeitswelt von heute und von morgen. Ergänzend zur Theorie lernen Jugendliche des Gelernten an der Arbeit im Betriebim Lehrbetrieb die Praxis ihres Berufes kennen. Ob sie sich nach der Lehre weiter- geboten. Die Schweizer «Berufslehre»,qualifizieren, den Weg an die Fachhochschule wählen oder eine Stelle annehmen: Ihre so zeigen Studien der OECD und desKompetenz wird geschätzt. Dass die Berufsbildung in der Schweiz kluge Köpfe und zuständigen Bundesamtes, ist einsolides Handwerk hervorbringt, liegt zu einem guten Teil am Engagement der Unter- Erfolgsmodell. Nirgends in Europanehmen, die Lehrstellen anbieten. starten junge Leute mit einem derart gut gefüllten Ausbildungs-Rucksack inDie Zeiten, als Patron Ulrich Ziegler dem frisch ausge- Eigenen Nachwuchs pflegen die Berufswelt. Sie kennen die theo-lernten Daniel Fierz den Auftrag «Lueg e chli was dr «Der Arbeitsmarkt sagt, wo die Latte liegt und wir retischen Grundlagen in ihren BerufenStift macht!» mit in die Werkhalle von Rollstar gab, müssen die Leute dort hin bringen,» skizziert Martin und sie können diese auch im Alltagsind endgültig vorbei. Und dies nicht nur deshalb, weil Baltisberger, Berufsbildner bei Müller Martini in der Arbeitswelt umsetzen.der Stift auch in einem gewerblich-industriellen Beruf Zofingen das Ziel seiner Tätigkeit. Im «Lernpark» bei der Peter Lüscher, Geschäftsleiter AIHK Gerade im Kanton Aargau, in dem die Maschinenindustrie einen bedeu- tenden Anteil hat, ist die sorgfältige Bilder: Sebastian Utz, SU Productions Ausbildung von jungen Menschen in gewerblich-industriellen Berufen entscheidend. Nur mit qualifiziertem Personal, das die hochwertigen Maschinen, Systeme und Prozesse entwickeln, umsetzen und diese sorgfältig betreuen kann, bestehen die Aargauer Unternehmen auf dem (Welt-)markt. Die Berufsbildung, die Hand in Hand«Wir sehen sie, wie sie hier als ‹Buebe› kommen und als junge Männer wieder gehen,» sagt Lukas Ziegler, der bei Rollstar von Bund, Kanton und vor allem denKonstrukteure ausbildet. (Im Bild David Käppeli, 1. Lehrjahr als Polymechaniker bei Orgapack am Einrichten der Drehbank.) ausbildenden Unternehmen getragen wird, ist ein Garant für Innovation undheute eine junge Frau oder ein junger Mann sein kann Herstellerin von Druckverarbeitungssystemen sind zur- hohe Qualität «made im Aargau». Dieund «Lernender» oder «Lernende» heisst. Die Anforde- zeit rund 50 Lernende mit folgenden Berufsprofilen in solide Ausbildung in den Betriebenrungen an die Lernenden und ihre Ausbildenden in den Ausbildung: Automatiker, Elektroniker, Konstrukteure, – sehr viele von ihnen Mitglieder derBetrieben sind so massiv gestiegen, wie die Arbeitswelt Polymechaniker. Darüber hinaus bietet die Firma auch Aargauischen Industrie- und Handels-insgesamt komplexer geworden ist. Ausbildungen für Logistiker und Informatiker sowie kammer – öffnet den jungen Erwach- Kaufleute an. Und alle zwei Jahre beginnt eine «Fach- senen Türen: Auf dem Arbeitsmarkt «Wir sehen, dass sie gut person Betreuung» ihre Ausbildung in der firmeneige- oder zu weiterführenden Ausbildungen vorbereitet sind von der Schule.» nen Kindertagesstätte. Damit sind rund 10 Prozent der an den Fachhochschulen. Mit einer Belegschaft von Müller Martini in Ausbildung. abgeschlossenen Berufslehre sind dieDie Verantwortlichen in den Betrieben sind nicht nur jungen Frauen und Männer auf jedenin ihrem Beruf hoch qualifiziert, sondern auch als Dieses grosse Engagement in der Berufsbildung, trotz Fall gut gerüstet für eine erfolgreicheAusbildner. Ihre Aufgabe ist es, junge Menschen beim der Tätigkeit in einer äusserst kompetitiven Branche, Zukunft im Berufsleben.Einstieg in die Berufswelt zu begleiten. Sie in ihre beruf- erklärt Baltisberger so: «Wir machen, was andere nicht solichen Aufgaben einzuführen und mit ihnen einen guten gut können und das machen wir sehr gut.» Zum Beispiel Peter LüscherRucksack mit Theorie und Praxis zu packen. ausgesuchte, aber «matchentscheidende» mechanische Geschäftsleiter AIHK
  • AIHK MAGAZIN AIHK Aargauische Industrie- und Handelskammer Teile. Das wissen Kunden weltweit – darunter die «New ihrer Betriebskultur. Bereits im Lehrlingslager werden York Times» – zu schätzen. Die High-Tech-Spezialitäten berufsübergreifende Fertigkeiten vermittelt. Wer sich in den Zofinger Druckverarbeitungssystemen optimal in der Berufslehre behaupten will, muss das Gelernte aufeinander abzustimmen und die komplexen Maschi- auch gut präsentieren können. Ausbilder Martin Baltis- nen und Systeme zu warten, verlangt ein Höchstmass berger ist als Prüfungsexperte eng in die Arbeit auch an Qualitätsarbeit. Und gerade weil sie im rauen Klima der Druckbranche auf dem Weltmarkt tätig ist, braucht die Firma in Produktion und Service hoch qualifizierte Fachleute. «Unsere Anlagen zu verstehen und optimal «Der Arbeitsmarkt sagt, einzustellen, ist sehr komplex. Das stellt hohe intel- wo die Latte liegt.» lektuelle und interdisziplinäre Anforderungen», weiss Martin Baltisberger, der für die Grundausbildung der Elektroniker zuständig ist. Die Lernenden sind gerade umgezogen, näher zur Produktion. Die Elektroniker sind bereits eingerichtet und in ihre Projekte vertieft. Noah ... muss für die Herstellung in der Werkstatt taugen. (Bild: Marco Braun, 1. Lehrjahr Polymechaniker bei Rollstar) der Berufsschule eingebunden. Kommunikation wird gross geschrieben: «Me mues mitenand rede chöne» bei der Zusammenarbeit. Das gilt nicht nur an der Schnittstelle von Betrieb und Berufsschule, sondern genauso bei der Zusammenarbeit der Lernenden in den verschiedenen Berufen. Was am Computer ent- wickelt wird, soll umsetzbar sein und sich in der Praxis bewähren. Prototypen aus der Lehrwerkstatt Auch in Merenschwand, bei der Firma Orgapack, die Maschinen und Geräte für die Transportgutsicherung kleiner und grösserer Packgüter produziert, ist dieDie CAD-Zeichnung auf dem Bildschirm Lehrwerkstatt nahe bei der Produktion. In den erstendes Konstrukteur-Lernenden Thomas Hütter erzählt: «Mir gefällt es, am Computer Probleme zu beiden Lehrjahren der Grundausbildung arbeiten dieLeutwiler (3. Lehrjahr bei Rollstar) ... lösen und selbständig Sachen entwickeln zu können. Es Lernenden in ihrer «eigenen» Werkstatt. Betreut werden macht mich stolz, wenn ich dann etwas in die Hand neh- sie von Berufsbildner André Käppeli. Zuerst machen sich men kann, das ich selber entwickelt und gemacht habe.» die jungen Leute mit dem Umgang mit den Maschinen und Werkzeugen vertraut: «Drehen, Fräsen, Schleifen». In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bezirks- Im zweiten Schritt sollen die CNC-gesteuerten Maschinen schule wird das Interesse für begabten Nachwuchs mit den passenden Werkzeugen eingerichtet werden. an den nicht nur intellektuell, sondern auch hand- «Sie sollen die Maschine sicher einfahren können.» Da werklich anspruchsvollen Tätigkeiten geweckt. «Wir pflegen hier unseren eigenen Nachwuchs.» Müller Martini will nicht nur innovative Druckver-Die Aargauische Industrie- und arbeitungssysteme auf den MarktHandelskammer, AIHK dankt Ihren bringen, sondern auch genügendMitgliedfirmen Rollstar AG, Egliswil; der hoch spezialisierten ServiceleuteOrgapack GmbH, Merenschwand und für deren Wartung zur VerfügungMüller Martini Druckverarbeitungs- stellen können.Systeme AG in Zofingen für ihrEngagement in der Berufsausbildung Die Pflege des eigenen Nach-und für den Einblick, den sie dem wuchses und die WertschätzungAIHK-Magazin in ihre Arbeit mit für die jungen Leute nehmen dieden jungen Auszubildenden gewährt Zofinger ernst: Am Eingang emp- Für das exakte Verzahnungsfräsen dieser «Rollstar»-Spezialitäten an derhaben. fängt eine Pinwand mit den Fotos «Richardon»-Maschine ist Cédéric Lüthy, im 3. Lehrjahr verantwortlich. und Namen aller Lernenden die Besucher. Und zum Auftakt der Ausbildung bei Müller heisst es üben, um Sicherheit und Routine zu gewinnen. Martini gehört in der ersten Woche des 1. Lehrjahres Im dritten und vierten Lehrjahr sind die Lernenden ein Lehrlingslager. Das dient der Teambildung unter dann in die Produktion eingebunden. Begehrt sind ihre den Lernenden und dem Kennenlernen der Firma und Fertigkeiten auch bei der Umsetzung von Prototypen.
  • AIHK Aargauische Industrie- und Handelskammer AIHK MAGAZINWie komplex die Ausbildung – und schliesslich auch Und Daniel Fierz, Berufsbildner der Polymechanikerder Beruf der Polymechaniker – ist, illustriert André schätzt die Motivation der Jugendlichen: «Die LehreKäppeli anhand einer «Individuellen Produktiv-Arbeit, ist die erste eigene Entscheidung der jungen Leute. InIPA». Da geht es nicht allein darum ein fertiges Werk- die Schule musste man halt; aberstück zu produzieren. Bei der IPA wird jeder Schritt den Lehrberuf und den Betrieb,des Produktionsablaufes dokumentiert. «Da heisst es das haben sie selber gewählt.zuerst einmal planen: Wie gehe ich vor? Wie muss das Motivation und Interesse sind alsoMaterial beschaffen sein? Welche Werkzeuge muss gegeben.» Als frisch Ausgelernter hatte er den Auftrag bekommen, «Die Lehre ist die erste eigene «dem Stift z’luege». Unterdessen Entscheidung der jungen Leute.» hat er sich als Berufsbildner weiter qualifiziert, weil er diese Aufgabeich richten? Wie muss ich die Maschine einrichten? In «gezielter, besser und organisierter»welcher Reihenfolge müssen die Arbeitsgänge gemacht wahrnehmen wollte.werden, damit das Werkstück schliesslich der Zeichnungentspricht.» Es verlangt einiges an Abstraktions- und In der Werkstatt in der neu ange-Vorstellungsvermögen, um aus einer am Computer bauten Shedhalle sind die Lehrlingeerstellten «Explosionszeichnung» ein Werkstück zum mit den Ausgelernten an derAnfassen und Gebrauchen herzustellen. Die Begeiste- Arbeit. «Sie bekommen von Anfangrung von André Käppeli von der Vielseitigkeit seiner an angemessene Aufgaben in derAufgabe wirkt ansteckend. Die jungen Männer in der Produktion.» Aufgaben also, dieLehrwerkstatt von Orgapack arbeiten konzentriert und sie bewältigen können, an denenlassen sich von den Besuchern nicht stören. Auch beim sie üben und wachsen. Sie sollenFreitagsputz sind die Lernenden motiviert dabei. nicht an Maschinen arbeiten, die «nur für den Stift einmal in MonatVon der ersten Zeichnung bis zur letzten Schraube angeworfen werden». Cédéric Lüthy,Lukas Ziegler, der bei der Getriebeherstellerin Rollstar im 4. Ausbildungsjahr, ist an die-in Egliswil Konstrukteure ausbildet, schätzt die Zusam- sem Vormittag an einer teuren und Sascha Kümmerli, im 3. Lehrjahr beimenarbeit mit den Jugendlichen: «Es ärgert mich manch- hochkomplexen «Richardon»-Maschine beschäftigt. Er Müller Martini bereitet sich akribischmal, wenn man über ‹die heutige Jugend› schimpft. Sie ist am Verzahnungsfräsen. Souverän hat er die Maschine auf die Schweizer Meisterschaften dersind doch tip-top dabei!» Das Interesse für eine Ausbil- eingerichtet und behält die Steuerungselemente und die Automatiker-Lernenden vor.dung bei Rollstar, die unter anderem Planetengetriebe gefrästen Zahnräder im Auge: «Das ist schon eine Ver-für die Tunnelbohrmaschinen der NEAT hergestellt und antwortung, so eine wertvolle Maschine zu bedienen.»geliefert hat, ist gross. Deshalb möchten die Verant-wortlichen auch, dass sich die Jugendlichen bereits für Was für die Fabrikation der Rollstar-Getriebe gilt,die Schnupperlehre bewerben und ihr Interesse zeigen. gilt auch für die Ausbildung: «Wir machen alles im«Wir sehen, dass die Interessierten wirklich gut vorbe- Haus: vom ersten Strich der Zeichnung bis zur letztenreitet sind von der Schule: Die schicken dann richtige Schraube des montierten Getriebes. Das ist alles real hier im Haus, um es laufend anschau- en zu können.» Damit sie sich mit den handwerklichen Anforderungen ver traut machen können, die sie mit Selbständig planen, ihren Zeichnungen stellen, gehört organisieren und umsetzen. das Praktikum in der Werkhalle zur Bilder: Sebastian Utz, SU Productions Ausbildung der Konstrukteure. Was sie am PC berechnen und vir- tuell in 3D darstellen, muss für die Kollegen in der Realität umsetzbar sein. Fierz und Ziegler legen grossen Wert auf «würklich schaffe». Handwerkliche Sorgfalt Darin sind sich die Ausbildner in allen besuchten Unternehmen einig: Auch wenn heute immer mehr theo-Flink und exakt die komplexe Theorie von der Zeichnung in der handfesten Realität retisches Wissen notwendig ist, dasaufbauen: Eine der Aufgaben für die Automatiker-Lernenden bei Müller Martini. Können bleibt im Mittelpunkt. «Wir wollen sorgfältiges Handwerk ver-Bewerbungen − wie Erwachsene!» Mit den Erfahrungen mitteln». Je «kopflastiger» Ausbildungen und Arbeits-aus der Schnupperlehre könnten sie dann gut abschät- welt gestaltet würden, desto grösser die Gefahr, dasszen, ob die Jugendlichen in den Beruf, das Umfeld und das handwerkliche Können auf der Strecke bleibe. Zurdie Betriebskultur passen. Mit einer guten Auswahl handwerklichen Sorgfalt gehört auch der pfleglichekönne man viel dazu beitragen, «dass es dann auch Umgang mit Maschinen, Werkzeugen, Ressourcen undklappt mit der Ausbildung», ist Lukas Ziegler überzeugt. den fertigen Produkten.
  • AIHK MAGAZIN AIHK Aargauische Industrie- und Handelskammer «Da staunen die Eltern manchmal, wenn sie ihren Sohn Bilder: Sebastian Utz, SU Productions bei uns am Putzen sehen», scherzt Daniel Fierz. Aber zum sorgfältigen Umgang gehört neben der Wartung der Maschinen auch das gründliche Reinigen am Freitag vor dem Feierabend. Und, so steht es auf dem Plakat bei der Werkbank: «Jedes Ding an seinem Ort / Erspart viel Ärger und böse Wort!» Wettbewerbsfähig Mit ihrem Engagement in der Berufsbildung sorgen die Lehrbetriebe zum einen für ihren eigenen qualifizierten Nachwuchs. Auf den globalen Märkten ist das hand- werkliche Können bei der Produktion und im Service ein Gütesiegel. Wo «swiss made» draufsteht, steckt Können «Die Jungen sind tip-top motiviert.» Gino Meier am Freitags-Putz bei Orgapack. Sascha Kümmerli, im dritten Lehrjahr als Automatiker bei Müller Martini in Zofingen, bereitet sich mit seinem Kollegen Jannick Suter jetzt zuerst einmal auf die Schweizer Meisterschaft vor. Hochkonzentriert baut er seine Anlage auf. Schneller als sein Schatten zieht er seinVom «Oberstift» zum qualifizierten Werkzeug aus dem Halfter an der Hüfte. Die Plastik-Berufsausbildner: Daniel Fierz in der und Sorgfalt drin. Zum anderen leisten die Lehrbetriebe binder griffbereit unter ein Armband geschoben – blossAVOR der Rollstar. einen wichtigen Beitrag für den beruflichen Erfolg ihrer keine Zeit verlieren! Und dabei noch exakt arbeiten. Lernenden. Lukas Ziegler formuliert es so: «Die Leute Auch das will gelernt sein. (kk) sind gut vorbereitet, um sich auch in einem anderen Umfeld durchzusetzen». Bei Rollstar sind die Verantwort- lichen stolz darauf, dass sich ihre ehemaligen Lehrlinge Engagierte Lehrbetriebe auf dem Arbeitsmarkt bewähren. Ob intern (heute sind Im Kanton Aargau haben 2011 nach Auskunft des 100 Prozent des Rollstar-Kaders ehemalige Lehrlinge) Departements Bildung, Kultur und Sport 7020 oder in anderen Betrieben: «Die Jungen sollen nach der Betriebe Jugendliche ausgebildet. Dies zeigt Lehre ist auch Schule Ausbildung hinaus gehen und die Welt kennenlernen», die hohe Bereitschaft – auch der KMU – sich fürs Leben. skizziert CEO Ulrich Ziegler die Philosophie. für die fundierte Ausbildung des Nachwuchses einzusetzen. Dass diese Art der Ausbildung, eingebunden in die Im kantonalen Lehrstellennachweis (LENA) für Arbeitswelt im Lehrbetrieb taugt, zeigen Studien der das Jahr 2012 waren bis zum Redaktionsschluss OECD regelmässig. In der Schweiz ausgebildete Berufs- Ende April rund 3450 Lehrstellen von Aargauer leute schneiden im Welt- und Europavergleich ausser- Lehr betrieben ausgeschrieben worden. Rund ordentlich gut ab. Und auch die Spitzenresultate der ein Drittel dieser Lehrstellen – auch solche in Schweizer Teilnehmenden an internationalen Berufs- begehrten Berufsgruppen wie Informatik, Wirt- wettbewerben sprechen für die Qualität der Schweizer schaft und Verwaltung sowie Gesundheit – war Berufsbildung. Regelmässig erreichen Schweizer Teams zu diesem Zeitpunkt noch nicht besetzt. Spitzenplätze, wenn es darum geht, Könnerschaft im Beruf zu beweisen.Aargauische Industrie- und Mehr als 1500 Unternehmen sind Mitglied der Aargauischen Anliegen gegenüber Politik und Gesellschaft. Die AIHKHandelskammer (AIHK) Industrie- und Handelskammer (AIHK). Viele von ihnen bietet ihren Mitgliedern eine umfangreiche Palette vonEntfelderstrasse 11, 5001 Aarau engagieren sich in der Ausbildung und Förderung des Nach- Dienstleistungen: Die Expertinnen und Experten der AIHK-Telefon +41 (0)62 837 18 18 wuchses. Sie bieten jungen Leuten Lehrstellen in verschie- Geschäftsstelle beraten die Mitgliedfirmen konkret ininfo@aihk.ch denen Berufen an, in denen sie sich auf ihre berufliche Rechts-, Wirtschafts- und Exportfragen. Neben Beratung Zukunft in einer vielfältigen Welt fundiert vorbereiten können. der Mitglieder gehören Information und Schulung zuwww.aihk.ch Die AIHK vernetzt KMU und Grossunternehmen aus allen Unternehmensfragen sowie die wirtschaftspolitischewww.ahv-aihk.ch Industrie, Handel und Dienstleistung und vertritt deren Arbeit und die AIHK-Ausgleichskasse zum Angebot.