Die Weltkrise und der       Weg zum Frieden     Eine Zusammenstellung von       Ansprachen und Briefen Von Hadhrat Mirza M...
Die Weltkrise und der       Weg zum Frieden     Eine Zusammenstellung von       Ansprachen und Briefen Von Hadhrat Mirza M...
Die Weltkrise und der Weg zum Friedenvon Hadhrat Mirza Masroor AhmadatbaDas Original erschien unter dem Titel:World Crisis...
InhaltsverzeichnisVorwort                                                                 10Einführung                    ...
Inhaltsverzeichnis      Brief an den Hüter der Zwei Heiligen Stätten, König des      Königreichs Saudi Arabien            ...
Inhaltsverzeichnis9
Vorwort          10
VorwortDie Absicht des Islam ist es, den Menschen zu lehren, wie er Friedenerlangen kann – sowohl mit sich selbst als auch...
VorwortEr mahnt die Weltpolitiker, Strategien zu verfolgen, die auf Gleich-heit, Gerechtigkeit und religiöser Freiheit bas...
VorwortZur deutschen AusgabeDa es sich hierbei um eine weitgehend unveränderte Übersetzung derenglischen Originalausgabe h...
Einführung             14
EinführungDie Welt durchlebt im Moment sehr turbulente Zeiten. Die globaleökonomische Krise fährt darin fort, nahezu jede ...
Einführungsich ihrem Schöpfer in äußerster Demut und vollkommener Aufrich-tigkeit zuwenden.Wieder und wieder hat er alle u...
Einführung     Kriege auf regionaler Ebene entfacht, während in anderen Teilen     der Erde die Großmächte unter dem Vorwa...
EinführungPremier Wen Jiabao der Volksrepublik China schrieb er:    „Ich bete, dass die Weltpolitiker mit Weisheit agieren...
Einführung19
Ansprachen
Die islamische Perspektive      auf die WeltkriseBritisches Parlament, The House Of Commons,           London im Oktober 2...
VorwortHistorische Ansprache von Seiner Heiligkeit Mirza Mas-roor Ahmadaba, der fünfte Kalif des Verheißenen Messiasasund ...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrise  Die islamische Perspektive auf die Weltkrise    Im Namen Allahs, des Gnädige...
Die islamische Perspektive auf die WeltkriseEr sagte, als er seinen Anspruch verkündete, dass Gott der Allmächti-ge ihm zw...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrisewaren vielmehr eher geopolitischer Natur. Sogar bei den heutigenKonflikten und...
Die islamische Perspektive auf die Weltkriseimmer gewürdigt haben, wann immer sie von Britannien ausgeübtwurde, und wir ho...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrisezu schaffen. Offensichtlich müssen diese Bemühungen auf Fairplayund den Beding...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrisesche Taten zu begehen, die wiederum weitere Gelegenheiten für eineReihe von Ni...
Die islamische Perspektive auf die WeltkriseWeg, durch den der menschliche Gemütsfrieden unversehrt gehaltenwerden kann. W...
Die islamische Perspektive auf die WeltkriseSie sollten dann nicht auf Rache sinnen, sondern vielmehr Gerechtig-keit und G...
Die islamische Perspektive auf die WeltkriseHeutzutage wächst die Rastlosigkeit und Kriege und Aktionen, umFrieden zu bewa...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrise     „Und wenn zwei Parteien von Gläubigen gegeneinander kämp-     fen, dann s...
Die islamische Perspektive auf die Weltkriseschichte der Britischen Regierung zeigt, dass sie stets Gerechtigkeithochgehal...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrisehat eine Reihe von Autoren, die zuvor als Berater für Regierungengearbeitet ha...
Die islamische Perspektive auf die Weltkrisegen dafür, verschiedene Gewächse hervorzubringen. Wäre geeignetePlanung angewa...
Die islamische Perspektive auf die WeltkriseHeilige Koran leitete uns, indem er sagte, dass wir die Zinswirtschaftvermeide...
Die islamische Perspektive auf die WeltkriseDie Notwendigkeit, sich Gott zuzuwendenZwingt uns diese Situation nicht dazu, ...
Liebe und Loyalität zum      Heimatland  Zentrum für Innere Führung der      Bundeswehr in Koblenz
Liebe und Loyalität zum Heimatland        Liebe und Loyalität zum Heimatland     Im Namen Allahs des Gnädigen und immer Ba...
Liebe und Loyalität zum Heimatlandist, diese Wörter vollständig zu erfassen, und zu verstehen, was sie be-deuten und was s...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandWas bedeutet LoyalitätBevor ich jedoch fortfahre, ist es notwendig zu behandeln, was mit...
Liebe und Loyalität zum Heimatlandren, dass der Heilige Prophet Muhammadsaw selbst gelehrt hat, dassdie „Liebe zum eigenen...
Liebe und Loyalität zum Heimatlandes für gewöhnlich tun. Außerdem ist es ihnen untersagt, sich gemäßeiner islamischen Prax...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandDer Islam verbietet, dass Gesetz selbst in die Hand zu nehmenIndes, parallel zu dieser R...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandDer Islam verbietet RebellionEin anderes Gesetz des Heiligen Korans in Bezug auf Loyalit...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandEs geht darum, Gottes Wohlgefallen zu erlangenWiewohl es wahr ist, dass unterschiedliche...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandDas Interesse des gesamten Landes im Fokus habenEine Wahlstimme sollte nicht auf Grundla...
Liebe und Loyalität zum Heimatlandnaus wird in einigen Ländern der Dritten Welt randaliert und Eigen-tum und Güter, die de...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandIn Umständen, wo ein muslimisches Land angegriffen wird, weil esselbst grausam und unger...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandWenn er diese Entscheidung träfe, dann würde das nicht bedeuten,dass er illoyal seinem L...
Liebe und Loyalität zum HeimatlandGerechtigkeit hervorrufen, und weniger Gesetze erlassen, die dafürverantwortlich sind, d...
Auf der Schwelle zum        AtomkriegEin internationaler Aufruf zum Frieden   9. Peace-Symposium in London 2012
VorwortAm 24 März 2012 wurde in der Bait-ul-Futuh Moscheezu London, der größten Moschee Westeuropas, das 9.Jährliche Peace...
Unter den Gästen befanden sich:•	   Rt Hon Justine Greening - MP, Staatssekretär für Verkehr•	   Jane Ellison - MP (Batter...
Auf der Schwelle zum Atomkrieg         Auf der Schwelle zum Atomkrieg       Ein internationaler Aufruf zum Frieden     Im ...
Auf der Schwelle zum AtomkriegMehrheit der Welt sehnt und derer sie auch bedarf. In Anbetracht alldessen, sind dies die Gr...
Auf der Schwelle zum AtomkriegWir erheben fortwährend unsere Stimme und rufen nach Frieden inder Welt; und es ist der Schm...
Auf der Schwelle zum AtomkriegKritische Stimmen werden unterdrücktEingedenk all dieser Tatsachen müssen wir feststellen, d...
Auf der Schwelle zum Atomkriegich ausführlich die Wege und Mittel zur Erlangung des Weltfriedensbeschrieb und dabei auch d...
Auf der Schwelle zum Atomkriegger Beifall ist bedeutungslos, da die eigentlichen Entscheidungen be-reits vorher festgelegt...
Auf der Schwelle zum Atomkriegwie Frieden und Barmherzigkeit in der Welt etabliert werden können.Daher möchte ich Sie alle...
Auf der Schwelle zum Atomkriegdie, die jetzt geboren werden, als auch auf jene, die in der Zukunft dasLicht der Welt erbli...
Auf der Schwelle zum Atomkriegetwas geringer ausfallen, nimmt das Risiko für Erkrankungen undLeiden merklich zu und auch d...
Auf der Schwelle zum Atomkriegandere Länder weitaus größer ausfallende Zahlenverhältnisse von To-ten im Hinblick auf ihre ...
Auf der Schwelle zum Atomkriegin Indien haben um die 1,6 Millionen Menschen ihr Leben verloren.Jedoch ist die Situation he...
Auf der Schwelle zum AtomkriegEin Krieg an der Grenze EuropasKürzlich sprach ein ranghoher russischer Offizier eine ernsth...
Auf der Schwelle zum AtomkriegHinsicht. Er schrieb, dass in bestimmten Ländern die Menschen keinVertrauen zu ihren Politik...
Auf der Schwelle zum AtomkriegBriefe an den Papst, Netanjahu und AhmadinejadEin Weg, durch den ich versucht habe, Frieden ...
Auf der Schwelle zum Atomkriegwelcher persönlichen Ängste Ausdruck verliehen, vielmehr resultiertmein Ansporn aus aufricht...
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Die Weltkrise und der Weg zum Frieden

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Eine Zusammenstellung von
Ansprachen und Briefen
Von Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (atba), Fünfter Kalif des Verheißenen Messiasas - Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde

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  1. 1. Die Weltkrise und der Weg zum Frieden Eine Zusammenstellung von Ansprachen und Briefen Von Hadhrat Mirza Masroor Ahmadatba Fünfter Kalif des Verheißenen MessiasasOberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde 5
  2. 2. Die Weltkrise und der Weg zum Frieden Eine Zusammenstellung von Ansprachen und Briefen Von Hadhrat Mirza Masroor Ahmadatba Fünfter Kalif des Verheißenen MessiasasOberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde 5
  3. 3. Die Weltkrise und der Weg zum Friedenvon Hadhrat Mirza Masroor AhmadatbaDas Original erschien unter dem Titel:World Crisis And The Pathway To Peace© Islam International Publications Ltd. 2012Erste deutsche Übersetzung/Auflage 2012Verantwortlich für die Veröffentlichung dieses Buches:©Genfer Straße 11D - 60437 Frankfurt am MainMehr Informationen unter www.verlagderislam.deISBN 978-3-944277-00-4PRINTED IN GERMANY 6
  4. 4. InhaltsverzeichnisVorwort  10Einführung  14 Die Weltkrise und der Weg zum Frieden Ansprachen  21 Die islamische Perspektive auf die Weltkrise  23 Liebe und Loyalität zum Heimatland   43 Auf der Schwelle zum  Atomkrieg - Ein internationaler Aufruf zum Frieden  59 Wege zur Gerechtigkeit - Der islamische Ansatz zu einer friedlichen Welt  85 Briefe an die Führer der Welt  113 Brief an Seine Heiligkeit Papst Benedikt den XIV  115 Brief an den Premierminister von Israel  123 Brief an den Präsidenten der Islamischen Republik Iran  131 Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika  137 Brief an den Premierminister von Kanada  143 7
  5. 5. Inhaltsverzeichnis Brief an den Hüter der Zwei Heiligen Stätten, König des Königreichs Saudi Arabien  149 Brief an den Premier des Staatsrates der Volksrepublik China  157 Brief an den Premierminister des Vereinigten Königreichs  165 Brief an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland  173 Brief an den Präsidenten der Republik Frankreich  181 Brief an Ihre Majestät, die Königin des Vereinigten Königreichs und des Commonwealth   189 Brief an das Staatsoberhaupt der Islamischen Republik Iran  197Stichwortverzeichnis  202Anmerkungen des Herausgebers  208Zum Autor  210 8
  6. 6. Inhaltsverzeichnis9
  7. 7. Vorwort 10
  8. 8. VorwortDie Absicht des Islam ist es, den Menschen zu lehren, wie er Friedenerlangen kann – sowohl mit sich selbst als auch mit seinem Schöpfer.Unter göttlicher Führung begann der Heilige Prophet Muhammadsaw,der Heilige Gründer des Islam, vor 1400 Jahren damit, diese Botschaftder Menschheit zu übermitteln. Er unternahm jede Anstrengung, umsicherzustellen, dass diese Botschaft soweit wie möglich verbreitetwurde, und er machte den außergewöhnlichen Schritt, persönlich dengrößten Königen und Herrschern seiner Zeit zu schreiben, und versi-cherte ihnen, dass sie mit Frieden und Wohlstand gesegnet werdenwürden, wenn sie die Lehren des Islam annähmen.Heute, in dieser Ära und Zeit, und in Erfüllung der Prophezeiungendes Heiligen Propheten Muhammadsaw, berief Gott Seine HeiligkeitMirza Ghulam Ahmadas, einen wahren und äußerst aufrichtigen Die-ner des Heiligen Prophetensaw, dazu, den Glauben zu regenerierenund in den Herzen der Menschen die Liebe zu Gott zu wecken, sodass sie wieder die Wege des Friedens lernen und vor Zerstörung be-wahrt sein mögen.Die Briefe, die kürzlich von Hadhrat Mirza Masroor Ahmadaba, demfünften Nachfolger des Verheißenen Messiasas, an verschiedeneStaatsoberhäupter und Weltpolitiker gesandt wurden, sind eine Fort-setzung der Aufgabe, die der Heilige Prophetsaw vierzehn Jahrhunder-te zuvor begonnen hatte.Seine Heiligkeit ist auch weit gereist, um persönlich jene anzuspre-chen, die verantwortlich sind für die Führung der größten Nationenin der Welt. Seine Ansprachen und Briefe warnen vor einer herannah-enden Weltkrise, welche die natürliche Folge ungerechter und inhu-maner Finanz- und Polit-Strategien ist, die unaufhörlich die Spannun-gen zwischen den Weltvölkern erhöhen.Die Lösung für das Dilemma der Welt, so sagt Seine Heiligkeit, liegt inBefolgung der Koranischen Lehren der vollkommenen Gerechtigkeit. 11
  9. 9. VorwortEr mahnt die Weltpolitiker, Strategien zu verfolgen, die auf Gleich-heit, Gerechtigkeit und religiöser Freiheit basieren, und aufzuhören,Vorgehensweisen zu verfolgen, die mit dem Gedanken kurzsichtigenund kurzweiligen Selbstnutzens ersonnen wurden und auf der unge-rechten und unlauteren Ausbeutung schwächerer Nationen und ihrernatürlichen Ressourcen beruhen.Möge Gott, mit Seiner Gnade und Barmherzigkeit, die Herzen derMenschen dafür öffnen, diese Botschaft anzunehmen. (Amin)Die Zusammenstellung der originalen englischen Version dieses Bu-ches wurde Herrn Usman Nasir Choudhary aus den USA überant-wortet. Er wurde unterstützt von Herrn Salman Sajid, Herrn AbdulWahab Mirza, Herrn Dr. Waseem Sayed und Frau Maryam Choud-hary. Ebenso danke ich für die Hilfe von Herrn Amer Safir, Chefre-dakteur und Manager der Zeitschrift „The Review of Religions“ undHerrn Omair Aleem, Verantwortlicher für Makhzan-e-Tasaweer (Bild-archiv). Möge Allah sie alle reichlich belohnen. Amin. Munir-ud-Din Shams Additional Wakilut Tasnif, London im August 2012 12
  10. 10. VorwortZur deutschen AusgabeDa es sich hierbei um eine weitgehend unveränderte Übersetzung derenglischen Originalausgabe handelt, wurde das Vorwort der engli-schen Ausgabe übernommen.Die einzelnen Ansprachen wurden von folgenden Personen übersetzt:• „Islamische Perspektiven auf die Weltkrise“ von Hadayatullah Hübsch• „Liebe und Loyalität zum Heimatland“ von Tariq Hübsch• „Auf der Schwelle zum Atomkrieg - Ein internationaler Aufruf zum Frieden“ von Afshan Qureshi und Aisha Ahmad• „Wege zur Gerechtigkeit - Der islamische Ansatz zu einer friedlichen Welt“ von Afshan Qureshi und Aisha AhmadVorwort, Einführung, diverse Elemente aus den Ansprachen sowieviele Briefe des Kalifen and die Führer der Welt wurden von Attia-Nuur Ahmad-Hübsch übersetzt. Einige andere Briefe des Kalifenwurden von der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Ge-meinde, der Khuddam-ul-Ahmadiyya, übersetzt. Lektorat und Satzbewerkstelligte Tariq Hübsch, Layout und Umschlgsgestaltung hatQamar Mahmood erbracht. Möge Allah sie allesamt segnen. Mubarak Ahmad Tanveer Publikationsabteilung Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland Frankfurt am Main im November 2012 13
  11. 11. Einführung 14
  12. 12. EinführungDie Welt durchlebt im Moment sehr turbulente Zeiten. Die globaleökonomische Krise fährt darin fort, nahezu jede Woche neue undschwerwiegendere Gefahren zu offenbaren. Die Ähnlichkeiten zu derZeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg werden immer häufiger ange-führt, und es scheint offensichtlich, dass die Ereignisse die Welt mitbeispielloser Geschwindigkeit in Richtung eines schrecklichen DrittenWeltkrieges bewegen. Es herrscht ein überwältigendes Gefühl, dassdie Dinge in rasendem Tempo außer Kontrolle geraten, und die Men-schen suchen nach jemandem, der hervortreten soll, um konkrete,solide Führung anzubieten, in welche sie vertrauen können und dieihr Herz und ihren Verstand gleichermaßen anspricht und ihnen dieHoffnung gibt, dass es einen Weg gibt, der zum Frieden führen kann.Die Konsequenzen eines nuklearen Krieges sind derart katastrophal,dass niemand gar daran zu denken wagen mag.Hier, in diesem Buch, haben wir jene Richtlinien gesammelt, die Sei-ne Heiligkeit Mirza Masroor Ahmadaba, Oberhaupt der weltweitenAhmadiyya Muslim Jamaat, vorgelegt hat. Während der letzten Jahre,als die Ereignisse sich entfalteten, kündigte er der Welt furchtlos an,in welche Richtung sich die Dinge hin entwickelten – nicht, um Alarmzu schlagen, sondern um sie darauf vorzubereiten, darüber nachzu-denken, wie die Welt diesen momentanen Zustand erreicht hat undwie sie Unheil abwenden und einen Kurs festlegen kann in RichtungFrieden und Sicherheit für alle Menschen, die in diesem globalen Dorfleben. Er hat offen kundgetan, dass der einzige Weg, um Frieden zusichern, lautet, dass die Welt Pfade der Demut und Gerechtigkeit ein-schlägt und sich demütig und gehorsam Gott zuwendet; der Menschmenschlich wird; der Starke den Schwachen mit Würde und Respektbehandelt und der Schwache und Arme auch Dankbarkeit zeigt undsich Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit aneignet, sowie dass alle 15
  13. 13. Einführungsich ihrem Schöpfer in äußerster Demut und vollkommener Aufrich-tigkeit zuwenden.Wieder und wieder hat er alle und jeden dazu ermahnt, dass der Wegzurück vom Rande des Desasters für Nationen bedeutet, Gerechtig-keit zu einer absoluten Voraussetzung ihrer Interaktionen zu machen.Selbst wenn Feindschaft zwischen ihnen herrscht, müssen sie dennochGerechtigkeit wahren, denn die Geschichte hat uns gelehrt, dass diesdie einzige Methode ist, um alle Spuren für zukünftige Feindschaftenauszulöschen und demzufolge dauerhaften Frieden zu schaffen.Dies ist die Lehre des Heiligen Korans, die er in seinen Briefen an dieWeltpolitiker betonte: „Es soll euch die Feindseligkeit eines Volkes, so es euch an der Heiligen Moschee hinderte, nicht zur Übertretung verführen. Und helfet einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helfet einander nicht in Sünde und Übertretung. Und fürchtet Allah, denn Allah ist streng im Strafen.“ (Sura Al Maidah, 5:3)In seinem Brief an den Premierminister von Israel schrieb er: „Es ist daher meine Bitte an Sie, anstatt die Welt in den Zustand eines Weltkriegs zu versetzen, die Welt mit maximalen Bemü- hungen vor einer globalen Katastrophe zu bewahren. Anstatt Konflikte mit Gewalt zu lösen, sollten Sie diese mittels Dialog lösen, damit wir unsere künftigen Generationen mit einer viel- versprechenden Zukunft beschenken können, anstatt sie mit ei- ner der Behinderung und Mängel zu bescheren.“Den Präsidenten der Islamischen Republik Iran mahnte er: „Die Welt befindet sich momentan in einem Zustand von gro- ßer Aufruhr und Rastlosigkeit. In einigen Regionen haben sich 16
  14. 14. Einführung Kriege auf regionaler Ebene entfacht, während in anderen Teilen der Erde die Großmächte unter dem Vorwand der Friedensför- derung tätig sind. Jedes Land ist in Aktivitäten verwickelt, die entweder andere Länder stützen oder schwächen, ohne jedoch dabei den Anforderungen der Gerechtigkeit Genüge zu leisten. Nur mit großem Bedauern kann beim Beobachten der aktuellen Geschehnisse auf der Welt festgestellt werden, dass das Funda- ment für einen erneuten Weltkrieg bereits gelegt ist.“Präsident Obama erklärte er: „Wie allseits bekannt ist, waren die Hauptgründe, die zum Zweiten Weltkrieg führten, das Versagen des Völkerbundes und die Weltwirtschaftskrise, welche 1932 ihren Lauf nahm. Führen- de Wirtschaftswissenschaftler sehen heute zahlreiche Parallelen zwischen der kontemporären Weltwirtschaftskrise und jener von 1932. Wir beobachten wie Kriege zwischen kleineren Na- tionen aufgrund politischer und wirtschaftlicher Streitigkeiten entfachen und innere Uneinigkeit und Unzufriedenheit in den Ländern überhandnehmen. Dies wird schließlich zu Kräften führen, die zum Regierungsapparat aufstreben, die uns letzt- endlich zum Weltkrieg führen werden. Sollten in den kleine- ren Ländern die Konflikte nicht durch Politik und Diplomatie gelöst werden können, werden neue Blöcke und Lager auf der politischen Weltkarte entstehen. Dies wird letztendlich der Weg- bereiter für den Ausbruch eines Dritten Weltkriegs werden. In- folgedessen bin ich davon überzeugt, dass es weitaus wichtiger, ja essentiell ist, unsere Bemühungen dringend zu intensivieren, die Welt vor einer Zerstörungzu retten, anstatt unseren Fokus auf den Fortschritt der Welt zu legen. Es besteht ein dringendes Bedürfnis, dass die Menschheit den Einen Gott, unseren Schöp- fer, erkennt, denn dies ist der einzige Garant für das Überleben der Menschheit. Andernfalls nähert sich die Welt weiterhin mit großen Schritten der Selbstzerstörung.“ 17
  15. 15. EinführungPremier Wen Jiabao der Volksrepublik China schrieb er: „Ich bete, dass die Weltpolitiker mit Weisheit agieren mögen und nicht zulassen, dass wechselseitige Feindschaften zwischen Natio- nen und Völkern auf kleiner Ebene in einen globalen Konflikt aus- ufern.“Und zum Premierminister von Großbritannien schrieb er: „Es ist meine Bitte, dass wir auf jeder Ebene und in jeder Richtung unser bestmögliches versuchen müssen, die Flammen des Hasses und der Feindschaften auszulöschen. Nur wenn wir in dieser Be- mühung erfolgreich sind, wird es uns möglich sein, unseren kom- menden Generationen eine strahlendere Zukunft zu garantieren. Falls wir jedoch bei dieser Aufgabe versagen, sollten wir keine Zweifel daran haben, dass als Resultat nuklearer Kriegsführung unsere zukünftigen Generationen überall die schrecklichen Kon- sequenzen unserer Handlungen zu ertragen haben werden, und sie werden ihren Älteren nie vergeben, die Welt in eine globale Ka- tastrophe geführt zu haben. Ich weise Sie erneut darauf hin, dass Großbritannien auch eines jener Länder ist, dass Einfluss ausüben kann und tut, sowohl bei den Industrienationen als auch in den Entwicklungsländern. Sie können dieser Welt die Richtung weisen, so Sie es denn wollen, indem sie die Voraussetzungen von Gleich- heit und Gerechtigkeit erfüllen. Daher sollten Großbritannien und andere Großmächte ihren Anteil dazu beitragen, einen Weltfrieden zu etablieren. Möge Gott, der Allmächtige, Sie und andere Weltpo- litiker dazu befähigen, diese Botschaft zu verstehen.“Wir beten aufrichtig, dass die hierin gesammelte Rechtleitung in die-ser Zeit großer Gefahr als Quelle der Führung für die Menschheitdienen möge, so dass durch das Handeln nach den Prinzipien derGerechtigkeit und Demut und durch die Hinwendung zu Gott derMensch mit dauerhaftem Frieden gesegnet sein möge. Amin. 18
  16. 16. Einführung19
  17. 17. Ansprachen
  18. 18. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseBritisches Parlament, The House Of Commons, London im Oktober 2008
  19. 19. VorwortHistorische Ansprache von Seiner Heiligkeit Mirza Mas-roor Ahmadaba, der fünfte Kalif des Verheißenen Messiasasund Oberhaupt der weltweiten Ahmadiyya Muslim Ge-meinde, gehalten im House Of Commons (Britisches Par- lament) am 22. Oktober 2008.Der Empfang wurde zu Ehren des 100jährigen Bestehensdes Kalifentums der Ahmadiyyat organisiert von JustineGreening, MP von Putney, dem Heimatort der Fazl-Mo- schee, der Zentrale der Ahmadiyya Muslim GemeindeDem Empfang beigewohnt haben auch Gilian Merron MP,Rt Hon Hazel Blears MP, Alan Keen MP, Dominic GrieveMP, Simon Hughes MP, Lord Eric Avebury sowie weitere renommierte Vertreter von Presse und Politik.
  20. 20. Die islamische Perspektive auf die Weltkrise Die islamische Perspektive auf die Weltkrise Im Namen Allahs, des Gnädigen und immer BarmherzigenSehr geehrte Gäste,Assalam-o-Alaikum Wa Rahmatullahe Wa BarakatohuFrieden und Segnungen Allahs seien mit Ihnen.Zuallererst möchte ich all den respektvollen und ehrwürdigen Mit-gliedern des Parlaments und den Gästen danken, die einem Ober-haupt einer religiösen Gemeinschaft erlaubt haben, einige Worte ansie zu richten. Ich bin unserer für unser Wohngebiet zuständigenParlamentsabgeordneten Justine Greening äußerst dankbar, die soviel getan hat, um diese Veranstaltung einer kleinen Gemeinde ihresWahlbezirks willen zu organisieren, die das Jahrhundert-Jubiläumihres Kalifentums begeht. Das zeigt ihre Größe, ihre Offenherzigkeitund ihre Anteilnahme an den Gefühlen eines jeden Menschen undeiner jeden Gemeinschaft in ihrem Wahlbezirk.Obwohl die Ahmadiyya Muslim Gemeinde eine kleine Gemeinschaftist, ist sie doch eine Bannerträgerin und die Verkörperung der wahrenLehren des Islam. Gleichwohl muss ich betonen, dass jeder Ahmadi,der in Großbritannien lebt, ein außerordentlich loyaler Bürger diesesLandes ist und es liebt; dies ist so wegen der Lehren unseres Prophe-tensaw, der uns davon unterrichtet hat, dass Liebe zum Heimatland einunverzichtbarer Bestandteil des Glaubens ist. Die Lehren des Islamsind weiter herausgearbeitet und erläutert worden durch den Begrün-der der Ahmadiyya Gemeinde, an den wir als den Verheißenen Messi-asas und Reformer dieses Zeitalters glauben. 27
  21. 21. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseEr sagte, als er seinen Anspruch verkündete, dass Gott der Allmächti-ge ihm zwei Bürden auferlegt habe. Die eine betrifft das Recht Gottesund die andere jenes von Gottes Schöpfung.Er fuhr fort und sagte, dass die Rechte gegenüber Gottes Schöpfungauszuüben, die schwierigste und heikelste Herausforderung sei.Über das Kalifentum der Ahmadiyya Muslim GemeindeBezüglich des Kalifentums mögen Sie vielleicht die Furcht hegen,dass eine Zeit kommen wird, wenn die Geschichte sich selbst wie-derholt, und dass aus dieser Art von Führerschaft Kriege entspringenwerden. Lassen Sie mich Ihnen deswegen versichern, dass, obwohldiese Anschuldigung gegen den Islam erhoben wird, so Gott will dasAhmadiyya-Kalifentum immer als Bannerträger des Friedens und derHarmonie in der Welt bekannt sein wird. Und zudem als loyal gegen-über dem Land, in dem seine Mitglieder wohnen.Das Ahmadiyya-Kalifentum ist auch da, um die Mission des Messiasund Mahdisas durchzuführen und fortzusetzen, also gibt es überhauptkeinen Grund, das Kalifentum zu fürchten. Dieses Kalifentum ziehtdie Aufmerksamkeit der Mitglieder der Gemeinde auf die Erfüllungdieser zwei Verpflichtungen, um deretwillen der Verheißene Messiasaskam, und als Ergebnis dessen versucht es, Frieden und Harmonie inder Welt zu schaffen.Befürchtungen vor einem WeltkriegWegen der auferlegten Zeitbeschränkung komme ich nun zum Themameines Vortrags. Wenn wir die jüngst vergangenen Jahrhunderte un-parteiisch begutachten, dann werden wir feststellen, dass die Kriegedieser Zeitspanne nicht wirklich religiöse Kriege gewesen sind. Sie 28
  22. 22. Die islamische Perspektive auf die Weltkrisewaren vielmehr eher geopolitischer Natur. Sogar bei den heutigenKonflikten und Feindschaften unter den Nationen beobachten wir,dass sie aus politischen, territorialen und ökonomischen Interessenheraus entstehen.Es ist meine Befürchtung, dass angesichts der Richtung, in der sich dieAngelegenheiten heutzutage entwickeln, die politische und ökonomi-sche Dynamik der Länder der Welt zu einem Weltkrieg führen kann.Es sind nicht nur die ärmeren Länder der Welt, sondern auch diereicheren Nationen, die dadurch betroffen sind. Deswegen ist es diePflicht der Supermächte, sich zusammenzusetzen und eine Lösungzu finden, wie die am Rande einer Katastrophe stehende Menschheitgerettet werden kann.Britannien ist auch eines jener Länder, die Einfluss auf die gut situier-ten Länder, als auch auf die unterentwickelten Länder ausüben kannund dies auch tut. Sie können die Welt leiten, wenn Sie es so wün-schen, indem Sie die Bedürfnisse von Gleichheit und Gerechtigkeiterfüllen.Wenn wir uns die jüngste Vergangenheit anschauen, dann herrschteBritannien über viele Länder und hinterließ einen hohen Standard vonGerechtigkeit und religiöser Freiheit, insbesondere auf dem Subkon-tinent von Indien und Pakistan. Die Ahmadiyya Muslim Gemeindehat dies miterlebt und der Begründer der Ahmadiyya Gemeinde hatdie Britische Regierung für ihre Politik der Gerechtigkeit und dafür,dass sie religiöse Freiheit gewährleistete, gepriesen. Als der Begrün-der der Ahmadiyya Gemeinde Ihrer Majestät, der Queen Victoria, zuihrem Diamantenen Jubiläum gratulierte und ihr die Botschaft desIslam überbrachte, betete er insbesondere, dass angesichts der Art,in der die Britische Regierung die Bedürfnisse von Gerechtigkeit inGleichheit ausübt, Gott der Allmächtige sie generös belohnen möge.Somit zeigt unsere Geschichte, dass wir diese Form der Gerechtigkeit 29
  23. 23. Die islamische Perspektive auf die Weltkriseimmer gewürdigt haben, wann immer sie von Britannien ausgeübtwurde, und wir hoffen, dass auch in Zukunft Gerechtigkeit ein her-vorstechendes Merkmal der Britischen Regierung nicht nur in religiö-sen Angelegenheiten, sondern in jeglicher Hinsicht bleiben wird unddass Sie niemals die guten Qualitäten der Vergangenheit vergessenwerden.Retten Sie die Welt vor der ZerstörungHeutzutage existiert eine große Aufregung und Unruhe in der Welt.Wir sehen Kleinkriege ausbrechen, während in einigen Gebieten dieSupermächte beanspruchen, dass sie versuchen und in der Lage seien,Frieden zu bringen. Aber wenn die Bedingungen von Gerechtigkeitnicht erfüllt werden, können die Feuersbrünste und Flammen dieserlokalen Kriege sich ausbreiten und die ganze Welt erfassen. Deswegenlautet meine demütige Bitte Ihnen gegenüber, die Welt vor der Zerstö-rung zu retten!Nun werde ich kurz erwähnen, was die Lehren des Islam dazu sagen,wie Frieden in der Welt geschaffen werden kann, oder wie Frieden inder Welt im Lichte dieser Lehren hergestellt werden kann. Es ist meinGebet, dass, um Frieden in der Welt herzustellen, jene, die eingangsangesprochen waren, also die Muslime, in die Lage versetzt werden,danach zu handeln, indes ist es aber eine Pflicht aller Länder der Welt-Supermächte oder Regierungen, danach zu handeln.In unseren Tagen und unserem Zeitalter, wenn die Welt buchstäblichzu einem globalen Dorf zusammengeschrumpft ist, und das auf eineWeise, die man sich zuvor nicht hatte vorstellen können, müssen wirunsere Verantwortlichkeiten als menschliche Wesen begreifen undsollten versuchen, unsere Aufmerksamkeit der Lösung jener Men-schenrechtsfragen zu widmen, die helfen können, Frieden in der Welt 30
  24. 24. Die islamische Perspektive auf die Weltkrisezu schaffen. Offensichtlich müssen diese Bemühungen auf Fairplayund den Bedingungen der Gerechtigkeit gründen.Unter den Problemen von heute ist ein Problem entstanden, auchwenn nicht direkt, dann doch indirekt, aufgrund von Religion. EinigeGruppen von Muslimen bedienen sich im Namen der Religion unge-setzlicher Angriffe und Selbstmordattentäter, um Nicht-Muslime zutöten und ihnen zu schaden, einschließlich Soldaten und unschuldi-ge Zivilisten, und töten gleichzeitig brutal unschuldige Muslime undKinder. Diese grausame Handlungsweise ist für den Islam völlig in-akzeptabel. Aufgrund diese furchtbaren Verhaltens einiger Muslimeist in den Ländern von Nicht-Muslimen ein völlig falscher Eindruckvom Islam entstanden und als Ergebnis dessen sprechen einige Tei-le der Gesellschaft offen gegen den Islam, während andere, wenn sieauch nicht offen Stellung beziehen, keine gute Meinung vom Islam inihren Herzen tragen. Es hat Misstrauen in den Herzen der Menschender westlichen und nicht-muslimischen Länder hervorgerufen, undanstatt dass sich die Situation verbessert, verschlimmert sich die Ein-stellung der Nicht-Muslime tagtäglich.Zu den Muhammad-KarikaturenEin fundamentales Beispiel dieser irrtümlichen Reaktion ist der An-griff auf den Charakter des Heiligen Propheten des Islamsaw und aufden Heiligen Koran, das Heilige Buch der Muslime. Diesbezüglichentsprach die Haltung der Britischen Politiker, welcher Partei sie auchangehören, wie auch der Intellektuellen Britanniens nicht dem, wasandere Politiker einiger anderer Länder gezeigt haben, und ich dan-ke Ihnen dafür. Worin könnte der Nutzen liegen, solche Gefühle zuverletzen, wenn nicht, dass Hass und Abneigung zunehmen? DieserHass wiederum spornt gewisse extremistische Muslime an, unislami- 31
  25. 25. Die islamische Perspektive auf die Weltkrisesche Taten zu begehen, die wiederum weitere Gelegenheiten für eineReihe von Nicht-Muslimen schaffen, ihre Opposition zu verstärken.Wie auch immer, jene, die keine Extremisten sind und die den Heili-gen Propheten des Islamsaw aus tiefstem Herzen lieben, werden durchsolche Angriffe auf peinigende Art und Weise verletzt, und unter die-sen steht die Ahmadiyya Gemeinde an allererster Stelle. Unsere ein-zigartige, wichtigste Aufgabe besteht darin, der Welt den vollkomme-nen Charakter des Heiligen Prophetensaw und die schönen Lehren desIslam zu zeigen. Wir, die wir alle Propheten (Frieden sei auf all ihnen)respektieren und ehren und glauben, dass sie alle Botschafter sind, dievon Gott gesandt wurden, vermögen nicht, gegen auch nur einen vonihnen etwas Herabsetzendes zu sagen; aber wir sind zutiefst traurig,wenn wir grundlose, unwahre Vorwürfe gegen unseren Prophetensawvernehmen.Heutzutage, da die Welt in Blöcke aufgeteilt wird, da der Extremis-mus eskaliert, da die finanzielle und ökonomische Situation sich ver-schlechtert, gibt es ein dringendes Bedürfnis, alle Arten von Hass zubeenden und den Grundstein für Frieden zu legen. Dies kann nur da-durch geschehen, indem jegliche Form von Gefühlen anderer respek-tiert wird. Wenn das nicht auf angemessene Weise geschieht, ernsthaftund mit Rechtschaffenheit, wird sich alles in unkontrollierbare Um-stände verändern. Ich würdige, dass ökonomisch gesunde westlicheLänder großzügigerweise den Menschen armer oder unterentwickel-ter Länder gestattet haben, sich in ihren jeweiligen Ländern niederzu-lassen, und darunter befinden sich auch Muslime.Ein Prinzip für den FriedenWahre Gerechtigkeit verlangt, dass die Gefühle und die religiöse Pra-xis dieser Menschen ebenso gewürdigt werden sollten. Dies ist der 32
  26. 26. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseWeg, durch den der menschliche Gemütsfrieden unversehrt gehaltenwerden kann. Wir sollten daran denken, dass dann, wenn der Ge-mütsfrieden einer einzelnen Person gestört ist, ebenso der Gemüts-frieden der gesamten Gesellschaft davon betroffen ist.Somit, wie ich schon zuvor sagte, bin ich dem Britischen Gesetzgeberund den Politikern hier dankbar dafür, dass sie die Anforderungenvon Gerechtigkeit erfüllen und sich nicht in solche Angelegenheiteneinmischen. Dies, in der Tat, ist die Lehre des Islam, die uns durch denHeiligen Koran gegeben wird. Der Heilige Koran legt fest: „In Glaubensdingen darf es keinen Zwang geben“ (Sure 2 Vers 257)Dieses Gebot begegnet nicht nur der Anschuldigung, dass der Islamdurch das Schwert verbreitet worden sei, sondern sagt auch den Mus-limen, dass die Annahme des Glaubens eine Sache zwischen Menschund seinem Gott ist, und dass sie diese Beziehung auf keine Weisestören sollten. Jedem ist es erlaubt, entsprechend seiner Glaubensvor-stellungen zu leben und seine religiösen Rituale zu vollziehen. Wennjedoch irgendeine Handlungsweise im Namen der Religion anderenSchaden zufügt oder sich gegen die Gesetze des Landes richtet, danndürfen die Gesetzesvertreter des Staates zur Tat schreiten, denn wennirgendein grausames Ritual von irgendeiner Religion praktiziert wird,dann kann dies nicht die Lehre eines Propheten Gottes sein. Dies istein grundlegendes Prinzip, um Frieden sowohl auf lokaler als auchauf internationaler Ebene zu bewirken.Darüber hinaus lehrt uns der Islam, dass, wenn als Ergebnis IhresGlaubenswechsels irgendeine Gesellschaft oder Gruppe oder eine Re-gierung versucht, sich in die Ausübung einer religiösen Praxis einzu-mischen, und sich dann die Umstände zu Ihren Gunsten verändern,Sie hernach keinen Groll oder Übelwollen an den Tag legen sollten. 33
  27. 27. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseSie sollten dann nicht auf Rache sinnen, sondern vielmehr Gerechtig-keit und Gleichheit einführen. Der Heilige Koran sagt: „O die ihr glaubt! Seid standfest in der Sache Allahs und wahrt Gerechtigkeit; und lasst nicht die Feindschaft eines Volkes euch anstacheln, anders denn in Gerechtigkeit zu handeln. Seid im- mer gerecht, das ist der Rechtschaffenheit näher. Und fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist dessen bewusst, was ihr tut.“ (Sure 5 Vers 9)Dies ist die Lehre, um Frieden in der Gesellschaft zu erzielen. Weichtniemals von Gerechtigkeit ab, auch nicht um eines Feindes willen.Die frühe Geschichte des Islam zeigt uns, dass man dieser Lehre folgteund alle Anforderungen von Gerechtigkeit erfüllt wurden. Ich kannjetzt nicht zu viele Beispiele dafür anführen, aber die Geschichte istZeuge für die Tatsache, dass der Heilige Prophetsaw nach dem Sieg inMekka keinerlei Rache gegenüber jenen ausübte, die ihn grausam be-handelt hatten, sondern er vergab ihnen und erlaubte ihnen, an ihremjeweiligen Glauben festzuhalten. Heutzutage kann Frieden nur danngeschaffen werden, wenn alle Anforderungen von Gerechtigkeit auchgegenüber den Feinden beachtet werden, nicht nur in Kriegen gegen-über religiösen Extremisten, sondern auch in allen anderen Kriegen.Und nur ein solcher Frieden ist langanhaltend.Im vergangenen Jahrhundert wurden zwei Weltkriege ausgetragen.Was immer auch die Ursachen dafür gewesen waren, wenn wir unstief mit der Sache beschäftigen, ragt nur ein Grund wirklich heraus.Und das ist der, dass bereits zu Beginn keine richtige Gerechtigkeitausgeübt wurde. Als Reaktion ergab sich das, was man als erlosche-nes Feuer angesehen hatte, als Schlacke, die unterschwellig weiter-glomm, bis sie schließlich in Flammen ausbrach und die ganze Weltein zweites Mal umfasste. 34
  28. 28. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseHeutzutage wächst die Rastlosigkeit und Kriege und Aktionen, umFrieden zu bewahren, werden zu Vorläufern für einen weiteren Welt-krieg. Mehr noch, die gegenwärtigen ökonomischen und sozialenProbleme werden die Quelle dafür sein, dass sich die Situation nochweiter verschlechtert.Eine goldene RegelDer Heilige Koran hat einige goldene Regeln festgelegt, um Frieden inder Welt durchzusetzen. Es ist eine anerkannte Tatsache, dass Gier derGrund dafür ist, dass Feindschaft wächst. Manchmal manifestiert siesich in territorialen Expansionsgelüsten, oder darin, dass man die na-türlichen Ressourcen ausbeutet oder in der Tat die Vorherrschaft eini-ger über andere beansprucht. Das führt zu Grausamkeit, ob sie seitensder Hände unbarmherziger Despoten ausgeübt wird, die die Rechteder Menschen schmälern und ihre Übermacht zeigen, indem sie ihrepersönlichen Interessen einfach durchsetzen, oder es geschieht durchdie Hände einer Eroberungsmacht. Manchmal fordern die Schreie undÄngste der grausam behandelten Menschen die übrige Welt heraus.Aber wie immer das auch sein mag, uns ist das folgende goldene Prin-zip durch den Heiligen Propheten des Islamsaw gelehrt worden: Hilfsowohl den Unterdrückten als auch dem Unterdrücker.Die Gefährten des Prophetensaw erkundigten sich, wie sie denn einergrausamen Person helfen könnten, während sie sehr wohl verstan-den, dass man den Leidenden helfe. Der Prophetsaw erklärte dies, in-dem er sagte: „Indem ihr seine Hand daran hindert, eine Grausamkeit zubegehen, denn sein Ausmaß an Grausamkeit wird ihn zum Opfer der StrafeGottes werden lassen.“ Somit bemüht euch aus Barmherzigkeit, ihn zuretten. Dieses Prinzip reicht vom kleinsten Bereich der Gesellschaftbis hin zur internationalen Ebene. In diesem Zusammenhang sagt derHeilige Koran: 35
  29. 29. Die islamische Perspektive auf die Weltkrise „Und wenn zwei Parteien von Gläubigen gegeneinander kämp- fen, dann stiftet Frieden zwischen ihnen; wenn sich danach die eine gegen die andere vergeht, bekämpft jene Partei, die sich vergangen hat, bis sie zum Gebot Allahs zurückkehrt. Wenn sie dann zurückkehrt, stiftet Frieden unter ihnen in Gleichheit und handelt gerecht. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten.“ (Sure 40 Vers 10)Obwohl die Lehre für Muslime gilt, kann dadurch doch auch, indemman sich an diesem Prinzip ausrichtet, die Grundlage für einen Frie-den weltweit gelegt werden.Um den Frieden aufrechtzuerhalten, ist anfangs erklärt worden, dassdie wichtigste Anforderung dafür die Gerechtigkeit ist. Und, wenntrotzdem, obwohl man den Prinzipien der Gerechtigkeit gehorcht,Anstrengungen, Frieden wiederherzustellen, erfolglos bleiben, sollteman sich vereinigen und gemeinsam gegen jene Partei kämpfen, diedie Grenzen überschritten hat und damit solange fortfahren, bis dieüberschreitende Partei bereit ist, Frieden zu schließen. Ist diese, dieGrenzen überschreitende Partei bereit, Frieden zu schließen, besagtdie Anforderung der Gerechtigkeit: Sucht nicht, Rache auszuüben,auferlegt nicht Restriktionen oder Embargos. Behaltet unter allen Um-ständen ein Auge auf dem Missetäter, zur selben Zeit aber bemühteuch um ihn und versucht, seine Situation zu verbessern.Um die Unruhe zu beenden, die in einigen Ländern der Welt heuteherrscht – und unglücklicherweise gehören einige muslimische Län-der zu den Führenden unter ihnen – sollte sie insbesondere durch jeneNationen analysiert werden, die die Macht dazu haben, ein Veto ein-zulegen, um festzulegen, ob oder ob nicht Gerechtigkeit in angemes-sener Weise befolgt worden ist. Wann immer Hilfe vonnöten ist, sinddie machtvollen Nationen gefragt.Wie ich zuvor ausführte, sind wir Zeuge der Tatsache, dass die Ge- 36
  30. 30. Die islamische Perspektive auf die Weltkriseschichte der Britischen Regierung zeigt, dass sie stets Gerechtigkeithochgehalten hat, und das hat mich ermutigt, ihre Aufmerksamkeitauf einige dieser Angelegenheiten zu lenken.Neid und GierEin weiteres Prinzip, das uns gelehrt wurde, um Frieden in der Weltherzustellen, besteht darin, dass man nicht neidisch auf den Reichtumanderer schauen sollte. Der Heilige Koran sagt: „Und richte deinen Blick nicht auf das, was Wir einigen von ih- nen gewährt haben für eine kurze Zeit – den Glanz des irdischen Lebens – damit Wir sie dadurch prüfen mögen.“ (Sure 20 Vers 132)Gier nach und Neid wegen Reichtum anderer ist eine Ursache für diewachsende Ruhelosigkeit in der Welt. Auf privater Ebene nach denNachbarn zu schielen, wie das Sprichwort besagt, zeitigte unendlicheGier und zerstörte den sozialen Frieden. Habgieriger Wettbewerb aufnationaler Basis folgte und führte zur Zerstörung des Weltfriedens.Dies ist durch die Geschichte bewiesen und jeder vernünftige Menschkann absehen, dass der Wunsch nach dem Reichtum anderer Neidverursacht und die Gier wachsen lässt und somit die Quelle für Ver-lust ist.Das ist der Grund, warum Gott der Allmächtige sagt, dass man seinenBlick auf seine eigenen Mittel beschränken soll und aus ihnen Nut-zen ziehen möge. Die Anstrengung, territoriale Gewinne zu machen,geschieht um der Nutzen willen, die man aus den naturgegebenenRessourcen jenes Territoriums ziehen will. Der Zusammenschluss vonNationen und die Bildung von Machtblöcken geschehen, um sich dienatürlichen Ressourcen einiger Länder anzueignen. Diesbezüglich 37
  31. 31. Die islamische Perspektive auf die Weltkrisehat eine Reihe von Autoren, die zuvor als Berater für Regierungengearbeitet hatten, Bücher geschrieben, in denen eingehend berichtetwird, wie sich einige Länder bemühen, Kontrolle über die Ressourcenanderen Nationen zu erlangen. Inwieweit diese Schriftsteller wahr-heitsgemäß sind, ist ihnen selbst am besten bekannt, und Gott weißes am allerbesten, aber der Zustand, der entsteht, wenn man dieseBücher liest, verursacht tiefe Sorge und Ängste in den Herzen jener,die gegenüber ihren ärmeren Ländern loyal sind und ist ein haupt-sächlicher Grund für das Wachstum des Terrorismus und des Rüs-tungswettlaufs nach Massenvernichtungswaffen.Fortschritt und KriseHeutzutage hält sich die Welt für ernsthafter, bewusster und gebilde-ter als in der Vergangenheit. Sogar in den armen Ländern gibt es solchintelligente Seelen, die sich auf ihrem jeweiligen Gebiet des Wissensgroßartig ausgezeichnet haben. Hochintellektuelle Köpfe arbeiten zu-sammen in den riesigen Forschungszentren der Welt. Unter solchenBedingungen sollte man sich vorstellen können, dass die Menschensich vereint haben und gemeinsam bemüht sind, die falschen Wegedes Denkens und den Unsinn der Vergangenheit zu beenden, derzu Streitigkeiten und schreckenerregenden Kriegen geführt hat. Diegottgegebene Vernunft und der wissenschaftliche Fortschritt hättenbenutzt werden sollen zur Verbesserung der Zustände der Mensch-heit und dafür, zulässige Methoden zu ersinnen, um Nutzen aus denjeweiligen Ressourcen des anderen zu ziehen.Gott hat fürwahr ein jedes Land mit natürlichen Ressourcen ausge-stattet, die auf vollkommene Art genutzt hätten werden sollen, um dieWelt in einen Hafen des Friedens zu verwandeln. Gott hat viele Län-der mit einem wunderbaren Klima beschenkt und den Voraussetzun- 38
  32. 32. Die islamische Perspektive auf die Weltkrisegen dafür, verschiedene Gewächse hervorzubringen. Wäre geeignetePlanung angewandt worden, um die moderne Technologie für dieLandwirtschaft zu nutzen, wäre die Wirtschaftslage gestärkt wordenund Hunger hätte von der Erde ausgemerzt werden können.Jenen Ländern, die bereichert worden sind mit Bodenschätzen, solltees gestattet werden, sich zu entwickeln und zu fairen Preisen offenHandel zu treiben, und ein Land sollte Nutzen ziehen aus den Res-sourcen des anderen Landes. Dies wäre somit der richtige Weg, derWeg, der von Gott dem Allmächtigen bevorzugt wird.Gott der Allmächtige schickt Seine Gesandten zu den Völkern, so dasssie ihnen jene Wege zeigen können, die die Menschen näher zu Gottbringen. Zugleich sagt Gott, dass es in Glaubensangelegenheiten voll-kommene Freiheit gibt. Entsprechend unseren Glaubensvorstellun-gen, wird es Belohnung und Bestrafung auch nach dem Tod geben.Aber unter dem System, das Gott errichtet hat, können, wenn SeinerSchöpfung irgendeine Grausamkeit zugefügt wird und Gerechtigkeitund Fair-Play missachtet werden, durch die Gesetze der Natur dieentsprechenden Folgen auch bereits in dieser Welt erfahren werden.Harte Reaktionen auf solche Formen der Ungerechtigkeit werden be-obachtet und es kann keine Garantie geben hinsichtlich der Wirkung,sei sie richtig oder falsch.Der wahre Weg, die Welt zu erobern, besteht darin, dass alle Anstren-gungen unternommen werden sollten, den ärmeren Nationen den ih-nen angemessenen Status zu verleihen.Ökonomische Krise und ZinssystemEine schwerwiegende Angelegenheit heutzutage ist die ökonomi-sche Krise, die Kreditklemme benannt worden ist. Es mag merkwür-dig klingen, aber der Augenschein deutet auf eine Tatsache hin. Der 39
  33. 33. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseHeilige Koran leitete uns, indem er sagte, dass wir die Zinswirtschaftvermeiden sollen, weil Zinsen solch einen Fluch darstellen, dass sieeine Gefahr für den häuslichen, nationalen und internationalen Frie-den bedeuten. Wir sind gewarnt worden, dass derjenige, der Zinsennimmt, eines Tages wie einer erscheinen wird, den Satan mit Wahn-sinn geschlagen hat. Somit sind wir Muslime gewarnt worden, solcheine Situation zu vermeiden und keine Zinswirtschaft zu betreiben,weil das Geld, das man für die Zinsen bekommt, nicht den Reich-tum stärkt, wenn es auch auf der Oberfläche so aussieht, als würdees zunehmen. Unvermeidlich kommt eine Zeit, wenn die tatsächlicheWirkungsweise offenkundig wird. Darüber hinaus sind wir zur Vor-sicht ermahnt worden, nicht in ein Zinsgeschäft zu treten, mit demwarnenden Hinweis, dass, würden wir das tun, es gleich einem Krieggegen Gott sein würde.Das Ergebnis ist durch die gegenwärtige Kreditklemme offensichtlich.Zu Beginn waren es Einzelpersonen, die sich Geld borgten, um Ei-gentum zu erwerben; aber bevor sie sich wirklich als Eigentümer desErworbenen sehen konnten, starben sie bisweilen schuldenbeladen.Aber inzwischen sind es sogar Regierungen, die mit Schulden belastetsind und davon geschlagen, als wären sie wahnsinnig. Große Konzer-ne sind Bankrott gegangen. Einige Banken und Finanzinstitutionensind zusammengebrochen oder durch Bürgschaften aus der Misslagegerettet worden, und diese Situation besteht in jedem Land, gleich, obarm oder reich. Sie wissen mehr über diese Krise als ich. Das Geld derEinleger ist vernichtet worden. Nun liegt es an den Regierungen, wieund bis zu welchem Ausmaß jene beschützt werden können. Aber füreinige Zeit ist der Frieden in den Familien, unter Geschäftsleuten undden Regierenden in den meisten Ländern der Welt insgesamt zerstörtworden. 40
  34. 34. Die islamische Perspektive auf die WeltkriseDie Notwendigkeit, sich Gott zuzuwendenZwingt uns diese Situation nicht dazu, darüber nachzudenken, dassdie Welt sich in Richtung jener logischen Schlussfolgerung bewegt,hinsichtlich derer uns Warnungen rechtzeitig zuvor gegeben wordenwaren? Gott weiß besser, was die weiteren Konsequenzen dieser Situ-ation sein werden. Gott der Allmächtige hat gesagt: Kommt her zumFrieden, der nur dann garantiert werden kann, wenn es sauberen undgedeihlichen Handel gibt und wenn die Ressourcen auf geeigneteund faire Weise genutzt werden.Nun beende ich die Darlegung dieser wenigen Bereiche unserer Leh-ren mit dem Hinweis, dass der wahre Frieden der Welt ausschließlichdarin liegt, sich wieder Gott zuzuwenden. Möge Gott die Welt in dieLage versetzen, diesen Punkt zu verstehen, denn nur dann werdendie Menschen in der Lage sein, ihre Pflichten gegenüber den Rechtenanderer auszuüben.Abschließend danke ich Ihnen noch einmal, dass Sie hierhergekom-men sind und mir zugehört haben. Vielen herzlichen Dank. 41
  35. 35. Liebe und Loyalität zum Heimatland Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz
  36. 36. Liebe und Loyalität zum Heimatland Liebe und Loyalität zum Heimatland Im Namen Allahs des Gnädigen und immer BarmherzigenSehr geehrte Gäste,Assalam-o-Alaikum Wa Rahmatullahe Wa BarakatohuFrieden und Segnungen Allahs seien mit Ihnen allen.Zu Beginn möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen allen da-für zu danken, mich eingeladen und mir die Möglichkeit gegeben zuhaben, einige Worte an Sie zu richten. Als Oberhaupt der AhmadiyyaMuslim Jamaat (AMJ) möchte ich mit Ihnen über die Lehren des Islamsprechen. Indes handelt es sich dabei um ein derart umfangreichesThema, dass es unmöglich ist, dies in einer Veranstaltung oder in kur-zer Zeit zu behandeln. Deswegen ist es notwendig, dass ich mich inmeiner Ansprache auf einen Aspekt des Islam konzentriere. Währendich darüber nachdachte, über welches Thema ich sprechen könnte,erhielt ich eine Bitte des nationalen Vorsitzenden der Gemeinde inDeutschland, Herrn Abdullah Wagishauser, in welcher er mich darumbat, über die Lehre des Islam hinsichtlich der Liebe und Loyalität zumHeimatland zu referieren. Dies erleichterte mir meine Entscheidung.Somit werde ich nun also kurz einige Aspekte der islamischen Lehrehinsichtlich dieses Themas ansprechen.Es ist sehr einfach über die Wörter „Loyalität und Liebe zum eigenenLand“ zu sprechen. In der Tat ist es so, dass diese wenigen WörterBedeutungen umfassen, die weitreichend, wunderschön und von un-glaublicher Tiefe sind. Tatsache ist jedoch auch, dass es sehr schwierig 45
  37. 37. Liebe und Loyalität zum Heimatlandist, diese Wörter vollständig zu erfassen, und zu verstehen, was sie be-deuten und was sie erfordern. Wie auch immer, ich werde versuchen,in der Kürze der Zeit das islamische Konzept zur Loyalität und Liebezum eigenen Land zu erklären.Gegen jede Form von DoppelmoralZunächst einmal ist es ein fundamentales Prinzip des Islam, dassWort und Tat einer Person niemals irgendeine Form von Doppelmo-ral oder Heuchelei aufweisen dürfen. Wahre Loyalität erfordert eineBeziehung, die auf Ehrlichkeit und Integrität aufbaut. Sie erfordert,dass das, was eine Person nach außen sichtbar macht, dem gleich ist,was sie im Innern trägt.Diese Prinzipien sind hinsichtlich Fragen der Nationalität von größterBedeutung. Deswegen ist es für die Staatsangehörigen jedes Landesunentbehrlich, eine Beziehung von einzigartiger Loyalität und Treuezum eigenen Land aufzubauen.Dabei spielt es weder eine Rolle, ob man von Geburt Staatsangehöri-ger ist oder ob die Staatsangehörigkeit später erlangt wurde, noch istes wichtig, ob man sie durch Einwanderung erlangt hat oder durchandere Mittel und Wege.Loyalität ist eine großartige Eigenschaft und jene, die diese Eigen-schaft in ihrer höchsten Stufe und besten Form besaßen, waren diePropheten Gottes. Ihre Liebe und Verbundenheit zu Gott war so stark,dass sie in allen Gelegenheiten Seine Gebote beachteten und danachbestrebt waren, sie vollkommen umzusetzen, komme was wolle. Diesverdeutlicht ihre Ergebenheit Gott gegenüber und ihre vollkommeneForm der Loyalität. Ihr hoher Standard von Loyalität sollte uns alsBeispiel und Vorbild dienen. 46
  38. 38. Liebe und Loyalität zum HeimatlandWas bedeutet LoyalitätBevor ich jedoch fortfahre, ist es notwendig zu behandeln, was mit„Loyalität“ gemeint ist. Nach den Lehren des Islam ist die Definitionund wahre Bedeutung von „Loyalität“ die uneingeschränkte Erfül-lung von Gelöbnissen und Verpflichtungen, die auf jeder Stufe undunter allen Umständen und unabhängig der erforderlichen Mühen zuerfolgen hat.Das ist die wahre Form der Treue, die der Islam fordert. An den un-terschiedlichsten Stellen im Heiligen Koran weist Gott die Muslimedarauf hin, ihre Versprechen und Verpflichtungen zu erfüllen, weilsie Ihm Rechenschaft abzulegen haben hinsichtlich aller Taten, die siebegehen. Den Muslimen wurde gelehrt, all ihre Verpflichtungen zuerfüllen: Diejenigen Gott, dem Allmächtigen, gegenüber ebenso, wiealle anderen Verpflichtungen, die sie gemäß ihres jeweiligen Stellen-wertes zu erfüllen haben.Was hat Priorität: Gottesgesetz oder Landesgesetz?In diesem Kontext kommt es häufig zu einer Frage. Wenn Muslimeglauben, dass Gott und die Religion von höchster Wichtigkeit für sieist, und die Einhaltung der Gebote Gottes die höchste Priorität für siehat und über alles andere steht und sie immer danach bestrebt sind,diese einzuhalten, dann mag der Gedanke aufkeimen, dass die Lo-yalität eines Muslims seinem Land gegenüber und sein Gelöbnis, dieGesetze des Landes einzuhalten, nur von zweitrangiger Bedeutungfür ihn sein könnte. Deswegen wird vermutet, dass ein Muslim untergewissen Umständen gewillt sein könnte, sein Gelöbnis dem Land ge-genüber zu brechen.Um diese Frage zu beantworten, will ich Sie zuerst darüber informie- 47
  39. 39. Liebe und Loyalität zum Heimatlandren, dass der Heilige Prophet Muhammadsaw selbst gelehrt hat, dassdie „Liebe zum eigenen Land ein Teil des Glaubens ist.“ Insofern istaufrichtiger Patriotismus eine Anordnung im Islam. Wahrhaft Gottund den Islam zu lieben erfordert, dass man sein Land liebt.Daraus geht eindeutig hervor, dass es keinen Interessenkonflikt gebenkann zwischen der Liebe zu Gott und der dem Land gegenüber. Dadie Liebe zum eigenen Land zum Islam gehört, ist es recht eindeutig,dass ein Muslim darin bestrebt sein sollte, die höchsten Grade der Lo-yalität zu dem von ihm ausgewählten Land zu erlangen; dies, weil esein Mittel ist, Gott zu erreichen und Ihm näher zu kommen. Insofernist es unmöglich, dass die Liebe eines wahren Muslims Gott gegen-über jemals als Hindernis oder Barriere, die ihn davon abhält, wahreLiebe und Treue dem Land gegenüber zu entwickeln, herangezogenwerden kann.Loyalität zum Land trotz Unterdrückung?Unglücklicherweise sehen wir, dass in bestimmten Ländern religiö-se Rechte beschnitten oder gar komplett verweigert werden. Folglichkann weiter gefragt werden, ob jene Personen, die von ihrem Staatverfolgt werden, immer noch eine Beziehung der Liebe und Loyalitätihrem Land gegenüber aufrechterhalten können.Mit großem Bedauern muss ich Sie informieren, dass solche Umstän-de in Pakistan vorherrschen, wo die Regierung derzeit gegen unse-re Gemeinde Gesetze erlassen hat. Diese Anti-Ahmadiyya-Gesetzewerden in der Praxis umgesetzt. Auf diese Weise wurden in Pakis-tan alle Ahmadi-Muslime offiziell per Gesetz zu „Nicht-Muslimen“deklariert. Ihnen ist demzufolge untersagt, sich selbst als „Muslime“zu bezeichnen. Ebenso ist es Ahmadi-Muslimen in Pakistan verboten,auf eine Art und Weise den Gottesdienst zu verrichten, wie Muslime 48
  40. 40. Liebe und Loyalität zum Heimatlandes für gewöhnlich tun. Außerdem ist es ihnen untersagt, sich gemäßeiner islamischen Praxis oder Tradition zu verhalten, die sie als Mus-lime erkenntlich machen würde. Somit hat also in Pakistan der Staatselbst die Mitglieder unserer Gemeinde ihres fundamentalen Men-schenrechts der Ausübung ihrer Religion beraubt.Mit dieser Sachlage im Hinterkopf ist es recht natürlich, sich zu fra-gen, wie Ahmadi-Muslime in solchen Umständen den Gesetzen desStaates Folge leisten können? Wie können sie darin fortfahren, Loyali-tät dem Land gegenüber zu zeigen?Hier möchte ich klarstellen, dass dort, wo solche extremen Umständevorherrschen, das Gesetz, auf der einen Seite, und die Loyalität demLand gegenüber, auf der anderen Seite, zwei unterschiedliche Angele-genheiten werden. Wir Ahmadi-Muslime glauben, dass die Wahl derReligion eine persönliche Angelegenheit ist, die jedes Individuum fürsich selbst entscheiden muss, und es keinen Zwang in Angelegenhei-ten des Glaubens geben darf. Doch wenn das Gesetz in dieses Rechteingreift, dann ist es unzweifelhaft ein Akt großer Grausamkeit undVerfolgung. In der Tat ist es so, dass eine derartige Verfolgung vonStaats wegen, die in allen Zeiten in Erscheinung getreten ist, von derMehrheit verurteilt wurde.Wenn wir einen Blick auf die Geschichte Europas werfen, so werdenwir feststellen, dass auch Menschen auf diesem Kontinent zu Opfernreligiöser Verfolgung wurden, und als Konsequenz dessen viele tau-sende Menschen von einem Land ins andere emigrieren mussten. His-toriker, Regierungen und Menschen, die aufrichtig waren, haben diesals Verfolgung und extreme Grausamkeit bezeichnet.In solchen Um-ständen, wenn die Verfolgung jede Schranke überschritten hat undunerträglich wird, empfiehlt der Islam von der Stadt oder dem Landauszuwandern, und sich da anzusiedeln, wo die Religion in Friedenausgeübt werden kann. 49
  41. 41. Liebe und Loyalität zum HeimatlandDer Islam verbietet, dass Gesetz selbst in die Hand zu nehmenIndes, parallel zu dieser Rechtleitung lehrt der Islam auch, dass unterkeinen Umständen irgendeine Person das Gesetz in seine Hände neh-men darf, noch in irgendwelchen Plänen und Verschwörungen einge-bunden werden darf, die gegen das Land gerichtet sind. Das ist eineabsolut eindeutige und unmissverständliche Anweisung des Islam.Trotz der ernsthaften Verfolgung, mit der Ahmadis konfrontiert wer-den, leben immer noch Millionen von ihnen in Pakistan. Und obwohlsie fortwährend mit so unnachgiebiger Verfolgung, Diskriminierungund Grausamkeit in allen Bereichen ihres Lebens konfrontiert wer-den, fahren sie darin fort, eine Beziehung der absoluten Loyalität undwahren Gefolgschaft zu ihrem Land zu pflegen. In welchem Bereichauch immer sie arbeiten oder wo immer sie auch stationiert sind, sindsie fortwährend darin beschäftigt, zu versuchen, dem Land zu Fort-schritt und Erfolg zu verhelfen.Seit Jahrzehnten versuchen die Gegner der Ahmadiyyat den Ahmadiszu unterstellen, sie seien nicht loyal zu Pakistan, jedoch waren sie niein der Lage, dies zu beweisen oder irgendeinen Beleg anzubringen,der ihre Aussage bekräftigten würde. Stattdessen ist es eine Tatsache,dass Ahmadi-Muslime hervortraten und sich zur Verfügung stellten,wenn es darum ging, Opfer für das Land Pakistan zu erbringen. Ob-wohl sie selbst zu Opfern und zur Zielscheibe des Gesetzes wurden,sind es Ahmadi-Muslime, die dem Gesetz treu bleiben und es besserals alle anderen befolgen. Dies, weil sie wahre Muslime sind, die denwahren Islam befolgen. 50
  42. 42. Liebe und Loyalität zum HeimatlandDer Islam verbietet RebellionEin anderes Gesetz des Heiligen Korans in Bezug auf Loyalität ist,dass man sich von allen Dingen fernhalten soll, die unanständig undunerwünscht sind und zur Rebellion führen. Ein wunderschönes undherausragendes Merkmal des Islam ist, dass er unsere Aufmerksam-keit nicht bloß auf den Höhepunkt äußerst gefährlicher Entwicklun-gen lenkt sondern uns ebenso vor all den kleineren Dingen warnt, diedie Menschheit als Sprungbretter auf einen Pfad führen können, dergefährlich ist. Somit kann, wenn der Rechtleitung des Islam korrektgefolgt wird, jedes Problem in seinen Anfängen gelöst werden bevordie Situation außer Kontrolle gerät. Eine Angelegenheit zum Beispiel,die ein Land ernsthaft gefährden kann, ist die finanzielle Gier seitensIndividuen. Häufig kommt es vor, dass Menschen von materiellenWünschen derart eingenommen werden, dass sie in ihrem Ausmaßvöllig unkontrollierbar werden. Solche Gier führt dann schlussend-lich zu einem treubrüchigen Verhalten. Somit können solche Dingeletztendlich zu einer Ursache des Verrats dem eigenen Land gegen-über werden. Lassen Sie mich dies ein wenig erklären. Im Arabischenwird das Wort „baghiya“ zur Beschreibung jener Personen verwendet,die ihrem Land schaden. Es bezieht sich auf jene, die an falschen Prak-tiken teilhaben oder Anderen Schaden zufügen. Es umfasst auch jenePersonen, die betrügen und versuchen, sich Güter auf eine illegaleoder ungerechte Weise anzueignen. Es bezieht sich auf jene Personen,die alle Grenzen überschreiten und somit Leid und Zerstörung verur-sachen. Der Islam lehrt, dass von Personen, die auf solche Weise han-deln, nicht erwartet werden kann, dass sie loyal sind, weil Loyalitäteng verknüpft ist mit hohen moralischen Werten. Loyalität kann nichtohne hohe moralische Werte bestehen, genauso wie hohe moralischeWerte nicht ohne Loyalität Bestand haben können. 51
  43. 43. Liebe und Loyalität zum HeimatlandEs geht darum, Gottes Wohlgefallen zu erlangenWiewohl es wahr ist, dass unterschiedliche Personen unterschiedlicheSichtweisen über das haben, was hohe moralische Werte ausmachen,so geht es bei der Religion des Islam ausschließlich darum, GottesWohlgefallen zu erlangen. Daher werden Muslime immer wieder da-rauf hingewiesen, immer auf eine Weise zu handeln, die Gott gefällt.Kurzum, nach der islamischen Lehre hat Gott, der Allmächtige, alleFormen von Verrat und Rebellion verboten, unabhängig davon, obsie gegen das eigene Land oder gegen die eigene Regierung gerich-tet sind. Der Grund dafür liegt darin, dass Rebellion oder Aktionengegen die Staatsgewalt eine Gefahr für den Frieden und für die Si-cherheit des Landes darstellen. Tatsache ist, dass dort, wo innerhalbdes Landes Rebellion und Gegnerschaft aufbrechen, die Gegnerschaftaußerhalb des Landes befeuert wird und Außenstehende ermutigtwerden, Vorteile aus der binnenländischen Unruhe zu ziehen. Inso-fern kann die Illoyalität dem eigenen Land gegenüber weitreichendeKonsequenzen nach sich ziehen. Somit ist alles, was dem Land Scha-den bringen kann, unter dem von mir beschriebenen Begriff „baghiya“subsumierbar.Unter Berücksichtigung all dieser Punkte erfordert die Loyalität zuseinem Land, Geduld walten zu lassen, Moralität zu zeigen und dieGesetze des Landes zu befolgen.Generell gesprochen kann man sagen, dass in der modernen Zeit diemeisten Regierungen demokratisch gewählt werden. Insofern sollteeine Person oder eine Gruppe, die das Bedürfnis hat, die Regierungauszutauschen, dem nachgehen, indem die dafür geeigneten demo-kratischen Prozesse durchlaufen werden. Sie sollten sich durch ihrenGang zur Wahlurne Gehör verschaffen. 52
  44. 44. Liebe und Loyalität zum HeimatlandDas Interesse des gesamten Landes im Fokus habenEine Wahlstimme sollte nicht auf Grundlage persönlicher Vorliebenund Interessen vergeben werden, vielmehr lehrt der Islam, dass dieStimme einer Person unter Berücksichtigung der Liebe und Loyalitätdem Land gegenüber abgegeben werden soll. Bei der Stimmabgabesollte man die Verbesserung des Landes im Sinn haben. Insofern sollteeine Person nicht auf den eigenen Vorteil achten und nicht danach ge-hen, von welchem Kandidaten oder von welcher Partei sie persönlichNutzen ziehen kann; vielmehr sollte eine ausgewogene Entscheidunggefällt werden, in der berücksichtigt wird, welcher Kandidat oderwelche Partei der gesamten Nation zum Fortschritt verhelfen würde.Die Regierungshoheit übertragen zu bekommen, ist eine große Ver-antwortung, daher sollte sie nur derjenigen Partei übertragen werden,von welcher der Wähler glaubt, dass sie am besten dafür geeignet istund sie am meisten verdient. Das ist der wahre Islam und das ist wah-re Loyalität.In der Tat befiehlt Allah in Kapitel 4, Vers 59 des Heiligen Korans,dass eine Person die Treuhandschaft nur denjenigen übergeben darf,die ihrer würdig sind, und dass, wenn sie zwischen Personen urteilt,sie das Urteil gerecht und ehrlich fällen soll. Somit erfordert die Lo-yalität dem eigenen Land gegenüber also, dass die Regierungsgewaltdenjenigen übertragen wird, die ihrer wahrhaft würdig sind, so dassdie Nation Fortschritte erzielen und eine Spitzenposition unter denNationen der Welt erlangen kann.Anweisungen zu Streiks und DemonstrationenIn vielen Regionen der Welt werden wir Zeuge von Protesten undStreiks, die gegen die Politik der Regierung gerichtet sind. Darüber hi- 53
  45. 45. Liebe und Loyalität zum Heimatlandnaus wird in einigen Ländern der Dritten Welt randaliert und Eigen-tum und Güter, die dem Staat oder Privatbürgern gehören, beschä-digt. Wiewohl sie beanspruchen, aus Liebe gehandelt zu haben, so istdie Wahrheit doch, dass diese Taten nichts mit Liebe oder Loyalitätder Nation gegenüber zu tun haben.Es sollte in Erinnerung gerufen werden, dass selbst Streiks und De-monstrationen, die friedlich und ohne Rückgriff auf kriminelle Zer-störung oder Gewalt abgehalten werden, einen negativen Effekt erzie-len können. Dies, weil selbst friedliche Proteste für die Wirtschaft desLandes häufig Verluste in Millionenhöhe verursachen. Unter keinenUmständen kann so ein Verhalten als ein Beispiel der Loyalität dereigenen Nation gegenüber erachtet werden.Eine goldene Regel, die der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaatgelehrt hat, lautet, dass wir unter allen Umständen immer Allah, denPropheten sowie den Regierenden unserer eigenen Nation Gehorsamleisten sollen. Das ist die gleiche Lehre, die auch der Heilige Korangibt. Demzufolge gilt, dass selbst dort, wo es erlaubt ist, zu streikenund zu demonstrieren, die Proteste nur auf eine Weise ausgeübt wer-den sollen, die der Nation oder Wirtschaft keinen Schaden zufügen.Dürfen „westliche Muslime“ gegen Muslime in den Krieg ziehen?Eine weitere Frage, die oftmals aufkeimt, ist, ob Muslime sich in dieMilitärstreitkräfte der westlichen Nationen eingliedern dürfen, undob sie, falls ihnen die Eingliederung erlaubt ist, an militärischen An-griffen gegen muslimische Länder teilnehmen dürfen.Ein grundlegendes Prinzip im Islam lautet, dass es niemandem gestat-tet ist, an grausamen Handlungen teilzunehmen. Diese fundamentaleAnweisung muss im Bewusstsein jedes Muslims an vorderster Stellestehen. 54
  46. 46. Liebe und Loyalität zum HeimatlandIn Umständen, wo ein muslimisches Land angegriffen wird, weil esselbst grausam und ungerecht handelte und als Aggressor agierte, hatder Koran die muslimischen Regierungen angewiesen, die Unterdrü-cker aufzuhalten. Das heißt, dass sie die Gräueltaten unterbinden undsich um Frieden bemühen sollten. Demzufolge ist es also gestattet, insolchen Umständen einzugreifen, um die Gräuel zu beenden.Indes, wenn die Nation, die sich eines Vergehens schuldig gemachthat, sich bessert und Frieden errichtet, dann darf das Land oder dasVolk auf Grundlage von Vortäuschungen und falscher Versprechenweder Vorteile aus der Situation ziehen noch unterjocht werden. Statt-dessen sollte ihm noch einmal konventionelle Staatsfreiheit und Un-abhängigkeit gewährt werden.Militärische Ambitionen sollten demzufolge dazu da sein, Frieden zuerrichten, und nicht, um irgendwelche persönlichen Interessen zu er-füllen.Gleichermaßen gewährt der Islam jedem Land, egal ob muslimischoder nicht, das Recht, Grausamkeit und Unterdrückung zu stoppen.Insofern können nicht-muslimische Länder, sofern es notwendig ist,muslimische Länder angreifen, um diese hehren Ziele zu erreichen.Muslimen in diesen nicht-muslimischen Ländern ist es erlaubt, denStreitkräften jener nicht-muslimischen Länder beizutreten, um ebenjenes andere Land vor Grausamkeit zu bewahren.Wenn solche Umstände wirklich vorherrschen, dann müssen die mus-limischen Soldaten, welcher westlichen Armee sie auch angehörenmögen, den Anweisungen Folge leisten und in den Kampf ziehen,wenn es notwendig ist, Frieden zu errichten.Wenn nun aber ein Militär die Entscheidung trifft, ungerechterwei-se ein anderes Land anzugreifen und somit zum Unterdrücker wird,dann hat ein Muslim die Möglichkeit, die Armee zu verlassen, weil eransonsten einen Akt der Grausamkeit unterstützen würde. 55
  47. 47. Liebe und Loyalität zum HeimatlandWenn er diese Entscheidung träfe, dann würde das nicht bedeuten,dass er illoyal seinem Land gegenüber wäre. Die Wahrheit ist, dass insolchen Umständen die Loyalität dem eigenen Land gegenüber erfor-dern würde, so einen Schritt zu gehen und der eigenen Regierung denRatschlag zu erteilen, dass sie selbst es nicht zulassen dürfe, in solcheAbgründe zu fallen wie jene ungerechten Regierungen und Nationen,die grausam handeln.Wenn es nun aber verpflichtend ist, dem Militär beizutreten, es keineMöglichkeit der Befreiung gibt und das Gewissen belastet ist, dannsollte ein Muslim das Land verlassen und sich nicht gegen das Ge-setz des Landes erheben. Er sollte das Land verlassen, weil es einemMuslim nicht gestattet ist, als Staatsbürger in einem Land zu leben,während er zur gleichen Zeit gegen die Nation agiert oder mit derOpposition kooperiert.Indes waren dies nur einige Aspekte der islamischen Lehre, welchejeden wahren Muslim zu den wirklichen Erfordernissen der Loyalitätund Liebe dem eigenen Land gegenüber führen.Erfordernisse unseres globalen DorfesIn der mir zur Verfügung stehenden Zeit war ich nur in der Lage, die-se Thematik in Kürze zu streifen. Doch als Schlussfolgerung möchteich erwähnen, dass wir in der heutigen Zeit beobachten können, dassdie Welt zu einem globalen Dorf geworden ist. Die Menschheit istnahe zusammengerückt. Menschen aller Nationalitäten, Religionenoder Kulturen können in jedem Land vorgefunden werden. Dies er-fordert, dass die Führer jeder Nation innehalten und die Gefühle undEmpfindungen jedes Menschen respektieren sollten.Die Staatsführer und ihre Regierungen sollten darin bestrebt sein,Gesetze zu erlassen, die eine Atmosphäre der Wahrhaftigkeit und 56
  48. 48. Liebe und Loyalität zum HeimatlandGerechtigkeit hervorrufen, und weniger Gesetze erlassen, die dafürverantwortlich sind, dass sich Elend und Frustration unter der Bevöl-kerung verbreiten.Ungerechtigkeit und Grausamkeit sollten ausgemerzt werden undstattdessen sollten wir nach wahrer Gerechtigkeit streben. Dies kannam besten realisiert werden, wenn die Welt ihren Schöpfer erkennt.Jede Form der Loyalität ist verknüpft mit der Loyalität zu Gott. Wenndies eintrifft, dann werden wir mit unseren eigenen Augen bezeugen,dass die allerhöchsten Grade der Loyalität von den Bevölkerungenaller Länder begründet werden und neue Wege, die zu Frieden undSicherheit führen, in aller Welt geebnet werden.Bevor ich zum Abschluss komme, möchte ich die Möglichkeit wahr-nehmen, Ihnen allen noch einmal dafür meinen Dank auszusprechen,mich heute eingeladen und mir zugehört zu haben.Möge Gott Sie alle segnen; und möge Gott Deutschland segnen.Vielen Dank. 57
  49. 49. Auf der Schwelle zum AtomkriegEin internationaler Aufruf zum Frieden 9. Peace-Symposium in London 2012
  50. 50. VorwortAm 24 März 2012 wurde in der Bait-ul-Futuh Moscheezu London, der größten Moschee Westeuropas, das 9.Jährliche Peace-Symposium (Friedenskonferenz) von derAhmadiyya Muslim Gemeinde des Vereinigten König-reichs organisiert. Die Veranstaltung zog ein Publikumvon mehr als Tausend Besuchern an, darunter Regie-rungsminister, Staatsbotschafter, Mitglieder sowohl desHouses of Commons als auch des Houses of Lords, derBürgermeister von London sowie weitere Würdenträger,Nachbarn und Gäste aus den unterschiedlichsten Berei- chen der Gesellschaft.Das Thema des diesjährigen Symposiums war der „In-ternationale Frieden“. Der zum dritten Mal verliehene„Ahmadiyya Muslim Preis für die Förderung des Frie-dens“ wurde in Anerkennung der fortfahrenden Anstren-gungen zur Bekämpfung des Leidens von verwaisten undausgestoßenen Kindern weltweit und der Erfüllung derVision einer liebevollen Heimat für jedes Kind von SeinerHeiligkeit Mirza Masroor Ahmadaba an die Wohltätigkeits- organisation „SOS Kinderdorf UK“ verliehen.
  51. 51. Unter den Gästen befanden sich:• Rt Hon Justine Greening - MP, Staatssekretär für Verkehr• Jane Ellison - MP (Battersea)• Seema Malhotra - MP (Feltham and Heston)• Tom Brake - MP (Carlshalton and Wallington)• Virendra Sharma - MP (Ealing and Southall)• Lord Tariq Ahmad of Wimbledon• HE Wesley Momo Johnson - Botschafter von Liberia• HE Abdullah Al-Radhi - Botschafter von Jemen• HE Miguel Solano-Lopez - Botschafter von Paraguay• Commodore Martin Atherton - Regionaler Marine Kommandant• Councillor Jane Cooper - Bürgermeister von Wandsworth• Councillor Milton McKenzie MBE - Bürgermeister von Barking und Dagenham• Councillor Amrit Mann - Bürgermeister von Hounslow• Siobhan Benita - Unabhängige Bürgermeisterkandidatin in Lon- don• Diplomatan diverser Länder; u.a. von Indien, Kanada, Indonesien und Guinea
  52. 52. Auf der Schwelle zum Atomkrieg Auf der Schwelle zum Atomkrieg Ein internationaler Aufruf zum Frieden Im Namen Allahs, des Gnädigen und immer BarmherzigenSehr geehrte Gäste,Assalam-o-Alaikum Wa Rahmatullahe Wa BarakatohuFrieden und Segnungen Allahs seien mit Ihnen.Nach einem Jahr habe ich erneut die Gelegenheit, alle unsere ehren-werten Gäste zu dieser Veranstaltung willkommen zu heißen. Ich binIhnen allen außerordentlich dankbar, dass Sie sich die Zeit genommenund heute hier erschienen sind.In der Tat ist die Mehrheit von Ihnen mit dieser Veranstaltung be-reits gut vertraut, welche als Friedenskonferenz bekannt gewordenist. Diese Veranstaltung wird jedes Jahr von der Ahmadiyya MuslimJamaat organisiert und ist lediglich eine von unseren vielen Bemü-hungen in dem Bestreben, unseren Wunsch zu erfüllen, Frieden in derWelt zu etablieren.Unter den Anwesenden sind heute einige neue Freunde, die dieserVeranstaltung erstmalig beiwohnen, während wiederum andere be-reits alte Freunde sind, die unsere Anstrengungen seit vielen Jahrenschon unterstützen. Ungeachtet dessen, sind Sie alle gebildet und tei-len unseren Wunsch, Frieden in der Welt zu etablieren. Und eben die-ser Wunsch ist es, der Sie alle zu dieser Veranstaltung kommen ließ.Sie alle sind heute mit dem Herzenswunsch hier, dass die Welt mitLiebe, Zuneigung und Freundschaft erfüllt werde. Es ist genau die-se Grundhaltung und es sind diese Werte, nach denen sich die breite 63
  53. 53. Auf der Schwelle zum AtomkriegMehrheit der Welt sehnt und derer sie auch bedarf. In Anbetracht alldessen, sind dies die Gründe, weshalb Sie allesamt, die von verschie-dener Herkunft, Nation und Religion sind, heute vor mir sitzen.Wie ich bereits sagte, halten wir diese Konferenz jedes Jahr ab; und beijeder einzelnen Veranstaltung wird die gleiche Empfindung und diegleiche Hoffnung von uns allen ausgedrückt, nämlich dass sich derFrieden auf der Welt vor unseren Augen entwickeln und etablierenmöge. Genauso bitte ich Sie alle jedes Jahr darum, sich nach Kräftenzu bemühen, den Frieden zu fördern und voranzubringen, wo immerSie die Möglichkeit dazu haben, und mit wem auch immer Sie in Kon-takt stehen. Fernerhin richte ich an all jene, die mit politischen Partei-en oder Regierungen in Verbindung stehen, die Bitte, diese Botschaftdes Friedens auch in ihren Einflussbereich hineinzutragen. Es ist maß-geblich, dass jeder dafür sensibilisiert wird, dass zur Erreichung desWeltfriedens der Bedarf nach hohen und fundamentalen moralischenWerten größer denn jemals zuvor ist.Die Welt muss ihren Schöpfer erkennenWas die Ahmadiyya Muslim Jamaat betrifft, so verleihen wir, wo undwann immer sich die Gelegenheit dazu ergibt, unserer Sichtweise of-fen Ausdruck, dass es nur einen Weg gibt, um die Welt vor der Zer-störung und Verwüstung zu bewahren, auf die sie zuläuft; und dieserbesteht darin, dass wir uns alle nach Kräften bemühen müssen, Liebe,Zuneigung und einen Sinn für Gemeinschaft zu verbreiten. Am wich-tigsten ist hierbei, dass die Welt ihren Schöpfer erkennen muss, Derder eine und einzige Gott ist. Der Grund dafür liegt darin, dass erstdie Erkenntnis des Schöpfers uns zu Liebe und Barmherzigkeit fürSeine Schöpfung führt. Und wenn dies zu einem Teil unseres Charak-ters wird, werden wir auch zu Empfängern von Gottes Liebe. 64
  54. 54. Auf der Schwelle zum AtomkriegWir erheben fortwährend unsere Stimme und rufen nach Frieden inder Welt; und es ist der Schmerz und das Leid, die wir in unseren Her-zen verspüren, die uns anspornen, uns darin zu bemühen, das Leidender Menschheit zu verringern und die Welt, in der wir leben, zu einembesseren Ort zu machen. Tatsächlich ist diese Veranstaltung nur einevon unseren vielen Unternehmungen, um dieses Ziel zu erreichen.Allenthalben Krieg und UnfriedenSie allesamt hegen ebenfalls diese gleichen noblen Wünsche, wie ichbereits ausführte. Überdies habe ich wiederholt auch Politiker und Re-ligionsführer aufgerufen, sich um den Frieden zu bemühen. Dennochsehen wir trotz all dieser Anstrengungen, dass Angst und Unruhe aufder gesamten Welt sich zunehmend verbreiten und wachsen. Wir fin-den in der heutigen Welt sehr viele Kämpfe, Unruhen und Krisen vor.In manchen Ländern bekämpfen sich Bürger und führen Kriege ge-geneinander. In einigen Nationen kämpfen Bürger gegen ihre Regie-rung oder umgekehrt greifen die Machthaber ihre eigene Bevölkerungan. Terroristengruppen schüren Anarchie und Gesetzeslosigkeit, umihre eigennützigen Interessen zu erreichen; und so töten sie willkür-lich Frauen, Kinder und Ältere. In einigen Ländern bekämpfen sichpolitische Parteien gegenseitig als Mittel zur Erlangung der jeweils ei-genen Interessen, anstatt für die Verbesserung ihrer eigenen Nationenzusammenzuarbeiten und sich zu einigen. Des Weiteren finden wirauch einige Regierungen und Länder vor, die fortdauernd ihre Blickemit Neid auf die Ressourcen anderer Nationen richten. Die großenMächte der Welt sind eingenommen von ihren Anstrengungen, ihreVorrangstellung aufrechtzuerhalten, und lassen nichts unversucht inihren Versuchen, dieses Ziel zu erlangen. 65
  55. 55. Auf der Schwelle zum AtomkriegKritische Stimmen werden unterdrücktEingedenk all dieser Tatsachen müssen wir feststellen, dass weder dieAhmadiyya Muslim Jamaat noch die Mehrheit von Ihnen, als Bürgerdieser Gesellschaft, die Macht oder Autorität besitzen, Strategien undPolitiken zu entwickeln, um eine positive Veränderung herbeizufüh-ren. Der Grund ist, dass wir keine Regierungsgewalt inne haben oderein Regierungsamt bekleiden. Tatsächlich würde ich sogar soweit ge-hen zu sagen, dass selbst die Politiker, zu denen wir freundschaftlicheBeziehungen aufgebaut haben und die stets mit uns übereinstimmen,wenn sie in unserer Gesellschaft sind, nicht in der Lage sind, frei spre-chen zu können. Stattdessen sind auch ihre Stimmen unterdrückt undsie sind daran gehindert, ihre Ansichten zu übermitteln. Dies liegt da-ran, dass sie entweder angehalten sind, Parteipolitiken zu befolgen,oder dass möglicherweise externer Druck von anderen Weltmächtenoder politischen Verbündeten auf ihnen lastet, der sie niederdrückt.Dennoch halten wir, die jedes Jahr an diesem Friedenssymposiumteilnehmen, zweifellos an unserem Wunsch fest, Frieden zu stiften,und wir verleihen mit Gewissheit unseren Ansichten und GefühlenAusdruck, dass Liebe, Zuneigung und Brüderlichkeit zwischen allenReligionen, Nationen, ethnischen Gruppen und gewiss zwischen allenMenschen erreicht werden sollte; auch wenn wir bedauerlicherwei-se machtlos sind, diese Vision tatsächlich umzusetzen. Wir besitzennicht die Autorität oder die Mittel, um jene Ergebnisse zu erzielen,nach denen wir uns sehnen.Gerechtigkeit und Fairness müssen etabliert werdenIch erinnere mich, dass ich genau in dieser Halle einige Jahre zuvoranlässlich unseres Friedenssymposiums eine Ansprache hielt, in der 66
  56. 56. Auf der Schwelle zum Atomkriegich ausführlich die Wege und Mittel zur Erlangung des Weltfriedensbeschrieb und dabei auch darüber sprach, wie die Vereinten Natio-nen arbeiten sollten. Im Anschluss daran kommentierte unser sehrnahestehender und verehrter Freund Lord Eric Avebury, dass dieseAnsprache direkt vor den Vereinten Nationen hätte gehalten werdenmüssen. Gleichwohl war dies ein Ausdruck seines noblen Charakters,dass er in seiner Bemerkung derart großzügig und freundlich war. Wasich jedoch sagen möchte, ist, dass das ledigliche Halten oder Zuhöreneiner Ansprache oder einer Vorlesung nicht ausreicht und auch nichtzur Etablierung von Frieden führt. Fakt ist, dass das Haupterforderniszur Erfüllung dieses obersten Ziels in der absoluten Gerechtigkeit undFairness in sämtlichen Angelegenheiten liegt. Der Heilige Koran gibtuns in der Sure 4, im Vers 136 eine goldene Regel und Lehre vor undleitet uns in dieser Hinsicht. Dort heißt es, dass als Mittel zur Verwirk-lichung der Bedingungen von Gerechtigkeit, man sogar dann, wennman gegen sich selbst, gegen die eigenen Eltern oder nahestehendeVerwandte und Freunde Zeugnis ablegen und aussagen muss, diestun sollte. Wahre Gerechtigkeit liegt dann vor, wenn persönliche Inte-ressen für das Gemeinwohl beiseitegelegt werden.Wenn wir über diese Regel auf der gemeinschaftlichen Ebene nach-denken, dann werden wir erkennen, dass unfaire, auf Reichtum undEinfluss basierende Lobbymethoden aufgegeben werden sollten.Stattdessen sollten die Vertreter und Botschafter jeder einzelnen Na-tion mit Aufrichtigkeit und dem Wunsch, die Prinzipien der Gerech-tigkeit und Gleichheit zu unterstützen, hervortreten. Wir müssen alleFormen der Voreingenommenheit und Diskriminierung ausmerzen,da dies das einzige Mittel ist, Frieden zu erreichen. Wenn wir die Mit-gliederversammlung der Vereinten Nationen oder den Sicherheitsratbetrachten, können wir erkennen, dass dort geäußerte Aussagen oderReden oft großes Lob und große Zustimmung erhalten; aber derarti- 67
  57. 57. Auf der Schwelle zum Atomkriegger Beifall ist bedeutungslos, da die eigentlichen Entscheidungen be-reits vorher festgelegt wurden.Wenn folglich Entscheidungen auf der Grundlage von Druck oderLobbyarbeit der großen Mächte entgegen gerechter und wirklich de-mokratischer Möglichkeiten gefällt werden, dann erweisen sich solcheReden als leer und bedeutungslos und dienen allein dem Schein undder Täuschung der Außenwelt. Jedoch bedeutet all dies nicht, dasswir entmutigt werden und aufgeben sowie alle unsere Bemühungeneinstellen. Vielmehr sollte unser Ansatz darin bestehen, weiter damitfortzufahren, die Regierung an die Bedürfnisse der Zeit zu erinnern,indem wir uns im Rahmen der Gesetze des Landes bewegen. Wirmüssen zudem solche Gruppen, die eigennützige Interessen verfol-gen, in der passenden Art und Weise beraten, so dass auf der globa-len Ebene sich Gerechtigkeit durchsetzen kann. Nur dann werden wirerleben können, wie sich die Welt in eine Stätte des Friedens und derHarmonie wandelt, etwas, das wir alle begehren und uns wünschen.Sich trotzdem für den Frieden einsetzenDeshalb können und dürfen wir unsere Anstrengungen nicht aufge-ben. Wenn wir aufhören, unsere Stimmen gegen Grausamkeit undUngerechtigkeit zu erheben, dann werden wir auch zu jenen gehören,die keine moralischen Werte oder Standards jeglicher Art haben. Es istirrelevant, ob die Wahrscheinlichkeit besteht oder nicht besteht, dassunsere Stimmen gehört werden oder ob sie Einfluss ausüben können.Wir müssen damit fortfahren, anderen den Frieden nahezulegen. Ichbin stets hocherfreut, wenn ich sehe, dass so viele Menschen unge-achtet der Verschiedenheit ihrer Religion und Nationalität alleine umdie Aufrechterhaltung menschlicher Werte willen zu dieser Veranstal-tung kommen, um zuzuhören, zu lernen und darüber zu sprechen, 68
  58. 58. Auf der Schwelle zum Atomkriegwie Frieden und Barmherzigkeit in der Welt etabliert werden können.Daher möchte ich Sie alle bitten, Ihre besten Möglichkeiten ausschöp-fend sich um Frieden zu bemühen, so dass wir den Hoffnungsschim-mer erleuchtet halten können, dass eine Zeit kommen wird, in derwahrer Friede und Gerechtigkeit in allen Teilen der Welt verankertsein werden.Gottes ZornWir müssen in Erinnerung behalten, dass, wenn menschliche Versu-che scheitern, letztlich der allmächtige Gott selbst das Schicksal derMenschheit beschließt und festlegt. Bevor jedoch Gottes Beschlusssich in Bewegung setzt und die Menschen dazu zwingt, sich Ihm zu-zuwenden und die Rechte der Menschheit zu erfüllen, wäre es beiweitem besser, wenn die Menschen auf dieser Welt selbst lernen wür-den, diesen entscheidenden Angelegenheiten Aufmerksamkeit zuwidmen. Wenn der allmächtige Gott nämlich veranlasst wird, zu han-deln, dann wird Sein Zorn die Menschheit in einer wahrlich strengenund Furcht einflößenden Art und Weise ergreifen.Auf der Schwelle zu einem atomaren WeltkriegIn der heutigen Welt könnte eine erschreckende Manifestation vonGottes Beschluss in der Form eines weiteren Weltkrieges auftreten. Esbestehen keine Zweifel darüber, dass die Konsequenzen eines solchenKrieges und seiner Zerstörung nicht nur auf den Krieg selbst odergar diese Generation beschränkt bleiben würden. Tatsache ist, dassseine schrecklichen Folgen sich innerhalb mehrerer Generationen of-fenbaren werden. Allein eine tragische Konsequenz eines derartigenKrieges würde die Wirkung auf neugeborene Kinder sein, sowohl auf 69
  59. 59. Auf der Schwelle zum Atomkriegdie, die jetzt geboren werden, als auch auf jene, die in der Zukunft dasLicht der Welt erblicken. Die heute zur Verfügung stehenden Waffensind dermaßen zerstörerisch, dass sie dazu führen könnten, dass überGenerationen hinweg Kinder mit ernsthaften genetischen Defektenoder körperlichen Behinderungen auf die Welt kommen.Japan ist jenes Land, das die schauderhaften Folgen des Atomkriegserfahren hat, als es während des Zweiten Weltkrieges mit Nuklear-bomben angegriffen wurde. Auch wenn man heute noch Japan be-sucht und die dortigen Bewohner trifft, kann man in ihren Augensowie anhand dem, was sie sagen, ihre große Angst und ihren Hassauf den Krieg erkennen. Dabei waren die Nuklearbomben, die damalsverwendet wurden und die eine großflächige Zerstörung verursachthaben, weitaus weniger gewaltig als jene Atomwaffen, die sich heutesogar im Besitz von kleinen Nationen befinden.Nachhaltige Zerstörung durch nukleares PotentialEs wird gesagt, dass in Japan auch nach dem Verstreichen von sie-ben Dekaden die Wirkungen der Atombomben bei neugeborenenKindern nach wie vor sichtbar sind. Wenn eine Person von einer Ge-wehrkugel getroffen wurde, dann ist es zuweilen möglich, dass siemithilfe medizinischer Behandlung überlebt; aber wenn ein Nuklear-krieg ausbricht, dann haben diejenigen, die in der Schusslinie stehen,dieses Glück nicht. Stattdessen werden wir erleben, dass Menschenaugenblicklich sterben und wie Statuen einfrieren, und ihre Häutegeradezu wegschmelzen. Trinkwasser, Essen und Vegetation werdenkontaminiert und durch Strahlung verseucht sein. Wir können unslediglich vorstellen, zu welchen Arten von Erkrankungen eine solcheVerseuchung führen wird. Auch an solchen Orten, die zwar nicht di-rekt angegriffen werden und in denen die Wirkungen der Strahlung 70
  60. 60. Auf der Schwelle zum Atomkriegetwas geringer ausfallen, nimmt das Risiko für Erkrankungen undLeiden merklich zu und auch dort tragen zukünftige Generationengrößere Gefahren mit sich.Folglich werden die zerstörerischen und verheerenden Konsequen-zen eines solchen Krieges nicht alleine auf den Krieg selbst und seinNachspiel beschränkt bleiben, sondern von Generation zu Generationweiter fortbestehen, wie ich schon bereits ausführte. Dies sind die ei-gentlichen Folgen eines derartigen Krieges und dennoch gibt es auchheute noch selbstsüchtige und törichte Menschen, die außerordentlichauf ihre Erfindungen stolz sind und das, was sie entwickelt haben, alsein Geschenk an die Welt bezeichnen.Die Wahrheit ist, dass die angeblich nutzbringenden Aspekte der Nu-klearenergie und -technologie außergewöhnlich gefährlich sein undzu breiter Vernichtung führen können, sei dies aufgrund fahrlässigenVerhaltens oder durch Unfälle. Wir haben bereits solche Katastrophenmitansehen können, wie beispielsweise den Nuklearunfall, der sich1986 in Tschernobyl, heute Teil der Ukraine, ereignete, und geradeletztes Jahr erst in Japan nach dem Erdbeben und dem Tsunami, sodass dieses Land wiederum großer Gefahr entgegensehen musste undin Angst versetzt wurde. Wenn solche Ereignisse eintreten, dann ist esauch mit großen Schwierigkeiten verbunden, die betroffenen Gebietewieder zu besiedeln. Infolge ihrer einzigartigen und tragischen Erfah-rungen sind die Japaner besonders vorsichtig geworden, ja, gewiss istihr Gefühl für Angst und Terror vollkommen gerechtfertigt.Es ist eine offenkundige Feststellung, dass Menschen in Kriegen ster-ben. Als deshalb Japan in den Zweiten Weltkrieg einstieg, waren sichdessen Regierung und Bevölkerung nur allzu gut bewusst, dass eini-ge Menschen ihr Leben lassen würden. Es heißt, dass schätzungswei-se drei Millionen Menschen in Japan gestorben sind, was ungefährvier Prozent der Landesbevölkerung ausmachte. Auch wenn mehrere 71
  61. 61. Auf der Schwelle zum Atomkriegandere Länder weitaus größer ausfallende Zahlenverhältnisse von To-ten im Hinblick auf ihre Gesamtbevölkerung zu beklagen haben, sindder Hass und die Abneigung gegen Krieg, die wir bei Japanern vor-finden können, im Vergleich zu anderen deutlich ausgeprägter. Dieshat sicherlich seinen Grund in den Nuklearbomben, die im ZweitenWeltkrieg über Japan abgeworfen wurden, und in den daraus resul-tierenden Folgen, welche sie nach wie vor miterleben und auch heutenoch ertragen. Japan hat Größe und Widerstandsfähigkeit bewiesen,indem es relativ schnell seine Städte wieder besiedeln und rehabilitie-ren konnte.Teile der Welt könnten von der Weltkarte weggefegt werdenAber es muss deutlich gesagt werden, dass im Falle eines erneutenEinsatzes von nuklearen Waffen im hier und jetzt es durchaus mög-lich ist, dass Teile bestimmter Länder ganz und gar von der Weltkarteweggefegt werden. Sie könnten aufhören, zu existieren.Vorsichtige Schätzungen legen die Anzahl der Toten des ZweitenWeltkrieges auf etwa 62 Millionen fest, wobei es aber auch heißt, dassungefähr 40 Millionen von den Getöteten Zivilisten waren. Mit an-deren Worten ausgedrückt, es haben mehr Zivilpersonen ihre Lebenverloren als Soldaten. Eine derlei Vernichtung ist widerfahren trotzdes Faktums, dass mit Ausnahme von Japan überall sonst in alther-gebrachter Weise Krieg geführt und mit konventionellen Waffen ge-kämpft wurde.Das Vereinigte Königreich musste einen Verlust von cirka einer hal-ben Millionen Menschen ertragen. Freilich war das Vereinigte König-reich damals noch eine Kolonialmacht gewesen, so dass auch dessenKolonien in seinem Auftrag kämpften. Wenn wir ihre Verluste miteinbeziehen, dann steigt die Anzahl der Toten auf Millionen. Allein 72
  62. 62. Auf der Schwelle zum Atomkriegin Indien haben um die 1,6 Millionen Menschen ihr Leben verloren.Jedoch ist die Situation heute anders und genau jene Länder, die einstKolonien des Vereinigten Königreichs waren und für das BritischeWeltreich gekämpft haben, könnten nun im Falle eines Kriegsaus-bruchs gegen Großbritannien in den Kampf ziehen. Obendrein habeninzwischen auch kleine Nationen, wie ich bereits erwähnt habe, nuk-leare Waffen in ihren Besitz gebracht.Nuklearwaffen in den Händen der FalschenWas eine besonders große Angst auslöst, ist das Wissen, dass derartigenukleare Waffen in den Händen solcher Menschen gelangen können,die entweder nicht die Fähigkeit dazu haben oder aber sich dagegenentscheiden, über die Konsequenzen ihrer Handlungen nachzuden-ken. Die Wahrheit ist, dass solchen Menschen die Konsequenzen nochnicht einmal kümmern; sie sind kriegslüstern.Wenn daher die großen Mächte nicht mit Gerechtigkeit agieren, dieFrustrationen der kleineren Nationen nicht beseitigen und keine be-deutenden und weisen Politiken und Strategien aufnehmen, dannwird die Lage außer Kontrolle geraten und die Zerstörung, die darauffolgen wird, wird außerhalb unseres Verstehens und unserer Vorstel-lung sein. Selbst der Großteil der Welt, der sich nach Frieden sehnt,wird ebenfalls in dieser Verwüstung versinken.Deswegen ist es mein inständiger Wunsch und meine Hoffnung, dassdie Führer aller großen Nationen zur Erkenntnis dieser schauderhaf-ten Realität gelangen, und so anstatt der Übernahme aggressiver Poli-tiken und der Ausübung von Machtgewalt, um ihre Ziele und Zweckezu erreichen, sich vielmehr darin engagieren, solche Politiken zu ver-folgen, die Gerechtigkeit fördern und sichern. 73
  63. 63. Auf der Schwelle zum AtomkriegEin Krieg an der Grenze EuropasKürzlich sprach ein ranghoher russischer Offizier eine ernsthafte War-nung über die potentielle Gefahr eines Nuklearkriegs aus. In seinerAnsicht würde ein solcher Krieg nicht in Asien oder wo anders, son-dern an den Grenzen Europas geführt werden, und die Bedrohungwürde wohl von den osteuropäischen Ländern ausgehen und sichauch dort entzünden. Zwar würden einige Personen sagen, dass dieslediglich seine persönliche Meinung ist, aber ich halte seine Ansichtennicht für undenkbar. Allerdings glaube ich aber, dass im Falle einesKriegsausbruchs es sehr wahrscheinlich ist, dass auch die asiatischenLänder involviert werden.Eine andere Nachrichtenmeldung, die jüngst umfassende Aufmerk-samkeit in den Berichterstattungen der Medien erhielt, betrifft dieAnsichten eines vor Kurzem erst in den Ruhestand getretenen Chefsdes israelischen Geheimdienstes Mossad. Während eines Interviewsmit dem wohlbekannten amerikanischen Fernsehsender CBS sagte er,dass es sichtbar wurde, dass die israelische Regierung Krieg gegenden Iran führen möchte. Er äußerte, dass im Falle dessen, dass einsolcher Angriff realisiert werden würde, es dann unmöglich wäre zuwissen, wo und wie ein derartiger Krieg ein Ende finden wird. Dem-entsprechend riet er vehement von einem Angriff ab.Diesbezüglich ist meine Auffassung, dass ein solcher Krieg mit einernuklearen Zerstörung enden wird.Parallelen zur Zeit vor dem Zweiten WeltkriegNeulich bin ich auf einen Artikel gestoßen, in dem der Verfasser an-gab, dass die gegenwärtige Lage der Welt Ähnlichkeiten zu der Si-tuation 1932 aufweist, sowohl in wirtschaftlicher als auch politischer 74
  64. 64. Auf der Schwelle zum AtomkriegHinsicht. Er schrieb, dass in bestimmten Ländern die Menschen keinVertrauen zu ihren Politikern oder sogenannten Demokratien hatten.Ebenso führte er auch aus, dass es eine Reihe weiterer Ähnlichkeitenund Parallelen gab, die zusammengenommen das gleiche Bild heuteergeben, welches kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegesbeobachtet werden konnte.Einige mögen seiner Analyse widersprechen, ich hingegen stimme mitihr überein; und deshalb glaube ich, dass die Regierungen der Welt imhöchsten Maße beunruhigt und über den derzeitigen Stand der Dingebesorgt sein sollten. In ähnlicher Weise sollten auch die ungerechtenMachthaber einiger muslimischer Länder, deren einziges Ziel darinbesteht, an ihrer Macht mit allen Mitteln und um jeden Preis festzu-halten, zu Sinnen kommen. Andernfalls werden ihre Handlungenund ihre Torheit die Mittel ihres Untergangs sein; und sie werden ihrejeweiligen Länder in eine außerordentlich erschreckende Zwangslageführen.Wir, die Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat, versuchen unserÄußerstes, um die Welt und die Menschheit vor einer Vernichtung zubewahren. Dies liegt daran, dass wir in dieser Ära den Imam der Zeitanerkannt haben, der von Allah als der Verheißene Messias gesandtwurde und als ein Diener des Heiligen Propheten Muhammadsaw er-schienen ist, der selbst als eine Barmherzigkeit für das gesamte Men-schengeschlecht entsandt worden war.Weil wir eben den Lehren des Heiligen Prophetensaw folgen, fühlenwir angesichts der Lage der Welt auch diesen außergewöhnlichenSchmerz und Kummer in unseren Herzen. Dieser Schmerz ist es, deruns in unseren Bemühungen antreibt, die Menschheit vor Vernich-tung und Leiden zu bewahren zu versuchen. Darum sind sowohl alleanderen Ahmadi Muslime als auch ich bestrebt darin, unsere Verant-wortungen zu erfüllen, um Frieden auf der Welt zu erreichen. 75
  65. 65. Auf der Schwelle zum AtomkriegBriefe an den Papst, Netanjahu und AhmadinejadEin Weg, durch den ich versucht habe, Frieden zu fördern, bestanddarin, dass ich eine Reihe von Briefen an bestimmte Führungsperso-nen der Welt geschrieben habe. Einige Monate zuvor schrieb ich einenBrief an Papst Benedikt, der ihm durch einen Ahmadi Vertreter vonmir persönlich überbracht wurde. In diesem Schreiben äußerte ichihm gegenüber, dass er als Oberhaupt der größten Religionsgemein-schaft der Welt sich nach Kräften darum bemühen sollte, Frieden zuetablieren. Beobachtend, dass die Feindseligkeiten zwischen Iran undIsrael zu einem sehr gefährlichen Grad überkochen, sandte ich jüngstin ähnlicher Form auch Briefe an Israels Premierminister BenjaminNetanjahu und Irans Präsident Mahmud Ahmadinejad, in denen ichsie dringlich gebeten habe, beim Fällen von Entscheidungen jeglicheArten von Hast und Leichtsinnigkeit um der Menschheit willen auf-zugeben. Ebenso habe ich kürzlich auch an Präsident Barack Obamaund Kanadas Premierminister, Stephen Harper, geschrieben, indemich beide dazu aufgerufen habe, ihre Rollen und Verantwortungen fürdie Entwicklung von Frieden und Harmonie in der Welt wahrzuneh-men.Ich beabsichtige ferner, in der nahen Zukunft auch andere Staatsober-häupter und Machthaber anzuschreiben und zu warnen.Ich weiß nicht, ob meinen Briefen irgendein Wert oder Gewicht vonden verschiedenen Oberhäuptern, die ich angeschrieben habe, beige-messen wird; aber wie auch immer ihre Reaktionen ausfallen mögen,so ist doch ein Versuch meinerseits unternommen worden, als Kalifund spirituelles Oberhaupt von Millionen von Ahmadi Muslimenweltweit ihr Empfinden und ihre Gefühle bezüglich der gefahrvollenLage der Welt zu übermitteln.Wohlgemerkt, ich habe diesen Empfindungen nicht aufgrund irgend- 76
  66. 66. Auf der Schwelle zum Atomkriegwelcher persönlichen Ängste Ausdruck verliehen, vielmehr resultiertmein Ansporn aus aufrichtiger Liebe für die Menschheit.Eine Barmherzigkeit für die MenschheitDiese Liebe für die Menschheit hat sich bei allen wahrhaftigen Musli-men durch die Lehren des Heiligen Propheten Muhammadsaw entwi-ckelt und eingeträufelt, der, wie ich bereits erwähnte, als Träger vonBarmherzigkeit und Mitgefühl für die gesamte Menschheit entsandtworden war.Vermutlich werden Sie sehr überrascht oder gar geschockt sein zu hö-ren, dass unsere Liebe für die Menschheit ein unmittelbares Ergebnisder Lehren des Heiligen Prophetensaw ist. Vielleicht fragen Sie sich,warum es dann muslimische Terroristengruppen gibt, die unschuldi-ge Menschen umbringen, oder warum es muslimische Regierungengibt, die um ihre Machtsitze zu schützen, die Massentötungen vonihren eigenen Bürgern anordnen.Der Messias reformierte den IslamLassen Sie mich klarstellen, dass in Wahrheit solche bösartigen Akteden tatsächlichen Lehren des Islam vollkommen gegensätzlich sind.Der Heilige Koran erlaubt unter keinen Umständen Extremismusoder Terrorismus.Gemäß unserem Glauben hat der allmächtige Gott in diesem Zeitalterden Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Seine Heiligkeit Mir-za Ghulam Ahmad von Qadianas als den Verheißenen Messias undImam Mahdi in vollkommener Unterordnung dem Heiligen Prophe-ten Muhammadsaw entsandt. Der Verheißene Messiasas ist geschicktworden, um die wahren und wirklichen Lehren des Islam und des 77

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