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  • 1. Eva-Maria Gronki-Jost Universität Mannheim Markus Deimann Fernuniversität Hagen
  • 2. Einführung in das Thema
      • Selbstregulation (SRL) als Imperativ der Wissensgesellschaft: Selbstregulationskompetenz ist Voraussetzung allen Lernens
      • Kritik: SRL-Kompetenzen oft nicht ausreichend vorhanden (Wolters, 2003)
      • Aber: Wie viel SRL ist überhaupt notwendig und zielführend? Vor dem Hintergrund von:
        • modularisierten Studiengängen
        • verkürzter Schulzeit
      • Weniger Flexibilität?
  • 3. Theoretischer Rahmen: Volition als Stellhebel für SRL
      • „ Es kommt auf die Passung zwischen der vorherrschenden Stimmung, den situativen Anforderungen und der induzierten bzw. dispositionell präferierten Form der Selbststeuerung an (d.h. Selbstkontrolle oder Selbstregulation)“. (Kuhl, 2010)
      • Selbstregulation (nicht schuladäquat) -> passt zu:
        • positiver Stimmung
        • Situationen mit Wahlfreiheit
      • Selbstkontrolle (schuladäquat) -> passt zu:
        • negativer Stimmung
        • kontrollierenden Instruktionen
  • 4. Der Wille als Steuermann
      • SRL ist ein komplexer, anspruchsvoller Prozess der Regulation verschiedener binnenpsychologischer Mechanismen
      • Idealerweise werden Ziele gesetzt, Aufgaben analysiert, Lernprozesse reflektiert und optimiert
      • SRL ist störungsanfällig, Hasselhorn (1996): Defizite bei der Anwendung von Strategien
      • Abnehmende Motivation beim SRL kann durch Volition kompensiert werden
      • Modell: Wille als Steuermann
  • 5. Der Wille als Steuermann
  • 6. Probleme der Erfassung von SRL
      • SRL ist situationsabhängig und ”braucht” auslösende Bedingungen, wie z.B.:
        • Motivationale Interferenzen (Fries, 2006)
        • Resisting to temptation (Patterson & Mischel, 1976)
        • Multimediales Lernen (Deimann & Keller, 2006)
      • Strategiereife erforderlich (Hasselhorn, 1996)
      • Beschränkungen durch Selbstbeobachtung
      • (z.B. Artelt, 2000) und geringer Grad an Spezifität
  • 7. Forschungsansatz
      • Erfassen von SRL in komplexen Situationen:
        • Schulkontext: Gleichwertige Leistungsfeststellung (GFS)
        • Hochschulkontext: Hausarbeiten schreiben etc. im Fernstudium
      • Induzieren von volitionsauslösenden Situationen:
        • Unterscheidung zwischen Lieblings- und ”Hass”fach als Paradebeispiele für Situationen mit divergierender Motivation
        • Hineinversetzen in motivationale Konflikte
  • 8. SRL im Schulkontext
      • Untersuchung von SRL-Komponenten in Situationen mit erhöhtem SRL-Anspruch:
        • ” Gleichwertige Leistungsfeststellung”
      • Wie ist der Zusammenhang zwischen SRL, Selbstwirksamkeit, SSI-K und Willenstest?
      • Wie ausgeprägt ist die Fähigkeit, sich in Lieblings- und ”Hass-”fächern zu motivieren?
      • Wie hoch ist die erlebte aktuelle Anstrengung (Fragebogenbearbeitung)?
  • 9. GFS – Situation mit erhöhtem SRL- Anspruch
      • Ausgeprägter Zusammenhang von Leistungs-einschätzungen und SSI (REG) mit .29**
      • Ausgeprägter Zusammenhang von Leistungs-einschätzungen und Zielerreichungsquotient mit .25**
      • Passend zu Anforderungen an Schüler/innen und Lehrkräfte im Rahmen der GFS
  • 10. Ergebnisse zu Motivierungsfähigkeit in Lieblings- und ”Hass-”fächern
  • 11. Schlussfolgerungen
      • Im beliebten Fach herrscht eher eine motivationale Steuerungslage vor, geringer SRL Anspruch, eher SKL-Anspruch
      • Im unbeliebten Fach ist die volitionale Steuerungslage ausgeprägter, d.h. SRL und SKL höher
      • Bei Motivierungsfähigkeit spielt eher die SRL-Komponenten eine Rolle als die SKL-Komponenten
      • Hohe Einschätzung des SRL-Potentials steht in Zusammenhang mit hoher Motivierungsfähigkeit
      • Regressionsanlyse: Einfluss von SSI und Meta auf Motivierungsfähigkeit: ß .29 und .24
  • 12. Erlebte Anstrengung in volitional herausfordernder Situation?
      • Höhere Ablenkung, geringere Persistenz, weniger Spaßempfinden, schlechtere Stimmung, höhere Schwierigkeit (Aufgaben zu beantworten) hängt mit hohem Anstrengungserleben während der Befragung zusammen (-.14 bis -.39)
      • Gründe : Reliabilität; motivationale und emotionale ”Kosten”
      • Prozessorientiertes Maß für motivationale und volitionale Steuerungslage ermöglicht Feinabstimmung von Interventionen in Lernsituationen
  • 13. Wie strategisch gehen Fernstudierende vor?
      • Studie im WS 2010/2011 bei 301 BA-Studierenden der FernUniversität in Hagen, davon 128 komplette Datensätze
      • 105 TN weiblich, Ø Alter: 38 Jahre, 95 TN Teilzeitstudium
      • Einsatz LIST, Willenstest und Items aus der PISA-Studie
      • Fünf selbstreflexive Fragen zur Durchführung einer Hausarbeit und zu typischen Lernsituationen
  • 14. Wie strategisch gehen Fernstudierende vor?
    • ” Bitte versuchen Sie sich nun in den folgenden Verlauf der Situation
    • „ Schreiben einer Hausarbeit“
    • hineinzuversetzen und bearbeiten Sie die nachstehende
    • Aufgabe so gut es Ihnen möglich ist.
    • Es fällt Ihnen schwer sich zu konzentrieren, besonders bei dem
    • schönen Sommerwetter draußen.
    • Beim Schreiben merken Sie wie Sie öfter abschweifen
    • und auch sonst haben Sie das Gefühl,
    • nicht richtig vorwärts zu kommen. Wie gehen Sie mit diesem Motivationstief um?
    • Wie motivieren Sie sich, wenn es Ihnen schwer fällt
    • an der Hausarbeit zu arbeiten?
    • Wie gehen Sie vor?
    • Bitte machen Sie Ihre Angaben stichpunktartig
    • und so konkret wie möglich.”
  • 15. Vorgehen
      • Qualitative Inhaltsanalyse der offenen Fragen
      • -> Kategorisierungsschema
      • Clusteranalyse (Ward-Algorithmus) der Kategorien
      • -> Muster strategischen Lernens und Identifikation von Willenstypen
      • Quantitative Auswertungen
  • 16. Vorgehen
  • 17. Ergebnisse
      • Interne Willensnutzung : N=31, wenig ressourcenbezogene Strategien, mehr Motivations- und Volitionsstrategien
      • Die ”konsequenten” Organisierer: N=21, hohe Nutzung ressourcenbezogener Strategien, wenig Motivations- und Volitionsstrategien, aber viel Konsequenzenkontrolle
      • Elaborierte Willensnutzung : N=59, hohe Nutzung ressourcenbezogener und Motivations- und Volitionsstrategien, hohe volitionale Selbstwirksamkeit
      • Externe Willensnutzung : N=17, höchste Nutzung ressourcenbezogener Strategien | Umweltkontrolle
  • 18. Diskussion
      • Erste Indizien zur Rolle von Volition in SRL-fordernden Situationen
      • Berücksichtigung von spezifischen Situationen: ”Hass”fach, motivationale Konflikte für die Bedeutung volitionaler Steuerung
      • Willenstypen im Zusammenhang mit Einsatz von SRL-Strategien belegt
      • Vignetten-Ansatz (FernUniversität) viel versprechend für Identifikation spezifischer Willenstypen
      • Ausblick: Replikation der Willenstypen