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Weltgesellschaft
 

Weltgesellschaft

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Moderation zu einer Sitzung über das Konzept der Weltgesellschaft in der Systemtheorie von Niklas Luhmann.

Moderation zu einer Sitzung über das Konzept der Weltgesellschaft in der Systemtheorie von Niklas Luhmann.

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  • Kritisch Hinterfragen. Nicht verstanden, anders verstanden. \n
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  • Geschichte des Staatesbegriffes. \nStaat als Layer für kommunikative Adressierbarkeit. Staat ist kontingente Erscheinung, künstliches Konstrukt. Staatsbegriffe irritieren und helfen nicht. Begriffe führen zu irrtümlicher Verschmelzung von Staat und Gesellschaft (das verdeutlicht die nächste Folie)\n
  • Weltweites Kommunikationssystem (bei Luhmann v.a. Fernsehen, Weltzeit)\nStaat als Layer für kommunikative Adressierbarkeit.\nWie sieht das politische System der Weltgesellschaft aus?\n
  • Danach: Kommunikative Erreichbarkeit in der Weltgesellschaft\n
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  • Emile Durkheim beobachtet Arbeitsteilung und Spezialisierung und trotzdem fällt die Gesellschaft nicht auseinander. \n\nNächste Folie: Aber was integriert dann?\n
  • Gleich nächstes Zitat. Gehören zusammen!\n
  • Komplexitätsgefälle zwischen Systen und Umwelt. Systeme wollen interne Komplexität steigern.\n
  • Ich lasse mich nur auf Kommunikation ein, wenn ich weiß was ich erwarten kann. \n
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  • Strategie in Unternehmen (kann aber in der Weltgesellschaft nicht durchgehalten werden)\n
  • Lernen, Wissen, Finanzmarkt und Märkte. Weniger Zählen und Rechnen, sondern mehr Beobachten, evaluieren und anregen (Willke 2003: 298).\nNormative Erwartungshaltungen in Rating Agenturen und bei Analysten führen zu heftigen Ausschlägen bei ihren Bewertungen (und zu Casino-Kapitalismus). \n
  • Nächste Folie: Kleines Detailbeispiel das Luhmann uns für kognitiven Erwartungsstil in der Politik reicht. \n
  • Wieso kann man nicht von internationaler Politik sprechen?\n\nNächste Folie: Willke Beispiel: WTO, Welthandelsorganisation\n
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  • Kette der legitimität auf Grund demokratischer Mitgliedsstaaten. DSP (Dispute Settlement Procedure).\n
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  • Finanztransaktionssteuer wird verhindert wegen Finanzplatz London (aber der Finanzplatz muss ja nicht London sein). \n\nNächstes Zitat macht mangelnde Selbstbeobachtung und beispiellosen Erfolg der lateralen Weltsysteme deutlicher. \n
  • Weltsysteme wissen nicht, wie es ist zu scheitern. Beobachtung zweiter Ordnung ermöglicht Beobachtung des eigenen blinden Flecks. \n

Weltgesellschaft Weltgesellschaft Presentation Transcript

  • Weltgesellschaft
  • • Staat• Integration•Erwartungsstile• Zyklopen
  • Staat
  • Rechtsstaat government Repräsentationsstaa Ich tsocietas civilis Staat Territorialstaat WohlfahrtsstaatNationalstaat status
  • „Wenn diesem weltweitenKommunikationssystem zuweilen der Titel»Gesellschaft« verweigert wird, so mag diesan traditionsbedingten Begriffsvorgabenliegen, die den Gesellschaftsbegriff mitdem des Nationalstaates verschmelzen, dieaber durch keine ernst zu nehmendeTheorie mehr gedeckt sind.“ Luhmann 1998: 374
  • „Das weltpolitische System istausdifferenziert als ein Subsystem derWeltgesellschaft auf der Basis einerfunktionalen Differenzierung desGesellschaftssystems und unterscheidetsich insofern von Weltwirtschaft,Weltwissenschaft, Weltrecht, weltweiterFamilienbildung, Weltsystem derMassenmedien usw. Und es ist interndifferenziert in das, was wirTerritorialstaaten nennen.“ Luhmann 1998: 375f.
  • „Erst bürgerkriegsähnliche Situationen,machtmäßig erfolgreicheGegenregierungen, also Zweifel an derzuständigen Adresse, bilden für dasweltpolitische System ein Problem. Denndie Weltgesellschaft und ihr politischesSystem beruhen operativ aufKommunikation und können es sich dahernicht leisten, ganze Territorien aus derkommunikativen Zugänglichkeit zuentlassen.“ Luhmann 1998: 380
  • Integration
  • „Die postulierten integrativen Werte undNormen sind kaum zu finden. Behält manjene Theorie bei, muss man die Fakten alsalarmierenden Missstand ansehen.Wissenschaftlicher wäre es jedoch, dieTheorie angesichts der Fakten zuüberprüfen.“ Luhmann 1991: 59
  • „Das umfassende System garantiertseinen Teilsystemen eine »innere Umwelt«von schon reduzierter Komplexität, alsoetwa Frieden, Vorhersehbarkeit,Vereinfachung der möglichenVeränderungen auf wenige relevanteVariable.“ Luhmann 1991: 59
  • „Die Teilsysteme können das Systeminnere (dasheißt die anderen Teilsysteme) als ihre Umweltbehandeln und nochmals die Vorteile einerGrenzziehung und grenzgesteuerterSelektionsprozesse erzielen. Unter dieserVoraussetzung können unwahrscheinlichstrukturierte Teilsysteme gebildet werden, diesich »in der freien Natur« nicht halten könnten,die aber, einmal geschaffen und stabilisiert, dieinnere Komplexität des Gesamtsystems steigernund dieses dadurch in die Lage versetzen, aufmehr Umweltveränderungen spezifisch zureagieren. “ Luhmann 1991: 59
  • Erwartungsstil
  • „Normatives Erwarten zeigt sich alsentschlossen, die Erwartung auch imEnttäuschungsfalle festzuhalten, und stütztsich dabei auf entsprechende Ressourcenwie innere Überzeugung, Sanktionsmittel,Konsens.“ Luhmann 1991: 55
  • „Kognitives Erwarten stilisiert sich dagegenlernbereit, es lässt sich durchEnttäuschungen korrigieren und stützt sichseinerseits auf entsprechende Ressourcen,vor allem auf die Erwartung, dass sich inEnttäuschungslagen die Richtung derErwartungsänderung hinreichend rasch undhinreichend eindeutig ausmachen lässt.“ Luhmann 1991: 55
  • Verhalten Ziel
  • Verhalten
  • „Lernen oder Nichtlernen, das ist dieFrage.“ Luhmann 1990: 138
  • „Selbst die internationale Politik hat, sofern mandavon überhaupt reden kann, sich diesem Stilangepasst – abzulesen an symptomatischen Details,zum Beispiel der Aufgabe des völkerrechtlichenInstituts der humanitären Intervention oder daran,dass das »anerkennen der Realitäten« in der Politikzu einem moralischen (!) Argument geworden ist.“ Luhmann 1991: 55
  • WTO
  • „Das Regelwerk der WTO gründet aufinternationalen Verträgen zwischen souveränenNationalstaaten, die keinen Gesetzgeber über sichanerkennen. Insofern verkörpert die WTO den fürdie transnationale und globale Ebenebezeichnenden Regimewechsel von einem rule oflaw zu einem rule of rules, zu Regeln also, die nichtdie formale Qualität von Recht haben, weil sie nichtdurch souveräne Macht abgesichert sind, sonderndurch die Geltung von Verträgen im gegenseitigenInteresse.“ Willke 2003: 305
  • Zyklopen
  • „Würde man die moderne Gesellschaftlediglich als eine Menge von autonomenFunktionssystemen beschreiben, dieeinander keine Rücksicht schulden, sondernden Reproduktionszwängen ihrer eigenenAutopoiesis folgen, ergäbe das ein höchsteinseitiges Bild. Es wäre dann schwer zuverstehen, wieso diese Gesellschaft nichtbinnen kurzem explodiert oder in sichzerfällt.“ Luhmann 1997: 776
  • „Es etabliert sich ein prächtiges Komplottwechselseitiger Aufreizung zur Höchstleistung, indessen Vollzug die Teilsysteme zu hoch trainierten,kraftstrotzenden Zyklopen mutieren undniemandem auffällt, dass sich deren Gesichtsfeldzunehmend auf ihre eigene Logik verengt, bisschließlich die Einäugigkeit sich zumOrdnungsprinzip einer Systemarchitekturemporschwingt, die aufgrund ihrer differenziertenLeistungsfähigkeit von allen, insbesondere vondenen, die noch nicht so weit sind, alsHypostasierung optimaler Evolution verstandenwerden darf.“ Willke 2001: 200
  • „Die Weltsysteme fragen nicht danach, wer sie sind,weil ihr Erfolg diese Frage überflüssig macht, undsie fragen nicht, wohin sie gehen sollen, weil esihnen genügt, irgendwohin zu gehen, in atopischerFreiheit und in der Sicherheit, dass sie überallankommen. Wie Horst Ehmke im Zenit seinerSelbsttäuschung geben sie keine Anweisungen mehran den Chauffeur, denn sie werden überallgebraucht.“ Willke 2001: 227