091110diversityundinnovation Vortragfsfm 091202093209 Phpapp02

  • 423 views
Uploaded on

 

  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Be the first to comment
    Be the first to like this
No Downloads

Views

Total Views
423
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0

Actions

Shares
Downloads
4
Comments
0
Likes
0

Embeds 0

No embeds

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
    No notes for slide
  • Biografiearbeit

Transcript

  • 1. Diversity und Innovation
    • Prof. Dr. Joachim Hasebrook
    • Soenke Dohrn
    • Frankfurt, 11. November 2009
    EUROPÄISCHE UNION Europäischer Sozialfonds
  • 2. Agenda
    • Perspektiven von Diversity
    • Arten von Diversity
    • Diversity und Innovation
  • 3.
    • Perspektiven von Diversity
    • Arten von Diversity
    • Diversity und Innovation
  • 4. Untersuchungsübersicht Teilvorhaben „Diversity Management als Grundlage für Innovationskompetenz“ Diversity Management & Innovationsmanagement Diversity Innovation Innovationen Diversity Ebenen Individuell Gruppe / Team Diversity & Innovation („Teamkultur“) Organisational Individuelle Innovationsbereitschaft („Innovationskompetenz“) Organisationale Kompetenz (Organisationskultur)
  • 5. Diversity Management führt zu wirtschaftlichem Erfolg; dabei kommt es aber auf den konkreten organisatorischen Hintergrund an
    • Diversity Management soll zu mehr Gerechtigkeit durch Vermeidung von Diskriminierung führen
    • Die Europäische Richtlinie wurde 2006 im Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) verabschiedet
    • 83% der Teilnehmer einer EU-Studie sehen wirtschaftlichen Nutzen
    • Übersicht über 90 Studien von European Diversity Research & Consulting 2009 ergab:
        • Eigenkapitalquote bei Unternehmen mit hoher Frauenquote in Führungspositionen ist um 35,1% höher als bei geringerer Quote
        • Der Umsatzerlöse von Unternehmen mit homogener Ethnizität lag im Mittel bei 2,4 Mio. EUR, bei stark heterogener Ethnizität jedoch bei 4,5 Mio. EUR
        • Wirtschaftsregionen mit einem kulturell vielfältigen Arbeitnehmermarkt sind innovativer in der Entwicklung neuer Produkte
    Quelle: European Diversity Research & Consulting, 2009 Diversity Management zielt meist auf Vermeidung von Diskriminierung
  • 6. Die Perspektive, unter der Unternehmen „Diversity“ für sich nutzen, sind sehr unterschiedlich – und wirtschaftlich unterschiedlich sinnvoll Perspektiven des Diversity Managements 1 2 3 Quoten KKA = Kunden- und Lieferantenkreis-analyse Wettbewerb Modelle:
  • 7. Diversity zielt auf „Teilhabe“, um die Vielfalt von Mitarbeiterpotenziale zu erkennen und zu nutzen
    • Diversity kann als Veränderungsfaktor eine zentrale Bedeutung bei Organisationsentwicklung einnehmen
    • Ob Diversity ein Veränderungsfaktor ist, hängt davon ab, wie Vielfalt im Unternehmen verstanden und genutzt wird
    Quelle: eigene Darstellung, Synetz, 2009 3
  • 8.
    • Perspektiven von Diversity
    • Arten von Diversity
    • Diversity und Innovation
  • 9. Diversity meint oft: „keine Diskriminierung bei unveränderlichen Merkmalen“; damit kann man vielleicht Individuen gerecht werden – nicht aber Unternehmen (Skala von 1 (= keine Bedeutung) bis 7 (= höchste Bedeutung) Quelle: Bertelsmann Stiftung, 2007 Bedeutung von Diversitätsdimensionen (gemäß EU) nach Ländern und Regionen
  • 10. Diversity Management erfordert fortlaufende Anstrengungen, die nicht nachhaltig sind, wenn es nur um „Anti-Diskriminierung“ geht 6 Quelle: The Sergay Group Ltd., 2009 Diversity-Umsetzungsmodell mit Hinblick auf Nachhaltigkeit
    • Kerndimensionen sind „angeborene Merkmale“:
      • Geschlecht
      • Alter
      • Ethnizität (soziale Herkunft)
      • Sexuelle Orientierung
      • Physische Fähigkeiten (bzw. evtl. Behinderungen)
      • Volkszugehörigkeit
    • Beschränkung auf Kerndimensionen bedeutet :
    • Orientierung an diskriminierten Gruppen
    • Reduziert Vielfalt auf „Political Correctness“
    • Suggeriert Austauschbarkeit von Individuen
    • Bewertung der Einzigartigkeit nur in Bezug auf unveränderliche Merkmale des Individuums
    • Wirtschaftliche Nutzung begrenzt auf die Anwendbarkeit unveränderlicher Merkmale (z. B. ethnischer Hintergrund von Kundengruppen)
  • 11. Perspektiven und Arten von „Diversity“ müssen miteinander in Beziehung gesetzt werden, um wirtschaftlich Nutzen zu erzeugen
    • Arten von „Diversity“ aus Sicht der wirtschaftlichen Nutzung
    Intern Extern Individuell Organisational
    • Identitätsgruppen
    • Deutschrussen, Junge Arbeitnehmer, Preußische Pflichtbewusste, Mutterschaftsurlauber, Alleinerziehende Mitarbeiter, etc.
    • Marktabhängige Gruppierungen
    • Vereine, Verbraucher- schützer, Agenturen, Interessenvertretungen, Parteien, etc.
    • Organisationsgruppen
    • interne Communities of Practice, Fachabteilungen, Projektteams, Mitglieder des Vorstandes, etc.
    • Kunden- und Lieferanten
    • Privatkunden, Firmenkunden, Zulieferer, Kooperationspartner, Dritte-Welt-Land Markteilnehmer, Communities of Practice, etc.
    Quote = xx% 1 Zuord- nung 2 3
  • 12. Durch die Nutzung aller Perspektiven von „Diversity“ werden alle Formen der Vielfalt im Unternehmen Quelle von Organisationskompetenzen 42 Identität (Größtes gemeinsames Vielfaches) 1. Alter 2. Arbeitsstil 3. Behinderung 4. Betriebszugehörigkeit 5. Bildung 6. Charakter / Typ 7. Definition von Qualität 8. Denkart 9. Erfahrung 10. Ethik 11. Ethnische Herkunft 12. Essen / Essgewohnheiten 13. Fachkompetenz 14. Familie 15. Familienstand 16. Führungsstil 17. Geschlecht 18. Historie / Geschichte 19. Humor 20. Intelligenz 21. Interessen 22. Kleidung 23. Körpergewicht 24. Körperliche Fähigkeiten 25. Kommunikationsstil 26. Kultur 27. Macht 28. Moral 29. Mut 30. Nationalität 31. Rang / Hierarchie 32. Recht 33. Religion 34. Sexuelle Identität 35. Sprache 36. Sprachfertigkeit 37. Sucht 38. Umgang mit Autorität 39. Umgang mit Stress 40. Umgang mit Zeit 41. Werte 42. Work-life-balance Daimlers „42 Dimensionen“ 2 Kundenanalyse (z. B. Kaufbeteiligung von Frauen) 1 3 Wettbewerbsvorteil (42 Formen der Vielfalt im Unternehmen)
  • 13.
    • Perspektiven von Diversity
    • Arten von Diversity
    • Diversity und Innovation
  • 14. Am Anfang des Innovationsprozesses stehen individuelle Kompetenzen im Vordergrund, am Ende dominieren organisationale Kompetenzen Kontrolle, Stabilität, Ordnung Flexibilität, Spontaneität Quelle: Cameron, Freeman 1991, in: Kohn, Ernst, Hüsig 2007:170; Erkenntnisse zur Innovationsentwicklung Individuell Team / Gruppe Organisational
    • Frühe Phasen: Ideen und Konzepte erfordern auf der Ebene der beteiligten Mitarbeiter, Teams und der Organisation Freiräume und Freiheitsgrade zur Entfaltung der Innovation
    • Späte Phasen: Entwicklung von Prototypen, Markttests sowie Produktion und Markteinführung erfordern viel Strukturierung und starke Organisation
  • 15. „ Diversity Management“ schafft das Umfeld und die Regeln, um die Vielfalt im Unternehmen als Innovationsquelle nutzen zu können Diversity Management & Innovationsmanagement Diversity Innovation Innovationen Diversity Innovationskultur „ Innovationskultur verweist auf den institutionellen Rahmen, der die Wahrnehmung der am Innovationsprozess beteiligten Akteure hinsichtlich wirtschaftlicher und technischer Herausforderungen trägt sowie Strategien zu ihrer Bewältigung bereitstellt. Innovationskultur ist immer an das Handeln konkreter Akteure gebunden ...“ Wieland 2004. S. 9 Diversity Management „ Maßnahmenpaket, das durch Erhöhung der Variationsbreite menschlichen Handelns in Organisationen ... eine verbesserte Anpassung an die Erfordernisse des unternehmerischen Kontextes ermöglicht und so die Erfolgswahrscheinlichkeit des Managementhandelns erhöht.“ Labucay 2006, S. 88
  • 16. Aus Sicht des Managements mittelständischer Banken ist der Umgang mit Vielfalt (vor allem Demografie) in Zukunft entscheidend Personalthemen mit dem stärksten Bedeutungszuwachs +30% +35% +36% +32% N=318 Banken n=401 Fragebogen
  • 17. Aber aus der Erkenntnis folgt meistens keine konsequente Umsetzung und keine konsistente Strategie Qualitätsdefizite ausreichende Qualität keine wirtschaftliche Relevanz hohe wirtschaftliche Relevanz Position im Wettbewerb Wirtschaftliche Bedeutung +100% +75% 50% 25% 0% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% Kaum echte Wettbewerbs-vorteile , aber ... ... wenig Erkenntnis- und Führungsprobleme Low Top Quelle: zeb/-HR-Studie Defizite bei: - Umsetzung und Durchführung - Strategie und Politik Strategie 49% Führung 61% Mitarbeiter-potential 56% Umsetzung + Durchführung 48% Planung + Vorgehen 60% Bewertung + Überprüfung 55%
  • 18. Dabei zeigt sich das mittlere Management als „Bedenkenträger“ in der Umsetzung – auch bei der Nutzung von Vielfalt
    • These: Mittleres Management ist in einer „Sandwich-Position“ und wird daher in eine Position als „Bedenkenträger“ gedrängt
    • Vielfalt (Diversity) wird durchgängig nicht als Quelle oder Chance zur Verbreitung von Innovation gesehen
    Vielfalt als Förderer Vielfalt zur Verbreitung Grad der Ablehnung Hierarchiebene Hierarchiebene
  • 19. Vielfalt ist eine Chance, wenn Möglichkeiten zur Wertschöpfung erkannt und genutzt werden: Neue Medien für alte Menschen
    • Neue Medien für viele Ziel- und alle Altersgruppen
    • Icon New Media Lab, gegründet in Stockholm, führte alters- gemischte Entwicklerteams als „agile Entwicklungsmethode für zielgruppengerechte neue Medien ein
    Beispiele der Nutzung von Vielfalt als Wirtschaftsfaktor (1/3)
  • 20. Vielfalt ist eine Chance, wenn Möglichkeiten zur Wertschöpfung erkannt und genutzt werden: Innovationen in Diversity Management
    • Anti-Diskrimierung als Unternehmens- entwicklung
    • HSBC Bank in Kanada nutzt staatliche und unternehmenseigene Programme, um die Produktivität zu erhöhen
    Beispiele der Nutzung von Vielfalt als Wirtschaftsfaktor (2/3)
  • 21. Vielfalt ist eine Chance, wenn Möglichkeiten zur Wertschöpfung erkannt und genutzt werden: Micro Insurance als innovatives Produkt Beispiele der Nutzung von Vielfalt als Wirtschaftsfaktor (3/3)
    • Vielfalt als Geschäftsmodell
    • Allianz bietet gemeinsam mit GTZ neue Geschäftsmodelle an (Mikro-Kredite)
  • 22. Zusammenfassung
    • Perspektiven von Diversity
    • Arten von Diversity
    • Diversity und Innovation
    • Quote
    • Kunden
    • Wettbewerb
    • 6 angeborene Merkmale
    • 42(?) wirtschaftlich nutzbare Merkmale
    • Diversity als Zielgruppe
    • Diversity als Unternehmensentwicklung
    • Diversity als Geschäftsmodell