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Inspirierende Redner aus dem Think Tank                                    und Netzwerk des Zukunftsinstituts             ...
inhalt                                                                       editorial4       Matthias Horx               ...
Matthias Horx | Das Zukunftsgeheimnis                              Megatrends   Soziokultureller Wandel   Technolution    ...
Andreas Steinle | Die Zukunft der Kommunikation                                                                Konsumenten...
harrY Gatterer | neW living                     Wohnen und leben    Zukunft der arbeit   tourismus-trends                 ...
thoMas huber | Der mensch als DatensatZ       konsumententrends    megatrends & märkte   Zukunft des handwerks            ...
Jeanette Huber | Interview     Megatrends & Märkte    Trends/Innovationen    Future Work/Regionen                         ...
Franz KühMaYer | leaDershiP reloaDeD     Wissensökonomie    management    informationstechnologie                         ...
Zukunftsinstitut Referenten Magalog 2012
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Zukunftsinstitut Referenten Magalog 2012

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Liebe Zukunftsinteressierte,
in Ihren Händen halten Sie unser aktuelles Referenten-Magalog. Darin präsentieren sich unsere Speaker mit ihren Themen. Wir teilen mit unseren Referenten den Anspruch, dass die Inhalte im Vordergrund stehen müssen, wenn ein Vortrag begeistern soll. Natürlich ist es auch die Persönlichkeit der Rednerinnen und Redner, ihr Witz, ihr Charme, ihre Ausstrahlung. Doch was unsere Referenten überdies auszeichnet: Sie alle sind Teil eines einzigartigen Think Tanks und haben Zugriff auf das aktuellste Trend-Knowhow, das im Zukunftsinstitut erarbeitet wird. Klasse statt Masse ist die Devise von unserem kleinen, aber feinen Redner-Netzwerk. In diesem befi nden sich nur ausgewählte Referenten, die seit vielen Jahren mit uns zusammenarbeiten. Sie reden nicht nur über Zukunft, sie erforschen sie auch – in gemeinsamen Studien- und Beratungsprojekten. Und sie wissen mit viel leidenschaft, auf unterhaltsame und zugleich informative Weise in Zukunft lebendig zu machen. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns zusammenarbeiten.
Ihr Zukunfts-Referenten-Team
& Ihre Margrit Meyer

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  1. 1. Inspirierende Redner aus dem Think Tank und Netzwerk des Zukunftsinstituts www.zukunftsinstitut.de/referenten D LEADERSHIP RELOADE WIE KONSUMIEREN WIR MORGEN? NEW LIVING Die Zukunft der Kommunikation Das Zukunftsgeheimnis DER WILL DOCH NUR SPIELEN Der groSSe Hunger nach SinnTitelbild: Photocase, sör alex HIGH TECH ODER HIGH TOUCH? www.facebook.com/zukunftsinstitut.de
  2. 2. inhalt editorial4 Matthias Horx Das Zukunftsgeheimnis6 Andreas Steinle Die Zukunft Der kommunikation8 Harry Gatterer neW LiVing Liebe Zukunftsinteressierte,10 Thomas Huber Der mensCh aLs DatensatZ in Ihren Händen halten Sie unser aktuelles Referenten- Magalog. Darin präsentieren sich unsere Speaker mit ih-12 Jeanette Huber shift haPPens – management Des WanDeLs ren Themen. Wir teilen mit unseren Referenten den An- spruch, dass die Inhalte im Vordergrund stehen müssen,14 Franz Kühmayer LeaDershiP reLoaDeD wenn ein Vortrag begeistern soll. Natürlich ist es auch die Persönlichkeit der Rednerinnen und Redner, ihr Witz, ihr16 Susanne Köhler Wie konsumieren Wir morgen? Charme, ihre Ausstrahlung. Doch was unsere Referenten überdies auszeichnet: Sie alle sind Teil eines einzigartigen18 Mag. Hanni Rützler Der grosse hunger naCh sinn Think Tanks und haben Zugriff auf das aktuellste Trend-20 Patrick Mijnals Die innoVation Des innoVierens Knowhow, das im Zukunftsinstitut erarbeitet wird.22 Sarah Volk eCo-mobiLität Von morgen Klasse statt Masse ist die Devise von unserem kleinen, aber feinen Redner-Netzwerk. In diesem befinden sich nur24 Kirsten Brühl absChieD Von Der einDeutigkeit ausgewählte Referenten, die seit vielen Jahren mit uns Kontakt Margrit Meyer zusammenarbeiten. Sie reden nicht nur über Zukunft, sie Tel: +49 (0) 6174 9613- 11 erforschen sie auch – in gemeinsamen Studien- und Bera- Mail: M.Meyer@zukunftsinstitut.de tungsprojekten. Und sie wissen mit viel leidenschaft, auf26 Prof. Dr. Christian Rieck Der WiLL DoCh nur sPieLen unterhaltsame und zugleich informative Weise in Vorträ- gen Zukunft lebendig zu machen. Wir freuen uns, wenn27 Patrick van Veen Die kunst Des Lausens Sie mit uns zusammenarbeiten.28 Dr. Daniel Dettling biLDung unD PoLitik neu Denken Ihr Zukunfts-Referenten-Team29 Holm Friebe unD Wo arbeiten sie? & Ihre Margrit Meyer30 Andreas Haderlein saLes Design31 Prof. Birgit Mager erfoLgsfaktor serViCe-Design32 Dr. Sophie Karmasin Der kamPf um Vertrauen33 Achim Feige „gutes geLD“ VerDienen Herausgeber34 Cate Trotter meLting Pot Des WanDeLs Zukunftsinstitut GmbH Geschäftsführung: Christiane Friedemann,35 Kasim Mohamed Cross innoVations Das Zukunftsinstitut Andreas Steinle, Harry Gatterer36 Roger Spindler Die näChste ZünDstufe Des internet Das 1998 gegründete Zukunftsinstitut ist einer der Geschäftsleitung Zukunfts-Referenten: Margrit Meyer einflussreichsten, privatwirtschaftlichen Think Tanks der37 Dr. Karlheinz Steinmüller high teCh oDer high touCh? Art Direktion: Nicole Rothaupt Trend- und Zukunftsforschung mit Büros in Kelkheim und Wien. Die Frage, mit der sich die Zukunftsexperten Grafik Design: Daniela Credentino38 Dr. Carl Naughton kribbeLn im koPf täglich auseinandersetzen, ist einfach gestellt: Welche Zukunftsinstitut GmbH – Internationale Gesellschaft Veränderungen – welche Trends und Megatrends – prä- für Zukunfts- und Trendberatung39 Futureworks Robert-Koch-Str. 116E gen unsere Gegenwart und welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die Zukunft von Gesellschaft, Unter- D-65779 Kelkheim / Ts. nehmen und Kultur schließen. Das Ziel ist, den Wandel Tel. +49 (0) 6174 9613 - 11 begreifbar zu machen, ihn zu moderieren und Zukunft Fax +49 (0) 6174 9613 - 20 als Chance zu sehen. www.zukunftsinstitut.de © Zukunftsinstitut GmbH Januar 2012, Alle Rechte vorbehaltenwww.zukunftsinstitut.de
  3. 3. Matthias Horx | Das Zukunftsgeheimnis Megatrends Soziokultureller Wandel Technolution :zukunfts|referenten Wunder angesichts einer Medienlandschaft, in der tausen- tion lösen. Wir können herausfinden, wo Osama bin Laden de von Kanälen um die rare Ressource Aufmerksamkeit sich versteckt, wenn einer seiner Gefolgsleute plaudert. Ein konkurrieren. Geheimnis hingegen ist keine Frage der Information, son- dern des Kontextes, des Bewusstseins. Um ein Geheimnis Die Konstanten des Wandels zu verstehen, müssen wir uns selbst, unsere inneren Wahr- Wer sich nicht ins apokalyptische Bockshorn jagen lassen nehmungsmuster, verändern. will, sollte den Kontinuitäten nachspüren, die uns in die Zu- kunft begleiten: die Robustheiten und Verlässlichkeiten der Das Geheimnis der Zukunft können wir nur lösen, wenn wir menschlichen Kulturentwicklung. Dieser Seite des Wandels die richtigen Fragen stellen: Worauf können wir hoffen? können wir uns am besten durch Megatrends nähern. Jene Worauf können wir vertrauen? Wo liegen nicht nur die Brü- massiven, lang andauernden Triebkräfte, die unsere gesell- che, sondern die Kontinuitäten der Geschichte? schaftlichen, sozialen, ökonomischen Systeme von innen heraus transformieren. Von der Verstädterung über die Individualisierung bis zur Alterung. Von der Globalisierung über die Bildung bis zur „Vernetzwerkung“ unserer Welt durch das Internet. Wer den Begriff „Megatrends“ hört, denkt zunächst an ge- waltige Kräfte, die wie Tsunamis über uns rollen und keinen Stein auf dem anderen lassen. Aber nichts ist falscher als das. Megatrends wirken langsam und graduell. Sie verän- Bild: istockphoto, IvanJekic dern unsere Welt von innen heraus, als Entwicklungsagen- Bild: istockphoto, Henrik5000 ten des Morgen, das zugleich ein komplexeres Gestern ist. Sie sind „konservativ“ und „progressiv“ zugleich. Ihre rekursive Dynamik gilt es zu entschlüsseln, um das Zu- kunftsGEHEIMNIS zu verstehen. Nach einem Bonmot des US-Journalisten Malcolm Gladwell gibt es einen grundle- genden Unterschied zwischen einem GEHEIMNIS und ei- nem RÄTSEL. Ein Rätsel können wir durch simple Informa-Gibt es in der Entwicklung der Zivilisation eine Blaupause für die Zukunft?Das Zukunftsgeheimnis Weitere Informationen zu Matthias Horx auf www.zukunftsinstitut.de/Wer sich nicht ins apokalyptische Bockshorn jagen lassen will, sollte den Kontinuitäten nachspüren, referenten oder über den Kontakt auf Seite 3die uns in die Zukunft begleiten: die Robustheiten der Entwicklung. Dieser Seite des Wandels können Matthias Horxwir uns am besten durch Megatrends nähern. Gründer Zukunftsinstitut, PublizistSeit ich denken kann, versuche ich herauszufinden, was die muss. Sieht man nicht überall die Zeichen an der Wand? Matthias Horx ist seit 1998 Inhaber des von ihm gegründeten Zukunftsinstituts mit Sitz in Kelk-Welt vorantreibt und wie die Zukunft funktioniert. Ist al- Das beliebteste Doppelwort in den Medien lautet heu- heim und Wien. Er ist der profilierteste Redner zum Thema Trends im deutschsprachigen Raumles nur ein bizarrer Zufall, der uns homo sapiens auf einen te: „Noch nie!“ Noch nie lebten Menschen in einer Zeit so und als Zukunftsberater für namhafte Firmen tätig. Seine motivierenden Vorträge dienen in allen„unbedeutenden Planeten am Rande einer mittelmäßigen durchgreifender Veränderungen, alarmierender Verunsiche- Wirtschaftsbranchen als Anregung und Orientierung für Zukunftsentwicklungen. Horx’ Vortrags-Galaxie“ (Steven Hawking) gespült hat? Gibt es in der Ent- rungen, unaufhaltsam beschleunigten Fortschritts. Noch kunst wendet sich an ein anspruchsvolles Publikum, das bereit ist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. In seinen Vorträgen, die gleichermaßen zum Schmunzeln wie Nachdenkenwicklung der menschlichen Zivilisation, der humanen Kul- nie war die Menschheit so bedroht durch Naturkatastro- anregen, beleuchtet er die Wechselwirkungen von sozialen, technologischen, ökonomischen undtur, einen Großen Plan, eine Blaupause, einen Sinn, den wir phen, Atomunfälle, Terrorismus, Tsunamis, Klimaextreme, politischen Trends.dechiffrieren können? Ist es die Technik, die vorschreibt, Bürgerkriege, Finanzkrisen, Rohstoffverknappungen.was morgen geschieht? Dann müssten wir, getreu denTräumen unserer Jugend in den 60er und 70ern, eigentlich In der Formel vom „Noch nie“ findet sich das, was wir in Vorträgelängst in Raumstationen leben und fröhlich mit Atomautos der Zukunfts-Psychologie „Gegenwarts-Eitelkeit“ nen- • Die Macht der Megatrends – Wie die großen Wandlungskräfte unsere Welt veränderndurch eine ewige Freizeit düsen. nen. Wer möchte nicht in einer ganz besonders exklusiven • Kreativer Kapitalismus – Arbeit und Bildung in der kommenden Talent-Ökonomie Schlüsselzeit leben? „Wohl dem, der in bewegten Zeiten • Future Living – Wie wir leben werden: Architektur, Wohnen und Alltagsleben in der ZukunftDer Boom des Furchtgeschäfts lebt“, sagen sogar die Harmonie-verbundenen Chinesen.Gegen die Verheißungen der Technologien scheinen andere Aber im Vergleich zur sozialen und materiellen Umwelt un- Aktuelle VeröffentlichungenVarianten des Morgens inzwischen viel plausibler: Der Un- serer Vorfahren ist unsere Epoche wahrscheinlich gar nicht • Das Megatrend-Prinzip – Wie die Welt von morgen entsteht (DVA, 2011)tergang zum Beispiel, das schlichte Scheitern der Zivilisa- so prekär und gefährlich, wie die Apokalypse-Propheten es • Das Buch des Wandels – Wie Menschen Zukunft gestalten (DVA, 2009)tion. Viele Menschen glauben nicht mehr an die Zukunft. uns weismachen wollen. Untergangsglaube, Angstmachen,Sie sind überzeugt, dass alles in einer Art Superkrise enden Zuspitzung, sind zu einem Riesengeschäft geworden. Kein 4 5
  4. 4. Andreas Steinle | Die Zukunft der Kommunikation Konsumententrends New Marketing/Medien Innovationskultur :zukunfts|referentenSmart Media: Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiertDie Zukunft der Kommunikation gier, dem der Wein gut schmeckt, kann diesen während des werden kann, wird vernetzt. Am Ende dieser Entwicklung Flugs sofort bestellen. Von der digitalen Menükarte bis zum steht das Internet der Dinge. Dann wird jedes Objekt über integrierten Online-Shop ist es nur ein Click. So wird die Sensoren mit anderen Objekten kommunizieren. Im StauVernetzte Technologie stellt Machtverhältnisse in Gesellschaft und Wirtschaft auf den Kopf. Welt zunehmend verAPPt – von der digitalen Einrichtungs- stehende Autos werden z.B. die heranfahrenden automa-Alte Märkte vergehen, neue Märkte entstehen. hilfe des Möbelhauses bis zur Suchfunktion der nächsten tisch warnen und notfalls die Bremsung einleiten. Wenn die Tankstelle. Die Marktforscher von Gartner rechnen damit, Dinge miteinander kommunizieren, können wir uns wieder dass bis 2014 insgesamt 185 Milliarden mobile Anwendun- auf das Wesentliche konzentrieren – auf echte Gespräche gen auf Smartphones und Tablets installiert werden. Was von Mensch zu Mensch. Bild: iStockphoto © Patrick Heagney digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Was vernetzt Wachstumsmarkt Smartphones Schrumpfmarkt Navigationsgeräte Via Smartphone werden das Internet und die Märkte mobil Wer ein Smartphone hat, braucht kein weiteres Gerät 10 9,65 5 4,33 4,10 7,70 3,10 4 3,73 8 3,50 Anzahl in Millionen Absatz in Millionen 3,10 6 3 2,16 4 2 2,95 2 1,35 1 1,1 1,1 0 0 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Quelle: Deutschland, GfK, gfu, BVT (Statista) Quelle: Deutschland, BITKOM, EITO, GfK (Statista)Am 2. Februar 2011 trat der 13-jährige Schüler Felix Finkbei- sischen Mittler. Heute finden Reiselustige auf Plattformenner aus dem bayerischen Pähl vor die Vereinten Nationen wie CouchSurfing kostenfrei Privatunterkünfte. Wer sichund forderte die UN-Politiker zum Handeln gegen die Kli- etwas dazu verdienen möchte, offeriert sein Zimmer aufmakrise auf: „Eine Mücke kann gegen ein Nashorn nichts AirBnB oder 9Flats. Und was mit den eigenen vier Wänden Weitere Informationen zu Andreas Steinle auf www.zukunftsinstitut.de/ausrichten. Aber 1000 Mücken können es dazu bewegen, geht, funktioniert natürlich auch mit dem Auto. Auf Por- referenten oder über den Kontakt auf Seite 3die Richtung zu ändern.“ Felix war erst neun Jahre alt, als talen wie Nachbarschaftsauto.de lassen sich PKWs günstiger die Schülerinitiative „Plant for the Planet“ ins Leben rief von privat mieten. Gleiches gilt für den Parkplatz, der heute Andreas Steinleund die kühne Idee hatte: „Wir Kinder sollten in jedem Land via Smartphone stundenweise gebucht werden kann, wenn Andreas Steinle, Geschäftsführer Zukunftsinstitutder Erde eine Million Bäume pflanzen.“ Aus der Idee schuf der Besitzer diesen nicht braucht. Durch die zunehmendeer eine globale Initative, die mittlerweile in mehr als 100 Vernetzung entstehen jenseits etablierter Anbieter neue Andreas Steinle berät mit viel Herzblut und Leidenschaft Unternehmen in der Fragestellung,Ländern aktiv ist und über vier Millionen Bäume gepflanzt Märkte. Und was gestern noch ein hochpreisiges Angebot wie sie ihre Zukunftsfitness verbessern können. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer isthat. Ohne das Internet, über die sich die Idee verbreitete, war, kann morgen eine kostenlose App sein. So spricht Ex- er ein gefragter Redner auf internationalen Kongressen und hat mehrere Studien sowie Bücherwäre dies nicht möglich gewesen. Moderne Kommunikati- Google-Chef Eric Schmidt von den „Zero Billion Dollar In- veröffentlicht. Sein Karriereweg führte ihn von Hamburg über New York in den schönen Taunusonstechnologien lassen eine einzelne Stimme zu mächti- dustries“ – Milliardenmärkte, die quasi über Nacht in sich zum Zukunftsinstitut. Seinen Abschluss als Dipl.-Kommunikationswirt machte er an der Hoch-gen Bewegungen werden. Diese Erfahrung müssen auch die zusammenfallen. Ein Beispiel hierfür ist der Markt für Na- schule der Künste Berlin, am Institut für Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.Diktatoren der arabischen Welt machen, die von den „Fa- vigationsgeräte, der sich im steilen Sinkflug befindet. War-cebook-Revolutionen“ in ihren Ländern überrollt werden. um auch Geld ausgeben, wenn die Navigationsfunktion im Vorträge & WorkshopsVernetzte Technologie verlagert die Macht von oben nach Smartphone kostenfrei integriert ist. • Smart Media – Die Zukunft der Kommunikationunten, von den Institutionen zum Individuum. Das gilt für • Märkte von morgen – Die wichtigsten Konsumtrendsdie Gesellschaft und Politik genauso wie für die Märkte. Internet der Dinge: Wenn jedes Objekt dieser Welt • Consumer Power – Das Ende des klassischen Marketings zu plaudern anfängtZero Billion Dollar Industries: Für Unternehmen wachsen die Risiken – genauso aber auch Aktuelle VeröffentlichungenWie sich Märkte über Nacht in Luft auflösen die Chancen. Denn Vernetzung ermöglicht neue Wertschöp- • Future Company. Die Zukunft der Unternehmenskulturen (Zukunftsinstitut, 2010)Der Kunde erhält in den vernetzten Märkten von morgen ei- fungsmodelle. Wenn Lufthansa seine Menükarten als App • Praxis-Guide Cross-Innovations. Wettbewerbsvorteile durch einen branchenübergreifendennen enormen Zugewinn an Macht. Er ist informierter und für das iPad anbietet, spart dies nicht nur Druckkosten, Innovationsansatz (Zukunftsinstitut, 2009)darin geübt, Geschäfte direkt zu tätigen – ohne die klas- sondern kurbelt zusätzliches Geschäft an. Denn der Passa- 6 7
  5. 5. harrY Gatterer | neW living Wohnen und leben Zukunft der arbeit tourismus-trends :zukunfts|referentenWIE DER WANDEl AUCH UNSEREN AllTAG ERREICHTneW LiVing staltung der Welt und ihrem Talent erproben (z.B. Wikipe- dia). Dieser Wunsch mündet künftig in vielfältigen Märkten der Identität, in denen es eben nicht um ästhetische Ab- Beziehungsmustern der Menschen kann man dies schon ab- lesen, beispielsweise an den Hochzeiten. Knapp 50 Prozent der Ehen „scheitern“, aber dies ist nicht das Ende, sondernIm Alltag durchlaufen wir in den kommenden Jahren einen enormen Wandel. Denn große Trends und grenzung, sondern um Erkenntnis geht. Auch im Konsum: ein Neuanfang und vor allem: Es ist normal. überhaupt ent-Umbrüche zeigen sich für die Menschen vor allem in den alltäglichen Erfahrungen. von der Steigerung des Verbrauchs (Verbraucher) zur Stei- scheiden sich immer weniger für die Hochzeit und würden gerung der Fähigkeiten (Gestalter). lieber lebenspartnerschaften eingehen, die man leichter wieder lösen kann. Das ist nicht weniger romantisch, denn Das Leben: gestaltung von Übergängen allein die liebe hält heute Beziehungen zusammen. Als Fol- Es bildet sich in Zukunft eine Kultur heraus, die dieser neuen ge nimmt die Pluralisierung der lebensformen zu, was zu ei- Vielfalt gerecht wird. Eine Kultur, deren Wesen der fließende ner Umdeutung von Begriffen wie Familie führt. Wir werden übergang ist und deren Richtung sich jeden Tag aufs Neue uns im Alltag der Zukunft stärker auf Veränderungen einstel- entscheidet. Wir werden lernen müssen, uns von langen Plä- len, was uns robuster für den Wandel macht, der deutlicher nen zu verabschieden, weil es doch anders kommt. In den und schneller kommt als je zuvor. BIOgrAphIeN IM WANDeL Quelle: Zukunftsinstitut Post-Adoleszenz Kindheit Zweiter Aufbruch Jugend RUSH HoUR Un-Ruhestand Alter 31 60 Weitere informationen zu harry gatterer auf www.zukunftsinstitut.de/ Bild: flickr, Ha-Wee referenten oder über den kontakt auf Seite 3 harry gatterer Geschäftsführer Zukunftsinstitut Harry Gatterer ist Trendforscher, Geschäftsführer des Zukunftsinstitut und Experte für „New living“. Seine Domäne: Die Zukunft von leben und Arbeit, neue lebensstile und ihre Wirkung aufSpätestens als im Jahr 1989 die Berliner Mauer fiel, wurde Individuum entstehen. Dies führt zu einer einzigartig ver- Gesellschaft, Unternehmen, Konsum und Freizeit. Er liefert praktisches Wissen und Prognosen mitdeutlich: Das Zeitalter der Öffnungen ist angebrochen. Die netzten und verdichteten Welt, zu der es in der Geschich- Pfeffer. Jedenfalls pointiert, oft provokant, immer optimistisch.Scorpions pfiffen den „Wind of Change“ und versetzten die te keinen Vergleich gibt. Schon die heutige Generation derMenschen in eine Aufbruchsstimmung: Nun wird alles gut. nach 1990 Geborenen erlebt die Welt als real-digitale Wol- Dabei nutzt er das Design als Brücke zwischen oberfläche und Kern: In beeindruckenden BildernHeute, 20 Jahre später, bläst wieder ein „Wind of Change“, ke, die alle Menschen miteinander verbindet. Das steigert zeigt er, was gesellschaftlicher Wandel bewirkt und auslöst. Vorträge von Harry Gatterer sindaber diesmal – so scheint es – von einer anderen Seite. Jen- das Bewusstsein eines globalen Miteinanders, fordert das multimediale Statements und inspirierende Ausblicke in die kommenden Jahre. Konkret, profundseits der Katerstimmung in unserer Gesellschaft, die von Individuum aber auch, sich in der Vielfalt der optionen täg- und spannend. Sein erstes Unternehmen gründete er bereits im Alter von 20 Jahren. Mit denden gegenwärtigen Krisen (Finanz-, Klimakrise etc.) erzeugt lich aufs Neue zu entscheiden. Die Folge ist ein fundamen- Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis kam er über das Design zur Trendforschung. Vonwird, verändern sich die gesellschaftlichen Strukturen auf taler Wertewandel. Selbstentfaltung wird beispielsweise 2007 bis 2009 war er Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Österreich, einer überparteilichen Interes-einer weitaus tiefer liegenden Ebene. Das Zusammenleben, zu einer zentralen Disziplin: ob in der Arbeitswelt, wo es sensvertretung von mehr als 36.000 Jungunternehmer/innen. Seit dem 1.1.2010 ist Harry Gattererdie Rituale des Alltags, die Art der Arbeit, die wir verrichten, gilt, das eigene Talent immer weiter zu entwickeln. oder im Geschäftsführer des neu gegründeten Zukunftsinstitut Österreich, seit dem 1.1.2012 ist er auch und letztlich der Umgang mit der Welt durchlaufen einen privaten leben, in dem es weniger um ästhetische Abgren- Geschäftsführer des Zukunftsinstitut in Deutschland.Wandel, der nachhaltiger ist als die Krisen unserer Zeit – zung, sondern um Identitätsbildung geht.obgleich letztere ein Bestandteil der kommenden Jahre Vorträge & Workshopsbleiben. Das Raster der Megatrends, das Matthias Horx be- Der Markt: Angebote zur Identitätserkundung • New Living. Wie wir in Zukunft unseren Alltag gestalten.schreibt, gibt uns einen sehr brauchbaren Denkrahmen vor. Mass Customization, die personalisierte Massenproduk- • Kreative Ökonomie. Die Evolution der Wissensökonomie.Die Auswirkungen im Alltag der Menschen sind es, was sich tion, wurde lange als marktgerechte Antwort auf die Indi- • Märkte der Identität. Wie Individualisierung erneut die Märkte verändern wird. im Begriff New living bündelt. vidualisierung gesehen. Doch in Zukunft wollen Menschen sich nicht abgrenzen, sondern – zugespitzt formuliert – sich Aktuelle VeröffentlichungenDer Alltag: Leben in der real-digitalen Wolke selbst entdecken; immer wieder aufs Neue und oftmals im • Österreich 2025 - Trendfelder in und für Österreich (Zukunftsinstitut, 2011)Unser Alltag wird sich in Zukunft stark verändern: Die zu- Spiegel durch die anderen. Das tun wir dann zum Beispiel • Travel Trends - Wie wir in Zukunft reisen werden (Zukunftsinstitut, 2011) nehmende Digitalisierung der Welt lässt ein unsichtbares mittels Crowdsourcing, bei dem sich Menschen zu digitalen • Events der Zukunft (Zukunftsinstitut, 2011) Netz an Wissen, Informationen und Meinungen um das Gemeinschaften zusammenschließen und sich an der Ge- 8 9
  6. 6. thoMas huber | Der mensch als DatensatZ konsumententrends megatrends & märkte Zukunft des handwerks :zukunfts|referentenWILLKOMMeN IN Der Me-cLOuDSelbsterkenntnis durch den Blick in den Daten-Spiegel Weitere informationen zu thomas huber auf www.zukunftsinstitut.de/Quelle: Zukunftsinstitut referentenoder über den kontakt auf Seite 3 e-MAtchINg e-BODY thomas huber • Partnerschaft • Sport Redaktionsleiter Zukunftsinstitut, Chefredakteur Trend Update • Freunde e-prIVAcY • Wellness Thomas Huber, ausgebildeter Kommunikationsdesigner, ist als Redaktionsleiter für • Foto • Bewegung alle Studienpublikationen des Zukunftsinstituts tätig und verantwortet als Chef- • Video redakteur das Monatsmagazin Trend Update. Trends aufzuspüren, die dahinter • Shoppingdaten liegenden Muster zu entschlüsseln und begreifbar zu machen, ist sein tagtägliches • Hobbies Geschäft. Im laufe seiner journalistischen Karriere war er für viele namhafte Medien DigiViDuum tätig, u.a. als Chefredakteur für „Euromagazin” und „Anlegermagazin”. Vor seiner Ver- (e-Person) pflichtung im Zukunftsinstitut leitete er als Geschäftsführer die Agentur „Von Quadt e-gOVerNMeNt e-heALth & Company” und betreute internationale Kunden wie BMW, Cisco oder die Volksbank. • ID-Daten • Gesundheitsdaten • Behörden- e-cAreer • Biodaten Vorträge & Workshops • Job • Social-Connectivity-Märkte – Der Sieg des Individualismus daten • Megatrends und Konsumtrends der kommenden fünf Jahre • CV • Zukunft des Handwerks: Innovative Konzepte für eine traditionelle Branche Aktuelle Veröffentlichungen • Die Zukunft der Mobilität 2030. Das Zeitalter der Managed Mobility beginnt (Zukunftsinstitut, 2011) • B2B-Trends. Einblicke, Prognosen, Chancen für die Zukunft (Zukunftsinstitut, 2010)AUF DEM WEG IN DIE FEEDBACKGESEllSCHAFTDer mensCh aLs DatensatZ DrINKINg DIArYDigitale Techniken erlauben es, alle Tätigkeiten des Menschen numerisch zu erfassen. Für viele der Eine praktische Anwendung für Self-Tracking: Erfassung des tat-beste Weg, sich und die Gesellschaft zu optimieren. sächlichen Alkoholkonsums auf der anonymen Webseite „Drinkingdiary.Warum sollte man sich selbst als Datensatz erfassen? Der Digividuum: evidence-based statt Bauchgefühl com“. Wer über sein tatsächliches Trinkverhalten Bescheid weiß, demGrund ist einfach: Gerade, weil das menschliche Gehirn Zunächst einmal müssen die Daten sichtbar gemacht wer- fällt es leichter, den Alkoholkonsumkein Computer ist. Unser Gehirn kann unbeschreiblich viel. den. Denn, wie es Gary Wolf, einer der Gründer des Blogs zu verringern.Die Evolution hat es so geformt, dass wir in den drama- „Quantified Self“ beschreibt: „Wir haben keinen Schrittzäh-tischsten Situationen das Richtige tun, um zu überleben. ler im Fuß, keinen Glukosemonitor in der Blutbahn. Uns fehltExakt das erzeugt für viele Menschen des 21. Jahrhunderts der physische, wie der mentale Apparat, um uns zu erfassen.jedoch ein Dissonanz-Problem: Als kulturelle Wesen erle- Wir brauchen Hilfe von Maschinen.“gen wir uns selbst viele Regeln auf, die oft unserer Naturwidersprechen. Keine Rache üben, nicht unmäßig sein, uns Vier Faktoren ermöglichen den Umschwung:nicht über die anderen stellen und vieles mehr. 1. Smartphones machen uns zu mobilen Datenquellen. Wir Quelle: http://www.drinkingdiary.com/ können jederzeit an jedem ort, „unsere“ Daten erfassen, cgi-bin/demo_diary.cgioft scheitern wir an diesen Regeln. Das Problem: Der Mensch einsehen, bewerten und versenden.erinnert sich an zu wenig Details, um konsequent zu sein. 2. Sensoren werden immer kleiner und billiger. Die Konzep-Kein Mensch kann sagen, wie viele Stunden er genau schläft. te reichen von Sensorerfassung menschlicher Biodatenob er tatsächlich viel oder wenig isst. Wie viele Gläser Wein bis zur sensorgesteuerten Smart City.es gestern wirklich waren. Digitale Technologien liefern uns 3. Die „Cloud“ ermöglicht mobilen Zugriff auf alle Arten von Gesellschaften. Auch hier fehlten bisher Feedbackschleifen. gamification: Spiel, Spaß, Motivationnun immer mehr Möglichkeiten zur Selbsterfassung, mit de- Daten, eine „globale Superintelligenz“ entsteht. Diese Der Amerikaner Shaun Rance wollte seinem Alkoholkonsum In großem Stil nutzen heute bereits Sport-Websites dienen Individuen, aber auch Gesellschaften als Ganzes, positi- Cloud umfasst als Me-Cloud auch alle unsere persönli- wahrheitsgetreu auf die Spur kommen: Er begann, auf „Drin- spielerischen Motivationseffekte des Self-Tracking. Werve Regeln leichter erfüllen können. Ein radikal neuer Ansatz: chen Daten. kingdiary.com“ sein Trinkverhalten zu erfassen. Die realen auf Nike+, Gamin Connect, FriendFit, Runtastic seineIn Zukunft beobachten sich die Menschen selbst – und quan- 4. Die sozialen Medien haben den Gedanken des Teilens (Sha- Werte ermöglichten ihm, über sein tatsächliches Verhalten Be- täglichen Workoutddaten einpflegt, kann sie mit dertifizieren dies ganz nebenbei als Daten, die weiter genutzt ring) von Daten etabliert. Wer teilen will, braucht Daten, die scheid zu wissen. So fiel es ihm leichter, den Alkoholkonsum Community teilen oder an virtuellen Mannschaftsrennenwerden können. über die Digitalisierung entstehen erstmals es lohnt zu teilen. zu verringern. Sensoren werden in Zukunft vielerlei Möglichkei- teilnehmen. Die App wird zum Trainingspartner, der alleumfassende Datenbestände über das konkrete Verhalten ten schaffen, Daten über sich selbst zu erfassen und darauf zu Daten aufzeichnet. Was gemessen werden kann, kannvon Einzelnen im Alltag. Dies wird reihenweise die Märkte Selbstmessungsdorado: health Management reagieren: den Blutdruck (z.B. über Sensoren in Armbändern), auch optimiert werden. Die Faszination lautet: „Selfund die Gesellschaft verändern. Gesundheit gilt als eines der wichtigsten Themen in alternden den Glukose-, Blutsauerstoffspiegel oder das Schlafverhalten. knowledge through numbers“. 10 11
  7. 7. Jeanette Huber | Interview Megatrends & Märkte Trends/Innovationen Future Work/Regionen :zukunfts|referentenStrategieberaterin Jeanette Huber über Schwarze Schwäne in Unternehmen Arbeit wird auf ALLEN Ebenen anspruchsvoller. Sie lässt sich schöne und bezahlbare Wohnungen in der Stadt, selbstbe-Shift happens – Management des Wandels nicht einfach „abarbeiten“, sondern muss mit Wissen, Kom- petenz, Ideen und Empathie bewältigt werden – auch in der stimmtes Altern oder Zugang zu bezahlbaren und gesun- den Lebensmitteln. Unternehmen, die solche Herausforde- Auftragsabwicklung. Selbst in den Unternehmensbereichen rungen als Innovationschancen sehen, können Mitarbeiter ohne Glamour-Faktor werden Organisationsformen erforder- begeistern, weil sie Wertschöpfung und Sinnstiftung in lich, die Kreativität ermöglichen. Einklang bringen. „In Zukunft wird komplexe Arbeit in kleinen, In Deutschland haben nur noch 13 Prozent der Beschäftig- schnellen und vernetzten Einheiten ohne ten eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber. Wie Emotionale Bindung: In welchem Maß fühlen Sie sich ihrem große Hierarchie betrieben – auch in Groß- können Unternehmen da kreativer werden? Es stimmt: ohne Leidenschaft keine Kreativität. Das erfahre Arbeitgeber emotional verpflichtet? unternehmen. Alle müssen neben einer enor- ich in jedem Innovations-Workshop. Der Schlüssel zur Kre- ativität ist Motivation. Aber Motivation ist ein komplexes men Innovationskraft vor allem Wandlungs- Gebilde und sie ist zunehmend seltener über Geld erreichbar. 13% Hohe Bindung Heute wollen sich Menschen mit ihrer Arbeit identifizieren, Geringe Bindung fähigkeit entwickeln.“ möchten etwas Sinnvolles tun. Hinter diesem Wunsch liegen 20% Keine Bindung Innovationspotenziale verborgen. 67% Funktioniert Identifikation als Hebel für Innovationen? Ja genau, denn nicht alle Innovationen sind gleich. In den heutigen gesättigten Märkten investieren Unternehmen Deutschland, ab 18 Jahre, Ange- viel Geld, Energie und Hirn in die Erzeugung von Nachfrage. stellte, 2000 Befragte, Gallup Andererseits sind sie häufig blind für die offensichtlichen Quelle: Süddeutsche ZeitungWas treibt Unternehmer und Manager im Moment am Bedürfnisse von Millionen: umweltfreundliche Mobilität,meisten um?Die Mischung aus Veränderung UND Unsicherheit. Die wirt-schaftlichen und politischen Machtzentren verschiebensich, die globalen Märkte wachsen, die Wirtschaft muss sichökologisieren. Dazu kommen die „Schwarzen Schwäne“,also seltene, hochgradig unwahrscheinliche Ereignisse mitgewaltigen Auswirkungen. Das begann mit der Pleite vonLehman Brothers und setzte sich fort mit der Explosion vonDeep Water Horizon, Fukushima und den klammen Staaten Schwarze Schwäneim Süden Europas. Unternehmen spüren, dass sie neben ei- Unwahrscheinliche Ereignisse mit gewaltigen Auswirkungen nehmen zu. Unternehmen spüren, dass sie Wandlungsfähigkeit entwickeln müssen Weitere Informationenner enormen Innovationskraft vor allem Wandlungsfähigkeitentwickeln müssen und dazu noch die Phantasie mitbringen, zu Jeanette Huber auf www.zukunftsinstitut.de/ referenten oder über den Kontakt auf Seite 3Zukunft zu gestalten. Jeanette Huber Geschäftsleitung Zukunftsinstitut, StrategieberaterinWer hat dabei bessere Chancen, die Großen oder dieKleinen? Jeanette Huber ist Mitglied der Geschäftsleitung, Referentin und und Strategieberaterin im Zukunftsinstitut. Ihre weit ge-Wenn man durch den Regenwald stapft, erlebt man: Viel- fächerte berufliche Erfahrung bildet das solide Fundament, um die Ergebnisse der Zukunftsforschung auf pragmatische Artfalt ist die beste Voraussetzung für Innovation. Deshalb ha- und Weise mit der Unternehmenswelt von heute zu verbinden. Sie blickt auf Erfahrung in der internationalen Unterneh-ben große Unternehmen in punkto Innovationskraft einen ich Wikinomics nenne, und sie wird herkömmliche Unterneh- mensberatung Cap Gemini zurück, verbrachte über zehn Jahre in der IT-Branche, u.a. bei Oracle. Selber als Unternehmerin warWettbewerbsvorteil – big is beautiful! Aber nur, wenn sie mensstrukturen als primäre Triebkraft der Wertschöpfung sie in Südafrika tätig und widmete sich dort dem nachhaltigen Naturschutz und Nationalpark-Management. Ihre Vorträgekeine monokulturellen Ansammlungen gleichaltriger Her- ablösen“. In Zukunft wird komplexe Arbeit in kleinen, schnel- begeistern durch Eloquenz, Scharfsinn und einer guten Prise Humor.ren in dunklen Anzügen sind, sondern bunte Mischungen len und vernetzten Einheiten ohne große Hierarchie betrie-aus Alter, Geschlecht, Nationen und Kultur. Zukunftsfähig- ben – auch in Großunternehmen. Vorträge & Workshopskeit besteht deshalb auch in der Kunst, genug Unterschied- • Shift happens – Arbeit in der Zukunftsgesellschaftlichkeit vorzuhalten. Was passiert mit den Routinejobs, den Call Centern, den • Megatrends und Märkte – Sieben Megatrends, die die Welt verändern Sachbearbeitern? • Future Health – Wie Sie von Trends zu Gesundheitsinnovationen kommen„Big is beautiful“ ist eine ziemlich kontra-intuitive These. Es zeichnen sich zwei Entwicklungen ab: StandardprozesseStimmt. In traditionell organisierten Unternehmen übersetzt werden entweder automatisiert oder in Niedriglohnländer Aktuelle Veröffentlichungensich Größe in Behäbigkeit. Hier gilt Lernen von den Kleinen, ausgelagert. Doch das eigentlich Spannende ist, dass es im- • Die Krise als Chance nutzen. Strategien für Zukunftsmacher (Zukunftsinstitut, 2009)die Don Tapscott in seinem Buch „Wikinomics“ beschreibt: mer weniger „Glattläufer“ gibt, also Prozesse die nach „Sche- • Zukunft machen. Wie Sie von Trends zu Business-Innovationen kommen (Campus, 2007)„Wir beobachten eine neue Form der Selbstorganisation, die ma F“ verlaufen. Das heißt, die verbleibende menschliche 12 13
  8. 8. Franz KühMaYer | leaDershiP reloaDeD Wissensökonomie management informationstechnologie :zukunfts|referenten Leadership ist wie Tango: Es geht darum, Das tango-prinzip die richtige Schwingung herzustellen Haben Sie schon einmal Tango-Tänzern zugeschaut, wie sie spielerisch zwischen intimer Nähe und weiter Distanz wechseln, wie sich Führung und Geführtwerden in Harmo- nie ergeben und sich scheinbar ganz von alleine der richtige Rhythmus einstellt? Dann haben Sie bereits die Grundlage für das dritte Führungsprinzip gelegt. Denn so wie im Tanz besteht leadership in der Zukunft darin, den richtigen Aus- gleich zwischen Gegensätzen herzustellen, und in losen Verbindungen Einklang und die richtige Schwingung herzu- stellen. War etwa in der Vergangenheit die Beziehung zwi- schen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Dauer ausgelegt, so gestaltet sich diese in Zukunft viel kurzfristiger. Men- schen schlagen von sich aus vielschichtigere Karrierepfade ein, wechseln häufiger die Position und nehmen bewusst Brüche im lebenslauf in Kauf. Wodurch entsteht in derart Bild: iStockphoto © Jacom Stephens fragmentierten Strukturen Vertrauen? Wie kann Bindung in kurzer Zeit aufgebaut werden? Wie läßt sich eine on-/ off-Beziehung so gestalten, dass sich Gleichklang und Pro- duktivität einstellen? leader von morgen sind begeisterte Tango-Tänzer. Sie ge- hen spielerisch mit Führung um, können ihre Rolle im Dia- log mit anderen wandeln und bringen ihre organisation in den perfekten Rhythmus.DREI FüHRUNGSPRINZIPIEN FüR DIE WIRTSCHAFT VoN MoRGENLeaDershiP reLoaDeD Weitere informationenSo unterschiedlich die Perspektiven auf die Arbeit der Zukunft auch sind, eines haben sie alle ge- zu franz kühmayer auf www.zukunftsinstitut.de/meinsam: Der Blick auf die Management-Strukturen von morgen zeigt ein immer höheres Maß an referenten oder über den kontakt auf Seite 3Komplexität und Vielfalt. franz kühmayerDas Dschungel-prinzip Das Mobile-prinzip Zukunftsinstitut Associate, StrategieberaterSchon bislang war es eine wesentliche Führungsaufgabe, Der Begriff der Wertschöpfungskette stammt aus dem 20. Franz Kühmayer blickt auf eine erfolgreiche Top-Management-laufbahn in internationalen Kon-für größtmögliche Einfachheit in Strukturen und orga- Jahrhundert und ist dort gut aufgehoben. Die Wirtschaft von zernen zurück, zuletzt als Marketingleiter von Microsoft Austria. Der studierte Physiker und Infor-nisationen zu sorgen – das wird auch künftig so bleiben, morgen ist nicht wie eine Kette aufgebaut, linear, mit einer matiker hat in Paris und Boston gearbeitet und wurde branchenübergreifend zu einem der bestenallerdings durch die Multiplikation der Vielfalt noch he- strikten Abfolge. Sie gleicht eher einem Mobile: fragil aufge- Marketingleiter Österreichs gewählt. Er ist seit Jahren erfolgreicher Unternehmer, lehrt Strategie rausfordernder werden. Das Wirtschaftsparadigma von baut, jedes Element auf vielschichtige Art mit dem anderen an verschiedenen Hochschulen und arbeitet für das Zukunftsinstitut in den Themenfeldernmorgen gleicht einem Dschungel: bunt, vielfältig, dicht, verbunden, hochgradig beweglich und gut ausbalanciert. Be- Management, Zukunft der Arbeit und Bildung. In seinen scharfsinnigen, fesselnden Vorträgenunübersichtlich, voller leben und gegenseitiger Abhän- wegt man ein Teil, bewegt sich sich das Ganze. Das erleben beschäftigt er sich mit der Frage, worauf sich Führungskräfte morgen einstellen müssen.gigkeiten und Widersprüche. Das äußert sich etwa an der Führungskräfte, wenn sie an die Einbindung ihres Unterneh-Vielzahl von Arbeitsstilen, die im Unternehmen gleichzei- mens in das enge Netzwerk aus Kunden, Partnern, lieferan- Vorträge & Workshopstig stattfinden: Die junge Generation, die gerade in den ten und Wettbewerbern denken. Die klaren Rollenbilder ver- • Zukunft Wissensökonomie – Die neue Welt der Arbeit, ihre Chancen und HerausforderungenBetrieb einsteigt und mit den losen Kommunikations- und schwimmen, Kunden treten als Prosumer in den Mittelpunkt für UnternehmenKooperationsprinzipien der sozialen Medien sozialisiert der Wertschöpfung. Ehemals strikt interne Prozesse wie • IT does (not) matter! Wie die Informationstechnologie Wirtschaft und Gesellschaft wurde, trifft auf eine Generation, für die Hierarchie und etwa Forschung und Entwicklung werden durch die offen- entscheidend verändertklare Abläufe prägend waren. Auch außerhalb der Unter- heit neuer Innovationsmethoden ergänzt und ersetzt. Auch • Zukunft der Bildung: Das potenzialorientierte Bildungssystemnehmensgrenzen herrscht Dschungel: Im Zeitalter von unternehmensintern weichen pyramiden- oder matrixartigeCoopetition, dem Wechselspiel zwischen Cooperation und Aufbauorganisationen immer öfter einer beinahe flüssigen Aktuelle VeröffentlichungenCompetition, sind Partner von Wettbewerbern nicht mehr Projektstruktur. Das Mobile-leadership-Prinzip fordert Ma- • Österreich 2025 – Trend- und Chancenfelder in und für Österreich (Zukunftsinstitut, 2010)zu trennen. Manager von morgen sind Guides im Dschun- nager heraus, mit frei schwebenden, beweglichen und ver- • The Future of Education. Realizing Learner’s Potential Across Europe (Wien, 2009)gel des Unternehmens. Sie führen durch die Vielschichtig- netzten Strukturen umzugehen, die keinen klaren Anfangkeit, die diese komplexe landschaft mit sich bringt. und keine eindeutige orientierung haben. 14 15

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