Neue Möglichkeiten der Zitationsanalyse durch Open-Access - das Beispiel "Economics", von Olaf Siegert

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Neue Möglichkeiten der Zitationsanalyse durch Open-Access - das Beispiel "Economics", von Olaf Siegert

  1. 1. www.zbw.eu Neue Möglichkeiten der Zitationsanalyse durch Open-Access – das Beispiel „Economics“ Olaf Siegert ASpB-Tagung 24. September 2009
  2. 2. 2 Überblick 1. Publikationskultur in der Volkswirtschaftslehre 2. Allgemeine Informationen zur Fachzeitschrift „Economics“ 3. Zahlen zur bisherigen Entwicklung des Journals 4. Zitationsanalyse für Beiträge des Journals a) CiTEc b) Google Scholar c) Zusammenfassung 5. Schlußfolgerungen
  3. 3. 3 1. Publikationskultur in der VWL • Starke internationale Vernetzung („globalisierte Fachwissenschaft“) • Englisch als vorherrschende Wissenschaftssprache • Fachzeitschriften als dominante Publikationsform (-> Relevanz Internationaler Zeitschriftenrankings) - Aber: gleichzeitig vorhandene Preprint-Kultur (Working und Discussion Papers) • bislang geringe Rolle von Open Access bei den Fachzeitschriften: -> 88 OA-Journals in DOAJ (<5% aller Fachzeitschriften) • aber große Bedeutung von OA bei den Preprints (>90% aller Working und Discussion Papers)
  4. 4. 4 2. Allgemeine Informationen zum Journal (a) • Eingereichte Papers werden zunächst als “Discussion Papers” veröffentlicht, nach Begutachtung ggfs. als “Journal Articles” • Doppeltes Begutachtungssystem: – klassisches Peer-Review über eingeladene Gutachter – offenes Peer-Review (“Open Assessment”): Registrierte Nutzer können “Discussion Papers” kommentieren und bewerten • Kurze Begutachtungszeiten (ca. 4 Monate von Einreichung bis zur Veröffentlichung als Journal Article) • Nachweis der Beiträge Fachdatenbanken (ECONIS, RePEc, EconLit, EBSCO) und Suchmaschinen (Google/Google Scholar)
  5. 5. 2. Allgemeine Informationen zum Journal (b) • Institut für Weltwirtschaft (IfW) als Herausgeber – Redaktion • Autorenbetreuung • Organisation des Peer-Reviews • Layout der Beiträge • ZBW als Publikationsdienstleister – Hosting des Journals – technische Betreuung – Archivierung (ZBW-Repository EconStor) – Verbreitung/Sichtbarkeit (in Fachdatenbanken und Suchmaschinen) – Additive Services (Einbindung von Diensten)
  6. 6. 6 3. Zahlen zur bisherigen Entwicklung • online seit März 2007 • 340 eingereichte Papers • 135 Veröffentlichungen als Discussion Papers • 84 Veröffentlichungen als Journal Articles • überwiegend internationale Autoren (25% USA, 15% UK, nur 10% D) • 78.000 Downloads der Discussion Papers • 55.000 Downloads der Journal Articles • 2000 registrierte Leser • 620 Kommentare zu Papers und Articles
  7. 7. 7 Journal Homepage
  8. 8. 4. Zitationsanalyse
  9. 9. 9 4. Zitationsanalyse für Beiträge des Journals • Zunehmende Nachfrage der WirtschaftsforscherInnen nach Zitationsauswertungen • Meistgenutztes Instrument: Social Science Citation Index (SSCI) - Bislang größte Akzeptanz in der Forschercommunity und bei Zuwendungsgebern - Aber: Viele Unzulänglichkeiten, u.a.: – Begrenzte Datenmenge (v.a. angloamerikanische Journals) – Keine Nutzung der Open-Access-Möglichkeiten • Zunehmende Erkenntnis, daß Open Access die Zitationsraten erhöht • Weitere Zitationsauswertungen (mit Nutzung des Open Web) - CiTEc (RePEc) - Google Scholar
  10. 10. 10 4. a) Zitationsanalyse mit CitEc • RePEc: weltweit größte (Volltext-)Datenbank für wirtschaftswissenschaftliche Preprints und Journal Articles • Dezentrale Pflege durch Forschungseinrichtungen und Verlage • Entwicklung des Tools CiTEc für Zitationsanalysen • Automatisierte Auswertung der Literaturverzeichnisse („Parsing“) • Datenbasis ca. 220.000 frei verfügbare RePEc-Quellen • CitEc-Quellen können von Input-Providern zur eigenen Analyse herangezogen werden • Alle Beiträge des Journals sind in RePEc verzeichnet (über ZBW- Repository Econstor)
  11. 11. 11
  12. 12. 12
  13. 13. 13 4. a) Zitationsanalyse mit CitEc: Ergebnisse • Journal Articles – 21 Artikel zitiert – Maximum 12 Zitationen – Summe 50 Zitationen – Neuester zitierter Beitrag vom April 2009 => Tendenz stark steigend (50% der Zitationen in 2009)
  14. 14. 14 4. b) Zitationsanalyse mit Google Scholar • Sehr große Datenbasis von Fachinformation aller Art (Preprints, Journal Articles, Monographien, Powerpoint- Präsentationen,Vorlesungsskripte...) • Genaue Größe leider unbekannt bzw. von Google nicht dokumentiert • Genaue Methode der Zitationsextraktion nicht dokumentiert • Beiträge aus E-Journal „Economics“ sind in Google Scholar verzeichnet • Verlinkung im Journal über eine Stringsuche von Autor und Titel
  15. 15. 15
  16. 16. 17 4. b) Zitationsanalyse mit Google Scholar: Ergebnisse • Deutlich höhere Zitationswerte als CiTEc (224 Zitationen) • ABER viele Unklarheiten, z.B.: – Anzahl „Zitiert durch“ stimmt teilweise nicht mit der Anzahl der Titelliste überein – Zitierende Artikel werden doppelt gezählt (wenn sie auf unterschiedlichen Servern liegen oder unterschiedliche URLs haben) – Teilweise fehlen Links zum Verifizieren der Zitate – Teilweise grundlegend falsche Zuordnung => Hoher Anteil an manueller Nachbearbeitung notwendig!
  17. 17. 18 4. c) Zusammenfassung: CiTEc • Vorteile: – Aktualität der Forschungsergebnisse – transparente Datenbasis – Qualität der Metadaten (geringe Fehlerquote) • Nachteile: – kaum begutachtete Publikationen – Datenbasis nicht vollständig
  18. 18. 19 4. c) Zusammenfassung: Google Scholar • Vorteile: – Aktualität der Forschungsergebnisse – große Datenbasis • Nachteile: – unklare Datenbasis (was ist genau drin, was fehlt?) – unsaubere Ergebnisse, hohe Fehlerquote
  19. 19. 20 5. Schlußfolgerungen • Open-Access-Tools bieten gute Chancen für Zitationsanalysen • Schnelle Sichtbarkeit von Impact • ABER: Noch kein perfektes System am Markt • Für genaue Aussagen ist zusätzlich manuelle Autopsie notwendig • CitEc als derzeit beste Option zur Zitationsanalyse • Google Scholar nur als additive Information (zu fehlerhaft) • parallel Aufnahme des Journals in SSCI angestrebt
  20. 20. www.zbw.eu Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Olaf Siegert ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften E-Mail: o.siegert@zbw.eu

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