Griffin wer regiert_die_welt
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Wer Hatt das sagen auf dem planet

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Griffin wer regiert_die_welt Griffin wer regiert_die_welt Document Transcript

  • »Wer regiert die Welt?« Des Griffin will mitdiesem Buch den Leser über die wirklichenVorgänge in der Welt informieren und nach-denklich machen sowie seine sorgsam geheg-ten Meinungen und Vorurteile erschüttern undihn mit vielen schockierenden Tatsachen kon-frontieren, die in den vergangenen Jahrzehn-ten vorsätzlich und mit großer Sorgfalt ausdem öffentlichen Bewußtsein herausgefiltertwurden.Die Vorstellung einer massiven Verschwörung- einer »verborgenen Hand«, einer »geheimenKraft«, die die Nationen der Erde in den end-gültigen Zusammenbruch führt, damit einegottlose, totalitäre »Weltherrschaft« errichtetund rücksichtslos durchgesetzt werden kann,muß von jedem nachdenklichen Menschenernst in Betracht gezogen werden. Griffin ver-sucht in seinem Buch mit hieb- und stichfestenArgumenten darzulegen, warum der Glaubean eine solche Verschwörung nicht nur ver-nünftig, sondern die einzige ehrliche Schluß-folgerung ist, die man ziehen muß, wenn mansich mit allen Beweisen auseinandergesetzthat.Bei der Lektüre dieses Buches wird manimmer wieder an die Worte von BenjaminDisraeli denken: »Die Welt wird von Persön-lichkeiten regiert, die sehr anders sind, als manmeint, wenn man nicht hinter die Kulissenschauen kann.«
  • Des GriffinWer regiert die Welt?Im Anhang die Protokolle der Weltdiktatur»Das neue Testament Satans«Herausgegeben und bearbeitet vonEkkehard Franke-GrickschVerlag Diagnosen
  • Titel der amerikanischen Originalausgaben:»Descent into Slaver?«und »The Missing Dimension in World Affairs«© Copyright 1976,1979,1980,1981 by Emissary Publications,South Pasadena, Ca., U.S.A.© Copyright 1992 für die deutschsprachige Ausgabebei Verlag Diagnosen, LeonbergAlle Rechte vorbehalten, insbesondere auch des fotomechanischen Nachdrucks undder Fotokopie jeder Art.Umschlagentwurf: Grafik Design Team, ReutlingenGesamtherstellung: FRANK DRUCK PREETZISBN 3-923864-01-9
  • InhaltI. Wer regiert die Welt?Kontakt mit einer durch und durch bösen Macht - Satan ihrFührer - Die wahre Macht hinter dem Thron Satans - Adamgehorchte Satan, nicht Gott - Sie nannten ihn Befreier undErlöser - Nimrod war gegen den Herrn - Sonnenkult alsSatanskult - Gehorsam gegenüber der Hierarchie - Der Kampfzwischen Jesus und Satan - Satan als Gott dieser Welt - SimonMagus der Magier - Amalgam aus Heidentum und Christen-tum - Der heilige Gott Simon - In Rom herrschten die Myste-rien 9II. Der Orden der IlluminatenDer einzige Gott ist der Mensch - Ziel ist die Errichtung einerWeltregierung - Agenten der Geldbarone - Die Menschheit freiund glücklich machen - Allianz zwischen Illuminaten und Frei-maurern - Die größte Stärke liegt in der Vergangenheit -Vorahnungen einer heraufziehenden Gefahr - Sympathien fürTerrorregime - Spenden zur Auslösung von Kriegen und Revo-lutionen - Es gibt keinen gerechten Gott - Orgien der Grau-samkeit - Ein Genie des Bösen - Die satanische Doktrin istKetzerei - Reif für die wahre Lehre Luzifers - Sie regieren dieWelt - Die äußeren Ringe des Bundes der Helfenden - Rocke-fellers General Education Board - Ausmerzung von Tradition -Stiftungen für Eine-Welt-Sozialisten - Das beginnende Zeit-alter des Kollektivismus - Brutkästen der Degeneration - KarlMarx als Aushängeschild - Die wirkliche Macht haben dieBankiers - Der Coup der Coups - Es spielt keine Rolle mehr,wer die Gesetze macht - Krieg bringt Zinsen - 20 MillionenDollar für den Sieg der Revolution - Profite der Revolution -Die Weltwirtschaftskrise und Roosevelt - Es war kein Zufall, eswar ein geplantes Ereignis - Der Sieg der schmeichlerischenBrüder 27III. Die Rothschild-DynastieSie rauben das Volk aus - Der Erste der Rothschilds - DieTaktik macht sich bezahlt - Ein Buch, das es nicht gibt - DerAnfang des Riesenvermögens - Viele Dinge kamen unter denFamilien-Teppich - Rothschilds finanzierten beide Seiten - DieSchlacht bei Waterloo - Der ganz große Coup - Aufräumen inFrankreich - Ihr Spiel ist Kontrolle - Gepflegte Unhörbarkeitund Unsichtbarkeit - Die Rothschilds und Amerika - DerZerstörungsplan der Verschwörer - Mord wegen zinsfreier US-Noten - Die Ziele werden weiter verfolgt - Die Insider machen
  • wieder einmal Beute - Die unsichtbare Regierung der Geld-barone - Plan für die Welteroberung - Teuflisches Meisterwerksatanischer Genialität 72.IV. Tribute für internationale BankersDie City gibt den Ton an - Die sichtbaren und hörbaren Führersind Puppen - Mit Rothschild regierte Britannien die Meere -Zwei getrennte Imperien - Der internationale Handel gehörtuns - Die Welt zahlt ihnen Tribut - Krieg zum Eintreiben vonSchulden - Gleichgewicht der Mächte - Prinzipien der Stadt-sanierung - Gewinne in astronomischen Höhen - Der Glanzvon Visionen 95V. Krieg der WeltDie Krone fürchtete um ihre Interessen - Alle Nationen mußtenauf die Knie gezwungen werden - Ein sinnloses Blutbad - Einblindes Völkermorden - Rußland materiell unterlegen - DieKrone verrät Rußland - Bühne frei für die Revolution - Bandeaußergewöhnlicher Persönlichkeiten - Die ehrenwerten War-burgs - Die Rote Armee der Bankers - Der Plan der Illumina-ten erfüllt sich - Amerikas Eintritt in den Krieg - Amerika alsWerkzeug der Banker - Ruinen und Schulden und nur Verlie-rer - Beherrschung der Wirtschaft der Welt - Die Bankenmachten das Geld - Lügen wie zu keiner anderen Zeit der Welt-geschichte 107VI. Verrat in VersaillesDer Mann, der die Würfel rollen ließ - Berater waren dieBankers - Wilson ein gebrochener Mann - Die Erklärung einesweiteren Krieges - Der Vertrag zinkte die Karten - ChronischeInflation - Der Dawes-Plan - Der Young-Plan - Vorbereitungdes Zweiten Weltkrieges 127VII. Hitler und die Drahtzieher des Zweiten WeltkriegesHitler bietet Abhilfe - Hitler als lukratives Geschäft - öl ausKohle - Standard Oil heiratet I.G. Farben - Hitler kommt andie Macht - Aus dem Tagebuch des Botschafters Dodd - Immermehr Geld für die Kriegsvorbereitungen - Der ergebene Roose-velt - »Wir sind intellektuelle Huren« - Die Wallstreet-Bande -Dunkle Machenschaften der Finanzpiraten - Colonel Houseund die illuministische Philosophie - Rabbi Stephen Wise -Kein lebenslänglicher Demokrat - Chamberlain mußte gehen -Die Wiedergeburt von Churchill - Endlich standen die Kulissen 138VIII. Sanierung als Zerstörung der WeltEine Feder im Bewußtsein der Nation zersprungen - »Er willdas Elend abschaffen« - Fabiansche Fabeln - Die Liquidierung
  • des Empires - Sanierung einer christlichen Nation - Der sicher-ste Weg ist die Währung zerstören - Die verheerenden Auswir-kungen - Zerstörung durch progressive Erziehung - Lügenwerden zu Wahrheiten - Wie sah die Wahrheit aus? - Diegezinkte Energiekrise - Finanziell im Himmel sitzend 162IX. Sieg über EuropaAuf dem Weg zur Welteroberung - Seit 1936 Luftoffensivegeplant - Sieg um jeden Preis - Keine andere Alternative alsKrieg - Der Nordafrika-Feldzug - Eine Erklärung wird ge-sucht - Blick hinter die Kulisse - Gespräche mit Canaris undPapen - Washington schwieg - Eine Marionette der Machtelite -An der Halskrause erhängt - Warum die Versklavung der Welt? -Rußland marschiert gen Westen - Erleuchtende Tatsachen -Das Massaker von Dresden - Früchte des Sieges - VerratenesVertrauen - Der Mord an Vlasow - Operation Keelhaul 178X. Sieger ist der ProfitEinfuhr von Opium nach China - Militärische und politischeDemütigungen - Der Polizist Asiens - Nationalismus lebt wie-der auf - Japans Kode geknackt - Keine Hoffnung auf Sieg -Kapitulationsangebot abgelehnt - Mit Kriegsschulden und Rie-senprofiten - Unsichtbarer Krieg der USA 199XI. Konsequenzen des Zweiten WeltkriegesDer Kommunismus als Schwarzer Mann - Lenins Plan für dieWelteroberung - Wildwuchernder Sozialismus als Krankheit -Brennpunkt Nahost - Attentate als politisches Instrument - DieTeilung Palästinas - Die Nachkommen kämpfen für einen StaatPalästina - Jerusalem als Sitz des Obersten Gerichtshofes 212XII. Siegen die Illuminaten?Engstirnigkeit infolge Unaufgeklärtheit - Bruder Zbig und derMarxismus - Ein Elite kontrolliert und steuert - Bruder Zbigund die Bankers - Was bringt die Reagan-Regierung? -Kanonen und Butter-Politik - Monetisierung von Schulden -Mißachtung der Gesetze - Amerikas Schicksalsdekade 221XIII. Neuer Star für eine alte CliqueDas Phänomen Reagan - Vision eines wunderbaren Amerikas -Die Roten von Hollywood - Reagans rote Märchen - ReagansPolit-Show - Erste Schatten zeigen sich - Rhetorik und Wirk-lichkeit - Das Attentat - ein Komplott? - Einladung zur Ermor-dung - Politik macht merkwürdige Bettgenossen 231
  • XIV. Generalplan für eine WeltdiktaturDer Geheimorden der Illuminaten - Novus Ordo Saeculorum -Plagiat als Vorwand für Rassismus - Wer schrieb das neueTestament Satans? - Terror mit Sachkenntnis - Voraussagenwerden Wirklichkeit 242AnhangProtokolle der Weltdiktatur:Das neue Testament Satans 250Weiterführende Bücher zu diesem Thema 325
  • I. Wer regiert die Welt?Kritiker der »Verschwörungstheorie« in der Geschichte weisen zuRecht darauf hin, daß es, falls eine solche Verschwörung vieleJahrhunderte hindurch zusammengehalten haben soll, notwendiger-weise eine jahrhundertealte »führende Kraft« geben muß, die dieVerschwörung durch die verschiedenen Zeitalter hindurchlenkenund sicherstellen mußte, daß sie trotz sich wandelnder Moralvorstel-lungen, Kulturen und Gesellschaften erfolgreich blieb.Bis heute ist den Befürwortern die sie von der Existenz und derder Verschwörungstheorie der Macht Luzifers überzeugen.Nachweis nicht gelungen, daß in Und weil derart subtile Ver-der Tat ein geistiges, unsterbli- schwörer äußerst scharfsinnigches Element seit ewigen Zeiten sein müssen, so daß man siediesen mysteriösen Plan ange- nicht mit Autosuggestion, Hyp-regt und weitergeführt haben nose oder Drogen beeinflussenmuß. Einige Hinweise auf diese kann, sollten wir davon ausge-Theorie stammen von dem kon- hen, daß sie höchstwahrschein-servativen Gelehrten Revilo P. lich mit einer durch und durchOliver in seinem Buch »Conspi- bösen Macht in Kontakt sind.racy or Degeneracy«. Diese Folgerung wird den Un- gläubigen und Skeptikern zuKontakt mit einer denken geben.«durch und durch bösen Lassen Sie uns diese MöglichkeitMacht näher untersuchen: »Am An- fang erschuf Gott den HimmelOliver schrieb, die Theorie, »seit und die Erde«, heißt es in derJahrhunderten sei ununterbro- Bibel. Der folgende Vers lautet:chen eine Verschwörung im »Die Erde war wüst und leer.«Gange, ist nicht sehr plausibel, Leider ist dies eine Fehlüberset-wenn man ihr nicht einen reli- zung, die viele Menschen von ei-giösen Hintergrund nachweisen ner wesentlichen Wahrheit ab-kann. Ein solcher Hinweis gelenkt hat, durch die ein helleskommt der Behauptung gleich, Licht auf vergangene und gegen-sie seien Jünger Satans, die der wärtige Weltereignisse geworfenVerehrung und dem Dienst des wird. In der Rotherham-Bibel-übernatürlichen Bösen frönen, übersetzung aus dem Hebräi-was wiederum bedeutet, daß schen finden wir die korrekteheutzutage - in einem Zeitalter, Fassung: »Jetzt war die Erdedessen vorherrschende intellek- wüst und leer geworden.« Sietuelle Strömung der Unglaube »war« nicht einfach so - sie wur-an das Übernatürliche ist - die de wüst und leer gemacht.Anführung der VerschwörungErscheinungen sehen oder an- Zwischen dem Ereignis, das inderweitig wahrnehmen müssen, Genesis 1,1 beschrieben wird,
  • 10und dem Zustand von Genesis Lichtbringer - der mit unglaubli-1,2 muß also ein furchtbares Er- cher Wahrheit, Wissen und Ver-eignis mit verheerenden Folgen stehen Versehene. Ihm war diestattgefunden haben. Die Lö- Herrschaft über viele Engel ver-sung dieses Rätsels wird später liehen, und es oblag ihm, sie zuim Alten Testament auf drama- lehren und zu unterrichten. Ertische Weise enthüllt (Hesekiel war der Illuminator seiner Zeit.28 und Jesaja 14). Die wahre Macht hinterSatan war dem Thron Satansihr Führer Mit welcher Haltung verwalteteDie Wahrheit über diesen ge- er die Verantwortung und diewaltigen Machtkampf entfaltet Macht, die ihm vom Schöpfer,sich im 14. Kapitel Jesaja. Sie verliehen worden waren? Erbeginnt mit Vers 4, in dem der wollte mehr Macht. Er trachteteKönig von Babel als habgieriger, nach ihr mit Eifersucht, Stolz,eroberungssüchtiger Tyrann dar- Lust und Gier. Er wollte das ge-gestellt ist, der wie ein Fluch auf samte Universum in die Gewaltseinen Untertanen lastet. Er hat bekommen. Er sagte: »Zumdieselbe Haltung, dieselbe Phi- Himmel will ich steigen (wolosophie wie die aufrührerischen Gottes Thron steht) und meinenEngel des Judasbriefes. In der Thron (Herrschaftssymbol) überTat repräsentiert der König von Gottes Sterne (Engel) setzen,Babel Satan: er ist Satans Werk- auf dem Versammlungsberg imzeug - eine Figur im Schach- höchsten Norden will ich woh-spiel. nen.« »Ich will zu den Wolken- höhen mich erheben, gleich seinDas wird völlig klar, wenn wir dem Allerhöchsten.« Er wolltedie Verse 12-14 lesen. Hier wird Gott sein - der unumschränkteaus dem Menschen der große Beherrscher des Universums.Antityp Satan, der den Men-schen kontrollierte. Sie werden So wurde Luzifer zu Satan, demfeststellen, daß in diesen Versen Teufel. Es war Gott, der Luzi-über den großen ehemaligen fers Namen änderte, als dessenErzengel Satan oder Luzifer Charakter andere Züge annahm.Aussagen gemacht werden, dieauf einen Menschen nicht zutref- Weiteren Einblick in diese er-fen würden: »Wie bist du vom staunliche Wahrheit finden wirHimmel gefallen, o Luzifer, in Hesekiel 28. Wieder hörenSohn des Morgens . . .der du die wir von einem Despoten (dies-Völker schwächtest?« mal dem Fürsten von Tyrus), der ein menschliches Instrument inDer Name Luzifer bedeutet der den Händen Satans, des wirkli-»Schimmernde« oder »schim- chen Weltherrschers, ist. Diemernder Stern (Engel) der Verse 2 bis 6 zeigen deutlich,Abenddämmerung«. Er war der daß der Fürst ein geschickter
  • 11Machtpolitiker war, der uner- Vers 18: »Du hast dein Heilig-hörten Reichtum und eine riesi- tum verderbt durch deine zahl-ge Machtfülle angehäuft hatte. reichen Sünden.«In den Versen 12 bis 16 erken-nen wir die wahre Macht hinter Ein Drittel der Engel konspirier-dem Thron - Satan. Bitte beach- te mit Luzifer/Satan bei seinemten Sie, daß die verwendeten Versuch, Gottes Thron zu stür-Worte - wie in Jesaja 14 - in men. Es war eine gigantischekeiner Weise auf ein nur Schlacht, die sich nach Auffas-menschliches Wesen zutreffen sung einiger Interpreten auf daskönnen. Universum ajiswirkte und dazu führte, daß die Erde wüst und»Du warst ein Muster der Voll- leer wurde. Diese Schlacht wur-endung, voll der Weisheit und de von Geisteswesen geschlagen,vollendet schön. In Eden, dem vor der Erschaffung des Men-Gottesgarten (hier auf Erden) schen.warst du. Von Gold gearbeitetwaren deine Tamburine und Adam gehorchteFlöten, am Tage deiner Erschaf-fung wurden sie bereitet.« Dies Satan, nicht Gottwar ein geschaffenes Geisteswe- Übrigens wurde es Luzifer -sen, kein Mensch. jetzt Satan - weiterhin gestattet,Im Vers 14 lesen wir: »Zu einem die Erde zu beherrschen und dieschimmernden Cherub stellte ich Geschicke der Erden zu lenken.(der allmächtige Gott spricht Diese Macht und Autorität wur-hier) dich.« Gott hatte ihn hier den ihm mit einem bestimmtenin diese außerordentlich hohe Zweck, mit einem bestimmtenStellung berufen als einen der Grund überlassen.drei ranghöchsten Engel. Adam erhielt die Chance, Satans Nachfolger zu werden und Got-Vers 15: »Du warst ohne Tadel tes Herrschaft auf Erden zu füh-in deinem Tun von dem Tage an, ren, aber er disqualifizierte sichda du geschaffen wurdest, bis selbst, als er sich Satan unter-sich deine Missetat in dir gefun- warf. Er gehorchte Satan, nichtden hat.« Gott. Und seitdem ist dieSeine Sünde wird in Jesaja 14 menschliche Rasse Satans We-beschrieben. Er begehrte etwas, gen - seiner Philosophie - ge-das ihm nicht zustand - Gottes folgt.Macht und Autorität. Aufgrundseiner Auflehnung sagt Gott zu Als sich die Erdbevölkerungihm (Hesekiel 18,16): »Ich will vermehrte, trugen die Menschendich entheiligen von dem Berg gewissenhaft Sorge, SatansGottes, denn du bist hochmütig »Weg« zu folgen. Das führte da-geworden, weil du schön bist, du zu, daß »Gott sah, daß der Men-hast deine Klugheit mißbraucht schen Bosheit auf Erden großaufgrund deiner Pracht.« war und alles Dichten und
  • 12Trachten ihres Herzens immer Obwohl das Land weiterhinnur auf das Böse gerichtet war, fruchtbar blieb und Wohlstanddenn alles Fleisch hatte seinen gewährte, vermehrten sich dieWeg verderbt auf Erden.« Die wildlebenden Tiere viel schnel-Bibel berichtet, daß Gott dar- ler als die Menschen, von denenaufhin eine Flut über die Erde bald viele in Todesfurcht vor dengehen ließ. Alle Erdenbewoh- Raubtieren lebten.ner, außer Noah und seiner Fa-milie wurden vernichtet. Dies war Nimrods Stunde, der in dieser kritischen Situation alsNach der Sintflut wußte jeder »Retter« der verschreckten Be-Mensch, was von Gott zu erwar- völkerung auftrat. Dieser Sohnten war. Zunächst lebten alle in Kuschs war ein hünenhafterFurcht, Böses zu tun. Aus der schwarzer Mann, als der »gewal-Geschichtsschreibung wissen tige Jäger« bekannt und wegenwir, daß »die Menschen lange seiner Stärke berühmt. Er be-Zeit unter Jehovas Herrschaft freite die Erdbevölkerung vonlebten, ohne daß Städte oder ihrer Furcht vor den wilden Tie-Gesetze nötig waren, und sie ren und wurde daraufhin zu ih-hatten alle dieselbe Sprache. rem Führer.Dann breitete sich Zwietrachtaus«. Eine opponierende Grup- Sie nannten ihnpe bildete sich, sie gewann Ein- Befreier und Erlöserfluß und verließ schließlich dieGegend des Araratgebirges, auf Der Historiker Alexander His-dessen höchsten Gipfel die Ar- lop schreibt in seinem Buchche gelandet war. »Es hatte aber »Die beiden Babylons«: »Dasdie ganze Erde die gleiche Spra- erstaunliche Ausmaß der Vereh-che und die gleichen Worte. Als rung, die diesem Mann entge-sie im Osten aufbrachen, fanden gengebracht wurde, beweist, daßsie eine Ebene im Land Schinear er einen sehr außergewöhnli-und ließen sich dort nieder.« chen Charakter gehabt habenSchinear - heute unter dem Na- muß; es steht außer Zweifel, daßmen Alt-Babylon bekannt - war er zu seinen Lebzeiten unerhörtein überaus fruchtbares Land, in populär war. Obwohl er sichdem keinerlei Mangel zu be- zum König ernannte, dadurchfürchten war. das bis dahin herrschende Prin- zip der Herrschaft des ÄltestenDieses Volk hätte unter Gottes brach und die Freiheiten derGesetzen und im ursprünglichen Menschheit beschnitt, waren dieUberfluß in Glück und Frieden meisten Menschen der Ansicht,weiterleben können. Statt dessen er habe ihnen so viel Gutes er-entschied es sich, dem verderbli- wiesen, daß der Verlust ihrerchen Beispiel Adams und Evas Freiheiten dagegen als unbedeu-zu folgen und »das zu tun, was tend einzustufen sei. Sie über-ihm gut dünkt« - was katastro- häuften ihn mit Ruhm und Eh-phale Folgen hatte. ren. Als er in Erscheinung trat,
  • 13Mysterien des Osiriskultes beherrschen nach wie vor dasDenken der Illuminierten, der Insider, des Geldadels.
  • 14müssen die wilden Tiere derarti- Zeit an bezeugen alle Überliefe-ge Verwüstungen über die ver- rungen den Abfall Nimrods so-streut und nomadenhaft lebende wie einen erfolgreichen Versuch,Erdbevölkerung gebracht ha- die Menschen vom patriarchali-ben, daß sie überwiegend in schen Glauben abzubringen undAngst und Schrecken lebten. sie von der Gottesachtung und der Furcht des himmlischen Ge-Nimrods Heldentaten als Jäger richts zu befreien, die ihnen in-müssen ihm den Ruf eines her- newohnte, solange die Erinne-ausragenden Wohltäters der rung an die Sintflut noch frischMenschheit eingetragen haben. war. Wenn man alle Faktoren menschlicher Entartung berück-Dieser Ruf ebenso wie die von sichtigt, war dieser letzte Punktihm ausgebildeten Jägerbanden zweifellos ein herausragendeserwarb ihm seine Macht, die er Merkmal seines Ruhms; dennspäter festigte. Durch die Zu- die Menschen werden jedem nursammenziehung von Menschen zu bereitwillig folgen, der ir-in befestigten Städten tat er noch gendeiner Lehre den geringstenmehr für die Sicherheit; jetzt Anschein von Glaubwürdigkeitkonnten sie auch ihre früher not- geben kann, die besagt, daß siewendige Alarmbereitschaft auf- des Glücks sicher sein können,geben. Innerhalb der Befesti- obwohl ihre Herzen und ihregungsanlagen waren von den Natur sich nicht geändert habenRaubtieren keine Gefahr mehr und sie ohne Gott in der Weltzu befürchten. Die Menschen leben. Dadurch, daß er den Ab-fühlten sich Nimrod zu großer fall von Gott herbeiführte, daßDankbarkeit verpflichtet. Es er seinen Anhängern ein freiesnimmt nicht Wunder, daß der Leben ermöglichte, und daß erName des >gewaltigen Jägers<, sie der heiligen Einflüsse be-der zugleich der erste >Gott der raubte, durch die ihr Leben bisFestungen< war, berühmt wurde. dahin mehr oder weniger kon-Hätte es nur diesen Grund für trolliert worden war, half er ih-sein Ansehen gegeben, wäre al- nen, Gott und die strikte Geist-les gut gewesen. Aber Nimrod lichkeit seines Gesetzes beiseite-war mit seinen Erfolgen nicht zustellen. Die Menschen fühltenzufrieden und ging nun daran, und handelten, als sei der Him-die Menschen von ihrer Furcht mel weit von der Erde entferntGottes, die der Anfang der und als könne der Gott des Him-Weisheit ist und allein zu wah- mels >nicht durch die dunklerem Glück führt, zu emanzipie- Wolke sehen< beziehungsweiseren. Für dieses Unterfangen als betrachte er die Brecher sei-scheint er als einen der Ehrenti- nes Gesetzes nicht mit Mißfal-tel, die die Menschen ihm gaben, len. Alle hatten jetzt das Gefühl,den Namen >Befreier< oder >Er- als könnten sie tief durchatmenlöser< erhalten zu haben.« und frei ihrer Wege ziehen. Da- für achteten sie Nimrod natür-Hislop fährt fort: »Von frühester lich als großen Wohltäter.
  • 15 Anspruch auf und verliehen sichNimrod war eine eigene Autorität - »wirgegen den Herrn wollen uns einen Namen ma-Aufgrund des Systems, das sich chen«. Es sollte ein Zentrumauf Nimrods Veranlassung menschlicher Autorität errichtetdurchsetzte, begannen die Men- werden, in dem der Notwendig-schen zu glauben, daß eine wirk- keit, Gott gehorsam zu sein, kei-liche, von Herzen kommende ner Erwähnung zu tun sei. Nim-geistige Veränderung nicht er- rod war ihr Herr. Sie machtenforderlich war, und daß zu einer sich daran, einen Turm zu bau-Wiedergeburt rein äußerliche en, »der bis zum Himmel rei-Mittel genügten. Nimrod brach- chen« sollte. Mit einem so hohente sie so weit, daß sie ihr Wohl Turm konnten sie nach ihremhauptsächlich im Fleischlichen eigenen Gutdünken verfahren,suchten, und er zeigte ihnen, wie Gott mißachten und dennochsie die Lust der Sünde genießen vor einer Strafe, die die früherenkönnten, ohne den Zorn des hei- Erdbewohner hatte ertrinkenligen Gottes befürchten zu müs- lassen, sicher sein.sen. Bei seinen verschiedenen Nimrods Macht wuchs immerJagdzügen war er immer von mehr, aber das den MenschenScharen von Frauen begleitet; eingeborene Verlangen nachdurch Musik und Lieder, Spiele Anbetung war noch zu befriedi-und Orgien - alles, was die na- gen. So setzte er sich selbst alstürlichen Bedürfnisse befriedigte Priester dessen ein, was die - gewann er die Gunst der Menschen verehrten, um sieMenge.« noch besser in den Griff zu be-Alles, was Nimrod tat, erschien kommen. Nach und nach nahmden meisten seiner Zeitgenossen er die Position des wahren Got-schlechthin als großartig, da sie tes ein. Die Bibel sagt: »Nimroddie Gesetze ihrer Natur gemäß war ein gewaltiger Jäger vor demhaßten und den Weg des gering- Herrn.«sten Widerstandes bevorzugten. Wessen Verehrung wandten sichSie wollten »leben« und »nach die Leute zu, als sie ihren Schöp-ihrem eigenen Gutdünken han- fer zurückgewiesen hatten? Esdeln«. Sie sagten: ». . . laßt uns heißt, »sie vertauschten dieeine Stadt bauen und einen Herrlichkeit des unvergängli-Turm, der bis zum Himmel chen Gottes mit dem Abbild vonreicht; wir wollen uns einen Na- Gewürm«.men machen, damit wir uns nichtüber die ganze Erde zerstreuen« Sonnenkult als(Genesis 11,4). SatanskultSie schützten sich nicht nur vor Sie entsannen sich der Schlangeden wilden Tieren, indem sie ei- im Garten Eden (des Menschenne mit Ringmauer umgebene Feind) und sie hielten sie in Eh-Stadt bauten, sondern erhoben ren, denn hatten sie nicht ihre
  • 16Erkenntnis vom Guten und Bö- nicht verehren wollten, verleitetsen durch die Schlange erlangt? wurden. Es waren die Glaubens-Die Schlange hatte sie zu nichts vorstellungen, die Nimrod ver-gezwungen. So kam es, daß die breiten ließ und die ihm nochSchlange (Satan) zuletzt als Er- mehr Macht über die Menschenleuchter (Illuminator) der einräumten. Er wurde PriesterMenschheit verehrt und angebe- des Sonnengottes, Bolkhan, dastet wurde. heißt der Priester von Baal. Er war also der Priester der Teu-Auch die Sonne wurde zu einem felsverehrung.bevorzugten Gegenstand derAnbetung, denn sie spendeteLicht und Wärme. Diese beiden Nimrod war maßlos ehrgeizig.Illuminatoren wurden miteinan- Es ist geschichtlich belegt, daß erder verknüpft - die Schlange war alle Länder von Babylon bis Li-der Illuminator der geistigen byen, als einen großen Teil derWelt, die Sonne der Illuminator damals bekannten Welt, erober-der weltlichen. Eines der am te. Er war der erste Herrscher,häufigsten vorkommenden Sym- der eine Armee formte und wirt-bole der Sonne oder des Son- schaftliche, bürgerliche und so-nengottes ist eine Scheibe, um ziale Ordnung errichtete. Allendie sich eine Schlange windet. eroberten Völkern zwang er sei-Die Schlange wird weltweit als ne satanische Religion auf. BaldSymbol für die Sonne anerkannt. errangen seine heidnischen Leh- ren in allen Völkern der ErdeIn Offenbarung 12,9 wird Satan die Vorherrschaft.eindeutig als Schlange identifi-ziert: Sonnenkult ist Satanskult. Allerdings ließen sich nicht alleIn arglistiger Täuschung assozi- Menschen von Nimrod und sei-ierte Satan sich mit bestimmten nen falschen Lehren blenden. EsGegenständen, die von den gab immer solche, die wie NoahMenschen verehrt wurden, und fest standen und den wahrenlenkte so die Kulthandlungen Gott verehrten. In Wilkinsonsauf sich. »Ägyptern« lesen wir, daß Sem, einer von Noahs Söhnen, von ei-»Obwohl sie Gott erkannten, ner Gruppe Ägypter unterstütztvertauschten sie die Herrlichkeit wurde, um Nimrod zu stürzen.des Unvergänglichen mit demAbbild der Gestalt vom ver-gänglichen Menschen und Ge- Als dieser ermordet war, wurdewürm und verehrten die Kreatur sein Körper zerstückelt und je-mehr als den Schöpfer« (Römer, der Teil in viele Städte der be-1,21 bis 1,25). kannten Welt gesandt als schreckliche Warnung für jeden,Dies waren also einige der fal- der »handelt, wie Osiris (Nim-schen Glaubens Vorstellungen, zu rod) handelte: er würde dasselbedenen Nimrods Zeitgenossen, Schicksal erleiden und zerstük-die den wahren Schöpfergott kelt werden«.
  • 17Gehorsam gegenüber den Monarchen von Babylon Untertan war«.der Hierarchie Den größten Nutzen aus diesen Wer meint, Nimrods Tod habe »Mysterien« zog Semiramis, das Ende der Heidenverehrung Nimrods verkommene Frau. »Es mit sich gebracht, täuscht sich. ist bekannt, daß sie dem Volk Die Warnung vor dem Heiden- ihre entarteten, verdorbenentum hatte jedoch eine starke Ideen einimpfte. Die schöne,Auswirkung auf Möchtegern- aber unbeherrschte Königin vonRenegaten. Wenn ein so mächti- Babylon war nicht nur ein Mu-ger Herrscher wie Nimrod auf so ster zügelloser Lust und Aus-schreckliche Weise ums Leben schweifung, sondern wurde auchkommen konnte, war es sehr in den Mysterien, auf deren Ge-wohl möglich, daß ihnen dassel- staltung sie entscheidenden Ein-be Schicksal widerfuhr, wenn es fluß hatte, als Rhea, die großebekannt wurde, daß sie diesel- >Göttermutter< verehrt; es gabben Gegenstände - Götzenbil- Riten, die sie mit Venus, derder -- anbeteten. Sie hatten Mutter aller Unanständigkeit,Angst, Götzendienste zu leisten, identifizierten.«obgleich sie es gern getan hätten.Es ist leicht einzusehen, daß der Inspiriert von ihrem wahren»Götzendienst, falls er weiterbe- Meister Satan, wob Semiramisstehen und sich gar weiterent- ein kompliziertes Muster heidni-wickeln sollte, notwendigerweise scher Verehrung, das die Bevöl-im Geheimen operieren mußte. kerung in Bann hielt. Es istUnter diesen Umständen be- wichtig festzuhalten, daß nichtgann zweifellos das >Mysterium<, alle ihre Lehren irrig waren.das von Babylon die Welt er- Viele beruhten auf Wahrheit,oberte«. waren aber höchst geschickt so verdreht worden, daß sie dieDiese »Mysterien« waren der Aufmerksamkeit der Leute vomDeckmantel, unter dem die ver- Schöpfergott ab- und auf Semi-botenen Gegenstände der Ver- ramis und ihre babylonischenehrung durch andere Dinge er- Mysterien hinlenkte. Daß siesetzt wurden. Wer neu in die und ihre Genossen außerordent-»Mysterien« eingeweiht wurde, lich erfolgreich waren, steht au-wußte bald, daß er in Wirklich- ßer Frage. Das ganze Systemkeit die verbotene Sonne oder profitierte von allen niedrigerenSchlange anbetete, wenn er die menschlichen Trieben - eineneuen Symbole verehrte; Au- bombensichere »Erfolg«formelßenstehende wußten das aber für jede Unternehmung.nicht. Das Ganze war für sie ein»Mysterium«. Nach Hislop hat- Später fielen selbst die zwölften diese »Mysterien« zum Ziel, Stämme Israels den babyloni-»alle Menschen in blindem und schen Mysterien zum Opfer. Imabsolutem Gehorsam gegenüber Buch der Richter 2,13 heißt es:einer Hierarchie zu halten, die »Sie verließen Gott, um Baal
  • 18und Astarte zu dienen.« »Haben das Aussehen von Dienern dersie doch sogar ihre Scheusale in Gerechtigkeit geben«. Dasdem Haus aufgestellt, das nach heißt, Satans Diener maskierenmeinem (Gottes) Namen be- sich als Diener Gottes, um dienannt ist, um es zu beschmutzen, große Mehrheit der Menschenund sie haben die Baalshöhen zu täuschen. In Offenbarungerbaut«, um ihre heidnischen 9,11 wird Satan beschrieben alsGötzendienste feiern zu können »König mit dem Namen Abad-(Jeremia 32,34). don (Zerstörer)«. Viertausend Jahre nach AdamDer Kampf zwischen betrat mit Jesus Christus jemandJesus und Satan den Schauplatz, der Satan als Herrscher über die Welt abzulö-Die Verworfenheit ging so weit, sen in der Lage war. Lukas be-daß Elias - ein Diener des wah- schreibt im 4. Kapitel den Wil-ren Gottes - sagte: »Die Israeli- lenskampf zwischen Jesus undten haben Dich (Gott) verlassen, Satan.Deine Altäre haben sie nieder-gerissen, Deine Propheten ha- Nachdem Christus vierzig Tageben sie mit dem Schwert umge- gefastet hatte, zeigte ihm Satanbracht. Ich allein bin übrigge- »in einem Augenblick alle Rei-blieben, und nun stellen sie auch che des Erdkreises« und spieltemeinem Leben nach.« dann seinen vermeintlichen Trumpf aus: »Dir will ich all die-Elias glaubte, er sei der Einzige, se Macht und ihre Herrlichkeitder noch den wahren Gott ver- geben; denn mir ist sie verliehen,ehrte. Er irrte sich. Ein wenig und ich gebe sie, wem ich will.später sagt Gott zu ihm: »Aber Wenn du mir also huldigst, sollsiebentausend will ich in Israel sie ganz dein sein.«am Leben lassen, alle Knie näm-lich, die sich nicht vor Baal ge- Beachten Sie Satans Anspruch,beugt haben, und jeden Mund, daß er die Kontrollgewalt überder ihn nicht geküßt hat.« Das die ganze Erde habe - und daßneue Testament konnte dann Christus diese Tatsache nicht ei-weiter nichts hinzufügen, als daß nen Moment in Frage stellte. Erder Trend angehalten hatte. Im wußte, daß es so war.2. Korintherbrief wird Satan(Baal) beschrieben als »der Gott Beachten Sie ferner, daß Chri-dieser Welt, der den Ungläubi- stus nicht auf menschliche Ver-gen den Sinn verblendet hat«. In nunft zurückgriff, um SatansOffenbarung 12,9 heißt er »Sa- Angebot zurückzuweisen. Er zi-tan, der die ganze Welt ver- tierte die Schrift und befahl Sa-führt« und im 2. Korintherbrief tan: »Weiche von mir, Satan,11,14 »Gibt sich doch der Satan denn es steht geschrieben: Duselber das Aussehen eines Licht- sollst dem Herrn, Deinem Gott,engels«; auch hat er an der reli- huldigen und ihm allein dienen.«giösen Front Diener, »die sich Satans nächster Ball kam mit Ef-
  • 19Gott Baal, Nebenbuhler von Jahwe. Lehren und Riten»christlicher Hülle« bestimmen noch heute den Glauben.
  • 20fekt. Er zitierte Psalm 91,11 al- tum« - oder wie immer es da-lerdings mit einem subtilen sata- mals genannt wurde - sei etwas,nischen Dreh: »Wenn du Gottes das der Vergangenheit angehö-Sohn bist, stürze dich von hier re. »Ich gehe wieder fischen«,hinab, denn es steht geschrie- sagte der impulsive Petrus. »Wirben: seinen Engeln wird er dich gehen mit dir«, stimmten die an-anbefehlen, dich zu behüten, deren Jünger zu.und auf den Händen werde siedich tragen, damit du deinen Nach den Anweisungen desFuß an keinem Stein stoßest.« Auferstandenen, den sie kurz nach der obigen BegebenheitChristi Antwort macht deutlich, trafen, blieben sie in Jerusalem,daß Gottes Schutzversprechen um auf ein »Versprechen« zunur für den Fall eines Unfalles warten.gelte: »Du sollst den Herrn, dei-nen Gott, nicht versuchen.« Das Christentum »zündete« am Pfingsttag 31 nach Christus, als die Jünger mit Fähigkeiten aus-Satan als Gott gestattet wurden, die die Normdieser Welt bei weitem überstiegen. Etwa dreitausend Menschen wurdenZuletzt also hatte Satan seinen an dem Tag bekehrt. »VieleMeister gefunden. Der geistige Wunder und Zeichen geschahenZauberbann, den er seit dem durch die Apostel.«Schöpfungstag über die Mensch-heit gehalten hatte, war von Je- Der neue, pulsierend lebendigesus Christus gebrochen worden. Glaube breitete sich rasch in Pa-Damit war für Christus die Pro- lästina aus und griff weiter umbe bestanden: er wurde Satans sich. Es hieß sogar, »diese Men-Nachfolger, weil er sich Gottes schen bringen die ganze Welt inHerrschaft trotz vieler Versu- Aufruhr«. Wir müssen aber imchungen völlig unterordnete. Auge behalten, daß zuvor SatanChristus nahm diese Autorität - der Gott dieser Welt - diesenicht sofort in Anspruch. Um die durch seine verräterischen Ma-Menschheit zu erlösen, mußte er chenschaften in Aufruhr versetztsich ans Kreuz schlagen lassen. hatte. Die Apostel machten sichEr mußte von den Toten aufer- unter der Anleitung des aufer-stehen, um unser Retter zu wer- standenen Jesus Christus daran,den,und zum Himmel auffahren, aus dem Chaos wieder Ordnungum vor dem allmächtigen Gott zu machen.Fürbitte für uns zu sprechen, Die Kirche wuchs und gewannwährend wir so wie er auf unsere großen Einfluß. Das EvangeliumEignung, nach seiner Rückkehr wurde gepredigt, das Leben derzur Erde an seiner Regierung Menschen auf dramatische Wei-teilzuhaben, geprüft werden. se verändert. Zumindest konn-Nach der Kreuzigung Christi ten sie das »große Bild« klar undglaubten viele, das »Christen- deutlich sehen und brauchten
  • 21das Leben nicht verkehrt herum die Samaritaner keine Israelitenzu betrachten. Sie führen »ein waren, sondern Babylonier, dieLeben in Fülle . . .« der König von Assyrien statt der Kinder Israels in den StädtenSimon Magus von Samaria angesiedelt hatte:der Magier »Sie nahmen Samaria in Besitz und ließen sich in dessen StädtenEs ist nur logisch, daß »die alte nieder.« Die folgenden VerseSchlange, die Teufel heißt und machen deutlich, daß dieseder Satan, der die ganze Welt Menschen als hartgesottene Hei-verführt«, bei einer für sie so den in keiner Weise daran inter-katastrophalen Wende der Er- essiert waren, dem Schöpfer zueignisse nicht untätig zusehen dienen und zu gehorchen.würde. Statt des totalen Sieges, Apostelgeschichte 8 erwähnt,als der ihm die Kreuzigung Chri- daß Simon Magus, sich in Sama-sti erschienen war, sah sich Satan ria ein beachtliches religiösesvor der endgültigen Vernichtung »Imperium« errichtet hatte. Erdurch die neu vom auferstande- »trieb Zauberei und setzte dasnen Christus geleiteten und in- Volk Samaria in Erstaunen; erspirierten Kirche. Hier war sagte, er sei ein Großer«. Alle,schließlich das wirkliche Licht - groß und klein, hingen an ihmdie Wahrheit des Geistes, die und sagten: »Dieser ist die Kraftdas Leben der Völker revolutio- Gottes - also Gott selbst«.nierte und all das spendete, nachdem so viele Menschen verlan- Als der Apostel Philippus dengen, dessen aber nur so wenige Samaritanern das Evangelium zuteilhaftig werden: Liebe, Freu- predigen begann, lauschte dasde, Frieden, Güte, Vertrauen, Volk »willig und einmütig denSanftmut, Selbstbeherrschung - Worten des Philippus, da es vonund einen echten Lebenssinn. den Wundern, die er wirkte, hörte und sie sah«. Sie warenEine derartige logische Folge- von den Wundertaten sehr be-rung ist kein Hirngespinst, son- eindruckt.dern hat historische Grundlagen.Satan hatte einen ergebenen Wenig später erkannte Simon -Diener, einen Trumpf in der unter dem Einfluß seines Mei-Hinterhand, den er für einen sol- sters Satan -, daß er die ehr-chen Fall aufgehoben hatte: der furchtgebietende Kraft des Chri-Name dieses Mannes war Si- stentums als Mittel seiner eige-mon Magus (»der Magier«), der nen Erhöhung und Machtver-zum erstenmal im achten Kapitel mehrung benutzen könnte.der Apostelgeschichte erwähntwird. Ohne Reue zu zeigen oder seinSimon war ein Priester der baby- Leben zu ändern und der heidni-lonischen Religion, die von Sa- schen Götzenverehrung abzu-maria aus operierte. Die Bibel schwören, versuchte Simon, dasläßt keinen Zweifel daran, daß Aposteltum zu kaufen. Er wollte
  • 22»diese Macht« beziehungsweise augenfällig im Simonischen Sy-die offizielle Sanktionierung, stem hervortrat, findet seinenGesetzlosigkeit und ausschwei- deutlichsten Niederschlag in denfendes Heidentum im Namen Lehren des Simon Magus, derJesu Christi öffentlich predigen. mit den christlichen Lehren in engen Kontakt gekommen war,Amalgam aus Heidentum ohne ein echtes Mitglied zuund Christentum werden.« In einer anderen Quelle lesenNirgendwo wird erwähnt, daß wir: »Der Begründer oder ersteSimon Mitglied der Kirche - des Vertreter dieses gekauften Hei-Leibes Christi - geworden sei. dentums ist Simon Magus, derEr übernahm jedoch Christi Na- das Christentum ohne Frage mitmen und einige seiner Lehren heidnischen Ideen und Prakti-und vermixte sie mit seinem ba- kenVerfälschte.«bylonischen Mysterienkult. Er Es ist ganz deutlich, daß Simonversah seine neue Organisation Satans Vorstellungen oder Hal-mit einem »christlichen« Etikettund machte sich daran, sie als tungen verkörperte, er war ein Lügner, ein Betrüger und strebteweltweite Religion zu etablieren,deren oberster Priester er sein nach absoluter Macht.würde. Die apostolischen Schriften sind unzweideutig in ihren Warnun-Das alles läßt sich historisch be- gen und Verdammungen des Si-legen. In Hastings Lexikon der monischen heidnischen »Chri-Apostolischen Kirche steht: stentums«, das wiederholt als in»Man braucht nicht davon aus- voller Blüte stehend und als töd-zugehen, daß Simon, als er mit liche Bedrohung für echte Chri-den Christen brach, alles wider- sten bezeichnet wird. Im 2. Ko-rief, was er gelernt hatte. Wahr- rinther 11,4 finden wir einescheinlicher ist, daß er an eini- Warnung vor denen, die »einengen christlichen Vorstellungen anderen Jesus« predigen oderfesthielt und sie in ein eigenes »einen anderen Geist« emp-System einverleibte. So wurde er fangen.das Oberhaupt einer rückschritt-lichen Sekte, die vielleicht dem Satans Diener wurden - unterNamen nach christlich war und der persönlichen Leitung des Si-sicherlich auch einige christliche mon Magus - »umgewandelt inBegriffe verwendete, die aber ei- Diener der Gerechtigkeit« •gentlich antichristlichen Charak- wahre Vertreter Christi - undter hatte und Simon in die her- führten die Massen in die Irre.ausragende Stellung erhob, die Es ist den Menschen - derenim Christentum Christus vorbe- Natur dem Willen ihres Schöp-halten war.« fers diametral entgegengesetzt ist - schon immer leichter gefal-»Das Amalgam aus Heidentum len, dem Weg Satans zu folgen.und Christentum, das besonders Dem Durchschnittsmenschen
  • 23Hethitlsche Göttin mit ihrem Kind. Sie beten die Sonne und dieSchlange an und damit Satan.
  • 24mit seinem fleischlichen Ver- schreibt: »Die kärglichen Unter-stand erscheinen die Lehrsätze lagen der Kirchengeschichte las-Luziferianismus oder Illuminis- sen es selten zu, die über demmus völlig »einsichtig« und Kindesalter der Kirche hängen-»richtig«. Gift in einer Honigdo- den dunklen Wolken zu zer-se ist noch immer Gift. Ein Hei- streuen.«dentum mit dem Etikett »christ-lich« ist noch immer giftig, es Beachten Sie die Worte »Schat-gibt nur eine Art, ein Christ zu ten«, »Vorhänge« und »Wol-sein - Christi Weg zu folgen. ke«. Das »verlorengegangene Jahrhundert« ist das direkte Er-Der heilige gebnis einer massiven Verdun-Gott Simon kelung, in deren Schutz die Be- weise ihrer wahren Natur undSimons babylonisches Pseudo- Bestimmung vernichtet wurden.christentum (Taufheidentum) Wir haben gesehen, daß Satantrat im Jahr 33 nach Christus auf der Fürst der Dunkelheit und- zwei Jahre nach der Bildung der Zerstörer der Wahrheit ist.der wahren christlichen Kirche. Simon und seine von Satan in- spirierten Jünger waren krampf-Die Apostelgeschichte ist die haft bemüht, die Welt aufs Neuewahre Geschichte der christli- zu täuschen.chen Kirche bis zum Jahre 69nach Christus. Was sich in der Wenn wir noch tiefer in die Kir-Zeit danach zutrug, wird in der chengeschichte eindringen, wer-Geschichtswissenschaft »das den wir auf weitere Tatsachenverlorengegangene Jahrhun- stoßen, die viele sorgsam geheg-dert« oder »das Jahrhundert der te Vorstellungen über den Hau-Schatten« genannt. Es ist histo- fen werfen.risch erwiesen, daß »wir von al-len Perioden der Kirchenge- Im »Wörterbuch Christlicherschichte über diese am wenig- Biographie« können wir lesen:sten wissen. Nach Paulus Tod »Als Justinian der Märtyrer sei-verhüllt fünfzig Jahre lang ein ne >Apologie< schrieb (152 nachVorhang die Kirche, hinter den Christus), scheint die Sekte derwir nicht blicken können. Als er Simonier eine imposante Ver-sich um 120 nach Christus mit breitung gehabt zu haben, dennden Schriften der ersten Kir- er erwähnt den Gründer Simonchenväter schließlich hebt, fin- viermal. Er weist darauf hin, daßden wir eine in vielen Aspekten dieser in der Regierungszeit desandere Kirche vor, als es die Kir- Kaisers Claudius (45 nach Chri-che der Tage Petrus und Paulus stus) nach Rom gekommen seiwar«. und durch seine magischen Fä- higkeiten ein solches AufsehenDer Historiker Edward Gibbon erregt habe, daß er als Gott ver-läßt an Deutlichkeit nichts zu ehrt wurde. Eine Statue Simonswünschen übrig, wenn er wurde zwischen den Tiberbrük-
  • 25Die Sonnen-Anbetung als Satans Trugreligion hat die Rück-kehr zum echten Christentum erschwert.ken am Flußufer errichtet; sie Unwahrheit hätte zeihen kön-trug die Inschrift >Simoni Deo nen. Hätte er sich geirrt, wäreSanctcx. (der heilige Gott das sofort bemerkt - und nichtSimon).« von anderen Schriftstellern soHat Justinian das erfunden? Si- häufig wiederholt worden«.cher nicht. Es gibt »sehr wenigeGegenbeweise, aufgrund derer In Rom herrschten dieman eine derart präzise Äuße- babylonischen Mysterienrung wie die Justinians zurück-weisen könnte; er hätte sie in Als Simon Magus nach Romeiner an Rom gesandten Vertei- kam, bestrickte er die Römerdigungsschrift sicher nicht ge- mit seinen »magischen« Kräftenwagt, wenn dort jeder ihn der und wurde bald als Simon Petrus
  • 26- Simon der Interpret der baby- dem Zentrum der Götzenkultelonischen Mysterien - bekannt. und der falschen Religion. Bile-Wie wir gesehen haben, hatte er ams Name (aus dem Semiti-den Namen Jesu Christi und gro- schen: »Eroberer des Volkes«)ße Teile der christlichen Termi- läßt sich als sicher annehmen,nologie übernommen und be- daß Bileam sich als Nachfolgernutzte sie, um seinen eigenen Nimrods, des Begründers derEinfluß zu vergrößern. babylonischen Mysterien ver- stand. Die Griechen nanntenPetrus- oder Pethor-Verehrung Nimrod Nikolaus, was ebenfallskann bis Mesopotamien zurück- »Eroberer des Volkes« be-datiert werden, wo der Götzen- deutet.kult seinen Ursprung hatte und Nimrod war in anderen Ländernwo Nimrod den Turm zu Babel der damals bekannten Welt un-bauen ließ. In Deuteronomium ter verschiedenen Namen be-lesen wir, daß Bileam »aus Pe- kannt - Janus und Mithras ge-thor in Mesopotamien« gedun- hörten dazu. Janus, ein »Gott«gen wurde, um das Volk Israel der Petrus-Kategorie, wurdezu verfluchen. Aus der Ge- »mit einem Schlüssel in derschichte wissen wir, daß Pethor Hand« von den alten Römernein sehr heiliger Ort war, »an »Türhüter des Himmels und derdem es einen Orakeltempel gab Erde« genannt.und der daher Pethor und Pe-thora genannt wurde - was Ort Ovid schrieb von ihm (Janus),der Interpretation oder Orakel- »daß sein Kopf doppelgesichtigtempel hieß. Hier befand sich war, was seine Doppelherrschaftzweifellos ein Priesterkollegium, über Himmel und Erde bezeich-dessen Leiter Bileam war«. nete: alle Dinge öffnen oder schließen sich nach seinem Wil-Bileam war der Haupt-Pator len, er regiert das Universum(Petrus) des Pethor (Petrus- und ist der Hüter der Himmels-Tempel) von Mesopotamien, tore«.
  • 27II. Der Orden der IlluminatenIn Deutschland wurde ein teuflischer Plan ausgebrütet, der unzähligeMillionen Menschen täuschte - und der heute die Existenz derwestlichen Zivilisation bedroht. In den Jahren nach der Reformationkam in gebildeten Kreisen eine neue Denkrichtung in Mode, die als»Aufklärung« bekannt wurde. Dieser Rationalismus entwickelte sichzuerst in Deutschland, weil dies das einzige Land mit relativerReligions- und Gedankenfreiheit war. In anderen Staaten war dasDenken zensiert, und Kirchenführer verfolgten oder töteten jeden,der seine Gedanken frei äußerte. Die Studierenden wurden von denstickigen Zwängen befreit, die im dunklen Zeitalter auf jeglichenakademischen Beschäftigungen gelastet hatten - und die Brise derForschung und der intellektuellen Neugier wehte frisch durch die»geheiligten Hallen« der Gelehrsamkeit. Viele fühlten sich ermutigt,langgehegte Glaubens werte, die ohne Prüfung allgemein für wahrgehalten worden waren, zu hinterfragen.Von Beginn an war Satan einer die Mythen und abergläubischender eifrigsten Anführer dieser Vorstellungen des dunklen Zeit-»Emanzipatoren«. Da es ihm alters auf der Bibel beruhten. Danicht gelungen war, die Gesamt- sie den Aberglauben als falschmenschheit mit seiner simoni- widerlegen konnten, nahmen sieschen Spielart des »Taufheiden- - ohne einen wirklichen Beweistums« gefangenzuhalten, ver- dafür zu haben - an, sie hättensuchte er es jetzt mit einem an- die Bibel widerlegt. Wir wissenderen Trick. aber, daß die Lehren jener Kir- che auf den von Satan inspirier-Der einzige Gott ten babylonischen Mysterienkultist der Mensch selbst zurückgingen - nicht auf die Bibel.Die einst so mächtige Kirche, Die deutschen Aufklärer attak-deren Verfall durch Korruption kierten alle überlieferten Glau-und moralische Verdorbenheit bensinhalte in der unerschütter-eingeleitet worden war, hatte lichen Überzeugung, daß jedeviele Ideen verkündigt, die sich Art Religion irrig, töricht undlängst als völlig irrig erwiesen seltsam sei. Einer ihrer Wortfüh-hatten. Das war den Aufklärern rer gab arrogant kund: »Derebenso klar wie die Tatsache, Wendepunkt der Geschichte istdaß die Kirche - von der ja all- gekommen, wenn der Menschgemein angenommen wurde, sie sich bewußt wird, daß der einzi-sei der Leib Christi - ihre An- ge Gott des Menschen derhänger durch Einschüchterung Mensch selbst ist.« Ein andererund mit abergläubischen Riten Wortführer definierte den Ra-in Abhängigkeit hielt. Sie gingen tionalismus als »die Denkart,fälschlicherweise davon aus, daß nach der die menschliche Ver-
  • 28nunft die alleinige Quelle und mon Magus 33 nach Christus insdas einzige Richtmaß aller Wis- Leben gerufen wurde, sich ir-sensgebiete ist«. Durch nicht en- gendwie in Luft aufgelöst hätte.denwollendes Trommelfeuer ei- Wir sollten im Gegenteil davonner »aufgeklärten« Gelehrsam- ausgehen, daß Simons Bewe-keit wurde die europäische In- gung in unserer heutigen Gesell-telligentsia in der zweite Hälfte schaft, die so offensichtlich irre-des 18. Jahrhunderts auf das II- geleitet und so eindeutig von Sa-luminatentum - den Geheimor- tan beeinflußt wird, sehr rührigden der Illuminaten - vorbe- ist. Natürlich verkauft die mo-reitet. derne Ausprägung von Satans Simonischer Kirche ihre falschenIlluminaten. Was sagt dieser Na- Waren nicht unter dem Bannerme heute? Die meisten Men- der »geistlichen Verführungsge-schen beantworten diese Frage sellschaft Simons«, der »Uner-mit dem starren Blick völligen schütterlichen Kirche der baby-Unverständnisses. Einige reagie- lonischen Mysterien« oder derren mit kaum verhohlenem »Satanskirche des babylonischenGrinsen und einer abfälligen Be- Taufheidentums«. Solche Na-merkung. men würden kaum jemandenDessen ungeachtet gibt es eine davon überzeugen, daß es sichTatsache, über die kein Zweifel um wahres Christentum handelt.besteht: der Illuminatenorden Seit Jahrhunderten ist wohlbe-wurde am 1. Mai 1776 von Dr. kannt, daß diese Kirche im 17.Adam Weishaupt, Professor für Kapitel der Offenbarung an Jo-katholisches Kirchenrecht an der hannes als die große Kirche (dieUniversität Ingoldstadt, gegrün- Bibel nennt sie die große Hure)det. Weishaupt - von Geburt Ju- definiert ist, die unzähligede, der später zum Katholizis- »Töchter« ausgebrütet und »diemus konvertierte - brach mit Bewohner der Erde (geistig)dem Jesuitenorden, dem er als trunken gemacht hat vom WeinPriester angehört hatte, und ihrer (geistlichen) Unzucht«.gründete seine eigene Organisa- Diese mächtige weltweite Orga-tion. Viele Gebildete meinen, nisation hat also die Völker ge-daß die Illuminaten beziehungs- täuscht und korrumpiert. Werweise die satanische Philosophie getäuscht wird, merkt davonhinter ihnen, nur weil sie keine nichts, sonst hätte er ja nicht ge-offen anerkannte Organisatio- täuscht werden können. Wer ge-nen mehr sind, für die westliche täuscht ist, mag absolut gutgläu-Welt keine Bedrohung mehr big sein - recht hat er deshalbdarstellen. Eine solche Annah-me ist äußerst naiv. nicht.Es wäre sowohl naiv als auch Ziel ist die Errichtungtöricht zu glauben, daß die große einer Weltregierungreligiöse Renegatenbewegung, Es gibt Beweise dafür, daß simo-die unter Satans Leitung von Si- nische Kräfte sich mit den II-
  • 29Adam Weishaupt, ehemaliger Jesuit, gründete am 1. Mai 1776die Geheimgesellschaft der Illuminaten.
  • 30luminaten auf höchster Ebene praktisch identisch. Tatsächlichvereinigt haben, um gemeinsam war Satan der erste Illuminat.beider höchstes Ziel zu errei-chen - die restlose Eroberung Die Öffentlichkeit wurde zumder Welt. erstenmal auf die Existenz der Illuminaten und ihres teuflischenEs ist wichtig, daß wir die wahre Plans zur Welteroberung auf-Bedeutung des Namens von merksam, als sich 1785 einWeishaupts Geheimgesellschaft merkwürdiger Unfall ereignete.klären. Der Namen »Illumina- Die Geschichte berichtet, daßten« impliziert, daß Mitglieder ein berittener Kurier der Illumi-des Ordens die einzigen wirklich naten mit Namen Lanze überaufgeklärten Menschen sind und Frankfurt nach Paris jagte, umwissen, »um was es wirklich Dokumente über Aktivitätengeht«. Weishaupt und seine An- jr Illuminaten im allgemeinenhänger hielten sich für die Cre- und ins Einzelne gehende In-me de la creme der Intelligent- struktionen für die geplantesia, für die einzigen Menschen französische Revolution im be-mit der Fähigkeit, dem Wissen, sonderen zu überbringen. Dieder Einsicht und dem Verstehen, Dokumente stammten von Il-die notwendig sind, wenn man luminaten in Deutschland unddie Welt regieren und ihr den waren für den Großmeister derFrieden bringen will. Ihr erklär- G. O. M. (die Großloge vontes Ziel war die Errichtung eines Frankreich) in Paris bestimmt.»Novus Ordo Saeclorum«, einer Als der Kurier bei Regensburgneuen Weltordnung beziehungs- galoppierte, erschlug ihn einweise einer Weltregierung. Blitz. Alle Papiere fielen in die Hand der Polizei, die sie an dieDer Name »Illuminati« leitet bayerische Regierung weiterlei-sich von dem Wort Luzifer her, tete. Diese ordnete eine Razziadas »Lichtbringer« bedeutet des Illuminaten-Hauptquartie-oder ein Wesen von außeror- res an, bei der weitere Doku-dentlicher Brillianz. mente sichergestellt wurden. So wurde entdeckt, daß die Ver-Die direkte Parallele zwischen schwörer weltweite Ziele hatten.der vermessenen, eitlen, egoisti-schen Haltung Weishaupts und Alle die sorgfältig dokumentier-seiner Anhänger einerseits und ten Beweise wurden den Regie-der Haltung, die Satan an den rungen Englands, Deutschlands,Tag legte, als er und die von ihm Österreichs, Frankreichs, Polengeführten Engel ihrem Schöpfer und Rußlands überbracht. Ausdie Herrschaft über das Univer- welchem Grund auch immer,sum zu entreißen versuchten, vermutlich aufgrund des Einflus-andererseits ist offenkundig. Das ses von Insider-Illuminaten, be-Illuminatentum ist eindeutig Sa- schlossen die genannten Regie-tanismus in einer seiner moder- rungen, den Warnungen keinnen Spielarten: die Ziele sind Gehör zu schenken. Vier Jahre
  • 31danach explodierte die französi- ein. Er hatte mit einem dünkel-sche Revolution, die die ganze haften, eingebildeten Menscheneuropäische Szenerie ins Wan- mit einem unersättlichen Macht-ken brachte. trieb gerechnet; statt dessen be- kam er es mit einem Mann zuAgenten der tun, der am Schicksal seiner Mit-Geldbarone menschen und seines Volkes aufrichtig Anteil nahm. RobisonSir Walter Scott hebt im zweiten war nicht käuflich.Band seines Werkes »Das LebenNapoleon Bonapartes« die Tat- Er fiel auch nicht auf die Lügesache hervor, daß alle Ereignis- herein, die Ziele der Illuminatense, die in die französische Revo- seien rein und ehrenhaft. Dar-lution mündeten, von den Geld- über sagte er jedoch nichts, son-baronen - den Illuminaten - dern ging zum Schein auf dieherbeigeführt wurden, deren Verschwörer ein. So wurden ihmAgenten den Mob zur Etablie- hochvertrauliche Dokumenterung des berüchtigten Terrori- zugänglich gemacht, aufgrundstenregimes anstifteten. derer er die Aktivitäten an der Spitze des Geheimordens ausDer erste echte Umschwung, nächster Nähe untersuchenwas Insider-Informationen über konnte.die Illuminaten betrifft, ereigne-te sich, als diese »großen Intel- Das Ergebnis war ein aufsehen-lektuellen« töricht genug waren, erregendes Buch, das er 1797John Robison zum Beitritt auf- unter dem Titel »Proofs of azufordern. Robison, Professor Conspiracy« (Beweise für eineder Naturphilosophie an der Verschwörung) veröffentlichte.Universität Edingburgh, warGeneralsekretär der angesehe- Alles, was wir heute über dienen »Royal Society« der Stadt. Anfänge der Illuminaten wissen, stammt von Robisons Buch so-Seine Zeitgenossen und beson- wie von einem Werk, das derders Adam Weishaupt hielten Priester Barruel ein Jahr späterihn für einen der führenden In- schrieb: »Memoirs - Illustratingtellektuellen jener Tage. Als the History of Jacobinism«. Ob-Weishaupt Robison einlud, in wohl beide Autoren nichts von-die Reihen der Verschwörer ein- einander wußten, geben beidezutreten, wird er geglaubt ha- Werke uns einen klaren Über-ben, der britische Professor blick über die Organisation. Bei-könnte sein Trumpf-As bei der de stützen sich weitgehend aufAusdehnung seiner Organisa- die Originalschriften des Ordenstion auf die britischen Inseln und der Sekte der Illuminaten,sein. den offiziellen Bericht der baye- rischen Regierung, den sie 1786Weishaupt schätzte Robisons nach einer längeren Untersu-Charakter allerdings völlig falsch chung herausgegeben hatte.
  • 32Das sind die war; die erste bestand aus »No- vizen«, »Minervalen« und »ge-Fakten ringeren Illuminaten«; die zwei-Adam Weishaupt wurde am 6. te Klasse bestand aus Freimau- rern - »gewöhnlichen« undFebruar 1748 geboren. SeineErziehung durch die Jesuiten »schottischen Rittern«; der drit-hatte in ihm einen starken Wi- ten oder Mysterienklasse gehör-derwillen gegen diesen Orden ten »Priester« und »Regenten«,erweckt. Als er mit ihm brach, »Magier« und »der König« an. Der König war natürlich Weis-vertiefte er sich in die subversi-ven und antichristlichen Lehren haupt selbst.der französischen Philosophen Den Novizen, die die äußerenund anderer Schriftsteller, die Ringe ausmachten, wurde er-sein angeborenes Überlegen- zählt, der große Zweck der Il-heitsgefühl ansprachen. luminaten sei es, »aus der menschlichen Rasse ohne Un-Die nächsten fünf Jahre widmete terscheidung von Nation, Zu-er sich der Meditation. In dieser stand oder Beruf, eine gute undZeit entwarf er den Plan, die glückliche Familie zu machen«.Zivilisation umzustürzen und ei- Alle Novizen mußten einen Eidne - wie er es nannte - »Novus schwören, mit dem sie dem Or-Ordo Saeclorum« - eine neue den in Gestalt seiner OberenWeltordnung - zu errichten. Er »immerwährendes Schweigen,entwickelte den Ablauf der Re- unerschütterliche Treue und Er-volution selbst. gebenheit« schworen; sie ver- pflichteten sich, »meiner Ur-Am 1. Mai 1776 gründete Weis- teilskraft, meinem Willen undhaupt die Geheimgesellschaft der kleinlichen Ausübung mei-der Illuminaten als das Werk- ner eigenen Fähigkeit und mei-zeug, mit dem er sein Ziel errei- nes Einflusses gewissenhaft undchen wollte. Alle Mitglieder vollständig abzuschwören, dasmußten Namen der klassischenAntike annehmen. Weishaupt Wohl des Ordens zu meinemnannte sich Spartacus, nach dem Wohl zu machen, und bin bereit,Anführer einer Erhebung von ihm mit meinem Vermögen,Sklaven im alten Rom; sein er- meiner Ehre und meinem Blutster Assistent, Herr von Zwack, zu dienen. Die Freunde undBerater des Prinzen von Salm, Feinde des Ordens sollen meinehieß Cato; aus Baron Meggen- Freunde und Feinde sein; beidenhoff wurde Sulla, aus Adolph gegenüber will ich mich so ver-Freiherr von Knigge wurde halten, wie der Orden es gebie-Philo. tet. Ich will mich seiner Verbrei- tung und seinem wachsendenIn der 81. Edition der »Encyclo- Ansehen widmen und ohne jedepaedia Britannica« von 1910 verborgenen Vorbehalte allewird erwähnt, daß der Orden in meine Fähigkeit darin setzen,drei Hauptklassen eingeteilt dies zu erreichen.«
  • 33Beweise für eine Verschwörung gegen alle Religionen undRegierungen Europas.
  • 34 störung der Religion: »Ich habeDie Menschheit frei eine in jeder Hinsicht vorteilhaf-und glücklich machen te Erklärung ersonnen; sie ist fürAls Warnung vor den Folgen ei- jede christliche Religionsge- meinschaft verlockend; sie löstnes Verrats nahm der Novize an sich nach und nach von jeder Arteiner Zeremonie teil, währendder ihm mitgeteilt wurde: religiösen Vorurteils; sie pflegt»Wenn du ein Verräter bist und soziale Tugenden; und sie regteinen Meineid geschworen hast, sie an durch die große, machba- re, baldige Aussicht auf univer-sollst du wissen, daß unsere Brü- sales Glück in einem Staat derder aufgefordert sind, die Waf- Freiheit und moralischenfen gegen dich zu erheben. Hof-fe nicht zu fliehen oder einen Gleichheit, frei von den Barrie- ren, die Untertänigkeit, Klassen-sicheren Ort zu finden. Wo im- ordnung und Reichtum für unsmer du sein wirst, Scham, Reueund der Zorn unserer Brüder bedeuten. Meine Erklärung istwird dir bis in die letzten präzise und vollständig, meine Mittel sind wirksam und unwi-Schlupfwinkel deines Innern fol-gen und sie zerfressen.« derstehlich. Unsere Geheimor- ganisation arbeitet so, daß ihrWenn ein Mitglied den »inneren nichts widerstehen kann, undKreis« erreicht hat, war sein Eid bald wird die Menschheit freiabsoluter Geheimhaltung und und glücklich sein.«fraglosen Gehorsams zu einertodernsten Angelegenheit ge- Dieser Plan erwies sich nicht nurworden. Erst jetzt durfte er die bei den Novizen, sondern auchletzten Ziele des Ordens erfah- bei Menschen aller Stellungenren: 1. Abschaffung jeder or- und jeden Alters als äußerst er-dentlichen Regierung; 2. Ab- folgreich: »Die Bewunderns-schaffung des Privateigentums; würdigste von allem«, schrieb3. Abschaffung des Erbrechts; 4. Weishaupt an Cato, »ist, daß be-Abschaffung des Patriotismus; deutende protestantische und5. Abschaffung aller Religionen; reformierte Theologen (Luthe-6. Abschaffung der Familie und raner und Calvinisten), die unse-7. die Errichtung einer Weltre- rem Orden angehören, wirklichgierung. der Ansicht sind, der Orden sei die wahre, unverfälschte Ver-Selbstverständlich wurden diese körperung der christlichen Reli-eigentlichen Ziele des Ordens gion. O Mensch, was kann manvor den meisten Mitgliedern ge- dich nicht glauben machen?«heimgehalten. Ihnen wurde ver-sichert, der alleinige Zweck der Weishaupt war ein Meisterver-Gesellschaft sei die Sicherstel- brecher des Typs, der in derlung »des Glücks der Mensch- Weltgeschichte nur selten vor-heit«. kommt; der allein nach derWeishaupt hatte einen subtilen, Weltherrschaft streben kann undscharf umrissenen Plan zur Zer- dabei vor dem Äußersten nicht
  • 35zurückschreckt. Jedem Men- 1777 einführten. Um den wah-schen versprach er die Erfüllung ren Zweck der Illuminaten vorseiner Wünsche, wie gegensätz- ihnen zu verschleiern, ließ Weis-lich diese auch waren. Weis- haupt die Fürsten nur für diehaupt war der König unter den unteren Grade zu.Hochstaplern. Am 16. Juli 1782 wurde auf dem Kongreß von Wilhelmsbad dieAllianz zwischen Allianz zwischen IlluminatenIlluminaten und und Freimaurern endgültig be-Freimaurern siegelt. Mit diesem Pakt verei- nigten sich die führenden Ge-Er forderte blinden Gehorsam heimgesellschaften der damali-gegenüber der »Parteilinie«, so gen Zeit. Die neue Allianz hattewie er sie selbst festgelegt hatte. »weltweit nicht weniger als dreiLügen, Widersprüche und Be- Millionen Mitglieder«. Kein Hi-trug waren an der Tagesord- storiker hat die tatsächlichennung. Er hatte keine Skrupel zu- Auswirkungen dieses Zusam-zugeben, daß er sich bemühte, menschlusses auf die Weltge-Leichtgläubige in die Organisa- schichte gebührend gewürdigt.tion zu locken. Er schrieb: »Die-se Leute bedeuten Zuwachs für »Was bei diesem schrecklichenuns und bringen Geld in unsere Kongreß beschlossen wurde,Kassen; werft unsere Köder aus wird der Außenwelt nie bekanntund laßt so viele Menschen wie werden, denn selbst die Männer,möglich anbeißen, aber sagt ih- die unwissentlich Mitglieder dernen nichts über unsere Geheim- Bewegung geworden waren undnisse, sie dürfen nicht über die jetzt zum erstenmal von ihren>Geheimgrade< und die Ver- Führern über die wirklichen Plä-schwörung informiert werden, ne unterrichtet wurden, standenmit deren Hilfe sie getreu der unter Eid, nichts verlauten zuZielsetzung des Ordens ver- lassen. Ein aufrichtiger Freimau-sklavt werden sollen. Sie müssen rer, der Comte de Virieu, ant-glauben, daß der niedrige Grad, wortete auf die Frage nach denden sie erreicht haben, der höch- tragischen Geheimnissen, dieste ist.« er mit sich gebracht hatte: >Ich werde Ihnen darüber nichts an-Die protestantischen Fürsten in vertrauen. Ich kann nur sovielDeutschland und Europa waren sagen: dies ist alles erheblichvon Weishaupts Plan, die katho- ernster, als Sie glauben. Die ge-lische Kirche zu zerstören, der- plante Verschwörung ist derartart angetan, daß sie danach geschickt geplant, daß es Monar-strebten, dem Orden beizutre- chie und Kirche gewissermaßenten. Über diese Männer wurde unmöglich sein wird, ihr zu ent-die Kontrolle des Freimaurer- rinnen^ Seit diesem Tag, so derordens möglich, in den sie Weis- Biograph M. Costa de Beaure-haupt und seine Mitverschwörer gard, >konnte der Comte de Vi-
  • 36Albert Pike, vermutlich Bruder Piccolo Tiger, übernahm dietheosophischen Aspekte des Illuminaten-Ordens.rieu vom Freimaurertum nurnoch mit Schrecken Sprechern.« Die größte Stärke liegt in der VerborgenheitIn den folgenden Jahren exi-stierte eine starke Bewegung, Obwohl der Orden rasch größerdie die Emanzipation der euro- wurde, gab es bald erste Mei-päischen Juden erreichte. Wäh- nungsverschiedenheiten. Knig-rend Juden bis zu diesem Zeit- ge, einer von Weishaupts Hand-punkt die Mitgliedschaft bei den langern, der Vorsteher der Pro-Freimaurern versagt war, wurde vinzen, versuchte, einen Teil vonder Bann jetzt aufgehoben. Es Weishaupts Ruhm für sich zuwurde beschlossen, die Zentrale beanspruchen. Er wurde seinerdes illuminierten Freimaurer- Stellung enthoben und verließtums nach Frankfurt, dem den Orden.Hauptsitz des jüdischen Kapi- Das Interesse an den Aktivitätentals, zu verlegen. der Illuminaten wurde stärker,
  • 37je mehr Informationen über ihre luminatentum ein Ding der Ver-teuflischen Pläne bekannt wur- gangenheit sei. Diese Lüge istden. 1785 verließen vier leitende seitdem von »Historikern« im-Mitglieder die Gesellschaft und mer wiederholt worden, die diesagten vor einem Untersu- Wahrheit über die nun folgen-chungsgericht aus, das der baye- den Aktivitäten der Illuminatenrische Kurfürst einberufen hatte. sorgsam verhüllten.Ihre überraschenden Enthüllun-gen räumten jeden Zweifel an Es wurde nun wichtiger als jeder satanischen Natur des II- zuvor, die Namen »Illuminaten«luminatentums aus. Am 11. Ok- oder »Illuminatentum« aus dem öffentlichen Sprachschatz zutober 1785 wurden bei einerRazzia in Zwacks Haus Unmen- entfernen. Die Instruktionen für den Rang eines Regenten laute-gen von Dokumenten sicherge-stellt, die überdeutlich zeigten, ten: »Die größte Stärke unseresdaß geplant war, eine »weltweite Ordens liegt in seiner Verbor-Revolution anzufachen, die der genheit; laß ihn bei keiner Gele-Gesellschaft den Todesstoß ver- genheit, an keinem Ort untersetzen sollte. Diese Revolution seinem Namen erscheinen, son-wird das Werk der Geheimge- dern immer unter einem ande- ren Namen und Gewerbe.«sellschaft sein, und das ist einesunserer großen Geheimnisse.« Da der amerikanische Unabhän- gigkeitskrieg schon begonnenDer bayerischen Regierung war hatte, als der Illuminatenordendie tödliche Gefahr bewußt. Sie entstand, konnte dieser aufentschied, die Dokumente selbst Amerika keinen entscheidendensprechen zu lassen, indem sie sie Einfluß mehr nehmen. Aberveröffentlichte und in weitest- noch bevor die Kolonien sichmöglichem Rahmen zirkulieren vereinigten, die Verfassung ver-ließ. Das offizielle Dokument kündet und die amerikanischetrug den Titel »Originalschriften Republik gegründet wurde, bil-des Ordens und der Sekte der deten sich schon fünfzehn LogenIlluminaten«. Die europäischen des Illuminatenordens in denRegierungen ignorierten diese dreizehn Kolonien. Die Colum-Warnung. Wenig später verließ bia-Loge wurde 1785 in NewZwack Deutschland. Weishaupt, York City gegründet; Mitgliederauf dessen Kopf eine Belohnung waren unter anderem Gouver-ausgesetzt war, nahm Zuflucht neur DeWitt Clinton, späterbei einem seiner adligen Schüler, Clinton Roosevelt, Charles Da-dem Herzog von Sachsen-Co- na und Horace Greeley. Einburg und Gotha. Jahr darauf wurde eine Loge in Virginia aus der Taufe gehoben,Dieser scheinbare Zusammen- der Thomas Jefferson angehör-bruch des Ordens diente der Sa- te. Als Weishaupts diabolischeche der Verschwörer, die sich Pläne von der bayerischen Re-sofort daran machten, die Nach- gierung aufgedeckt wurden, ver-richt zu verbreiten, daß das II- teidigte ihn Jefferson nach-
  • 38drücklich als einen »begeisterten Daß Washington über die Be-Menschenfreund«. drohung der Vereinigten Staaten seitens der Illuminaten ernstlichVorahnungen einer besorgt war, kommt in seinerheraufziehenden Gefahr Abschiedsrede vom 19. Septem- ber 1796 sehr deutlich zum Aus-Es gab viele unüberhörbare druck. Diesem Dokument ge-Warnungen hinsichtlich der II- bührt nach der Verfassung derluminaten-Tätigkeit in Amerika. zweite Platz in der nationalenAm 19. Juli 1798 wies David Bedeutung.Pappen, der Präsident der Har-vard-Universität, in seiner Rede Washington äußerte seinen Her-vor der Abschlußklasse betont zenswunsch, daß »der Himmelauf den verderblichen Einfluß Ihnen weiterhin die vorzüglich-des Illuminatenordens hin. Eine sten Zeichen seiner Gnade spen-ähnliche Warnung sprach der den möge« und »daß die freiePräsident der Yale-Universität, Verfassung, das Werk IhrerTimothy Dwight, aus. Hände, heilig gehalten werde:Im selben Jahr sandte George daß jede Abteilung der Regie-Washington einen Brief an G. rung und Verwaltung mit Weis-W. Snyder, in dem er schrieb: heit und Tugend geprägt werden»Es ist nicht meine Absicht zu mögen«. Dann erklärte er, ihnbezweifeln, daß die Doktrin der treibe die Vorahnung einer her-Illuminaten und die Prinzipien aufziehenden Gefahr dazu, »Ih-des Jakobinertums in den Verei- nen zum ernsten Nachsinnennigten Staaten keine Verbrei- und häufigen Überdenken einigetung gefunden haben. Es gibt im Gedanken mitzuteilen, die lan-Gegenteil niemanden, der dar- ger Reflexion und sorgfältigerüber glücklicher ist als ich. Beobachtung entsprungen sindIch wollte vielmehr meine Über- und die mir für den Fortbestandzeugung zum Ausdruck bringen, Ihres Glücks als eines Volkesdaß die Freimaurer in diesem überaus wichtig erscheinen.Lande in Form von Gesellschaf- Da leicht vorherzusehen ist, daßten die teuflichen Lehrsätze von verschiedenen Quellen, ausnicht zu verbreiten versuchten. verschiedenen Richtungen vielDaß einzelne von ihnen das viel- Mühe auf gewandt, viel List inleicht getan haben, ohne daß der Anschlag gebracht werden wird,Gründer beziehungsweise die um Ihr Uberzeugtsein von dieserEinrichtungen, die in den Verei- Wahrheit ins Wanken zu brin-nigten Staaten demokratische gen; da dies die Stelle Ihrer poli-Gesellschaften gründen sollten, tischen Festung ist, die die inne-dieses Ziel hatten und tatsäch- ren wie die äußeren Feinde amlich das Volk von der Regierung häufigsten und aktivsten (wennentfremden wollten, ist zu offen- auch oft versteckt und hinterhäl-sichtlich, als daß man es bestrei- tig) angreifen werden, ist esten könnte.« unendlich bedeutsam, daß Sie
  • 39den unermeßlichen Wert, den Die vorrangige VerhaltensregelIhre nationale Einheit für Ihr im Umgang mit fremden Natio-kollektives und individuelles nen ist: Ausweitung unsererWohlbefinden hat, richtig beur- Handelsbeziehungen mit ge-teilen. ringstmöglicher politischer Ver- bindung. Soweit wir bereits Ver-Jede Obstruktion der Ausübung pflichtungen eingegangen sind,von Gesetzen, alle Kombinatio- sollen sie in bestem Vertrauennen und Vereinigungen, die - erfüllt werden. Dann aber laßtmit noch so plausibel erschei- uns damit aufhören.nenden Gründen - in Wahrheitdie reguläre Planung und Arbeit Warum sollen wir auf die Vor-der verfassungsmäßigen Autori- teile unserer besonderen Situa-täten lenken, kontrollieren, be- tion verzichten? Warum unskämpfen oder zu etwas Heiligem selbst aufgeben, um auf fremdenerheben wollen, sind für dieses Boden stehen zu können? War-grundlegende Prinzip zerstöre- um - indem wir unser Schicksalrisch und todbringend.« mit dem irgendeines Teils von Europa verknüpfen - unserenWashington weiter: »Von sol- Frieden und Wohlstand von eu-chen Kombinationen und Ver- ropäischen Interessen, europä-einigungen muß angenommen ischer Intrige beeinflussen las-werden, daß sie im Lauf der Zei- sen? Es ist eine rechtmäßige Po-ten und Geschehnisse machtvol- litik, uns auf kein permanentesle Werkzeuge werden, mit denen Bündnis mit irgendeiner frem-schlaue, ehrgeizige und skrupel- den Macht einzulassen.«lose Menschen die Macht desVolkes untergraben und ihrer- 120 Jahre lang bildete dieses Dokument die Grundlage derseits die Zügel der Regierungübernehmen können, um dann amerikanischen Außenpolitik;die Werkzeuge, die ihnen zu un- das Ergebnis war ein Wohlstand, der in der Geschichte keine Pa-gerechter Herrschaft verhalfen,zu vernichten. rallelen hat.Eine ihrer Methoden könnte die Sympathien fürÄnderung der Verfassung sein, Terrorregimewodurch unserem System dieKraft entzogen würde. So könn- Zwei Jahre nach Washingtonste, was nicht zu überwältigen ist, Abschiedsadresse veröffentlich-unterminiert werden. Das Miß- te Professor John Robison seintrauen eines freien Volkes sollte berühmtes Buch »Proofs of aständig wach sein, denn Ge- Conspiracy« (Beweis für eineschichte und Erfahrung haben Verschwörung), in dem er diebewiesen, daß ausländische Be- Welt vor der Illuminaten-Inva-einflussung der verderblichste sion der Maurerlogen warnte.Feind einer republikanischen 1796 entschied sich JohnRegierung ist. Adams, ein Wegbereiter der
  • 40neuentstehenden Maurerlogen über die Herausgabe bereits ge-in Neu-England, im Kampf um einigt.die Präsidentschaft gegen Tho-mas Jefferson anzutreten. Eines »Das Buch war fertiggeschrie-seiner Hauptargumente gegen ben, als er unter die (falsche)Jefferson war, daß dieser als Anklage des Diebstahls gestelltBotschafter in Frankreich in den und verhaftet wurde. Sein HausJahren 1785 bis 1789 offene wurde durchsucht, seine Manu-Sympathien für das von den II- skripte beschlagnahmt und ver-luminaten begünstigte Terrorre- nichtet.« Wenige Tage spätergime gezeigt hatte und Maurer- wurde er »auf Intervention eineslogen für subversive Zwecke be- Verschwörers« aus dem Gefäng-nutzte. nis entlassen und auf dem Heim- weg gekidnappt. Bei einem Tref-John Adams Sohn John Quincy fen nach weiteren Tagen wurdeAdams schrieb drei Briefe an Morgan zum Tode verurteilt.Colonel William L. Stone, in de-nen er die Anschuldigungen im Fünf Männer wurden ausge-Detail formulierte. Er implizier- wählt, das Urteil zu vollstrecken.te, daß die Informationen sei- Nach dem Bericht eines Augen-nem Vater die Präsidentschaft zeugen handelte es sich »aus-gewinnen helfen würden. Von schließlich um Männer mit kor-der Existenz dieser Briefe wurde rektem Benehmen und gutemdie Öffentlichkeit zum erstenmal Charakter; alle waren zweifellosdurch Commander William Guy von einem enthusiastischen,Carrs Buch »Pawns in the ga- aber höchst irregeleitetenme« (Schachfiguren) in Kennt- Pflichtgefühl beseelt«. Sie ludennis gesetzt. Bis vor kurzem wa- Morgan in einen Kahn, und alsren sie in der Ritterburg Square sie auf dem Ontario-See hinaus-Library in Philadelphia aufbe- gerudert waren, »schlangen siewahrt. Mysteriöserweise sind sie ein Seil um ihn, an dessen Endeheute dort nicht mehr aufzu- sie schwere Gewichte befestig-finden. ten, und warfen ihn über Bord. Morgans Leichnam wurde Jahre1826 hielt es William Morgan später aufgefunden. Keiner derfür seine Pflicht, seine freimau- Mörder wurde je vor Gericht ge-rerische Mitbrüder und die ame- stellt«.rikanische Öffentlichkeit überdie Illuminaten und ihre gehei- Der durch William Morgans Er-men Pläne zu informieren. Mor- mordung einsetzende öffentlichegan, »der alle Freimaurer-Grade Skandal bedeutete einen schwe-durchlaufen und eine sehr hohe ren Rückschlag für die Maurer-Position innerhalb des Ordens bewegung in den USA. Fasteingenommen hatte«, begann vierzig Prozent der Mitgliedermit einer Niederschrift eines Bu- im Norden wurden abtrünnig.ches über das Thema. Mit einem Interessanterweise ist diesesDrucker in Batavia hatte er sich hochwichtige historische Ereig-
  • 41nis aus den »Geschichtsbü- luminatenordens, einschließlichchern« getilgt worden. Wir wer- Kommunismus - der unter demden sehen, daß solche Tilgungen Namen »gleiche Chancen, glei-nicht zufällig sind. che Rechte« schmackhafter ge- macht wurde -, Atheismus,Spenden zur Auslösung Frauenemanzipation und freievon Kriegen Liebe. Die Anwensenden wur-und Revolutionen den darüber informiert, daß es die Absicht der Illuminaten sei,Es ist schwer, wenn nicht un- nihilistische und atheistischemöglich, ein klares Bild der Ak- Gruppen mit allen anderen sub-tivitäten der Illuminaten zu Be- versiven Organisationen zu ei-ginn des letzten Jahrhunderts zu nem internationalen Verbandzeichnen. Das hat seinen Grund zusammenzuschließen, derdarin, daß die Jünger Adam Kommunismus heißen sollte.Weishaupts mit vollem Herzen Diese neue destruktive Kraftan die Wahrheit seines Satzes würde dann von den Illuminatenglaubten, daß »die große Stärke zur Auslösung von Kriegen undunseres Ordens in seiner Ver- Revolutionen verwendet wer-borgenheit liegt; laß ihn nie un- den. Clinton Roosevelt - ein di-ter seinem richtigen Namen er- rekter Vorfahr von Franklin De-scheinen, sondern immer nur lano Roosevelt -, Charles Danaunter einem Decknamen mit ei- und Horace Greeley bildeten einnem angeblich anderen Zweck«. Komitee, das Spenden für die neue Sache sammeln sollte.Wenn wir ihre Aktivitäten wei-terverfolgen wollen, müssen wir Roosevelt und seine Gruppe tra-nach bedeutenden Persönlich- ten als Vertreter der Arbeiter-keiten und Gruppen Ausschau klasse auf. Sie führten »edle undhalten, die den satanischen ehrenwerte« Gründe an und ga-Lehrsätzen des Illuminatentums ben, zumindest in ihren früherenanhängen. An ihren Taten wer- Schriften, vor, daß es ihnen dar-den wir sie erkennen. Sie alle um gehe, die Verfassung derwerden auf das Illuminaten-Ziel USA aufrecht zu erhalten. Siehinarbeiten, nämlich die Zerstö- erklärten ihren Vorsatz, dierung nationaler Souveränität »Geldwechsler aus dem Tempelund die Errichtung einer Weltre- zu jagen«, und ihre Gegner-gierung, eines »Novus Ordo schaft gegen Monopole. AlleSaeclorum«. diese erklärten Ziele fanden bei der gutmeinenden MentalitätIm Jahre 1829 finanzierten ame- der »Bauern« Anklang.rikanische Illuministen in NewYork eine Vortragsreihe der Clinton Roosevelt war von sei-englischen Illuministin Frances ner »Wichtigkeit« derart einge-»Fanny« Wright. Sie verkündete nommen, daß er 1841 ein Buchdas gesamte Weishaupt-Pro- mit dem Titel »The Science ofgramm ihrer Hilfstruppe des II- Government Founded on Natur-
  • 42al Law« (Die Wissenschaft des ner gesagt, daß diese Wissen-Regierens auf der Grundlage der schaft im Naturgesetz verankertNaturgesetze) veröffentlichte. sein müsse.Im Vorwort des schmalen Ban- In seinem Buch beschreibt Roo-des läßt Roosevelt den Leser sevelt die Pläne der Illuminatenkeinen Augenblick über seine für die Organisierung derüberlegene Weisheit und Un- Menschheit unter der Kontrollefehlbarkeit im Ungewissen. Er derer, die wie er selbst, »er-schreibt: »Ein umfangreiches leuchtet« sind. Er erläutert, wieWerk hätte sicher einen impo- die Verfassung, die er mit einemsanteren Eindruck gemacht, »leckgeschlagenen Boot« ver-aber dicke Bücher und lange Re- gleicht, »das hastig zusammen-den stammen selten von Geistes- gezimmert wurde, als wir die bri-größen. Der Riese reißt den tische Flagge verließen«, aufge-Baum an der Wurzel aus, an der weicht und dann zerstört werdendie Pygmäen ihr Leben lang her- soll.umhacken. Der Riese sagt: Das Er bekundet seine VerachtungWerk ist getan und blickt auf für den Schöpfer durch die Er-den niedergestürzten Feind.« klärung, daß »es keinen gerech-Ein wahrhaft Illuminierter, der ten Gott gibt, der die Erdendin-hier spricht. ge richtet; wenn es einen Gott gibt, dann ist er ein bösartiges und rachsüchtiges Wesen, derEs gibt keinen uns zum Leiden erschaffen hat«.gerechten Gott Wie sehr sich spätere Roosevelt-Roosevelts Buch stimmt völlig Generationen der Pläne für diemit Weishaupts Anordnungen Schaffung einer »neuen Welt-überein, daß die Ordensoberen ordnung« bewußt waren, wirdder Illuminaten »als die perfek- durch die folgende Passage austesten und erleuchtesten Men- dem Buch »Roosevelt, the Storyschen anzusehen sind; sie dürfen of Friendship« (Roosevelt, dieZweifel an ihrer Unfehlbarkeit Geschichte einer Freundschaft)nicht einmal dulden«. von Owen Wister, erschienen bei McMillan, 1930, deutlich.Der Titel dieses Buches ist eben- Sie gibt eine Unterhaltung wie-falls interessant, denn auch er der, die in den späten neunzigerstützt sich auf die Lehren Weis- Jahren des letzten Jahrhundertshaupts. Weishaupt verfügte, daß stattfand:alle Künste, Wissenschaften undReligionen abzuschaffen und »Wie lange geben Sie der Regie-durch die »sozialistische Wissen- rung in Washington noch? fragteschaft des Regierens« zu erset- ich (Teddy) Roosevelt und (Ca-zen seien, wie er sie selbst lehre bot) Lodge beim Essen.und die die einzig wahre Wissen- Die beiden Studenten, Schrift-schaft sei. Weishaupt hatte fer- steller und Gestalter der Ge-
  • 43Darstellung des Welshauptschen Systems aus: »Nachtragvon weiteren Originalschriften der Illuminatensekte«, 1787.
  • 44Das Zeichen der Illuminaten auf der amerikanischen Ein-Dollar-Note mit dem Gründungsdatum des Illuminatenordens.schichte, als solche wohlvertrautmit den Ursachen, die zum Nie- Orgien derdergang von Weltreichen, GrausamkeitKönigreichen und Republikengeführt haben, verstummten ei-> 1830 starb Weishaupt im Alternen Augenblick lang. Dann sag- von 82 Jahren. In dem Bemü-te einer von Ihnen: Ungefähr hen, die Welt davon zu überzeu-fünfzig Jahre. gen, daß das Illuminaten tum ge- storben und keine Gefahr mehrWer von beiden diese Grenze war, inszenierte er eine ein-setzte, weiß ich nicht mehr. Ich drucksvolle »Reue« auf dem To-erinnere mich aber, daß der an- tenbett und kehrte in den Schoßdere ihm nicht widersprach.« der katholischen Kirche zurück.
  • 451834 wurde Guiseppe Mazzini, Pike wurde am 29. Dezemberder italienische Revolutionsfüh- 1809 in Boston geboren. Ob-rer, von den Illuminaten zum wohl seine Eltern aus bescheide-Leiter ihres weltweiten Revolu- nen Verhältnissen stammten,tionsprogrammes ernannt. Diese machten sie es möglich, daß er inPosition hatte er bis zu seinem Harvard studieren konnte. Spä-Tod 1872 inne. ter zog er zu ihnen nach Newbu- ry, wo er in einer Grundschule Etwa zur selben Zeit trat ein unterrichtete.obskurer Intellektueller mit Na- men Mordechai Marx Levy aliasKarl Marx, einer der Zweigorga- Während des Bürgerkriegesnisationen der Illuminatenver- diente Albert Pike als Brigade-schwörung bei, dem Bund der general in der Armee der Kon-Gerechten. 1847 erhielt er den föderierten. Seine Regierung er-Auftrag, ein Werk zu schreiben, nannte ihn zum Indianerbevoll- mächtigten, und als solcher wardas später unter dem Titel »Das er für die Verhandlungen mitKommunistische Manifest« be- den grausamsten Stämmen ver-kannt wurde. Im Grunde han- antwortlich, um aus ihren Krie-delt es sich dabei um eine politi- gern eine Armee auszuheben.sche Niederlegung der Gesamt-planung für die Zukunft. Marxspielte eine so untergeordnete Um ihm seine Arbeit zu erleich-Rolle, daß sein Name zwanzig tern, machte man ihn zum Gou-Jahre lang nicht auf dem Mani- verneur des indianischen Terri-fest erschien. Er war lediglich toriums. Als sich die Armee ausein Bauer in dem Schach»spiel«, Chickasawas, Romanischen,das die wirklichen Mächte hinter Creeks, Cherokees, Miamis,den Kulissen spielten. Unvorein- Osagen, Kansas und Choktawagenommene Historiker haben bildete, übernahm er ihr Kom-längst festgestellt, daß das Kom- mando. Bei diesen Stämmen warmunistische Manifest nichts er als »der treue bleichgesichtige»Neues« oder »Ursprüngliches« Freund und Beschützer be-enthielt. Es ist weiter nichts als kannt«.ein wiederaufgewärmtes Plagiatder Schriften Adam Weishaupts Pike und seine Armee von Wil-und seines Schülers Clinton den verübten unter dem Deck-Roosevelt. mantel legitimer Kriegsführung wahre Orgien der Grausamkeit.Die nächste wichtigste Persön- Ihre Barbareien waren solichkeit, die auf der amerikani- schreckerregend, daß das Aus-schen Szene als ein Führer der land intervenierte. Vorhaltun-satanischen Verschwörung auf- gen Englands, das drohte, austrat, war Albert Pike. Mazzini humanitären Gründen einzu-ernannte ihn zum Leiter der schreiten, zwangen JeffersonOperationen in den Vereinigten Davis schließlich, seine indiani-Staaten. schen Hilfstruppen zu entlassen.
  • 46Giuseppe Mazzini bestimmt weltweit das Revolutionspro-gramm der Illuminlsten. einsetzte. Außerordentlich bele-Ein Genie sen, beherrschte er sechzehn an-des Bösen tike Sprachen in Rede und Schrift. Er bekannte sich öffent-Albert Pike war ein Genie des lich zur Satansverehrung undBösen. Er hatte viele Talente, praktizierte schwarze Kunst unddie er ausschließlich destruktiv alle Formen der Zauberei.
  • 47Als Top-Illuministen arbeiteten einbart, daß die Existenz diesespike und Mazzini zusammen. Pi- Ritus streng geheimgehalten undke übernahm die theosophischen daß er in den VersammlungenAspekte ihrer Operationen, der Logen und inneren SchreineMazzini die Politik. Als die Frei- anderer Riten nie erwähnt wer-maurerlogen des »Großen den sollte, selbst dann nicht,Orient« aufgrund Mazzinis revo- wenn die Versammlung auf-lutionärer Aktivitäten in Europa grund eines Zufalls ausschließ-in Verruf kamen, präsentierte lich aus Brüdern der perfektender Italiener Pike, der mittler- Weihen bestehen sollte, dennweile der Meister- vom alten und das Geheimnis der neuen Insti-angenommenen Schottenritus tution dürfte nur unter größtender Freimaurer geworden war, Vorsichtsmaßregeln einigen we-einen genialen Plan. Mazzinis nigen Auserwählten aus den ge-Plan war einfach. Als Mann der wöhnlichen hohen Graden of-Praxis erkannte er, daß man fenbart werden.«nicht einen Ritus zur Aus- Pike formte diese ultrageheimeschließlichkeit erheben konnte. Organisation und gab ihr den Namen »Der neue und refor-In einem Brief an Pike schrieb er mierte palladische Ritus«. Eram 22. Januar 1870: »Wir müs- schuf drei oberste Räte, einen insen allen Verbänden gestatten, Charleston, South Carolina, ei-wie bisher weiterzuexistieren, nen zweiten in Rom und einenmit ihren Systemen, ihren zen- dritten in Berlin.tralen Organisationen und denverschiedenen Arten der Korre- Der Historiker Dr. Bataillespondenz zwischen hohen Gra- schreibt: »Dieser Super-Ritusden derselben Riten, in ihren ge- freimaurerisch-luziferischen Spi-genwärtigen Organisationsfor- ritismus darf nicht mit dem Rä-men. Aber wir müssen einen Su- derwerk des Hochmaurertumsperritus schaffen, der unbekannt verwechselt werden. Palladismusbleiben soll und in den wir die ist der Kult des Satans in denMaurer hoher Grade nach unse- inneren Schreinen eines Ritus,rer Wahl berufen werden. Aus der allen anderen Riten überge-Rücksicht auf unsere Mitbrüder ordnet ist. Er ist ein Kult, einemüssen sich diese Männer der Religion.«strengsten Geheimhaltung un-terwerfen. Mit diesem obersten Die satantischeRitus werden wir das gesamte Doktrin ist KetzereiFreimaurertum regieren; er wirddie internationale Zentrale wer- Das theologische Dogma Albertden, die um so mächtiger ist, Pikes ist in den »Instruktionen«weil seine Leitung unbekannt niedergelegt, die von ihm am 4.sein wird.« Juli 1889 für die 23 Höchsten Räte der Welt erlassen wurden:Der Historiker Dominico Mar- »Folgendes müssen wir dergiotta berichtet: »Es wurde ver- Menge sagen: >Wir verehren ei-
  • 48nen Gott, aber unser Gott wird Femme et lenfant dans la Franc-ohne Aberglauben angebetet. Maconnerie Universelle« Weib und Kind im französischenEuch, den souveränen großen Universalmaurertum - von A.Generalinstruktoren, sagen wir, C. de la Rive; sowie »Occultwas ihr den Brüder der 32., 31. Theocrasy« von Lady Quenes-und 30. Grade wiederholen borough).sollt: Die Maurer-Religion solltevon uns allen, die wir Einge- Die illuministische Propagandaweihte des höchsten Grades will uns glauben machen, daß al-sind, in der Reinheit der Luzife- le Gegner des Christentumsrischen Doktrin erhalten Atheisten seien. Das ist eine Lü-werden. ge, vorsätzlich ins Spiel ge- bracht, um die geheimen PläneWäre Luzifer nicht Gott, würde derer zu maskieren, die die luzi-Adonai (der jüdische Gott), des- ferische Verschwörung leiten.sen Taten Beweise für seine Sie bleiben hinter den Kulissen -Grausamkeit, Verschlagenheit, ihre Identität und ihr wahresseinen Menschenhaß, sein Bar- Ziel sind selbst den meistenbarentum und seine Ablehnung Menschen verborgen, die nachder Wissenschaft sind, würden ihrem Willen handeln. Sie wis-dann Adonai und seine Priester sen, daß der endgültige Erfolgihn verleumden? ihrer diabolischen Pläne - die Weltregierung zu stellen - vonJa, Luzifer ist Gott; unglückli- ihrer Fähigkeit abhängt, diecherweise ist Adonai auch Gott. Wahrheit vor den MenschenDenn nach dem ewigen Gesetz verborgen zu halten, bis die Ent-gibt es Licht nicht ohne Schat- wicklung nicht mehr aufgehaltenten, Schönheit nicht ohne Häß- werden kann. Die Illuminatenlichkeit, Weiß nicht ohne gehen Schritt für Schritt nach ei-Schwarz. Das Absolute kann nur nem ausgearbeiteten Plan vor,in Gestalt zweier Gottheiten mit dem sie die Zivilisation sy-existieren: das Dunkel dient stematisch zerstören wollen, umdem Licht als Hintergrund, die ihre eigene despotische Herr-Statue bedarf des Sockels, die schaft zu errichten.Lokomotive braucht dieBremse. Reif für die wahre Lehre LuzifersDie satantische Doktrin ist Ket-zerei. Die wahre und reine phi- In einem bemerkenswertenlosophische Religion ist der Brief vom 15. August 1871, derGlaube an Luzifer, den Adonai bis vor kurzem in der BibliothekGleichgestellten. Aber Luzifer, des Britischen Museums in Lon-der Gott des Lichtes und des don ausgestellt war, schildertGuten, kämpft für die Mensch- Pike Mazzini Details des luzife-lichkeit gegen Adonai, den Gott rischen Plans für drei Weltkrie-des Dunklen und Bösen« (»La ge. Nach seinen Worten »wer-
  • 49den wir (im dritten dieser Krie- ausrichten. Ein bewußt auf einge) die Nihilisten und Atheisten genau ins Auge gefaßtes Zielloslassen; wir werden einen ge- hinarbeitender Geist ist einewaltigen gesellschaftlichen Zu- Macht und kann als solche einersammenbruch provozieren, der anderen Macht - zu gutem oderin seinem ganzen Schrecken den bösem Zweck - trotzen. DasNationen die Auswirkungen von Streben nach Weltherrschaftabsolutem Atheismus, dem Ur- kann allein durch die Aufdek-sprung der Grausamkeit und der kung dieses Prinzips verurteiltblutigsten Unruhen klar vor Au- werden; da das Prinzip leidergen führen wird. unentdeckt blieb, bleibt jenesDann werden die Bürger - ge- Streben ohne Gegnerschaft,zwungen, sich gegen die Minder- Zerstörung, Materialismus, Täu-heit der Revolutionäre zur Wehr schung - dies sind Albert Pikeszu setzen - jene Zerstörer der drei Ziele. Sie scheinen die heu-Zivilisation ausrotten, und die tige Welt zu regieren.«Mehrheit der Menschen wird,gottgläubig wie sie ist, nach der Vor einigen Jahren hörte derEnttäuschung durch das Chri- Verfasser den Präsidenten einesstentum und daher ohne Kom- kleinen, unabhängigen Collegepaß (Führung), besorgt nach ei- sagen, daß seit der Jahrhundert-nem neuen Ideal Ausschau hal- wende das »Erziehungssystemten, ohne jedoch zu wissen, wen vom Kurs der Vernunft abwichoder was sie anbeten soll. und in Strudel und Untiefen ge- riet, und daß seitdem die Erzie-Dann ist sie reif, das reine Licht her Gift in den verformbaren,durch die weltweite Verkündi- arglosen Geist« der ihnen An-gung der reinen Lehre Luzifers vertrauten geträufelt haben. Daszu empfangen, die endlich an die ist völlig zutreffend - bis auf ei-Öffentlichkeit gebracht werden nen Punkt: das Erziehungswesenkann. Sie wird auf die allgemei- »wich nicht ab«, es »geriet«ne reaktionäre Bewegung, die nicht in Untiefen, sondern esaus der gleichzeitigen Vernich- wurde bewußt in sie hineinge-tung von Christentum und Athe- steuert.ismus hervorgehen wird, fol-gen.« In seinem Buch »Tragedy and Hope« brüstet sich ProfessorSie regieren Carroll Quigley offen, daß erdie Welt viele Jahre lang ein Top-Insider gewesen sei und über Informa-Lady Queensborough schrieb tionen aus erster Quelle darübervor etwa fünfzig Jahren: »Ein verfüge, wie die Verschwörungpositiver Geist kann nicht kon- sich weltweit entwickelt habe.trolliert werden. Wenn man eine Über das englische Erziehungs-okkulte Herrschaft errichten wesen schreibt er: »Bis 1870 gabwill, muß man den Geist der es in Oxford keinen LehrstuhlMenschen passiv und negativ für die Künste, aber in jenem
  • 50Jahr wurde die Einrichtung die- Kurz, Ruskins Philosophie warses Lehrstuhls durch die Slade- reinster Illuminismus. Diesesche Schenkung ermöglicht. Tatsache ist hinter einer sorgfäl-John Ruskin wurde auf diesen tig errichtete Fassade verborgenLehrstuhl berufen. Er schlug in geblieben. »Ruskin sprach zuOxford wie eine Bombe ein - den Oxford-Studenten als Ange-nicht weil er über die schönen höriger der privilegierten herr-Künste las, sondern weil er au- schenden Schicht. Er sagte ih-ßerdem über das Empire und nen, sie seien im Besitz einerEnglands heruntergekommene großartigen Tradition in Hin-Massen sprach und vor allem sicht auf Erziehung, Schönheit,deshalb, weil er dabei einen mo- Gesetz und Recht, Freiheit, An-ralisierenden Standpunkt ein- stand und Selbstbeherrschung.nahm.« Diese Tradition könne aber nicht bewahrt werden - und ver-John Ruskin (1819 bis 1890) diene das auch nicht -, wenn siewurde in London als Sohn eines nicht auch den untersten Schich-wohlhabenden Weinhändlers ten der englischen Gesellschaftgeboren, von dem er ein riesiges und den nicht-englischen Mas-Vermögen erbte. Sein Biograph sen überall in der Welt zugäng-Kenneth Clark schreibt in dem lich gemacht würde. Wenn dieBuch »Ruskin Today« über kostbare Tradition nicht auf die-Ruskin: »Er sah, daß der Staat se beiden großen Mehrheitendie Kontrolle über die Produk- ausgedehnt werde, würden diesetions- und Verteilungsmittel die Minderheit der oberen zehn-übernehmen mußte, um sie zum tausend in England ein für alle-Wohl der Bürger zu organisie- mal überwuchern, was das Enderen; aber er wollte diese Staats- der Tradition wäre. Um diesekontrolle in die Hände eines ein- Entwicklung zu verhindern,ziges Mannes legen. >Es ist im- müßten die Massen und das Em-mer mein Ziel gewesen zu zei- pire der Tradition teilhaftiggen, daß einige Menschen - werden.«manchmal auch nur ein Mensch- anderen ewig überlegen sind<. Ruskin und seine verborgenenVon der Demokratie hielt er nur Hintermänner hatten einen ver-sehr wenig. Ich glaube, er hätte lockenden Köder ausgelegt, derden Kommunismus trotz der von seinen Studenten, die allematerialistischen Philosophie aus der »obersten Schublade«gutgeheißen; speziell die Bau- der englischen Gesellschafternkommunen in China entspre- stammten, gierig verschlungenchen genau seinem Modell. Er wurde.hätte die Kur nicht für übler alsdie Krankheit gehalten, weil er Die äußeren Ringe dessich keine üblere Krankheit vor- Bundes der Helfendenstellen konnte als die kapitalisti-sche Gesellschaft des 19. Jahr- Quigley schreibt dazu: »Ruskinshunderts.« Botschaft hatte eine sensationel-
  • 51Lenins Hauptgeldgeber waren die internationalen Bankers.Allein Jacob Schiff half mit 20 Millionen Dollar.
  • 52le Wirkung. Seine Antrittsvorle- der britischen Oberklasse »erge-sung wurde von einem der Stu- bene Schüler« Ruskins wurdendenten, Cecil Rhodes, der sie und ihr ganzes Leben dem Ver-dreißig Jahre lang aufbewahrte, folg seiner Ideen widmeten.wörtlich mitgeschrieben. CecilRhodes (1853 bis 1902) beutete Am 5. Februar 1891 schloß sichdie Diamant- und Goldvorkom- Rhodes Gruppen mit einer vonmen Südafrikas aus, stieg bis William Stead, »einem glühen-zum Premierminister der Kap- den Sozialreformer«, in Cam-kolonie auf (1890 bis 1896), un- bridge angeführten Gruppe zu-terstützte politische Parteien mit sammen, um die »Geheimgesell-Geld und kontrollierte Parla- schaft zu gründen, von der Rho-mentarier in England und Süd- des seit sechzehn Jahren ge-afrika. In beiden Ländern gelang träumt hatte«. Diese Geheimge-es ihm, begeisterte Unterstüt- sellschaft hatte wie Adam Weis-zung für seine Ziele zu erlangen. haupts Illuminaten »äußere Rin-Mit der finanziellen Hilfe Lord ge«, die als »Bund der Helfen-Rothschilds und Alfres Beits ge- den« bekannt waren. In denlang es ihm, die südafrikanischen Gruppen von 1909 bis 1913 or-Diamantenfelder unter dem Na- ganisierte Lord Alfred Milnermen Debeers Consolidätes Mi- halbgeheime Gruppen, die alsnes zu monopolisieren und ein Round-Table-Gruppen bekanntriesiges Goldschürf-Unterneh- wurden, in den bedeutendstenmen >Consolidated Gold Field< britischen Kolonien und denzu errichten. Mitte der 90er Jah- Vereinigten Staaten. Sie bliebenre hatte Rhodes ein jährliches miteinander in VerbindungPrivateinkommen von minde- durch persönliche Korrespon-stens einer Million Pfund Ster- denz, häufige Besuche und eineling, die er so freigebig für seine einflußreiche vierteljährlich er-mysteriösen Vorhaben ausgab, scheinende Zeitschrift »Thedaß sein Konto in der Regel Round Table«, die 1910 gegrün-überzogen war. Sein Hauptziel det und hauptsächlich mit Sirwar es, die englischsprechenden Abe Baileys Geld finanziertVölker zu vereinigen und alle wurde. 1919 gründeten sie dasbewohnbaren Gegenden der Er- königliche Institut für Interna-de unter ihre Kontrolle zu brin- tionale Angelegenheiten (Cha-gen. Zu diesem Zweck steckte tham House), dessen Haupt-Rhodes Teile seines Riesenver- Sponsoren Sir Abe Bailey undmögens in die Gründung der die Astor-Familie (Besitzer derRhodes-Stipendien in Oxford, »Times«) waren.um so die Tradition der engli-schen herrschenden Klasse im Nach 1925 wurde eine ähnlicheSinne Ruskins über die gesamte Organisationsform, das Institutenglischsprechende Welt zu ver- für Beziehungen im Pazifischenbreiten.« Raum, in zwölf pazifischen Län-Professor Quigley zählt im fol- dern etabliert, deren Sektionengenden auf, wieviele Mitglieder in jeder britischen Kolonie mit
  • 53der dortigen Round-Table- was selten genug vorkam - inGruppe und dem Königlichen der Öffentlichkeit auftrat.Institut für Internationale Ange-legenheiten verzahnt waren. Teil des Programms zur Verbes- serung seines Images war dieDie Macht und der Einfluß die- Gründung einer Reihe von Stif-ser Rhodes-Milner-Gruppe auf tungen und Konzernen. NachAngelegenheiten des Empire außen wurden sie der Öffent-und die Außenpolitik nach 1889 lichkeit als ein Versuch Rocke-sind, obwohl sie nicht allgemein fellers präsentiert, das Los deserkannt wurden, kaum zu über- amerikanischen Volkes durchschätzen. die Finanzierung von For- schungsprojekten auf erzieheri-Ähnliche Institute für interna- schem, medizinischem und reli-tionale Angelegenheiten wurden giösem Gebiet zu erleichtern.von 1919 bis 1927 in den wich- Aber bei John D.s zutiefst ver-tigsten britischen Kolonien und schwörerischer Natur gab es da-in den Vereinigten Staaten er- bei natürlich immer einenrichtet, wo sie als Rat für äußere Haken.Beziehungen - Council on For-eign Relations, CFR - bekannt Garry Allen schreibt in seinemwurden. Bestseller »Die Rockefeller-Pa- piere«: »Er hatte noch etwas im Hinterkopf, das dem alten Ma-Rockefellers General chiavelli mehr entsprach. ErEducation Board wollte sein Geld an Stiftungen >verschenken<, die seiner Kon-Um die Jahrhundertwende war trolle unterstanden, und danneiner der verachtetsten Namen sollten diese Stiftungen das GeldAmerikas der Name Rockefel- wieder auf eine Art und Weiseler. Der alte John D. Rockefeller ausgeben, die dem Rockefeller-hatte diesen Ruf mit unerhörter Imperium noch mehr Macht undSchläue, Falschheit und Gier er- Gewinn verschaffte. Das >ver-worben. Sein Name war Syn- schenkte< Geld sollte sozusagenonym für skrupellose Ausbeu- Brot sein, das als Köder ins Was-tung. Er sagte oft: »Konkurrenz ser geworfen wurde. Brot mit ei-ist Sünde.« nem Haken darin. John D. Ju- nior entwickelte dafür späterIn einem Versuch, sein Image - den > Grundsatz des wissen-nicht seinen Charakter - zu ver- schaftlichen Schenkens<.«bessern, heuerte John D. mit IvyLee einen der führenden ameri- Diese Tatsache trat ganz deut-kanischen Werbefachleute an. lich zutage, als Rockefeller sichAuf dessen Vorschlag trug Mr. auf dem Erziehungssektor zu en-Standard Oil von nun an immer gagieren begann. John D. stellteeine Handvoll 10-Cent-Stücke Fred Gates ein, der vorher alsmit sich herum, um sie an Kinder Repräsentant des Pillsburyzu verteilen, wenn er einmal - Mehlunternehmens unerhört er-
  • 54folgreich gewesen war und der Volk. Wir werden nicht versu-nun das Rockefellersche »Gene- chen, diese Leute oder eines ih-ral Education Board« organisie- rer Kinder zu Philosophen oderren sollte. Der wirkliche Zweck zu Menschen der Lehre oderdieser Einrichtung war nicht, wie Männer der Wissenschaft zu ma-man glauben machen wollte, ei- chen. Wir haben aus ihnen nichtne Erhöhung des Standards des Autoren, Publizisten, Dichteramerikanischen Erziehungswe- oder Männer der Schrift zu zie-sens zum Nutzen der Nation. hen. Wir werden weder nachWie bei Clinton Roosevelt und werdenden großen Künstlern,Albert Pike traten die eigentli- Malern und Musikern suchen,chen Absichten der neuen Insti- noch nach Anwälten, Doktoren,tution in ihrer ersten Veröffent- Predigern, Politikern, Staats-lichung zutage. Sie folgten einem männern, von welchen wir überMuster, das mehr als hundert ein großes Potential verfügen.Jahre zuvor von Adam Weis- Die Aufgabe von uns wird einehaupt niedergelegt wurde, als er sehr einfache und ebenso schöneschrieb: »Es ist notwendig, das sein, diese Leute so, wie wir siegemeine Volk für unseren Or- vorfinden, für ein vollkommenden zu gewinnen. Das beste Mit- ideales Leben dort, wo sie sind,tel zur Erreichung dieses Ziels auszubilden. Wir werden daherist die Beeinflussung der unsere Kinder organisieren undSchulen.« sie lehren, was ihre Väter und Mütter auf imperfekte WeiseAusmerzung tun, in ihren Heimen, den Ge- schäften und auf den Farmenvon Tradition perfekt zu tun.«Es ist fast unmöglich, die Bestre-bungen der Weishauptschen Alle wesentlichen Elemente vonVerschwörung auf dem Feld der Weishaupts Illuminismus findenErziehungspropaganda präziser sich in diesem Brief. Zunächstauszudrücken, als das im »Gele- die Pose der Menschenfreund-genheitsbrief Nr. l« des Rocke- lichkeit; dann die Absicht, diefellerschen General Education Leute einer Gehirnwäsche zuBoard im Jahre 1904 geschah. unterziehen - sie zu »formen«; drittens die Ausmerzung vonIn ihm heißt es: »In unseren Tradition, Wissenschaft undTräumen haben wir unbegrenzte echtem Lernen; viertens der dik-Mittel, und die Leute fügen sich tatorische Anspruch; fünftensmit völliger Hingabe unseren der Plan, die Bauern in ein Ka-formenden Händen. Die gegen- stensystem einzuteilen - »wiewärtigen Erziehungs-Konven- wir sie vorfinden«; sechstens dertionen entschwinden ihren Gei- Plan, die nationale Intelligenzstern und, ungehindert durch auf den kleinsten gemeinsamenTradition, breiten wir unseren Nenner hinabzudrücken und denguten Willen über ein dankbares Einfluß des Elternhauses zu zer-und ansprechendes ländliches stören (was einer Abschaffung
  • 55der Familie gleichkommt); sieb- Über die Jahre entstand eintens die völlige Verachtung der mächtiges Netzwerk von Stiftun-Bauern; achtens das Element gen mit ihren verbündeten Or-der Subversion und des Un- ganisationen, das. das Erzie-Amerikanismus - die erklärte hungswesen in hohem MaßeAbsicht, anerkannte Sitten und kontrollierte. Teil dieses Netz-Gebräuche über Bord zu werfen werkes und in letzter Instanzfür die Rockefellerschen Bestre- verantwortlich dafür sind diebungen; und schließlich der Rockefeller- und Carnegie-Stif-»Perfektionismus«, die »Ver- tungen.vollkommnung des menschli-chen Lebens«, die auch Weis- Rockefeller und seine »Verbün-haupts vorgebliches Ziel war. deten« wußten, daß die Kontrol- le des Schulsystems nur über dieStiftungen für Kontrolle der LehrerausbildungEine-Welt-Sozialisten möglich war. Das wurde er- reicht, indem an die führendenDer korrumpierende Einfluß, Universitäten Subventionen mitden die Rockefeller-Stiftungen dem angeblichen Zweck ausge-auf das amerikanische Schulsy- schüttet wurden, ihr Wachstumstem hatten, ist ausführlich do- und ihre Entwicklung zu för-kumentiert. Als ein Untersu- dern. Aber nach Rockefellerschungsausschuß des Kongresses Prinzip der wissenschaftlichenunter Vorsitz von Carroll Reece Zuwendungen enthielt jede Sub-aus Tennessee versuchte, den vention einen Haken. Rockefel-Aktivitäten der Stiftungen offen lers Strohmänner erschienen im-nachzugehen, stieß er bei allen mer im Vorstand der »unter-einflußreichen Stellen in Was- stützten« Institutionen, was ih-hington auf unüberwindlichen nen natürlich einen großen Ein-Widerstand und mußte aufgelöst fluß auf den Gang der Entwick-werden. lung einräumte.Vier Jahre darauf schrieb der Der »fortschrittliche« ErzieherGeneralanwalt des Ausschusses, John Dewey war eine führendeRene A. Wormser, ein höchst Figur in ihren Gesamtplanun-aufschlußreiches Buch über das gen. Er wurde als Vorsteher desThema »Macht und Einfluß von Teachers College der ColumbiaStiftungen«. Nach seinen Wor- Universität bekannt und warten führen die von dem Aus- später der einflußreichste Mannschuß zutage geförderten Fakten im amerikanischen Erziehungs-»zu dem Schluß, daß es unter wesen. 1919 gründete er miteinigen führenden Erziehern in Rockefeller-Mitteln den »Fort-den Vereinigten Staaten in der schrittlichen Erziehungsver-Tat so etwas wie eine echte Ver- band«, um die Ideen seiner Mei-schwörung mit dem Ziel gibt, ster zu verbreiten. Nach einigerüber unser Schulsystem den So- Zeit schlossen sich Ruggs,zialismus einzuführen.« Counts, Kilpatrick und andere
  • 56»Eine-Welt«-Sozialisten Dewey Harold Ruggs in seinem Buchan. Es gelang ihnen, sich in ein- »The Great Technology« dar,flußreichen Positionen einzuni- wie sie planten, Amerika zu ei-sten, und sie begannen, das Er- nem sozialistischen Staat zu ma-ziehungssystem als Mittel für die chen:Erreichung ihrer politischen »Ein neues öffentliches Be-Ziele zu benutzen. wußtsein ist zu schaffen. Wie? Nur so, daß zig Millionen neueIn ihren Schriften und Redenmachten sie kein Hehl daraus, individuelle Bewußtseine ge- formt und zu einem neuen ge-daß es ihr Hauptbestreben war,die amerikanische Nation wie ei- sellschaftlichen Bewußtsein ver- schmolzen werden. Alte Denk-ne Herde dummer, ahnungsloser vorstellungen sind zu zerbrechenSchafe - nach dem Vorbild des und neue >Meinungsklimas< inRattenfängers von Hameln - ineine sozialistische »Eine-Welt«- den Amerika beeinflussenden Staaten sind zu schaffen.Utopie zu führen, in der sie, wiedas in jedem Märchen der Fall Über die Schulen der Welt wer-ist, »glücklich und zufrieden leb- den wir ein neues Konzept derten bis zu ihrem Tod«. Regierung verbreiten, das alle kollektiven Aktivitäten der Menschen umgreifen und dieDas beginnende Zeitalter Notwendigkeit wissenschaftli-des Kollektivismus cher Kontrolle und ökonomi- scher Aktivitäten im InteresseEs genügt, dies mit einigen Zita aller Menschen postulierenten zu belegen. 1933 legte Dr soll.«Rasputin, von Madame Wyrubowa (links) am Zarenhof einge-führt, gehörte zu den Mächten hinter den Kulissen.
  • 57Dr. George Counts, ein Profes- täten, in Kirchen und Massen-sor für Erziehung und führendes medien gelehrt wird.Mitglied von Deweys »Planden-kern«, schrieb: »Die Lehrer soll- Also wurden die grundlegend-ten nach Macht streben und sten Lehrbücher ausgemerztdann das Beste aus ihr machen. oder umgeschrieben, um sie derIn dem Maße, wie sie den Lehr- neuen sozialistischen Linie anzu-plan und die Lernverfahren der passen. Viele neue LehrbücherSchule gestalten dürfen, werden tauchten in den Klassenzimmernsie die gesellschaftlichen Einstel- auf - alle mit dem Zweck, tradi-lungen, Ideen und Verhaltens- tionelle Werte zu unterminierennormen der kommenden Gene- und den Studenten vermittelsration beeinflussen.« dieser Gehirnwäsche den Sozia- lismus näherzubringen, durchIn dem 1934 von der amerikani- den »der große Bruder« (dieschen Historischen Vereinigung Regierung) praktisch jede Phaseveröffentlichten und von der des Lebens der Bürger beein-Carnegie-Stiftung geförderten flussen oder kontrollierenErziehungsbericht schrieb konnte.Counts: »Das Zeitalter des Indi-vidualismus und des laissez-faire Brutkästen derin Wirtschaft und Regierung Degenerationgeht zu Ende, und eine neue Ärades Kollektivismus zieht her- Die Schlacht um den Geist derauf.« Jugend hatte begonnen, und die Sozialisten setzten in ihremIn einem Artikel in der »New blitzkriegartigen Überfall alleRepublic« vom 29. Juli 1936 Mittel des totalen Krieges ein.schrieb der führende britische Von Linken infiltrierte Zeitun-Sozialist Harold Laski: gen, Zeitschriften und Radio-». . . wenn man seine sorgfältig sender machten sich die soziali-neutral gehaltene Formulierung stische Sache zu eigen und un-beiseite läßt, entpuppt sich der terwarfen die Öffentlichkeit ei-Bericht als ein Erziehungspro- nem subtilen Propaganda-Bom-gramm für ein sozialistisches bardement, um »die SchaffungAmerika.« eines neuen gesellschaftlichen Bewußtseins« voranzutreiben.Counts und seine Freunde leug-neten das nie ab. Sie sagten, zur Zunächst erhoben diejenigen,Erreichung ihres Zieles seien die wach genug waren, um zugrundlegende »Änderungen un- erkennen, daß etwas völligserer Ideale« notwendig. schieflief, lauten Einspruch. Die »fortschrittlichen« Erzieher än-Wie ändert man die Ideale einer derten ihre Taktik: ihre Attak-Nation? Nun, man braucht le- ken auf die nationalen Helden,diglich zu verändern, was in Sitten und Gebräuche wurdenSchulen, Colleges und Universi- nicht mehr offen vorgetragen,
  • 58sondern nur noch angedeutet, schwächen, um so besser für sie.wodurch sie viel schwerer zu Die Pornographie ist eine idealeentdecken waren, wenn man Waffe zur Schwächung der west-nicht jedes Wort analysierte und lichen Zivilisation, zur Untermi-abwog. Aus nationbildenden In- nierung unserer gesellschaftli-stitutionen, Säulen einer von chen Fundamente und zur Weg-Grund auf gesunden Gesell- bereitung einer neuen - wahr-schaft, wurden die Schul- und scheinlich marxistischen - Ge-College-Systeme zu etwas umge- sellschaft.formt, das man zu Recht »Brut-kästen der Degeneration« ge- Wie kommt es, daß sich die Mil-nannt hat. lionen aufrechten, gesetzestreu- en Bürger, die nicht auf der por-Wenn wir einen Blick auf die nographischen Welle mit-heutige »Erziehung« werfen, se- schwimmen wollen, zurückleh-hen wir ein Bild, das sehr ermu- nen und tatenlos zusehen, wietigend, sogar inspirierend ist - eine einst stabile Gesellschaftfür unsere Feinde! Die Schöpfer von den Medien zerfleischt wird,eines »neuen gesellschaftlichen während die Ignoranten intel-Bewußtseins« haben gründliche lektueller Couleur und die Ver-Arbeit geleistet. schwörer der äußersten Linken dem Schauspiel applaudieren?«Nehmen wir als Beispiel dasVordringen der Pornographie in Man braucht sich nur mit »demunserer Gesellschaft. »Was sind Mann oder der Frau auf derdie wirklichen Motive der intel- Straße« zu unterhalten und sielektuellen Pornophilen? Es nach ihren Überzeugungen zuscheint mehrere zu geben. Es befragen, um den Grund zu er-gibt zweifellos Leute, die der fahren und sich über den ver-Ansicht sind, Pornographie soll- blüffenden und beängstigendente einer freien Gesellschaft >ge- Erfolg des verschwörerischenrechterweise« als >harmloses Sti- Ansturms über die Schulen undmulans< verfügbar sein.« andere Medien Gewißheit zu verschaffen.Weiter heißt es in dem Buch vonGordon Muir »The Plain Truth Karl Marx alsMagazine«: »Ebensowenig ist Aushängeschildallerdings zu bezweifeln, daß an-dere die Pornographie als Mittel Zumeist ist ihr logischer Sinn da-verteidigen, das die freie Gesell- durch, daß ihrem formbaren, un-schaft, die es ausbrütete, letzt- vorbereiteten Geist von frühe-lich zerstören soll. Wenn diese ster Kindheit an freizügige Pro-Leute die Pornographie benut- paganda eingetrichtert wurde,zen können, um die Kraft der derartig verdreht und funktions-Gesellschaft, deren gegenwärti- unfähig gemacht worden, daß siege Struktur sie hinwegfegen wol- keine Grundlage mehr haben,len, zu unterminieren und zu auf die sie das wirkliche Leben
  • 59beeinflussende Entscheidungen sehen keiner Gesellschafts-stellen können. Es wurde ihnen schicht - und am allerwenigstennicht beigebracht, das Leben so die der Arbeiterklasse.zu sehen, wie es wirklich ist.Durch ihre Erziehung und Aus- Im Jahre 1864 organisierte Marxbildung haben sie gelernt, ihren die Internationale Arbeiterver-Lebensunterhalt zu verdienen, einigung, die später unter demaber nicht wie man lebt - und Namen Sozialistische Internatio-das ist ein gewaltiger Unter- nale bekannt wurde. Acht Jahreschied. später wurde das Hauptquartier nach New York verlegt. KurzAdmiral Hyman Rickover faßte darauf schloß sie sich mit derdie Situation mit den folgenden dort 1868 gegründeten Soziali-Worten treffend zusammen: stischen Partei zusammen.»Amerika erntet jetzt die Folgender Zerstörung traditioneller Er- Marxs persönliches Leben warziehung durch die Experimental- eine endlose Kette von Fehl-philosophie der Dewey und Kil- schlägen. Er war ein Parasit, derpatrick. Deweys Idee haben zur von anderen lebte; es ist zu be-Abschaffung vieler akademi- zweifeln, daß er nur einmal inscher Lehrfächer geführt. Der seinem Leben ehrliche Arbeitheutige Student erhält daher we- leistete. Aus seiner Ehe gingender eine intellektuelle Ausbil- sechs Kinder hervor. Marx wardung noch das Faktenwissen, die jedoch so beschäftigt damit,er braucht, um die Welt, in der Theorien über »die Erhebunger lebt, zu verstehen oder um der Massen« zu schreiben, daßwohlabgewogene Entscheidun- er nie Zeit fand, seine eigenegen in seinem Privatleben oder Familie zu ernähren. Drei seinerals Bürger zu treffen.« Kinder verhungerten im Säug- lingsalter. Zwei begingen Selbst-Die furchtbare Wahrheit der mord. Nur einem gelang es, er-Worte des Admirals sollte uns wachsen zu werden. Als er 1883vollends klar werden, wenn wir starb, nahmen sechs Menschendie Gesellschaft, »wie sie ist«, an seiner Beerdigung teil.genau betrachten. Die in Rocke-fellers »Gelegenheitsbrief Nr. l« Die wirkliche Machtgenannten Ziele nähern sich der haben die BankiersErfüllung. Die Gründung der »Zweiten So-Mit Karl Marx als Aushänge- zialistischen Internationale« amschild versuchten die Illumina- 14. Juli 1889 in Paris entsprangten, ihren Plan für eine weltwei- der Erkenntnis, daß die »Arbei-te gesellschaftliche Revolution ter aller Länder« dem Ruf derin die Wirklichkeit umzusetzen. sozialistischen Führung nichtDieses Vorhaben schlug völlig Folge leisteten, sondern durchfehl. Marxs Lehren entzündete überall zu errichtende Gewerk-die Vorstellungskraft der Men- schaftsverbände manipuliert
  • 60Von links: Clemenceau, Wilson und Lloyd George. Der ErsteWeltkrieg war für die Bankiers eine wahre Goldgrube.werden mußten. Auch diesem abgelassen, ihr Ziel mit GewaltVersuch war sehr geringer Er- und Revolution zu verwirkli-folg beschieden. Das war der chen. Über die Fabier schreibtZeitpunkt, als die Gesellschaft die »Encyclopaedia Britannica«:der Fabier und Lenins Bolsche- »Der Name leitet sich von demwiken die Weltbühne betraten römischen General Fabius, demund echte Fortschritte in Rich- Zögerer, her, der für seine be-tung auf die von Weishaupt, rechnende, lange Zeiträume ein-Roosevelt, Marx und Pike ent- kalkulierende Strategie bekanntworfenen Ziele machten. Der war.«einzige wirkliche Unterschiedzwischen diesen beiden Gruppen Von Beginn an setzten sich dielag in den Methoden, die sie zur Fabier für eine »neue Weltord-Erreichung des Gesamtziels - nung« ein, die durch Indoktri-der Schaffung einer klassenlosen nierung junger Schüler und Stu-sozialistischen Eine-Welt-Ge- denten erreicht werden sollte.sellschaft, wie sie von Marx be- Sie gingen davon aus, daß dieseschworen worden war - an- intellektuellen Revolutionärewandten. schließlich in den verschiedenen meinungsbildenden und MachtSeitdem haben die Bolschewi- ausübenden Gremien der Weltken (Kommunisten) nicht davon entscheidenden Einfluß gewin-
  • 61 nen und so ihre Ziele erreichen könnten. Ihre Taktik wurde als Der Coup der »Doktrin der Unaufhaltsamkeit Coups des stufenweisen Fortschritts« Die Struktur der von den Ty- bekannt. coons der Großbanken und des Man darf nicht übersehen, daß diese beiden Organisationen le- big business geschaffenen Fi- diglich zwei der vielen Tarnorga- nanzkontrollen war unerhört nisationen waren, deren sich die komplex; ein Unternehmen be- internationale Verschwörung ruhte auf dem anderen, beide waren wiederum mit halbunab- bediente. Die wirkliche Macht ist immer von den Bankiers aus- hängigen Partnern verbunden, geübt worden. Professor Quigley das ganze überragt von zwei schreibt, daß die internationalen Türmen wirtschaftlicher und po-Bankiers und ihre amerikani- litischer Macht, deren einer -schen Kollegen des angehenden der in New York - von J. P. 19. Jahrhunderts sich »einerseits Morgan und deren anderer - inauf Commerzbank- und Versi- Ohio - von der Rockefeller-Fa-cherungsgeschäfte und anderer- milie geleitet wurde. Als dieseseits auf Eisenbahn und Schwer- beiden Gruppen schließlich zu-industrie verlegten«; »sie waren sammenarbeiteten, waren sie inin der Lage, unermeßliche der Lage, die Wirtschaft desReichtümer anzuhäufen und ei- Landes zum Teil zu beeinflussenne enorme wirtschaftliche, poli- und das politische Leben - zu-tische und gesellschaftliche mindest auf Bundesebene - fastMacht auszuüben. Allgemein ausschließlich zu kontrollieren.«bekannt als >die Gesellschaftoder >die 400< führten sie ein Zu Beginn dieses JahrhundertsLeben strahlenden Glanzes. Sie war die amerikanische Wirt-besegelten den Ozean in großen schaft derart dynamisch gewach-Privatjachten, sie fuhren in Pri- sen, daß die internationalenvatzügen über Land, sie wech- Bankiers große Mühe hatten, dieselten zeremoniell von einem ih- Entwicklung unter Kontrolle zurer spektakulären Landgüter halten. Ihre Macht und ihre Au-und Stadthäuser in Palm Beach, torität wurden in Frage gestellt.Long Island, den Berkshires, Ein Weg mußte gefunden wer-Newport und Bar Harbor zum den, um sicherzustellen, daß sienächsten und versammelten sich ihrer Macht nie verlustig gehenin ihren burgartigen New Yorker könnten. Sie beschlossen, daßResidenzen, um unter Mrs. »der Weg« die Gründung einerAstors kritischen Blick die Me- Zentralbank war, die sie selbsttropolitan Opera zu besuchen; besitzen und leiten würden.oder sie trafen sich zu geschäftli- Es darf nicht vergessen werden,chen Besprechungen auf höch- daß die internationalen Bankier-ster strategischer Ebene in der familien seit mehr als zweihun-ehrfurchtgebietenden Gegen- dert Jahren Europa beherrsch-wart J. P. Morgans persönlich. ten, nachdem es ihnen gelungen
  • 62war die »Bank von England« pagandakampagne sollte denund andere Zentralbanken in Amerikanern diese Idee nahe-Deutschland, Frankreich, Italien bringen.und der Schweiz zu begründen.Seit dem »Coup der Coups« von Einige der führenden amerikani-1815, als sie für einen lächerlich schen Bankiers schienen gegengeringen Betrag die Kontrolle diesen Plan zu sein, aber das warüber England erkauften, be- nur eine List. William McAdoo,herrschten die Rothschilds das Außenminister und Schwieger-Bankwesen. Alle ihre Bemühun- sohn Präsident Wilsons, sprachgen, auch den Vereinigten Staa- mit den »Gegnern« einer Zen-ten eine Zentralbank aufzuhal- tralbank: »Diese Gespräche mitsen, waren fehlgeschlagen. Die Bankiers führten mich zu einerUS-Verfassung verlieh allein interessanten Schlußfolgerung.dem Kongreß die Autorität, Nach und nach lichtete sich der»Geld zu prägen und seinen Nebel der Widersprüche, und esWert zu bestimmen«. wurde mir klar, daß die Finanz- welt durchaus nicht so sehr ge-Die künstlich hervorgerufene gen den Gesetzentwurf war, wie»Panik von 1907« diente als es den Anschein hatte.«»Beispiel« für die Unumgäng-lichkeit einer amerikanischen Das Federal Reserve System (ei-Zentralbank. Eine riesige Pro- ne Zentralbank) entstand mitArbeitslose in New York. Die Weltwirtschaftskrise war eingeplantes Ereignis der illuminierten Bankiers.
  • 63der Verabschiedung des Bun- griffe sind, die von den Illumini-desrücklagengesetzes (Federal sten verwendet werden, um denReserve Act) durch das Reprä- entscheidenden Schritt zu tunsentantenhaus und den Senat zur Eroberung der Welt.Ende Dezember 1913. Mit die-sem Gesetz erhielten die Ban- In den vergangenen Jahrhunder-kiers das Privileg zugesprochen, ten hatten die internationalenGeld ohne Gegenwert zu schaf- Bankiers riesige Vermögen zu-fen und es der amerikanischen sammengerafft, indem sie dieRegierung gegen Zinsen zu lei- Kriege der verschiedenen Natio-hen. Der Weg für die Plünde- nen gegeneinander finanzierten.rung der amerikanischen Nation Es ist geschichtlich erwiesen,durch die internationalen Ban- daß diese Nationen aufgrund ih-kers war frei. rer Kriegsschulden bei den Ban- kiers geplündert, ausgeraubt undEs spielt keine Rolle mehr, ausgeblutet wurden. Nur einewer die Gesetze macht Gruppe gewann jeden Krieg: die Großbankiers.Etwa in dieser Zeit betrat dergeheimnisvoll »Colonel« Ed- »Geben Sie mir die Kontrolleward Mandell House die politi- über das Geld, und es spielt kei-sche Szenerie. Er war ein Agent ne Rolle, wer die Gesetzeder Internationalisten. Präsident macht«, sagte Mayer AmschelWilson sagte von ihm: »Mr. Rothschild. Mit der etwa gleich-House ist mein zweites Ich. Er zeitigen Einführung des Federalist mein unabhängiges Selbst. Reserve Systems und der Ein-Seine und meine Gedanken sind kommensteuer war der Weg frei.eins. Wäre ich an seiner Stelle, Das Konto jedes Amerikanerswürde ich so handeln, wie er und die riesigen Bodenschätzesagt.« der Vereinigten Staaten waren von nun an manipulierbar imIm Herbst 1912, unmittelbar Rahmen der letzten Schritte zurnach Wilsons erstem Wahlsieg, Erreichung des teuflischen Ziels.erschien anonym ein Buch mitdem Titel »Philip Dru - Admini- Viele amerikanische Patriotenstrator«. Colonel House war der erkannten die ernsten GefahrenAutor. der neuen Regelung. Der kon- servative Henry Cabot LodgeIn diesem Buch erläuterte Hou- Sen. sagte, sie ermögliche dense Pläne für eine Zentralbank, Bankiers, »den Goldwert inEinkommensteuer (beides Pro- nicht einlösbarem Papiergeld zugrammpunkte des Kommunisti- ertränken«. Charles A. Lind-schen Manifests) und für einen bergh Sen., der Vater des be-»Sozialismus, wie er von Karl rühmten Fliegers, sagte: »DieMarx erträumt wurde«. Es steht unsichtbare Regierung der Fi-außer Frage, daß »Sozialismus« nanzmacht wird eine Inflation er-und »Kommunismus« die Be- zeugen, wann immer den Kon-
  • 64zernen eine Inflation gelegen in der Anfangsphase des Kriegeskommt.« Aber anscheinend in ein Munitionsschiff umgerü-wollte niemand hören. Die Rich- stet wurde, obwohl man das zutigkeit dieser Warnungen wird jener Zeit und auch noch vieledurch die Tatsache erhärtet, daß Jahre später heftig verneinte.die nationalen Schulden der Bevor die Lusitania New YorkUSA zum Zeitpunkt der Begrün- am 1. Mai 1915 mit einer großendung des Federal Reserve Sy- Ladung hochexplosiven Spreng-stems eine Milliarde Dollar be- stoffs an Bord verließ, warntentrug. Heute steht die Verschul- die deutschen Vertreter in dendung bei l 060 237 928 516 US- Vereinigten Staaten potentielleDollar. Passagiere immer wieder vor der Gefahr, in die sie sich bringen würden, wenn sie die Reise mit-Krieg bringt machten. Als die Passagiere anZinsen Bord gingen, wurden die War- nungen mündlich wiederholt.Was als nächstes geschah, ist ei-ne Demonstration der zunächst Sechs Tage später wurde diebetrügerischen Taktiken der »schwimmende Bombe« von ei-Verschwörer und ihrer völligen nem deutschen U-Boot-Torpe-Verachtung des amerikanischen do getroffen. Sie sank innerhalbVolkes. Während Woodrow von 20 Minuten. 1201 Men-Wilson für seine Wiederwahl mit schen, darunter viele Amerika-dem Slogan warb: »Er hielt uns ner, kamen ums Leben.den Krieg vom Leib«, war seinalter ego »Col.« House damit Die Anwesenheit amerikani-beschäftigt, hinter den Kulissen scher Staatsbürger auf einemVereinbarungen mit England zu britischen Kriegsschiff wartreffen, die Amerikas Kriegsein- selbstverständlich illegal. Jeder,tritt sicherten. der die Reise antrat, wußte, wel- ches Risiko er auf sich nahm. InSobald Wilson wiedergewählt der darauffolgenden Propagan-war, legten die Insider eine an- dawelle wurden die Deutschendere Platte auf und begannen, als mörderische Ungeheuer dar-die Idee zu verbreiten, daß der gestellt, und das Ereignis wurdeKrieg unvermeidlich sei. Die benutzt, um Amerika in denVersenkung des britischen Mu- Krieg hineinzuziehen, den dienitionsschiffes »Lusitania« wur- Insider scheinheilig als dende hervorgeholt und - ebenso Krieg bezeichneten, »der allenwie der U-Boot-Krieg - zu einer Kriegen ein Ende machen« wür-entscheidenden Frage erhoben. de. Amerika erklärte ihn am 6. April 1917.In seinem explosiven Bestseller»The Lusitania« beweist Colin Er stellte sich für die BankiersSimpson auf der Grundlage bri- und ihre Freunde als wahretischer Regierungsunterlagen, Goldgrube heraus. Die Kriegs-daß das berühmte Schiff bereits unkosten zwangen die Regie-
  • 65rung, von den Bankiers gegen Trotzkis Gruppe von kanadi-hohe Zinsen Geld zu borgen. schen Beamten auf AnordnungMänner wie Bernard Baruch der britischen Admiralität inund Eugene Meyer verdienten London festgehalten.als Leiter von Schlüsselprojek-ten Unsummen. Innerhalb weniger Stunden sa- hen sich die Kanadier beträchtli-Am 8. Januar 1918 forderte Prä- chem Druck von hohen Regie-sident Wilson vor dem Kongreß rungsbeamten in Washingtondie Bildung eines Völkerbundes. und in London ausgesetzt, dieDieser Schachzug hatte ohne Trotzkis Freilassung erwirkenZweifel den Zweck, Amerika wollten. Offizielle Unterlagenvon seiner seit George Washing- über das Geschehnis, die un-ton aufrechterhaltenen Isola- längst von der kanadischen Re-tionspolitik abzubringen. »Colo- gierung freigegeben wurden, be-nel« House und seine unsichtba- stätigen, daß die Beamten wuß-ren Hintermänner waren eifrig ten, daß Trotzkis Gruppe »So-an der Arbeit, um den nächsten zialisten waren, die AmerikaSchritt in Richtung auf ihr Ziel verließen, um eine Revolutiontun zu können. gegen die derzeitige russische Regierung zu entfesseln«. Trotz-Die Finanzierung ki und seine Reisegefährtender russischen Revolution wurden rasch entlassen.In dieselbe Zeit fiel ein weiteres Antony A. Sutton vom Hooverhistorisch bedeutendes Ereignis. Institut der Standford Universi-Nach seiner Ausweisung aus tät wirft in seinem Buch »WallFrankreich und Spanien traf Street and the Bolshevik Revo-Trotzki mit seiner Familie an lution« ein helles Licht auf dieseBord des Dampfers »Monser- Geschieh tsperiode. Über dasrat« am 13. Januar 1917 in New Hoover Institut hatte er ZugangYork ein. Obwohl nichts davon zu Regierungsunterlagen: »Prä-bekannt ist, daß er eine feste sident Wilson war die märchen-Anstellung hatte, lebten die hafte Patentante, die Trotzki mitTrotzkis in einer Luxuswohnung einem Paß versorgte, damit erund fuhren in einer chauffierten die Revolution in Rußland >vor-Limousine herum. Die Quelle antreiben< konnte. Dieser ameri-seines Wohlstandes blieb eine kanische Paß war mit einem rus-zeitlang unbekannt. sischen Einreisevisum versehen. Jennings C. Wise kommentiertTrotzki verließ New York an in >Woodrow Wilson: SchülerBord der SS. »Kristianafjord«, der Revolution entsprechend:um in Rußland die bolschewiki- >Die Geschichte darf nie verges-sche Phase der Revolution zu or- sen werden, daß Woodrow Wil-ganisieren. Als das Schiff am 3. son es Leon Trotzki trotz derApril 1917 in Halifax, Neu- Bemühungen der britischen Po-schottland, festmachte, wurde lizei ermöglichte, Rußland mit
  • 66einem amerikanischen Paß zu Das war Jahre vor der endgülti-betreten^ gen Machtübernahme in Ruß- land durch Lenin und seineIm April 1917 reisten Lenin und Horde.eine Gruppe von 32 russischenRevolutionären per Bahn von In seinem Buch »Czarism andder Schweiz über Deutschland the Revolution« schreibt derund Schweden nach Petrograd in russische General Arsene DeRußland. Sie wollten sich mit Gulewitsch: »Die Hauptgeldge-Trotzki treffen, um >die Revolu- ber der Revolution waren abertion zu Ende zu führen<. Ihre weder verrückte russische Mil-Reise durch Deutschland war lionäre noch Lenins bewaffnetevom deutschen Generalstab ge- Banditen. Das >wirkliche< Geldbilligt, ermöglicht und finanziert kam hauptsächlich aus gewissenworden.« britischen und amerikanischen Kreisen, die schon seit langemDer Kaiser wußte davon nichts. die revolutionäre Sache in Ruß-Zu dieser Zeit bekleidete Max land unterstützt hatten. DieWarburg, der Bruder von Paul wichtige Rolle, die der begüterteund Felix Warburg, die bei der amerikanische Bankier JacobGründung des amerikanischen Schiff bei den russischen Emi-Federal Reserve System eine granten spielte, ist kein Geheim-führende Rolle gespielt hatten, nis mehr.«einen hohen Posten im deut-schen Geheimdienst. Außerdem Das wurde vom »New Yorkwar er der Vorstand der Roth- Journal American« vom 3. Fe-schild-Warburg-Bank in Frank- bruar 1949 bestätigt: »Jacobsfurt. Kann man bei diesen Tatsa- Enkel John Schiff schätzt heute,chen bezweifeln, daß die inter- daß sein Großvater ungefähr 20nationalen Bankiers das Ganze Millionen Dollar für den endgül-heimlich steuerten? tigen Triumph des Bolschewis- mus in Rußland aufwandte.«20 Millionen Dollar für De Gulewitsch erwähnt einenden Sieg der Revolution anderen russischen General, der behauptet, die Revolution seiLenin und Trotzki vereinigten »von den Engländern, genauerihre Kräfte und waren innerhalb gesagt von Sir George Buchananvon sieben Monaten durch List, und Lord Alfred Milner in dieKorruption und Betrug soweit, Wege geleitet worden. In Privat-daß sie zusätzliche Kriminelle in gesprächen wurde mir mitgeteilt,ausreichender Menge anheuer- daß Lord Milner mehr als 21ten und dem Staat das Prinzip Millionen Rubel für die Finan-aufzwingen konnten, das Lenin zierung der russischen Revolu-»alle Macht den Räten« nannte. tion auf gewandt hat.«Die Bolschewiken übernahmendie Kontrolle in einigen Städten, Milner, ein Strohmann derderen wichtigste Petrograd war. Rothschilds, war ein führendes
  • - 67Mitglied der geheimen »Round- vom 8. Februar 1920 schrieb er:Table«-Organisation, deren »Seit den Tagen Spartacus Weis-»Einfluß kaum überschätzt wer- haupts über Karl Marx, Trotzki,den kann«, schreibt Quigley. Es Bela-Kuhn, Rosa Luxemburgist keine Frage, daß die wirkli- und Emma Goldmann ist diesechen Mächte hinter den Kulissen weltweite Verschwörung stetigdie russische Revolution ins Le- angewachsen. Sie spielte in derben riefen und finanzierten. Tragödie der französischen Re- volution eine klare erkennbareBei Quigley heißt es weiter: Rolle. Sie war die Triebfeder je-»1919 war es dieselbe Gruppe, der subversiven Bewegung desdie für die Gründung des König- 19. Jahrhunderts; und jetzt hatlichen Instituts für Internationa- diese Gruppe außergewöhnli-le Angelegenheiten in England cher Persönlichkeiten aus derund den Rat für Auswärtige Be- Unterwelt der großen Städteziehungen in den Vereinigten Europas und Amerikas das rus-Staaten verantwortlich zeichne- sische Volk beim Schöpf gepacktte«. Beide Organisationen sind und ist praktisch der unbe-seit ihrer Gründung nie müde schränkte Herrscher dieses Rie-geworden, das Konzept einer senreichs geworden.«»neuen Weltordnung« zu ver-künden. Sofort nach Beginn der Die Auswirkungen des Kriegesbolschewistischen Revolution und der Revolution auf die russi-wurden in der amerikanischen sche Nation waren verheerend.Presse zahlreiche kritische Stim- Als die Feindseligkeiten aufhör-men zu Ursache und Auswir- ten, war Rußland in jeder Bezie-kungen der Revolution laut. hung ein Schlachtfeld. Die toten Theorien von Marx und seinenAm 28. November 1917 - zwei Jüngern erwiesen sich als völligWochen nach Beginn der russi- unbrauchbar bei dem Versuch,schen Revolution - kabelte »Co- den Wiederaufbau zu leisten.lonel« House, »der kein offiziel- Der Zusammenbruch des ge-les Regierungsamt bekleidete samten Systems schien unab-und nie in irgendeine Position wendbar.gewählt worden war, an Präsi- In den auf die Revolution fol-dent Wilson: >Es ist von aller- genden Jahren pumpten ameri-höchster Wichtigkeit, daß solche kanische Industrielle, BankiersKritik unterdrückt wird<.« und ihre Geschäftspartner aus anderen Ländern Kapital nachProfite der Rußland. Nach Dokumenten,Revolution die in einem Senat-Hearing über den Export strategischer GüterWinston Churchill erkannte die in die UdSSR am 23. Oktoberwahre Kraft hinter der bolsche- 1961 vorgelegt wurden, sandtenwistischen Revolution - die II- die großen amerikanischen 01-luminaten! In einem Artikel des gesellschaften Techniker und»Illustrated Sunday Herald« Maschinen in die UdSSR, um
  • 68die dortigen Ölfelder zu er- hen Preisen zu verkaufen und ihrschließen. Außerdem wurden Geld in Silber und Gold anzu-zahlreiche amerikanische Exper- legen.ten hinübergeschickt, um denBolschewiken zu helfen, durch »Als alles vorbereitet war, be-den Bau von Eisenbahnen, gannen die New Yorker Geldge-Stahl- und anderer Industrie ihre ber, den Brokern die Tagesdar-Position zu festigen. lehen zu kündigen. Das hatte zur Folge, daß die Börsenbroker .ih- re Aktien auf den Markt werfenDie Weltwirtschaftskrise mußten, um die Kredite zahlenund Roosevelt zu können. Dadurch brach na- türlich der Aktienmarkt zusam-Während die Bankiers und In- men, was wiederum den Kollapsdustriellen eifrig daran arbeite- vieler Banken im ganzen Landten, das Sowjetregime aufzubau- nach sich zog, da die nicht deren, planten sie heimlich die Oligarchie gehörenden BankenSchröpfung des amerikanischen fast nur mit Tagesdarlehen ar-Volkes. Nach einem Probelauf beiteten und schließen mußten,im Jahr 1920 waren sie für den als der Run auf die Banken ihrenZusammenbruch von 1929 und Bargeldvorrat sehr bald er-die »große Depression« der fol- schöpft hatte. Das Federal Re-genden Jahre gut gerüstet. serve System kam ihnen nicht zu Hilfe, obwohl es laut Gesetz ge-Am 6. Februar traf Montagu nötigt war, eine elastische Wäh-Norman, Vorstand der Bank von rung aufrechtzuerhalten.«England, in Washington ein, ummit dem amerikanischen Finanz-minister Andrew Mellon zu kon- Es war kein Zufall,ferieren. Kurz darauf änderte es war ein geplantesdas Federal Reserve System sei- Ereignisne Politik des leicht erhältlichenGeldes, die mehr als sechs Jahre Der freimütige Vorsitzende deslang in Kraft gewesen war, und Banken- und Währungsaus-begann, den Diskontsatz anzu- schusses im Kongreß, Louis T.heben. McFadden, erkannte die Ursa- che für die große Depression:An die »Aufgeklärten« ejging »Das war kein Zufall. Es war einam 9. März 1929 eine rechtzeiti- sorgfältig geplantes Ereignis.ge Warnung. Paul Warburg wur- Die internationalen Bankiersde in der »Financial Chronical« legten es darauf an, hier einewie folgt zitiert: »Wenn Orgien allgemeine Verzweiflung zuungezügelter Spekulationen zu wecken, aus der sie als die abso-weit ausgedehnt werden dürfen, luten Herrscher hervorgehenist der endgültige Zusammen- wollten.«bruch sicher.« In den nächstensechs Monaten hatten die Einge- Nach dem Zusammenbruch warweihten Zeit, ihre Aktien zu ho- das Geschäftsleben ein einziges
  • 69Mit der Vereidigung Roosevelts siegten weltweit dieschmeichlerischen Brüder des Illuminaten-Ordens.Chaos. Zehntausende Unter- rosig waren, hatten die Insidernehmen mußten schließen. Mil- andere Pläne mit dem amerika-lionen Menschen verloren ihren nischen Volk. Während des Prä-Job und mußten sich in die Es- sidentenwahlkampfes von 1932senausgabeschlangen einreihen. präsentierte sich Franklin D.Einige Millionäre verloren alles, Roosevelt den Wählern als au-was sie hatten, und begingen ßerordentlich konservativ. Aberverzweifelt Selbstmord. bald hörte man überall im Land Gerüchte, daß seine Wahlplatt-1932 gab es eindeutige Anzei- form nicht seinen wirklichenchen für eine wesentliche Ver- Ansichten entsprach, und daßbesserung der Lage. Eine Brise mit radikalen Änderungen derder Hoffnung und des Vertrau- gesamten Wirtschafts-, Gesell-ens zog durch das Land. Obwohl schafts- und Regierungsstrukturdie wirtschaftlichen Aussichten zu rechnen sei.
  • 70Als Roosevelt im November ge- te, ihn dazu zwang und weil diewählt war, nahmen diese Ge- Fabier und die von ihnen ge-rüchte immer mehr zu. Der ge- schulten Politiker, die der Präsi-wählte Präsident nahm zu ihnen dent in so vielen Bundesministe-keine Stellung. Die 1932er Wahl rien eingesetzt hatte, einenwar die letzte, nach der die ei- wohldosierten Druck ausübten.gentliche Amtseinführung desPräsidenten erst im folgenden Der Sieg derMärz - statt im Januar - statt- schmeichlerischen Brüderfand. Die lange Wartezeit unddie wachsende öffentliche Unsi- Kurz, die Franklin D. Roose-cherheit führte zu einer - poli- velt-Administration versuchte,tisch herbeigeführten - »zweiten der amerikanischen Nation dieDepression«, die stark lähmende letzte Phase von Clinton Roose-Wirkung hatte. Die daraus ent- velts illuministischen Plan derstehende öffentliche Panik führ- Zerstörung von Verfassung undte zu einem nationalweiten Run Regierung aufzubürden - unterauf die Banken, von denen viele dem Vorwand, eine »neue Ge-schließen mußten, als Roosevelt sellschaftsordnung« oder, wie siesein Amt antrat. es ironisch nannten, einen »New Deal« zu errichten. Sie prägtenRoosevelt kam also in einer aus- sofort das Zeichen der Illumina-geprägten Krisenatmosphäre zur ten auf die amerikanische Wäh-Macht, die er und die hinter ihm rung (die ein-Dollar-Noten),stehenden Kräfte vorsätzlich ge- womit sie offen erklärten, dasschaffen hatten. Sofort setzte er Ziel ihrer Verschwörung - ihrendie lang erwarteten Veränderun- »Novus Ordo Seclorum« odergen des gesamten amerikani- New Deal - erreicht zu haben.schen Regierungssystems unddes Lebensstils ins Werk. Bun- Dieses Zeichen wurde von Weis-deskommissionen und Ausfüh- haupt übernommen, als er denrungsbehörden wurde die Macht Illuminatenorden am 1. Maiverliehen, fast jede geschäftliche 1776 gründete. Auf dieses Er-Transaktion in Amerika nach eignis wird durch die römischenBelieben zu kontrollieren und Ziffern MDCCLXXVI am Fußihren Willen mit Zivil- und der Pyramide hingewiesen, nichtStrafprozessen durchzudrücken. auf das Jahr der Unabhängig-Verfassungsmäßige Einschrän- keitserklärung, wie Uneinge-kungen derartiger Autoritäts- weihte angenommen haben.übungen wurden weggewischt. Weiterhin muß man wissen, daßDer Kongreß wurde mehr als je das Zeichen erst nach der Ver-zuvor in der amerikanischen Ge- einigung der Illuminaten mit denschichte ein Werkzeug der Un- Freimaurern auf dem Wilhelms-terwürfigkeit und tat genau, was bader Kongreß von 1782 für dieihm der Präsident vorschrieb, letzteren Bedeutung erlangte.weil die Krisenatmosphäre, die Von Bedeutung ist die Inschriftder Präsident selbst erzeugt hat- des Zeichens: »Annuit coeptis«
  • 71bedeutet »unsere Unterneh- In der Bibel wird Jesus Christusmung (Verschwörung) ist vom als »Grundeckstein« bezeichnet.Erfolg gekrönt«. Unter der Py-ramide stehen die Worte »Novus Er ist das Haupt der Kirche, dieOrdo Seclorum«. Sie erklären ebenfalls in pyramidischer Formdie Natur der Unternehmung, organisiert ist.die Schaffung einer »neuenWeltordnung« oder des New Christus wird in Markus und Lu-Deal. kas der »Stein, den die Bauleute verworfen haben« genannt. DieEs ist von Bedeutung, daß der Illuminatenführer, die Bauleute»Grundeckstein«, die Spitze der der neuen Weltordnung, verwar-Pyramide fehlt. An ihrer Stelle fen Jesus Christus und wähltenerscheint das »allsehende Au- Satan, den Teufel, als ihr Ober-ge«, das die terroristische Spio- haupt, ihren Chef. Kein Wun-nageagentur symbolisiert, die der, daß sie den »Grundeck-Weishaupt unter dem Namen stein« aus dem Zeichen entfern-der »Schmeichlerischen Brüder« ten und ihn durch das satanischeeinrichtete. allsehende Auge ersetzten.
  • 72III. Die Rothschild-DynastieSeit vielen Jahren üben die Begriffe »Internationale Bankiers«,»Rothschild«, »Geld« und »Gold« eine Art mystische Faszinationauf viele Menschen in der ganzen Welt, insbesondere in Amerika,aus. Im Laufe der Jahre sind die internationalen-Bankiers in denUSA einer ganz erheblichen Kritik ausgesetzt worden, und zwar vonSeiten der verschiedensten Leute in hohen Stellungen des öffentli-chen Lebens - Männer, deren Meinungen Beachtung verdienen undderen Verantwortungsbewußtsein sie in Positionen gebracht haben,wo sie Kenntnis von den Dingen hatten, die sich hinter den Kulissender Politik und Hochfinanz abspielen.Präsident Andrew Jackson, der Der ehemalige Bürgermeistereinzige amerikanische Präsident der Stadt New York, John F.unter dessen Regierung die Hylan, erklärte 1911, »die wirk-Staatsverschuldung vollständig liche Bedrohung unserer Repu-beseitigt wurde, verdammte die blik ist die unsichtbare Regie-internationalen Bankiers als rung, die wie eine Riesenkrake»Natterngezücht«, welches er ihre schleimigen Schlingarmeentschlossen sei, aus dem ameri- über unsere Stadt, unser Landkanischen Lebensgefüge »auszu- und unsere Nation ausstreckt.rotten«. Jackson behauptete, Der Kopf ist eine kleine Gruppewenn das amerikanische Volk von Bankhäusern, die allgemeinnur verstehen würde, wie diese als Jnternationale Bankers< be-»Vipern« auf der amerikani- zeichnet wird.«schen Bühne arbeiteten, »eineRevolution noch vor Anbruch Hatten diese im öffentlichen Le-des Morgens ausbrechen ben führenden Personen mit ih-würde.« rer Beurteilung der Situation Recht oder waren sie Opfer ei-Sie rauben das ner exotischen Form von Pa-Volk aus ranoia?Der Kongreßabgeordnete Louis Untersuchen wir die GeschichteT. McFadden, der mehr als 10 analytisch und emotionsfrei undJahre Vorsitzender des Banken- decken wir die Fakten auf. Dieund Währungsausschusses war, Wahrheit, wie sie mehr underklärte, daß die internationalen mehr auftauchen wird, wird sichBankiers »eine dunkle Mann- als augenöffnend erweisen undschaft von Finanzpiraten« sind, als lehrreich für alle diejenigen,die »einem Mann die Kehle die versuchen, die unfaßbarendurchschneiden würden, nur um Ereignisse besser zu verstehen,einen Dollar aus seiner Tasche die auf nationaler und interna-zu kriegen. Sie rauben das Volk tionaler Bühne stattgefundendieser Vereinigten Staaten aus.« haben und stattfinden.
  • 73Der Erste der sein erster Sohn geboren worden war. Er eröffnete einen LadenRothschilds oder ein Kontor in der Juden-Das Europa des ausgehenden straße. Über der Eingangstür zu 18. Jahrhunderts beziehungs- seinem Laden brachte er einweise zur Zeit der amerikani- großes rotes Schild an.schen Revolution unterschiedsich in höchstem Maße von dem, Schon im frühesten Kindesalterwas wir heute kennen. Es setzte zeigte Mayer Amchel Bauer,sich aus vielen größeren und daß er eine immense intellektu-kleineren Königreichen, Her- elle Fähigkeit besaß, und seinzogtümern und Staaten zusam- Vater verbrachte einen Großteilmen, die ständig miteinander in seiner Zeit damit, dem JungenStreitigkeiten verwickelt waren. alles über das Geldleihen beizu-Die Menschen waren in der bringen, was er selbst wußte so-Mehrheit auf die Stufe von Leib- wie die Lehren, die er aus vieler-eigenen gesunken - mit keinerlei lei Quellen bezogen hatte. Vaterpolitischen Rechten. Die dürfti- Bauer hatte ursprünglich ge-gen »Privilegien«, die ihnen von hofft, seinen Sohn zum Rabbiihren »Herren« gewährt wur- auszubilden, aber sein früherden, konnten ihnen jederzeit Tod machte diesen Plänen einwieder entzogen werden. Ende. Wenige Jahre nach dem Tod sei-Es geschah zu jener Zeit, daß ein nes Vaters fing Mayer Amcheljunger Mann auf der europäi- Bauer als Bankgehilfe bei denschen Bildfläche erschien, der Oppenheimers in Hannover an.einen ungeheuren Einfluß auf Seine überragende Begabungden Verlauf der zukünftigen wurde rasch erkannt und seinWeltgeschichte haben sollte: Aufstieg in der Firma wurdesein Name war Mayer Amchel schnell gefördert: er wurde Ju-Bauer. In späteren Jahren wurde niorpartner.sein Name, den er umänderte,gleichbedeutend mit Reichtum, Kurz danach kehrte er nachMacht und Einfluß. Er war der Frankfurt zurück, wo er das imErste der Rothschilds - der erste Jahre 1750 gegründete Geschäftwahrhafte Bankier. seines Vaters erwarb. Das große rote Schild hing noch immer dar-Mayer Amchel Bauer wurde über. Die wahre Bedeutung des1743 in Frankfurt am Main in roten Schildes (sein Vater hatteDeutschland geboren. Er war es zu seinem Wappen aufgrundder Sohn von Moses Amchel der roten Flagge erhoben, dieBauer, einem wandernden Geld- das Siegeszeichen für die revolu-wechsler und Goldschmied, der tionsbewußten Juden in Osteu-seines Herumwanderns in Ost- ropa war) erkennend, änderteeuropa müde, beschieß, sich in Mayer Amchel Bauer seinender Stadt niederzulassen, in dem Namen um in Rothschild: auf
  • 74diese Weise wurde das Haus von Prinz Wilhelm von HanauRothschild gegründet. verweilte, eine Vorliebe für aus- gesuchte Münzen hatte, be- schloß er, diese GelegenheitDie Taktik machte beim Schöpfe zu packen. Seinesich bezahlt zu einem günstigen Preis ange- botenen kostbaren Münzen undDer Grundstein für die Bildung Medaillen machten ihn bald beieines unermeßlichen Reichtums dem General und sonstigen ein-wurde im Jahre 1760 und da- flußreichen Mitgliedern des Ho-nach gelegt, als Amchel Roth- fes sehr beliebt.schild seine Bekanntschaft mitGeneral von Estorff auffrischte, Eines Tages wurde er von Prinzfür den er während seiner Tätig- Wilhelm persönlich bestellt. Sei-keit bei der Bank Oppenheimer ne Hoheit kaufte ein DutzendBotendienste erledigt hatte. seiner schönsten Medaillen und Münzen. Es war dies die ersteAls Rothschild entdeckte, daß Transaktion zwischen einemder General, der nun am Hofe Rothschild und einem Staats-Mlt der Schlacht bei Waterloo gewann Rothschild durchschnelles Handeln die Kontrolle über die englische Wirtschaft.Die Rothschilds hatten bei dieser Schlacht beide Seiten finan-ziert: die Franzosen und auch die Engländer.
  • 75Oberhaupt. Bald tätigte Roth- brauchte, die amerikanischenschild auch mit anderen Prinzen Kolonisten in Schach zu halten.Geschäfte. Wilhelm war mit diesem Ge-Es dauerte nicht lange, bis Roth- schäft der »Truppenvermie-schild einen weiteren Köder aus- tung« höchst erfolgreich. Als erwarf, um sich bei verschiedenen starb, hinterließ er das größte,dortigen Prinzen »in« zu bringen bis dahin in Europa angehäufte- und seine eigenen Ziele voran- Vermögen: 200 000 000 Dollar.zutreiben. Er schrieb ihnen Brie- Der Rothschild-Biograph Fre-fe, in denen er ihrer prinzlichen deric Morton bezeichnete Wil-Eitelkeit schmeichelte und sie helm als »Europas kaltblütigstengleichzeitig um ihre Gönner- Finanzhai blauen Geblüts«.schaft bat.Seine Taktik machte sich be: Ein Buch, daszahlt. Am 21. September 1769 es nicht gibtkonnte Rothschild eine Plakette Rothschild wurde ein Agent die-mit dem Wappen des Hauses ses »Menschenvieh«-Händlers.von Hessen-Hanau an seinem Er muß seine neuen AufgabenLadeneingang anbringen, auf sehr beflissen wahrgenommender in goldenen Lettern zu lesen haben, denn als Wilhelm sich ge-stand: »M. A. Rothschild, Hof- zwungen sah, nach Dänemark zulieferant Seiner Erlauchten Ho- fliehen, ließ er 600 000 Pfundheit, Prinz Wilhelm von Hanau«. (damals 3 Millionen Dollar) bei Rothschild zur AufbewahrungIm Jahre 1770 heiratete Roth- zurück.schild die 17 Jahre alte GuteleSchnaper. Sie gründeten zusam- Wie der ehemalige Comman-men eine große Familie: 5 Söhne deur William Guy Carr, Nach-und 5 Töchter. Die Söhne hie- richtenoffizier in der Königlichßen Amchel, Salomon, Nathan, Kanadischen Marine, der welt-Kaimann und Jakob. weit über ausgezeichnete Ver- bindungen mit Nachrichtendien-Die Geschichtsschreibung no- sten verfügte, berichtet, entwarftiert, daß Wilhelm von Hanau, der Begründer des Hauses Roth-»dessen Familienwappen seit schild die Pläne zur Gründungdem Mittelalter in Deutschland der Illuminaten und beauftragteberühmt war«, mit menschlicher anschließend Adam WeishauptWare handelte. Gegen Geld ver- mit deren Aufbau und Weiter-lieh der Prinz, der eng mit den entwicklung.verschiedenen KönigshäusernEuropas verwandt war, seine Sir Walter Scott schreibt in demTruppen an jede beliebige Re- zweiten Band seines Werkesgierung. Sein bester Kunde war »Das Leben Napoleons«, daßdie englische Regierung, die die Französische Revolution vonTruppen unter anderem dafür den Illuminaten vorbereitet und
  • 76von den Geldwechslern Europas schlagen, die einen moralischenfinanziert wurde. Interessanter- Anspruch darauf hatten.weise ist das obige Buch (vomAutor selbst gesehen und gele- Mit diesem Geld als solidesen) das einzige Buch von Scott, Grundlage beschloß Mayer Am-das in den »maßgebenden Quel- chel Rothschild, seine Geschäfts-lenverzeichnissen« nicht unter unternehmungen im großen Stildessen Namen angegeben wird. auszuweiten - und er wurde derEs ist heute ein »Buch, das es erste internationale Banker.nicht gibt«. Einige Jahre zuvor hatte Roth-Zwecks Berichterstattung der schild seinen Sohn Nathan nachnachfolgenden Geschehnisse England geschickt, wo er dieschlagen wir die »Jüdische Enzy- Familiengeschäfte wahrnehmenklopädie«, Ausgabe 1905, Band sollte. Nach einem kurzen Auf-10, Seite 494, auf: »Im Volks- enthalt in Manchester, wo er sichmund hieß es, daß dieses Geld in als Kaufmann betätigte, zog Na-Weinkisten versteckt, und nach- than auf Anordnung seines Va-dem es der Durchsuchung durch ters nach London und errichtetedie Soldaten Napoleons bei ih- ein Geschäft als Handelsbank.rem Einmarsch in Frankfurt ent-gangen war, in denselben Kisten Damit die Sache gut ging, spen-unangetastet im Jahre 1814 zu- dete Vater Rothschild seinemrückgegeben wurde, als der Kur- Sohn die drei Millionen Dollar,fürst in sein Kurfürstentum zu- die er von Wilhelm von Hessenrückkehrte. Die Tatsachen sind hatte.weniger romantisch und mehrgeschäftlicher Art.« Der Anfang des RiesenvermögensHier erklärt das führende jüdi-sche Organ, daß das, was Roth- Die »Jüdische Enzyklopädie«schild tatsächlich mit den 3 Mil- von 1905 erzählt, daß Nathanlionen Dollar gemacht hat, die Beute in »Gold der Ostindi-»mehr geschäftlicher Art« war. schen Gesellschaft« investierte,Die einfache Wahrheit ist, daß »wohlwissend, daß dies für Wel-Rothschild das Geld vom Prin- lingtons Feldzug auf der Halbin-zen Wilhelm anders verwendete. sel benötigt werden würde.« MitAllerdings war das Geld, noch diesem Geld machte Nathanbevor es in die Hände Roth- »nicht weniger als vierfachenschilds kam, nicht »sauber«. Die Gewinn: bei dem Kauf der Wel-Riesensumme war von der engli- lington-Aktien, die er für 50schen Regierung an Wilhelm Cent je Dollar kaufte und zuvon Hessen für den Dienst sei- Pari verkaufte; bei dem Verkaufner Truppen bezahlt worden. des Goldes an Wellington; beiAlso hatte ursprünglich Wilhelm dessen Rückkauf; und bei des-das Geld seinen Truppen unter- sen Versand nach Portugal. Dies
  • 77war der Anfang des Riesenver- Oberhaupt des Hauses Roth-mögens des Hauses«. schild im Jahre 1812 bestimmt.Mit Hilfe ihres aus diesen Ge- 2. Die Familie soll sich unterein-winnen angehäuften Kapitals er- ander mit ihren Vettern und Ku-richtete die Familie Zweignie- sinen ersten und zweiten Gradesderlassungen des Hauses Roth- verheiraten und damit das uner-schild in Berlin, Wien, Paris und meßliche Vermögen bewahren.Neapel. An die Spitze einer je- Diese Regel wurde anfangsder Niederlassung setzte Roth- strikt eingehalten, aber später,schild einen seiner Söhne: Am- als andere jüdische Bankhäuserchel leitete die Berliner Bank, auf die Bühne traten, wurde sieSalomon die Wiener Filiale, Ja- gelockert, so daß einige Roth-kob schickte er nach Paris und schilds ausgesuchte MitgliederKaimann eröffnete die Roth- der neuen Elite heiratenschildbank in Neapel. London konnten.blieb und ist der Hauptsitz desHauses Rothschild. 3. Amchel verbot seinen Erben »ganz ausdrücklich und unterAls Mayer Amchel Rothschild gar keinen Umständen durch dasam 19. September 1812 starb, Gericht oder sonstwie eine Be-hinterließ der Begründer des standsaufnahme meines Nach-Hauses Rothschild ein Testa- lasses vornehmen zu lassen.ment, das nur wenige Tage alt Auch verbiete ich jedwegewar. Darin legte er genaue Ge- Rechtsschritte und jedwedesetze fest, nach denen das Haus Veröffentlichung des Wertes dermit seinem Namen in Zukunft Hinterlassenschaft. Wer diesegeführt werden sollte. Bestimmungen mißachtet und irgendwie ihnen zuwiderlaufen-Die Gesetzte waren wie folgt: de Handlung begeht, wird sofort als Anfechter dieses meinen1. Alle Schlüsselpositionen des letzten Willens angesehen undHauses Rothschild sind mit Fa- wird die Folgen zu tragenmilienmitgliedern zu besetzen haben.«und nicht mit fremden Ange-stellten. Es dürfen nur die männ-lichen Familienmitglieder an den Viele Dinge kamen unterGeschäften teilnehmen. den Familien-TeppichDer älteste Sohn des ältesten 4. Rothschild ordnete eine ewigeSohnes soll das Familienober- Familienpartnerschaft an undhaupt sein, soweit nicht die bestimmte, daß die weiblichenMehrheit der übrigen Familie Familienmitglieder, ihre Ehe-ein anderes bescheidet. Auf- männer und Kinder ihren Anteilgrund dieser Ausnahmebestim- am Nachlaß unter der Bedin-mung wurde Nathan, der ein be- gung erhalten, daß die Verwal-sonders brillanter Kopf war, zum tung bei den männlichen Mit-
  • 78gliedern bleibt. Frauen sollten Talmud herunternahm und dar-nicht an der Verwaltung des aus vorlas, unterdessen die ge-Vermögens beteiligt werden. samte Familie mucksmäuschen-Ein jeder, der dies anfechten still sitzen und zuhören mußte.«würde, sollte seinen Anteil amErbe verlieren. Es ließe sich über die Roth- schilds zu recht sagen, daß dieLetzteres sollte insbesondere al- »Familie, die gemeinsam betet,le jenen den Mund versiegeln, zusammenhält«. Und gebetetdie auf den Gedanken kommen wurde. Morton zufolge war eskönnten, mit der Familie zu bre- für den Durchschnittsmenschenchen. Rothschild war sich offen- schwierig, »Rothschild zu ver-sichtlicft bewußt, daß es unter stehen noch den Grund, warumdem Familien-»Teppich« eine er, der soviel besaß, noch mehrMenge Dinge gab, die niemals erobern wollte«. Alle fünf Brü-ans Tageslicht kommen sollten. der waren von demselben Geist der Schläue und Eroberung be-Die imposante Stärke des Hau- seelt.ses Rothschild beruhte auf einerReihe wichtiger Faktoren: Ab- Die Rothschilds sind keine wah-solute Geheimhaltung aufgrund ren Freundschaften und Bünd-der totalen Familienkontrolle nisse eingegangen. Ihre Teilha-über sämtliche Geschäftsvorgän- ber waren lediglich Bekannt-ge; eine unbegrenzte, man kann schaften, die man benutzte, umfast sagen, übernatürliche Fähig- die Interessen des Hauses Roth-keit, die Zukunft vorauszusehen schild zu fördern und warf sieund vollen Nutzen daraus zu zie- auf den Müllhaufen der Ge-hen. Die gesamte Familie wurde schichte, wenn sie ihren Zweckvon einer unersättlichen Lust oder ihre Nützlichkeit verlorennach Ansammlung von Reich- hatten.tum und Macht getrieben; sowietotale Rücksichtslosigkeit in al-len geschäftlichen Unterfangen. Rothschilds finanzierten beide SeitenFrederic Morton berichtet in sei-nem Buch »The Rothschilds«, Wie wahr diese Aussage ist, be-daß »Samstag abends, nach ei- weist eine weitere Passage ausnem in der Synagoge verrichte- Frederic Mortons Buch. Er er-tem Gebet, Mayer gewöhnlich zählt, wie im Jahre 1806, Napo-den Rabbi in sein Haus einlud, leon erklärt, daß es sein »Zielwo man sich auf grünen Polstern sei, das Haus Hessen-Kassel vongegenüber saß, genüßlich ein den Regierungsgeschäften aus-Gläschen Wein trank und sich zuschließen und von der Listeüber dies und das bis tief in die der Mächte zu streichen«.Nacht ereiferte. Auch an Werk-tagen kam es häufig vor, daß »Damit befahl der mächtigsteMayer das schwere Buch des Mann Europas, den Felsen nie-
  • 79derzureißen, auf dem die neue fünf verschiedenen Ländern gabRothschildfirma gegründet wor- - über ein Clearing-house; eineden war. Aber merkwürdiger- Methode, die das altmodische,weise ließ die Geschäftigkeit im unhandliche Verschiffen derHause des roten Schildes nicht Goldbarren durch ein weltweitesnach . . .« Schuld- und Kreditsystem ab- löste.»Der Staub wirbelte hinter denKutschen auf, in denen diese Eine der großartigsten Beiträgerundgesichtigen Rothschilds im- war Nathans neues Verfahrenmer noch saßen, gierig und uner- zur Auflegung internationalerforschlich, die Aktentaschen un- Anleihen. Vorher hatten sich dieter die Arme geklemmt.« englischen Anleger nur zögernd an ausländischen Emissionen»Sie sahen weder Krieg noch beteiligt. Es lag ihnen nichts dar-Frieden, weder Schlagzeilen an, in allen möglichen fremdennoch Manifeste, die die Welt und unhandlichen Währungenverblendeten. Sie sahen nur ihre Dividende zu erhalten.Sprungbretter. Prinz Wilhelmwar eines gewesen, Napoleon Nun hatte Nathan sie am Wickelwürde das nächste sein.« - die mächtigste Investitions- quelle des 19. Jahrhunderts - in-»Bizarr«? Im Grunde nicht. Das dem er Auslandsanleihen inHaus Rothschild half den fran- Pfund Sterling zahlbar machte.«zösischen Diktator zu finanzie-ren, und folglich hatten sie je-derzeit freien Zugang zu den Die Schlacht beifranzösischen Märkten. Einige WaterlooJahre später, als Frankreich undEngland sich gegenseitig blok- Während einerseits Reichtumkierten, waren die einzigen und Macht der Rothschilds anKaufleute, die unbehelligt durch Umfang und Einfluß zunahmen,die Blockade liefen die Roth- erweiterte sich andererseits ihrschilds. Sie finanzierten beide Nachrichtendienst. Sie hatten ih-Seiten. re »Agenten« in allen strategisch wichtigen Hauptstädten und»Dieses Nutzwertdenken, das Handelsplätzen sitzen, die Nach-die Söhne Mayers antrieb, richten einholten und verschie-brachte einen gründlichen wirt- dene Typen dieses Dienstes ent-schaftlichen Frühjahrsputz; ein wickelten. Wie die meisten Un-Auskehren von steuerlichem ternehmungen der Familie be-Unterholz; eine Renovierung ruhten sie auf sehr harter Arbeitder alten Kreditstrukturen und und reiner List.die Erfindung neuer; eine Schaf-fung neuer Geldkanäle - schon Ihr einzigartiges Spionagenetzallein deshalb, weil es fünf ver- fing damit an, daß die »Jungs«schiedene Rothschildbanken in sich gegenseitig über ein Kurier-
  • netz informierten. Schon bald schenden Schatten auf den Stra-entwickelte sich daraus eine sehr ßen der Städte. Sie transportier-viel ausgetüftteltere, schlagkräfti- ten Bargeld, Wertpapiere, Brie-gere und weitreichende Angele- fe und Nachrichten. Vor allemgenheit. Es war ein Spionagesy- Nachrichten - die neuesten, ex-stem par excellence. Seine ver- klusivsten Nachrichten, die mitblüffende Schnelligkeit und Lei- Nachdruck an den Aktien- undstungsfähigkeit gab den Roth- Warenterminbörsen verarbeitetschilds einen klaren »Vor- werden würden.«sprung« bei all ihren Geschäfts-aktionen auf internationaler »Und es gab keine wertvollereEbene. Nachricht als den Ausgang bei Waterloo!«»Rothschildkutschen galoppier-ten die Landstraßen entlang, Von der Schlacht bei WaterlooRothschildschiffe segelten über hing die Zukunft des europäi-den Ärmelkanal, Rothschild- schen Kontinents ab. Falls dieagenten bewegten sich gleich hu- Grande Armee Napoleons sieg-Lincolns Ermordung im Ford-Theater in Washington durch denSchauspieler John Wilkes Booth durch einen Kopfschuß.
  • 81reich daraus hervorging, würde bringen. Weitere Rothschild-Frankreich unangefochten Herr- Agenten standen in der Nähescherin über all das sein, was sie bereit, die Nachrichtenbulletinsan der europäischen Front abge- an einen strategischen Komman-steckt hatte. Falls Napoleon in doposten der Rothschilds zudie Knie gezwungen wurde, wür- überbringen.de England das Gleichgewichtder Mächte in Europa in derHand halten und in der Lage Der ganz großesein, seinen Einflußbereich we- Coupsentlich zu erweitern. Am späten Nachmittag desDer Historiker John Reeves, ein 19. Juni 1815 sprang ein Roth-Rothschild-Anhänger, enthüllt schild-Beauftragter in ein spe-in seinem Buch »The Roth- ziell angeheuertes Boot undschilds, Financial Rulers of the machte sich eilends gen EnglandNations«, daß »ein Grund für über den Ärmelkanal. In seinemseinen (Nathans) Erfolg war die Besitz befand sich ein höchst ge-Verschwiegenheit, mit der er heimer Bericht des Rotschild-sich umgab und die unlautere Geheimdienstes über den Fort-Politik, mit der er jene irreführ- gang der entscheidendente, die ihn am aufmerksamsten Schlacht. Diese Nachrichtenbeobachteten.« sollten es Nathan erlauben, eini- ge lebenswichtige Entscheidun-Riesige Reichtümer waren mit gen zu treffen.dem Ausgang der Schlacht beiWaterloo zu gewinnen - oder zu Der Sonderagent wurde in Folk-verlieren. An der Londoner Ak- stone in der Morgendämmerungtienbörse stieg die Erregung in des nächsten Tages von Nathanfiebrige Höhe, während die Rothschild persönlich begrüßt.Händler auf die Nachricht über Nachdem dieser die wesentli-den Ausgang dieser Schlacht der chen Punkte des Berichtes über-Giganten warteten. Wenn Eng- flogen hatte, war er schon wie-land verlor, würde der Kurs von der unterwegs, in rasanter FahrtEnglish Consul in noch nie dage- nach London und der Aktien-wesene Tiefen stürzen. Wenn börse.England gewann, würde derKurs der Consul in neue schwin- Angekommen an der Börse, in-delerregende Höhen steigen. mitten fieberhafter Spekulatio-Während sich die beiden nen über den Ausgang derRiesenarmeen in die Schlacht Schlacht, begab sich Nathan aufauf Leben und Tod stürzten, wa- seinen üblichen Posten an derren die Agenten von Nathan »Rothschildsäule«. Ohne jedesRothschild auf beiden Seiten der Zeichen der Gemütsbewegung,Front fieberhaft dabei, den Ver- ohne jede geringste Verände-lauf der Schlacht so genau wie rung des Mienenspiels gab dernur möglich in Erfahrung zu Chef des Hauses Rothschild mit
  • 82dem steinernen Gesicht und den nehmen konnten. Auf das Stich-Schlitzaugen seinen in der Nähe wort ihres Bosses hin machtenpostierten Agenten ein vorher sich ein Dutzend Rothschild-abgemachtes Zeichen. Darauf- Agenten auf den Weg zum Or-hin wurden von den Rothschild- derschalter auf der anderen Sei-Agenten sofort die Consul auf te der Börse und kauften sämtli-den Markt geworfen. Als nun che Consul für ein »Butterbrot«.diese Aktien im Wert von eini-gen hunderttausend Dollar an- Aufräumen ingeboten wurden, begann ihr FrankreichKurs zu sinken. Dann stürzte ersteil nach unten. Kurz darauf erreichte die »offi- zielle« Nachricht die englischeNathan blieb an »seiner« Säule Hauptstadt. England war dergelehnt, gefühlslos, ausdrucks- Beherrscher der europäischenlos. Er verkaufte weiter und ver- Bühne. In Sekundenschnellekaufte und verkaufte. Die Con- schoß der Kurs der Consul nochsul fiel weiter. Das Gerücht über den ursprünglichen Wertmachte die Runde durch die hinaus. Mit zunehmendem Be-Börse: »Rothschild weiß.« - wußtsein der Öffentlichkeit über»Wellington hat Waterloo ver- die Bedeutung des englischenloren!« Sieges stieg der Kurs der Consul sogar noch höher.Die Abgabe verwandelte sich inPanik, die Leute beeilten sich, Napoleon hatte »sein Waterloo«ihre »wertlosen« Consul abzu- gehabt. Nathan hatte die Kon-stoßen oder Papiergeld gegen trolle über die englische Wirt-Gold und Silber einzutauschen schaft erworben. Über Nachtin der Hoffnung, wenigstens ei- hatte sich sein bereits erhebli-nen Teil ihres Vermögens zu ret- ches Vermögen mehr als ver-ten. Die Consul setzten ihren zwanzigfacht.Sturzflug in bodenlose Tiefefort. Nach wenigen Stunden fie- Nach ihrer vernichtenden Nie-berhafter Umsätze war die Con- derlage waren die Franzosen be-sul ruiniert. Sie hatte einen Wert müht, finanziell wieder auf dievon 5 Cents je Dollar. Beine zu kommen. Im Jahre 1817 wurde mit der angesehe-Nathan Rothschild, nach wie vor nen französischen Bank Ouvrardunbewegt und ausdruckslos, und den bekannten Bankiers,lehnte sich noch immer gegen Baring Brothers in London eindie Säule. Unmerklich wurden beträchtliches Kreditabkommendie Signale weitergegeben. Den- geschlossen. Die Rothschildsnoch waren es andere Signale. hatte man als Zuschauer drau-Sie unterschieden sich auf so ge- ßen stehen lassen.ringfügige Weise, daß nur dieäußerst geschulten Rothschild- Im darauffolgenden Jahr benö-Agenten die Veränderung wahr- tigte die französische Regierung
  • 83einen weiteren Kredit. Da die Aber eine wesentliche Waffe des1817 über Ouvrard und Baring Rothschild-Arsenals war vonBrothers ausgegebene Renten- den Franzosen übersehen oderanleihe am Pariser Rentenmarkt nicht bedacht worden - ihre ein-und anderen europäischen Kapi- malige Schläue in der Anwen-talmärkten im Kurs gestiegen dung und Manipulation vonwar, schien es sicher, daß die Geld.französische Regierung dieDienste dieser beiden ausge-zeichneten Bankhäuser beibe- Ihr Spiel isthalten würde. KontrolleDie Gebrüder Rothschild pro- Am 5. November 1818 trat et-bierten fast alle Tricks aus ihrem was ganz Unerwartetes ein.umfangreichen Repertoire aus, Nachdem der Kurs der französi-um die französische Regierung schen Regierungsanleihe einzu beeinflussen, das Gescnäft ih- Jahr lang stetig gestiegen war,nen zu überlassen. Ihre Bemü- begann er zu fallen. Mit jedemhungen waren indessen verge- weiteren Tag verstärkte sich diebens. rückläufige Kursentwicklung. In kürzester Zeit wurden auch an- dere Regierungsanleihen davonDie französischen Aristokraten, betroffen.die stolz auf ihre Eleganz undhöhere Abkunft waren, sahen in Am Hofe Ludwig XVIII.den Rothschilds lediglich Bau- herrschte eine gespannte Atmo-ern, Emporkömmlinge, die man sphäre. Düsteren Gesichts grü-auf ihren Platz verweisen mußte. belten die Aristokraten über dasDie Tatsache, daß die Roth- Schicksal ihres Landes. Sie hoff-schilds weitreichende finanzielle ten das Beste und mußten dochRessourcen besaßen, in den mit das Schlimmste befürchten. Diegrößtem Luxus ausgestatteten einzigen Leute in der UmgebungHäusern residierten und sich in des Hofes, die nicht zutiefst be-die elegantesten und teuersten sorgt waren, waren Jakob undKleider, die es gab, kleideten, Karl Rothschild. Sie lächeltenkonnte die höchst standesbe- und schwiegen.wußten französischen Adligennicht aus der Reserve locken. Langsam begann sich ein schlei-Man hielt die Rothschilds für chender Verdacht in den Köpfenungeschlacht - bar jeder gesell- einiger Zuschauer einzunisten.schaftlichen Anerkennung. Wäre es möglich, daß dieseWenn wir der Mehrzahl der hi- Rothschild-Brüder die Ursachestorischen Berichte Glauben für die wirtschaftlichen Nöte derschenken wollen, so war ihre Be- Nation wären? Könnten siewertung der ersten Rothschild- heimlich den Anleihemarkt ma-Generation wahrscheinlich nipuliert und die Panik insze-richtig. niert haben? Sie hatten!
  • 84Im Oktober 1818 hatten Roth- als Pfand, und Monarchen undschild-Agenten mit Hilfe der un- Minister aller Länder suchtenbegrenzten Reserven ihrer Ge- seinen Rat und ließen sich vonbieter riesige Mengen der fran- seinen Vorschlägen leiten«.zösischen Regierungsanleihe ge-kauft, die von ihren RivalenOuvrard und Baring Brothers Gepflegte Unhörbarkeitemittiert worden war. Dadurch und Unsichtbarkeitwar der Anleihekurs gestiegen.Dann, am 5. November 1818, Die von den Rothschilds in Eng-begannen sie, Unmengen der land im Jahre 1815 und drei Jah-Anleihepapiere auf den offenen re später in Frankreich vollzoge-Markt in den Haupthandelsplät- nen finanziellen Schachzüge sindzen Europas zu werfen und da- nur zwei Beispiele für die vielendurch den Markt in Panikstim- anderen, die sie im Lauf der Zeitmung zu versetzen. in der ganzen Welt vollbracht haben.Schlagartig veränderte sich dieSzene im Palast Aix. Die Roth- Jedoch hat man die Methodenschilds, geduldig auf ihre Zeit und Taktiken geändert, mit de-und in einem Vorzimmer war- ren Hilfe man das öffentlichetend, wurden nun eilends vor Publikum seines hartverdientenden König gebeten. Ihnen galt Geldes beraubte. Während manmit einmal die ganze Aufmerk- sie zunächst mit dreister Offen-samkeit. Ihre Kleidung wurde heit benutzt hatte, um Menschender neueste Modeschrei. »Ihr und Nationen auszubeuten, ha-Geld war der Liebling der ange- ben die Rothschilds sich darauf-sehensten Schuldner.« Die hin aus dem ScheinwerferlichtRothschilds hatten die Kontrolle zurückgezogen und sind nun da-über Frankreich erlangt und das bei, auf dem Wege über und hin-ist ihr Spiel: Kontrolle! ter einer breiten Vielzahl von Fronten die Fäden zu ziehen.Benjamin Disraeli, einst Pre-mierminister von England, Ihre »modernen« Methoden er-schrieb einen Roman mit dem läutert der Biograph FredericTitel »Coningsby«. Die »Jüdi- Morton: »Die Rothschilds lie-sche Enzyklopädie« beschreibt ben es zu glänzen. Aber zumdas Buch als »ein ideales Por- Leidwesen der gesellschaftlichträt« des Rothschildimperiums. Ambitionierten glänzen dieDisraeli charakterisiert Nathan Rothschilds nur >in camera<, das(in Verbindung mit seinen vier heißt hinter verschlossenen Tü-Brüdern) als »der Herr und Mei- ren, für und vor ihren Artge-ster der Geldmärkte der Welt nossen.«und selbstverständlich so gut wieHerr und Meister über alles an- »Ihr Hang zu Zurückgezogen-dere. Er hielt buchstäblich das heit scheint sich in den jüngstenSteueraufkommen Süditaliens Generationen verstärkt zu ha-
  • 85ben. Dem Begründer des Hauses pflegt die Familie sorgsam denwar sie vor langer Zeit zu eigen, Eindruck einer unhörbaren unddoch einige seiner Söhne, im unsichtbaren Existenz. Demzu-Angriff auf Europas innerste folge glauben einige, daß außerBastionen haben die Hand an einer großen Legende wenig üb-jede Waffe gelegt, einschließlich riggeblieben ist und die Roth-schmutziger Propaganda. Heute schilds sind ganz zufrieden, ihrAmerikas Eintritt in den Ersten Weltkrieg brachte die interna-tionalen Bankers in ihrem Plan der Welteroberung weiter.
  • 86öffentliches Bild von der Legen- war die einzige Nation auf Er-de tragen zu lassen.« den, die jemals gegründet wur- de, und zwar mit der Bibel als»Obwohl sie Kontrolle über un- grundlegenden Rechtstext. Ihrezählige Unternehmen in der In- einmalige, herrliche Verfassungdustrie, im Handel, im Bergbau hatte den spezifischen Zweck,und in der Touristik haben, trägt die Machtbefugnisse der Regie-nicht eines den Namen Roth- rung zu begrenzen und Freiheitschild. Da es private Komman- und Wohlstand ihrer Bürger zuditgesellschaften sind, waren die bewahren. Ihre Bürger waren inFamilienunternehmen weder in der Hauptsache schaffensfreudi-der Vergangenheit noch in der ge Einwanderer mit dem »Ver-Gegenwart jemals gezwungen, langen, frei zu atmen«, die nichtsauch nur eine einzige Bilanz anderes wünschten als die Chan-oder einen sonstigen Bericht ce, in einer so wunderbar anre-über ihre finanziellen Umstände genden Umgebung zu leben undzu veröffentlichen.« zu arbeiten.Seit ihrem Bestehen haben die Die Ergebnisse - die »Früchte«Rothschilds keine Mühe ge- dieses einmaligen Experimentsscheut, um den Eindruck zu er- waren so unbeschreiblich strah-wecken, daß sie im Rahmen der lend, daß Amerika zu einem»Demokratie« handeln. Mit die- Märchen für die ganze Weltser berechnenden Haltung sollen wurde. Viele Millionen in dendie Leute getäuscht und davon weitentfernten Kontinenten derabgelenkt werden, daß ihr wah- Erde sahen in Amerika, demres Ziel die Beseitigung jegli- Zauberhaften, das gelobte Land.chen Wettbewerbs und die Er-richtung eines Weltmonopols ist. Die »Big Bankers« in Europa -Sich hinter einer Vielzahl von unter anderem die Rothschilds -»Fassaden« verbergend, ist ih- sahen die wunderbaren Ergeb-nen ein Meisterwerk der Trug- nisse, die dieser einzigartigekunst gelungen. Versuch gezeigt hatte, von ei- nem ganz anderen Blickwinkel aus. Sie betrachteten es als eineDie Rothschilds und einschneidende Bedrohung ihrerAmerika Zukunftspläne. Die konservati- ve »Times« in London schrieb:Nach ihren Eroberungszügen in »Wenn diese unselige Finanzpo-Europa zu Beginn des 18. Jahr- litik, deren Ursprung in derhunderts warfen die Rothschilds Nordamerikanischen Republikihre lüsternen Blicke auf den liegt (das heißt ehrliches, verfas-kostbarsten aller Erdteile - die sungsgemäß bewilligtes, schul-Vereinigten Staaten. denfreies Geld), sich zu einer dauerhaften Einrichtung entwik-Amerika war in der ganzen kelt, dann wird diese RegierungWeltgeschichte einzigartig. Es ihr Geld ohne Kosten bereitstel-
  • 87len. Sie wird ihre Schulden abbe- Der Zerstörungsplanzahlen und keine Schulden mehrhaben (bei den internationalen der VerschwörerBankers). Sie wird zu einem In den Jahren nach der Unab-Wohlstand gelangen, der in der hängigkeit hatte sich zwischenGeschichte der zivilisierten Re- der baumwollpflanzenden Ari-gierungen dieser Welt absolut stokratie in den Südstaaten undeinmalig sein wird. Geist und den englischen Tuchfabriken einReichtum aller Länder werden enges Geschäftsverhältnis ent-nach Amerika wandern. Diese wickelt. Die europäischen Ban-Regierung muß vernichtet wer- kers entschieden, daß diese Ge-den oder sie wird jede Monar- schäftsverbindung die Achilles-chie auf diesem Erdball ver- ferse Amerikas sei, die Tür,nichten.« durch die die junge amerikani- sche Republik erfolgreich ange-Die Rothschilds und ihre Freun- schossen und überwunden wer-de entsandten ihre Finanztermi- den könnte.ten, damit sie Amerika zerstör-ten, weil es zu einem »einmali- Die »Illustrated University Hi-gen Wohlstand« gelangte. story«, 1878, berichtet, daß die Südstaaten von englischen Agenten überschwemmt wur-Der erste belegbare Beweis für den. Diese verschworen sich mitdas Eingreifen der Rothschilds den einheimischen Politikern,in die finanziellen Angelegen- um gegen die eigenen Interessenheiten der Vereinigten Staaten der Vereinigten Staaten zu ar-findet sich Ende der 20er und beiten. Die von ihnen sorgfältigAnfang der 30er Jahre des 19. ausgesäte und gehegte Propa-Jahrhunderts, als die Familie, ganda wuchs zur offenen Rebel-über ihren Agenten Nicholas lion aus und führte zur Abtren-Biddle, darum kämpfte, die Ge- nung des Staates Süd-Karolinasetzesvorlage von Andrew Jack- am 29. Dezember 1860. Inner-son niederzustimmen, die vor- halb weniger Wochen tratensah, die Befugnisse jenes »Nat- sechs weitere Staaten der Ver-terngezüchts«, den internationa- schwörung gegen die Union beilen Bankers, zu beschneiden. und sagten sich von ihr los, um die Konföderierten Staaten vonDie Rothschilds verloren die er- Amerika unter Jefferson Davisste Runde, als Präsident Jackson als ihrem Präsidenten zu bilden.1832 gegen die Vorlage zur Er-neuerung der Charter der »Bank Die Verschwörer stellten Ar-of the United States« (eine von meen auf, besetzten Festungen,den internationalen Bankers Arsenale, Geldprägeanstaltenkontrollierte Notenbank) sein und sonstige Besitztümer derVeto einlegte. Im Jahre 1836 Union. Sogar Mitglieder im Ka-schloß die Bank die Türen. binett des Präsidenten Buchanan
  • 88waren mit von der Partie, die den Erzfeind der Krone, Ruß-Union zu zerschlagen. Sie schä- land, um Hilfe. Als der Brief mitdigten das öffentliche Ansehen Lincolns dringlichem Appellund beteiligten sich an dem dem Zaren Nikolaus II. überge-Bankrott der Nation. Zwar be- ben wurde, wog er ihn ungeöff-klagte Buchanan die Session, net in seiner Hand und sagte:aber er unternahm keine Schrit- »Bevor Wir diesen Brief gelesente, sie unter Kontrolle zu brin- und seinen Inhalt kennen, ge-gen, nicht einmal, als Küstenbat- währen Wir jedwede Bitte, dieterien in Süd-Karolina auf ein er enthalten mag.«US-Schiff das Feuer eröffneten.Kurze Zeit später wurde Abra- Mord wegenham Lincoln Präsident. Er wur- zinsfreier US-Notende am 4. März 1861 in sein Amteingeführt. Lincoln ordnete so- Unangekündigt dampfte einefort eine Blockade der Südstaa- russische Rotte unter Admiralten an, um sie von den aus Euro- Liviski am 24. September 1863pa kommenden Versorgungs- in den Hafen von New York einmitteln abzuschneiden. Als »of- und ging dort vor Anker. Diefizielles« Datum für den Beginn russische Pazifikflotte unter Ad-des Bürgerkrieges wird der 12. miral Popov erreichte San Fran-April 1861 angegeben, an dem zisco am 12. Oktober. Zu die-das Fort Sunter in Süd-Karolina sem Akt der Russen bemerktvon den Konföderierten bom- Gideon Wells: »Ihre Ankunftbardiert wurde. Offensichtlich erfolgte auf dem Höhepunkt derhat er aber sehr viel früher ange- Konföderation und dem Tief-fangen. punkt des Nordens und verur- sachte, daß England und Frank-Im Dezember 1861 wurden eu- reich lange genug zögerten, umropäische Truppen (Engländer, das Blatt sich zugunsten desFranzosen, Spanier) in großer Nordens wenden zu lassen.«Zahl nach Mexiko verschoben,was eine Mißachtung der Mon- Die Geschichtsschreibung ent-reo-Doktrine war. Dies sowie hüllt uns, daß die Rothschildsdie umfassenden Hilfeleistungen kräftig dabei waren, beide Seitenaus Europa an die Konföderier- des Bürgerkrieges zu finanzie-ten waren die Anzeichen dafür, ren. Lincoln versetzte ihrer Tä-daß sich die englische Krone auf tigkeit einen Dämpfer, als er sichden Eintritt in den Krieg vorbe- im Jahre 1862 und 1863 weiger-reitete. Die Aussichten für den te, die von den Rothschilds ge-Norden und die Zukunft der forderten exorbitanten ZinsenUnion sahen in der Tat schwarz zu zahlen und verfassungsmäßigaus. zulässige, zinsfreie US-Noten herausgab. Wegen dieser undIn dieser Stunde der äußersten anderer patriotischer Handlun-Krise wandte sich Lincoln an gen wurde Lincoln kaltblütig
  • 89von John Wilkes Booth am 14. schäfte auf Kredit getätigt. BaldApril 1865 erschossen, nur fünf stellten die beiden fest, daß sieTage nachdem sich Lee im Ap- Bankiers waren.pomattox Court House, Virgi-nia, Grant ergeben hatte. Im Jahre 1867 gründeten sie Kühn, Loeb and Co., Bankiers,Die Enkelin von Booth, Izola in der Stadt New York und nah-Forrester, berichtet in ihrem men einen jungen deutschenBuch »One Mad Act«, daß Lin- Auswanderer, Jacob Schiff alscolns Attentäter vor dem Mord Teilhaber auf. Der junge Schiffin enger Verbindung mit unbe- hatte gewichtige Finanzbezie-kannten Europäern gestanden hungen in Europa. Zehn Jahrehat und wenigstens eine Reise später stand Jacob Schiff an dernach Europa unternommen hat- Spitze von Kühn, Loeb and Co.,te. Nach dem Mord wurde da Kühn gestorben war undBooth durch Mitglieder der Rit- Loeb sich zurückgezogen hatte.ter des Goldenen Kreises spurlos Unter Schiffs Leitung brachtein Sicherheit gebracht. Der Au- die Bank europäisches Kapitaltorin zufolge hat Booth nach sei- mit der amerikanischen Indu-nem Verschwinden noch viele strie zusammen.«Jahre gelebt. Die Insider machenDie Ziele werden wieder einmal Beuteweiter verfolgt Schiffs »gewichtigte Finanzbe-Unbeeindruckt von ihren ersten ziehungen in Europa waren dieMißerfolgen, die Vereinigten Rothschilds und ihre deutschenStaaten zu zerstören, setzten die Vertreter, die M. M. Warburginternationalen Bankers die Gesellschaft in Hamburg undVerfolgung ihrer Zielsetzung mit Amsterdam. Innerhalb von 20unablässigem Eifer fort. Zwi- Jahren hatten die Rothschildsschen dem Ende des Bürgerkrie- über ihre Warburg-Schiff-Ver-ges und 1914 waren ihre bindung das Kapital bereitge-Hauptagenten in den Vereinig- stellt, mit dem John D. Rocke-ten Staaten: Kühn, Loeb and feller sein Standard Oil-Impe-Co. sowie J. P. Morgen Co. rium ganz erheblich ausbauen konnte. Des weiteren wurdenAm 1. Februar 1936 erschien von ihnen die Aktivitäten voneine kurze Chronik über Kühn, Edward Garriman (Eisenbahn)Loeb and Co. in der Zeitschrift und Andrew Carnegie (Stahl) fi-»Newsweek«: »Abraham Kühn nanziert.und Salomon Loeb waren Kolo-nialwarenhändler in Lafayette, Um die Jahrhundertwende ent-Indiana, im Jahre 1850. Wie in sandten die Rothschilds, unzu-allen neubesiedelten Regionen frieden mit dem Fortschritt ihrerüblich, wurden die meisten Ge- amerikanischen Manöver, einen
  • 90ihrer Spitzenleute, Paul Moritz Währungskrise, die alle ZeichenWarburg, nach New York, um so einer geschickt geplanten Roth-direkt die Führung ihres An- schild-» Arbeit« trugen. Die dar-griffs auf den einzigen wahren aus resultierende Panik am Ka-Verfechter für individuelle Frei- pitalmarkt ruinierte das Lebenheit und Wohlstand zu überneh- zehntausender unschuldigermen - die Vereinigten Staaten Menschen im ganzen Land - undvon Amerika. brachte der Bankelite Milliarden ein.Bei einem Hearing des Banken-und Währungsausschusses des Der Zweck dieser »Krise« warKongresses im Jahr 1913 gab ein zweifacher: Erstens für dieWarburg zu, er sei »ein Mitglied Insider finanzielle »Beute« zudes Bankhauses Kühn, Loeb and machen und zweitens dem ame-Co. Ich bin 1902 in dieses Land rikanischen Volk die »großegekommen, während ich in Notwendigkeit« einer Zentral-Hamburg, Deutschland, geboren bank vor Augen zu führen.wurde und dort das Bankge-schäft erlernt habe und danachin London und Paris das Bank-fach studiert und die ganze Welt Die unsichtbare Regierungbereist habe.« der GeldbaroneIm ausgehenden Jahrhundert Paul Warburg erklärte vor demwar es nicht üblich, daß Leute Banken- und Währungsaus-»in London und Paris das Bank- schuß: »Bei der Panik des Jahresfach studieren« und »die ganze 1907 war mein erster Vorschlag,Welt bereisen«, wenn sie nicht >laßt uns eine nationale Clea- ring-Bank (Zentralbank) grün-eine spezielle Mission zu erfüllenhatten. den^ Der Aldrich-Plan (für eine Zentralbank) enthält viele Din-Zu Beginn des Jahres 1907 hob ge, die einfach grundlegendeJacob Schiff, der von Rothschild Regeln des Bankgeschäftes sind.bezahlte Boß des Hauses Kühn, Ihr Ziel muß dasselbe sein.«Loeb and Co., in einer Rede vorder New Yorker Handelskam- Tief in ihre Kiste oft geübtermer warnend hervor, daß »wenn Praktiken greifend zogen die in-wir keine Zentralbank mit einer ternationalen Bankers ihren bis-ausreichenden Kontrolle über her größten Coup ab - die Grün-die Kreditbeschaffung bekom- dung des in Privathänden be-men, dann wird dieses Land die findlichen »Federal Reserve Sy-schärfste und tiefgreifendste stem«, womit die Kontrolle überGeldpanik in seiner Geschichte die Finanzen der Vereinigtenerleben.« Staaten in die Hände machtbe- sessener Geldmonopolisten ge-Kurze Zeit später stürzten die legt wurde. Paul Warburg wurdeVereinigten Staaten in eine der erste Vorsitzende des »Fed«.
  • 91per Kongreßabgeordnete Char- einer »Neuen Weltordnung« freiles Lindbergh legte den Finger sein würde.genau auf die Wahrheit, als er imAusschuß an die Verabschie- Dieser Plan wurde in einemdung des »Federal« Reserve- Brief an Giuseppe Mazzini vomGesetzes durch den halbleeren 15. August 1817 in anschauli-Kongreß am 23. Dezember 1913 chen Einzelheiten von Albert Pi-sagte: »Mit diesem Gesetz wird ke, dem souveränen Großmei-der gigantischste Konzern auf ster des Altertümlichen und An-dieser Welt gegründet. Wenn erkannten Schottischen Ritusder Präsident (Wilson) diese Ge- der Freimaurerei und oberstensetzesvorlage unterzeichnet, Illuminaten in Amerika, darge-wird die unsichtbare Regierung legt. Pike schrieb, der Ersteder Geldbarone legalisiert. Das Weltkrieg sollte zusammenge-schwerste Verbrechen des Kon- braut werden, um das zaristischegresses ist sein Währungssystem. Rußland zu zerstören - und die-Das schlimmste gesetzgeberi- ses weite Land unter die unmit-sche Verbrechen aller Zeiten telbare Kontrolle der Illumina-wird mit diesem Bank- und ten-Agenten zu bringen. Ruß-Währungsentwurf begangen.« land sollte dann als »Buhmann« benutzt werden, um die Ziele der Illuminaten weltweit zu för-Plan für die dern.Welteroberung Weltkrieg Nummer 2 sollte überNachdem sie in der Mitte des die Manipulation der zwischenvergangenen Jahrhunderts die den deutschen Nationalisten undNationen Europas finanziell fest den politischen Zionisten herr-in ihren Griff bekommen hatten, schenden Meinungsverschieden-waren die internationalen Ban- heiten fabriziert werden. Darauskers fieberhaft dabei, ihren Ein- sollte sich eine Ausdehnung desflußbereich in alle Himmelsrich- russischen Einflußbereiches undtungen auszudehnen und damit die Gründung eines Staates Isra-den endgültigen Sturm auf die el in Palästina ergeben.Vereinigten Staaten vorzuberei-ten - eine Nation, die dank ihrer Der Dritte Weltkrieg sollte demeinmaligen Verfassung frei ge- Plan zufolge sich aus den Mei-blieben war. nungsverschiedenheiten erge- ben, die die Illuminaten-Agen-In den nun folgenden Jahrzehn- ten zwischen den Zionisten undten wurde deutlich, daß sie, um den Arabern hervorrufen wür-ihr Ziel der Weltherrschaft zu den. Es wurde die weltweiteerreichen, eine Reihe von Welt- Ausdehnung des Konfliktes ge-kriegen würden anzetteln müs- plant.sen, die zu einer Nivellierung derWeltordnung fuhren würden, so Wie der Brief sagt, planten diedaß der Weg für die Errichtung Illuminaten, »Nihilisten und
  • 92Atheisten aufeinander loszulas- einem Ideal, jedoch nicht wis-sen« und »einen schrecklichen send, wem Anbetung entgegen-sozialen Umsturz zu provozie- zubringen, wird das wahre Lichtren, der in seinem ganzen Hor- durch die universale Manifesta-ror den Nationen die Wirkung tion der reinen Doktrine Luzi-des absoluten Atheismus deut- fers empfangen, die schließlichlich vor Augen führen wird, Ur- ins Licht der Öffentlichkeit ge-sprung der Bestialität und der bracht wird, eine Manifestation,blutigsten Auf ruhren. die ein Ergebnis der allgemeinen reaktionären Bewegung seinDanach werden überall die Bür- wird, die auf die Vernichtungger gezwungen, sich gegen die des Christentums und Atheis-Weltminderheit der Revolutio- mus folgen wird, die damit beidenäre zu verteidigen, jene Zerstö- mit einem Schlag besiegt undrer der Zivilisation zu vernichten ausgelöscht worden sind.«und die Menge, über das Chri-stentum enttäuscht, dessen de- Zu der Zeit, da Pike diesen be-istische Geister von dem Mo- merkenswerten Brief schrieb,ment an ohne Wegweiser sein gab es auf der Weltbühne fünfwerden, und sehnsüchtig nach verschiedene Ideologien, die inDie russische Revolution brachte dieses Land unter die unmit-telbare Kontrolle der Illuminaten-Agenten.
  • 93einen »Kampf um Raum und und Freundschaft mit allen,Macht« verstrickt waren. Es wa- Bündnisse mit niemanden«.ren dies:1. Die geheime Ideologie der Teufliches Meisterwerkinternationalen Bankers bezie- satanischer Genialitäthungsweise der Illuminati. IhrZiel war die Errichtung einer Ei- Der amerikanische Außenmini-ne-Welt-Regierung, die von den. ster Root erklärte 1906, daß mit»Erleuchteten« an der Spitze dieser Ideologie, die ihren Nie-ausgeübt werden sollte. derschlag in der Monroe-Dok- trin des Jahres 1832 gefunden2. Die »Pan-Slawistische« Ideo- hatte, Amerikaner von »einerlogie Rußlands, die ursprünglich Beteiligung an den politischenvon Wilhelm dem Großen auf- Zielen, Interessen oder Zustän-gestellt und in seinem Testament digkeiten in Europa ausge-niedergelegt war. Nach A. H. schlossen sind, genauso wie dieGranger, Autor von »England europäischen Mächte, aufgrundWorld Empire«, 1916, fordert der gleichen möglichen Doktrin,diese Ideologie die Beseitigung nunmehr hundert Jahre alt, da-Österreichs und Deutschlands, von ausgeschlossen sind, sich andanach die Eroberung Indiens den politischen Angelegenheitenund Persiens und endet mit den der souveränen Staaten derWorten: ». . . was die Unterjo- westlichen Hemisphäre zu betei-chung Europas sicherstellt.« ligen oder einzumischen.3. Die Ideologie »Asien den Wenn die Pläne der internatio-Asiaten«, die von den Japanern nalen Bankiers und damit derverfochten wurde. Hierbei ging Illuminaten Früchte tragen soll-es um eine Konföderation der ten, dann mußten Rußland,asiatischen Nationen unter japa- Deutschland, Japan und dienischer Vorherrschaft. USA in die Knie gezwungen werden, und zwar in bedin-4. Die Pan-Germanische Ideo- gungsloser Kapitulation, Armutlogie, die die politische Kontrol- und Schande.le des europäischen Kontinentsdurch die Deutschen vorsah, Be- Der Illuminatenplan zur Welter-freiung von den Beschränkun- oberung, wie von Albert Pikegen der englischen Krone auf zitiert, war ein teuflisches Mei-hoher See und die Einführung sterwerk satanischer Genialität,einer Politik der »offenen Tür« das etliche Millionen Menschenin Handel und Gewerbe zu den das Leben rauben und etlicheübrigen Ländern der Welt. Milliarden Dollar zu seiner Ver- wirklichung kosten würde.5. Pan-Amerikanismus oder dieIdeologie »Amerika den Ameri- Der Plan, den die Illuminatenkanern«. Sie sah vor, »Handel zur Erreichung ihres Welter-
  • 94oberungszieles aufgestellt hat- Man sagt, es gibt drei Arten vonten, war sowohl einfach als auch Menschen: 1. Solche, die etwaseffektiv. bewirken; 2. Solche, die den Ge- schehnissen zuschauen und 3.Auf der Verwirklichung ihres Solche, die sich wundern, wasEndzieles haben die internatio- passiert Ist.nalen Bankers und ihre Bundes-genossen rund um den Erdball Die große Mehrheit derdiesen Plan aufgegriffen, um ein Menschheit befindet sich in denunermeßliches Vermögen an beiden letzten Kategorien. DieGrundbesitz zusammenzuraffen. meisten haben »Augen, um zuBisher ist die Durchführung des sehen«, doch sie »sehen nicht,Planes so glatt vonstatten gegan- was geschieht«. Die meisten ha-gen, daß sie häufig der Beifall ben »Ohren, um zu hören«,derer gewonnen hat, die er ver- doch »sie verstehen nicht, wasnichtet. Ihr Plan läßt sich als geschieht« - lokal, national undStadtsanierung bezeichnen. international.
  • 95IV. Tribute für internationale BankersDie »Krone« ist ein Ausschuß von 12 bis 14 Männern, die denunabhängigen souveränen Staat regieren, der als London bezie-hungsweise »die City« bekannt ist. »Die City« gehört nicht zuEngland. Sie untersteht nicht dem Monarchen. Sie unterliegt nichtder Regierung, durch die das britische Parlament bestimmt. Wie derVatikan in Rom ist sie ein separater, unabhängiger Staat. Sie ist derVatikan der gewerblichen Welt. »Die City«, die man oft »die reichsteQuadratmeile der Welt« nennt, wird von einem Lord Mayor regiert.Hier befinden sich Englands mächtigste Finanz- und Wirtschaftsinsti-tutionen: reiche Banken, allen voran die ehemals von Rothschildkontrollierte Bank of England, Lloyds of London, die LondonerAktienbörse und die Büros aller führenden internationalen Handels-konzerne. Und hier liegt auch die Fleet Street, Herz- und Kernstückder Zeitungs- und Verlagswelt.Der Lord Mayor, der für jeweils König. Die Queen sein Unter-ein Jahr in sein Amt gewählt tan. Der König führt immer denwird, ist der König der City. Weg an. Der Untertan bleibt im-Wenn sich die Königin von Eng- mer ein oder zwei Schritte da-land in die City zu einem Besuch hinter.begibt, wird sie vom Lord Mayoran der Temple Bar, dem symbo- Die kleine Clique, die die Citylischen Tor der Stadt, abgeholt. regiert, diktiert dem englischenSie verneigt sich und bittet um Parlament. Sie sagt ihm, was esErlaubnis, seinen privaten, sou- zu tun hat und wann. Theore-veränen Staat betreten zu dür- tisch wird England von einemfen. Er gewährt ihr den Eintritt, Premierminister und einem Ka-indem er ihr das Staatsschwert binett enger Berater regiert.überreicht. Bei solchen Staats- Diese »Fassaden« bemühen sichbesuchen »überstrahlt der Lord angestrengt, den Eindruck zu er-Mayor in seiner Robe und Kette wecken, sie würden bestimmen,seine mittelalterlich gekleidete was gespielt wird, während sie inUmgebung und die königliche Wirklichkeit bloß MarionettenGesellschaft, deren Kleidung sind, an deren Fäden die schat-sich auf die einfache Dienstuni- tenhaften Personen ziehen, dieform beschränken muß.« Der hinter den Kulissen das SpielLord Mayor geleitet die Königin lenken. Disraeli schrieb dazu:in seine Stadt. »So sehen Sie also, die Welt wird von ganz anderen Figuren re-Die City gibt giert als es diejenigen träumen,den Ton an die nicht hinter den Kulissen stehen.«Der Grund dafür dürfte klarsein. Der Lord Mayor ist der Aubrey Menen schreibt in sei-
  • 96nem Buch »London«, erschie- am 9. Januar 1957 aus politi-nen bei Time-Life: »Der Pre- schen und gesundheitlichenmier, ein vielbeschäftigter Politi- Gründen zurück. Wenn sich derker, braucht nichts von den Ge- Premierminister bei dem Ban-heimnissen der Hochfinanz zu kett des Lord Mayor zur Festre-verstehen und der Chancellor of de erhebt, hofft er, daß die Citythe Exchequer (Finanzminister) ihm mehr Unterstützung zukom-soll diese nur dann verstehen, men läßt als die goldenen Plat-wenn er den Haushalt vorlegt. ten, die verschwenderisch dieBeide werden von den Beamten Anrichttische zieren.«des Finanzministeriums beraten.Diese hören auf die City. Wenn Die Geschichte zeigt eindeutig,sie vermuten, daß eine Regie- daß die englische Regierungrungspolitik ins Auge gehen Leibeigentum der »unsichtbarenkönnte, so brauchen sie keinen und unhörbaren« Macht im Her-englischen Botschafter anzuru- zen der City ist. Die City gibtfen und zu fragen, ob dies zu- den Ton an. Die »sichtbaren undtrifft. Sie können es viel schnel- hörbaren Führer« sind nur Pup-ler in der City herausfinden. Wie pen, die nach dieser Weise aufsich ein Botschafter bei mir be- Befehl hin tanzen. Sie selbst ha-klagt hat, sind die Diplomaten ben keine Macht. Sie haben kei-heutzutage nichts weiter als Bü- ne Befugnisse. Trotz der ganzenrodiener und dazu noch äußeren Show sind sie nur Bau-langsam. ern in einem Spiel, das von der Finanzelite gespielt wird.Die sichtbaren und Von der Zeit William des Er-hörbaren Führer sind oberers bis zur Mitte des 17.Puppen Jahrhunderts waren die engli- schen Monarchen unumschränk->Die City< wird es wissen, sie te Herrscher - ihr Wort war Ge-wird es den Finanzminister wis- setz. Sie waren im wahrsten Sin-sen lassen und dieser wird es den ne des Wortes echte Alleinherr-Premierminister wissen lassen. scher.Gnade sei mit ihm, wenn er nichthört. Das augenfälligste Beispiel Als die Stärke und der Einflußhierfür geschah in jüngster Ver- Englands in der ganzen Weltgangenheit. Im Jahre 1956 rief zum Ende des 17. Jahrhundertsder damalige Premier, Sir An- immer mehr wuchsen, nahmthony Eden, einen Krieg aus, um auch der Reichtum, die Stärkeden Suez-Kanal zurückzugewin- und der Einfluß der Kaufmanns-nen. Er hatte kaum angefangen, elite in der City zu - nur schnel-als die City ihn wissen ließ, daß ler. 1694 wurde die private Banker kein Geld mehr für den of England - eine Zentralbank -Kampf haben werde: das engli- gegründet, um die verschwende-sche Pfund stürzte. Der Krieg rische Lebensführung von Wil-wurde abgeblasen und Eden trat liam III. zu finanzieren. Die
  • 97Bank wurde von einer Gruppe Kontrolle über die übrigen Na-City-Kaufleuten finanziert, die tionen Europas.William Paterson als »Stroh-mann« benutzten. Die Namen Vor dieser Zeit hatte Englandder Gründer dieser Bank sind Kolonien und Außenhandelssta-niemals öffentlich bekannt ge- tionen in den entferntesten Win-worden. keln der Welt gegründet. Nach- dem es aus der westlichen Hemi- sphäre vertrieben worden war,Mit Rothschild regierte konzentrierte sich England aufBritannien die Meere den Erwerb und Ausbau zusätz- licher Besitztümer andernorts.Hier ist der Zeitpunkt, an demdie Bank of England und die In seinen glorreichen Tagen desCity begannen, die Wirtschaft 19. Jahrhunderts wurden rundGroßbritanniens zu beherrschen 90 Prozent des gesamten inter-und zu lenken. Ihr Einfluß und nationalen Handelsvolumens aufReichtum ist in den folgenden englischen Schiffen transpor-Jahrhunderten in großen Sprün- tiert. Andere Reeder mußtengen und hohem Bogen gewach- der Krone Lizenzgebühren odersen. »The Illustrated Universal Provisionen für das »Privileg«History« hält 1878 fest, daß zahlen, Geschäfte zur See zu tä-»Großbritannien auf seinem lan- tigen. In jenen Jahren »regiertegen Wettstreit mit Frankreich Britannien die Meere«, undmit verstärkter Macht und natio- zwar mit Hilfe der modernstennalem Ruhm hervorgegangen und leistungsfähigsten Marine,ist. Sein Imperium hatte sich auf die es bisher jemals gegebenalle Teile der Welt ausgedehnt; hatte.seine Vorherrschaft zur See warunangefochten; sein Reichtumund Handel blühten. Aber bei Zwei getrennteallem staatlichen Wohlstand wa- Imperienren die unteren Klassen der eng-lischen Bevölkerung in äußerstes Damit keine MißverständnisseElend und Armut gesunken.« auftreten, muß der Leser erken-Die Elite kontrollierte alles. Die nen, daß es zwei getrennte Im-Massen lebten in Not, nachdem perien gab, die unter dem Man-sie in den Kämpfen der letzten tel des British Empire agierten.20 Jahre ausgeblutet worden Das eine war das Imperium derwaren. Krone und das andere war das britische Kolonialreich.Und zu diesem Zeitpunkt -1815 - ergriff das Haus Roth- Alle kolonialen Besitztümer mitschild die Kontrolle über die weißer Bevölkerung unterstan-englische Wirtschaft, die Bank den dem König - das heißt derof England und die City - und Autorität der englischen Regie-über seine anderen Filialen, die rung. Nationen wie die Union
  • 98Südafrika, Australien, Neusee- tärkräfte aufkommen zu lassen,land und Kanada wurden nach mit deren Hilfe die Oberherr-englischem Gesetz regiert. Diese schaft der Krone in diesen Ge-stellten jedoch nur 13 Prozent bieten aufrechterhalten wurde.der Bevölkerung dar, die zu den Sämtliche Aufstände wurdenEinwohnern des British Empire von der britischen Marine mitgehörten. brutaler Gewalt niedergeschla- gen, ohne daß es die Krone ei-Sämtliche anderen Teile des bri- nen Pfennig kostete.tischen Imperiums - Nationenwie Indien, Ägypten, Bermuda, Die. City strich unvorstellbareMalta, Zypern und die Kolonien Gewinne aus ihren Unterneh-in Zentralafrika, Singapur, mungen ein, die unter demHongkong und Gibraltar (Ge- Schutz der englischen Streitkräf-biete mit braunen, gelben und te ausgeführt wurden. Diese ge-schwarzen Rassen) waren alle hörten nicht zum englischenKronkolonien. Diese unterstan- Handel und englischen Wohl-den nicht der englischen Regie- stand. Sie waren der Handel derrung. Das englische Parlament Krone und der Wohlstand derhatte dort keine Befugnisse. Sie Krone. Die internationalen Ban-waren privates Eigentum und kers, reiche Kaufleute und dieHerrschaftsdomäne eines Privat- englische Aristokratie, die zumklubs in London, England, be- Apparat der »City« gehörten,kannt als die Krone. häuften Reichtümer auf Reich- tümer, mit denen sie PrestigeDie Vertreter der Krone in die- und Ansehen in der englischensen Gebieten hatten absolute Gesellschaft im großen Stil er-Macht über Leben und Tod all warben. Wäre der Reichtum un-der Menschen, die ihrer Rechts- ter alle Menschen der englischensprechung unterstanden. Es gab Insel verteilt worden, hätte eskein Gericht noch einen Weg Wohlstand in Hülle und Fülleder Berufung oder Verteidigung geben können.gegen eine von einem Vertreterder Krone getroffene Entschei- Der internationaledung. Selbst ein britischer Handel gehört unsStaatsbürger, der ein Verbre-chen in einer Kronkolonie be- Trotz der Reichtümer, die ausgangen hatte, unterstand dem aller Welt in die City flössen,Gesetz der Krone. Er konnte hatte die Mehrheit des engli-kein englisches Gericht anrufen, schen Volkes seine liebe Not zuweil dieses nicht zuständig war. überleben. Viele waren hoff- nungslos verarmt. Die Elite leb-Da der als englische Regierung te in königlicher Pracht. Die ar-bezeichnete Ausschuß der Kro- men englischen Bauern erhieltenne hörig war, gab es keine Pro- auch nicht eine Chance, sich einebleme, den englischen Steuer- Scheibe von diesem Kuchen ab-zahler für die Marine und Mili- zuschneiden.
  • 99Simon Haxey weist seine Leser auf vierfache Weise in die Ta-in »Englands Money Lords To- sche. Die erste überlassen wirry M..P.« auf die »totale Miß- Baron Rothschild.«achtung und offene Verachtung,die der englische Adel gegen- Vor rund einem halben Jahrhun-über dem englischen Volk an dert hat Vincent Cartwright Vik-den Tag legte« hin. Auch fragt kes gesagt: »In Wirklichkeit ha-er: »Welche Rolle spielen die ben die Finanziers, wenn nichtKolonialvölker in dem Kampf Verantwortung, so doch mit Si-um die Demokratie, wenn sie cherheit die Macht an sich ge-selbst keine demokratischen nommen, die Märkte der WeltRechte besitzen und die herr- zu kontrollieren und somit dieschende Klasse Englands es ab- vielfachen Beziehungen unterlehnt, ihnen solche Rechte zu den einzelnen Nationen, wobeigewähren.« es um internationale Freund- schaft, aber auch MißtrauenEs war David Lloyd George, ein geht. Darlehen an ausländischezukünftiger Premier Englands, Staaten werden von der City vonder die Machtstellung der City London aufgebracht und arran-und ihre totale Verachtung für giert, ohne Rücksicht auf dasdie »Armseligen«, die nicht zu Wohl der Nation, sondern alleinihrem »Club« gehörten, hervor- mit dem Ziel, die Verschuldunghob. In einer Rede aus dem Jahr zu erhöhen, von der die City lebt1910 sagte er: und reich wird. Dieser nationa- len und vor allem internationa-»Wir betreiben den Großteil der len Diktatur des Geldes, die einGeschäfte der Welt. Wir führen Land gegen das andere ausspieltmehr internationalen Handel - und die, über den Besitz eineswahrscheinlich zehnmal mehr - großen Teils der Presse, die Ver-als Deutschland. Deutschland breitung ihrer eigenen, privatenführt überwiegend seinen eige- Meinung dazu benutzt, den An-nen Handel. Der internationale schein einer allgemeinen öffent-Handel gehört uns. Nun, wir ma- lichen Meinung entstehen zu las-chen nichts umsonst. Tatsächlich sen, darf nicht länger erlaubtbringt unsere Schiffahrt uns werden, die demokratische Re-jährlich mehr als hundert Millio- gierung zu einem bloßen Spitz-nen Pfund ein, die zum größten namen zu machen. Heute sehenTeil von diesen armseligen Aus- wir durch eine schwarze Brille,ländern bezahlt werden. Ich be- denn es gibt zu vieles, das zusteuere den Ausländer, so gut veröffentlichen nicht im öffentli-ich nur kann. Sie haben hier ver- chen Interesse stehen würde.«mutlich schon viel über die Aus-fuhr von Kapital ins Ausland ge- Jeder der genannten Punktehört. Es gibt keinen anderen werden von Roland G. Usher inWeg, auf dem der Ausländer seinem 1913 verfaßten Buchnoch mehr bezahlen müßte. Da- »Pan Germanism« betont: »Diefür stecken wir den Ausländer Londoner und Pariser Bankhäu-
  • 100ser - die internationalen Ban- zahlt, auf daß sie noch reicherkers - kontrollieren jederzeit die werden.«verfügbaren Ressourcen derWelt und können daher prak- Im Jahre 1946 schrieb E. C.tisch die Geschäfte eines Unter- Knuth: »Das Bollwerk der engli-nehmens zulassen oder unter- schen Finanzoligarchie bestehtbinden, für die mehr als einhun- aus ihrer zeitlosen und selbstver-dert Millionen Dollar gebraucht ewigenden Natur, ihrer langfri-werden.« stigen Planung und Voraus- schau, ihrer Fähigkeit, die Ge- duld ihrer Gegner zu überdau-Die Welt selbst ern und zu brechen. Die wech-zahlt ihnen Tribut selnden und zeitweiligen Staats- männer Europas und insbeson-Die internationalen Bankers dere Englands, die versucht ha-»besitzen wahrscheinlich den ben, dieses Monstrum zu bändi-größten Teil der schuldschein- gen, sind alle besiegt worden,mäßigen Verschuldung der und zwar aufgrund ihrer be-Welt. Rußland, die Türkei, grenzten Amtszeit. Gezwungen,Ägypten, Indien, China, Japan Handlungen und Ergebnisse inund Südamerika gehören, soweit einer zu kurzen Zeitspanne vor-Nationen jemandem gehören zuweisen, sind sie überlistet undkönnen, wahrscheinlich London überholt worden, mit Ärgernis-oder Paris. Die Zahlung der Zin- sen und Schwierigkeiten über-sen auf diese riesenhaften Sum- schüttet; und am Ende gezwun-men wird durch die Verpfän- gen zu Liebdienern und dendung des Steueraufkommens Rückzug anzutreten. Nur weni-dieser Länder sichergestellt, und ge, die ihnen in England undim Falle der schwächeren Nation Amerika entgegengetreten sind,durch die tatsächliche Übergabe haben dabei kein schmählichesdes Vermögens an die Agenten Ende gefunden, aber viele, dieder englischen oder französi- ihnen gut gedient haben, habenschen Bankers. Darüber hinaus dabei auch gut verdient.«werden ein sehr großer, wennnicht der größte Teil der Aktienund Industriepapiere der Welt Krieg zum Eintreibendiesen beiden Ländern geschul- von Schuldendet und die Grundsätze vielerWeltkonzerne von ihren Finanz- Zu allen Jahrhunderten sind Kö-ministern diktiert. Wahrlich die nige, Kaiser und diktatorischeWelt selbst zahlt ihnen Tribut; Despoten dafür berüchtigt ge-am Morgen steht sie auf, um ih- wesen, mehr auszugeben, als sieren Lebensunterhalt zu verdie- ihren Völkern an Steuern entrei-nen, wobei sie ihr Kapital be- ßen konnten. Die traditionellenutzt, und die Tage damit ver- Art, das Mißmanagement zubringt, das Geld zu verdienen, verschleiern, war der Rückgriffmit dem sie ihnen die Zinsen auf die »Verwässerung« der je-
  • 101weiligen Landesmünzen. In der kann ein riskanter Beruf sein -jüngsten Geschichte hat man höchst riskant für den Wohl-dieses Verfahren mit dem Druk- stand des Geldgebers. Dieken von Papier-»geld« fortge- einfache Wirtschaftsrechnungsetzt. Dies hat unweigerlich zu schreibt vor, daß die Banker ei-einer hohen Inflationsrate ge- ne Möglichkeit haben müssen,führt. Am Ende mußte man, um um die Rückzahlung ihrer Kre-das unvermeidliche Wirtschafts- dite sicherzustellen.debakel zu verhindern, auf dasSchuldenmachen oder »Borgen« Was können Sie nun tun? Siezurückgreifen. Wenn es nur müssen so werden wie die Finan-möglich gewesen wäre, hätten zierungsgesellschaften, die dassie bei ihren Bürgern »geborgt«, Auto einer Person einfach ab-und zwar mittels weiterer zusätz- schleppen lassen kann, wenn dielicher Steuern. Monatsraten nicht bezahlt wer- den. Sie müssen einen »König-Wenn eine Regierung Geld bor- reich-Abschleppdienst« aufma-gen will, muß sie zu einer Person chen. Wie schleppt die Finanzie-oder Organisation gehen, die na- rungsgesellschaft ein Auto ab?hezu unbegrenzte Ressourcen Sie benutzt dazu ein andereshat. Wenn eine solche »Person« Auto. Wie wird ein Königreichoder Organisation an einen Kö- oder eine Nation »abge-nig oder eine Regierung Geld schleppt«? Ganz einfach. Vonausleiht, dann kann sie sich vor einem anderen Königreich oderein höchst kniffliges Problem ge- einer anderen Nation. Es ist einstellt sehen: wie treibt man die leicht verständliches Prinzip - esSchulden ein, wenn der König heißt Krieg! Der moderne Kriegoder die Regierung nicht bezah- ist nichts anderes als das »Ab-len kann oder will? Wie nimmt schleppen von Königreichen«.man bei einem König oder einernationalen Regierung eine Wenn Sie im Königreichfinan-Zwangsvollstreckung vor? zierungsgeschäft sind, können Sie nicht nur an ein KönigreichMarschiert man zum König und Geld auslernen. Sie müssen auchsagt: »Charlie, wir sehen aus un- an dessen Feinde leihen. Sieseren Unterlagen, daß Du uns müssen sicherstellen, daß beide12 Milliarden Dollar schuldest, Reiche etwa gleich stark sind, sound daß Du mit Deiner monatli- daß im Konfliktfall ihre Finan-chen Ratenzahlung im Rück- zierung der ausschlaggebendestand bist. Daher werden wir so- Faktor ist.fort eine Zwangsvollstreckungeinleiten.« Über 160 Jahre lang ist das oben angeführte Drehbuch rund umWohl kaum! Nicht, wenn man den Erdball abgespielt worden,seinen Kopf auf den Schultern und es wird immer noch danachbehalten will. Geld an Könige gespielt. Es wurde von Nathanoder Regierungen zu leihen Rothschild und seinen Brüdern
  • 102in Europa zu Anfang des letzten Nathan Rothschilds England,Jahrhunderts geschrieben und in welches nunmehr die Oberherr-Szene gesetzt. Es wurde auf re- schaft in der westlichen Welt be-gionaler Ebene zur Vollkom- saß. Der Ausgang eines Kriegesmenheit ausgearbeitet und damit ließ sich immer vorausbestim-für seinen zukünftigen Einsatz men, indem man beobachtete,im Weltmaßstab vorbereitet. welcher Seite England gewogen war. England befand sich amGleichgewicht Ende immer auf der Seite des Gewinners. England - oder rich-der Mächte tiger, die Krone - stellte einenDas Ende der Napoleonischen derart effizienten »Königsreich-Kriege und der Aufstieg des Abschleppdienst« bereit, daßHauses Rothschild markierten die Macht und der Reichtum desden Beginn einer neuen Ära in nunmehr »unsichtbaren« Hau-Europa - und der Welt. Zu die- ses Rothschild ein solches Aus-ser Zeit entwickelte sich auf dem maß erreichten, daß es um dieeuropäischen Kontinent etwas, Jahrhundertwende hieß, es kon-das als »Gleichgewicht der trolliere den halben Besitz derMächte« bekannt ist. ganzen Welt.Um die Stellung des Hauses Prinzipien derRothschild als den »unsichtba- Stadtsanierungren Herrscher« Europas zu stär-ken und zu konsolidieren, mußte Die Methoden, mit denen diees zwei Machtgruppierungen internationalen Bankers ihr Ziel,von nahezu gleicher Stärke ge- die Menschheit zu Sklaven inben, die das »Gleichgewicht der Ketten einer totalitären Eine-Mächte« darstellten. Das hatte Welt-Regierung zu machen, ver-seinen einfachen Grund: das folgten, können als »Stadtsanie-Haus Rothschild mußte sicher- rungs«-Projekte eingestuft wer-stellen, daß alle »A«-Könige mit den, die auf »Kriegsschauplät-allen »B«-Königen bedroht wer- zen« stattfinden.den könnten. Selbstverständlichwurden sie allesamt von den Das Grundprinzip der »Stadtsa-Rothschilds finanziert und weit- nierung« ist leicht zu verstehen.gehend kontrolliert. Es geht dabei darum, ein Gebiet das von den Behörden dazu ver-Um das planmäßige Funktionie- dammt wird, dem Erdbodenren des Systems zu gewährlei- gleich zu machen, um dann mitsten, mußte es eine Dritte Macht dem Aufbau einer Neusiedlunggeben, die als »Versicherungs- zu beginnen.police« dienen würde, falls eineraus der Reihe tanzen und den Wenn ein »Landerschließer« beiPlan umstürzen sollte. einem Stadtsanierungsprojekt fi- nanzielle Beute machen möchte,Die »Versicherungspolice« war muß er die Behörden dazu brin-
  • 103gen, die Grundstücke in einembestimmten Gebiet dem Verfall Gewinne inpreiszugeben. Dann wartet er, astronomischen Höhenbis das Gebiet weiter verfälltund der Grundstückswert so International werden diese Ab-weit sinkt, daß die Eigentümer bruch-»Jobs« mit Hilfe desbereit sind, ihre Anteile für ei- Krieges bestellt und zur Erntenen Bruchteil ihres tatsächlichen gebracht. Die Programme wer-Wertes zu verkaufen, bloß um den unter Einsatz von Bom-sie los zu sein. ben, Granaten, hochbrisanten Sprengstoffen und sonstigen mo-Im Falle eines von einer Ge- dernen »Werkzeugen« durchge-meinde durchgeführten Stadtsa- führt. Die internationalennierungsprogrammes werden die »Landerschließer« treten an-»Planierungsarbeiten« von einer schließend auf, um die KontrolleAbbruchkolonne mit Bulldo- über das zerschlagene Gebiet fürzern, Brechkugeln, Preßluft- ein Almosen zu ergreifen undhämmern und gelegentlich mit eine massive Wiederaufbaukam-Sprengstoff vorgenommen. pagne zu starten, ohne auch nur einen Pfennig für das Einsatz derAus den Trümmern eines einge- Abbruchkolonnen bezahlt zustampften Gebietes erhebt sich haben. Die bei solchen interna-eine strahlend neue, moderne tionalen Projekten anfallendenSiedlung, die für die Kulissen- Gewinne erreichen astronomi-schieber höchst gewinnbringend sche Höhen, bei denen einemist, denen ein großer »Brocken« die Luft wegbleibt.daran gehört. Die hochfinanzierten und unge-Auf der internationalen Ebene heuer profitablen »Stadtsanie-geht es bei den »Stadtsanie- rungs«-Projekte, die seit Beginnrungs«-Projekten um die Ver- dieses Jahrhunderts auf der in-nichtung der »alten Ordnung« in ternationalen Bühne inszenierteiner Vielzahl von Ländern, so worden sind, fanden auf soge-daß der Weg frei ist für die nannten »Kriegsschauplätzen«»Neue Weltordnung«. statt. In den letzten 80 Jahren hat es »Kriegsschauplätze« inUm bei internationalen »Stadt- Europa, Rußland, Nord- undsanierungs«-Projekten Beute zu Zentralafrika, dem Nahenmachen, braucht der »Land- Osten, Asien und im Pazifik ge-erschließer« Abbruchkolonnen, geben.die ihn selbst keinen Pfennig ko-sten und die besten Teile des Was geschieht auf einem Schau-Zielgebietes einstampfen, so daß platz, einer Bühne? Eine drama-diese zu einem billigen Preis ge- tische Handlung entfächert sichkauft werden können, wenn die im Verlauf der Theatervorstel-Länder besiegt und mit Kriegs- lung. Es gibt einen Drehbuch-schulden überlastet sind. autor und einen Regisseur, der
  • 104für die Koordination der einzel- Kriege, die in den vergangenennen Bewegungen der verschie- 80 Jahren auf dieser Erde ausge-denen Schauspieler verantwort- tragen wurden. Haben sie zulich ist. Die Handlung verlangt, mehr Freiheit oder zu wenigerdaß es »die Guten« und »die Freiheit geführt? Zu mehr Frie-Bösen« gibt. Sowohl die Guten den oder zu weniger Frieden?wie auch die Bösen spielen ihre Zu mehr Wohlstand oder zu we-Rollen so, wie es das Drehbuch niger Wohlstand?vorschreibt. Vor 80 Jahren konnte praktischWenn Sie Ihre Eintrittskarte ein jeder von einem Teil derkaufen, bezahlen Sie sowohl die Welt in einen anderen ziehen,Guten wie auch die Bösen. Der wenn er dies wollte. Heute lebtErfolg der Vorstellung hängt mehr als die Hälfte der Erden-von der Fähigkeit des Ensembles bevölkerung als elende Sklavenab, das Publikum in die Hand- hinter dem Eisernen Vorhang,lung zu verwickeln. Je größer die dem Bambus-Vorhang oder son-Anteilnahme des Publikums an stigen Schranken.der Darstellung ist, um so größerder Erfolg. Echter Erfolg ist Vor 80 Jahren war Amerika einedann erreicht, wenn das Publi- freie und blühende Nation, diekum gefühlsmäßig so in die praktisch keine StaatsschuldenHandlung verwickelt ist, daß es hatte. Heute, nachdem es in vieranfängt, die Sache für die Wirk- blutigen Kriegen »zur Verteidi-lichkeit zu halten. gung der Freiheit« verwickeltDie Gewinne solcher Theater- war, hat die amerikanische Na-possen fließen jenen zu, die das tion den größten Teil seiner»Saat«-Geld aufgebracht und Freiheit verloren und wird vondie Show inszeniert haben. Bitte einer atemberaubenden Staats-verstehen Sie das nicht falsch! verschuldung in Höhe von rundDie Amerikaner, Kanadier, 1060237928516 Dollar er-Engländer, Deutschen, Russen, drückt. Auf diese Schulden be-Japaner und anderen Nationali- zahlen die Amerikaner mehr alstäten, die auf den verschiedenen 80 Milliarden Dollar im Jahr»Kriegsschauplätzen« in diesem Zinsen.Jahrhundert gekämpft habenund gestorben sind, waren keine In denselben 80 Jahren wurdenSchauspieler. Ihr Tun war tödli- Hunderte von Millionen un-cher Ernst. Für sie war der Krieg schuldiger Menschen in der gan-ein Kampf um Leben oder Tod. zen Welt im Namen des »fort-Was aber kaum jemand erkann- schreitenden Friedens« dahin-te, war die Tatsache, daß dies geschlachtet.alles sorgfältig nach einem sorg-fältig vorbereiteten Drehbuch Gibt es irgendeine Gruppe, dieprogrammiert war. inmitten dieses teuflischen Schlachtgemetzels wirklich ge-Werfen Sie einen Blick auf die diehen ist? Ja, so eine Gruppe
  • 105gibt es - die internationalen vereinigt hatten. Bismarck wur-Bankers, die diese blutrünstigen de der erste Kanzler Deutsch-Schaustücke finanzieren und ins- lands.zenieren und die blutbeflecktenGewinne einstreichen, während Nachdem er, der »Eiserne Kanz-sie sich der Verwirklichung ihres ler«, von Wilhelm II. im JahrVorhabens nähern, die Mensch- 1880 demissioniert worden war,heit in einer Eine-Welt-Regie- zeigten sich die deutschen Kanz-rung zu versklaven. ler zunehmend aggressiver ge- genüber den anderen Nationen.Der Glanz Rothschilds Plan begann fehlzu-von Visionen schlagen.Während der zweiten Hälfte des Deutschland war vor der schein-vergangenen Jahrhunderts be- bar unüberwindlichen Macht desschloß der Wiener Zweig des englischen Imperiums nicht inHauses Rothschild, die Aktivitä- völliger Ehrfurcht erstarrt. Dieten eines intelligenten und ehr- Deutschen glaubten an die frü-geizigen jungen Fürsten namens her von Bismarck geäußerteOtto von Bismarck zu finanzie- Meinung: »England mit all sei-ren. Mit ihrer Unterstützung er- nem Getue und Gehabe hatgriff der Fürst die Kontrolle über hundert schwache Stellen und esPreußen, dem größten der weiß, daß ein Konflikt mit einerdeutschsprachigen Kleinstaaten fast gleichstarken Macht seinenin Mitteleuropa und machte sich Untergang bedeutet.«an die Expansion seiner Do-mäne. Das militärische Fieber war in den Anfangsjahren dieses Jahr-Im Jahre 1866 beseitigte Bis- hunderts so stark, daß deutschemarck mit einem Sieg über Offiziere häufig auf »Den Tag«Österreich den Einfluß dieses tranken, an dem England derLandes in Deutschland und zog Krieg erklärt werden würde.mit einer 700 000 Mann starken Nicht wenige erkannten »denArmee zum Sieg gegen die Fran- Glanz der Vision vor deutschenzosen in die Schlacht bei Sedan. Augen«, der dafür sorgte, daßDie Geschichtsschreibung be- »der Sieg so nah schien, umlegt, daß die internationalen deutsches Blut in Erwartung desBankers die Ereignisse gelenkt Triumphes schneller zirkulierenhaben, die zu der Schlacht zu lassen«.führten. Als eine Folge des unerwartetAm 9. Januar 1871 wurde König schnellen Aufstiegs des Deut-Wilhelm I. von Preußen formal schen Reiches in den Rang einerzum Kaiser des neuen Deut- Weltgroßmacht fing das be-schen Reiches ausgerufen - wo- rühmte »Gleichgewicht derrin sich vier Königreiche und 21 Mächte« in Europa an, abzu-Fürstentümer in Mitteleuropa brückeln. Viele Nationen began-
  • 106nen, »ihren eigenen Kram zu gleichgewicht. Der Verbündetemachen«. von Heute ist der Feind von Morgen. Es gehört zum ZauberWie Nicholas John Spykman in der Machtpolitik, daß er einemseinem Buch »Americas Strate- keine Zeit läßt, seiner Freundegy in World Politics«, 1940, aus- überdrüssig zu werden. Eng-führt, hatte England »eine akti- lands Ruf als perfides Albion istve Rolle bei den meisten Koali- das unvermeidliche Ergebnistionen gespielt, die zur Ein- seiner Lieblingsbeschäftigung,schränkung der aufstrebenden das Gleichgewicht der MächteKontinentalmächte gebildet aufrecht zu erhalten.«worden waren. Derjenige, derdas Gleichgewicht der Mächte Mit dem Zusammenbruch derausspielt, kann keine Freunde Struktur dieses Gleichgewichtesvon Dauer haben. ging die Schwächung der wirt- schaftlichen Hebelwirkung ein-Seine Hingabe kann für keinen her, die die Geldmonopolistenspezifischen Staat bestimmt sein, auf eine Nation ausüben konn-sondern nur für das Macht- ten, die aus der Reihe tanzte.
  • 107V. Krieg der WeltDer Zusammenschluß der deutschen Staaten unter Bismarck störtedas »Gleichgewicht der Mächte«, das seit über zwei Jahrhunderten inEuropa bestanden hatte. Bis 1871 hatte England - oder richtiger, dieKrone - die Beherrschung des europäischen Kontinents genossen.Jene Oberherrschaft war zwar wiederholt von Mächten wie Spanienund Frankreich angegriffen worden, aber England war immer wiedersiegreich gewesen.Das Erstarken der Deutschen Handelsbasis auf der Halbinselstellte eine schwerwiegende Be- Shantum in China.drohung für die Krone und ihre Und weiter reckte sich der deut-Beherrschung Europas dar, undzwar wirtschaftlich und militä- sche Löwe mit der Verabschie-risch. Sehr zu ihrem Verdruß dung einer Reihe von Marinege-»stellten die Engländer fest, daß setzen in den Jahren 1898, 1900 und 1902, die für den Bau vondie deutschen Lieferanten und vierzehn neuen Schlachtschiffenihre Vertreter bessere Dienstlei- grünes Licht gaben. Diese Ent-stungen, bessere Bedingungen wicklung stellte eindeutig eineund niedrigere Preise für Güter ernsthafte Bedrohung für dievon mindestens gleicher Qualität Pläne der Krone dar. Um deranboten«. Gefahr entgegenzuwirken, such- ten die internationalen Bankers, die »weitgehend von der wirt-Die Krone fürchtete schaftlichen Entwicklung inum ihre Interessen Deutschland ausgeschlossen wa-Nach 1884 erwarb Deutschland ren«, nach Mitteln und Wegen,Kolonien in Afrika, die sich von um Deutschland einzudämmenOst nach West quer liber den und zu kontrollieren. ZwischenKontinent zu erstrecken und die 1894 und 1907 wurden einePläne der Krone zur weiteren Reihe von Staatsverträgen undExpansion auf dem schwarzen Abkommen geschlossen, die si-Erdteil schachmatt zu setzen cherstellten, daß Rußland,drohten. Deutschland ermutigte Frankreich, England und andereebenfalls die Buren im Transvaal europäische Nationen sich imund dem Freistaat Oranien, ehe Falle eines Krieges gegenes zum Krieg mit England 1889 Deutschland vereinigen würden.bis 1902 kam. Im PazifischenOzean hatte Deutschland bis Alle Nationen mußtenzum Jahre 1902 die Karolini- auf die Knie gezwungenschen-, Marschall- und die Ma- werdenriannen-Inseln erworben, Teilevon Neu Guinea und Samoa so- Zu denjenigen, die in diesem ge-wie eine wichtige Marine- und heimen Abkommen schwerwie-
  • 108gende Folgen erkannten, gehör- Die meisten Historiker sind sichte W. Lyon Blease. In seinem einig, daß der Funke, der denbemerkenswerten tiefblickenden großen Krieg von 1914 bis 1918Buch »A Short History of Eng- entzündete, ein trivialer, lokallish Liberalism«, erschienen begrenzter Streitfall zwischen1913, erklärte er, daß England Österreich und Serbien war. Ge-»direkt auf einen Konflikt zu- wöhnlich hätte man diese Zän-steuert, von dem nicht ein Eng- kereien in wenigen Tagen, wennländer unter Zehntausend ir- nicht Stunden beigelegt. Diesesgend etwas Bestimmtes und kei- Gezanke war anders. Es wurdener unter Tausend überhaupt von den Mächten hinter den Ku-weiß«. Des weiteren warf er der lissen benutzt, um den Weltkriegenglischen Regierung vor, »ihr zu bringen, den der Illuminateigenes Volk zu korrumpieren, Albert Pike mehr als 40 Jahreindem sie sich letztendlich mit zuvor geplant hatte.Regierungen einläßt, deren Me-thoden nicht nur verschieden, Österreich und Serbien eröffne-sondern absolut fremdartig von ten feindliche Handlungen am 2.den eigenen sind. Eine Allianz August. Bereits zum 3. Augustmit Frankreich ist insofern waren Frankreich, und Belgienschlecht, als sie in einen Zusam- am 4. August daran beteiligt.menschluß gegen Deutschland Am 4. August erklärte Englandverwandelt wird. Eine Allianz Deutschland den Krieg, obwohlmit Rußland ist an sich unnatür- das englische Kabinett sich einiglich und erschreckend.« war, daß die Ereignisse auf dem Kontinent »England rechtlichÄußerlich gesehen, befand sich nicht zum Kriegseintritt ver-die Welt zu Beginn des 20. Jahr- pflichteten«. Es ist klar, daß diehunderts in Frieden. Allerdings internationalen Bankers allewurden hinter den Kulissen fie- Großmächte beteiligt sehenberhafte Vorbereitungen getrof- wollten. Sie wußten, daß ohnefen, die Welt in ein internationa- Englands sofortige Teilnahmeles Blutbad zu tauchen, das die die deutschen Streitkräfte nichtZivilisation bis in ihr Mark er- aufzuhalten waren.schüttern würde. Die Illumina-ten hatten erkannt, daß sie, um Das sich anschließende Blutbadihren Plan zur Schaffung einer kennzeichnete das Ende einerEine-Welt-Regierung erfolg- Kriegsführung, die Hunderte,reich durchführen zu können, ei- vielleicht Tausende Jahre altnen Zustand von solch nieder- war. Es führte zum ersten Mal inträchtiger Verwüstung hervorru- der Geschichte der Kriegsfüh-fen mußten, daß davon keine rung zum Einsatz von Maschi-Nation unberührt bliebe. Alle nengewehren, Panzern und U-Nationen dieser Welt mußten Booten. Es stimmt zwar, daßauf die Knie gezwungen werden, viele der historischen Kriege zuso daß sie nach Frieden um je- großen Gemetzeln geführt ha-den Preis betteln würden. ben, aber im Ersten Weltkrieg
  • 109hat das Wort »Gemetzel« eine Süddeutschland zum Gegenan-tiefere und ernüchternde Bedeu- griff überzugehen. In nur 16 Ta-tung erlangt. gen wurden knapp vier Millio- nen Soldaten in 7000 Zügen an ihre vordere Front transportiert.Ein sinnloses Zwischen dem 6. und 12. AugustBlutbad brachte das deutsche Oberkom- mando 1,5 Millionen TruppenDies ist auf die Tatsache zurück- über den Rhein, den täglich 550zuführen, daß die Militärs auf Züge passierten. Die Franzosenbeiden Seiten sich weigerten an- starteten am 14. August einenzuerkennen, daß ihre konventio- Massivangriff, aber mit katastro-nellen Kriegsmethoden nun- phalem Ergebnis. Innerhalb we-mehr veraltet waren und aufge- niger Stunden hatte die französi-geben werden mußten. Die Tat- sche Armee einen demoralisie-sache, daß Angriffe einer mit renden Schlag von 300 000 Ge-Bajonetten ausgerüsteten Ka- fallenen erlitten (25 Prozent dervallerie und Infanterie ange- gesamten Armee) und befandsichts der neu entwickelten sich auf dem Rückzug. Das eng-Techniken wie Stacheldrahtfal- lische Expeditionskorps, das denlen, tiefen Schützengräben und Franzosen Beistand leisten soll-MGs nutzlos war, schien einfach te, trat den Rückzug nochnicht eher in das Bewußtsein von schneller an als seine Verbün-Militär-»Experten« zu dringen, deten.als bis die meisten ihrer Truppenvernichtet worden waren. Der Rückzug wurde am 3. Sep- tember zum Stillstand gebrachtDie Militärs auf beiden Seiten und am folgenden Tag eine all-waren überzeugt, daß der Krieg gemeine Gegenoffensive gestar-unmöglich länger als höchstens 6 tet. Die Deutschen wurden unterbis 8 Wochen dauern könnte diesem Ansturm bis zur Aisneund daß der Sieg für die Seite zurückgeworfen. Sie glaubten,gesichert wäre, die den massiv- sie würden ihren Vormarschsten Angriff mit einem Mini- wiederaufnehmen können, so-mum an Mobilmachungsfrist bald ihre Frontlinie verstärktvornehmen könnte. Ein Vor- und ihre Nachschublinien bessersprung am Anfang wurde als funktionieren würden.entscheidend angesehen, da diesden Truppen einen psychologi- Aber in den folgenden Monatenschen Vorteil gegenüber dem waren weder die DeutschenFeind verschaffen würde. noch die »Verbündeten« in ih- ren Bemühungen erfolgreich, ei-Nach der Invasion in Frankreich nen entscheidenden Vorteil zuam 3. August durch die Deut- erringen. Keiner der beiden Sei-schen setzten die Franzosen ih- ten gelang es, gegen die Feuer-ren Plan in Kraft, die Invasion in kraft der anderen anzukommen.Lothringen aufzuhalten und in Eine Reihe von unnützen An-
  • 110strengungen beider Seiten, die tige Kämpfe, mit MillionenStellungen der ändern zu umge- Menschenopfern, tobten in denhen, führten dazu, daß sich die nächsten drei Jahren entlang derGefechtslinie vom Ärmelkanal ganzen Front, ohne daß eine derim Norden bis hin zur Schweizer beiden Seiten einen wirklichenGrenze im Süden zog. Hef- Vorteil errungen hätte.Zar Nikolaus II. an der Spitze der Truppen. Mit der Zerschla-gung der Russen erfüllte sich der Plan der Illuminaten.
  • 111 zen Geschichte beispiellos ist,Ein blindes wurden von den Franzosen 11Völkermorden Millionen Geschosse auf die deutschen Stellungen über eineNach konventioneller Kriegs- 30 Meilen lange Front in nur 10führung wird mit schwerem Ar- Tagen abgefeuert. In der an-tilleriefeuer die Verteidigungs- schließenden Infanterieattackelinie des Gegners aufgeweicht, wurde das französische Heerdann folgen massive Kavallerie- zerschmettert. Viele der übrig-oder Infanterieausfälle, die gebliebenen Soldaten meutertendurch die Linie brechen und die gegen ihre Offiziere und wurdenfeindlichen Kommunikations- erschossen, um die Disziplin auf-und Versorgungslinien unterbre- rechtzuerhalten.chen. Im Ersten. Weltkrieg wur-den derartige Truppenausfälle Damit er in diesem Wettrennenauf die am stärksten verteidigten um den Titel des MilitäridiotenAbschnitte der gegnerischen des Jahrzehnts nicht zurückblie-Front geworfen. be, bemühte sich der englische Kommandant Douglas Haig ver-Einige wenige Zahlenbeispiele zweifelt, Nivelles Akt des Völ-sind ausreichend, um die kata- kermordes zu übertrumpfen.strophalen Menschenverluste zu Nur wenige Wochen später hatzeigen, die mit diesen Wahn- Frankreichs Nationaltragöde,sinnsaktionen erlitten wurden. Haig, in Mißachtung der tragi-In der Schlacht von Verdun im schen Lektion, die mit französi-Jahre 1916 verloren die Franzo- schem Blut so beredt geschrie-sen insgesamt 350 000 und die ben stand, und der höchst ge-Deutschen 300 000 Soldaten. In nauen Nachrichtenberichte überder Schlacht an der Somme im die relative Stärke der Deut-selben Jahr verloren die Englän- schen an seinem Abschnitt derder 410 000 und ihre Verbünde- Front, ein Artilleriebombarde-ten, die Franzosen, 190 000 ment und Infanterieangriff ähn-Männer. In derselben Schlacht licher Art unternommen.verloren die Deutschen 450 000Soldaten und das für einen Ge- An der Front bei Passchendaelewinn von höchstens sieben Mei- ließ Haig seine Artillerie einenlen auf einer Front von nur 20 Feuerteppich von 4 250 000 Ge-Meilen. schossen legen und zwar auf ei- ner 11 Meilen langen Front (dasAuch 1917 wurde das sinnlose sind fünf Tonnen hochbrisanterAbschlachten fortgesetzt. Im Sprengstoff und Schrapnell proApril des Jahres ging die franzö- Meter und ein Kostenaufwandsische Armee unter Robert Ni- von rund 100 Millionen Dollar)velle zu einem erbitterten An- und verlor 400 000 Mann in dergriff bei Chemin des Dames anschließenden Infanterieattak-über. Bei einem Artilleriege- ke. Das englische Volk war überfecht, dessen Stärke in der gan- dieses sinnlose Morden von
  • 112Hunderttausenden seiner besten der Welt und eine fünftklassigejungen Männer derart empört, Macht werden - oder man muß-daß General Haig in Form einer te kämpfen. Rußland entschiedPuppe auf dem Trafalgar Square sich zum letzteren, und zwar inin London aufgehängt wurde. dem Bewußtsein, daß der Sieg schnell erreicht werden müsse - oder daß eine beispiellose natio-Rußland materiell nale Katastrophe folgen werde.unterlegen Abgesehen von seiner Truppen-An der Ostfront war der Ader- stärke war Rußland materielllaß noch schrecklicher. Nach- unterlegen. Das beste russischedem Japan Rußland 1905 be- Geschütz konnte nur vier Meilensiegt hatte, erkannte der Zar, weit schießen, während die deut-daß sein Land nicht für einen schen sieben Meilen erreichten:modernen Krieg vorbereitet Artillerieduelle kamen einemwar. Während sich die Kriegs- Massenmord gleich. Rußlandswolken über dem europäischen elendes Los wurde noch durchKontinent zusammenbrauten, die veralteten Kanonen ver-wurde klar, daß, wenn Rußland schlimmert, die nur einige Ge-in der Lage sein sollte, sich zu schosse pro Tag abfeuernverteidigen und seine vertragli- konnten.chen Verpflichtungen in Slawieneinzuhalten, seine gesamte Ar- Das deutsche Heer verfügtemee neu organisiert, neu ausge- über modernes Kriegsgerät,rüstet und neu ausgebildet wer- während viele russische Divisio-den müßte. Der Zar erklärte sei- nen nur ein Gewehr je viernen Generälen, daß diese Mam- Mann hatten. Der Rest war mitmutaufgabe, trotz eines soforti- Mistgabeln und Äxten be-gen Bargeldprogrammes, nicht waffnet.vor 1920 vollständig abgeschlos-sen werden könnte und daß es Den Ruf, den die russischennotwendig sei, den Frieden so- Truppen weltweit besaßen, hatlange zu erhalten, bis dieser Professor Usher 1913 veran-Stand erreicht sei. schaulicht, als er schrieb: »Die größten Schwierigkeiten für dieAls der Krieg 1914 ausbrach, russischen Generäle bestandenwar Rußland, obwohl es die in der Qualität des Menschen-größte Armee der Welt besaß, materials, das ihnen zur Verfü-für eine größere Auseinander- gung stand. Die Soldaten undsetzung erbarmungswürdig un- selbst die Unteroffiziere warenvorbereitet. Rußland sah sich häufig nicht intelligent genug,vor eine schwere Entscheidung um eine Bewegung durchzufüh-gestellt. Entweder mußte man ren, die mehr verlangte als blo-zurückstecken, seine Vertrags- ßen Gehorsam, einen Befehlverpflichtungen widerrufen, das buchstabengetreu auszuführen.Gesicht verlieren, zum Gespött Blinder Mut, die Fähigkeit,
  • 113Hunger und Kälte zu erdulden, In der Schlacht bei Tannenbergdie die deutsche Armee zur (23. August bis 31. AugustMeuterei veranlaßt hätten, die 1914) brachte die russischeDumpfheit des wilden Tieres. Nordarmee Hindenburg zumAll dies besaßen die russischen Stillstand, während die Süd-Truppen. Intelligenz, Urteilsver- armee sich durch den Wald inmögen, Können und Initiative, Hindenburgs Rücken schlich.all dies und vieles andere, für Als es sicher schien, daß Hin-eine so komplexe Organisation denburg zermalmt und Berlinwie eine moderne Armee le- eingenommen werden würde,benswichtigen Fähigkeiten fehl- kamen Befehle aus London, denten der Masse der russischen Vormarsch zu stoppen und dieTruppen ganz und gar.« Stellungen auf beiden Seiten zu halten. Klar, ein derartig ver-Die Krone verrät blüffender Sieg hätte für dieRußland Geldgeier sich als höchst un- glücklich erwiesen, die eine un- Vor Ausbruch der Feindhand- schätzbare Ernte aus dem Blut- lungen im Jahre 1914 hatte die bad einzubringen gedachten,Krone volle Hilfe und militäri- welches sie erst vor einigen Wo-sche Unterstützung an Rußland chen in Europa angeheiztim Kriegsfall versprochen. Mit hatten.Kriegsbeginn verringerte Eng-land seine Hilfeleistungen an Was dann an der Ostfront ge-Rußland auf 10 Prozent der schah, ist von allergrößter Be-Vorkriegsleistung. Offensicht- deutung und beweist die Machtlich wollten die Geldmonopoli- der »verborgenen Hand« im in-sten - in perfekter Übereinstim- ternationalen Ränkespiel um diemung mit dem von Albert Pike Macht.in seinem Brief vom 15. August1871 aufgezeichneten Illumina- Während die russische Armeetenplan - Rußland in eine mög- unter dem Stillhaltebefehl stand,lichst gefahrvolle Situation gab von Hindenburg, der späterbringen. als ein »brillanter Militärstrate- ge« hochgejubelt wurde, dieGeneral Nicholas, der Onkel des Front im Norden praktisch auf,Zaren, erkannte, daß Rußlands indem er seine Truppen an deneinzige Hoffnung in einem so- Südabschnitt verlegte - so daßfortigen, entscheidenden Sieg seine Nordfront offen und unge- •lag. Mit dieser Zielsetzung vor deckt vor der russischen ArmeeAugen begann er unmittelbar lag - und griff an. Von Hinden-mit zwei russischen Heeren ei- burgs vereinte Streitkräfte ver-nen rasanten Angriff auf Ost- nichteten die russische Süd-preußen. Er wollte eine Bresche armee in einem Kampf, dessennach Berlin schlagen und den Todesopfer zahlenmäßig allesSieg durch die Einnahme der bisher an der Westfront Erlebtedeutschen Hauptstadt erringen. bei weitem übertraf.
  • 114Da die Hälfte ihrer regulären pen der Deutschen gestopptStreitmacht andernorts aufmar- wurde, verlor Rußland eine wei-schiert war, warfen die Russen tere Million Männer. Nach die-alles, was sie nur auftreiben ser neuen nationalen Katastro-konnten, zur Verstärkung an die phe befand sich Rußland vorSüdfront, um in einem Verzweif- dem physischen und finanziellenlungskampf die anstürmenden Ruin. Die Nation war von Ver-Heere von Hindenburgs aufzu- zweiflung gepackt.halten. Ihr Kampf war verge-bens. Die durch dieses nationale Trau- ma geschaffenen Zustände wur-Die internationalen Bankers be- den von speziell ausgebildetenwerkstelligten die Niederlage bei Illuminatenagenten in überstei-Tannenberg und den Masuri- gerten Tönen ausgemalt, die eif-schen Seen und vernichteten die rig die Flammen der Unzufrie-zweite russische Armee und ga- denheit schürten, vor allem inben den Deutschen einen klaren den dichter besiedelten Gebie-Vorsprung für die folgenden ten. Da die Philosophie der II-Monate. Die Russen wurden von luminaten von Elend und Unsi-vielen Slawen unterstützt, die cherheit lebt, hatten ihre Bemü-von der deutschen Seite abfie- hungen Erfolg, die Bühne für ei-len. Daher konnte Rußland eine ne Revolution freizumachen, die»Tschechische Legion« von sich an die durch die Deutschenmehr als 100 000 Mann aufstel- erlittene Niederlage anschließenlen. Rußland setzte seinen sollte.Kampf des Verlierers noch wei-tere zweieinhalb Jahre fort. Die Revolution brach im Febru- ar 1917 aus. Der Zar dankte abBühne frei für die und eine provisorische Regie-Revolution rung übernahm die Regierungs- geschäfte, zunächst unter Lei-Im Jahr 1915 konnten aufgrund tung von Prinz Georgi Luwow,der Verstärkung an der Ostfront dann Alexander Kerenski. Esdie Deutschen eine massive Of- gelang dieser jedoch nicht, dasfensive einleiten. Bis zum Sep- Blatt des nationalen Zerfalls zutember hatten sie ganz Polen wenden.und Litauen eingenommen undrückten weiter nach Osten vor. Bande außergewöhnlicherDie russsische Armee hatte in Persönlichkeitenden Schlachten um Polen undLitauen weitere Millionenverlu- Da sich die Situation weiter ver-ste erlitten. In der Gegenoffensi- schlimmerte, wurden von derve von 1916 unter General Kabale der Illuminaten und denBrussilow in Galizien und Wol- internationalen Bankers sorgfäl-hynien, die bis zu den Karpaten tige Vorbereitungen zum end-gelangt war, ehe sie durch das gültigen Überfall auf die russi-Eintreffen von Nachschubtrup- che Nation unternommen, die,
  • 115wie die Vergangenheit gezeigt bildete den Kern, um den sichhatte, das Haar in der Suppe die politische Führungsmann-war, jedenfalls bezüglich der schaft der geplanten RevolutionPläne für die Welteroberung. aufbaute.In New York bemühte sich Leon Obwohl er nach außen hin keineTrotzki. der am 13. Januar auf Mittel besaß, lebte Trotzki in ei-verschlungenen Wegen in die nem modischen Apartment undUSA gekommen war, um der In- ließ sich in einem Straßenkreu-haftierung durch europäische zer herumchauffieren. HäufigBehörden zu entgehen, mit dia- sah man ihn den palastähnlichenbolischem Eifer, das zu sam- Wohnort von Jacob Schiff betre-meln, was Winston Churchill ten, dem Rothschildagenten, derspäter einmal als eine »Bande vor rund 40 Jahren die Kontrolleaußergewöhnlicher Persönlich- der Firma Kühn, Loeb and Co.keiten« bezeichnet hat. Diese übernommen hatte, einem inter-Wilhelm II. neben seinen Gefallenen blickt auf das brennendeArras. 13 Millionen Soldaten starben im Ersten Weltkrieg.
  • 116nationalen Bankhaus, und zwar An dieser Stelle wurde dieauf Geheiß seiner europäischen furchtbare, unsichtbare MachtMeister. des Jacob Schiff und seiner Big- Money-Freunde der kanadi- Schiff hatte sich in den amerika- schen Regierung deutlich ge- nischen Finanzkreisen einige macht. Sie befahlen ihren Ma-Jahre zuvor selbständig ge- rionetten in Washington undmacht, als er in seiner Eigen- London, sofort zu intervenieren.schaft als der amerikanische Daraufhin befand sich die Trotz-Rothschildagent Nr. l die Finan- ki-Bande innerhalb wenigerzierung für die John D. Rocke- Stunden wieder auf hoher See.feiler gehörende Standard Oil, In Europa angekommen, machtedas Eisenbahnimperium von Ed- sich Trotzki auf den Weg in dieward Harriman und das Stahl- Schweiz, wo er mit Lenin, Stalin,reich von Andrew Carnegie be- Kaganowitsch und Litwinow zu-sorgt hatte. Als Trotzkis private sammenstieß, um die letztenArmee aus skrupellosen Tauge- Einzelheiten der Strategie zunichtsen, die ihr »Hammellager« klären, bevor man sich nachauf dem Standard Oil-Gelände Rußland begab.in New Jersey hatten, ausrei-chend für seinen Feldzug der Die ehrenwertenSubversion und des Terrors aus-gebildet war, verließen sie New WarburgsYork auf der SS »Kristiania- Aber noch sahen sich die bol-fjord« in Richtung Rußland. Mit schewistischen Verschwörer vorihnen befanden sich an Bord 20 ein scheinbar unüberwindlichesMillionen Dollar in Gold, die Hindernis gestellt: wie sollten sieder internationale Banker Jacob ihre »Armee« und AusrüstungSchiff geliefert hatte. Diese Rie- quer durch halb Europa undsensumme sollte die unzähligen, nach Rußland bringen? Dieverschiedenen Auslagen decken, Antwort auf dieses Dilemmadie für ein solches Herkulesun- kam, als Max Warburg, derternehmen benötigt würden. Rothschildagent, der Leiter derDiese Tatsache ist später von Ja- deutschen Geheimpolizei war,cob Schiffs Enkelsohn, John, be- sie alle in einen versiegelten Ei-stätigt worden (Knickerbocker senbahnwaggon packte und fürColumn, »New York Journal ihre sichere Durchfahrt bis anAmerican«, 3. Februar 1949). die russische Grenze sorgte. Max Warburg war der Bruder vonAls ihr Schiff, das von Jacob Paul Warburg, dem Erbauer,Schiff gechartert war, am Gründer und ersten Vorsitzen-3. April von kanadischen Behör- den der amerikanischen Federalden in Halifax, Neuschottland, Reserve Corporation.festgehalten wurde, sah es füreinen flüchtigen Moment so aus, Nachdem sie einmal in Rußlandals ob die Illuminaten-Ver- waren, wendeten Lenin, Trotzischwörung scheitern würde. und ihre erbarmungslose Bande
  • 117von Raubmördern die teufli- Bolschewisten ihre Revolutionschen Lehren mit unermüdli- steigen und diesmal mit Erfolg.chem Eifer an, die Sergei Ne- Zunächst ergriffen sie die Kon-chayew in seinem »Revolutionä- trolle über Petrograd und dannren Katechismus« niedergelegt im Verlauf der nächsten zwei-hatte. In Lenins eigenen Worten einhalb Jahre über ganz Ruß-mußten die ergebenen Anhän- land, wobei sie sich einer Terror-ger »zu jedem und allen Opfern kampagne bedienten, die in derbereit sein und zu allen nur Geschichte der Menschheit ohnedenkbaren Mitteln, Manövern Beispiel war.und illegalen Methoden, zu Lü-gen und Verleumdungen«, um Während des blutigen Bürger-die Zielsetzung zu verwirkli- krieges, der auf die bolschewisti-chen. sche Revolution folgte, war Le- nin der unangefochtene FührerDie Rote Armee der politischen Aktivitäten undder Bankers Trotzki organisierte den militäri- schen Zweig der Organisation -Im Juli 1917 erlitt das von den die Rote Armee. Der Nameinternationalen Bankers unter- »Rote Armee« war keine falschestützte Komplott einen anfängli- Benennung oder ein zufällig ge-chen Rückschlag, und Lenin und suchter Name.einige seiner Mitarbeiter mußtennach Finnland fliehen. Einige Die bolschewistische Rote Ar-Monate danach kehrten sie wie- mee unter der Führung vonder nach Rußland zurück, wo sie Trotzki war das tödliche Werk-eine stattliche Zahl von Einzel- zug der von Rothschilds (Rotespersonen in den Griff bekamen, Schild) beherrschten internatio-die, bestürzt von den entsetzli- nalen Bankers. Es war nur allzuchen Zuständen in Rußland in- passend, daß sie das »Rote« Eti-folge des drei Jahre währenden kett oder Schild trug.Krieges, leichtgläubig ihren Ver-sprechungen Glauben schenk- Zwischen 1917 und 1921 durch-ten, man werde die großen lebte Rußland eine Zeit unvor-Landgüter untereinander auftei- stellbaren politischen und wirt-len und sie mit vielen Annehm- schaftlichen Chaos. Wirtschaft-lichkeiten des Lebens versehen. lich und sozial war der äußersteDie Bolschewiken taten sich Ruin erreicht. Die industrielleauch mit lausenden von böswilli- Produktion brach durch die Un-gen, anarchistischen Atheisten terbrechung der Transportlinienzusammen, denen von der provi- zusammen, die Versorgung mitsorischen Regierung unter Alex- Rohstoffen und Krediten warander Kerenski nach Abdan- unzulänglich, so daß es fastkung des Zaren eine Amnestie überhaupt keine Waren wiegewährt worden war. Kleidung, Schuhe oder landwirt- schaftliche Gerätschaften gab.Im November 1917 ließen die Im Jahr 1920 belief sich die In-
  • 118dustrieproduktion auf 13 Pro- kontrolliert, die geschäftig dabeizent des Wertes von 1913. war, Rußland gemäß dem PlanGleichzeitig wurde Papiergeld so zu erdrosseln, den der lllumina-großzügig gedruckt, daß der Ru- ten »Alleiniger Oberbefehls-bel so gut wie wertlos war. haber« Abert Pike in seinem be- rühmten Brief an Mazzini im Jahre 1871 beschrieben hatte.Der Plan derllluminaten erfüllte sich Trotzki, der der Hauptanstifter dieses Gemetzels war, rechtfer-Die Kommunisten haben die im- tigte seine Taten damit, daß siemer tiefer greifende nationale »eine Demonstration des Wil-Tragödie ausgebeutet sowie die lens und der Stärke des Proleta-Uneinigkeit und Unentschlos- riats« seien.senheit ihrer Gegner. Sie führtenihren diabolischen Plan mit fa- Winston Churchill bemerkte innatischer Grausamkeit aus. Ter- seinem Artikel in der »Illustra-ror ä la »Revolutionärer Kate- ted Sunday Herald« am 8. Fe-chismus« hieß die Losung des bruar 1920, daß die »weltweiteTages - jeden Tag, jede Woche und stetig wachsende >Illumina-und jeden Monat. Die Werkzeu- ten<-Verschwörung eine klar er-ge, die diese gnadenlosen Terro- kennbare Rolle in der Tragödieristen einsetzten, war die Rote der Französischen RevolutionArmee unter Leitung von Leon gespielt hat. Sie ist die Antriebs-Trotzki sowie die Geheimpoli- feder einer jeden subversivenzei, die systematisch alle tatsäch- Bewegung des 19. Jahrhundertslichen, potentiellen oder einge- gewesen; und nun, zuletzt, hatbildeten Gegner ermordete. diese Bande außergewöhnlicherDiese Terroristen wurden für ih- Persönlichkeiten aus der Unter-re blutbesudelten Dienste reich welt der Großstädte Europasbelohnt. Sie erhielten guten und Amerikas das russischeLohn und eine umfangreiche Le- Volk bei den Haaren gepacktbensmittelration. Sie waren »das und sind praktisch die unange-Gesetz«, wo immer sie hin- fochtenen Herren dieses riesigengingen. Reiches.«Wahrlich, die Situation in Ruß- Die Französische Revolution,land »schrie laut« nach Maßnah- von Winston Churchill als diemen seitens der westlichen "Na- »klar erkennbare« Arbeit dertionen, die sich selbstgefällig so- Illuminatenverschwörung ge-viel auf ihre »Menschlichkeit« kennzeichnet, war eine Zeit vol-zugute hielten. Aber keine einzi- ler Blutvergießen und Gewalt-ge Nation rührte sich, um die taten, eine Terrorherrschaft, dieVernichtung der unschuldigen den Tod von HunderttausendenMassen in Rußland zu verhin- von Menschen gefordert hatte..dern. Ihre Regierungen wurdenallesamt von derselben Kraft Mit der von den llluminaten ge-
  • 119planten und finanzierten Russi- seine verborgenen Meisterschen Revolution von 1917 wird Amerikas militärisches Engage-das frühere Ereignis an Intensi- ment in dem europäischentät und Dauer völlig in den »Kriegstheater« seit geraumerSchatten gestellt. In Frankreich Zeit geplant hatten, galt es, nochhatte sich das rot-hitzige Fieber ein größeres Hindernis zu über-des mordenden Pöbel in weni- winden. Die überwältigendegen Monaten von selbst ausge- Mehrheit des amerikanischenbrannt. In Rußland wurde das Volkes befürwortete den Stand-kalt berechnete Abschlachten punkt des Isolationismus. Siedes Volkes und die systemati- wollte, daß ihr Land an den lieb-sche Vernichtung der alten Ord- gewonnenen Prinzipien dernung mit einem religiösen Eifer Monroe-Doktrin vom 2. De-weitergeführt, der all die sadisti- zember 1823 festhält und sichschen, vom Teufel inspirierten nicht in einen Krieg in EuropaAnweisungen in sich vereinigte, einmischt.die in dem »Revolutionären Ka-techismus« niedergelegt sind, ei- Als sich der selbstgefällige Ma-nem verwunderlichen Doku- rionettenpräsident zur Wieder-ment. wahl 1916 stellte, war er ge- zwungen, so zu tun, als ob er aufBevor das Blutvergießen ein En- der Seite des amerikanischende nahm, waren mehr als 30 Mil- Volkes stünde, jedenfalls für dielionen Menschen unter dem gna- Dauer des Wahlkampfes. Mitdenlosen Schwert des von den dem Slogan »Er hat uns aus deminternationalen Bankers erschaf- Krieg herausgehalten« konntefenen roten Ungeheuers umge- Wilson die Wiederwahl knappkommen. für sich gewinnen. Nur wenige Tage nach seiner zweiten Amts-Mehreren Millionen gelang es, einführung trat Wilson vor denden Krallen der kommunisti- Kongreß und verlangte dieschen Schlächter zu entgehen Kriegserklärung gegen Deutsch-und in Nachbarländer zu fliehen. land. Der Kongreß gehorchte. Amerika erklärte DeutschlandAmerikas Eintritt am 6. April 1917 den Krieg, undin den Krieg im Juni landeten Hunderttau- sende amerikanische TruppenMit der Verabschiedung des Ge- unter dem Kommando von Ge-setzes über die Einkommensteu- neral John J. Pershing in Frank-er und über die Errichtung des reich.Federal Reserve Systems war fürdie amerikanischen Bankers In dem Buch »Pilgrim Partners«,endlich der Weg frei für die Vor- das in sehr kleiner Auflage 1942bereitung des amerikanischen erschienen ist, enthüllt Sir HarryKriegseintritts in den Ersten Brittain, wie die internationalenWeltkrieg. Obwohl Wilson und Verschwörer über die Nachricht
  • 120der amerikanischen Kriegserklä- apparat fing an, auseinanderzu-rung entzückt waren: brechen. Kaiser Wilhelm II. dankte ab. Der Krieg war zu En-»Endlich dämmerte im April de, als am 11. November 1918 in1917 ein wunderbarer Tag in der Compiegne, Frankreich, deranglo-amerikanischen Geschich- Waffenstillstand unterzeichnette herauf - die USA hatten sich wurde, der den Ersten Weltkriegden Alliierten angeschlossen. beendete.Einige Tage darauf wurde in derSt. Pauls Kathedrale ein feierli- In den 17 Monaten der amerika-cher Gottesdienst abgehalten, nischen Expedition in das euro-um den Eintritt der Vereinigten päische »Theater« wurden eineStaaten in den Krieg zu zelebrie- Reihe weitreichender Zielset-ren und die Mitglieder des Pil- zungen für die Hintermänner er-grim Clubs erhielten Ehrenplät- reicht.ze unter der Domkuppel, hinterdem König und der Königin.« Amerikas Außenpolitik des Iso- lationismus und der Neutralität, die George Washington so be-Amerika als Werkzeug redt in seiner Abschiedsbot-der Banker schaft verfochten und die ihren Niederschlag in der Monroe-Trotz der massiven Infusion »fri- Doktrin gefunden hatte, war tot.schen Blutes« auf sehen der Damit war ein Präzedenzfall ge-Verbündeten hielt Deutschland schaffen worden - wenngleichstand. Bereits 1918 hatte durch ungeheuerlichen Betrug -Deutschland - mit Hilfe der daß Amerika als ein militäri-nach Einstellung der Feindhand- sches Werkzeug in den Händenlungen im Osten an die West- der internationalen Bankers be-front verlegten Truppen - eine nutzt werden konnte.massive Stirb-oder-Sieg-Offen-sive auf die alliierten Streitkräfte Dem Pan-Amerikanismus wur-vorgenommen. Die Deutschen de durch ein Geheimabkommenschössen sich bereits den Weg der Pilgrim Society Ende 1890durch die Außenbezirke von Pa- abgeschworen, als die amerika-ris, ehe sie aufgehalten wurden. nischen Wirtschafts- und Polit-Eine Gegenoffensive der Alliier- kräfte entschieden, daß sie inten, vor allem kraft der amerika- Zukunft den »Anglo-Saxonis-nischen Verstärkung, brach der mus« unterstützen und die Inter-deutschen Armee das Genick essen der Krone verteidigenund zwang sie zum Rückzug auf würden. Das Bewußtsein überdie ursprüngliche Hindenburg- diese Tatsache hat vielen Ameri-Linie. kanern nur sehr langsam gedäm- mert.In Deutschland selbst schwollendie Probleme zu einer Revolu- Das zaristische Rußland, dention an und der deutsche Militär- Geldmonopolisten seit vielen
  • 121Ruinen und Schulden und nur Verlierer. Einziger Sieger aufdem Weg zur Beherrschung der Welt: Die Rote Armee derBankers, die das »Rote« Etikett der Rothschilds trug.
  • 122Jahren ein Dorn im Auge, war Amerika, mit mehr als zwei Mil-mit Erfolg von der Weltbühne lionen Truppen bei Kriegsendegefegt worden. Dies hatte 47 in Europa, stand auf seilen derJahre zuvor der Oberilluminat Verlierer Rußland nur wenigAlbert Pike in seinem berühm- nach. Dank der Treulosigkeitten Brief an Mazzini be- von Präsident Wilson und vielenschworen. Kongreßmitgliedern und der un- gezügelten Lust derer, die jetztDer Erste Weltkrieg hatte in den unser Währungssystem kontrol-beteiligten Ländern eine Staats- lieren, befand sich die einstmalsverschuldung von astronomi- stolze amerikanische Republikscher Höhe geschaffen. Diese auf rasantem Weg in die Zerstö-Schulden waren bei den interna- rung.tionalen Bankers gemacht wor-den, die die Sache von vorne bis Obwohl das amerikanische Volkhinten organisiert und in Szene eindeutig der Verlierer im Er-gesetzt haben. »Kriegsschau- sten Weltkrieg war, ebenso wieplätze« haben sich schon immer die Völker der übrigen beteilig-als höchst lukrativ für ihre Ma- ten Nationen, gab es eine Grup-nager und diejenigen erwiesen, pe, für die der Erste Weltkriegdie sie finanzieren. ein uneingeschränkter Erfolg ge- wesen war: die Big Bankers.Ruinen und Schuldenund nur Verlierer Die Tatsachen über die wirkli- chen Sieger teilt Carrol QuigleyDer Erste Weltkrieg hatte in den in seinem Buch »Tragedy andLändern Europas einen beispiel- Hope« mit: »Der Erste Welt-losen gesellschaftlichen Um- krieg war eine Katastrophe sol-bruch bewirkt und die Bühne für chen Ausmaßes, daß selbst heu-eine weltweite soziale Revolu- te das Vorstellungsvermögention vorbereitet. Als der Waf- nur schwer mithalten kann. Anfenstillstand 1918 geschlossen allen Fronten sind in der gesam-wurde, hatte sich das Bild der ten Kriegszeit rund 13 MillionenWelt grundlegend verändert. Männer der verschiedenen Streitkräfte umgekommen, sei esAus den Ruinen und Schulden durch Verwundung oder Krank-des »Krieges zur Beendigung al- heit. Die Carnegie-Stiftung fürlen Krieges« erhoben sich unan- den internationalen Frieden hatfechtbare Tatsachen. Das engli- geschätzt, daß der Kriegsche Volk hatte verloren. Das Gebäude im Wert vonfranzösische Volk hatte verloren 400 000 000 000 $ zerstört hat,ebenso wie das deutsche, öster- wobei der Wert aller Gebäude inreichische und das italienische. Frankreich und Belgien zu derDas russische Volk hatte den Zeit nicht mehr alsKrieg, die Revolution - und sei- 75 000 000 000 Dollar betragenne Freiheit verloren. hat.«
  • 123Wenn Sie die folgenden Worte men wären, um vom menschli-lesen, erinnern Sie sich der lang- chen Verstand hingenommen zufristigen Zielsetzung der Illumi- werden, oder was wahrscheinli-naten, wie sie aus verschiedenen cher ist, daß die Menschen zwarQuellen belegt wurde: »Es war die überall eingetretenen Verän-offensichtlich, daß der Aufwand derungen sahen, aber annah-an Menschen und Gütern in sol- men, sie seien vorübergehendechen Größenordnungen eine ge- Entgleisungen einer Kriegszeitwaltige Mobilmachung von und daß, wenn der Frieden kä-Hilfsquellen in der ganzen Welt me, sie verschwinden und jeder-erforderlich macht, .und nicht mann zu seiner langsamen, an-umhin konnte, weitreichende genehmen Welt von 1913 zu-Auswirkungen auf die Denk- rückkehren würde.« Für den il-und Handlungsweise der Men- luminierten Professor Quigleyschen zu haben, die unter eine war dies ein »sehr gefährlicher«derartige Belastung gezwungen Standpunkt.wurden. Einige Staaten wurdenvernichtet oder auf immer ver- »Sehr gefährlich« für wen? Ver-krüppelt. Es gab tiefgreifende mutlich für die Illuminierten undVeränderungen im Finanz- und für die internationalen Bankers,Wirtschaftsleben, in den gesell- die, wie Quigley offen zugibt,schaftlichen Beziehungen, in der höchst interessiert daran waren,Weltanschauung und im Ge- »ein anderes, weitreichendesfühlsverhalten. Der Krieg setzte Ziel, nicht geringeres als die Er-nichts Neues in die Welt; viel- schaffung eines Weltsystems zurmehr beschleunigte er einen Gä- finanziellen Kontrolle durch pri-rungsprozeß. Mit dem Ergebnis, vate Hand, in der Lage, das poli-daß Veränderungen, die sich in tische System eines jeden Lan-Friedenszeiten über einen Zeit- des und die Wirtschaft der Weltraum von 30 oder 50 Jahren ent- insgesamt zu beherrschen. Die-wickelt hätten, innerhalb von ses System sollte auf feudalisti-fünf Kriegsjahren vollzogen sche Weise (Rückkehr zur Leib-worden waren. eigenschaft) von den Zentral- banken der Welt (internationaleBeherrschung der Bankers) gesteuert werden, dieWirtschaft der Welt konzentriert handeln, und zwar aufgrund von Geheimabkom-Carrol Quigley betont des weite- men, die auf häufigen Privatkon-ren, die gewaltigen Veränderun- ferenzen und Treffen vereinbartgen »in der Gesellschaftsord- würden.«nung«, die der,Krieg bewirkthat, aber er beklagt die Tatsa- Quigley, ein anerkannter »In-che, daß viele es nur langsam sider«, der sich mit einem zwei-akzeptieren konnten, diese Ver- jährigen Zugang zu den »Papie-änderungen als dauerhaft anzu- ren und Geheimdokumenten«sehen. »Es war, als ob die Ver- der Round-Table-Gruppe (II-änderungen zu schnell gekom- luminaten) zu Beginn der 60er
  • 124Jahre brüstet, macht einige auf- schiedenen Nationen. Diese wa-schlußreiche Erklärungen über ren ganz offensichtlich begrenzt;die internationalen Bankers: alle Großmächte waren an den Goldstandard gebunden, nach»Die Geschichte des vergange- dem Banknoten und Papiergeldnen Jahrhunderts zeigt, daß der auf Verlangen in Gold umge-Rat, den die Bankers (die, wie tauscht werden konnten.«wir gesehen haben, die Regie-rungen kontrollieren) Regierun-gen gegeben haben, ebenso wie Die Banken machtender Rat, den sie an Industrie- das Geldkonzerne gegeben haben, für dieBankers durchweg vorteilhaft Quigley schreibt weiter, daßwaren, aber für die Regierun- »der Kriegsausbruch von 1914gen, Unternehmen und das Volk diese finanziellen Kapitalistenallgemein oft unglückselig. Sol- von ihrer schlechtesten Seitecher Rat konnte, falls notwen- zeigte, kurzsichtig und selbst-dig, durch Manipulation der Ak- süchtig, während die, wie ge-tienbörse, Goldbewegungen, wöhnlich, ihre totale Hingabe anDiskontsätze, ja sogar durch das soziale Wohl proklamierten.Wirtschaftszyklen aufoktroiert Die Einstellung der Bankers hatwerden.« sich am deutlichsten in England gezeigt, wo jede Bewegung vonQuigley entdeckt uns sodann die den Bemühungen diktiert wur-Methoden, mit denen die inter- de, ihre eigene Position zu si-nationalen Bankers jedes chern und davon zu profitieren,Gramm Profit aus dem Krieg und nicht von den Überlegun-herausgeschlagen haben, den ih- gen, wie die Wirtschaft für denre Tricks verursacht haben. Er Krieg oder das Wohl des engli-informiert seine Leser, daß »im schen Volkes zu mobilisierenJuli 1914 die Militärs zuversicht- sei.«lich waren, eine Entscheidunginnerhalb von sechs Monaten Um die Finanzierungsproblemeherbeiführen zu können, weil ih- zu bewältigen und den Weg fürre strategischen Pläne und die eine Verlängerung des KriegesBeispiele von 1866 und 1870 ei- zu öffnen, so daß daraus derne sofortige Entscheidung nahe- größte finanzielle und politischelegten. Dieser Glauben wurde Gewinn geschlagen werdenvon den Finanzexperten unter- konnte«, stellten die Bankers einstützt, die zwar die Kosten des System auf, wonach die ihnenKrieges erheblich unterschätzt geschuldeten Verpflichtungenhatten, aber dennoch sicher wa- mit ungedecktem Papiergeld -ren, daß die finanziellen Mittel sogenannte Schatzanweisungenaller Staaten nach sechs Mona- - beglichen werden konnten.«ten erschöpft sein würden. Unterfinanzielle Mittel< verstanden »Jedes Land hob den Goldstan-sie die Goldreserven der ver- dard bei Kriegsbeginn bis auf
  • 125weiteres auf. Damit wurde dieautomatische Begrenzung in der Lügen wie zu keinerVersorgung mit Papiergeld be- anderen Zeitseitigt. Sodann hat jedes Land der Weltgeschichteden Krieg durch Aufnahme vonKrediten bei den Bankers be- Diese von den internationalenzahlt. Die Banken machten das Bankers berechnete Vergewalti-Geld, das sie anschließend aus- gung der Währung hatte eine zu-liehen, indem sie der Regierung sätzliche Wirkung, die perfekt ineinfach ein Konto in beliebiger ihre Pläne zur Vernichtung derHöhe einräumten, auf das die »alten Weltordnung« paßte, dieRegierung Schecks ziehen konn- der »Neuen Weltordnung« derte. Die Banken waren damit Illuminaten vorausgehen sollte.nicht mehr in der Höhe der Kre- In einigen Ländern »ging die In-dite beschränkt, die sie bereit- flation so weit, daß die Wäh-stellen konnten, weil sie nun rungseinheit vollkommen wert-kein Gold mehr auf Verlangen los wurde. Die Mittelklasse wur-gegen Schecks eintauschen muß- de weitgehend zerstört und ihreten. Damit wurde die Geld- Angehörigen in die Verzweif-schöpfung der Banken in Form lung getrieben oder zumindestvon Krediten nur noch von der an den Rand eines psychopathi-Nachfrage ihrer Schuldner be- schen Hasses auf jede Form dergrenzt. Und da die Regierungen Regierung oder der sozialenfür ihren Bedarf Geld borgten, Klasse, die sie für ihren Not-borgten natürlich auch die stand verantwortlich hielten.«Privatunternehmen, um die Re-gierungsaufträge ausführen zu Selbst in England und Amerikakönnen. Das Gold, das nun nicht »stiegen die Preise um 200 bismehr einfach verlangt werden 300 Prozent, während diekonnte, ruhte in den Tresoren, Staatsverschuldung um rundabgesehen von kleinen Mengen, 1000 Prozent zunahm.« Profes-die exportiert wurden, um für sor Quigley bestätigt die Ansichtdie Lieferungen neutraler Län- von Arthur Ponsonby, einemder oder von Mitstreitern zu be- englischen Parlamentarier, daßzahlen.« »es in der Welt von 1914 bis 1918 mehr vorsätzliche Lügen gegeben haben muß als zu jederDer gewaltige Anstieg von unge- anderen Zeit der Weltge-decktem Papiergeld führte zu ei- schichte.«ner atemberaubenden Inflation:»Die Mittelklasse der europä- Aufgrund der englischen Zensurischen Gesellschaft, mit ihren waren zum Beispiel die meistenBankguthaben, Scheckeinlagen, Tatsachen bezüglich der Vorge-Hypotheken, Versicherungs- schichte des Krieges in Amerikaund Rentenpapieren wurde unbekannt. Das englischedurch die Kriegsinflation ange- Kriegspropaganda-Ministeriumschlagen und sogar ruiniert.« unter Leitung von Sir Gilbert
  • 126Parker betrieb das amerikani- Diese krassen Lügen wurdensche Informationsbüro, welches von den Illuminatenagenten für»fast alle Informationen kon- eine Reihe von Zwecken fabri-trollieren konnte, die für die ziert. Zu diesen Zwecken gehör-amerikanische Presse bstimmt te die Hoffnung, dadurch diewaren und fungierte ab 1916 als Chance eines Verhandlungsfrie-ein internationaler Nachrichten- dens (zum Dezember 1916) zudienst, der die europäischen sabotieren. Sie hofften damitNachrichten selbst an rund 35 auch, die Unterstützung neutra-amerikanische Zeitungen ver- ler Länder (wie die Vereinigtenteilte.« Staaten) zu gewinnen und diese im Namen der »Menschlich- keit« in den Krieg zu ziehen.Sie »unterschlugen jede Verlet- Als der Öffentlichkeit diese Lü-zung des Kriegsrechts oder der gen am Ende des Krieges be-Regeln der Menschlichkeit, so- kannt wurden, erfüllten sie auchweit diese der (britisch-französi- noch den Zweck, die Skepsis ge-schen) Entente anzulasten wa- genüber allen Regierungsmittei-ren. Hingegen wurden Verstöße lungen weiter zu vermehren.und Grausamkeiten der Zentral-mächte (Deutschland) groß her- Wie Edward Stanton, Lincolnsausgebracht.« »Greuel«-Pro- Kriegsminister, in seinem be-paganda wurde hochgespielt, rühmten Buch »Mr. Secretary«Geschichten über Deutsche, die sagt: »Kriege werden nicht aus-Tote verstümmeln, Frauen ver- getragen, um einen Feind zu be-gewaltigen, Kindern die Hände siegen. Kriege werden gefoch-abhacken, Kirchen und Denk- ten, um einen Zustand hervorzu-mäler entweihen und Belgier ge- rufen«, der vollkommen inkreuzigt haben, fanden im We- Übersteinstimmung mit densten allgemein Glauben, als man langfristigen Plänen der Illumi-das Jahr 1916 schrieb. naten war.
  • 127VI. Verrat in VersaillesAls sich der Erste Weltkrieg, der »Krieg zur Beendigung allerKriege«, zähflüssig einem Stillstand näherte und »Frieden« sichunbehaglich über die dezimierten und ausgelaugten Völker Europaslegte, blieb eine Frage von übergeordneter Dringlichkeit in denKöpfen der monopolistischen Weltverteiler offen: wie sollten sie dasGeschehen zwischen den führenden Mächten so manipulieren, daßein weiteres universales Blutbad, mit all seinen möglichen Gewinnenund Fortschritten auf dem Weg zu ihrem Endziel in der nahenZukunft mit tödlicher Wut ausbrechen würde?Sofort nach dem Krieg belegte gen an Frankreich ablieferndie englische Regierung auf Ge- muß. Des weiteren hat Deutsch-heiß ihrer heimlichen Meister land 200 Hengste, 5 000 Stuten,aus der City, Deutschland mit 5 000 Fohlen, 50 000 Kühe undeiner Blockade. Am 14. März 40 000 Säue an Belgien abzulie-1919 erklärte Winston Churchill fern.«vor dem englischen Unterhaus,daß England »die Blockade mit Wie uns Professor Quigley inNachdruck durchsetze. Diese seinem Buch »Tragedy and Ho-Waffe des Aushungerns ist vor- pe« mitteilt, war »der Ausgangnehmlich auf die Frauen und der Blockade verheerend. In denKinder gerichtet, die Alten, die neun Monaten nach dem Waf-Kranken und die Armen.« fenstillstand hat sie den Tod von 800 000 Menschen bewirkt.« In den vier Kriegsjahren hatteDer Mann, der die Deutschland l ,6 Millionen Men-Würfel rollen ließ schen verloren. Die Sterblich-Während die London »Daily keitsrate in Deutschland wäh- rend der Blockade war fünf-News« Augenzeugenberichten einhalbmal so groß wie im Krieg.aus Deutschland über »viele ent-setzliche Dinge . . . Babies zu Als sich die Führer der »siegrei-Hauf, vom Fieber aus Mangel an chen« Nationen in Versailles,Nahrung geschüttelt, von Hun- Frankreich, versammelten, umger derart verzehrt, daß ihre über das Schicksal Europas zukleinen Glieder wie dünne beschließen, waren auch dieStöckchen aussehen, ihre Ge- Rothschilds und ihre Agentensichter hoffnungslos und ihre mit von der Partie, um sicherzu-Augen voller Qual« brachte, be- stellen, daß die Dinge in dierichtete, die »Associated Press« Bahn gelenkt wurden, die ihrenaus Paris am 24. Juli, daß Interessen nützlich sein würde.»Deutschland 500 Hengste, Die Delegation der Vereinigten3000 Fohlen, 90 000 Milchkühe, Staaten wurde nach außen hin100 000 Schafe und 10 000 Zie- von Woodrow Wilson angeführt.
  • 128aber es bestanden bei den ande- Namen »Georges Mandel« trug.ren führenden Teilnehmern kei- Es war kein neuer Job, den die-nerlei gedankliche Zweifel dar- ser spitznasige, untersetzte klei-an, daß House der Mann war, ne Chemiker ausführte, derder die Würfel rollen ließ. Er während des Krieges das franzö-war der Mann, der die Entschei- sische Innenministerium geleitetdungen traf. Ohne seine Billi- und die Zivilbevölkerung zumgung ging nichts. Mut ermahnt hatte. Mandel, ge- borener Jeroboam Rothschild,Berater waren ist oft als der Disraeli Frank- reichs bezeichnet worden. Erdie Bankers war ein Superpolitiker in einemDer dritte im Führungsbunde Land der Politiker.der amerikanischen Delegation,der die Rolle eines »Beraters« »Colonel« House war auf derspielte, war Bernard Baruch. In europäischen Politszene keinseiner Zeit als despotischer Lei- Fremdling. Seit 1912 - insbe-ter des Amtes für Kriegsindu- sondere während der Kriegsjah-strie im Ersten Weltkriege hatte re - hatte er regelmäßig dieBaruch es verstanden, sich ein Kanzlerämter Europas besucht.Vermögen von rund 200 Millio- »House fühlte sich immer ganznen US-Dollar zu erwerben, in- zu Hause, ob er mit König Ge-dem er lukrative Regierungsauf- org im Buckingham Palast di-träge an die »richtigen« Stellen nierte, mit dem Kaiser in Pots-vergab. Baruch hatte für Wilsons dam plauderte oder im ElyseeWahlkampagne 1912 und 1916 Palast zu Mittag aß, genauso wiesein privates Vermögen inve- in den Zeiten, als seine Biblio-stiert. Es hatte sich nett bezahlt thek in Austin der Treffpunktgemacht! der Männer war, die Texas re- gierten«.England wurde durch seinenPremier David Lloyd George Zur Zeit der Versailler Frie-vertreten. An seiner Seite be- denskonferenz befand sich Hou-fand sich Sir Philip Sassoon, ein se auf dem Höhepunkt seinerdirekter Nachfahre von Amschel Macht. Er war dort der gefragte-Rothschild und ein Mitglied des ste Mann. Premiers, Botschafterenglischen Privy Council (gehei- und Delegierte belagerten ihn inmer Staatsrat). Auf der Frie- seinem Hotel Carlton. An einemdenskonferenz agierte Sassoon einzigen Tag gewährte er anals Lloyd Georges Privatsekretär solch einflußreichen Männernund konnte damit an allen su- 49 Audienzen. Einmal traf derpergeheimen Sitzungen teil- französische Regierungschef,nehmen. Clemenceau, ein, als der Präsi- dent Wilson bei House weilte.Bei den Franzosen wurde Pre- Der Präsident mußte das Zim-mierminister Clemenceau von mer verlassen, während Houseeinem Mann »beraten«, der den und der französische Premier
  • 129sich unter vier Augen unterhiel- Wilson ein gebrochenerten. Wilson war nur ein Bauer indem Spiel - ein austauschbarer MannBauer in dem tödlichen Spiel der Es liegen erhebliche Beweiseinternationalen Macht. vor, daß Woodrow Wilson be-Nach vier Jahren Krieg wehte überall ein Hauch von Brüder-lichkeit. Die Banker planten bereits wegen des Profites einenneuen Krieg.
  • 130 reits 1914 zu der furchterregen- hatte, daß die verborgenen den Einsicht gelangt war, er ha- Mächte ihn als ihr Instrument be, seine »Seele dem Teufel ver- bei ihrem Komplott zur Zerstö-kauft« im Austausch für einen rung der Vereinigten Staaten be-flüchtigen Moment des »Ruh- nutzten.mes« auf der nationalen und in-ternationalen Bühne. Diese Tat- In Versailles wurde Woodrowsache hat offensichtlich das Ge- Wilson von dem Betrug und denwissen des Präsidenten in den Schikanen der internationalenspäteren Jahren mehr und mehr Machtpolitik vernichtet. Schwin-belastet. House vertraute seinem del befiel ihn, als er herausfand,Tagebuch später an, daß er »da- daß Amerika für den Erfolg ei-mals (1914) und auch mehrmals nes Geheimabkommens ge-danach dachte, der Präsident ha- kämpft hatte, von dem die Ver-be den Wunsch zu sterben; zwei- einigten Staaten nichts gewußtfellos war an seiner Haltung und hatten und welches gegen die er-seiner Gemütsverfassung abzu- sten Interessen dieser Nationlesen, daß er dem Leben keine verstieß.Freude abgewann.« In Versailles verhandelten dieEinige Monate nach Wilsons Großmächte hinter verschlosse-zweiter Amtseinführung schrieb nen Türen, die kleinen Nationender englische Botschafter, Sir hatten in den EntscheidungenHorace Plunkett, an House: nichts mitzureden. Nachdem er»Ich habe dem Präsidenten mei- seinem von House inspiriertenne Aufwartung gemacht und war Vorschlag über die Liga der Na-über sein abgehärmtes Aussehen tionen durchgebracht hatte,erschrocken; die seit Januar ein- brach Wilson unwiderruflich mitgetretene Veränderung ist ent- seinem »alter ego« und fuhrsetzlich deutlich.« heim. Bei seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten wurde Wil-Zur Zeit der Versailler Konfe- son vom amerikanischen Volkrenz, 1919, äußerte ein engli- verstoßen. Innerhalb von zweischer Regierungsbeamter, Sir Wochen erlitt er zwei Schlagan-William Wiseman zu House, daß fälle und war halb gelähmt. Nurer erschrocken sei »über sein wenige Menschen sahen ihn inAussehen. Sein Gesicht war an- den nächsten Monaten. Er starb 1924 in Washington. Farbe und häufig zuckte er mitdem nutzlosen Bemühen, dieNerven zu kontrollieren, die zu- Die Erklärung einesgespannt und hatte eine grauesammengebrochen waren.« weiteren KriegesOffenbar hatte der Marionetten- Großbritannien - oder richtigpräsident eine längere Zeit der die Krone - war mehr noch alsgeistigen Tortur durchgemacht, Frankreich der eigentliche Nutz-die ihm seine Einsicht verursacht nießer des Versailler Vertrages.
  • 131»Dem sogenannten gesättigten liches Dokument, das uns KriegImperium gelang es, in Form in zwanzig Jahren garantiert.von Mandaten, die Mehrzahl der Wenn Sie einem Volk (Deutsch-deutschen Kolonien zusätzlich land) Bedingungen auferlegen,zu einem fetten Stück von den die es unmöglich erfüllen kann,Ottomanischen Besitzungen zu dann zwingen Sie es dazu, ent-verschlingen. Die Kapitulation weder den Vertrag zu brechender deutschen Flotte beseitigte oder Krieg zu führen. Entwedereine schwere Drohung und ließ wir modifizieren diesen VertragEngland unangefochten als See- und machen ihn für das deutschemacht vom Nordkap bis Gibral- Volk erträglich oder es wird,tar und von Gibraltar bis zu den wenn die neue Generation her-Dardanellen zurück« (Nicholas angewachsen ist, es wieder ver-Spykman »Americas Strategy in suchen.«World Politics«). Noel F. Busch, Wirtschaftsbera-Der endgültige »Vertrag«, den ter im englischen Finanzministe-man mit stillschweigendem Ein- rium, deckt in einem in »Life«verständnis der internationalen veröffentlichten Artikel am 17.Bankers geschlossen hatte, ist September 1945 auf, daß Johnvon vielen Beobachtern als eine Maynard Keynes (später Lordgrausame Farce erkannt worden. Keynes), der neben Lord Rot-Philip Snowden, der später ein schild in Cambridge wohnte undMitglied des englischen Parla- ein Direktor der Rotschild-kon-ments war, hat eine zutreffende trollierten Bank of England war,Bewertung geliefert: »Der Ver- der Chefberater der englischentrag dürfte Briganten, Imperiali- Regierung zu der Zeit war, alssten und Militaristen zufrieden- die finanziellen Klauseln desstellen. Er ist ein Todesstoß für Versailler Vertrages entworfenalle diejenigen, die gehofft hat- wurden. So ist es nur natürlich,ten, das Ende des Krieges werde daß die Ergebnisse der wie auchden Frieden bringen. Es ist kein immer gearteten »Vereinbarun-Friedensvertrag, sondern eine gen«, die in Versailles getroffenErklärung für einen weiteren wurden, sich in den folgendenKrieg. Es ist der Verrat an der Jahren als höchst gewinnbrin-Demokratie und an den Gefalle- gend für die Bankers und ihrenen des Krieges. Der Vertrag Freunde erweisen würden.bringt die wahren Ziele der Ver-bündeten an den Tag«. Der Vertrag zinkteLord Curzon erklärte, der in die KartenVersailles erreichte Vertrag sei»kein Friedensvertrag, er ist ein- In »Empire of >The City<«fach eine Unterbrechung der schreibt E. C. Knuth: »Die fi-Feindhandlungen.« nanziellen Bestimmungen des Vertrages sind vielleicht derSpäter hat Lloyd George dazu überhaupt unglaublichste Teilbemerkt: »Wir haben ein schrift- dieses absolut perfiden Papier-
  • 132werkes, das jemals zustandege- »Deutschland konnte diesenbracht wurde und das im Sinne Verpflichtungen nur unter zweipraktischer Durchführbarkeit Voraussetzungen nachkommen:den reinsten Blödsinn enthielt.« 1. wenn es einen Haushaltsüber- scliuß hätte und 2. wenn es mehrDer in dem »Vertrag« enthalte- exportieren als importierenne »Blödsinn« zinkte die Karten könnte - das heißt eine positivezugunsten der internationalen Handelsbilanz hätte.«Bankers und ebnete ihnen denWeg, um ihre weltweiten Ambi- Die »Mächte der Zukunft« sorg-tionen ein gutes Stück voranzu- ten dafür, daß diese Ziele nicht erreicht werden konnten, ohnetreiben. daß dabei der Lebensstandard in Deutschland auf eine Stufe ge-Im Anschluß an die von der City drückt werden mußte, auf derbei Einstellung des Feuers kalt- die deutschen Arbeiter kaumblütig verhängte, mörderische mehr als geknechtete SklavenBlockade Deutschlands - 800000 ausländischer Herren sein wür-Deutsche starben vor Hunger den. Zum Beispiel belegte 1921und Krankheit in nur neun England sämtliche Importe ausMonaten - wurden dem deut- Deutschland mit einer 26pro-schen Volk untragbare Repara- zentigen Steuer. Außerdem wei-tionsleistungen als Ergebnis des gerte sich England, deutscheVersailler Vertrages auferlegt. Waren in ausreichenden Men-Eine erste Zahlung in Höhe von gen einzuführen. Daß Deutsch-20 000 Millionen Mark sollte bis land die ReparationszahlungenMai 1921 erfolgen. Als zu die- in Waren und Dienstleistungensem Zeitpunkt etwas weniger als hätte begleichen können, wenndie Hälfte davon tatsächlich be- seine Gläubiger den Willen ge-zahlt worden war, drohten die habt hätten, diese Waren- undFranzosen mit der Besetzung des Dienstleistungen anzunehmen,Ruhrgebietes, um dadurch die wird durch die Tatsache veran-Bezahlung zu erzwingen. Diese schaulicht, daß das reale pro-Krise ging vorüber, nachdem Kopf-Einkommen des deut-Deutschland, von einem weite- schen Durchschnittsarbeiters zuren Ultimatum unter Druck ge- Beginn der 20er Jahre um 18setzt, eine Reparationsrechnung Prozent höher lag als in dervon insgesamt 132 000 Millio- Wirtschaftsblüte des Jahresnen Mark annahm und den Sie- 1913.gern Schuldscheine in dieser Hö-he ausstellte. Davon wurden 83 ChronischeMilliarden beiseite gelassen und Inflationvergessen. Aber Deutschlandsollte auf die restlichen 50 Mil- Anstatt den Lebensstandardliarden jährliche Zinsen in Höhe drastisch zu senken und gewalti-von 2,5 Milliarden sowie 0,5 ge Steuererhöhungen vorzuneh-Milliarden pro Jahr zahlen, um men, ließ die deutsche Regie-die Gesamtschuld zu verringern. rung mehrere Jahre lang einen
  • 133unausgeglichenen Haushalt zu. kaufen. Furcht und Verzweif-Die Riesendefizite werden in lung bemächtigte sich des Lan-dem von der Zentralbank des. Die Mittelklasse war prak-(Reichsbank) geliehenen Geld tisch ausradiert. Wer Immobi-bezahlt, die den internationalen lien besaß - Gebäude, Land, Fa-Bankers unterstand. briken - profitierte von der Pa- nik: er konnte seine SchuldenDas Ende war leicht vorherzuse- mit Inflationsmark abbezahlen.hen: chronische Inflation! Im Jä-he 1920 erhielt man für 20 Mark In diesem Chaos stellte Deutsch-ein englisches Pfund. Zum Au- land den Antrag auf ein Morato-gust 1921 brauchte man bereits rium für sämtliche Bargeldzah-300 Mark, um ein Pfund zu kau- lungen für die Reparationen,fen. Drei Monate später war der und zwar für die nächsten zweiWechselkurs 1000 : 1. Danach Jahre. Die siegreichen Mächteverschlechterte sich die Lage ra- lehnten den Antrag ab und am 9.sant. Zum Januar 1923 mußten Januar 1923 stimmte die Repa-80 000 Mark für ein englisches rationskommission mit drei zuPfund bezahlt werden. Sieben eins dafür (auf Geheiß der CityMonate später lag der Kurs bei stimmte England mit >Nein>.20 Millionen für ein Pfund. Und Man wollte lieber die Ausländeram Jahresende brauchte man 20 die schmutzige Arbeit für einenMilliarden Mark, um ein engli- machen lassen), daß Deutsch-sches Pfund zu kaufen. land mit seinen Zahlungen in Verzug sei. Zwei Tage späterDer Wert des deutschen Papier- marschierten die Streitkräftegeldes verflüchtigte sich mit so Frankreichs, Belgiens und Ita-alarmierendem Tempo, daß am liens in das Ruhrgebiet ein undSchluß die Bank nur noch eine besetzten Fabriken, Bergwerke,Seite des Scheins bedruckte. Da- Wälder und sonstige wertvollemit das Papier, auf das die Bank- Plätze, aus denen sich Geldnoten gedruckt wurden, nicht zwecks Reparationszahlungenam Ende mehr wert war als der herausholen ließ. Die deutschendarauf genannte Betrag, gab die Arbeiter an der Ruhr riefen zuReichsbank nur Scheine in einem Generalstreik auf, wei-astronomischen Beträgen gerten sich, die Wiedergutma-heraus. chungszahlungen vorzunehmen und begannen ein Programm desViele Arbeiter wurden zweimal passiven Widerstandes. Die Re-am Tag bezahlt, zu Mittag und gierung stellte sich hinter diebei Feierabend. Die Ehefrauen Streikenden.kamen zu ihren Männern vor dieFabriktore, holten die Bündel Das besetzte Gebiet war relativGeld und rannten zum nächsten klein (rund 100 mal 50 km), ent-Laden, um Lebensmittel und hielt aber 10 Prozent der Bevöl-sonst Notwendiges noch vor der kerung und erzeugte 80 Prozentnächsten Preiserhöhung einzu- der deutschen Kohle, Eisen und
  • 134»So, jetzt haben wir den Völkerbund«. Alle gegen Einen, gegenden nackt auf dem Boden liegenden deutschen Michel.Stahl und stellte 70 Prozent des Die Ereignisse an der Ruhr stell-Gütertransportes. ten eine ungeheure Belastung für die bereits disintegrierendeDie Besetzung erwies sich als ein deutsche Wirtschaft dar. NichtMißerfolg. Die Besatzer, (12500 nur, daß dadurch die Mark ka-Mann stark und 2000 Kolla- putt gemacht wurde, sondernborateure) versuchten verge- auch die Besatzungsmächte er-bens, die Funktionsfähigkeit des hielten nicht die von ihnen ge-Gebietes aufrecht zu erhalten. wünschten Reparationen.
  • 135 Er schreibt weiter: »Mit HilfeDer Dawes-Plan dieser amerikanischen KrediteDiese Sackgasse wurde also ver- wurde die deutsche Industrielassen und die Ruhr frei ge- weitgehend mit den neuestenmacht, als sich Deutschland mit technischen Einrichtungen aus-einer Kompromißlösung einver- gerüstet. Mit diesen amerikani-standen erklärte, die als der Da- schen Kredite konnnte Deutsch-wes-Plan bekannt ist. Diesen land seine Industrie wieder auf-»Plan« hatte J. P. Morgan ent- bauen und sie mit Abstand zurworfen, und zwar mit Hilfe eines zweitbesten der Welt entwik-Komitees internationaler Fi- keln. Damit konnten Wohlstandnanzexperten. Charles Dawes, J. und Lebensstandard beibehaltenP. Morgan, ein Rothschild-Ge- werden, trotz Niederlage undnosse, gehörte zu den führenden Reparationen, und die Repara-Finanziers Amerikas zu Beginn tionen bezahlt werden, ohne diedieses Jahrhundertes. Nebenbei Übel eines defizitären Haushal-ist zu sagen, daß Morgan eine tes und einer negativen Handels-wesentliche Rolle bei der Grün- bilanz. Mit Hilfe dieser Kreditedung des »Council of Foreign konnten die deutschen Schuld-Relations« (Rat für Auswärtige ner ihre Kriegsschuld an Eng-Beziehungen) - der »unsichtba- land und die USA zurückzahlen,ren Regierung« - im Jahre 1921 ohne Waren und Dienstleistun-gespielt hat. Der CFR lenkt seit- gen zu exportieren. Devisen, diedem die Geschickte Amerikas. in Form von Krediten an Deutschland gingen, flössen anNach dem Dawes-Plan wurden Italien, Belgien, Frankreich undin den ersten vier Jahren England in Form von Reparatio-Deutschland Kredite in Höhe nen zurück sowie schließlich anvon 800 Millionen Dollar einge- die Vereinigten Staaten in Formräumt. Diese sollten für den von Rückzahlung der Kriegs-Wiederaufbau benutzt werden, schulden. Was allein an diesemder seinerseits die Finanzen System schlecht war, war, daß esbringen sollte, mit denen die Re- einfallen würde, sobald die Ver-parationszahlungen an Deutsch- einigten Staaten kein Geld mehrlands Gläubiger zu leisten wa- liehen, und zweitens, daß in derren. Ein Großteil des Geldes Zwischenzeit die Schulden ledig-stammte aus den Vereinigten lich von einem Konto auf einStaaten. anderes verschoben wurden und niemand der ZahlungsfähigkeitDazu berichtet Professor Qui- auch nur einen Schritt nähergley: »Es ist zu beachten, daß kam. In der Zeit von 1924 bisdieses System von den interna- 1931 bezahlte Deutschland 10,5tionalen Bankers eingerichtet Milliarden Mark an Reparatio-wurde, und daß das Ausleihen nen, borgte sich aber insgesamtdes Geldes anderer an Deutsch- 18,6 Milliarden Mark. Somit warland für diese Banker höchst ge- rein gar nichts gelöst, aber diewinnbringend war.« internationalen Bankers saßen
  • 136im Himmel, wo es von Gebüh- schafft« (nach Worten von Ed-ren und Provisionen nur so reg- ward Stanton), infolgedessen sienete.« finanziell »im Himmel saßen«; sie benutzten amerikanische Gelder, für die sie riesige Provi-Der Young-Plan sionen einstrichen, um Deutsch- lands Industrie »mit den neue-Der Dawes-Plan schlug fehl, als sten technischen Einrichtungennämlich Deutschlands Repara- auszurüsten« und »sie mit Ab-tionsverpflichtungen trotz der stand zur zweitbesten der WeltMilliardenbeträge, die bezahlt zu entwickeln«; bei ihren Mani-wurden, zunahmen. Er wurde pulationen haben diese skrupel-von dem Young-Plan abgelöst, losen Monopolgeier die Deut-der nach Owen Young - einem schen benutzt und dermaßenMorgan-Agenten - benannt ausgenutzt, daß sie sich derenwurde und der der Vorsitzende unvergänglichen Haß verdientdes Komitees war, das dieses haben, und während sie dieneue Arrangement aufstellte. deutsche Industrie aufbauten,Zwecks besserer Plünderung gleichzeitig aber die deutschegründeten die internationalen Bevölkerung bekämpften, habenBankers in der Schweiz die Bank sie den Weg vorbereitet, auffür Internationalen Zahlungs- dem ein starker Mann die politi-verkehr. Damit konnte die Wie- sche Bühne betreten konnte, derdergutmachungszahlungen ein- die Massen für seine »Sache«fach dadurch erfolgen, daß Gut- gewinnen würde, indem er ihnenhaben von einem Konto eines Freiheit von den internationalenLandes bei dieser Bank auf das Finanzräubern verspricht.eines anderen Landes gebuchtwurden, das ebenfalls bei derBank geführt wurde. Auch hier Vorbereitung des Zweitenmachten die »Big Bankers« den Weltkriegesgroßen Reibach mit Gebührenund Provisionen. Im Herbst 1929 war es an der Zeit, daß die internationalenBeachten Sie eine Anzahl ent- Bankers auf den Knopf drückenscheidender Faktoren: die inter- sollten, mit dem die Maschinerienationalen Bankers und ihre in Bewegung gesetzt wurde, dieAgenten riefen die Zustände zum Zweiten Weltkrieg führte.hervor, die zum Ersten Welt- Nachdem sie selbst, ihre Agen-krieg führten; sie schlugen finan- ten und Freunde auf der Wellezielle Beute aus dem Krieg; sie eines künstlich aufgeblasenenfinanzierten die russische Revo- Aktienbooms ausverkauft hat-lution und ergriffen die Kontrol- ten, zogen die internationalenle über dieses weite Land; sie Bankers dem ganzen System denmanipulierten die Geschehnisse Boden unter den Füßen weg undin Europa nach dem Krieg in stürzten die Vereinigten Staateneiner Weise, die »einen Zustand in die große Depression. In den
  • 137folgenden Jahren verlangsamte Umlaufes gesenkt werden, undsich die Wirtschaftsentwicklung zwar über höhere Zinsen.überall in der Welt, bis praktischnichts mehr lief. Deutschland wandt sich auch weiterhin in einem Meer vonDer Börsenkrach von 1929 be- Schulden, Furcht und Schwierig-endete Amerikas Kreditvergabe keiten, und jedermann versuch-an Deutschland. Dadurch wurde te, den Kopf über den immereine empfindliche »Flucht aus weiter steigenden Fluten desder Mark« ausgelöst, da die Unheils zu halten. An dieserLeute übereinander herfielen, Stelle nun trat Adolf Hitler undum die Mark gegen günstigere seine NationalsozialistischeWährungen einzutauschen, de- Deutsche Arbeiter Partei in dasnen sie ein größeres Vertrauen Rampenlicht der deutschen Po-schenkten. Daraus ergab sich ei- litbühne. Die internationalenne empfindliche Belastung für Bankers halfen Hitler bis zurDeutschlands Goldreserven. Da Machtübernahme 1933 mitdiese abnahmen, mußte die Hö- Geldspritzen von rund 130 Mil-he der Kredite und des Bargeld- lionen Mark.
  • 138VII. Hitler und die Drahtzieherdes Zweiten WeltkriegesIm Herbst 1929 war es an der Zeit, daß die internationalen Bankersauf den Knopf drücken sollten, mit dem die Maschinerie in Bewe-gung gesetzt wurde, die zum Zweiten Weltkrieg führte. Nachdem sieselbst, ihre Agenten und Freunde auf der Welle eines künstlichaufgeblasenen Aktienbooms ausverkauft hatten, zogen die interna-tionalen Bankers dem ganzen System den Boden unter den Füßenweg und stürzten die Vereinigten Staaten in die große Depression. Inden folgenden Jahren verlangsamte sich die Wirtschaftsentwicklungüberall in der Welt, bis praktisch nichts mehr lief.Der Börsenkrach von 1929 be- kutierten, spitzte sich die Kriseendete Amerikas Kreditvergabe zu«. Die Darmstädter Bank undan Deutschland. Dadurch wurde die Schröder-Bank brachen zu-eine empfindliche »Flucht aus sammen.der Mark« ausgelöst, da dieLeute übereinander herfielen, Hitler bietetum die Mark gegen günstigere AbhilfeWährungen einzutauschen, de-nen sie ein größeres Vertrauen Deutschland wandt sich auchschenkten. Daraus ergab sich ei- weiterhin in einem Meer vonne empfindliche Belastung für Schulden, Furcht und Schwie-Deutschlands Goldreserven. Da rigkeiten, und jedermann ver-diese abnahmen, mußte die Hö- suchte, den Kopf über denhe der Kredite und des Bargeld- immer weiter steigenden Flutenumlaufes gesenkt werden, und des Unheils zu behalten. An die-zwar über höhere Zinsen. ser Stelle nun traten Adolf Hit- ler und seine Nationalsozialisti-Bis zum Ende 1931 wurde in sche Deutsche ArbeiterparteiDeutschland der Diskontsatz (NSDAP) in das RampenlichtSchritt für Schritt angehoben, bis der deutschen Politbühne. Seineer schließlich die schwindelerre- Botschaft fand in den Herzengende Höhe von 15 Prozent er- von Millionen Deutschen ein tie-reichte, ohne daß dadurch der fes Echo.Abfluß der Goldreserven aufge-halten worden wäre. Als Seine mit Kraft vorgetragenenDeutschlands Appell, die Repa- Versprechungen, Deutschlandrationszahlungen zu verringern, aus den Fesseln des Versaillervon seinen Gläubigern aus ver- Vertrages, dem fremden Finanz-schiedenen Gründen abgelehnt moloch, zu befreien und der er-wurde, verschlimmerte sich das heblich eingeengten und krisen-Dilemma noch weiter. Während müden Bevölkerung »Lebens-»mehrere Komitees internatio- raum« zu geben, fanden zu Be-naler Bankiers das Problem dis- ginn der 30er Jahre Aufmerk-
  • 139Ein Banker über Hitler: »Wenn ich alle Gespräche zusammen-fasse: er ist nicht intelligent, sondern starrköpfig«.samkeit im Volk. Er bot den vom Schlage Hitler gewartetMenschen etwas an, wonach sie hatte, der die Szene betretensich sehnten. Seine Reden er- und die Kontrolle ergreifenweckten Hoffnung zu neuem würde.Leben. Hitler alsDas Deutschland der frühen lukratives Geschäft30er Jahre war eine von den in-ternationalen Bankers gebaute Aus detaillierten Aussagen vorZeitbombe, die auf eine Person dem Kilgore Committee of the
  • 140US Senat, 1945, Hearing über kanische Banken- und Industrie-»Elimination of German Re- kreise an dem Aufstieg von Hit-sources for War« (Beseitigung lers Dritten Reich höchst maß-von Kriegsführungsquellen in geblich beteiligt waren, sind öf-Deutschland) geht hervor, daß fentlich zugänglich. Sie sind in»als die Nazis 1933 an die Macht den Protokollen und Berichtenkamen, sie feststellen konnten, über Regierungshearings zu fin-daß man seit 1918 enorme Fort- den, die von verschiedenen Se-schritte in der Vorbereitung nats- und KongreßausschüssenDeutschlands für den Krieg in in den Jahren von 1928 bis 1946wirtschaftlicher und industrieller veröffentlicht wurden. Zu denHinsicht gemacht hatte«. wichtigsten zählen: »House Sub- committee to Investigate NaziDie gewaltigen Beträge ameri- Propaganda« im Jahre 1934kanischen Kapitals, die unter (Kongreß-Unterausschuß zurdem Dawes-Plan ab 1924 nach Untersuchung der Nazi-Propa-Deutschland geflossen waren, ganda), der Bericht über Kartel-hatten die Grundlage gebildet, le, herausgegeben vom Houseauf der Hitlers Kriegsmaschine- Temporary National Economicrie aufgebaut worden war. Wie Committee, 1941 (VorläufigerDr. Anthony C. Sutton in »Wall Nationaler WirtschaftsausschußStreet and the Rise of Hitler« des Kongresses) sowie vom Se-aufführt, »läßt sich der vom nate Subcommittee on War Mo-amerikanischen Kapitalismus an bilization in 1946 (Senats-Un-Deutschland geleistete Beitrag terausschuß für Mobilmachungzur Vorbereitung des Krieges im Jahre 1946).vor 1940 nur als phänomenalbeschreiben. Er war zweifellos Öl ausentscheidend für die militärische KohleVorbereitung in Deutschland. Ein Teil dieser faszinierendenBeweise legen es nahe, daß nicht Geschichte ist mit der Entste-nur ein einflußreicher Sektor der hung eines internationalen Kar-amerikanischen Wirtschaft sich tells, mit Schwerpunkt inüber die Natur des Nazitums be- Deutschland, verbunden, das diewußt war, sondern ihm auch wo Chemie- und Pharmaindustrie inimmer möglich - und lukrativ - der ganzen Welt kontrollierte.aus Eigennutz Vorschub leistete Beteiligungen bestanden in 93- in dem vollen Wissen, daß am Ländern, und es war eine mäch-Ende Krieg stehen würde, in den tige wirtschaftliche und politi-Europa und die USA gezogen sche Macht in allen Erdteilen. Eswürden. Auf Unwissenheit zu hieß I. G. Farben.plädieren, ist mit den Fakten un-vereinbar.« »I. G. steht für Interessenge- meinschaft beziehungsweise ge-Die sehr sorgfältig dokumentier- meinschaftliche Interessen oderten Beweise darüber, daß ameri- einfacher, Kartell. Bis zum Aus-
  • 141bruch des Zweiten Weltkrieges weltweiten Kartells führten.hatte sich die I. G. Farben zum Frank Howard von der Standardgrößten Chemieunternehmen Oil wurde zu einem Besuch derder Welt entwickelt und war Teil großen badischen Werke in Lud-eines Kartells von einer giganti- wigshafen im März 1926 einge-schen Größe und Macht, wie es laden. Was er sah, ließ ihn stau-in der ganzen Geschichte einma- nen - Benzin aus Kohle! Völliglig war« (»World Without konsterniert schrieb er an Wal-Cancer«). ter Teagle, Präsident der Stan- dard Oil:»Eine der Hauptursachen fürDeutschlands Niederlage im Er- »Aufgrund meiner heutigen Be-sten Weltkrieg ist ein Mangel an obachtungen und DiskussionenTreibstoff gewesen. Deutsch- glaube ich, daß diese Sache daslands Führung beschloß, seine wichtigste ist, was unser Unter-Abhängigkeit vom Ausland in nehmen angeht. Die Badischebezug auf Benzin ein für allemal kann aus Braunkohle und ande-zu beenden. Zwar besaß ren minderen Kohlesorten hoch-Deutschland im Inland keine wertiges Motorenbenzin herstel-nennenswerten Ölvorkommen, len, und zwar in Mengen, die fastaber es verfügte über mehr als der Hälfte der Kohle entspricht.genug Kohle. Daher gehörte es Das bedeutet absolut die Unab-zu den ersten Zielen der deut- hängigkeit Europas in Fragenschen Chemie nach dem Krieg, der Benzinversorgung. Es bleibtein Verfahren zur Umwandlung nur der knallharte Preiswettbe-von Kohle in Benzin zu finden. werb.«1920 hatte Dr. Bergius ein Ver- Standard Oilfahren entdeckt, um große Men- heiratet I. G. Farbengen Wasserstoff herzustellenund sie unter hohem Druck bei In den nächsten drei Jahren fan-hohen Temperaturen und mit den zwischen I.G. Farben undHilfe von bestimmten Katalysa- Standard Oil intensive Verhand-toren in flüssige Kohleprodukte lungen statt. Diese führtenzu verwandeln. Damit waren die schließlich zur »Heirat« zwi-letzten Schritte zur Benzinver- schen diesen beiden Industriegi-edelung vorgezeichnet. Es war ginten am 9. November 1929.nur noch eine Frage der Verfei- er Vertrag gab Standard Oilnerung dieses Hydrierprozesses. die eine Hälfte der Rechte anSchlagartig war I.G. Farben im den Hydrierverfahren in allenÖlgeschäft« (»World Without Ländern der Welt mit Ausnah-Cancer«). me Deutschlands. Standard gab Farben 546 000 seiner Stamm-I. G. Farben benutzte seine Neu- aktien im Wert von mehr als 30entdeckung von lebenswichtiger Millionen. Beide Seiten verein-Bedeutung, um die Türen zu öff- barten, niemals gegeneinandernen, die zur Gründung eines in den Bereichen der Chemie
  • 142und der Ölgewinnung Wettbe- burg, Cheterbauer der amerika-werb zu betreiben. Das Ziel war nischen »Federal Reservedabei, den Wettbewerb zu besei- Bank«.tigen und einen Autschwung derGewinne zu garantieren. Hitler kommt an die MachtZwei Jahre später unterzeichne-te I. G. Farben mit Alcoa das als Bereits 1925 brachte Dr. Karl»Alig« bekannte Abkommen, Duisburg, der erste Vorsitzendewodurch die beiden Unterneh- der I. G. Farben und Gründermen alle ihre Patente und der American Bayer Company,Know-how in der Magnesium- seinen Wunsch nach einemherstellung zusammenlegten. »starken Mann« zum Ausdruck, der Deutschland in der StundeAls Henry Ford in Deutschland seiner Bewährung anführeneine Autofabrik erbaute, betei- würde:ligte sich Farben mit 40 Prozent.In den USA trat Henry Fords »Seit einig, einig. Dies sollte derSohn Edsel in den Vorstand der beständige Aufruf an alle Par-I. G. Chemical Company ebenso teien im Reichstag sein. Wir hof-wie Walter Teagle, Präsident der fen, daß unsere Worte von heuteStandard Oil, Charles E. Mit- wirken und wir den starkenchell, Präsident der Rockefeller Mann finden werden, derBank »National City Bank of schließlich alle unter einemNew York« sowie Paul War- Schirm zusammenbringt, dennDie »Alten Kämpfer« im Bürgerbräukeller: Von links Strasser,Fiehler, Weber, Hitler, Schau, Schwarz, Amann und Graf.
  • 143Lord Rothermere, englischer Zeitungsverleger, bei Hitler undGoebbels. Vor 1933 gab Hitler der »Daily Mail« viele Inter-views.der starke Mann ist für uns zent der deutschen Explosivstof-Deutsche immer notwendig, wie fe her. Diese Produktion kamwir es im Falle Bismarck gese- aus Anlagen, die amerikanischehen haben.« Kredite, und begrenzt, auch amerikanische Technologie ge-Im Herbst 1932, als die Weima- baut hatten.rer Republik am zerbröckelnwar, wurde es offensichtlich, daß Im Buch »Wall Street and theHitler am besten für die Rolle Rise of Hitler« heißt es: »Diedes »starken Mannes« geeignet Zusammenarbeit von I. G. Far-war. Folglich »erhielt Hitler eine ben - Standard Oil zur Herstel-weit stärkere Unterstützung als lung von synthetischem Öl auser sich jemals zu hoffen gewagt Kohle sicherte dem I. G. Far-hätte. Die industrielle und finan- ben-Kartell ein Monopol auf diezielle Führung Deutschlands, an Benzinherstellung während desder Spitze I. G. Farben, schlos- Zweiten Weltkrieges. 1945 wur-sen die Reihen und gaben Hitler de knapp die Hälfte des deut-ihre volle Unterstützung.« schen hoch-klopffesten Benzins direkt von I. G. Farben herge-Zwei Kartelle, die I. G. Farben stellt und der Rest fast gänzlichund die Vereinigte Stahlwerke, von ihren verbundenen Gesell-stellten in den Jahren 1937 bis schaften.«1939, also am Vorabend des Die internationalen BankersZweiten Weltkrieges. 95 Pro- pumpten weiter Geldströme in
  • 144die deutsche Wirtschaft. Die vonden Geldmonopolisten vergebe-nen drei größten Kredite warenfür die Entwicklung der dreideutschen Kartelle bestimmt,die Hitler und seine National-sozialisten bei ihrem Aufstiegzur Macht unterstützten.Dazu führte James Martin aus(er war Chef des Referates fürWirtschaftskrieg im Justizmini-sterium, das die Struktur der Na-zi-Industrie untersuchte): »Die-se Kredite für den Wiederaufbauwurden zu einem Träger für Ar-rangements, die den ZweitenWeltkrieg mehr gefördert habenals die Schaffung des Friedensnach dem Ersten Weltkrieg.«Das Hauptverbindungsglied zwi-schen Hitler und den WallstreetGeldbaronen war Hjalmar Ho-race Greely Schacht, Präsidentder Deutschen Reichsbank, des-sen Familie schon viele Jahrelang mit der internationalen Fi-nanzelite verflochten war.Schacht war der kluge Kopf hin-ter dem Wiederaufbauplan für Alfred Hugenberg, Chef desDeutschland, dem Young-Plan, Scherl-Verlages, setzte sichund auch der Bank für Interna- mit seinen Zeitungen seittionalen Zahlungsverkehr. An- 1929 für Hitler engagiert ein.fang des Jahrhunderts hatte seinVater in der Berliner Filiale dervon Morgan kontrollierten an die NationalsozialistischeEquitable Trust Company of Partei erst dann gewandt, als ichNew York gearbeitet. zu der Überzeugung gelangt war, daß der Kampf gegen denDer von Schacht konzipierte Young-Plan unausweichlich war,Plan funktionierte perfekt und wenn der vollständige Zusam-half, die Ereignisse in der Wei- menbruch Deutschlands verhin-marer Republik auf die explo- dert werden sollte.dierende Spitze zu treiben. Dr.Fritz Thyssen, der deutsche In- Die Annahme des Young-Plansdustrielle, erklärte, er habe »sich und seine finanziellen Grundsät-
  • 145ze erhöhte die Arbeitslosigkeit bestimmten Weg des Handelnsmehr und mehr, bis es rund eine hatte, und denselben lautstarkMillion Arbeitslose gab. Die erklärte, um die Nation aus derMenschen waren verzweifelt. immer entsetzlicher werdendenHitler sagte, er werde die Ar- Notlage herauszuführen.beitslosigkeit beseitigen. Die da-malige Regierung war sehr Hitler wurde am 30. Januarschlecht und die Lage der Leute 1933 von Hindenburg zumverschlimmerte sich. Das war Reichskanzler berufen und löstewirklich der Grund für den enor- ihn nach seinem Tode als »Füh-men Erfolg Hitlers bei den rer« und Reichskanzler ab. ImWahlen.« folgenden Monat benutzte Hit- ler den vorsätzlich verübten1932 war Hitlers Nationalsozia- Reichstagsbrand zum Vorwand,listische Partei die größte im um die verfassungsmäßigenReichstag. Da eine interne Krise Rechte abzuschaffen und sichdie andere jagte, gewannen Hit- zum diktatorischen Führer derlers kräftige Versprechungen deutschen Nation zu ernennen.unter der deutschen Bevölke-rung immer mehr Anklang und Nachdem mögliche Rivalen inBeliebtheit. Für viele erschien er einer Reihe von Säuberungsak-der einzige Ausweg für die deut- tionen beseitigt waren, setztesche Nation zu sein. Er war die Hitler zu einem massiven Feld-einzige Figur auf der politischen zug an, um Deutschland wirt-Bühne Deutschlands, die einen schaftlich, militärisch und psy-Hitler, hier hinter dem Reichspräsidenten Hindenburg, war derMann, der im Schützengraben begann und als Diktator endete.
  • 146chologisch aufzubauen. Mit der mehr als 100 amerikanische Un-Widerrufung der Bedingungen ternehmen Tochtergesellschaf-des Versailler Vertrages und den ten oder Kooperationsabkom-massiven Reparationszahlungen, men. Du Pont hat drei Verbünde-die Deutschland in dem voran- te in Deutschland, die das Rü-gegangenen Jahrzehnt in einem stungsgeschäft unterstützen. IhrZustand der finanziellen Leib- Hauptverbündeter ist die I. G.eigenschaft gehalten hatte, er- Farben Company.reichte Hitler eine bemerkens-werte Wende des Wirtschaftsle- Standard Oil Company (Newbens in Deutschland. Der Le- Yorker Untergesellschaft) hatbensstandard des Durchschnitts- im Dezember 1933 zwei Millio-bürgers verbesserte sich ganz nen Dollar hierher geschickt undentschieden und man führte mit erhält jährlich 500000 DollarErfolg eine Kampagne durch, dafür, den Deutschen bei derdie Lebensgeister der Menschen Herstellung von Ersatzbenzinzu neuer Kraft zu entfalten. Da für Kriegszwecke zu helfen; abersie nunmehr eine Sache hatten, Standard Oil kann seine Gewin-für die es zu arbeiten sich lohnte, ne nicht repatriieren, es sei dennmachten die Deutschen sich mit in Form von Waren. Davon ma-der ihnen eigenen Gründlichkeit chen sie wenig Gebrauch. Zwaran die Arbeit. Die Arbeitslosig- berichten sie ihre Erträge an diekeit verschwand praktisch, als Muttergesellschaft, aber sie be-die Produktion der Industrie auf richten nicht die Tatsachen. DerTouren kam. Präsident der International Har- vester Company sagte mir, ihrZeitgenössischen Beobachtern Umsatz hier sei um 33 Prozentwurde jedoch bald deutlich, daß pro Jahr gestiegen (Waffenher-Hitler und seine internationalen stellung, glaube ich), aber sie ho-Beschützer einen außergewöhn- len sich nichts davon zurück.lich hohen Prozentsatz an Pro- Selbst unsere Flugzeugleute ha-duktion vom Band rollten, die ben ein Geheimabkommen mitsich in der Kriegsführung ver- Krupp. General Motors Compa-wenden ließen. ny und Ford erzielen hier mit ihren Tochtergeselschaften Rie-Aus dem Tagebuch senumsätze, aber entnehmendes Botschafters Dodd keine Gewinne. Ich erwähne diese Fakten, weil sie die DingeDer höchste diplomatische Ver- verkomplizieren und die Kriegs-treter Amerikas im Hitler- gefahren vergrößern.«Deutschland war nach 1933Botschafter Dodd. Am 15. Au- Immer mehr Geld für diegust 1936, also mehr als dreiein- Kriegsvorbereitungenhalb Jahre nach Hitlers Macht-ergreifung, berichtete Dodd an In seinem Tagebuch notierteden amerikanischen Präsidenten Botschafter Dodd, daß Dr. En-Roosevelt, »zur Zeit haben hier gelbrecht, Leiter der Rockefel-
  • 147Ein US-Bankier: »Ich fand Hitler zu allem fähig, wenn es zurErreichung seiner Ziele beitragen konnte, aber er ist keinPhantast«.lertochter Vacuum Oil Company Die amerikanischen Internatio-in Hamburg, ihm erzählt hat: nalisten gingen aber in ihren Be-»Die Standard Oil Company of mühungen um den Aufbau derNew York baue eine Großraffi- deutschen Kriegsführungskapa-nerie in der Nähe des Hambur- zitäten noch sehr viel weiter. Beiger Hafens.« seinen Recherchen deckte Pro-
  • 148fessor Sutton die Tatsache auf, Hauses einnehmen könnte. Siedaß »die beiden größten Panzer- wünschten sich einen Mann, derhersteller im Hitlerdeutschland ihrer Sache ergeben sein würde.Opel, eine lOOprozentige Toch- Sie wünschten sich außerdem ei-ter der General Motors - ihrer- nen Mann, der aufgrund seinesseits von J. P. Morgan kontrol- eigenen, persönlichen Ansehensliert - sowie die Ford AG, Toch- das amerikanische Volk erfolg-ter der Ford Motor Company in reich zu dem Glauben verführenDetroit waren. 1936 wurde Opel könnte, er sei »ihr Mann«, undvon den Nazis Steuerfreiheit ein- daß alle ihre Probleme vergessengeräumt, damit General Motors wären, sobald er nur im Amt sei.seine Produktionsanlagen erwei-tern konnte. Gefällig reinve- Sie fanden ihren Mann in Frank-stierte General Motors die an- lin D. Roosevelt. In den 20erschließenden Gewinne in die Jahren kandidierte Roosevelt,deutsche Industrie.« damit sein nationales politisches Image und sein »Prestige« er-Obwohl amerikanische Unter-nehmen verantwortlich für die höht würden, für den Gouver-Bereitstellung eines Großteils neursposten von New York. Er wurde gewählt. 1930 wurde erder Technologie und des Kapi- wiedergewählt.tals in Deutschland waren, dasHitler für den militärischen Auf- 1932, auf dem Höhepunkt derbau benötigte, so gab es doch von den internationalen Bankersauch viele begüterte Europäer inszenierten großen Depressionaußerhalb Deutschlands, diemehr als genug das ihrige für und im Verlauf einer beispiello- sen Medienkampagne, manipu-dieselbe Sache taten. Aus euro-päischen Quellen flössen enor- lierte man den New Yorkerme Geldmengen in das Nazi- Gouverneur in die Position des Ritters in glänzender Rüstung,deutschland, und zwar über dieWarburg-kontrollierte Mendel- die ihn zum Präsidentschafts-sohn Bank in Amsterdam, und kandidaten der Demokratenspäter über die J. Henry Schrö- machte.der Bank mit Filialen in Frank-furt am Main, London und New Wenn man Roosevelt und seine Hintermänner ihre GeschichteYork. auf dem Wahlfeldzug erzählenDer ergebene hörte, so war der Glaube ent- schuldbar, daß der GouverneurRoosevelt einen großartigen PräsidentenNachdem Woodrow Wilson zum abgeben würde. Das »Image«,zweiten Mal Präsident der USA das während des Wahlkampfesgeworden war, begannen die II- durchweg gemalt wurde, zeigtluminaten, sich nach einem neu- einen Mann, der die Selbstbe-en Präsidentschaftskandidaten stimmung der Nation verteidi-umzusehen, der seinen Platz im gen und sich mit Eifer für die»Ovalen Zimmer« des Weißen Verteidigung der Freiheiten und
  • 149Rechte einsetzen würde, die ei- hafte persönliche Akte einernen so gewichtigen Beitrag zur einschneidenden Operation un-Entwicklung der USA zu einer terzogen, beweist die Tatsache,weltbeherrschten Macht gelei- daß »führende« Zeitungen undstet hatten. Zeitschriften dieser Zeit die Veröffentlichung eines BerichtesWas den amerikanischen Wäh- des »Senate Naval Affairs Com-lern »verkauft« wurde, und was mittee« aus dem Jahre 1921 ab-sie erhielten, waren zwei ganz lehnten, der ein höchst kritischesverschiedene Paar Schuhe. Die Licht auf Roosevelt wirft und»Big Boy« in der City und Wall- ernsthafte Zweifel bezüglich sei-street hatten sich nicht vergrif- nes Charakters entstehen läßt.fen. Roosevelt war ihr Mann. Erwar ergeben, denjenigen zu Wil- In dem Bericht heißt es unterlen zu sein, die sein falsches anderem, daß »unmoralische»konservatives« Image so sorg- und unzüchtige Handlungen auffältig fabriziert und genährt und Anweisung oder Vorschlagihn in das »Ovale Zimmer« ge- durch eine Reihe von Uniform-bracht hatten. träger der US Marine sowohl in als auch ohne Uniform vorge-»Wir sind die nommen wurden mit demintellektuellen Huren« Zweck, Beweismaterial gegen Personen mit sexuellen Perver-Die Tatsache, daß die interna- sionen zu beschaffen, wobei dietionalen Geldmonopolisten Ermächtigung zur VerwendungRoosevelt fest »in der Tasche« diese unter Sold der Marine ste-hatten, breitet sich mit unmiß- henden Männer sowohl münd-verständlicher Klarheit vor ei- lich wie schriftlich von dem Assi-nem aus, wenn man seine Unter- s"tant Secretary Franklin D. Roo-lagen überprüft. Dazu sagt Pro- sevelt erteilt wurde.«fessor Anthony C. Sutton:»Vielleicht ist es immer eine gu- Daß diese Fakten in ganz Ame-te Strategie, vor dem amerikani- rika von allen »führenden« Zei-schen Wähler als ein Kritiker, tungen unterdrückt wurden, ver-wenn nicht sogar als regelrechter leiht den berühmten WortenFeind der internationalen Bank- John Swinton, Herausgeber derbruderschaft aufzutreten. Ohne »New Yorker Times« noch grö-jede Frage haben Franklin D. ßeres Gewicht, die er anläßlichRoosevelt, seine Anhänger und des Jahresbanketts der Ameri-Biographen ihn so gemalt als can Associated Press 1914 aus-schwinge er das Schwert der ge- sprach: »Von einer unabhängi-rechten Rache gegen die Räu- gen Presse in Amerika kannberbarone in den Wolkenkrat- nicht die Rede sein. Nicht einzern von Manhattan.« einziger Mann unter Ihnen wagt es, seine ehrliche Meinung aus-Mit welcher Übereinstimmung zusprechen. Wir sind die Instru-die Medien Roosevelts zweifel- mente und Vasallen der Reichen
  • 150hinter den Kulissen. Wir sind Geschichtsforscher werden er-Marionetten. kennen, daß Roosevelt, trotzJene Männer ziehen an den Fä- seiner Wahlkampfrhetorik undden und wir tanzen. Unsere Zeit, seines konservativen Gebarens,unsere Talente, unser Leben und seine hinterlistige Politik aufgab,unsere Kräfte sind alle Eigentum als er über die Schwelle des ova-jener Männer - wir sind intellek- len Zimmers schritt. Unverzüg- lich ließ er auf das amerikani-tuelle Huren.« sche Volk ein wahres Trommel-Die Wallstreet- feuer von verfassungswidrigenBande Programmen los, die die ameri- kanische Nation mehr und mehrIn den 20er Jahren war Franklin unter die Kontrolle der inter-D. Roosevelt völlig in die Ge- nationalen Geldmonopolistenschäfte der Wallstreet vertieft. stellten.In diesen Jahren saß er auf ins-gesamt elf Direktorensesseln In den zwölf Jahren seiner Re-von Organisationen, die ganz gierung im Weißen Haus hatund gar Teil der Wallstreet-Welt Roosevelt wahrscheinlich mehrwaren. getan als jeder andere einzelne Politiker in der Geschichte, umLaut Professor Sutton »ist das die Pläne der »unsichtbaren Re-eine ziemlich genaue Liste der gierung« der internationalenDirektorensitze. Damit verdient Bankiers zum Blühen zu brin-Roosevelt zweifellos den Titel gen. Er setzte die politischeeines Wall-Streeter par excellen- Dampfwalze der Vernichtung ince. Die Mehrzahl derer, die in Gang, die, bis auf die letzten Re-der >Street< arbeiten, erreichen ste, alles das der großartigen Re-niemals, und wahrscheinlich publik niedergewalzt hat, wasträumen sie nicht einmal davon, die Gründungsväter errichteteinen Rekord von 11 Direk- hatten. Infolge dessen sind dietionsposten, zwei Beteiligungen Vereinigten Staaten trotz derin Rechtskanzleien und den Prä- Verfassung und ihrer gewolltensidentenstuhl eines großen Han- Einschränkungen, zu einem qua-delsverbandes.« si-totalitären Staat geworden.Für das »Big Money« war klar, Roosevelt war der Vorarbeiterdaß sich Roosevelt als ein sehr der illuministischen Abrißkolon-viel ergebener und skrupelloser ne, die man zur Vernichtung derDiener erweisen würde als der alten Ordnung losgeschicktMann aus Iowa, Herbert Hoo- hatte.ver, der es abgelehnt hatte, seinedurch die Verfassung sanktio- Dunkle Machenschaftennierten Kompetenzen zu über- der Finanzpiratenschreiten, als es galt, mit denAuswirkungen des von den Ban- Roosevelt war ihr »Fassaden«-ken produzierten Börsenkrachs Mann in Amerika; zu seinen Be-von 1929 fertig zu werden. fehlen gehörte die Durchfüh-
  • 151Hitler nach einer dreistündigen Rede. Bereits 1929 wurdenseine Reden in amerikanischen Zeitungen veröffentlicht.rung des von den internationalen chen Vertretern in Washington,Bankiers geförderten »Stadt- sondern anderswo, und diesesanierungs«-Programms in den Machtelite hatte ihre eigenenVereinigten Staaten und sein Zielsetzungen, die mit denen der»New Deal« sollte den Grund- allgemeinen Öffentlichkeit un-stein für die spätere Errichtung vereinbar waren.« Die »Macht-von Adams Weishaupts »Novus elite«, die Roosevelt auf denOrdo seclorum« legen, der neu- Präsidentenstuhl hob, war die-en Weltordnung. selbe »dunkle Mannschaft von Finanzpiraten«, die zwanzig Jah-Anthony C. Sutton schreibt dazu re zuvor auch Woodrow Wilsonin seinem Buch »Wall Street and auf denselben erhabenen Sitzthe Rise of Hitler«: »Lügen gehoben hatte.heißt die Tageslosung für die po-litischen Implementatoren, poli- Die Dokumentation über Roo-tische Worte und politische Ta- sevelts Wahl zum Obersten derten haben noch nie miteinander Exekutive zeigt, daß sie prak-übereingestimmt. Warum nicht? tisch eine Wiederholung des Er-Das Zentrum der politischen folgs-Filmes mit Woodrow Wil-Macht lag nicht bei den gewähl- son war. Wilson wie Rooseveltten und angeblich verantwortli- hatten dieselben Drehbuchauto-
  • 152ren, dieselben finanziellen Gön- daß die beiden Männer stunden-ner und dieselben »Berater«. lang über nationale und interna- tionale Angelegenheiten disku-Colonel House und die tierten. Zweifellos war es in die-illuministische Philosophie sen langen Privatsitzungen dem »geheimnisvollen« Colonel Bevor er zum Präsidenten ge- House möglich, auf subtile und wählt wurde, unterhielt Roose- vielleicht von Roosevelt unbe- velt wenigstens acht Jahre lang merkte Weise seine illuministi- eine enge Beziehung zu Colonel sche Philosophie dem VerstandE. Mandell House, Bernard Ba- jenes Mannes einzuimpfen oderruch und Rabbi Stephen Wise. »einzugeben«, den er als ausge- Obwohl House von der interna- zeichnetes Präsidentschaftsma- tionalen politischen Bühne mit terial erkannt hatte. Die einzig- dem Abgang Wilsons ver- artige Fähigkeit des Colonel, sei-schwand, blieb er doch weiterhin ne Ideen dem Denken seiner en-eine bedeutsame Machtfigur in gen Bekannten »einzugeben«,der Demokratischen Partei. Sein wird von einer Person belegt, dieEinfluß auf Roosevelt und des- mit ihm für die Wahl Woodrowsen politische Tätigkeit in den Wilsons zum Präsidenten gear-20er Jahren scheint über einen beitet hat:Zwischenmann erfolgt zu sein:Louis Howe, der auch Roose- »Colonel House pflegte in einvelts rechte Hand war. Howe Büro zu kommen und leise eini-traf sich oft mit Colonel House, ge Worte zu flüstern, und nach-vor allem in den Jahren kurz vor dem er wieder gegangen war,der Wahl Roosevelts. Es besteht wurde man plötzlich von einerwohl wenig Zweifel, daß House guten Idee gepackt. Schlug mander geniale Kopf gewesen ist, diese Idee seinen Freunden oderder Roosevelt durch die von Ha- Vorgesetzten vor, wurde manien verseuchten Gewässer der dazu beglückwünscht; es funk-Machtpolitik und in das Weiße tionierte erstklassig, besser als inHaus geführt hat. den geheimsten Träumen. Viel- leicht vergaß man sie aber auch.Wie der House-Biograph Arthur Doch irgendwann, todsicher,D. Howden Smith erklärt, hat wenn man sie voller Stolz über-der Colonel »Roosevelt als ei- dacht hatte, kam man zu dernen geborenen Präsidentschafts- plötzlichen Erkenntnis, daß ei-kandidaten ausgesucht, und nem diese Idee von Colonelzwar lange vor jedem anderen House im Verlauf eines Ge-verantwortlichen Politiker«. Er sprächs eingegeben wordensuchte sich Roosevelt als Assi- war.« (Arthur D. Howdon Smithstant Secretary der Marine 1913 »The Real Colonel House«)aus, schliff ihn in den folgendenJahren zurecht, daß er der näch- Fast zwei Jahrzehnte später be-ste Präsident der Demokraten merkte derselbe Autor überwerden konnte. Es steht fest, »Philip Dru - Administrator«,
  • 153jenem von Colonel House 1912 den Seiten von »Challenginganonymerweise geschriebenen Years«, der Autobiographie vonBuch: »Es ist unmöglich, die von Rabbi Stephen Wise, der zu denDru vorgeschlagene Gesetzge- führenden Zionisten in Amerikabung mit der von Roosevelt zu zählte.vergleichen, ohne von der Ähn-lichkeit betroffen zu sein.« Dieses bemerkenswert auf- schlußreiche Buch des 1874 inAus bisher noch ungeklärten Osteuropa geborenen ZionistenGründen wurde House nicht der Spitzengarde enthüllt, daßauch das »alter ego« von Roose- Wise ein langjähriger Freundvelt, als dieser Präsident gewor- von Roosevelt gewesen ist: »Imden war. Vielleicht, so meint Jahr 1928 hatte ich alle Gele-Douglas Reed, ist »eine sinnvol- genheit, Roosevelt für die Wahlle Vermutung« darin zu suchen, zum Gouverneur zu unterstüt-daß House, im verklärten Alter zen, und ich tat es aus ganzemvon 75, »sich von seinen frühe- Herzen. 1929 und 1930 konnteren Ideen distanziert hatte« und ich als Mitglied des Bundesaus-»den jungen Philip Dru von schusses für Kinderarbeiten mit1912 bedauerte, der die ameri- dem Gouverneur zusammenar-kanische Verfassung für altmo- beiten, außerdem war ich Mit-disch und grotesk< hielt, die glied einer kleinen Gruppe, dieMacht mit Gewalt ergriffen und ihm das Gesuch für ein Renten-dann mittels Notverordnungen gesetz in New York vorbrachte.regiert hatte. Für Roosevelt hat-te er einen neuen Satz eher Aufgrund seiner erwiesenennüchterner und verantwortungs- Führungsqualitäten auf Landes-vollerer Ideen parat und dann ebene und seinem tiefen Ver-mußte er aus der zweiten Reihe ständnis für den Ausbau des>mit Vorahnung zuschauen<, wie Konzeptes über die soziale Ge-sich unverantwortliche Macht in rechtigkeit in unserer Demokra-den Händen von Mr. Roosevelt tie war ich der Meinung, er solltekonzentrierte. In den 30er Jah- 1930 wiedergewählt werden. Inren war House entsetzt über die der Zwischenzeit war er auch zuabsolut ungezügelte Macht, die einer immer größeren Figur fürsein zweiter >Rockland< erhalten die demokratische Präsident-hatte. Mr. House erkannte, daß schaftsnominierung für das Jahr>ungewisse Leute es nicht wün- 1932 geworden.«schen, daß der Präsident aufmich hörte<.« Aus irgendeinem Grund hat Wise Roosevelt bei seinem Ver-Rabbi such 1932 nicht unterstützt. EsStephen Wise sieht wahrscheinlich so aus, daß Roosevelt, wie schon vor ihmEin entsprechender Hinweis auf Wilson, einen Versuch gemachtden endgültigen Bruch zwischen hat, »seine Unabhängigkeit un-House und Roosevelt steht auf ter Beweis zu stellen«, was ihm
  • 154den Zorn des ersten Zionisten Demokrat. Ich wurde zu einemeingetragen hatte. Demokraten, um die Wahl von Woodrow Wilson zum Präsiden-Aber schließlich hat es Roose- ten zu unterstützen. Ich nennevelt »kapiert« und reihte sich mich persönlich einen Wilson-wieder brav in die Wünsche sei- Roosevelt-Demokraten, weilner verborgenen Mentoren ein. Wilson und Roosevelt zu unse-Im April 1934 schrieb Wise an rer Zeit die Ideale der Demo-einen Freund: »Wenn es ein kratie vertreten.«Mann jemals verdient hat, umder Feinde willen geliebt zu wer- Ein anderer enger »Berater« desden, die er sich erschaffen hat, Marionettenpräsidenten in je-dann ist es Roosevelt. Ich sehe nen tumultreichen Tagen wardem Kampf 1935 entgegen, Bernard Baruch, der Mann also,denn wenn Roosevelt der bleibt, der auch schon ein enger »Bera-der er in seinem ersten Jahr ge- ter« von Woodrow Wilson ge-wesen ist, dann werden wir den wesen war.schönsten Kampf des Jahrhun-derts sehen, da alle Kräfte im Colonel Curtis B. Dali schreibtSpiel um >Zupacken und Fest- in seinem Buch »Roosevelt -halten< sowie verbitterte und ge- My Exploited-Father-in-Law«walttätige Reaktionäre gegen (Roosevelt - Mein ausgebeute-ihn angetreten sind.« ter Schwiegervater), daß eine »passende Beschreibung« für Bernard Baruch die sei, daß erKein lebenslänglicher »der überragende Verbindungs-Demokrat mann zwischen weltweitem Ka- pital und weltpolitischen Persön-Der Leser möge beachten, daß lichkeiten« war.Roosevelts »Feinde«, die als»verbittert und gewalttätige Re- »Vor dem Ersten Weltkrieg sag-aktionäre« beschuldigt werden, te man, >Barney< Baruch sei einejene waschechten »Blauen« Million Dollar und mehr schwer.Amerikaner waren, die sich Nachdem der Erste WeltkriegRoosevelts Anstrengungen, die vorbei war, wurde behauptet, ergroße amerikanische Republik sei 200 Millionen Dollar schwerzu unterminieren und zu zerstö- - ein für einen Geldtitanen an-ren, entgegenstellten. Rabbi Wi- gemessener Betrag!«se gehört zu den lautstarken Be-fürwortern von Roosevelts Zer- »Barney« räumte finanziell ab,schlagenstaktik. nachdem er zum Leiter des Amts für Kriegsindustrie er-In einem »offenen Brief« an die nannt worden war - eine Posi-Presse vom 24. September 1936 tion, die ihm zum Diktator übermachte Rabbi Wise ein auf- die amerikanische Geschäftsweltschlußreiches Eingeständnis: machte. In Zusammenarbeit mit*Tch bin kein lebenslänglicher seinen internationalen Bankers-
  • 155Kameraden, Eugene Meyer, wie unsichtbar - Macht in einerLeiter der »War Finance Corpo- Größenordnung und in einemration«, und Paul Warburg, Lei- Umfang, wie sie für die meistenter des »Federal Reserve Sy- amerikanischen Bürger nur sel-stem«, brachte »Barney« zahl- ten vorkommt - nicht einmal imreiche Geschäfte zustande, die Traum.«für das Gedeihen der wenigenAuserwählten reichlich sorgten. Der Einfluß, den Baruch aufRüstungsaufträge aus England, Roosevelt während dessen gan-Frankreich und anderen Län- zer politischer Laufbahn ausge-dern waren das »große Ge- übt hat, wurde von der Ehefrauschäft«, das kleine Unterneh- des Präsidenten, Eleanor, be-men groß, und große Unterneh- zeugt: »Mr. Baruch war ein ver-men noch größer machte. Die trauter Berater meines Mannes»Insider« erwarben riesige Ver- sowohl in Albany als auch inmögen an der Lieferung von Washington.«Ausrüstungen für den Krieg, derdie Welt für die internationalen ChamberlainBankers zu einem sicheren Ort mußte gehenmachte. Zwar waren nun Hitler inBaruch hatte immense Macht Deutschland und Roosevelt inund Einfluß. »Jahre später, als den USA in gesicherten Macht-die Presse bekanntgab, daß Win- positionen, aber es gab immerston Churchill in Amerika einge- noch ein größeres Hindernis auftroffen sei und sich in New York dem Weg zu überwinden, derzu einem Besuch bei Mr. Baruch unausweichlich zu einem weite-aufhalte, bevor er ins Weiße ren Weltkrieg führte. Die politi-Haus in politischer Sache weiter- sche Bühne Englands galt es so-fuhr, war ich nicht überrascht: weit zu manipulieren, daß dasDas Wichtigste kommt immer Volk bereit sein würde, sich inzuerst! einen weiteren »Krieg zur Be- endigung aller Kriege« zu stür-Ich war auch nicht überrascht, zen - einen weiteren Krieg, »umals Mr. Baruch allmählich zu die Welt zu einem sicheren Ortdem bekanntesten Symbol der für die Demokratie zu machen«.weitreichenden und weltweitenGeldmacht wurde. Selbst wenn Ende der 30er Jahre löste Nevil-er auf einer Bank in einem öf- le Chamberlain Stanley Baldwinfentlichen Park saß und seinen als Premier ab. Keiner dieserRat erteilte, während er die Tau- beiden Männer hat sich jemalsben fütterte, waren seine Be- vollständig in der Hand dermerkungen ohne weiteres dazu Geldmonopolisten befunden.angetan, die Regierungspolitiklangfristig zu beeinflussen. Seine Chamberlain, die grundlegendeWorte waren Ausdruck einer Schwäche der englischen Posi-großen Kapitalmacht - sichtbar tion erkennend, hatte kein Ver-
  • 156langen, seine Nation in ein wei- Chamberlain in die gleiche Si-teres ausgedehntes Blutbad zu tuation gebracht wie einst As-verwickeln. Er bemühte sich auf quith 1916: er mußte gehen!jede nur erdenkliche Weise, ei-nen solchen Eventualfall zu ver- Die Wiedergeburthüten. In dieser kritischen Phase von Churchillbemühten sich Sir Barry Dom-ville und Captain A. M. H. Ram- An dieser Stelle nun ereignetesey, denen das Ränkespiel der sich auf der politischen Bühneinternationalen Bankers sehr gut Englands ein merkwürdiges po-bekannt war, die britischen Füh- litisches Phänomen. Winstonrer vor deren Pläne zu warnen. Churchill, der seit mehr als zehn Jahren in politischem Dornrös-Der englische Premier besiegelte chenschlaf versunken gewesensein Schicksal, als er in London war, kehrte in Triumphzug inunverhofft eine Palästina-Kon- den Mittelpunkt des Rampen-ferenz einberief, bei der auch - lichtes zurück.zum ersten Mal seit 1919 - dieAraber vertreten waren. Ergeb- Douglas Reed hat Churchillsnis dieser Konferenz war im Verhältnis zu den Zionisten (mitMärz 1939 ein Weißbuch der Churchills eigenen Worten) alsRegierung, in dem sich England »ein Rätsel in einem Rätsel inzu »der Errichtung eines unab- einem Rätsel« beschrieben. Diehängigen palästinensischen Staa- Geschichte vermerkt, daß Chur-tes in den nächsten zehn Jahren« chill zu den ersten Politikernverpflichtet sowie zu »der Be- Englands gehörte, die für dieendigung des Mandats«. In die- zionistische »Sache« eingetretensem neuen Staat sollten die ein- sind. In seiner Autobiographiegesessenen Araber und die ein- »Trial and Error« beschreibtgewanderten Zionisten die Re- Chaim Weizmann, ein führendergierungsmacht dergestalt mitein- Zionist, Churchill als einenander teilen, daß die Interessen »Vorkämpfer für die zionistischebeider Volksgruppen geschützt Sache im englischen Unter-würden. Die Einwanderungszahl haus«.der Juden in diesen neuen Staatsollte auf jährlich 75000 be- In seiner Eigenschaft als Kolo-grenzt sein, und zwar für einen nialminister in den 20er JahrenFünf-Jahres-Zeitraum. gab Churchill ein Weißbuch her- aus, welches die Zionisten als ei-Diese Handlung rief den Zornder Zionisten hervor, die sichPalästinas bemächtigen wollten, Hitler 1944: Finanziert durchum es ausschließlich für sich die internationalen Bankers,selbst zu haben und die eingeses- hat er ihre Erwartungen nichtsenen Araber in keinster Weise enttäuscht. Der Wiederauf-an der Verwaltung des Gebietes bau wurde zum grandiosenzu beteiligen. Damit hatte sich Geschäft.
  • 157
  • 158Rudolf Hess (hier mit Bormann) flog ohne Hitlers Wissen nachEngland, um Kontakt mit Churchill aufzunehmen und ihm dasAngebot eines Friedensvertrages zu machen.ne »gravierende Verwässerung aufgestellt«, dessen Mehrheitder Balfour-Erklärung« ansa- aus gewählten Vertretern beste-hen. Zum Beispiel wurde damit hen sollte. Dies war für die Zio-»TransJordanien von dem Ge- nisten absolut indiskutabel, dennbiet der zionistischen Verwal- es hätte nicht nur die Abschaf-tung abgetrennt und die Frage fung von Wahlen bedeutet (wasnach einem gesetzgebenden Rat Dr. Weizmann ganz entschieden
  • 159ablehnte), sondern auch, daß die weltweiten Geldmacht« ineingesessenen Araber schließ- Amerika »die Dinge lenken«lich ihr eigenes Land regiert hät- würde, hatte der »ehrenwerte«ten. Das »Churchill-Weißbuch« Herr Churchill begonnen, einebrachte den »Vorkämpfer des ganz erstaunliche Transforma-Zionismus« in politisch brisantes tion seines politischen Glücks zuGewässer und man setzte ihn in erleben. Er wurde »wiedergebo-den nächsten sieben Jahren poli- ren« - politisch.tisch aufs Trockene. Der Grund für dieses politischeIn den zehn Jahren seiner politi- »Wunder« ist damals nicht sehrschen »Verbannung« war Chur- klargeworden, dafür aber spä-chill »ein höchst unpopulärer ter. Er hatte seine EinstellungMann, nicht wegen bestimmter gegenüber den zionistischen Plä-Taten oder Qualitäten, sondern nen zur Errichtung eines Zioni-weil er ständig eine schlechte stenstaates in Palästina geän-Presse< erhielt, die die stärkste dert.Waffe in den Händen jener ist,die die politische Beförderung In »Trial and Error« berichtetsteuern. Diese organisierte uns Dr. Weizmann, daß er imFeindschaft trat besonders wäh- Jahre 1939 im Kielwasser einerrend der Abdankungskrise 1937 weitverbreiteten Opposition ge-zutage, als seine Bitten um mehr gen die zionistische BewegungZeit sehr viel heftiger attackiert und im Anschluß an die Veröf-wurden, als sie es verdient hat- fentlichung von Chamberlainsten, und er im Unterhaus nieder- Weißbuch mit einem Mal »Win-geschrien wurde. Seine Biogra- ston Churchill traf und er sagtephen zeichnen ihn als Mann, der mir, er werde an der Unterhaus-in diesen Jahren unter Depres- debatte teilnehmen und selbst-sionen litt und sich für >politisch< verständlich Position gegen daserledigt hielt.« Sein eigenes dies- vorgeschlagene Weißbuch be-bezügliches Empfinden spiegelt ziehen«.sich in seinen veröffentlichtenWorten an Mr. Bernard Baruch Der gelehrte Doktor unterläßtzu Beginn des Jahres 1939 wi- es seinen ungelehrten Lesern, zuder: »Es wird bald Krieg geben. berichten, warum es ChurchillSie werden dort drüben die Din- »selbstverständlich« auf sich ge-ge lenken, ich dagegen werde nommen hatte, im englischenhierorts auf der Seitenlinie Parlament Position gegen diestehen.« Vorschläge zu beziehen. Noch am 22. Oktober 1938 hatte er wie der Verfasser seines Weiß-Endlich standen buches von 1922 gesprochen,die Kulissen das ihm den Zorn der Zionisten eingebracht hatte.Kurz vor dieser Bestätigung, daßBaruch - »das bekannteste Sym- Dr. Weizmann erinnert sich, daßbol der weitreichenden und er am Tag der Unterhausdebatte
  • 160Hitler, 20. März 1945: »Trotz aller Schwere bin ich davonüberzeugt, daß wir bei diesem Kampf den Sieg erringen wer-den«. Meint Hitler mit »wir« die internationalen Banker? mit Churchill gemeinsam zu Mit- war Weizmann »ganz sicher, daß.tag gegessen hat. Anregungen ein Redner von Mr. Churchills seiner Kollegen, er möge Chur- Kaliber seine Ansprache bereits chill doch auf dem Weg ins Un- komplett ausgearbeitet hat und terhaus instruieren, ablehnend, es nicht wünschen würde, wenn
  • 161irgend jemand eine Stunde oder gunsten der zionistischen Sacheso vorher mit Anregungen da- zu wenden. Das Unterhausherkäme«. stimmte mit 268 zu 179 Stim-»Churchill hatte sich gründlich men für die Annahme des Vor-vorbereitet. Er holte einen gan- schlages von Chamberlain.zen Stapel kleiner Karten her- Mit dieser großartigen Rede ge-vor, und las uns seine Rede vor. gen das Weißbuch hatte Chur-Der Aufbau der Rede war per- chill eindeutig zu verstehen ge-fekt.« geben, daß er die Seiten gewech-In dieser Debatte »hielt Chur- selt hatte und nunmehr zur Ver-chill gegen das Weißbuch eine fügung stand, um sein Land zuder großartigsten Reden seiner »führen«, wie es jenen auf dasLaufbahn.« Beste zu gefallen sein würde, die hinter den Kulissen die FädenAber selbst die »Magie« von zogen. Nur einige Monate da-Churchills brillanter Rhetorik nach sollte Churchill Englandsvermochte das Blatt nicht zu- neuer Premierminister werden.
  • 162VIII. Sanierung als Zerstörung der WeltZur Jahrhundertwende gab es auf der Weltbühne drei Großmächte,die zwischen den illuministischen Verschwörern und der Verwirkli-chung ihres Endzieles standen - der Schaffung einer totalitären Eine-Welt-Regierung. Diese Mächte waren Rußland, Großbritannien unddie Vereinigten Staaten. Durch den subversiven Einfluß der Geheim-gesellschaften und dk immense Kapitalhilfe, die die internationalenBankiers bereitgestellt hatten, war bis zum Jahre 1920 das zaristischeRußland erfolgreich von der Bahne verdrängt worden.England erwies sich als eine et- gravierender Arbeitslosigkeit er-was härter zu knackende Nuß. schüttert.Obwohl der Krieg 1914 bis 1918 In seiner Rede an die Navy Lea-von England ein ungeheures gue bemerkte Winston ChurchillOpfer an Menschenleben und am 26. Februar 1930, daß »inKapitaleinsatz gefordert hatte, den vergangenen Jahren ein Ge-blieben der moralische Charak- fühl der Machtlosigkeit über je-ter und die Zähigkeit, die Eng- ne gekommen sein muß, die anland zu einer Großmacht hatten den triumphalen Bestrebungenwerden lassen, ungebrochen teilgenommen haben, die dasstark zurück. British Empire während des lau- fenden Jahrhunderts unternom- men hat. Es scheint, als ob eineEine Feder im Bewußtsein Feder im Bewußtsein der Nationder Nation zersprungen zersprungen ist. Es ist eine Be- reitschaft vorhanden, alles, wasDer Erste Weltkrieg brachte durch unermeßliche Opfer undaber eine entscheidende Wende Anstrengungen erworben wor-in der Geschichte Englands. Er den ist, wegzuwerfen. Wir schei-signalisierte den Anfang vom nen die einzige große Nation zuEnde einer einstmals stolzen Na- sein, die nicht für sich selbst zution. Die 20er Jahre wurden sprechen wagt, die das Vertrau-Zeuge eines wachsenden Ein- en in ihre Mission verloren hat,flusses, den die illuministische die bereit ist, ihre hart erkämpf-»Fabian Society« auf die engli- ten Rechte aufzugeben.«sche Politik nahm. Sie waren au- Die vorsätzlich ins Werk gesetz-ßerdem von einem spürbaren te Große Depression der 30erVerfall der nationalen Ent- Jahre und die sie begleitende so-schlossenheit und Zweckbe- ziale Misere sind für die Ent-stimmtheit gekennzeichnet. Das wicklung einer starken Gewerk-England der Nachkriegszeit schaftsbewegung und den Auf-wurde von wirtschaftlichen Um- stieg der Socialist Labour Partywälzungen, sozialen Unruhen, zur überragenden Partei ursäch-massiven Arbeitskämpfen und lich gewesen.
  • 163»Er will das »Auf die von Bomben rampo-Elend abschaffen« nierte, blitzgeschockte Nation und die von Furcht geplagtenDer Zweite Weltkrieg gab Eng- Truppen in Übersee wirkte seineland den Rest. Es war das Ereig- Botschaft verlockend. Und ge-nis, das den Verschwörern die nau das hatten die Fabians mitgoldene Chance bot, ihr »Sanie- ihrem zynischen Verständnis derrungs«-Programm für die Briti- Massenpsychologie gewollt.«schen Inseln ein schönes Stück Mittels der uneingeschränktenvoranzutreiben. Zusammenarbeit der manipu- lierten englischen Presse machteIm Dezember 1942, während der »Beveridge Report« am Ta-das englische Volk unter dem ge nach seiner Veröffentlichungtagtäglich zunehmenden Kriegs- die Schlagzeilen, neben denendruck schwankte, wurde von der sogar die Kriegsmeldungen ausFabian Society, einer englischen Nordafrika verblaßten.»Paraorganisation« der Illumi- Als 1945 der Friede in Europanaten-Verschwörer, die Veröf- zurückkehrte, war das englischefentlichung eines Dokuments Volk psychologisch soweit bear-veranlaßt, das den Titel »Beve- beitet worden, daß es die in demridge Report« trug. Geschrieben »Beveridge Report« niederge-hatte es Sir William - später schriebenen Fabianschen FabelnLord - Beveridge, ein »Gesell- bereitwillig »kaufte«. Im Julischaftslöwe, dessen olympische 1945 gewannen die FabianschenWürde, rednerische Gaben und Sozialisten unter Führung vondas Talent, sich in der High-So- Clement Atlee bei den Wahlenciety zu bewegen, ihn zu einem einen überwältigenden Sieg. Seitunbezahlbaren Werkzeug für die dieser Zeit, mit Ausnahme eini-Durchsetzung der Fabian-Ge- ger flüchtiger, aber spürbarersellschaft auf beiden Seiten des Augenblicke, in denen die Na-Atlantiks machten«. tion klarsichtig den Feind vor-Im Gegensatz zu Winston Chur- übergehend bremsen konnte, istchill, der rund dreißig Monate England immer tiefer in die so-zuvor dem englischen Volk zialistische Schlangengrube ge-»nichts als Blut, Mühsal, Tränen fallen.und Schweiß« versprochen hat-te, versprach Sir William den FabianscheBriten das Paradies auf Erden, Fabelnwenn sie nur sein kunstvoll ver-schnürtes Paket mit sozialen Re- Englands Vorgeschmack vonformen »kaufen« würden. Un- dem sozialistischen Paradies wargeahnte Vorteile würden dem alles andere als ein erfreulichesenglischen Volk erwachsen und und berauschendes Erlebnis.sich von der Wiege bis zur Bahre Während die Sozialisten dieerstrecken. Das Ergebnis wäre Grundmauern der englischenein Arbeiterparadies. Gesellschaft durchlöcherten,
  • 164
  • 165entschwand der »Traum« des der Rothschilds zu festigen und»Beveridge Report« in immer zu verstärken, da nun alle Ban-dichterem Nebel. An seiner Stel- ken gezwungen waren, die vonle tauchte der soziale und finan- den Rothschilds herausgegebe-zielle Alptraum auf, der die nen Bank-of-England-Noten zuwahre Erscheinungsform der ir- benutzen und nicht mehr ihrerealistischen Lehrsätze der So- eigenen. Infolgedessen erhieltenzialisten ist. die Rothschilds und ihre Freun- de von allem einen Beuteanteil.In nur wenigen Jahren haben die Das englische Volk mag »denSozialisten praktisch die engli- Krieg gewonnen« haben, aber essche Wirtschaft verstaatlicht, hat sich selbst sofort in die Skla-und zwar einmal durch die di- verei verkauft, indem es für dierekte Übernahme der Kontrolle Fabians stimmte, die gelobt hat-über rund ein Viertel des gesam- ten, jeden Aspekt des Lebens inten Wirtschaftsprozesses und England zu beherrschen.zum anderen indirekt durch einGesamtplanungssystem, mit des- Die Folgen eines solchen Wahn-sen Hilfe die Regierung sowohl sinns waren vorhersehbar. Sämt-die Produktion als auch die Kre- liche von der Regierung über-ditvergabe steuerte. nommenen Industrien verfingen sich in den verwickelten Ma-Die Grundstoffindustrie sowie schen eines bürokratischen Pa-Hauptdienstleistungen wurden pierkrieges und trieben hilflos inverstaatlicht, das heißt der Re- einem Meer roter Tinte. Diegierungskontrolle unterstellt. Kohleförderung sackte mit 7»Die Nachteile, die diese staat- Millionen Tonnen unter das Ni-lich betriebenen Unternehmen veau von 1937 ab, obwohl manmit sich brachten, wurden nur Hunderte Millionen Pfund fürnoch von ihrer Leistungsschwä- neue Ausrüstungen investiertche übertroffen.« hatte. Die Folge war ein dreiwö- chiger Stromausfall in LondonDie von den Rothschilds kon- und den Midlands, der 75 Pro-trollierte »Bank of England« zent der englischen Wirtschaftwurde angeblich von der Regie- lahmlegte und das Land rundrung »übernommen«, doch war 250 Millionen Pfund an verlo-dies nur ein geschickter Vor- rengegangenen Exportaufträgenwand, um die englischen »Bau- kostete. Man entließ 2 Millionenern« von der richtigen Fährte Arbeiter.abzubringen. Dieser Schritt hatallein dazu gedient, die Macht Während andere europäische Nationen bemüht waren, die durch den Krieg auferlegtenDer Dritte im Bunde: Winston Einschränkungen abzubauen,Churchill, kurz nach seinem haben die Fabianer diese ver-Amtsantritt konnte der Zweite mehrt. Täglich spuckten die Re-Weltkrieg beginnen. gierungsämter neue Vorschrif-
  • 166ten, Verordnungen und Erlasse England« zusammen, demaus mit dem Ziel, den Einfluß- schrecklich verweichlichtenbereich der Bürokraten über das »kranken Mann« Europas.Leben des englischen Volkes Hoffnungen in jüngster Zeit, dieauszudehnen. Entdeckung eines großen Erdöl- vorkommens in der NordseeDie Liquidierung werde England auf den Weg zudes Empires nationaler Genesung bringen, haben sich in dünne Luft aufge-Mit der Stagnation der engli- löst. Die enormen Gewinne dar-schen Wirtschaft schnellte die aus sind nicht in die englischeInflation in die Höhe. Um Eng- Wirtschaft geflossen, um den un-land über Wasser zu halten, wur- geheuren Druck zu erleichtern,den seiner Wirtschaft massive den der Staat dem langgeplagtenDollarspritzen verabreicht, die englischen Steuerzahler aufbür-der amerikanische Steuerzahler det, sondern in die Tresore derspendierte, und zwar entweder internationalen Bankers in ih-durch Direktkredite oder den rem Hauptquartier »Die City«Internationalen Währungsfonds. von London.Den Briten wurden immer höhe-re Steuerlasten aufgebürdet, die Heute steht England am Randeaber wenig halfen, das unver- des Vergessens, ruiniert vonmeidliche Ende abzuwenden. Im dem Krebs des Liberalismus.Jahr 1949 erlitt das einstmals Dieser einst großen Nation wur-stolze englische Pfund Sterling den der Verstand, das Herz undeine massive Abwertung. das Rückgrat von dieser tödli- chen Krankheit verzehrt. DieEbenfalls im Jahr 1949 erklärte Zeitschrift »US News and WorldSir Stafford Cripps, ein führen- Report« schrieb 1980: »Diedes englisches Kabinettsmit- meisten Engländer sehen einemglied, »die Liquidierung des Bri- trüben Jahrzehnt entgegen. Dertish Empire ist eine wesentliche Lebensstandard dürfte zweifel-Voraussetzung für den Sozia- los sinken. Die industrielle Pro-lismus«. duktion lahmt weit hinter ande- ren großen Nationen hinterher.«Einige Jahre später äußerte einanderer Sozialist Fabianscher Ohne eine dramatische Verän-Couleur, Arthur Skeffington, derung - eine tiefgreifende na-»wir als Sozialisten glauben si- tionale Rückbesinnung, mit dercher, daß die einzige Zukunft für sich England im 17. Jahrhunderteine gesunde Entwicklung in den erneuerte - wird England wei-Kolonialgebieten auf den terhin in Verzweiflung dahinsie-Grundsätzen des Sozialismus ba- chen, bis auch die letzten Krük-sieren muß«. ken von der unsichtbaren Hand beseitigt werden und seinen Kol-Das einstmals große Britannien laps in die totale Namenlosigkeitschrumpfte zu einem »Klein- zulassen, damit es die illu-
  • 167ministische »Neue Weltord- ben der Mehrzahl seiner Men-nung« zu seiner eigenen mache. schen. Der US Oberste Ge- richtshof hat bei zwei verschie-Sanierung denen Anlässen erklärt, Ameri-einer christlichen Nation ka ist eine christliche Nation.Das bei weitem schwierigste Dies war also das Amerika, dasHindernis auf dem Weg zur die Fesseln der FremdherrschaftSchaffung der Eine-Welt-Regie- abwarf und dessen Führer dierung sind die Vereinigten Staa- unschätzbar wertvolle Unabhän-ten gewesen. gigkeitserklärung verfaßten - je- nes großartige Dokument, das soAmerika ist in der gesamten Er- beredt gegen des Menschen Un-dengeschichte einmalig. Es gibt menschlichkeit gegenüber sei-zwei fundamentale Gründe da- nen Mitmenschen und für dasfür: Amerikas Religion und unveräußerliche, gottgegebeneAmerikas Verfassung. Recht des Menschen spricht, sein Leben frei und offen zu le-Amerika hat das 20. Jahrhun- ben, frei von Tyrannei. Es wardert mit einer fast 300 Jahre al- auch das Land, das sich die Ver-ten Tradition begonnen, eine fassung und die »Bill of Rights«christliche Gesellschaft zu sein. geschenkt hat, die speziell dazuObwohl man von der Existenz aufgestellt wurden, jene Frei-Amerikas bereits 500 Jahre vor heitsrechte zu schätzen und zuder Ankunft der Pilgrimväter bestärken.wußte, setzt mit jenem Ereignisjedoch die »Amerikanische Ge- Amerika war also das gesegneteschichte« ein. Sie haben den er- und mitreißende Land, das diesten geordneten Versuch zur Be- große amerikanische Republiksiedlung dieses riesigen neuen hervorgebracht hat, dasLandes unternommen. Wie es in vorwärtspreschende, heißblüti-dem berühmten »Mayflower ge, unabhängige, herrliche, pro-Compact« heißt, bestand das duktive Amerika, in dem sechsHauptziel für die Errichtung von Prozent der Weltbevölkerung inKolonien in der Neuen Welt in den Genuß von 50 Prozent desder »Verbreitung des christli- Weltwohlstandes kommen. Dieschen Glaubens«. war das starke, vibrierend leben- dige, zuversichtliche, freie undVon Anfang an, angefangen mit missionserfüllte Amerika, das,den ersten einfachen Kolonien wie Abraham Lincoln vor 150und Siedlungen, verfügte die Jahren gesagt hat, »über alleamerikanische Gesellschaft über Zeiten hinweg leben oder aneine Tradition eines tiefen, reli- Selbstmord sterben muß.«giösen Glaubens, der fest auf derbiblischen Offenbarung beruhte. Dies war die Nation, die mit Be-Das Christentum war der primä- ginn dieses Jahrhunderts zurre motivierende Faktor im Le- Zielscheibe eines »Sanierungs-
  • 168Programms« wurde, dessen Pla- Dieses Gesetz, das man durch-nung und Durchführung die brachte, als die meisten Abge-sorgfältigste und heimtückisch- ordneten bereits in die Weih-ste waren, die es jemals in der nachtsferien gefahren waren,Menschheitsgeschichte gegeben legte das nationale Währungssy-hat. Die ganze Intrige basierte stem fest in die Hand der inter-auf der Erkenntnis, daß es, um nationalen Bankers.Amerika zu zerstören, notwen-dig war, sein System der Wert- Dem Lehrsatz folgend, daß »dervorstellungen zu vernichten, das sicherste Weg zum Umsturz ei-von der Bevölkerung allgemein ner bestehenden Gesellschafts-anerkannt wurde. Um diese ordnung der ist. seine Währungmonumentale Aufgabe zu ver- zu verderben« (Lenin), setztenwirklichen, mußte man die füh- die Geldleute sofort alles in Be-renden Institutionen untergra- wegung, um den Wert des Dollarben und aufweichen, um die sich zu zerstören.die amerikanische Gesellschaftrankte. Mit der Teilnahme am Ersten Weltkrieg - zunächst als Liefe- rant von Kriegsmaterial, dannDer sicherste Weg als aktiver Teilnehmer - wurdeist die Währung zerstören die Dampfwalze der Vernich- tung in Bewegung gesetzt. MitIm Gegensatz zu den »Sanie- diesen Handlungen wurde dierungs«-Taktiken, die man im Basis für die derzeitige riesen-Zweiten Weltkrieg in Deutsch- hafte amerikanische Staatsver-land und Japan benutzte, wurde schuldung und für die nationaledie Zerstörung Amerikas als ei- Versklavung unter den Willenner unabhängigen, souveränen der internationalen Bankers ge-Nation auf sehr viel subtilere legt.Weise eingefädelt. Die von denIlluminaten in Amerika einge- Der englische Wirtschaftswis-setzten Abbruchkolonnen hat- senschaftler John Maynard Key-ten für die Methode des »Fron- nes, der Berater von Roosevelttalangriffs« nur Verachtung; während des »New Deal« war,vielmehr machten sie sich die hat gesagt: »Lenin hat zweifellosTaktiken der Fabianschen So- Recht, es gibt keine einwand-zialisten zu eigen. freie beziehungsweise subtilere Methode zur Zerstörung der be-Der erste große Durchbruch ge- stehenden gesellschaftlichenlang jenen, die den traditionel- Grundlagen als das Verderbenlen, verfassungsmäßigen »Ame- ihrer Währung. Durch einenrican way of life« zu zerstören fortwährenden Prozeß der Infla-suchten, mit der Verabschiedung tion können Regierungen einendes Gesetzes über die Federal wesentlichen Teil des Wohlstan-Reserve Bank am 23. Dezember des ihrer Bürger heimlich und1913. unbemerkt an sich reißen. Die-
  • 169Ein Propagandafoto der Nationalsozialisten: Der englischePremierminister Churchill droht als Gangster mit der Waffe.ser Prozeß setzt alle verborge- kein Zufall - sie ist also geplantnen Wirtschaftskräfte auf selten worden!der Zerstörung ein und zwar aufeine Weise, die nicht einer unter Die verheerenden Auswirkun-einer Million Menschen diagno- gen dieses »Sanierungs«-An-stizieren kann.« sturms auf die amerikanische Wirtschaft werden von einem führenden NachrichtenmagazinDie verheerenden mit Zahlen belegt. Die Kauf-Auswirkungen kraft von l Million Dollar im Jahre 1940 ist auf 182812-Das Verderben der amerikani- US-Dollar zum heutigen Zeit-schen Währung als eine »Metho- punkt geschrumpft. Das heißt,de der Zerstörung der bestehen- »Sie brauchen heute, um dieden gesellschaftlichen Grundla- Kaufkraft von einer Million Dol-gen« hat 1914 begonnen und ist lar des Jahres 1940 zu haben,inzwischen an einem Punkt an- 5 470 000 US-Dollar.«gelangt, wo die Verwirklichungunmittelbar bevorsteht. Die Im Jahre 1910, zwei Jahre vorLohn- und Preisspirale, die die der Wahl Woodrow Wilsons,Amerikaner in den letzten Jah- und bevor sich die elitäre Kon-ren immer mehr geplagt hat, ist trolle der amerikanischen Exe-
  • 170kutive eingenistet hatte, belleten die Wertvorstellungen ihrersich die Ausgaben des US-Bun- Menschen zu verändern. Umdes auf insgesamt 694 Millionen dieses Ziel in den VereinigtenUS-Dollar. Im Jahre 1918, ei- Staaten zu verwirklichen, muß-nem teueren Jahr, das das Ende ten die internationalen Ver-des Ersten Weltkrieges brachte, schwörer Kontrolle über Ameri-betrug der US-Haushalt knapp kas Schulen und Universitäten13 Milliarden Dollar. 1945, das erlangen. Diese Institutionenletzte Jahr des Zweiten Welt- würden sich dann als machtvollekrieges, machte der US-Haus- Instrumente in ihrem »Sanie-halt 98 Milliarden aus. rungs«-Programm zur Zerstö- rung der »Alten Ordnung« in1970 auf dem Höhepunkt des den USA einsetzen sowie dazuVietnamkrieges, erreichte der verwenden lassen, nachfolgendeUS-Etat 197 Milliarden US- Generationen von AmerikanernDollar. Wie zum Teufel konnte »neu zu erziehen«, damit sie ei-er auf 366 Milliarden US-Dollar ne widernatürliche Philosophieim Jahre 1976 ansteigen, dem annehmen würden, die letztend-letzten Jahr der Ford-Regie- lich ihren Abstieg in die Sklave-rung? Was ist 1977 geschehen, rei zur Folge haben würde.als der Haushalt des ersten trila-teralen Präsidenten, Carter, auf Das subversive System der «pro-fast 403 Milliarden US-Dollar gressiven Erziehung«, von denanschwoll? Rockefellers und ihren Genos- sen finanziert und von John De-Werden dem Adler nicht die wey gelenkt, wurde zunächst da-Flügel ausgerissen? Ist diese le- zu benutzt, um die Saat der Ver-galisierte Plünderung noch Be- nichtung für die traditionellesteuerung oder schon schwerer Schulausbildung auszusäen undDiebstahl? Wenn man einmal großzuziehen.den Zielsetzungen der Protokol-le der Gelehrten Ältesten von Mit dem Einzug von FranklinZion, den Illuminaten und dem Roosevelt in Washington 1933Kommunistischen Manifest ins und der Veröffentlichung desAuge gesehen hat, weiß man, »Humanistischen Manifestes«daß die »Herabsetzung einer na- wurde im selben Jahr diese At-tionalen Währung« nicht zufällig tacke etwas umgeändert. Diesesgeschieht. Dokument, das viele moderne Erzieher als ihre »Bibel« be-Zerstörung durch trachten, wurde 1973 überarbei-progressive Erziehung tet und aktualisiert.Es ist unter Geopolitikern eine Obwohl nur ein schmales Doku-bereits seit langem anerkannte ment, legte das »HumanistischeTatsache, daß die wirksamste Manifest« die Methoden dar, dieMethode zur Unterminierung ei- dazu verwendet wurden, um diener Gesellschaft darin besteht, Jugend der amerikanischen Na-
  • 171tion in den amtlichen Schulen mende >Neue Weltordnung< ge-subversiv zu infiltrieren. ändert werden, die gleichzeitig die Verehrung des MenschenBarbara Morris zeigt in ihrem und die Versklavung derBuch »Chance Agents in the Menschheit bedingt. Eine er-Schools«, wie die bestehenden schreckende Zukunftsvision, dieöffentlichen Schulen Verände- bereits weitgehend bei uns ver-rungen propagieren: soziale Än- wirklicht ist.«derung, politische Änderung, re-ligiöse Änderung, Änderung derRegierungsform: »Aber Ände- Lügen werdenrung von was zu was genau? Än- zu Wahrheitenderung von einer christlichensouveränen Nation in eine hu- Ein anderer Punkt des »Sanie-manistisch/sozialistische Nation- rungs«-Programmes ist dieStaat-Abhängigkeit innerhalb Energiekrise. Als sich das Jahreiner Diktatur, die euphemi- 1973 zu Ende neigte, beschlos-stisch >Weltgemeinschaft< ge- sen die Weltverschwörer, daßnannt wird, in der >Weltbürger< die Zeit gekommen sei, um einemit der Versklavung zufrieden weitere Phase ihres »Sanie-sind. rungs-Programms« in den Ver-Die Regierungsschulen sind ins- einigten Staaten durchzuführen.besondere bemüht, den Status, Es war Zeit, die »Energiekrise«die Struktur und die Stabilität auf ein nichtsahnendes amerika-der Familie zu zerstören. Starke nisches Publikum loszulassen.Familien machen eine starkeNation und man muß sie beseiti- Nach dem altbewährten Grund-gen, wenn die vorgeschlagene satz vorgehend, daß eine Lüge,Diktatur errichtet und beibehal- wenn sie nur oft und laut genugten werden soll. Schauen Sie sich wiederholt wird, als WahrheitIhre Familie an, und die Fami- angenommen wird, machten sichlien, die Sie kennen. Wie fest die Insider in Washington an dieruhen sie in sich? Das Auseinan- Bearbeitung des amerikanischenderbrechen, das Sie beobachten, Volkes. Ungeachtet aller gegen-geschieht nicht einfach so< - das teiligen Beweise mußte man denChaos ist geplant. Amerikanern die komplett fal- sche Idee »verkaufen«, daß dieWir haben es heute mit nichts Vereinigten Staaten praktischweniger als einer Revolution zu kein Erdöl mehr hätten und intun. Die Schulen haben sich den immer größere AbhängigkeitAgenten für soziale Änderung vom Ausland geraten würden,geöffnet, die stetig daran arbei- um ihren Bedarf in der Zukunftten, die >Glaubensartikel< der zu decken.Religion vom Humanismusdurchzusetzen. Einstellungen, Die Bürokraten in ihrer Beses-Wertvorstellungen und Verhal- senheit, das Märchen von dertensweisen müssen für die kom- »Energiekrise« im ganzen Land
  • 172an den Mann zu bringen, haben pen zum Schütze der Ökologiedabei die Tatsache völlig ingno- und der Umwelt auf und mach-riert, daß zahlreiche, höchst ten auf der nationalen Bühnemaßgebliche Quellen eindeutige von sich reden.Beweise für einen Superüberflußan Erdöl innerhalb des eigenen Die Umweltschützer riefen nachLandes, im Golf von Mexiko »Aktion« der Regierung, um an-und den Kontinentalsockeln an geblich die Zerstörung des öko-der Ost- und Westküste vorge- logischen Gleichgewichts durchlegt haben. die Vereinigten Staaten zu ver- hindern. Strenge Auflagen fürIn einem Bericht des »National die Ölgesellschaften und anderePetroleum Council« vom De- Energieproduzenten sind, sozember 1972 heißt es, daß sich hieß es, der einzige Weg, umdie Ölvorkommen in den Verei- diese Zielsetzung zu erreichen.nigten Staaten schätzungsweiseauf 810,4 Milliarden Barrel be- Wie der überwältigenden Mehr-laufen. Das reicht beim gegen- heit der Amerikaner unbekannt,wärtigen Verbrauch für eine war dies jedoch bloß eine Va-Versorgung für 125 Jahre. riante der alte Illuminaten-Ma-In demselben Bericht steht sche vom »Druck von unten undauch, daß die Erdgasvorkom- Druck von oben«, der eine ver-men für knapp einhundert Jahre steckte Zielsetzung verwirkli-ausreichen. chen soll.Auch in anderen amtlichen Be-richten wird bestätigt, daß dieVereinigten Staaten über riesige Wie sah dieMengen von leicht zugänglichem Wahrheit aus?Erdöl verfügen. Die Stufe des illuministischenEs ist ein schwerer Fehler zu »Sanierungs«-Programms fürglauben, die »Krise« habe mit die Vereinigten Staaten - ge-dem angeblichen »Ölembargo nannt »Ölkrise« - trat plötzlichder Araber« Ende 1973 begon- mit dem Ausbruch des Yom-nen. Die Saat, die zu der gegen- Kippur-Krieges in Nahost amwärtigen »Notlage« aufgegan- 16. Oktober 1973 in Kraft. Es istgen ist, wurde von den Bankers möglicherweise von historischerin Washington über eine Reihe Bedeutung, daß der Kriegsaus-von Jahren hinweg ausgesät und bruch unmittelbar danach er-kunstreich gepflegt; es geschah folgte, nachdem die Israelis einein Form von verschiedenen Re- erhebliche Anzahl von Truppengierungsverordnungen, die ein aus vorgerückten Positionen ab-Absinken der nationalen Erdöl- zogen, obwohl ein Angriff derförderung gewährleisteten. Araber bevorzustehen drohte.Gleichzeitig tauchten über War dieser Rückzug geplant, umNacht eine Unmenge von Grup- einen arabischen Überfall zu
  • 173provozieren, so daß eine schwer- Die Beantwortung dieser beidenwiegende Krise in jenem Teil Fragen erhielt man bald aus ei-der Welt ausbrechen würde, und ner Vielzahl von Informations-den Weg zu sehr viel weiterrei- quellen. Anfang 1974 veröffent-chenden Ereignissen ebnete, die lichte die führende Schiffahrts-sich in den nächsten Monaten versicherung der Welt, Lloydsanschlossen? Diese Möglichkeit of London, einige höchst auf-sollte nicht übersehen werden. schlußreiche Statistiken in ihrem Jahresbericht. Lloyds gab an,Das Kriegsglück verließ die Ara- daß in den drei Monaten vorber erst, nachdem die Vereinig- dem angeblichen »Embargo«ten Staaten auf Weisung von insgesamt 474 Tankschiffe ausAußenminister Henry Kissinger den Häfen des Mittleren Ostenriesige Mengen des modernsten mit Öl für die ganze Welt ausge-Kriegsgerätes aus Amerikas Ar- laufen sind.senalen per Luftbrücke zur Un-terstützung der Israelis entsand- In den drei Monaten währendten. Es waren die besten ameri- des Höhepunktes des »Ölem-kanischen Waffen, die die bargos« haben laut Lloyds ins-Waagschale zu Ungunsten der gesamt 494 Tanker, beladen mitAraber senkten. Öl, eben jene Häfen verlassen.Während sich der aufgewirbelte Die gezinkteSand im Nahen Osten legte, ha- Energiekriseben die Araber angeblich einEmbargo auf das Erdöl verhängt Diese aufschlußreiche Informa-und sofort den Ölpreis kräftig tion wurde in der europäischenansteigen lassen. Innerhalb we- Presse veröffentlicht, aber in denniger Wochen formierten sich kontrollierten Medien Amerikasdie Amerikaner in langen totgeschwiegen. Waren die Tat-Schlangen vor den Tankstellen sachen zu trivial, um sie zu brin-und es kam mit zunehmender gen oder zu schwerwiegend, alsSpannung zu zahlreichen Schlä- daß sie veröffentlicht werdengereien unter den aufgebrachten durften? Wenn man die »Bau-Autofahrern, die auf ihre Ben- ern« im dunkeln läßt, dann wer-zinzuteilung warteten. Die Re- den sie viel eher einer Lügegierungsbehörden führten eine Glauben schenken.»gravierende Ölverknappung«ins Feld, um den amerikanischen Während sich die Schein-»krise«Autofahrern ihre Restriktionen entwickelte, die Preise in denaufzuzwingen. Himmel schössen und freie Tankstellen in Ermangelung vonWie sah die Wahrheit aus? Gab Benzin zum Schließeji gezwun-es damals eine echte Ölverknap- gen waren, begannen die Berich-pung in der Welt oder war das te zu kursieren, daß die großenGanze ein Betrug? Ölgesellschaften riesige Mengen
  • 174Benzin in Vorratslagern überall werden es einfach nicht. Wirin Amerika horteten. können . . . aber wir wollen nicht.«In den seither vergangenen Jah-ren konnte sich die gezinkte Wer sind die großen Gewinner»Energiekrise« mit der aufrich- dieser gezinkten Energiekrise?tigen Unterstützung der libera- Jene »gierigen Araber«, die an-len Bürokraten in Washington geblich im Geld schwimmen undund ihrem jährlich 14 Milliarden zwar auf Kosten der amerikani-Dollar verschlingenden Monster schen Öffentlichkeit? Auf denvon Energieministerium zu ei- ersten Blick mag eine solche An-nem Zustand entwickeln, das schuldigung wohl begründet er-droht, die ganze Nation in einem scheinen. Aber erste Blicke sindMeer von roter Tinte zu er- oft täuschend und irreführend.tränken. Wenn die Araber wirklich »ihrDer Benzinpreis ist um 500 Pro- eigenes Geschäft betreiben«zent gestiegen, die Inflation er- würden, dann wären sie wahrlichreicht in einigen Gebieten der in einer beneidenswerten Lage.Nation 22 Prozent, die Automo- Aber das ist nicht der Fall. Wiebilindustrie befindet sich in ei- die meisten Länder dieser Weltnem Chaos, die Arbeitslosigkeit sind die Araber im 20. Jahrhun-steigt - und die amerikanischen dert überwiegend von der inter-»Vertreter« in Washington wei- nationalen Kapitalelite und dengern sich, das Problem mit posi- von ihnen kontrollierten Ölge-tiven Maßnahmen zu lösen. sellschaften beherrscht und diri- giert worden. Die MonopolistenAber nicht nur das, sie haben bestimmen den Einsatz - undsogar Maßnahmen eingeführt, streichen die Gewinne ein. Daßdie speziell darauf zugeschnitten die Araber eingeschaltet werdensind, die Situation erheblich zu und einen Anteil an der Beuteverschlimmern. Die alarmieren- erhalten, ist den »Big Boys« ge-de Wahrheit dieser Aussage rade recht. Die Araber werdenwurde von Bruce Herschensohn, gescholten, während die interna-dem politischen Kommentator tionalen Bankers und ihre Ge-des Fernsehsenders KABC, in nossen das Geld kassieren. Eineiner Stellungnahme in Los An- Diener ist seinen Lohn wert!geles bewiesen: »Alles Übel inder heutigen Welt, sei es im Iran, Daß die internationalen Bankersin Afghanistan oder in Nahost, im Mittleren Osten das Sagenhat eines gemeinsam: Öl. Im haben, wurde kürzlich durch einHintergrund eines sehr großen paar veröffentlichte Verlautba-Teils unserer Probleme im In- rungen sehr deutlich.land schwebt dasselbe Wort: Öl.Wir könnten unzählige Proble- Im Verlauf eines längerenme lösen, wenn wir ein autarkes Fernsehinterviews mit DavidEnergieland würden. Aber wir Frost zu Beginn des Jahres 1980
  • 175hat der verstorbene Schah von Noch eine andere, wichtige Fra-Persien verlauten lassen, daß ge muß beantwortet werden:David Rockefeller und Henry Wer verwaltet die kolossalenKissinger den Iran und die Reichtümer, die die VereinigtenOPEC-Staaten während des Staaten und andere NationenJahres 1973 und 1974 unter verlassen, um für das OPEC-ölenormen Druck gesetzt haben, zu bezahlen? Wer anders als je-damit sie den Ölpreis erhöhen. ne heiligen Musterknaben der Tugend - die internationalenIn der PBS-Fernsehsendung Bankers.»The World of David Rockefei-ler«, die am 7. Februar 1980 Finanziell imausgestrahlt wurde, tauchten ei- Himmel sitzendne Reihe aufschlußreicher Fak-ten auf. Zu den befragten Teil- Die internationalen Bankersnehmern . gehörte Ridgeway sind damit ihrerseits in der Lage,Knight, ein amerikanischer Bot- diese Gelder zu hohen Zinsen anschafter im Ruhestand und ehe- Länder zu verleihen, die sich mitmaliger stellvertretender Au- den roten Zahlen abquälen, dießenminister. als Ergebnis der gezinkten Ener- giekrise entstanden sind. Dar-Knight erklärte: »Ich vertrete über hinaus müssen enorme Pro-David persönlich. Was mich am visionen für die Verwaltung derstärksten beeindruckt, ist, daß internationalen Geschäfte derich eine Vielzahl von Industrie- OPEC-Staaten in Milliardenhö-magnaten vertreten und für eine he an die internationalen Ban-Reihe von Außenministern ge- kers entrichtet werden.sprochen habe, aber niemals ha-ben sich Türen leichter aufgetan, Wie Professor Quigley dazu sa-als wenn ich sage, ich komme gen würde, hinterläßt dies dievon David Rockefeller - es ist internationalen Bankers »finan-fantastisch!« ziell im Himmel sitzend«. Die großen Verlierer in dieserIm weiteren Verlauf der Sen- vorsätzlich hervorgerufenendung wurde bemerkt, daß »eini- »Energiekrise« sind die Bürgerge Leute glauben, daß Banken der Vereinigten Staaten und an-heute größer und wichtiger als derer Nationen der Welt, derenLänder sind, weil sie über geo- Lebensstandard abgesunken istgraphische und politische Gren- und deren Volkswirtschaften inzen hinweg operieren und daß einem Zustand der Verwirrungsie zu der neuen Macht in der gestürzt worden sind, als dieWelt geworden sind.« Hierauf Preise für Erdöl und seine Fol-antwortete ein Minister aus Sau- geprodukte in den Himmeldi-Arabien: »Ja . . .viele von ih- schössen.nen haben unsichtbare Außen- Allein im Jahre 1979 haben dieminister.« Bürger der Vereinigten Staaten
  • 176In Anlehnung an die alte, aus der Gladiatorenzeit stammendeGeste »Tod«, droht 1940 eine italienische Zeitung London.die enorme Summe von 55 Mil- Konfrontieren wir die harten,liarden Dollar für Ölimporte kalten Tatsachen der politischenaufgebracht. Seit 1973 ist die und wirtschaftliche Wirklichkeit.Öleinfuhr der Vereinigten Staa- Die Politiker und Bürokraten inten von 29 Prozent des Ver- Washington beteiligen sich be-brauchs auf fast 50 Prozent im reitwillig an der finanziellenJahre 1980 gestiegen. Vergewaltigung des amerikani-
  • 177sehen Volkes - und täuschen das helfen. Diesen Zweck hat sieVolk, wohin man auch blickt auch nicht.und schieben die Schuld für denvon ihnen verursachten Schla- Der Zweck dieser neuen Steuermassel auf andere Dinge. ist, wie »Tax Foundation« her- vorhebt, »nicht die Energieun-Die föderative Regierung, die abhängigkeit. Damit sollen viel-laut Verfassung ein Diener und mehr höhere Ölpreise als eineBeschützer des amerikanischen neue und wesentliche Einnah-Volkes sein soll, wird immer mequelle für die Bundesregie-mehr zu einem unkontrollierba- rung in Washington erschlossenren Tyrannen, der darauf aus ist, werden, um sowohl die noch hö-dem Volk, das er beschützen heren Staatshaushalte zu finan-soll, allen Wohlstand zu stehlen. zieren als auch die beschämen-Zu seinen wichtigsten »Agen- den Defizite der Bundesregie-ten« bei der Ausplünderung des rung abzubauen«.amerikanischen Volkes zählen Wenn wir alle politische Rheto-die Ölgesellschaften. rik und alle Litaneien aus dem Wege kehren, so bleibt eine»Aus einer jüngsten Untersu- nicht zu verleugnende Tatsachechung geht hervor, daß die US- übrig..Die »Energiekrise« ist ge-Regierung 70,2 Prozent des nauso wie Jimmy Carters Anti-Reinertrages von den 48 größten Establishment-Gerede währendÖlgesellschaften vereinnahmt seines Wahlkampfes 1976 einhat.« Die Regierung erhält aus Schwindel, mit dem das ameri-den Investitionen der privaten kanische Volk vorsätzlich ge-Ölindustrie das vierzehnfache täuscht und der Prozeß des na-von dem, was ein normaler Ak- tionalen Bankrotts beschleunigttionär erhält. werden soll. Es ist ein klar er-Die vom Kongreß 1980 verab- kennbarer Bestandteil des illu-schiedete Besteuerung von ministischen »Sanierungspro-»windfall«-Gewinnen werden gramms« für die Vereinigtendie »Energiekrise« nicht lösen Staaten.
  • 178IX. Sieg über EuropaObwohl Aberhunderte von Büchern über die Tragödie von »Blut,Mühsal, Tränen und Schweiß« geschrieben worden sind, die dieNationen der Welt zwischen 1939 und 1945 umschlungen hielt,wissen die meisten wenig, wenn überhaupt etwas, von der wirklichenGeschichte hinter diesem kostspieligsten Krieg aller Kriege. Die»Story« des Krieges, wie sie in den »offiziellen« Geschichtsbüchernin Amerika, Deutschland, Japan und England erzählt wird, hat wenigÄhnlichkeit mit den wirklichen Ursachen und Zielen dieses Krieges,wie sie langsam in den Jahren seit Einstellung der Feindhandlungenzum Vorschein gekommen sind. Entscheidende Informationen wur-den zurückgehalten.Mit Hitlers Einmarsch in Polen pelte Hitler zu einem »blutrün-am 1. September 1939 wurde stigen Gassenbengel« ab, wäh-der Mechanismus, den die heim- rend Stalin zu »Onkel Joe«lichen Mächte im Anschluß an wurde.den Ersten Weltkrieg installierthatten, sofort in Betrieb gesetzt Der Grund dafür war simpel: dieund garantierte, daß innerhalb »Theater«-Manager und diesehr kurzer Zeit der Zweite Drehbuchautoren waren fieber-Weltkrieg im Anrollen war. Ge- haft dabei, die »Guten« und diemäß den vor rund 20 Jahren zu- »Bösen« für ihre neueste welt-vor unterzeichneten Vertragsbe- weite Bühnengroteske aufzu-dingungen waren England und bauen. Die Voraussagen vonFrankreich verpflichtet, sich auf Lord Curzon und Lloyd-George,seilen der Polen ins Gemenge zu die sie kurz nach der Unter-stürzen. Diese Kriegserklärung zeichnung des Versailler-»Ver-erfolgte innerhalb weniger trages« gemacht hatten, solltenStunden. bald Wirklichkeit werden und viele Millionen unschuldigerAuf dem Weg zur Menschen würden sterben müs- sen, damit die Illuminaten ihremWelteroberung Ziel der Welteroberung in derDie Russen marschierten am 17. Wirklichkeit ein Stück näher.-September 1939 in Polen ein. rücken konnten.Hitler und Stalin teilten sich Po-len am 29. September. Auf die Eroberung und Auftei- lung Polens folgte eine, wieIm Westen wurden die Deut- Churchill sagte, »verlängerteschen als »gefährliche Hunnen« und bedrückende Pause«, in derund »brutale Aggressoren« ver- Deutschland, Frankreich unddammt. Der russische Feldzug England jeweils großen Wider-wurde heruntergespielt oder willen zeigten, mit der offenenganz ignoriert. Kurz, man stem- Feindschaft den Anfang zu ma-
  • 179Die Mauern der Kathedrale von Conventry, nachdem die Kir-che am 14. November 1940 durch Bomben zerstört wurde.eben. Premierminister Cham- Tag war Neville Chamberlain,berlain bezeichnete diese hand- seiner Gesundheit beraubt undlungslose Zeit als »den Däm- Opfer unablässiger Attacken,merkrieg«. zum Rücktritt gezwungen. Sein Platz an der Spitze der engli-Seit 1936 schen Regierung wurde vonLuftoffensive geplant Winston Churchill eingenom- men, der nur wenige Monate zu-Der »Scheinkrieg« dauerte bis vor sein wundersames politi-zum 10. Mai 1940. An diesem sches Comeback gefeiert hatte.
  • 180Das Geschehen explodierte so- englische Armee sollte ins Meerfort in einen umsichgreifenden geworfen werden, ihrer gesam-»heißen Krieg«, als England ei- ten Ausrüstung verlustig ge-nen Luftangriff auf Deutschland gangen.«vornahm. Spitzenvertreter derRegierung in London haben Am 14. Juni zogen die Deut-Jahre später offen bestätigt, daß schen in Paris ein und fanden dieEngland eine Luftoffensive auf Stadt ohne Verteidigung. AchtDeutschland seit 1936 geplant Tage später kapitulierte Frank-habe. Bei Kriegsausbruch ver- reich. Frankreich und Deutsch-fügte Deutschland noch nicht land unterzeichneten einen Waf-über die Kapazitäten, um sich fenstillstand in Compiègne.auf eine solche Offensive gegenEngland mit Erfolg einzulassen. Sieg um jeden PreisAn dem selben Tag, dem 10.Mai, marschierten deutsche In diesem schicksalsschwerenTruppen in Holland, Belgien Augenblick »stand England al-und Luxemburg ein. Zwei Tage lein« und rüstete sich für die er-später überschritten sie die fran- wartete Invasion der Deutschenzösische Grenze und drängten über den Ärmelkanal. Englanddie französische und englische befand sich in einem verzweifel-Armee wie Spielzeugware zu- ten Wettlauf, seine Streitkräfterück. soweit aufzubauen, daß sie hof- fentlich einem Ansturm derChurchill erinnert sich an die hochtrainierten und schwerbe-Vorgänge: »Nun endlich ist der waffneten Streitkräfte HitlersSturm mit voller Wut über uns standhalten würden.losgebrochen, die sich langsam Churchill erklärte dem engli-angesammelt und aufgestaut schen Volk, er könne ihmhatte. Vier oder fünf Millionen »nichts als Blut, Mühsal, TränenMänner sind in der ersten und Schweiß anbieten. Sie fra-Schockwelle dieses Krieges auf- gen, was ist mein Ziel? Das kanneinandergetroffen, dem erbar- ich mit einem Wort beantwor-mungslosesten aller Kriege, die ten: Sieg - Sieg um jeden Preis.jemals dokumentiert worden Ohne Sieg kann es kein Überle-sind. Innerhalb einer Woche ist ben für das britische Empire ge-die Front in Frankreich, hinter ben; kein Überleben für allesder zu liegen wir uns in den har- das, was das britische Empireten Jahren des vorherigen Krie- verkörpert hat, kein Überlebenges gewöhnt hatten, unwiderruf- für die Antriebskräfte und dielich durchbrochen worden. In- Impulse aller Zeiten, daß dienerhalb von drei Wochen sollte Menschheit sich auf ihr Ziel hindie seit langem glorreiche fran- vorwärts bewegen wird.«zösische Armee zusammenbre-chen, in wildem Rückzug und in Dies war eine höchst ehrgeizigewenigen Überresten. Und die Erklärung. Sie bedeutete zwei
  • 181völlig verschiedene Dinge für die die Meinung vertraten, es seizwei völlig verschiedene Grup- immer und zu jeder Zeit Ameri-pen. Für die elitären »Insider« kas Aufgabe, die Kastanien fürhieß es, daß der »Sieg« für das das britische Empire aus demÜberleben des britischen Empi- Feuer zu holen. Warum ausge-re der »City« und all dessen, wo- rechnet England das unbestritte-für sie steht, notwendig war. Der ne Recht haben sollte, zahlrei-»Sieg« war notwendig, so »daß che Besitztümer in Fernost zudie Menschheit (unter Führung behalten, während Japan vonder Geldmonopolisten der City) uns eingedämmt werden sollte,sich auf ihr Ziel hin vorwärtsbe- das nicht einmal Reis, Öl, Gum-wegen wird« - der Schaffung ei- mi, Zinn und andere Güter inner »Neuen Weltordnung«. Nachbarländer einkaufen konn- te, ist ein noch immer ungelösterDie Ereignisse von 1940 und Widerspruch.1941 bedeuteten den überwälti-genden Sieg der Achsenmächte Roosevelts kriegsbefürwortende- Deutschland und Italien. Ganz Politik entsprach der eines Vo-Europa befand sich in ihren gels, der vorgibt einen gebroche-Händen. Mit der Invasion in nen Flügel zu haben, um denRußland am 22. Juni. 1941 stan- Feind von der Zerstörung seinesden riesige Teile dieses slawi- Nestes und Nachwuchs abzulen-schen Staates unter der Herr- ken. Er verfolgte in der Öffent-schaft der deutschen Streit- lichkeit eine betrügerische Poli-macht. An diesem kritischen tik. Er verkündete seine LiebePunkt nun beschlossen Franklin zum Frieden und seinen Haß aufD. Roosevelt und seine verbor- den Krieg, während ihm dochgenen Meister, daß der amerika- der Krieg im Sinn lag.nische Schwerlastkran für den»Königreich-Abschleppdienst« Krieg war in seinem Herzen: sei-auf seilen der City ins Gefecht ne Worte waren glatter als Öl,gebracht werden sollte - oder dennoch waren es gezücktealles wäre verloren. Schwerter.Keine andere Daß Präsident Roosevelt die Ja-Alternative als Krieg paner zum Kriegseintritt gereizt hatte, indem er am 26. Novem-Der Kongreßabgeordnete Ha- ber 1941 ein Kriegsultimatummilton Fish gehörte in jener Zeit stellte und verlangte, daß die Ja-zu den Spitzenvertretern der Re- paner sämtliche Truppen aus In-publikaner auf dem Capitol. In dochina und China (Mandschu-seinem Buch »FDR - The Other rei) abziehen sollten, ist eine hi-Side of The Coin« (FDR - Die storische Tatsache, wenngleichandere Seite der Medaille) be- ein gut gehütetes Geheimnis.richtet er: Roosevelts Kriegsultimatum ist»Es gab einige glühende Eng- dem Kongreß vorsätzlich bislandanhänger (Pilgrim Society) nach Pearl Habor vorenthalten
  • 182worden. Alle waren sich darin ländischen Kriege geschickteinig, daß das Ultimatum den werden.«Japanern keine andere Alterna-tive als den Krieg ließ. Roosevelts Täuschung des ame- rikanischen Volkes, so Hamil-Die Japaner hätten fast alles ge- ton, war »ein Akt der Unsittlich-tan, um den Krieg mit Amerika keit und Niedertracht«. Dieserzu vermeiden. verschlagene und kaltblütige Po-Prinz Kenoye, der Premiermini- litiker hat seine Spuren ver-ster, ein sehr friedliebender wischt, indem er von höchsterMann, hat wiederholt darum er- Stelle schrie, den Angriff aufsucht, nach Washington oder Pearl Harbor als einen Tag derHonolulu zu kommen und mit Gemeinheit denunzierte und diePräsident Roosevelt zusammen- Schuld ganz allein den Japanernzutreffen. Er war bereit, unseren gab.Bedingungen zuzustimmen, um Als die Herren des Krieges insich aus dem Krieg mit einem Washington die amerikanischemodus vivendi herauszuhalten, Nation vorsätzlich gegen denaber Roosevelt lehnt es ab, mit Willen von 85 Prozent des ame-dem japanischen Premiermini- rikanischen Volkes in den Kriegster zu reden, und zwar einfach führten, war der Erfolg für diedeshalb, weil er zu einem Krieg Pläne der internationalen Ver-mit Japan entschlossen war, und schwörer gesichert.dadurch auch mit Deutschland.Der amerikanische Botschafterin Tokio, Joseph Grew, wußte, Der Nordafrika-wie sehr die Japaner friedliche FeldzugBeziehungen aufrecht erhaltenwollten und befürwortete eine Gegen Ende des Jahres 1942 be-solche Konferenz dringend. gann sich das Blatt des KriegesAber Roosevelt und seine hart- wenden. Zunächst langsam,näckigen Mitinterventionisten dann mit zunehmender Be-benützten die Lüge, Ausflüchte schleunigung, begann sich dieund Tricks, um uns alle in einem Gunst des Krieges den Alliiertenabsolut unnötigen Krieg zu ver- zuzuwenden.stricken.« Am 8. November gingen massi-Dem amerikanischen Volk er- ve Truppen der Franzosen undklärte der scheinheilige Roose- Engländer in Nordafrika anvelt: »Während ich zu Euch Land. Obwohl die Alliierten »inMüttern und Vätern spreche, der Initiative und im Überra-mache ich Euch noch eine Zusi- schungsvorteil waren, ging dercherung. Ich habe dies schon Aufbau unvermeidlich langsamfrüher gesagt und ich werde es vor sich. Der Transport zur Seeimmer und immer und immer hatte seine engen -Grenzen. Daswieder sagen: Eure Jungs wer- Entladen wurde durch Luftan-den nicht in irgendwelche aus- griffe behindert. Es gab keinen
  • 183Straßentransport. Mit dem Ein- So wie Churchill die Geschichtetreffen deutscher Truppen in dieses entscheidenden histori-großer Zahl auf dem Luftwege schen Zeitraums schildert undin Tunis setzte ein hochgradiger, alle zeitgenössischen Historikerverbissener und gewaltsamer unterstützen seine Behauptung,Widerstand ein« (Churchill in wollte er Deutschland sowohl»Hinge of Fate«). vom Süden als auch vom Norden her angreifen und die mitteleu-In den folgenden fünf Monaten ropäischen - sowie Balkanlän-gewannen die Alliierten allmäh- der unter die Kontrolle der Alli-lich die Oberhand in Nordafrika ierten bringen, bevor man sie inund am 13. Mai 1943 telegra- die Sklaverei der Roten fallenfierte General Alexander an ließ. Diese Politik würde zu ei-Churchill: »Der tunesische Feld- nem echten Sieg der Alliiertenzug ist zu Ende. Jeglicher Feind- und der Erfüllung ihrer ur-widerstand hat aufgehört. Wir sprünglich erklärten Kriegszielesind Herren der nordafrikani- geführt haben. Churchill hatschen Küsten.« ganz klar die schwere Bedro- hung erkannt, die die, wie er esNach Sicherung der Kontrolle nannte, »Rote Gefahr« dar-über Nordafrika und ihrem stellte.Truppenaufbau nahmen die Al-liierten bald die Invasion in Sizi- Churchills Strategie wurde vonlien vor und am 3. September den Amerikanern überstimmt.zum italienischen Festland. Auf der Konferenz von QuebecBis zu dieser Stelle hatten die im August 1943 hat GeneralEreignisse des Krieges einen George C. Marshall darauf be-gradlinigen Verlauf genommen standen, daß die Truppen aus- vorhersehbar und verständlich. Italien abgezogen und für eineDagegen laufen die Ereignisse zweite Invasion in Frankreichim Anschluß an die Kapitulation eingesetzt werden, die gleichzei-Italiens nicht mit den bei Kriegs- tig mit der Invasion in der Nor-beginn erklärten Absichten der mandie stattfinden sollte.Alliierten konform. Der Plan von Marshall brachteEine Erklärung für die alliierten Bemühungenwird gesucht nichts; tatsächlich hat er sie be- hindert und den Krieg um vieleDa die Kriegsgunst eindeutig Monate verlängert. Wie wir se-mit den Alliierten war, wäre es hen werden, war diese neuetaktisch logisch gewesen, von Strategie politisch motiviert. DieItalien aus einen entscheidenden Auswirkungen auf die freiheits-Vorstoß in das Herz des Hitler- liebenden Nationen Osteuropasreiches zu machen. Die Ent- waren verheerend.scheidung, eine derartige Offen-sive zu unterlassen, war politi- Die Alliierten hatten die neuescher Natur, nicht militärischer. Strategie zuerst auf der Konfe-
  • 184renz von Quebec auf Nachdruck vor der Tatsache blind zu ma-von George C. Marshall be- chen, daß die internationaleschlossen. Laut Robert Sher- Bankers-Illüminaten-Kabale mitwood basierte die Entscheidung einem weiteren »Sanierungs«-auf einem Papier mit dem Titel Projekt zugange war.»Rußlands Position«, welchesals »ein sehr hohes US-Militär- Um den Erfolg ihres infamengutachten« bezeichnet wurde. In Unternehmens zu garantieren,diesem Papier hieß es, daß mußten die Verschwörer einen»Rußlands Position nach dem ihnen ergebenen Diener auf denKrieg in Europa eine beherr- Posten des Oberbefehlshabersschende sein wird. Da Rußland über die gesamten alliiertender ausschlaggebende Faktor in Streitkräfte in Europa heben.dem Krieg ist, muß ihm jedwede Die für diesen Job ausgesuchteUnterstützung eingeräumt und Person war ein Oberstleutnantjedwede Bemühung gemacht Namens Dwight D. Eisenhower.werden, um seine Freundschaftzu erlangen. Da es ohne jeden Was war das »Geheimnis« hin-Zweifel in Europa nach der Nie- ter der Tatsache, daß Eisenho-derlage der Achsenmächte do- wer über die Köpfe von wenig-minieren wird, ist es noch wichti- stens 50 seiner Dienstältestenger, die allerbesten Beziehungen hinweggeschoben und auf daszu Rußland zu entwickeln und oberste Kommando der alliier-zu unterhalten.« ten Streitkräfte in Europa ge- stellt wurde, insbesondere ange-Die Bühnenarbeiter in Washing- sichts der Tatsache, daß er keineton schlugen also vor, daß Ruß- Kampferfahrung beziehungswei-land nach Abschluß der Feind- se keine Erfahrung im Umganghandlungen die beherrschende mit einer großen TruppenzahlMacht in Europa sein werde. im Feld hatte?Dies stand im Widerspruch zu Diese Frage wurde einige Jahresämtlichen öffentlichen Bekun- später beantwortet, als Eisenho-dungen der amerikanischen wer Präsident geworden war. Zu»Führer« zu dieser Frage. dieser Zeit unterbrach er einen seiner zahlreichen Urlaube, umUm eine solche teuflische Ände- einen Park in New York einzu-rung der Pläne unterzubringen, weihen, den Bernard Baruch zuwar es notwendig, alle bekann- Ehren seines Vaters angelegtten Regeln der Kriegskunst über hatte. In seiner Rede machte Ei-Bord zu werfen und sich auf ein senhower ein beachtenswertesTäuschungsmanöver einzulas- Geständnis:sen, welches das Volk von derFährte dessen abbringen würde, »Vor 25 Jahren, als ein jungerwas wirklich in den europäischen und unbekannter Major, habe»Schauplätzen« gespielt wurde. ich den klügsten Schritt meinesSand mußte den »Bauern« in die Lebens getan - ich habe Mr.Augen gestreut werden, um sie Baruch konsultiert.«
  • 185Ohne jeden Zweifel verdankte ternde Geschichte des Comman-Eisenhower seinen kometenhaf- der George Earle. Im Jahrete Aufstieg zu Rang und »Na- 1943, kurz bevor sich Rooseveltmen« Herrn Bernard Baruch und Churchill in Casablanca tra-und seinen »Freunden«. fen, um ihre Forderungen nach der »bedingungslosen Kapitula- tion« Deutschlands zu stellen,Blick hinter hatte Roosevelt Commanderdie Kulisse Earle zu seinem persönlichen Marineattache in Istanbul er-Die Männer, die die USA nach nannt. Es war eine brisante Stel-außen hin »führten« - Roose- lung. Und daher hatte man Roo-velt, Marshall und Eisenhower sevelts Freund, George Earle,-, hatten strikte Befehle von ih- dazu auserwählt.ren unsichtbaren Gebietern, dieSchlußphase auf dem europäi- Commander Earle eröffnete dasschen Kriegsschauplatz« so zu Gespräch mit Dali: »Ich habefuhren, daß sie den Zielen der Ihrem verstorbenen Schwieger-Illuminaten förderlich sein wür- vater Roosevelt gesagt, wie erde. Es macht den internationa- den Zweiten Weltkrieg wesent-len Händlern der Macht nicht lich verkürzen könnte (fast zweidas geringste aus, daß die Verzö- Jahre). Er wollte nicht auf michgerung des Kriegsendes den un- hören oder soll ich sagen, ernötigen Tod von Hunderttau- durfte mir nicht zuhören: Kön-senden von Menschen bedeuten nen Sie sich das vorstellen?«würde und den unnötigen Auf-wand von vielen Milliarden Dol- Earle traf im Frühjahr 1943 inlars. Sie sehen die Menschen nur Istanbul ein. Zuvor hatte er sichals Kanonenfutter, das sie für die den Ruf als energischer Nazi-Verwirklichung ihrer satani- Gegner erworben. Eines Mor-schen Ziele brauchen. gens klopfte es an die Tür seines Hotelzimmers. Als er die TürColonel Curtis B. Dali, dem öffnete, sah er sich einem breit-Schwiegersohn von Präsident schultrigen Mann mittlerer Grö-Roosevelt, ist es zu verdanken, ße in Zivilkleidung gegenüber.daß man heute weiß, was in Dieser stellte sich als AdmiralWashington 1943 hinter den Wilhelm Canaris vor, Chef desKulissen geschah. Er lieferte deutschen Geheimdienstes, undeins der entscheidenden fehlen- bat um ein zwangloses Ge-den Steinchen in dem Puzzle- spräch.spiel, das uns die Bedeutung derEreignisse in Europa zu jener Gespräche mitZeit verstehen läßt. Canaris und PapenIn seinem Buch »Roosevelt - Canaris berichtete Earle, daß esMy Exploited Father-In-Law« viele vernünftige Deutsche gab,erzählt Curtis Dali die erschüt- die ihr Vaterland lieben und eine
  • 186große Abneigung gegen Hitler von Papen, dem deutschen Bot-haben, weil sie der Meinung wa- schafter, zusammen, der ein gro-ren, daß der Führer seine Nation ßer Hitlergegner war. Nach die-auf einen Weg der Vernichtung sem Gespräch gelangte Earle zuführe. der Überzeugung, daß es diesen hohen Vertretern DeutschlandsCanaris führte ferner aus, daß mit ihren Vorschlägen vollkom-die Politik der »bedingungslosen men ernst war. Nachdem er nochKapitulation«, wie sie Amerika weitere Informationen über dieund England dargelegte hätten, heimlichen Ziele der Russenfür die deutschen Generäle un- eingeholt hatte, schickte er eineannehmbar sei. Er sagte jedoch, verschlüsselte Botschaft an Prä-daß, wenn der amerikanische sident Roosevelt, wobei er allePräsident einfach zu verstehen Einzelheiten seines Treffens mitgebe, daß er ein ehrenhaftes Admiral Canaris und Botschaf-Aufgeben des deutschen Heeres ter von Papen berichtete. Er batakzeptiere, das von den ameri- um sofortige Antwort.kanischen Streitkräften angebo-ten würde, so ließe sich das ar- Earle wartete ungeduldig aufrangieren. Roosevelts Antwort. Wie ver- einbart, rief dreißig Tage späterWie der Admiral erklärte, könne der deutsche Admiral an unddann der wahre Feind der westli- fragte: »Haben Sie Nachricht?«chen Zivilisation - die Sowjets -aufgehalten werden. Das deut-sche Heer würde bei entspre- Commander Earle erwiderte:chender Weisung an die Ost- »Ich warte auf Nachricht, habefront verlegt, um den Westen ge- aber heute keine.«gen die anrückende Rote Armeezu verteidigen. Die Russen hät- Admiral Canaris sagte: »Es tutten offenbar das Ziel, sich als die mir wirklich sehr, sehr leid.«beherrschende Macht in Europa Washingtonbreitzumachen und würden dasamerikanische Volk über ihre schwiegAbsichten täuschen. Bald danach führte Earle mitCommander Earle war zunächst Baron Kurt von Lersner, der der»bestürzt« über diese völlig un- Leiter der Orientalischen Ge-erwartete Wende der Dinge. Als sellschaft einer deutschen kultu-er sich von seinem Schock erholt rellen Vereinigung in Istanbulhatte, bemühte er sich um eine war, ein langes Gespräch. Auchäußerst vorsichtige Antwort ge- hierbei wurde Earle diesselbegenüber dem deutschen Admiral Frage gestellt: Wenn die Nazi-und seinem überraschenden Gegner in Deutschland die deut-Vorschlag. schen Streitkräfte an die Ameri- kaner auslieferten, könnten sieKurz nach dieser erstaunlichen sich dann auf die KooperationBegegnung trag Earle mit Fritz der Alliierten verlassen, die So-
  • 187wjets aus Osteuropa herauszu- zugehen, daß sie auch bis zumhalten? Präsidenten gelangen würde.Der Baron erklärte, daß, wenn Der Commander erklärte, daßRoosevelt einer »ehrenhaften zum derzeitigen Stand der Ent-Kapitulation« zustimmen würde, wicklung er zu dem Schluß ge-Hitler, selbst wenn er nicht von kommen sei, daß »das Weißeden Widerstandskämpfern getö- Haus zweifellos nicht der Ort ist,tet werden würde, er von ihnen um die Wahrheit über Sowjet-an die Amerikaner übergeben rußland darzulegen«. Er »war si-würde. Es sei von größter Dring- cher, daß der Präsident starkemlichkeit, die Russen im Osten zu- Einfluß im Weißen Haus seinrückzuhalten und daran zu hin- >Gehör< schenkt, willens derdern, ihre Terrorherrschaft über Auslöschung aller Deutschenden ganzen Westen zu ver- zuzusehen, und zwar ungeachtet,breiten. wieviele amerikanische Soldaten ihr Leben auf dem Schlachtfeld,Wieder sandte der Commander in der Luft und zur See lasseneine chiffrierte Botschaft an das müßten, um diese ungeheuerli-Weiße Haus, worin er Roosevelt che Zielsetzung zu erreichen«.bat, die von den Nazi-Gegnernunterbreiteten Vorschläge ernst- Es war in Istanbul geplant wor-haft zu erwägen. Wieder erhielt den, daß nach Eingang einer, soer von seinem Obersten Befehls- erhoffte man sehr, positivenhaber keine Antwort. Antwort Roosevelts bezüglich einer ehrenhaften KapitulationNach diesem neuen Rückschlag Commander Earle zu einem nochtraf der persönliche Gesandte unbekannten Ort in Deutsch-des Präsidenten erneut geheim land fliegen sollte, um dort wei-mit von Lersner zusammen, der tere Einzelheiten über eineeinen neuen Plan mitbrachte, deutsche Kapitulation entgegen-nämlich die Kapitulation des zunehmen. Diese Einzelheitenentfernten osteuropäischen sollten dann ins Weiße HausHauptquartiers Hitlers sowie zwecks weiteren Schritten ge-den, das deutsche Heer an die sandt werden. Auf einem Lan-russische Front zu verlegen, bis deplatz in der Nähe von Istanbulman einen Waffenstillstand ver- stand ein Flugzeug in Erwartungeinbart hätte. der positiven Antwort Roose- velts startbereit. Es wartete undNachdem er seit fast zwei Mona- wartete!ten nicht ein Wort aus Washing-ton erhalten hatte, trotz seiner Eine Marionettedringenden Bitten um Weisung, der Machteliteschickte Earle über den Army-Navy Dienstweg eine Botschaft Endlich kam eine »Antwort« inhöchster Dringlichkeitsstufe an Form einer Anregung, er mögePräsident Roosevelt, um sicher- jeden Vorschlag für einen Ver-
  • 188handlungsfrieden mit dem Ober- nahm deswegen mit dem Präsi-befehlshaber in Europa erör- denten Verbindung auf und ertern. »Ich war entsetzt, sehr ent- reagierte sehr heftig und verbotmutigt und hatte das Gefühl, daß mir, meine Absichten in der Öf-meine Dienlichkeit so gut wie zu fentlichkeit darzulegen.«Ende war«, erklärte der Com-mander. »Ich kehrte in die USA In einem Brief an Earle vom 24.zurück und der Zweite Welt- März 1945 schreibt der Präsi-krieg nahm seinen geplanten dent: »Sie haben während mei-Verlauf, bis die Sowjets rittlinks ner Regierung wichtige, vertrau-auf Europa saßen.« liche Amter innegehalten. Die Veröffentlichung von Informa-»Nach einiger Zeit aber be- tionen, die Sie in diesen Ämternschloß ich, meine Ansichten und erlangt haben, wäre ein großerBeobachtungen über unsere so- Verrat. Sie erklären, Sie werdengenannten Verbündeten, die So- veröffentlichen, wenn ich Ihnenwjets, bekanntzumachen, um nicht bis zum 28. März gesagtdem amerikanischen Volk die habe, daß ich dies nicht wün-Augen darüber zu öffnen, was sche. Ich wünsche es nicht nur,wirklich gespielt wurde. Ich sondern ich verbiete es IhnenHitlers Verwirklichung eines »Jugendtraums«: Mit AlbertSpeer (links) und dem Bildhauer Breker in Paris.
  • 189ausdrücklich, jegliche Informa- lieb hatte« war seine Achtungtion oder Meinung über einen »gestorben, lange bevor dieVerbündeten zu veröffentlichen, Nachricht seines Ablebens in derdie Sie in einem Amt oder im öffentlichen Presse erschien.«Dienst der US-Navy erlangt Roosevelt war offensichtlich ei-haben. ne Marionette der Machtelite.Angesichts des Wunsches, wei- An der Halskrauseterhin im aktiven Dienst zu blei-ben, werde ich jede zuvor gege- erhängtbene Absprache, daß Sie noch »Admiral Canaris wurde wegenals Gesandter von mir dienen, seiner patriotischen und coura-zurückziehen und ich werde das gierten humanitären Bestrebun-Marineministerium anweisen, gen von Hitler festgenommenSie weiterhin zu beschäftigen, und mit einer eisernen Hals-wo immer man Ihrer Dienste be- krause erhängt. Sein Todes-darf.« kampf dauerte dreißig Minuten.Colonel Dali erzählt, daß er bei Viele andere hochgestellte Nazi-seinem ersten Zusammentreffen Gegner wurden erhängt oder er-mit Franklin Roosevelt diesen schossen. Der darauf folgendefür einen Mann hielt, der »sehr Plan, Hitler durch ein Bomben-großen persönlichen Charme attentat am 20. Juli 1944 in demhat« und der »geradezu unwi- Kartenzimmer seines Waldquar-derstehlich« sein konnte. »Wir tiers zu beseitigen, brachte ihmhatten es großartig getroffen«. nur eine Verletzung bei. Der»Bis zum Jahre 1932 schienen fehlgeschlagene Plan kostete dasdie Roosevelts eine normale, be- Leben von mehreren tausendkannte amerikanische Familie deutschen Patrioten. Die Bombewie viele andere zu sein. Nach hatte Oberst Graf von Stauffen-1932 jedoch kam die Macht berg in seiner Aktentasche ge-hinzu, die die skrupellosen Ge- tragen.«sandten der Geldmächte an- Am 21. Juli 1964 berichtete diewandten. Danach schien sich »New York Times«: »SpäterRoosevelts Charakter zu verän- wurden zweihundert zu der Ver-dern, von Formel A nach Formel schwörung zählende PersonenB, neue Züge traten an die Stelle hingerichtet und weitere 5000,der alten, vertrauten. Während die des Widerstandes verdäch-ich mir die neue Persönlichkeit tigt wurden, wurden noch vorRoosevelts besah, fing ich an, Ende des Krieges liquidiert, dasein Gefühl der Absonderung zehn Monate danach kam.«und Reservierung, ja sogarGram zu empfinden.« Warum die Versklavung der Welt?Aufgrund der Aktivitäten vonRoosevelt und seiner Frau »die Warum haben die Vereinigtenich einmal sehr geschätzt und Staaten den Russen im Zweiten
  • 190Weltkrieg eine solche massive ren haben sie die gnadenloseHilfe geleistet? Läßt sich dies als »Rote Diktatur« als ihr »Flo-ein weiterer Schnitzer der ameri- rett« in dem Plan zur Eroberungkanischen Regierung bemän- der Welt benutzt.teln? Solch eine Ableitung wärehöchst naiv. Sie ist nicht Wert, Rußlandernsthaft in Betracht gezogen zu marschiert gen Westenwerden. »Jene, die in den USA>die Dinge lenken<, wußten, was Angeheizt von amerikanischender Kommunismus ist. Sie, ihre Hilfeleistungen in Milliardenhö-Bundesgenossen und ihre Ge- he konnte die Rote Armee lang-bieter waren die Schöpfer des sam die Deutschen entlang der>Roten Ungeheuers<. Sie wußten Ostfront zurückdrängen, die sichgenau, was sie machen: Der über 1000 Kilometer von den>dem Fanatismus schon gleich- Karparten bis zur Ostsee er-kommende Eifer<, den sie in ih- streckte.rer uneingeschränkten Unter-stützung des blutbesudelten So- Da die amerikanische Armee inwjetregimes - auf Kosten der Norditalien unter dem striktenamerikanischen Steuerzahler - Befehl von Marshall und Eisen-an den Tag legten, war der Be- hower zum Stillhalten gezwun-weis für ihre politische und welt- gen war, mußten sich die Alliier-anschauliche Überzeugung. So- ten die Zeit vertreiben, bis siewjetrußland war und ist ein klar Europa im Sturm nehmenerkennbares Werkzeug in ihrem konnten.Plan, die ganze Welt unter demBanner von >Die Neue Weltord- Am Tag D, dem 6. Juni 1944,nung< zu versklaven.« (Winston begannen die Alliierten ihreChurchill). »Operation Overload« gegen die, wie es hieß »Festung Euro-Während der Woodrow-Wilson- pa«. Im Morgengrauen jenesRegierung und seit dem Auf- Tages überquerten die Alliertenkommen von Roosevelts »New den Ärmelkanal und landeten inDeal« ist Amerikas Außenpoli- Nordfrankreich. Mehr als 500tik nur das eine gewesen - eine Schiffe - überwiegend kleinenationale Politik gegenüber den Landungsfahrzeuge - mit fastanderen Nationen der Welt, die 100000 Mann an Luftbeglei-den ersten Interessen der USA tung von 1083 Jagdbombernvollkommen entgegengesetzt und rund 2000 Kampfflugzeu-war und ist. gen gingen an der Küste der Normandie an Land. Die tiefDie internationalen Bankiers verschanzten Deutschen leiste-haben Unmengen von Kapital in ten entschlossenen Widerstand,die bolschewistische Revolution aber nach einer Woche hattenund in das totalitäre Regime in- die Alliierten ihre Standpositionvestiert, das daraus hervorge- soweit gefestigt, daß sie zumgangen ist. In den letzten 60 Jah- Vormarsch auf Frankreich über-
  • 191gehen konnten. Nach drei Wo- tärischer und politischer Erfah-chen hatten die Amerikaner un- rung wollte Churchill immerter General Omar Bradley Cher- noch einen Totalangriff auf dasbourg eingenommen. Die Eng- Zentrum des Dritten Reichesländer unter Montgomery nah- unternehmen. Er wurde vonmen Cannes in der zweiten Juli- dem Obersten Befehlshaber Ei-hälfte ein. Paris ergab sich am senhower überstimmt.25. August. In »Crusade in Europe« be-Aus sämtlichen Berichten ergibt schreibt Eisenhower, warum ersich, daß Churchill seine Mei- den Plan von Feldmarschallnung während des vorherigen Montgomery ablehnte, der EndeJahres nicht geändert hatte. Als 1944 einen Totalangriff auf Ber-einziger unter den westlichen lin vorsah. Der Oberste Befehls-Führern mit weitreichender mili- haber behauptete, MontgomerysAdmiral Wilhelm Canaris, Chef des deutschen Geheimdien-stes, wollte den Krieg zwei Jahre früher beenden.
  • 192Plan sei zu gewagt. Interessan- anerkannten Insiders des Esta-terweise hatte Ike an früherer blishments, des verstorbenenStelle seines Buches den engli- Dr. Carrol Quigley, hervor. Derschen Feldmarschall wegen zu von Dr. Quigley vorgelegte Be-großer Vorsicht kritisiert. richt enthält viele Einzelheiten über die Taktiken, die die »un-Vom militärischen Standpunkt sichtbare Hand« angewandt hat,aus war Montgomerys Plan rich- um ihre beabsichtigten Ziele zutig. Wir dürfen allerdings nicht verwirklichen.vergessen, daß EisenhowersZielsetzung politischer, nicht mi-litärischer Natur war. Er hatte Der Professor berichtet über diestrikte Befehle von jenen Leu- massiven Luftangriffe auften, die für seinen »märchenhaf- Deutschland, die im Frühjahrten« Aufstieg vom Oberstleut- 1942 einsetzten. »Ein großernant zum Obersten Befehlsha- Aufwand wurde unternommen,ber verantwortlich waren, dafür um fast völlig wertlose Ziele wiezu sorgen, daß »Rußlands Nach- Flugplätze, U-Boot-Docks, Hä-kriegsposition in Europa eine fen, Eisenbahnhöfe, Panzerfa-dominierende sein wird«. Diese briken zu bombardieren.« DieseBefehle dominierten alle seine »strategische BombardierungSchritte. erwies sich überwiegend als Fehlschlag, und zwar wegen derIn den folgenden Monaten rück- sorglosen Auswahl der Ziele undten die alliierten Streitkräfte auf wegen der langen ZeitabständeAnweisung von Eisenhower zwischen den einzelnen An-ganz gemütlich auf einer weit griffen«.auseinander gezogenen Frontgegen Deutschland vor. An der »Eine solche strategische Bom-Ostfront marschierte die Rote bardierung hätte auf einer sorg-Armee 1944 in Ostpolen ein. fältigen Analyse der deutschenRumänien, Finnland und Bulga- Kriegswirtschaft beruhen müs-rien ergaben sich den Sowjets im sen, um ein oder zwei der ent-August und September. Anfang scheidenden Objekte aufzusu-1945 marschierten die Russen in chen, die für den Krieg maßgeb-Ostpreußen ein und dehnten lich waren. Dazu hätten wahr-schließlich ihren Einflußbereich scheinlich Anlagen zur Herstel-auf die Tschechoslowakei und lung von Kugellagern, Flugzeug-Ungarn aus. benzin und Chemikalien gehört, die alle von entscheidender Be-Erleuchtende deutung und alle in konzentrier-Tatsachen ter Lage waren. Nach dem Krieg hat der deutsche General Gott-Einige sehr erleuchtende Tatsa- hard Heinrici gesagt, daß derchen darüber, wie der Krieg ge- Krieg ein Jahr früher aus gewe-führt wurde, gehen aus dem sen wäre, wenn die Alliierten ih-Buch »Tragedy and Hope« des re Bombenangriffe auf die Am-
  • 193moniumfabriken konzentriert betrieben haben. Sie plantenhätten«. eindeutig über das Kriegsende hinaus auf die unermeßlichenWenn nun diese gigantischen Reichtümer, die sich an denLuftangriffe nicht auf lebens- »Wiederaufbauprojekten« ver-wichtige Ziele, deren Zerstörung dienen ließen.die Kriegsdauer erheblich ver-kürzt hätte, gerichtet waren, Was waren die Ergebnisse dieseswelchem Zweck dienten sie erbarmungslosen Überfalls aufdann? die deutsche Zivilbevölkerung und relativ unbedeutende An-Das Massaker von griffsziele? »Wahrscheinlich istDresden die Aussage nicht falsch, daß Deutschland im Jahre 1945,Wer war zum Beispiel für das nach zwei Jahren der schwerenbarbarische Massaker von Dres- Luftbombardierung durch dieden verantwortlich, das man ver- Westmächte, nicht nur mehr vonanstaltete, als Deutschland be- den wichtigen Kriegsausrüstun-reits eindeutig geschlagen war gen produzierte als das Verei-und keinem strategischen Zweck nigte Königreich von England,mit dieser willkürlichen Zerstö- sondern auch seine relative Stel-rung und diesen Menschenop- lung verbessert hatte.«fern gedient war. »Ich kann nursagen«, so Luftmarschall Sir Ar- Wie sahen die alliierten Verlustethur Harris, der Chef der engli- in dieser Zeit aus, in der dieschen Luftstreitkräfte, »daß der Alliierten, von unsichtbarerAngriff auf Dresden zu jener Hand gelenkt, einen Zeitauf-Zeit von Leuten als eine militäri- schub für die Sowjets heraus-sche Notwendigkeit angesehen schlugen, damit diese unaufhalt-wurde, die weit mehr Gewicht sam nach Berlin vorstoßenhatten als ich.« konnten?Sir Arthur nimmt in seinemBuch Abstand davon, »diese »Die Amerikaner und Englän-Leute mit weit mehr Gewicht« der haben insgesamt 40 000namentlich zu nennen, aber an- Flugzeuge und 158 906 Luftsol-scheinend kann er nicht glauben, daten verloren; die Verluste ver-da er sagt, »zu jener Zeit«, daß teilen sich fast zu gleichen Tei-irgendein vernünftiger Mensch len . . .«diese Meinung noch immer ha-ben könnte. Professor Quigley schreibt dazu: »Der unmittelbare Beitrag, denJene »Leute mit weit mehr Ge- die strategischen Luftangriffe fürwicht« sind offensichtlich die das Kriegsgeschehen geleistetMänner gewesen, die den euro- haben, kam vor allem nach dempäischen »Kriegsschauplatz« zu September 1944 und bestandihrem eigenen Wohl und Nutzen hauptsächlich in der Unterbre-
  • 194chung der Benzinversorgung nen. Ein Mann, der an einemund des Transportwesens.« Tisch ißt und in einem Bett schläft, gilt als bürgerlich. KistenDas alliierte Oberkommando müssen die Tische und Stroh diehat das Feuer auf die deutschen Betten ersetzen. Für Ungarn be-Hauptangriffsziele ernsthaft erst deutete diese Strategie die Zer-»nach dem September 1944« störung nicht nur der Häuser dereröffnet, nachdem feststand, daß begüterten Klassen, sonderndie Sowjets den Durchbruch auch die der Wohnungen dernach Deutschland im folgenden Arbeiter und Bauern.«Frühjahr schaffen würden. Angehörige des schweizerischen Konsulats in Budapest berichte-Früchte des ten, daß Frauen im Alter von 10Sieges bis 70 massenweise vergewaltigt wurden und überall PlünderungWelches waren die »Früchte«, herrschte.die Eisenhowers monströserVerrat getragen hat, indem er Ferenc Nagy, der ehemalige Pre-den Russen die Besetzung weiter mierminister von Ungarn, legteTeile Mittel- und Osteuropas ge- zusätzliche Beweise für die mo-stattete, während Deutschlands ralische Verworfenheit der mon-Angebot zur Kapitulation an der golischen Wilden vor, die aufWestfront, da es noch gegen die Ungarn und andere NationenRussen im Osten kämpfte, abge- losgelassen worden sind. »Ichlehnt wurde? war betäubt, welche ganze Ar- beit die Besatzer leisteten. Ein-Der damalige US-Botschafter in heiten der Roten Armee warenUngarn enthüllte, daß die russi- nicht nur massenweise in densche Besatzung »eine Periode Städten und den Nachrichtenein-der berechneten Zerstörung« richtungen anzufinden, sondernwar. Die russische Besatzungs- selbst auf dem kleinsten Bauern-methode folgt einem bestimm- hof und Feld. Die Frauen warenten Muster, das durch den unter- ständig bedroht. In den Klein-schiedlichen Lebensstandard in städten und Dörfern verstecktenOst und West bedingt ist. sich die Frauen, um dem Über- fall zu entgehen.«»Nach einer Vorhut disziplinier-ter Soldaten, die den verbliebe- Es gibt zahllose Berichte übernen Widerstand brechen, kom- die Verworfenheit der Russen,men Truppen, die einen Propa- doch braucht hier nicht weitergandaschock versetzen. Ihre darauf eingegangen zu werden.Aufgabe besteht darin, sämtli-che Zeugnisse in einem Feindge- Es reicht, zu sagen, daß die rus-biet eines höheren Lebensstan- sischen Truppen als Sieger unddards als in Rußland zu vernich- Besatzer sich mit einer unmora-ten, bevor die gewöhnlichen Sol- lischen Wildheit aufgeführt ha-daten auf der Bildfläche erschei- ben, die seit Beginn der mensch-
  • 195liehen Geschichte nicht überbo- deutlich mit einer Anzahl vonten worden ist. Selbstmorden von Personen vor Augen geführt, die lieber ster- ben als in ihre Heimat zurück-Verratenes kehren wollten . . . daher habenVertrauen wir in allen Fällen, wo jemand nicht zurück wollte, zugunstenHunderttausende Russen, Po- der Person entschieden.«len, Ungarn und andere flohenangesichts dieser Schreckens- Die letzte Aussage ist eine glattelawine nach Westen. Diese Leu- Lüge, mit der das amerikanischete wurden von den alliierten Be- Volk getäuscht werden sollte.hörden als »Heimatvertriebene« Die nackte Wahrheit ist, daß Ei-klassifiziert. Eisenhower erzählt senhowers »Oberstes Haupt-uns, »die wirklich Unglücklichen quartier« im Mai 1945 einewaren die, die aus dem einen »Richtlinie für die Handhabungoder anderen Grund nicht in die von Heimatvertriebenen inHeimat zurückzukehren wagten, Deutschland« herausgab. Darinaus Angst vor weiterer Verfol- heißt es ausdrücklich: »Nachgung. Das Entsetzen, das diese Identifizierung durch sowjeti-Letzten empfanden, wurde uns sche Vertreter sind russischeChurchill und Roosevelt haben auf dem amerikanischen Kreu-zer »Augusta« die Atlantik-Charta entworfen. »Leute mit mehrGewicht« sahen bereits die Reichtümer, die sich am Wieder-aufbau Europas verdienen ließen.
  • 196Heimatvertriebene zurückzu- schen Befreiungsarmee be-schicken, ungeachtet ihrer je- kämpft wurden, gaben auf undweiligen Wünsche.« liefen über.In einem anderen Kapitel heißt Der Mordes: »Feindliche und vormalig an Vlasowfeindliche Heimatvertriebene,ausgenommen solche mit UN- Als sich das Dritte Reich seinerStatus, sind in die Länder ihrer Kapitulation näherte, verlegteStaatsangehörigkeit oder ehe- General Vlasow seine Armee anmaligen Wohnsitze zurückzu- einen zuvor abgesprochenen Ortschicken, ohne Rücksicht auf ih- in Österreich. Vlasow und seinere persönlichen Wünsche.« Männer, die zwar bis auf den letzten Blutstropfen gegen dieEin Fall des gemeinsamen Ver- Roten zu kämpfen bereit waren,rates durch das Alliierte Ober- glaubten jedoch zuversichtlich,kommando ist der des sowjeti- daß sie menschlich behandeltschen Heerführers Andrej Vla- werden würden, wenn sie sichsow, der zwar ein aufopfernder den Amerikanern ergaben. Einrussischer Patriot, aber den ro- großer Teil der »Befreiungs-ten Tyrannen zutiefst abgeneigt armee« wandte sich unter Gene-war. 1942 ergab sich Vlasow den ral Bunichenko nach Westen.Deutschen mit der Absicht, ein Am 10. Mai 1945 erreichten sierussisches Heer aufzustellen und die amerikanischen Linien undanzuführen, um ihr Heimatland Bunichenko übergab seinevon »dieser schrecklichen Syn- 25000 Russen an die 3. USthese aus Wahnsinn und Verbre- Army.chen zu befreien, welche ein ar-mes, unglückliches Volk gefan- Die patriotischen Russen wur-genhält«. Er wollte mit einer den entwaffnet und von denAblösung der marxistischen Ty- amerikanischen Behörden ge-rannei durch eine hitlerische Ty- zwungen, direkt nach Osten inrannei nichts zu tun haben. die Krallen der vorrückenden Roten Armee zu marschieren.Ende 1944 gestatteten die Da haben viele von ihnen Selbst-schwerbedrängten Deutschen mord begangen.Vlasow, eine »russische Befrei-ungsarmee« aufzustellen. Diese Zwei Tage später wurden Vla-drei Divisionen umfassende sow und eine kleine Gruppe sei-Truppe setzte sich aus russischen nes Stabes, die auf einem ande-Flüchtlingen und Kriegsgefange- ren Weg nach Westen mar-nen zusammen und trug deut- schiert waren, von General Ge-sche Uniformen. Sie wurde als orge Patton in seinem 3. Army-Teil des deutschen Heeres an Hauptquartier in Empfang ge-der Ostfront eingesetzt. Tausen- nommen. Da er das Schicksalde von Stalins Soldaten, als sie der Haupttruppe seiner Männerhörten, daß sie von der russi- nicht kannte, schrieb Vlasow an
  • 197Eisenhower und bat ihn um dieSicherheit für seine Leute und Operationdaß man ihm und seinen Offizie- Keelhaulren einen Prozeß vor einem in- Die Zwangsrepatriierung von et-ternationalen Tribunal gewäh- wa 2 Millionen unglücklichenren möge. Das war das Letzte, Individuen - in den Tod oder diewas sich die »unsichtbare Hand« Sklaverei - war die offizielle Po-wünschte. Ein solcher Offenba- litik des Alliierten Oberkom-rungseid würde ihrer Sache sehr mandos. Sie hieß »Operationabträglich sein. Man mußte ei- Keelhaul«. Die schmutzigen De-nen Weg finden, um Vlasow und tails dieser entehrenden Episodeseinen Stab »loszuwerden«, oh- in der Geschichte der amerikani-ne den Verrat zu offenkundig zu schen Nation finden sich in demmachen. Buch »Operation Keelhaul« vonAm 12. Mai 1945 teilte man Julius Epstein. Amtliche Unter-Vlasow und seiner kleinen Trup- lagen über diese Aktion werdenpe mit, sie sollten an einer Kon- von der Regierung in Washing-ferenz im Hauptquartier der 4. ton noch immer als »top secret«US Army teilnehmen. Auf dem eingestuft. Wie viele Dokumen-Weg zu dieser »Konferenz« te ähnlicher Natur gelten sie im-wurde ihre »Schutz«-Eskorte mer noch als zu »heiß«, um ver-von Soldaten der Roten Armee öffentlicht zu werden.überfallen, die Vlasow und seineMänner gefangennahmen und Entsprechend einem Geheimab-abtransportierten, während ihre kommen hatten die Westalliier-»Schutz«-Eskorte daneben ten zugestimmt, alle russischenstand, ohne auch nur einen Fin- Gefangenen als »Desserteure«ger zu rühren, um die Entfüh- in den Sklavenstaat zurückzu-rung zu verhindern. schicken.Es ist nicht bekannt, welch Ein englischer Armeegeistlicher,schmähliches Schicksal Vlasow James B. Chuter, einer von 4000bei seiner Rückkehr nach Ruß- Gefangenen aus einem ehemali-land erwartet hat, aber es gibt gen Kriegsgefangenenlager derzuverlässige Berichte, daß »der Deutschen, dem 1945 die FluchtLeichnam von General Vlasow nach Westen zu den Alliiertenan einem Fleischerhaken aufge- gelang, erzählt: »Auf dem Ost-hängt in Moskau auf dem Roten ufer des Flusses Mulde befandPlatz zur Schau gestellt wurde«. sich ein großes Lager mit unzäh- ligen Menschen. Dies war das Ende der Reise für Zehntausen-Wie ein Schriftsteller bemerkt de von Flüchtlingen, die unshat, »es war Eisenhower, der überholten. Die Mulde war dieStalins grauenhaften Plan der vereinbarte Grenzlinie, an derVergeltung und Abschreckung die Amerikaner anhielten undseine ganze Kraft und totale bis zu der die Russen vorrückenWirksamkeit verliehen hat«. würden. Die Amerikaner haben
  • 198niemanden außer deutschem wurden in ein neues Lager inMilitär und alliierten Gefange- New Jersey gebracht. Am Endenen den Fluß überqueren lassen. wurden auch sie an Stalin ausge-Hin und wieder warf sich eine liefert, obwohl wir Tränengasverzweifelte Seele in die Fluten, einsetzen mußten, um sie ausin dem vergeblichen Versuch, den Baracken zu holen.« (Juliusvor dem unbekannten Eintreffen Epstein »American Legion Ma-der russischen Furie zu entflie- gazine«, Dezember 1954)hen. Damit solche Zwischenfälleverhindert wurden und eine Ab- Natürlich finden sich solche, dieschreckung erfolgte, hörte man Eisenhower entschuldigen wer-von Zeit zu Zeit das Geknatter den und sagen, daß er nur »Be-amerikanischer MGs auf dem fehlen gehorchte«, die ihm seineWestufer. Eine eindeutige War- Vorgesetzten erteilt haben.nung, mit diesem so furchterre-genden Geräusch, an alle, die aneine Überquerung des Flusses Sehen wir den Tatsachen ins Au-dachten.« ge; Eisenhowers aufrichtige Be- folgung von »Befehlen« hatDiese Tragödie blieb nicht auf mehr Todesopfer und LeidenDeutschland beschränkt. »Ein verursacht als die Aktionen allerkleiner Teil der Tragödie spielte deutschen Generäle, die imsich selbst auf amerikanischem Zweiten Weltkrieg ebenfallsBoden ab. Viele befreite Sowjet- »Befehlen gehorchten«. Klar,soldaten wurden in die USA, die Deutschen waren auf derhauptsächlich in Lager nach Ida- »falschen« Seite. Die deutschenho, transportiert. Nach dem Heerführer wurden als »Kriegs-Krieg haben sie praktisch aus- verbrecher« hingerichtet, abernahmslos Antrag auf politisches Eisenhower, trotz all seiner bru-Asyl gestellt. Aber sie wurden talen Verbrechen gegen diegezwungen, in Seattle und Port- Menschlichkeit, wurde gepriesenland sowjetische Schiffe zu be- und befördert. Er ist später Prä-steigen. Mehr als einhundert, die sident der Vereinigten Staatensich mit Erfolg gewehrt hatten, von Amerika geworden.
  • 199X. Sieger ist der ProfitWenn man an England denkt, so fallen einem Begriffe wie »Großbri-tannien«, »Queen«, »die Krone«, »Kronkolonien«, »London«, »dieCity« ein und vermischen sich zu einem undifferenzierten Brei.Gewöhnlich hält man sie für Synonyme, die dasselbe grundlegendeSystem verkörpern. Wenn man von »der Krone« hört, denkt manautomatisch an den König oder die Königin. Die »Krone« ist aber einAusschuß von 12 bis 14 Männern, die den unabhängigen, souveränenStaat regieren, der als London beziehungsweise »die City« bekanntist. Die »City« gehört nicht zu England. Sie untersteht nicht demMonarchen. Sie unterliegt nicht der Regierung. Wie der Vatikan inRom ist sie ein seperater, unabhängiger Staat. Sie ist der Vatikan dergewerblichen Welt.Die kleine Clique, die die City langen als Gegenleistung für ihreregiert, diktiert dem englischen Seide, ihren Tee und andere Gü-Parlament. Sie sagt ihm, was es ter die Bezahlung in Silber. Diezu tun hat und wann. Die Ge- Krone, die unter dem Deckman-schichte zeigt eindeutig, daß die tel der Hast Indian Companyenglische Regierung Leibeigen- operierte, suchte nach einemtum der »unsichtbaren und un- Weg, um den Willen der Chine-hörbaren« Macht im Herzen der sen zu brechen, die sie als »mie-City ist. Die City gibt den Ton se Ausländer« betrachteten, diean. Die »sichtbaren und hörba- man bei jeder sich bietendenren Führer« sind nur Puppen, Gelegenheit ausbeuten sollte.die nach dieser Weise auf Befehltanzen. Sie haben selbst keine Man entschied, daß der Weg,Macht. Sie haben keine Befug- mit dem der chinesische Wider-nisse. stand gegen den Willen der Kro- ne gebrochen werden sollte, dieEinfuhr von Einfuhr von Opium nach ChinaOpium nach China sei, auf daß die Klasse der Man- darine süchtig werde. DamitDie unermeßlichen Reichtümer würde die Waage der Macht zu-Chinas haben die Aufmerksam- gunsten der Krone ausschlagen.keit der »Krone« bereits im 16.Jahrhundert auf sich gelenkt, Als der Kaiser die Einfuhr vonkurz nachdem England den Opium ablehnte, bestach dieSeehandel mit diesem Land be- Krone korrupte Beamte, die dasgonnen hatte. Opium ins Land schmuggelten und es an das gemeine Volk ver-Im Verlauf der Zeit hatte das kauften. Einige Jahre später, alsHandelsvolumen stetig zuge- sich die Wirkungen der Opium-nommen. Die Chinesen waren sucht in der chinesischen Gesell-kluge Geschäftsleute und ver- schaft bemerkbar machten, zet-
  • 200telte die Krone den sogenannten Krone sie wiederholt besiegte,Opium-Krieg (1839-1842) an. ließen die Chinesen von ihremAls Ergebnis war der Kaiser ge- Verzweiflungskampf um die Un-zwungen, die Bedingungen der abhängigkeit nicht ab.Krone anzunehmen. Als 1925 der Nationalistenfüh-China wurde nach 1843 nicht rer Sun Yat-sen verschied, brachmehr vom Kaiser regiert. Der in China wiederum die Rebel-Kaiser und seine Familie ver- lion gegen die Tyrannei derblieben zwar noch als Repräsen- »ausländischen Teufel« aus. So-tationsfiguren, aber die wirkli- fort stürzte sich ein in Moskauche Regierungsgewalt lag in den ausgebildeter Chinese namensHänden der Soong-Familie. Die Chiang Kai-shek, unter EinsatzSoongs waren Agenten der Sas- von sowjetischen Truppen, diesoons-Familie, die wiederum ihm von Jossif Stalin geschicktdurch Heirat mit den Roth- und von General Michael Boro-schilds verwandt waren. din befehligt wurden, auf Shang- hai und plünderte die TresoreMilitärische und der Rothschild-Sassoon-Soon-politische Demütigungen Bank.In Ermangelung moderner Indu- Mit einem Schlag ins Gesicht derstrien und Verwaltung waren die Geldmonopolisten weigerte sichChinesen der Macht der Krone Präsident Coolidge, ein gehei-ganz und gar nicht gewachsen. mes US-Abkommen mit den in-Das Ergebnis war eine Reihe ternationalen Bankers anzuer-von militärischen und politi- kennen und amerikanischeschen Demütigungen, in deren Truppen und Schiffe für einenGefolge China gezwungen wur- Angriff auf China und seinede, den Händlern der Krone fünf Streitkräfte bereitzustellen.Häfen aufzutun. Hongkong wur-de 1842 eine Kronkolonie. Nach diesem schweren Rück- schlag entsandten die Bankers T.Zwischen 1843 und 1927 fanden V. Soong, um mit Chiang Kai-dutzendweise Aufstände oder shek zu verhandeln. Soong botRebellionen gegen die Kontrolle ihm 3 Millionen Dollar in bar an,Chinas durch die Krone statt. seine eigene Schwester May-Einige von ihnen waren groß. Ling zur Frau - obwohl ChiangEinige klein. Das lange Ringen bereits eine Frau und Kinderum die Unabhängigkeit wurde hatte - und die Präsidentschaftvon den nationalistischen Kräf- in China auf Lebenszeit, wenn erten getragen. Um jene Aufstän- überlief. Chiang nahm an undde niederzuschlagen und das chi- regierte China ab da als einnesische Volk in der Unterjo- Agent der Engländer und heira-chung zu halten, rief die Krone tete im Dezember 1927 dieTruppen aus verschiedenen Na- Schwester des Rothschildagen-tionen zu Hilfe. Obwohl die ten. Nach einem erbitterten, 85
  • 201Jahre währenden Kampf um die an. Sie richteten schweren Scha-Unabhängigkeit hatte Chiang den an, zwei Kampfschiffe undsein Volk in die völlige Sklaverei ein Kreuzer versanken. Die Ja-verkauft. paner setzten diesem Angriff so- fort nach, in dem sie 500 000Der Polizist Soldaten über eine Strecke vonAsiens eintausend Meilen offener See transportierten, die eine Inva-Mit Beginn des laufenden Jahr- sion des von den Russen besetz-hunderts unternahm die Krone ten Gebietes begannen. Obwohlweitere Schritte zur Konsolidie- den Russen an der Zahl unterle-rung ihrer Positionen in Asien. gen, konnten die Japaner unterMan wählte die kleine Nation der brillanten Führung von Feld-Japan, die über keinerlei Kriegs- marschall Oyama ihre Missionführungskapazitäten verfügte erfolgreich erfüllen.und entsandte den großen engli-schen Waffenhersteller, Vickers Auch an den Stellen Asiens, woLtd., damit er Japan zu einer es der Krone an »Kraft« fehlte,Großmacht entwickelte. Vickers die Dinge zu kontrollieren, wa-wurde vom Hause Rothschild fi- ren es die Japaner, die mannanziert. schickte, um die schmutzige Ar- beit verrichten zu lassen. NachNachdem am 30. Januar 1902 typischem Muster der Krone,das Abkommen unterzeichnet nahm, obwohl die Japaner jetztwar, mit dem die Japaner ihrer am meisten kämpften und star-Aufgabe als »Polizist« der Kro- ben, die Verschuldung des japa-ne im Pazifik zustimmten, wurde nischen Staates bei den europäi-die japanische Armee und Mari- schen Geldmonopolisten zu. Ro-ne sehr schnell aufgebaut und land Usher beschreibt in »Panmit moderner Ausrüstung verse- Americanism« diesen Schulden-hen. Im Juli 1903 forderte die berg als eine »schwankende Bür-Krone von Rußland, daß es sei- de«, unter der die Wirtschafts-ne Position auf der Kwantung- entwicklung Japans schwer litt:Halbinsel aufgebe. Rußland, dasgerade 300 Millionen Dollar in »Japans Schriftsteller hatten sichden Aufbau der Anlagen inve- zutiefst über eine Situation em-stiert hatte (die sie sechs Jahre pört, in der Japan auf Geheißzuvor von den Chinesen gepach- der englisch-französischen Fi-tet hatten) wies die Forderung nanzoligarchie hinging und an-zurück, obwohl man wußte, es schleppte, dann unweigerlich ge-bedeutet Krieg. zwungen wurde, ihnen die Früchte des Sieges auszuhändi-Sieben Monate später, in der gen und dann noch gezwungenNacht vom 8. Februar 1904, fiel wurde, der Oligarchie immenseeine japanische Torpedoflottille Zinsen für das Geld zu zahlen,in den Hafen von Port Arthur mit dem es ihre Kriege aus-ein und griff die russische Flotte focht.«
  • 202Die Weigerung von Calvin Coo- Damit einher ging der Wunsch,lidge 1927, amerikanische Trup- Asien von dem Einfluß der Kro-pen gegen Chiang Kai-shek ein- ne zu säubern. Extremistische,zusetzen, »setzte die Oligarchie militärische und imperialistischevöllig dem Wohl und Wehe der Organisationen fanden breiterebellischen Japanischen Partei Unterstützung. Die frühere My-aus; denn ohne Amerikas Betei- thologie über die göttliche Ab-ligung fehlte es in dieser Situa- kunft des Kaisers und eine Ver-tion in China an dem entschei- herrlichung der Soldatenklassedenden Ingredienz der Demo- lebten wieder auf.kratie, ließ die Oligarchie ohneausreichende Streitkräfte, um 1931 eroberte Japan die Mand-die Rebellion niederzuschlagen schurei und unternahm Schritte,und nahm ihnen die Deckung um seinen Einfluß in China undgegen den Angriff ihrer vielen in ganz Asien auszudehnen. EsFeinde in England und Frank- gibt jedoch keine Beweise dafür,reich.« daß Japan irgendwelche PläneNationalismus hatte, seinen Einflußbereich über Asien hinaus auszudehnen.lebt wieder aufNach dem Wirtschaftskrach von Seine grundlegende Politik hieß:1929 schlug der Nationalismus Asien den Asiaten - wobei Ja-in Japan wieder hohe Wellen. pan ihr Anführer sein wollte.Als Polizist Asiens verrichtete die kaiserliche Marine langeZeit die schmutzigen Arbeiten für die Insider.
  • 203Jeder Gedanke an einen Angriff Deutschland und seinen Ver-auf die Vereinigten Staaten ist so bündeten praktisch den Krieglächerlich, daß er keiner weite- erklärt, nämlich mit der Annah-ren Überlegung wert ist. Japan me des Lend-Lease-Gesetzent-hatte keinen Grund, gegen die wurfes, wodurch die VereinigtenVereinigten Staaten eine kriege- Staaten garantieren, daß sie derrische Haltung einzunehmen. Krone sämtliches von ihr benö-Und Amerika hatte seinerseits tigtes Kriegsmaterial liefernkeinen Grund, antagonistisch werden - auf Kosten der ameri-gegen Japan eingestellt zu sein. kanischen Steuerzahler. EinenDer gewerbliche Handel, der Monat zuvor hatte der schein-zwischen den beiden Nationen heilige Präsident in seinemstattfand, war für beide Seiten Wahlkampf gelobt, daß »unserevorteilhaft. Jungs werden nicht in irgendwel- che ausländischen Kriege ge- schickt«. Und in der ganzen ZeitAllerdings hatte Präsident Roo-sevelt einen geheimen Grund für sind Roosevelt und seine gehei- men Berater am Machen gewe-Kriegsgedanken gegenüber Ja-pan. Er war von den internatio- sen, um das amerikanischenalen Bankers an die Macht ge- Großraumgerät für den »König- reich-Abschleppdienst« in denhoben worden und seine Herr-scher wünschten einen Krieg mit Krieg zu bringen.Japan, das einen gegenseitigenBeistandspakt mit Deutschland Japan wirdund Italien im Jahr 1936 ge- gereiztschlossen hatte. Ein Krieg würde Mit der Absicht, die Japaner zudie Vereinigten Staaten automa-tisch in einen vollen Einsatz auf einem überstürzten Schritt zudem europäischen Kriegs- verleiten, schnitt Roosevelt die»Schauplatz« ziehen. Er bedeu- Lieferung von Flugzeugbenzintete außerdem, daß in Japan und Stahl an die Japaner ab und»nach dem Rechten gesehen« fror ihre Guthaben in den USAwürde, so daß die Krone auch in ein. Dieser grundlose Akt derZukunft über Asien herrschen Aggression zwang die Japaner, ihre Materialversorgung andern-könnte. orts sicherzustellen.Mit dem Kriegsausbruch in Eu- Konteradmiral Theobold berich-ropa 1939 war die Roosevelt- tet: »Diplomatisch war Präsi-Regierung entschlossen, die dent Roosevelts Strategie, JapanVereinigten Staaten auf Seiten durch unablässigen und ständigder Krone in den Krieg zu zie- zunehmenden diplomatischenhen. Entgegen der Monroe- und wirtschaftlichen Druck, zumDoktrin und dem Votum von 85 Krieg zu zwingen und gleichzei-Prozent des amerikanischen tig unsere Flotte als EinladungVolkes haben Roosevelt und der zu einem ÜberraschungsangriffKongreß am 14. März 1941 in Hawaii zu stationieren, ein
  • 204voller Erfolg. Die Schlußfolge- mit der Western Union Post, dasrung zwingt sich auf, daß der ihn vor dem nahen AngriffWunsch, Japan möge den über warnte. Das Telegramm kam imjeden Zweifel erhabenen ersten Hauptquartier in Hawaii sechsKriegsakt begehen, den Präsi- Stunden vor dem japanischendenten und seine zivilen Berater Angriff an - der Admiral hattedazu bewegt hat, den militäri- es erst zwei Stunden später inschen Rat in den Wind zu schla- der Hand.gen, die Flotte zu verlegen, derden Tiefschlag etwas gemildert Die Krone hatte ihren Plan, die Vereinigten Staaten in denhätte.« Zweiten Weltkrieg zu verwik-Japans Kode keln, erfolgreich verwirklicht und war sich des endgültigengeknackt Sieges gewiß.Im Verlauf des Jahres 1940 und Die unsichtbaren Kräfte der1941 gelang es dem amerikani- Illuminaten hatten die Japanerschen Nachrichtendienst, sowohl in eine Position gedrängt, wo sieden diplomatischen wie auch mi- entweder kämpfen mußten -litärischen Kode Japans zu ent- oder kapitulieren. Um ihre na-schlüsseln. Roosevelt und seine tionale Ehre zu retten, entschie-Berater kannten im voraus das den sie sich für den Kampf. Dasgenaue Datum und die genaue japanische OberkommandoUhrzeit des japanischen Angriffs machte sich keine Illusionen, ge-auf Pearl Harbor. Modernisierte gen die Vereinigten Staaten sie-Entschlüsselungsgeräte wurden gen zu können. Die Niederlageamerikanischen strategischen war nur eine Frage der Zeit.Außenposten in der ganzen Weltgeliefert, nur nicht an das Militär Später hat man entdeckt, daßin Pearl Harbor. das amerikanische Eingreifen im Pazifik sehr sorgfältig von demAls Admiral Stark, zweiter »Institute of Pacific Relations«Heerführer unter Roosevelt, (Institut für Beziehungen im Pa-eindeutige Beweise für den be- zifik) geplant worden ist, einervorstehenden Angriff Japans Tarnorganisation der Illumina-vorliegen hatte, riet ihm einer ten, mit deren Hilfe die weltwei-seiner Stabsoffiziere, ein Kapi- ten Ziele der Verschwörer ge-tän Wilkinson, daß eine dringen- fördert wurden. Das Institutde Warnung an die Pazifikflotte plante die »Stadtsanierung« fürin Hawaii per Funk durchgege- das Pazifische Tiefbecken. Dasben werde. Der Admiral erwi- ist die halbe Welt!derte, ein solcher Schritt sei un-nötig. Keine HoffnungFast drei Stunden später sandte auf SiegGeneral Marshall an AdmiralKimmell, dem Kommandanten Japan hatte von Anfang an keinein Pearl Harbor, ein Telegramm Chance. Diese Tatsache war al-
  • 205len bekannt, die auf beiden Sei- panischen Marine auf dem Mee-ten an kompetenter Stelle saßen. resboden des Pazifik. DieJapan kämpfte für seine Ehre. Schlacht in der Bismarck SeeDie Vereinigten Staaten kämpf- war zu Ende. Japan hatte seineten, nicht um die »Demokratie Kräfte verausgabt. Mit jedemzu retten«, sondern um die In- Tag nahmen die amerikanischenteressen der Krone in Asien zu Streitkräfte der Marine, der Luftverteidigen. und des Heeres zu, da die wiederVon dieser Tatsache wußten die erwachten amerikanischen Indu-291 000 Amerikaner nichts, die striegiganten eine Lawine mo-ihr Leben auf den verschiede- dernster Kriegsgeräte ausspien -nen Kriegs-»Schauplätzen« des in Sicherheit vor jeglichem An-Zweiten Weltkrieges gelassen griff durch japanische Streit-haben. Für sie war der Krieg ei- kräfte.ne »wirkliche Sache«. Sie habennie die Tatsache begriffen, daß In den nächsten achtzehn Mona-der Krieg mit dem kaltblütig ge- ten geschah nur wenig, wennplanten Mord an 3 200 Ameri- überhaupt etwas, auf dem asi-kanern durch ihren eigenen atischen Kriegs-»Schauplatz«.Obersten Befehlshaber begon- Zweifellos wäre der Krieg imnen hat, nämlich in Pearl Har- Pazifik rasch zu Ende gewesen,bor. Später hat sich Colonel hätten die Vereinigten StaatenCurtis B. Dali, Roosevelts ihren Vorteil ausgenutzt. AllesSchwiegersohn, zu der Bemer- stand jetzt für die Amerikanerkung hinreißen lassen, daß das günstig.gesunkene Kriegsschiff »Arizo-na«, das noch immer mit seinen Während dieser Zeit waren dieHunderten von begrabenen Überreste der japanischen Flot-Mannschaften auf dem Grund te eingeschlossen und lahmge-von Pearl Harbor liegt, ein »pas- legt. Amerika war eifrig dabei,sendes Denkmal« für Roosevelts das schwere Abbruchgerät zuVerrat ist. konstruieren und zu bauen, das die internationalen Bankers fürDer Anfang vom Ende kam für Japans »Sanierungs«-Programmdie Japaner schnell. Das Blatt benutzen sollten.kehrte sich gegen die Japaner,als die Amerikaner den Kampf Als man Mitte 1944 schrieb, warum die Midway Island am 3. bis die Bühne frei für die Schwer-6. Juni 1942 gewannen. Ein wei- planierraupe. Die Kulissenschie-terer wichtiger Sieg für die Ame- ber wußten, daß die amerikani-rikaner ereignete sich bei Gua- schen »Bauern« eine spektaku-dalcanal auf den Salomon-Inseln, läre Schau der amerikanischenund zwar nach einer qualvollen, Stärke zu sehen wünschten, diesechsmonatigen Schlacht. Sie ihnen das Gefühl geben würde,endete am 7. Februar 1943. daß alle ihre AnstrengungenEtwas weniger als sechs Monate nicht umsonst gewesen waren.danach, lag ein Großteil der ja- Nur ein überwältigender Sieg
  • 206zur See würde ihren Blutdurst der anderen Seite lagen 64stillen, der von dem auf die gan- Großschiffe mit einer Mann-ze Nation losgelassenen Propa- schaft von insgesamt nur 42 800gandasturm zu wahrer Hysterie Mann. Mit der Schlacht vonaufgeputscht worden war. Leyte war das Ende der japani- schen Marine als einer brauch-Washington erteilte Befehl, die baren Streitkraft gekommen.Luft- und U-Bootüberwachungfür die restliche japanische Ma- Kapitulationsangebotrine zurückzuziehen, und daß abgelehntman ihnen eine Chance gebenwürde, die Blockade zu durch- Im März 1945 haben die Japa-brechen. ner bedingungslos kapituliert. InWiederum stand Japans Ehre diesem Monat sandte das japani-auf dem Spiel die Herausforde- sche Oberkommando an dierung abzulehnen - selbst ange- amerikanische Botschaft in Mos-sichts der gewissen Vernichtung kau, an die russische Botschaft- hätte für die japanische Mari- in Tokio und direkt an das Pen-ne Schande bedeutet. Die Japa- tagon in Washington die Mittei-ner zogen den Tod der Schande lung, daß die japanisch kaiserli-vor! che Regierung die bedingungslo- se Kapitulation wünsche. DieSie nahmen die amerikanische Amerikaner ließen das AngebotHerausforderung an und segel- links liegen.ten ihre alternde Flotte gerade-wegs in die Klauen der Hölle. Später hat man erklärt, die ame-Sie traf eine moderne US-Flotte, rikanischen Dienststellen härtendie mit den allerneuesten Errun- das japanische Telegramm nichtgenschaften des Seekriegs verse- übersetzen können. Erstaunlich!hen war. Sie hatten zwar den blauen und violetten (diplomatischen undDas Ergebnis war ein Ab- marine) Kode knacken können,schlachten! Japanische 12-Zoll- aber sie waren nicht imstande,geschütze aus dem Jahr 1930 eine kurze Mitteilung in einfa-standen amerikanischen 16- und chem Japanisch zu lesen und zu18-Zollgeschützen aus dem Jah- verstehen. Es gab viele Tausen-re 1944 gegenüber. Es ähnelte de Japaner in Konzentrationsla-einer altmodischen Truthahn- gern im Westen der Vereinigtenjagd. Selbst ohne die überlegen- Staaten: warum hat man diede Feuerkraft standen die Ge- Mitteilung nicht zu einem vonwinnchancen fünf zu eins für ihnen gebracht, um sie überset-Amerika. zen zu lassen?Auf der einen Seite lagen 216 Die Antwort auf diese Frage istamerikanische und australische ebenso einfach wie den meistenSchiffe mit 143 668 Mann sowie Amerikanern zuwider. Die japa-vielen Versorgungsschiffen. Auf nischen Heimatinseln waren
  • 207Eine einmalige Kapitulation in der Geschichte der USA. 76 000Soldaten kamen an einem Tag in japanische Gefangenschaft.
  • 208nicht zerstört worden. Die große vernichtet, mehr als eine MillionSchau sollte erst noch kommen: Menschen wurden obdachlosDie B-29 wurden in Okinawa und 84 793 getötet. Die Zerstö-und anderen Inseln aufgereiht, rung war größer als die der er-zum Start für die von den inter- sten Atombombe auf Hiroshimanationalen Bankers veranstalte- fünf Monate später.«te »Stadtsanierung« Japans. Zwei Tage danach kamen die B-Jene alten, ehrwürdigen Städte 29 zurück mit einer gleichenmußten dem Erdboden gleichge- Aufgabe für Nagoya. Wenn dermacht werden. Jene alten Fabri- Leser die Tatsache bedenkt, daßken, Straßen, Hafenanlagen, Japan ein äußerst gebirgigesFernmeldeeinrichtungen und die Land ist, von dem nur 16 Pro-nationale Lebensgestaltung muß- zent bewohnbar ist, so wird erten mit dem speziell dafür kon- erkennen, daß Japan die Nationstruierten Abbruchgerät, das der auf Erden ist, die durch einenamerikanische Steuerzahler ge- Luftangriff am schwersten ge-kauft hatte, in die namenlose troffen werden muß. Die Bevöl-Vergangenheit gestürzt werden. kerung drängt sich dicht in en- gen Tälern.Der verstorbene Professor Car-rol Quigley berichtet in seinem Japan wurde ausradiert, ver-Buch »Tragedy and Hope«: heert von dem Ansturm und der»Die großen Flugzeuge wurden Intensivität des amerikanischenfür die systematische Zerstörung Luftbombardements. Warum?aller japanischer Städte einge- Ganz einfach! Der Boden mußtesetzt. Die aus dünnem Holz ge- für neue Industrien und sonsti-bauten Häuser jener dichtge- ge Entwicklungsprojekte gelegtdrängten Stadtgebiete machten werden.sie für Brandbomben sehr anfäl-lig. Am 9. März 1945 unternahm Mit Kriegsschuldendie Air Force ein gewagtes Ex- Riesenprofiteperiment. Man baute die Vertei-digungswaffen aus den 279 B-29 Wie sagte doch einmal Edwinaus, so daß zusätzliche Brand- Stanton, Lincolns Kriegsmini-bomben geladen werden konn- ster: »Kriege werden nicht ge-ten und diese Flugzeuge, zwar fochten, um eine Nation zu be-ohne Geschütze, aber mit 1900 siegen, sondern um einen Zu-Tonnen Brandbomben starteten stand hervorzurufen.«zu einem Tiefangriff auf Tokio.Das Ergebnis war der verhee- Der Krieg gegen Japan wurderendste Luftangriff in der ganzen nicht geführt, um einen Feind zuGeschichte, bei dem nur drei besiegen. Er wurde geführt, umFlugzeuge verlorengingen. Sech- einen Zustand" hervorzurufen -zehn Quadratkilometer des einen Zustand der VerwüstungStadtkerns von Tokio brannten und verlassenen Bodens in ganzaus, 250 000 Häuser wurden Japan. Dies geschah, damit die
  • 209internationalen Bankers-»Wie- Diskrepanz so viele Jahre langderaufbauer« am Ende der angehalten hat, ohne sie einzu-Kriegshandlungen angerannt dämmen? Etwa deshalb, weil diekommen und das beste Land für US-Führung einen so hohen Re-ihre eigenen Zwecke aufgreifen spekt vor der japanischen Na-konnten. tion hat, daß sie dem japani- schen Volk in jeder nur erdenk-Kurz nach dem Krieg - nachdem lichen Weise helfen will? Wohldie US-fliegenden Abbruch- kaum. Die Welt der harten, kal-mannschaften ihre Arbeit ver- ten Realitäten funktioniert nichtrichtet hatten - wurden riesige so!Summen für den WiederaufbauJapans zur Verfügung gestellt. Die nackte Wahrheit ist, daß die internationalen Bankers auf eineDas Kapital, mit dem Japan Goldader gestoßen sind, als sieglänzend neue Industrieanlagen, die »Stadtsanierung« Japans be-Häfen, Straßen, Warenhäuser schlossen und gegenwärtig einund Wolkenkratzer entwickelte unschätzbares Vermögen aus ih-und aufbaute, stammte nicht aus ren »Investitionen« in diesemdem Land selbst. Es stammte Land herausholen. Die Japanervon denselben Leuten, die von haben sich als exzellente Arbei-den Kriegsschulden Riesenprofi- ter erwiesen, wahre Produzen-te machten, die viele Nationen ten, die an ihren Arbeitgebernrund um den Erdball angesam- mehr hängen als an ihrer eige-melt hatten. Es stammte von den nen Familie.internationalen Bankers. Siebrachten das Geld auf. Ihnen ge-hörte die Schau. Es stimmt zwar, daß in der japa- nischen Gesellschaft alleSeit dem Aufstieg Japans zu ei- »Front«-Positionen in Politik,ner industriellen Großmacht in Industrie, Finanzen und Bildungden 50er Jahren genießt es bei mit Japanern besetzt sind. Aberden Vereinigten Staaten mehr sie haben keine Entscheidungs-als den Status einer »begünstig- gewalt, was zu geschehen hat.ten Nation«. Während der Han-deslweg amerikanischer Güter in Die Schattenfiguren hinter dennennenswerten Mengen nach Ja- Kulissen - die Leute, die daspan mit unüberwindlichen Hin- Geld bereitstellen und diedernissen vollgepflastert ist, hat Schecks unterzeichnen - sind dieAmerika praktisch seine Tore wahren Herrscher Japans.sperrangelweit für die japani-schen Waren aufgerissen. Schrieb doch einst Benjamin Disraeli: »Und so sehen Sie, dieDas amerikanische Handelsbi- Welt wird von ganz anderenlanzdefizit mit Japan ist schwin- Leuten regiert als diejenigendelerregend. Warum hat man sich vorstellen, die nicht hinterzugelassen, daß diese unmäßige den Kulissen sind.«
  • 210General MacArthur (hier mit Manuel Quezon, Präsident derPhilippinen) führte den Krieg gegen Japan, damit die interna-tionalen Bankers am Wiederaufbau verdienen konnten.
  • 211 Politik der unbegrenzten Impor-Unsichtbarer Krieg te zuläßt: Sie untergraben diedie USA Stärke und Energie der amerika- nischen Industrie, in dem dieDie Flutwelle von Waren, die USA mehr und mehr zu einemaus Japan und anderen »wieder- Konsumland und immer wenigerentwickelten« Nationen auf den zu einem Erzeugerland werden.US-Markt kommen, dient die-sen internationalen »Wiederauf- Überall im Land haben Hun-bauern« zu einem dreifachen derttausende von Arbeitern inZweck: einer Vielzahl von Industrie- zweigen ihren Arbeitsplatz ver-Erstens. Sie gibt ihnen einen fast loren, da die von ihnen herge-grenzenlosen Markt für die Wa- stellten Waren nicht mehr mitren, die sie von billigen Arbeits- den Billigimporten konkurrierenkräften in Übersee herstellen können. Infolge dessen steigt daslassen. Die Profite auf solche Er- amerikanische Handelsbilanzde-zeugnisse sind sehr viel höher als fizit und das Finanzdefizit derdie, die auf Waren »Made in US-Bundesregierung in dieUSA« anfallen. Höhe.Zweitens. Durch die weite Öff- Diese katastrophale Situation istnung des amerikanischen Mark- nicht das Ergebnis eines »zufälli-tes für billige Auslandsware wird gen« Übersehens auf Seiten derauch der Weg dafür freigemacht, Bürokratie in Washington. Siedaß ausländische Regierungen ist ein direktes Ergebnis vonihre Schulden bei den internatio- sorgfältig geplanten, peinlich ge-nalen Bankers bezahlen können: nau konzertierten Schritten auf höchster Regierungsebene. Sie ist ein wichtiger Teil des von denDrittens. Ein weiterer wichtiger Internationalisten gegen dieZweck, jedenfalls vom Stand- Vereinigten Staaten geführtenpunkt der internationalen Ban- Krieges. Sie ist ein deutlich er-kers aus, wird damit erfüllt, daß kennbarer Teil ihres weltweitendas »offizielle« Washington eine »Sanierungs«-Pr.ogrammes.
  • 212XI. Konsequenzen des Zweiten WeltkriegesWas ist mit dem Zweiten Weltkrieg erreicht worden? Vom Stand-punkt des durchschnittlichen Erdenbewohners gesehen ist er einDesaster ohne jegliche mildernden Umstände gewesen. Vom Stand-punkt der niuminaten gesehen war er ein uneingeschränkter Erfolg.Der Zweite Weltkrieg mit seinen Angelegenheiten zuständig war.dreißig Millionen Toten und sei- Als Mazzinie starb, übernahmnen unbeschreiblichen Ge- Adrianno Lemmin seine Auf-schichten menschlichen Leids gaben.war ein klar erkennbarer Be-standteil des weltweiten »Sanie- Zu Beginn des 20. Jahrhundertsrungs«-Programms der Illumi- wurde Nikolai Lenin, ein erge-naten, dessen Endziel die Er- bener Anhänger des Sergejy Ne-schaffung des Weishauptschen chajew, zum Leiter der Politak-»Novus Ordo Saeculorum« - tivitäten der Bewegung ernannt.der »Neuen Weltordnung« ist. Seine absolut skrupellose und felsenfeste Hingabe an die »Sa-Der Kommunismus che« war für den Erfolg der Bol- schewistischen Revolution eini-als Schwarzer Mann ge Jahre später von entscheiden-Die globale Strategie, die die der Bedeutung.illuministischen Verschwörerverfolgten, wurde in der Mitte Seit dieser Zeit ist der Kommu-des 19. Jahrhunderts von einer nismus - der moderne Nachfol-»Tarnorganisation« der Illumi- ger des Paladin-Ritus -• dienaten, der Liga der Gerechten, Avantgarde der internationalenentworfen. Sie war von Albert revolutionären Bewegung.Pike, dem Obermeister des »Al-ten und Anerkannten Ritus« der In dem politischen und psycho-Freimaurerei, in einem Brief an logischen Ablaufschema hat derGiuseppe Mazzini aus dem Jahre Kommunismus die Rolle des1871 dargelegt worden. »Floretts« gespielt, wie sie Al- bert Pike auf Seite l seinesPike, der theosophische Kopf Mammutwerkes »Morals andder Bewegung in den Vereinig- Dogmas« dargelegt hat, dasten Staaten, gründete den ultra- 1871 veröffentlicht wurde.geheimen Ritus des Palladin, derdie Angriffsspitze in dem Feld- Kurzum, die Verschwörer habenzug zur Welteroberung bildete. den Kommunismus als »Schwar-Bei seinen verschwörerischen zen Mann« benutzt, um dieAktivitäten wurde Pike aufs westlichen Nationen zu Zuge-sorgfältigste von Mazzini unter- ständnissen und Verpflichtungenstützt, dem italienischen Revolu- zu zwingen, die ihren ersten In-tionär, der für die politischen teressen zuwiderlaufen.
  • 213Mit Terror und Blutvergießen wurde im Jahr 1948 der StaatIsrael proklamiert und damit Palästina geteilt. Diese Ziele wurden als ein Er-Lenins Plan gebnis des Zweiten Weltkriegesfür die Welteroberung erreicht. 1944 und 1945 fiel Ost- europa unter die rote Herr-Zu Beginn der 20er Jahre hat schaft. Der größte Teil AsiensLenin, zur Zeit Diktator im ro- folgte einige Jahre später. Dasten Rußland, der Welt die zu- Vietnam-Debakel und die jüng-künftigen Pläne der Illuminaten sten Ereignisse in Südostasienfür die Welteroberung mitge- gehören zu einer »Aufräu-teilt: »Zuerst werden wir Osteu- mungs«-Übung, mit der die lo-ropa einnehmen, dann die Mas- sen Enden zusammengebundensen Asiens. ..« werden.
  • 214Der Zweite Weltkrieg hat den im Namen der ursprünglichenilluministischen Interessen auf »Prinzipien« und »Zielsetzun-vielfältige, lebenswichtige Weise gen« des Krieges einlegte: »Wirgedient: sind gegen Deutschland aus ei- nem Grund in den Krieg gezo-1. Er verursachte, daß die gro- gen: daß Polen frei und unab-ßen Risse, die sich in der alten hängig sein solle. JedermannWeltordnung im Gefolge des hier weiß, was es uns gekostetKonfliktes von 1914 bis 1918 hat, so unvorbereitet, wie wirgezeigt hatten, weit aufsprangen waren, und daß es uns beinaheund die finanziellen und sozialen unser Leben als eine Nation ge-Grundlagen der traditionellen kostet hat. Großbritannien hatteMoral weggeschwemmt wurden. kein materielles Interesse an Po- len. Sein Interesse war allein das2. Amerika, dessen Sicherheit der Ehre, weil wir das Schwertweder vor noch während des für Polen gegen Hitlers brutalenKrieges jemals gefährdet gewe- Angriff gezogen haben.«sen war, wurde endgültig in denMahlstrom der Weltpolitik ver- Wildwuchernderwickelt und gezwungen, seine SozialismusPolitik aufzugeben, die der Na- als Krankheittion so lange Zeit gute Dienstegeleistet hatte: Handeln mit al- 5. Der Zweite Weltkrieg ebnetelen, Bündnisse mit niemand. den Weg für die Ankunft eines wildwuchernden Sozialismus, ei-3. Der Zweite Weltkrieg, der ne Krankheit, die die Arbeits-beinahe zwei Jahre länger als moral in Großbritannien ver-notwendig geführt worden ist, nichtet und dazu gedient hat, esdamit die Sowjets Osteuropa be- in ein »Klein-England« zu ver-setzen konnten, haben die Ver- wandeln. In jüngster Zeit hateinigten Staaten die unglaubli- dieselbe Krankheit, von vielenche Summe von 400 Milliarden unserer führenden Politiker ge-Dollar gekostet und die Staats- fördert, sich auch in den Verei-verschuldung auf 220 Milliarden nigten Staaten eingenistet undUS-Dollar anwachsen lassen. droht, unsere einstmals großeDamit befanden sich die Verei- Republik zu vernichten.nigten Staaten tief in den Kral-len der internationalen Bankers. 6. Der Krieg bereitete den Weg für die Gründung der Organisa-4. Der Zweite Weltkrieg brach- tion der Vereinten Nationente für die von den Alliierten bei (UNO) im Jahre 1945, was einKriegsausbruch genannten Ziele lachhafter Name ist. Ihr Haupt-ein völlig anderes Ende. Win- sitz in New York befindet sichston Churchill war am Ende un- auf Boden, den die Rockefellerster all den Hauptdarstellern die- gestiftet haben. Dieses abscheu-ser theatralischen Groteske der liche Bastardding mitten inseinzige, der einen letzten Protest Zentrum von New York zu set-
  • 215zen, ist eine direkte Beleidigung verantwortlichen Vorgänger ge-für das Andenken an unsere teilt hatte, nämlich daß das Ein-Gründungsväter und Helden der dringen der Zionisten in den Na-amerikanischen Revolution - hen Osten in einer Katastrophedie Einzelpersonen, die so hel- enden würde.denhaft gekämpft und so sorg-sam bemüht gewesen sind, uns Die Ermordung von Lord Moy-eine Republik zu geben, die frei ne erregte in England sehr vielvon dem Fluch ausländischer Widerstand und veranlaßte vieleVerwicklung sein sollte. Politiker, sich die Unterstützung des Konzeptes von einem jüdi-7. Der Zweite Weltkrieg hat schen Staat noch einmal zu über-auch den Weg für die Gründung legen.eines Staates Israel im Jahre Als der nächste Zionistenkon-1948 gelegt, ein Ereignis, das greß 1946 in Genf zusammen-den Nahen Osten zu einer gä- trat, hatte er, laut Dr. Weiz-renden Brutstätte des Rassen- mann, »einen speziellen Charak-hasses und der Gewalt werden ter« und »zeigte eine Tendenz,ließ. sich auf Methoden zu verlassen,Um das gegenwärtig hohe Maß für die es unterschiedliche Na-an Spannung in der Welt zu ver- men gibt: >Widerstand<, Vertei-stehen ist es wichtig, die Ereig- digung< >Aktivismus<. Einnisse zu verstehen, die zur Grün- Grundzug war ihnen allen ge-dung des Staates Israel führten. meinsam: die Überzeugung, daß man gegen die englische MachtBrennpunkt in Palästina, und was dies be- trifft, auch andernorts kämpfenNahost müsse.«Als die blutenden Wunden in Mit anderen Worten: Der Zioni-Europa und Asien sich zu schlie- stische Weltkongreß von 1946ßen begannen, wurde die Auf- befürwortete den Einsatz vonmerksamkeit der Weltöffentlich- Terrorismus als einem Mittel zurkeit auf Nahost gelenkt, wo die Errichtung des zionistischenZionisten gerade dabei waren, Staates. Diese Methoden hattenden Staat Israel in Palästina zu sich bereits vor 30 Jahren in-etablieren. Rußland als erfolgreich erwie- sen: sie sollten noch einmal er-Im November 1944 wurde Lord probt werden. Man war sich völ-Moyne, der englische Kolonial- lig im klaren, daß der zionisti-minister, der Freund aller Men- sche Staat ohne Terrorismusschen war und sich bemüht hat- nicht verwirklicht werden kann.te, eine faire Lösung für das Pa-lästina-Problem zu finden, in Attentate alsKairo von zwei Zionisten aus politisches InstrumentPalästina ermordet. Sein »Ver-brechen« hatte darin bestanden, Es entstanden in Palästina vieledaß er die Ansicht vieler seiner Terrororganisationen mit dem
  • 216Zweck, die Gründung eines Zio- den osteuropäischen Nationennisten-Staates zu erzwingen. Die stattfand, die aufgegeben undgrößte von ihnen hieß Irgun hinter dem, wie Churchill sagte,Zvai Leumi und wurde von Me- »Eiserenen Vorhang« abge-nachim Begin angeführt. Eine schnitten waren.andere war die Stern-Bande, zuderen Anführern Yitzhak Sha- Offensichtlich hat dieser »zweitemir zählte. Diese bildeten, wie es Exodus« mit der Zustimmungin der »Los Angeles Times« und vollen Kooperation vonhieß, »Israels Untergrundur- Washington, London und Mos-sprung; sie benutzten das At- kau stattgefunden. Niemandtentat als politisches Instru- verläßt die Sowjetunion ohnement«. Erlaubnis, und doch liegt hierAls der Terror und das Blutver- ein eindeutiger Beweis vor, daßgießen eskalierten, gab ein »Se- der Eiserne Vorhang geöffnetlect Committee on Estmates« wurde, um eine massive Flut vondes englischen Unterhauses be- »Juden« aus diesem Gebiet zukannt, daß »sehr viele Juden, ei- entlassen, und zwar mit Ziel Pa-nem zweiten Exodus gleichkom- lästina. Dies wurde »sorgfältigmend, aus Osteuropa in die geplant und von speziellenamerikanisch besetzte Zone in Gruppen in den USA finan-Deutschland und Österreich ziert«.auswanderten, von denen dieMehrheit die Absicht hat,schließlich nach Palästina zu ge- Die Teilunghen. Es ist klar, daß dies eine im Palästinashöchsten Maße organisierte Be-wegung ist, hinter der ausrei- Dieses Vorgehen erinnert daran,chend Mittel und großer Einfluß daß dreier >ahre zuvor, als manstehen, aber der Unterausschuß zur Vorbereitung der russischenkonnte kein wirkliches Beweis- Revolution Schlüsselpersonenmaterial erlangen, wer die wah- von New York nach Petrogradren Anstifter sind.« kutschierte, sich die Grenzen ei- ner Vielzahl führender NationenEin Kriegsuntersuchungsaus- zu eben diesem Zwecke öffne-schuß, den der US-Senat nach ten. Offenbar gab es auf derEuropa entsandte, erklärte, daß höchsten Ebene der internatio-die »umfangreiche Auswande- nalen Machtpolitik keine Ver-rung von Juden aus Osteuropa in bündeten, Feinde oder Neutrale.die amerikanische Zone Alle Regierungen beugten sichDeutschlands Teil eines sorgfäl- dem Willen der höchsten Instanztig organisierten Planes ist, der in den politischen Angelegen-von speziellen Gruppen in den heiten.USA finanziert wird.« Auf der Konferenz von JaltaZu beachten ist, daß dieser mas- 1945, so ein maßgebliches Re-sive »Exodus« aus Rußland und gierungsdokument, »sagte Roo-
  • 217sevelt, er sei ein Zionist und in einem Obstgarten zu Tode ge-fragte, ob Stalin auch einer sei. martert und hängen gelassen.Stalin antwortete, er sei im Prin- Die Engländer zeigten sich tat-zip einer, aber er erkenne das sächlich abgeneigt, dieser Ge-Problem.« walttätigkeit mit fester Hand zu begegnen.Während der Jahre 1946 und1947 schwoll die zionistische Konfrontiert mit einer immerTerrorkampagne zu einem Cres- größer werdenden Welle descendo an. Hunderte von engli- Terrorismus innerhalb von Palä-schen Soldaten wurden überfal- stina, einer steigenden Wellelen, im Schlaf erschossen oder von hunderttausenden von »Ju-sonstwie in die Luft gesprengt. den« aus den OstblockländernZwei englische Soldaten wurden und »unwiderstehlichem Druck«Prominente Zionisten: der Philanthrop Nathan Straus, Louis D.Brandeis, Richter am Obersten US-Bundesgericht und RabbiStephen S. Wise.
  • 218der Zionisten in England selbst, Um die Herzen der arabischenund der Truman-Regierung in Einwohner Palästinas mit nack-Washington, legte die englische tem Terror zu erfüllen, »stürm-Regierung die Palästinafrage der ten jüdische Terroristen derneu gegründeten UNO vor. Am Stern-Bande und der Irgun Zvai29. November 1947 stimmten Leumi das Dorf Deir Yasin unddie Vereinten Nationen für eine schlachteten alle Leute dahin.Teilung Palästinas in zwei unab- Die Leichname von 250 Ara-hängige Staaten - einen jüdi- bern, überwiegend Frauen undschen und einen arabischen, und Kinder, wurden in Brunnen ge-zwar per 1. Oktober 1949. worfen.Der Plan wurde von den Zioni-sten angenommen, aber von den Die Palästinenser erkannten,Arabern natürlicherweise abge- daß das Massaker von Deir Ya-lehnt, die keineswegs die Ab- sin sie davor warnen sollte, wassicht hatten, ihre Eigentums- mit ihnen geschehen würde,rechte und Regierungsrechte wenn sie auf ihrem Land woh-über ein Land aufzugeben, das nen blieben. Abgesehen von we-seit fast 2000 Jahren ihre Hei- nigen Tausend flohen sie in diemat gewesen war. Im Gefolge Nachbarländer. Und so ist imdieses Vorschlages nahmen die wesentlichen das »palästinensi- sche Flüchtlingsproblem« ent-Gewalttaten in Palästina immermehr zu. Alarmiert machte der standen.UN-Sicherheitsrat einen Rück-zieher, und die Truman-Regie- Es sind diese Leute und ihrerung eine Kehrtwende in der Nachkommen, die unter deramerikanischen Politik und Führung von Yasir Arafat und der Palästinensischen Befrei-schlug vor, den Teilungsvor-schlag zu suspendieren, einen ungsorganisation (PLO) nochWaffenstillstand auszuhandeln immer um die Gründung einesund das englische »Mandat« palästinensischen Staates in die-durch eine »Treuhänderschaft« sem Gebiet kämpfen.zu ersetzen, an der sich die Ver-einigten Staaten stark beteiligen Was hält die Zukunft für denwürden. konfliktgeplagten Nahen Osten bereit? Man kann die EreignisseDie Nachkommen nicht genau vorhersagen, aber es gibt Anzeichen dafür, daß diekämpfen Zukunft noch gewalttätiger seinfür einen Staat Palästina wird als die Vergangenheit.Die Zionisten erkannten, daß ihrTraum von einem jüdischen Die im Juli 1980 vom israeli-Staat am Einstürzen war, und schen Parlament abgegebeneschlugen sofort zu, um die UNO Erklärung, daß Jerusalem nun-vor eine vollendete Tatsache zu mehr die politische Hauptstadtstellen; sie zweiteilten Palästina des Staates Israel ist, könnte voneigenmächtig. allergrößter Bedeutung sein.
  • 219Stellt dies einen Schritt in Rich- fahrtsstaat mit einer Planwirt-tung auf ein sehr viel ehrgeizige- schaft umwandeln.res Ziel auf seilen der Zionistendar? West- und Osteuropa werden ei- ne Föderation autonomer Staa-Seit Jahren gilt es als eine aner- ten bilden, mit sozialistischerkannte Tatsache, daß die Zioni- und demokratischer Ordnung.sten planen, Jerusalem zur Ver- Mit Ausnahme der UdSSR alswaltungsmetropole einer Eine einem föderierten EurasischenWelt-Regierung zu machen. Staat, werden alle anderen Kon- tinente in einem WeltbündnisDieses hochgesteckte Ziel ist vereinigt, das über eine interna-von David Ben-Gurion, Israels tionale Polizeimacht verfügt.ehemaligem Premierminister, in Sämtliche Streitkräfte werdeneinem 1962 für die Zeitschrift abgeschafft und es wird keine»Look« geschriebenen Artikel Kriege mehr geben.dargelegt worden. Er sagte vor-aus, was in dem nächsten Vier- In Jerusalem werden die Verein-teljahrhundert auf der Weltbüh- ten Nationen - wirklich Vereintene gespielt werden würde. Seine Nationen - einen Schrein desWorte werden originalgetreu Propheten erbauen, der der fö-wiedergegeben. derierten Union aller Kontinen- te dienen wird; dies wird der SitzJerusalem Sitz des Obersten Gerichtshofes derdes Obersten Menschheit sein, um alle Kon-Gerichtshofes troversen unter den föderierten Kontinenten beizulegen, wie vonDavid Ben-Gurion im Magazin Jesaja prophezeit ist.»Look« am 6. Januar 1962:»Das Bild der Welt im Jahre Jede Person in der Welt wird das1987, wie es in meiner Vorstel- Recht auf höhere Schulbildunglung erscheint: Der Kalte Krieg haben. Eine Pille zur Verhütungwird der Vergangenheit angehö- von Schwangerschaft wird dasren. Der Druck von innen durch explodierende natürlichedie ständig zunehmende Intelli- Wachstum der Bevölkerunggenzia in Rußland nach mehr Chinas und Indiens bremsen. ImFreiheit und der Druck der Mas- Jahre 1987 wird das durch-sen nach Anhebung ihres Le- schnittliche Lebensalter desbensstandards könnte zu einer Menschen 100 Jahre erreichtallmählichen Demokratisierung haben.«der Sowjetunion führen. Ande-rerseits könnte der wachsende Man beachte, daß der damaligeEinfluß der Arbeiter und israelische Premier die Zeit vor-Bauern und die zunehmende po- aussah, in der Amerika wahr-litische Bedeutung von Männern scheinlich »ein Wohlfahrtsstaatder Wissenschaften die Verei- mit einer Planwirtschaft« seinnigten Staaten in einen Wohl- wird. Im Gegensatz zu den ame-
  • 220rikanischen Bauern weiß er of- Pike sagte, daß dieser Drittefenbar, was die Machthaber hin- Weltkrieg im Nahen Osten aus-ter den Kulissen mit unserer brechen würde, und zwar auf-einstmals großen Republik im grund der Feindschaft zwischenSinn haben. den Arabern und den Israelis,Die amerikanischen Sklaven und daß er in der Gründung ei-würden dann in ein »Weltbünd- ner Weltdiktatur kulminierennis unter einer internationalen würde.Polizeimacht« fusioniert. »Jeru-salem wird der Sitz des Obersten Die Einstellung der internatio-Gerichtshofes der Menschheit nalen Bankers gegenüber dersein, um alle Kontroversen unter Errichtung eines solchen univer-den föderierten Kontinenten sellen Sklavenlagers wird deut-beizulegen«. lich in den Worten von James Warburg zusammengefaßt, dieDer erste Teil der Prophezeiung er am 17. Februar 1950 vor demvon Ben-Gurion ist fast schon US-Senat aussprach: »Wir wer-erfüllt. Kann ein Versuch, auch den eine Weltregierung haben,den zweiten Teil in Erfüllung ge- ob es uns gefällt oder nicht. Diehen zu lassen, noch lange auf einzige Frage ist, ob die Weltre-sich warten lassen? gierung durch Eroberung oder Einwilligung erreicht wird.«Versuche, ein solches Weltbünd-nis mit Jerusalem als Haupt- Mit anderen Worten, wenn un-quartier, zu errichten, würden zählige Millionen von unschuldi-mit großer Sicherheit den Drit- gen Menschen sterben müssen,ten Weltkrieg auslösen, den der um ihr Ziel zu verwirklichen, soSpitzenilluminat Albert Pike in hat das für die internationalenseinem Mazzinibrief aus dem Bankers und ihre gottlosen Ge-Jahre 1871 prophezeit hat. nossen keine Bedeutung.
  • 221XII. Siegen die Illuminaten?Kurz nach Jimmy Carters Inauguration und Zbigniew BrzezinskisErnennung zum Direktor des Nationalen Sicherheitswesens veröf-fentlichte die Trilaterale Kommission den Bericht »Mitarbeit mit denkommunistischen Ländern zur Lösung globaler Probleme«. Der1977 erschienene Bericht stellte fest: »Diese Schrift wurde veranlaßtvon dem Bestreben, jede Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit denkommunistischen Ländern bei der Behandlung gewisser internatio-naler Probleme auszunutzen. Im Rahmen dieser von uns gesuchtenZusammenarbeit zwischen Ost und West ist es unser Hauptziel, dieWeltprobleme wirkungsvoller in Angriff zu nehmen. Eine Mitarbeitder Kommunisten könnte bei der Behandlung dieser Probleme vonNutzen sein.«Seit 1953, als Experte für sowje- Ein in Brzezinskis Buch »Zwi-tische Angelegenheiten am For- schen zwei Weltaltern« enthalte-schungsinstitut für internationa- nes Zitat lautet: »Die Technolo-le Veränderung, Columbia gie wird den Führern der größe-School, Washington B.C., sowie ren Nationen eine Auswahl vonin Harvard tätig, schrieb Brze- technischen Verfahren zurzinski ein 1970 als Paperback Durchführung geheimer Kriegeerschienenes Buch mit dem Titel zur Verfügung stellen, von de-»Between two Ages«, das uns nen nur ein sehr kleiner Teil dereinen Vorgeschmack auf das Sicherheitskräfte unterrichtet zugab, was uns und unseren Kin- werden braucht. Technischedern an Niedertracht geboten Verfahren zur Änderung deswerden wird. Wetters könnten benutzt wer- den, um lang andauernde Dürre-Engstirnigkeit infolge beziehungsweise Unwetterpe-Unaufgeklärtheit rioden mit dem Ziel auszulösen, die Widerstandskraft einer Na-Die offizielle trilaterale Veröf- tion zu schwächen und sie zufentlichung befaßte sich mit der zwingen, die Forderungen des »Trilateral-Kommunistischen Gegners anzunehmen.«Zusammenarbeit in neun globa- Das Buch von Brzezinski wirdlen Problembereichen«, den als die Bibel der Trilateralen be-Ozeanen und dem Weltall, der zeichnet. Bei der Darlegung,trilateral-kommunistischen Zu- warum die Welt »ein neues Ge-sammenarbeit im Bereich der webe internationaler Beziehun-Wetter-Änderungen und der gen weben« muß (PseudonymErdbeben-Kontrolle, Zunahme, für eine Neue Weltordnung), be-des Sowjet-Handels mit dem hauptet Brzezinski, daß dieWesten - besonders was techno- Menschheit große Entwick-logische und strategische Güter lungsphasen durchgemacht hatbetrifft. und wir uns heute mitten in der
  • 222vierten und letzten Phase be- materielles Schicksal zu formen,finden. und dies hat dazu gedient, das Denken anzuregen und mensch-Nach Brzezinskis Bewertung der liche Energie zweckgerichtet zuGeschichte hat sich die erste, mobilisieren.«sehr primitive »Phase« um Reli-gion gedreht und dafür gesorgt, Einige Seiten später verlangtdaß »die Idee angenommen »Bruder Zbig«, daß wir ihmwurde, das Schicksal des Men- glauben sollen, daß »der Marxis-schen liege im wesentlichen nur mus, der in dem von den Bemü-in der Hand Gottes«. Eine sol- hungen der industriellen und na-che Vorstellung ist für einen der- tionalistischen Revolutionärenartig großen und »illuminierten« hervorgebrachten sozialen Um-Verstand, wie ihn der eingewan- bruch geboren wurde, ein ein-derte Pole sein eigen nennt, voll- maliges intellektuelles Instru-kommen unakzeptabel, da sie ei- ment war, um die grundlegendenne »Engstirnigkeit infolge massi- Kräfte unserer Zeit zu verstehenver Unaufgeklärtheit, Analpha- und zu harmonisieren, er hat diebetentum und eine auf die un- Fahne der Internationalen auf-mittelbare Umwelt beschränkte gezogen«.Sicht« bezeugt. Hinsichtlich der »Rivalität« zwi-Bruder Zbig schen Rußland und Amerika fin-und der Marxismus det Brzezinski anscheinend an dem russischen StandpunktEr erzählt uns, daß die zweite nichts auszusetzen, daß »dasPhase, die der Mensch auf dem letztendliche Ergebnis des Wett-Weg zur wahren Erleuchtung kampfes, aufgrund der histori-durchgehen mußte, der Nationa- schen Überlegenheit des kom-lismus gewesen ist, »der ein wei- munistischen Systems, schon imterer gigantischer Schritt in der vornhinein feststeht«.fortschreitenden Neudefinition Die vierte und abschließendevom Wesen des Menschen und Phase wird von Brzezinski alsseinem Platz in der Welt war«. die »Technotronische Ära« be- zeichnet - beziehungsweise dasDie dritte Phase sei der Marxis- »Ideal des vernünftigen Huma-mus, der »eine weitere entschei- nitarismus auf weltweiter Ebe-dende und kreative Phase der ne«. Laut »Websters New Col-Ausreifung des menschlichen legiate Dictionary« bedeutetUniversalbildes darstellt. Humanitarismus »den Grund-Gleichzeitig bedeutet der Mar- satz, der das göttliche Wesenxismus einen Sieg des äußeren, von Jesus Christus verneint. Dieaktiven Menschen über den in- Doktrine, daß die Verpflichtun-neren, passiven Menschen und gen des Menschen auf den Men-einen Sieg des Denkens über schen und die menschlichen Be-den Glauben: er betont die ziehungen beschränkt sind undMöglichkeit des Menschen, sein ausschließlich von ihm ausge-
  • 223hen. Die Doktrine, daß sich das gesteuert wird. Eine solche Ge-Wesen des Menschen allein sellschaft dürfte von einer Elitedurch eigene Anstrengungen, beherrscht werden, ungehindertohne Gottes Gnade vervoll- von traditionellen Werten. Diesekommnen läßt.« Dies ist die Elite dürfte nicht zögern, ihreQuintessenz des Illuminaten- politischen Ziele unter Einsatztums - das Dogma, daß es eine der allermodernsten TechnikenElite gibt, die ganz allein dazu zu verwirklichen, mit denen sichberechtigt ist, die Angelegenheit das Volksverhalten beeinflussender Menschheit zu bestimmen. läßt und die Gesellschaft ge- nauestens überwacht und kon-Eine Elite kontrolliert trolliert werden kann.«und steuert In der Januar-Ausgabe von 1968 des "»Encounter« führtEs ist offenbar, daß Brzezinski Brzezinski zu demselben Themaein einsatzfreudiger Verfechter aus: »Die Wissenschaftler sinddieser Überlegungen ist. Seine zuversichtlich, daß bis zum Endebevorstehende »Technokrati- dieses Jahrhunderts der Compu-sche Ära« steht »in unmittelba- ter genausogut denken kann wierem Zusammenhang mit den der Mensch und in der Lage seinAuswirkungen der Technologie« wird, >kreative< Gedanken zu ha-und »bedingt das allmähliche ben; angeschlossen an RoboterErscheinen einer Gesellschaft, oder >Retortenmenschen< könn-die vermehrt kontrolliert und ten sie wie Menschen handeln.« »Gleichzeitig werden die Mög- lichkeiten zur sozialen und poli- tischen Kontrolle über das Indi- viduum ungeheuerlich zuneh- men. Wie ich bereits gesagt ha- be, es wird möglich sein, eine fast permanente Überwachung über jeden einzelnen Bürger auszuüben und eine aktuelle vollständige Datenkartei zu füh- ren, die selbst höchst private Angaben über die Gesundheit oder das persönliche Verhalten des Bürgers enthält, und zwar neben all den üblichen Daten. Diese Datenbanken werden dem sofortigen Zugriff der Behörden unterliegen.« In »The Freeman Digest« er- klärte George W. Franklin, Koordinator der Trilateralen
  • 224Kommission, daß »bestimmte Brzezinski während seiner Zeitweise Männer« (zweifellos Il- als Leiter des Forschungsinstitu-luminierte) »eingesetzt würden, tes für Kommunistische Angele-um darüber zu entscheiden, was genheiten an der Columbia Uni-getan werden muß«! versität ebenfalls als »außenpoli-Brzezinski erklärt: »Die Realität tischer Berater« und Vertrauter von David Rockefeller tätig war,unserer Zeit ist die, daß einemoderne Gesellschaft wie die Es ist offensichtlich, daß der mächtigste Mann in den Verei-U. S., ein zentrales Organ zurKoordinierung und Umstruk- nigten Staaten, für den angeblich das Amt des Präsidenten eineturierung braucht, das nicht aus600 Leuten bestehen kann.« Rückstufung darstellen würde, an der anti-amerikanischen Phi-Wie hat sich Brzezinski vorge- losophie des polnischen Immi-stellt, daß die amerikanische Na- granten einen höchst persönli-tion und die Welt seine elitäre chen Gefallen fand.»Neue Weltordnung« annehmensoll? Dazu erläutert er: »Span- Im Jahre 1972 schlug Rockefei-nung ist unvermeidlich, wenn ler in einer Rede vor dem inter-der Mensch versucht, das Neue nationalen Finanzpublikum derin das Rahmenwerk des Alten zu Chase Manhattan Bank in Lon-integrieren. Eine Zeitlang wird don, Brüssel und Paris die Grün-der vorhandene Rahmen flexibel dung einer Internationalengenug sein, um das Neue zu inte- Kommission für Frieden undgrieren, und zwar indem er es in Wohlstand vor (die später Trila-einer vertrauteren Form anpaßt. terale Kommission genannt wur-Aber irgendwann einmal wird de), die »dafür sorgen sollte, daßder alte Rahmen überlastet sein. die klügsten Köpfe sich mit denDie neue Menge an Schwierig- Problemen der Zukunft be-keiten läßt sich nicht mehr in fassen«.traditionelle Formen umfunktio-nieren und macht sich schließlich Zum Schluß seiner Ausführun-mit zwingender Gewalt geltend. gen sagte er: »Die AngehörigenHeute schon ist der alte Rahmen dieser neuen Generation werdender internationalen Politik mit sich sehr viel leichter als ihreihren Einflußbereichen, Militär- Vorfahren über nationale undbündnissen zwischen Nationen- sprachliche Grenzen hinwegset-staaten, der Fiktion von Souve- zen. Sie werden ein Maß an wirt-ränität, den doktrinären Konflik- schaftlicher Integration fürten aus den Krisen des 19. Jahr- selbstverständlich halten und je-hunderts - ganz eindeutig nicht nen Widerstand leisten, die sichmehr mit der Realität zu verein- in die Getrenntheit zurückzie-baren.« hen möchten.«Bruder Zbig »Ich bin sicher, daß, wenn dieund die Bankers neuen Männer und Frauen an die Macht in Regierung und In-Man sollte nicht übersehen, daß dustrie, in den Universitäten und
  • 225den Gewerkschaften kommen, en durchsetzt, die für den Planwir es leichter haben werden, als unerläßlich waren, um die Kan-es zur Zeit aussieht, eine Inter- didaten der Kommission wieessengemeinschaft zu er- Carter und Mondale in hohe Re-richten.« gierungsämter zu bringen. Um sich die Unterstützung der Mas-Der Multi-Milliardär David senmedien zu sichern, hat er denRockefeller hat Brzezinski zu Chefredakteur der Chicagoseinem Strohmann gewählt, der Sun-Times<, den Chefherausge-dann seine elitäre Trilaterale ber der >Times<, den PräsidentenKommission gegründet hat. der Columbia Broadcasting Sy-Von dem Rechercheur Craig S. stem und Direktoren der >LosKarpel erfahren wir, daß »Brze- Angeles Times<, der >New Yorkzinski im Juli 1973 die Columbia Times< und des >Wall StreetUniversität verließ, um Präsi- Journal< mit aufgenommen.dent der Trilateralen Kommis-sion zu werden. Er hatte den Was bringt dieAuftrag, 200 Mitglieder auszu- Reagan-Regierung?wählen, die das nächstbeste zueinem Weltvorstand darstellen Viele Millionen Amerikanerwürden. Brzezinski suchte nicht möchten nichts lieber erleben,nur die einflußreichsten Männer als daß die Hoffnungen auf eineder multinationalen Großkon- rasche Bremsung der Inflation,zerne aus, sondern er hat die einer Gesundschrumpfung derOrganisation auch mit Individu- Bürokratie und einen sich daranSymbol individueller Freiheit?
  • 226anschließenden Aufwärtssog in Kürzungen sind nicht im minde-der Produktivität Wirklichkeit sten »brutal«.werden, und daß Amerika seinemoralische, geistige und finan- Im Grunde unternimmt diezielle Lebenskraft der Vergan- Reagan-Regierung wenig, umgenheit zurückgewinnt. die finanziellen Leiden der Na- tion zu heilen, nachdem der Prä-Die Reagan-Regierung muß da- sident bereits früher klar ge-zu im Licht der harten, kalten macht hatte, daß er nicht dieRealitäten beurteilt werden, Absicht hat, gegen das privatenicht im warmen Dämmerschein Federal Reserve System vorzu-von Wunschträumen. Was ge- gehen, dessen eigennützige Ak-schehen ist und geschieht, muß tionen die Ursachen für dieseobjektiv betrachtet werden, Leiden sind.nicht mit Gefühl. Dieser private Großkonzern, derErstens, Ronald Reagan hat sich seit seiner Gründung im Jahreunter dem allmächtigen Druck 1913 noch nie eine Wirtschafts-der unsichtbaren Regierung im prüfung erlebt hat, wird, wie derWeißen Haus mit Mitgliedern verstorbene Kongreß-Abgeord-des CFR und der Trilateralen nete Louis T. McFadden sagte,Kommission umgeben, deren von »einer dunklen Bande vongrundlegende Philosophie von Finanzpiraten« geleitet. Es istGenösse »Zbig« Brzezinski in zweifellos der schlimmste Fluch,seinem Buch »Between Two der jemals auf die amerikanischeAges« zum Ausdruck gebracht Nation gelegt worden ist. Dieseswurde. Diese Philosophie ist in skrupellose Kartell hat von denihrer Grundstruktur illumini- sogenannten Vertretern im Kon-stisch und den Grundsätzen dia- greß die Genehmigung erhalten,metral entgegengesetzt, auf de- einen satanischen Plan auszu-nen die Vereinigten Staaten ge- führen, wodurch sie diese Verei-gründet sind. nigten Staaten mit ganz offen- sichtlicher Straffreiheit ausplün-Zweitens, die Liberalen haben dern dürfen. Mit der Monetisie-mit ihrer üblichen selbstgerech- rung der Staatsverschuldung ha-ten Überheblichkeit aus den ben sie dafür gesorgt, daß sich»brutalen« Kürzungen des ein starker Inflationsdruck in-Staatshaushaltes 1982 eine nerhalb der amerikanischenStreitfrage ersten Ranges ge- Wirtschaft aufbaut.macht. Tatsächlich aber belau-fen sich diese Kürzungen auf we- Kanonen-undniger als 5 Prozent der Ausga- Butter-Politikben von 1981 und sind nichtsweiter als symbolische Geste an Diese katastrophale Dampfwal-die Adresse der amerikanischen ze der Zerstörung wurde durchWähler, die tiefgreifende Ände- die Entscheidung der Johnson-rungen verlangt haben. Diese Regierung in Bewegung gesetzt,
  • 227jegliche Silberdeckung für die Als die Kreditaufnahme ge-»Fed«-Noten abzuschaffen. Da- stoppt wurde (die Ursache fürdurch war der Weg frei für seine die große Rezession), fielen die»Kanonen- und Butter-Politik«, Preise auf ihre berechtigte Hö-mit der der Vietnamkrieg finan- he. Der Wert des Dollar war anziert wurde. Das »Federal Re- Silber und Gold gebunden. Esserve System« (Fed) hat dadurch gab kein Drucken von Papier-Milliarden neuer, ungedeckter geld. Sämtliche Noten konnten»Dollars« in die Wirtschaft ge- zu ihrem Nennwert in Silberpumpt, ohne daß damit ein ent- oder Gold eingelöst werden.sprechendes Wachstum von Gü-tern und Leistungen einherge- Die Geldinflation in den 80ergangen wäre. Das unvermeidli- Jahren haben die USA deshalb,che Resultat: eine beschleuni- weil die Monopolisten diegende Geldinflation. Staatsverschuldung monetisiert haben. Das hat die Wirkung, daßEs gibt zwei Arten der Inflation: Milliarden von ungedecktenvon Kredit und Geld. Die Infla- »Scheindollars« gedruckt wer-tion in den 20er Jahren war nur den. Dadurch sind die Preise füreine Kreditinflation. Zu der Zeit alle Dinge explodiert und vielewar der Dollar so gut wie Gold. Unternehmen in den KonkursNach gesetzlicher Bestimmung getrieben worden. Daraus istwar ein Dollar 412,5 grains dann eine konjunkturelle Tal-Standardsilber. Er hätte gar fahrt geworden.nicht gesünder sein können. Esgab keine Geldinflation. Das Die Regierungseinnahmen sindwar einfach nicht möglich. nach unten abgeknickt, während
  • 228die Sozialleistungen in die Höhe Entscheidend ist jedoch, daß,geschnellt sind. Mildem »Mone- selbst wenn es Präsident Reagantary Control Act von 1980« gelingt, den Haushalt auszuglei-(Währungskontrollgesetz), das chen und sogar einen Goldstan-am 1. Juni 1981 in Kraft getre- dard einzuführen, wir immerten ist, hat der Kongreß der noch unter einer galoppierenden»Fed« den Freibrief gegeben, Inflation leiden, und zwar wegendie amerikanischen Bürger mehr dieser neuen Möglichkeit derdenn je auszunehmen. Wie der Monetisierung der Schulden.Finanzmann James Sibbett in ei- Das letztendliche Motiv, das die-nem Bulletin betont, »gibt dieses sem Gesetz zugrunde liegt, ist,Gesetz der >Fed< die Macht, jede die internationalen Bankers ausSchuld, sogar eine private, ja so- der Klemme zu holen, da sie aufgar die einer anderen Nation, wertlosen Darlehen sitzen, diezu monetisieren!« sie an fremde Nationen verlie- hen haben. Letztlich ist es eineMonetisierung einfache Umbuchungsaktion,von Schulden womit die Verluste der Bankers an das amerikanische Volk inBisher hat sich die Inflation in Form von steigenden Preisen ab-einem Land auf die Monetisie- gewälzt werden.rung seiner eigenen Staatsver- Außerdem lassen sich damit aufschuldung beschränkt. Aber mit bequeme Art und Weise Unter-diesem neuen Gesetz kann die nehmen wie Chrysler, Geld- und»Fed« auch die Schulden eines Kreditinstitute und sonstigeausländischen Landes kaufen so- Schulden »gutschreiben«, diewie die des amerikanischen Bun- nach Meinung der »Fed« geret-des, der Kommunen, der Städte, tet werden sollten.ja sogar die privater Unterneh-men wie zum Beispiel von Unterdessen täuscht die »Fed« vor, die Inflation mit einerChrysler. Die Zahlungsweise für Hochzinspolitik zu bekämpfen,diese Schulden besteht darin, was in Wirklichkeit dazu bei-Dollars aus dem Nichts zuschöpfen, einfach, indem man trägt, die Inflation noch mehrdem Verkäufer der Schuld einen anzuheizen, da überall die Ko-Kredit in den Fed-Büchern ein- sten steigen. »Absurde« Zins-räumt. Der Verkäufer kann sätze, wie Präsident Reagan siedann diesen Kredit jederzeit be- nannte, werden tatsächlich eineanspruchen, indem er sich bei Rezession verursachen, die soder Bank an der Ecke Dollars gut wie eine Garantie ist, daßholt. Auf diese Weise wird die zunächst Chrysler-Schulden vonGeldmengenversorgung erhöht. der »Fed« monetisiert werden. Hohe Zinsen helfen nur, dieDa sich das Geldmengenwachs- Kreditinflation zu bremsen, dietum ausweitet, gehen die Preise wir gar nicht haben. Dagegenfür Güter und Waren in die heizen hohe Zinsen die Geldin-Höhe. flation an, und die haben wir.
  • 229Diese neue Bedrohung des Dol- terview mit dem Magazin »Fu-lars ist noch größer und handfe- sion« vom August 1980 hatster als die alte. Es ist möglich, Howard Odum, Meeresbiologedaß Präsident Reagan den Etat an der Universität Florida, ent-ausgleichen kann. Aber es ist hüllt, was die Internationalistenausgeschlossen, daß die Hotten- für unsere Zukunft planen: »Dietotten in Timbuktu ihre Kredite Vereinigten Staaten haben einejemals zurückzahlen. Ich weiß neue und reizvolle Führungsrol-nicht, wie hoch diese nicht ein- le in der Welt. Wir werden dietreibbaren Schulden dort drau- Welt nach unten führen. Wirßen sind. Eine Schätzung spricht werden die Welt auf ein niedri-von 500 Milliarden Dollar. Auf geres Niveau des Energiever-jeden Fall reicht es aus, um den brauchs bringen.«Dollar auszulöschen, wenn die»Fed« sie monetisiert. Die Weltstrategen glauben, »es ist notwendig, daß die Vereinig-Mißachtung der ten Staaten in den nächsten 50Gesetze Jahren ihre Bevölkerung um zwei Drittel verringern.« OdumAlle Probleme, die die amerika- erzählt leider nicht, wie er undnische Nation belasten, lassen seine illuminierten Freunde diesich auf ein und denselben Nen- Beseitigung von rund 150 Mil-ner bringen - Mißachtung der lionen ihrer Mitamerikaner be-Gesetze. Unter dem satanischen werkstelligen wollen, aber wirEinfluß der von den Illuminaten können sicher sein, daß sie mitbeherrschten Humanitaristen ist Fleiß an dieser Problemlösungdie amerikanische Öffentlichkeit arbeiten.einer Gehirnwäsche unterwor- In dem von Odum vorgesehenenfen worden, die sie glauben Staat könnte der Großteil dermacht, daß es keine absoluten Bevölkerung »Vollbeschäfti-Wahrheiten, keine absoluten gung in einer eigenversorgeri-Gesetze gibt. Und keine Strafe schen Landwirtschaft finden. Esdafür, daß man alle Gesetze mit gäbe praktisch keine Arbeitslo-Füßen tritt, die uns von Gott sigkeit, da viele Arbeiten, diegegeben wurden. Diesem satani- heute von Maschinen ausgeführtschen Ansturm ist es gelungen, werden, wieder von Menschen-die Grundlagen der amerikani- hand getan werden müßten.«schen Gesellschaft zu untermi-nieren. Der Plan sieht eindeutig vor, daß die Amerikaner nach und nachDie grimmige Zukunft, die Il- all ihrer Freiheit und ihresluminaten für alle amerikani- Wohlstandes beraubt werdenschen »Bauern« vorgesehen ha- und daß sie in der neuen Welt-ben, wurde von einem Sprecher ordnung auf den Status voneiner weiteren Exklusivgruppe, Leibeigenen gedrückt werden.dem Club of Rome, sehr an- Dies bestätigt die Aussage desschaulich dargelegt. In einem In- verstorbenen Professor Carrol
  • 230Quigley, daß die Internationali- gnügens, bespickt mit subtilensten »nichts weniger wollen, als Vortäuschungen, die an dieein Weltsystem der finanziellen niedrigsten Instinkte des Men-Beherrschung durch Privathand, schen appellieren, nach Links.welches das politische System ei-nes jeden einzelnen Landes so- Dies ist der Weg des geringstenwie die Weltwirtschaft insgesamt Widerstandes, der Weg, der alllenkt. Dieses System soll von jenen traurigen, kranken Ge-den Zentralbanken der Welt in schöpfen verheißungsvoll er-feudalistischem Stil gesteuert scheint, die jegliches persönli-werden, die konzentriert han- ches Verantwortungsbewußtseindeln, und zwar aufgrund von aufgegeben und ihre Seele fürGeheimabkommen, die auf häu- eine bezahlte Reise in die Mär-fig stattfindenden Gipfeltreffen chenwelt eingetauscht haben,und Gipfelkonferenzen verein- die die humanitaristischen Pro-bart werden.« pagandisten für sie geplant haben.AmerikasSchicksaldekade Diese leichtgläubigen Un- schuldslämmer, die sich auf die-Amerika steht an einem Schei- sen Weg verlocken lassen, wis-deweg. Das Jahrzehnt der 80er sen nicht, daß er zu einem ge-Jahre ist die Schicksaldekade. waltigen persönlichen Trauma,Die kommenden Jahre werden zu Frustration, Armut, Degra-über die Zukunft der Vereinig- dierung und letztlich in die totaleten Staaten entscheiden - und Sklaverei führt.die der ganzen Welt. Der andere Pfeil lenkt die ame-Für diejenigen, die »Augen ha- rikanische Nation auf einen lan-ben, um zu sehen«, sind die gen, mühsamen Weg des Auf-Wegweiser klar und unmißver- stiegs zurück zur nationalen Un-ständlich markiert. Der eine abhängigkeit und wahrem mate-Pfeil weist die Nation auf einen riellem und geistigem Gedeihen.verführerischen Pfad des Ver- Er führt in die Freiheit.
  • 231XUI. Neuer Star für eine alte CliqueWährend die Vereinigten Staaten unter der argen Last der Carter-Präsidentschaft schwankend in das neue Jahrzehnt der 80er Jahreeintraten und.sich die nationalen Krisen in alarmierendem Tempoverstärkten, erhob sich unter der hartbedrängten und überbesteuer-ten amerikanischen Bürgerschaft der Ruf nach Entlastung. Nachfünfzig Jahren des liberalen Wahnsinns fast leergeblutet, bestand einerkennbarer Wunsch nach tiefgreifenden Änderungen. Man hatte dieflagranten Betrügereien, wie zum Beispiel dem »New Deal«, »TheNew Frontier«, der »Great Society« und der himmelschreiendenSchwindelei der Carter-Jahre bis zum Überdruß satt und viele Millio-nen Amerikaner sehnten sich nach der Rückkehr einer gesundenRegierung.Das amerikanische Volk hatte Mit dem Eintreffen von Ronaldgenug. Am 4. November 1980 Reagan und vielen neuen, ver-hatte es mit überwältigender fassungsorientierten Gesetzge-Mehrheit die liberale Politik zu- bern auf der Washingtoner Sze-rückgewiesen, die in den letzten ne wehte ein kühler, klarer undJahrzehnten gedroht hatte, die frischer Wind durch die staubi-Vereinigten Staaten unter roten gen Hallen des Kongresses. DieZahlen, Verbrechen und generelle Haltung der Neuan-menschlicher Entwürdigung zu kömmlinge wurde von Jeremiahbegraben. Es gab einen massiven Danton, dem neuen Senator vonRuck nach rechts, der zu dem Alabama zum Ausdruck ge-überwältigenden Wahlsieg von bracht: »Es ist an der Zeit zuRonald Reagan zum amerikani- handeln. Bürger haben ihre ei-schen Präsidenten führte. gene Selbstachtung und sie wol- len, daß diese Nation die ihre zurückgewinnt.«Das PhänomenReagan Die neue Reagan-Regierung versprach dem amerikanischenAm 20. Januar 1981 stieß die Volk einen »neuen Beginn« -amerikanische Nation gesamt- eine Rückkehr zu traditionellenhaft einen hart verdienten Seuf- Werten.zer der Erleichterung aus, als dieneue Reagan-Administration Ende der 70er Jahre wurde derdie Zügel der Regierung in die Patriotismus vieler Millionen imHände nahm. Die gleichzeitig ganzen Land zu neuem Lebendamit stattfindende Freilassung angefacht, als Ronald Reagander Geiseln im Iran trug zu dem eine lange Serie von Kommenta-allgemeinen Gefühl der Erleich- ren veranstaltete, die die Rund-terung fast einen Hauch Jubel funksender der ABC ausstrahl-bei. ten. Er sprach über Patriotismus,
  • 232konservative Politik und persön- von ihnen mit Begeisterung un-liche Verantwortung sowie über terstützt. Das Phänomendie Notwendigkeit, den ameri- Reagan nahm rasch Gestalt an.kanischen Bürger die »großeRegierung« vom Hals und aus Was kann das amerikanischeihrem täglichen Leben zu schaf- Volk von der Reagan-Admini-fen. Diese bewegenden Bot- stration erwarten? Wird sichschaften fanden in den Herzen Reagan als »das Wahre« erwei-und Köpfen vieler Millionen sen - oder wird er sich als einAmerikaner von Küste zu Küste weiterer Wolf im Schafspelz ent-ein tiefsitzendes Echo. puppen? Im Jahre 1945, bei Ende desVision eines Zweiten Weltkrieges - nach 12wunderbaren Amerikas Jahren des leninistischen »New Deal« - befanden sich die mei-Von jahrzehntelanger liberaler sten Positionen in Regierung,Wahnsinnspolitik verängstigt Bildungswesen, Nachrichtenme-und frustriert, fingen die Leute dien und anderen wichtigen Be-an, sich ernsthaft eine Reagan- reichen des öffentlichen LebensAdministration vorzustellen. Er in den verräterischen Händensprach ihre Sprache und sie von Individuen, die ihre Seele anschlugen sich auf seine Seite. Sie die Verschwörer verkauftspürten, daß hier endlich ein hatten.Mann von geradem Charakterwar, der ihre Wertvorstellungen Die in Hollywood beheimatetemit Nachdruck vortragen und ei- Filmindustrie war fast völlig un-ne Hauptrolle spielen könnte, terwandert. Mit der geschicktenum die Nation wieder zu inter- Ausnutzung von Filmen, die dienationalem Ansehen zurückfüh- subtile Anti-Amerika-Propa-ren zu können. ganda der Linken verbreiteten, würden die Verschwörer in un-Als Reagan seine einträgliche geheuerlicher Weise auf dasamerikanische Rundfunkarbeit Denken der Kinobesucher iman den Nagel hängte und seine ganzen Land einwirken können.Wahlkampfreise antrat, brauch-te er nur noch ins Ziel zu laufen. Da die meisten Leute ins KinoSchon bald wurde von einer gehen, um den nur allzuoft grim-wachsenden Menge »die Vision migen Tatsachen des täglichenaufgegriffen« - die Vision von Lebens zu entfliehen, lassen sieeinem wunderbaren, mit neuer ihren formbaren, nichts ahnen-Lebenskraft erfüllten Amerika, den Verstand weit offen stehen,das die unzähligen nationalen so daß falsche und destruktiveProbleme triumphierend hinter Ideen ohne ihr Wissen darin ein-sich läßt. Die Präsidentschafts- gepflanzt werden können. Überkandidatur des ehemaligen Gou- den Weg eines solchen Mediumsverneurs von Kalifornien wurde können die Bürger für die
  • 233»Neue Weltordnung« program-miert werden.Die Roten vonHollywoodZum Ende der 40er Jahre be-gannen allerdings die Pläne derIlluminaten zur Subversierungder amerikanischen Gesellschaftvon innen heraus schief zu lau-fen. Dramatische Beweise be-zeugen, daß die Regierung Roo-sevelt mit subversiven Elemen-ten durchsetzt gewesen war unddie Mehrzahl von ihnen auchnoch in der Truman-Admini-stration verblieben waren.Der berühmte Broadway- undHollywood-Drehbuchautor undRonald Reagan als Schauspieler und im Wahlkampf zur Präsi-dentschaft. Die wirkliche Macht in Amerika ist auch heuteweiterhin »ganz in der Familie Rockefeiler«.
  • 234Produzent Myron Fagan deckte schlossen, sich nie wieder erwi-die Methoden auf, die die »roten schen zu lassen, haben die sub-Termiten« bei ihren subversi- versiven Elemente Hollywoodsven Aktivitäten benutzten. das Drehbuch umgeschrieben und ein anderes diabolischesDie sich anschließende Empö- Komplott geschmiedet, das dierung hat die Filmindustrie bis ins Amerikaner die Tatsachen ver-Mark erschüttert. Als Folge der gessen machen sollte.Untersuchungen durch den Uni-ted States Senat und den Staat Eingedenk des Erfolges, den dieKalifornien wurden die ruchlo- öffentlichen Auftritte vonsen »Hollywood Ten« zu Ge- »Stars« in den dunklen Tagenfängnisstrafen verurteilt und der großen Rezession gehabt ha-weitere 300 Stars, Produzenten ben, beschlossen sie, daß das be-und Regisseure für schuldig be- ste Mittel zur Einschläferung desfunden, der Sache der Roten ge- amerikanischen Publikums, dasdient zu haben. Myron Fagan sie in die Kinos zurückbringengründete die »Cinema Educa- würde, darin besteht, die Holly-tion Guild« (CEG) in dem Be- wood-Prominenz aufs Land zumühen, das amerikanische Volk schicken. Sie würden als Ehren-über die unheilvolle Bedrohung gäste in Clubs auftreten, Presse-durch diese massive Unterwan- konferenzen für die Vertreterderung zu informieren. der führenden Nachrichtenme- dien geben und ganz allgemeinDie Wirkung zeigte sich augen- für ein hohes Ansehen sorgen.blicklich. Die Besucherzahlen Ihre Titelmelodie: »Die Rotengingen drastisch zurück, so daß sind aus Hollywood abgehauen.einige Kinos zur Schließung ge- Alles ist jetzt wieder in Ordnungzwungen waren. Unter diesem in der Filmmetropole.«enormen, landesweiten Drucktraten die Roten den Rückzug Viele haben sich energisch dage-an und dem amerikanischen gen verwahrt, an diesem mon-Volk wurde versichert, Holly- strösen Schwindel teilzunehmen.wood säubere seine Bühne. Berühmtheiten wie Clark GableAber es dauerte nicht lange und haben heftig protestiert und sichdie Roten schlichen sich von geweigert, als Botschafter desneuem in Hollywood ein - und Betrugs auf zutreten. Anderenahmen ihre subversive Arbeit sind mit beiden Füßen auf diesenerneut auf. Noch einmal riß My- Verschwörungszug aufgesprun-ron Fagan ihnen ihren Deck- gen. Zu den bekanntesten vonmantel, herunter. Noch einmal ihnen gehörte ein Filmschau-gingen die Wellen der Empö- spieler namens Ronald Reagan,rung durch die Filmindustrie. Präsident der »Screen Actors Guild« (SAG). Im Verlauf derIm Rampenlicht der bestürzen- Senatshearings in Washingtonden Enthüllungen durch die im Jahre 1947 war die GuildCEG bloßstehend und ent- nachweislich als ein führendes
  • 235Werkzeug der Subversion in der zu erwarten, wurde das neueFilmindustrie entlarvt worden. Leitmotiv von den Zeitungen, Magazinen, Rundfunk- undReagans Fernsehkommentatoren aufge-rote Märchen griffen und im ganzen Land ver- breitet. Die sorgfältig konzer-Reagan bereiste das Land und tierte Schwindelkampagne hatteversicherte den Leuten, daß die die gewünschte Wirkung. Diesubversive Bedrohung vorüber öffentliche Meinung beugte sichsei. Eine für Reagan typische erneut unter dem Druck.Erklärung wurde am 27. Juli1951 in der Victor Reisel Ko-lumne abgedruckt: Reagans Polit-Show»Der Kommunismus hat in Hol-lywood versagt, weil die über- Es sollten mehr als zehn Jahrewältigende Mehrheit der Screen vergehen, ehe Ronald ReaganActors Guild immer gegen den sein Debüt auf der politischenKommunismus war und ist. Die Bühne gab. In wahrlich theater-Roten haben alle Kunststücke würdigem Stil begann er seinenaus ihrer Trickkiste ausprobiert, Auftritt im Jahre 1964 mit eineraber die Filmschauspieler unter anheizenden Rede, die er fürFührung des Vorstandes der Barry Goldwater auf dem Kon-Screen Actors Guild haben sie vent der Republikanischen Par-überlistet und besiegt. Wir ha- tei hielt. Seine höchst pro-ameri-ben sie offiziell und inoffiziell kanischen Erklärungen und sei-bekämpft. Wir haben sie in Ver- ne glattpolierte Rhetorik warensammlungen hinter den Kulissen die Ursachen, die ihm weitver-bekämpft. Unsere roten Feinde breitete Aufmerksamkeit als ei-sind sogar soweit gegangen zu nem möglichen Kandidaten fürdrohen, sie würden mir persön- ein hohes politisches Amt ein-lich und anderen Stars Säure ins brachten.Gesicht werfen, damit wir nie-mals wieder im Film auftreten Die Tatsache, daß er politischkönnen. Ich habe eine Zeitlang ein Anfänger war, ohne jedeeinen Revolver bei mir getragen Hausmacht, mit der er operierenfond Polizisten haben in meinem konnte, tat seinem politischenHaus gelebt, um meine Kinder »Sex Appeal« keinen Abbruch.zu beschützen. Aber diese Tagesind für immer vorbei, ebenso Nach der Niederlage von Barrywie die betörten Sympathisanten Goldwater begann Ronald Rea-und Mitläufer der Roten. gans Stern am politischen Him-Heute sind selbst die Mitläufer mel aufzusteigen. Ein Jahr spätervon der Hollywood-Szene ver- gründeten ehemalige Goldwa-schwunden.« ter-Anhänger einen Verein mitDie neue Taktik wirkte wie ein dem Namen »Friends of RonaldZaubermittel. Wie nicht anders Reagan«. Zu Beginn reiste
  • 236Reagan in Kalifornien umher ze bewiesen hatten. Gleichzeitigund traf sich zu privaten Gesprä- hielten liberale Dogmatiker undchen mit politischen Führern politische Manipulanten ihrenund stellte seine hochkarätige Einzug. Es war offensichtlich,Redekunst den Zuhörern vor. daß etwas in dem Image von Reagan als einem hartgesotte-Reagan sagte immer das Richti- nen Konservativen fehlte.ge und erhielt stürmischen Ap-plaus von seinem Publikum. Sie Millionen hoffnungsvoller Wäh-brachten ihm stehend Ovationen ler in Kalifornien nahmen dasentgegen, als er gegen die »gro- Image von Ronald Reagan alsße Regierung« wetterte; Regie- einem Ritter ohne Furcht undrungsbestechung in Form von Tadel, der ein »konservativerSubventionen an besondere In- Gouverneur« sei und sie vonteressengruppen und die Unzahl dem ewig wachsenden Fluch dervon sonstigen Regierungspro- »großen Regierung« befreiengrammen, deren Zweck die Aus- würde, für bare Münze.dehnung der Administration aufalle Lebensbereiche sei. Im ganzen Bundesstaat herrsch- ten hochgesteckte Hoffnungen,Die »Reagan Show« ging auf als Ronald Reagan am 5. JanuarTournee durch ganz Amerika 1967 in sein Amt als Gouver-und wurde in vielen Großstädten neur eingeführt wurde. In seineran der Ostküste gegeben. Das Einführungsrede versprachEcho überall im Land war begei- Reagan, daß seine Administra-sternd. Reagan wurde von vielen tion um »Straffung, Kürzungkonservativen Republikanern und Senkung« bemüht sein wer-als ein »konservativer Goldwa- de, »bis die Staatsausgaben ver-ter« akzeptiert. Er wurde zu ei- ringert sind. Es wird nicht ein-nem »heißen Tip«. fach sein, noch angenehm, und es wird jedes Ressort betreffen, angefangen beim Amt des Gou-Erste Schatten verneurs selbst«.zeigen sich Knapp einen Monat später, inKurz nachdem er 1966 in den seiner Haushaltsrede vor der Le-Wahlkampf um den kaliforni- gislative, zeigte Reagan mit demschen Gouverneursposten einge- Finger auf die Ursachen für dietreten war, kamen beunruhigen- finanziellen Nöte des Staates,de Signale aus dem Reagan-La- den politischen und finanziellenger. Die politische Coleur in der Mumpitz der Pat Brown Regie-engeren Umgebung Reagans rung. Kalifornien war mit 500veränderte sich. Es fand ein ste- Millionen US-Dollar im Minus.tiger Exodus derjenigen statt, Reagan gelobte, daß seine Re-die sich ihr Leben lang als unver- gierung »kein Interesse an derbrüchliche Anhänger der wah- Fortsetzung eines solchen fiska-ren republikanischen Grundsät- lischen Schwachsinns« habe.
  • die Wahrheit sagt - und seineRhetorik und Versprechungen hält. Der Haus-Wirklichkeit haltsentwurf von Gouverneur Reagan deckt das ganze AusmaßDie Haushaltsvorlage des neuen der staatlichen Finanzkrise aufGouverneurs schien die Antwort und verwirft die leichte, aberauf die Gebete der Konservati- ruinöse Lösung, die Steuern dra-ven zu sein. Sie gewann ihm die stisch zu erhöhen. Er hat getan,spontane - fast jubilierende - was er versprochen hat. Er hatZuneigung der Konservativen den Mut gehabt, die Wirtschaftüberall. Er legte darin Einzelhei- an die erste Stelle zu setzen, dieten eines Reformpaketes dar, Ausgaben gegenüber dem Vor-das dem Staat Kalifornien fiska- jahr um eine Viertel Milliardelisches Veranlwortungsbewußt- Dollar zu kürzen.«sein und Solvenz zurückbringenwürde. Leider war die Bewertung von Senator Schmilz etwas voreilig.Der kalifornische Senator John Er halle Reagan für einen MannSchmilz, den neuen Gouverneur gehallen, dem man vertrauenbei seinem Wort nehmend, ge- kann, daß er sein Wort hält. Erriet in Ekstase: »Nun haben wir halle in dem Momenl vergessen,zu guter Letzt einen Gouverneur daß in der Polilik Rhetorik undin Kalifornien, der den Leuten Wirklichkeit gewöhnlich weilRobert Taylor und Gary Cooper. Reagan machte in HollywoodKarriere, indem er die »roten Termiten« jagte.
  • 238voneinander getrennt sind. Inte- naten seiner Amtszeit hat Ro-grität ist ein höchst ungewöhnli- nald Reagan beredt die Narrhei-cher politischer Charakterzug. ten des Sozialismus dargelegt und ihnen abgeschworen. Er hatNoch ehe der Widerhall seines deutlich gezeigt, daß es Idiotie»Reformprogrammes« verklun- ist, wenn die amerikanische Na-gen war, befand sich eine neue tion auf dem Weg weitermacht,Reagan-Vorlage auf dem Weg den sie seit den Tagen von Roo-vor die Gesetzgeber, die 865 sevelt eingeschlagen hat. Es be-Millionen US-Dollar an neuen steht kein Zweifel an der Tatsa-Steuern vorsah. In einer Haus- che, daß Reagan der Nation einehaltsrede vor dem gesamten ho- psychologische Kraftspritze ver-hen Haus verkündete Reagan, abreicht hat. Unter dem Einflußdaß er einen endgültigen Staats- seiner ruhigen und zuversichtli-etat vorlegen werde, der 488 chen Führung ist es zu einerMillionen US-Dollar kompletter Trendwende der Ansichten ge-Neuausgaben vorsieht. kommen, die die meisten Ame- rikaner über die Zukunft haben.Noch bevor die Legislaturperio- Neue Zuversicht hat die Nationde um war, hatte »der konserva- ergriffen.tive Gouverneur«, der geschwo-ren hatte, »den Willen des Vol-kes zu ehren«, mit seiner Unter- Das Attentat -schrift eine Steuererhöhung von ein Komplott?insgesamt 943 300 000 US-Dol-lar zum Gesetz erhoben, die Diese Sinneswandlung Ronaldhöchste einzelne Steueranhe- Reagans ging den Internationali-bung, die es jemals in der Ge- sten gegen den Strich, da er ei-schichte eines amerikanischen nen Großteil der Abbrucharbei-Staates gegeben hat. Senator ten wieder zunichte macht, dieSchmilz flehte den Gouverneur unter dem Carter-Regime voll-Reagan an, jenen »nicht das bracht wurden. Sie könntenVertrauen und die Herzen zu Reagan aus dem Weg habenbrechen«, die an ihn geglaubt wollen und zwar so schnell wiehatten. Aber es half nichts. nur möglich.Hat sich Ronald Reagan seit sei-ner Gouverneurszeit drastisch Die Establishment-Mediengeändert? Hat er seiner nach- brachten den Mordanschlag aufweislich liberalen Vergangenheit den Präsidenten am 30. Märzabgeschworen? Geht er heute 1981 als die Tat eines »Spin-auf der rechten Spur? Der heuti- ners«. Es wurde vielerorts er-ge amerikanische Präsident Ro- klärt, John W. Hinckley sei einnald Reagan antwortet mit ei- Einzelgänger, der ohne Auftrag-nem Ja. geber gehandelt habe. Dagegen deuten neuere Beweise daraufIm Verlauf des Wahlkampfes hin, daß die Medien erneut anvon 1980 und in den ersten Mo- einer massiven Verdunklungs-
  • 239kampagne arbeiten könnten, die darauf hin, daß der zukünftigean das erinnert, was nach der Attentäter tägliche MitteilungenErmordung Kennedys in Dallas erhalten hat, die für ihn so bela-im Jahre 1963 passiert ist. stend sein würden, werden sie zufällig mitgehört, daß er sie inBerichte aus einer Vielzahl un- einer öffentlichen Telefonzelleabhängiger Quellen wecken den entgegennehmen mußte.Verdacht, daß der Anschlag aufdas Leben von Reagan einen Am 2. April brachte eine Zei-sehr viel merkwürdigeren Hin- tung in Cleveland Beweise da-tergrund hat. Drei Wochen be- für, daß die Sicherheitsmaßnah-vor die Schüsse vor dem Wa- men um den Präsidenten wäh-shingtoner Hilton-Hotel fielen, rend seines Erscheinens im Wa-haben mehrere christliche Kir- shingtoner Hilton-Hotel dreichenämter einen Hinweis erhal- Tage zuvor erheblich durchbro-ten, daß an dem Wochenende chen worden waren. Nicht nur,vom 13./14. März ein großer daß dem Publikum erlaubt wor-Hexensabbat stattfinden soll. den war, ungewöhnlich nahe anVor kurzem von dem Hexen- dem Ausgang zu stehen, den derglauben Konvertierte haben aus- Präsident benutzte, sondern esgesagt, daß die Anhänger der fehlten auch andere Sicherheits-okkulten Kräfte in Amerika vorkehrungen. Edward V. Kel-planten, spezielle Zauber und ley, ein Freund der beiden Si-Flüche auf die Reagan-Regie- cherheitsbeamten, die sich aufrung zu legen. Hinckley warfen, nachdem er zu schießen anfing, gab eine auf-Einige Tage vor dem Hexen- schlußreiche Beobachtung be-sabbat hat Hinckley seine Woh- kannt: »Auf den Dächern befan-nung in Evergreen, Colorado, den sich keine Männer mit Ge-verlassen und ist in ein Motel wehren, wie damals, als Cartergezogen. Da er kurz davor seine hier im letzten Jahr auf demGitarre und Schreibmaschine ins Konvent war.«Pfandhaus gebracht hat, scheintes sicher zu sein, daß eine andere Einladung zurPerson seine Auslagen bezahlt Ermordunghat. Zusammen gesehen sprechen diese Ereignisse für die Wahr-Und eine weitere, höchst inter- scheinlichkeit, daß damit eineessante Entwicklung. Am »Einladung« zur Ermordung31. März hat Max Robinson von von Präsident Reagan gegebenKanal 25,PBS in dem Gebiet wurde. Nur durch ein Wunder istvon Akron Canton (Ohio) be- er dem Tod beziehungsweise sei-richtet, daß Hinckley »jeden Tag ner Beseitigung von der nationa-vor einer Telefonzelle auf einen len Bühne entgangen.Anruf gewartet hat, obwohl einTelefon in seinem Zimmer vor- Zweifellos hat Reagan beträcht-handen war.« Das deutet klar liche Kompromisse auf dem
  • 240Weg ins Weiße Haus schließen hörte Casey zu den »Denkern«,müssen. Ohne diese Kompro- die die Finanzierung für das Ka-misse wäre der Sieg unmöglich ma-Lastwagenprojekt in der So-gewesen. wjetunion zusammengebastelt haben, das von einmaliger Grö-Im Frühjahr und Sommer 1980, ße ist. Diese Anlage soll mehrals die öffentliche Meinungsum- Schwerlaster herstellen als allefragen anzeigten, daß der politi- US-Konzerne zusammen. Diesche Stern Ronald Reagans am Lastwagen aus diesem WerkAufsteigen war, wurde es der wurden für die Invasion von»unsichtbaren Regierung« klar, Afghanistan eingesetzt.daß das Jahr 1980 sehr wohl ein»Reagan-Jahr« werden könnte. Die Finanzierung des Kama-Sofort nach Reagans auffälligem Projektes ist zu 45 Prozent vonSieg über ihren eigenen, elitären der Export-Import Bank bereit-Kandidaten, George Bush, in gestellt worden - einer amerika-den Vorwahlen von New nischen Bundesbehörde, dasHampshire, hat das »Eastern heißt also von den amerikani-Establishment« Schritte unter- schen Steuerzahlern. Weitere 45nommen, um die volle Kontrolle Prozent hat Rockefellers Chaseüber Reagans Wahlkampf und Manhattan Bank zur Verfügungdas Management des bevorste- gestellt.henden republikanischen Kon-vents zu erlangen. Die Roten haben nur 10 Prozent des benötigten Kapitals aufge-William Casey, ein Mitglied des bracht.von Rockefeller beherrschtenCouncil on Foreign Relations Der erste handfeste Beweis für(CFR) - die unsichtbare Regie- den unglaublichen Druck, denrung - wurde als Reagans Wahl- die unsichtbare Regierung derkampfmanager eingeschleust. Geldmonopolisten auf RonaldVon da an lag die gesamte Ak- Reagan ausübte, wurde auf demtion bei den Liberalen, wenn- Nationalkonvent der Republika-gleich die konservative Wahl- ner in Detroit geliefert, nachdempropaganda und Jahrmarktakro- er mit überwältigender Mehrheitbatik an Intensität gewannen. zum Präsidentschaftskandidaten dieser Partei gewählt wordenCasey hat einen höchst interes- war.santen Werdegang. Als einSchützling von Henry Kissingerhatte er sich als ein so fleißiger Politik machtund ergiebiger Diener erwiesen, merkwürdigedaß man Richard Nixon emp- Bettgenossenfahl, ihn auf den Spitzenpostender Export-Import Bank zu set- Während seines gesamten Wahl-zen. Als Präsident dieser höchst kampfes hatte Reagan seineneinflußreichen Organisation ge- Anhängern versichert, er werde
  • 241für die Vizepräsidentschaft ei- nennung von Bush aufblinkten,nen Mann als Mitstreiter wäh- haben sich am 6. Novemberlen, der seine konservative Welt- 1980 heulende Sirenen gestellt,anschauung teilen würde. Viele als Reagan die Namen des Über-seiner Anhänger glaubten zuver- gangssystems bekannt gab, dassichtlich, er werde entweder Phi- mit der Vorbereitung seiner Re-lip Crane oder Jack Kemp als gierungsübernahme am 20. Ja-seinen Mitstreiter wählen, da nuar 1981 betraut wurde. Es warbeide tadellose Referenzen als voll mit Mitglieder des CFR be-Konservative haben. ziehungsweise der Trilateralen Kommission.Die hochfliegenden Hoffnungender Delegierten wurden zer- Eine solche Kollektion von Ei-trümmert, als Reagan, umgeben ne-Weltlern konnte nur einenvon Rockefeller, Kissinger, Ford Regierungsapparat aufbauen,und anderen Trilateralen und der zu ihren Gunsten gezinktCFR-Manipulanten, beide Män- sein würde. Die wirkliche Machtner zurückstieß. Er ging in das würde »ganz in der Familie«Trilaterale Lager hinein und bleiben. Mit der Bekanntgabegriff sich George Bush heraus. der Namen jener, die die ver- schiedenen Ressorts unter derBush, der in den Vorwahlen neuen Regierung leiten würden,Reagans Wirtschaftsprogramm kam die Bestätigung dieserverächtlich als »Hexereipolitik« Macht. Sämtliche politischebeschimpft hatte, hatte wieder- Spitzenposten der Reagan Ad-holt Strategien befürwortet, die ministration liegen in den Hän-denjenigen Reagans diametral den von Rockefeller-Agenten.entgegengesetzt waren. Nachseiner Ernennung behauptete Richard Viguerie, HerausgeberBush aus voller Brust, er nehme des »Conservativ Digest« hat dieReagans Standpunkt voll und Gefühle vieler amerikanischerganz ein. Die Politik macht Patrioten in Worten ausge-merkwürdige Bettgenossen. drückt: »Es sind dieselben al- ten Establishment-Republika-Allerdings ist die wunderbare ner, die Geschäftswelt, das Ea-Wandlung von Bush leicht zu er- stern Establishment. Diese Re-klären. Seit Jahren gehört er zu gierung ist eindeutig keine Re-dem »in«-Haufen. Er ist ein ver- gierung der Konservativen. Dietrauenswürdiges Mitglied der Leute, die Ronald Reagan ge-Rockefeller-Clique. Ehrlichkeit wählt haben, die 16 Jahre zu ihmund Integrität zählen nicht zu ih- gehalten haben, haben einenren Spielregeln. Zu den roten Faustschlag ins Gesicht erhal-Warnsignalen, die nach der Er- ten.«
  • 242XIV. Generalplan für eine Weltdiktatur»Was ist Wahrheit?« fragte ein hoher Beamter des römischen Reichsvor rund zweitausend Jahren. Eine Frage, die noch heute die meistenMenschen von sich abschütteln, sobald sie mit ihr in Berührungkommen. Unser Geist ist mit einem unerhört komplexen Computerzu vergleichen. Tag für Tag durchzucken ihn Millionen von Informa-tionen, die über die fünf Sinne in ihn hineingelangt sind. Auf derBasis dieser Datenlawine und unserer Auswertung dieser Datentreffen wir täglich Millionen von Entscheidungen. So automatisch istder Ablauf, daß wir uns der jeweils getroffenen Entscheidung nurselten bewußt sind.Leider läßt sich die große Mehr- sten Menschen einmal über dieheit der Menschen durchs Leben Wahrheit. Der größte Teil vontreiben, während sie diese auto- ihnen springt auf, klopft denmatischen oder halbautomati- Staub von den Kleidern und eiltschen Entscheidungen trifft, die seinen Geschäften nach, als seinur allzuoft auf Fehlinformatio- nichts geschehen.«nen, Halbwahrheiten und mitun-ter sogar auf unverblümten Lü- Wie handeln Sie in einer solchengen beruhen. Das ist ein unbe- Situation? Wenn Sie wirklichwußter Prozeß. Oft erkennen darüber nachdenken, werden Siewir die Gefahr erst, wenn es zu zugeben, daß Churchills Beob-spät ist. achtung wahr ist und in irgendei- ner Form auch auf Sie zutrifft.Wie steht es mit neuen oder unsnicht vertrauten Informationen? Den meisten Menschen er-Wie werden wir mit Daten fer- scheint die Welt als heillosestig, die unserem geistigen Com- Durcheinander sich widerspre-puter unmittelbar »einleuch- chender, verworrener Ideolo-ten«? In den meisten Fällen tritt gien.ein hochentwickelter, extremempfindlicher Abwehrmecha- Und doch existiert ein General-nismus in Aktion und überflutet plan, nachdem seit Beginn desuns mit beliebig vielen scheinbar 20. Jahrhunderts die systemati-logischen »Gründen«, die erklä- sche Zerstörung der Zivilisation,ren, warum es am besten ist, den aller Regierungen und Religio-Weg des geringsten Widerstan- nen und die ersten Schritte fürdes zu gehen und die neue die Errichtung einer totalitärenWahrheit baldmöglichst fallen Weltdiktatur abgelaufen sind. Erzu lassen. ist bekannt und wurde mehrmals veröffentlicht.Churchill drückte das einmal soaus: »An irgendeinem Zeitpunkt Dieser Generalplan für unserihres Lebens stolpern die mei- Jahrhundert basiert auf dem be-
  • 243rühmten Bericht über die Akti- halten, das man das »neue Te-vitäten und Pläne der Illumina- stament Satans« nennen kann.ten in den achtziger Jahren des Trotz aller Argumente über die18. Jahrhunderts. Herkunft und den Ursprung des Testaments, ist es zweifellos undDie Führer der Illuminaten sind unwiderlegbar »der Plan«, daseine kleine, aber mächtige »Komplott« oder der »Langzeit-Gruppe, die sich aus internatio- generalplan«, mit dem diese ver-nalen Bankiers, Industriellen, hältnismäßig kleine Gruppe im-Wissenschaftlern, militärischen mens wohlhabender, teuflischund politischen Führungskräf- geschickter und äußerst einfluß-ten, Erziehern, Wirtschaftlern reicher Männer die Führung inzusammensetzt. Sie alle haben allen Bereichen der Gesellschaftdie satanische Doktrin Adam stürzen und pervertieren will,Weishaupts und Albert Pikes um ihr Ziel zu erreichen. Sie ver-akzeptiert. Sie verehren Satan, sprechen Wohlstand, Luxus,wie das von Albert Pike in sei- »Selbstwertschätzung« und sinn-nem Buch »Morals and Dogma« liche Freude, um die Führer ingefordert wird. Sie anerkennen die Falle zu locken, aus der esdie Autorität keines Sterblichen kein Entrinnen mehr gibt.außer ihres Führers. Sie dienenkeiner Nation. Sie führen ihre Die Männer, die in dem neuenVerschwörung fort, um schließ- Testament Satans die teuflischelich die absolute Kontrolle über Verschwörung aushecken, wa-diese Welt und alles in ihr zu ren keine Atheisten. Sie sindgewinnen. Mitglieder der Illuminaten, Jün- ger des ursprünglichen »Licht- trägers« Satan, des Teufels. SieSie benutzen alle subversivenBewegungen, um die Massen der verehren Satan.Menschen in opponierendeGruppen in politischen, sozialen, Der Geheimordenrassischen, wirtschaftlichen und der Illuminatenreligiösen Fragen zu zersplittern. Der Illuminatenorden wurde amSie bewaffnen diese Gruppen 1. Mai 1776 von Dr. Adamund ermuntern sie, einander zu Weishaupt, Professor für katho-bekämpfen. Sie hoffen, die lisches Kirchenrecht an der Uni-Menschheit auf diesem selbst- versität Ingolstadt, gegründet.zerstörerischen Weg weiter zu Weishaupt brach dafür mit demführen, bis alle bestehenden po- Jesuitenorden, dem er als Prie-litischen und religiösen Institu- ster angehört hatte, und gründe-tionen abgeschafft sind. Wenn te seine eigene Organisation.das erreicht ist, soll ihr DespotHerrscher der ganzen Welt Weishaupt berichtet in seinemwerden. Buch - eine Art politisches Te- stament - »Über die geheimeDer Beweis für diese Behaup- Welt- und Regierungskunst« imtung ist in einem Dokument ent- dritten Abschnitt »Von den Ab-
  • 244sichten der ersten Stifter gehei- Taufheidentums«. Solche Na-mer Verbindungen«: »Die Frei- men würden kaum jemandenmaurerei sei die Stammutter der davon überzeugen, daß es sichmeisten heutigen, geheimen Ge- um wahres Christentum handelt.sellschaften; die meisten Stiftersolcher Orden seien Apostaten, Seit Jahrhunderten ist wohlbe-ausgeschlossene, mißhandelte kannt, daß diese Kirche im 17.oder nicht befriedigte Mitglieder Kapitel der Offenbarung des Jo-dieser Gesellschaft.« Dann ent- hannis als die große Kirche - diewickelt Weishaupt, wie wenig Bibel nennt sie die große Hure -ihn die Loge befriedigt habe und definiert ist, die unzähligewie allmählich der Plan in ihm »Töchter« (Nachkommen) aus-gereift sei, selbst einen Orden zu brütet und »die Bewohner dergründen. Erde geistig trunken gemacht hat vom Wein ihrer geistlichenMan meint heute, daß die Illu- Unzucht«.minaten beziehungsweise die sa-tanische Philosophie hinter ih- Diese mächtige weltweite Orga-nen, nur weil sie keine offen an- nisation hat also die Völker ge-erkannte Organisation mehr täuscht und korrumpiert. Wersind, für die westliche Welt kei- getäuscht wird, merkt davonne Bedrohung mehr darstellen. nichts, sonst hätte er ja nicht ge-Eine solche Annahme ist äußerst täuscht werden können. Wer ge-naiv. täuscht ist, mag absolut gutgläu- big sein - recht hat er deshalbEs wäre sowohl naiv als auch nicht.töricht zu glauben, daß die großereligiöse Renegatenbewegung, Es gibt Beweise dafür, daß simo-die unter Satans Leitung von Si- nische Kräfte sich mit den 111-mon Magus 33 nach Christus ins uminaten auf höchster EbeneLeben gerufen wurde, sich ir- vereinigt haben, um gemeinsamgendwie in Luft aufgelöst hätte. beider nächster Ziel zu erreichenWir sollten im Gegenteil davon - die restlose Eroberung derausgehen, daß Simons Bewe- Welt. Der mexikanische Priestergung in unserer heutigen Gesell- Joaquin Saenz Arriaga schildertschaft, die so offensichtlich irre- dazu Hintergründe in seinen Bü-geleitet und so eindeutig von Sa- chern in spanischer Sprachetan beeinflußt wird, sehr rührig »Die neue montinische Kirche«ist. Natürlich verkauft die mo- und »Der vakante Stuhl«.derne Ausprägung von SatansSimonischer Kirche ihre falschenWaren nicht unter dem Banner Novus Ordoder »geistlichen Verführungsge- Saeculorumsellschaft Simons«, der »Uner-schütterlichen Kirche der baby- Der Name »Illuminaten« impli-lonischen Mysterien« oder der ziert, daß Mitglieder des Ordens»Satanskirche des babylonischen die einzigen wirklich aufgeklär-
  • 245ten Menschen sind und wissen, Dokumente stammten von den»um was es wirklich geht«. Illuminaten in Deutschland undWeishaupt und seine Anhänger waren für den Großmeister derhielten sich für die Creme de la Großloge von Frankreich in Pa-creme der Intelligentsia, für die ris bestimmt.einzigen Menschen mit der Fä-higkeit, dem Wissen, der Ein- Der Kurier wurde von einemsicht und dem Verstehen, die Blitz getroffen. Alle Papiere fie-notwendig sind, wenn man die len in die Hand der Polizei, dieWelt regieren und ihr den Frie- sie an die bayerische Regierungden bringen will. Ihr erklärtes weiterleitete. Diese ordnete eineZiel war die Errichtung eines Razzia des Illuminaten-Haupt-»Novus Ordo Saeculorum«, ei- quartiers an, bei der weitere Do-ner neuen Weltordnung bezie- kumente sichergestellt wurden.hungsweise einer Weltregierung. So wurde entdeckt, daß die Ver- schwörer weltweite Ziele hatten.Die direkte Parallele zwischender vermessenen, eitlen, eogisti- Alle die sorgfältig dokumentier-schen Haltung Weishaupts und ten Beweise wurden der Regie-seiner Anhänger einerseits und rung Englands, Deutschlands,der Haltung, die Satan an den Österreichs, Frankreichs, PolensTag legte, als er und die von ihm und Rußlands überbracht. Ausgeführten Engel ihrem Schöpfer welchem Grund auch immer,die Herrschaft über das Univer- vermutlich aufgrund des Einflus-sum zu entreißen versuchten, ses von Insider-Illuminaten, be-andererseits ist offenkundig. Das schlossen die genannten Regie-Illuminatentum ist eindeutig Sa- rungen, den Warnungen keintanismus in einer seiner moder- Gehör zu schenken. Vier Jahrenen Spielarten: die Ziele sind danach explodierte die französi-praktisch identisch. Tatsächlich sche Revolution, die die ganzewar Satan der erste Illuminat. europäische Szene ins WankenDie Öffentlichkeit wurde zum brachte.erstenmal auf die Existenz derIlluminaten und ihres teuflischen Die Richtlinien der IlluminatenPlans zur Welteroberung auf- besagen, daß sie hinter den Ku-merksam, als sich 1875 ein lissen zu arbeiten hatten und ih-merkwürdiger Unfall ereignete. re Identität sowie ihre Verbin-Die Geschichte berichtet, daß dungen zu den revolutionärenein berittener Kurier der Illumi- Kräften niemals bekannt werdennaten mit Namen Lanze von durfte. Sie beschlossen darum,Frankfurt nach Paris jagte um den Historikern ein neues Do-Dokumente über Aktivitäten kument verfügbar zu machen. Esder Illuminaten im allgemeinen war so abgefaßt, daß der Ver-und ins Einzelne gehende In- dacht von den Illuminatenfüh-struktionen für die geplante rern abgelenkt und auf die Füh-französische Revolution im be- rer der jüdischen Revolutions-sonderen zu überbringen. Die bewegung in Rußland übertra-
  • 246gen werden sollte. Die beauf- schilds, die Rockefellers, die in-tragten Schreiber verwendeten ternationalen Bankers, späterden bei dem toten Kurier gefun- Adolf Hitler - der sich von die-denen Plan, aber sie änderten sen Plagiaten bei der Nieder-bestimmte Wörter und Sätze, schrift seines Buches »Meinum die Leser des »neuen« Do- Kampf« beeinflussen ließ - undkuments glauben zu machen, es viele, deren Namensnennung zuhandele sich um die jüdische Ka- weit führen würde.bale zur Erringung der Welt-herrschaft in Übereinstimmung In dem Versuch, die öffentlichemit den Richtlinien des politi- Aufmerksamkeit von dem tödli-schen Zionismus, so wie sie 1897 chen Ernst der Botschaft diesesvon Herzl verkündet wurden. satanischen Testaments abzulen- ken, behaupteten einige, esPlagiat als Vorwand handle sich um eine Fälschungfür Rassismus beziehungsweise um ein Plagiat. Da die Geschichte dieses Jahr-Die Illuminaten beschlossen, hunderts im Grunde streng nachden geänderten Plan einem her- den Angaben in Satans neuemausragenden Mann in Rußland Testament abgelaufen ist, erüb-zuzuspielen, dessen Ruf untade- rigt sich die Frage, ob es sich umlig war. Dieser Mann - ihr eine Fälschung oder ein Plagiatnichtsahnender Komplize - war der Jahrhundertwende handelt.Professor Sergei Nilus. Er prüfte Was in dem Testament beschrie-die Dokumente und hielt sie für ben und verkündet wird, wurdeecht. Mit der Veröffentlichung durch die Ereignisse der vergan-der Dokumente unter dem Titel genen 80 Jahre dieses Jahrhun-»Das Große im Kleinen und der derts bestätigt.Antichrist als nahe liegendestaatsrechtliche Möglichkeit« im Die Londoner »Times« schenkteJahr 1905 tat Professor Nilus ge- dem Dokument große Beach-nau das, was die Illuminaten von tung. Der erste Aufsatz dazu er-ihm erwartet hatten. Der Glaube schien am 8. März 1921. Es hießan die Authentizität der Doku- darin: »Welche böswillige Ge-mente wurde durch Vorwürfe sellschaft hat diese Pläne ge-wie »tollwütiger Antisemitis- schmiedet und triumphiert nunmus«, »Judenhetze«, »Rassis- über ihre Verwirklichung? Sindmus« und ähnliche Vorhaltun- sie gefälscht? Woher stammtgen unterdrückt, durch die die dann die unheimliche Gabe ei-Menschen von der Wahrheit ab- ner Prophezeiung, die zum Teilgelenkt wurden. bereits in Erfüllung ging, zum Teil der Erfüllung entgegenEs handelte sich ganz eindeutig schreitet? Haben wir diese trau-um eine satanische Verschwö- rigen Jahre hindurch gekämpft,rung. An diesen Intrigen waren um die heimliche Organisationviele beteiligt: Adam Weis- der deutschen Weltherrschaft zuhaupt, Karl Marx, die Roth- sprengen und zu vernichten, da-
  • 247mit wir hinter ihr eine viel ge- ments und gestattet einen ausge-fährlichere, weil heimlichere zeichneten Einblick in die Ver-entdecken? Sind wir durch An- schwörungskunst der Illumi-spannung jeder Fiber unseres naten.Volkskörpers einer >Pax Germa-nica< entronnen, um uns einer Der Verfasser dieser Zwiege->Pax judica< zu unterwerfen?« spräche, in denen Machiavelli als der »Usurpator« Napoleon undWer schrieb das neue Montesquieu als Geist der Ver- schwörung von 1789 auftreten,Testament Satans? verspottet allerdings den KaiserAm 17. und 18. August 1921 der Franzosen nicht um Napole-brachte die »Times« zwei Auf- on lächerlich zu machen, son- dern um den monarchischen Ge-sätze »Jewish World Plot« und danken im französischen Volk»Jewish Peru Exposed«. Darin zu ersticken. Darüber hinauswird berichtet, daß der Korre-spondent des Blattes in Kon- aber hat Joly-Joel den Sturz desstantinopel durch einen glückli- Hauses Bonaparte und die Kom-chen Zufall ein Buch erwischt mune von 1871 sowie die Tren- nung von Staat und Kirche vor-hätte, aus welchem die Doku-mente, also das neue Testament bereitet.Satans, abgeschrieben sei. Es Die französische Regierunghandelt sich um die Schrift von führte 1870 den Krieg mitMaurice Joly »Dialogue aux en- Deutschland herbei, um dadurchfers entre Machiavel et Montes- das drohende Unheil abzulen-quieu ou la Politique de Machia- ken. Vielleicht wäre das bei ei-vel au XIX. Siecle. Par un Con- nem siegreichen Krieg auch ge-temporain«. Sie erschien 1865 glückt. Die Vorbereitungen zumbei Mertens & Sohn in Brüssel Umsturz waren damals aberund eine deutsche gekürzte schon so weit vorgeschritten,Übersetzung im gleichen Jahr daß der Zusammenbruch desbei O. Wiegand in Leipzig. Von Kaiserreiches unmittelbar nachder französischen Ausgabe folg- der Schlacht bei Sedan erfolgte.te 1868 eine zweite Auflage mit Am 2. September 1870 hattedem Namen des Verfassers. Napoelon III. seine Unterre- dung mit Bismarck bei Donche-Ein Vergleich mit Satans Testa- ry, auf die die Übergabe desment zeigt, daß der Verfasser Heeres in Frenois folgte. Darandas Buch von Joly gekannt und schloß sich die Begegnung deseinzelne Sätze daraus übernom- französischen Kaisers mit demmen hat. Die »Times« schreibt König Wilhelm I. von Preußendazu, Joly-Joel hätte in seinem im Schloß Bellevue. NapoleonBuch Napoleon III. »verspot- überreichte dem König seinentet«. Gewiß, das hat er getan, Degen und bat um ritterlicheaber das Buch enthält weit mehr. Haft, die ihm auf Schloß Wil-Es ist tatsächlich ein Vorgänger helmshöhe bei Kassel zuteildes neuen satanischen Testa- wurde.
  • 248Terror mit lungen, den Aufstand niederzu- schlagen, wenn nicht die deut-Sachkenntnis sche Heeresleitung den SturmIn der Nacht vom 3. zum 4. Sep- auf Paris durch Besetzung ihrertember beantragte Jules Favre Vorposten-Stellungen erleich-bereits die Absetzung des Hau- tert und damit gleichzeitig einses Bonaparte. Der Vertreter Entweichen der Aufständischen verhindert hätte.der kaiserlichen Regierung Ge-neral Cousin-Montauban, »wag- Joly-Joel hatte die Kommunete nicht«, dieser Aufforderung mit seinem Buch nicht nurzum Hochverrat ernstlich entge- gründlich vorbreitet, er war auchgen zu treten, weil Heer und Na- selbst eifrig an den Vorgängen intionalgarde sich unzuverlässig Paris beteiligt. Joly-Joel warzeigten. Die Vorgänge erinnern Freimaurer und Illuminat.lebhaft an den 9. November 1918.Am 4. September, nachmittags, In dem neuen Testament Satansstürmte ein »Volkshaufe« den bekennt man sich zum AufstandSitzungssaal der gesetzgebenden in Paris im Jahre 1871. Der imKörperschaft, der Senat löste Testament enthaltene Plan istsich auf und man verkündete die auf jeden Fall Teil der Illumina-Volksregierung. Die Ziele der ten-Schriften. Der Verfasser desIlluminaten waren allerdings er- Testaments war also mit den er-heblich weiter gesteckt. Frank- wähnten Büchern und den geän-reich sollte dem Bolschewismus derten Dokumenten der Illumi-ausgeliefert werden, der unter naten vertraut und zitierte eifrigdem Namen Commune nach daraus.einigen mißglückten Versuchen Der wirkliche Beweis hinsicht-vom 18. März bis zum 29. Mai lich der Authentizität oder1871 in Paris mordete und Falschheit des Testaments liegtbrandschatzte, und nur an den natürlich nicht in dem, was die145 Häusern von Alfons Roth- Leute sagen. Der wirkliche Be-schild ehrfurchtsvoll vorüber weis ist der Inhalt des Testa-ging. Denkmäler französischer ments selbst und die tödlicheGrößen wurden mit Sachkennt- Präzision der Zukunftsdeutung.nis zerstört. Bürger und Geistli-che ermordet, wer mochte aber Henry Ford, der berühmte ame-dem Pöbel beigebracht haben, rikanische Industrielle, wirktedaß es sich schickt, Häuser rei- sehr überzeugend, als er in ei-cher Illuminaten bei solcher Ge- nem Interview mit der »Newlegenheit zu schonen? Vielleicht York World«, gedruckt am 17.können die Mitglieder des Rates Februar 1921, zu der Wahrhaf-der Dreihundert darüber Aus- tigkeit dieses Dokumentes sagte:kunft erteilen? »Das Einzige, was ich dazu sa- gen möchte ist, daß sie genau inSchwerlich wäre es der französi- den Gang der Dinge hineinpas-schen Regierung jener Zeit ge- sen. Sie sind mindestens sechs-
  • 249zehn Jahre alt, und sie haben die wismus marxistischer Kommu-Weltsituation bisher zutreffend nismus, und die Zeit war nochbeschrieben. Sie tun es noch.« nicht reif für den Einsatz militä- rischer Gewalt. Nichts, das 1865 geschrieben wurde, kann einenVoraussagen Einfluß auf die tödliche Präzi-wurden Wirklichkeit sion der Vorraussagen gehabt haben, von denen die meistenIn einem Brief an die Zeitschrift seither haargenau eingetroffen»Senator«, der am 27. August sind.1921 gedruckt wurde, schriebLord Sydenham: »Die Doku- Was ist das verblüffenste Merk-mente beschreiben in genaue- mal dieser Dokumente? Diesten Einzelheiten die Ziele des Antwort ist sehr wenigen be-Bolschewismus und die Metho- kannt und allumfassend. Derden, mit denen diese Ziele ver- Schlüssel der Geheimnisse,wirklicht werden. Diese Metho- wenn es eines ist, liegt in derden wurden bereits 1901 ange- Sicherstellung der Herkunft die-wandt, als Nilus den Erhalt der ses unheimlichen Wissens, aufDokumente bekanntgab, aber dem all die eingetroffenen Pro-auch damals war der Bolsche- phezeiungen basieren.«
  • 250AnhangProtokolle der Weltdiktatur:Das neue Testament SatansAlle Redensarten wollen wir beiseite lassen, dafür aber die Bedeu-tung jedes Gedankens besprechen und die Lage durch Vergleicheund Schlußfolgerungen beleuchten. Auf diese Weise kennzeichnenwir unser System. Man muß dabei stets berücksichtigen, daß dieMenschen mit bösen Trieben zahlreicher sind als die mit gutenEigenschaften. Deshalb wird in der Staatsverwaltung weit mehrdurch Gewalt und Rücksichtslosigkeit erreicht, als durch wissen-schaftliche Erörterungen. Jeder Mensch strebt nach Macht, jedermöchte »Selbstherrscher« - Diktator - werden, wenn er nur könnte.Dabei sind nur die Wenigsten bereit, das Allgemeinwohl dem eige-nen Vorteil nicht zu opfern.Was hat die Raubtiere, die man neue Macht tritt an die Stelle derMenschen nennt, in Schranken alten, die der Liberalismus zer-gehalten? Wer hat sie bisher ge- mürbt hat.leitet? Zu Beginn der gesell-schaftlichen Ordnung fügten sie In unserer Zeit ersetzt die Machtsich der rohen und blinden Ge- des Goldes den Liberalismus. Eswalt, dann dem Gesetz, das gab eine Zeit, da herrschte dernichts Anderes ist als die gleiche Gottesglaube. Der Begriff derGewalt in verschleierter Form. Freiheit läßt sich nicht verwirkli-Daraus folgere ich: Nach den chen. Niemand versteht es, ver-Naturgesetzen liegt das Recht in nünftigen Gebrauch davon zuder Macht! machen. Überläßt man ein Volk auf kurze Zeit der Selbstverwal-Diese Aufgabe wird wesentlich tung, so verwandelt sich diese inleichter, wenn der Gegner selbst Zügellosigkeit. Von diesem Au-von dem falschen Begriff »Frei- genblick an entstehen Zwistig-heit«, dem sogenannten Libera- keiten, die sehr bald in Wirt-lismus, angesteckt wird und sich schaftskämpfe ausarten. Diediesem Begriff zuliebe seiner Staaten geraten in Brand, undMacht begibt. Hier gelangt unse- ihr Ansehen versinkt in Asche.re Lehre zum offenkundigenSiege: Wenn die Zügel der Ver- Mag nun ein Staat durch innerewaltung am Boden schleifen, Umwälzungen erschöpft oderdann erfaßt nach den Naturge- durch Bürgerkrieg in die Gewaltsetzen eine neue Hand die Zügel äußerer Feinde geraten sein, sound zieht sie an. Denn die blinde ist er auf jeden Fall dem Unter-Masse des Volkes kann nicht ei- gang geweiht; dann ist er in un-nen Tag ohne Führer sein. Die serer Gewalt. Die Herrschaft des
  • 251So sah Albrecht Dürer in seiner Holzschnittfolge »Die Apoka-lypse« die babylonische Hure, die noch heute regiert.
  • 252Geldes, über das wir ganz allein wenn sie auf Grund gesunderverfügen, reicht ihm einen Vorschläge angebahnt wird. Je-Strohhalm hin, an dem sich die de Entscheidung der MasseRegierung wohl oder übel an- hängt von einer zufälligen oderklammern muß, will sie nicht künstlich zusammengebrachtenrettungslos in den Abgrund ver- Mehrheit ab, die sich, in Un-sinken. kenntnis der Schliche in der Staatskunst, zu den törichtstenIch frage denjenigen, der vom Entschlüssen hinreißen läßt undfreisinnigen Standpunkt aus sol- so den Keim der Gesetzlosigkeitche Erwägungen für unsittlich in die Staatsverwaltung legt.hält: »Wenn jedes Reich zweiFeinde hat, und wenn es dem Die Staatskunst hat mit dem Sit-äußeren Feind gegenüber er- tengesetz nichts gemein. Einlaubt ist und nicht als unsittlich Herrscher, der an der Hand desgilt, jegliches Kampfmittel anzu- Sittengesetzes regieren will, ver-wenden, zum Beispiel den Feind steht nichts von der Staatskunstnicht mit den Verteidigungs- und ist daher keinen Augenblickund Angriffsplänen bekannt zu auf seinem Thron sicher. Wermachen, ihn nachts und mit regieren will, muß mit List undüberlegenen Streitkräften anzu- Heuchelei arbeiten. Hohe völki-greifen, weshalb sollten solche sche Eigenschaften - EhrbarkeitMaßnahmen gegenüber dem und Offenheit - sind Klippen fürschlimmeren Feind, der die ge- die Staatskunst, denn sie stürzensellschaftliche Ordnung und den besser und sicherer vom ThronWohlstand zerstört, unmoralisch als der stärkste Feind. Diese Ei-genannt werden?« genschaften mögen die Kennzei- chen der nicht illuminierten Rei-Wie kann ein gesund und folge- che sein. Wir dürfen uns niemalsrichtig denkender Geist hoffen, von ihnen leiten lassen.die Volksmassen mit Erfolgdurch Vernunftsgründe und güt- Unser Recht liegt in der Stärke.liches Zureden zu regieren, Das Wort »Recht« ist ein künst-wenn dem Volk die Möglichkeit lich gebildeter und durch nichtsdes Widerspruchs zusteht, der bewiesener Begriff. Es bedeutetzwar unsinnig erscheinen mag, nicht mehr als: »Gebt mir, wasdem oberflächlich urteilenden ich wünsche, damit ich einen Be-Volk aber angenehm dünkt? weis dafür habe, daß ich stärker bin als ihr.«Der große Haufe, der sich aus-schließlich von seichten Leiden- Der Zweckschaften, Aberglauben, Ge- heiligt die Mittelwohnheiten, Überlieferungenund gefühlsvollen Lehrsätzen Wo fängt das Recht an? Wo hörtleiten läßt, verstrickt sich in den es auf? In einem Staat, in demParteigeist, der jede Möglichkeit die Macht schlecht geregelt ist,einer Verständigung ausschließt, in dem die Gesetze und der
  • 253Herrscher durch zahlreiche der Masse blind, unvernünftigRechte des Freisinnes machtlos und urteilslos ist, daß sie baldgeworden sind, schöpfe ich ein nach rechts, bald nach linksneues Recht: mich nach dem horcht. Ein Blinder kann BlindeRecht des Stärkeren auf die Ver- nicht leiten, ohne daß er sie anwaltung zu stürzen, meine Hand den Abgrund führt. Folglichauf die Gesetze zu legen, alle können die Angehörigen derEinrichtungen umzubilden und Masse, Emporkömmlinge ausder Herr derer zu werden, die dem Volk, mögen sie auch hoch-uns ihre Macht freiwillig aus begabt sein, in der Staatskunst»Liberalismus« überlassen nicht mitreden oder als Führerhaben. auftreten, ohne das ganze Volk zu verderben.Unsere Macht wird, da gegen-wärtig alle Mächte ins Wanken Ein Volk, das sich selbst, dasgeraten, unüberwindlicher sein heißt den Emporkömmlingenals jede andere, weil sie so lange aus der Masse überlassen bleibt,unsichtbar sein wird, bis sie so zerstört sein eigenes Gefügeweit gekräftigt ist, daß sie keine durch Parteikämpfe, die durchList mehr untergraben kann. die Jagd nach Macht und Ehren hervorgerufen werden, undAus dem vorübergehenden Un- durch die daraus entspringendenheil, das wir jetzt anrichten müs- Unruhen. Ist es möglich, daß diesen, wird die Wohltat einer un- Massen ruhig und ohne Eifer-erschütterlichen Regierung her- sucht urteilen und das Geschickvorgehen, die den vom Freisinne des Landes leiten können, dasgestörten regelmäßigen Gang sich nicht mit persönlichen In-des völkischen Daseins wieder- teressen vermengen läßt? Kön-herstellen wird. Der Zweck hei- nen sie es gegen äußere Feindeligt die Mittel. So wollen wir verteidigen? Das ist undenkbar:denn in unseren Plänen die Auf- Ein Feldzugplan, der in so vielemerksamkeit weniger auf das Teile zerfällt, wie die MengeGute und Sittliche als auf das Köpfe zählt, verliert seine Ein-Nötige und Nützliche lenken. heitlichkeit; er wird deshalb un- verständlich und unausführbar.Wenn wir einen erfolgreichenPlan für unsere Tätigkeit ausar- Die Masse bestehtbeiten wollen, dann müssen wir aus Barbarendie Gemeinheit, die Unbestän-digkeit, den Wankelmut der Nur eine selbstherrschende Per-Masse begreifen lernen. Wir sönlichkeit kann die Pläne dermüssen ihre Unfähigkeit zum Staatsleitung in voller KlarheitVerständnis und zur Würdigung in einer Ordnung ausarbeiten,der Bedingungen des eigenen die alles im Mechanismus derLebens, der eigenen Wohlfahrt Staatsmaschine richtig verteilt.berücksichtigen. Wir müssen in Hieraus folgt, daß die geeignet-Rechnung ziehen, daß die Macht ste Staatsform eines Landes dort
  • 254gefunden ist, wo die Leitung in Volk zu lenken. Die Gewalt bil-der Hand einer verantwortlichen det die Grundlage, aber List undPersönlichkeit liegt. Ohne unbe- Verschlagenheit wirken alsdingte Gewalt kann keine Zivili- Machtmittel für solche Regie-sation bestehen; diese ruht nicht rungen, die nicht gewillt sind, ih-auf den Massen, sondern auf ih- re Krone den Vertretern irgend-rem Führer, mag er sein, wie er einer neuen Macht zu Füßen zuwill. Die Masse besteht aus Bar- legen. Dieses Übel ist das einzi-baren, die ihr Barbarentum bei ge Mittel, um zum guten Ziel zujeder Gelegenheit zeigt. Sobald gelangen. Daher dürfen wirdie Masse die Freiheit an sich nicht zurückschrecken vor Be-reißt, verwandelt sie diese in Ge- stechung, Betrug, Verrat, sobaldsetzlosigkeit, die den höchsten sie zur Erreichung unserer PläneGrad der Barbarei bildet. dienen. In der Staatskunst muß man fremdes Eigentum ohneSehen Sie sich die vom Wein- Zögern nehmen, wenn hierdurchgeist durchseuchten Tiere an, die nur Unterwürfigkeit und Machtvom Wein betäubt sind. Das erlangt werden.Recht auf den unmäßigen Wein-genuß wird zugleich mit der Freiheit, Gleichheit,Freiheit verliehen. Lassen Sie Brüderlichkeitunser Volk nicht so weit geraten.Die nicht illuminierten Völker Unsere Regierung, die den Wegsind vom Weingeist benebelt, ih- friedlicher Eroberung geht, darfre Jugend ist durch übertriebene die Schrecken des Krieges durchDurchforschung der Klassiker weniger bemerkbare, aber um soebenso verdummt wie durch frü- wirksamere Hinrichtungen er-he Laster, zu denen sie von un- setzen, mit denen die Schrek-seren Beauftragten, den Haus- kensherrschaft aufrecht erhaltenlehrern, Dienern, Erzieherinnen werden muß, um blinden undin den reichen Häuser, Hand- unbedingten Gehorsam zu er-lungs-Gehilfen, ferner von unse- zwingen. Gerechte, aber uner-ren Weibern an Vergnügungsor- bittliche Strenge bildet die besteten der Nicht-Illuminierten ver- Stütze der Staatsgewalt. Nichtleitet werden. Zu diesen zähle allein des Vorteiles wegen, son-ich auch die sogenannten »Da- dern vor allem auch im Namenmen der Gesellschaft«, die das der Pflicht, des Sieges halber,Beispiel des Lasters und der müssen wir festhalten an derPrunksucht freiwillig nach- Anwendung von Gewalt undahmen. Heuchelei. Die Lehre, die auf kühler Berechnung beruht, ist soUnsere Lösung ist: Gewalt und stark, wie die von ihr angewand-Heuchelei! Nur die Macht er- ten Mittel sind. Deshalb werdenringt den Sieg in staatsrechtli- wir nicht so sehr durch diesechen Fragen, namentlich wenn Mittel selbst wie durch die Uner-sie in den Talenten verborgen bittlichkeit unserer Lehre trium-ist, die notwendig sind, um ein phieren und damit alle Regie-
  • 255Die Engel mit dem Schlüssel zum Abgrund. Der Zweck heiligtdie Mittel der Illuminaten und ihrer Organisationen.rangen unserer Oberregierung die auf solchen Lockruf von al-unterwerfen. Es genügt zu wis- len Seiten herbeiflogen, oft wie-sen, daß wir unerbittlich sind, derholt. Diese Worte haben dieum jeden Ungehorsam zu besei- Wohlfahrt der Welt, die wahretigen. persönliche Freiheit, die früher vor dem Druck der Masse ge-Schon im Altertum ließen wir schützt war, zerstört. Selbst dieunter den Völkern den Ruf er- verständigen und klugen Nicht-schallen: »Freiheit, Gleichheit, Illuminierten verstanden den ei-Brüderlichkeit!« Diese Worte gentlichen Sinn dieser Wortehaben gedankenlose Papageien, nicht, sie erkannten nicht ihren
  • 256inneren Widerspruch. Sie sagten Worte wie Würmer, die amsich nicht, daß die Natur keine Wohlbefinden der Nicht-Illumi-Gleichheit kennt, daß sie keine nierten saugen, indem sie überallFreiheit geben kann. den Frieden, die Ruhe, den Ge- meinsinn der Nicht-Illuminier-Die Natur selbst hat die Un- ten unterwühlten und dadurchgleichheit des Verstandes, des die Grundlagen ihrer HerrschaftCharakters, der Fähigkeiten und zerstörten. Sie sehen, meinedie Unterwerfung unter ihre Ge- Herren, die Folgen, die zumsetze eingerichtet. Die Nicht-Ill- Triumph unserer Sache gedientuminierten überlegen nicht, daß haben. Sie gaben uns die Mög-die Volksmasse eine blinde Ge- lichkeit, den höchsten Triumphwalt ist, daß aber auch die von zu erhäschen: die Vernichtungihr gewählten Emporkömmlinge der Adelsvorrechte oder, besserebenso blind sind wie die Masse gesagt, des eigentlichen Wesensselbst, daß der Eingeweihte, der nicht-illuminierten Adels-selbst wenn er ein Tor ist, regie- herrschaft, die das einzigeren kann, während der Uneinge- Schutzmittel der nicht-illumi-weihte, auch wenn er ein Hoch- nierten Völker und Staaten ge-geist ist, nichts von der Staats- gen uns bildete.kunst versteht. Alle diese Dingehaben sie übersehen. Auf den Trümmern des alten Bluts- und Geschlechtsadels er-Darauf beruhten aber die fürstli- richteten wir den Adel unsererchen Regierungen: Der Vater Gebildeten, den Geldadel. Wirübertrug seine Kenntnis auf den haben diesen neuen Adel ge-Sohn, so daß sie nur den Mitglie- schaffen nach dem Maßstab desdern des Herrscherhauses be- Reichtums, der von uns abhän-kannt wurde und ihre Geheim- gig ist und der Wissenschaft, dienisse dem regierten Volk von von unseren weisen Männernniemandem verraten werden geleitet wird.konnten. Mit der Zeit ging derSinn solcher Übertragung des Unser Triumph wurde noch da-wahren Inhaltes der Staatskunst durch erleichtert, daß wir imverloren, und das trug zum Er- Verkehr mit den Leuten, die wirfolg unserer Sache ebenfalls bei. brauchen konnten, immer auf die empfänglichsten Seiten desUnersättlichkeit menschlichen Geistes hingewirktmenschlicher Bedürfnisse haben: auf die Rechnung mit dem Geld, auf die Habgier, aufAn allen Ecken der Welt führten die Unersättlichkeit der mensch-die Worte »Freiheit, Gleichheit, lichen Bedürfnisse. Jede dieserBrüderlichkeit« mit Hilfe unse- menschlichen Schwächen ist anrer geheimen Vertreter unseren sich geeignet, die EntschlußkraftReihen Riesenmengen zu, die zu töten, indem sie den Willenunsere Fahnen mit Begeisterung der Menschen dem Käufer ihrertrugen. Indessen wirkten jene Tätigkeit zur Verfügung stellt.
  • 257Der Begriff der Freiheit gab die leicht zu Bauern in unseremMöglichkeit, die Masse zu über- Schachspiel herabsinken undzeugen, daß die Regierung sich ganz in den Händen unserernichts anderes sei wie der Beauf- geschulten und begabten Ratge-tragte des Eigentümers des Lan- ber befinden, die von Jugend aufdes, nämlich des Volkes, daß zur Herrschaft über die ganzeaber dieser Verwalter gewech- Welt erzogen wurden.selt werden könne, wie man ab-getragene Handschuhe wechselt. Wie Ihnen bekannt ist, haben diese Sachverständigen ihreDie Absetzbarkeit der Volksver- Kenntnis der Regierungskunsttreter gab diese in unsere Gewalt aus unseren staatsmännischenund machte ihre Ernennung Plänen, aus den Lehren der Ge-gleichsam von uns abhängig. schichte und den Beobachtun- gen der Gegenwart geschöpft.Macht unsererVorherrschaft Die Nicht:Illuminierten kennen nicht die Übung leidenschaftslo- Für unsere Zwecke ist es unbe- ser, auf die Geschichte begrün-dingt erforderlich, daß Kriege, deter Beobachtungen, sie lassen soweit es möglich ist, keine sich von einer wissenschaftlichenLandgewinne bringen; dann Gewandtheit leiten, die ohnewerden sie auf das wirtschaftli- prüfenden Vergleich mit den Er-che Gebiet übertragen, wo wir gebnissen arbeitet. Es hat darumden Völkern die Macht unserer für uns keinen Sinn, sich um sieVorherrschaft zum Bewußtsein zu kümmern - mögen sie bis diebringen werden. Solche Lage lie- Zeit reif ist in der Hoffnung auffert beide kriegsführenden Par- neue Freuden oder in der Erin-teien unseren über den ganzen nerung an vergangene leben.Erdball verteilten Vertreternaus, die über Millionen von Au- Die Hauptsache ist, daß sie festgen verfügen und durch keine an das glauben, was wir ihnen alsLandesgrenzen eingeengt wer- Gebote der Wissenschaft einge-den. Dann werden unsere Rech- träufelt haben. Darum erweckente die Rechte der Völker wegwi- wir fortwährend durch unsereschen und diese ebenso regieren, Presse ein blindes Zutrauen zuwie die Macht der Regierungen diesen Geboten. Die klugenjetzt die. Beziehungen der Köpfe der Nicht-IlluminiertenStaatsangehörigen zueinander werden sich mit ihrem Wissenregelt. brüsten und die »aus der Wis- senschaft« gewonnenen Kennt-Die von uns nach ihren sklavi- nisse geschickt zu verwirklichenschen Fähigkeiten aus der Bür- suchen, ohne dieselben folge-gerschaft auserwählten Verwal- richtig zu prüfen und ohne zutungsbeamten werden für die ahnen, daß sie von unseren Ver-Verwaltungstätigkeit nicht vor- tretern zusammengestellt wur-bereitet sein. Sie werden daher den, um die Menschen in der für
  • 258uns notwendigen Geistesrich- kamen wir zu Einfluß und blie-tung zu erziehen. ben doch selbst im Schatten. Dank ihr haben wir Berge vonMit dem Zeitgeist Gold in unsere Hände gebracht,der Völker rechnen ohne uns darum zu kümmern, daß wir es aus Strömen von BlutGlauben Sie nicht, daß unsere und Tränen schöpfen mußten.Behauptung nur leere Worte sei-en. Blicken Sie auf die von uns In den Schraubstöckenausgegebenen Erfolge der Leh- der Illuminatenren von Darwin, Marx undNietzsche. Ihre zersetzende Wir- Das Ziel, das wir uns gestecktkung auf nicht-illuminierte Köp- haben, liegt, wie ich Ihnen heutefe sollte uns wenigstens klar sein. schon mitteilen kann, nur noch wenige Schritte entfernt. WirWir müssen mit dem Zeitgeist, brauchen nur noch einen kleinenmit den Charakteren und Stim- Weg zurückzulegen, dann ist dermungen der Völker rechnen, um Kreis der symbolischen Schlangein der Staatskunst und Verwal- - des Sinnbildes unseres Illumi-tung keine Fehler zu begehen. naten-Ordens - geschlossen. Wenn dieser Ring erst geschlos-Unser Lehrgebäude, das der Ge- sen sein wird, dann preßt er allemütsart der Völker, mit denen europäischen Reiche mit kräfti-wir in Berührung kommen, an- gen Schraubstöcken zusammen.gepaßt werden muß, hat nurdauernden Erfolg, wenn es bei Die Waagschalen der Verfassun-der Anwendung im Leben die gen unserer Zeit werden baldLehren der Vergangenheit mit umkippen; denn wir haben sieden Forderungen der Gegenwart ungenau eingestellt, damit sieverbindet. nicht zur Ruhe kommen. Wir sorgen dafür, daß sie nicht auf-In den Händen der gegenwärti- hören, zu schwanken, bis ihr He-gen Regierung befindet sich eine bel durchgerieben ist. Die nichtgroße Macht, die die Gedanken- zu den Illuminierten Gehören-bewegungen im Volk hervorruft: den glaubten zwar, sie hättendie Presse. Sie hat die Aufgabe, den Waagebalken hart genug ge-auf angeblich notwendige For- schmiedet, und sie erwartetenderungen hinzuweisen, die Kla- immer, die Waage würde insgen des Volkes zum Ausdruck Gleichgewicht kommen. Dochzu bringen, Unzufriedenheit zu der Waagebalken, der die Waag-äußern und zu erwecken. In der schalen trägt, wird in Unruhe ge-Presse verkörpert sich der halten durch die Vertreter desTriumph des Geredes von der Volkes, die sich durch ihre unbe-Freiheit. Aber die Regierungen schränkte und verantwortlicheverstanden es nicht, diese Macht Macht zu allerlei Dummheitenzu benutzen, und so fiel sie in hinreißen lassen. Diese Machtunsere Hände. Durch die Presse verdanken sie dem Schrecken -
  • 259dem Terror - der in die Paläste gen einer aufgepeitschten Masseeindrang. Da die Herrschenden zertrümmert werden.nicht zum Herzen des Volkes ge-langen können, so vermögen sieauch nicht, sich mit diesem zu Rechte sind fürverständigen und gegen die die Armen HohnMachthungrigen zu wappnen. Die Völker werden durch ihreDa wir die sichtbare Gewalt der Armut, die stärker wirkt alsHerrscher und die unsichtbare Sklaverei und Leibeigenschaft,Macht der Massen getrennt ha- zu schwerer Arbeit verurteilt.ben, so haben beide ihre Bedeu- Von Sklaverei und Leibeigen-tung verloren; denn jede für sich schaft konnten sie sich auf demallein ist hilflos wie der Blinde einen oder anderen Weg befrei-ohne Stock. en, aber dem Elend können sie nicht entrinnen. Wir fügten inUm die Machthaber zum Miß- die Verfassungen solche Rechtebrauch ihrer Gewalt zu veranlas- ein, die für die Massen eine ein-sen, haben wir alle Kräfte gegen- gebildete Bedeutung haben,einander ausgespielt, indem wir aber keine wirklichen Rechteihr liberales Streben nach Unab- sind. Alle sogenannten »Volks-hängigkeit entwickelten. Wir rechte« bestehen nur in der Ein-suchten in diesem Sinn jegliche bildung, sie können niemals inUnternehmungslust zu beleben, die Wirklichkeit übertragenwir rüsteten alle Parteien aus, werden.wir machten die herrschendeMacht zur Zielscheibe allen Ehr- Was kann es der werktätigengeizes. Aus den Staaten machten Arbeiterschaft, die ihr Leben inwir Kampfplätze, auf denen sich harter Arbeit fristet, nützen, daßAufstände abspielen; nur noch einige Schwätzer das Recht zumein wenig Geduld, und die Auf- Reden erhalten haben, und daßstände und Zusammenbrüche die Zeitungsschreiber nebenwerden eine allgemeine Erschei- wahren Nachrichten auch jedennung bilden. Blödsinn zusammenschreiben dürfen. Tatsächlich bietet ihr dieUnermüdliche Schwätzer haben Verfassung keine anderen Vor-die Sitzungen der Volksvertre- teile als die armseligen Brocken,tungen und der Staatsverwaltun- die wir ihr von unerem Tisch ausgen in Schauplätze für Redner- dafür zuwerfen, daß sie für unsturniere verwandelt. Freche Zei- und unsere Vertreter stimmt.tungsschreiber, gewissenlose Rechte im Volksstaat sind fürSchmähschriftsteller fallen täg- den Armen in der Tat nur bitte-lich über die Vertreter der Re- rer Hohn. Er kann sie gar nichtgierung her. Der Mißbrauch der richtig ausüben, weil er täglich inMacht lockert schließlich die der Tretmühle der Arbeit steht,Grundstützen des Staates und die ihm kaum den nötigen Le-bereitet ihren Zusammenbruch bensunterhalt bewahrt. Kein Ar-vor. Alles wird unter den Schlä- beiter kann mit Sicherheit auf
  • 260einen ständigen Lohn rechnen; stand muß er sich unserem Wil-er ist abhängig von Aussperrun- len unterordnen, da er weder diegen durch die Fabrikherren und Kraft noch den Willen findet,von Streiks seiner Arbeitsge- um uns Widerstand zu leisten.nossen.Das Volk hat unter unserem Krönung unsererEinfluß die Herrschaft des Adels Weltherrschaftzerstört. Dieser war schon auseigenem Vorteil, der unzer- Hunger verschafft der Geld-trennlich mit den Grundlagen macht weit sicherere Gewaltder Volkswohlfahrt verbunden über die Arbeiter, als sie demist, der natürliche Verteidiger Adel von der gesetzlichen Machtund Ernährer des Volkes. Mit des Königs verliehen wurde.der Vernichtung des Adels ge- Durch die Not und den aus ihrriet das Volk unter die Herr- entspringenden Haß bewegenschaft reich gewordener Empor- wir die Massen. Wir beseitigenkömmlinge, die den Arbeitern mit ihrer Hilfe jeden, der uns aufdas Joch unbarmherziger unserem Weg hinderlich ist.Knechtung auferlegten.Wir erscheinen gewissermaßen Alle außer den Illuminaten ha-als die Retter der Arbeiter aus ben es verlernt, ohne unsere wis-dieser Knechtschaft, indem wir senschaftlichen Ratschläge zusie einladen, in die Reihen unse- denken. Deshalb erkennen sieres Heeres von Sozialisten, An- die dringende Notwendigkeitarchisten und Kommunisten ein- dessen nicht, woran wir, wennzutreten. Diese Richtungen un- unsere Herrschaft errichtet ist,terstützen wir grundsätzlich, an- unverrückbar festhalten werden:geblich auf Grund der Regeln In den Volksschulen muß dieunserer Bruderschaft, die durch einzige wahre Wissenschaft, diedie allgemein-menschliche Ver- wichtigste von allen, nämlich diepflichtung unseres sozialen Frei- Lehre vom gesellschaftlichenmaurertums bedingt werden. Bau des Lebens gepredigt wer-Der Adel, der von Rechts wegen den, der die Arbeitsteilung unddie Leistungen der Arbeiter in folglich auch die Einteilung derAnspruch nahm, hatte ein natür- Menschen in Klassen und Ständeliches Interesse daran, daß die erfordert.Arbeiter satt, gesund und kräftigwaren. Es muß unbedingt allen zum Be- wußtsein gebracht werden, daßWir aber wollen gerade das Ge- eine Gleichheit der Menschengenteil - nämlich die Entartung infolge der ungleichen Wichtig-aller, die nicht zu dem Kreis der keit verschiedenartiger Tätigkei-Illuminierten zählen. Unsere ten ausgeschlossen ist. Es mußMacht beruht auf der dauernden eine verschiedene Verantwor-Unterernährung und der Schwä- tung vor dem Gesetz bestehen;che des Arbeiters. In diesem Zu- denn man kann nicht die gleiche
  • 261»Der siebenköpfige Drache« und der Götzendienst des Goldeshaben nur ein Ziel: weltweite Versklavung der Menschen.Verantwortung verlangen von stimmte Kreise von Menscheneinem Mann, der durch seine beschränkt bleiben müssen, daHandlungen einen ganzen Stand sonst aus den Mißverhältnissenbloßstellt und von einem sol- zwischen Vorbildung und Berufchen, der nur seinen guten Na- eine Quelle menschlicher Leidenmen schändet. entsteht. Haben sich die Völker diese Lehren zu eigen gemacht,Die wahre Lehre vom gesell- so werden sie sich freiwillig denschaftlichen Bau des Lebens, die Gewalten und der von ihnen ein-wir als Illuminaten geheimhal- geführten Ordnung im Staat un-ten, zeigt, daß geistige Tätigkeit terwerfen. Bei dem heutigenund körperliche Arbeit auf be- Stand der Wissenschaft und bei
  • 262der Richtung, die wir ihr gege- Nachdem das Volk gemerkt hat-ben haben, vertraut das Volk te, daß ihm im Namen der Frei-blind dem gedruckten Wort und heit allerhand Zugeständnisseden ihm beigebrachten Irr- gemacht wurden, glaubte es,lehren. selbst Herr zu sein, und riß die Macht an sich. Natürlich stieß es,Diese Feindschaft muß sich bei wie jeder Blinde, auf eine Fülleder kommenden wirtschaftlichen von Schwierigkeiten, aus denenSpannung, die alle Börsenge- es selbst nicht heraus konnte.schäfte und Industrien lahmle- Auf der Suche nach Führerngen wird, noch wesentlich ver- verfiel es nicht darauf, zu seinenschärfen. Wir werden auf allen alten Führern zurückzukehren,uns zugängigen Schleichwegen es legte vielmehr seine Voll-und mit Hilfe des Goldes, das machten zu unseren Füßen nie-sich vollständig in unserer Hand der. Denken Sie an den Umsturzbefindet, eine allgemeine wirt- in Frankreich, dem wir den Na-schaftliche Spannung hervorru- men des »großen« gegeben ha-fen, gleichzeitig werden wir in ben. Die Geheimnisse seinerallen europäischen Ländern gan- Vorbereitung sind uns völlig be-ze Scharen von Arbeitern auf die kannt, war er doch das WerkStraße werfen. Diese Massen unserer Hände.werden gern das Blut derer ver-gießen, die sie in ihrer Einfalt Seit jenem Zeitpunkt führen wirvon Jugend auf beneiden, und die Völker aus einer Enttäu-deren Hab und Gut sie dann schung in die andere, damit sierauben können. sich auch von uns abwenden und dem Herrscher aus dem GeistDer Aufstand der Illuminaten zujubeln, denvon Paris wir für die Welt vorbereiten.An unsere Leute werden sie Gegenwärtig sind wir als Welt-aber nicht herankommen, weil macht unverwundbar; denn so-uns der Augenblick des Überfal- bald wir von einem Staat ange-les bekannt sein wird, und weil griffen werden, treten anderewir deshalb rechtzeitig Maßnah- Staaten für uns ein. Unsere un-men zum Schutz der Unserigen angreifbare Stellung wird durchtreffen werden. die unendliche Niedertracht derWir haben bewiesen, daß der Nicht-Illuminierten gefördert,Fortschritt alle Nicht-Illuminier- die vor der Macht kriechen, aberten in das Reich der Vernunft gegen die Schwachen unbarm-führen wird. Unsere Gewalt- herzig sind, die Vergehen uner-herrschaft wird es verstehen, bittlich bestrafen, Verbrechendurch vernünftige Strenge allen dagegen nachsichtig beurteilen,Aufruhr zu unterdrücken und die Widersprüche einer freienden Freisinn aus allen Zweigen Gesellschaftsordnung nicht hin-des staatlichen Lebens zu ver- nehmen wollen, aber geduldigdrängen. bis zum Märtyrertum eine von
  • 263kühner Herrschsucht ausgehen- Thron sitzen werden, dann wer-de Vergewaltigung ertragen. Sie den wir dieses Wort aus demdulden Mißbräuche von den Wortschatz der Menschheit ver-Diktatoren der Gegenwart, den tilgen, weil es der Inbegriff derMinister- oder Kammer-Präsi- tierischen Gewalt ist, die diedenten, für deren kleinsten sie Massen in blutgierige Raubtierezwanzig Könige enthauptet verwandelt. Allerdings fallenhätten. diese Tiere in Schlaf, wenn sie Blut genossen haben; dann las-Woraus erklärt sich diese merk- sen sie sich leicht in Ketten le-würdige Erscheinung, dieses gen. Gibt man ihnen aber keinnicht folgerichtige Verhalten der Blut zu saufen, so schlafen sieMassen gegenüber scheinbar nicht, sondern kämpfen.gleichartigen Vorgängen? Sie er- Jeder Volksstaat macht einekärt sich daraus, daß diese Dik- ganze Reihe von Entwicklungs-tatoren den Völkern durch ihre stufen durch. Der erste Ab-Vertreter einflüstern lassen, sie schnitt gleicht den ersten Tagenschädigten die Staaten absicht- der wahnsinnigen Handlungenlich, und zwar zu einem höheren eines Blinden, der von rechtsZweck. Das Ziel sei die allge- nach links taumelt. Der zweitemeine Wohlfahrt der Völker, ih- Abschnitt ist die Zeit der Volks-re Verbrüderung, gegenseitige verhetzung (Demagogie), ausVerpflichtung (Solidarität) undGleichheit. der die Gesetzlosigkeit (Anar- chie) entspringt. Diese führt un- vermeidlich zur Gewaltherr-Das Volk verurteilt schaft (Despotismus), die aberdie Gerechten nicht mehr öffentlich und gesetz- mäßig anerkannt ist und deshalbNatürlich wird ihnen nicht ge- keine Verantwortung mehrsagt, daß diese Vereinigung sich trägt. Es handelt sich dabei viel-nur unter unserer Herrschaft bil- mehr um eine unsichtbare undden soll. So verurteilt das Volk unbekannte Macht, um einendie Gerechten und läßt die Geheimbund, der im Verborge-Schuldigen straflos. Es läßt sich nen arbeitet, und sich deshalbmehr und mehr davon überzeu- in der Wahl, seiner Mittel kei-gen, daß es alles fertig bringen nerlei Schranken aufzuerlegenkönne, was es nur will. Unter braucht, der seine Vertretersolchen Umständen zerstört das überall vorschiebt und aus ihremVolk jede ruhige Entwicklung häufigen Wechsel nicht Schaden,und ruft bei jedem Schritt nur sondern Vorteile zieht; diese äu-neue Unordnung hervor. ßern sich unter anderem schonDas Wort »Freiheit« stürzt die darin, daß er sein Geld nicht zurmenschliche Gesellschaft in den Entlohnung für langjährigeKampf gegen alle Gewalten, ge- treue Dienste verwenden muß.gen die Macht Gottes und der Wer und was wäre wohl imstan-Natur. Wenn wir erst auf dem de, diese unsichtbare Macht zu
  • 264stürzen? Dieser Charakter kenn- ihren Vorteil suchen und dabeizeichnet nämlich unsere Macht! ihren gemeinsamen Feind über-Die äußerliche (profane) Tätig- sehen. Damit die Freiheit end-keit der Freimaurer dient dazu, gültig die noch nicht illuminierteunsere Macht und ihr Ziel zu Gesellschaft zerfetzt und auflöst,verschleiern: unser Kriegsplan, muß das Gewerbe auf demja selbst der Sitz unserer Macht Spielgeschäft aufgebaut werden.werden dem Volk stets verbor- Das wird dahinführen, daß diegen bleiben. Schätze, die die Industrie dem Boden entrissen hat, aus denAuch die Freiheit könnte un- Händen unserer Gegner in dieschädlich sein. Sie könnte im Taschen der Spieler, das heißt inStaatsleben ohne Nachteil für unsere Kassen übergehen.die Wohlfahrt der Völker wirk-sam werden, wenn sie sich auf Der auf das Äußerste ange-den Glauben an Gott und auf die spannte Kampf um die Vorherr-Nächstenliebe stützte, wenn sie schaft im Wirtschaftsleben undsich von allen Gedanken der die Erschütterungen des Mark-Gleichheit fernhielte, mit wel- tes müssen eine enttäuschte, kal-cher die auf Unterordnung beru- te und herzlose Gesellschaft inshenden Gesetze der Schöpfung Leben rufen; das ist sogar be-im Widerspruch stehen. Bei sol- reits geschehen. Diese Gesell-chem Gottesglauben würde sich schaft wird eine vollkommenedas Volk von der Geistlichkeit Abneigung gegen die hoheleiten lassen. Es würde friedlich Staatskunst und gegen die Reli-und bescheiden an der Hand sei- gion empfinden. Ihr einziger Be-ner Seelenhirten einherschreiten rater wird die Rechenkunst, dasund sich der von Gott gewollten heißt: das Gold sein! Mit ihmVerteilung der irdischen Glücks- werden sie einen förmlichengüter ruhig unterwerfen. Aus Götzendienst treiben im Hin-diesem Grund müssen wir unbe- blick auf die Genüsse, die es bie-dingt den Gottesglauben zerstö- ten kann.ren, jeden Gedanken an Gottund den Heiligen Geist aus der Wenn es so weit gekommen ist,Seele der Gläubigen herausrei- dann werden die unteren Schich-ßen und ihn durch zahlenmäßige ten weder um etwas Gutes zuBerechnungen und körperliche leisten, noch um Reichtümer zuBedürfnisse ersetzen. sammeln, sondern lediglich aus Haß gegen die bevorzugten Ge-Der Götzendienst sellschaftsklassen uns gegen un-des Goldes sere Mitbewerber um die Macht, nämlich gegen alle Nicht-Illumi-Wir Illuminaten lassen allen an- nierten folgen.deren keine Zeit zum Denkenund Beobachten; wir lenken ihre Welche Form der Staatsverfas-Gedanken auf Handel und Ge- sung kann man einer Gesell-werbe. So werden alle Völker schaft geben, in der die Bestech-
  • 265lichkeit überall vorherrscht, wo ich werde Ihnen jedoch das Ge-man nur durch geschickte Knif- genteil beweisen.fe, durch halbbetrügerischeSchiebungen zu Reichtum gelan- Solange die Völker noch zu ih-gen kann, wo die Zuchtlosigkeit ren Fürsten wie zu einer Offen-herrscht, wo die Sittlichkeit nur barung des göttlichen Willensdurch Strafverfügungen und aufschauten, beugten sie sichstrenge Gesetze aufrecht erhal- willig unter die Selbstherrschaftten werden kann, keineswegs der Könige. Als wir ihnen aberaber durch freiwillig befolgte den Gedanken von ihren eige-Grundsätze, wo Vaterlandsliebe nen Rechten zuflüsterten, be-und Gottesglaube von weltbür- gannen sie, in den Königen nurgerlichen Überzeugungen er- noch gewöhnlich Sterbliche zustickt werden? sehen. Das Gottesgnadentum verlor in den Augen des VolkesDie Massen nach jede Bedeutung. Als wir ihm denunserem Willen leiten Glauben an Gott geraubt hatten, sank die Macht der Krone aufDie Verfassung solcher Gesell- die Straße. Hier haben wir sie alsschaft kann nur auf einer Ge- öffentliches Eigentum aufge-waltherrschaft beruhen, die ich griffen.Ihnen später schildern werde.Wir werden eine größere Ver- Wir sind außerdem Meister dereinheitlichung der Verwaltung Kunst, die Massen und einzelneschaffen, um mit ihrer Hilfe alle Persönlichkeiten durch ge-Gewalt in unseren Händen zu schickte Bearbeitung in Wortvereinigen. Alle Zweige des und Schrift, durch gewandtestaatlichen Lebens unserer Un- Umgangsformen und allerleitertanen werden wir wie den Mittelchen, von denen die nichtGang einer Maschine durch Illuminierten keine Ahnung ha-neue Gesetze regeln. Diese Ge- ben, nach unserem Willen zu lei-setze werden nach und nach alle ten. Unsere VerwaltungskunstAbschwächungen und Freihei- beruht auf schärfster Beobach-ten beseitigen, die andere zuge- tung und Zergliederung, auf sol-lassen haben. chen Feinheiten der Schlußfol- gerung, daß niemand mit uns inUnser Reich soll durch eine Wettbewerb treten kann.grenzenlose Gewaltherrschaftgekennzeichnet werden, daß eszu jeder Zeit und an allen Orten Mit uns mußim Stande sein muß, den Wider- man rechnenstand unzufriedener Menschenim Keime zu ersticken. Man Auch in der Anlage unsererkönnte einwenden, daß sich die staatsmännischen Pläne und inGewaltherrschaft, von der ich der Geschlossenheit und Machtrede, mit dem Fortschritt unse- unserer Geheimbünde kann sichrer Zeit nicht vereinigen ließe, niemand mit uns messen. Nur
  • 266Einer der vier apokalyptischen Reiter von Albrecht Dürer: »Fürdie Menschen ist es gleichgültig, wer sie beherrscht: diekatholische Kirche oder wir Illuminaten.«
  • 267die Jesuiten könnten allenfalls auserwählt wurden. Gott selbstmit uns verglichen werden; doch hat uns die nötige Begabung ver-wir verstanden es, sie in den Au- liehen, damit wir uns dieser gro-gen der gedankenlosen Masse ßen Aufgabe gewachsen zeigen.herab zu setzen, weil sie eine Selbst wenn im gegnerischen La-sichtbare Körperschaft bilden, ger ein Geistesheld erstände, derwir selbst aber mit unserer ge- sich mit uns in einen Kampf ein-heimen Körperschaft im Schat- ließe, so müßte er dennoch un-ten blieben. Ist es übrigens für terliegen, da der Neuling sichdie Welt nicht gleichgültig, wer mit dem erprobten Krieger nichtsie beherrscht: das Haupt der messen kann. Der Kampf zwi-katholischen Kirche oder wir schen uns wäre so schonungslosIlluminaten? Für uns, die Er- geworden, wie ihn die Welt nochleuchteten, ist das freilich durch- nicht gesehen hat; auch wäre deraus nicht gleichgültig. Geistesheld zu spät gekommen.Zeitweilig könnte ein allgemei- Alle Räder der Staatsmaschinenes Bündnis aller nicht Illumi- werden durch eine Kraft getrie-nierten über uns obsiegen. Ge- ben, die ganz in unseren Händengen die Gefahr sind wir aber ruht: das Gold! Die von unserendurch den tief eingewurzelten, Gelehrten erdachte Volkswirt-unüberbrückbaren Zwiespalt schaftslehre hat schon längstunter den nicht Illuminierten ge- dem Geld eine überlegeneschützt. Im Laufe von zwanzig Machtstellung zugewiesen.Jahrhunderten haben wir bei ih-nen die persönlichen und völki-schen Gegensätze, den Rassen- Die öffentlicheund Glaubenshaß eifrig ge- Meinung beherrschenschürt. Dank diesem Umstandwird kein christlicher Staat Un- Um unbeschränkt herrschen zuterstützung finden, weil jeder können, muß sich die Geldmachtandere Staat glauben muß, daß die Alleinherrschaft in Handelein Bündnis gegen uns für ihn und Gewerbe erringen. Unsicht-nicht vorteilhaft sei. Wir sind bare Hände sind schon ameben zu stark, mit uns muß man Werk, um diesen Plan in derrechnen! Heute können die ganzen Welt zu verwirklichen.Mächte nicht einmal das kleinste Solches Vorrecht gibt den Indu-Übereinkommen untereinander striellen eine politische Macht;abschließen, ohne daß wir im diese dient aber zur Unterdrük-Geheimen unsere Hand dabei kung des Volkes. Heute ist esim Spiel haben. wichtiger, die Völker zu entwaff- nen, als in den Krieg zu führen;»Per me reges regnant - durch es ist wichtiger, die entflammtenmich herrschen die Könige.« Die Leidenschaften zu unseren Gun-Propheten haben uns gelehrt, sten zu benutzen, als sie zu lö-daß wir von Gott selbst zur schen; es ist wichtiger, auf frem-Herrschaft über die ganze Welt de Gedanken einzugehen und
  • 268sie zu benutzen, als sie zu be- dem Wirrsal nicht mehr zurecht-kämpfen. finden und zu der Überzeugung kommen, daß es am besten sei,Die Hauptaufgabe unserer Ver- in staatsrechtlichen Fragen über-waltung besteht darin, die öf- haupt keine Meinung zu haben,fentliche Meinung durch eine da dem Volk in diesen Dingenzersetzende Beurteilung aller der nötige Überblick fehlt, undVorgänge in ihrer Widerstands- nur derjenige sie wirklich über-kraft zu lahmen, den Menschen schauen könne, der das Volkdas eigene Denken, das sich ge- selbst leitet. Das ist unser erstesgen uns aufbäumen könnte, ab- Geheimnis!zugewöhnen; und die vorhande-nen Geisteskräfte auf bloße Das zweite, für den Erfolg unse-Spiegelfechtereien einer hohlen rer Sache nicht minder wichtigeRedekunst abzulenken. Geheimnis besteht darin, die Fehler und Gebrechen des Vol-Zu allen Zeiten hielten die Völ- kes möglichst zu vermehren. Al-ker und die einzelnen Persön- le schlechten Gewohnheiten,lichkeiten das Wort für die Tat; Leidenschaften, alle Regeln dessie begnügten sich mit dem geselligen Verkehrs müssen der-Schein, ohne zu merken, ob im art auf die Spitze getrieben wer-öffentlichen Leben auf Verspre- den, daß sich niemand in demchungen auch die Erfüllung tollen Durcheinander mehr zu-folgt. Darum werden wir dem rechtfinden kann, und die Men-Volk Ausstellungen veranstal- schen aufhören, einander zu ver-ten, auf welchen mit großer Be- stehen. Auf diese Weise wird esredsamkeit klar gemacht werden uns leicht sein, Zwietracht in al-soll, was wir für den allgemeinen len Parteien zu säen, jedeFortschritt geleistet haben. Sammlung von Kräften, die sich uns noch nicht unterwerfen wol-Wir werden uns jeden freiheitli- len, zu verhindern und jede per-chen Gedanken aller Parteien sönliche Tatkraft, die unsere Sa-und Richtungen aneignen und che irgendwie stören könnte,unsere Redner beauftragen, ihn von vornherein zu entmutigen.so lange breitzutreten, bis wirdie Menschen mit den schönen Alle Völker beugenReden ermüdet und in ihnen ei- sich unserer Herrschaftnen Abscheu vor den Rednernaller Richtungen erzeugt haben. Es gibt nichts Gefährlicheres, als die Macht der Persönlichkeit. IstUm die öffentliche Meinung zu sie mit schöpferischen Geistes-beherrschen, müssen wir Zweifel kräften ausgestattet, so vermagund Zwietracht säen, indem wir sie mehr auszurichten als Millio-von den verschiedensten Seiten nen von Menschen, die wir mit-so lange einander widerspre- einander entzweit haben. Darumchende Ansichten äußern lassen, müssen wir die Erziehung derbis die nicht Illuminierten sich in nicht illuminierten Gesellschaft
  • 269dahin lenken, daß sie vor jeder die Zahlungsfähigkeit der Staa-Aufgabe, die Tatkraft und Ent- ten gesetzte Vertrauen (Staats-schlußfähigkeit erfordert, in kredite). Ich bitte die Volkswir-hoffnungsloser Schwäche die te, die Bedeutung dieses Gedan-Hände sinken läßt. Die Anspan- kens richtig abzuschätzen.nung, die durch die Freiheit desHandelns hervorgerufen wird, Mit allen Mitteln müssen wir dieerschlafft die Kräfte, sobald sie Macht unserer Oberherrschaftauf fremde Freiheit stößt. Dar- entwickeln; sie muß allen als dieaus entwickeln sich schwere sitt- Schirmherrin und Wohltäterinliche Zusammenstöße, Enttäu- derer erscheinen, die sich unsschungen und Mißerfolge. freiwillig unterwerfen. Der Adel, der nicht zum KreisDurch alle diese Mittel werden der Illuminaten gehört, hat alsdie nicht Illuminierten derart er- staatliche Macht ausgespielt.müden, daß sie gezwungen sein Wir brauchen mit ihm in dieserwerden, uns die Weltherrschaft Hinsicht nicht mehr zu rechnen.anzubieten. Wir sind nach unse- Als Grundbesitzer wirkt er aberrer ganzen Veranlagung sehr deshalb schädlich für uns, weil erwohl imstande, alle staatlichen dank den Quellen seiner Le-Kräfte der Welt ohne schroffen benshaltung unabhängig bleibenÜbergang in uns einzusaugen kann. Daher gilt es, ihn um je-und eine Oberherrschaft zu bil- den Preis seines Grundbesitzesden. An die Stelle der jetzigen zu berauben. Das beste MittelHerrscher werden wir ein hierzu ist die Erhöhung der Bo-Schreckgespenst setzen, das sich denbesteuerung zur Verschul-überstaatliche Verwaltung nen- dung des Landbesitzes. Diesenen wird. Wie Zangen werden Maßnahme wird den Grundbe-seine Arme nach allen Richtun- sitz in einem Zustand unbeding-gen ausgestreckt sein und eine so ter Abhängigkeit erhalten. Infol-gewaltige Einrichtung darstel- ge seiner ererbten Eigenschaftenlen, daß sich alle Völker unserer versteht der Adel, der nicht zuHerrschaft beugen werden. uns gehört, es nicht, sich mit Ge- ringem zu begnügen und deshalbSehr bald werden wir uns riesige muß er bald zugrunde gehen.Alleinrechte (Monopole) si-chern, die jeden fremden Wett-bewerb ausschließen und für uns Unterstützung deseine Quelle gewaltigen Reich- Verlangens nach Prachttums bilden. Von diesen illumi-nierten Alleinrechten werden Gleichzeitig müssen wir Handelselbst die großen Vermögen der und Gewerbe einen verstärktennicht Illuminierten in einer Wei- Schutz angedeihen lassen, undse abhängen, daß sie am ersten vor allem das Spielgeschäft för-Tag nach dem Zusammenbruch dern. Dieses dient uns als Ge-der alten Regierung eben ver- gengewicht gegen die zuneh-schwinden werden, wie das in mende Macht der Industrie. Oh-
  • 270ne Spielgeschäft würde die Indu- die keine Illuminaten sind, vomstrie das bürgerliche Kapital ver- Land entfernen.mehren und zur Hebung derLandwirtschaft beitragen, da sie Damit die nicht Illuminiertenden Grundbesitz aus der Schuld- den wahren Stand der Dingeknechtschaft der Landbanken nicht vor der Zeit erkennen,befreien könnte. Wir müssen es werden wir ihn sorgfältig ver-dazu bringen, daß die Industrie schleiern. Als Mittel dazu dienensowohl die Arbeitskräfte als unsere volkswirtschaftlichenauch das Geld aus der Landwirt- Lehren, aus denen scheinbar einschaft aufsaugt und durch das ernstes Streben spricht, für dieSpielgeschäft alle Schätze der Arbeiterklasse und die weltbe-Welt in unsere Hände ausliefert. wegenden Grundsätze mit allerDann sind alle nicht illuminier- Kraft einzutreten.ten Menschen arme Teufel, dannwerden sie sich vor uns beugen, Die starken Rüstungen, die Aus-um nur ihr Leben fristen zu gestaltung des Polizeiwesens, das alles dient nur zur Verwirkli-können! chung unserer bereits entwickel-Um alle Industrie zu zerstören, ten Pläne. Wir müssen dafür sor-die nicht zu dem Kreis der Insi- gen, daß es neben uns in allender gehört, werden wir uns ne- Staaten nur noch Besitzlose undben dem Spielgeschäft noch ei- einige von uns abhängige Millio-nes anderen Mittels bedienen: es näre gibt, außerdem Polizei undist die Entwicklung eines starken Soldaten.Verlangens bei nicht Illuminier- Wir müssen in ganz Europa undten nach Pracht, nach einem al- durch die Beziehungen von dortles verschlingenden Aufwand. aus auch in anderen Erdteilen Gärung, Streit und FeindschaftWir werden den Arbeitslohn erregen. Damit erreichen wir ei-steigern; das wird aber den Ar- nen doppelten Vorteil: Erstensbeitern keinen Nutzen bringen, werden uns alle Staaten fürch-weil wir gleichzeitig eine Preis- ten, weil sie genau wissen, daßsteigerung bei allen Gegenstän- wir jederzeit imstande sind, nachden des täglichen Bedarfs her- Belieben Unruhen hervorzuru-beiführen. Als Vorwand wer- fen oder die alte Ordnung wie-den wir dabei den Notstand der der herzustellen. Alle diese Län-Landwirtschaft und der Vieh- der sind gewohnt, uns als not-zucht benutzen. wendiges Übel zu betrachten.Wir werden die Quellen der Er-zeugung in Landwirtschaft und Geheimhaltung allerGewerbe künstlich und tief un- Unternehmungenterwühlen, indem wir die Arbei-ter an Gesetzlosigkeit und Zweitens werden wir durch un-Trunksucht gewöhnen und alle sere Umtriebe alle Fäden ver-geistig hochstehenden Kräfte, wirren, die wir mit Hilfe Staats-
  • 271rechtlicher oder wirtschaftlicher ein entgegengesetztes VerfahrenVerträge und Schuldverschrei- einschlagen und stets ehrbar undbungen nach allen Staatsleitun- entgegenkommend erscheinen.gen gesponnen haben. Um die- Befolgen wir diese Grundsätze,ses Ziel restlos zu erreichen, so werden die nicht illuminiertenmüssen wir bei den mündlichen Staatsleitungen und Völker, dieVerhandlungen mit großer Ver- wir daran gewöhnt haben, denschlagenheit und Verschmitzt- Schein für bare Münze zu neh-heit vorgehen; äußerlich dage- men, uns einst noch für diegen, in dem sogenannten amtli- Wohltäter und Retter des Men-chen Schriftwechsel, werden wir schengeschlechtes halten.Das Sonnenweib und der siebenköpfige Drache: »Mit uns mußman rechnen, überall haben wir die Hand im Spiel.«
  • 272Sobald ein Staat, der noch von werden ihnen amerikanische,nicht Illuminatien regiert wird, chinesische oder japanische Ge-es wagt, uns Widerstand zu lei- schütze in unserem Namen ant-sten, müssen wir in der Lage worten.sein, seine Nachbarn zum Krieggegen ihn zu veranlassen. Wol- Wir müssen uns mit allenlen aber auch die Nachbarn ge- Kampfmitteln, deren sich unseremeinsame Sachen mit ihm ma- Gegner gegen uns bedienenchen und gegen uns vorgehen, so könnten, auch ausrüsten. Wirmüssen wir den Weltkrieg ent- müssen uns deshalb mit allenfesseln. Feinheiten und mit allen Kniffen der Gesetzbücher vertraut ma-Der oberste Grundsatz jeder er- chen für den Fall, daß wir Ent-folgreichen Staatskunst ist die scheidungen fällen müssen, diestrengste Geheimhaltung aller übermäßig kühn und ungerechtUnternehmungen. Was der scheinen können; denn es istStaatsmann sagt, braucht keines- wichtig, diese Entscheidungen sowegs mit dem übereinzustim- zu fassen, daß sie als Ausfluß dermen, was er tut. höchsten sittlichen Rechtsord- nung erscheinen.Wir müssen die nicht von unsbeherrschten Staatsleitungen Sie dienen teils auszwingen, unseren breit angeleg-ten Plan, der sich schon der er- Ehrgeiz, teils auswünschten Vollendung nähert, Eigennutztatkräftig zu unterstützen. AlsMittel werden wir die öffentliche Unsere Leitung muß sich mit al-Meinung vorschützen, die wir len Hilfskräften der Zivilisationinsgeheim durch die sogenannte umgeben, in deren Mitte sie wir-achte Großmacht - die Presse - ken soll. Dazu gehören vor allemin unserem Sinn bearbeitet ha- Tagesschriftsteller, Rechtsge-ben. Mit ganz wenigen Ausnah- lehrte, Verwaltungsbeamte,men, die überhaupt nicht in Fra- Staatsmänner und schließlichge kommen, liegt die ganze Pres- solche Persönlichkeiten, die inse in unseren Händen. unseren Fachschulen eine be- sondere Vorbildung genossenWir wollen unseren Plan zur haben.Niederzwingung der nicht illu- Diese Leute werden von uns inminierten Staaten in Europa in alle Geheimnisse des gesell-wenige Worte zusammenfassen: schaftlichen Lebens eingeweiht.Einem von ihnen werden wir un- Sie erlernen jene Sprache, diesere Macht durch Mordanschlä- aus politischen Buchstaben undge, also durch die Schreckens- Worten zusammengesetzt ist. Siemänner, den Terror, beweisen. werden mit allen tieferen Grün-Sollte es zu einer gemeinsamen den der menschlichen Natur be-Erhebung aller europäischen kannt gemacht und mit allen ih-Staate wider uns kommen, so ren empfindlichen Saiten, deren
  • 273Anschlag sie verstehen müssen. keiten anvertrauen, deren Ver-Zu diesen Saiten gehören die be- gangenheit und Charakter für siesondere Geistesrichtung der bürgt. Hierzu gehört, daß zwi-Menschen, die nicht zu den Insi- schen ihnen und dem Volk eindern gehören, ihre Bestrebun- Abgrund klafft. Wir dürfen diesegen, Fehler, Laster und Tugen- Stellen nur solchen Persönlich-den, sowie die besonderen Ei- keiten anvertrauen, die das To-genschaften der einzelnen Klas- desurteil oder die Verbannungsen und Stände. gewärtigen müssen, falls sie un- seren Weisungen nicht gehor-Selbstverständlich dürfen die chen. Sie müssen bereit und ge-geisteskräftigen Mitarbeiter un- willt sein, unsere Interessen bisserer Regierung, von denen ich zum letzten Atemzug zu ver-spreche, nicht aus den Reihen treten.der nicht Illuminierten entnom-men werden, die durchaus ge- Sie müssen bei der Anwendungwohnt sind, ihre amtlichen unserer Grundsätze die EigenartPflichten auszuüben, ohne daran des Volkes berücksichtigen, inzu denken, was damit erreicht dessen Gebiet Sie sich aufhaltenwerden soll, ohne zu überlegen, und wirken werden. Die gleich-weshalb sie notwendig sind. mäßige Anwendung unsererNicht illuminierte Beamte unter- Grundsätze kann keinen Erfolgzeichnen häufig Schriftstücke, bringen, solange ein Volk nichtohne sie überhaupt zu lesen. Sie auf unsere Weise erzogen ist.dienen dem Staat teils aus Ehr- Wenn Sie aber vorsichtig zugeiz, teils aus Eigennutz, aber Werke gehen, werden Sie sehen,ohne eigentliches Ziel. daß schon ein Jahrzehnt genügt, um selbst den festesten Charak-Wir werden unsere Leitung mit ter zu verändern. Dann könnenunzähligen Volkswirten umge- wir ein neues Volk unter diejeni-ben. Der volkswirtschaftliche gen Völker einreihen, die sichUnterricht ist nämlich der wich- uns schon unterworfen haben.tigste Gegenstand bei der Aus-bildung zum Illuminaten. Wirziehen uns eine gewaltige Menge Pflicht dervon Bankleuten, Fabrikherren, GleichheitGeldmännern und, was dieHauptsache ist, von Millionären Sobald wir zur Herrschaft gelan-heran; denn in der Wirklichkeit gen, werden wir das alte freisin-wird doch alles durch die Zahl nige Feldgeschrei: »Freiheit,der Figuren entschieden. Gleichheit, Brüderlichkeit!« das im Grunde genommen von unse-Solange es noch gefährlich er- ren Logen in die Welt gesetztscheint, verantwortliche Staats- wurde, durch Gruppen vonstellen unseren illuminierten Wörtern ersetzen, die nur Ge-Brüdern zu übergeben, werden danken ausdrücken. Wir werdenwir sie nur solchen Persönlich- sagen: »Recht auf Freiheit,
  • 274Pflicht der Gleichheit, Vorbild In unserem Dienste stehen Leu-der Brüderlichkeit!« und damit ter aller Anschauungen undwerden wir den Bock bei den Richtungen: Männer, die eineHörnern packen. königliche Regierung wieder einführen wollen, Volksverfüh-In der Tat haben wir außer unse- rer (Demagogen), Sozialisten,rer eigenen schon jede Herr- Kommunisten und allerlei Wol-schergewalt beseitigt, obgleich kenkuckucksheimer (Utopi-rechtlich noch viel davon vor- sten). Wir haben sie alle für unshanden ist. Wenn heute irgend- in das Joch gespannt. Jeder vonein Staat gegen uns Einspruch ihnen untergräbt an seiner Stelleerhebt, so geschieht es nur der die letzten Stützen der Staatsge-Form halber, sogar mit unserem walt und sucht die bestehendeWissen und Wollen. Wir brau- Rechtsordnung umzustoßen.chen ihren Antisemitismus, um Durch solche Maßnahmen wer-unsere Brüder aus den unteren den alle Regierungen gepeinigt.Schichten zusammenzuhalten. Jeder sehnt sich nach Ruhe undIch will dies nicht näher ausfüh- ist bereit, um des lieben Friedensren, da wir über diesen Gegen- willen alles zu opfern. Wir aberstand schon wiederholt gespro- lassen sie nicht zur Ruhe kom-chen haben. men, bis sie unsere Welt-Ober- herrschaft offen und bedin-Tatsächlich gibt es für uns keine gungslos anerkannt haben. DasHindernisse. Wir üben unsere Volk stöhnt und verlangt nachOberherrschaft in jener ganz au- einer Lösung der gesellschaftli-ßergesetzlichen Form aus, die chen (sozialen) Frage im Wegeman mit dem Wort Gewaltherr- einer allgemeinen zwischen-schaft (Diktatur) zu bezeichnen staatlichen Verständigung. Dapflegt. Ich kann es mit voller aber alle Völker in Parteien zer-Überzeugung sagen, daß wir zur spalten sind und der Partei-Zeit die Gesetzgeber sind; wir kampf große Mittel erfordert, sosprechen Recht und üben die hängen alle Parteien und Völkervollziehende Gewalt aus, wir von uns ab; denn das Geld ha-strafen und begnadigen, wir sit- ben wir allein.zen als Führer aller unserer Hee-re hoch zu Roß. Uns leitet einfester Wille, da wir die Erbschaft Erziehung auf falscheneiner einst mächtigen Partei an- Grundsätzen und Lehrengetreten haben, die jetzt ganzvon uns abhängt. Wir verfügen Wir könnten befürchten, daß au-über einen unbändigen Ehrgeiz, ßerhalb der Insider die sehendenbrennende Habgier, schonungs- Kräfte der Herrschenden sichlose Rachsucht und unerbittli- mit den blinden Kräften derchen Haß. Völker vereinigen. Allein wirVon uns geht das Schreckge- haben alle Vorsichtsmaßregelnspenst, der umfassende Terror getroffen, um solche Möglich-aus. keiten zu verhindern. Zwischen
  • 275beiden Kräften haben wir eine werden wir persönlich mit demMauer in Gestalt einer gegensei- Volk auf den Straßen und Plät-tigen Schreckensherrschaft er- zen reden und es lehren, sich inrichtet. Auf diese Weise bleibt staatsrechtlichen Fragen diejeni-die blinde Masse des Volkes un- ge Auffassung zu eigen zu ma-sere Stütze. Wir und nur wir al- chen, die wir gerade brauchen.lein werden ihr als Führer die-nen und sie schließlich ganz un- Niemand kann nachprüfen, wasseren Zielen zuführen. dem Volk in den Dorfschulen gelehrt wird. Was aber der Be-Damit der Blinde seine Hand auftragte der Regierung odernicht unserer Leitung entzieht, Herrscher selbst dem Volk sagt,müssen wir von Zeit zu Zeit in das geht wie ein Lauffeuer überengste Gemeinschaft mit dem das ganze Land, denn es wirdVolk treten. Läßt sich das per- schnell durch die Stimme dessönlich nicht bewerkstelligen, so Volkes in alle Winde getragen.muß es durch unsere zuverlässi-gen Brüder geschehen. Sind wir Um die Einrichtungen der nichtals Macht erst anerkannt, so Illuminierten nicht vorzeitig zu zerstören, gingen wir mit größter Umsicht zu Werke und ergriffen zunächst nur die Enden der Triebfedern, durch die alles in Gang gehalten wird. Diese Triebkräfte waren früher streng, aber gerecht verteilt, wir aber ersetzten sie durch die freisinni- ge Willkür. Auf diese Weise un- tergruben wir die Rechtspre- chung, die Wahlordnung, die Presse, die Freiheit der Person und vor allem die Erziehung und Bildung des Volkes als Eckpfei- ler jeder wirklichen Freiheit. Wir haben die nicht illuminierte Jugend verdummt, verfuhrt und verdorben. Dieses Ziel wurdeMichaels Kampf mit dem Dra- von uns dadurch erreicht, daßchen: »Unser Reich wird wir ihre Erziehung auf falschendurch eine grenzenlose Ge- Grundsätzen und Lehren auf-waltherrschaft gekennzeich- bauten, deren Lügenhaftigkeitnet sein. Wir werden die Men- uns sehr wohl bekannt war, dieschen nach unserem Willen wir aber anwenden ließen.leiten, und sie geschickt mitWort und Schrift beein- Wir haben zwar die bestehendenflussen.« Gesetze nicht plötzlich geändert,
  • 276haben aber ihren Sinn durch wi- ihren Vertretern doch das Ver-derspruchsvolle Deutungen voll- gnügen über alles geht?kommen entstellt. Auf diesemWeg erzielten wir über Erwarten Für uns ist die Kenntnis diesesgroße Erfolge. Zunächst wurden Umstandes von der allergrößtendie Gesetze durch viele Deutun- Bedeutung. Sie wird uns zustat-gen verdunkelt und dann all- ten kommen bei den Verhand-mählich in ihr Gegenteil verwan- lungen über die Verteilung derdelt. Die Staatsleitung verlor je- Staatsgewalt, die Freiheit desde Übersicht und konnte sich Wortes, der Presse und desschließlich selbst in der äußerst Glaubens, das Recht des Zusam-verworrenen und widerspruchs- menschlusses, die Gleichheit vorvollen Gesetzgebung nicht mehr dem Gesetz, die Unverletzlich-zurecht finden. Daraus entwik- keit des Eigentums und derkelte sich die Theorie einer Wohnung, die indirekte Be-Rechtsprechung nach bestem steuerung und die rückwirkendeGewissen statt nach dem Ge- Kraft der Gesetze. Über alle die-setzbuch. se Fragen darf man mit dem Volk niemals offen und rück-Sie können einwenden, daß die, haltlos sprechen.die nicht zum Kreis der Illumi-naten oder Insider gehören, mit Ist es unumgänglich notwendig,der Waffe in der Hand über uns sie zu berühren, so dürfen wirherfallen werden, sobald sie vor uns nicht auf Einzelheiten ein-der Zeit entdecken, wie alles zu- lassen, sondern nur in allgemei-sammen hängt. Für diesen Fall nen Redensarten die Grundsätzehaben wir ein letztes, furchbares einer neuzeitigen (modernen)Mittel in der Hand, vor dem Gesetzgebung anerkennen. Dieselbst die tapfersten Herzen er- Bedeutung dieser Zurückhal-zittern sollen. Bald werden alle tung liegt auf der Hand: SolangeHauptstädte der Welt von Un- wir uns nicht offen fest gelegttergrundbahnen durchzogen haben, bleibt uns immer diesein. Von ihren Stollen aus wer- Möglichkeit, den einen oder an-den wir im Falle der Gefahr für deren Punkt auszuschließen;uns die ganzen Hauptstädte mit sind die Volksrechte aber erstallen Einrichtungen und Urkun- einmal aufgezählt, dann schei-den in die Luft sprengen. nen sie auch schon bewilligt zu sein.Sie werden unsauf Händen tragen Das Volk liebt und verehrt die Hochgeister unter den Staats-Ich bitte Sie, sich daran zu erin- männern; es beurteilt ihre Ver-nern, daß sich die Regierungen gewaltigungen in folgender Wei-und Völker in der Staatskunst se: »Das war niederträchtig,mit dem Schein begnügen. Wie aber sehr geschickt! Ein Gau-sollten sie auch den wahren nerstreich aber großartig ausge-Stand der Dinge erkennen, da führt! Mit welcher Frechheit!«
  • 277Wir rechnen darauf, alle Völker rung zu treten, ehe ein Urteilfür die Errichtung eines völlig über uns abgegeben wird.neuen Staatsgebäudes zu gewin-nen, das uns schon lange vor-schwebt. Deshalb müssen wir Unsere Pläne müssenvor allem dafür sorgen, daß un- starksere Führer Persönlichkeiten und zweckmäßig seinsind, die mit einer beispiellosenKühnheit und Geisteskraft auf Um dieses Ziel zu erreichen,ihr Ziel losgehen. Dann werden müssen wir vorher das allgemei-wir auf unserem Weg jeden Wi- ne Wahlrecht ohne Unterschiedderstand brechen. von Stand und Vermögen ein- führen, um die AlleinherrschaftWenn wir die von uns geplante (Absolutismus) der Mehrheit zuStaatsumwälzung vollzogen ha- schaffen, die wir von den gebil-ben, werden wir den Völkern sa- deten Schichten der Gesellschaftgen: »Es ist alles schrecklich allein niemals erhalten würden.schlecht gegangen, Ihr alle seid Nachdem wir so alle an den Ge-vor Leid und Gram erschöpft. danken der Selbstbestimmung gewöhnt haben, werden wir dieSeht, wir beseitigen die Ursa- Bedeutung der Familie und ihrechen eurer Leiden: die völkische erzieherischen Werte vernich-Abgeschlossenheit, die Landes- ten. Wir werden es zu verhin-grenzen, die Verschiedenartig- dern wissen, daß hochbegabtekeit der Währungen. Natürlich Persönlichkeiten erstehen, de-könnt Ihr über uns richten, aber nen die von uns geleiteten Mas-kann Euer Urteil gerecht sein, sen den Aufstieg, ja sogar diewenn Ihr es fällt, ehe Ihr das Aussprache nicht gestatten wird.erprobt habt, was wir Euch ge- Ist sie doch gewöhnt, nur uns zuben wollen?« folgen, da wir ihren Gehorsam und ihre Aufmerksamkeit gutDann werden sie uns zujubeln bezahlen. Auf diese Weise wer-und uns in heller Begeisterung den wir uns eine blindgefügigeauf den Händen tragen. Die Macht schaffen, die gar nicht im-Form der Abstimmung, mit de- stande sein wird, etwas gegenren Hilfe wir zur Herrschaft ge- den Willen unserer Vertreter zulangt sind, und an welche wir die unternehmen, denen wir die Lei-am niedrigsten stehenden Mit- tung der Massen anvertraut ha-glieder der Menschheit gewöhnt ben. Das Volk wird sich ihrerhaben, weil wir Versammlungen Herrschaft willig unterwerfen;veranstalteten und Vereinbarun- denn es wird wissen, daß vongen treffen ließen, wird ihren ihnen Arbeit, Zuwendungen al-letzten Dienst leisten; sie wird ler Art und jegliche Vorteile ab-zum letzten Mal in Erscheinung hängig sind.treten und dabei den einstimmi-gen Wunsch zum Ausdruck brin- Der Plan unserer Leitung mußgen, mit uns in nähere Berüh- fertig aus einem Kopf hervorge-
  • 278hen; denn er kann niemals feste annähernd die gleichen Einrich-Gestalt annehmen, wenn unzäh- tungen: Volksvertretung, Mini-lige Köpfe daran arbeiten wol- sterien, Staatsrat, Höchster Ge-len. Deshalb ist es uns wohl er- richtshof, gesetzgebende undlaubt zu wissen, was ausgeführt vollziehende Körperschaften.werden soll, wir dürfen die Vor- Ich brauche Ihnen die Beziehun-schriften aber niemals einer Be- gen dieser Staatseinrichtungenurteilung unterziehen. Sonst zueinander nicht zu erläutern.könnten wir die einzig dastehen- Das alles ist Ihnen gut bekannt.de Größe des Gesamtplanes,den Zusammenhang seiner ein- Ich bitte Sie nur, daran festzu-zelnen Teile, die Wirkung eines halten, daß jede dieser Staats-jeden Punktes, dessen geheimer einrichtungen irgendeine wich-Sinn verborgen bleibt, zerstören. tige Aufgabe im Staatsleben er- füllen muß. Das Wort »wichtig«Unterwerfen wir ein derartiges beziehe ich dabei nicht auf dasWerk der Beurteilung und Ab- Amt, sondern auf die Aufgabe;stimmung zahlreicher Gesin- folglich sind nicht die Ämternungsgenossen, so wird es un- wichtig, sondern die Aufgaben,vermeidlich die Spuren zahlrei- die sie zu erfüllen haben. Diecher Mißverständnisse in sich Ämter haben unter sich alletragen; denn nicht jeder ist im- wichtigen Zweige des Staatsle-stande, den tieferen Sinn und bens verteilt: die Verwaltung,Zusammenhang des Ganzen zu die Gesetzgebung und die voll-ergründen. Unsere Pläne müs- ziehende Gewalt. Sie üben dar-sen stark und zweckmäßig er- um im Staatskörper dieselbedacht sein. Darum dürfen wir die Wirkung aus, wie die Glieder imgeistesstarke Arbeit unseres Lei- menschlichen Körper. Sobaldters nicht vor die Säue werfen wir ein wichtiges Glied derund auch im engeren Kreis nicht Staatsmaschine beschädigt ha-bekritteln lassen. ben, wird der Staat wie ein menschlicher Körper erkrankenWir warten auf den und sterben.letzten TodeskampfDiese Pläne werden die beste- Nachdem wir dem Staatskörperhenden Einrichtungen vorläufig das Gift des Freisinnes einge-nicht umstürzen. Sie werden nur flößt haben, hat sich sein ganzerihre wirtschaftliche Grundlage staatsrechtlicher Zusammen-und, im Zusammenhang damit, hang verändert. Heute sind alleden ganzen Plan ihrer Entwick- Staaten von einer tödlichenlung ändern, die auf diese Weise Krankheit, der Zersetzung desschließlich den in unseren Plä- Blutes, befallen. Wir brauchennen vorgesehenen Weg einschla- nur noch auf den letzten Todes-gen wird. kampf zu warten.In ajlen Staaten gibt es unter den Der Freisinn ersetzte die Selbst-verschiedensten Bezeichnungen regierungen, in welchen die
  • 279Nicht-Illuminierten ihr Ziel er- sehen, daß es vielfach unmöglichblickt hatten, durch Verfas- sein wird, geeignete Persönlich-sungs-Staaten. Jede Verfassung keiten für den Präsidentenpostenist, wie Sie wohl wissen, die hohe zu finden. Daraus könnenSchule für Haß, Streit und un- Unruhen entstehen, die diefruchtbaren Parteihader, der die Staaten endgültig zerrüttenKraft des Staates lahmt und sei- werden.ne Lebensäußerungen jedenPersönlichkeitswertes entklei- Um dieses von uns gewünschtedet. Die Rednerbühne hat Ergebnis zu erreichen, werdenebenso wie die Presse die Herr- wir für die Wahl solcher Präsi-scher zur Taten- und Machtlo- denten sorgen, deren Vergan-sigkeit verurteilt und sie dadurch genheit irgendeinen dunklenunnütz und überflüssig gemacht. Punkt, irgendein »Panama«Deswegen wurden sie schon in aufweist. Dann werden sie ge-vielen Ländern gestürzt. Seit- treue Vollstrecker unserer Wei-dem begann das Zeitalter der sungen. Einerseits müssen sieVolksherrschaft, in welchem wir stets fürchten, daß wir mit Ent-die angestammten Könige durch hüllungen kommen, die sie un-Strohpuppen ersetzen, die wir möglich machen; andererseitsaus der Masse des Volkes unter werden sie, wie jeder Mensch,den uns sklavisch ergebenen das begreifliche Bestreben ha-Günstlingen als »Präsidenten« ben, sich in der einmal erlangtenaussuchten. Das war der Spreng- Machtstellung zu behaupten undkörper, den wir unter die die einem Präsidenten zustehen-Grundmauern nicht nur eines, den Vorrechte und Ehren mög-sondern - glauben Sie mir - aller lichst lange zu genießen.noch nicht-illuminierten Völkergelegt haben. Das Abgeordnetenhaus wird ihn wählen, decken und verteidigen, doch wir werden der KammerStrohpuppen als das Recht nehmen, Gesetze vor-Politiker zuschlagen oder abzuändern. Dieses Recht werden wir viel-Bald werden wir den Grundsatz mehr dem verantwortlichen Prä-einfuhren, daß die Präsidenten sidenten übertragen, der einefür ihre Handlungen verantwort- Strohpuppe in unseren Händenlich sind. Dann brauchen wir uns ist. Damit wird die Macht desin der Durchführung unserer Präsidenten allerdings zur Ziel-Maßnahmen keinerlei Schran- scheibe unzähliger Angriffe wer-ken mehr aufzuerlegen, da die den. Wir aber wollen ihm alsVerantwortung ganz auf unsere Mittel der SelbstverteidigungStrohpuppen fallen wird. Uns das Recht verleihen, das Abge-kann es ja nur recht sein, daß ordnetenhaus aufzulösen und insich dadurch die Reihen derer der Form von Neuwahlen einelichten werden, die nach Macht abermalige Entscheidung desstreben. Es ist sogar vorauszu- Volkes anzurufen, desselben
  • 280Volkes, dessen Mehrheit blind- Wir geben den Völkernlings unseren Weisungen folgt! keine AtempauseUnabhängig davon werden wirdem Präsidenten das Recht ver- Dem Reichspräsidenten wird dieleihen, den Kriegszustand zu Aufgabe zufallen, die Präsiden-verhängen. Wir werden dieses ten des AbgeordnetenhausesRecht damit begründen, daß der und des Senates sowie ihre Stell-Präsident als Haupt der gesam- vertreter zu ernennen. Wir wer-ten Wehrmacht des Landes je- den Tagungen der Volksvertre-derzeit in der Lage sein muß, ter abschaffen und an ihrer Stel-über dieselbe zu verfügen, da er le soll dem Präsidenten als Trä-als verantwortlicher Vertreter ger der vollziehenden Gewaltdes Staates die Pflicht habe, die das Recht zustehen, die Volks-neue Verfassung vor Angriffen vertretung einzuberufen oderzu schützen und die junge Frei- aufzulösen. Im Fall der Auflö-heit des Volksstaates zu vertei- sung kann er den Beginn derdigen. neuen Tagung nach Belieben hinaus schieben.Es ist ohne weiteres klar, daßder Schlüssel zum Heiligtum un-ter solchen Umständen sich in Um den Präsidenten davor zuunseren Händen befinden und schützen, daß er vor der Erfül-niemand außer uns die Gesetz- lung unserer Pläne wegen sol-gebung leiten wird. cher im Grunde genommen un- gesetzlichen Handlungsweise zurMit der Einführung der neuen Rechenschaft gezogen wird, las-Verfassung des Volksstaates sen wir den Ministern und denwerden wir dem Abgeordneten- anderen hohen Verwaltungsbe-haus unter dem Vorwand der amten aus seiner Umgebung denWahrung des Staatsgeheimnisses Rat geben, die Verfügungen desdas Recht nehmen, Anfragen Präsidenten durch selbständigeüber staatsrechtliche Maßnah- Maßnahmen zu umgehen, dafürmen der Regierung zu stellen. aber auch selbst die Verantwor-Außerdem werden wir die Zahl tung zu tragen. Solche Voll-der Volksvertreter in der neuen machten empfehlen wir, beson-Verfassung auf ein Mindestmaß ders dem höchsten Gerichtshof,beschränken. Damit erreichen dem Staatsrat und dem Minister-wir gleichzeitig eine wesentliche rat zu geben, aber nicht einzel-Abkühlung der politischen Lei- nen Persönlichkeiten.denschaften und des Drangeszur Ausübung der Staatskunst. Der Präsident wird die beste-Sollte sich wider Erwarten bei henden Gesetze, die eine ver-der kleinen Minderheit Wider- schiedene Deutung zulassen,stand zeigen, so werden wir ihn stets in unserem Sinn auslegen;durch einen Aufruf an das Volk er wird sie außer Kraft setzen,brechen. wenn wir ihn auf die Notwendig-
  • 281keit solcher Maßnahmen verwei- Sie wissen selbst genau, daß essen. Außerdem wird er das einer langen und unermüdlichenRecht haben, neue Gesetze von Arbeit bedarf, um alle Völker zukurzer Dauer, ja selbst Ände- solchem Ausruf zu bewegen.rungen der Verfassung vorzu- Wir müssen ohne Unterlaß inschlagen. Zur Begründung allen Ländern die Beziehungenbraucht er ja nur zu sagen, diese der Völker und Staaten zu ein-Maßnahmen seien für das Wohl ander vergiften; wir müssen alledes Staates erforderlich. Völker durch Neid und Haß, durch Streit und Krieg, ja selbst durch Entbehrungen, HungerAuf solche Weise können wirallmählich, Schritt für Schritt, al- und Verbreitung von Seuchen derart zermürben, daß die nichtles vernichten, was wir ursprüng- Illuminierten keinen anderenlich, zu Beginn unserer Herr-schaft, in die Verfassungen der Ausweg finden, als sich unsererVolksstaaten aufnehmen muß- Geldmacht und vollständigenten. Unmerklich werden die Herrschaft zu unterwerfen.letzten Spuren jedes verfas-sungsmäßigen Rechts ver- Geben wir den Völkern eineschwinden, bis schließlich die Atempause, so dürfte der er-Zeit gekommen sein wird, in der sehnte Augenblick wohl niemalswir offen jede Regierungsgewalt eintreten.im Namen unserer Selbstherr- Der Staatsrat wird die Macht desschaft an uns reißen. Herrschers unterstreichen; als sichtbaren Teil der gesetzgeben-Die Anerkennung unseres Welt- den Gewalt fällt ihm die Aufga-herrschers kann schon vor der be zu, den Wortlaut der Gesetzeendgültigen Beseitigung aller und Verordnungen im einzelnenVerfassungen erfolgen. Der gün- auszuarbeiten. Die Grundsätzestige Augenblick dafür wird der neuen Verfassung bestehendann gekommen sein, wenn die also darin, daß wir die Gesetzevon langen Unruhen geplagten schaffen und Recht sprechen.Völker angesichts der von unsherbeigeführten Ohnmacht ihrer Das wird geschehen: durch Be-Herrscher den Ruf ausstoßen schlüsse der gesetzgebendenwerden: »Beseitigt sie und gebt Körperschaften, denen wir inuns einen einzigen Weltherr- der Form von »Vorschlägen« diescher, der uns alle vereint und nötigen Weisungen erteilen wer-die Ursachen des ewigen Haders den. Zweitens durch allgemeine- die staatlichen Grenzen, die Erlasse des Präsidenten, Verfü-Religion und die Staatsschulden gungen des Senats und des- beseitigt, der uns endlich Frie- Staatsrates, letztere in Gestaltden und Ruhe bringt, die wir von Ministererlassen. Und drit-vergeblich von unseren Herr- tens durch Auswahl des geeigne-schern und Volksvertretungen ten Zeitpunktes für einen Staats-erhofften.« streich.
  • 282 verständliche Pflicht halten. Je-Wir sind stark de Veränderung der neuen Ver-und unverwundbar fassung kann uns also nur scha-Nachdem wir die Art unseres den. Wir müssen sie vielmehr als ein in sich geschlossenes GanzesVorgehens in großen Zügen ge- den nicht illuminierten Völkernschildert haben, wollen wir noch in dem Augenblick aufzwingen,auf einige Einzelheiten einge-hen, die uns zu einem völligen in dem sie von dem eben vollzo- genen Staatsstreich noch betäubtSieg verhelfen sollen. Unter die-sen Einzelheiten verstehe ich die sind und ihre Kräfte noch nicht gesammelt haben. Sie müssenFreiheit der Presse, das Recht erkennen: Wir sind so stark, sodes Zusammenschlusses, die Ge- unverwundbar, so mächtig, daßwissensfreiheit, das allgemeine wir uns um sie nicht zu kümmerngleiche Wahlrecht und vieles an- brauchen, daß wir nicht nur ihrederes, was unmittelbar nach demStaatsstreich aus der geistigen Wünsche nicht beachten wer- den, sondern bereit und fähigRüstkammer der Menschheit sind, Gefühlsausbrüche in jedemverschwinden oder doch von Augenblick und an jedem OrtGrund aus umgestaltet werden mit unerschütterlicher Macht zumuß. unterdrücken.Der Staatsstreich bietet uns dieeinzige Möglichkeit, mit einem Sind diejenigen, die nicht zu denSchlag die von uns gewünschte Illuminaten gehören, erst zurVerfassung einzuführen. Jede Erkenntnis gelangt, daß wir diespätere merkliche Veränderung ganze Macht an uns gerissen ha-birgt große Gefahren in sich. ben und es rundweg ablehnen,Bringt sie neue Beschränkungen sie mit ihnen zu teilen, so wer-und wird sie mit großer Strenge den sie vor Schrecken die Augendurchgeführt, so kann sie die schließen und untätig der DingeMenschen aus Furcht vor einer harren, die da kommen sollen.weiteren Verschlechterung ihrerLage zur Verzweiflung treiben.Enthält sie dagegen Milderun- Das Ziel wird nurgen der bisherigen Bestimmun- auf Umwegen erreichtgen, so wird man sagen, daß wirunser Unrecht eingesehen hät- Die nicht illuminierten Men-ten, und dann ist das Vertrauen schen, die in keiner Weise zu derin unsere Unfehlbarkeit für im- großen Gruppe der Insider ge-mer verloren. Oder es wird hei- rechnet werden können, sind ei-ßen, daß wir uns furchten und ne Hammelherde. Wir Illumina-darum Entgegenkommen zeigen ten aber sind die Wölfe. Wissenmüßten. Sie, was aus den Schafen wird, wenn die Wölfe in ihre HerdeDankbar wird uns niemand da- einbrechen? Sie werden die Au-für sein;-denn jeder wird die gen schließen und schon deshalbMilderungen für unsere selbst- stillhalten, weil wir ihnen die
  • 283Baphomet. Pantheistisches und magisches Bild des Absolu-ten. Auf der Stirn und unter der Fackel das Zeichen desMakrokosmos oder das Pentagramm mit Spitze nach oben alsSymbol der menschlichen Intelligenz.
  • 284Rückgabe aller geraubten Frei- was das Gesetz erlaubt. Solcheheiten versprechen werden, Auslegung des Begriffes gibt diewenn erst alle Friedensfeinde Freiheit vollständig in unsereniedergerungen und alle Partei- Hand, weil die Gesetze nur dasen überwältigt sind. Brauche ich zerstören oder aufrichten, wasIhnen zu. sagen, wie lange die wir nach den oben entwickeltennicht zu uns Gehörigen auf die Richtlinien wünschen.Wiedereinsetzung in ihre Rechtewarten werden? Mit der Presse werden wir in folgender Weise verfahren. Wel-Wir haben uns eine Staatslehre che Rolle spielt jetzt die Presse?erdacht und sie unermüdlich den Sie dient dazu, die Volksleiden-Bürgern eingeflößt, ohne ihnen schaften in dem von uns ge-Zeit zur Besinnung zu lassen. wünschten Sinn zu entflammenDas geschah, weil wir unser Ziel oder selbstsüchtige Parteizweckenur auf Umwegen erreichen zu fördern. Sie ist hohl, unge-können, da der gerade Weg über recht und verlogen. Wir werdendie Kraft unser zerstreuten Or- ihr einen Zaum anlegen und dieganisationen geht. Zu diesem Zügel straff führen. Auf gleicheZweck haben wir weltweit die Weise werden wir mit anderenFreimaurerlogen gegründet. Druckerzeugnissen verfahren;Niemand kennt sie und ihre Zie- denn was kann es helfen, wennle, am allerwenigstens die Och- wir die Angriffe der Presse un-sen von Nicht-Illuminierten, die terbinden, aber in Streitschriftenwir zur Teilnahme an den offe- und Lügen angepöbelt werden?nen Freimaurerlogen bewegen Wir werden die Versorgung derhaben, um ihnen Sand in die Au- öffentlichen Meinung, die schongen zu streuen. viel Geld kostet, durch die Zen-Gott hat uns, seinen Erleuchte- sur zu einer Einnahme-Quelleten, die Gnade verliehen, uns für den Staat machen. Wir wer-über die ganze Welt zu zerstreu- den eine Zeitungs-Stempelsteu-en. In dieser scheinbaren Schwä- er einfuhren und die Bürg-che liegt unsere ganze Kraft, die schaftssummen bei der Grün-uns schon an die Schwelle der dung von Zeitungen und Druk-Weltherrschaft geführt hat. Der kereien erheben, die unsere Re-Grundstein ist schon gelegt, es gierung gegen alle Angriffe dergilt nur noch den Bau zu voll- Presse sichern müssen. Erfolgenenden. sie trotzdem, dann werden wir rücksichtslos Geldstrafen ver-Niemand darf unsere hängen.Unfehlbarkeit antasten Solche Maßnahmen wie Stem- pelsteuer, Bürgschaften undDas Wort »Freiheit«, das man Geldstrafen werden der Regie-auf verschiedene Weise deuten rung große Einnahmen verschaf-kann, legen wir uns so aus: Frei- fen. Parteiblätter mögen viel-heit ist das Recht, das zu tun, leicht keine Angst vor Geldstra-
  • 285fen haben, bei einem zweiten ansehen, die wir ihnen aufge-Angriff werden wir sie aber ver- setzt haben. Schon jetzt ist keinbieten. Niemand darf ungestraft Staat auf der ganzen Welt im-unsere Vormacht-Stellung oder stande, sich davor zu schützen,unsere Unfehlbarkeit antasten. daß uns alles bekannt wird, was die nichtilluminierten MenschenAls Vorwand für die Unterdrük- ein Staatsgeheimnis nennen.kung einer Zeitung oder Zeit- Kein Schloß, kein Riegel istschrift werden wir stets behaup- stark genug, um uns den Zutrittten, sie hätte die öffentliche zu verwehren, kein GeheimfachMeinung ohne Grund aufgewie- ist vor unseren Nachforschungengelt. Ich bitte Sie übrigens zu sicher. Wie mag es erst werden,beachten, daß Angriffe auf uns wenn unsere Herrschaft über dieauch von solchen Zeitungen er- ganze Welt in der Person einesfolgen werden, die wir selbst ge- Weltherrschers allgemein aner-gründet haben. Solche Angriffe kannt sein wird?werden sich aber stets auf dieje-nigen Punkte beschränken, die Wir wollen nochmals auf die Zu-wir selbst zur Abänderung vor- kunft der Presse zurückkom-gemerkt haben. men. Jeder Verleger, DruckerKeine Nachricht wird ohne un- oder Buchhändler wird genötigtsere Prüfung in die Öffentlich- sein, einen besonderen Erlaub-keit gelangen. Dieses Ziel errei- nisschein für die Ausübung sei-chen wir teilweise schon jetzt da- nes Berufes zu erwerben, dendurch, daß die Neuigkeiten aus wir bei dem geringsten Verstoßaller Welt in wenigen Nachrich- gegen unsere Weisungen soforttenämtern zusammenströmen, einziehen werden. Auf diesedort bearbeitet und erst dann Weise wird das gedruckte Wortden einzelnen Schriftleitungen, ein Erziehungsmittel in derBehörden und anderen übermit- Hand der Insider sein, die estelt werden. Diese Nachrichten- nicht mehr zulassen werden, daßämter sollen allmählich ganz in das Volk sich in fruchtlosenunsere Hände übergehen und Träumen über die angeblichennur das veröffentlichen, was wir Wohltaten des Fortschritts ver-ihnen vorschreiben. liert. Jeder von Ihnen weiß, daß mitErziehung mit den nebelhaften Versprechun-dem gedruckten Wort gen des Freisinnes der Weg zu den unsinnigen Träumen gepfla-Es ist uns schon jetzt gelungen, stert ist, die jede Zucht und Ord-die Gedankenwelt der Nicht-Il- nung in den Beziehungen derluminierten in einer Weise zu Menschen zueinander und zumbeherrschen, daß fast alle ande- Staat aufheben wollen. Derren Bürger, die keine Insider Fortschritt oder, richtiger gesagt,sind, die Weltereignisse durch die Gedanken des Fortschrittesdie bunten Gläser der Brillen führten zu den verschiedenen
  • 286Formen der Verselbständigung hängigkeit von uns gebracht(Emanzipation), bei denen keine werden. Sollten trotzdem einigeGrenzen gesteckt wurden. Alle von ihnen gegen uns schreibensogenannten Fortschrittler sind wollen, so werden sie keinenUmstürzler, wenn auch nicht im- Verleger für ihre Arbeiten fin-mer in ihren Taten, so doch min- den; denn jeder Verleger oderdestens ihren Anschauungen Drucker wird verpflichtet sein,nach. Jeder von ihnen jagt ir- vor der Annahme einer Arbeitgendwelchen Trugbildern der die Druckerlaubnis der von unsFreiheit nach und verfällt eingesetzten Behörde einzuho-schließlich in Willkür, das heißt len. Auf diese Weise können wirin grundsätzliche Verneinung rechtzeitig die auf uns geplantender bestehenden Einrichtungen Angriffe erfahren und ihnen je-nur um der lieben Verneinung de Stoßkraft nehmen, indem wirwillen. ihnen mit Veröffentlichungen über den gleichen GegenstandWir kommen nochmals auf die zuvorkommen.Presse zurück. Die Zeitungenund überhaupt Drucksachen al-ler Art werden wir - neben den Zeitungen für jedeBürgschaftssummen - mit Stem- politische Richtungpelsteuern nach der Zahl derSeiten belegen. Für Schriften Bücher und Zeitungen sind zweiunter 30 Seiten werden wir die der wichtigsten Erziehungsmit-Steuer verdoppeln und ein be- tel. Aus diesem Grund wird un-sonderes Verzeichnis einführen. sere Regierung das Eigentums-Damit hoffen wir schon die Zahl recht der meisten Zeitungen undder Zeitschriften einzuschrän- Zeitschriften erwerben. Sie wirdken, die von allen Drucksachen damit vor allem den schädlichendas schlimmste Gift verbreiten. Einfluß der nichtamtlichen Pres- se ausschalten, und auf denDie Schriftsteller werden ferner Geist und die Stimmung desgezwungen sein, so umfangrei- Volkes in nachhaltigster Weiseche Abhandlungen zu schreiben, einwirken. Auf je zehn Zeitun-daß diese schon wegen der ho- gen oder Zeitschriften, die unshen Preise nur wenige Leser fin- fernstehen, werden dreißig kom-den dürften. men, die wir selbst gegründet haben. Das darf natürlich in derWas wir aber selbst herausgeben Öffentlichkeit nicht bekanntwerden, um die Menschen in der werden. Unsere Zeitungen undvon uns gewünschten Geistes- Zeitschriften sollen daher äußer-richtung zu erziehen, das wird so lich den verschiedensten Rich-billig sein, daß es reißenden Ab- tungen angehören, um das Ver-satz finden muß. Die Steuer wird trauen der ahnungslosen Nicht-die Schreibwut der Leute be- Illuminierten zu erwerben, siesänftigen, während die Schrift- alle in die Falle zu locken um siesteller durch die Strafen in Ab- unschädlich zu machen.
  • 287An erster Stelle werden die amt- treten glauben, werden in Wirk-lichen Zeitschriften und Zeitun- lichkeit unsere Meinung nach-gen stehen, denen die Aufgabe sprechen oder doch wenigstenszufallen wird, unsere Interessen diejenige Meinung, die uns gera-in allen Fällen und zu jeder Zeit de paßt. Sie bilden sich ein, diezu vertreten; ihr Einfluß wird Richtlinien ihrer Partei zu ver-deshalb verhältnismäßig klein folgen, und merken nicht, daßsein. sie hinter der Flagge marschie- ren, die wir vor ihnen flatternAn zweiter Stelle werden die lassen.halbamtlichen Blätter kommen,die die Gleichgültigen und Lau- Enger Zusammenschlußen für uns gewinnen sollen. mit dem FreimaurertumAn die dritte Stelle werden wir Um unser Zeitungsheer in die-unsere scheinbare Gegnerschaft sem Sinne zu leiten, müssen wirsetzen, die mindestens ein Blattunterhalten muß, das äußerlich diesem Unternehmen besondere Sorgfalt widmen. Unter dem Na-in schärfsten Gegensatz zu uns men »Hauptpresseverband«treten wird. Unsere wirklichenGegner werden diesen scheinba- werden wir zahlreiche, meist vonren Widerspruch für echt halten; uns begründete Schriftstellerver- eine zusammenfassen, in denensie werden in den Leuten, vondenen er ausgeht, ihre Gesin- unsere Leute unmerklich die Lo- sung ausgeben werden. In dernungsgenossen sehen und uns Beurteilung unserer Bestrebun-ihre Karten aufdecken. gen werden unsere Blätter im-Wir werden Zeitungen der ver- mer oberflächlich sein, den Din-schiedensten Richtungen her- gen niemals auf den Grund ge-ausgeben: aristokratische, repu- hen; sie werden mit den amtli-blikanische, ja selbst anarchisti- chen Blättern einen bloßensche unterstützen, natürlich nur Wortkampf führen, um uns zuso lange die Verfassung besteht. näheren Ausführungen zu ver-Sie werden, wie der indische anlassen, deren sofortige Mittei-Götze Witschnu, hundert Hände lung in der ersten amtlichen Be-haben, von denen jede den Puls- kanntmachung unzweckmäßigschlag irgendeiner Geistesrich- erschien. Natürlich soll das nurtung fühlen wird. Sobald ein dann geschehen, wenn es für unsPulsschlag schneller geht, wer- vorteilhaft sein wird.den die unsichtbaren Hände dieAnhänger dieser Richtung auf Die scheinbaren Angriffe aufunsere Ziele hinlenken; denn uns verfolgen noch den Neben-nichts ist leichter zu beeinflussen zweck, dem Volk glaubhaft zuals der aufgeregte Mensch, der machen, daß es die volle Rede-nicht mehr richtig überlegt. freiheit besitzt. Werden wir dann in der uns feindlichen Presse we-Jene Dummköpfe, die die Mei- gen der Unterdrückung desnung ihres Parteiblattes zu ver- freien Wortes wirklich angegrif-
  • 288fen, so haben unsere Vertrau- Da die wirklichen Vorgängeensleute leichtes Spiel. Sie wer- nicht in die Öffentlichkeit drin-den sagen, daß diese Blätter un- gen, so werden wir durch solchessinnige Behauptungen aufstel- Verhalten das Vertrauen deslen, weil es ihnen an sachlichen Volkes gewinnen. Gestützt aufGründen gegen uns und unsere dieses Vertrauen, werden wir dieMaßnahmen fehlt. öffentliche Meinung in allen»Wir werden unseren Erfolg auf die geheimnisvolle Kraftunserer Lehre zurückführen, von der alle erzieherischen Wir-kungen auf die Menschheit ausgehen. Unsere Leute werdensich hüten, ihre Geheimnisse zu enthüllen.«
  • 289staatsrechtlichen Fragen je nach Kein Tagesschriftsteller wird esBedarf erregen oder beruhigen, wagen, gegen diese Bestimmungüberzeugen oder verwirren. Wir zu verstoßen, da nur solche Per-wollen bald die Wahrheit, bald sonen zum Beruf zugelassendie Lüge, bald Tatsachen, bald werden, deren Vergangenheit ir-Berichtigungen abdrucken, je gendeinen dunklen Punkt auf-nachdem, wie die Nachricht auf- weist. Dieses Schandmal würdegenommen wird. Es gehört zu vor aller Öffentlichkeit enthülltunseren Grundsätzen, den Bo- werden, sobald ein Verstoß ge-den stets vorsichtig abzutasten, gen das Berufsgeheimnis vor-bevor wir unseren Fuß auf ihn liegt. So lange das Schandmalsetzen. Infolge dieser Maßnah- nur wenige Beteiligten bekanntmen gegen die Presse werden ist, hat der glänzende Ruf deswir unsere Feinde sicher besie- Schriftstellers die Mehrheit desgen, da ihnen keine Blätter zur Landes hinter sich, die ihm be-Verfügung stehen, in denen sie geistert folgt.ihre Meinung voll zum Ausdruckbringen können. Wir werden so- Wir rechnen besonders stark aufgar der Mühe enthoben sein, sie die Hilfe der Provinzen. Hierendgültig zu widerlegen. müssen wir Hoffnungen und Be- strebungen erwecken, die wirUnsere tastenden Vorstöße in stets gegen die Hauptstadt an-den an dritter Stelle stehenden wenden können, indem wir sieZeitungen (scheinbare Gegner- als Hoffnungen und Wünscheschaft) werden wir in den Amts- der Provinzen auf Unabhängig-blättern nötigenfalls kräftig zu- keit ausgeben. Es ist klar, daßrückweisen. die Quelle immer die gleiche ist, nämlich unsere Wühlarbeit.Die Quelle ist stets So lange wir die nötige Macht-unsere Wühlarbeit fülle noch nicht erlangt haben, brauchen wir manchmal einenSchon jetzt besteht etwa in der Zustand, bei dem die Haupt-Art der französischen Tages- städte sich von der von unserenschriftstellerei ein enger Zusam- Vertretern aufgehetzten Volks-menschluß des Freimaurertums. meinung in den Provinzen um- brandet sehen. Ist der entschei-Er gipfelt in der Losung: alle dende Augenblick gekommen,Glieder der Presse sind gegen- so dürfen die Hauptstädte schonseitig zur Wahrung des Berufs- deshalb nicht zur Erörterung dergeheimnisses verpflichtet. Wie vollzogenen Tatsachen gelan-bei den alten Wahrsagern darf gen, weil sie von der Mehrheit inauch hier kein Glied das Ge- den Provinzen gut geheißenheimnis seines Berufes preisge- wurden.ben, bevor ein allgemeiner Be-schluß zur Veröffentlichung vor- In dem Zeitabschnitt der neuenliegt. Herrschaft, der unserer Krönung
  • 290vorangeht, werden wir verhin- hirnlosen Leiter der Völkerge-dern müssen, daß die Presse die schicke stürzen. Sie können nochEhrlosigkeit im öffentlichen immer nicht begreifen, daß sieDienst brandmarkt. Es soll viel- keine Ahnung von den Dingenmehr der Glaube erweckt wer- haben, die sie entscheiden müs-den, die neue Herrschaft hätte sen. Die Fragen der Staatskunstalle derart befriedigt, daß keine sind nur denjenigen verständ-Veranlassung zu neuen Verbre- lich, die sie schon seit vielenchen vorläge. Wo Verbrechen Jahrhunderten veranlaßt oderhervortreten, da sollen sie nur überwacht haben.den Opfern und zufälligen Zeu-gen bekannt werden, sonst aber Aus allem Gesagten werden Sieniemandem. ersehen, daß wir nach dem Ver- trauen des Volkes nur haschen,Die ewige Sucht um unsere Staatsmaschine leich- ter in Gang zu bringen. Es kannnach Neuem Ihnen nicht entgangen sein, daßDie Sorge um das täglich Brot wir nur dann die Zustimmungzwingt alle Nicht-Illuminierten, der öffentlichen Meinung su-zu schweigen und unsere gehor- chen, wenn es sich um bloßesamen Diener zu sein. Aus ihrer Worte handelt, um Fragen, dieZahl suchen wir uns für unsere wir selbst in die Welt gesetzt ha-Presse die geeigneten Leute aus. ben. Tatsächlich tun wir aber,Ihre Aufgabe besteht darin, alles was wir wollen. Selbstverständ-das nach unseren Weisungen zu lich verkünden wir stets, daß wirerörtern, was wir in den amtli- uns bei allen unseren Maßnah-chen Blättern nicht unmittelbar men von der Hoffnung undbringen können. Ist die. Streitfra- Überzeugung leiten ließen, demge erst aufgerollt, so können wir Allgemeinwohl nach Kräften zudie von uns gewünschten Maß- dienen.nahmen ruhig durchführen unddem Volk als fertige Tatsachen Um die allzu unruhigen Leutevorsetzen. Niemand wird es wa- von der Erörterung der Fragengen, eine Aufhebung oder Ab- über die Staatskunst abzulen-änderung dieser Maßnahmen zu ken, rücken wir gleichsam neueverlangen, da sie als eine Ver- Fragen der Staatskunst in denbesserung des bisherigen Zu- Vordergrund: die Fragen der In-standes dargestellt werden. Die dustrie. Mögen sie sich auf die-Presse wird die öffentliche Mei- sem Arbeitsgebiet austoben. Dienung schnell auf neue Fragen Massen willigen ein, untätig zuablenken. Haben wir Insider die bleiben, von einer »politischen«Menschen doch gelehrt, sich in Tätigkeit auszuruhen - zu derder ewigen Sucht nach etwas wir sie erzogen hatten, um mitNeuem zu erschöpfen! ihrer Hilfe die noch nicht illumi- nierten Regierungen zu be-Auf diese Erörterung dieser kämpfen -, nur unter der Bedin-neuen Fragen werden sich die gung einer neuen Beschäftigung,
  • 291in der wir ihnen gleichsam die Fällen die Wahrheit verdunkelt,halbe politische Richtung wo es sich nicht um wirtschaftli-weisen. che Erfindungen handelt; denn es gibt nur eine Wahrheit, dieDamit die Massen nicht selbst keinen Raum für Fortschrittden Dingen auf die Spur kom- läßt.men, lenken wir sie noch durchallerhand Vergnügungen, Spiele, Wie jeder falsche Gedanke, soLeidenschaften und Volkshäuser dient auch der Fortschritt nurab. Bald werden in unserer Pres- zur Verdunklung der Wahrheit,se Preisausschreiben auf den damit sie von niemandem außerverschiedensten Gebieten der uns, den Erleuchteten, den Hü-Kunst und der Kraftspiele, des tern der Wahrheit, erkanntSports, erscheinen. Solche Fülle werde.von Zerstreuungen wird die Ge-danken der Masse endgültig von Unsere Erfolge beruhenden Fragen ablenken, für deren auf unserer LehreVerwirklichung wir sonst hartmit ihr kämpfen müßten. Haben Wenn wir die Macht ganz indie Menschen allmählich immer Händen haben, werden unseremehr die Fähigkeit zum selb- Redner von den großen Fragenständigen Denken verloren, so der Menschheit sprechen, die diewerden sie uns alles nachspre- Welt in Aufruhr gebracht haben,chen. Wir werden dann allein bis sie schließlich unter unsereneue Gedankenrichtungen her- wohltätige Leitung kam.vorbringen, natürlich nur durchsolche Persönlichkeiten, die Wer wird auf den Verdachtnicht im Verdacht einer Verbin- kommen, daß alle diese Fragendung mit uns stehen. von uns nach einem politischen Plan angeregt wurden, hinterSobald unsere Herrschaft aner- den nach so vielen Jahrhunder-kannt ist, wird die Rolle der frei- ten noch kein nicht Eingeweih-sinnigen Schwärmer endgültig ter gekommen ist?vorbei sein. Bis dahin werden sieuns die besten Dienste leisten. Sobald wir die WeltherrschaftDeshalb wollen wir auch ferner- erlangt haben, werden wir kei-hin die Gedanken der Masse auf nen anderen Glauben dulden,allerhand Ereignisse abenteuer- als allein unseren Glauben anlicher Lehren lenken, die neu den einzigen Gott, mit dem wirund scheinbar auch fortschritt- verbunden sind als Eingeweihtelich sind. Haben wir doch durch und Erleuchtete, und durch denden Fortschritt mit vollem Er- unser Schicksal mit dem Schick-folg die hirnlosen Köpfe nicht- sal der ganzen Welt verwobenilluminierter Menschen ver- ist. Aus diesem Grund müssendreht. Es gibt unter ihnen keinen wir jeden anderen Gottesglau-Verstand, der es zu fassen ver- ben zerstören. Sollte dadurch diemöchte, daß dieses Wort in allen Zahl der Gottlosen vorüberge-
  • 292hend zunehmen, so kann das un-sere Absichten nicht stören, soll Unsere Geheimnissevielmehr als warnendes Beispiel werden wir nicht enthüllenfür die Menschen dienen, die un- Die zwecklosen Staatsumwäl-sere Lehre hören wollen, deren zungen, zu denen wir alle außerstarker und tief durchdachter uns Illuminaten veranlaßt ha-Aufbau vielleicht zur Unterwer- ben, um die Grundlagen ihresfung aller Völker unter unsere staatlichen Lebens zu unterwüh-Herrschaft fuhren wird. len, werden bis dahin allen Völ- kern derart zuwider sein, daß sieWir werden unseren Erfolg auf von uns jede Knechtschaft er-die geheimnisvolle Kraft unserer dulden werden, um nur nichtLehre zurückführen, von der, von Neuem in die Greuel deswie wir sagen werden, alle erzie- Krieges und des Aufruhrs zu ge-herischen Wirkungen auf die raten. Dann werden wir Illumi-Menschheit ausgehen. naten besonders die geschichtli- chen Fehler der anderen Regie-Wir werden bei jeder Gelegen- rungen unterstreichen. Wir wer-heit Aufsätze veröffentlichen, in den darauf hinweisen, daß siedenen wir Vergleiche zwischen die Völker Jahrhunderte langden Segnungen unserer Herr- gequält haben, weil ihnen jedesschaft und den Mißständen der Verständnis dafür abging, wasVergangenheit aufstellen. Die den Menschen frommt und ih-Wohltaten des Friedens werden, rem wahren Wohl dient. Sie ha-wenn sie auch durch Jahrhun- ben allerhand abenteuerlichenderte voll Unruhen erkämpft Plänen einer ausgleichenden ge-wurden, einen Beweis für den sellschaftlichen Gerechtigkeitsegensreichen Geist unserer Ge- nachgejagt und dabei vollkom-setzgebung liefern. men übersehen, daß die Bezie- hungen der einzelnen Gesell-Wir wollen dabei alle Fehler der schaftsschichten zueinander da-nicht-illuminierten Regierungen durch nicht besser, sondernin den grellsten Farben malen schlechter wurden. Die ganzeund solche Abneigung gegen sie Kraft unserer Grundsätze underzeugen, daß die Völker tau- Maßnahmen wird dadurch zur Geltung gelangen, daß wir sie alssendmal lieber die Leibeigen-schaft ertragen, die ihnen Ruhe scharfen Gegensatz zu den ver-und Ordnung verbürgt, als län- faulten alten Gesellschaftsord- nungen hinstellen.ger die viel gerühmte Freiheitgenießen, die sie unendlich ge-quält und die Quellen des Unser Denken wird alle Fehlermenschlichen Daseins erschöpft und Unzulänglichkeiten deshat, weil sie von einer Schar von nichterleuchteten Glaubensbe-Glücksrittern ausgebeutet wur- kenntnisses aufdecken, aber nie-den, die nicht wußten, was sie mand kann unsere Religion nachdamit begingen. ihren wahren Grundzügen beur-
  • 293teilen, weil er sie nicht genügend der Waffe in der Hand gegen unskennenlernt. Unsere Leute da- und unsere Herrschaft auflehnt.gegen, die in ihre Tiefen einge- Jede Gründung irgendeinesdrungen sind, werden sich neuen Geheimbundes wirdschwer hüten, ihre Geheimnisse ebenfalls mit dem Tod bestraftzu enthüllen. werden. Die jetzt bestehenden Geheimbünde, die uns alle wohlIn den »fortgeschrittenen« Län- bekannt sind und uns gute Dien-dern haben wir ein geistloses, ste geleistet haben und noch lei-schmutziges und widerwärtiges sten, werden wir sämtlich auflö-Schrifttum geschaffen. Wir wer- sen. Ihre Mitglieder sollen inden diese Richtung noch einige weit von Europa entfernte Erd-Zeit nach der Erlangung der teile verbannt werden.Weltherrschaft begünstigen. Umso schärfer wird dann der Ge- So werden wir vor allem mitgensatz unserer erhabenen denjenigen nicht illuminiertenstaatsrechtlichen Pläne und Re- Freimaurern verfahren, die zuden hervortreten. Unsere weisen tief in die Geheimnisse unsererMänner, die wir zur Leitung der Logen eingedrungen sind. WerNicht-Illuminierten herangebil- aber aus irgendeinem Grund vondet haben, werden Reden und uns begnadigt wird, muß in stän-Flugschriften verbreiten, durch diger Angst vor der Ausweisungdie sie die Geister auf die Wis- leben. Wir werden ein Gesetzsenschaft und Gedanken hinlen- erlassen, nach dem alle früherenken, die wir für sie vorgesehen Mitglieder geheimer Gesell-haben. schaften aus Europa -- dem Hauptsitz unserer Regierung -Es wird noch viel Zeit, vielleicht ausgewiesen werden. Alle Ent-sogar ein ganzes Jahrhundert scheidungen unserer Regierungvergehen, bis der von uns in al- werden endgültig sein. Eine Be-len Staaten für ein und densel- rufung werden wir nicht zu-ben Tag vorbereitete Umsturz lassen.zum Ziel führt und die völligeUnfähigkeit der bestehenden Die nicht Eingeweihten der Ge-Regierungen allgemein aner- sellschaft, in der wir die Mächtekannt wird. Haben wir endlich der Zwietracht und des Wider-die volle Herrschaft erlangt, so spruches groß gezogen haben,werden wir dafür zu sorgen wis- können nur durch schonungslosesen, daß gegen uns keinerlei Maßnahmen wieder zur RuheVerschwörungen stattfinden und Ordnung gebracht werden.können. Es darf kein Zweifel darüber be- stehen, daß die Regierung jeder-Wahrung der Geheimnisse zeit imstande ist, ihren Willenunserer Logen mit eiserner Hand durchzufüh- ren. Dann kommt es auf die Op-Wir werden jeden unbarmherzig fer, die das künftige Wohl erfor-hinrichten lassen, der sich mit dert, überhaupt nicht an.
  • 294Überall Logen So lange wir noch nicht zur Herrschaft gelangt sind, müssengründen wir vorläufig, im Gegensatz zuEs ist vielmehr verdammte den vorhin entwickelten Grund-Pflicht und Schuldigkeit jeder sätzen, in der ganzen Welt dieRegierung, das allgemeine Wohl Zahl der Freimaurerlogen mög-nötigenfalls auch durch Opfer zu lichst vermehren. Wir werdensichern. Denn nicht in den Vor- den Einfluß der Logen dadurchrechten, sondern in den Pflich- verstärken, daß wir ihnen alleten beruht die Daseinsberechti- Persönlichkeiten zuführen, die in der Öffentlichkeit eine her-gung jeder Regierung. Je mehreine Regierung es versteht, sich vorragende Rolle spielen odermit dem Strahlenkranz einer doch wenigstens spielen könn-vollkommen gefestigten Macht- ten; denn diese Logen werden eine Hauptauskunftsstelle bildenstellung zu umgeben, um so un-erschütterlicher steht sie da. und von ihnen wird ein großer Einfluß ausströmen.Das höchste Maß eines hehrenund unerschütterlichen Macht- Alle Agenten sindbewußtseins kann aber nur er- Mitglieder der Logenreicht werden, wenn sein Ur-sprung auf das Walten geheim- Alle Logen fassen wir unter ei-nisvoller Kräfte, wie die durch ner Hauptleitung zusammen, dieGott Auserwählten, zurückge- nur uns bekannt ist, allen ande-führt wird. Solche Macht stellte ren aber verborgen bleibt, näm-bis in die letzte Zeit die Selbst- lich unter der Hauptleitung un-herrschaft der russischen Zaren serer Weisen. Die Logen werdendar, die, abgesehen vom Papst- ihren Vorsitzenden haben, dertum - unser einziger ernsthafter es verstehen muß, die geheimenFeind in der Welt ist. Weisungen der HauptleitungGedenken Sie, meine Herren, durch seine Person zu decken. Indes Beispieles eines Sulla, dem diesen Logen werden die Fädendas von Blut triefende Italien aller umstürzlerischen und frei-kein Haar krümmte, obwohl er sinnigen Bestrebungen zusam-eine ungeheure Blutschuld auf menlaufen. Die Logenmitgliedersich geladen hatte. Sulla wurde werden den verschiedensten Ge-von dem selben Volk vergöttert, sellschaftskreisen angehören.das er auf das Schwerste gepei- Die geheimsten Pläne dernigt hatte, weil er eine Macht- Staatskunst werden uns am Tagvollkommenheit sondergleichen ihrer Entstehung bekannt wer-zu entwickeln verstand. Seine den und sofort unserer LeitungRückkehr nach Italien machte verfallen.ihn unverletzlich. Kein Volk ver- Zu den Mitgliedern der Logengreift sich an dem, der es durch werden fast alle PolizeispitzelTapferkeit und Geisteskraft in der Welt gehören, deren Tätig-seinen Bann zu schlagen weiß. keit für uns ganz unentbehrlich
  • 295ist. Die Polizei ist vielfach nicht sich meist nicht. Ebensowenignur in der Lage, willkürlich ge- merken sie, daß der Gedankegen diejenigen vorzugehen, die zur Tat nicht von ihnen selbstsich uns nicht unterwerfen wol- stammt, sondern auf unsere Ein-len; sie kann auch die Spuren flüsterungen zurückzuführen ist.unserer Handlungen verwischenund Vorwände zur Unzufrieden- Nicht Eingeweihte treten ge-heit bieten. wöhnlich aus Neugier in die Lo- gen ein. Viele hoffen auch, mitIn die Geheimbünde treten mit Hilfe der Logen einflußreichebesonderer Vorliebe Abenteu- Stellungen zu erlangen. Einzelnerer, Schwindler, Streber und treibt das Verlangen, vor einemüberhaupt Leute ein, die von größeren Zuhörerkreis ihre un-Natur leichtsinnig veranlagt erfüllbaren und haltlosen Träu-sind. Es kann uns nicht schwer me auszusprechen. Sie lechzenfallen, diese Kreise für uns zu nach Beifall und Händeklat-gewinnen und unserem Zweck schen, womit wir natürlich sehrdienstbar zu machen. freigiebig sind. Wir gönnen und gewähren ihnen gern solche Er-Wenn die Welt von Unruhen ge- folge, um die aus ihnen entsprin-plagt wird, so heißt das, daß wir gende Selbstüberhebung für un-diese Unruhe hervorrufen muß- sere Zwecke auszunutzen.ten, um das allzu feste Gefügeder Staaten, die noch von Nicht-Illuminierten geleitet werden, zu Tiger mit lammfrommenzerstören. Kommt es irgendwo Seelenzu einer Verschwörung, so stehtan der Spitze derselben sicher Dann nehmen die Leute ah-kein anderer als einer unserer nungslos und ohne Prüfung un-treuesten Diener. sere Einflüsterungen auf, ja sie sind sogar noch felsenfest davonEs versteht sich von selbst, daß überzeugt, selber die leitendenwir Illuminati allein und sonst Gedanken hervorgebracht zuniemand die Tätigkeit der Frei- haben. Sie können es sich garmaurerlogen leiten. Wir allein nicht vorstellen, wie leicht es ist,wissen, welchem Ziel sie zusteu- selbst die Klügsten der Nicht-ern, wir allein kennen den End- Illuminierten an der Nase herum-zweck jeder Handlung. Die nicht zuführen, wenn sie sich in demEingeweihten dagegen haben Zustand der Selbstüberhebungkeine Ahnung von diesen Din- befinden; sie sind dann von einergen, sie sehen nicht einmal das so kindischen Einfalt, daß schonNächstliegende, Unmittelbare, der geringste Mißerfolg, etwaund sind gewöhnlich mit der au- das Aussetzen des Beifallklat-genblicklichen Befriedigung ih- schens, genügt, um sie zu einemrer Eigenliebe bei der Ausfüh- knechtischen Gehorsam gegenrung eines Vorhabens zufrieden. jeden zu bewegen, der ihnenUm die Wirkungen kümmern sie neuen Erfolg verspricht.
  • 296Während wir Eingeweihten den tel nicht wählerisch ist und dieäußeren Erfolg verachten und all Opfer nicht zählt, die zur Strek-unser Sinnen und Trachten dar- ke gebracht werden. Wir habenauf einstellen, unsere Pläne die Opfer vom viehischen Samendurchzuführen, sind die Nicht-Il- Nicht-Illuminierter niemals ge-luminierten im Gegenteil bereit, zählt, mußten freilich auch vielealle Pläne zu opfern, wenn sie der unsrigen opfern. Dafür ha-nur den geringsten äußeren Er- ben wir unseren Leuten schonfolg einheimsen können. Diese jetzt eine Stellung in der Weltseelische Veranlagung der nicht gegeben, auf die sie in ihrenEingeweihten erleichtert uns un- kühnsten Träumen nicht zu hof-gemein die Aufgabe, sie nach fen wagten. Mit verhältnismäßigunseren Zwecken zu lenken. geringen Opfern aus der ZahlDiese Tiger von Gestalt haben der unsrigen habe wir die Einge-lammfromme Seelen; in ihren weihten stets vor einem Unter-Köpfen aber weht der Zugwind. gang bewahrt.Wir haben sie auf ein Stecken-pferd gesetzt und ihnen vorge-macht, daß die einzelne Persön- Von unserer Stirnlichkeit aufgehen müsse im Be- strahlt hohe Geisteskraftgriff der Gesamtheit, dem soge-nannten Kommunismus. Der Tod ist das unvermeidliche Ende aller Menschen. Daher istNicht-Illuminierten geht offen- es besser, dieses Ende für dieje-bar die Fähigkeit ab, zu erken- nigen zu beschleunigen, die un-nen, daß dieser Traum der allge- serer Sache schaden, als zu war-meinen Gleichmacherei gegen ten, bis es auch uns, die Schöpferdas oberste Gesetz der Natur des Werkes, trifft. In den Frei-verstößt, die seit der Schöpfung maurerlogen vollziehen wir dieder Welt verschieden geartete Todesstrafe in einer Weise, daßWesen hervorbringt und der niemand außer den Logenbrü-Persönlichkeit eine entscheiden- dern Verdacht schöpfen kann,de Rolle zuspricht. Wenn es uns nicht einmal die Todesopfer sel-gelungen ist, die nicht Einge- ber: sie alle sterben, sobald esweihten derart zu verblenden, so nötig ist, scheinbar eines natürli-zeigt das doch mit überraschen- chen Todes. Da das den Logen-der Deutlichkeit, daß ihr Ver- brüdern bekannt ist, so wagenstand sich in keiner Weise mit sie es nicht, irgendwelchen Ein-dem unsrigen messen kann. Das spruch zu erheben. Mit solchenist die beste Bürgschaft für unse- unerbittlichen Strafen habe wirren Erfolg. innerhalb der Logen jeden Wi- derspruch gegen unsere Anord-Wie scharfsinnig ist doch der nungen im Keim erstickt. Wäh-Ausspruch unserer alten Wei- rend wir den nicht Eingeweihtensen, daß ein großes Ziel nur den Freisinn predigen, haltendann erreicht werden kann, wir gleichzeitig den Kreis der II-wenn man in der Wahl der Mit- luminati und unserer Vertrau-
  • 297ensmänner im strengsten Ge- strahlt hohe Geisteskraft, wäh-horsam. ren die Nicht-Eingeweihten nur einen triebmäßigen, viehischenWir haben es verstanden, die Verstand haben. Sie könnenDurchführung der Gesetze, die wohl sehen, aber nicht voraus-nicht von Eingeweihten gestaltet schauen; sie sind unfähig, etwassind, auf ein Mindestmaß zu be- zu erfinden, ausgenommen reinschränken. Infolge unserer frei- körperliche Dinge. Daraus gehtsinnigen Auslegung der Gesetze klar hervor, daß die Natur selbsthaben diese an Ansehen verlo- uns zur Herrschaft über die gan-ren. In den wichtigsten staats- ze Welt vorausbestimmt hat.rechtlichen Fragen und sonsti-gen Streitfällen von grundsätzli- Sobald die Zeit gekommen ist, incher Bedeutung entschieden die der wir offen die WeltherrschaftGerichte so, wie wir es ihnen ergreifen, wird die wohltätigevorschreiben. Sie sehen die Din- Wirkung unserer Regierungge in derselben Beleuchtung, in durch eine völlige Umgestaltungder wir sie der Verwaltung, die der Gesetze sich erweisen; unse-nicht von Illuminaten geleitet re Gesetze werden kurz, klarwird, darstellen, natürlich nur und unabänderlich sein. Wirdurch Mittelspersonen, mit de- werden keine Deutungen zulas-nen wir scheinbar nicht die ge- sen, so daß jeder imstande seinringsten Berührungspunkte ha- wird, sie seinem Gedächtnis festben, durch Presseäußerungen einzuprägen.oder auf sonstigen Wegen. Keine Milde inSelbst Mitglieder des Senates der Rechtsprechungund höhere Verwaltungsbeamte Der hervorstechende Zug unse-folgen blindlings unseren Rat- rer Gesetze wir das Verlangenschlägen. Der viehische Ver- eines unbedingten Gehorsamsstand der Nicht-Eingeweihten ist gegenüber der Obrigkeit sein,zur Zergliederung eines Begrif- den wir bis zum höchsten Gradefes und zur Beobachtung über- steigern werden. Damit werdenhaupt nicht fähig; um so weniger alle Mißbräuche infolge der Ver-können sie voraussehen, welche antwortlichkeit aller vor demweitgehenden Schlußfolgerun- Vertreter der höchsten Staatsge-gen sich an gewisse Entschei- walt aufhören.dungen anknüpfen lassen. Der Mißbrauch der AmtsgewaltDie tiefgreifenden Unterschiede durch die mittleren und niederenin der geistigen Veranlagung der Beamten wird mit einer so un-Illuminierten und der Nicht-Il- nachsichtigen Strenge bestraftluminierten zeigen deutlich, daß werden, daß jedem die Lust ver-wir Eingeweihten die Auser- gehen soll, seine Machtbefugnis-wählten und die wahren Men- se zu überschreiten. Wir werdenschen sind. Von unseren Stirnen die Tätigkeit der Verwaltungs-
  • 298beamten, die den geregelten chung soll die Menschen lehren,Gang der Staatsmaschine auf- auf dem rechten Weg zu bleiben,rechtzuerhalten haben, mit der indem sie für jedes Vergehen alsgrößten Aufmerksamkeit verfol- abschreckendes Beispiel die nö-gen; wenn hier Zuchtlosigkeit tige Strafe findet; sie ist nichtum sich gegriffen hat, so muß sie dazu da, das weiche Gemüt desbald zu einer allgemeinen Er- Richters zu offenbaren. Diesescheinung werden; daher wer- Eigenschaften mögen im häusli-den wir jeden Fall von Gesetzwi- chen Leben am Platz sein, beidrigkeit oder Mißbrauch der der Ausübung eines öffentlichenAmtsgewalt mit vorbildlicher Dienstes dürfen sie nicht hervor-Strenge bestrafen. gekehrt werden, sonst gehen die erzieherischen Wirkungen desJede Versuchung, jede gegensei- öffentlichen Lebens verloren.tige Duldung von Amtsvergehendurch Verwaltungsbeamte wird Unsere Richter werden nur bissofort aufhören, sobald die er- zum 55. Lebensjahr im Amtsten Beispiele einer harten Be- bleiben und dann zur Ruhe ge-strafung der Schuldigen vorlie- setzt werden. Das wollen wir ausgen. Das Ansehen unserer zwei Gründen durchführen: er-Macht verlangt zweckmäßige, stens, weil alte Leute hartnäcki-das heißt also härteste Strafen ger an vorgefaßten Meinungenfür das geringste Amtsvergehen; festhalten und minder fähig sind,dessen Triebfeder persönliche sich neuen Anordnungen zu fü-Vorteile waren. gen, als junge Menschen; zwei- tens, weil wir durch eine solcheWenn auch der einzelne viel- Maßnahme in die Lage versetztleicht härter bestraft werden werden, die Stellen häufiger neuwird, als er es verdient, so ist er zu besetzen und die Richter indoch dem Soldaten zu verglei- einer größeren Abhängigkeitchen, der auf dem Feld der inne- von uns zu halten; wer auf sei-ren Verwaltung für das Ansehen nem Posten bleiben will, dervon Gesetz und .Macht gefallen muß uns blind gehorchen.ist. Denn beide können von denLenkern des Staatswagens, denBeamten, nicht die geringste Keine VorstellungenAbweichung vom geraden Weg von Pflichtendes öffentlichen Wohles in diekrummen Seitengassen der per- Wir werden überhaupt nur sol-sönlichen Vorteile dulden. che Richter zulassen, die genau wissen, daß ihre Aufgabe darinEin Beispiel: Unsere Richter besteht, die Gesetze anzuwen-werden wissen, daß sie den ober- den und zu strafen, nicht abersten Grundsatz der Gerechtig- ihre freisinnigen Anschauungenkeit verletzen, wenn sie in ihren auf Kosten der erzieherischenUrteilen eine allzugroße Milde Wirkung der Staatshoheit zurwalten lassen; die Rechtspre- Anwendung zu bringen, wie es
  • 299jetzt nichtilluminierte Richter Wir werden den Freisinn grund-tun. Der häufige Stellenwechsel sätzlich aus allen wichtigen Ver-der Beamten wird für uns auch waltungsstellen vertreiben, de-den Vorteil haben, daß die Ge- ren Inhaber die Massen im Ge-schlossenheit des Beamtentums horsam gegen uns und unseregesprengt wird. Der Beamte der Gesellschaftsordnung erziehenZukunft wird sich wieder mehr sollen. Auf solche Stellen wer-als Vertreter des Staates, denn den wir nur noch unsere zuver-als Vertreter eines bestimmten lässigen Anhänger berufen, dieStandes fühlen, da sein Geschick wir selbst für den höherenganz von der Staatsleitung ab- Verwaltungsdienst ausgebildethängen wird. Der junge Nach- haben.wuchs des Richterstandes wirdvon uns in der Anschauung erzo- Auf den immerhin möglichengen werden, daß Mißbräuche Einwand, daß die Versetzungnicht geduldet werden dürfen, der alten Beamten in den Ruhe-die die festgesetzten Abhängig- stand dem Staat allzu große Ko-keits-Verhältnisse unserer Un- sten verursachen wird, erwideretertanen zueinander stören ich zweierlei: Erstens soll ver-könnten. sucht werden, ihnen als Ersatz für das verlorene Amt vorläufigDie jetzt nicht eingeweihten eine nichtöffentliche TätigkeitRichter beurteilen die meisten zu erschließen. Zweitens werdenVerbrechen viel zu nachsichtig, wir über alles Geld der