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Eine grüne Infrastruktur für Europa:
       Biotopverbund als internationale
                      Herausforderung
Theo va...
Inhalt Moderation

 Einführung
 Der Biotopverbund in den Niederlanden
 Erfahrungen mit dem niederländischen Biotopverbund
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Countdown 2010: Aufhalten des Verlustes an Biodiversität


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Einführung: das Bild von Europa

In der
Vergangenheit:
Weiträumige
natürliche
Ökosysteme
Beschränkter
menschlicher
Einfluß
Einführung: das Bild von Europa
Stark urbanisiert
Fragmentiert, im
Bezug auf Natur,
aber auch
organisatorisch
Einführung: das Bild von Europa


  95% der Bevölkerung wohnt in urbanen Gebieten;
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Einführung: das BildUnter Europa
                     von
   Unterschiedliche Fragmentierungen
Fragmentierung von Sumpfökosystemen in den
                Niederlanden
• Wichtig für 127 Vogelarten
• Internationale Vera...
Modelberechnungen:
                     Sogar die “großen”
                     Sumpfgebiete sind zu klein für
           ...
Lösung?

        Biotop
    Verbundsysteme!
Verstärkung des räumlichen
Zusammenhanges der Natur
Besser investieren in die ...
Von fragmentiert…

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…zu Verbundsystemen !


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…zur Verbundsystemen !
Ist dieses Verbundsystem gross genug
für Art ‘X’?




Funktionierende grüne
     Infrastruktur
Der Biotopverbund in den Niederlanden
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Planung des niederländischen Biotopverbundes
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Planung des niederländischen Biotopverbundes


Zielsetzung!
  Hektarflächen
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Planung des niederländischen Biotopverbundes
Beispiel Budget NL:
(Fläche und Einwohner NL vergleichbar mit NRW)

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Planung des niederländischen Biotopverbundes
Wiedervernetzung: Zerschneidungen Provinz Noordwest Brabant

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Planung des niederländischen Biotopverbundes
Wiedervernetzung: Ecoducten Provinz Gelderland




9 Ecoducten
50 Mil. €
2010...
Auch Tierarten brauchen ‘Infrastruktur’




                                          Bild: RWS
Auch Tierarten brauchen ‘Infrastruktur’
Auch Tierarten brauchen ‘Infrastruktur’
3 Schlußfolgerungen


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1. Schlußfolgerung: ökologische Bedingungen statt Arten


  Die Planer können schlecht mit artspezifischen
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1. Schlußfolgerung: ökologische Bedingungen statt Arten
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1. Schlußfolgerung: Ökologische Konditionen statt Arten

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1. Schlußfolgerung: ökologische Bedingungen statt Arten
Angewandt in Evaluierung
Realisierung EHS
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3 Schlußfolgerungen


 Flächenziel    Biodiversitäts-      Klimawandel,
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2. Schlußfolgerung: Planung  Entwurf: Öko Gruppen


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2. Schlußfolgerung: Planung  Entwurf: Öko Gruppen

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2. Schlußfolgerung: Planung  Entwurf: Öko Gruppen
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 Welche Arten brauchen am meisten Gebietszusammenhänge?
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Welche Gruppen brauchen am meisten
gute Gebietsverbindungen?
Networkanalyse mit GRIDWALK model
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Implementierung von robusten Korridoren


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Implementierung von robusten Korridoren
Was sind robuste Korridore?
 Verbinden überregionale Kerngebiete
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Implementierung von robusten Korridoren

 Höhere Ziele EHS (nationale Ebene)
 Mehr Geld der Provinzen
 Verhandlungen zwisc...
Beispiel - Robuste Korridor Sumpfgebieten
             (vom Handbuch)
Implementierung von robusten Korridoren


  Gehölze mit etwas
  aquatischem Habitat




(Handbuch Robuste Korridoren, 2001)
Implementierung von robusten Korridoren
3. Schlußfolgerungen

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 Flächenziel                          zusätzliche...
3. Schlußfolgerung: Grün blaue Arterien
      Greater stitchwort                                                          ...
Schlußfolgerungen Niederlande

 Biotopverbundsysteme müssen auf Arten und
 Metapopulationen basiert sein
 Konkrete Ziele b...
Von den Niederlanden nach Europa….
Änderungen in West Europa
   Kapitalintensive Agrarwirtschaft
   Bedarf Erholungsindustrie
   Bedarf Wirtschaft  Handel
  ...
Änderungen in Süd Europa

   Schnelle Änderung Ökosysteme
   Einerseits intensivere Nutzung Landschaft
   Extensivierung W...
Änderungen in Süd Europa
         Triften im Mittelmeerraum
Änderungen in Süd Europa
          Triften verschwinden
Änderungen in Süd Europa
   Was übrig bleibt: isolierte Naturgebieten
Änderungen in Süd Europa
    Aufkommen Forst Verbund Systemen
Änderungen in Zentral u. Ost Europa

   Intensivierung Agrarwirtschaft
   Nachfrage Erholungsindustrie
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Änderungen in Zentral u. Ost Europa
In der
Vergangenheit:
Kleinräumige
Agrarwirtschaft
Umsätzung
naturnahe
Gebieten
Änderungen in Nord Ost Europa
In der
Vergangenheit:
Großräumige
Forstgebiete
Verlust der
Urwälder
Europäischer Biotopverbund
1992:   EU: Natura 2000, Birds and Habitats Directive. Aim:
        international approach for ...
Europäisches Biotopverbundnetz
Natura 2000 – Birds and Habitats Directive habitat:
The Habitat Directive of the European U...
Politik unterstützt verschiedene Strategien



   Wasser-
  Richtlinie
               Qualität
               Qualität    ...
Europäisches Biotopverbundnetz
Fragmentierung?
   Nationale Gesetzgebung: 21 Mitgliedsländer
   Regional aber mit national...
Verbundsysteme in Europa
Grenzüberschreitende Verbundsystemen
Grenzüberschreitende Verbundsystemen
NATURA 2000
   Springendal  Mosbeek
   Aamsveen
   Witte veen
   Wooldse veen
   Geld...
Verbundsysteme in Entwicklung



   Nationale/regionale Verbundsysteme: 20 Länder
   NGO Vorschläge: 4 Mitgliedsländer
   ...
Internationale Herausforderungen


 Klimawandel
 Konzipierung ökologischer Verbundsysteme
 Kulturelle Unterschiede beachte...
Herausforderungen: Klimawandel


Folge:
  Verschiebungen der Klimazonen
  Größere Wetterextreme

Die früher verwendeten ök...
Herausforderungen: Klimawandel

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Herausforderungen: Klimawandel
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Herausforderungen: Klimawandel




                  (van Eupen et al, 2009)
Herausforderungen: Klimawandel
Herausforderungen: Klimawandel

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 möglich
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Herausforderungen: Konzipierung

 Entwickeln von Verbundsystemen auf Grundlage der
 Ökosysteme und Bedarf von Artengruppen...
Herausforderungen: Kapital
 Entwickeln besserer Methodiken zur Bewertung von
 Ökosystemdiensten und Leistungen;
 Finanziel...
Herausforderungen: Kapital


Chancen
  Reform common agricultural policy
  Wasseregulierung wegen des Klimawandels
  (Land...
Herausforderungen: Kulturell
Strategie ist sehr wichtig! Die Strategie ist entscheidend
  ob man etwas erreichen kann oder...
Herausforderungen: Kulturell

 Stattdessen: finde etwas was die Leute bindet: Slow
 food (Italien), Ökoturismus (Polen, De...
Zusammenfassend

 Es gibt viel mehr Möglichkeiten um den Biotopverbund zu
 realisieren

 Ohne realistische Zielsetzung wir...
Dankeschön!

Theo.vanderSluis@wur.nl
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Naturschutztagung Sep10 Finale

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Key-note lecture at National German Nature Conservation conference 2010

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  1. 1. Eine grüne Infrastruktur für Europa: Biotopverbund als internationale Herausforderung Theo van der Sluis, ALTERRA, Wageningen, NL Donnerstag 30 September Mit Beiträgen von R. Jongman, Paul Opdam und Claire Vos
  2. 2. Inhalt Moderation Einführung Der Biotopverbund in den Niederlanden Erfahrungen mit dem niederländischen Biotopverbund Unterschiedliche Vorgehensweisen in Europa Internationale Herausforderungen Schlussfolgerungen
  3. 3. Countdown 2010: Aufhalten des Verlustes an Biodiversität In 2010 ist klar geworden, dass das Ziel nicht erreicht wird Europa entwickelte das Natura 2000 Netzwerk Die erste Etappe: Ausweisung geschützter Gebiete, fast beendet Die zweite Etappe (article 10 Habitats Directive) welche Korridore entwickelt werden müssen, ist in den meisten europäischen Ländern noch ganz am Anfang
  4. 4. Einführung: das Bild von Europa In der Vergangenheit: Weiträumige natürliche Ökosysteme Beschränkter menschlicher Einfluß
  5. 5. Einführung: das Bild von Europa Stark urbanisiert Fragmentiert, im Bezug auf Natur, aber auch organisatorisch
  6. 6. Einführung: das Bild von Europa 95% der Bevölkerung wohnt in urbanen Gebieten; starke Urbanisierung in Zentraleuropa Urbane Mentalität, entfernt von der Natur, Informationsgesellschaft (Internet, Handy’s) und stark zugenomme Mobilität; Landschaftliche Gleichformigkeit und Fragmentierung; Größere Rolle der Konsumenten als ‘stakeholder‘.
  7. 7. Einführung: das BildUnter Europa von Unterschiedliche Fragmentierungen
  8. 8. Fragmentierung von Sumpfökosystemen in den Niederlanden • Wichtig für 127 Vogelarten • Internationale Verantwortung für 91 Arten • 55 Arten: >10% Weltpopulationen • 50.000 ha, 1500 Gebiete • >80% der Gebiete ist kleiner als 10 ha • Viele dieser Gebiete sind jedoch unbesiedelt
  9. 9. Modelberechnungen: Sogar die “großen” Sumpfgebiete sind zu klein für die meisten Arten, aber: Alle Sumpfgebiete zusammen sind ausreichend groß Problem: Sumpfgebieten sind so weit aus einander das sogar die meist mobilen Arten die Entfernungen nicht mehr überbrücken können
  10. 10. Lösung? Biotop Verbundsysteme! Verstärkung des räumlichen Zusammenhanges der Natur Besser investieren in die Natur
  11. 11. Von fragmentiert… X X X Vergangenheit Jetzt
  12. 12. …zu Verbundsystemen ! Biotop verbund Politik Nicht verbunden Verbunden
  13. 13. …zur Verbundsystemen ! Ist dieses Verbundsystem gross genug für Art ‘X’? Funktionierende grüne Infrastruktur
  14. 14. Der Biotopverbund in den Niederlanden Ein theoretisches Konzept in der Praxis Nationaler Biotopverbund / EHS 1990: Arbeitskarte Existierende Naturgebiete (Kerngebiete) Wiederherstellungsgebiete (Ausbreitungsgeb.) Indikative Verbindungen Realisiert in 2018? Raumordnungsprogram 1990
  15. 15. Planung des niederländischen Biotopverbundes Implementierung als zyklischer Prozess auf 2 Ebenen Regierung (national) Nationales Ziel: Biodiversität Evaluierung Erfolge Nationaler Entwurf Provinz Behörden Monitoring Detaillierter Entwurf und Implementierung durch Provinzen Regionale räumliche Entwicklung
  16. 16. Planung des niederländischen Biotopverbundes Zielsetzung! Hektarflächen Zielsetzung der Biotope / Ökosysteme Korridore durch Provinzen Wiedervernetzung (de fragmentation) Kapital
  17. 17. Planung des niederländischen Biotopverbundes Beispiel Budget NL: (Fläche und Einwohner NL vergleichbar mit NRW) Budget 2010 etwa 424 million (493 in 2011) Dazu Geld Verkehrsministerium (400 million bis 2018) Dazu Natuurmonumenten, usw. Kompensationen
  18. 18. Planung des niederländischen Biotopverbundes Wiedervernetzung: Zerschneidungen Provinz Noordwest Brabant Analyse von Alterra LARCH model Comprehensive national study Ministry of Roads Infrastructure Van der Grift et al. 2009
  19. 19. Planung des niederländischen Biotopverbundes Wiedervernetzung: Ecoducten Provinz Gelderland 9 Ecoducten 50 Mil. € 2010-2012
  20. 20. Auch Tierarten brauchen ‘Infrastruktur’ Bild: RWS
  21. 21. Auch Tierarten brauchen ‘Infrastruktur’
  22. 22. Auch Tierarten brauchen ‘Infrastruktur’
  23. 23. 3 Schlußfolgerungen Flächenziel Biodiversitäts- Klimawandel, Ziel zusätzlicher Stress 1st: Evalu ierung +Robuste Anpassung Korridore 1990 2000 2006 2012
  24. 24. 1. Schlußfolgerung: ökologische Bedingungen statt Arten Die Planer können schlecht mit artspezifischen Daten umgehen, stattdessen arbeiten sie mit Flächen, Strecken, Landschaftsstrukturen oder Bodenwasserstufen Arten sind zu dynamisch und zu unvorhersehbar, um auf sie aufzubauen Arten legitimieren aber die Planung!
  25. 25. 1. Schlußfolgerung: ökologische Bedingungen statt Arten 0.45 0.3 colonisation 0.15 chance 0 1 7 250 6 500 5 750 4 coverage water 3 1000 2 1250 distance to nearest occupied vegetation 1 1500 pond Van der Sluis et al. 1999
  26. 26. 1. Schlußfolgerung: Ökologische Konditionen statt Arten 4500 4000 3500 3000 2500 2000 key patch 1500 nw+kp 1000 nw-kp 500 0 Great Viper Stonechat Bittern crested newt Verboom et al. 2001 Landscape ecology
  27. 27. 1. Schlußfolgerung: ökologische Bedingungen statt Arten Angewandt in Evaluierung Realisierung EHS Target species Benötigtes Areal Erwartetes Areal 2 järige Auswertung für das Staatliche Planungsamt Model: LARCH (Alterra) % Zielarten wofür eine Schlüsselpopulation realisiert ist
  28. 28. 3 Schlußfolgerungen Flächenziel Biodiversitäts- Klimawandel, Ziel zusätzlicher Stress 2: Planung Entwurf +Robuste Anpassung Korridoren 1990 2000 2006 2012
  29. 29. 2. Schlußfolgerung: Planung Entwurf: Öko Gruppen Die ökologische Anforderungen der Arten müssen vereinfacht werden, um sie in Planung und Entwurf von Biotopverbundsystemen nutzbar zu machen. Artengruppen, (‘traits’ or ‘guilds’), können nützliche sein zur Zielformulierung Ermöglicht Verhandlungen!
  30. 30. 2. Schlußfolgerung: Planung Entwurf: Öko Gruppen Betone Ähnlichkeit im räumlichen Bedarf von Arten im Bezug auf Biotopverbundsysteme Unterscheide Artengruppen im Bezug auf: Gleiche Habitatnutzung Arealgröße für eine dauerhafte Population Dispersionsabstand (Opdam et al. 2008, Ecol Society)
  31. 31. G Artengruppen Ansatz rö ße re (Opdam et al Ecology Society 2008) Le be ns ra um e fu rd au er ha fte Po p ul at io ne n
  32. 32. 2. Schlußfolgerung: Planung Entwurf: Öko Gruppen Schwellen-Wert Anzahl / Typ der Arten mit nachhaltigen Populationen Anspruchsniveau Network cohesion
  33. 33. 2. Schlußfolgerung: Planung Entwurf: Öko Gruppen Schwellen-Wert Anzahl / Typ der Arten mit nachhaltigen Populationen Anspruchsniveau Network cohesion
  34. 34. 2. Schlußfolgerung: Planung Entwurf: Öko Gruppen Welche Arten brauchen am meisten Gebietszusammenhänge? Schlechte Gute Verbreiter Verbreiter Kleine Habitatspezialisten, Verbundsysteme schlechte ausreichend Verbreiter Größere Größere Flächen Verbundsysteme benötigt notwendig
  35. 35. Welche Gruppen brauchen am meisten gute Gebietszusammenhänge? Network analyse mit LARCH model Feuerfalter in Mitteleuropa – Habitat Spezialist Van Swaay in: van der Sluis et al, 2004
  36. 36. Welche Gruppen brauchen am meisten gute Gebietsverbindungen? Networkanalyse mit GRIDWALK model Lynx – gute Verbreiter Groot-Bruinderink in: Van der Sluis et al, 2004
  37. 37. Implementierung von robusten Korridoren 2001 – Anfang der zweite Planungszyklus
  38. 38. Implementierung von robusten Korridoren Was sind robuste Korridore? Verbinden überregionale Kerngebiete Können verschiedene Ökosysteme enthalten Bestehen aus Wanderkorridoren, Trittsteinen und ergänzenden Lebensräumen (existierende Natur mit neuen Gebieten) Oft angepaßte Infrastruktur (Ecoducten) Mitnutzung prima (Bauern, Tourismus) Länge 1 30 km 500 2000 m Breit (durchschnittlich)
  39. 39. Implementierung von robusten Korridoren Höhere Ziele EHS (nationale Ebene) Mehr Geld der Provinzen Verhandlungen zwischen Land (NL) und Provinzen über Zielsetzung, Ambition (Leitarten) Link zwischen Ansprüchen Ziele – Arealbedarf und benötigter räumlicher Zusammenhang ‘Handbuch robuste Korridore’ als Instrument für Entwurf der Planung Planungs Richtlinien entwickeln
  40. 40. Beispiel - Robuste Korridor Sumpfgebieten (vom Handbuch)
  41. 41. Implementierung von robusten Korridoren Gehölze mit etwas aquatischem Habitat (Handbuch Robuste Korridoren, 2001)
  42. 42. Implementierung von robusten Korridoren
  43. 43. 3. Schlußfolgerungen Biodiversitäts- Klimawandel, Flächenziel zusätzlicher Ziel Stress 3rd: Grün blaue Arterien um die EHS +Robuste Anpassung Korridoren 1990 2000 2006 2012
  44. 44. 3. Schlußfolgerung: Grün blaue Arterien Greater stitchwort Bullfinch (Pyrhulla (Stellaria holostea) in pyrhulla) in NEN green blue veigning 1.0 1.0 Nah zur EHS In der Nähe von 0.8 0.8 Venen Predicted 0.6 0.6 presence 0.4 0.4 Ohne Venen 0.2 0.2 Ohne EHS small elements 0.0 0.0 0.000 0.005 0.010 0.015 0.020 0.025 0.030 0.035 0.0 2.5 5.0 7.5 10.0 12.5 15.0 17.5 large elements Öfter in grün blaue Mehr in EHS umgeben Venen nah zur EHS von grün blauen Venen Grashof et al 2009, Landscape ecology special issue
  45. 45. Schlußfolgerungen Niederlande Biotopverbundsysteme müssen auf Arten und Metapopulationen basiert sein Konkrete Ziele beschreiben – und Geld bereitstellen! Artengruppen, (‘traits’ or ‘guilds’), können nützlich sein zur Ziel formulierung Grün blaue Arterien für Verbundsysteme als multifunktionale Strategie, zusätzlich zu robusten Korridoren Zyklische Planung zur Evaluierung Arten wichtig für Kommunikation mit ‘Stakeholders’ (Regenschirmarten, Leitarten)
  46. 46. Von den Niederlanden nach Europa….
  47. 47. Änderungen in West Europa Kapitalintensive Agrarwirtschaft Bedarf Erholungsindustrie Bedarf Wirtschaft Handel Multi purpose Landnutzung (Niederlanden, Deutschland, England)
  48. 48. Änderungen in Süd Europa Schnelle Änderung Ökosysteme Einerseits intensivere Nutzung Landschaft Extensivierung Weidelandschaften (Italien, Kroatien Spanien, Israël)
  49. 49. Änderungen in Süd Europa Triften im Mittelmeerraum
  50. 50. Änderungen in Süd Europa Triften verschwinden
  51. 51. Änderungen in Süd Europa Was übrig bleibt: isolierte Naturgebieten
  52. 52. Änderungen in Süd Europa Aufkommen Forst Verbund Systemen
  53. 53. Änderungen in Zentral u. Ost Europa Intensivierung Agrarwirtschaft Nachfrage Erholungsindustrie maßstabgerechte Vergrößerung (Deutschland,Polen, Ukraine)
  54. 54. Änderungen in Zentral u. Ost Europa In der Vergangenheit: Kleinräumige Agrarwirtschaft Umsätzung naturnahe Gebieten
  55. 55. Änderungen in Nord Ost Europa In der Vergangenheit: Großräumige Forstgebiete Verlust der Urwälder
  56. 56. Europäischer Biotopverbund 1992: EU: Natura 2000, Birds and Habitats Directive. Aim: international approach for protecting core areas biodiversity 1995: 55 countries decide to develop a European Ecological network (PEEN). Aim: stop further fragmentation, and improve landscape connectivity 1997: Expert Committee appointed Secretariat: Council of Europe and European Centre for Nature Conservation (ECNC)
  57. 57. Europäisches Biotopverbundnetz Natura 2000 – Birds and Habitats Directive habitat: The Habitat Directive of the European Union (1992) acknowledges in Article 10 the importance of landscape elements that enhance connectivity ('corridors'). The Directive encourages member states to include those landscape elements in their land-use planning and development policies which they consider appropriate. Furthermore, other global and European policies such as the Bonn and Bern Convention oblige contracting parties to take effective measures in conservation and management of the listed species and habitats.
  58. 58. Politik unterstützt verschiedene Strategien Wasser- Richtlinie Qualität Qualität Gebiete Gebiete Habitat Richtlinie, Nationale article 10/ Habitat Politik CAP Richtlinie, Natura 2000 Areal Areal Landschaft Landschaft Opdam, Steingröver, Van Rooij 2006
  59. 59. Europäisches Biotopverbundnetz Fragmentierung? Nationale Gesetzgebung: 21 Mitgliedsländer Regional aber mit nationalen Richtlinien: 4 Mitgliedsländer, Deutschland (16 Bundesländer), UK (4 Länder), Spanien (17 autonome Regionen), Italien (21 Regionen) (Die Schweiz 26 cantons) Regional: 2 Mitgliedsländer, Österreich (9 Bundesländer), Belgien (3 Regionen), Total: 21 Länder + 73 Regionen (+ 26 cantons)
  60. 60. Verbundsysteme in Europa
  61. 61. Grenzüberschreitende Verbundsystemen
  62. 62. Grenzüberschreitende Verbundsystemen NATURA 2000 Springendal Mosbeek Aamsveen Witte veen Wooldse veen Gelderse Poort Meinweg Brunssumerheide Geuldal Noordbeemden en Hoogbos Pietersberg Grensmaas Ringselven Groote Heide Plateaux Ossendrecht (Van Wingerden, W.K.R.E., R.I. van Dam, T. Van der Sluis, P. Schmitz, H. Kuipers, W. Kuindersma (2005)
  63. 63. Verbundsysteme in Entwicklung Nationale/regionale Verbundsysteme: 20 Länder NGO Vorschläge: 4 Mitgliedsländer Kein Verbundsystem: 6 Mitgliedsländer Implementatierung: verschiedene, u.a. die Niederlande, Tsjechien, Estland, Polen, Deutschland, aber auch: die Schweiz, Kroatien
  64. 64. Internationale Herausforderungen Klimawandel Konzipierung ökologischer Verbundsysteme Kulturelle Unterschiede beachten Kapital Krise, oder die Finanzierung in Ost Europa (EU 27+)
  65. 65. Herausforderungen: Klimawandel Folge: Verschiebungen der Klimazonen Größere Wetterextreme Die früher verwendeten ökologischen Grenzwerte sind nicht mehr sinnvoll
  66. 66. Herausforderungen: Klimawandel 180 160 140 Indicator group IA Kälte bevorzugt 120 (n=20) 100 Indicator group IB Wärme bevorzugt 80 (n=20) 60 Indicator group IC Neutral (n=20) 40 20 0 90 92 94 96 98 00 02 04 06 19 19 19 19 19 20 20 20 20
  67. 67. Herausforderungen: Klimawandel 2020 2050 Jetzt Climate window is moving Green – remains appropriate Red – will be inappropriate Blue–will become appropriate
  68. 68. Herausforderungen: Klimawandel (van Eupen et al, 2009)
  69. 69. Herausforderungen: Klimawandel
  70. 70. Herausforderungen: Klimawandel Mehr Gebiete für Natur ist politisch manchmal nicht möglich Entwickelung von Klimapufferzonen Verstärkung der grün blauen Arterien um den Biotopverbund Grenzüberschreitende Korridore!
  71. 71. Herausforderungen: Konzipierung Entwickeln von Verbundsystemen auf Grundlage der Ökosysteme und Bedarf von Artengruppen Zielsetzung Biotope, Flächen, Artengruppen Grenzüberschreitende Analysen
  72. 72. Herausforderungen: Kapital Entwickeln besserer Methodiken zur Bewertung von Ökosystemdiensten und Leistungen; Finanzielle Bewertungssysteme von Natur in Ost Europa (EU 27+, neue Nachbarstaaten) Integration des Biotopverbunds in: Common Agricultural Policy (weniger Geld für Agrarische Produktion, mehr für Landschaft nach 2013) Infrastruktur: Wasser, Straßen, Eisenbahn Klimaänderung Maßnahmen
  73. 73. Herausforderungen: Kapital Chancen Reform common agricultural policy Wasseregulierung wegen des Klimawandels (Landschaft Service) Agrarwirtschaft sucht alternative Einkommensquellen Zunahme Bevölkerung in peri urbanen Räumen stellt höhere Anspruche an die Landschaft
  74. 74. Herausforderungen: Kulturell Strategie ist sehr wichtig! Die Strategie ist entscheidend ob man etwas erreichen kann oder nicht…. Leitarten ‘Flagship species’ (Wildkatze, Bär, Fischotter usw.) Unterschiedliche Länder Bewerten andere Elementen Italien: keine Korridore für Kanichen! England: Kein Dachs Deutschland: kein Rothirsch Niederlanden: keine Sumpfgebiete: Mücken
  75. 75. Herausforderungen: Kulturell Stattdessen: finde etwas was die Leute bindet: Slow food (Italien), Ökoturismus (Polen, Deutschland?) neue perspektiven Landwirtschaft (Ost Europa) Mache Natur Teil der Gesellschaft, beziehe die Stakeholders beim Biotopverbund Die Kommunikation soll angepasst sein an die ökologische und kulturelle Gegebenheiten der Region
  76. 76. Zusammenfassend Es gibt viel mehr Möglichkeiten um den Biotopverbund zu realisieren Ohne realistische Zielsetzung wird man zu wenig erreichen Arten sind letzten Endes der Baustein für den Biotopverbund Internationale Zusammenarbeit ist entscheidend Die Wissenschaft hat eine wichtige Rolle um die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu bauen
  77. 77. Dankeschön! Theo.vanderSluis@wur.nl
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