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Grundlagen

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Definitionen und Grundsätze der Pädagogischen Diagnostik

Definitionen und Grundsätze der Pädagogischen Diagnostik

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  • Transcript

    • 1. Pädagogische Diagnostik Definitionen und Grundsätze BL-Modul Pädagogische Diagnostik
    • 2. Gliederung
      • 1.) Definitionen
      • 2.) Funktionen
      • 3.) Teilleistungsstörungen
    • 3. Definitionen
      • Diagnostizieren:
        • eine Sache aus ihren Merkmalen heraus begründend erkennen und unterscheiden
      • Pädagogische Diagnostik:
      • „ das Insgesamt von Erkenntnisbemühungen im Dienste aktueller pädagogischer Entscheidungen“ (Klauer 1978)
    • 4. Pädagogische Diagnostik
      • ist systematisch und kontrolliert:
      • Ermittlung der Voraussetzungen und Bedingungen von geplanten Lehr- und Lernprozessen
      • Analyse von Lernprozessen
      • Feststellung von Lernergebnissen (Ingenkamp 1992)
    • 5. Pädagogische Diagnostik
      • - ist stets Situations- und Lernprozess-diagnostik
      • beinhaltet einen Entwicklungsaspekt
      • geht von den Fähigkeiten und dem Lernwillen der Schüler aus (Eberwein/Knauer 1998)
    • 6. Diagnostische Kompetenz:
      • Fähigkeit, den Kenntnisstand, die Verarbeitungs- und Verstehensprozesse sowie die aktuellen Lernschwierigkeiten von Schülern korrekt einschätzen zu können.
      • (Deutsches PISA-Konsortium 2001)
      mit dem Ziel, individuelles Lernen zu optimieren
    • 7. Individuelles Fördern
      • Individuelles Fördern gibt jedem Schüler die Chance, durch
      • sein motorisches, intellektuelles, emotionales und soziales Potenzial umfassend zu entwickeln.
      • (Paradies et al. 2007)
      geeignete Maßnahmen
    • 8. geeignete Fördermaßnahmen
      • - Gewährung ausreichender Lernzeit
      • - spezifische Fördermethoden
      • - angepasste Lernmittel
      • - ggf. Hilfestellungen durch Personen mit Spezialkompetenz (Meyer 2007)
    • 9. Funktionen
      • Selektions- bzw. Auslesediagnostik
      • Modifikations- bzw. Förderdiagnostik
      Auswahl von Personen (Klassifikation, Platzierung) oder Bedingungen (Schulform, Aufenthaltsort) Vorschlag von Maßnahmen zur Lern- oder Verhaltensänderung und/oder zur Variation von Umweltbedingungen
    • 10.
      • Steuerung des weiteren Bildungsgangs
      • Pädagogisch-therapeutische Intervention
      Diagnostik dient der Entscheidung innerhalb der Bildungslaufbahn (Einschulung, Übergänge, Abschlüsse) Diagnostik dient der gezielten Förderung: Intervention und/oder Prävention
          • Konsequenzen:
          • folgenreich
          • langfristige Wirkung
          • häufig schwer revidierbar
          • oft juristisch überprüfbar
    • 11.
      • Pädagogisch-therapeutische Intervention
      • Diagnostik dient der gezielten Förderung: Intervention und/oder Prävention
          • Konsequenzen:
          • kontinuierlich zu überprüfende kurz- fristige Wirkung
          • folgenreich, wenn Diagnostik nicht rechtzeitig oder unzureichend stattfindet
          • => keine Förderung!
    • 12.
      • Statusdiagnostik
      • Prozessdiagnostik
      richtet sich auf die Erfassung des Zustands einer Person (Annahme relativer Stabilität) richtet sich auf die Erfassung der Aspekte, die einen Veränderungsprozess ermöglichen (Annahme kurz-, mittel- und langfristiger Entwicklungsmöglichkeit)
      • Anwendungsfälle:
          • Laufbahnempfehlungen
          • Überweisung auf eine Förderschule
          • Vorschlag für Hochbegabtenförderung
    • 13.
      • Anwendungsfälle:
          • Motivations- und Verhaltensanalysen
          • Fehleranalysen
          • Stärken-/Schwächen-Profile
      • Prozessdiagnostik
      • richtet sich auf die Erfassung der Aspekte, die einen Veränderungsprozess ermöglichen (Annahme kurz-, mittel- und langfristiger Ent- wicklungsmöglichkeit)
    • 14. Teilleistungsstörungen
      • Aggression
      • Angst
      • ADS/ADHS
      • Wahrnehmung
      • Legasthenie
      • Dyskalkulie
      • organische Ursachen (Fehlsichtigkeit, Schwerhörigkeit ...)
    • 15. Aggression
      • „ Verhaltensweisen, die darauf abzielen, jemand anderen direkt oder indirekt absichtsvoll zu schädigen“ (Braun/Schmischke 2007)
      Ausprägungen: - Vergeltungsaggression - Abwehraggression - Erlangungsaggression Ursachen: - Verhalten wird erlernt - Frustration als Provokation - fehlende Beziehungen
    • 16. Angst
      • Ängstliche Kinder stören den Unterricht nur indirekt
      • Angst hindert aber die Kinder am Lernen
      • Ausprägungen:
          • Angst vor Schülern (Mobbing, Hänseln...)
          • Angst vor Lehrern (Bloßstellen, Einschüchtern)
          • Angst vor Leistungsversagen
          • Schulphobie
    • 17. ADS/ADHS
      • Extremform einer gestörten Fähigkeit zum Fokussieren von Aufmerksamkeit und zur Aufrechterhaltung von Konzentration
      • Faktoren, die die Aufmerksamkeit erschweren:
          • Energie
          • Sensomotorik
          • Emotionen, Konflikte
          • Lernbereich und Lernumgebung
    • 18. Wahrnehmung
      • Informationsaufnahme über die Sinne – Weiterleitung – Reaktion (sensomotorischer Regelkreis)
      • Wahrnehmungsbereiche:
        • taktil
        • vestibulär
        • kinästhetisch
    • 19.
      • Störungen der taktilen Wahrnehmung:
      • Störungen der vestibulären Wahrnehmung:
          • Empfindlichkeit bzw. Unempfindlichkeit bei Berührungen
          • Gefühlsausbrüche
          • eingeschränkte Formwahrnehmung
          • Empfindlichkeit ggü. Lageveränderungen
          • Probleme bei der auditiven Wahrnehmung
          • Probleme mit räumlichen und zeitlichen Fragestellungen
          • eingeschränkte Formwahrnehmung
    • 20.
      • Störungen der kinästhetischen Wahrnehmung:
          • ungenaue Wahrnehmung des eigenen Körpers
          • ungenaue Ausführung von Handlungsabläufen
          • Probleme beim Einprägen von Bewegungsspuren
          • Schwierigkeiten in der Sprachproduktion
      • Weitere Störungen:
          • Figur-Grund-Wahrnehmung
          • Muskeltonus
          • Körperschema
          • Lateralisation
    • 21.  
    • 22. Gliederung
      • 1.) Definitionen
      • 2.) Funktionen
      • 3.) Teilleistungsstörungen
      • 4.) Hochbegabung
    • 23. Hochbegabung
      • hoch begabt im intellektuellen Sinne ist, wer sich für ein Informationsangebot hohen Niveaus interessieren, es verarbeiten und nutzen kann (Niedersächsisches Kultusministerium)
    • 24. Hochbegabung Schule Freunde Familie Motivation Kreativität Hohe intellektuelle Fähigkeiten
    • 25. Hochbegabung
      • hoch begabte Kinder sind häufig (nur) in einem Bereich begabt
      • im Unterricht wirken sie oft unkonzentriert
      • Übungsaufgaben werden ungern erledigt
      • Kinder stellen Aufgaben in Frage
      • Schulunlust => „Underachiever“

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