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"TK spezial" für Thüringen 1-2011
 

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Thüringen.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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    "TK spezial" für Thüringen 1-2011 "TK spezial" für Thüringen 1-2011 Document Transcript

    • InformatIonsdIenst der technIker krankenkasse thüringenInhaltsverzeichnis Nr. 1 /März 2011 Bilanz: die Krankenversicherung 20 Jahre nach der Sozialunion Risiko: Thüringer Senioren nehmen potenziell gefährliche Pillen Erfolg: TK-Kooperationspartner ist Preisträger im Bundeswettbewerb KommentarJubiläum eines Erfolgsmodells20 Jahre „neues“ Gesundheitswesen Liebe Leserinnen, liebe Leser,in Thüringen dass Politiker vonNach den unzähligen Jubiläen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in den letzten Regierung undbeiden Jahren ist der 20. Jahrestag der offiziellen Einführung des gegliederten Opposition zeit-Gesundheitswesens in den neuen Bundesländern von der Öffentlichkeit kaum zur gleich ähnlicheKenntnis genommen worden. Erfahrungen machen, ist selten.Bei der im Einigungsvertrag auf den 01.01.1991 festgelegten Sozialunion handelte es Gerade wenn sie Jens Spahn (CDU)sich im Bereich von Krankenversicherung und medizinischer Versorgung der Bevölke- und Karl Lauterbach (SPD) heißen.rung um die fast unveränderte Übernahme westdeutscher Strukturen. Dies betraf Dabei waren die Vorschläge zumeinen beitragsfinanzierten, gegliederten Krankenversicherungsmarkt mit ersten verpflichtenden Angebot vonWettbewerbselementen, öffentlich geförderte stationäre Einrichtungen sowie ambu- Zweibettzimmern im Krankenhauslante Leistungen und Arzneimittelversorgung durch freiberuflich tätige Akteure. sowie zu Strafzahlungen für terminverweigernde Ärzte durchausDiese Entscheidung war 1990 politisch nicht unumstritten, da Probleme wie die strikte geschickt in der ÖffentlichkeitSektorentrennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung bereits damals platziert. Wer hätte nicht gern mehrintensiv diskutiert wurden. Letztlich führte dann neben der erfolgreichen Lobbyarbeit Privatsphäre bei schwerer Erkran-westdeutscher Interessensgruppen vor allem der immense Handlungsdruck im Osten kung oder einen raschen Terminzum Verzicht auf mögliche Elemente eines „dritten Weges“. beim Facharzt.Das Gesundheitswesen der DDR war 1989/90 durch marode Bausubstanz, Mängel Bei näherer Betrachtung erwiesenbei der Medizintechnik, fehlende moderne Medikamente sowie Fachkräftemangel sich beide Bereiche allerdings alsgekennzeichnet. Letzterer war bereits vor dem Mauerfall evident und wurde 1990 ungeeignet zur plakativen Ausein-vielerorts zur Bedrohung für die Versorgungssicherheit. Nur durch die möglichst andersetzung um das deutscheschnelle Übernahme eines wettbewerblich-staatsfernen Gesundheitswesens konnte Gesundheitswesen. So wie Kran-nach Auffassung der Beteiligten in dieser Situation die Gesundheitsversorgung kenhäuser derzeit maßgeblich vonstabilisiert werden. Mit dieser Weichenstellung waren dann allerdings auch systemlo- externer Investitionsförderunggische Entscheidungen gegen Polikliniken oder die Dispensaire-Versorgung verbun- abhängig sind, so ist die langfri-den, die aus heutiger Sicht vielleicht unnötig erscheinen. stige Terminvergabe bei vielen Ärzten eben meist kein böser Wille,Auf Basis der gemeinsamen Anstrengung aller Beitragszahler der gesetzlichen sondern das Ergebnis der Versor-Krankenversicherung schrieben die neu gegründeten Selbstverwaltungspartner in den gungssituation vor Ort. Letztlichfolgenden Jahren auch in Thüringen insgesamt eine klare Erfolgsgeschichte. Der waren beide Vorschläge schnellBevölkerung des Freistaates stehen heute unter anderem modern ausgestattete wieder verschwunden. Dass beideArztpraxen, freier Zugang zum Facharzt, service- und leistungsstarke Krankenkassen Politiker ihre Ziele mit weicherensowie – dank milliardenschwerer Landesförderung – eine der modernsten Kranken- Formulierungen weiter verfolgen, isthausinfrastrukturen zur Verfügung. konsequent. Denn in einem haben beide recht: Versorgung mussDie Qualität der Gesundheitsversorgung spiegelt sich auch im Gesundheitszustand stärker vom Patienten her gedachtder Thüringer wieder. Hier gleichen sich Lebenserwartung und Morbidität insgesamt werden.weiter an die gesamtdeutschen Werte an. Bestehende Unterschiede sind heuteweniger das Ergebnis regionaler Herkunft, sondern beruhen wie in anderen Bundes- Ihrländern auch auf Unterschieden beim Bewegungs- und Ernährungsverhalten oderdem Sozialstatus. Guido Dressel Leiter der TK-Landesvertretung
    • thüringen20 Jahre Sozialunion – Bedeutung Informationder Krankenversicherung wächst Das Forsa-Institut hat im ZeitraumThüringen: Kassen sollen tragende Rolle bei der vom 22. Dezember 2010 bisGestaltung des Gesundheitssystems einnehmen 21. Januar 2011 insgesamt 1.500 Personen befragt – jeweils 250 aus 27% den sechs ostdeutschen Ländern.Die neuen Länder blicken dieser Tage auf 20 16% Sozialunion zurück. Nach dem JahreVorbild der Bundesrepublik wurde damals ein tiefgreifender Umbau der Sozialversi-cherung der DDR eingeleitet – begleitet von Skepsis und Euphorie gleichermaßen.Wie sieht es heute aus beim Thema Krankenversicherung – welche Standpunktevertreten die Thüringer? Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK gibt Antwort.Die große Aussage hinter den Zahlen: Das ThemaKrankenversicherung hat in den vergangenen fünf Hat das Thema Krankenversicherung heute eineJahren an Bedeutung gewonnen. 60 Prozent der größere Bedeutung als vor fünf Jahren?Thüringer stimmen dem zu. Jeder Vierte schätztdessen Relevanz heute sogar als viel größer ein. 50% etwas größere BedeutungZum Vergleich: In Sachsen sind es nur 17 Prozent. viel größere BedeutungUnter zehn Prozent der Befragten geben an, dass 40%die Krankenversicherung heute ein wenigerwichtiges Thema ist. 30% 20% 10% 27% 0% 16% er - n n lt n g m urg ha se ge rli ur n Be ch An nb in om b rp len ür Sa de n- Th Vo k se an ec ch Br M Sa Quelle/Grafik: Techniker Krankenkasse, Meinungspuls Gesundheit 2010Teilhabe am Fortschritt ist wesentlich BerlinEinen sehr deutlichen Standpunkt nehmen dieThüringer ebenfalls ein, wenn es um die Rolle der Wenn es um Reformen im GesundheitssystemKrankenkasse im Gesundheitssystem geht. Im geht, sollte die Krankenkasse… Grafik: Techniker KrankenkasseDurchschnitt drei Viertel der Menschen in den neuen sich zusätzlich zur Umset-Bundesländern erwarten, dass die Kassen Reformen Thüringen zung und Beratung auchnicht nur umsetzen und dazu beraten, sondern sich aktiv an der Diskussion um Reformen im Gesundheits-auch aktiv an der Debatte dazu beteiligen. In Thürin- system beteiligen. Sachsen-Anhaltgen liegt dieser Wert sogar noch signifikant höher: zusätzlich zur UmsetzungHier sind es 81 Prozent der Befragten, die der auch zu den Neuerungen beraten.Krankenkasse eine tragende Rolle bei der Gestaltung Sachsendes Gesundheitssystems zubilligen. sich nicht dazu äußern, sondern umsetzen, was Mecklenburg- beschlossen wurde. VorpommernBei der Frage nach dessen Finanzierung fallen dieAntworten differenzierter aus. 39 Prozent der Men- Brandenburgschen in den neuen Bundesländern würden höhereBeiträge und Zuzahlungen in Kauf nehmen, damit der BerlinLeistungsumfang der Krankenversicherung gleich-bleibt. Einem Drittel der Befragten ist dagegen die 0% 20% 40% 60% 80% 100%Stabilität der Beiträge wichtiger. Im Freistaat sind Quelle/Grafik: Techniker Krankenkasse, Meinungspuls Gesundheit 2010beide Standpunkte mit rund 35 Prozent gleich starkbesetzt. Knapp 60 Prozent der Thüringer würden jedoch höhere Beiträge akzeptieren,um auch weiterhin am medizinischen Fortschritt teilhaben zu können.Den Arzt frei wählen zu können, das ist 97 Prozent der Menschen im Freistaat wichtig – Grafik: Techniker Krankenkasseund damit ein eindeutiges Ergebnis. 72 Prozent von ihnen ist diese Entscheidungsfrei-heit sogar sehr wichtig. Damit nimmt Thüringen unter den neuen Bundesländernjedoch den letzten Platz ein. Zum Vergleich: In Berlin sind es 86 Prozent und jeweilsknapp 80 Prozent in den anderen vier ostdeutschen Ländern. TK spezial 1 / 2011 2
    • thüringenIm Wettbewerb um beste Leistungengewinnt der PatientJeder siebte Thüringer Senior nimmt potenziell gefährlichePillen − TK klärt mit neuem Service aufJeder siebte über 65-Jährige in Thüringen erhielt im ersten Halbjahr 2010 mindestensein Medikament, das gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen kann. Das zeigt eineaktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse unter ihren Versicherten. DieseMedikamente stehen auf der sogenannten „Priscus-Liste“, die Wissenschaftler imAuftrag des Bundesforschungsministeriums erstmalig für Deutschland erstellt haben.Hier sind 83 Arzneimittelwirkstoffe erfasst, die für Senioren ab 65 Jahren nur einge-schränkt zu empfehlen sind und deswegen nur nach einer genauen Nutzen-Risiko-Bewertung vom Arzt verordnet werden sollten. Darunter fallen zum Beispiel Mittelgegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzen.Besonders Senioren sind anfällig für Neben- und Wechselwirkungen von Arzneien.Ihre Organe arbeiten nicht mehr so schnell, Wirkstoffe können nicht so gut aufgenom-men beziehungsweise abgebaut werden. Mögliche Folgen: Sturzgefahr, Nierenschä-den, Magenblutungen. Sechs verschiedene Medikamente pro Tag nehmen ältereMenschen in Deutschland durchschnittlich ein. Obwohl die über 60-Jährigen nur einViertel der Bevölkerung ausmachen, entfallen zwei Drittel aller verschriebenen InformationArzneimittel auf diese Altersgruppe. Das geht aus dem Arzneiverordnungsreport 2010und aktuellen Daten der Ruhr-Universität Bochum, die 2.500 Patienten über 70 Jahre Neue Rabattverträgezu ihrem Arzneimittelgebrauch telefonisch befragte, hervor. mit 56 PharmaherstellernUm die Arzneimitteltherapie von älteren Patienten sicherer zu machen, bietet die TK Die neuen Rabattverträge derjetzt einen speziellen Arzneimittel-Kontoauszug für Senioren an. Er listet alle verordne- Techniker Krankenkasse für Nach-ten Medikamente der letzten zwei Jahre auf und weist auf Medikamente hin, die ahmer-Medikamente, sogenanntepotenziell gefährlich sein können. Patienten, die ein entsprechendes Mittel erhalten, Generika, sind zum 1. Februar 2011sollten es auf keinen Fall eigenmächtig absetzen, sondern stattdessen die weitere in Kraft getreten. Die TK hat für 76Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Sie können sich auch an den Wirkstoffe entsprechende Verträgetelefonischen Beratungsservice des TK-Ärztezentrums wenden. mit 56 Arzneimittelherstellern geschlossen. Darunter sind zumDer Arzneimittel-Kontoauszug kann telefonisch oder im Internet unter www.tk.de Beispiel Arzneimittel gegen Blut-(Suchbegriff TK-ViA) bestellt werden. Auch die aktuelle „Priscus-Liste“ ist online hochdruck, Infektionen oderabrufbar unter www.priscus.net. Sie erläutert neben der Aufstellung der Wirkstoffe die Fettstoffwechselstörungen. Auch imRisiken dieser Medikamente sowie mögliche Therapiealternativen. Interesse der Versicherten haben pro Wirkstoff bis zu drei HerstellerVorbildlich: TK verzichtet auf Verwaltungskostenabschlag einen Zuschlag erhalten. Die Laufzeit der Verträge beträgt zweiDer Gesetzgeber hat entschieden: Seit diesem Jahr können Versicherte, die ein Jahre mit Option auf Verlängerung.Generikum verschrieben bekommen, das Rabattarzneimittel ablehnen und ihrWunschmedikament mit demselben Wirkstoff wählen. Grundlage ist das sogenannte Die neuen Verträge ergänzen dieArzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG). Es ermöglicht bei der Versorgung mit bereits bestehenden Rabatt-Verein-solchen Medikamenten die teilweise Erstattung der Kosten. barungen. Insgesamt hat die TK für 165 generische Wirkstoffe mit 61Das heißt: In der Apotheke bezahlt der Versicherte zunächst den kompletten Betrag Pharmaunternehmen Rabattverträgefür das Wunscharzneimittel. Anschließend reicht er das Rezept und die Apotheken- verhandelt.quittung bei der Kasse ein. Diese darf maximal erstatten, was ein Rabattvertragsprä-parat gekostet hätte. Versicherte müssen etwaige Mehrkosten also selbst tragen. Wie Ärzten und Apothekern stehenviel der Patient aber letztlich aus eigener Tasche zahlt, hängt auch von der Kranken- unter www.tk.de/leistungserbrin-kasse ab, denn diese darf zusätzlich Verwaltungsgebühren berechnen. ger besondere Informationen zu den Generika-Rabattverträgen zurDie TK verzichtet generell auf diesen Abschlag und erhebt keine Verwaltungskosten, Verfügung.wenn sich der Patient für die Kostenerstattung des Wunschpräparats entschieden hat. TK spezial 1 / 2011 3
    • thüringenKooperation: preisgekrönt und Informationregional engagiert Der Verein symbioun wurde 2009Gothaer Verein als Partner in der als Förderverein für Prävention undGesundheitsförderung ganzheitliche Gesundheit in Gotha gegründet. Die Programme basie- ren auf den fünf Säulen Ernährung,Prävention gewinnt als Handlungsfeld stetig an Bedeutung. Die TK hat sich bei der Bewegung, Entspannung, Bewusst-Projektförderung mit dem Gothaer Verein symbioun einen engagierten Partner ins Boot sein und Umwelt.geholt. Der Förderverein hat jetzt seine zweite große Auszeichnung erhalten. Er gehörtzu den „365 Orten im Land der Ideen“ 2011 – ist einer von sechs Preisträgern inThüringen. Eine 20-köpfige Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern,Journalisten und Politikern wählte aus rund 2.600 Bewerbungen die 365 herausra-gendsten Beispiele für Zukunftsfähigkeit, Mut, Engagement und Kreativität in Deutschland.Fußball als Zugpferd Kurz gesagtAufmerksam auf den Verein wurde die Jury durch ein Präventionsprojekt von Techni- Trauminsel erhält Förderungker Krankenkasse und symbioun, das in der Gothaer Reyher-Grundschule läuft. Es isteingebettet in die TK-Gesundheitsförderung „Gesunde Schule“ und heißt „Vertragen – Im Rahmen der Förderung „Gesun-nicht schlagen“. In Rollen- und Kompetenzspielen lernen die Kinder deeskalierend in de Kita“ hat die Techniker Kran-Konfliktsituationen aufzutreten, zusammenzuhalten und Regeln für den Umgang kenkasse im Jahr 2010 insgesamtmiteinander zu formulieren. Beim Fairplay mit den Fußballern des Erfurter Vereins 31 Kindergärten unterstützt. Einer„Spirit of Football“ zeigte sich, dass Gesundheitsförderung am besten funktioniert, davon ist die Kindertagesstättewenn Leidenschaft geweckt ist. „Pfiffikus“ in Gräfinau-Angstedt, die rund 5.000 Euro Förderung für ihr Entspannungsprojekt „Trauminsel“ erhält. Wöchentliche Projekttage imple- mentieren das Thema kontinuier- lich und kreativ in den Alltag der Kleinen. Und auch das elterliche Bewusstsein für die Bedeutung von Entspannung im Kindesalter schärfen die ErzieherInnen. Partner der TK ist hier wiederum der Verein symbioun. Fairplay: Der Gothaer Landtagsabgeordnete Matthias Hey und Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (beide SPD) zeigten sich beeindruckt vom Teamgeist der Reyher-Grundschüler und vom Konzept des Projektpartner: Stefan Heyn von symbioun und Präventionsprojektes von TK und symbioun (rechts im Bild: Vereinsvorstand Stefan Heyn). TK-Sprecherin Teresa Urban.Gesundheitsförderung ist BildungsförderungDie Auszeichnung im Wettbewerb „Land der Ideen“ war die zweite für den jungenVerein. Im August des vergangenen Jahres übergab Ministerpräsidentin ChristineLieberknecht (CDU) bereits den Thüringer Kinder- und Jugendpreis für Initiativen, diesich gegen Kinderarmut richten und zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen – einAnsatz, den auch die TK vertritt und mit gezielter Gesundheitsförderung an Kinderta-gesstätten und Schulen umsetzt. TK spezial 1 / 2011 4
    • thüringen„Selbstverwaltung ist Selbstgestaltung“ Zur PersonGerald Weiß, Bundeswahlbeauftragterfür die Sozialwahl 2011 TK spezial: Welche Bedeutung hat die Sozialwahl in unserem System der sozialen Sicherung? Weiß: Mit 48 Millionen Wahlberechtigten ist die Sozialwahl die drittgrößte Wahl in Deutschland nach der Europa- und der Bundestagswahl: eine bedeu- tende Wahl, die viel zu sehr im Schatten steht. Überdie Sozialwahl haben die Mitglieder die international einmalige Chance, ihre Kranken-versicherung selbst mitzugestalten. Denn ihre gewählten Interessenvertreter reden beiallen strategischen Fragen in ihrer Krankenkasse mit und beeinflussen entscheidend,welchen Kurs sie einschlägt. Während der Staat in anderen Ländern bei der Gesund-heitsversorgung allein entscheidet, können die Menschen hierzulande direktenEinfluss nehmen. Und gerade wenn wir die Stabilität unserer Systeme sozialerSicherung mit der Situation in anderen Ländern vergleichen, zeigt sich: Die soziale Gerald WeißSelbstverwaltung ist ein Erfolgsmodell. Jahrgang 1945, ist seit Oktober 2009TK spezial: Ist Selbstverwaltung heutzutage denn noch zeitgemäß? Bundeswahlbeauftragter für die Sozialversicherungswahlen. DerWeiß: Letztlich muss man den Versicherten nur zwei Fragen stellen: Wären sie besser langjährige Landtagsabgeordnete indran, wenn die Sozialversicherung ein einziges staatliches Monopol wäre? Und ginge Hessen war 1987 bis 1991 Staatsse-es ihnen in rein privatwirtschaftlichen Strukturen besser, die kein Solidarprinzip, kretär im Hessischen Sozialministeri-sondern ausschließlich Gewinnstreben kennen? Der Markt lenkt sehr gut knappe um. Von 1998 bis 2009 gehörte erRessourcen in die optimale Verwendung. Aber er ist blind für die Gerechtigkeit. dem Deutschen Bundestag an.Umgekehrt kann der Staat nicht alles regeln. Die Lösung in unseren sozialen Siche-rungssystemen bedeutet, dass die Praktiker ihre Versicherung selbst gestalten:Selbstverwaltung heißt nichts anderes als Selbstgestaltung. Der Gedanke ist taufrischund zeitlos modern. InformationTK spezial: Was entgegnen Sie Kritikern, die die Kosten der Sozialwahl bemängeln? Gelebte DemokratieWeiß: Die Behauptung, die Sozialwahl sei zu teuer, ist grundfalsch. Die letzte Sozial-wahl im Jahr 2005 hat weniger als einen Euro je Wahlberechtigten gekostet – für sechs Allein bei der Techniker Krankenkas-Jahre. So viel muss Demokratie kosten dürfen. Denn Demokratie gibt es nun einmal se sind rund 5,4 Millionen Menschennicht zum Nulltarif. Und der Nutzen der Sozialwahl überwiegt die Kosten bei Weitem. wahlberechtigt und können entschei-Die Menschen profitieren ganz konkret von den Beschlüssen ihres ehrenamtlichen den, wer sie in den folgenden sechsVerwaltungsrates – zum Beispiel, wenn er über Gesundheitsleistungen entscheidet, Jahren im Verwaltungsrat vertretendie über den gesetzlichen Katalog hinausgehen. soll. Dieses höchste Entscheidungs- gremium der TK setzt sich aus je 15TK spezial: Die TK hätte sich schon für 2011 Online-Wahlen gewünscht. Wie stehen Sie ehrenamtlichen Vertretern derdazu? Versicherten und der Arbeitgeber zusammen. Zu seinen AufgabenWeiß: Auch ich hätte mir schon 2011 eine Wahl per Mausklick gewünscht. Sie senkt gehört es, die Satzung zu verab-die Teilnahmeschwelle und ist attraktiver für die junge Generation. Allerdings muss schieden, den Haushalt zu beschlie-eine Online-Wahl so sicher sein, dass sie allen Ansprüchen genügt. Technisch sind ßen sowie den hauptamtlichendie Probleme weitgehend gelöst. Bald kann der Gesetzgeber die rechtlichen Voraus- Vorstand zu wählen und zu kontrollie-setzungen schaffen. Ich hoffe, dass es bei der Wahl 2017 soweit ist. ren. Außerdem entwickelt und beschließt er zusätzliche Leistungen,TK spezial: Warum sollte bei der Sozialwahl jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch die über den gesetzlichen Katalogmachen? hinausgehen – wie zum Beispiel Reiseimpfungen, Wahltarife oderWeiß: Über die Sozialwahl können die Menschen direkten Einfluss auf Entschei- Präventionsangebote.dungen nehmen, die ihr Leben und ihre Gesundheit in elementarer Weise betreffen. Übrigens: Die „Wahlurnen“ sind dieWer von seinem Stimmrecht Gebrauch macht, beteiligt sich aktiv am Willensbildungs- über 100.000 Briefkästen, denn dieprozess in seiner eigenen Krankenkasse. Mitzumachen, mitzubestimmen, mitzuge- Sozialwahl ist eine reine Briefwahl –stalten das ist etwas Urdemokratisches und davon sollte jeder Gebrauch machen. selbstverständlich portofrei für die Wähler. TK spezial 1 / 2011 5
    • thürIngenTK in Thüringen twittert Die TK in ThüringenWer im Internet die kurzen und schnellen Informationen bevorzugt, kann diese ab TK-ServiceTeamsofort auch von der Techniker Krankenkasse in Thüringen erhalten: Die TK-Landesver- Wir freuen uns auf Ihren Anruf.tretung twittert jetzt. Tel. 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr)Bereits hunderttausend Menschen in Deutschland und Millionen weltweit nutzen die www.tk.depraktische Kurzmitteilungs-Plattform. Twitter ist ein Netzwerk und meist öffentlicheinsehbares Tagebuch. Angemeldete Benutzer können eigene Textnachrichten TK-ÄrzteZentrumeingeben und anderen senden. Wer sich als Abonnent („Follower“) eines anderen Tel. 040 - 85 50 60 60 60Nutzers einträgt, bekommt regelmäßig kurze Botschaften von diesem mitgeteilt. So 24 Stunden täglich antwittern – wörtlich zwitschern – sie dann gemeinsam. Die Maximallänge solcher 365 Tagen im JahrTextnachrichten („Tweets“) beträgt 140 Zeichen. TK-FamilienTelefonWer „mitzwitschern“ möchte, muss ein eigenes Profil bei Twitter haben. Unter „Profile“ Tel. 040 - 85 50 60 60 50kann man sich einen Twitternamen und ein Logo zulegen, um sich dann einzuloggen. 24 Stunden täglich anIn der Übersicht „Leute finden“ kann nach Personen gesucht werden – zielgerichtet 365 Tagen im Jahrauch nach unserem Twitternamen TKinTH. Mit einem Klick auf „folgen“ werden dannunsere neuesten Nachrichten zugesandt. TK-ReiseTelefon Tel. +49 40 - 85 50 60 60 70 24 Stunden täglich an Kurz gesagt 365 Tagen im Jahr Expertengespräch: neues Entgeltsystem in der Psychiatrie TK im Internet www.tk.de Mit dem Beschluss, ein pauschaliertes, tagesbezogenes Entgeltsystem einzufüh- E-Mail: service@tk.de ren, ordnet der Gesetzgeber die psychiatrische und psychotherapeutische Vergü- tung im Krankenhaus völlig neu. Zur näheren Information über die neue Vergü- tungssystematik und ihre Auswirkungen auf Thüringen veranstaltet die TK-Landesvertretung ein Expertengespräch. Es findet am 3. Mai von 10:30 bis 13 Uhr im Erfurter Augustinerkloster statt. Korrektur „AKTION Saubere Hände“ Leider ist uns im TKspezial 4/2010 ein Fehler unterlaufen. Wir bitten dafür um Entschuldigung. Unter den Thüringer Krankenhäusern, die an der „AKTION Saubere Hände“ teilnehmen, ist auch das SRH Wald-Klinikum Gera. Insgesamt sind derzeit 608 bettenführende Einrichtungen und 82 Alten- und Pflegeheime bundesweit beteiligt, in Thüringen nehmen 21 Krankenhäuser und Rehabilitations- kliniken teil sowie ein Alten- und Pflegeheim. Am Ende „Bei so vielen Gesundheitsreformen, die Sie in den vergangenen Jahren erlebt haben, war es schon schwierig, einen neuen Namen für das GKV-Finanzierungs- gesetz zu finden.“ Gesundheitsminister Philipp Rösler beim 3. TK-Zukunftskongress ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung ThüringenSchlösserstraße 20, 99084 ErfurtVerantwortlich: Guido DresselRedaktion: Teresa UrbanTelefon: 03 61 - 54 21-400Telefax: 03 61 - 54 21-430E-Mail: lv-thueringen@tk.deInternet: www.tk.de/lv-thueringen