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TK-Medienservice "Gesund wohnen" (9-2010)
 

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Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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    TK-Medienservice "Gesund wohnen" (9-2010) TK-Medienservice "Gesund wohnen" (9-2010) Document Transcript

    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 1 Informationen der Techniker Krankenkasse_____________________________________________________ MedienserviceSeptember 2010 Themen, Trends und HintergründeGesund wohnenBei drei von vier Deutschen klappts mit den Nachbarn – aber zwei Millionen fühlen sichkrank durch Dauerstreit ........................................................................................................... 2Wenn das eigene Zuhause zur Allergiefalle wird .................................................................... 6Das richtige Klima zum Wohlfühlen: Jeder Zweite lüftet falsch ............................................... 9"Vor selbsternannten Fachleuten ist zu warnen" – Interview mit Dr. Julia Hurraß,Universitätsklinikum Freiburg ................................................................................................ 12Zimmerpflanzen – Labsal für Augen und Seele .................................................................... 15Putzen wir uns krank? ........................................................................................................... 17Der Kühlschrank: täglich genutzt und doch sträflich vernachlässigt...................................... 19Richtig lagern, länger genießen ............................................................................................ 20Infektionen hausgemacht ......................................................................................................23Wohlfühlraum gegen Schlafstörungen .................................................................................. 26Hexenschuss am Kofferraum – Tipps für einen gesunden Rücken ...................................... 29Ins richtige Licht gesetzt: Arbeiten am PC............................................................................. 33Sport geht in der kleinsten Wohnung .................................................................................... 35Wenn Kids auf Entdeckertour gehen: Erste Hilfe bei Vergiftungen ....................................... 37Pflegekasse hilft beim pflegegerechten Umbau der Wohnung.............................................. 42Kurz gemeldet ....................................................................................................................... 45 Hinweis für die Redaktionen: Einige Illustrationsvorschläge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefügt. Diese und andere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten honorarfrei unter Angabe der Quelle "Techniker Krankenkasse" zur Verfügung. Download: www.presse.tk.deHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 2_____________________________________________________Bei drei von vier Deutschen klappts mit den Nachbarn – aber zweiMillionen fühlen sich krank durch DauerstreitDer Streit zwischen Nachbarn ist ein Dauerbrenner in Deutschland: Fahrräderim Treppenhaus oder lästiger Grillgeruch vom Nachbarbalkon sorgen fürZündstoff, beschäftigen Gerichte und nehmen etlichen Rechtsanwälten diegröbsten Existenzsorgen. Die meisten Bundesländer haben ein eigenesNachbarrechtsgesetz mit bis zu 66 Paragraphen, damit im Streit am Garten-zaun und im Treppenhaus das Faustrecht zurückgedrängt wird.Dabei sind die Deutschen gar nicht so streitlustig: In einer Forsa-Umfrage imAuftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gaben immerhin 77 Prozent an, mitihren Nachbarn friedlich Seite an Seite zu leben und auch in der Vergangen-heit noch nie Streit gehabt zu haben. 20 Prozent fühlten sich dagegen durchZwist mit den Nachbarn schon gestresst. Für drei Prozent der Bevölkerungwerden ständige Auseinandersetzungen mit den Nachbarn zum echten Pro-blem – das sind bezogen auf ganz Deutschland rund zwei Millionen Men-schen."Mit den Nachbarn in Frieden zu leben ist wichtig für Gesundheit und körperli-ches Wohlbefinden. Das eigene Heim sollte ein Ort sein, um Stress abzubau-en und neue Kraft zu tanken. Wenn es dagegen selbst zum Stressfaktor wird,drohen massive gesundheitliche Probleme", sagt York Scheller, Diplom-Psychologe bei der TK. Denn Menschen unter Dauerdruck leiden gegenüberwenig Gestressten mehr als doppelt so oft unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, der häufigsten Todesursache in Deutschland. Auch Rücken- undKopfschmerzen, Infekte, psychische Probleme und Schlafstörungen tretendesto häufiger und stärker auf, je größer die Stressbelastung ist.Wenn sich Nachbarn in die Haare geraten, dann geht es meistens um dasThema Lärm. Jeder Dritte, der unter Streit mit Nachbarn leidet, gibt an, dasszu laute Musik oder zu lautes Feiern zu dem Zwist geführt haben. Jeder Fünf-te hat über Pflanzen oder Bäume auf dem Grundstück gestritten, gefolgt vonHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 3_____________________________________________________Meinungsverschiedenheiten über Kinder (19 Prozent), Haustiere (17 Prozent),Autos und andere Fahrzeuge (13 Prozent) sowie Streitigkeiten über ein ver-schmutztes oder zugestelltes Treppenhaus (13 Prozent). Bei der Party auch an die Nachbarn denken Bei einer Party kann es schon mal etwas lauter werden. Nachbarn fühlen sich schnell gestört – vor allem, wenn sie vorher nicht informiert werden. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker Krank- enkasseDer Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt, dass in Bayern die guteNachbarschaft besonders gepflegt wird. Hier haben 84 Prozent der Bevölke-rung keinerlei Probleme mit den Nachbarn. Besonders streitlustige Bundes-länder sind dagegen nicht auszumachen. Im Norden und in Nordrhein-Westfalen wird vor allem der Lärm als Problem genannt. In Bayern und Ba-den-Württemberg sind es dagegen häufig falsch geparkte Autos, die für Ärgersorgen. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern regen sich dieMenschen besonders oft über Haustiere auf wie etwa Hundegebell oder Kat-zen im Garten.Aus gesundheitlicher Perspektive ist es wichtig, den Streit nicht eskalieren zulassen. Der Gang zum Rechtsanwalt oder vor Gericht sollte die letzte Konse-quenz sein. "Zunächst sollte man versuchen, sich in freundlicher Gesprächs-atmosphäre friedlich zu einigen. Nicht hinter jeder Hecke lauert der Feind",sagt Scheller. Wer sich anderen gegenüber tolerant zeigt, kann auch daraufHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 4_____________________________________________________vertrauen, dass der Nachbar nicht gleich die Polizei ruft, wenn es bei der Ge-burtstagsparty mal etwas lauter zugeht.Wenn das nichts nützt, bleibt noch die Möglichkeit, einen Mediator oderaußergerichtlichen Schlichter einzuschalten. Eine objektive dritte Person siehtnicht selten neue Möglichkeiten, um eine scheinbar ausweglose Situation wie-der ins Lot zu bringen. In vielen Bundesländern sind solche Schiedsverfahrensogar obligatorisch, bevor ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden kann. Eineaußergerichtliche Schlichtung ist zudem günstiger und schneller – und bietetden Vorteil einer einvernehmlichen Lösung ohne Sieger und Verlierer.Fünf Tipps zur Anti-Ärger-Strategie:1. Sich selbst die rote Karte zeigenEin wirkungsvolles Mittel, um Ärger zu bändigen, ist der so genannte "Gedan-ken-Stopp": Bei den ersten Anzeichen von Stress oder Ärger gibt man sichinnerlich – oder bei Bedarf auch laut – das Kommando „Stopp!“. Der Gedan-ken-Stopp stört gewohnte, oft unbewusste Gedankenketten und verhindert,dass sich der Ärger weiter aufschaukelt. Die erzwungene Gedankenpauselässt sich nutzen, um nach anderen, angemesseneren Verhaltensmöglichkei-ten zu suchen.2. Tief durchatmenWut kann man durch Atmen reduzieren. Denn im Gegensatz zu den meistenKörpervorgängen wie dem Herzschlag oder der Verdauung kann der Menschsein Atmen willentlich beeinflussen – und auf diesem Wege indirekt auch dieHerzfrequenz. Denn je ruhiger die Atmung, desto langsamer schlägt auch dasHerz. Wut und Ärger dagegen lassen das Herz rasen und die Atmung abfla-chen. Hier hilft die so genannte "3-4-6-Methode": In Ruhe drei Sekunden langeinatmen, dann die Luft für vier Sekunden anhalten und anschließend sechsSekunden ausatmen. Das Ganze kann man so lange wiederholen, bis derÄrger nicht mehr die Oberhand hat.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 5_____________________________________________________3. Den Ärger-Automatismus unterbrechenUm den Ärger-Kreislauf zu durchbrechen, hilft es, sich folgende Frage zu stel-len: Ist das vermeintliche Ärgernis es wirklich wert, sich darüber aufzuregen?Oft neigen wir dazu, unseren Ärger nicht zu hinterfragen, sondern ihm freienLauf zu lassen. Die Unterbrechungs-Strategie hilft, in solchen Situationen Ab-stand zu gewinnen und den Ärger-Impuls zu kontrollieren. Sich bewusst zufragen, ob die eigene Reaktion gerechtfertigt ist, verschafft Zeit, um überlegterzu handeln. Kommt man dabei zu dem Ergebnis, dass die eigene Aufregunggerechtfertigt ist, hilft es, diese Gefühle sachlich anzusprechen.4. Ablenken und den Ärger aus dem Kopf verbannenFür viele Menschen ist Ärger deswegen so erdrückend, weil sie ihre Gedan-ken nicht wieder von ihm lösen können. Um quälendes Grübeln zu vermeiden,hilft es, sich ganz bewusst von seinem Ärger abzulenken. Ein kleiner Spazier-gang um den Block kann den Kopf wieder frei machen. Zusätzlich kann maninnere Bilder und schöne Erinnerungen aufrufen. Sich vorzustellen, im war-men Sand zu liegen oder frische Bergluft zu atmen, vertreibt den Alltagsstressund drängt den Ärger in den Hintergrund.5. Bekannte Ärger-Fallen vermeidenDie Redensart "Da ist Ärger programmiert" kommt nicht von ungefähr. Vieletägliche Stress-Situationen mit den Nachbarn sind hausgemacht – und ab-sehbar: etwa das im Treppenhaus abgestellte Fahrrad oder das Gebell desNachbarhundes. Jeder hat seine persönlichen Ärger-Fallen, in die er immerwieder tappt. Dabei lassen sie sich meist mit wenig Aufwand umgehen. Ambesten beginnt man mit den Situationen, die einen am meisten ärgern. Dennbereits kleine Dinge können den Alltag viel entspannter werden lassen – wieetwa ein nettes Gespräch über den Gartenzaun, bei dem sich vielleicht man-ches ansprechen lässt, bevor ein Konflikt eskaliert.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 6_____________________________________________________Wenn das eigene Zuhause zur Allergiefalle wirdWer gelegentlich beim Staubwischen niest, muss noch lange kein Allergikersein. Tränen aber morgens nach dem Aufstehen oft die Augen, häufen sichSchnupfen oder Hustenanfälle, kann dies auf eine Allergie gegen Hausstaub-milben hindeuten. Doch nicht nur die können das traute Heim zur Allergiefallewerden lassen, auch Tierhaare oder Schimmelpilze sind mögliche Auslöser.Die Techniker Krankenkasse (TK) gibt einige Tipps, wie man die Allergiebela-stung in den eigenen vier Wänden möglichst gering hält.Experten schätzen, dass in Deutschland acht bis zwölf Millionen Menschenunter einer Hausstaubmilben-Allergie leiden. Die Betroffenen reagieren nichtauf die Milbe selbst allergisch, sondern auf einen bestimmten Eiweißstoff inderen Kot. Der befindet sich dort, wo Hausstaubmilben zu Hause sind: in Mat-ratzen, Bettdecken, Polstermöbeln oder Teppichen. Dort herrschen für diewinzigen, an sich harmlosen Tierchen die besten Lebensbedingungen, dennHautschuppen und Partikel von Daunenfedern stehen auf ihrem Speiseplanganz oben. Allergierisiko Haustiere Entwickelt ein Familienmitglied eine Allergie gegen den vierbeinigen Freund, ist eine Trennung oft die ein- zige Möglichkeit. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de, Quelle: Techniker Krankenkasse"Die gesamte Bettwäsche muss regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewa-schen werden – nur dies tötet die Milben sicher ab", erklärt Beate Thier, Ärztinbei der TK. Sie empfiehlt auch, Matratzen spätestens alle acht Jahre auszu-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 7_____________________________________________________tauschen. Gerade bei kleinen Allergikern sollten Eltern zudem Kuscheltiereund -decken von Milben befreien. Heißes Waschen ist hier ebenfalls der effek-tivste Weg. Ist der "Lieblingsschnuffel" nicht waschmaschinenfest, kann erauch für 24 Stunden in die Kühltruhe wandern. Dies tötet die Milben ebenfallsab, beseitigt allerdings nicht den schon vorhandenen allergieauslösenden Kot.Schwieriger wird es, wenn ein Familienmitglied eine Allergie gegen Hund, Kat-ze oder Meerschweinchen entwickelt. "Tierhaare gehören mit zu den häufigs-ten Auslösern allergisch bedingter Atembeschwerden", sagt Thier. Doch essind nicht die Haare selbst, die die Haut zum Jucken bringen oder die Naseanschwellen lassen. Vielmehr stamme das eigentliche Allergen aus demSchweiß, Speichel oder Urin der Tiere, so die Medizinerin. Die Allergene set-zen sich auf den Tierhaaren und im Hausstaub fest und gelangen so in dieRaumluft. Bei schweren Symptomen bleibt nur, den treuen Vierbeiner abzu-geben und auch den Kontakt zu Haustieren von Freunden und Verwandten zumeiden.Egal ob Milben, Tierhaare oder Pollen die Symptome verursachen: Allergikersollten ihre Wohnung möglichst so einrichten, dass sich die Allergieauslösernicht sammeln können. Das bedeutet: statt Polstermöbeln lieber Ledermöbelanschaffen und allergenarme Teppichböden wählen beziehungsweise glattesHolz, Fliesen oder Laminat bevorzugen. Auch häufiges Wischen ist wichtig –besonders in der Heizperiode. Staubfänger wie schwere Vorhänge, offeneBücherregale oder Pflanzen gehören – genau wie Hund, Katze oder Hamster– nicht ins Schlafzimmer. Auf Textil-Tapeten oder Wandbehänge sollte manebenfalls verzichten. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwar möglichst gering sein,frische Luft ist aber dennoch wichtig. Vor allem im Winter heißt das: viel lüften.Diese Maßnahmen beugen auch Schimmelpilzen vor, die Allergikern ebenfallszum Verhängnis werden können. "Eine Schimmelpilzallergie macht sich nichtnur bemerkbar, wenn Wände oder die Duschwanne offensichtlich befallensind. Es genügen auch Sporen aus Blumenerde oder dem Kompostabfall, umSymptome hervorzurufen", erklärt die TK-Ärztin. Weitere Quellen sind verdor-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 8_____________________________________________________bene Lebensmittel, Hydrokulturen, Luftbefeuchter oder Klimaanlagen. Beglei-tend zur Atemwegsallergie kann sich auch eine Nahrungsmittelallergie be-merkbar machen. Essen Betroffene angeschimmeltes Obst und Gemüse, aberauch veredelte Nahrungsmittel wie Roquefort, Gorgonzola, Bier oder Wein,reagieren sie mit Magen-Darm-Problemen. Ein Tabu für Schimmelpilzallergi-ker sind Gartenarbeiten, da sie dabei mit abgeschnittenen Pflanzenteilen,Kompost und Erde in Berührung kommen, die mit Sporen belastet sein kön-nen.Mehr Informationen zum Thema Allergien finden Interessierte in der gleich-namigen TK-Broschüre und im Internet unter www.tk.de, Stichwort Allergie.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 9_____________________________________________________Das richtige Klima zum Wohlfühlen: Jeder Zweite lüftet falschModerne Architektur, hochwertige Baustoffe und schicke Möbel sind keines-wegs eine Garantie dafür, dass man sich in den eigenen vier Wänden so rich-tig wohl fühlt. Denn auch vom Raumklima hängt das Wohlbefinden stark ab.Es sollte nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu feucht und nicht zu trocken sein,und die Luft sollte über ausreichend Sauerstoff verfügen, rät die Ärztin Dr.Andrea Hoppe von der Techniker Krankenkasse (TK). Doch schon beim The-ma Lüften scheiden sich die Geister: In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auf-trag der TK gab etwa die Hälfte der Befragten an, die Fenster nur zu kippen,um frische Luft hinein zu lassen. Nur jeder Zweite lüftet demnach so, wie esdie Experten empfehlen: stoßweise mit weit geöffnetem Fenster.Während sich in Altbauten das Lüften durch undichte Fenster und Fugenmeist von selbst erledigt hat, muss man in Wohnungen mit dichten Türen undFenstern nachhelfen. Am schnellsten und effektivsten ist das Stoßlüften. Da-bei öffnet man das Fenster mehrmals täglich für etwa fünf Minuten weit. Indieser kurzen Zeit erneuert sich die Raumluft meist komplett. Im Winter emp-fiehlt es sich, dabei die Heizkörper abzustellen, da sonst wertvolle Energieverloren geht. Stellt man seine Fenster über längere Zeit nur auf Kipp, klapptder Luftaustausch nicht. Die Frischluft gelangt nicht in alle Bereiche der Woh-nung, und in der Nähe der Fenster und am Boden kühlt der Raum zu starkaus – Umstände, die die Schimmelbildung fördern.Durch das Kochen, Duschen und Atmen entsteht viel Feuchtigkeit in derWohnung, die sich auf kalten Wänden niederschlägt. Wird dann zu wenig ge-lüftet, ist der Schimmel programmiert. Spätestens wenn es in der Wohnungmuffelig riecht, sollte man sich auf die Suche nach den meist grün-grau-schwarzen Flecken machen. "Der Schimmelpilz kann die Gesundheit starkbelasten, denn er verteilt seine Sporen über die Luft, die die Menschen danneinatmen", sagt TK-Ärztin Hoppe. So können zum Beispiel Kopfschmerzen,Müdigkeit, Schleimhautreizungen, Infekte oder Allergien auftreten. Menschen,die bereits Asthma haben, sind besonders betroffen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 10_____________________________________________________Für ein angenehmes Raumklima raten Experten zu einer relativen Luftfeuch-tigkeit zwischen 40 und 60 Prozent bei Temperaturen von 20 bis 22 Grad Cel-sius, im Badezimmer dürfen es auch 24 Grad sein. Gemessen wird die Luft-feuchtigkeit mit einem Hygrometer. Um verlässliche Angaben zu erhalten, istallerdings der richtige Standort entscheidend. Am besten hängt man dasHygrometer an einer Innenwand in einer Höhe von anderthalb Metern auf.Positioniert man das Messgerät an Außenwänden, im Fensterbereich oder inder Nähe von Heizungen, kann dies die Werte verfälschen.Ist die Raumtemperatur hoch und die Luft gleichzeitig besonders trocken,können die Atemwege austrocknen, und es kann zu Reizungen kommen."Trockene Luft durch ständiges Heizen führt dazu, dass in den Wintermonatenviele Menschen von Husten oder Erkältungen geplagt werden. Bakterien undViren werden in der trockenen Luft leichter aufgewirbelt und damit auch leicht-er eingeatmet", sagt die Ärztin Dr. Andrea Hoppe. "Patienten mit chronischenAtemwegserkrankungen sind besonders gefährdet, da sich ihre Beschwerdendurch trockene Heizungsluft noch verstärken."Auch wenn laut TK-Umfrage die Mehrzahl der Deutschen im Winter deutlichweniger lüftet, muss die verbrauchte Luft regelmäßig ausgetauscht werden.Nur so gelangen lästige Keime nach draußen und – je nach Wetterlage – not-wendige Feuchtigkeit nach drinnen: "Sie sorgt dafür, dass unsere Nasen- undMundschleimhäute nicht austrocknen und schützt uns so vor Attacken vonErkältungs- und Grippeviren sowie Bakterien", erklärt die TK-Ärztin. Wennauch die Außenluft zu trocken ist, helfen Wasserschalen oder feuchte Tücherauf den Heizkörpern.Gerüche können das Wohlbefinden ebenfalls stark beeinflussen. "Wer dieRaumluft in den eigenen vier Wänden verbessern möchte, sollte jedoch nichtauf chemische Düfte aus Raumsprays zurückgreifen", rät Hoppe. "Diese Mittelüberlagern lediglich die unangenehmen Gerüche und können die Atemwegereizen und zu Kopfschmerzen und allergischen Reaktionen führen", so die TK-Ärztin. Grünpflanzen können helfen, die Raumluft zu verbessern: Viele Zim-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 11_____________________________________________________merpflanzen sind regelrechte Schadstofffilter, reinigen die Luft und produzie-ren nebenbei noch Sauerstoff. Besonders an heißen Sommertagen kommtnoch ein willkommener Effekt hinzu – das Verdunsten kühlt die Luft nämlichauch zusätzlich ab.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 12_____________________________________________________"Vor selbsternannten Fachleuten ist zu warnen" – Interview mit Dr.Julia Hurraß, Universitätsklinikum FreiburgWie viele Menschen tatsächlich unter schädlichen Inhaltsstoffen ausBaumaterialien, Farben oder Möbeln leiden, ist ungewiss. Immerhinzwei Drittel der Deutschen haben jetzt aber bei einer aktuellen For-sa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) angege-ben, dass sie beim Renovieren darauf achten, gesundheitsverträgli-che Materialien, Farbe und Lacke zu verwenden. Dr. Julia Hurraß,Leiterin des Bereichs Wohnmedizin am Institut für Umweltmedizinund Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg, be-schäftigt sich mit der Frage, wie und warum Wohnraumfaktoren denMenschen beeinträchtigen.Frage: Wie kann Wohnen krank machen? Was sind die häufigsten Auslö-ser für Beschwerden?Dr. Julia Hurraß: Eine chemische Belastung finden wir häufig in neuenbeziehungsweise gerade renovierten Gebäuden, in denen zum BeispielBaumaterialien und Einrichtungsgegenstände Lösungsmittel in die Raum-luft abgeben. Es gibt aber auch in alten Gebäuden gesundheitsbezogeneBeschwerden, etwa wegen Holzschutzmitteln, die in der Vergangenheit ingroßen Mengen verwendet wurden, oder asbesthaltigen Baumaterialien.Diese Altlasten fallen meistens dann als Problem auf, wenn neue Eigentü-mer oder Nachmieter Räume anders nutzen oder umbauen.Bei den biologischen Belastungsfaktoren stehen Mikroorganismen wieSchimmelpilze und Allergene wie Hausstaubmilben oder Tierhaare im Vor-dergrund. Bei den physikalischen Faktoren dominieren Beschwerden überein unangenehmes Raumklima, also zum Beispiel über zu hohe Tempera-turen oder zu trockene Luft. Auch Lärm oder die Lichtverhältnisse in einemRaum können krank machen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 13_____________________________________________________Frage: Welche Symptome treten bei den Betroffenen auf?Dr. Julia Hurraß: Reizungen von Augen, Nase und Rachenraum, Haut-reaktionen sowie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungenoder ein generelles Unwohlsein kommen am häufigsten vor. Da dieseSymptome eher unspezifisch sind, ist es meistens sehr schwierig, die Ur-sache eindeutig festzustellen. Wenn in den entsprechenden Räumen meh-rere Personen von vergleichbaren Symptomen betroffen sind und dieseabklingen, sobald die Betroffenen das Gebäude verlassen oder länger ab-wesend sind, lässt sich eine Innenraum-Belastung vermuten.Frage: Eine Forsa-Umfrage der TK hat ergeben, dass in Deutschland be-reits jedes fünfte Kind unter einer Allergie leidet. Gehören sie zur Risiko-gruppe?Dr. Julia Hurraß: Ja, Allergiker sowie Menschen mit einem geschwächtenImmunsystem oder chronischen Erkrankungen stellen eine besonders sen-sible Gruppe dar. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf weitere Substanzen– wie zum Beispiel Schimmelpilz-Bestandteile – allergisch reagieren, istdeutlich höher. Aber auch Personen, die sich besonders viel in ein unddemselben Raum aufhalten, können stärker von Innenraumluftbelastungenbetroffen sein. Dazu gehören sicherlich kleine Kinder und ältere Menschen.Frage: Wie können Sie Betroffenen helfen?Dr. Julia Hurraß: Unser Vorgehen hängt immer vom einzelnen Fall ab.Manche Betroffene wissen, dass sie bestimmten Schadstoffen ausgesetztwaren. Wir klären dann medizinisch ab, ob dadurch gesundheitliche Folgenauftreten oder später zu erwarten sind. Andere nehmen zum Beispiel in derneu bezogenen Wohnung einen auffälligen Geruch wahr und beauftragenuns damit, die Belastung messtechnisch zu erfassen. Wir grenzen dann dieQuelle ein und geben Sanierungsempfehlungen. In vielen Fällen ist es aberbesonders zielführend, wenn sich die Betroffenen von einem FacharztHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 14_____________________________________________________untersuchen lassen und wir gleichzeitig die Räumlichkeiten auf möglicheUrsachen für ihre Beschwerden untersuchen.Frage: Immerhin zwei Drittel der Befragten haben bei einer aktuellen For-sa-Umfrage im Auftrag der TK angegeben, dass sie Farben und Lacke mitgesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen meiden.Was sollte jeder beim Bauen, Renovieren, und Einrichten beachten?Dr. Julia Hurraß: Es kommen ständig neue Baumaterialien und -produkteauf den Markt, so dass es für den Einzelnen kaum möglich ist, sich einenÜberblick über alle Inhaltsstoffe und deren mögliche gesundheitliche Aus-wirkungen zu verschaffen. Helfen können dabei Produktlabel wie der„Blaue Engel“ oder Beratungen durch unabhängige Experten, die sich indiesem Themenfeld auskennen. Allerdings möchte ich vor selbsternanntenFachleuten warnen, die nur ihr eigenes, angeblich besonders gesundesBauprodukt verkaufen wollen. Hier sollte man kritisch hinterfragen und An-gebote vergleichen.Probleme können auch durch die Architektur eines Hauses entstehen:Gerade bei den neuen energiesparenden Bauweisen muss für einen aus-reichenden Luftaustausch gesorgt sein. Sonst reichern sich Schadstoffeund abgeatmetes Kohlendioxid an. Auch Schimmelpilze gedeihen dannbesonders gut.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 15_____________________________________________________Zimmerpflanzen – Labsal für Augen und SeeleFür die meisten Menschen gehören Zimmerpflanzen genauso ins Hausoder in die Wohnung wie Möbel und die Einbauküche. Aus gutem Grund:Pflanzen sind nicht nur Labsal für die Augen und die Seele, sondern sorgenauch für gesundes Klima in den eigenen vier Wänden. Sie können sogarSchadstoffe aus der Luft filtern – wenn auch in bescheidenem Umfang.Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) hin.Vor allem im Winter zeigen die grünen Mitbewohner, was sie können. Denntrockene Heizungsluft ist eine der Ursachen für Atemwegserkrankungen;Zimmerpflanzen wirken dagegen als natürliche Luftbefeuchter. Etwa 90 Pro-zent des Gießwassers verdunsten Zimmerpflanzen über ihre Blätter als keim-freien Wasserdampf. Dabei gilt: Je größer die Blattfläche, desto mehr Wasserkann die Pflanze in die Raumluft abgeben. Grünzeug Pflanzen in der Wohnung sind gut für das Raumkli- ma und helfen beim Ent- spannen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker Krank- enkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 16_____________________________________________________Pflanzen sind also hervorragende Klimaanlagen. Zudem sind sie gute Staubfil-ter. Insbesondere elektronische Geräte wie Computer wirbeln durch ihre Lüf-tungsventilatoren Staub auf. Zimmerpflanzen können den Staub bis zu einemgewissen Umfang binden. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn die Pflan-zen regelmäßig mit destilliertem Wasser „geduscht“ werden. Gerade in Ar-beitszimmern sollte man deshalb ein Plätzchen für Pflanzen reservieren, emp-fiehlt die TK.Die entspannende Wirkung von Zimmerpflanzen lässt sich sogar wissen-schaftlich erklären: Beim Anblick von Grün kommt das Auge zur Ruhe, dennes muss beim Betrachten dieser Farbe im Vergleich zu anderen am wenigstenEnergie aufwenden. Außerdem kann das Auge über 1.000 Grüntöne unter-scheiden. Im Bereich Rot und Blau sind es nur wenige Hundert. Grünpflanzenwerden deshalb garantiert nicht langweilig.Doch trotz der vielen positiven Effekte können Zimmerpflanzen keine Wundervollbringen. Zwar sind sie durchaus in der Lage, Benzol, Formaldehyd, Trich-loräthylen und andere Giftstoffe abzubauen. Dieser Effekt ist allerdings inWohnungen kaum messbar. Und Nikotin kann selbst von noch so vielen Efeu-pflanzen oder Orchideen nicht aufgelöst werden. Rauchen sollte deshalb inder Wohnung absolut tabu sein. Damit Pflanzen ihre positive Wirkung für dieGesundheit entfalten können, sollte man einige Dinge beachten:• Sowohl in Topfpflanzen als auch in Hydrokulturen können sich Schimmel- pilze bilden, die Allergien auslösen können. Daher sollte man nicht zu häu- fig gießen, die Pflanzen gut belüften und auf die Erde im Topf gefallene trockene Blätter regelmäßig entfernen. Pilze haben zudem wenig Chan- cen, wenn die Erdoberfläche immer wieder gut abtrocknet.• Pflanzen, die mit Hydrokultur gehalten werden, sollten nicht dauernd im Wasser stehen, sondern ab und zu für kurze Zeit ganz abtrocknen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 17_____________________________________________________Putzen wir uns krank?Den Kampf gegen Flecken, Schmutz und Krümel führen die Bundesbürgerzunehmend mit der chemischen Keule. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage imAuftrag der Techniker Krankenkasse (TK) achtet jeder Zweite bei der Auswahlseiner Putzmittel eher auf die Wirksamkeit als auf gesundheits- und umwelt-verträgliche Inhaltsstoffe. Mehr noch: Nach dem Schrubben und Wischen solles in Deutschlands Küchen und Badezimmern nicht nur sauber, sondern auchmöglichst keimfrei sein. Ebenfalls die Hälfte der Befragten gab an, dass beiihnen öfter Desinfektionsmittel oder antibakterielle Reinigungsmittel zum Ein-satz kommen. Besonderen Wert auf klinische Sauberkeit legen die Baden-Württemberger. Hier benutzen fast zwei Drittel der Befragten entsprechendeProdukte. Im benachbarten Bayern sind dagegen die Puristen zu Hause: Je-der Vierte gab an, ausschließlich Naturprodukte wir Kernseife oder Essig zuverwenden, bundesweit sagen das nur 15 Prozent.Beate Thier, Ärztin bei der TK: "Eine absolut keimfreie Umgebung ist nichterstrebenswert. Im Gegenteil: Alle, die die Reinheit übertreiben, schwächenihr Immunsystem." Denn Keime, die normalerweise im Haushalt vorhandensind, trainieren die körpereigene Abwehr. Thier weiter: "Studien zeigen, dassKinder, die keimfrei aufwachsen, später eher zu Allergien neigen als andere."Scharfe Reiniger und Putzsprays können außerdem die natürliche Hautfloradurcheinander bringen, wenn sie direkt auf die Haut gelangen. Zumal laut TK-Umfrage nur jeder Zehnte beim Spülen und Putzen Schutzhandschuhe trägt.Allergische Reaktionen, Ausschläge und Ekzeme sind die Folge. Nochschlimmer sind ätzende Inhaltsstoffe, die Haut und Atemwege schädigen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 18_____________________________________________________ Putzhandschuhe schützen Scharfe Reiniger und Putzsprays können die natürliche Hautflora durch- einander bringen. Allergische Reaktio- nen, Ausschläge und Ekzeme sind die Folge. Schutz bieten Putzhandschuhe. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseMit herkömmlichen Reinigungsmitteln, die Fett oder Eiweiß lösen, gelingt esschon, die Wohnung oder das Haus so sauber zu halten, dass es gesundheit-lich unbedenklich ist. Denn 90 Prozent der Oberflächenkeime überleben beimReinigen mit "normalen" Mitteln nicht. Die TK empfiehlt, auf umweltschonendePutzmittel zurückzugreifen. Vier Produkte reichen für den üblichen Haushalts-putz schon aus: ein Neutralreiniger für Fußböden und glatte Oberflächen,Scheuermilch für die schwierigeren Schmutzfälle, Spülmittel für die Fenster,und gegen den Kalk helfen Zitronensäure beziehungsweise Haushaltsessig.Letzteren sollte man allerdings nicht für empfindliche Oberflächen wie Marmor,Messing und Aluminium einsetzen. Außerdem gilt es zu beachten, dass auchharmlose und gut abbaubare Mittel wie Essig in größeren Mengen das Ab-wasser belasten. Daher sollte man auch die natürlichen Saubermacher mög-lichst sparsam dosieren.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 19_____________________________________________________Der Kühlschrank: täglich genutzt und doch sträflich vernachlässigtEs soll ja Menschen geben, die mit ihrem Kühlschrank sprechen - wie zumBeispiel der Journalist Axel Hacke mit seinem Freund "Bosch". So viel Auf-merksamkeit bekommt das unverzichtbare Haushaltsgerät allerdings selten.Selbst das von Hygieneexperten vorgegebene Minimalziel – einmal monatlichmit Essigwasser reinigen – erreichen wenige. Nur jeder dritte Deutsche putztseinen Kühlschrank einmal im Monat oder öfter. Jeder Fünfte reinigt die kalteLagerstätte für Verderbliches nur ein- bis zweimal im Jahr. So das Ergebniseiner aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).Knapp zwei Drittel der Befragten räumen ihren Kühlschrank komplett aus, umihn sauberzumachen, der Rest reinigt abschnittsweise nach Bedarf. Beson-ders in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern leben die Freundeder flüchtigen Reinigung (57 Prozent), während ihre Nachbarn in Sachsen,Sachsen-Anhalt und Thüringen überdurchschnittlich oft die gründliche Metho-de bevorzugen (70 Prozent).Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 20_____________________________________________________Richtig lagern, länger genießenHerrscht Chaos im Kühlschrank, erschwert das nicht nur die Suche. Auch dieQualität der Lebensmittel kann darunter leiden, und manches verdirbt schnel-ler als nötig. Außerdem liegen oft Dinge im Kühlschrank, die dort eigentlichgar nicht hingehören. Wie man Äpfel, Butter, Käse und Co. am besten lagert,damit diese ihre wertvollen Inhaltsstoffe behalten und nicht zur Gesundheits-gefahr werden, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Nicole Battenfeld von derTechniker Krankenkasse (TK)."Auch wenn der Kühlschrank eine wunderbare Möglichkeit bietet, Verderbli-ches länger aufzubewahren, gilt: nicht überfüllen!", sagt Battenfeld. Wenn keinPlatz mehr zwischen den einzelnen Produkten bleibe, könne die Luft nichtausreichend zirkulieren. Die Folge ist, dass die Lebensmittel nicht optimal ge-kühlt werden und schneller verderben. Bei herkömmlichen Geräten ist dieTemperatur im Kühlschrank nicht überall gleich. Am kältesten ist es in der Nä-he des so genannten Verdampfers, also an der Rückwand und der darunter-liegenden Glasplatte. Nach oben hin wird es kontinuierlich wärmer. Auch inden Gemüse- und Türfächern herrschen mildere Temperaturen. "Damit dieLebensmittel länger haltbar sind, gehört jedes Produkt an den richtigen Platz",erklärt die TK-Ernährungsexpertin:• Obst und Gemüse in den dafür vorgesehenen Fächern aufbewahren – am besten getrennt.• Leicht verderbliche Produkte wie Fisch, Frischfleisch oder Wurst auf der Glasplatte lagern.• Eine Etage höher lassen sich Milchprodukte wie Joghurt und Sahne gut aufbewahren.• Ganz oben haben Käse, zubereitete Speisereste oder Geräuchertes ihren Platz.• Lebensmittel, die nur leicht gekühlt werden müssen, wie Butter, Eier oder Marmelade, sind in der Kühlschranktür am besten aufgehoben. Auch Ge- tränke, Dressings oder Tuben finden dort ihren Platz.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 21_____________________________________________________ Kühlzonen nutzen Für jedes Lebensmittel gibt es die optimale Kühlzone. So bleiben Aro- ma, Frische und Vitamine am besten erhalten. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseBrot oder Speiseöl muss nicht in den Kühlschrank. Auch manche Obst- undGemüsesorten reagieren auf die darin herrschenden Temperaturen mit Kälte-schäden oder verlieren ihr Aroma. Ananas, Avocados, Bananen, Mangos,Papayas, Zitrusfrüchte und Melonen sollten in einer möglichst dunklen undkühlen Ecke aufbewahrt werden, falls kein Keller oder keine Speisekammerverfügbar ist. Und: "Äpfel müssen immer getrennt von anderem Obst oderGemüse gelagert werden, da sie das Reifehormon Ethylen produzieren", er-klärt Nicole Battenfeld. Umgekehrt könne man gezielt eine schnellere Reifungvon noch grünen Bananen oder Tomaten bewirken, wenn man sie neben Äp-fel legt. Tomaten gehören übrigens ebenso wenig in den Kühlschrank wie Au-berginen, Gurken, grüne Bohnen, Kartoffeln, Kürbis, Paprika und Zucchini."Pflanzliche Lebensmittel schmecken frisch am besten und haben nur dannihren vollen Nährstoffgehalt. Hier gilt: lieber öfter kleinere Portionen einkaufenund direkt verzehren", rät die TK-Expertin.Speisereste sollte man schnell abkühlen und in fest verschlossenen Behälternin den Kühlschrank stellen. Grundsätzlich ist es besser, Lebensmittel immergut verpackt zu lagern. So vermeidet man, dass etwa Wurst oder Käse aus-trocknen und Milchprodukte fremde Gerüche annehmen. "Auch aus hygieni-schen Gründen gehören Frischfleisch oder Fisch in verschließbare Verpak-kungen. Geöffnete Konserven sollte man umfüllen", empfiehlt Battenfeld. IstHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 22_____________________________________________________Fleischsaft oder Auftauwasser im Kühlschrank ausgetreten, sollte man dasMalheur schnell beheben. Sonst besteht die Gefahr, dass Lebensmittel, dienicht erhitzt werden, mit Salmonellen oder anderen gefährlichen Keimen inKontakt kommen. Hygiene-Experten empfehlen, den Kühlschrank mindestensalle vier Wochen zu reinigen. Dieser Empfehlung kommen laut einer aktuellenForsa-Umfrage im Auftrag der TK aber nur ein Drittel der Deutschen nach.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 23_____________________________________________________Infektionen hausgemachtMontezumas Rache schlägt nicht nur auf Reisen zu. Auch in Deutschland er-kranken jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen durch Durchfallerreger wieCampylobacter, Salmonellen und Co. Die Dunkelziffer ist hoch. Nicht nur dieLasagne auf dem Straßenfest oder der Grießbrei aus der Kantine sind schulddaran, die Gefahr einer Lebensmittelinfektion lauert auch in der heimischenKüche. Wie man sich davor schützen kann, erklärt Ernährungswissenschaftle-rin Nicole Battenfeld von der Techniker Krankenkasse (TK)."Besonders bei der Zubereitung von Geflügelfleisch ist Vorsicht angesagt,aber auch beim Umgang mit rohen Eiern, Fisch oder Hackfleisch", sagtBattenfeld. Diese Lebensmittel sind besonders häufig von Bakterien besiedelt,die erst Kerntemperaturen von 70 bis 80 Grad Celsius zuverlässig abtöten.Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hat erge-ben, dass mehr als sechs von zehn getesteten Schlachthähnchen mitCampylobacter und fast 20 Prozent mit Salmonellen besiedelt waren. "Mankann das Fleisch trotzdem essen, es muss aber gut durchgegart sein", erklärtBattenfeld. Für damit zubereitete Speisen gelte: schnell abkühlen, verschlos-sen im Kühlschrank aufbewahren und möglichst bald gut erhitzt aufessen.Besonders gefährlich ist die so genannte Kreuzkontamination, bei der Keimevon der Ursprungsquelle auf andere Zutaten übergehen: Verarbeitet man bei-spielsweise eine Putenbrust, dürfen die dabei verwendeten Utensilien nichtmit Lebensmitteln in Kontakt kommen, die nicht mehr erhitzt werden. Deshalbsollte man Schneidebrett, Küchenmesser und Ähnliches direkt heiß ausspülenoder austauschen. Holzbretter können übrigens quellen und Bakterien in Ris-sen einschließen, die so die Reinigung überleben. Kunststoffbretter quellennicht, sollten aber ebenfalls erneuert werden, wenn sie übermäßig zerkratztsind." Wer gerne und viel kocht, nutzt am besten farblich unterschiedlicheKunststoffbretter für Fleisch, Fisch und Gemüse. Auch Auftauwasser, Marina-de oder Verpackungen sollten nicht mit anderen Lebensmitteln in BerührungHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 24_____________________________________________________kommen", empfiehlt die TK-Ernährungsexpertin. Sinnvoll sei es deshalb, kriti-sche Lebensmittel generell zum Schluss zu verarbeiten. Infektionen hausgemacht Für kleine Kinder, Schwangere und ältere Menschen sind Lebensmittel- infektionen besonders gefährlich. Deshalb sollte in der heimischen Küche besonders auf Hygiene geachtet werden. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkassePersönliche Hygiene ist wichtig, auch wenn es mal schnell gehen muss. DasHände waschen ist vor der Zubereitung von Lebensmitteln genau so unerläss-lich wie nach dem Toilettengang. Auch zwischen den Arbeitsschritten ist eshäufig nötig – beispielsweise nach dem Aufschlagen von Eiern oder wennman rohes Fleisch oder Fisch angefasst hat. Unbeabsichtigt kann der Kochoder die Köchin sonst zur Keimschleuder werden, auch mit scheinbar harmlo-sen Erkrankungen oder Verletzungen. "Natürlich muss man wegen einer klei-nen Erkältung oder eines Schnitts im Finger nicht jegliche Küchentätigkeit ein-stellen, aber die Wunde sollte mit Pflaster oder einem Einmalhandschuh ver-schlossen sein. Benutzt man ein Taschentuch, ist danach Hände waschenangesagt", so die TK-Expertin. Tierliebhaber sollten zudem ihren kleinen Lieb-ling aus der Küche verbannen, wenn sie dort Essen zubereiten, oder ihn zu-mindest zwischendurch nicht streicheln. Auch das Berühren des eigenenMundes, der Nase und der Haare ist beim Kochen tabu.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 25_____________________________________________________Ein nicht zu unterschätzendes Keimreservoir sind Spülschwämme, Handtü-cher und Putzlappen. "Für Hände und Geschirr sollten verschiedene Tüchergenutzt werden, am besten aus unterschiedlichem Material", empfiehlt NicoleBattenfeld. Wichtig sei es, sie so aufzuhängen, dass sie gut durchtrocknenkönnen. Häufig sieht man Spülschwamm oder -lappen feucht und zusammen-geknüllt am Beckenrand liegen: Unter solchen Bedingungen fühlen sich Bak-terien besonders wohl und vermehren sich fleißig. Richtig ist dagegen, denSpülschwamm unter heißem Wasser auszuwringen, bis dieses klar ist, undanschließend offen zu trocknen. Außerdem sollte man benutzte Lappen undTücher alle drei Tage bei 60 Grad Celsius waschen. Verkleckert man Auftau-wasser, Fleischsaft oder rohes Ei, ist es besser, das Missgeschick mit einemKüchentuch zu beseitigen und dieses direkt zu entsorgen.Mehr Informationen zur Behandlung und Vorbeugung von Lebensmittelinfek-tionen finden Interessierte im Internet unter www.tk.de, Stichwort Salmonellen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 26_____________________________________________________Wohlfühlraum gegen SchlafstörungenJede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland leiden unter Schlaf-problemen – und immer mehr schlucken regelmäßig Schlafmittel. Nach einerForsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) greift jeder fünfteBetroffene zur chemischen Schlafhilfe. Die sollte jedoch das allerletzte Mittelbleiben, rät York Scheller, Diplom-Psychologe bei der TK. Er empfiehlt statt-dessen, zunächst die eigenen Schlafgewohnheiten, das Schlafzimmer undden Tagesablauf gründlich unter die Lupe zu nehmen. Denn Schlafproblemekönnen viele Ursachen haben: Während bei Frauen laut der TK-Studie privateSorgen und gesundheitliche Probleme die größten Schlafräuber sind, setztMännern hauptsächlich beruflicher Stress zu. Aber auch das Schlafumfeldkann die nächtliche Ruhe stärker beeinflussen, als manchem bewusst ist."Wenn das Schlafzimmer vom Arbeitsplatz dominiert wird oder eher an eineAbstellkammer erinnert, ist Umgestalten angesagt", rät Scheller. Insbesondereelektrische Geräte haben im Schlafzimmer nichts zu suchen. Auch wenn nichtendgültig bewiesen ist, dass elektromagnetische Strahlung den Schlaf stört,empfehlen Experten, auf Fernseher, Computer, Telefon oder Handy am Bettzu verzichten. Wenn das nicht möglich ist, sollten zumindest strahlungsarmeProdukte gewählt werden. Unabhängig davon birgt das gemütliche Fernsehenim Bett weitere Risiken: "Wer während des Spielfilms einschläft, bekommt dieschnellen Bildfolgen und akustischen Reize unbewusst trotzdem mit. DieseStörsignale sind ungünstig für einen erholsamen Schlaf", so der TK-Psychologe. Jegliche Ruhestörung, auch Verkehrslärm oder ein schnarchen-der Partner, beeinträchtige die Erholung. Notfalls helfen Ohrstöpsel, um stö-rende Geräusche zu dämpfen.Wer kann, wählt am besten den ruhigsten Raum der Wohnung als Schlafzim-mer. Für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen warme Farben, schöne Bilder, lufti-ge Vorhänge, hautfreundliche Bettwäsche und eine dezente Beleuchtung.Insbesondere Allergiker verzichten besser auf Pflanzen. Blumenerde oderHydrokulturen sind oft mit Schimmelpilzen belastet. Auch Blütenpollen oder -Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 27_____________________________________________________düfte können den Schlaf beeinträchtigen. Wer häufig mit Verspannungen auf-wacht, sollte sich über eine neue Matratze oder ein ergonomisch geformtesKissen Gedanken machen. Wichtig ist aber vor allem das Raumklima: "Mor-gens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen lüften und dieZimmertemperatur bei 16 bis 18 Grad halten", rät York Scheller. Ruhiger Schlaf? Schlafprobleme können viele Ursa- chen haben: Während bei Frauen private Sorgen und gesundheitliche Probleme die größten Schlafräuber sind, setzt Männern hauptsächlich beruflicher Stress zu. Auch das Schlafumfeld, genauso wie übri- gens ein kleiner Bettgast, können die nächtliche Ruhe beeinflussen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseWer trotz optimal eingerichtetem Schlafzimmer gelegentlich schlecht schläft,kann folgende Tipps für eine erholsame Nachtruhe ausprobieren:• Ein voller Magen vertreibt den Schlaf genauso wie ein leerer. Große Mahl- zeiten sowie fette und scharf gewürzte Speisen sollte man abends meiden, ein leichter Imbiss dagegen kann das Einschlafen verbessern.• Kaffee, schwarzer Tee und Cola regen an. Wer unter Schlafschwierigkei- ten leidet, sollte ab dem späten Nachmittag besser darauf verzichten.• Nichts fördert die Nachtruhe so gut wie tagsüber Sport zu treiben – am besten an der frischen Luft. Allerdings nicht zu spät, denn der Körper kann nicht auf Knopfdruck von Aktivität auf Ruhe umschalten. Deshalb sollte man den Tag ruhig ausklingen lassen und geistige, seelische sowie körper- liche Anstrengung vor dem Schlafengehen vermeiden.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 28_____________________________________________________• Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskel- entspannung lassen den Stress des Tages vergessen. Es hilft auch schon, sich vor dem Einschlafen auf angenehme Vorstellungsbilder wie einen Palmenstrand oder einen Waldspaziergang zu konzentrieren.• Schwitzen in der Sauna oder ein warmes Bad lassen die Augen abends schwer werden. Beim Baden sollte das Wasser 35 bis 38 Grad warm sein, zehn bis 20 Minuten reichen aus. Zugesetzte Melisse, Hopfen, Lavendel oder Heublumen entspannen und machen schläfrig.• Einschlafrituale wirken sich beruhigend auf den Schlaf aus. Zum Beispiel können Nachteulen abends noch einen beruhigenden Kräutertee trinken, spazieren gehen, die Kleidung für den nächsten Tag zurechtlegen oder anstehende Aufgaben vor dem Schlafengehen zu Papier bringen.• Der Schlafrhythmus lässt sich trainieren. Wer möglichst oft zur gleichen Zeit ins Bett geht und morgens den Wecker immer auf die gleiche Uhrzeit stellt, schläft besser.• Nicht lange unglücklich im Bett wälzen – Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Ganz im Gegenteil: Die krampfhafte Anstrengung einzuschlafen, vertreibt den Schlaf erst recht. Wer nachts aufwacht und nach einer guten Viertel- stunde noch nicht wieder einschlafen kann, sollte das Licht anmachen und zu einem Buch greifen oder quälende Gedanken aufschreiben, um sie aus dem Kopf zu verbannen. Noch besser ist, das Bett zu verlassen – Musik hören oder auch bügeln machen schläfrig. Zurück unter die Decke gehts erst, wenn die Augen schwer werden.• Nachts nicht auf die Uhr schauen – das übt Druck aus und hält wach.Mehr Tipps und Informationen zum Thema Schlaf finden Interessierte imInternet unter www.tk.de, Stichwort "Erholsames Schlafen".Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 29_____________________________________________________Hexenschuss am Kofferraum – Tipps für einen gesunden RückenDas bisschen Haushalt ist doch kein Problem ‒ sollte man meinen. Dochmanche scheinbar leichte Tat hat schwere Folgen: Endlich Feierabend, jetztnur noch schnell die Kiste Sprudel aus dem Auto holen. Und plötzlich bohrtsich ein reißender Schmerz in den Rücken – Hexenschuss. Nach Hochrech-nungen des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) verursach-ten Rückenerkrankungen allein im Jahr 2009 in Deutschland mehr als 30 Mil-lionen Arbeitsunfähigkeitstage. Dabei sind Rückenleiden oft vermeidbar. Hexenschuss am Kofferraum Wenn der Rücken untrainiert ist, kann ungewohntes Bücken, Heben und Tragen den Halteapparat überstrapa- zieren. Schon eine ruckartige Bewe- gung kann dann ausreichen, um sich zu verheben. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krankenkasse"Zahlreiche Studien belegen, dass die richtige Balance zwischen Anspannenund Entspannen und regelmäßige Bewegung Rückenschmerzen vorbeugenkönnen. In acht von zehn Fällen ist Bewegungsmangel der Grund für chroni-sche Rückenschmerzen", sagt Uwe-Folker Haase, Diplom-Sportlehrer bei derHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 30_____________________________________________________TK. Für alle Lebenslagen gilt: Was man sich zumuten kann, hängt vom Fit-nesszustand ab. Wer sich im Alltag so viel wie möglich bewegt, zum BeispielTreppen steigt statt mit den Aufzug zu fahren und generell viele Wege zu Fußoder mit dem Rad zurücklegt, tut seinem Rücken schon viel Gutes. "Nochbesser ist es, regelmäßig Sport zu treiben. Kursangebote wie Walking oderWirbelsäulengymnastik sind ein sinnvoller Einstieg. Zudem gibt es Sportartenwie Schwimmen und Rad fahren, mit denen man seine Muskulatur gelenk-und rückenschonend stärken kann", so der TK-Bewegungsexperte. Bewegung schützt vor Rückenschmerzen Wer regelmäßig Sport treibt, beugt Rückenschmerzen vor. Denn Be- wegungsmangel ist in acht von zehn Fällen der Grund für chroni- sche Rücken-schmerzen. Zahlrei- che Studien belegen, dass man Rückenschmerzen durch die richti- ge Balance zwischen Anspannen und Entspannen sowie durch re- gelmäßige Bewegung vorbeugen kann. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseNach einigen Stunden Hausarbeit oder Gartenpflege zwickt es am Abendschon mal im Rücken. Vor allem das Heben und Tragen von Kisten, Wäsche-körben und Gartengeräten, aber auch Staubsaugen und Schneeschaufelnbelasten die Rückenmuskulatur oft stark. "Ist dann der Rücken nicht genug inForm, kann ungewohntes Bücken, Heben und Tragen den Halteapparat über-strapazieren. Schon eine ruckartige Bewegung kann dann ausreichen, umsich zu verheben", erläutert Haase.Denn je nach Körperhaltung schwankt die Belastung der Bandscheibenenorm: Schon durch das Vorbeugen beim Sitzen werden aus 90 schnell 170Kilogramm, die auf die kleinen Puffer zwischen den Wirbelkörpern wirken. UndHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 31_____________________________________________________falsches Heben und Tragen kann den gesamten Halteapparat sogar mit 340bis 500 Kilogramm Gewicht belasten. Daher ist es wichtig, bei allen Tätigkei-ten auf die richtige Haltung zu achten. Auf die richtige Haltung kommt es an Schon beim entspannten Sitzen muss die Bandscheibe etwa 50 Kilo aushalten. Wer mit geradem Rücken und gestreckten Armen eine Last anhebt, drückt die Bandscheibe mit einem Druck von 500 Kilogramm zusammen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDie TK hat drei einfache Verhaltenstipps, mit denen man die Belastung aufden Halteapparat verringern und den Rücken entlasten kann.• Beim Bücken – beispielsweise wenn man etwas vom Boden aufheben möchte – in die Knie oder Hocke gehen und die Kraft der Beinmuskeln nutzen. Beim Fegen, Staub saugen oder Schnee schippen auf eine auf- rechte Körperhaltung und einen geraden Rücken achten. Knie- und Hüft- gelenke sollten dabei leicht gebeugt sein.• Zum Heben schwerer Gegenstände sollte man sich zunächst nah an die Last heran stellen. Dann geht man in die Knie, neigt den Oberkörper mit geradem Rücken nach vorn, bis man das Gewicht nah am Oberkörper hal- ten kann. Vor dem Hochheben die Rücken- und Bauchmuskeln anspan- nen, um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Den Gegenstand nah am Körper tragen, den Körper aufrecht halten und während des Tragens den RumpfHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 32_____________________________________________________ nicht verdrehen. Während des Tragens und Hebens gleichmäßig weiter atmen.• Gewichte möglichst gleichmäßig verteilen ‒ zwei leichte Taschen tragen sich leichter als eine schwere. Hier hilft auch ein Rucksack. Lieber zweimal gehen, statt zu viel auf einmal zu tragen.Auf der Internetseite www.tk.de gibt es viele Informationen zum Thema"Rücken". Einfach im Suchfeld den Webcode "6547" eingeben. Eine umfang-reiche Broschüre steht zum Download bereit. Außerdem kann man testen, wiefunktions- und leistungsfähig der eigene Rücken ist.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 33_____________________________________________________Ins richtige Licht gesetzt: Arbeiten am PCComputer, Laptop & Co. sind heute aus dem Büro und auch der Freizeit nichtmehr wegzudenken. Vier von zehn Erwachsenen in Deutschland nutzen PC,Internet oder Videospiele täglich oder fast täglich. Bei den 18- bis 25-Jährigensind es sogar drei von vier. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftragder Techniker Krankenkasse (TK).Eine Reise buchen, die Steuererklärung ausfüllen, schnell eine Adresseheraussuchen ‒ Internet und PC sind inzwischen auch zu Hause zum alltägli-chen Arbeitsmittel geworden. "Vor allem wer freiberuflich tätig ist, einen Hei-marbeitsplatz hat oder studiert, sitzt zu Hause oft viele Stunden am Bild-schirm", sagt Dr. Gabriele Oberdoerster, Ärztin für Arbeitsmedizin bei der TK.Und das kann ganz schön anstrengend sein ‒ vor allem für die Augen: "Ar-beitsmedizinische Untersuchungen zeigen: Bis zu 17.000 Mal am Tag müssensich die Augen bei der Bildschirmarbeit auf den Wechsel zwischen hell unddunkel einstellen", so die TK-Expertin weiter.Das passiert zum Beispiel, wenn man gleichzeitig ins Helle blickt, beispiels-weise auf die Fensterfront, und auf den dunkleren Bildschirm. Denn dasAußenlicht ist schon unter normalen Wetterverhältnissen bis zu 13mal stärkerals das Licht des Monitors. Wenn zudem Lichtreflexe blenden, verlangt dasden Augen viel ab. "Wer geblendet wird, versucht bewusst oder unbewusst,dem Licht auszuweichen. Dadurch entstehen oft Zwangshaltungen, die zuSchmerzen und Verspannungen führen können", erläutert Oberdoerster."Wenn man das Licht richtig nutzt, hilft das also nicht nur den Augen, sondernauch dem Rücken. Oft kann man mit ein paar kleinen Veränderungen schonviel erreichen", so die TK-Ärztin weiter.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 34_____________________________________________________ Arbeit am PC belastet die Augen Experten der Techniker Krank- enkasse (TK) empfehlen: Bei der Arbeit am PC auf die richtigen Lichtverhältnisse achten. Das entlastet die Augen und hilft Kopfschmerzen und Verspan- nungen zu vermeiden. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDamit das Außenlicht nicht blendet oder sich auf dem Bildschirm spiegelt, soll-te der Monitor so stehen, dass die Blickrichtung auf den Bildschirm parallelzum Fenster verläuft und man nicht in Richtung Fenster schaut. Deshalb ist esbesser, den Bildschirm nicht direkt an das Fenster zu stellen ‒ zumindestdann nicht, wenn kein Blendschutz wie Gardinen oder Jalousien vorhandenist.Wer mehr Stellmöglichkeiten hat, sollte dies nutzen und den Schreibtisch ambesten zwischen zwei Deckenleuchten aufstellen und nicht direkt unter einerLampe. Dadurch fällt das Licht von der Seite ein und blendet weniger. "Es istwichtig, auch am helllichten Tag das Deckenlicht einzuschalten. Eine Schreib-tischlampe allein reicht hier nicht aus, sonst müssen sich die Augen ständigan die unterschiedlichen Lichtverhältnisse in der Umgebung anpassen", so derHinweis der TK-Ärztin. Nicht zuletzt ist es auch zu Hause notwendig, regel-mäßig Pausen zu machen und dabei die Augen zu entspannen.Mehr Informationen zum gesunden Arbeiten am heimischen PC gibt esunter www.tk-online.de mit dem Stichwort "Richtiges Licht".Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 35_____________________________________________________Sport geht in der kleinsten WohnungOb laufen, toben oder Ball spielen: Natürlich ist es für Kinder und auch Er-wachsene ideal, wenn neben Haus oder Wohnung ein großer Garten vorhan-den ist, in dem die ganze Familie ihren Bewegungsdrang befriedigen kann.Doch auch wenn ein Stück Grün fehlt oder das Wetter nicht mitspielt, ist in derWohnung niemand dazu verdammt, untätig vor dem Fernseher oder Computerzu sitzen. Ganz im Gegenteil: Mit etwas Fantasie und wenigen erschwingli-chen Hilfsmitteln bieten auch kleine Wohnungen vielfältige Bewegungsmög-lichkeiten, so die Techniker Krankenkasse (TK).Zunächst sollte man das Kinderzimmer entrümpeln und von überflüssigenMöbeln und Spielsachen befreien, die der Nachwuchs schon längst nicht mehrgebraucht. Zu viele Spielsachen im Kinderzimmer brauchen nicht nur Platz,sie erdrücken und überfordern die Kinder. Es ist besser, die Spielsachen re-gelmäßig auszutauschen und den frei werdenden Platz anderweitig zu nutzen.Da bieten sich beispielsweise Gymnastikwände mit Stangen und Seilen an,die in allen Preisklassen erhältlich sind. Doch nicht nur die Wände lassen sichnutzen: In jeden stabilen Türrahmen passen Reckstangen, an denen Kidshängen und schaukeln können. Solche Stangen sind flexibel einsetzbar undhalten in der Regel auch Klimmzüge von Erwachsenen aus. Bewegung im Kinder- zimmer Wenn Kinderzimmer von überflüssigen Möbeln und Spielsachen befreit wer- den, sind selbst dort sportliche Aktivitäten möglich. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker Krank- enkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 36_____________________________________________________Strickleiter und Kletterseil, die an der Decke befestigt werden, brauchen eben-falls wenig Platz. Schaumstoffwürfel, Matratzenelemente und Teppichfliesenlassen sich schnell zu Bewegungs- und Balancierlandschaften umbauen. Siehaben zudem den Vorteil, dass sie nicht statisch sind. Die Kinder können alleElemente immer wieder nach Belieben neu kombinieren.Neben sportlichen Aktivitäten brauchen insbesondere gestresste Kinder Ent-spannung. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zufolge leidet bundesweitjedes vierte Kind unter Konzentrationsstörungen. Allein schon deshalb solltenKinderzimmer und die gesamte Wohnung nicht überladen sein, sondern reiz-freie Rückzugsmöglichkeiten bieten wie eine Höhle, Schaukel oder Hängemat-te.Klettern, balancieren, hüpfen und springen – alles lässt sich in der Wohnungmachen. Wichtig dabei: Sicherheit muss gewährleistet sein, sonst verkehrtsich der gewünschte Effekt schnell ins Gegenteil. Alle Geräte und Installatio-nen sollten deshalb gut befestigt und tragfähig sein. Eltern sollten die Stabilitätvorher sorgfältig überprüfen. Im Fall der Fälle empfiehlt es sich auch, mit denNachbarn zu sprechen. Falls hüpfende Kinder für unerwünschte Geräusche inder Wohnung nebenan sorgen, sollte auf diese Art der Bewegung besser ver-zichtet werden. Ansonsten droht gesundheitsschädigender Stress mit denNachbarn.Tipps für Bewegungs- und Konzentrationsspiele mit Kindern finden Inter-essierte im Internet unter www.tk.de, Stichwort "Besser lernen mit Bewe-gung".Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 37_____________________________________________________Wenn Kids auf Entdeckertour gehen: Erste Hilfe bei VergiftungenKaum erwachen Klein Lisa oder Junior Max aus dem Mittagsschlaf,geht es auf Erkundungstour. Ob Blumenschale, Kühlschrank oderFernbedienung ‒ nichts ist vor den kleinen Rackern sicher. Wenn Kin-der robben, krabbeln oder laufen lernen, beginnt für die Eltern einebewegte Zeit. "Entdeckungsdrang und Neugier sind gut und wichtig,damit Kinder sich gesund entwickeln. Doch Eltern müssen in dieserZeit besonders aufmerksam sein und ihren Nachwuchs stets im Blickbehalten", sagt Maria Schwormstedt, Ärztin bei der Techniker Krank-enkasse (TK). Denn wenn Kleinkinder ihre Umwelt entdecken, tun siedies mit allen Sinnen. Fast alles, was sie finden, stecken sie auch inden Mund. Vergiftungen vermeiden Die Mehrzahl der Vergiftungen wird durch Haushaltschemikalien verursacht. Wenn Kinder mobil werden, müssen die Eltern Medi- kamente und andere giftige Substanzen wegschließen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDabei können die Kleinen schnell in Gefahr geraten, denn zwischenharmlosen und gefährlichen Stoffen können sie noch nicht unterschei-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 38_____________________________________________________den. Jedes Jahr schlucken etwa 94.000 Kinder potenziell giftige Sub-stanzen. Nach Angaben von Experten sind die Ein- bis Dreijährigenhiervon am stärksten betroffen. Die Mehrzahl der Vergiftungen verur-sachen dabei Haushaltschemikalien wie etwa Allzweckreiniger oderGeschirrspülmittel, Medikamente und Pflanzenteile. "Zum BeispielSchlaftabletten oder Herz-Kreislauf-Präparate können schon in gerin-gen Mengen für ein Kleinkind Lebensgefahr bedeuten. Und auch Che-mikalien, Zigarettenkippen und giftige Pflanzen können für Kinder le-bensbedrohlich sein", sagt die TK-Ärztin.Aber wie können Eltern erkennen, ob ihr Kind etwas Giftiges herunter-geschluckt hat? Maria Schwormstedt nennt die Anzeichen: "Die Alarm-glocken sollten bei Eltern läuten, wenn ihr Kind sich plötzlich unge-wohnt verhält, sich zum Beispiel unwohl fühlt, müde oder blass ist, ei-nen unsicheren Gang hat oder gar unter Bewusstseinseintrübungenleidet. Auch Erbrechen, Kopfschmerzen, krampfartige Bauchschmer-zen, Durchfall oder Atemstörungen bis hin zum Schock können aufeine Vergiftung hinweisen."Was tun im Notfall?Verschluckt ein Kind etwas potenziell Gefährliches, gilt dies sofort alsNotfall. Denn: Die Dosis macht das Gift. Treten Anzeichen einer Vergif-tung auf, sollten Eltern sofort unter der Rufnummer 112 den Notarztalarmieren. Anschließend gilt es, schnellstens eine Giftinformations-zentrale anzurufen (Telefonnummern siehe unten) – auch, wenn dieEltern direkt mitbekommen, wie ihr Kind eine giftige Substanz schlucktoder nur vermuten, dass es etwas Giftiges gegessen haben könnte.Beim Giftnotruf erfahren sie, welche Auswirkungen der verschluckteStoff hat und welche Gegenmaßnahmen sie selbst ergreifen können.Bei Spülmittelvergiftungen hilft beispielsweise ein Entschäumer. Er istrezeptfrei in der Apotheke erhältlich und sollte in jeder Hausapothekevorhanden sein – vor allem, wenn Kinder im Haushalt leben. Das Glei-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 39_____________________________________________________che gilt für medizinische Kohle, sogenannte Aktivkohle, mit der Giftstof-fe im Magen-Darm-Trakt gebunden werden können.Wichtige Angaben beim Anruf in der Giftnotrufzentrale:• Art und Menge der aufgenommenen Substanz• Zeitpunkt der Aufnahme• Alter und Gewicht des Kindes• SymptomeErstmaßnahmen: Was Eltern tun könnenBevor man handelt, sollte man sich anhören, was das Giftinformations-zentrum empfiehlt. Denn: Bei jeder Vergiftung sind die Umstände an-ders. Daher gibt es keine allgemeingültige Empfehlung, wie man sichbei akuten Vergiftungen verhalten soll. Generell sollten jedoch folgendeRegeln beachtet werden:• Immer zunächst den Notarzt und/oder das Giftinformationszentrum anrufen.• Ganz wichtig: Ruhe bewahren. Übereiltes Handeln kann gefährli- cher sein als die eigentliche Vergiftung.• Hände weg von Milch. Sie ist kein Gegengift, sondern beschleunigt in vielen Fällen die Aufnahme des Giftes aus dem Darm.• Keinesfalls das Kind selbst zum Erbrechen bringen und auch kein Salzwasser einflößen. Erbrochenes kann in die Lunge gelangen oder die Speiseröhre ein zweites Mal schädigen. Außerdem kann schon eine geringe Menge Salzwasser bei unvollständigem Erbre- chen zu einer lebensbedrohlichen Kochsalzvergiftung führen.Gefahrenquellen aus dem Haushalt verbannenEltern können nicht immer mit Augen und Ohren bei ihrem Kind sein.Umso wichtiger ist es, die Umgebung kindersicher zu machen. Darumist es sinnvoll Wohnung, Keller und Garage von Zeit zu Zeit gezieltHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 40_____________________________________________________nach Gefahren abzusuchen. "Dabei sollte man auch einmal auf dieKnie gehen und so die Welt aus der Kinderperspektive betrachten", rätMaria Schwormstedt. Giftige Substanzen sollten Eltern kleiner Kinderam besten gar nicht erst im Haus haben. Wo sich dies nicht vermeidenlässt, gilt: "Damit Kinder nicht aus Versehen danebengreifen, sollteman giftige Stoffe keinesfalls zusammen mit Lebensmitteln aufbewah-ren oder in Saft- oder Wasserflaschen abfüllen", so die TK-Ärztin.Familien mit kleinen Kindern sollten zudem unbedingt einen abschließ-baren Arzneischrank haben, denn dort gehören Medikamente hinein –auch wenn man sie täglich einnehmen muss. Wichtig ist dabei, denSchrank so anzubringen, dass die Kleinen ihn nicht erreichen können.Am besten ist er für die Kinder gar nicht sichtbar, denn sonst ist derEntdeckerdrang der Kleinen geweckt: Schnell suchen sie eine Kletter-hilfe, um an den vermeintlichen "Schatz" heranzukommen. So drohtnicht nur eine Vergiftung, sondern auch ein Sturz vom Stuhl oderSchränkchen.Sind Eltern bei ihrem Rundgang in Bad und Toilette angekommen, giltes oft auch, den Schrank mit den Badezimmerutensilien neu zu sortie-ren. Putzmittel, Abfluss- und WC-Reiniger, aber auch Kosmetika wieetwa Duschgel, Nagellack und Haarfärbemittel müssen hinter ver-schlossenen Türen verschwinden, wo Kinder sie nicht erreichen kön-nen.Wenn die Kleinen dann schon etwas mobiler sind und Garten und Ga-rage erkunden, sorgt auch hier ein prüfender Blick für mehr Sicherheit.So kann viel Zeit und Geld sparen, wer schon beim Pflanzenkauf dar-auf achtet, dass diese ungiftig sind. Und für den Heimwerker gilt: Lak-ke, Dünger und Unkrautvernichter nach dem Benutzen sofort sicherwegräumen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 41_____________________________________________________Auch nach Geburtstagsfeiern, einer lustigen Runde mit den Nachbarnoder dem feucht-fröhlichen Abend mit Freunden heißt es für Eltern:Erst aufräumen ‒ dann ab in die Falle. Denn wenn am nächsten Mor-gen noch Alkoholreste, alkoholgefüllte Pralinen oder Zigaretten offenherumliegen, können diese schnell in Kinderhände gelangen.Telefonnummern der regionalen Gift-Notrufzentralen:Baden-Württemberg:Vergiftungs- Informationszentrale Freiburg 07 61 -192 40Bayern: Giftnotruf München 0 89 - 192 40Giftnotrufzentrale Nürnberg 09 11 - 398 24 51Berlin und Brandenburg:Institut für Toxikologie Giftnotruf Berlin 0 30 -192 40Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein:Giftinformationszentrum- Nord Göttingen 05 51 -192 40Hessen und Rheinland-Pfalz:Giftinformationszentrum Mainz 0 61 31 -192 40Nordrhein-Westfalen: Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn02 28 -192 40Saarland: Informations- und Beratungszentrum für VergiftungsfälleHomburg/Saar 0 68 41 -192 40Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen:Gemeinsames Giftinformationszentrum Erfurt 03 61 - 73 07 30(Stand: September 2010)Weitere Erste-Hilfe-Tipps und Informationen finden Interessierte im Internetunter www.tk.de, Stichwort Kindernotfälle.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 42_____________________________________________________Pflegekasse hilft beim pflegegerechten Umbau der WohnungPlötzlich ist alles anders: Nach einem Schlaganfall oder einer schwerenKrankheit kommen viele Patienten nicht mehr ohne Pflege aus. Was im eige-nen Heim gestern noch komfortabel und bequem war, erweist sich dann oftals unüberwindbares Hindernis. Die Türen sind beispielsweise für denRollstuhl zu schmal, der Badewannenrand zu hoch. Wer pflegebedürftig istund deshalb seine Wohnung umbauen lassen muss, kann von seiner Pflege-kasse einen Zuschuss von bis zu 2.557 Euro erhalten. Darauf weist die Tech-niker Krankenkasse (TK) hin.Von den rund 2,25 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wer-den rund zwei Drittel zu Hause gepflegt. Dies ist häufig nur möglich, weil dieWohnung entsprechend den Bedürfnissen der Pflegepatienten umgebautwurde. Die Pflegeversicherung bezuschusst einen Umbau, wenn bestimmteVoraussetzungen erfüllt sind: Zunächst einmal müssen Pflegeexperten vomMedizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder ambulanten Pfle-gediensten ihre Zustimmung erteilen. Die Fachleute schauen sich die Woh-nung an und achten vor allem darauf, ob ein Umbau• die häusliche Pflege überhaupt erst ermöglicht oder erheblich erleichtert,• die Überforderung von Pflegebedürftigen und Pflegekräften vermeidet oder• Pflegebedürftigen wieder ein möglichst selbstständiges Leben bietet.Ein Antrag über die geplanten Maßnahmen wird zusammen mit einem Ko-stenvoranschlag an die Pflegekasse gesandt. Geprüft wird außerdem, ob nichtandere Einrichtungen wie zum Beispiel das Sozialamt zuerst finanziell ein-springen müssen, bevor die Pflegekasse an der Reihe ist. Eine ärztliche Ve-rordnung ist dagegen nicht nötig. Ganz ohne eigenes Zutun geht es allerdingsauch nicht. Der Eigenanteil liegt bei zehn Prozent der Kosten, maximal müs-sen die Pflegebedürftigen jedoch 50 Prozent ihrer monatlichen Bruttoeinnah-men aufwenden. Wenn keine eigenen Einnahmen vorhanden sind, entfällt derEigenanteil natürlich. Die Einnahmen von Familienangehörigen spielen keineHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 43_____________________________________________________Rolle. Bevor die konkreten Planungen beginnen, müssen die Pflegepatientenoder ihre Angehörigen noch die Zustimmung der Wohnungseigentümer oderdes Vermieters einholen. In manchen Fällen ist auch die Zustimmung derBaubehörde notwendig. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, können dieUmbauarbeiten beginnen. Möglich sind beispielsweise folgende Maßnahmen.• Türen vergrößern,• Rampen und Treppenlifter einbauen,• Wasseranschlüsse einrichten,• individuelle Liftsysteme im Bad einbauen,• Küchenoberschränke absenken,• Höhen bei Spüle, Kühlschrank oder Herd verändern,• Badewanne durch eine Dusche austauschen.Dabei muss nicht alles in einem Zug erfolgen. Die geplanten Aktivitäten lassensich in mehrere Einzelschritte aufteilen. Ebenfalls wichtig zu wissen: Auch derUmzug in eine pflegegerechte Wohnung gilt als "wohnumfeld-verbesserndeMaßnahme" und wird von den Pflegekassen finanziell unterstützt. Dies giltetwa beim Umzug von einer Dachgeschoss- in eine Parterrewohnung. Wer fürden Wohnungswechsel nicht den kompletten Zuschuss benötigt und in derneuen Wohnung weitere Umbauten notwendig sind, kann die restlichen Mitteldafür einsetzen. Pflegegerechte Wohnung Pflegebedürftige Menschen benöti- gen oft besondere Voraussetzungen in der Wohnung. Die Pflegekassen können den Umbau mit einem finan- ziellen Zuschuss unterstützen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 44_____________________________________________________Wenn sich der Zustand des Pflegebedürftigen deutlich verschlechtert und da-durch die Wohnung erneut verändert werden muss, steht einer weiteren finan-ziellen Förderung nichts im Weg. Grundsätzlich gilt: Immer wenn Wohnungenumgebaut werden müssen, sollten Pflegepatienten und ihre Angehörigen imVorfeld die Pflegekasse einschalten. Sie haben hier einen gesetzlichen An-spruch auf Beratung.Übrigens: Wer seine Wohnung oder sein Haus pflege- und behindertenge-recht einrichten möchte, bevor der Pflegefall eintritt, hat nicht nur den Vorteil,dies ohne Zeitdruck machen zu können, sondern kann dafür zinsverbilligteKredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) in Anspruch neh-men. In etlichen Kommunen gibt es zudem die Möglichkeit, barrierefreie Mu-sterwohnungen zu besichtigen.Weitere Informationen zum Thema "Wohnumfeldverbesserung" sind im Inter-net unter www.tk.de abrufbar.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 45_____________________________________________________Kurz gemeldetUnfälle im Haushalt: Alle zwölf Sekunden passierts***Stürze, Verbrennungen oder Schnittverletzungen – etwa alle zwölf Sekun-den passiert in privaten Haushalten in Deutschland ein Unfall. Jährlich sinddas nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin2,7 Millionen Unfälle. 2008 endeten etwa 6.800 davon tödlich, damit fordernUnfälle im Haushalt die meisten Todesopfer. Bei Verkehrsunfällen starben2008 4.500 Menschen. Viele Haushaltsunfälle gelten als vermeidbar, denn oftpassieren sie aus Unkenntnis oder Unaufmerksamkeit und weil Sicherheits-vorschriften nicht beachtet werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) rät des-halb, auch bei der Hausarbeit auf Gefahrenquellen zu achten und sich für dieeinzelnen Tätigkeiten ausreichend Zeit zu lassen, denn schnell wird aus ei-nem in der Eile stehengebliebenen Putzeimer eine Stolperfalle.*** Unfälle Ob Stürze oder Verbren- nungen, Schnittverletzun- gen oder Verätzungen: In Deutschland verletzen sich die meisten Menschen im Haushalt ‒ jährlich mehr als 2,7 Millionen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krank- enkasseWelche Farbe für welchen Raum? Tipps von Altmeister Goethe***Wer sich eine Wohnung einrichtet, denkt nicht in erster Linie an JohannWolfgang von Goethe. Doch der war nicht nur ein begnadeter Dichter undSchriftsteller. Er hat sich auch intensiv mit Farben und deren Wirkung auf dieHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 46_____________________________________________________Menschen beschäftigt. Vor 200 Jahren hat er seine Farbenlehre veröffentlicht,die nach Einschätzung der Techniker Krankenkasse (TK) ein interessanterWegweiser bei der Frage sein kann, welche Farbe für welchen Raum geeignetist. Die TK hat die zentralen Aussagen des Altmeisters der deutschen Klassikzu den psychologischen und ästhetischen Aspekten von Farben zusammen-gestellt:Blaue Wände? Nichts für DepressiveDiese Farbe ist nicht nach Goethes Geschmack: "Zimmer, die rein blau austa-peziert sind, erscheinen gewissermaßen weit, aber eigentlich leer und kalt."Blau ist laut Goethe "vom Schwarzen abgeleitet und führt immer etwas Dunk-les mit sich." Wer depressiv veranlagt ist, sollte sich also für eine andere Far-be entscheiden.Wie siehts mit Gelb aus?"Die Farbe Gelb führt in ihrer höchsten Reinheit immer die Natur des Hellenmit sich und besitzt eine heitere, muntere, sanft reizende Eigenschaft. In die-sem Grade ist sie als Umgebung, es sei als Kleid, Vorhang, Tapete, ange-nehm", meint Goethe zustimmend. Die Farbe wirkt also sozusagen alsStimmungsaufheller.Grün verschafft dem Auge eine "reale Befriedigung"Grün beruhigt das Universalgenie: "Unser Auge findet in derselben eine realeBefriedigung. Man will nicht weiter und man kann nicht weiter. Deswegen fürZimmer, in denen man sich immer befindet, die grüne Farbe zur Tapete meistgewählt wird."Rot ist für Jung und Alt geeignetWer die Farbe Rot wählt, macht nichts falsch. "Die Wirkung dieser Farbe ist soeinzig wie ihre Natur. Sie gibt einen Eindruck sowohl von Ernst und Würde alsvon Huld und Anmut", schreibt Goethe euphorisch. Kein Wunder also, dass ersich "die Würde des Alters" ebenso wie "die Liebenswürdigkeit der Jugend"sehr gut in einer roten Umgebung vorstellen kann.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010
    • TK-Medienservice "Gesund wohnen" 47_____________________________________________________Wie immer man sich entscheidet – ob man den Empfehlungen des Geheim-rats folgt oder seinen eigenen Vorstellungen vertraut: Für ein gutes Wohnge-fühl sollte man Farben wählen, die nicht nur momentan als schick gelten, son-dern mit denen man auch über einen längeren Zeitraum gut leben kann, emp-fiehlt die TK. ***Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de.Ausgabe: Ausgabe September 2010