Geschäftsbericht2010
VorworteProfessor Dr. Norbert Klusen                                Harald SchulteVorsitzender des Vorstandes             ...
Inhalt6                                 12                                18Menschen hinter dem Logo          Projekte, Ka...
26                              32                                  36Wissenschaft, Politik           Selbstverwaltung    ...
Menschen hinter dem Logo6      „2010 war wirklich ein sehr gutes Jahr für die TK.“      Wie sehen aktuelle und künftige Ku...
Professor Klusen, wenn Sie auf das Jahr     2010 war das zweite Jahr mit morbiditäts-2010 zurückblicken – wie ist Ihre Bil...
Menschen hinter dem Logo                                                  langfristig in allen, auch den kleineren     sor...
Arbeitgeber sind eine gänzlich andere        Doose: Die Entscheidung für dieKundengruppe als ihre Versicherten.          e...
Menschen hinter dem Logo                                                   „Wir sind TK!“: zufriedene Mitarbeiter –       ...
„JuMP“: der Weg zur                          JuMP-Programm habe ich nicht nurFührungskraft von morgen                     ...
Projekte, Kampagnen & Initiativen12            „Bewegung ist die beste Medizin“            „Bei mir gibt es Sport auf Reze...
Sport als Therapie: ein ganz anderes Lebennach dem HerzinfarktViele Menschen starten mit guten Vor-      sich zu bewegen. ...
Projekte, Kampagnen & Initiativen                                                    Gesetzes- und Gewissensfrage:        ...
„Uns ist wichtig, dass die Menschen      Marcell Jansen für Organspendein einer anonymen und oft von Eile       am Ballgep...
Projekte, Kampagnen & Initiativen                                                  Gesundheitspreis Pulsus – die heimliche...
Per Mausklick in die digitale TK-WeltAcht von zehn Menschen in Deutsch-           Kunden online über Themen abstim-land nu...
Leistungen & Services18            „Eine Krankenkasse, die über die Grenzen hinausdenkt“            Edurne Munoz hat ihre ...
Die TK vor Ort: ein Tag mit KundenberaterinMichaela KößlerZahnersatz, Haushaltshilfe, Fahrkosten,     landsreise-Krankenve...
Leistungen & Services                                                  Vernetzt zum Erfolg – Hightech-Medizin für         ...
TK-Netzwerk Spitzenmedizinin Baden-WürttembergIn der Medizin ist heute vieles möglich,   ren“, so Vogt. Die TK-Vereinbarun...
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Geschäftsbericht der TK für 2010
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Geschäftsbericht der TK für 2010

3,684

Published on

Geschäftsbericht der Techniker Krankenkasse für das Jahr 2010 über Projekte, Leistungen und die Finanzsituation.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Published in: News & Politics
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
3,684
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0
Actions
Shares
0
Downloads
7
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

Geschäftsbericht der TK für 2010

  1. 1. Geschäftsbericht2010
  2. 2. VorworteProfessor Dr. Norbert Klusen Harald SchulteVorsitzender des Vorstandes Alternierender Vorsitzender des VerwaltungsratesEine gesetzliche Krankenkasse als Unternehmen? Ja, Was hat die gesetzliche Krankenversicherung mitnatürlich. Unabhängig von unserem juristischen Status Demokratie zu tun? Eine ganze Menge: 1,8 Millionenals Körperschaft öffentlichen Rechts begreifen wir uns TK-Mitglieder haben im Frühjahr 2011 in der Sozialwahlals ein Unternehmen, das professionell agiert und darüber abgestimmt, wie sich der Verwaltungsrat, daskeinesfalls schlechter wirtschaften darf als Betriebe höchste Entscheidungsgremium ihrer Kasse, zusammen-der Gewerbswirtschaft – mit einigen wesentlichen setzt. Diese Form der Teilhabe ist international einzigar-Unterschieden: Die TK ist dem Prinzip verpflichtet, tig, aber auch in Deutschland keine Selbstverständ-dass in einer Krankenkasse jeder Mensch willkommen lichkeit: Nur sieben von rund 150 Krankenkassenist, unabhängig vom individuellen Gesundheitszustand, haben ihren Mitgliedern die Stimmabgabe in einervom Alter oder von der finanziellen Leistungsfähigkeit. Urwahl ermöglicht. Die Sozialwahl ist zum einen die demokratische Legitimation der TK-Selbstverwaltung,Wir arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern sind gewis- zum anderen bedeutet sie auch Auftrag, Verpflichtungsermaßen ein „Non-Profit-Unternehmen“. Dennoch – und Verantwortung für die Mitglieder desund das ist in unseren Augen alles andere als ein Verwaltungsrates.Widerspruch – entsprechen unsere Organisation wieauch unsere Prozesse modernsten Standards. Aber die Dessen Aufgaben sind vielfältig: Zum Beispiel obliegtProduktivität ist nicht alles. Was für den Kunden zählt: uns die Wahl des hauptamtlichen Vorstandes, der die TKDurch Effizienzsteigerungen im Hintergrund können sich führt. Diese Entscheidung haben wir getroffen und mitunsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser den Wirkung ab 2011 Herrn Dr. Jens Baas und Herrn FrankAnliegen der Versicherten und Firmenkunden widmen. Storsberg in den Vorstand der TK gewählt.Dieser Geschäftsbericht gibt anhand weniger Beispiele Die Finanzen sind ein weiteres wichtiges Themaein Bild davon, welche Menschen dies alles bewerkstelli- für den Verwaltungsrat, denn er beschließt dengen, mit welchem Herzblut unsere Vertrags- und Haushaltsplan. Ob die TK also einen ZusatzbeitragProjektpartner, unsere ehrenamtlichen Berater und unse- erhebt oder nicht, ist die Entscheidung der Selbst-re Mitarbeiter dabei sind, um Gutes und Hilfreiches für verwaltung. Die TK-Mitglieder müssen seit demdie Versicherten, insbesondere für die Patienten unter Start des Gesundheitsfonds 2009 keinen Zusatzbeitragihnen, auf die Beine zu stellen. Wir freuen uns, dass wir bezahlen, und auch 2012 werden wir sie nicht belastenimmer wieder auf innovationsbereite Vertragspartner tref- müssen. Die Kunden profitieren also auch hier direkt vonfen, die gemeinsam mit uns neue Wege gehen. der Arbeit der Selbstverwaltung.Der Zuspruch der Kunden bestätigt uns darin: Im Jahr Der Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse besteht2010 ist die TK um 288.000 Mitglieder und einschließlich je zur Hälfte aus Vertretern der Versicherten und derder Familienangehörigen, die wir ohne einen eigenen Arbeitgeber. Die Zusammenarbeit der beiden GruppenBeitrag kostenfrei mitversichern, um 339.000 Versicherte war in den zurückliegenden Jahren immer sachlich undgewachsen. So wächst auch der Anspruch, den unsere konstruktiv, denn alle hatten immer das Wohl der TK undKunden an uns haben – und da wir uns nicht auf dem ihrer Versicherten vor Augen. Ich bin sicher, dass sichErreichten ausruhen, werden wir auch in den kommen- dies auch in der jetzt beginnenden Legislaturperiode desden Jahren weiter an uns arbeiten. neuen Verwaltungsrates fortsetzen wird.Professor Dr. Norbert Klusen Harald Schulte 3
  3. 3. Inhalt6 12 18Menschen hinter dem Logo Projekte, Kampagnen Leistungen & Services & InitiativenInterview mit dem Vorstand 6 Sport als Therapie: ein ganz Die TK vor Ort: ein Tag anderes Leben nach dem mit Kundenberaterin„Wir sind TK!“: zufriedene Herzinfarkt 12 Michaela Kößler 18Mitarbeiter – zufriedeneKunden 10 Gesetzes- und Gewissens- Innovationstreiber TK: frage: TK macht sich stark Hightech-Medizin für die für Organspende 14 TK-Versicherten 20 Gesundheitspreis Pulsus – Arzneimitteltherapie: die heimlichen Helden Qualität zum fairen Preis 22 der Gesundheit 16 Ein Fall für Lückoff: Per Mausklick in die unterwegs mit einem digitale TK-Welt 17 Hilfsmittelprofi 23 TK engagiert sich für Kinder und gegen Krankenhauskeime 24 Der direkte Draht zur TK: für Versicherte und Firmenkunden 25 4
  4. 4. 26 32 36Wissenschaft, Politik Selbstverwaltung Finanzen& GesellschaftMaßgeschneiderte Sozialwahl 2011: 1,8 Millionen Die TK-Finanzen imMedizin auf dem TK-Mitglieder haben Überblick 36TK-Zukunftskongress 26 entschieden 32 Erfolgsrechnung 38Studie zeigt: In Europa Der Verwaltungsrat:haben TK-Versicherte Lenker und Gestalter Vermögensrechnung 39gute Karten 28 für die TK 34 LeistungsausgabenDiabetes, ADHS und Die Mitglieder des im Detail 40Arbeitgeberkosten: TK-Verwaltungsrates 35Das zeigen WINEG-Studien 29 Pflegeversicherung 41TK-Studien zu Kindern in Erfolgs- undTherapie und psychischen Vermögensrechnung Pflege 42Diagnosen von Studenten 30TK im Dialog mit Kundenund Wissenschaft 31 5
  5. 5. Menschen hinter dem Logo6 „2010 war wirklich ein sehr gutes Jahr für die TK.“ Wie sehen aktuelle und künftige Kundenerwartungen aus? Was bedeuten politische Entscheidungen für die TK? Wie positioniert sich die TK im Versorgungswettbewerb? Auf diese und viele andere Fragen antwortet der Vorstand – seit 2011 in veränderter Zusammensetzung.
  6. 6. Professor Klusen, wenn Sie auf das Jahr 2010 war das zweite Jahr mit morbiditäts-2010 zurückblicken – wie ist Ihre Bilanz? orientiertem Risikostrukturausgleich, kurz „Morbi-RSA“ genannt. Welche ErfahrungenKlusen: Ich bin in jeder Hinsicht hat die TK gesammelt?zufrieden. Auch im zweiten Jahr desGesundheitsfonds sind wir ohne Klusen: In der KoalitionsvereinbarungZusatzbeitrag ausgekommen, haben steht, dass der morbiditätsorientierte Professor Dr. Norbert Klusen ist seit 1996das Jahr mit einem Überschuss Risikostrukturausgleich auf das Not- Vorsitzender des TK-Vorstandes. Zuvorabgeschlossen und sind um mehr als wendige zurückgeführt werden soll. gehörte er drei Jahre als Geschäftsführer der TK-Führungsspitze an. Er ist verantwortlich300.000 Versicherte gewachsen – Davon war und ist nichts zu merken. für die Unternehmensbereiche Finanzen,das ist das größte Wachstum seit Stattdessen gibt es Forderungen, ihn Marketing und Vertrieb, Service und Kunden-einem Jahrzehnt. Wir haben verschie- zum wiederholten Male zu erweitern. bindung sowie für die Stabsbereiche.dene Preise gewonnen und konnten, Es war aber schon früh zu sehen,das ist mir auch sehr wichtig, beim dass der Morbi-RSA mit nicht validen Der Diplom-Kaufmann, 1947 in Mönchenglad- bach geboren, verfügt über umfangreicheWettbewerb „Deutschlands beste Daten arbeitet. Er ist immer noch Management-Erfahrung in internationalenArbeitgeber“ zum fünften Mal in Folge manipulationsoffen, das lässt sich Unternehmen, zuletzt als Vorstandsmitgliedeinen Platz auf dem Siegertreppchen beweisen. Im Fußball heißt es „Geld und Arbeitsdirektor einer Aktiengesellschafterreichen. Unter dem Strich war 2010 schießt keine Tore“, beim Morbi-RSA des Maschinen- und Fahrzeugbaus. Er istalso wirklich ein sehr gutes Jahr für ist aber erkennbar, dass finanzielle Honorarprofessor für internationale Gesund- heitspolitik und Gesundheitssysteme an derdie TK. Anreize zu einer Vermehrung der Diag- Universität Hannover und Honorarprofessor nosen führen. Das Fehlen gültiger für Gesundheitsökonomie und Gesundheits-Gilt das auch für das Gesundheitssystem Kodierrichtlinien hat ein Übriges politik an der Westsächsischen Hochschuleinsgesamt und für die Gesundheitspolitik? getan. Auf diesen Grundlagen kann Zwickau. 2009 war er Gastprofessor für man kein milliardenschweres Umver- Gesundheitspolitik an der University of Michigan in Ann Arbor, USA.Klusen: Das 2010 verabschiedete teilungssystem durchführen. Es istund Anfang 2011 in Kraft getretene auch nicht in Ordnung, dass dasGKV-Finanzierungsgesetz hat den Bundesversicherungsamt als durch-Krankenkassen zunächst einmal führende Behörde Entscheidungen,finanziell Luft verschafft, indem der die zu einer zusätzlichen Umvertei-allgemeine Beitragssatz erhöht und lung von hunderten Millionen EuroAusgabenzuwächse begrenzt wur- führen können, allein treffen kann –den. Das ist wenig phantasievoll und ohne Kontrolle durch Regierung oderhat mit einer Strukturreform natürlich Parlament.nichts zu tun, als solche war dasGesetz allerdings auch nicht gedacht. Herr Dr. Baas, Mitte 2010 wurden SieDie dauerhafte Festschreibung des vom Verwaltungsrat in den TK-VorstandArbeitgeberbeitrages wie auch die gewählt und haben Anfang 2011 ihr Amtüberaus bürokratische Ausgestaltung angetreten. Zuvor waren Sie Partner unddes Sozialausgleichs gehören zu den Geschäftsführer der Unternehmensbera-Schattenseiten des Gesetzes. Unglück- tung Boston Consulting Group. Was hatlich war auch der erleichterte Wech- Sie zu dem Wechsel bewogen?sel aus dem Solidarsystem hin zurPrivatversicherung; das war kein Bei- Baas: Wie schon bei meinem Wech-trag zur Stabilisierung des Systems. sel von der Medizin in die Beratung liegt der Grund nicht in einer fehlen-Wo sehen Sie denn die Zukunft der den Zufriedenheit mit der aktuellenprivaten Krankenversicherung? Tätigkeit, sondern in meiner Neugier auf neue Herausforderungen. DerKlusen: Dass es in Deutschland zwei Schritt in eine UnternehmensberatungKrankenversicherungssysteme gibt, war ja von Anfang an eher als Aus-ist international einzigartig und nicht bildung denn als Lebensstellungzukunftsfähig. Ich bin überzeugt, dass geplant. Man ist immer da, wo eses zu einer Konvergenz kommen wird. interessant ist, und es gilt, ProblemeDie private Krankenversicherung ist zu lösen. Dadurch lernt man in kür-ein Nischenanbieter. Acht Millionen zester Zeit sehr viel. Für mich warVollversicherte – in etwa so viele Men- 2010 der Zeitpunkt gekommen, anschen versichert allein die TK – vertei- dem es unbefriedigend war, nie dielen sich auf fast 50 Anbieter. Da fehlt Konsequenzen eines Projektes bises den einzelnen Unternehmen an zum Schluss zu sehen und auch zukritischer Größe, um Versorgung verantworten. Und kaum jemals konn-gestalten zu können. ten wir ein Unternehmen mittel- bis 7
  7. 7. Menschen hinter dem Logo langfristig in allen, auch den kleineren sorgung gesetzten Erwartungen erfül- Themenfeldern begleiten. Kurzum: len – nämlich für die eingeschriebe- Irgendwann sollte man mal „ankom- nen Versicherten eine Lotsenfunktion men“. Dass dieses „Ankommen“ der zu übernehmen und ihre Behandlung Wechsel in den TK-Vorstand war, sektorübergreifend zu koordinieren.Dr. Jens Baas ist seit Jahresbeginn 2011 Mit- konnte Kenner des Systems nicht Mittelfristig müssen diese Verträge fürglied des TK-Vorstandes. Der Mediziner, 1967 überraschen: Die TK war schon in der die TK wirtschaftlich sein, so dass sichin Aalen geboren, ist nach seiner ärztlichenTätigkeit an den chirurgischen Universitätskli- Vergangenheit eine in vielen Dimen- die höheren Honorare refinanzieren.niken Heidelberg und Münster 1999 bei der sionen herausragende Kasse. WennUnternehmensberatung Boston Consulting man also in der gesetzlichen Kran- Das Versorgungsgesetz gibt den Bundes-Group eingestiegen. Dort war er seit 2007 Part- kenversicherung tätig sein möchte: ländern größere Einfluss- und Entschei-ner und Geschäftsführer und ab 2008 Leiter Welches bessere Unternehmen als dungsmöglichkeiten. Wie beurteilen Siedes Bereichs „Payer and Provider“ für Europa. die TK könnte es da geben? das?Seine Tätigkeitsschwerpunkte im internationa-len Gesundheitswesen waren Krankenkassenund -versicherungen, Krankenhäuser und Leis- Im TK-Vorstand verantworten Sie unter Baas: Die TK ist eine bundesweitetungserbringer, Medizintechnologie sowie die anderem die Bereiche der ambulanten und Krankenkasse mit ausgeprägter Regi-pharmazeutische Industrie. stationären Versorgung. Wo sehen Sie hier onalität. Unsere Beziehungen zu den besonderes Potenzial für die TK? Bundesländern und den regionalenIm TK-Vorstand verantwortet er die Bereicheder ambulanten und stationären Versorgung, Vertragspartnern sind daher gewach-die Landesvertretungen sowie das Controlling. Baas: Ein wichtiger Teil des Wettbe- sen und belastbar. Skeptisch bin ich werbs in der gesetzlichen Kranken- aber, wenn Entscheidungskompetenz versicherung wird auf dem Feld der und Finanzverantwortung auseinan- Versorgung stattfinden. Hier ist die TK derklaffen. Im Krankenhausbereich mit ihrem Know-how und ihrer organi- sehen wir schon seit vielen Jahren, dass satorischen Grundstruktur gut aufge- die Länder – regional unterschiedlich – stellt – eine solide Basis, die uns ihren Investitionsverpflichtungen oft gleichzeitig die nötige Flexibilität gibt, nur unzureichend nachgekommen uns weiterzuentwickeln oder auch auf sind. Als bundesweite Kasse werden Veränderungen im Umfeld zu reagieren. wir im Interesse der Finanzierbarkeit Es kommen viele Leistungserbringer des Gesamtsystems darauf achten, auf uns zu, weil wir Versorgungskon- dass es kein Windhundrennen einzel- zepte partnerschaftlich entwickeln. ner Länder um die knappen Gelder Gerade in der Integrationsversorgung der gesetzlichen Krankenversiche- ist die TK Innovationsführer, zum Bei- rung geben wird. spiel mit Verträgen zur ergebnisorien- tierten Vergütung bei Rückenschmer- Herr Doose, Sie sind für die Informations- zen oder psychischen Erkrankungen. technologie der TK verantwortlich. Wohin geht es beim Thema Internet und Online- Ein immer wieder diskutiertes Thema ist Services? die hausarztzentrierte Versorgung. Auch die TK hat entsprechende Verträge abge- Doose: Exzellenz im Internet ist für schlossen. Wie beurteilen Sie die Entwick- uns ein Dauerbrenner, aber auch eine lungen auf diesem Gebiet? Dauerbaustelle. Die Veränderungen und Neuerungen kommen immer Baas: Die TK hat in vielen Bundes- schneller, und die Zahl der Optionen ländern Vereinbarungen zur haus- wächst zusehends. Wir bauen unsere arztzentrierten Versorgung. In Bayern Online-Angebote kontinuierlich aus, hat es allerdings unschöne Vorkomm- denn Stillstand wäre Rückschritt. nisse gegeben – bis hin zur Drohung Sicherheit hat für uns oberste Priorität, der Hausärzte, kollektiv ihre Kassen- damit die Kunden die Services kom- zulassung zurückzugeben. Weil das fortabel und zugleich ohne Sorge um für eine Krankenkasse nicht hinnehm- die Sicherheit ihrer Daten nutzen kön- bar ist, hat die TK zum Jahresende nen. Auch die sozialen Netzwerke 2010 ihren Vertrag mit dem Bayeri- sind für eine Krankenkasse längst schen Hausärzteverband gekündigt, kein „weißer Fleck“ mehr; ihre Bedeu- anschließend durch eine neue Verein- tung wird für uns ebenso wachsen barung aber unter Beweis gestellt, wie für unsere Kunden. Sie stehen dass wir auch nach Konflikten ver- neuen Angeboten erfahrungsgemäß tragspartnerschaftliche Lösungen fin- sehr offen gegenüber. Ein Beispiel ist den. Generell erwarten wir, dass die der 2011 neu eingeführte Kundenbe- Hausärzte ihre Zusagen einhalten ratungs-Chat, der schon am Anfang und die in die hausarztzentrierte Ver- gut frequentiert war, ohne dass wir ihn beworben hätten.8
  8. 8. Arbeitgeber sind eine gänzlich andere Doose: Die Entscheidung für dieKundengruppe als ihre Versicherten. elektronische Gesundheitskarte warWas tun Sie für Ihre Firmenkunden? ein Schritt in die richtige Richtung, daher hat sich die TK von Anfang anDoose: Sich in den Details der Sozi- aktiv an ihrer Entwicklung beteiligt.alversicherung auszukennen, gehört Sie wird einen sicheren Zugang für Helmuth Doose gehört dem Vorstand seit demsicher nicht zum Kerngeschäft von künftige Technologien bieten. Die Jahr 2000 an, seit 2009 als stellvertretender Vor- sitzender. Er ist für die UnternehmensbereicheBetrieben. Gleichzeitig sind die Per- Kassen per Gesetz zur Kartenausgabe Informationsverarbeitung, Kundenberatung, Mit-sonalabteilungen tagtäglich damit zu verpflichten, greift aber zu kurz. gliedschaft und Beiträge, Personal und Rechtkonfrontiert. Hier sind wir gefragt. Um die Möglichkeiten nutzen zu kön- sowie für die Vergabestelle verantwortlich.Und wir merken, dass Bedarf und nen, die die elektronische Gesund-Nachfrage wachsen – im Grunde par- heitskarte heute schon bietet, hätte Der Krankenkassenbetriebswirt wurde 1947 in Kiel geboren. Er war in verschiedenen Führungs-allel zur steigenden Komplexität des man die Leistungserbringer gleicher- positionen der gesetzlichen Krankenversiche-Themas. Neben der persönlichen maßen gesetzlich zur Teilnahme ver- rung tätig, unter anderem beim BundesverbandBeratung und individuellen Semina- pflichten müssen. der Innungskrankenkassen und bei der Gärtner-ren bietet der TK-Firmenkundenser- Krankenkasse (GKK). Vor seinem Wechsel zurvice eine Vielzahl von Arbeitshilfen Fünf Jahre sind im Gesundheitssystem TK war er Geschäftsführer der GKK und aban. Ein Arbeitgeber-Lexikon und zwei ein vergleichsweise überschaubarer Zeit- 1996 vier Jahre lang Vorsitzender des GKK- Vorstandes in Hamburg.monatliche Newsletter versorgen die raum, in dem dennoch viel passieren kann.Firmenkunden mit Neuigkeiten. Seit Welche Erwartungen haben Sie im Hinblick2010 gibt es auch einen direkten auf die Mittelfristperspektive?Zugang zum eigenen Twitter-Kanal. Baas: Operative Exzellenz im Kern-Beim Wettbewerb „Deutschlands beste geschäft „Krankenkasse“ wird in fünfArbeitgeber“ hat die TK 2010 erneut sehr Jahren noch genauso wichtig seingut abgeschnitten. Weshalb beteiligen Sie wie heute. Eine größere Differenzie-sich überhaupt daran? rung im Wettbewerb wird aber wichti- ger werden. Qualität und zielgrup-Doose: Die TK steht im Wettbewerb penorientierte Angebote – orientiertum die besten Köpfe – und zwar nicht an der starken „Marke TK“ – werdennur mit anderen Krankenkassen, son- künftig eine größere Rolle spielen.dern mit nahezu allen Unternehmen inDeutschland. Das fängt bei den Aus- Doose: Wie viel sich verändern kann,zubildenden an und geht mit IT-Spezia- zeigt sich, wenn man fünf Jahrelisten, Betriebswirten, Juristen, Mathe- zurückschaut. Ein Beispiel: Damalsmatikern oder Marketing-Experten waren wir wochentags jeweils 15 Stun-weiter. Also arbeiten wir kontinuierlich den für unsere Kunden telefonischan der „Arbeitgebermarke TK“, um erreichbar – seinerzeit ein Spitzen-attraktiv zu sein für qualifizierte Mitar- wert. Inzwischen ist die Rund-um-beiterinnen und Mitarbeiter. Im April die-Uhr-Erreichbarkeit unserer telefo-2010 war der spätere Bundesgesund- nischen Kundenberatung eine Selbst-heitsminister Daniel Bahr bei einer verständlichkeit. Die ErwartungenPersonalversammlung in der TK- unserer Kunden werden sich vermut-Hauptverwaltung zu Gast und hat in lich noch schneller als bislang verän- Frank Storsberg, Jahrgang 1965, wird demseiner Rede betont, dass der Wettbe- dern, und die TK wird darauf passge- TK-Vorstand ab dem 1. Oktober 2011 an- gehören. Er hat langjährige Berufs- undwerb unter den Krankenkassen auch naue Antworten finden. Führungserfahrung in der gesetzlichenAuswirkungen auf die Mitarbeiterorien- Krankenversicherung: Vor seinem Wechseltierung habe. Eine Einheitskasse, so Klusen: Das Gesundheitssystem in zur TK war der Krankenkassenfachwirt seitBahr, würde nicht zu Deutschlands Deutschland ist ja stark politikgetrie- 2008 stellvertretender Vorstandsvorsitzenderbesten Arbeitgebern gehören. Es ben. Ich gehe davon aus, dass es der AOK Plus. Zuvor hatte er verschiedene Leitungsfunktionen unter anderem bei derfreut mich, dass es in der Politik diese nach der nächsten Bundestagswahl – AOK Hessen und der AOK Thüringen inne.Einschätzung gibt. wer auch immer dann regiert – wieder Von 2005 bis 2007 war er Alleinvorstand der eine größere Gesundheitsreform AOK Thüringen.Das GKV-Finanzierungsgesetz hat die geben wird. Ich würde mir wünschen,Krankenkassen ja auch verpflichtet, min- dass diese die Patienten, Versicher- Im TK-Vorstand wird er für die Unternehmens- bereiche Informationsverarbeitung, Kunden-destens zehn Prozent ihrer Versicherten ten und Kunden in den Mittelpunkt beratung, Mitgliedschaft und Beiträge, Perso-bis zum Ende des Jahres 2011 mit der rückt. nal und Recht sowie für die Vergabestelleelektronischen Gesundheitskarte auszu- verantwortlich sein.statten. Wie beurteilen Sie das? 9
  9. 9. Menschen hinter dem Logo „Wir sind TK!“: zufriedene Mitarbeiter – zufriedene Kunden Gesundheit lässt sich nicht kaufen. Und bildende, 2012 sogar über 200 im doch hat sich um dieses Gut ein stetig gesamten Bundesgebiet: Kaufleute im wachsender Milliarden-Markt entwickelt. Gesundheitswesen, für Dialog- oder Gleichzeitig steht hinter jeder Kranken- Marketingkommunikation, Drucker in geschichte ein menschliches Schicksal. der Hausdruckerei oder Fachinfor- „Ihre Krankenkasse brauchen die Men- matiker für Systemintegration – das schen meist, wenn sie ein Problem Spektrum der Ausbildungszweige haben, vielleicht sogar in einer Notlage geht inzwischen mit zwölf Berufsbil- sind. Und dann erwarten sie zu Recht dern und zwei dualen Studiengängen schnelle, unbürokratische und kompe- weit über den Beruf des Sozialversi- tente Hilfe“, sagt Professor Dr. Norbert cherungsfachangestellten hinaus. Klusen, Vorsitzender des TK-Vor- standes. Qualifizierte Mitarbeiter, die Jan Hegmann ist angehender Kauf- neben dem fachlichen Know-how auch mann für Dialogkommunikation. über die nötige Sensibilität verfügen, „Schon nach einer kurzen Einarbei-Mir gefällt das Gefühl, etwas zu sind bei einer Krankenkasse entschei- tungsphase durfte ich die Versicher-bewirken und Menschen helfen dend für den Unternehmenserfolg. ten zu einfachen Fragen am Telefonzu können. Das ist für mich beraten. Und von Anfang an haben Über 11.400 Mitarbeiter kümmern sich mir Vorgesetzte und Kollegen dasdas Schönste an meiner Arbeit. um die Gesundheit der mehr als Gefühl gegeben, ein vollwertiger Mit-Jan Hegmann absolviert im TK-Kunden- 7,7 Millionen TK-Kunden. Mit großem arbeiter zu sein“, sagt der 19-Jährige.bindungszentrum in Saarbrücken eine Einsatz, der sich auszahlt: Im Auftrag Seine Entscheidung für eine Ausbil-Ausbildung zum Kaufmann für Dialog- des Nachrichtensenders n-tv unter- dung bei der TK hat er bis heute nochkommunikation. suchte das Deutsche Institut für Service- keinen Tag bereut. Qualität (DISQ) den Kundenservice der 20 größten Krankenkassen. Die TK Unterstützung beim Sprung auf schaffte es bis ganz nach oben auf der Karriereleiter das Siegertreppchen. Auch das Wirt- schaftsmagazin Focus-Money zeichnete Und nach der Ausbildung ist bei der die TK als „Deutschlands beste Kran- TK noch lange nicht Schluss. Talen- kenkasse“ aus. „Unser Erfolgsrezept tierte Azubis bestärkt die TK, sich im sind gut ausgebildete, motivierte und Anschluss mit einem Studium der engagierte Mitarbeiter. Denn: Nur Gesundheitsökonomie an der Partner- Unternehmen, die ihren Mitarbeitern universität in Bayreuth weiterzubilden. ein sehr gutes Arbeitsumfeld anbie- Für ihre Studenten übernimmt die TK ten, können auch ihren Kunden opti- nicht nur die Studiengebühren und malen Service bieten“, sagt TK-Perso- einen Zuschuss zu den Lebenshal- nalchef Michael Tittelbach. tungskosten, sondern verspricht ihnen im Anschluss auch einen quali- Mitarbeiter wählen TK unter die fizierten Wiedereinstieg. Für diesen besten Arbeitgeber Deutschlands Weg hat sich nach ihrer Ausbildung auch Antje Collmann entschieden. Dass die TK-Mitarbeiter mit ihrem Für fast fünf Jahre ist die gebürtige Arbeitgeber genauso zufrieden sind Wilhelmshavenerin an die Uni in wie umgekehrt, hat der Wettbewerb Bayreuth gewechselt, heute hat sieMeine neuen Aufgaben fordern „Deutschlands beste Arbeitgeber“ ihr Diplom in der Tasche – und küm- gezeigt. Bereits zum fünften Mal in mert sich bei der TK um das Control-mich, sind abwechslungsreich Folge schaffte die TK es dort unter die ling im Bereich der Pflegeversiche-und bieten mir immer wieder Top 3 der großen deutschen Unter- rung.neue Herausforderungen. nehmen. Und wie gut ein Unternehmen bei dem Wettbewerb abschneidet, liegt „Auf eigene Initiative neue ThemenAntje Collmann ist gelernte Sozialversicherungs- in der Hand der Mitarbeiter. Die TK- aufzugreifen und selbstständig nachfachangestellte. Doch sie wollte mehr: Fast fünf Ergebnisse sprechen für sich: Neun von Lösungen zu suchen, anstatt AufgabenJahre studierte sie mit TK-Stipendium Gesund- zehn Mitarbeitern verliehen ihrem Schritt für Schritt abzuarbeiten – dasheitsökonomie an der Partneruniversität der TKin Bayreuth. Heute kümmert sie sich bei der Arbeitgeber die Note „sehr gut“, fast ist der größte Unterschied zwischenTK um das Controlling im Bereich der Pflege- ebenso viele sind stolz darauf, für die meinem alten und meinem neuen Job“,versicherung. TK zu arbeiten. „Die Zufriedenheit sagt die 31-Jährige. Und für Antje unserer Mitarbeiter ist unsere beste Collmann auch das größte Plus. Sie Referenz“, freut sich Tittelbach. hatte schon während ihrer Ausbildung von dem Bayreuth-Studium gehört Ausbildung bei der TK: über 200 und sich direkt dafür entschieden. Ein neue Chancen Schritt, den sie bis heute genauso wenig bereut wie ihren anschlie- Die Chance zu einem Einstieg bei ßenden Wechsel in die Hamburger der TK nutzen jedes Jahr viele Auszu- TK-Zentrale.10
  10. 10. „JuMP“: der Weg zur JuMP-Programm habe ich nicht nurFührungskraft von morgen wichtiges theoretisches Grundwissen mitgenommen, sondern vor allem auchEine weitere Möglichkeit für alle TK- eine Menge über mich selbst gelernt“,Mitarbeiter, die den Karrieresprung so der 30-Jährige. Für ihn besonderswagen wollen: das Junior-Management- hilfreich: „Da ich die FührungsaufgabeProgramm, genannt JuMP. „Mit dem schon während des Programms über-Programm sprechen wir die Führungs- nommen habe, konnte ich das Gelerntekräfte von morgen an und wollen sie nach jedem Baustein direkt in die Pra-ganz gezielt fördern. Wir haben hoch- xis umsetzen“, sagt Kruse. Sein Fazit:qualifiziertes Personal, auf allen Ebe- „Durch JuMP fühle ich mich gut für dienen und an allen Standorten – ein kommenden Herausforderungen gerüs-Potenzial, das es zu nutzen gilt“, sagt tet. Das Programm ist eine Chance fürMichael Tittelbach. Gestern Azubi – jeden, der mehr erreichen möchte!“morgen Teamleiter? Nicht ausge-schlossen! „TK-Mitarbeiter, die sich für Engagement ohne Honorareine Führungsposition interessieren,können sich für das Programm Es sind ganz besondere Menschen, Als Teamleiter weiß man mor-bewerben. In einem Auswahlverfah- die nebenbei – im Büro, im Sportverein gens nie, was der Tag so bringt.ren stellen die Interessenten dann ihr oder in der Uni-Mensa – einen Rat in Das ist spannend, stellt einenFührungstalent unter Beweis“, so Sachen Krankenversicherung gebenTittelbach. und damit anderen helfen. Kollegen, auch laufend vor neue Kommilitonen, Freunde, Familie und Herausforderungen. Dank des Bekannte: Wer auch immer Fragen hat, ‚JuMP‘-Programms fühle ich Wir haben hochqualifi- kann sich an die ehrenamtlichen Berater mich dafür gut gerüstet. ziertes Personal, auf allen der TK wenden. Fast 11.000 Frauen Ebenen und an allen Stand- und Männer engagieren sich auf diese Dennis Kruse, Teamleiter im Weise für ihre Krankenkasse – und das TK-Servicezentrum Mitgliedschaft und orten – ein Potenzial, das einfach so, ohne Entlohnung. Beiträge es zu nutzen gilt. Eine von ihnen ist Martina Krebs, TK-Personalchef Michael Tittelbach Konstrukteurin bei der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH inJuMP läuft über 13 Monate und setzt Berlin. Zurzeit arbeitet sie mit ihrem Teamsich aus mehreren Bausteinen zusam- an einem Kleinsatelliten und fiebertmen. Parallel zum Job nehmen die seinem Start ins All entgegen. Seit 15Nachwuchskräfte an Seminaren teil, Jahren ist sie zudem neben ihrem Jobrotieren in andere Dienststellen und für die TK im Einsatz: „Ich freue mich,erfahren in regelmäßigen Standortge- wenn ich Kollegen helfen kann. Seisprächen mit der Personalentwicklung es, dass ich ihnen in Sachen Kran-der TK, wo sie in ihrer Entwicklung kenversicherung zur Seite stehe oderstehen. auch nur den richtigen Ansprechpart- ner bei der TK vermittle“, sagt dieFür Dennis Kruse ist das JuMP-Pro- 51-jährige Diplom-Maschinenbauinge-gramm schon jetzt ein Erfolgsmodell. nieurin. „Ich kümmere mich bei unsDer gelernte Sozialversicherungsfach- auch um die Auszubildenden in derangestellte, der sich im Anschluss Forschung und Entwicklung. Es istan seine Ausbildung noch über ein schön, wenn ich ihnen neben demAbendstudium weitergebildet hat, lei- beruflichen Know-how auch dastet heute im TK-Servicezentrum Mit- Einmaleins der Sozialversicherunggliedschaft und Beiträge ein Team näherbringen kann“, so die passio- Zusammen mit der TK undvon über 20 Mitarbeitern. „Aus dem nierte Ruderin. unserer Firmenleitung habe ich hier bei uns im Betrieb ein mobiles Ehrenamtliche und Mitarbeiter Massage-Angebot ins Leben 31.12.2009 31.12.2010 gerufen, das bis heute auf große Resonanz stößt. Es ist schön, Ehrenamtliche Beraterinnen/Berater 10.876 10.893 meinen Kollegen auf diese Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, 11.386 11.428 Weise etwas Gutes für ihre davon: Gesundheit zu tun. • in den Geschäftsstellen, den Martina Krebs, Konstrukteurin bei der Astro- Service- und Abrechnungs- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH und zentren und im Vertrieb 9.456 9.455 ehrenamtliche TK-Beraterin • in der Hauptverwaltung 1.711 1.750 • in den Landesvertretungen 219 223 11
  11. 11. Projekte, Kampagnen & Initiativen12 „Bewegung ist die beste Medizin“ „Bei mir gibt es Sport auf Rezept – Bewegung ist für viele chronische Erkrankungen wie Herz- Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes die beste Medizin“, ist Professor Dr. Martin Halle über- zeugt. Gemeinsam mit der TK hat er deshalb das Projekt „Sport als Therapie“ ins Leben gerufen. 12
  12. 12. Sport als Therapie: ein ganz anderes Lebennach dem HerzinfarktViele Menschen starten mit guten Vor- sich zu bewegen. „Genau wie beisätzen in das neue Jahr. Reinhard Arzneimitteln kommt es aber daraufGanz fand sich dagegen am Silves- an, für jeden Patienten das Richtigeterabend 2008 unfreiwillig im Kran- auszuwählen und die richtige Dosiskenhaus wieder. Und statt mit Freun- zu finden“, so der Internist. Mit demden und Familie stieß er mit einem neuen Angebot „Sport als Therapie“Glas Mineralwasser und zwei Kran- will er mit der TK chronisch krankenkenschwestern auf das neue Jahr an. Patienten buchstäblich BeineEin Herzinfarkt stellte das Leben des machen.66-Jährigen auf den Kopf. „Ich binnicht gerade zimperlich mit meinemKörper umgegangen. Ich esse gerne, Jede zweite Herz-Kreis-habe geraucht, dazu der Stress im lauf-, Diabetes- und Tumor-Job – eigentlich kein Wunder, dassmeine Pumpe mir irgendwann die erkrankung wäre mit einemrote Karte zeigte“, so der Berliner. gesunden Lebensstil vermeidbar.In der Rehaklinik lernte Ganz, wie ermit seinem Lebensstil Einfluss auf sei- Professor Dr. Martin Halle, Leiter desne Gesundheit nehmen kann. „Ich bin Zentrums für Prävention und Sportmedizin der Technischenauch heute kein Kostverächter, ich Universität Münchenwill mich aber auch nicht mit Messerund Gabel umbringen. In der Klinikhab ich gelernt, dass eine gesunde „Das deutsche GesundheitssystemErnährung nicht nur aus Grünzeug wäre schon saniert, wenn wir vierbesteht. Jetzt brate ich mein Hähn- Grundregeln beherzigen würden: Qigong ist ideal, denn eschen mit Mineralwasser und lese eine gesunde Ernährung mit viel fördert Beweglichkeit,beim Einkaufen das Kleingedruckte Obst, Gemüse und Fisch, nicht rau- Koordination und dieauf den Packungen – vor allem den chen, sich 30 Minuten am Tag soFettgehalt.“ Und noch etwas hat er aus bewegen, dass man auch schwitzt, Regeneration von Herz undder Klinik mitgebracht: seine Begeiste- und Dauerstress vermeiden.“ Mit die- Kreislauf. Und wenn ich meinerung für das chinesische Bewegungs- sem Rezept will Halle nicht nur seine Übungen wie den ‚Pirol, dertraining Qigong, das Körper und Patienten, sondern auch das Gesund- mit den Flügeln flattert‘ absol-Geist entspannt. „Qigong ist ideal – heitswesen auf die Beine bringen:wenn ich meine Übungen absolviert „Allein bei der TK entfällt mehr als jeder viert habe, hab ich einenhabe, habe ich einen messbar zehnte Euro, der für Medikamente messbar ruhigeren Puls.ruhigeren Puls“, erklärt Ganz. ausgegeben wird, auf Herz-Kreislauf- Präparate. Jeder fünfte Versicherte Reinhard Ganz – Herzinfarkt-Patient und Teilnehmer an dem Projekt „Sport alsSport auf Rezept bekommt Herz-Kreislauf-Medikamente Therapie“ verschrieben. Dazu kommen Ausga-„Menschen, die sich bewegen, haben ben für Behandlung, Klinikaufenthalteeinen deutlich niedrigeren Ruhepuls“, und Krankengeld.“bestätigt Professor Dr. Martin Halle,Leiter des Zentrums für Prävention In dem Pilotprojekt der Integriertenund Sportmedizin der Technischen Versorgung, das 2010 in MünchenUniversität München. „Bei Untrainierten startete, evaluiert Halle, welchen Ein-schlägt das Herz deutlich schneller. fluss Bewegung auf die GesundheitJeder zusätzliche Herzschlag belastet von Herz-Kreislauf-Patienten hat. Diedas Herz. Wie bei einem Motor, der Studie analysiert, ob der Lebensstilpermanent hochtourig läuft, besteht der Patienten durch das individuelledie Gefahr, dass das Herz dabei Coaching nachhaltig gesünderüberbeansprucht wird, schneller altert gestaltet, ihre Medikation reduziertund irgendwann zu Schaden kommt – und ihr Gesundheitszustand stabili-zum Beispiel in Form eines Herzin- siert werden kann. Die erste Reso-farkts.“ Bewegung ist daher die nanz beeindruckt: Acht von zehnbeste Therapie bei Herz-Kreislauf- Herzpatienten, denen das Lebensstil-Beschwerden, aber auch bei vielen Coaching angeboten wurde, machenanderen chronischen Erkrankungen. bereits mit. Und auch Reinhard Ganz führt mittlerweile ein bewegtes LebenZusammen mit der TK setzt sich Halle in der Hauptstadt: „Ich erkunde meinedafür ein, dass jeder Patient in der Umgebung jetzt vorzugsweise mitTherapie drei Rezepte bekommt: dem Rad. Dabei entdeckt man vieleeines für die Medikation, eines für sei- neue Wege – auch den in ein gesün-ne Ernährung und eine Verordnung, deres Leben.“ 13
  13. 13. Projekte, Kampagnen & Initiativen Gesetzes- und Gewissensfrage: TK macht sich stark für Organspende Durch die Nierenspende des SPD- Andere argumentieren dagegen, Fraktionsvorsitzenden Dr. Frank-Wal- dass die Freiheit des einen, sich nicht ter Steinmeier an seine Frau erhielt zu entscheiden, in der Konsequenz das Thema Organspende im Herbst bedeutet, dass die Angehörigen im 2010 plötzlich neue Aufmerksamkeit. Zweifelsfall keine Möglichkeit haben, Um die dramatische Situation auf- eine Entscheidung zu umgehen. grund mangelnder Spenderorgane Denn träfen sie keine Entscheidung, zu verbessern, setzten sich Vertreter wäre dies automatisch ein „Nein“. mehrerer Bundestagsfraktionen – Ohne das Einverständnis dürften darunter neben Dr. Frank-Walter selbstverständlich keine Organe ent- Steinmeier vor allem der Vorsitzende nommen werden. der CDU/CSU-Fraktion Volker Kauder – dafür ein, das Transplantationsgesetz Forsa-Umfrage: Acht von zehn zu reformieren. stehen Organspende positiv gegenüber Neue Aufmerksamkeit für das Thema Organspende Anlässlich der Diskussion der ver-Die Arbeiten der Wanderausstellung „Ich oder schiedenen Regelungen beauftragteDu?“ sind das Ergebnis eines Kunstwettbewerbs Es begann eine lebhafte Diskussion die TK das Meinungsforschungs-zur Organspende, den die Hochschule für über die sogenannte Entscheidungs- institut Forsa mit einer neuen UmfrageAngewandte Wissenschaften, die Hamburger lösung, die sich viele anstelle der zur Organspende. Bereits 2008 – zumGesundheitsbehörde und die TK ausge- seit 1997 im Transplantationsgesetz Start der Organspende-Kampagneschrieben haben. Junge Künstler des HAW-Fachbereichs Illustration haben Druckgrafiken, verankerten Zustimmungsregelung „Von Mensch zu Mensch“ – hatte dieZeichnungen, Comics und Bildergeschichten wünschten. Danach wird jeder Bun- TK über 1.000 Menschen in Deutsch-zur Organspende geschaffen. desbürger dazu aufgefordert, sich für land zu dem Thema befragen lassen. oder gegen die Organspende zu ent- Damals gaben acht von zehn scheiden und seinen Willen zu doku- Befragten an, der Organspende posi- mentieren – zum Beispiel auf dem tiv gegenüberzustehen, aber nur Personalausweis, dem Führerschein 14 Prozent waren im Besitz eines oder der Krankenversicherungskarte. Ausweises. Zusätzlich soll die Entscheidung – anders als heute – in einem offiziellen Drei Jahre nach dem Start der Kam- Register vermerkt werden. pagne gaben schon 18 Prozent der Befragten an, einen Organspen- Für die Entscheidungslösung haben deausweis bei sich zu tragen. In der sich unter anderem die Gesundheits- neuen Umfrage 2011 befragte Forsa minister der Länder ausgesprochen. die Menschen zudem nach ihrer Mei- Unter den Befürwortern herrscht nung zu den verschiedenen gesetz- jedoch Uneinigkeit darüber, ob die lichen Regelungen zur Organspende.Anlässlich des Tags der Organspende 2011 trat Bürger verpflichtet werden sollten, Vier von zehn Befragten sprachender Hamburger Hip-Hopper Bo Flower (ganz eine Entscheidung zu treffen, oder sich dabei für die Entscheidungslö-links im Bild) bei der Hauptveranstaltung in auch die Möglichkeit haben sollten, sung aus, jeder Dritte favorisierte dieFrankfurt auf. Wie viele prominente Unterstützer, sich nicht zu entscheiden. Das Argu- bisher geltende Zustimmungslösungdarunter auch der SPD-FraktionsvorsitzendeDr. Frank-Walter Steinmeier (Dritter von links), ment vieler Befürworter der Entschei- und nur 23 Prozent plädierten für dierief er dazu auf, eine Entscheidung für oder dungslösung: Der Staat darf die Bür- Widerspruchslösung. Danach istgegen eine Organspende in einem Ausweis zu ger nicht zwingen, eine Entscheidung jeder, der sich nicht zu Lebzeitendokumentieren. zu treffen, da dies weder mit den frei- explizit dagegen ausgesprochen hat, heitlichen Grundrechten vereinbar potenzieller Organspender. Seit drei Jahren bin ich noch verfassungsrechtlich herleitbar sei. Auch Bundesgesundheitsminister mit meinem Song ‚Von Daniel Bahr (FDP) ist der Überzeu- Unsere Umfrage zeigt: Mensch zu Mensch‘ bei gung, dass jeder Bürger die Freiheit haben muss, sich nicht zu entschei- Die Entscheidungslösung der TK-Kampagne dabei den. Einen Zwang zur Entscheidung ist die Regelung, die von und es ist klasse, wie lehnt Bahr ab. der Bevölkerung die größte viele verschiedene Leute – Zustimmung bekommt. Betroffene, Musiker und Politiker – sich für das Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes Thema einsetzen. Bo Flower, Hip-Hopper14
  14. 14. „Uns ist wichtig, dass die Menschen Marcell Jansen für Organspendein einer anonymen und oft von Eile am Ballgeprägten Situation wie der Ausgabedes Personalausweises oder des In Medienkooperationen mit auflagen-Führerscheins nicht zum allerersten starken Magazinen wie Hörzu, VitalMal mit dem Thema Organspende und Superillu gab die TK zudem Milli-konfrontiert werden. Der häufigste onen von Organspendeausweisen anGrund, warum die Leute sich noch die Leser aus. Außerdem nutzte sienicht für oder gegen eine Organspen- ihre Gesundheitspartnerschaft mitde ausgesprochen haben, ist, dass dem Hamburger Sportverein (HSV),sie sich nicht ausreichend informiert um das Thema Organspende auch Für Organspende am Ball: Das Heimspiel desfühlen. Das möchten wir mit unserer auf den Rasen zu bringen. Unter dem HSV gegen den späteren deutschen MeisterKampagne ändern“, sagt Professor Motto „Für Organspende am Ball“ Borussia Dortmund am 9. April 2011 standDr. Norbert Klusen, der Vorsitzende und unter der Schirmherrschaft von ganz im Zeichen der Organspende.des TK-Vorstandes. Wichtig sei des- HSV-Star Marcell Jansen stand das Mit 57.000 Organspendeausweisen auf denhalb, dass die Menschen an allen Bundesligaspiel gegen den späteren Sitzen der „Imtech-Arena“ und einer XXL-beteiligten Stellen Informationen zur deutschen Meister Borussia Dort- Plane in der Halbzeitpause machte die TKOrganspende erhalten. mund ganz im Zeichen der Organ- sich als Gesundheitspartner des HSV für die spende. Organspende stark.„Organspende macht Schule“ Auch 2010 war der erste Samstag imDie TK setzt sogar noch früher an: Juni der „Tag der Organspende“. DieDas Filmprojekt „Organspende macht TK beteiligte sich an der bundeswei-Schule“ richtet sich an Schüler ab der ten Hauptveranstaltung in Hannover,neunten Klasse. Der Unterrichtsfilm an der auch der damalige Bundesge-hat das Thema Organspende jugend- sundheitsminister Dr. Philipp Röslergerecht aufbereitet. Und die neunte teilnahm.Klasse ist ideal, um sich mit dem The-ma zu beschäftigten. Denn mit 16Jahren können die Jugendlichenselbst entscheiden, wenn sie Organ-spender sein möchten, und in diesemAlter erhalten sie auch ihren erstenPersonalausweis. 82 % der Deutschen haben keinen Organspendeausweis, weil ... s,TK-Kampagne von „Mensch zuMensch“ noch nicht ausreichend 36 % informiertAuch 2010 und 2011 führte die TKihre Kampagne „Von Mensch zu zu jung/ 11 % zu alt dafürMensch“ weiter. In Baden-Württem-berg und Nordrhein-Westfalen veran- gesundheitlichestalteten die TK-Landesvertretungen 10 % GründeOrganspende-Städtewettbewerbe. Siesuchten die Stadt, die die meisten lehne OrganspendeAusweise unter das Volk bringt. In 6% grundsätzlich abHamburg richtete die TK zusammenmit der Hochschule für Angewandte habe noch keinen Ausweis,Wissenschaften und der Hamburger 5% lehne Organspende aber nicht abGesundheitsbehörde einen Kunst-wettbewerb aus. bisher keine 5% Zeit dafürDarüber hinaus haben die beteiligten Angst, vorzeitig fürMusiker Nele und Bo Flower mit ihren 4% tot erklärt zu werdenOrganspende-Songs bei vielenöffentlichen Auftritten für das Thema religiöse und/geworben. Der Hip-Hopper Bo Flower 3% oder ethische Gründehat den Titelsong „Von Mensch zuMensch“ zudem mit auf die Tournee 3% bin nochzu seinem neuen Album genommen. unentschieden Quelle/Grafik: Techniker Krankenkasse, Meinungspuls Organspende 2011 15
  15. 15. Projekte, Kampagnen & Initiativen Gesundheitspreis Pulsus – die heimlichen Helden der Gesundheit Durchschlafen ist für Yvette Duwen- behinderten Mädchen zusammen beck ein Fremdwort. Seit über einem Fußball im Verein. Ihr großer Traum: Jahr ist die 41-jährige Krankenschwes- eine Reise nach Spanien. „Sophie wur- ter 24 Stunden am Tag im Dauerein- de eine Lebenserwartung von gerade satz für die 13-jährige Sophie – ihre mal zwei Jahren vorhergesagt. Heute „Tochter auf Zeit“. Das fröhliche blonde ist sie ein Teenager – und entwickeltSeit zehn Jahren pflegt Krankenschwester Mädchen leidet seit seiner Geburt an sich prächtig“, freut sich Yvette Duwen-Yvette Duwenbeck die 13-jährige Sophie. DasMädchen leidet seit seiner Geburt an einem einem Lymphangiom, einer gutartigen, beck. „Ein tolles Mädchen, und wirLymphangiom, einer gutartigen, aber unüber- aber unübersehbaren Geschwulst im freuen uns, sie bei uns zu haben!“sehbaren Geschwulst im Gesicht. Sie kann Gesicht. Sophie kann nicht schlucken,nicht alleine essen und muss rund um die Uhr wird künstlich über einen sogenannten Für ihren selbstlosen Einsatz in derbetreut werden. Jetzt lebt Sophie sogar bei Button im Bauch ernährt und trägt Pflege ihrer „Tochter auf Zeit“ erhieltYvette Duwenbeck und ist Teil der Familie. Fürihren selbstlosen Einsatz erhält die 41-Jährige eine Atemkanüle im Hals. „Beides muss Yvette Duwenbeck von der Jury desden Pulsus als „Krankenschwester des Jahres alle drei Stunden gesäubert und abge- Gesundheitspreises Pulsus die Aus-2011“. saugt werden, auch nachts“, erklärt zeichnung zur „Krankenschwester die Krankenschwester. „Sonst kommt des Jahres“. es zu einer lebensgefährlichen Ver- stopfung.“ 40 Gesichtsoperationen Bereits zum siebten Mal hat die TK hat das Mädchen schon hinter sich, gemeinsam mit der Bild am Sonntag weitere stehen an. Hänseleien und (BamS) den Gesundheitspreis Pulsus verstohlene Blicke von Kindern und verliehen. Mit dieser Auszeichnung Passanten gehören für das Mädchen werden Menschen geehrt, die ein seit vielen Jahren zum Alltag. schweres Schicksal erfolgreich gemeistert oder sich im Gesundheits- Ihre Lieblingspflegerin Yvette Duwen- sektor für andere Menschen beson- beck lernte Sophie vor zehn Jahren in ders eingesetzt haben. Es gibt ihn in der ambulanten Pflege kennen. Damals sechs verschiedenen Kategorien. lebte Sophie noch bei ihren Eltern, die sie tagsüber betreuten – nachts kam Yvette Duwenbeck im Wechsel mit Pulsus 2011 –Bereits zum siebten Mal haben die TK und zwei anderen Pflegekräften. „Sophie die weiteren Gewinnerdie BamS im Mai 2011 den Gesundheitspreis und ich hatten von Anfang an einePulsus verliehen. Prominenter Ehrengast ganz besondere Bindung“, erzählt die „Kämpferin des Jahres“ wurdedieses Jahr: Dr. Frank-Walter Steinmeier. 41-Jährige. Als Sophie in ein Heim Christa Robbel aus Berlin. SeitDer Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion umziehen musste, da ihre Eltern mit 21 Jahren pflegt sie ihrenüberreichte den Preis in der Sonderkategorie„Organspende“. Steinmeier hatte seiner Frau der Pflege überfordert waren, kündigte Ehemann Peter nach einemElke Büdenbender 2010 eine Niere gespen- Yvette Duwenbeck kurzerhand ihren Schlaganfall. Professor Dr. Bernddet. Von links: Andreas Wiele (Vorstand BILD- Job und ging als Pflegekraft mit. Mit Domres ist „Arzt des Jahres“.Gruppe und Zeitschriften), Walter Mayer Beginn der Pubertät ging es Sophie im Obwohl schon im Ruhestand(Chefredakteur BamS), Dr. Frank-Walter Heim zusehends schlechter. Das junge arbeitet der 73-Jährige ehren-Steinmeier (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion), Professor Dr. Norbert Mädchen fühlte sich unter den über- amtlich in Krisengebieten alsKlusen (Vorsitzender des TK-Vorstandes), wiegend geistig behinderten Kindern Unfallchirurg. Die „Schule desNDR-Moderatorin Julia Westlake. immer unwohler. „Sophie war unter- Jahres“ ist die Astrid-Lindgren- fordert und einsam. Irgendwann hat sie Schule in Düsseldorf, in der nur noch geweint“, erinnert sich Yvet- behinderte und nicht behinderte te Duwenbeck an die schwere Zeit. Kinder gemeinsam lernen. Die Angst- und Schmerzprophylaxe Daraufhin fassten sie und Ehemann für Kinder im Krankenhaus mit Dirk (45) in Absprache mit Sophies Plüschtier „Schnobbl“ erhielt leiblicher Mutter im Sommer 2010 den Preis für die „Kampagne einen schwerwiegenden Entschluss: des Jahres“. In der Sonderkate- Wir holen Sophie zu uns nach Hause! gorie „Organspende“ ging der Seitdem lebt die 13-Jährige bei den Pulsus an Sandy Sollan aus Duwenbecks im niedersächsischen Brandenburg. Sie verlor ihren Ostercappeln bei Osnabrück und ist eineinhalbjährigen Sohn bei Teil der Familie – zunächst in einer einem Unfall und gab seine kleinen Dreizimmerwohnung und jetzt Organe zur Transplantation frei. sogar in einem geräumigen Zweifami- Drei Kindern konnte damit lienhaus, mit Einliegerwohnung für geholfen werden. Sophies Mutter und ihre zweite Toch- ter. Sophie blüht bei den Duwenbecks Ausführliche Informationen zu regelrecht auf: Sie gehört zu den den Gewinnern des Pulsus 2011 Klassenbesten in ihrer Förderschule, gibt es unter www.tk.de. will Abitur machen und spielt mit nicht16
  16. 16. Per Mausklick in die digitale TK-WeltAcht von zehn Menschen in Deutsch- Kunden online über Themen abstim-land nutzen das Internet – sei es zum men, über die sie gerne im nächstenShopping, um bestimmte Informationen Magazin lesen möchten.zu finden oder sich mit Freunden aus- www.tk.de, Webcode 6581zutauschen. Immer mehr surfen mitihrem Mobiltelefon im Internet. Deshalb TK-Apps machen mobilist es für die TK besonders wichtig,ihre Online-Angebote kontinuierlich zu Wenn TK-Kunden ihr iPhone, Android-verbessern und auszubauen. Seit Sep- handy und Co. in die Hand nehmen,tember 2010 ist beispielsweise der ist ihre Krankenkasse nicht weit ent-Internetauftritt der TK mit der Umstel- fernt. Neben einem umfangreichenlung von www.tk-online.de auf www. mobilen Internetauftritt bietet die TKtk.de noch leichter im Netz zu finden. ihren Kunden seit Anfang 2010 auch kostenlose Miniprogramme, sogenannteAußerdem untersuchte im letzten Jahr Apps, für Mobiltelefone an. Nach derdas Europäische Institut für Kunden- ICD-Diagnoseauskunft und derdialog (EIK) die Internetauftritte der Geschäftsstellensuche „TK vor Ort“größten Krankenkassen in Deutschland gibt es jetzt drei weitere TK-Apps: Derund kam zu folgendem Ergebnis: Der „TK-Fit-Check“ ist eine Sammlung vonInternetauftritt der TK schnitt als Klas- Selbsttests zu unterschiedlichensenbester ab und landete auf dem Gesundheitsthemen mit vielen Tippsersten Platz – vor allem für das reichhal- und Anregungen für ein gesünderes Ob Gesundheitsfragen,tigste Informationsangebot, den Online- Leben. In der App „TK-Lex mobil“ der Weg zur nächstenService und die Mehrwertangebote. gibt es Fachwissen für unterwegs. Mit www.tk.de dem mobilen Lexikon hat man Zugriff TK-Geschäftsstelle, die Wahl auf wichtige Informationen zum Sozi- des richtigen KrankenhausesOnline kommunizieren, wo die alversicherungs-, Arbeits- und Steuer- oder Fachwissen zurKunden sind recht. Und mit dem „TK-Klinikführer“ finden TK-Kunden nicht nur das pas- Sozialversicherung –Wer heute zu Gesundheitsthemen bei sende Krankenhaus, sondern die App die TK-Apps geben inder TK Rat sucht, erhält online direkt zeigt ihnen auch den Weg dorthin. Sekundenschnelle die richtigeAntworten auf seine Fragen: Regelmä- www.tk.de, Webcode 9420ßig bietet die TK auf ihrer Internetseite Antwort. Sie sind alle fünf„Experten-Chats“ zu unterschiedlichen TK goes Social Media kostenlos und bieten unserenThemen an. In den zweistündigen Chats Kunden einen willkommenenbeantworteten Experten bereits Fragen Ob Facebook, Twitter oder Youtube –zu Zahnersatz, Ernährung, Burnout oder immer mehr Menschen sind im Inter- Zusatznutzen.auch zur Sozialwahl 2011. Als weiteren net auf sozialen Plattformen unter- Eric Winstel, TK-Internet-ExperteService bietet die TK neuerdings einen wegs. Seit kurzem ist die TK mit einerKundenberatungs-Chat an. Dazu kön- eigenen Seite auf Facebook vertreten.nen die Kunden auf der TK-Home- Die TK präsentiert sich in dem sozi-page einfach den Link zum Chat alen Netzwerk mit tagesaktuellen Mel-anklicken und schon antworten Kran- dungen rund um das Thema Gesund-kenkassenexperten auf allgemeine heit und öffnet sich so dem AustauschFragen rund um die Sozialversiche- mit den Internetnutzern.rung – ohne vorherige Anmeldung. www.facebook.com/Der Datenschutz wird dabei großge- TechnikerKrankenkasseschrieben: Die Chatkunden könnensich ohne Angabe persönlicher Daten Am Puls der Zeit auch für die Presse-völlig anonym beraten lassen. leute: Journalisten recherchieren für www.tk.de, Webcode 335162 ihre Arbeit zunehmend auf einer Viel- zahl von Social-Media-PlattformenJeder kennt das: ein Thema – drei nach interessanten Inhalten. Deshalbunterschiedliche Meinungen. Auf kommuniziert die TK ihre Presseinfor-www.tk.de finden regelmäßig kleine mationen auch über Kanäle wie Twit-Abstimmungen, sogenannte Votings, ter und Youtube. Im Frühjahr 2011zu tagesaktuellen Themen statt. Jeder startete die TK mit einem virtuellenInternetnutzer kann daran teilnehmen. Nachrichtenraum, dem Social-Media-Direkt nach der Stimmabgabe wird Newsroom. Dort finden Journalistendas Ergebnis der Umfrage angezeigt. nun gebündelt alle relevanten Medi-Nach dem Motto „Stimmen Sie ab“ eninformationen von Pressemel-gibt es zudem auch eine virtuelle dungen über Twitter-Nachrichten bisRedaktionskonferenz für das Mitglie- hin zu Youtube-Videos.dermagazin „TK aktuell“. Hier können www.newsroom.tk.de 17
  17. 17. Leistungen & Services18 „Eine Krankenkasse, die über die Grenzen hinausdenkt“ Edurne Munoz hat ihre Wurzeln in Spanien, seit neun Jahren lebt sie in Deutschland. Fragen zu ihrer Krankenversicherung klärt sie gerne persönlich. Die Münchener TK-Kundenberaterin Michaela Kößler hat für die Anliegen von Familie Munoz und ihren anderen Kunden immer ein offenes Ohr.
  18. 18. Die TK vor Ort: ein Tag mit KundenberaterinMichaela KößlerZahnersatz, Haushaltshilfe, Fahrkosten, landsreise-Krankenversicherung hatZuzahlungsbefreiung – Michaela die Munoz-Familie schon. „Da wirKößler weiß nie, welches Anliegen ihr häufig verreisen, ist es mir wichtig,Kunde hat, wenn sie ihn an ihrem dass meine beiden Kinder auch imArbeitsplatz in der TK-Kundenbera- Urlaub gut versichert sind“, sagt dietung in der Nähe des Münchener Ost- Mutter. Toll findet sie auch, dass diebahnhofs begrüßt. „Gerade das macht TK mit ausgewählten Kliniken in Europameinen Job so interessant und ab- Verträge geschlossen hat. „Einewechslungsreich“, sagt die gelernte Krankenkasse, die über die GrenzenSozialversicherungsfachangestellte. hinausdenkt, passt ideal zu uns –„Hier können die Kunden ihre Anliegen schließlich haben wir unsere Wurzeln inpersönlich loswerden. Das ist vor allem Italien und Spanien“, so Edurne Munoz. Für die TK am Telefon im Einsatz: Inken Gossa-Klahrdann wichtig, wenn es um Leistungen (38) aus Buchholz in der Nordheidebei schweren Erkrankungen geht“, so Während Michaela Kößler die Länder-die 47-Jährige. informationen vom Auswärtigen Amt Für ihre Kunden ist die TK immer erreichbar – per- studiert und die Nummer des TK-Rei- sönlich in den Kundenberatungen und rund um die Uhr per Telefon oder unter www.tk.de im Internet.Egal ob der Kunde nur einen Antrag setelefons notiert, geht der vierjährigeauf Kostenerstattung abgibt oder sich Michele auf Entdeckungsreise. Es Die TK hatumfassend über Reha-Angebote herrscht viel Betrieb in der Kunden- • insgesamt fast 92 Millionen persönlicheinformieren möchte, jedes Anliegen beratung. Immer wieder kommen Kundenkontakte pro Jahr,ist für die Bayerin gleich wichtig. Kunden herein und nehmen kurz im • mehr als 60.000 Kunden-Telefonate am Tag, • 1,2 Millionen Besuche auf www.tk.de im Monat,Mehr als 100.000 Mal hat sie – hoch- Wartebereich Platz. Trotzdem • bereits knapp 1,4 Millionen registrierte Kundengerechnet auf ihre 24 Dienstjahre – herrscht eine ruhige Atmosphäre. Es in der Online-Filiale „Meine TK“.für zufriedene Gesichter gesorgt. wird leise gesprochen. Für spezielleKein Wunder, dass sie mit ihrer herz- Anliegen gibt es sogar einen weiterenlichen Art viele Kunden auch von der Raum, in dem man noch ungestörterprivaten Seite kennenlernt. Ihre Kun- sprechen kann.din Edurne Munoz hat sie so sehr insHerz geschlossen, dass diese einmal Viel Betrieb – aber trotzdem Zeitsogar die Familie aus ihrem Heimat- für jeden Mitglieder und Versicherteland Spanien mitbrachte. Heutekommt sie mit ihren Kindern. Ein junger Mann informiert sich gera- 1.1.2010 1.1.2011 de zum Thema Rückenschmerzen.Kundin und Kundenberaterin umar- „Die Krankengymnastik allein reicht Pflichtversicherte 3.156.555 3.349.209men sich bei der Begrüßung. Edurne mir nicht, ich möchte so schnell wieMunoz lebt seit 2002 in Deutschland. möglich gesund werden“, sagt er. freiwilligSie arbeitet als Managerin bei EADS Sein Arzt habe ihm von einer beson- Versicherte 940.114 970.051und hat zwei Söhne – den sieben deren Schmerzbewältigungs- undMonate alten Leonardo und den vier- Bewegungstherapie erzählt, die die versicherungs-jährigen Michele. Da sie gleich um TK zusammen mit ausgewählten Spe- pflichtige Rentner 969.214 1.034.930die Ecke wohnt, lohnt es sich, schnell zialisten anbietet. Michaela Kößlerspersönlich vorbeizukommen, bevor Kollege Arnold Piezinger sucht amsie mit ihren Kindern weiter auf den PC nach den Voraussetzungen für MitgliederSpielplatz zieht. Weil ein Urlaub nach die Teilnahme und gibt dem jungen insgesamt 5.065.883 5.354.190Thailand ansteht, will sie bei Michaela Mann eine Telefonnummer. „Inner-Kößler erfragen, welche Impfungen halb von zwei Tagen bekommen Siefür sie und ihre Familie ratsam sind. einen ersten Termin beim Rücken- Familien- experten“, verspricht er. angehörige 2.191.745 2.242.330 Schnell und unbürokratisch Endlich geht es auf den Spielplatz – soll es gehen, aber lange Michele springt seiner Mama entge- Versicherte gen, die gerade aufsteht und sich von insgesamt 7.257.628 7.596.520 muss man hier sowieso Michaela Kößler verabschiedet. Eine nicht warten. Broschüre legt die Kundenberaterin noch in Leonardos Kinderwagen: Edurne Munoz, TK-Kundin seit 2007 „Reisefieber – die besten Tipps rund um Ihren Urlaub“. Sie wünscht guteWährend Leonardo brav auf Mamas Erholung und winkt zum Abschied.Schoß sitzt und Michele mit einem Als sie an ihren Platz zurückkehrt,Plüschelefanten spielt, gibt die Kun- wartet schon der nächste Kunde.denberaterin ihr eine Liste und „Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“,betont, dass die TK die Impfkosten fragt Michaela Kößler – gespannt,für alle vier übernimmt. Eine Aus- welches Anliegen er wohl hat. 19
  19. 19. Leistungen & Services Vernetzt zum Erfolg – Hightech-Medizin für die TK-Versicherten Ob modernste Medizintechnik oder Dennoch zahlt sich das neue Verfah- wissenschaftlich anerkannte Natur- ren für die Klinik nicht automatisch heilverfahren: Die TK versteht sich als aus: Weil sie die Kinder so zügig ent- aktiver Gestalter und Impulsgeber, lässt, gibt es Abzüge bei den Fallpau- wenn es darum geht, neuartige Ver- schalen der Krankenkassen. „Trotz sorgungskonzepte zu entwickeln und gestiegener Fallzahlen machen wir umzusetzen. Über 300 Verträge der also ein Minusgeschäft“, sagt Profes- Integrierten Versorgung hat die TK sor Dr. Benno Ure. Voraussetzung für bereits geschlossen. So kann sie ihren solch ein Angebot sind daher die Ver- Versicherten zusätzliche Leistungen und träge der Integrierten Versorgung, Services bieten, die über das Angebot wie die TK sie mit der MHH geschlos- anderer Krankenkassen hinausgehen. sen hat. „Diese Zusammenarbeit Ihr gemeinsames Ziel: die Qualität, ermöglicht uns erst, den kleinen Pati- die Transparenz und die Effizienz der enten Fast-Track-Operationen so medizinischen Versorgung zum umfassend anzubieten“, so der Kin- Wohle der Patienten zu erhöhen. derchirurg.Fast-Track-Chirurgie für Kinder – In ganz unterschiedlichen Bereichen Leben mit neuer Lungedas heißt: auf der Überholspur konnte sie so schon Innovationen indurch das Krankenhaus. Dank den medizinischen Alltag integrieren. Die Überlebensquote von Patienten, diestandardisierter Abläufe operieren Um alte Pfade zu verlassen und neue in Hannover eine neue Lunge trans-wir die Kinder aber nicht nur Wege einzuschlagen, braucht es plantiert bekommen haben, liegt nach aber nicht nur Innovationskraft, son- zehn Jahren bei 42 Prozent – 25 Pro-besonders schnell, sondern auch dern vor allem auch verlässliche Part- zent sind es im internationalen Durch-sanft und schmerzarm. Und die ner. Einer davon ist die Medizinische schnitt. „Schlüssel zum Erfolg ist dieFehlerquote ist sogar niedriger als Hochschule Hannover (MHH). In drei Nachsorge – ein Leben lang“, ist Pro- ganz unterschiedlichen Projekten fessor Dr. Tobias Welte, Direktor derbei konventionellen Eingriffen. arbeitet die TK mit der Universitätskli- Klinik für Pneumologie an der MHH,Professor Dr. Benno Ure, Direktor des Zentrums nik zusammen. überzeugt. So ist über einen VertragKinderchirurgie an der Medizinischen Hochschule mit der TK geregelt, dass sich direkt anHannover Fast-Track-Chirurgie für Kinder den Klinikaufenthalt eine abgestimmte Reha anschließt. Es folgen regelmäßige Auf der Überholspur durchs Kranken- Patientenschulungen und eine lebens- haus – das wünschen sich alle Kin- lange Nachsorge, verknüpft mit einer der, die in die Klinik müssen. Möglich telemedizinischen Betreuung. „Durch macht’s ein innovatives Behandlungs- die enge Vernetzung mit der Reha- konzept, das die MHH erstmals auch klinik und der ambulanten Nachsorge bei kleinen Patienten anwendet. reduzieren wir die Komplikationen bei Schon nach ein oder zwei Tagen kön- den Patienten deutlich“, so Welte. nen sie die Klinik wieder verlassen – selbst nach großen Eingriffen. Mit Hightech-Hörhilfe zurück ins Leben Wir operieren die Kinder Mehr als 5.600 gehörlosen Menschen so, dass sie kaum hat der Direktor der HNO-Klinik der Schmerzen haben und oft MHH, Professor Dr. Thomas Lenarz, schon am nächsten Tag mit seinem Team bereits mit Cochlea- Implantaten geholfen, ihr Hörvermö- nach Hause dürfen. gen wiederzuerlangen. Der spezielleVon unserer direkten Vertrag, den die TK mit der MHHZusammenarbeit mit der TK Professor Dr. Benno Ure, Direktor des Zentrums Kinderchirurgie an der MHH geschlossen hat, umfasst nicht nurprofitieren vor allem die Patienten. den gesamten Behandlungsprozess,Sie ermöglicht uns, neue Diagnostik und Aufklärung erledigt die sondern auch eine besondere Nach- MHH schon vorab ambulant, so kann sorge. Die Herausforderung dabei: FürTherapieformen zügig einer die Operation direkt nach der Aufnahme die Operation reisen Patienten aus ganzgroßen Zahl von Menschen beginnen. Sie erfolgt minimalinvasiv Deutschland nach Hannover. Dankzugänglich zu machen. und mit einem speziell entwickelten Telemedizin kann die Nachsorge Schmerz- und Anästhesiekonzept. dann aber bei spezialisierten HNO-Professor Dr. Tobias Welte, Direktor der Klinik Ärzten oder Hörgeräteakustikern imfür Pneumologie an der MedizinischenHochschule Hannover Mehr als jede dritte Operation im Zen- gesamten Bundesgebiet erfolgen. Über trum Kinderchirurgie passiert inzwi- Computer, Webkamera und eine schen „auf der Überholspur“. Mit Erfolg: Online-Verbindung zum Sprachpro- Zwei Wochen nach der Entlassung zessor des Patienten sind die Experten beurteilten 95 Prozent der Eltern das aus Hannover dennoch immer dabei. Fast-Track-Modell als ausgezeichnet.20
  20. 20. TK-Netzwerk Spitzenmedizinin Baden-WürttembergIn der Medizin ist heute vieles möglich, ren“, so Vogt. Die TK-Vereinbarungwas noch vor wenigen Jahrzehnten ermöglicht den Versicherten zudemals Science-Fiction galt. Insbesondere einen kurzfristigen Behandlungstermin.im Kampf gegen Krebs oder bei derTransplantationsmedizin gibt es hoch- Mit von der Partie ist zum Beispiel dietechnisierte Methoden, die unheilbar Universitätsklinik für Kinder- underkrankten Menschen eine Perspekti- Jugendmedizin Tübingen. Dort hatve für viele weitere Lebensjahre bei ein Expertenteam um Professor Dr.guter Lebensqualität eröffnen. „Leider Rupert Handgretinger ein modernesübersehen die Menschen dies oft bei Verfahren entwickelt, über das Elternder Beurteilung unserer Gesundheits- ihren krebskranken Kindern Stamm-versorgung – ganz besonders, wenn sie zellen spenden können. „Für eineüber die Leistungsfähigkeit der gesetz- elterliche Knochenmarkspende stim- Dank eines modernen Verfah-lichen Krankenversicherung urteilen“, men die Zellen eigentlich nicht ausrei- rens, das wir entwickelt haben,sagt Andreas Vogt, Leiter der TK-Lan- chend mit den Merkmalen des Kindesdesvertretung in Baden-Württemberg. überein. Normalerweise würde das können heute Eltern ihren beim kindlichen Organismus eine krebskranken Kindern Stamm-Viele Kliniken in Baden-Württemberg lebensgefährliche Unverträglichkeits- zellen spenden. Damit es nichtbieten eine Spitzenmedizin, die so reaktion hervorrufen. Mit unserernur an wenigen anderen Standorten Methode filtern wir die Zellen heraus, zu Unverträglichkeitsreaktionenoder im Ausland zu bekommen ist. die für die Abstoßungsreaktion ver- kommt, filtern wir alle stö-Und sie ist für jeden zugänglich, egal antwortlich sind“, sagt Handgretinger. renden Zellen aus dem Kno-ob gesetzlich oder privat versichert.„Im TK-Netzwerk Spitzenmedizin Die TK hat alle großen Krankenhäuser chenmark heraus.Baden-Württemberg können TK-versi- in Baden-Württemberg eingeladen, Professor Dr. Rupert Handgretinger, Ärzt-cherte Patienten die ständige Verbes- im TK-Netzwerk Spitzenmedizin mit- licher Direktor der Abteilung Allgemeineserung unseres Gesundheitssystems zuwirken. Neun haben sich bereits Pädiatrie, Hämatologie/Onkologie an derganz konkret erleben und unmittelbar angeschlossen – weiteren Partnern Universitätsklinik für Kinder- und Jugend- medizin Tübingenvom medizinischen Fortschritt profitie- steht das Netzwerk jederzeit offen.Ausgezeichnet: FTD prämiert TK-InnovationenDie Innovationskraft der TK hat die ergänzt: „Gleichzeitig profitieren dieJuroren der Financial Times Deutsch- Versicherten von einer besserenland (FTD) in diesem Jahr erneut und wirtschaftlicheren Behandlung.“überzeugt: Bereits zum vierten Mal Hennicke und Moews haben dashaben sie bei ihrem Wettbewerb Konzept gemeinsam entwickelt.„Ideenpark Gesundheitswirtschaft“die TK für besonders vielverspre- Psychoedukation: mehr Wissenchende Projekte ausgezeichnet. über DepressionÄrzte und Kliniken besser vernetzt Einen weiteren Preis vergab die Jury für ein TK-Projekt, das BetroffenenBei dem prämierten Konzept der systematisch Wissen über ihrepatientenorientierten Versorgungs- Depression vermittelt. Die Krankheitsteuerung werden Ärzte und Kliniken lässt sich sehr gut behandeln.besser miteinander vernetzt. Mit Entscheidend für eine erfolgreicheeiner speziellen Software können Therapie ist allerdings, dass dieÄrzte beispielsweise bei einer Klinik- Patienten viel über die Krankheiteinweisung per Knopfdruck prüfen, wissen und sich richtig verhalten. Die Dr. Volker Moews (links) und Jens Hennicke, dieob Facharztpraxen die geplante TK hat deshalb gemeinsam mit dem Leiter der TK-Landesvertretungen in Mecklenburg-Operation auch ambulant anbieten. „Deutschen Bündnis gegen Depres- Vorpommern und Sachsen-Anhalt, haben dasBei Arzneimittelrezepten schlägt sion“ ein didaktisch hochwertiges Konzept der patientenorientierten Versorgungs- Schulungspaket für Ärzte ausgear- steuerung gemeinsam entwickelt. Während esdas Programm automatisch güns- in Sachsen-Anhalt bereits gestartet ist, laufen imtigere Alternativen vor. „Mit dieser beitet. Damit können Mediziner die Nordosten noch die Verhandlungen mit den Ärzten.einfachen Hilfe erleichtern wir den Betroffenen in regelmäßigen TreffenÄrzten die Arbeit“, so Jens Henni- laienverständlich über die Krankheitcke, Leiter der TK-Landesvertretung informieren, Patienten ihre Vorurteile –Sachsen-Anhalt. Sein Kollege Dr. beispielsweise gegenüber Medika-Volker Moews, Leiter der Landesver- menten – abbauen und Erfahrungentretung Mecklenburg-Vorpommern, austauschen. 21

×