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"TK spezial" für Schleswig-Holstein 2-2012
 

"TK spezial" für Schleswig-Holstein 2-2012

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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    "TK spezial" für Schleswig-Holstein 2-2012 "TK spezial" für Schleswig-Holstein 2-2012 Document Transcript

    • Informationsdienst der techniker Krankenkasse schleswig-holsteinInhaltsverzeichnis Nr. 2 /Juni 2012 Deutschlands bestes integriertes Versorgungskonzept Ein Erfolg: das NetzWerk psychische Gesundheit Babyfocus – mehr Qualität rund um die Geburt Zehn-Punkte-Papier der TK: Patientenrechte stärken KommentarKoalitionsvertrag:Neue Horizonte in der Schleswig-Gesundheitsversorgung? Holstein hat sich mehrheit- lich für einenAm 6. Mai 2012 haben die Schleswig-Holsteiner einen neuen Landtag gewählt. Mit Politikwechseleiner Stimme Mehrheit im Parlament stellen jetzt SPD, Grüne und SSW für die kom- entschieden.menden fünf Jahre die Regierung im nördlichsten Bundesland. Neue Ministerin für Ich gratuliere Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstel- allen gewählten lung des Landes wird die bisherige Bürger- Abgeordneten meisterin der Stadt Pinneberg, Kristin Alheit und wünsche ihnen und der neuen (SPD). Staatssekretärin wird die SPD-Land- Landesregierung gerade in Zeiten tagsabgeordnete Anette Langner. der Haushaltskonsolidierung alles Gute und eine glückliche Hand. Genau wie im Wahlkampf hat das Thema Gesundheit auch nach der Wahl öffentlich In der Gesundheitspolitik stehen kaum wahrnehmbar stattgefunden. Im Koali- wesentliche zukunftsweisende Ent- tionsvertrag unter dem Titel „Neue Horizonte scheidungen an. Zu den wichtigsten für Schleswig-Holstein“ haben SPD, Grüne Aufgaben zählen hier sicherlich und SSW unter anderem festgelegt, dass sie die flächendeckende Sicherstellung die sektorenübergreifende Versorgung zur der medizinischen und pflegerischen Sicherstellung der flächendeckenden und Versorgung, die bessere Verknüp- wohnortnahen medizinischen Versorgung fung von ambulanter und stationärer vorantreiben wollen. In der Krankenhaus- Behandlung, die Krankenhausfinan-planung will die Koalition eine wohnortnahe stationäre Grundversorgung ebenso wie zierung und die Stärkung der Gesund-spezialisierte Zentren und die Maximalversorgung gewährleisten. Das Universitäts- heitswirtschaft. Instrumente, umklinikum soll weiter in öffentlicher Trägerschaft gehalten werden, kommunale und Dinge zu bewegen, hat die Landes-freigemeinnützige Träger sollen gestärkt werden. regierung durch das Versorgungs- trukturgesetz in die Hand bekommen,Erfreulich ist aus unserer Sicht, dass die Koalitionspartner sich für Maßnahmen zur unter anderem durch das gemein-Erhaltung der seelischen Gesundheit, ein ausreichendes gemeindenahes Behand- same Landesgremium nach § 90alungsangebot sowie eine gute psychosoziale Versorgung für psychisch Erkrankte SGB V.einsetzen wollen. Mit regionalen Psychiatriebudgets und bedarfsgerechter psycho-therapeutischer Versorgung soll die Behandlungsqualität verbessert werden. Wir setzen weiterhin auf die gute Zusammenarbeit mit allen politischDie TK hat mit dem „NetzWerk psychische Gesundheit“ bereits neue Wege in der Verantwortlichen, um die Gesund-Behandlung psychisch kranker Menschen in Schleswig-Holstein beschritten (siehe heitsversorgung im Land mit innova-Seite 3). Auch in anderen wichtigen Themenbereichen werden wir weiterhin aktiv tiven Projekten weiterzuentwickeln.an der Gestaltung der Gesundheitslandschaft mitwirken. Es gibt viel zu tun, packen wir’s gemeinsam an!Insgesamt enthält der Koalitionsvertrag im Bereich Gesundheit aus unserer Sichtwenig Überraschendes. Entscheidend ist aber, was am Ende der Legislaturperiodeauf der Habenseite steht. Wir werden die politisch Verantwortlichen als verlässlicherPartner weiterhin konstruktiv begleiten, aber auch Kritik üben, wenn es sein muss. Dr. Johann Brunkhorst Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein
    • schleswig-holsteinMigräne- und Kopfschmerzbehandlungsnetz: InformationDeutschlands bestes integriertesVersorgungsprojekt Beschäftigte in Schleswig-Holstein haben RückenproblemeDie Schmerzklinik Kiel und die Techniker Krankenkasse (TK) setzen bundesweit Laut aktuellem GesundheitsreportMaßstäbe in der Versorgung von Migräne- und Kopfschmerzpatienten. Beide Partner der TK entfielen in Schleswig-Hol-wurden mit dem ersten Preis für Gesundheitsnetzwerker ausgezeichnet. Gesundheits- stein im vergangenen Jahr 9,4 Pro-staatssekretärin a. D. Gudrun Schaich-Walch lobte das Engagement der Initiatoren zent aller Fehlzeiten auf Rücken-Prof. Dr. Hartmut Göbel, Schmerzklinik Kiel, und Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der beschwerden. Hochgerechnet sindTK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, bei einem Festakt auf dem 7. Kongress das jährlich rund 1,2 Millionen Fehl-für Gesundheitsnetzwerker an der Charité Berlin. Das von beiden entwickelte bundes- tage in Schleswig-Holstein. Dasweite Migräne- und Kopfschmerzbehandlungsnetz wurde als die beste Umsetzung bedeutet: Täglich fehlen 4.600eines integrierten Versorgungsprojekts in Deutschland ausgewählt. Als wichtige Krite- Beschäftigte im Land wegen Rü-rien für den Preis wurden die hochwertige medizinische Versorgung und der gesicher- ckenproblemen am Arbeitsplatz.te Nutzen für die Patienten hervorgehoben sowie die vorbildliche Vernetzung vormalsgetrennt handelnder spezialisierter Praxen und Kliniken. Die TK geht davon aus, dass viele dieser Fehltage psychische Ursa-Sektorale Mauern werden überwunden chen haben. Stress und Überlas- tung wirken auf das vegetative Migräne und andere chronische Nervensystem und können so zu Kopfschmerzen zählen zu den körperlichen Beschwerden führen, zehn am schwersten behin- die individuell sehr verschieden als dernden Leiden und zu den Kopf- oder Magenschmerzen, aber drei teuersten neurologischen auch als Nacken- und Rückenbe- Erkrankungen. Zur Überwindung schwerden auftreten können. der sektoralen Mauern und medizinischen Fachgrenzen In einer Forsa-Umfrage im Auftrag wurde vor fünf Jahren erstmals der TK nannte ein Drittel der Befrag- eine koordinierte bundesweite ten in Schleswig-Holstein Stress Versorgungslandschaft für und seelische Probleme als Ursache Migräne- und Kopfschmerzpati- der Rückenprobleme. Während enten geschaffen. Das Konzept 40 Prozent der Frauen hinter ihren ermöglicht eine fachübergrei- Rückenschmerzen psychische fende Vernetzung der ambu- Ursachen vermuten, sieht nur ein Die Preisträger Dr. Brunkhorst (li.) und Prof. Göbel lanten und stationären Therapie. Viertel der Männer einen solchen Ein gesicherter Patientennutzen, Zusammenhang. die Versorgung Hand in Hand,ein Mehr an Wissen, ein besserer Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten Weitere Informationen zum Themaund die gemeinsame Arbeit mittels klar definierter Behandlungspfade sind die Basis Rückengesundheit bietet die Bro-für zeitgemäße und effiziente Behandlungsergebnisse. schüre „Rücken“, die kostenlos bei der TK erhältlich ist und unterOrientierung an Bedürfnissen der Patienten Webcode 049206 zum kostenlosen Download bereit steht. Unter Web-Das Konzept schließt die Orientierung des Leistungsangebots an den Bedürfnissen code 021354 bietet die TK zudemder Patienten, die bundesweite spezialisierte Kooperation von Migräne- und Kopf- einen kurzen Rückentest an, mitschmerzexperten, die telemedizinische Vernetzung, kassenartenübergreifende und dem sich das persönliche Risiko fürversicherungsunabhängige Leistungsangebote sowie die Garantie und Gewährlei- Rückenbeschwerden ermitteln lässt.stung auf einen definierten Behandlungserfolg ein.Ambulante, rehabilitative und stationäre Therapien sind eng aufeinander abgestimmtund im zeitlichen Ablauf miteinander verzahnt. Das Versorgungsangebot ermöglichtes, die Entstehungsmechanismen von Kopfschmerzen umfassend zu identifizierenund die Therapie darauf aufzubauen. Dabei sind die Patienten aktiv eingebunden,entwickeln ein besseres Verständnis für ihre Krankheit und können so den Therapie-erfolg positiv beeinflussen. Für besonders schwere Erkrankungen kann eine hoch-intensivierte vollstationäre Behandlung am Migräne- und Kopfschmerzzentrum derSchmerzklinik Kiel erfolgen.Die Langzeitanalyse zeigt: Schmerzen werden nachhaltig gelindert, Lebensqualitätwieder aufgebaut, Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt und Kosten gesenkt. Weitere Informationen unter www.tk.de/lv-schleswigholstein, Webcode 013856. TK spezial 2 / 2012 2
    • schleswig-holsteinEin erfolgreiches Konzept: KommentarDas NetzWerk psychische Gesundheit Wir brauchen eine problem- undGlaubt man den Statistiken, haben Arzneimittelverordnungen, Krankschreibungen bedarfsgerechte Versorgung fürund Klinikaufenthalte wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren gewaltig die Patienten und ihre Angehörigen.zugenommen. Während im ambulanten Bereich tendenziell eher leichte und mittlere Wenn wir eine Betreuung anbieten,Störungen behandelt werden, werden schwerere Fälle eher an den stationären Bereich die direkt im Lebensumfeld der Be-überwiesen. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Patienten, die in vielen Fällen völlig troffenen ansetzt und sicherstellt,unnötig für lange Zeit aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden und denen es dass sie schnell, unbürokratischnach einem stationären Aufenthalt umso schwerer fällt, in ihrem Alltag wieder Fuß zu und zu jeder Zeit Hilfe in Anspruchfassen. Bei akuten Problemen ist für Betroffene schnelle Hilfe im ambulanten Bereich nehmen können, ermöglichen wiroft nicht erreichbar. Die Folge sind wiederholte Krankenhauseinweisungen im Krisen- auch psychisch kranken Menschenfall – auch in Fällen, die grundsätzlich ambulant behandelbar wären. ein Leben in ihrem gewohnten Um- feld – ohne die Angst, im BedarfsfallSeit April 2010 bietet die TK in Schleswig-Holstein mit dem „NetzWerk psychische allein zu sein. Wir brauchen ein Fall-Gesundheit“ (NWpG) ein erfolgreiches Versorgungskonzept an, damit psychisch kranke management, das auf die Bedürf-Menschen in ihrem gewohnten Lebensumfeld behandelt werden können. Die TK und nisse der Patienten zugeschnittenihre Vertragspartner haben in Lübeck, Kiel, in den Kreisen Plön, Ostholstein, Stormarn, ist und ihnen feste AnsprechpartnerPinneberg, Steinburg sowie in Neumünster und Umgebung ein ambulantes wohnort- und Bezugspersonen bietet. Hiernahes Netzwerk aufgebaut, um psychisch erkrankte Menschen besser zu versorgen. setzt das NetzWerk psychischeEtwa 300 bei der TK versicherte Menschen werden derzeit im Netzwerk behandelt, Gesundheit an. Der Patient ent-weitere 180 haben Interesse an einer Teilnahme gezeigt. scheidet, welche Hilfe er in welcher Situation benötigt.Das NetzWerk ergänzt fachärztliche Versorgung Wir ziehen nach zwei Jahren eine Das NWpG stellt eine Ergän- positive Zwischenbilanz. Teilneh- Vorteile des NetzWerks: zung zur fachärztlichen Ver- mende Patienten bestätigen uns sorgung dar. Ein Team aus mit ihrer Zufriedenheit, dass wir auf  Kontinuierlicher, persönlicher Kontakt zwischen erfahrenen Ärzten, Sozial- dem richtigen Weg sind. Schrittweise Patient und seinem Bezugsbegleiter. arbeitern, Fachpflegern und werden wir das Netz ausweiten.  Das Behandlungs-Team ist rund um die Uhr Therapeuten arbeitet dazu Zwischenzeitlich haben die DAK erreichbar. Im Krisenfall reicht das Angebot eng mit niedergelassenen Gesundheit, die KKH Allianz, die von telefonischer Beratung bis hin zu sofortigen Haus- oder Fachärzten sowie Bundesknappschaft und einige Hausbesuchen. Psychotherapeuten zusam- Betriebskrankenkassen das Konzept  Alternative zu einer stationären Aufnahme Als men. Durch diese Zusam- übernommen. existieren Krisenpensionen, die in der Krise als menarbeit können Chroni- geschützte Umgebung genutzt werden können fizierungen psychischer Wichtig ist, dass alle Beteiligten, zum und therapeutisch besetzt sind. Erkrankungen vermieden Beispiel Ärzte, Psychotherapeuten,  ein Klinikaufenthalt unvermeidbar, bleibt der Ist werden. Gleichzeitig schafft Soziotherapeuten und – soweit nötig Kontakt zum Bezugsbegleiter bestehen. Dieser das Netzwerk Anreize, um – auch Kliniken zusammenarbeiten, kümmert sich um eine zeitnahe ambulante die Kluft zwischen dem um eine optimale Versorgung Weiterbehandlung. ambulanten und stationären sicherzustellen. Wir wünschen uns  Patienten werden im gewohnten Lebensumfeld Bereich und zwischen medi- eine noch breitere Vernetzung und behandelt. zinischen und sozialthera- mehr Unterstützung von niederge- peutischen Profis zum Nutzen lassenen Ärzten und Kliniken. Eine des Patienten zu schließen. grundlegende Reform des Gesund-Ziel ist, die Patienten so weit zu unterstützen, dass sie trotz ihrer Erkrankung im heitswesens im Bereich Psychiatriegewohnten Lebensumfeld bleiben können – ambulant statt stationär. kann nur gelingen, wenn ambulante und stationäre LeistungserbringerIm Mittelpunkt des NWpG stehen die aufsuchende Betreuung zu Hause, die Erreich- sowie Kostenträger an einem Strangbarkeit des Behandlungsteams rund um die Uhr sowie Rückzugsräume, die die Pati- ziehen. Nur wenn wir einen sektoren-enten in einer Krise anstelle eines Klinikaufenthalts nutzen können. Bei Befragungen übergreifenden Versorgungspaktder teilnehmenden Patienten hat sich herausgestellt, dass gerade die 24-stündige schließen, werden wir auch struktur-Erreichbarkeit im Krisenfall eine effektive Hilfe darstellt. politische Änderungen erreichen.Das NWpG wird in Schleswig-Holstein über die „Abitato Managmentgesellschaft Frederike Schwarzseelische Gesundheit gGmbH“ organisiert. Beteiligte Gesellschafter sind die Brücke Referentin für ambulante VersorgungSchleswig-Holstein, Die Brücke Lübeck gGmbH und das Kieler Fenster e. V. TK-Landesvertretung Schleswig- Holstein Weitere Informationen zum NWpG unter www.tk.de/lv-schleswigholstein, Webcode 209720. TK spezial 2 / 2012 3
    • schleswig-holsteinWas macht eigentlich das TK-Angebot … InformationBabyfocus – mehr Qualität rundum die Geburt Screening kann Hautkrebs- sterblichkeit deutlich senkenEinen guten Start ins Leben – das wünschen sich alle Eltern für ihr Kind. Damit das Forscher der Universität Lübeck,gelingt, müssen Mutter und Kind zu jeder Zeit optimal versorgt sein. Die TK hat im des Dermatologischen ZentrumsSeptember 2011 gemeinsam mit dem Landesverband der niedergelassenen Frau- Buxtehude und aus den USA habenenärzte sowie dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an seinen beiden eine Studie über die EntwicklungStandorten in Kiel und in Lübeck ein Angebot aufgelegt, das gleichermaßen Sicherheit der Hautkrebssterblichkeit in Schles-und Geborgenheit für werdende Eltern rund um das Ereignis Geburt bietet. wig-Holstein veröffentlicht. Demnach hat sich Schleswig-Holstein vomPositive Entwicklung – neue Vertragspartner Bundesland mit der höchsten zu dem mit der niedrigsten Melanom- In den vergangenen neun Monaten Sterblichkeit entwickelt. haben über 400 Frauen das TK-Angebot „Babyfocus – mehr Qualität rund um In ihrer Studie untersuchte die For- die Geburt“ angenommen. Über 90 schergruppe die zeitliche Entwick- gynäkologische Praxen in Schleswig- lung der Hautkrebssterblichkeit in Holstein sind dem Vertrag bis heute Schleswig-Holstein und verglich beigetreten. Dieses gute Ergebnis hat diese mit den direkt an Schleswig- uns dazu veranlasst, das Vertragsange- Holstein angrenzenden Ländern bot um eine weitere Region im Land zu und dem übrigen Deutschland. erweitern. Ab 1. Juni 2012 können auch Während in den anderen Regionen Frauen im Kreis Pinneberg die Vorteile insgesamt eine gleichbleibende dieses Angebots in Anspruch nehmen. Tendenz der Melanom-Sterblich- Mit dem Regio Klinikum Pinneberg hat keit festgestellt wurde, kam es in die TK einen neuen Kooperationspartner Schleswig-Holstein seit Ende 2000gewinnen können. Verhandlungen mit einem weiteren Klinikum in Schleswig-Holstein zu einem kontinuierlichen Rückgang.werden derzeit geführt. Untersucht wurden auch möglicheEine Geburt ist eine sehr persönliche Erfahrung und ein bedeutendes Ereignis. Deshalb Gründe für den beobachteten Unter-sollen werdende Eltern dabei unterstützt werden, Schwangerschaft und Geburt positiv schied. Einziger Faktor, der Schles-erleben zu können. Frauen, die sich für die Geburt in einem Krankenhaus entscheiden, wig-Holstein von den angrenzendenwollen sicher sein, dass sie und ihr Baby auch bei Komplikationen optimal medizinisch Regionen unterschied, war dasbetreut werden. Hautkrebs-Screening, das in einem einjährigen Modellprojekt 2003/2004 Das Angebot „Babyfocus“ mit über 360.000 Teilnehmern durch- Vorteile auf einen Blick bietet den Teilnehmerinnen geführt wurde. Damit konnte weltweit viele Vorteile und geht weit erstmals gezeigt werden, dass ein intensivierte Betreuung durch den Frauenarzt über die gesetzlich festge- Screening die Hautkrebssterblichkeit persönliche Hebamme (sofern verfügbar) für die legten Leistungen hinaus. nachhaltig senken kann, heißt es in Entbindung, sie steht bis zu fünf Wochen täglich Die Betreuung der Schwan- einer Pressemitteilung der Universität rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite und ist geren erfolgt ausschließlich Lübeck. für die Entbindung laufend abrufbereit durch erfahrene Hebam- zwei zusätzliche vorgeburtliche Tests: men und Frauenärzte, die Das Hautkrebs-Screening wurde im Handschuh-Screening (pH-Metrie) und Test Hand in Hand arbeiten und Jahr 2008 deutschlandweit einführt. auf Beta-hämolysierende Streptokokken bereit sind, hohe Qualitäts- Ab dem 35. Lebensjahr besteht jetzt Unterbringung vorzugsweise im Zweibettzimmer standards zu erfüllen. alle zwei Jahre Anspruch auf eine eine zusätzliche Sonografie Ganzkörperuntersuchung bei Allge- Akupunktur zur Geburtsvorbereitung durch die Eine individuelle Beglei- meinmedizinern und Dermatologen. Hebamme oder den Frauenarzt tung durch eine persön- speziell vereinbarte Kurse vor und nach der liche Hebamme gibt den In Schleswig-Holstein haben Geburt zur Prävention und Gesundheitsvorsorge schwangeren Frauen mehr TK-Versicherte sogar ohne Alters- Sicherheit. Auf Wunsch beschränkung alle zwei Jahre können sie für die Entbin- Anspruch auf eine kostenlosedung eine persönliche Hebamme wählen – im Rahmen von „Babyfocus“ erstmals Hautuntersuchung.bei der TK eine Kassenleistung. Die Hebamme steht der Schwangeren bis zu fünfWochen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite und begleitet die Schwangere Weitere Informationen unterwährend der Geburt. www.tk.de/lv-schleswigholstein, Webcode 209082. Weitere Informationen zum TK-Angebot unter www.tk.de/lv-schleswigholstein, Webcode 347706. TK spezial 2 / 2012 4
    • schleswig-holsteinZehn-Punkte-Papier der TK InformationPatientenrechte stärken Neuer Service:Patienten haben umfangreiche Rechte, doch sind diese Ergebnis der Rechtsprechung Arzneimittelreport für Ärzteund in unterschiedlichen Rechtsquellen zu finden. Abhilfe soll ein Patientenrechtegesetzschaffen, das nach Planungen der Bundesregierung noch in diesem Jahr in Kraft treten Jeder vierte Senior in Schleswig-Hol-soll. Die TK und ihre Selbstverwaltung haben dieses Vorhaben zum Anlass genommen, stein bekam im Jahr 2011 mindestensForderungen an ein zukunftsorientiertes Patientenrechtegesetz zu formulieren. Unter ein Medikament verordnet, dasdem Titel „Patientenrechte stärken“ hat der TK-Verwaltungsrat ein Zehn-Punkte-Papier insbesondere bei älteren Patientenverabschiedet. Neben- oder Wechselwirkungen verursachen kann. Insgesamt wurdenSchutz vor Kommerzialisierung fast 11.000 Betroffenen rund 33.000 Medikamenten-Packungen verschrie-Patienteninformationen sind vor kommerziellen Interessen zu schützen, sie müssen ben, die einen möglicherweise un-laienverständlich und aktuell sein. Interessierte müssen erkennen, wer für die Veröffent- geeigneten Wirkstoff beinhalten undlichung verantwortlich ist und wer die Informationen finanziert hat. Auch Kampagnen, auf der sogenannten Priscus-Listedie Patienten und ihre Ängste instrumentalisieren sollen, um die Inanspruchnahme stehen. Dies ergab eine Datenerhe-bestimmter medizinischer Leistungen zu erhöhen, müssen diesen Anforderungen bung der TK.genügen. Verbraucherzentralen und Patientenorganisationen erhalten ein Klagerechtgegen Verstöße gegen diese Vorschrift. Die Werbung für Selbstzahlerangebote, wie Die im Auftrag des Bundesfor-die sogenannten IGeL-Leistungen, gehört nicht zur normalen Behandlung und muss schungsministeriums erstelltezeitlich von ihr getrennt werden. Außerdem ist ein Vertrag über Zahlungen von Pati- Priscus-Liste enthält eine Übersichtenten in Schriftform abzufassen und das Gespräch darüber von der ärztlichen über 83 Arzneimittelwirkstoffe. SieBehandlung erkennbar zu trennen. sind für Senioren nur eingeschränkt zu empfehlen, da diese in höheremMehr Rechte im Behandlungsalltag Lebensalter unter Umständen emp- findlicher darauf reagieren undEs ist klarzustellen, dass der Patient und von ihm beauftragte Personen jederzeit das dadurch häufiger an unerwünschtenRecht haben, ohne Angaben von Gründen, Einsicht in seine Akte zu nehmen und Begleiterscheinungen leiden.Kopien seiner Patientenakte anzufertigen. Darüber hinaus hat der Patient das Rechtauf eine richtige und vollständige Patientenakte. Der Arzt muss die Behandlung zeitnah, Um niedergelassenen Ärzten eineeindeutig und fälschungssicher dokumentieren. Dies gilt auch für die elektronische Nutzen-Risiko-Bewertung für dieDokumentation. Im Sinne einer Fortentwicklung des Behandlungsvertrags sollte entsprechenden Präparate zudas Recht auf partnerschaftliche Entscheidung von Arzt und Patient festgeschrieben erleichtern, bietet die TK einen neuenwerden. Ein selbstbewusster und informierter Patient begleitet auch im Interesse des Service an: Ein quartalsweise zurArztes den Behandlungsprozess aktiv und trägt gemeinsame Entscheidung mit. Bei Verfügung gestellter Arzneimittel-schweren Erkrankungen oder vor komplizierten medizinischen Eingriffen kann es report (AMR) bietet die Möglichkeit,sinnvoll sein, die Behandlungsempfehlung mit einem anderen Spezialisten zu be- sich einen Überblick darüber zusprechen. Deshalb sollte ein geregeltes Zweitmeinungsverfahren für diese Fälle als verschaffen, welche MedikamentePatientenrecht verankert werden. Einrichtungsübergreifende Fehlermeldesysteme im zurückliegenden Quartal für(sogenannte Critical Incident Reporting Systems) helfen, aus Risikosituationen zu einen TK-Versicherten verordnetlernen und sie künftig zu vermeiden. Sie müssen aber so ausgestaltet sein, dass sie wurden. Zusätzlich erhält der Arztauch tatsächlich zu einer verbesserten Sicherheitskultur in den Krankenhäusern und einen Hinweis, wenn er einem Pati-Arztpraxen führen. Voraussetzung dafür ist, dass Mitarbeiter, die über unerwünschte enten über 65 Jahre ein Priscus-Ereignisse berichten, wirksam vor arbeits- und dienstrechtlichen Sanktionen geschützt Medikament verschrieben hat.werden. Dieser Service der TK will Ärzte bei einer qualitativ hochwertigenStärkung der Position der Patienten bei Behandlungsfehlern und wirtschaftlichen Arzneimittel- therapie unterstützen.Es ist für Patienten gegenwärtig oft schwierig, ihre berechtigten Ansprüche ausBehandlungsfehlern geltend zu machen. Die juristischen Verfahren sind oft langwierig Informationen zum TK-AMR unterund für Patienten belastend. Nicht selten erleben sie den Ausgang des Verfahrens www.tk.de, Webcode 152302.nicht mehr. Deshalb müssen die Verfahrensrechte bei der Verfolgung von Behand- Die „Priscus-Liste“ ist unterlungsfehlern für Patienten und ihre Interessenvertretungen verbessert werden. Bei- www.priscus.net abrufbar.spielsweise sollten die Verfahren der Schlichtungsstellen bundesweit vereinheitlichtwerden. Dauer und Qualität der Klageverfahren bei den Landgerichten sollten durchdie Einrichtung von Spezialkammern für arzthaftungsrechtliche Fragen verkürztwerden. Dringend geregelt werden muss, dass jeder behandelnde Arzt gesetzlichverpflichtet wird, eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Das vollständige Forderungs-Papier finden Sie unter www.tk.de/lv-schleswigholstein, Webcode 445484. TK spezial 2 / 2012 5
    • Schleswig-HolsteinDarmkrebs: InformationImmer weniger Schleswig-Holsteinernutzen die Früherkennung Stabwechsel im Vorstand der TK Zum 1. Juli 2012 wird Professor Dr. Norbert Klusen (64), seit 1996 Immer weniger Menschen nutzen die Vorsitzender des TK-Vorstandes, Darmkrebs-Früherkennung. In den in den Ruhestand treten. Zu seinem vergangenen vier Jahren ist die Zahl Nachfolger hat der TK-Verwaltungs- der Teilnehmer an der Darmspiegelung rat Dr. Jens Baas (44) berufen, bis- um 33 Prozent zurückgegangen. Das lang stellvertretender Vorsitzender zeigt eine aktuelle Studie des wissen- des Vorstandes. Thomas Ballast (49) schaftlichen Instituts der Techniker wird in den Vorstand einziehen; der Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effi- Verwaltungsrat hat ihn zum stellver- zienz im Gesundheitswesen (WINEG). tretenden Vorstandsvorsitzenden In Schleswig-Holstein nahmen 2010 gewählt. Der Diplom-Volkswirt weniger als drei Prozent der Männer Ballast ist derzeit noch Vorstands- und Frauen die nach dem 55. Lebens- vorsitzender des Ersatzkassen- jahr bestehende kostenlose Möglichkeit verbandes vdek und war zuvor in zu einer Darmspiegelung (Koloskopie) verschiedenen verantwortlichen wahr. Positionen in der gesetzlichen Krankenversicherung tätig. Frank Ein Grund für den Rückgang bei der Storsberg (46) gehört dem Vorstand Darmkrebs-Früherkennung ist die Angst der Techniker Krankenkasse bereits vieler Menschen vor einem krankhaften seit Oktober 2011 an. Befund. „Wir können nur an alle Frauen und Männer über 55 appellieren, mit Save the Date – die TK-Landes-ihrem Arzt über Darmkrebsfrüherkennung zu sprechen, denn ein frühzeitig erkannter vertretung wird 20!Darmkrebs ist fast immer heilbar“, sagt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landes-vertretung Schleswig-Holstein. Bei den Tumorerkrankungen ist Darmkrebs bei Männern Die TK-Landesvertretung Schleswig-die zweit- und bei Frauen die dritthäufigste Todesursache. In Deutschland erkranken Holstein wird in diesem Jahr 20! Amjedes Jahr fast 67.000 Menschen an Darmkrebs, 27.000 sterben daran. 25. September 2012 laden wir aus diesem Anlass zu einem gesund-Zur Darmkrebs-Früherkennung gehören ab dem 50. Lebensjahr ein Schnelltest auf heitspolitischen Empfang ein.verstecktes Blut im Stuhl sowie die Untersuchung von Enddarm und übrigem Dick-darm. Ab dem 55. Lebensjahr kann zusätzlich eine Darmspiegelung vorgenommen Ort: ATLANTIC Hotel Kielwerden. Für Menschen, in deren Familien bereits häufiger Darmkrebs aufgetreten ist, Zeit: 18:00 Uhrbietet die TK ein besonderes Vorsorgemodell an: „Familien vor Darmkrebs schützen“.Die Betroffenen erhalten eine gezielte, auf ihr persönliches Risiko abgestimmte Bitte notieren Sie sich bereits heuteDiagnostik und Beratung für ihre Vorsorge. diesen Termin. Eine schriftliche Einladung folgt in Kürze. Weitere Informationen unter www.tk.de, Webcode 035634. ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Schleswig-HolsteinHamburger Chaussee 8, 24114 KielVerantwortlich: Dr. Johann BrunkhorstRedaktion: Volker ClasenTelefon: 04 31 - 981 58-0Telefax: 04 31 - 981 58-555E-Mail: lv-schleswig-holstein@tk.deTwitter: www.twitter.com/TKinSHInternet: www.tk.de/lv-schleswigholstein