"TK spezial" für Berlin und Brandenburg 2-2012
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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Berlin und Brandenburg.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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"TK spezial" für Berlin und Brandenburg 2-2012 "TK spezial" für Berlin und Brandenburg 2-2012 Document Transcript

  • inFOrMaTiOnSdienST der TeCHniKer KranKenKaSSe BERLIN UND BRANDENBURGInhaltsverzeichnis Nr. 2 /Mai 2012 Senator Czaja im Interview Patientenrechte im Fokus Gartenarbeit im Frühling EditorialGlosseAlles neu macht der Mai Liebe Leserin, lieber Leser,Vergessen sind die Entbehrungen des Winters, wenn endlich der Mai Einzug hält. für die TK„Sei mir gegrüßt, du Mai, mit Laub und Blüten mancherlei!“, dichtete einst Wilhelm spezial Sonder-Busch. Auch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verlieh seiner Begeisterung ausgabe zurfür den Wonnemonat Ausdruck: „Wie schön ist der Mai! Juchheißa juchhei!“. Sobald Abgeordneten-die Frühlingsonne erwacht und die Tage wieder länger werden, erfassen Aufbruchs- hauswahl imstimmung und Lebensfreude Mensch und Natur. Die Politik tut sich jedoch schwer, letzten Jahrmit diesem freudig-fröhlichen Tatendrang Schritt zu halten. Die Bundesregierung befragten wir befindet sich bereits im Herbst ihrer Amtszeit, die Berliner Gesundheitspolitiker im September nächsten Jahres endet planmä- nach ihren politischen Positionen ßig die 17. Legislaturperiode. Was noch Gesetz und persönlichen Motivationen. Als werden soll, muss jetzt auf den Weg gebracht gesundheitspolitischer Sprecher werden. Auch einige gesundheitspolitische der CDU-Fraktion gab Mario Czaja Vorhaben warten noch auf ihre konkrete Um- damals an, dass er beim Einsatz setzung. Pflege, Patientenrechte und Präven- für den Erhalt eines Krankenhauses tion sind dabei nur einige Schlagworte. in seinem Wahlkreis die Liebe zur Gesundheitspolitik entdeckte. Nicht förderlich für die politische Schaffenskraft Inzwischen hat er als Senator für auf Bundesebene sind bekanntlich nahende Gesundheit und Soziales die Mög- Landtagswahlen. Die vorgezogenen Urnengän- lichkeit, die Gesundheitspolitik der ge im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Hauptstadt zu gestalten und zu Nordrhein-Westfalen bremsten die Prozesse – prägen. Ich freue mich, dass er Zeit Entscheidungen wurden vertagt, unangenehme für ein Interview mit TK spezial fand. Wahrheiten besser nicht ausgesprochen. Dochnach den Wahlen ist vor der Sommerpause – die Zeit drängt. Mehr denn je gilt das Viel Spaß bei der Lektürefür die krisengeplagte FDP, die nun schon seit Monaten landauf, landab den Spott wünscht Ihnender politischen Gegner und der Medien ertragen muss. Doch wie heißt es so schön:Totgeglaubte leben länger. Ganz andere Probleme hat der politische Modetrend derSaison 2011/2012, die Piratenpartei. Angesichts explodierender Umfragewerte giltes innerhalb kürzester Zeit, Kandidaten für Ämter und Mandate zu finden, Strukturen Susanne Hertzeraufzubauen und inhaltliche Positionen zu bestimmen. Die Trendpartei der Vorsaison Leiterin der TK-Landesvertretungsieht derweil ziemlich alt aus. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass die Berlin und BrandenburgAtomkraft und ein schwäbischer Bahnhof die bundesdeutschen Gemüter bewegten.Neue Impulse für den gesundheitspolitischen Diskurs lieferte die kürzlich veröffent-lichte Studie „Privatrechtliche Organisation der gesetzlichen Krankenkassen“. ImAuftrag der TK haben sich darin vier renommierte Wissenschaftler mit der Zukunftdes deutschen Gesundheitssystems auseinandergesetzt. Im besten Fall kann dieserBeitrag mit neuen Ideen und einem Blick über den Tellerrand ins europäische Auslanddie gesundheitspolitische Diskussion beleben und inspirieren. Gerade zum Frühlingpassen frische Ideen wie neue Kartoffeln zu Beelitzer Spargel. Und vielleicht strahlt jadoch etwas vom wieder erwachten Leben auf den Straßen, Plätzen und in den Parksder Hauptstadt auf die Politik ab. Denn wie reimte schon Hermann Adam von Kamp:„Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei.“ Die Studie finden Sie auf www.tk.de, Webcode 448918.
  • Berlin und brandenburgNeues Berliner Landesprogramm Kurz gesagtTK engagiert für gesunde Kita Am Berliner Landesprogramm „KitasKinder sind stets aktiv – täglich entdecken sie ihre Welt. Damit Kinder gesund auf- bewegen – für die gute gesundewachsen, brauchen sie gute Startbedingungen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Kita“ beteiligen sich bislang dieMit dem neuen Berliner Landesprogramm „Kitas bewegen – für die gute gesunde Berliner Bezirke Mitte, Pankow,Kita“ wollen zahlreiche Partner aus Bildung und Gesundheit gemeinsam die Kinderge- Reinickendorf und Treptow-Köpe-sundheit stärken, die Bildungschancen verbessern und Benachteiligungen abbauen. nick. Das Programm soll allen KitasDie Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft koordiniert das Präventi- in Berlin offenstehen. Es knüpft anonsprogramm für Kita-Kinder. In den nächsten zwei Jahren unterstützt das Programm das Landesprogramm für Berlins60 Kitas darin, eine gesunde Lebenswelt zu schaffen, in der sich die Kinder bestmög- Schulen an. Partner des Programmslich entwickeln können und Erzieherinnen sich wohlfühlen. sind neben der Senatsverwaltung für Bildung auch die Bertelsmann Auch in Brandenburg Stiftung, die Krankenkassen, die haben sich zahlreiche Kitas Ärztekammer Berlin, die ARGORA- diesem Ziel verschrieben Klinik-Berlin sowie weitere Partner. und beteiligen sich an der im Jahr 2010 ins Leben Weitere Informationen finden sie gerufenen Gesundheits- unter: www.gute-gesunde-kita.de initiative „Ich lebe gesund“ des AWO Landesverbands Brandenburg, der TechnikerKrankenkasse und der IKK Brandenburg und Berlin. Im Rahmen der Gesundheitsiniti-ative wurden Gesundheitspässe entwickelt, die die pädagogischen Fachkräfte dabeiunterstützen, den Arbeitsalltag bewusst zu erleben, für sich und gemeinsam im Teamzu reflektieren sowie Anregungen zu geben.Auszeichnung durch die Financial Times HintergrundDeutschlandFrische Ideen für das Gesundheitssystem Entscheidungskriterien für die Aus- zeichnung „Ideenpark Gesundheits- wirtschaft“ sind der InnovationsgradBereits zum siebten Mal suchte die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland sowie Relevanz, Effizienz, Durch-im Rahmen des „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ Projekte, die das deutsche Gesund- setzbarkeit und Reichweite derheitssystem effizienter, transparenter und qualitativ besser machen. Die Jury, bestehend einzelnen Projekte. Die diesjährigenaus sechs renommierten Vertretern von Medien, Wissenschaft und Gesundheitswirt- Preisträger wurden im Rahmen derschaft, hatte in diesem Jahr die sprichwörtliche Qual der Wahl: Fast 100 Bewerbungen Konferenz „Gesundheitswirtschaftkonkurrierten um die begehrte Auszeichnung. Unter den zehn Preisträgern befinden 2012“ im April in Berlin gekürt.sich insgesamt vier Projekte der TK und ihrer Kooperationspartner, darunter auch eine Bewerbung aus Berlin. Gemeinsam mit dem Immanuel Krankenhaus Berlin konnte die TK die Jury mit einemneuen Ansatz bei der Behandlung von Rheumatoider Arthritis überzeugen. Patientenaus Berlin und Brandenburg wird eine bundesweit einmalige Kombinationsbehand-lung aus klassischer Schulmedizin und naturheilkundlichen Therapien angeboten.Je nach individuellem Krankheitsbild kommen Module aus der Neural- und der Ord-nungstherapie wie Osteopathie, Atemtherapie und Ernährungsberatung zum Einsatz.Auch Anwendungen in der Kältekammer und Blutegel-Behandlungen sind möglich.Ziel ist die Verringerung der Schmerzhäufigkeit und der Schmerzintensität. TK spezial 2 / 2012 2
  • Berlin und BrandenBurg„Die Chance auf ein neues Leben“ HintergrundGesundheitssenator Mario Czaja (CDU)im Interview Umfragen zeigen, dass die meisten Menschen zwar grundsätzlich zu einer Organspende bereit wären, TK spezial: Herr Senator, was waren für Sie diese Bereitschaft aber nicht in persönlich die größten Herausforderungen einem Organspendeausweis doku- in Ihren ersten Tagen im Amt? mentieren. Fehlende Informationen und Vorbehalte sind oft die Gründe. Czaja: Nach der Regierungsumbildung Die Senatsverwaltung für Gesund- war eine reibungslose Zusammenführung heit und Soziales im Land Berlin und der Ressorts Gesundheit und Soziales die TK haben daher eine Informati- wichtig. Die Beratungen zur Aufstellung onsbroschüre veröffentlicht, die sich des Haushaltsplans waren ebenfalls eine teilweise aus sehr persönlichem große Herausforderung. Hier mussten Blickwinkel mit der Organspende innerhalb kürzester Zeit die Weichen für beschäftigt. unser Handeln in den nächsten zwei Jahren gestellt und dabei gleichzeitig die Die Broschüre „Entscheidung fürs Vorgaben zur Haushaltskonsolidierung Leben“ ist bei der Senatsverwaltung eingehalten werden. für Gesundheit und Soziales und der TK erhältlich und steht als DownloadTK spezial: Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat gemeinsam mit der TK die (www.tk.de, Webcode 333560) zurInformationsbroschüre „Entscheidung fürs Leben“ veröffentlicht. Warum engagieren Verfügung. Die KassenärztlicheSie sich für das schwierige Thema Organspende? Vereinigung Berlin empfiehlt den Berliner Ärzten, die Informationsbro-Czaja: Verschiedenste Umfragen haben ergeben, dass die überwiegende Mehrheit schüre in ihren Praxen auszulegen.der Deutschen positiv zur Organspende eingestellt ist. Das Thema ist allerdings Auch der Berliner Fahrlehrerverbandweiterhin mit vielen Unklarheiten, Fragen und Sorgen verbunden. Oft werden Organ- beteiligt sich an der Informations-spenden nicht realisiert, weil die Haltung des Verstorbenen dazu unbekannt ist. Mir ist kampagne.es daher ein besonderes Anliegen, für eine frühzeitige Information und Auseinander-setzung auch innerhalb der Familie zu werben. Eine Organspende eröffnet Menschendie Chance auf ein neues Leben. Diese Botschaft müssen wir verstärkt weitergeben.TK spezial: Nach jahrelangen Diskussionen hat sich der Bundestag vor Kurzem für diesogenannte Entscheidungslösung ausgesprochen. Wie bewerten Sie den Organspende-Konsens?Czaja: Die Entscheidungslösung bedeutet, dass die Entscheidungsfreiheit des Ein-zelnen gewahrt bleibt. Das begrüße ich. Dieser Weg geht allerdings mit der Notwen-digkeit einer guten Informationspolitik einher. Meine Hoffnung ist es, dass sich damitdie Anzahl der Organspenden im Vergleich zu den vorherigen Jahren signifikanterhöht.TK spezial: Welche Aufgaben liegen als Nächstes vor Ihnen?Czaja: Auf Grundlage des seit dem 1. Januar 2012 geltenden Versorgungsstruktur-gesetzes werden wir uns für eine bessere Verteilung der Haus- und Fachärzte ein-setzen, um so eine wohnortnahe und bedarfsgerechte medizinische Versorgungin Berlin sicherzustellen. Außerdem werden wir uns im Bereich der Pflege für effektiveQualitätsstandards einsetzen. Auch eine Imagekampagne zur Verbesserung derAttraktivität und Anerkennung des Pflegeberufs ist geplant. TK spezial 2 / 2012 3
  • Berlin und brandenburgPatientenrechte: KommentarStarke Rechte für mündige PatientenWelche Rechte haben Patienten im deutschen Gesundheitswesen? Die Beantwortungdieser Frage ist mitunter kompliziert. Die schon heute umfangreichen Rechte sind inverschiedene Gesetze, Rechtsbereiche und die aktuelle Rechtsprechung aufgeteilt.Die Bundesregierung möchte mit einem Patientenrechtegesetz das bestehende Rechtzusammenführen und so für mehr Transparenz sorgen. Ein Patientenrechtegesetzsollte aus Sicht der TK die Position der Patienten im Behandlungsalltag stärken, sie vorkommerziellen Interessen schützen und ihnen eine bessere Position bei Behandlungs-fehlern verschaffen.Schutz vor KommerzialisierungSogenannte Gesundheitsinformationen können Patienten helfen, sich über eineBehandlung bereits im Vorfeld zu informieren. Diese müssen jedoch laienverständlich,aktuell und frei von kommerziellen Interessen sein. Für Interessierte muss erkennbarsein, wer für eine Veröffentlichung verantwortlich ist und wer sie finanziert hat. Diesgilt auch für Kampagnen, die Ängste der Patienten gezielt instrumentalisieren, um die Conrad EhrlichInanspruchnahme bestimmter medizinischer Leistungen zu erreichen. Nach Ansicht Referent für Gesundheitswesender TK benötigen Verbraucherzentralen und Patientenorganisationen ein Klagerecht, der TK-Landesvertretungum gegen derartige Praktiken vorgehen zu können. Auch Werbung für Selbstzahleran-gebote, wie die sogenannten IGeL-Leistungen, gehört in keine normale Behandlung. Das Vorhaben ist ambitioniert –Für Verträge über derartige Angebote sollte nach Ansicht der TK die Schriftform der parlamentarische Prozess hatverbindlich sein. gerade begonnen. Mit dem vorge- legten Gesetzentwurf für ein Patien-Mehr Rechte im Behandlungsalltag tenrechtegesetz will die Bundes- regierung mehr Transparenz fürViele Menschen wünschen sich, in die ärztliche Behandlung miteinbezogen und über Patienten schaffen. Das ist ein ersterden Verlauf informiert zu werden. Dazu brauchen Patienten das Recht, ohne Angaben richtiger Schritt. Klar ist aber auch:von Gründen Einsicht in ihre vollständige Akte nehmen sowie Kopien anfertigen zu Die Menschen in Deutschlandkönnen. Der Arzt muss die Behandlung zeitnah, eindeutig und fälschungssicher doku- können auf eine leistungsfähige Ge-mentieren – ob in Papierform oder elektronisch. Ein informierter Patient begleitet auch sundheitsversorgung zurückgreifen.im Interesse des Arztes den Behandlungsprozess aktiv und trägt gemeinsame Ent- Mehr den je brauchen Patientenscheidungen mit. Bei schweren Erkrankungen oder vor komplizierten medizinischen starke Rechte, um sich sicher darinEingriffen kann es sinnvoll sein, die Behandlungsempfehlung mit einem weiteren Spe- bewegen zu können. In vielenzialisten zu besprechen. Ein geregeltes Zweitmeinungsverfahren für diese Fälle sollte Bereichen, wie den Informations-deshalb als Patientenrecht verankert werden. pflichten, bei Schmerzensgeld und Behandlungsfehlern, ließe sich dieEine stärkere Position bei Behandlungsfehlern Situation der Patienten verbessern. Die Bundesregierung sollte diePatienten können ihre berechtigten Ansprüche aus Behandlungsfehlern gegenwärtig Chance nutzen, die Patientenrechte,nur schwer geltend machen. Nicht selten erleben sie den Ausgang der langwierigen ungeachtet der vielfältigen Interes-und belastenden Verfahren nicht mehr. Nach Meinung der TK braucht es hier Ver- senlagen im deutschen Gesund-besserungen für Patienten und ihre Interessenvertretungen. Abhilfe schaffen könnten heitswesen, auch wirklich weiterzu-beispielsweise bundeseinheitliche Verfahren an den Schlichtungsstellen. Die Dauer entwickeln. Unter dem Titel „Patien-der Klageverfahren ließe sich zudem verkürzen, wenn an den Landgerichten Spezial- tenrechte stärken“ hat der Verwal-kammern für arzthaftungsrechtliche Fragen eingerichtet würden. Die TK unterstützt tungsrat der TK Forderungen an einschon heute ihre Versicherten. Sie hat eigens ein Behandlungsfehler-Management Patientenrechtegesetz formuliert.eingeführt. Experten informieren Hilfesuchende, analysieren und beurteilen jedengemeldeten Fall. Sie beraten ausführlich und stimmen das weitere Vorgehen mit den Das Zehn-Punkte-Papier der TKBetroffenen ab. finden Sie unter www.tk.de/lv-berlin, Webcode 445462. TK spezial 2 / 2012 4
  • Berlin und brandenburgVom Schlossgarten bis Kurz gesagtzum Guerilla-Gärtner TetanusDie Natur hat in Brandenburg einen großen Stellenwert. Elf Naturparks, drei UNESCO- Tetanus (Wundstarrkrampf) wirdBiosphärenreservate und ein Naturschutzgebiet nehmen gemeinsam rund ein Drittel durch das Bakterium Clostridiumder Landesfläche ein. Darüber hinaus erfreuen sich viele Besucher an den besonders tetani ausgelöst, das auf der ganzenschönen Parkanlagen der märkischen Schlösser. Davon unbeeindruckt geht die Welt verbreitet ist und überall inBevölkerungsanzahl Jahr für Jahr zurück, 2011 wurde erstmals seit dem Zweiten Erde und Staub vorkommt. DieWeltkrieg die 2,5-Millionen-Grenze unterschritten. Erkrankung entsteht, wenn der Erreger in Wunden eindringt. DieBerlin hingegen hat eine große Anziehungskraft und verzeichnet Bevölkerungszu- Wunde muss nicht bluten, es kannwächse. Doch kaum erstrahlt die Frühlingssonne, vermisst der Großstädter die Natur. sich auch um Quetschungen oderEin Beleg für die große Sehnsucht nach Flora und Fauna ist die Nachfrage nach Brandwunden handeln. AuchSchrebergärten. Fast 75.000 solcher Kleingärten gibt es in Berlin, so viele wie in keiner Bagatell-Verletzungen bergen einanderen Metropole der Welt. Gleichwohl müssen Interessenten manchmal mehrere Infektionsrisiko. Das BakteriengiftMonate warten, bis sie ein kleines Stück Garten pachten dürfen. Bürger- und Nachbar- führt zu einer Daueranspannungschaftsgärten, wie und Krämpfen der Muskulatur.der KreuzbergerPrinzessinnengarten,erfreuen sich eben-falls eines regenZulaufs. Ein neuerTrend ist das „Gue-rilla Gardening“, beidem Hobbygärtnerauf eigene Faust anöffentlichen PlätzenBlumen und Gemüseanpflanzen. Foto: SankarshansenIm Mai herrschtnun wieder Betrieb-samkeit unter denGartenfreunden inBerlin und Branden-burg. Sommerblumenwerden gesät, Sträucher und Gräser geschnitten oder Gemüse gepflanzt. Bei allerFreude ist jedoch Vorsicht geboten. Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz undArbeitsmedizin belegen, dass sich jährlich rund 200.000 Unfälle bei der Gartenarbeitereignen. Vielfach bedienen die Hobbygärtner Arbeitsgeräte wie Rasenmäher, Hecken-scheren oder Motorsägen nicht richtig und missachten wichtige Vorsichtsmaßnahmen.Die TK empfiehlt, konzentriert, aufmerksam und ohne Überschwang mit potenziellgefährlichen Gartenwerkzeugen und -geräten umzugehen. Darüber hinaus sollterechtzeitig vor Beginn der Gartensaison der Tetanus-Schutz aufgefrischt werden.Die Kosten für diese Impfung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Berlin und BrandenburgAlte Jakobstraße 81/82, 10179 BerlinVerantwortlich: Susanne HertzerRedaktion: Marcus Dräger, Conrad EhrlichTelefon: 030 - 245 47-  175Telefax: 030 - 245 47-  00 5E-Mail: lv-berlin-brandenburg@tk.deInternet: www.tk.de/lv-berlinTwitter: http://twitter.com/TKinBerlinBB