"TK spezial" für Bayern 2-2012
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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern.

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"TK spezial" für Bayern 2-2012 "TK spezial" für Bayern 2-2012 Document Transcript

  • Informationsdienst der techniker Krankenkasse BayernInhaltsverzeichnis Nr. 2 /Juni 2012 Kaiserschnittrate in Bayern mit erheblichen regionalen Schwankungen Rundum versorgt im Gesundheitsnetz von QuE Magdalena Neuner: eine Weltmeisterin für die TK in Bayern Otist, kisilerle, Alakalılar, Kurumu Grüß Gott!„Im Mittelpunkt der bayerischenGesundheitspolitik steht der Mensch.“ Das neue Trans- plantationsge-Interview mit Staatsminister Dr. Marcel Huber setz sieht vor, dass jederTK spezial: Herr Staatsminister, Ihr Ministerium wird ja unter anderem als Lebens- Bürger vonministerium bezeichnet. Welchen Stellenwert übernimmt dabei die Gesundheit? seiner Kranken- kasse aufgefor-Huber: Das Umwelt- und Gesundheitsministerium ist als Lebensministerium im dert wird, seinewahrsten Sinne des Wortes zuständig für alle Bereiche des Lebens – von der Geburt Entscheidungbis zur Bestattung. Dabei ist der Bereich Gesundheit von zentraler Bedeutung. Neben für oder gegender Prävention ist ein wichtiges Thema im Gesundheitsbereich der Erhalt der hohen die Organspende auf einem Organ-Qualität der medizinischen Versorgung auch auf dem Land, unter anderem durch spendeausweis zu dokumentieren.Hausärzte. Die Versorgung ist sehr gut. Die Situation wird sich aber ändern. Viele Da sich vor allem junge MenschenHausärzte sind 60 Jahre oder älter. Wir müssen Anreize schaffen, um junge Ärzte zu wenig über Organspende infor-wieder verstärkt aufs Land zu bekommen. Die ersten wichtigen Schritte sind bereits miert fühlen, unterstützt die TK dieerfolgt – Stichwort Versorgungsstrukturgesetz. Informationskampagne „Von Mensch zu Mensch – Flo Bauers Reise zurTK spezial: Wo sehen Sie die Herausforderungen und Schwerpunkte in der bayerischen Organspende“.Gesundheitspolitik? Dabei reist der Musiker Flo BauerHuber: Im Mittelpunkt der bayerischen Gesundheitspolitik steht der Mensch. Ziel der durch das Bundesgebiet und trifftStaatsregierung ist es, auch in Zukunft eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige medi- Menschen, die sich mit Organ-zinische Versorgung zu sichern – unabhängig von Einkommen, Alter, sozialer Herkunft spende auskennen: als Patient, alsund gesundheitlichem Risiko. Dazu werden wir in Bayern erstmals innovative Versor- Angehörige, Mediziner oder Politiker.gungskonzepte staatlich fördern, wie zum Beispiel Ärztehäuser mit familienfreundlichen Flo Bauer wird mit ihnen ins GesprächArbeitszeitmodellen oder die Gründung von Gemeinschaftspraxen. Zudem schaffen kommen, die Begegnungen werdenwir Anreize für Landärzte. Dazu zählen unter anderem Stipendien für Medizinstudenten, von einem Kamerateam begleitet.die sich im ländlichen Raum niederlassen wollen. Daraus entsteht ein Reisebericht, zu dem jeder beitragen kannTK spezial: Aktuell geht es im Gesundheitswesen um die Umsetzung des Versorgungs- (www.vonmenschzumensch.org).strukturgesetzes, das eine Stärkung der regionalen Kompetenzen mit sich gebrachthat. Worin bestehen die großen Vorteile dieses Gesetzes aus bayerischer Sicht? Musik und soziale Netzwerke: Wir holen junge Menschen dort ab, woHuber: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz bietet eine Reihe wichtiger Möglich- sie sich auskennen. Wir wünschenkeiten, z. B. mehr Regionalität statt Zentralismus. Fest steht: Vor Ort werden zumeist Flo Bauer eine interessante Reise!bessere Entscheidungen getroffen. Diese zentrale Forderung Bayerns konnten dieLänder bei der ärztlichen Vergütung, bei der Bedarfsplanung und bei der Niederlas-sungssteuerung durchsetzen. Bayern wird sich auch weiterhin dafür stark machen.Denn nur vor Ort kann zielgerichtet über die ärztliche Versorgung entschieden undkönnen bedarfsgerechte Lösungen gefunden werden. Christian BredlTK spezial: Wie stellen Sie sich künftig einen fairen Wettbewerb zwischen GKV und Leiter der TK-LandesvertretungPKV vor? Bayern
  • BayernHuber: Wir brauchen eine nachhaltige, solide Finanzierung des Gesundheitswesensauch für wirtschaftlich schlechtere Zeiten. Das deutsche Gesundheitswesen basiert Informationauf dem funktionierenden Dualismus von gesetzlicher und privater Krankenversiche-rung. Ein funktionierender Wettbewerb zwischen den Systemen ist dabei im Interesse „Gesundheit, Männer!“der Versicherten. Immerhin ist die PKV ein Krankenversicherungssystem, das ohnestaatliche Zuschüsse auskommt und nennenswerte Rücklagen für seine Versicherten Unter diesem Motto startet dasbildet. Genauso muss im Interesse der Versicherten auch innerhalb der Systeme GKV Bayerische Gesundheitsministe-und PKV ein fairer Wettbewerb der einzelnen Anbieter bestehen. Dabei müssen in der rium eine Initiative, die Männern zuGKV gerade auch finanzielle Nachteile Bayerns und Ungleichbehandlungen zwischen einem gesünderen und längerenden Krankenkassen durch den Gesundheitsfonds auf den Prüfstand. Leben verhelfen soll. Im Fokus steht das Thema Vorsorge. Die TK, die TK spezial: Herr Staatsminister, die Kosten für Vorsorgeleistungen wie müssen sich die baye- übernimmt, ist Partner der Initiative rischen Versorgungsstrukturen des Staatsministeriums. aus Ihrer Sicht ändern, um die demografischen Herausforde- Nur jeder vierte bayerische Mann rungen der Zukunft zu meistern geht zur jährlichen Krebs-Früher- und die Versorgung in Bayern kennung. Das ist unter den Bundes- zu sichern? ländern der viertletzte Platz. Und das, obwohl sich die Ärzte im Frei- Huber: Durch den demogra- staat redlich bemühen. Männer fischen Wandel wird die Zahl finden jedoch gerne eine Ausrede älterer Menschen in unserer und jeder Vierte meint: „Früherken- Gesellschaft deutlich steigen. nung betrifft mich nicht – ich bin Dank des medizinisch-tech- gesund!“ nischen Fortschritts können Dr. Marcel Huber, Staatsminister im Bayerischen immer mehr Patienten immer Die TK-Studie zeigt aber auch, dass Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit besser behandelt werden. Unwissen ein großes Hindernis ist. Wir wollen Menschen im Alter 44 Prozent der Männer wissen nicht, möglichst lange ein selbstbe- auf welche Untersuchungen sie An-stimmtes Leben in der vertrauten Umgebung ermöglichen. Dazu brauchen wir mehr spruch haben. Ebenfalls bedenklich:Prävention, damit Krankheiten vermieden werden, vor allem die stark zunehmenden Obwohl gar keine Praxisgebühr beichronischen Krankheiten. Hierzu kann jeder durch ein gesundheitsbewusstes Leben der Krebsvorsorge anfällt, gab jederselbst beitragen. Wir haben zudem ein umfassendes Konzept zur Altersmedizin mit Siebte an, die Praxisgebühr sparendem Titel „Im Alter selbstbestimmt leben“ aufgelegt. Das Konzept stützt sich auf vier zu wollen. „Auf Wunsch erinnernSäulen: Prävention, Patientenberatung, Weiterentwicklung der Altersmedizin und wir per E-Mail rechtzeitig an alleAusbau der Palliativversorgung. Ziel ist ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität anstehenden Früherkennungster-bis ins hohe Alter. mine, die für unsere Kunden kosten- frei sind“, so Christian Bredl, LeiterTK spezial: Zu guter Letzt die Frage nach Ihrer persönlichen gesundheitspolitischen der TK-Landesvertretung Bayern.Reformagenda: Was muss aus Ihrer Sicht neben dem bereits Angesprochenen „Wir appellieren an die Ärzte, ihreangepackt werden? Patienten ebenfalls verstärkt zu motivieren.“ Männer lassen eherHuber: Zukünftig wird es in der Prävention eine klare Schwerpunktsetzung mit Jahres- das Auto durchchecken als denSchwerpunktthemen geben. Aktuell hat das Bayerische Gesundheitsministerium unter eigenen Körper. Dabei ist Krebsdem Motto „Gesundheit, Männer“ eine landesweite Kampagne gestartet, die Männern für jeden vierten Todesfall in Bayernzu einem gesünderen und längeren Leben verhelfen soll. Denn Männer leben im Schnitt verantwortlich. Jährlich erkrankenfünf Jahre kürzer als Frauen. Der Grund dafür ist häufig eine ungesündere Lebensweise: in Bayern 30.700 Männer an einerzu wenig Bewegung, schlechte Ernährungsgewohnheiten, zu viel Alkohol und Rauchen. Krebserkrankung (DeutschlandUnd: Männer sind Vorsorgemuffel. Während Frauen meist seit ihrer Jugend regelmäßig ca. 230.500).zum Arzt gehen und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, liegt die Rate bei Männerngerade mal bei 25 Prozent. Mit der Initiative zur Männergesundheit wollen wirdas ändern: Wir wollen allen Männern zeigen, dass es kein Zeichen vonSchwäche ist, wenn sie sich um ihre Gesundheit kümmern! Informationenüber Früherkennungsuntersuchungen, aber vor allem auch darüber, wieMan(n) auch im Alltag einen gesünderen Lebensstil führen kann, bietendas Internetportal www.maennergesundheit.bayern.de und eine App, damitdie besten Gesundheitstipps immer und überall abgerufen werden können. TK spezial 2 / 2012 2
  • BayernKaiserschnitt-Raten schwanken Informationzwischen 16 und 60 ProzentUnsicherheiten und Ängste spielen bei derEntscheidung zum Kaiserschnitt eine Rolle Zahl spezial 2010 kam jedes dritte Kind in Bayern am OP-Tisch zur Welt. Dabei schwankte der Anteil der Kaiserschnittgeburten in den •  3.348 Frauen haben im Jahr 3 Regionen enorm, so die TK in Bezug auf 2010 in Bayern per Kaiserschnitt die Daten des Statistischen Landesamtes. entbunden Die höchste Kaiserschnitt-Quote mit 60 Prozent hat der Landkreis Hof, die nied- rigste Rate haben die Kliniken im Land-kreis Haßberge mit 16 Prozent.Die regionalen Unterschiede deuten darauf hin, dass nicht nur medizinische Gründeeine Rolle dabei spielen, ob ein Kind auf natürlichem Weg das Licht der Welt erblicktoder per Operation. Unsicherheiten und Ängste spielen bei der Entscheidung zumKaiserschnitt eine Rolle. Allen werdenden Müttern, die gesetzlich krankenversichertsind, steht ein Vorgespräch über Fragen der Schwangerschaft und Geburt durchihre Hebamme zusteht. In dem vertraulichen Gespräch kann die Hebamme über die Kinderbuch CarlaGeburt zu Hause oder in einem Geburtshaus informieren, aber auch die Vor- undNachteile einer Kaiserschnittgeburt aufzeigen. Dabei wird die Entscheidungskompe- Epilepsie: Schon im Kindergarten-tenz der werdenden Eltern gefördert. Alter haben knapp 24.000 Kinder in Bayern einen Krampfanfall. Das Weitere Informationen liefert die Broschüre „Kaiserschnitt Ja! Nein! Vielleicht?“, berichteten die TK-Landesvertretung die unter http://www.bhlv.de/de/kaiserschnittsbroschuere/ erhältlich ist. und der Landesverband Epilepsie Bayern in Nürnberg bei der Vorstel- lung des Buches „CARLA“. Auf kindgerechte und verständliche Weise werden Anfälle und ihre Begleitumstände erklärt. Das Buch ist ein Vorleseerlebnis für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren“, so Doris Wittig-Moßner vom Landesverband Epilepsie Bayern. „Für Kindergärten, Frühförderung, Therapeuten und betroffene Eltern stellt das Buch ein wichtiges Hilfsmittel zum Erklären und Verstehen der Erkrankung dar.“ Das schön gestaltete Bilderbuch gibt es – dank der finanziellen Unterstützung der TK kostenlos – beim Landesverband Epilepsie Bayern e. V., Mittelstr. 10, 90596 Schwanstetten, Tel. 091 70 - 18 90, Fax 091 70 - 281 48, E-Mail: kontakt@epilepsiebayern.de. TK spezial 2 / 2012 3
  • BayernRundum versorgt Informationim Gesundheitsnetz von QuE IGel: Ja oder Nein entscheidetÄrzte in Nürnberg arbeiten Hand in Hand für der Patient!die Genesung ihrer Patienten Thrombose-Check beim Allgemein- mediziner, Anti-Schnarch-OP beimFür viele Menschen ist der Hausarzt erster Ansprechpartner in Sachen Gesundheit. Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Augen-Doch oftmals ist der „kurze Weg“ zum Hausarzt nicht ausreichend. Etwa dann, wenn innendruckmessung beim Augen-für eine sichere Diagnose spezialisiertes Fachwissen gefragt ist und womöglich noch arzt. Wohl jeder gesetzlich Versi-ein weiterer Arzt hinzugezogen werden muss. cherte hat schon einmal eine individuelle GesundheitsleistungEffektive und sichere Therapie! (IGeL) von seinem Arzt angepriesen bekommen. Das Besondere: DieUm Patienten bei der Suche nach dem richtigen Arzt zu unterstützen, bietet die TK Patienten müssen die Kosten selbstzusammen mit dem Gesundheitsnetz QuE in Nürnberg einen besonderen Service: tragen. Die Kassen dürfen dafürMehr als 100 Ärzte aller wichtigen Fachrichtungen arbeiten eng zusammen. Die nicht aufkommen, weil viele dieserPatienten profitieren dabei von einer effektiven und sicheren Therapie: Die beteiligten Angebote weder medizinischÄrzte tauschen sich untereinander aus, Doppeluntersuchungen können vermieden notwendig sind, noch ihr Nutzenwerden. wissenschaftlich nachgewiesen ist.Zusatznutzen für TK-Versicherte: Ein neues Internetportal der Kran- kenkassen will jetzt Licht ins Dunkel Für die Patienten entfallen der Selbstzahler-Angebote bringen: längere Wartezeiten und Der IGeL-Monitor (www.igel-monitor. lästige Terminabsprachen. de) lotst Patienten durch den Die QuE-Praxen verpflichten Leistungs-Dschungel und bewertet sich, bei vorab vereinbarten den Nutzen und mögliche Neben- Terminen die Wartezeit grund- wirkungen. Initiator des IGeL-Moni- sätzlich auf max. 30 Minuten tors ist der Medizinische Dienst zu begrenzen. des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Geldgeber Für berufstätige Patienten ist der Spitzenverband der Gesetz- werden besondere Sprech- lichen Krankenversicherung. zeiten angeboten. Bei der Entscheidung für oder Die Patienten erhalten die gegen eine solche Selbstzahler- „arriba“-Risiko-prognose für leistung hilft auch die Broschüre Herzinfarkt und Schlaganfall „Selbst zahlen? Individuelle Gesund- angeboten. heitsleistungen“ der Techniker Krankenkasse (TK). Der Ratgeber, Die Patienten haben Anspruch den die TK gemeinsam mit der auf einen erweiterten Gesund- Bundesärztekammer und der heits-Check-up alle zwei Jahre. Kassenärztlichen Bundesvereini- gung (KBV) verfasst hat, klärt auf, Die Ärzte bieten die Blutdruck- worauf jeder achten sollte, der vom messung mittels ABI-System Arzt eine solche Leistung angeboten an, dem derzeit genauesten bekommt, und hilft, die richtigen Basis-Diagnostik-Verfahren zur Fragen zu den IGeLAngeboten zu Feststellung einer peripheren stellen. arteriellen Verschlusskrankheit. Informationen zum Thema unter Die QuE-Ärzte führen eine www.tk.de, Webcode 225632 spezielle Pharmakotherapie- Beratung für die TK-versicher- ten Patienten ein. Dazu nehmen die Ärzte selbst an entspre- chenden Fortbildungen teil. TK spezial 2 / 2012 4
  • BayernEine Weltmeisterin für die TK in Bayern InformationKampagne „Bayern bleibt fit“mit Magdalena Neuner Bayerische Arbeitgeber misstrauen kranken Mitarbeitern nur selten Bayerns Firmen misstrauen ihren Mitarbeitern nur selten, wenn diese aufgrund ärztlich attestierter Krank- heit an ihrem Arbeitsplatz fehlen. Nach Mitteilung der TK prüfte der Medizinische Dienst der Kranken- versicherung (MDK) in Bayern im vergangenen Jahr 5.825 Fälle auf Verlangen von Arbeitgebern, ob der „gelbe Schein“ zu Recht ausgestellt worden war. Damit wird im Schnitt nur einer von 900 krankgemeldeten Arbeitnehmern im Land vom MDK genauer unter die Lupe genommen. Bei jedem fünften geprüften Fall wurde die Krankschreibung sofort aufgehoben. In Bayern gibt es für die Arbeit- geber nur wenig Anlass, die Krank- meldungen ihrer Beschäftigten anzuzweifeln. Der KrankenstandMagdalena Neuner macht es vor: Auch als pensionierte Spitzensportlerin bleibt sie der TK-Versicherten lag im vergan-fit. Gemeinsam mit der TK will sie nun die Menschen im Freistaat zu einem gesünde- genen Jahr mit drei Prozent zwarren Lebensstil motivieren. Unter dem Motto „Bayern bleibt fit“ wirbt die ehemalige etwas über dem Vorjahr (2,9 Pro-Biathletin mit ihrem Gesicht und ihrer Stimme für die TK in Bayern. „Ich wünsche mir, zent), aber immer noch deutlichdass unsere Kampagne Lust auf Sport und gesunde Bewegung macht“, sagt die unter dem Bundesdurchschnitt25-jährige Weltmeisterin. (3,51 Prozent). Damit weist Bayern den zweitniedrigsten KrankenstandTK in Bayern bietet sportmedizinische Untersuchungen an im bundesweiten Vergleich auf.In Bayern treibt jeder Vierte höchstens dreimal im Monat Sport und jeder Sechste Offensichtlich gehen im Freistaatbewegt sich nie, so eine Forsa-Befragung im Auftrag der TK. „Aus unserer Sicht reicht Menschen aus Pflichtbewusstseines nicht, Menschen dabei zu helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden. Wer oder Angst um ihren Arbeitsplatznicht weiß, wo seine körperlichen Grenzen und Schwachpunkte liegen, läuft Gefahr, auch dann zur Arbeit, wenn siesich beim Sport zu überfordern“, sagt Christian Bredl. „Diejenigen, die nach langer eigentlich zu Hause besser aufge-Pause mit Joggen, Radfahren oder anderen Sportarten beginnen, die nicht durch hoben wären. 11,1 Tage haben dieeinen qualifizierten Trainer angeleitet werden, sollten sich vorab von einem Fachmann gesetzlich versicherten Arbeitneh-durchchecken und beraten lassen.“ mer im Freistaat im Schnitt gefehlt, im gesamten Bundesgebiet warenIn Kooperation mit ausgewählten Ärzten bietet die TK ab sofort sportmedizinische es 12,8, in Mecklenburg-Vorpom-Vorsorgeuntersuchungen an, die TK-Versicherte alle zwei Jahre wiederholen können. mern sogar 15,9 Tage.Die Versicherten zahlen für die neue Leistung einen Eigenanteil von höchstens17 Euro.„So macht Sport auch langfristig Spaß!“Magdalena Neuner ist von der neuen TK-Leistung begeistert: „Zu wissen, wie meinKörper auf bestimmte Bewegungsabläufe reagiert, ob meine Sportart überhauptfür mich geeignet ist und wo meine Belastungsgrenze liegt, beugt körperlichenBeschwerden von Anfang an vor. So macht das Sport auch langfristig Spaß!“Im Rahmen der Kampagne mit Magdalena Neuner finden außerdem TK-Aktionstagebei dem Sportausrüster Intersport statt. Dort gibt es weitere Gesundheits-Checksund persönliche Tipps für das Training. Weitere Informationen gibt es unter www.tk.de/bayern. TK spezial 2 / 2012 5
  • BayernOtist, kisilerle, Alakalılar, Kurumu Hintergrund Kurznachrichten(Verein für Menschen mit Autismus,Angehörige, Freunde) Autismus Autismus ist eine tief greifendeDoppelte Inklusion: TK fördert ersten Infoflyer über Autismus angeborene Entwicklungsstörung,in türkischer Sprache von der allein in Bayern schätzungs- weise über 100.000 MenschenVor vier Jahren unterzeichneten der damalige Bundespräsident Horst Köhler und betroffen sind. Subtypen sind:Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die UN-Konvention zur Inklusion und signalisier- frühkindlicher Autismus, der meistten: Deutschland ändert seine Strukturen so, dass Menschen mit Handicap – sei es bis zum dritten Lebensjahr festge-gesundheitlich oder aufgrund ihrer Herkunft – alle Chancen haben wie jeder andere stellt wird; atypischer Autismus,Bürger in unserem demokratischen Land. Ein Baustein dafür ist der Infoflyer über bei dem sich die Symptome oftAutismus, der mit Unterstützung der TK erstmals in Bayern in türkischer Sprache erst nach dem dritten Lebensjahraufgelegt wurde und von autismus Oberbayern e. V. veröffentlicht wird. manifestieren; und das Asperger- Syndrom, das nicht selten erst imMigranten mit einem behinderten Kind sind zweifach benachteiligt Jugend- oder Erwachsenenalter festgestellt wird, weil bestehende „Immer mehr türkische Familien mit Auffälligkeiten häufig falsch dia- autistischen Kindern suchen Rat gnostiziert werden. bei uns“, sagt Dr. Nicosia Nieß, Vor- standsvorsitzende des Selbsthilfe- Das Wort „Autismus“ stammt aus vereins. Migranten mit behindertem dem Griechischen (autos = für Kind sind zweifach benachteiligt: sich, selbst; ismos = Zustand) und Sie müssen sich in der neuen Kultur beschreibt die Hauptsymptomatik: und Mentalität wohlfühlen und mit Isolation bzw. Selbstbezogenheit der Behinderung ihres Kindes fertig- auf die eigene Person, abgekapselt werden. Was bedeutet die komplexe von der Außenwelt mit fehlendem Diagnose für den Alltag? Wie gehen Interesse an sozialen Kontakten. wir Eltern und Angehörige damit Autisten haben oft Kommunikations- um? Gibt es Therapien? Dr. Lidwina probleme, motorische Störungen Bei der Flyer-Vorstellung übergab Christian Bredl (mi.) Genovich-Unterberger, selbst sowie Schwierigkeiten bei der symbolisch 13.495 Euro an die Vorstände von autismus geboren in Istanbul, betreut viele Verarbeitung von Sinneswahrneh- Oberbayern Dr. Nicosia Nieß (2. v. li.) und Christiane Nagy. türkische Familien und kennt die mungen. Man geht jedoch davon Mit dabei: Hidayet Eris, türkischer Generalkonsul. Probleme: „Infomaterial in türkischer aus, dass Autisten Kontakt zu ihrer (Bild: Anadolu Ajansı) Sprache hilft den Betroffenen sehr, Umwelt aufnehmen, allerdings auf besonders um die Eltern von falschen eine andere, ihnen eigene Art und Schuldgefühlen zu befreien.“ Ursache Weise.von Autismus sei eine neurobiologische Entwicklungsstörung und nicht eine gestörteEltern-Kind-Beziehung, so die Psychotherapeutin weiter. Um die empfundene Reizüberflu- tung abzuschalten, entwickelnDie TK in Bayern fördert die Arbeit von autismus Oberbayern Autisten oft repetitive Verhaltens- muster. Das heißt, sie wiederholenAutismus ist nicht heilbar, je früher aber ein Kind diagnostiziert wird, desto eher kann schematisch bestimmte Handlun-es gefördert werden. Dr. Nieß: „Sprache und soziale Verhaltensweisen bessern sich gen. Bei etwa jedem dritten Betrof-deutlich. Selbstständiges Leben und sogar eine Beschäftigung werden so möglich.“ fenen treten BegleiterkrankungenSie freut sich sehr, dass die TK den Verein dieses Jahr mit 13.495 Euro fördert. Auch auf, zum Beispiel Epilepsie oderder türkische Generalkonsul Hidayet Eris ist begeistert: „Ich werde den Religionsatta- Hyperaktivitätsstörungenché auffordern, den Flyer in Moscheen, Schulen und Bildungsinstitutionen den Familienzur Verfügung zu stellen. ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung BayernGrafinger Straße 2, 81671 MünchenVerantwortlich: Christian BredlRedaktion: Alexander Becker und Kathrin HeydebreckTelefon: 089 - 490 69    00 -6Telefax: 089 - 490 69    24 -6E-Mail: lv-bayern@tk.deTwitter: twitter.com/krankenkasseInternet: www.tk.de/lv-bayern