"TK spezial" Thueringen 4-2013
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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Thueringen.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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"TK spezial" Thueringen 4-2013 "TK spezial" Thueringen 4-2013 Document Transcript

  • Informationsdienst der techniker Krankenkasse thüringen Inhaltsverzeichnis Nr. 4 /Dezember 2013 Künstliche Befruchtung: TK zahlt Ehepaaren Zuschuss Studie: Thüringer leiden am stärksten unter Jobstress Cybermobbing: neuer Baustein für Anti-Mobbing-Koffer Wird gut gemeint auch gut gemacht? Kommentar Liebe Leserin, lieber Leser, Koalitionsverhandlungen aus Thüringer Sicht Unabhängig von den konkreten Formulierungen im Vertrag und den Personalentscheidungen haben die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD bereits mehr als deutlich gezeigt, was auf der gesundheitspolitischen Agenda steht und wohin die Reise im Grundsatz gehen wird. Dabei bewegen sich die Koalitionäre durchaus im Rahmen der Erwartungen in der Bevölkerung. So favorisieren die im Vorfeld der Bundestagswahl befragten Thüringer einen einheitlichen Versicherungsmarkt und sehen beim Thema Pflegebedürftigkeit auch bei sich selbst perspektivisch wachsenden Bedarf. Dass vor diesem Hintergrund Planungen zur zeitnahen Terminvergabe beim (Fach-)Arzt auch für gesetzlich Versicherte sowie die angekündigten Verbesserungen der Pflegeleistungen auf Zustimmung stoßen, überrascht nicht, auch wenn Letzteres mit einer Anhebung des Pflegeversicherungsbeitrags einhergehen wird. Auf konkrete Umsetzungsschritte darf man hier aus Thüringer Sicht jedoch durchaus gespannt sein. Wie werden sich etwa ambulant tätige Ärzte verhalten, wenn die Tätigkeit im Krankenhaus als besser bezahlte Alternative etabliert wird? Oder wie können Rücklagen für die massiv ansteigende Pflegebedürftigkeit gebildet werden und welche Möglichkeiten haben gerade die in ihrer Mehrheit noch immer gering verdienenden Thüringer zur notwendigen privaten Vorsorge? Bundesbasisfallwert kommt – aber zu spät Ähnliches dürfte auch für viele Überlegungen im Krankenhausbereich gelten, wo sich insbesondere das Thema Qualität anschickt, zum Megatrend der künftigen Jahre zu werden. Hier scheint die wichtigsten Gesundheitspolitiker inzwischen die Auffassung zu einen, dass in deutschen Spitälern planbare Eingriffe zu schnell und zu oft erfolgen. Ob sich freilich mit einer Zweitmeinungspflicht, einem Konversionsfonds und einem neuen Qualitätsinstitut allein die problematische Mischung aus im internationalen Vergleich überdurchschnittlich vielen Betten und unterdurchschnittlich spezialisierten Strukturen nachhaltig verändern lässt, bleibt abzuwarten. Hier scheinen zunächst die Problemsymptome behandelt zu werden. Politisch ist es möglicherweise klug, die Problemursachen zunächst nur zu streifen, denn für zentrale Richtungsentscheidungen zu Finanzierung und Investitionsförderung benötigt der Bund ohnehin die Zustimmung der Länder. Dass der aus Thüringer Sicht inzwischen zwingend gebotene Angleichungsschritt zu bundeseinheitlichen Preisen für identische Krankenhausleistungen bei den Verhandlungen eine Rolle gespielt hat, ist sehr zu begrüßen. Der skizzierte Zeitplan enttäuscht dennoch, da die in Thüringen offenkundige Kombination aus niedrigen Preisen und geringer Landesförderung eine baldige Regelung erforderlich macht. Auch die für eine zukunftsfähige Gestaltung der medizinischen Versorgung im ländlichen Bereich relevanten Regelungen zur künftigen Rolle des nichtärztlichen Fachpersonals oder der Medizinerausbildung bleiben durchaus hinter den Erwartungen zurück, wenn man sieht, wie detailliert um andere Formulierungen gerungen wurde. kürzlich wandte sich die Thüringer Ärztekammer mit einer Resolution gegen die Auswüchse eines aggressiven Patientenmarketings. Im Vorfeld war aufgefallen, dass Krankenhäuser verstärkt an Standorten der Konkurrenz mit Veranstaltungen und Anzeigen um Patienten werben. Eine große Thüringer Zeitung befragte daraufhin einige Geschäftsführer, die jedoch keine Auffälligkeiten feststellen wollten. Möglicherweise erschien der Artikel jedoch einen Tag zu früh, denn zeitgleich konnte man in Erfurt die Präsentation einer ostthüringischen Klinik erleben, moderiert von einem leitenden Redakteur derselben Zeitung. Im Mittelpunkt standen, wie so oft, die Segnungen künstlicher Gelenke. Nun ist gegen solche Werbung grundsätzlich nichts einzuwenden, wäre da nicht der rätselhafte Spitzenplatz Thüringens beim Einsatz künstlicher Kniegelenke, den die Bertelsmann-Stiftung gerade ermittelt hat. Da die Fallzahlentwicklung an manchen Stellen durchaus medizinisch zweifelhaft ist, möchte die Kammer die Thüringer Ärzteschaft zu Recht vor einer Kampagnenbeteiligung schützen. Ihr Guido Dressel Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen
  • thüringen Forsa-Umfrage: Mehrheit der Thüringer spricht sich für einheitlichen Krankenversicherungsmarkt aus Sechs von zehn Menschen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt (62 Prozent) wünschen sich einen einheitlichen Versicherungsmarkt, in dem alle Anbieter zu gleichen Bedingungen agieren und sich alle Bürger frei zwischen den Anbietern entscheiden können. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der TK. Selbst unter den Privatversicherten spricht sich nur knapp jeder Dritte (32 Prozent) dafür aus, die bestehende Zweiteilung der Krankenversicherung beizubehalten. Die Mehrheit der Menschen in Mitteldeutschland ist außerdem der Ansicht, dass die privaten Krankenversicherungen ihre Probleme selbst lösen sollten. Nur etwa jeder Vierte (23 Prozent) vertritt die Meinung, der Gesetzgeber sollte einschreiten, um die Situation der privaten Krankenversicherung zu stabilisieren. Sechs von zehn Befragten (61 Prozent) erklären hingegen, für Problemlösungen sollten die privaten Versicherungsunternehmen selbst sorgen. Diese Ansicht vertritt sogar mehr als jeder zweite Privatversicherte (56 Prozent). Hintergrund Studiendaten Im August 2013 hat Forsa im Auftrag der TK bevölkerungsrepräsentativ 1.001 Erwachsene in Deutschland zu aktuellen Gesundheitsthemen befragt. Information Ende einer Ära: Krankenversichertenkarte verliert Gültigkeit Die Krankenversichertenkarte (KVK) verliert nach fast 20 Jahren zum 31. Dezember 2013 ihre Gültigkeit. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKVSpitzenverband vereinbart. Ab 2014 ist nur noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Versicherungsnachweis anerkannt. Für Einzelfälle wurde eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2014 vereinbart. In dieser Zeit kann der Arzt darüber entscheiden, ob er im Einzelfall mit der alten KVK noch arbeiten und abrechnen möchte. Die Krankenkassen wurden gesetzlich verpflichtet im Jahr 2011 mindestens zehn Prozent und im Jahr 2012 weitere 60 Prozent ihrer Versicherten mit einer eGK auszustatten. Bei Nichterfüllung drohten Sanktionszahlungen. Die TK hat die Zielvorgaben jeweils erfolgreich erfüllt. Inzwischen besitzen 92 Prozent der TK-Versicherten eine eGK. Jeder Fünfte geht von einem erhöhten Pflegerisiko aus Fragen zum Thema „Pflege“ haben gezeigt, dass nur jeder Zehnte in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sein Risiko, später einmal pflegebedürftig zu werden, als gering einschätzt – im Bundesvergleich der niedrigste Wert. Jeder Fünfte geht sogar persönlich von einem erhöhten Pflegerisiko aus. Demgegenüber geben allerdings 44 Prozent der befragten Mitteldeutschen an, dass sie für den Fall einer möglichen Pflegebedürftigkeit noch gar nicht privat vorgesorgt haben. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Mehr als die Hälfte der Menschen in den drei Ländern (55 Prozent) nimmt ihre Krankenkasse als Interessenvertreter der Versicherten wahr – noch vor den Verbraucherzentralen (38 Prozent), Patientenverbänden (28 Prozent) und der Politik (18 Prozent). Nur die Hausärzte liegen mit einem Wert von 68 Prozent knapp vor den gesetzlichen Kassen. Selbstverständlich besteht der Leistungsanspruch gegenüber der TK auch ohne eGK. TK-Versicherte haben die Möglichkeit, innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung einen gültigen Versicherungsnachweis nachzureichen. Falls dies nicht erfolgt, kann der Arzt die Behandlung privat in Rechnung stellen. TK spezial 4 / 2013 2
  • thüringen Im Wettbewerb um beste Leistungen gewinnt der Patient Künstliche Befruchtung: TK zahlt Ehepaaren bis zu 750 Euro Zuschuss Ehepaare, die aufgrund eines unerfüllten Kinderwunschs Maßnahmen der künstlichen Befruchtung in Anspruch nehmen, erhalten künftig von der TK einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro je Behandlungsversuch. Bereits seit dem 1. Oktober übernimmt die TK den Zuschuss jeweils für bis zu drei Behandlungsversuche – insgesamt also bis zu 750 Euro. Voraussetzung ist, dass beide Ehepartner bei der TK versichert sind. Mit dieser Satzungsleistung unterstützt die TK Ehepaare, die eine sogenannte In-vitro-Fertilisation (IVF) oder eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) durchführen lassen. Laut Gesetz übernehmen die Krankenkassen die Hälfte der Kosten, die bei diesen Maßnahmen anfallen. Dadurch entstehen den betroffenen Versicherten zum Teil erhebliche Eigenanteile. Mit dem Zuschuss möchte die TK diese finanzielle Belastung reduzieren. Neue App erlaubt Arztsuche mit dem Smartphone Ab sofort ist es noch einfacher, einen guten Arzt in der Nähe zu finden oder weiterzuempfehlen. Möglich macht dies eine neue App: Mit dem TK-Ärzteführer lassen sich nicht nur Ärzte bewerten, sondern auch miteinander vergleichen. Eine Karte zeigt übersichtlich, wo der gewählte Arzt seine Praxis hat, und der integrierte Routenplaner führt den Patienten direkt dorthin. Die Kontaktaufnahme erleichtert die Anruffunktion – Antippen genügt. Für die Bewertung per App gelten dabei die gleichen Sicherheitsstandards wie für die Bewertung im Online-Portal: Sie erfolgt anonym mit den individuellen Anmeldedaten. Nimmt der Nutzer zum ersten Mal eine Bewertung vor, muss er sich vorab mit den Angaben auf seiner Versichertenkarte registrieren. Jeder Versicherte kann einen Arzt nur einmal bewerten, bei einer erneuten Bewertung wird die ältere überschrieben. QR-Code zu iTunes Die unabhängige und kostenfreie Arztsuche basiert auf den Daten der Weissen Liste. Sie vermittelt verlässliche Informationen zu rund 200.000 Ärzten in ganz Deutschland – Adressen, Öffnungszeiten, Zusatzbezeichnungen und Patientenbewertungen auf Grundlage eines wissenschaftlich fundierten Fragebogens. Mithilfe der App lassen sich darüber hinaus mehr als 3.000 Fachbegriffe und die Diagnosecodes übersetzen sowie ärztliche Fachgebiete verständlich erklären. QR-Code zu Google Play Mehr Informationen zur App TK-Ärzteführer sind auf tk.de/lv-thueringen mit dem Webcode 574744 zu finden. Die App ist kostenfrei zum Download im iTunes-Store sowie im GooglePlay-Store erhältlich – für iPhones/iPads und für Android-Smartphones. Information Neuer Ratgeber: Leben leben – trotz Krebs Alle 64 Sekunden erfährt irgendwo in Deutschland ein Mensch, dass er Krebs hat. 490.000 Mal pro Jahr. Nach dem ersten Schock tun sich viele Fragen auf. Bestseller-Autorin Annette Rexrodt von Fircks ist selbst vor 15 Jahren schwer an Krebs erkrankt und teilt ihre Erfahrungen mit Betroffenen. In der neuen Broschüre „Leben leben – trotz Krebs“ beschreibt die Autorin auf 60 Seiten ihre eigenen Erfahrungen, sucht Antworten und gibt Rat. „Es ist wichtig, gerade in solch einer Krise die Zügel des Lebens wieder selbst in die Hand zu nehmen und das Gefühl zu spüren, dass man Einfluss nehmen kann, das Leben gestalten kann“, beschreibt Annette Rexrodt von Fircks die Zeit nach dem Schock ihrer eigenen Diagnose. In dem neuen Ratgeber erklärt sie, wie man eigene Kraftquellen mobilisieren kann, welche Rolle eine gesunde Lebensweise dabei spielt und was im Umgang mit Kindern und Angehörigen in dieser Situation hilfreich ist. Weitere Informationen und die Broschüre zum Download gibt es kostenlos unter www.tk.de/ lv-thueringen, Webcode 576824. TK spezial 4 / 2013 3
  • thüringen TK-Stressstudie: Thüringer leiden deutschlandweit am stärksten unter Jobstress Hintergrund Der Job ist der größte Stressfaktor für die Menschen in Thüringen. Das zeigt die neue Stressstudie „Bleib locker, Deutschland!“, die Forsa im Auftrag der TK durchgeführt hat. Fast zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten aus Thüringen, Sachsen und SachsenAnhalt fühlen sich hauptsächlich durch Beruf, Studium und Schule gestresst. Im Bundesvergleich nehmen die mitteldeutschen Länder damit den Spitzenplatz ein, der Schnitt liegt bei 47 Prozent. Drei Viertel der Berufstätigen klagen über zu viel Arbeit. Auch hier sind die Mitteldeutschen deutlich über Durchschnitt (65 Prozent) und gemeinsam mit den Norddeutschen spitze im Bundesvergleich. Zwei Drittel leiden unter Termindruck und Hetze, vier von zehn Befragten unter schlechten Arbeitsbedingungen wie Lärm oder Hitze. Überdurchschnittlich häufig nennen die Berufstätigen auch mangelnde Anerkennung. Während in Mitteldeutschland vier von zehn Befragten darüber klagen, sind es bundesweit nur drei von zehn. Jeder Dritte nennt zu wenig Handlungsspielraum im Job als Problem, bundesweit nur zwei von zehn Befragten. Für jeden dritten Berufstätigen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist die Informationsflut am Arbeitsplatz stressauslösend. Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten sind für ein Viertel Stressfaktoren. Jeder vierte Thüringer arbeitet mehr als 40 Stunden pro Woche Trotzdem ist der Job für die große Mehrheit der berufstätigen Thüringer ein überaus wichtiger Teil des Lebens, der auch Spaß macht (80 Prozent). Nur für jeden Fünften aus den drei mitteldeutschen Ländern ist Arbeit reiner Broterwerb. Und kein einziger Befragter hat angegeben, dass der Job ihn frustriert und auslaugt. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sind dies immerhin elf, bundesweit vier Prozent. Die TK-Studie zeigt auch: Ein Viertel der Thüringer hat Probleme, berufliche und familiäre Pflichten zu vereinbaren. Dies wird beim Blick auf das durchschnittliche Arbeitspensum umso deutlicher: Jeder vierte Thüringer arbeitet mehr als 40 Stunden in der Woche, jeder zehnte sogar mehr als 50 und jeder fünfte muss auch außerhalb seiner Arbeitszeit beruflich erreichbar sein. Dabei gilt Stress nicht per se als negativ. Entscheidend ist, dass man über genügend Ressourcen verfügt, die man dem Stress entgegensetzen kann. Und vielen gelingt dies auch: Jeder zweite berufstätige Thüringer (54 Prozent) sagt, dass Stress ihn anspornt, jeder sechste (17 Prozent) läuft unter Druck sogar erst richtig zu Hochform auf. ! Deutschland Bleib locker, e der Nation TK-Studie zur Stresslag Studiendaten Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im September 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zur Stresslage der Nation befragt. Der 44-seitige Studienband „Bleib locker, Deutschland!“ mit den Ergebnissen steht unter www.tk.de/lv-thueringen, Webcode 590190, zum kostenlosen Download bereit. Information Betriebliches Gesundheitsmanagement Die TK unterstützt und berät seit mehr als zehn Jahren Unternehmen und ihre Mitarbeiter in der betrieblichen Gesundheitsförderung und betreut aktuell über 1.000 Betriebe bei der Einführung und Etablierung eines Gesundheitsmanagements. In gemeinsamen Projekten beteiligt sie sich mit ihrem Know-how. Firmenkunden können sich sogar einen finanziellen Zuschuss sichern. Informationen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind online zusammengefasst unter www.tk.de/lv-thueringen, Webcode 018168. TK spezial 4 / 2013 4
  • thüringen Neuer Baustein für Thüringer Anti-Mobbing-Koffer Bildungsministerium und TK verstärken Anstrengungen gegen Cybermobbing Hintergrund Forsa-Umfrage Cybermobbing Jeder vierte Jugendliche aus Thüringen, Sachsen und SachsenAnhalt ist bereits Opfer einer Cybermobbing-Attacke gewesen, bundesweit sogar jeder dritte. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK. Insgesamt 15 Prozent der Schüler aus den drei Ländern wurden bereits im Internet oder per Handy direkt bedroht oder beleidigt. Jeder Zehnte gibt sogar zu, via Internet selbst schon einmal Täter gewesen zu sein. Die Folgen von Cybermobbing sind laut Umfrage: Die Opfer sind nicht nur wütend (66 Prozent), verletzt (35 Prozent), verzweifelt (21 Prozent) oder fühlen sich hilflos (20 Prozent), sondern leiden auch unter direkten körperlichen Folgen. Von Schlafstörungen berichten 18 Prozent, Kopfoder Bauchschmerzen nennen jeweils sechs Prozent als Reaktion auf Cybermobbing. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die TK verstärken ihre Anstrengungen gegen Beleidigungen und Mobbing im Internet. Die gemeinsame Initiative an Thüringer Schulen wird um den Schwerpunkt Cybermobbing ergänzt. Dafür wird der Anti-Mobbing-Koffer, das Herzstück der Initiative „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!“, mit neuen speziellen Unterrichtsmaterialien, Übungen und Tipps zur Gesprächsführung erweitert. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt, wie verbreitet Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen ist. Mit der neuen Initiative soll gezielt gegen diese Entwicklung vorgegangen werden. Sie richtet sich an alle weiterführenden Schulen in ganz Thüringen und soll Schüler der fünften, sechsten und siebenten Klassen gezielt für einen fairen Umgang im direkten Miteinander oder im Internet, speziell in sozialen Netzwerken, sensibilisieren. Christoph Matschie: „Wir brauchen eine Kultur der Aufmerksamkeit“ Neben den Hilfsmitteln und Informationen zeigt ein Film am Beispiel eines betroffenen Schülers, welche Arten von Cybermobbing es gibt und wie schwierig es ist, sich gegen die Attacken zur Wehr zu setzen. Er soll so die Diskussion über mögliche Wege der Unterstützung zwischen den Heranwachsenden anregen. Eine spezielle Elterninformationsbroschüre mit Hinweisen, wenn beispielsweise das eigene Kind Opfer oder Täter ist, beziehungsweise einen Vorfall beobachtet hat, ist zusätzlich eine Hilfe im außerschulischen Bereich. Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie spricht sich für ein aktives Handeln gegen Cybermobbing aus. „Unter den Folgen von Mobbing leiden die persönliche Entwicklung und die schulischen Leistungen. Deshalb brauchen wir an allen Bildungseinrichtungen eine Kultur der Aufmerksamkeit, mit der wir Mobbing engagiert entgegentreten. Die Initiative von Techniker Krankenkasse und Bildungsministerium ist eine wertvolle Unterstützung, um unsere Schüler zu befähigen, Konflikte gewaltfrei und konstruktiv zu lösen.“ Für die Umfrage hat Forsa 1.000 Schüler zwischen 14 und 20 Jahren telefonisch interviewt. Information Mobbingfreie Schule Die Initiative „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!“ haben das Thüringer Bildungsministerium und die TK im Jahr 2011 gestartet. Insgesamt 350 Anti-Mobbing-Koffer haben die Schulen im Freistaat seitdem erhalten. Gemeinsam mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung wurden zudem Pädagogen und Psychologen geschult, sodass sie Kollegen und Eltern für das Thema Mobbing sensibilisieren und in die Materialien aus dem AntiMobbing-Koffer – eine praxisnahe Anleitung für die Veranstaltung einer Projektwoche, Filme, ein umfangreiches Handbuch und Informationsmaterialien – einführen können. Mehr Informationen zur Initiative sind unter www.tk.de/lv-thueringen, Webcode 352934, zu finden. TK spezial 4 / 2013 5
  • thüringen Soziales Kontrovers: Veranstaltungsreihe als feste Größe in der sozialpolitischen Debatte Kontroverse Debatten verspricht bereits der Titel. Und selten sorgte ein Thema so sehr für Diskussionen wie die Ost-West-Rentenangleichung. Mit Dr. Wolfgang Kohl, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, gestaltete der stellvertretende Chefredakteur der Thüringischen Landeszeitung (TLZ) Hartmut Kaczmarek ein offenes Podium, an dem sich ausgewählte Gäste aus Referent Dr. Wolfgang Kohl von der Deutschen RentenversicheLandespolitik und Fachöffentrung mit den Veranstaltern Hartmut Kaczmarek (TLZ), Guido lichkeit aktiv beteiligten. Auch Dressel (TK) und Prof. Dr. Georg Neubauer (EAH) (v. l. n. r.) im Nachgang der Veranstaltung sorgten die Thesen des Referenten für kontroverse TLZ-Leserdebatten. Mittels Beispielrechnung hatte Kohl erläutert, dass die Rentenanwartschaft eines Ostdeutschen bei identischem Bruttolohn höher sei als die eines Westdeutschen. Die dritte Auflage von „Soziales Kontrovers“ richtete sich im exklusiven Rahmen der 27. Etage des Jenaer Scala-Hotels an ein ausgewähltes Teilnehmerfeld und lief als Spezialausgabe der Reihe. Nach gut einem Jahr hat sich „Soziales Kontrovers“ als feste Größe in der öffentlichen Debatte in Thüringen etabliert. Die Veranstalter, die Ernst-Abbe-Fachhochschule (EAH), die TLZ und die TK-Landesvertretung Thüringen, haben ein Format entwickelt, das als Plattform zur Diskussion gesundheitsund sozialpolitischer Fragen im Land dient und insbesondere auch junges und studentisches Publikum integriert. Am Ende „Jeden Freitag um 11 Uhr ist im Bundestag die Rente dran. Alle zwei Wochen. In der anderen Woche ist der Mindestlohn dran.“ Patrick Kurth, Thüringer FDP-Politiker und von 2009 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags, bei der Veranstaltungsreihe „Soziales Kontrovers“. Am Jahresende Die TK-Landesvertretung Thüringen bedankt sich für ein erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit: Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Impressum Herausgeber: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Thüringen Schlösserstraße 20, 99084 Erfurt Verantwortlich: Guido Dressel Redaktion: Teresa Urban Telefon: 03 61 - 54 21-   00 4 Telefax: 03 61 - 54 21    30 -4 E-Mail: lv-thueringen@tk.de Twitter: www.twitter.com/TKinTH Internet: www.tk.de/lv-thueringen Die TK in Thüringen TK-ServiceTeam Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Tel. 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr) www.tk.de TK-ÄrzteZentrum Tel. 040 - 85 50 60 60 60 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr TK-FamilienTelefon Tel. 040 - 85 50 60 60 50 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr TK-ReiseTelefon Tel. +49 40 - 85 50 60 60 70 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr TK im Internet www.tk.de E-Mail: service@tk.de