"TK spezial" für Schleswig-Holstein 3-2011
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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein.

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    "TK spezial" für Schleswig-Holstein 3-2011 "TK spezial" für Schleswig-Holstein 3-2011 Document Transcript

    • InformatIonsdIenst der technIker krankenkasse schleswig-holsteinInhaltsverzeichnis Nr. 3 /September 2011 Babyfocus – mehr Qualität rund um die Geburt Organspende: Mehr Information bleibt wichtig TK-Arztberatung: „Kurzer Dienstweg statt Bürokratie“ Männer und Frauen im Gesundheitsvergleich EditorialKliniken in Rheinland-Pfalzam teuersten Liebe Leserinnen, liebe Leser,Ob unkomplizierte Blinddarm-OP oder aufwendige Herztransplantation – die Preisefür Krankenhausbehandlungen in Deutschland unterscheiden sich regional sehr stark. eine exzellenteDas Preisniveau lässt sich an den Landesbasisfallwerten für 2011 ablesen. Die VersorgungSpanne reicht von rund 3.130 Euro für Rheinland-Pfalz bis 2.863 Euro für Mecklen- unserer Versi-burg-Vorpommern. Der Bundesdurchschnitt beträgt rund 2.942 Euro. Für Schleswig- cherten ist einHolstein wurde mit 2.884,86 Euro ein Wert vereinbart, der fast zwei Prozent günstiger zentralesist als der Bundesdurchschnitt. Anliegen der TK. Dies gilt ganz besonders für uns als FamilienkasseZur schrittweisen Angleichung der unterschiedlichen Landesbasisfallwerte wurde im mit über 100.000 Familienversicher-Krankenhausentgeltgesetz ein einheitlicher Basisfallwertkorridor eingeführt. Bis 2014 ten in Schleswig-Holstein. Mit demsollen die Landesbasisfallwerte vom einheitlichen Basisfallwert nur noch in Höhe von neuen Angebot „BABYFOCUS“+2,5 Prozent bis -1,25 Prozent abweichen. konnten wir einen großen Schritt zur Verminderung von Frühgeburten bei Auf der einen Seite differieren die Preise Risikoschwangerschaften machen. für die stationäre Versorgung regional Mit tatkräftiger Hilfe des Berufsver- sehr stark, auf der anderen Seite hat der bands der Frauenärzte, der beiden Gesetzgeber 2009 den Gesundheits- hochqualifizierten Uni-Geburtskli- fonds mit einem bundesweit einheitlichen niken in Kiel und Lübeck sowie der Beitragssatz für alle Krankenkassen beteiligten Hebammen und Präventi- eingeführt. Aus Sicht der Techniker onskräfte konnten wir ein breit Krankenkasse (TK) passt beides nicht aufgestelltes und gut funktionie- zusammen. Die unterschiedlichen rendes Netzwerk aufbauen. Die Fallwerte widersprechen der Systematik ärzteseitige Organisation erfolgt des Fonds. Die TK fordert daher späte- über unseren Kooperationspartner stens ab 2015 den bundesweit einheit- „Ärztegenossenschaft Nord“. Die lichen Basisfallwert zur Abrechnung von Einschreibung und verbesserte Klinikleistungen. Versorgung kann sofort erfolgen. Wir planen eine kontinuierliche Allein 2010 beliefen sich die Kranken- Ausweitung des Angebots mit hausausgaben der gesetzlichen Kran- weiteren Kliniken und Ärzten im kenkassen auf rund 58 Milliarden Euro. Land. Damit haben die Kassen den rund 2.100 Kliniken im vergangenen Jahr pro Tag durchschnittlich rund 159 Millionen Euro überwiesen. Dr. Johann BrunkhorstDer Landesbasisfallwert ist die maßgebliche rechnerische Größe, die bei der Bezah- Leiter der TK-Landesvertretunglung der Krankenhausleistungen nach Fallpauschalen zugrunde gelegt wird. Seit 2004 Schleswig-Holsteinrechnen die Kliniken nach diagnoseorientierten Fallpauschalen (DRG) ab. Dabei gibtes feste Punktzahlen für vergleichbare Leistungen.
    • schleswIg-holsteInNeues TK-Angebot: Babyfocus – Informationmehr Qualität rund um die Geburt TK wächst weiter – auch 2012 kein ZusatzbeitragEine Entbindung ist eine sehr persönliche Erfahrung und ein bedeutendes Ereignis.Werdende Eltern sollen Schwangerschaft und Geburt positiv erleben können. Frauen, Die Techniker Krankenkasse (TK)die sich für die Geburt in einem Krankenhaus entscheiden, wollen sicher sein, dass in Schleswig-Holstein setzt auchsie und ihr Baby auch bei Komplikationen medizinisch optimal betreut werden. Die 2011 ihren Wachstumskurs fort. InTK hat gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an den den ersten sieben Monaten desStandorten Kiel und Lübeck sowie dem Berufsverband der niedergelassenen Frauen- Jahres ist die TK im Land um mehrärzte Bedingungen geschaffen, die gleichermaßen Sicherheit und Geborgenheit für als 12.000 Versicherte gewachsen.werdende Eltern bieten. In Planung ist eine kontinuierliche Ausweitung des Angebots Damit sind jetzt mehr als 355.000mit weiteren Kliniken und Ärzten im Land. Menschen bei der TK in Schleswig- Holstein versichert – ein ZuwachsZusammenarbeit erfolgt „Hand in Hand“ von 3,5 Prozent seit Jahresanfang. Bundesweit kann die TK seit AnfangDas Angebot „Babyfocus“ bietet den Teilnehmerinnen viele Vorteile und geht weit über des Jahres ein Plus von überdie gesetzlich festgelegten Leistungen hinaus. Die Betreuung der Schwangeren 241.000 Versicherten verbuchenerfolgt ausschließlich durch erfahrene Hebammen und Frauenärzte, die Hand in Hand und ist mit 7,8 Millionen Versichertenarbeiten und bereit sind, hohe Qualitätsstandards zu erfüllen. Das geburtshilfliche eine der größten Krankenkassen inTeam im UKSH bietet eine umfassende und persönliche Betreuung. Deutschland. Die TK erhebt sowohl 2011 als auch 2012 keinen Zusatzbeitrag. TK jetzt auch in Husum Mehr als 20.000 Menschen an der Westküste sind bei der Techniker Krankenkasse (TK) versichert, über 2000 allein in Husum. Sie alle mussten bisher bei Fragen rund um ihre Krankenversicherung zum Telefon greifen, ins Internet gehen oder die Kundenberatung in Flensburg besuchen. Nun wird der Weg zur TK kürzer: Die Kasse bietet jeden Donnerstag in den neuen TK-Räumen in der Norderstraße 22 in Husum einen Sprechtag für ihre Versicherten an. In der Zeit von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr beantworten TK- Experten alle Fragen zur Kranken-Die werdenden Mütter erhalten außerdem zwei vorgeburtliche Tests, die die gesetz- versicherung, vom neuesten Bonus-liche Regelversorgung sinnvoll ergänzen: den Schwangerschaftsdiabetes-Test und programm über die aktuellendas Handschuhscreening zur Minderung des Frühgeburtsrisikos. Eine zusätzliche Präventionskurse bis zum Kranken-Ultraschalluntersuchung kontolliert die Entwicklung des ungeborenen Kindes. geld und zur Zuzahlungsbefreiung.Individuelle Beratung durch persönliche Hebamme Weitere Informationen über die Angebote der TK im Land:Eine individuelle Begleitung durch eine persönliche Hebamme gibt den schwangeren www.tk.de, Webcode 114710Frauen mehr Sicherheit. Auf Wunsch können sie für die Entbindung eine persönlicheHebamme wählen – im Rahmen von „Babyfocus“ erstmals bei der TK eine Kassenleis-tung. Die Hebamme steht der Schwangeren bis zu fünf Wochen rund um die Uhr mitRat und Tat zur Seite und begleitet die Schwangere während der Geburt.Die Unterbringung im Krankenhaus erfolgt vorzugsweise im Zweibettzimmer. Darüberhinaus können die Schwangeren Angebote wie geburtsvorbereitende Akupunktur undKurse zur Prävention und Gesundheitsvorsorge kostenfrei wahrnehmen. Weitere Informationen finden Sie unter www.tk.de, Webcode 347706. TK spezial 3 / 2011 2
    • schleswIg-holsteInReform des Transplantationsgesetzes: HintergrundMehr Information bleibt wichtig Mögliche Organspende- Regelungen in Stichworten429 Menschen warteten in Schleswig-Holstein Ende des ersten Halbjahres 2011 aufein Spenderorgan. Bundesweit stehen derzeit etwa 12.000 Menschen auf der Warteli- Zustimmungslösungste für ein lebensrettendes Organ. Die meisten Betroffenen – 276 in Schleswig-Hol- - Ist die aktuell in Deutschlandstein – sind laut den Daten der internationalen Vermittlungsstelle für Transplantationen gültige Lösung.Eurotransplant auf eine neue Niere angewiesen. Patienten müssen durchschnittlich - Organspender ist, wer seinesieben Jahre auf eine lebensrettende Organtransplantation warten. Zustimmung schriftlich dokumen- tiert (z. B. Organspendeausweis)Entscheidungslösung liegt in der Reformdiskussion vorne oder mündlich geäußert hat (z. B. gegenüber der Familie),Wie gewinnt man mehr Menschen dafür, sich für eine mögliche Organspende zu bestimmte oder alle Organe zuentscheiden? Wie können die Wartelisten kürzer werden? Das sind Fragen, über die in spenden.Politik und Gesellschaft diskutiert wird. Bis Ende des Jahres soll das deutsche - Auch die Ablehnung der Organ-Transplantationsgesetz, in dem derzeit die Zustimmungsregelung verankert ist, spende kann festgehalten werden.reformiert werden. Vor der parlamentarischen Sommerpause zeichnete sich ab, dass - Falls keine Entscheidungdie Entscheidungslösung den getroffen wurde, müssen diemeisten Zuspruch erfährt. Die Angehörigen im Willen desGesundheitsminister der Verstorbenen eine EntscheidungLänder votierten einstimmig für treffen.die Entscheidungslösung.Danach wird künftig jeder EntscheidungslösungBürger dazu aufgefordert, sich - Mindestens einmal im Lebenfür oder gegen eine mögliche soll die Bereitschaft oder dieOrganspende zu entscheiden. Ablehnung der OrganspendeDer Wille der Befragten wird dokumentiert werden (z. B.dokumentiert – beispielsweise auf dem Führerschein, demauf dem Personalausweis, Personalausweis, der Kranken-dem Führerschein oder der versicherungskarte).Krankenversicherungskarte. - Die Entscheidung für oder gegen die Organspende kann zentralTK-Umfrage: gesetzliche Grundlage nicht entscheidend registriert werden.In den norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen Widerspruchslösungund Bremen findet die von der Politik favorisierte Entscheidungslösung die meiste - Jeder ist Organspender, derZustimmung. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker sich nicht vor dem Tod explizitKrankenkasse (TK) spricht sich jeder Zweite dafür aus. 21 Prozent ziehen die Wider- dagegen ausgesprochen hat.spruchslösung vor und 27 Prozent der Befragten vertrauen auf Eigeninitiative.Die Umfrage der TK zeigt aber auch: Es ist nicht die gesetzliche Grundlage, die die Kampagne „Von MenschBürger davon abhält, einen Organspendeausweis auszufüllen. Während 79 Prozent zu Mensch“der Norddeutschen der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber stehen, fühltsich jeder Dritte noch nicht ausreichend informiert, um selbst ein möglicher Organ- Die TK in Schleswig-Holstein hat vorspender zu werden. Auf fehlendes Wissen deutet hin, dass acht Prozent der Befragten zwei Jahren zusammen mit demim Norden angaben, zu jung oder zu alt für eine Organspende zu sein, obwohl es Ministerium für Arbeit, Soziales undweder ein Mindest- noch ein Höchstalter gibt. Und jeder Zehnte meint, aus gesund- Gesundheit des Landes Schleswig-heitlichen Gründen keine Organe spenden zu können. Das trifft aber nur dann zu, Holstein die Organspende-Kampa-wenn der Verstorbene akut an Krebs erkrankt war oder schwerwiegende Vorerkran- gne „Von Mensch zu Mensch“kungen wie AIDS oder Tuberkulose hatte. gestartet, die besonders junge Menschen anregen soll, sich mitReichen neue Paragrafen? dem Thema Organspende zu beschäftigen.Die Kraft der Paragrafen allein reicht nicht aus, um das Blatt positiv zu wenden.Informieren, aufklären, aufmerksam machen: Nur so kann gelingen, dass sich mehr Weitere Informationen dazu unterMenschen für eine Organspende entscheiden. Unabhängig davon behalten die www.tk.de, Webcode 171236Krankenhäuser eine Schlüsselrolle. Sie müssen potenzielle Organspender tatsächlichwie vorgeschrieben melden. Eine Pflicht, die nach dem Entwurf der Bundesregierungfür die Änderung des Transplantationsgesetzes deutlich hervorgehoben werden soll. TK spezial 3 / 2011 3
    • schleswIg-holsteInTK-Arztberatung: „Kurzer Dienstweg Zur Personstatt Bürokratie“Interview mit Projektleiterin Dr. Jenny MexTK spezial: Frau Dr. Mex, die Techniker Krankenkasse (TK) macht den Ärzten inSchleswig-Holstein mit der TK-Arztberatung ein neues Angebot. Was genau stecktdahinter?Dr. Mex: Die TK-Arztberatung hat das Motto „alle Anliegen, alle Ärzte, eine Nummer“.Das bedeutet: Besonders ausgebildete Mitarbeiter der TK beantworten unter einerspeziell eingerichteten kostenfreien Telefonnummer Fragen, die im Praxisalltag bei derVersorgung TK-versicherter Patienten auftreten. Neben der praktischen Hilfe möchtenwir der Ärzteschaft mit diesem Angebot auch ein Signal senden: Die TK steht fürpersönliche Ansprechpartner, für den kurzen Dienstweg statt anonymer Bürokratie. Dr. Jenny MexTK spezial: Ärzte beklagen sich regelmäßig über den zeitfressenden bürokratischen Dr. Jenny Mex ist promovierteAufwand im Gesundheitswesen. Und den soll ein Extra-Anruf bei der TK verringern? Volkswirtin. Nach ihrem Studium in Hamburg und Göttingen war sieDr. Mex: Das Angebot der TK-Arztberatung kann sicher nur ein Baustein sein. Aber Stipendiatin der Deutschen For-wir möchten den Ärzten deutlich machen, dass wir sie mit ihren Anliegen ernst schungsgemeinschaft (DFG) undnehmen. Wir sind Partner der Ärzte, keine distanzierten Gesundheitsbürokraten oder wissenschaftliche Mitarbeiterin amgar Gegner. Letztlich verfolgen die TK und die Mediziner doch ein gemeinsames Ziel. Göttinger Institut für Wirtschafts- undDie Patienten sollen möglichst gut betreut werden. Und dafür brauchen Ärzte Zeit. Die Sozialgeschichte. Seit 2002 ist sie inTK-Arztberatung hilft Niedergelassenen und ihren Praxisteams, Zeit zu gewinnen. Wir der Hauptverwaltung der Technikerhaben den Anspruch, schnell und direkt zu helfen. Krankenkasse (TK) in Hamburg beschäftigt. Als Fachreferentin imTK spezial: Können Sie uns an einem konkreten Beispiel erläutern, wie die TK-Arztbe- Versorgungsmanagement leitete sieratung den Praxisalltag erleichtert? verschiedene Projekte. Ihr Schwer- punkt liegt derzeit auf dem ThemaDr. Mex: Wenn Heilmittel langfristig verordnet werden, muss der Medizinische Dienst Arztbeziehungsmanagement.der Krankenversicherung (MDK) das genehmigen. Dafür ist ein eigener Antragnotwendig. Die Experten der TK-Arztberatung unterstützen die Mediziner auf Anfragebeim Formulieren dieses Antrags. Das spart Zeit und Nerven. Ein weiteres Beispiel:Möchte ein Arzt Vertragspartner der TK in der Integrierten Versorgung werden, ist erbei der Arztberatung sofort an der richtigen Stelle. Die nötigen Unterlagen kommen Servicepostwendend - ohne lästige Suche nach dem geeigneten Ansprechpartner bei der TK.Erste generelle Erfahrungen mit der Rufnummer zeigen, dass die Ärzte zu je ungefähr Die TK-Arztberatung ist Montag biseinem Viertel Fragen stellen rund um die Themen „Kassenmitgliedschaft von Pati- Freitag von 8 bis 22 Uhr unter Tel.enten“ und „Verordnungsfähigkeit von Leistungen“. Aber auch Politik- und Vertrags- 0800 - 285 85 87 22 zu erreichenfragen sowie Abrechnungsthemen spielen mit über zehn Prozent eine Rolle. (gebührenfrei innerhalb Deutsch- lands). Bleibt eine Frage offen,TK spezial: Welche Rolle hat die TK-Arztberatung im Vergleich zu anderen Beratungs- vereinbaren die speziell ausgebil-diensten für Ärzte, beispielsweise dem Service der Kassenärztlichen Vereinigung deten Mitarbeiter der TK einenSchleswig-Holstein (KVSH)? kurzfristigen Rückruf. Neben Fragen aus dem PraxisalltagDr. Mex: Wir möchten mit der Arztberatung mit niemandem konkurrieren, sondern können auch medizinische Fragenbestehende Angebote sinnvoll ergänzen. Die Telefonnummer ist ein zielgruppenge- gestellt werden, die Fachärzte desrechter Service der TK für den Praxisalltag, der künftig leichter zu bewältigen sein soll. TK-ÄrzteZentrums beantworten. DieDie fachliche Auskunft der KVSH etwa bei Fragen der Honorarabrechnung wollen und Gespräche sind streng vertraulichkönnen wir nicht ersetzen. und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht – auch gegenüber der TK. Weitere Informationen unter www.tk.de, Webcode 228946 TK spezial 3 / 2011 4
    • schleswIg-holsteInMänner und Frauen im InformationGesundheitsvergleich Männer bleiben VorsorgemuffelUnterschiede und Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen faszinieren die Men- Nur jeder fünfte Mann über 45schen und sind ein Thema, das regelmäßig in der Literatur, im Kino und auch von der Jahren in Schleswig-Holstein war imWissenschaft im Rahmen der sogenannten „Gender Studies“ aufgegriffen wird. Der vergangenen Jahr bei der Krebs-Gesundheitsreport 2011, für den die Techniker Krankenkasse (TK) die Daten von Früherkennung. Im Ländervergleich156.000 Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein ausgewertet hat, zeigt: belegen sie gemeinsam mit den Männern aus dem Saarland undFrauen sind häufiger krankgeschrieben Brandenburg den letzten Platz. Dagegen lassen sich immerhin 55Die schleswig-holsteinischen Frauen waren im vergangenen Jahr durchschnittlich Prozent der Frauen im Norden14,8 Tage krankgeschrieben, ihre männlichen Kollegen hingegen zwölf Tage. Wenn regelmäßig durchchecken. Bundes-Männer fehlten, dauerte die Krankschreibung 12,5 Tage, bei den Frauen 12,6 Tage. weit gingen allerdings 59 Prozent der Frauen zur Vorsorge, wie eineFrauen und Männer schlucken gleich viele Pillen Auswertung der Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK)Die Menge an Medikamenten, die in Schleswig-Holstein an Männer und Frauen zeigt.verschrieben wurde, ist gleich. Sie bekamen umgerechnet Pillen & Co. für 183 Tage– genug also, um jeden zweiten Tag ein Medikament einzunehmen. Nahezu die Hälfte Im Auftrag der TK hat das Meinungs-der Medikamente, die Männern verschrieben wurden, sind Herz-Kreislauf-Präparate, forschungsinstitut Forsa Männergefolgt von Arzneimitteln zur Behandlung von Stoffwechsel-Erkrankungen. Bei den nach den Gründen gefragt, warumFrauen liegen Herz-Kreislauf-Medikamente und Hormonpräparate an der Spitze. sie die Krebs-Früherkennung meiden. Das Ergebnis: Sechs vonFrauen sind häufiger beim Arzt zehn Befragten gaben an, dass sie nur zum Arzt gehen, wenn sieLaut TK-Gesundheitsreport sitzen in den Wartezimmern der Ärzte in Schleswig-Hol- wirklich krank sind. Knapp vier vonstein mehr Frauen als Männer. Während im letzten Jahr Männer durchschnittlich 2,5 zehn Männern meiden die Untersu-Arztkontakte mit mindestens einer Arzneimittelverschreibung hatten, sind es bei den chung, weil sie ihnen unangenehmFrauen 3,5 Arztkontakte. ist. Und fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkran-Frauen haben es eher mit der Schilddrüse kungen auseinandersetzen möchte oder sich noch keine Gedanken Die Schilddrüse macht Frauen über Früherkennung gemacht hat. häufiger Sorgen als Männern: TK-versicherten Frauen wurden Dabei kann Früherkennung Leben im letzten Jahr Schilddrüsen- retten. Je früher ein Tumor entdeckt Medikamente für durchschnittlich wird, desto besser sind die Hei- knapp 27 Tage verschrieben, lungschancen. Nach Zahlen des den Männern hingegen nur für Krebsregisters Schleswig-Holstein sieben Tage. Inzwischen nehmen wurden im Jahr 2008 fast 17.800 auch immer mehr junge Men- Neuerkrankungen und über 7.400 schen Schilddrüsen-Präparate krebsbedingte Todesfälle erfasst. ein. Auch in dieser Altersgruppe bestätigt sich der Geschlechter- Informationen zur Krebsfrüherken- unterschied: Während in Schles- nung unter www.tk.de, wig-Holstein bei etwa 1,5 Prozent Webcode 35606der jungen Männer eine Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert wurde, kommen diejungen Frauen auf neun Prozent. Die meisten Behandlungen werden wegen Unter-funktion, Entzündung oder Vergrößerung der Schilddrüse eingeleitet.Männer haben mehr UnfälleMänner haben häufiger Arbeitsunfälle als Frauen. Die Fehltage wegen Arbeits- undWegeunfällen lagen bei den Männern im letzten Jahr 85 Prozent über dem Wert derFrauen. Besonders lange blieben junge Männer zwischen 15 und 24 Jahren wegenUnfällen der Arbeit fern. Ein Grund für die erhöhte Unfallgefahr der Männer ist sicher-lich der häufigere Einsatz in körperlich belastenden und potenziell gefährlichenTätigkeiten. Den TK-Gesundheitsreport finden Sie im Internet unter www.tk.de, Webcode 13710. TK spezial 3 / 2011 5
    • schleswIg-holsteInÜber 1.000 Schüler Informationnahmen an Präventionsprojekt Gericht kippt Mindestmengen-gegen Essstörungen teil regelung für Knie-TEP Mehr als 1.000 Schülerinnen und Das Landessozialgericht Berlin- Schüler an 25 Schulen in Kiel und Brandenburg (LSG) hat am 17. Umgebung haben in den vergan- August 2011 den seit 2006 beste- genen zwei Jahren an einer von henden Mindestmengenbeschluss über 50 Veranstaltungen über des Gemeinsamen Bundesaus- Essstörungen teilgenommen. Seit schusses von Ärzten, Krankenhäu- September 2009 bietet die Kieler sern und Krankenkassen für Frauenberatungsstelle/Eß-o-Eß mit Knie-Total-Endoprothesen (Knie- Unterstützung der Techniker TEP) gekippt (Aktenzeichen L7 KA Krankenkasse (TK) das Programm 77/08 KL). „Prävention von Essstörungen“ für Schulen im Kieler Raum an. Zur Qualitätssicherung hatte der Gemeinsame Bundesausschuss Essstörungen bei Kindern und eine Mindestmenge von 50 Opera- Jugendlichen haben in den tionen je Krankenkaus und Jahr vergangenen Jahren stark zuge- eingeführt. Dagegen hat eine nommen. Vor allem Mädchen und Brandenburger Klinik 2008 mit der junge Frauen sind betroffen. Nach Begründung Klage erhoben, sie sei Einschätzung der Frauenberatungs- in der Lage, die Leistung durch stelle/Eß-o-Eß leiden in Schleswig- qualifizierte Spezialisten zu erbrin- Holstein etwa 400.000 Menschen gen und dürfe durch die Mindest- an Symptomen einer Essstörung. mengenregelung nicht daran Ständig konfrontiert mit dem gehindert werden. angesagten Schönheitsideal in Castingshows sind immer mehr Laut Begründung des LSG sei vor junge Menschen mit dem eigenen allem die vom Gesetz ausdrücklichKörper unzufrieden. Sehr früh beginnen normalgewichtige Mädchen mit dem Hungern geforderte „besondere“ Abhängig-und gleiten nicht selten ab in eine Magersucht, Bulimie oder Esssucht. Bei Essstö- keit der Leistungsqualität von derrungen handelt es sich oftmals um ein verstecktes Leiden. Wichtig ist es erste Warn- Leistungsmenge nicht hinreichendzeichen zu erkennen. Essstörungen treten oft in der Pubertät auf, sind aber keine belegt. Das LSG Berlin-Branden-pubertäre Phase, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit. Die Ursachen sind burg hat wegen der grundsätzlichenmeistens psychischer Natur. Individuelle Gründe der Erkrankung können nur in einer Bedeutung der Sache die RevisionFachberatung oder Therapie geklärt und angegangen werden. zum Bundessozialgericht zugelas- sen.Die Probleme werden oft erst in vollem Ausmaß erkannt, wenn eine Behandlung imKrankenhaus erfolgt. Dies bestätigt auch eine Auswertung der TK. Gut die Hälfte der Für die Techniker KrankenkasseBetroffenen, die mit Essstörungen stationär behandelt werden muss, ist zuvor im sind Mindestmengen weiterhin einambulanten Bereich nicht auffällig geworden. Qualitätsparameter. Sie sieht daher Handlungsbedarf beim Gesetzge-Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler der 7. bis 13. Klasse. In Projekten ber, um den gesetzlichen Rahmenund Unterrichtseinheiten wird den Jugendlichen der Zusammenhang zwischen Ess- zu konkretisieren.verhalten und Gefühlen aufgezeigt und die eigene Ernährung bewertet. Außerdemwird ein kritischer Blick auf Werbung und Schönheitsideale geworfen. Bei Bedarfwerden im Rahmen des Projektes auch vertrauliche Einzelgespräche angeboten. Weitere Informationen zum Projekt unter www.tk.de, Webcode 347772 ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Schleswig-HolsteinHamburger Chaussee 8, 24114 KielVerantwortlich: Dr. Johann BrunkhorstRedaktion: Volker ClasenTelefon: 04 31 - 981 58-0Telefax: 04 31 - 981 58-555E-Mail: lv-schleswig-holstein@tk.deTwitter: www.twitter.com/TKinSHInternet: www.tk.de/lv-schleswigholstein