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"TK spezial" für Nordrhein-Westfalen 3-2011
 

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Nordrhein-Westfalen.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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    "TK spezial" für Nordrhein-Westfalen 3-2011 "TK spezial" für Nordrhein-Westfalen 3-2011 Document Transcript

    • InformatIonsdIenst der technIker krankenkasse nordrhein-westfalenInhaltsverzeichnis Nr. 3 /September 2011 Städtewettbewerb Organspende Cybermobbing: Schikane per Internet und Handy Betriebliches Gesundheitsmanagement EditorialZwanzig Jahre Liebe Leserin,TK-Landesvertretung NRW lieber Leser,Im Jahr 1991 hat die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Nordrhein- Kinder habenWestfalen (NRW) offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Zwanzig Jahre später ist die TK in Deutschlandeine entscheidende Größe im NRW-Gesundheitswesen. In dieser Zeit verdoppelte ein umfassen-sich die Zahl der TK-Versicherten in NRW auf rund 2 Millionen. Zum Jubiläumsemp- des Recht auffang begrüßte Günter van Aalst, Leiter der Landesvertretung, nicht nur Landesge- gewaltfreiesundheitsministerin Barbara Steffens und die wichtigsten Vertreter des NRW-Gesund- Erziehung. Dasheitswesens. Auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der aus Münster kommt, Bürgerlichewar der Einladung in den Düsseldorfer Medienhafen gefolgt. Gesetzbuch regelt, dass nicht nur körperliche Bestrafungen, sondernStarke Solidargemeinschaft auch seelische Verletzungen und andere entwürdigende MaßnahmenVom Bundesgesundheitsminister gab es ein dickes Lob für die TK. Sie habe es unzulässig sind. Dennoch habengeschafft, sich dem Wettbewerb zu stellen und durch Leistung zu überzeugen, ohne Angriffe auf die Würde von Kindernden Solidargedanken in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verraten. Das und Jugendlichen in den letztenhätten zuletzt die rund 65.000 Versicherten der City BKK erfahren, die nach der Jahren in erschreckendem Maße Schließung ihrer Kasse unbürokratisch von der zugenommen. Eine Ursache hier- TK aufgenommen wurden. Mit ihrem Engage- für ist die rasante Verbreitung der ment beispielsweise für die Organspende neuen Medien. Mehr als ein Drittel übernehme die TK zudem gesellschaftspoli- aller Schüler sind schon einmal tische Verantwortung. Angesichts des demo- übers Internet oder per SMS be- grafischen Wandels sprach sich der Bundes- droht oder beleidigt, mit anderen gesundheitsminister für erweiterte regionale Worten: gemobbt worden. Das Gestaltungsmöglichkeiten in der ärztlichen zeigt die erste repräsentative Studie Bedarfsplanung und gegen Zentralismus aus. zum sogenannten Cybermobbing So könne auch in Zukunft eine wohnortnahe in NRW, die von der TK bei Forsa Versorgung sichergestellt werden. in Auftrag gegeben wurde. Für uns Günter van Aalst, Landesgesundheitsmi- Grund genug, den Leitfaden und nisterin Barbara Steffens, Bundesge- Zustimmung für die beabsichtigte Stärkung der das Internetportal „Gewalt gegen sundheitsminister Daniel Bahr, Prof. Dr. regionalen Ebene bekam Bahr von Landesge- Kinder“ um ein Kapitel zu diesem Norbert Klusen (v. l. n. r.) sundheitsministerin Barbara Steffens. Aus neuen Phänomen zu erweitern. ihrer Sicht würden die Länderinteressen aber Hintergrundinformationen zumnoch nicht ausreichend berücksichtigt, kritisierte die Ministerin. Handlungsbedarf Thema Cybermobbing finden Siegebe es etwa bei den Ärztehonoraren. Hier seien die Kassenärztlichen Vereinigungen in dieser Ausgabe von TK spezial.in Nordrhein und Westfalen-Lippe mit einer unterdurchschnittlichen Honorierung ihrerLeistungen benachteiligt.Schwerpunkt Vertragsarbeit Günter van AalstDer Vorstandsvorsitzende der TK Prof. Dr. Norbert Klusen lenkte den Blick zurück auf Leiter der TK-Landesvertretungdie Anfänge der Landesvertretungen. Zu Beginn vor allem für die politische Kontakt- Nordrhein-Westfalenpflege und Prävention zuständig, habe sich seit Mitte der 90er Jahre der Vertragsbe-reich zum Arbeitsschwerpunkt entwickelt. Die feste Verankerung der TK in jedemeinzelnen Bundesland sei auch ein Erfolg der Landesvertretungen und zeige, wieweitsichtig und richtig vor 20 Jahren entschieden worden sei.
    • nordrheIn-WestfalenGewinner sind die Patienten InformationTK-Kampagne zur Organspende voller ErfolgDie Bilanz kann sich sehen lassen: Mit rund 4.300 neu ausgestellten Organspende-ausweisen war der NRW-Städtewettbewerb zur Organspende “Von Mensch zuMensch” ein großer Erfolg. In 16 Kommunen hatte die TK gemeinsam mit der Deut-schen Stiftung Organtransplantation (DSO) im Juni und Juli 2011 einen Informations-stand aufgebaut und über das Thema informiert. Wer nicht persönlich zum Standkommen konnte, hatte im Internet die Möglichkeit, einen Organspendeausweisherunterzuladen und damit für seine Kommune zu punkten. Die Ergebnisse desStädtewettbewerbs lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Sie werden aberzeitnah veröffentlicht.Prominente Unterstützung NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat den Organspende macht Schule Städtewettbewerb mit einem Grußwort unterstützt und auch vor Ort gab es große Unterstützung durch Die Entscheidung für oder ge- Politikerinnen und Politiker aus NRW. So konnte gen Organspende kann ab dem Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung 16. Lebensjahr getroffen werden. NRW, in Düsseldorf Staatssekretärin Marlis Bre- Aus diesem Grund hat die TK dehorst vom nordrhein-westfälischen Gesundheits- die Kampagne „Organspende ministerium am Infostand begrüßen. „Jede und Jeder macht Schule“ ins Leben gerufen. Marlis Bredehorst (2. v. l.) und kann in die Situation kommen, auf eine Organspende Der gleichnamige Film möchte Günter van Aalst (r.) im Gespräch mit Christian Brandtner, Organ- angewiesen zu sein. Deshalb sollten möglichst viele Anregungen und Unterstützung spendekoordinator der DSO Menschen einen Organspendeausweis bei sich geben, um im Unterricht über das tragen“, sagte Bredehorst. Thema Organspende zu sprechen, und richtet sich an SchülerinnenIn Dortmund ließ es sich die SPD-Landtagsabgeordnete und Gesundheitsexpertin und Schüler ab der neunten Klasse.Heike Gebhard nicht nehmen, mit den Bürgern über das schwierige Thema Organ- Durch den 20-minütigen Film führenspende zu diskutieren. In Duisburg leistete ihr Kollege Sören Link, ebenfalls Mitglied der Hip-Hopper Bo Flower und diedes NRW-Landtags, Aufklärungsarbeit. Und in Mülheim an der Ruhr besuchte die Sängerin Nele. TK-Versicherte kön-Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ulrike Flach, nen die DVD kostenlos bestellen.den TK-Infostand. www.tk.de, Webcode 200612Aufklärung statt Zwang Die FDP-Politikerin setzt beim Thema Organspende auf mehr Information und Aufklärung. Anfang Juli diskutierte sie beim 5. Politischen Frühstück der TK in Münster mit ehrenamtlichen TK-Mitarbeitern darüber, ob sich jeder Bürger künftig mindestens einmal im Leben für oder gegen Organspende entscheiden sollte. „Niemand darf gezwungen werden, ein Organ zu spenden, aber jeder hat die Pflicht, sich mit den (v. l.) Martin Goller (TK), Ulrike Möglichkeiten und Chancen auseinanderzusetzen. Flach (FDP), Günter van Aalst, Beate Hanak (TK) Alle Erfahrung zeigt, dass gut informierte Bürger bereit sind, zu spenden“, sagte Flach in Münster. Die Mülhei- mer Bundestagsabgeordnete kritisierte die unzurei-chende Beratung der Angehörigen. Bei der geplanten Neuregelung der Organspendemüsse dafür gesorgt werden, dass in jeder Klinik in Deutschland ein Transplantations-beauftragter als Ansprechpartner für Ärzte und Angehörige zur Verfügung steht.Ängste ernst nehmen„Die TK informiert zu diesem schwierigen Thema bereits seit Jahren ihre Versichertenausführlich“, betont van Aalst. Wir möchten, dass die Menschen sich eine fundierteMeinung bilden können. So lassen sich am ehesten Ängste abbauen.“ Aus Umfragenwisse die TK, dass eine hohe Bereitschaft zur Organspende, aber auch ein erheb-liches Informationsdefizit besteht. „Der große Zuspruch für den Städtewettbewerb‘ Von Mensch zu Mensch’ hat gezeigt, wie wichtig es ist, die Initiative zu ergreifenund aktiv auf die Bürger zuzugehen“, zieht der Leiter der TK-Landesvertretung einpositives Fazit der Kampagne. TK spezial 3 / 2011 2
    • nordrheIn-WestfalenReform des Transplantationsgesetzes: HintergrundMehr Information notwendig Mögliche Organspende-Ende des ersten Halbjahres 2011 warteten 2.588 Menschen in Nordrhein-Westfalen Regelungen in Stichwortenauf ein Spenderorgan. Die meisten Betroffenen – 1.710 – sind laut den Daten vonEurotransplant, der internationalen Vermittlungsstelle für Transplantationen, auf eine Zustimmungslösungneue Niere angewiesen. Um herauszufinden, wie groß der Mangel an geeigneten - Ist die in Deutschland aktuellSpendernieren ist, hilft ebenfalls der Blick in die Statistik: Patienten müssen mit einer gültige Regelung.durchschnittlichen Wartezeit von sieben Jahren rechnen, bevor Chirurgen das Skalpell - Organspender ist, wer seinezur rettenden Operation ansetzen. Zustimmung schriftlich dokumen- tiert (z. B. Organspendeausweis)Entscheidungslösung liegt in der Reformdiskussion vorne oder mündlich geäußert hat (z. B. in der Familie), bestimmte oderWie aber können die Wartelisten kürzer werden? Wie gewinnt man mehr Menschen alle Organe zu spenden.dafür, sich für eine mögliche Organspende zu entscheiden? Fragen, über die auch die - Auch die Ablehnung der Organ-Gesundheitspolitik diskutiert. Bis Ende des Jahres soll das deutsche Transplantations- spende kann festgehalten werden.gesetz, in dem die Zustimmungsregelung (siehe Kasten) verankert ist, reformiert - Falls keine Entscheidungwerden. Vor der parlamentarischen Sommerpause zeichnete sich ab, dass die getroffen wurde, müssen dieEntscheidungslösung den meisten Zuspruch erfährt. So votierten die Gesundheitsmi- Angehörigen im Willen desnister der Länder bei ihrer jährlichen Konferenz einstimmig für die Entscheidungslö- Verstorbenen eine Entscheidungsung. Danach wird künftig jeder Bürger dazu aufgefordert, sich für oder gegen eine treffen.mögliche Organspende zu entscheiden. Der Wille der Befragten wird dokumentiert –beispielsweise auf dem Personalausweis, dem Führerschein oder der Krankenversi- Entscheidungslösungcherungskarte. - Mindestens einmal im Leben soll die Bereitschaft oder dieTK-Umfrage: Gesetzliche Grundlage nicht entscheidend Ablehnung der Organspende dokumentiert werden (z. B.In Nordrhein-Westfalen findet die von der Politik favorisierte Entscheidungslösung die auf dem Führerschein, demmeiste Zustimmung. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Personalausweis, der Kranken-Krankenkasse (TK) sprechen sich 41 Prozent der Menschen aus NRW dafür aus. 21 versicherungskarte).Prozent ziehen die Widerspruchslösung vor und 37 Prozent der Befragten vertrauen - Entscheidung für oder gegenauf Eigeninitiative. die Organspende kann zentral registriert werden.Die Umfrage der TK zeigt aber auch: Es ist nicht die gesetzliche Grundlage, die dieBürger davon abhält, einen Organspendeausweis auszufüllen. Während 86 Prozent Widerspruchslösungder nordrhein-westfälischen Bürger der Organspende grundsätzlich positiv gegenü- - Jeder ist Organspender, derberstehen, fühlen sich 37 Prozent noch nicht ausreichend informiert, um selbst ein sich nicht vor dem Tod explizitmöglicher Organspender zu werden. Auf fehlendes Wissen deuten auch weitere dagegen ausgesprochen hat.Antworten aus der Umfrage hin. So gaben 9 Prozent der NRW-Bürger an, zu jung oderzu alt für eine Organspende zu sein, obwohl es weder ein Mindest- noch ein Höchstal-ter gibt. Und 10 Prozent glauben, aus gesundheitlichen Gründen keine Organespenden zu können. Das trifft aber nur dann zu, wenn der Verstorbene akut an Krebserkrankt war oder schwerwiegende Vorerkrankungen wie AIDS oder Tuberkulosehatte.Reichen neue Paragrafen?Die Parlamentarier sollten also nicht alleine auf die Kraft der Paragrafen vertrauen,um das Schicksal der Organspende in Deutschland positiv zu wenden. Informieren,aufklären, aufmerksam machen: Nur so kann gelingen, dass sich in Zukunft tatsäch-lich mehr Menschen für eine Organspende entscheiden, wenn sie danach gefragtwerden. Unabhängig davon, wie die Bürger ihre Organspendebereitschaft erklärenund Informationskampagnen aussehen werden, behalten die Krankenhäuser eineSchlüsselrolle. Sie müssen potenzielle Organspender tatsächlich wie vorgeschriebenmelden. Eine Pflicht, die nach dem Entwurf der Bundesregierung für die Änderungdes Transplantationsgesetzes von Anfang Juni deutlich hervorgehoben werden soll. TK spezial 3 / 2011 3
    • nordrheIn-WestfalenMobbing per Internet oder Handy Hintergrundauf dem Vormarsch Was ist Cybermobbing?Mit der rasanten Verbreitung von Handy und Internet unter Kindern und Jugendlichen Stephanie Pieschl und Torstenist eine neue Form des Mobbings entstanden: Cybermobbing. Eine repräsentative Porsch (Universität Münster) bietenForsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt jetzt erstmals, wie folgende Definition an: „Cybermob-verbreitet dieses neue Phänomen bereits ist. bing sind alle Formen von Schikane, Verunglimpfung, Betrug, VerratJeder Dritte Schüler betroffen und Ausgrenzung mit Hilfe von Informations- und Kommunikations-Danach waren 36 Prozent der befragten Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren in technologien, bei denen sich dasNordrhein-Westfalen bereits einmal Opfer einer Cybermobbing-Attacke. Jeder fünfte Opfer hilflos oder ausgeliefert undSchüler wurde im Internet oder per Handy direkt bedroht oder beleidigt. Jeder emotional belastet fühlt.“ Grundsätz- Sechste litt unter Verleumdungen und bei lich können Kinder und Jugendliche elf Prozent kam es zu einem Missbrauch aller Klassen- und Altersstufen von der Internetidentität. „Auch früher haben Cybermobbing betroffen sein. Jugendliche auf dem Schulhof gestritten Studien legen aber nahe, dass oder in der Clique gelästert. Heute gibt es Cybermobbing bis circa zur siebten allerdings einen fatalen Unterschied: Das oder achten Klasse deutlich zu- und Netz vergisst nichts und kennt keine anschließend langsam wieder Grenzen“, erläutert Günter van Aalst, Leiter abnimmt. der TK-Landesvertretung NRW, die neue Qualität des Cybermobbings. Drastische Folgen Cybermobbing hat meist Folgen für die Opfer, häufig aber auch für die Täter. Beispielsweise berichten Opfer vonGefühlen der Hilflosigkeit, von Schlaflosigkeit und von weiteren emotionalen, psychi-schen, psychosomatischen sowie verhaltensbestimmenden Folgen von Cybermob-bing. „Auf Grundlage der Forsa-Umfrage müssen wir davon ausgehen, dass rund400.000 Schüler allein in NRW bisher Opfer von Cybermobbing geworden sind.Angesichts dieser Daten besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt van Aalst. InKooperation mit der Universität Münster wird die TK ihr Internetportal „www.gewalt-gegen-kinder.de“ und den gleichnamigen Leitfaden daher in Kürze um ein Kapitelzum Thema „Cybermobbing“ ergänzen.Internet immer wichtiger für JugendlicheVerantwortlich für den neuen Informationsbaustein sind Dr. Stephanie Pieschl undTorsten Porsch vom Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-UniversitätMünster. Die Psychologin Dr. Pieschl beschäftigt sich seit 2009 mit den Auswirkungender neuen Kommunikationsmedien auf das Verhalten von Jugendlichen. „Die Forsa-Studie bestätigt unsere Erfahrungen: Cybermobbing ist kein Randphänomen, sondernweitverbreitete Realität“, stellt sie fest. Da heute die Mehrzahl der Jugendlichen zuHause einen Internetanschluss habe, überrasche der Befund nicht.Vier-Stufen-StrategieDer beste Schutz gegen Cybermobbing ist die Prävention. So empfehlen die Expertenbeispielsweise Absprachen zum angemessenem Verhalten im Internet (Netiquette),nicht aber ein Internetverbot. Ist jemand bereits Opfer einer Attacke geworden, hatsich die Vier-Stufen-Strategie bewährt: „Beruhigen – Sichern – Melden – Hilfe“.Keinesfalls sollte man auf Cybermobbing mit einer weiteren Cybermobbing-Attackereagieren, raten die Münsteraner Psychologen. TK spezial 3 / 2011 4
    • nordrheIn-Westfalen„Kurzer Dienstweg statt Bürokratie“ Zur PersonInterview mit Projektleiterin Dr. Jenny Mexzur TK-ArztberatungTK spezial: Frau Dr. Mex, die Techniker Krankenkasse (TK) macht den Ärzten inNordrhein-Westfalen mit der TK-Arztberatung ein neues Angebot. Was genau stecktdahinter?Dr. Mex: Die TK-Arztberatung hat das Motto „alle Anliegen, alle Ärzte, eine Nummer“.Das bedeutet: Besonders ausgebildete Mitarbeiter der TK beantworten an einerspeziell eingerichteten kostenfreien Telefonnummer Fragen, die im Praxisalltag bei derVersorgung TK-versicherter Patienten auftreten. Neben der praktischen Hilfe möchtenwir der Ärzteschaft mit diesem Angebot auch ein Signal senden: Die TK steht fürpersönliche Ansprechpartner, für den möglichst kurzen Dienstweg statt anonymer Dr. Jenny MexBürokratie. ist promovierte Volkswirtin. NachTK spezial: Ärzte beklagen sich regelmäßig über den zeitfressenden bürokratischen ihrem Studium in Hamburg undAufwand im Gesundheitswesen. Und den soll ein Extra-Anruf bei der TK verringern? Göttingen war sie Stipendiatin der Deutschen ForschungsgemeinschaftDr. Mex: Das Angebot der TK-Arztberatung kann hier sicher nur ein Baustein sein. (DFG) und wissenschaftliche Mit-Aber wir möchten den Ärzten deutlich machen, dass wir sie mit ihren Anliegen ernst arbeiterin am Göttinger Institut fürnehmen. Wir sind Partner der Ärzte, keine distanzierten Gesundheitsbürokraten oder Wirtschafts- und Sozialgeschichte.gar Gegner. Letztlich verfolgen die TK und die Mediziner doch ein gemeinsames Ziel. Seit 2002 ist sie in der Hauptverwal-Die Patienten sollen möglichst gut betreut werden. Und dafür brauchen Ärzte Zeit. Die tung der Techniker KrankenkasseTK-Arztberatung hilft Niedergelassenen und ihren Praxisteams, Zeit zu gewinnen. Wir (TK) in Hamburg beschäftigt.haben den Anspruch, schnell und direkt zu helfen. Als Fachreferentin im Versorgungs- management leitete sie verschie-TK spezial: Können Sie uns an einem konkreten Beispiel erläutern, wie die TK-Arztbe- dene Projekte. Ihr Schwerpunkt liegtratung den Praxisalltag erleichtert? derzeit auf dem Thema Arztbezie- hungsmanagement.Dr. Mex: Wenn Heilmittel langfristig verordnet werden, muss der Medizinische Dienstder Krankenversicherung (MDK) das genehmigen. Dafür ist ein eigener Antragnotwendig. Die Experten der TK-Arztberatung unterstützen die Mediziner auf Anfragebeim Formulieren dieses Antrags. Das spart Zeit und Nerven. Ein weiteres Beispiel:Möchte ein Arzt Vertragspartner der TK in der Integrierten Versorgung werden, ist er Servicebei der Arztberatung sofort an der richtigen Stelle. Die nötigen Unterlagen kommenpostwendend – ohne lästige Suche nach dem geeigneten Ansprechpartner bei der TK. Die TK-Arztberatung ist Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr unter Tel.Erste generelle Erfahrungen mit der Rufnummer zeigen, dass die Ärzte zu je ungefähr 0800 - 285 85 87 22 zu erreicheneinem Viertel Fragen rund um die Themen „Kassenmitgliedschaft von Patienten“ und (gebührenfrei innerhalb Deutsch-„Verordnungsfähigkeit von Leistungen“ stellen. Aber auch Politik- und Vertragsfragen lands). Bleibt eine Frage offen,sowie Abrechnungsthemen spielen mit über zehn Prozent eine Rolle. vereinbaren die speziell ausgebil- deten Mitarbeiter der TK einenTK spezial: Welche Rolle hat die TK-Arztberatung im Vergleich zu anderen Beratungs- kurzfristigen Rückruf.diensten für Ärzte, beispielsweise dem Service der Kassenärztlichen Vereinigung (KV)? Neben Fragen aus dem PraxisalltagDr. Mex: Wir möchten mit der Arztberatung mit niemandem konkurrieren, sondern können auch medizinische Fragenbestehende Angebote sinnvoll ergänzen. Die Telefonnummer ist ein zielgruppen- gestellt werden. Diese beantwortengerechter Service der TK für den Praxisalltag, der künftig leichter zu bewältigen sein Fachärzte des TK-ÄrzteZentrums.soll. Die fachliche Auskunft der KV etwa bei Fragen der Honorarabrechnung wollen Die Gespräche sind streng vertrau-und können wir nicht ersetzen. lich und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht – auch gegenüberTK spezial: Plant die TK neben der Arztberatung weitere spezielle Angebote für Ärzte? der TK.Dr. Mex: Eine gute Versorgung unserer Versicherten erreichen wir nur gemeinsam mit Weitere Informationen gibt es unterden Ärzten. Dialog, Unterstützung und Vertrauen sind für uns die Schlüsselbegriffe der www.tk.de/leistungserbringerZukunft. Deshalb kann die TK-Arztberatung auch nur ein erster Schritt sein, um unserVerhältnis zu den Ärzten partnerschaftlich zu gestalten. TK spezial 3 / 2011 5
    • nordrheIn-WestfalenImmer mehr Arbeitnehmer psychisch krank InformationTK unterstützt Betriebe bei der Betriebliches Gesundheitsmanage-Gesundheitsförderung ment umfasst alle Maßnahmen des Unternehmens, die die GesundheitIn NRW haben die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen dramatisch der Belegschaft fördern sollen. Dazuzugenommen. Innerhalb eines Jahres stiegen die Krankheitstage um 13 Prozent. zählen die gesundheitsgerechteDamit ist im vergangenen Jahr statistisch gesehen jeder nordrhein-westfälische Gestaltung von Arbeitsplätzen, KurseBeschäftigte mehr als zwei Tage aufgrund einer psychischen Diagnose arbeitsunfähig oder Beratung für Mitarbeiterinnengewesen. Stark gestiegen ist auch die Zahl der Frühverrentungen. Wegen psychischer und Mitarbeiter. Auch der Arbeits-Probleme sind 16.186 Menschen in NRW 2010 vorzeitig aus dem Berufsleben ausge- schutz gehört dazu – und die gesetz-schieden: zwölf Prozent mehr als noch 2009 und 32 Prozent mehr als im Jahr 2008. lich vorgeschriebene betriebliche Wiedereingliederung von Mitarbei- Investition in die Zukunft tern, die lange krank waren. Gesundheitsfördernde Strukturen in Unternehmen werden daher immer wichtiger. Während sich große Firmen seit Jahren für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren, setzen mittelständische Unternehmen Betriebliches Gesundheits- management (BGM) nur zögerlich um. „Investitionen in die Gesundheit und Zufriedenheit der Belegschaft lohnen sich aber auch für kleine Betriebe, denn es sind Investitionen in die Zukunft“, sagt Joachim Schröer vom Betrieblichen Gesundheits- management der TK. Die Effekte sinnvoller betrieblicher Gesundheitsförderung sind mittlerweile eindrucksvoll nachgewiesen. Der Krankenstand sinkt, die Produktivität steigt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zufriedener. Jeder für betriebliche Gesundheitsförderung eingesetzte Eurobringt so ein Vielfaches an Nutzen. TK-Experten haben bisher bundesweit mehr als1.000 Unternehmen beraten. In Nordrhein-Westfalen wurden beispielsweise Projektemit der Erco GmbH, der Gelsenwasser AG und der SieMatic GmbH durchgeführt.Interessierte Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen können sich an Joachim Schröer(joachim.schroer@tk.de) von der TK wenden. www.tk.de, Webcode: 18170 ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Nordrhein-WestfalenBismarckstraße 101, 40210 DüsseldorfVerantwortlich: Günter van AalstRedaktion: Harald NetzTelefon: 02 11 - 936 00 - 29Telefax: 02 11 - 936 00 -13E-Mail: lv-nordrhein-westfalen@tk.deTwitter: http://twitter.com/tkinnwInternet: www.tk.de/lv-nordrheinwestfalen