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"TK spezial" für Mecklenburg-Vorpommern 2-2014
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"TK spezial" für Mecklenburg-Vorpommern 2-2014

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Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen. …

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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  • 1. Liebe Leserin, lieber Leser, über das Votum von rund 4500 TK-versicherten Patienten durften sich die Krankenhäuser im Land freuen. Die TK wollte wissen, wie zufrieden die Patienten mit der Versorgung in den Krankenhäusern des Landes sind. Acht von zehn Patienten zeigten sich mit den Kliniken im Land zufrieden. Die insgesamt positive Bewertung der Kliniken ist auch eine Bestä- tigung für die Politik, dass in den letzten Jahren viele Weichen im stationären Bereich richtig gestellt wurden. In dieser Ausgabe von TK spezial berichten wir zudem über unseren Jahresempfang am 7. Mai 2014. Weiterhin informieren wir Sie über den neuen TK-Innovationsreport 2014, in dem auf dem Arzneimit- telmarkt neu beworbene Medika- mente nach Kosten- und Nutzen- gesichtspunkten bewertet werden. Im Interview mit der Rechtsanwäl- tin Gesa Stückmann erfahren Sie mehr über das Projekt law4school. Die Rostockerin setzt sich mit ih- rem Webinar gegen Cybermobbing und Internetkriminalität ein. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen von TK spezial! Prof. Dr. Volker Möws Leiter der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern Innovationsreport 2014 • Bundesweit gegen Cybermobbing • TK-Krankenhaus-Patienten- befragung 2013 spezialM e ckl e nb u rg - vo rp o mm e rn Nr. 2 2014Informationsdienst der Techniker Krankenkasse Editorial In der Orangerie des Schweriner Schlosses waren am 7. Mai 2014 rund 180 Vertreter des Gesundheits- wesens beim Jahresempfang der TK-Landesvertretung Mecklenburg- Vorpommern zu Gast. Die NDR-Jour- nalistin Dörthe Graner begleitete das Programm, und der 50-stimmige Spatzenchor des Goethe-Gymnasi- ums umrahmte die Veranstaltung. In seiner Begrüßungsrede ging Prof. Dr. Möws auf die Bedeutung der Qua- litätssicherung in der medizinischen Versorgung ein. Dabei hob er beson- ders hervor, dass sich die Techniker Krankenkasse (TK) in der Verantwor- tung sieht, eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewähr- leisten. Die Vizepräsidentin des Land- tages M-V, Beate Schlupp, richtete in ihrem Grußwort an die Gäste den Dank an die TK für das Engagement und die Innovationen zugunsten einer optimierten Patientenversorgung. Dr. Christof Veit ging in seinem Vortrag Qualitätsoffensive im Gesund- heitswesen zunächst auf die Stärkung der Qualitätssicherung im Gesund- heitswesen ein. Die in Deutschland neu eingeführten „Pay for Performan- ce“(P4P) - Projekte seien eine Ent- wicklung hin zu qualitätsorientierten Vergütungsanteilen. Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung Jahresempfang der TK-Landesvertretung Prof. Dr. Volker Möws, Leiter der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.
  • 2. TK spezial Mecklenburg-Vorpommern · 2/2014 | 2 Dr. Veit beschäftigte sich mit der Fra- ge, inwieweit P4P die Versorgungs- qualität mittels finanzieller Anreize verbessern kann. Denn „primäre Mo- tivation für gute Qualität kann nicht erkauft werden“. Dazu griff er ver- schiedene Fragen bezüglich mehrerer Einsatzgebiete auf, die zur Steuerung der Qualitätssicherung dienen kön- nen. Als Interventionsmöglichkeiten würden insbesondere der Einsatz von qualitätsorientierter Vergütung (P4P), der Anspruch auf verlässliche Messinstrumente, die öffentliche Dar- stellung von Qualität zur Herstellung von Transparenz und Rückmelde- und Benchmarkingsysteme erwogen. Prof. Dr. Attila Altiner hingegen beschäftigte sich in seinem Fachvor- trag mit der Qualitätssicherung in der hausärztlichen Versorgung. Einleitend präsentierte Altiner das Bild „A fortu- nate man“ von John Berger aus dem Jahr 1967. Mit dem Bild verdeutlichte Prof. Dr. Altiner eine gute Beziehung zwischen Arzt und Patient und damit eine qualitativ hochwertige Behand- lung. Dann könne ein Hausarzt besser einschätzen, welche individuelle Versorgung bei seinem Patienten not- wendig sei. Außerdem ist nach Altiner das Einbeziehen des Patienten bei der Entscheidung nach einer geeigneten Therapieoption maßgebend für die Qualität in der hausärztlichen Versor- gung. Diese könne zwar nicht immer gemessen werden, dennoch ermutig- te Altiner dazu, es zu versuchen. Dr. Christof Veit Nach dem Studium der Medizin in Freiburg, London und Boston begann Dr. Christof Veit seine berufli- che Laufbahn als Arzt in der Chirurgie. Heute ist er Geschäftsführer des BQS-Institut für Qualität und Patientensicherheit in Berlin. Das Institut führt bundesweit Projekte in den Be- reichen wissenschaftliche Analysen, Methodenent- wicklung, Qualitätsmessung, Qualitätsregister und Gesundheitsberichterstattung durch und ist an inter- nationalen Projekten beteiligt. (Quelle: www.car10.organizers-congress.ch/downloads/cv/Veit.pdf) ZUR PERSON Prof. Dr. Attila Altiner Prof. Dr. Altiner wurde 1969 in Oldenburg geboren, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Nachdem er das Medizinstudium 1997 erfolgreich in Köln beendet hatte, arbeitete Prof. Dr. Altiner während der Facharzt- weiterbildung in der Chirurgie, der inneren Medizin und der Geriatrie. Von 2000 bis 2009 war Prof. Dr. Altiner als wissen- schaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Allgemein- medizin am Universitätsklinikum Düsseldorf tätig, parallel arbeitete er hausärztlich als Facharzt für Allge- meinmedizin in Duisburg und Elsdorf. Seit September 2009 leitet er das Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Rostock. Seine Forschungsschwerpunkte sind beispielsweise die Arzt-Patienten-Kommunikation, Atemwegsinfekte und Antibiotika sowie die kardiovaskuläre Prävention in der hausärztlichen Versorgung. (Quelle: www.allgemeinmedizin.med.uni-rostock.de/index.php?id=17) ZUR PERSON Mehr Informationen unter www.tk.de, Webcode: 646650
  • 3. TK spezial Mecklenburg-Vorpommern · 2/2014 | 3 Jährlich kommen etwa 20 neue Wirk- stoffe auf den Arzneimittelmarkt. Doch bei vielen dieser neuen Medikamente kann kein Zusatznutzen im Vergleich zu den bewährtenTherapien festgestellt werden. Zum Zeitpunkt der Bewertung liegen oftmals noch keine ausreichen- den Erkenntnisse über Risiken und Nutzen im realen Versorgungsalltag und in der breiten Anwendung vor. Aus diesem Anlass unterstützt dieTK bereits im zweiten Jahr das For- schungsvorhaben zur Bewertung neu- er Arzneimittel des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen. Der Innovationsreport 2014 analysiert neu auf den Markt gekommene Arzneimittel aus dem Jahr 2011 in Bezug auf verfügbareTherapiealterna- tiven, Zusatznutzen und Kosten im Vergleich zu vorhandenenTherapien. Die neuen Wirkstoffe werden anhand der aktuellen Studienlage nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin bewertet. Zusätzlich fließen Daten zu denTK-Verordnungscharakteristika der Arzneimittel in die Analyse ein. So sol- len Erkenntnisse gewonnen werden, wie die neuen Wirkstoffe den Patien- ten nach der Einführung tatsächlich verordnet werden und wie sie sich am Arzneimittelmarkt behaupten. Nicht alles, was neu ist, ist besser Der Innovationsreport 2014 zeigt, dass in der Gesamtschau nur drei Wirkstof- fe als therapeutischer Fortschritt einzu- Innovationsreport 2014 Mehr Transparenz beim Einsatz neuer Arzneimittel stufen sind. 2013 traf dies sogar nur für zwei Arzneimittel zu. Aufgrund gleichbleibender Untersuchungs- und Bewertungsmethoden können die Innovationsraten vergangener Jahre verglichen werden. Somit ist auch ein Vergleich zwischen 2010 und 2011, den Jahren vor und nach Inkrafttreten des Arzneimittelmarktneuordnungsge- setzes (AMNOG), möglich. Der Innovationsreport schafft auf diesem WegTransparenz und eine praktische Orientierung für Ärzte. Ergebnisse der AMNOG- Bewertungen kommen heute nicht eins zu eins in der Versorgung an Im Innovationsreport sind ergänzend Verordnungscharakteristika neuer Arzneimittel und ihre Entwicklung im Markt dargestellt. Grundlage hierfür sind Routinedaten derTechniker Kran- kenkasse (TK). Dadurch können in den Folgereporten Veränderungseffekte im Verordnungsgeschehen sichtbar gemacht werden. Die Auswertungen zeigen, dass selbst Arzneimittel, die nachweislich keinen Zusatznutzen für die zu behandelnde Krankheit aufwei- sen, weiter verordnet werden. Ein Bei- spiel ist der erste nach AMNOG bewertete WirkstoffTicagrelor, der noch immer bei jedem dritten Patien- ten falsch eingesetzt wird. Spätbewertungen sind erforderlich, um Nutzen einzuschätzen Knapp 40 Prozent der niedergelasse- nen Ärzte sind neuen Arzneimitteln gegenüber positiv eingestellt. Oftmals ist dabei allerdings unbekannt, ob die Medikamente wirkliche Innovationen sind und eine Optimierung derThera- pie gewährleistet ist. Für sieben Wirk- stoffe erhielten Ärzte im Nachhinein sogar Warnhinweise. Unter anderem verschickten Hersteller sogenannte Rote-Hand-Briefe. Mit diesen werden heilberufliche Fachkreise über neu erkannte Arzneimittelrisiken infor- miert. Für das zur Behandlung von multipler Sklerose eingesetzte Arznei- mittel Fingolimod wurden sogar insge- samt vier Rote-Hand-Briefe verschickt. Dies verdeutlicht, dass einmalige  Im Innovationsreport 2014 wur- den 20 Wirkstoffe anhand der aktuellen Studienlage nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin analysiert und bewertet.  Der Innovationsreport macht deutlich, dass zusätzliche Spätbewertungen wichtig und notwendig sind, um den Nutzen für Patienten richtig einschätzen zu können.  Der Innovationsreport veran- schaulicht mithilfe eines Ampel- schemas die Bewertung neuer Arzneimittel und soll Ärzte bei ihren veranlassten Therapien bestmöglich unterstützen, Trans- parenz schaffen und Orientierung bieten. kurz gesagt Mehr Informationen unter www.tk.de, Webcode: 646118 Bewertungen von Arzneimitteln nicht ausreichend sind. Weitere Spätbe- wertungen mit Erfahrungen aus dem Versorgungsalltag sind notwendig, um den tatsächlichen Nutzen neuer Medikamente adäquat einschätzen zu können.
  • 4. TK spezial Mecklenburg-Vorpommern · 2/2014 | 4 Interview mit Gesa Stückmann, Rechtsanwältin aus Rostock und Gründerin von law4school TK spezial | Sie sind Gründerin des Projekts law4school und bieten ein Webinar als Präventionsprojekt gegen Cybermobbing, in dem Sie Klassen, aber auch Eltern und Lehrer über das Thema Recht im Internet aufklären. Wie haben Sie erkannt, dass ein Informationsmangel bei den Schülern, Eltern und Lehrern bestand? Stückmann | Im Jahr 2007 wurde ich von Eltern mit der Übernahme der rechtlichen Vertretung ihrer beiden Kin- der beauftragt, über die auf schlimms- te Art und Weise bei www.schuelervz. de hergezogen wurde. Dieser erste Fall von Cybermobbing, der sich an ei- nem Rostocker Gymnasium ereignete, erschütterte mich angesichts der Härte und Bösartigkeit der Attacken gegen die betroffenen Kinder. Mobbing kennt man immer schon, das gab es früher auch, aber Cybermobbing hat einfach eine andere Dimension. Auf Bitte des Gymnasi- ums arbei- tete ich mit Schülern aus der 6. und 7. Klasse zumThema Recht im Internet und musste feststellen, dass die Kinder wie gebannt waren von dem, was ich ihnen berichtete. Die Erklärung hierfür war einfach: Schon damals verfügten viele Schüler über ein Handy oder auch einen Computer, ohne jedoch von den Eltern im Umgang damit angeleitet zu werden. Zum Lehrstoff gehört dies ebenfalls nicht. TK spezial | Stichwort Medienkom- petenz. Die Generation der „digitalen Eingeborenen“ kennt sich außeror- dentlich gut mit Technik aus – wie kommt es zu einer missbräuchlichen Verwendung der neuen Medien? Stückmann | Technisch wissen die Schüler weitaus mehr als ich. Handys, Smartphones und Computer nehmen einen Großteil des täglichen Lebens unserer Kinder in Anspruch. Schulen und Eltern stehen vor der Frage, wie man die Probleme im Umgang mit den neuen Medien lösen könnte. Die Schüler bekommen Handy und Inter- net quasi mit der Muttermilch ver- abreicht. Aber sie wissen nicht, was rechtlich gilt, wie man sich schützen kann, was man nicht tun sollte – was Recht und Gesetz im Internet bereithalten. Eltern und Lehrer hinge- gen begannen erst als Erwachsene, diese Medien zu nutzen, und sind dementsprechend zurückhaltender in der Nutzung. Somit können sie auto- matisch – zumindest technisch – mit den Kindern gar nicht mehr mithalten. Daraus entwickelte sich die Idee, an alle Schulen zu gehen und Vorträge zu dem Thema zu halten. TK spezial | Ein Webinar ist ein interaktives Seminar, das online stattfindet. Warum haben Sie diese Kommunikationsart für Ihren Vortrag gewählt? Stückmann | Es hat mich immer beschäftigt, wie ich den Inhalt der Vor- träge möglichst schnell und kosten- günstig an alle Schulen – womöglich sogar bundesweit – bringen kann. Wir brauchen ein Fach Medien- kompetenz, aber auf die Schaf- fung eines Schulfaches zu warten, ist nicht zielführend – Sexting Co. richten schon jetzt großen dauerhaf- ten Schaden im Leben der Jugend- lichen an, und die Entwicklung der Technik schreitet rasant voran. Dass Cybermobbing und die Verletzung des Rechts am eigenen Bild in allen Schu- len landauf, landab ein großes Problem sind, wird immer wieder von Lehrern aller Schulformen berichtet. Dabei fehlen Lösungs- und insbesondere flächendeckende Präventionsmög- lichkeiten. Webinare bieten meines Erachtens die beste Möglichkeit, um dasThema möglichst flächendeckend und ab sofort in die Schulen, also an Schüler, Eltern und auch Lehrer heran- zutragen: Zu einem Webinar können sich bundesweit mehrere Schulen gleichzeitig zuschalten. TK spezial | Wie wird Cybermobbing rechtlich eingestuft, stellt es einen Straftatbestand dar? Stückmann | Es gibt keinen Straftat- bestand Cybermobbing, aber es gibt Straftaten, die diese Fälle erfassen. Aus diesem Grund war es mir wich- tig, dass wir jetzt reagieren und unse- re Kinder aufklären, um zu verhindern, dass sich eine Generation entwickelt, die keine Ahnung davon hat, was sie dort tut. Gesa Stückmann Die gebürtige Düsseldorferin Gesa Stückmann ist seit 1996 als Rechtsanwältin in Rostock tätig. Neben ihren Tätigkeitsschwerpunkten Erbrecht, Familien- recht und Arbeitsrecht beschäftigt sie sich intensiv mit den Themen Cybermobbing und Recht im Inter­ net. Um möglichst vielen Schülern das Wissen im Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln, hält die Rechtsanwältin und Mutter zweier Kinder seit 2007 größtenteils ehrenamtlich in Schulen in ganz Mecklen­burg-Vorpommern Vorträge zu diesenThe- men für Schüler, Eltern und Lehrer – in den vergan- genen Jahren waren es über 500 Vorträge. Für ihr Engagement im Bereich der Medienkompetenzver- mittlung, das vom Innenministerium Mecklenburg- Vorpom­merns seit 2009 gefördert wird, erhielt Frau Stückmann im November 2011 den Landespräven- tionspreis. Bei ihrem Projekt law4school bietet sie Webinare – Live-Seminare über das Internet – mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK) für Schulklassen der 5. bis 7. bzw. ab der 8. Jahrgangs- stufe, Eltern und Lehrer. ZUR PERSON „Mobbing kennt man immer schon, aber Cybermobbing hat einfach eine andere Dimension“ Smartphone Co. – schnellstmögliche Aufklä- rung bundesweit tut not!“
  • 5. Impressum Herausgeber | Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern Verantwortlich | Prof. Dr. Volker Möws Redaktion | Dr. Rolando Schadowski Telefon | 03 85 - 76 09 - 574 Telefax | 03 85 - 76 09 - 570 E-Mail | lv-mv@tk.de Twitter | www.twitter.com/TKinMV Internet | www.tk.de/lv-mecklenburg-vorpommern Immer mehr Menschen wollen mitentscheiden, in welchem Kran- kenhaus sie sich behandeln lassen. Bei dieser Entscheidung vertrauen die Menschen meist dem Rat ihres Arztes, eines Freundes oder eines Verwandten. Viele wünschen sich jedoch weitere Informationsquellen für ihre Wahl der Klinik und würden es begrüßen, wenn sie auf Erfahrungen anderer Patienten zugreifen könnten. Die Qualität einer Krankenhausbe- handlung rückt seit Jahren in den Mit- telpunkt des öffentlichen Interesses. Erste Schritte zur Qualitätsdarstellung sind aber bereits gemacht: Seit 2004 müssen Kliniken regelmäßig Berichte über ihre medizinischen Ergebnisse veröffentlichen. In diesen sogenann- ten strukturierten Qualitätsberichten sind für den Patienten wichtige Aspekte nicht abgebildet. Vor allem „weiche“ Faktoren, wie die Qualität TK-Krankenhaus-Patientenbefragung 2013 der Arzt-Patienten-Gespräche oder die Betreuung durch das Pflegepersonal, werden nicht berücksichtigt. Genau diese Lücke schließt die Zufrieden- heitsbefragung der TK: Sie stellt die Meinung der Patienten über eine Klinik in wissenschaftlich gesicherter Form dar. Die Ergebnisse sind unter www.tk.de/klinikfuehrer abrufbar. Weil die gesammelten Erfahrungen der Patienten allein aber kein vollstän- diges Bild der Behandlungsqualität liefern können, sind dort auch die bisher verfügbaren medizinischen Ergebnisse der Kliniken laienverständ- lich aufbereitet. Mit dem TK-Klinikführer ist es gelun- gen, einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Transparenz der Behand- lungsqualität zu unternehmen. Die Möglichkeit zu erfahren, wie hoch die Patientenzufriedenheit in einem bestimmten Krankenhaus ist, ist ge- rade bei planbaren Behandlungen von Bedeutung. Zusammen mit den medi- zinischen Qualitätsergebnissen kann sich der Patient ein umfassendes Bild über die Versorgungssituation machen und so leichter entscheiden, wo er sich behandeln lassen möchte. Mit ihrem Klinikführer unterstützt die TK somit auch ein neues Selbstverständ- nis: Aus dem passiven wird der aktive Patient, der informiert und eigenver- antwortlich handelt. Daten und Fakten zur Methodik DieTK wollte wissen, wie zufrieden die Patienten mit der Versorgung im Krankenhaus sind, und hat deshalb 7780 ihrer Versicherten in Mecklen- burg-Vorpommern befragt. Sie alle wurden zwischen Juni 2012 und Juni 2013 für mindestens dreiTage sta- tionär behandelt. Die Rücklaufquote ist beeindruckend – knapp 4500 Patienten (57,2 Prozent) haben geantwortet und machten es möglich, dass für 21 Kran- kenhäuser und 47 Fachabteilungen Qualitätsberichte aus Patientensicht erstellt werden konnten. Pro Krankenhaus und Fachabteilung  mussten dafür mindestens 30 Rückmel- dungen vorliegen, um ein aussagekräf- tiges Ergebnis zu erhalten. Die Fragen wurden in fünf sogenannten Qualitätsdi- mensionen zusammengefasst. Ergebnisse Mecklenburg- Vorpommern In allen Bundesländern ist die allge- meine Zufriedenheit sehr hoch, in Mecklenburg-Vorpommern liegt der Wert bei 79,4 Prozent (Bund 79,1). An der Organisation und der Unter- bringung im Krankenhaus übten die Patienten deutschlandweit die meiste Kritik. Während hier die Zufriedenheit in Mecklenburg-Vorpommern bei 75,2 Prozent liegt, sind es bundesweit nur 73,3 Prozent. Mit dem Behand- lungsergebnis sind 76,5 Prozent der TK-Patienten im Nordosten zufrieden (Bund 77,3) und mit der Information und Kommunikation durch die Ärzte und das Pflegepersonal 78,2 Prozent (Bund 77,6). Die medizinisch-pflege- rische Versorgung stellte wie auch bundesweit 76,8 Prozent zufrieden. Eine Urkunde erhielten diejenigen Krankenhäuser, die mit ihrem Ergebnis oberhalb des Bundeswertes lagen. Fol- gende Krankenhäuser in Mecklenburg- Vorpommern gehörten dazu, wobei die aufgeführte Reihenfolge mit keiner Wertung verbunden ist: Bodden-Klinik Ribnitz-Damgarten, Dietrich-Bonhoef- fer-Klinikum Altentreptow, Dietrich- Bonhoeffer-Klinikum Malchin, Klinikum Karlsburg, Klinikum Südstadt Rostock, KMG Kliniken Güstrow, Kreiskranken- haus Wolgast, MediClin Krankenhaus am Crivitzer See. Seit 2005 befragt die TK ihre Versicherten nach einem stationären Krankenhausaufenthalt zu ihrer Zufriedenheit mit der Klinik. Die Ergebnisse werden im TK-Klinikführer transparent dargestellt Mirko Plaul, Referent Krankenhaus in der TK-Landesvertretung MV, Frank Acker, Ge- schäftsführer im Kreiskrankenhaus Wolgast.

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