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"TK spezial" für Bayern 1-2012
 

"TK spezial" für Bayern 1-2012

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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    "TK spezial" für Bayern 1-2012 "TK spezial" für Bayern 1-2012 Document Transcript

    • Informationsdienst der techniker Krankenkasse BayernInhaltsverzeichnis Nr. 1/März 2012 TK-Ärzteführer: „Mehr Transparenz schaffen“ Mehr Lebendspenden in Bayern Wirtschaftlichkeitsprüfung in Bayern TK-Gesundheitswegweiser in Münchner Stadtviertel Berg am Laim/Ramersdorf EditorialDer richtige Arzt für mein Kind!Die neue Broschüre der TK zur Kindergesundheit 30 Prozent der bayerischenWie entwickelt sich mein Baby? Muss mein Kind geimpft werden? Warum hat mein Frauen undTeenager Bauchschmerzen? Um sich im Gespräch mit dem Arzt, bei Behandlungs- 18 Prozent derentscheidungen und im Umgang mit Krankheiten souverän verhalten zu können, bayerischengreift die Techniker Krankenkasse (TK) Kindern und ihren Eltern unter die Arme. Männer nehmen grundsätzlichEin Leitfaden für Eltern in Bayern keine Medika- mente oder nur Am 12. Januar 2012 homöopathische veröffentlichte die TK bzw. rein pflanzliche Arzneimittel ein, gemeinsam mit dem so das Ergebnis einer Forsa-Befra- Co-Autor Professor gung im Auftrag der TK. Die Studie Dr. Hubertus von Voß zeigt: Viele Menschen setzen bei (u. a. ehemaliger Ärzt- Beschwerden auf eine Therapie mit licher Direktor des Kinder- alternativen Arzneimitteln. zentrums München und Gründer von Kindernetz- Die TK greift diesen Trend auf und werk e. V.) die neue erstattet ab sofort Arzneimittel der Verbraucherbroschüre Homöopathie, Phytotherapie und „Der richtige Arzt für mein Anthroposophie, die ausschließlich Kind – ein Leitfaden für in Apotheken gekauft werden Eltern in Bayern“. In der können. Diese Arzneimittel werden Broschüre geht es um vom Arzt auf einem Privatrezept Der richtige Arzt das Gespräch zwischen dem Arzt und seinem beziehungsweise grünen Rezept verordnet. So wird sichergestellt, für mein Kind jungen Patienten, die Untersuchung am Kind und an Jugendlichen dass Versicherte im Hinblick auf die Auswahl der Arzneimittel und die Dauer der Einnahme optimal Ein Leitfaden sowie um die Erklärung versorgt werden. Gleichzeitig werden für Eltern in Bayern medizinischer Sachver- Dosierungsfehler oder Fehldiagnosen halte in einer kind- und in der Selbstmedikation vermieden. jugendgerechten Sprache. Den Wünschen der Versicherten Eltern werden darauf nachzukommen, hat Erfolg: Die TK hingewiesen, dass ihr wächst und geht mit circa 945.000 Kind in der Arztpraxis im Versicherten in Bayern auf die Mittelpunkt steht und bei Millionengrenze zu. wichtigen Behandlungs- entscheidungen eingebun- den wird. Außerdem liefert der Leitfaden Hinweiserund um die ärztliche Begleitung des Kindes beim Erwachsenwerden und zeigt weiterenützliche Quellen auf. Christian Bredl Leiter der TK-Landesvertretung Mehr Informationen und Zahlen zum Thema Kindergesundheit finden Sie Bayern auf unserer Homepage: www.tk.de/lv-bayern, Webcode 408452.
    • Bayern„Mehr Transparenz schaffen“Interview mit Karen Walkenhorst, Bereichsleiterinder Techniker Krankenkasse, zum TK-ÄrzteführerTK spezial: Frau Walkenhorst, seit Februar ist der TK-Ärzteführer auf Basis der„Weissen Liste“ online. Welche Ziele verfolgt die TK mit diesem Angebot?Walkenhorst: Der TK-Ärzteführer bietet zunächst praktische Hilfe, denn er erleichtertunseren Versicherten die Suche nach einem passenden Arzt – Unterstützung, dieviele Versicherte von der TK schlichtweg erwarten. Das Portal ermöglicht den Nutzerndirekten Zugriff auf alle niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte in Deutschland – TK-Bereichsleiterin Karen Walkenhorst ist fürinsgesamt rund 180.000. Das Angebot erlaubt aber nicht nur den Abruf von Kontakt- den ambulanten Versorgungsbereich (Ärzte,daten, sondern bietet den Suchenden zudem die Möglichkeit, sich an den Erfahrungen Zahnärzte und Arzneimittel) und außerdem füranderer Patienten beim Arztbesuch zu orientieren. Wir möchten mit dem Angebot auch das Versorgungsmanagement mit den Themenmehr Transparenz schaffen. innovative Versorgungsprojekte, Modellvorha- ben, Integrierte Versorgung, Patienteninforma-TK spezial: Was heißt „mehr Transparenz“ konkret? tion und -steuerung zuständig.Walkenhorst: Die Nutzer bekommen differenzierte Ergebnisse von Ärzten in ihrerUmgebung. Basis dafür ist ein vom Berliner IGES-Institut entwickelter Standardfrage-bogen, den Patienten auf der Portalseite ausfüllen können. Voraussetzung ist, dassman sich einmalig als Nutzer registriert. Der Fragebogen setzt vor allem auf soziale HintergrundAspekte, also zum Beispiel, ob der Arzt seinen Patienten in Entscheidungen einbeziehtoder Diagnosen verständlich erklärt. Patienten ist bei der Arztwahl die Kommunikation TK beteiligt sich an Online-Arzt-besonders wichtig, das wissen wir aus Studien – und jeder von uns aus eigener suche „Weisse Liste“Erfahrung. Die TK beteiligt sich mit demDie etwa 30 Fragen decken außerdem alle Leistungsbereiche innerhalb einer Arzt- TK-Ärzteführer als weiterer Partnerpraxis ab, mit denen Patienten in Berührung kommen: Personal, Räumlichkeiten, an der Online-Arztsuche derOrganisation, medizinische Geräteausstattung und natürlich die eigentliche Behand- „Weissen Liste“ der Bertelsmann-lung. Ergänzend wird nach einer Gesamteinschätzung gefragt. Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucher-TK spezial: Transparenz bedeutet auch, dass negative Dinge angesprochen werden. organisationen. Partner sind auchWie stellt die TK sicher, dass die Beurteilungen im TK-Ärzteführer fair sind? die AOK-Gemeinschaft und die BARMER GEK. Seit Februar könnenWalkenhorst: Wir wissen um die Skepsis, die es in der Ärzteschaft an der einen oder auch die Versicherten der TK überanderen Stelle gegenüber einem solchen Projekt gibt. Daher haben wir und unsere das Portal ihre Erfahrungen beimPartner (siehe Text „Hintergrund“) von Anfang an auch Ärzte in die Entwicklung des Arztbesuch mitteilen. Damit habenPortals eingebunden. Das berechtigte Interesse, fair beurteilt zu werden, war ein etwa 38 Millionen Menschen inentscheidender Faktor in der Planung. Grundsätzlich erscheint ein Ergebnis für den Deutschland die Möglichkeit, ihreeinzelnen Arzt erst dann, wenn mindestens zehn Patienten eine Beurteilung abge- Ärzte über das Internet zu beurteilen.geben haben. Erst ab dieser Grenze wird aus den vorhandenen Bewertungen der Das sind mehr als die Hälfte allerMittelwert gebildet und veröffentlicht. So steht eine schlechte Bewertung nie für sich gesetzlich Versicherten.alleine. Der Durchschnitt ist entscheidend, nicht die Ausreißer nach unten oder oben.Außerdem kann jeder Arzt in seinem persönlichen Bereich Bewertungen kommentieren Die Arztsuche ist seit Mai 2011und auf diesem Weg direkt auf Anregungen oder die Kritik der Patienten reagieren. online. Über sie können bundes- weit mit wenigen Klicks geeignete TK spezial: Für Patienten schafft der TK-Ärzteführer eine Haus- und Fachärzte, Zahnärzte neue komfortable Informationsmöglichkeit. Gibt es auch und Psychotherapeuten gefunden Vorteile für die Mediziner selbst? werden. Neben Informationen über Erreichbarkeit und Service gibt es Walkenhorst: Zum einen erhalten die Ärzte Rückmel- für etliche Ärzte auch jetzt schon dungen ihrer Patienten, die sie für ihr eigenes Qualitäts- Angaben zur Patientenzufriedenheit. management nutzen können. Auch in sehr gut beurteilten Je mehr Versicherte sich beteiligen, Praxen gibt es sicher immer wieder Verbesserungspoten- desto zuverlässiger werden diese zial. Zum anderen bietet der TK-Ärzteführer die Gelegen- Informationen. heit, das öffentliche Bild der Praxis selbst mitzugestalten. Die Mediziner können Fotos in das Portal einstellen und Der TK-Ärzteführer ist im Internetdurch das Kommentieren von Beurteilungen deutlich machen, wie wichtig ihnen die unter www.tk.de, Webcode 5820,Meinungen ihrer Patienten sind. oder direkt über www.tk.de/ aerztefuehrer abrufbar. TK spezial 1 / 2012 2
    • BayernOrganspende soll Schule machen HintergrundGemeinsame Initiative der Bundeszentrale fürgesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der TK„Ich hab ja schon öfter mein Herz verschenkt, aber bisher war das nie so im wört-lichen Sinne gemeint.“ Mit diesen Worten wirbt der Hip Hopper Bo Flower alias FloBauer in dem Film „Organspende macht Schule“ bei den Jugendlichen dafür, sicheine Meinung zum Thema Organspende zu bilden. Er ist das Gesicht der gleichna-migen gemeinsamen Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung(BZgA) und der TK. Der 20-minütige Unterrichtsfilm richtet sich an Schüler ab derneunten Klasse und traut sich auch an schwierige Themen wie die Todesfeststellung Mehr Lebendspenden in Bayernund Organhandel heran. In Bayern sind im vergangenenExperten in eigener Sache kommen zu Wort Jahr 131 Lebendspenden durch- geführt worden – 122 Nieren undMit 16 Jahren können Jugendliche selbst entscheiden, ob sie Organspender sein neun Lebern. Wie die TK mitteilt,möchten. Bereits mit 14 Jahren können sie sich dagegen aussprechen. Viel zu wenige sind das rund 17 Prozent mehr alssind jedoch gut über Organspende informiert, obwohl sie dem Thema sehr aufge- im Jahr zuvor. Neun Mal waren 2011schlossen gegenüberstehen. In dem Film kommen Patienten zu Wort, die mit einem Kinder unter 18 Jahren die Empfän-Spenderorgan leben, und eine Angehörige berichtet, warum sie einer Organentnahme ger. Dennoch wird im Freistaat diezugestimmt hat. Zudem schildert der Film die Arbeit von Transplantationsmedizinern, Liste der Menschen länger, die aufEurotransplant sowie der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Mit Abschluss der ein lebenswichtiges Organ warten,Reform des Transplantationsgesetzes wird die DVD um ausführliches Begleitmaterial da im gleichen Zeitraum die post-ergänzt, das Informationen und Anregungen enthält, wie das Thema Organspende in mortalen Spenden um elf auf 682den Unterricht integriert werden kann. zurückgingen. Aktuell warten 1.749 Menschen auf ein oder mehrere Die DVD kann kostenlos Spenderorgane. Das sind 24 mehr bestellt werden als vor zwölf Monaten. Die DVD kann bei der BZgA Nicht nur im Freistaat, sondern unter der Bestellnummer auch bundesweit wird die Warteliste 6020500 per E-Mail unter länger. Deshalb sollte die Bundes- order@bzga.de sowie per regierung ihre Pläne, Lebendspen- Fax unter 0221 - 8992257 der künftig rechtlich und finanziell kostenlos bestellt werden. besser abzusichern, möglichst schnell in die Tat umsetzen. Wie eine Weitere Informationen Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zum Thema gibt es auf ergab, sei mehr als jeder Zweite in den Internetseiten der Bayern bereit, mit einer Lebendspen- Kooperationspartner unter de einem Angehörigen das Leben www.organspende-info.de zu retten. und www.tk.de. Die TK bezieht sich auf aktuelle Zahlen von Eurotransplant. (www.eurotransplant.nl). Mehr zum Thema Organspende unter www.tk.de/lv-bayern. Im TK-Pressecenter stehen zudem Grafiken und kostenloses Bild- material bereit. TK spezial 1 / 2012 3
    • BayernWirtschaftlichkeitsprüfung in Bayern KommentarWelche Regressgefahr besteht bei der Verord-nung von Arzneimitteln für die bayerischen Ärztetatsächlich? Entgegen einer weitverbreiteten Meinung können die Krankenkassen Ärzte nicht inRegress nehmen. Durchgeführt wird die Wirtschaftlichkeitsprüfung von der Prüfungs-stelle Ärzte Bayern, einer unparteiischen Einrichtung, die je zur Hälfte von der Kassen-ärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen getragen wird. Nur sie kann Regresseaussprechen.Darstellung der Praxisbesonderheiten ist enorm wichtig Jedes Quartal setzen sich Vertreter der Kassen- ärztlichen Vereinigung, der Prüfungsstelle Ärzte Bayern und der Krankenkassen zusammen, um Georg Engelhard, Referent festzulegen, welche Praxen in ein Prüfverfahren Vertragswesen in der TK-Landes- einbezogen werden. Grundlage für die Auswahl vertretung Bayern sind die quartalsweise ermittelten Kosten (siehe Kommentar). In diesem Sondierungsgespräch Die Kassenärztlichen Vereinigungen tauscht man sich aus, ob Besonderheiten der und die Krankenkassen haben jeweiligen Praxis bekannt sind. Werden z. B. nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) Senioren- oder Pflegeheime betreut, kann dies sogenannte Richtgrößen zu verein- ein nachvollziehbarer Grund für die höheren baren. Dies sind Durchschnittsbe- Kosten sein und ein Prüfverfahren unterbleiben. träge, die dem Arzt im Kalenderjahr Unter Abwägung weiterer Faktoren (z. B. Patien- für Arzneimittel zur Verfügung tenzahl, Gesamtausgaben) wird festgelegt, wo stehen. Ab dem Jahr 2009 kam in ein Prüfverfahren eingeleitet wird. Natürlich wird Bayern keine Richtgrößenvereinba- der betroffene Arzt darüber informiert und kann rung zustande. Nach dem Gesetz ist eine Stellungnahme abgeben. Bei der folgenden damit die quartalsweise Richtgrößen- Bewertung werden die Besonderheiten der Praxis prüfung nach Durchschnittswertenvon der Prüfungsstelle herausgerechnet. Die nachvollziehbare Darstellung der Praxis- durchzuführen.besonderheiten durch den Arzt ist dabei enorm wichtig. Wird danach der Durch-schnittswert immer noch um mehr als 15 % überschritten, erfolgt eine Beratung des Dabei werden in jedem Quartal dieArztes. Liegt die Restüberschreitung bei über 25 %, muss zwingend ein Regress für Durchschnittskosten in den einzel-den übersteigenden Betrag ausgesprochen werden. Zum Regress kommt es also nen Arztgruppen (Augenärzte,erst dann, wenn selbst unter Berücksichtigung der Praxisbesonderheiten der Durch- Chirurgen, Frauenärzte, Hausärzteschnittswert immer noch um mehr als 25 % überschritten wird. Zusätzlich steht seit usw.) ermittelt. Jeder Arzt wird alsodem 01.01.2012 neu im Sozialgesetzbuch, dass der Arzt beim erstmaligen Über- nicht an einer künstlichen Grenzeschreiten der 25-%-Grenze keinen Regress erhält, sondern beraten wird. gemessen, sondern mit den tatsäch- lichen durchschnittlichen Arzneimit-Praktiker beurteilen Praktiker telausgaben seiner Fachgruppe verglichen. Grundlage sind dieAber die Entscheidung der Prüfungsstelle Ärzte Bayern ist nicht das letzte Wort. Alle Kosten je Patient.Beteiligten (Ärzte, Kassenärztliche Vereinigung, Krankenkassen) haben die Möglich-keit, Widerspruch dagegen einzulegen. Die nächste Instanz ist der Beschwerde- Der Fachbegriff dafür lautet Wirt-ausschuss Ärzte Bayern. Jeweils die Hälfte der Ausschussmitglieder wird von der schaftlichkeitsprüfung. Der Gesetz-Kassenärztlichen Vereinigung bzw. den Krankenkassen benannt. Dort wird alles noch geber hat diese im § 106 SGB Veinmal geprüft. Die fachmännische Beurteilung wird dabei von niedergelassenen verpflichtend vorgeschrieben. AberÄrzten vorgenommen, die derselben Fachgruppe wie der betroffene Arzt angehören. schon das Ausgabevolumen machtEin Praktiker wird von einem Praktiker beurteilt – ein Verfahren, das größtmögliche deutlich, dass maßvolle KontrolleObjektivität garantiert. Gegen die Entscheidung des Beschwerdeausschusses kann sein muss. Die bayerischen Kran-beim Sozialgericht Klage erhoben werden. kenkassen haben 2010 insgesamt über 3,8 Milliarden Euro nur fürBei den Ärzten und in der öffentlichen Wahrnehmung wird die Regressgefahr meist Arzneimittel aufgewendet.weit dramatischer eingeschätzt, als dies tatsächlich der Fall ist. Mitte Dezember 2011wurden die Bescheide für die Arzneimittelprüfung des Quartals 4/2009 versandt. Bei Im Vordergrund aller Prüfungenrund 24.000 bayerischen Vertragsärzten kam es gerade mal in 93 Fällen zu einem steht dabei nicht der Regress,Regress. Das sind nur 0,4 %. In den Vorquartalen des Jahres 2009 sah es übrigens sondern die qualitativ hochwertigeähnlich aus. Aber Kontrolle muss sein, denn Verstöße gegen das Wirtschaftlichkeits- Versorgung der Patienten zugebot sind immer wieder feststellbar. günstigen Preisen. TK spezial 1 / 2012 4
    • BayernKurznachrichten aus Bayern Zahl spezialPlanungssicherheit für bayerische Krankenhäuser 451 Verdachtsfälle auf Behand- lungsfehler wurden der TK imDie Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Krankenkassenverbände vergangenen Jahr von bayerischeneinigten sich darauf, wie viel die rd. 360 Krankenhäuser in Bayern im Jahr 2012 für Versicherten gemeldet. Für dasihre Behandlungen abrechnen dürfen. Sie vereinbarten den sogenannten landesweiten gesamte Bundesgebiet wurdenBasisfallwert, mit dem die Krankenhausbehandlungen in einer Größenordnung von 4.111 Verdachtsfälle registriert. Dieinsgesamt knapp 9 Mrd. Euro vergütet werden. Der Durchbruch gelang nach wochen- TK unterstützt ihre Versicherten beilangen intensiven Verhandlungen, in die die beiden Vertragspartner mit höchst Behandlungsfehlern mit Gutachtenunterschiedlichen Vorstellungen gestartet waren. und bei gerichtlichen Verfahren.Der landesweite Basisfallwert ist der Preis für eine Krankenhausbehandlung miteinem durchschnittlichen Aufwand. Er wird im Jahr 2012 in den bayerischen Kliniken3.036,02 Euro betragen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um Information1,79 %. Je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung wird der Basisfallwert mit einemFaktor multipliziert, der dann den Rechnungsbetrag ergibt. Für die Behandlung eines Komakiffen: Cannabis-Missbrauchgesunden Neugeborenen beträgt der Multiplikator z. B. 0,25, während für eine Organ- nimmt drastisch zutransplantation der 65-fache Wert berechnet wird. Zwischen 2000 und 2010 ist dieTK und KZVB schließen Vergütungsverhandlungen erfolgreich ab Zahl der Klinikpatienten, die wegen Cannabis-Missbrauchs behandeltDie TK und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) haben die Vergü- wurden, stark angestiegen. 659tungsverhandlungen für das Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Das erfreuliche Behandlungen wurden zuletzt imErgebnis: Es stehen auch in diesem Jahr ausreichend Mittel für die zahnmedizinische Freistaat registriert, im Jahre 2000Versorgung der TK-Versicherten in Bayern zur Verfügung. Punktwerte und Budget- waren es noch 254, so die TK. 60obergrenze steigen jeweils um 1,48 Prozent. Der gesetzlich zulässige finanzielle Prozent der Fälle betreffen MännerRahmen wurde dabei voll ausgeschöpft. Den TK-Versicherten steht somit auch 2012 im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.eine zahnmedizinische Versorgung auf höchstem Niveau zur Verfügung – und zwaruneingeschränkt vom ersten bis zum letzten Tag des Jahres. Experten warnen, dass regelmä- ßiger Cannabiskonsum psycho-Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstands der KZVB, ist mit dem Ergebnis zufrieden. tische Symptome wie Halluzinati-„Der erfolgreiche Abschluss ist ein wichtiges Signal. Er gibt den bayerischen Vertrags- onen hervorrufen kann und diezahnärzten Planungssicherheit. Damit unterscheidet sich die TK positiv von bestimmten schulischen und beruflichen Leis-anderen Kassen, die sich bei den Verhandlungen unkooperativ zeigen und bei denen tungen stark beeinträchtigt. Lautes aller Voraussicht nach auch 2012 wieder zu Budgetüberschreitungen kommen wird. einer Studie des Instituts für Thera-Für den Zahnarzt und seine Patienten ist Kasse eben nicht gleich Kasse“, betont Rat. pieforschung in München unter„Die TK ist und bleibt für uns ein verlässlicher Partner.“ ambulant betreuten oder behan- delten Cannabis-Konsumenten liegt deren Arbeitslosenquote bei über 40 Prozent; ein Sechstel hat keinen oder einen Sonderschulabschluss. Cannabis ist die gebräuchlichste Substanz unter den illegalen Sucht- mitteln: Jeder vierte bayerische Jugendliche hat Studien zufolge die Droge bereits mindestens einmal konsumiert. TK spezial 1 / 2012 5
    • BayernTK-Gesundheitswegweiser Hintergrund Kurznachrichten Vom unsicheren zum mündigen Patienten Die TK hat im Rahmen einer repräsentativen Forsa-Befragung untersucht, wie mündig und kompe- tent sich die bayerischen Patienten fühlen. Das Ergebnis: Jeder vierte Befragte kann sich nicht sicher und selbstbestimmt im Gesundheitssys- tem bewegen. Besonders unsicher fühlen sich Patienten, wenn es um Gesundheits- informationen geht: Jeder vierte Befragte aus Bayern denkt nicht, dass er sich im Krankheitsfall die für seine Behandlung wichtigen Informationen beschaffen kann. Genauso viele gehen davon aus, dass sie nicht in der Lage sind, Gesundheitsinformationen bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit einzuschätzen.Münchner Stadtviertel Berg am Laim/Ramersdorf hat eineneigenen Gesundheitswegweiser Um Patienten im Umgang mit Ärzten und anderen Gesundheitsdienstlei-Welcher Arzt in meinem Viertel spricht Türkisch? Kann eine Apotheke in meiner stern den Rücken zu stärken, bietetNachbarschaft auch auf Spanisch Auskunft geben? Hat eine Praxis in der Nähe einen die TK die neue Verbraucherbro-behindertengerechten Zugang? Diese und weitere Fragen werden den Bewohnerinnen schüre „Kompetent als Patient – Gutund Bewohnern des Stadtteils Berg am Laim/Ramersdorf jetzt unter www.gesundheits- informiert entscheiden“ sowie diewegweiser-rabal.de beantwortet. Der neue Internetauftritt bündelt insgesamt 57 örtliche gleichnamige Kursreihe an.Gesundheitsangebote und ergänzt sie um weitere 78 Informations- und Anlaufstellenim Stadtgebiet. Die TK fördert den Gesundheitswegweiser mit 8.690 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.tk.de/patientenkompetenz,Nah am Menschen: der Gesundheitswegweiser Webcode 225900.„Dieses Projekt ist einzigartig“, sagt Eva Bruns von der Sozialen Stadt Ramersdorf/Berg am Laim, die das Projekt initiierte. „Zum ersten Mal gibt es in München einOnlineportal, das anhand von 166 Suchbegriffen und Rubriken schnellen Zugang zuallgemeinen und vor allem lokalen Hilfsangeboten von der ambulanten Pflege bis hinzur Zahnmedizin ermöglicht.“ Unterstützt wird das Projekt vom Referat für Gesundheitund Umwelt. „Der Gesundheitszustand eines Menschen hängt immer auch davon ab,wie gut er sich informieren kann. Durch die verschiedenen Abfragemöglichkeiten istder Gesundheitswegweiser ein äußerst zielgerichtetes, einfach zugängliches undbürgerfreundliches Medium“, sagt Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit undUmwelt. Weitere Informationen gibt es unter www.gesundheitswegweiser-rabal.de. ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung BayernGrafinger Straße 2, 81671 MünchenVerantwortlich: Christian BredlRedaktion: Alexander Becker und Kathrin HeydebreckTelefon: 089 - 490 69    00 -6Telefax: 089 - 490 69    24 -6E-Mail: lv-bayern@tk.deTwitter: twitter.com/krankenkasseInternet: www.tk.de/lv-bayern