TK spezial Baden-Württemberg 1-2012
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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Württemberg.

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TK spezial Baden-Württemberg 1-2012 TK spezial Baden-Württemberg 1-2012 Document Transcript

  • Informationsdienst der techniker Krankenkasse Baden-württembergInhaltsverzeichnis Nr. 1/März 2012 Interview mit Dr. Bernd Salzer, Vorsitzender der Hautärzte in Baden-Württemberg TK-Ärzteführer: Patienten bewerten Ärzte Neue Satzung: TK zahlt alternative Medikamente TK hilft Eltern: Koordination ist kinderleicht EditorialNeue Regeln für SolarienHautkrebs im Südwesten auf dem Vormarsch Liebe Leserin, lieber Leser,Auf dem Papier sieht alles sehr gut aus. Besucher von Solarien werden zunehmendbesser gegen die Risiken von UV-Strahlung geschützt: gerade im Weinland Seit August 2009 gilt ein Besuchsverbot für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Baden-Würt- temberg hat Seit Januar 2012 müssen Warnhinweise deutlich sichtbar angebracht werden. man das nur allzu gerne Ab August 2012 müssen alle Geräte ausgetauscht werden, die nicht der geglaubt: Rotwein ist gut fürs Herz europäischen Norm entsprechen. und schützt sogar vor Krebs. Spät- burgunder und Trollinger – nicht nur Ab dem 1. November 2012 muss qualifiziertes Fachpersonal für Beratung zur ein Genuss für den Gaumen, sondern Verfügung stehen. auch noch gesundheitsfördernd. Stimmt nicht, wie nun gemeldetDie TK begrüßt diese Regelungen, da sie zu mehr Schutz vor Hautkrebs beitragen. wurde, die Studien waren vermutlichProblematisch ist allerdings, dass in Baden-Württemberg keine Kontrollen stattfinden, gefälscht.ob diese Vorschriften auch eingehalten werden. Weder die Gewerbeaufsicht noch dieGesundheitsämter fühlen sich dafür nach Angaben der TK zuständig. Überhaupt ist es sinnvoll, lieb gewonnene Weisheiten kritisch zu Wenn überhaupt nicht kontrolliert wird, ist hinterfragen. Das gilt etwa für Eltern. die Gefahr groß, dass die neuen Bestim- Die meisten gehen davon aus, dass mungen von etlichen Anbietern unterlaufen sich die Koordinationsfähigkeit von werden. Dies würde aus Sicht der TK die Kindern automatisch entwickelt. Bemühungen im Kampf gegen Hautkrebs Doch Gameboy und Co. hemmen unnötig erschweren. die Motorik. Die TK und der Heidel- berger Sportwissenschaftler Profes- Im Jahr 2010 sind rund 12.000 Menschen sor Dr. Klaus Roth helfen nun Eltern in Baden-Württemberg wegen Hautkrebs und Kindern auf die Sprünge. im Krankenhaus behandelt worden. Das sind rund 150 mehr als im Jahr 2009 und Der neue TK-Ärzteführer könnte dazu über 4.000 mehr als im Jahr 2000. beitragen, dass auch Ärzte die eine oder andere Angewohnheit auf den Laut Bundesministerium für Umwelt, Natur- Prüfstand stellen werden, falls sich schutz und Reaktorsicherheit bestrahlen mehrere Patienten online kritisch Sonnenstudios ihre Kunden teilweise mit äußern. Dazu haben sie seit Februar einem Maß, das der dreifachen Stärke der die Möglichkeit. Doch das Lob wird Mittagssonne am Äquator entspricht. mit Sicherheit überwiegen. In Deutschland gibt es rund 50.000 Zunehmend wird auch in Baden-Württemberg Sonnenbänke in etwa 3.500 bis 4.000 Hautkrebs diagnostiziert. Solarien sowie Hotels, Schwimmbädern Andreas Vogt und Kosmetikstudios. Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg
  • baden-württemberg„Vorsorge-Bilanz ist positiv“ Zur PersonInterview mit Dr. Bernd Salzer, Vorsitzender desBerufsverbandes der Dermatologen in Baden-WürttembergTK spezial: Der Gesetzgeber hat strengere Bestimmungen für Solarien erlassen, damitBesucher besser vor künstlicher UV-Strahlung geschützt werden. Sind diese Maßnah-men aus Ihrer Sicht ausreichend?Dr. Salzer: Die vom Gesetzgeber getroffene Regelung, Personen unter 18 Jahren denBesuch eines Solariums zu verbieten, halte ich grundsätzlich für richtig. Wissenschaft-liche Studien haben ergeben, dass sich das Hautkrebsrisiko mit häufigen Solarien-besuchen vor dem 18. Lebensjahr um ein Mehrfaches erhöht. Viele Jugendliche undjunge Erwachsene sind sich dieses Risikos jedoch nicht bewusst und gehen häufigins Solarium. Deswegen ist die jetzige, strengere Regelung richtig. Ich wäre aber nichtdafür, Solariumsbesuche grundsätzlich zu verbieten. Dies sollte jeder Bürger selbst Dr. Bernd Salzerentscheiden können. Dr. Bernd Salzer ist seit 1994 nieder-TK spezial: Seit zwei Jahren können Versicherte der TK und einiger anderer Kassen in gelassener Hautarzt in Heilbronn.Baden-Württemberg bereits ab dem 20. Lebensjahr alle zwei Jahre ihre Haut untersu- Nach dem Medizinstudium an derchen lassen. Das Gesetz sieht erst ab dem 35. Lebensjahr einen kostenlosen Haut- Universität Heidelberg folgte diecheck vor. Wie sieht Ihre erste Bilanz aus? Ausbildung zum Facharzt an der Universitäts-Hautklinik ErlangenDr. Salzer: Die Entscheidung der TK in Baden-Württemberg, bereits ab dem 20. inklusive mehrjähriger Forschungs-Lebensjahr eine Hautkrebsvorsorge-Untersuchung zu bezahlen, ist zu begrüßen. Wir tätigkeit zu den Schwerpunktensehen fast jede Woche in der Praxis auch Patientinnen und Patienten zwischen 20 Trichologie, Neurodermitis undund 35 Jahren, die an einem Hautkrebs oder einer Vorstufe erkrankt sind. Deswegen Psoriasis.ist es richtig, eine Hautkrebsvorsorge ab dem 20. Lebensjahr einzuführen, zumal dieFolgekosten einer Hautkrebserkrankung die Kosten der Vorsorge um ein Vielfaches Im Jahr 2006 wurde der 52-jährigeübersteigen. Mediziner zum Landesvorsitzenden Baden-Württemberg des Berufs-Die Entscheidung, eine Hautkrebsvorsorge nur alle zwei Jahre durchzuführen, ist zwar verbandes der Deutschen Derma-ein Schritt in die richtige Richtung. Es wäre jedoch aus dermatologischer Sicht besser, tologen gewählt. Dr. Salzer ist zu-die Kosten einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung zu übernehmen. Insgesamt ist die dem seit 2005 Sonderreferent desBilanz durchaus positiv, gerade jüngere Versicherte der TK nehmen das Angebot Berufsverbandes der Deutscheneiner kostenlosen Hautkrebsvorsorge sehr gerne und regelmäßig wahr. Dermatologen für ambulante Reha- bilitation und Balneophototherapie.TK spezial: In letzter Zeit ist viel davon zu hören, wie wichtig ausreichend Sonnenlichtfür die Bildung von Vitamin D im Körper ist. Gibt es hier tatsächlich neue wissenschaft-liche Erkenntnisse? Sehen Sie größeren Aufklärungsbedarf in Baden-Württemberg?Dr. Salzer: Das normale, im Winter vorhandene Sonnenlicht reicht vollkommen aus,um eine ausreichende Vitamin D-Synthese zu bewerkstelligen. Der Besuch einesSolariums im Winter ist für eine Vitamin D-Herstellung im Körper nicht notwendig. Wirwerden in den Praxen häufig konfrontiert mit dem Argument, ein Solariumsbesuch seiim Winter für die ausreichende Herstellung von Vitamin D notwendig. Deshalb seheich hier noch einen gewissen Aufklärungsbedarf.TK spezial: Wo sehen Sie die größte Herausforderung für die Hautärzte in Zukunft?Dr. Salzer: Neben der zunehmenden Zahl von Allergien sehe ich in den nächstenzehn Jahren die steigende Zahl von Hautkrebsneuerkrankungen als die größte Heraus-forderung für die Dermatologen an. Zusätzlich zu dem per se häufigeren Auftretenvon Hautkrebs werden wir aufgrund der demografischen Entwicklung weitaus mehrältere Menschen behandeln als zurzeit. Da bei allen Hautkrebsarten die Zahl mit demLebensalter zunimmt, wird es in den nächsten 20 Jahren noch wichtiger sein als heute,regelmäßige Hautkrebsscreenings durchzuführen. Aus dermatologischer Sicht wäredabei eine jährliche Vorsorgeuntersuchung sinnvoll.Zudem sollte die Bevölkerung noch mehr über die Gefahren des Hautkrebses aufgeklärtwerden. Insbesondere Mütter von kleinen Kindern sollten unbedingt auf ausreichendenSonnenschutz hingewiesen werden. TK spezial 1 / 2012 2
  • baden-württembergPatienten bewerten Ärzte HintergrundTK-Ärzteführer ist seit Februar online Die TK beteiligt sich mit demSeit Februar ist der TK-Ärzteführer auf Basis der „Weissen Liste“ online. Welche Ziele TK-Ärzteführer als weiterer Partnerverfolgt die TK mit diesem Angebot? Der TK-Ärzteführer bietet zunächst praktische an der Online-Arztsuche der „Weis-Hilfe, denn er erleichtert den Versicherten die Suche nach einem passenden Arzt. sen Liste“ der Bertelsmann-StiftungDas Portal ermöglicht den Nutzern direkten Zugriff auf alle niedergelassenen Ärzte und der Dachverbände der größtenund Zahnärzte in Deutschland – insgesamt rund 180.000, darunter 23.000 aus Patienten- und Verbraucherorgani-Baden-Württemberg. sationen. Partner sind auch die AOK- Gemeinschaft und die BARMER GEK.Das Angebot erlaubt aber nicht nur den Abruf von Kontaktdaten, sondern bietet denSuchenden zudem die Möglichkeit, sich an den Erfahrungen anderer Patienten beim Seit Februar können die VersichertenArztbesuch zu orientieren. Die TK möchte mit dem Angebot zudem mehr Transparenz der TK über das Portal ihre Erfah-schaffen. Dies bedeutet konkret, dass die Nutzer differenzierte Ergebnisse von Ärzten rungen beim Arztbesuch mitteilen.in ihrer Umgebung bekommen. Damit haben etwa sechs Millionen Menschen in Baden-WürttembergSchwerpunkt liegt auf sozialen Aspekten die Möglichkeit, ihre Ärzte über das Internet zu beurteilen. Das sindBasis dafür ist ein vom Berliner IGES-Institut entwickelter Standardfragebogen, den deutlich mehr als die Hälfte allerPatienten auf der Portalseite ausfüllen können. Voraussetzung ist, dass man sich gesetzlich Versicherten.einmalig als Nutzer registriert. Der Fragebogen setzt vor allem auf soziale Aspekte –etwa ob der Arzt seinen Patienten in Entscheidungen einbezieht oder Diagnosen Die Arztsuche ist seit Mai 2011verständlich erklärt. Studien zeigen, dass Patienten bei der Arztwahl die Kommuni- online. Über sie können bundesweitkation besonders wichtig ist. mit wenigen Klicks geeignete Haus- und Fachärzte, Zahnärzte undDie etwa 30 Fragen decken außerdem alle Leistungsbereiche innerhalb einer Arztpra- Psychotherapeuten gefundenxis ab, mit denen Patienten in Berührung kommen: Personal, Räumlichkeiten, Organi- werden. Neben Informationen übersation, medizinische Geräteausstattung und natürlich die eigentliche Behandlung. Erreichbarkeit und Service gibt esErgänzend wird nach einer Gesamteinschätzung gefragt. für etliche Ärzte auch jetzt schon Angaben zur Patientenzufriedenheit.Von Seiten der Ärzte wird immer wieder die Befürchtung geäußert, dass Beurteilungen Je mehr Versicherte sich beteiligen,von Patienten unsachlich oder unfair sein könnten. Deshalb haben die TK und ihre desto zuverlässiger werden diesePartner von Anfang an auch Ärzte in die Entwicklung des Portals eingebunden. Das Informationen.berechtigte Interesse, fair beurteilt zu werden, war ein entscheidender Faktor in derPlanung. Der TK-Ärzteführer ist im Internet unter www.tk.de, Webcode 5820,Mindestens zehn Patienten müssen Beurteilung abgeben oder direkt über www.tk.de/ aerztefuehrer abrufbar.Grundsätzlich erscheint ein Ergebnis für den einzelnen Arzt erst dann, wenn minde-stens zehn Patienten eine Beurteilung abgegeben haben. Erst ab dieser Grenze wirdaus den vorhandenen Bewertungen der Mittelwert gebildetund veröffentlicht. So steht eine schlechte Bewertung nie fürsich alleine. Der Durchschnitt ist entscheidend, nicht dieAusreißer nach unten oder oben. Außerdem kann jeder Arztin seinem persönlichen Bereich Bewertungen kommentierenund auf diesem Weg direkt auf Anregungen oder Kritik derPatienten reagieren.Für die Mediziner selbst bringt der TK-Ärzteführer ebenfallsVorteile. Zum einen erhalten die Ärzte Rückmeldungen ihrerPatienten, die sie für ihr eigenes Qualitätsmanagement nutzenkönnen, denn auch in sehr gut beurteilten Praxen gibt esimmer wieder Verbesserungspotenzial. Zum anderen bietetder TK-Ärzteführer die Gelegenheit, das öffentliche Bild derPraxis selbst mitzugestalten. Die Mediziner können Fotosin das Portal einstellen und durch das Kommentieren vonBeurteilungen deutlich machen, wie wichtig ihnen die Mei-nungen ihrer Patienten sind. Wie verständlich erklärt der Arzt seine Diagnosen? Dies können Patienten nun im TK-Ärzteführer bewerten. TK spezial 1 / 2012 3
  • baden-württembergTK zahlt alternative Arzneimittel GlosseNeue Satzung seit Januar in KraftDie TK übernimmt für ihre Versicherten seit Beginn dieses Jahres die Kosten für nichtverschreibungspflichtige, aber apothekenpflichtige Arzneimittel der Homöopathie,der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und der Anthroposophie. „Mit Inkrafttretendes sogenannten GKV-Versorgungsstrukturgesetzes können Krankenkassen ihrenVersicherten zusätzliche Leistungen anbieten. Diesen neuen Freiraum nutzt die TKfür ihre rund 930.000 Kunden in Baden-Württemberg.Voraussetzung: Arzt stellt Rezept ausVoraussetzung für die Erstattung ist, dass ein Arzt ein entsprechendes Privatrezept Närrische Babysoder grünes Rezept ausstellt. Die Patienten zahlen das Medikament zunächst inder Apotheke und reichen die Verordnung zusammen mit der Apothekenquittung Für einen Kaiserschnitt gelten genaueanschließend bei der TK ein. Bestimmungen. Er darf im Bereich der gesetzlichen Krankenversiche-Die Kasse übernimmt die Kosten für die alternativen Medikamente zu 100 Prozent – rung nur dann durchgeführt werden,bis zu einem Höchstbetrag von 100 Euro pro Versichertem im Kalenderjahr. Das wenn er medizinisch notwendig ist.Bundesversicherungsamt als zuständige Aufsichtsbehörde hat diese neue Satzungs- So sollte es sein und Zweifel daran,regelung der TK bereits genehmigt. ob wirklich für jede „sectio“ – wie der Kaiserschnitt im MedizinjargonAn der gesetzlichen Leistung der Arzneimittel für Kinder bis zum vollendeten zwölften heißt – ein medizinischer GrundLebensjahr beziehungsweise Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum voll- vorliegt, sind unangebracht.endeten 18. Lebensjahr ändert sich durch die Satzungsleistung nichts. Oder etwa doch nicht? Denn es istVor allem Frauen nutzen homöopathisches Angebot schon erstaunlich, dass beispiels- weise am 11. November in Baden-In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte bietet Württemberg doppelt so viele Kaiser-die TK seit Mai 2007 bereits die homöopathische Behandlung an. In Baden-Württem- schnitte vorgenommen werden wieberg nutzen derzeit pro Jahr rund 13.000 TK-Versicherte – davon zwei Drittel Frauen an normalen Tagen. Im vergangenen– das homöopathische Angebot. Die Ärzte können eine etwa einstündige Erstanam- Jahr waren es bei TK-versichertennese zur ausführlichen Analyse der Krankheitsursachen, die Arzneimittelauswahl und Patientinnen am 11.11. insgesamtnotwendige Folgeanamnesen abrechnen. 31 Kaiserschnitte gegenüber 15 im Jahresdurchschnitt. Nun lässt sich auch das medizinisch erklären. Denn bei echten Narren sind die Kinder vermutlich genetisch so programmiert, dass am 11.11. das Herz vor Freude schneller schlägt oder das Baby bereits im Mutterleib Freudensprünge vollführt. Denn unregelmäßige Herztöne und Schräglage sind mit die wichtigsten medizinischen Ursachen für einen Kaiserschnitt. Der 12.12.2012 kommt bestimmt und auch dann werden wieder – wie übrigens auch am 11.01.2011 – doppelt so viele Kaiserschnitte wie üblich durchgeführt werden. Ein medizinischer Grund dafür wird sich schon finden … In Baden-Württemberg sind im Jahr 2010 rund 90.000 Kinder zur Welt gekommen, davon 33 Prozent per Die TK übernimmt bis zu einem bestimmten Umfang die Kosten für alternative Arzneimittel. Kaiserschnitt. Im Jahr 2000 waren es noch 22 Prozent. TK spezial 1 / 2012 4
  • baden-württembergKoordination ist kinderleicht KurznachrichtenTK hilft Eltern, ihre Kinder zu fördern Weniger HerzinfarkttoteStudien zeigen, dass Kinder heute gegenüber den 1980er Jahren motorisch umetwa 15 Prozent weniger leistungsfähig sind. Heute bewegen sich daher viele Kinder In Baden-Württemberg sterbenunsicherer, sie sind ungeschickter und weniger gewandt. Das hat Folgen: Diese immer weniger Menschen an einemKinder haben weniger Spaß an Sport und Spiel und entwickeln einen bewegungs- Herzinfarkt. Im Jahr 2010 waren esarmen Lebensstil, der oft bis ins Erwachsenenalter anhält. rund 6.400 Menschen, die diesem Herzleiden erlegen sind. Die Zahl Die TK hat deshalb gemeinsam mit der Herzinfarkt-Toten ist in den dem Heidelberger Sportwissenschaft- vergangenen zehn Jahren kontinu- ler Professor Dr. Klaus Roth ein ierlich von rund 7.500 im Jahr 2000 Bewegungsprogramm erarbeitet, das um 15 Prozent gesunken. Dieser Eltern dabei unterstützt, mit einfachen medizinische Erfolg wird jedoch Spielen die koordinativen Fähigkeiten mit großem Aufwand erkauft. Allein ihrer Kinder zu fördern. Herausgekom- in Baden-Württemberg werden men ist die DVD „Koordination ist mittlerweile pro Tag im Durchschnitt kinderleicht“ mit insgesamt 13 Kurz- über 370 Herzkatheteruntersuchun- filmen und einer Begleitbroschüre mit gen und Erweiterungen der Herz- Hintergrundinformationen. Filme und gefäße mittels Ballon durchgeführt. Broschüre, die auch online verfügbar Das sind mehr als in Österreich und sind, zeigen, wie Eltern die Bewe- der Schweiz zusammen. gungsspiele ohne Aufwand in den Alltag der Familie einbinden können. Neue TK-Rabattverträge Das Programm „Koordination ist Die TK hat für weitere 44 Wirkstoffe kinderleicht“ wendet sich direkt an neue Generika-Rabattverträge die Eltern von Grundschulkindern. geschlossen. Generika sind Nach- Die Grundschulzeit ist die beste Zeit ahmer-Medikamente, die einen für die Entwicklung der koordinativen Wirkstoff enthalten, dessen Patent- Fähigkeiten. Kinder, deren koordi- schutz abgelaufen ist. Bei der native Fähigkeiten auf einem hohen aktuellen Ausschreibungs-Tranche Niveau sind, lernen einfacher ein hat die TK je Wirkstoff bis zu drei Musikinstrument zu spielen oder Herstellern einen Zuschlag erteilt. Die Grundschulzeit ist die beste Zeit für die können schneller auf Situationen Die Laufzeit der Verträge beträgt Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten. reagieren, die sich plötzlich ändern. zwei Jahre. Insgesamt hat die TK inzwischen für 209 generische Wirk- Die TK stellt Eltern die Filme und stoffe entsprechende Rabattverträge das Begleitheft kostenlos auf ihrer mit 67 Pharmaunternehmen verein- Internetseite www.tk.de unter dem Webcode 353912 zur Verfügung. bart. Das Einsparvolumen beträgt TK-Versicherte können sich Filme und Begleitheft auch als DVD über 100 Millionen Euro pro Jahr. bei der TK bestellen (www.tk.de, Webcode 358112). ImpressumHerausgeber:Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Baden-WürttembergPresselstraße 10, 70191 StuttgartVerantwortlich: Andreas VogtRedaktion: Hubert ForsterTelefon: 07 11 - 250 95 404Telefax: 07 11 - 250 95 444E-Mail: lv-baden-wuerttemberg@tk.deTwitter: www.twitter.com/TKinBWInternet: www.tk.de/lv-badenwuerttemberg