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"TK spezial" Baden-Wuerttemberg 4-2013
 

"TK spezial" Baden-Wuerttemberg 4-2013

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der ...

Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Wuerttemberg.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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    "TK spezial" Baden-Wuerttemberg 4-2013 "TK spezial" Baden-Wuerttemberg 4-2013 Document Transcript

    • Informationsdienst der techniker Krankenkasse Baden-württemberg Inhaltsverzeichnis Nr. 4 /Dezember 2013 Interview mit Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin der Uniklinik Heidelberg Neue TK-Studie: Baden-Württemberger besonders im Stress TK und Kultusministerium gehen gegen Cybermobbing vor TK-Forum „Gesunde Wirtschaft“ in Stuttgart und Neckarsulm Auf der Suche nach Orientierung Editorial Diskussion um Kostensteigerungen in Kliniken Um den sogenannten „Orientierungswert“ gab es lange Diskussionen. Er war eine der zentralen Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Die Krankenhäuser erhofften sich Budgetsteigerungen jenseits der Lohnentwicklung der gesetzlich Versicherten. Der Orientierungswert sollte methodisch die tatsächlichen Kostensteigerungen im Bereich Personal- und Sachkosten abbilden. Er wird vom Statistischen Bundesamt festgelegt. Der Orientierungswert hat ab dem Jahr 2013 die sogenannte Grundlohnrate als Obergrenze für den Preisanstieg stationärer Leistungen abgelöst. Wie stark steigen die Kosten im Krankenhaus? Darüber wird seit längerer Zeit diskutiert. Nun liegt dieser Orientierungswert schon zum zweiten Mal in Folge sogar unterhalb der Entwicklung der Grundlohnrate, die die Lohnentwicklung abbildet. Die von der Krankenhausseite angegebene Höhe der Kostenzuwächse ist also statistisch nicht nachzuweisen. Laut DKG liegt das an Messfehlern und falschen Messzeitpunkten des Statistischen Bundesamts. Entsprechende Anpassungen und Korrekturen werden eingefordert. Auch wenn die Kritik der DKG an der einen oder anderen Stelle plausibel erscheint, so bleibt unterm Strich die Tatsache, dass die Finanzierungsprobleme einiger Kliniken nicht allein mit systembedingten Einnahmedefiziten erklärbar sind. Zumindest die Betriebskosten sind in den letzten beiden Jahren offenbar auskömmlich finanziert worden. Deshalb ist es aus Sicht der TK nicht der richtige Ansatz, als Erstes statistische Berechnungsmethoden zu verändern. Vielmehr sollte nun eine offene Ursachenanalyse darüber betrieben werden, weshalb zahlreiche Kliniken über Unterfinanzierung klagen. Dazu hat die TK mit Irmtraut Gürkan, der Kaufmännischen Direktorin der Uniklinik Heidelberg, ein Interview geführt (siehe folgende Seite). Die TK hat zu dieser Diskussion bereits ein Papier mit zehn Standpunkten zur Zukunft der Krankenhäuser vorgelegt, das im Internet unter www.tk.de, Webcode 522336 abgerufen werden kann. Liebe Leserin, lieber Leser, kaum ein Begriff kommt im Koalitionsvertrag der neuen Regierung so häufig vor wie „Transparenz“. Rund 50 Mal ist das der Fall. Damit wird auch für das Gesundheitswesen die Richtung vorgegeben: Der Patient soll mehr Einblick in das Versorgungsgeschehen bekommen. Wie dies konkret umgesetzt werden kann, zeigt ein Beispiel aus der Geburtsmedizin: Mittlerweile haben fast alle Perinatalzentren im Südwesten wie vorgeschrieben ihre Daten zur Behandlungsqualität von Frühchen im Internet publiziert. Die Überlebensrate extremer Frühchen oder die Häufigkeit von Gehirnblutungen sind für Eltern und Ärzte ein wichtiges Kriterium, in welcher Klinik die Geburt stattfinden soll. Und wenn die Informationen jetzt noch so ins Netz gestellt werden, dass sie nicht erst nach langem Suchen zu finden sind, dann ist tatsächlich ein kleiner, aber feiner Schritt hin zu mehr Transparenz erreicht worden. Ihr Andreas Vogt Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg
    • baden-württemberg „Ich sehe große Chancen, Qualität und Vergütung zu verknüpfen“ Zur Person Interview mit Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin der Uniklinik Heidelberg TK spezial: Laut Umfragen schreibt jede zweite Klinik im Südwesten rote Zahlen. Dagegen geht der speziell zur Messung der Krankenhaus-Kosten eingeführte „Orientierungswert“ von eher geringen Kostensteigerungen aus. Sind die Personalund Sachkosten doch nicht so stark gestiegen wie oft behauptet? Gürkan: Die Berechnung des Orientierungswerts ist sehr in der Kritik, da hier ausschließlich Ergebnisse von bereits vorhandenen Statistiken einfließen. Nicht erfasst werden zum Beispiel die dramatischen Kostensteigerungen der krankenhausspezifischen Haftpflichtversicherungsprämien. Auch werden bei der eher vergangenheitsbezogenen Ermittlung der Personalkosten Tarifwirkungen unzureichend erfasst. Aufgrund der vom Statistischen Bundesamt gewählten Methodik ist der Orientierungswert viel zu niedrig. TK spezial: Ein Vorwurf an die Krankenhäuser lautet regelmäßig, dass zuviel operiert wird. Diese Entwicklung scheint nun aber gestoppt zu sein. Gürkan: In der Tat kam es in den letzten Jahren zu Fallzahlsteigerungen in den Krankenhäusern, die nicht immer und allein durch den medizinischen Fortschritt und die älter werdende Bevölkerung zu begründen waren. So zeigte auch die Begleitforschung zum DRG-System in den ersten DRG-Jahren eine etwa 3-prozentige stärkere Fallzahlzunahme, als medizinisch zu erwarten gewesen wäre. Bei aller Vorsicht bei der Interpretation dieser Daten: Die Krankenhäuser gehen insgesamt verantwortungsvoll mit den Indikationen um. TK spezial: Die Welt in der Uni-Klinik Heidelberg sieht anders aus als in einem kleinen Krankenhaus. Sollte die Existenz dieser Kliniken im Notfall in Form von sogenannten „Sicherstellungszuschlägen“ garantiert werden? Gürkan: Die Existenzsicherung kleinerer Krankenhäuser ist immer dann ein Thema, wenn Häuser in regional dünn besiedelten Gebieten eine wesentliche Versorgungsfunktion wahrnehmen müssen, aber die Leistungszahlen für einen wirtschaftlichen Betrieb des Krankenhauses nicht ausreichend sind. Wenn Konsens über Standort und Leistungsumfang besteht, haben auch Sicherstellungszuschläge ihre Berechtigung. TK spezial: Stichwort Behandlungsqualität. Kann die aus Ihrer Sicht vernünftig gemessen werden und falls ja: Sehen Sie eine Möglichkeit, dass die Höhe der Vergütung von der Behandlungsqualität abhängig gemacht werden kann? Irmtraut Gürkan ist Kaufmännische Direktorin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg. Das Studium der Volkwirtschaftslehre in Göttingen hat sie 1976 als DiplomVolkswirtin abgeschlossen. Sie ist seit 36 Jahren im Gesundheitswesen tätig, ab 2003 am Universitätsklinikum Heidelberg, dem größten Universitätsklinikum in Baden-Württemberg und einem der drei größten Uniklinika in Deutschland. Zudem ist sie Mitglied im Hochschulrat der RWTH Aachen, im Verwaltungsrat des Universitätsspitals Kanton Basel, im Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Organtransplantation sowie im Aufsichtsrat des DRK-Blutspendedienstes BadenWürttemberg – Hessen gemeinnützige GmbH. Gürkan: Die korrekte Messung von Behandlungsqualität ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Qualitätssicherung. Ich nenne Ihnen ein konkretes Beispiel: Bei der Entfernung der Gallenblase darf es heute in Deutschland nicht mehr zu Todesfällen kommen. Am Universitätsklinikum Heidelberg müssen wir uns aber alljährlich im Strukturierten Dialog genau diesem Vorwurf stellen, dass bei uns einige dieser Eingriffe tödlich enden würden. Allerdings werden hier Fälle bewertet, welche aufgrund großer Tumore im Bauchraum umfangreich behandelt, teilweise wiederholt operiert und lange intensivmedizinisch betreut werden müssen. Solche Patienten mit so schweren Erkrankungen und Operationen können sterben und dürfen nicht mit Patienten verglichen werden, die eine einfache elektive Entfernung der Gallenblase wegen eines Steinleidens über sich ergehen lassen müssen. Hier muss die Qualitätsmessung also noch besser werden. Trotz dieser noch bestehenden Limitationen sehe ich große Chancen, in Zukunft die Themen Qualität und Vergütung zu verknüpfen. In Heidelberg sind wir hier bereits im guten Dialog mit den Kostenträgern. TK spezial 4 / 2013 2
    • baden-württemberg Baden-Württemberger im Stress Neue TK-Studie „Bleib locker, Deutschland!“ Jeder vierte Baden-Württemberger fühlt sich häufig gestresst. Das ist das Ergebnis der Studie „Bleib locker, Deutschland“, die aktuell von Forsa im Auftrag der TK durchgeführt wurde. Die Baden-Württemberger leiden damit in Deutschland am meisten unter Stress. Im Bundesdurchschnitt klagt jeder fünfte über häufigen Stress. Gestresster Südwesten: Die Baden-Württemberger stehen unter Druck Von 100 Menschen stehen so viele unter Druck Sehr stressresistent zeigen sich dagegen die Menschen im Nordwesten: In Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fühlt sich nur jeder Zehnte häufig gestresst. Die Hälfte der Nordlichter kennt Stress gar nicht oder nur als seltenes Phänomen – im Südwesten können das nur 37 Prozent der Menschen von sich sagen. SchleswigHolstein Hamburg Bremen Die Studie hat bestätigt, welchen hohen Stellenwert die Erwerbsarbeit für die Baden-Württemberger hat. Knapp 60 Prozent der Berufstätigen im Südwesten arbeiten 41 bis 50 Stunden in der Woche – der absolute Höchstwert, bundesweit sind das nur 38 Prozent. Nicht verwunderlich ist dann, dass fast die Hälfte der Baden-Württemberger deshalb Familie und Freunde vernachlässigt. In ganz Deutschland ist das nur bei jedem Dritten der Fall. Die Baden-Württemberger definieren sich über ihre Arbeit, leiden aber auch darunter. Brandenburg Niedersachsen Stress kommt oft nicht von außen Vor allem fühlt man sich in Baden-Württemberg durch Beruf, Studium und Schule gestresst (50 Prozent). 38 Prozent der Befragten nannten gesundheitliche Probleme als Stressauslöser. Konflikte in der Familie und finanzielle Probleme führen bei jedem dritten Baden-Württemberger zu Stress. Erstaunlich: 43 Prozent führten hohe Selbstansprüche als Grund ihrer Belastung an. Dies zeigt, dass Stress oft nicht von außen kommt, sondern in unserer eigenen Gedankenwelt entsteht. MecklenburgVorpommern Berlin SachsenAnhalt Nordrhein-Westfalen Sachsen Thüringen Hessen RheinlandPfalz Durchschnitt: 57 Saarland Bayern BadenWürttemberg 50 51 Baden-Württemberger wandern oder gehen in den Garten Und was tun die Menschen gegen den Stress? Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Nordrhein-Westfalen trifft man sich oft mit Freunden und Bekannten, die Hessen und Rheinland-Pfälzer trinken gern ein Glas Wein und in Ostdeutschland hören die Menschen zum Ausgleich gerne Musik. Die Baden-Württemberger dagegen zieht es ebenso wie die Menschen in Norddeutschland nach draußen in ihre schöne Landschaft zum Wandern oder zur Gartenarbeit (78 Prozent). Weniger erfreulich: Fast jeder zehnte Baden-Württemberger setzt Beruhigungsmittel zum Stressabbau ein (acht Prozent). Bundesweit vertrauen nur vier Prozent auf die stressmindernde Wirkung von Medikamenten. Der Griff zu Medikamenten ist manchmal naheliegend, aber auch mit vielen Risiken verbunden: Das Suchtpotenzial ist groß, die Wirkung verpufft oft schnell. Besser ist es, den wahren Ursachen für den hohen Stresspegel auf den Grund zu gehen. 59 60 62 63 Hintergrund Im Auftrag der TK hat Forsa im September 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zur Stresslage der Nation befragt, darunter 130 aus Baden-Württemberg. Der 44-seitige Studienband „Bleib locker, Deutschland!“ mit den Ergebnissen steht unter www.presse.tk.de (Webcode 590190) zum kostenlosen Download bereit. Dort ist auch die digitale Pressemappe mit der Zusammenfassung der Studienergebnisse sowie Infografiken, Pressefotos und TV-Rohschnittmaterial zu den Themen Stress und Entspannung (Webcode 590254) zu finden. TK spezial 4 / 2013 3
    • baden-württemberg TK geht gegen Cybermobbing vor Info-Pakete für Schüler, Lehrer und Eltern Hintergrund Internet und Handy sind für die meisten Jugendlichen mittlerweile unverzichtbare Kommunikationsmittel. Doch auch die Schattenseiten von Facebook und Co treten deutlich zutage: Jeder sechste Schüler ist schon einmal im Internet, per Handy oder in sozialen Netzwerken bloßgestellt, belästigt oder beleidigt worden, wie eine aktuelle Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing ergeben hat. Von Mitschülern gemobbt zu werden, ist eine der schlimmsten Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche machen können. Die TK und das Kultusministerium in Baden-Württemberg reagieren nun auf diese Entwicklung und bieten allen weiterführenden Schulen im Land Unterstützung im Kampf gegen Cybermobbing an. „Cybermobbing entwickelt sich häufig aus Konflikten, die in der Schule entstanden sind. Die Schulen sind deshalb in der Pflicht, wirksam gegen Cybermobbing vorzugehen und nach Möglichkeit erst gar nicht entstehen zu lassen“, sagte Kultusminister Andreas Stoch. Die TK stellt ein Info-Paket mit verschiedenen Materialien zur Verfügung. Damit können Lehrer sechs Übungseinheiten mit insgesamt zwölf Unterrichtsstunden für Schüler der sechsten Klasse durchführen. Dazu zählen beispielsweise Rollenspiele, damit Schüler sich in die Opfer hineinversetzen können, oder das gemeinsame Erarbeiten von Regeln. Eine – bereits prämierte – DVD zum Thema Cybermobbing soll den Schülern die Tragweite ihres Handelns bewusst machen. Die Materialien zum Thema Cybermobbing sind ein zusätzlicher Baustein der Aktion „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!“ Das Präventionsprogramm wurde im Auftrag der TK vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg entwickelt. Seit dem Schuljahr 2009/2010 können sich auch weiterführende Schulen in Baden-Württemberg daran beteiligen. Die TK stellt dafür 1.000 Medienkoffer zur Verfügung. Etwa 2.000 Lehrkräfte an rund 400 Schulen im Südwesten arbeiten seither mit dem Programm. Transparenz noch lückenhaft Frühchen-Daten bei Kliniken oft schwer zu finden Mehr als 1.100 Kinder kommen in Baden-Württemberg jährlich mit einem Gewicht unter 1.500 Gramm auf die Welt. Für diese Kinder ist eine hoch qualifizierte Behandlung überlebenswichtig. In Baden-Württemberg gibt es insgesamt 20 sogenannte Perinatalzentren mit Status Level 1, an denen diese Behandlungsqualität sichergestellt ist. Jedes dieser Zentren ist seit dem Jahr 2009 verpflichtet, bis zum 31. Mai die Daten zur Ergebnisqualität des Vorjahrs im Internet zu veröffentlichen. Dazu zählen beispielsweise Überlebensraten und die Häufigkeit bestimmter Erkrankungen wie etwa Gehirnblutungen. Ziel dieser Initiative ist es, werdenden Eltern im Vorfeld eines Krankenhausaufenthalts Informationen und Entscheidungshilfen zu geben. Zudem sollen Fachärzte eine Orientierungshilfe erhalten, was die Einweisung und Weiterbetreuung von Schwangeren anbelangt. Dieser Verpflichtung kommen mittlerweile die meisten Häuser in Baden-Württemberg nach. Anfang August 2013 waren die Qualitätsdaten aus 2012 nur bei etwa der Hälfte der Perinatalzentren auffindbar. Häufig sind die Daten im Internetangebot der Kliniken allerdings nur schwer zu finden. Werdende Eltern wollen wissen, in welcher Geburtsklinik sie und ihr Baby gut aufgehoben sind. Für das Frühjahr 2014 ist ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) geplant, der die Zentren verpflichtet, ihre Daten auf der Internetplattform www.perinatalzentren.org zu präsentieren. Damit können dann Kliniken nach Namen oder Regionen sowie Entfernungen ausgewählt werden. TK spezial 4 / 2013 4
    • baden-württemberg Ziel: Burnout vermeiden TK-Forum „Gesunde Wirtschaft“ Das sogenannte Betriebliche Gesundheitsmanagement (BMG) rückt bei der TK zunehmend in den Blickpunkt. Die TK möchte deshalb mit den Unternehmen verstärkt ins Gespräch kommen und veranstaltet in mehreren deutschen Städten ein Forum mit dem Titel „Gesunde Wirtschaft“. In Stuttgart und Neckarsulm kamen im vergangenen Oktober jeweils über 100 Wirtschaftsvertreter zusammen, um mit Experten über das Thema „Trainierter Kopf – gesund im Job“ zu diskutieren. Dabei ging es vorrangig um die Frage, wie die Unternehmen den zunehmenden Fehlzeiten durch psychische Störungen begegnen können. In Baden-Württemberg waren 100 Versicherte im Jahr 2003 insgesamt 129 Tage aufgrund solcher Erkrankungen krankgeschrieben, im Jahr 2012 waren es schon 194 Tage. Mit Moderatorin Julia Scharf vom SWR (3. v. l.) diskutierten Experten im Porsche-Museum zum Thema „Trainierter Kopf – gesund im Job“. Foto: Reiner Pfisterer Die Veranstaltungen zeigten deutlich, dass sich effektives Gesundheitsmanagement an das ganze „System Betrieb“ richten muss. Um Burnout zu vermeiden, kommt es dabei vor allem auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen an. Führungskräfte müssen Mitarbeitern die Identifikation mit ihrer Tätigkeit ermöglichen, ihnen Verantwortung übertragen und Wertschätzung zuteil werden lassen. Spitzenmedizin für Krebspatienten Todesursache Krebs im Südwesten am seltensten Gemessen an der Einwohnerzahl sterben in Baden-Württemberg mit Abstand die wenigsten Menschen an Krebs. Im Südwesten gab es im Jahr 2011 bezogen auf 100.000 Einwohner rund 230 Sterbefälle aufgrund von Krebserkrankungen. Das ist im bundesweiten Vergleich der niedrigste Wert. Der Bundesdurchschnitt liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei 271 Todesfällen. Ein Grund dafür liegt in der sehr guten Behandlung von Krebspatienten in BadenWürttemberg. Die Behandlung mit Ionenstrahlen oder Medikamenten, die in die Leber implantiert werden und dort Krebsgeschwüre von innen bestrahlen, sind nur zwei Beispiele für Spitzenmedizin im Südwesten, die allen GKV-Patienten zugute kommt. Weitere Informationen im Internet unter www.tk.de, Webcode 568638. Impressum Herausgeber: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Baden-Württemberg Presselstraße 10, 70191 Stuttgart Verantwortlich: Andreas Vogt Redaktion: Hubert Forster Telefon: 07 11 - 250 95 404 Telefax: 07 11 - 250 95 444 E-Mail: lv-baden-wuerttemberg@tk.de Twitter: www.twitter.com/TKinBW Internet: www.tk.de/lv-badenwuerttemberg Kurznachrichten Südwesten babyfreundlich In Baden-Württemberg gibt es mittlerweile 16 Geburts- oder Kinderkliniken, die mit dem Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ ausgezeichnet wurden. Dieses Siegel wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF an Kliniken verliehen, die eine intensive Bindung von Mutter und Kind ermöglichen sowie insbesondere das Stillen der Babys fördern. Damit weist Baden-Württemberg mit Abstand die meisten der bundesweit 81 Kliniken auf, denen dieses Qualitätssiegel verliehen wurde. Nach Baden-Württemberg folgen Nordrhein-Westfalen mit elf und Bayern mit neun Kliniken, die diese Auszeichnung bekommen haben. Homöopathie beliebt In Baden-Württemberg haben sich fast 31.000 TK-Versicherte für eine homöopathische Behandlung entschieden, zwei Drittel davon Frauen. Besonders beliebt ist die alternative Heilmethode in Freiburg und dem Breisgau-Hochschwarzwald, knapp ein Viertel aller Patienten landesweit wurde dort behandelt. Das Homöopathie-Angebot der TK wird im Südwesten deutlich mehr nachgefragt als im Bundesdurchschnitt. Während sich bundesweit 21 von 1.000 TK-Versicherten in den Vertrag haben einschreiben lassen, sind es in Baden-Württemberg 32. Nur in Berlin ist die Quote mit 33 von 1.000 Versicherten knapp höher.