Presskonferenz: Pressemitteilung zum "TK-Gesundheitsreport 2014" (17. Juni 2014)

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Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse anlässlich der Vorstellung des Gesundheitsreports 2014 auf der Pressekonferenz am 17. Juni 2014 in Berlin. …

Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse anlässlich der Vorstellung des Gesundheitsreports 2014 auf der Pressekonferenz am 17. Juni 2014 in Berlin.

Der TK-Gesundheitsreport analysiert jährlich die Krankschreibungen und Arzneimitteldaten der 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.

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  • 1. TK-News Informationen für die Presse Techniker Krankenkasse  Pressestelle  Bramfelder Straße 140  22305 Hamburg  www.presse.tk.de Für Rückfragen: Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle Tel. 040 - 6909 2223, E-Mail michaela.hombrecher@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse TK- Rückenatlas: 40 Millionen Fehltage gehen aufs Kreuz Hamburg, 17. Juni 2014. Deutschland hat "Rücken". Obwohl in den Betrieben immer mehr Abläufe automatisiert werden und immer mehr Menschen an Schreibtischen arbeiten, geht fast jeder zehnte Krankschreibungstag in Deutschland auf den Rücken. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Berlin vorstellte. Durch- schnittlich war jede TK-versicherte Erwerbsperson - dazu gehören sozialversi- cherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I - 2013 1,4 Tage wegen Rückenbeschwerden arbeitsunfähig. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung ergeben sich rund 40 Millionen Fehltage bundesweit. Die hohen Fehlzeiten resultieren aus der großen Zahl der Betroffenen und einer sehr langen Erkrankungsdauer der Patienten: Statistisch gesehen war jede zwölfte Erwerbsperson 2013 wegen "Rücken" arbeitsunfähig. Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: "Eine Krankschreibung aufgrund von Rückenbeschwerden dauert im Schnitt 17,5 Tage und damit fünf Tage länger als eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit. Für einen mittelständi- schen Betrieb mit 60 Beschäftigten bedeutet das, dass jedes Jahr fünf Mit- arbeiter zweieinhalb Wochen ausfallen und der Unternehmer drei Monats- gehälter auf das Konto "Rücken" überweist." Betroffen sind laut TK erwartungsgemäß Berufe, in denen schwer körper- lich gearbeitet wird, wie die Berufe in der Ver- und Entsorgung (5,1 Fehlta- ge pro Kopf aufgrund von Rückenbeschwerden), im Tiefbau (4,7 Tage) und in der Altenpflege (4,1 Tage). Aber auch durch einseitige und mangelnde Bewegung können Rückenbeschwerden entstehen wie zum Beispiel bei den Berufskraftfahrern, die es mit 4,3 Rückenfehltagen nicht nur über-
  • 2. TK-News Informationen für die Presse 2 Für Rückfragen: Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle Tel. 040 - 6909 2223, E-Mail Michaela.hombrecher@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse durchschnittlich im Kreuz haben, sondern auch insgesamt zu den Berufen mit den höchsten Fehlzeiten gehören. Laut TK-Gesundheitsreport nehmen Rückenbeschwerden im Laufe des Erwerbslebens deutlich zu. Dr. Thomas Grobe vom Aqua-Institut, das für die TK die Daten ausgewertet hat: "Die durchschnittlichen Fehlzeiten stei- gen bei Männern zwischen 15 und 64 Jahren um den Faktor zehn und bei Frauen um den Faktor 8,6." Angesichts dessen, dass das Durchschnittsalter in den Betrieben deutlich steigt, betonte die TK, wie wichtig Investitionen in betriebliches und indivi- duelles Gesundheitsmanagement sind. "Hier sind Arbeitgeber, Kranken- kassen und die Betroffenen gleichermaßen gefordert. Es geht darum, Ar- beit gesünder zu gestalten, aber auch um einen insgesamt gesünderen Lebensstil, der auch nach Feierabend gelebt wird", so der TK-Chef. Rückenbeschwerden hätten in den allermeisten Fällen nicht nur eine Ursa- che. Meist kommen mehrere Faktoren wie Bewegungsmangel, einseitige Belastung und Stress zusammen. Vielen sitzt der Stress buchstäblich im Nacken, so dass es zu Verspannungen und Rückenschmerzen kommt. Die persönliche Konstitution und Lebenssituation spiele hier eine große Rolle. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt, dass drei von vier Beschäftigten mit hohem Stresslevel auch Rückenbeschwerden haben. Die TK möchte aber nicht nur die Prävention, sondern auch die medizini- sche Versorgung erkrankter Patienten verbessern: "Die Daten zeigen uns, in welchen Regionen unsere Angebote besonders gebraucht werden. Wie zum Beispiel das Modellprojekt "Zweitmeinung Rücken", das Patienten vor
  • 3. TK-News Informationen für die Presse 3 Für Rückfragen: Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle Tel. 040 - 6909 2223, E-Mail Michaela.hombrecher@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse einer eventuellen Rücken-OP berät", erklärt Klaus Rupp, Leiter des Versor- gungsmanagements bei der TK. "In 80 Prozent der Fälle wurde den Patien- ten von der OP als Behandlungsmethode abgeraten, so dass in vielen Fäl- len langwierige Klinikaufenthalte vermieden werden konnten." Erstmals hat die TK Krankschreibungen und Rückenbeschwerden auch auf lokaler Ebene ausgewertet. Danach haben vor allem Erwerbspersonen im Kreis Wittmund in Ostfriesland (2,9 Tage), im Landkreis Mansfeld Südharz (2,9 Tage), in Bremen (2,9 Tage), im thüringischen Nordhausen (2,9 Tage) und in Herne (2,4 Tage) "Rücken". Einen besonders starken Rücken haben dagegen die TK-Versicherten in Starnberg (0,5 Tage), im Landkreis München (0,7 Ta- ge) sowie in Aschaffenburg und Dresden mit jeweils nur 0,8 rückenbedingten Fehltagen im Jahr. Hinweis für die Redaktionen: Für den TK-Gesundheitsreport 2014 wertete die TK die Krankschreibungen der 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zäh- len sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslo- sengeld I, von denen mehr als jeder Siebte bei der TK versichert ist. Der Gesundheitsreport mit allen Daten zur Arbeitsunfähigkeit, Arzneimittelver- ordnungen und dem Schwerpunktthema Rücken steht unter www.tk.de zum kostenlosen Download (Webcode 644780). Die digitale Pressemappe zur Pressekonferenz "TK-Gesundheitsreport 2014" ist unter dem Webcode 648804 verfügbar.