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TK-Medienservice "Sport als Therapie" (10-2010)

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TK-Medienservice "Sport als Therapie" (10-2010)

  1. 1. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 1 Informationen der Techniker Krankenkasse_____________________________________________________ MedienserviceOktober 2010 Themen, Trends und HintergründeSport als Therapie: Bewegungspille ohneNebenwirkungenBewegung ist gesund warum eigentlich? .....................................................................................................2Bewegung bringt Patienten und Gesundheitswesen auf die Beine ....................................................6"Die Bewegungspille hat keine Nebenwirkungen" Interview mit Professor Dr. Martin Halle..9Motivation Wie faule Socken in die Puschen kommen können..................................................... 14Wenig Bewegung in der Arbeitswelt: Deutschland hat wieder Rücken ......................................... 18Silverwalker statt Silversurfer Fit durch den dritten Frühling .............................................................. 21Puste statt Pillen für die Pumpe Regelmäßiges Training ist Herzensangelegenheit............. 24Das geht nicht an die Nieren Sport vor und nach Transplantation ............................................ 30Kurz gemeldet ............................................................................................................................................................... 33 Hinweis für die Redaktionen: Einige Illustrationsvorschläge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefügt. Diese und an- dere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus den zitier- ten Studien und Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle "Techniker Krankenkasse" zur Verfügung. Download: www.presse.tk.deHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  2. 2. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 2_____________________________________________________Bewegung ist gesund warum eigentlich?Dreimal 30 Minuten – das ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dasMinimum an Bewegung, das Erwachsene pro Woche erreichen sollten. EineStudie der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass sich jedoch mindestensdie Hälfte der Erwachsenen in Deutschland als Sportmuffel oder sogar Anti-Sportler bezeichnen. Gesundheitsexperten schlagen deshalb Alarm. Bewe-gungsmangel gilt in den Industrienationen schon jetzt als einer größten Risiko-faktoren für Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Rücken-und Gelenkerkrankungen. Es gibt Schätzungen, nach denen etwa 600.000Europäer jährlich an den Folgen des Bewegungsmangels sterben. Aber wa-rum ist Bewegung eigentlich so wichtig? Es gibt so viele schöne Dinge wieFernbedienungen, Mobiltelefone, Online-Shopping und Lieferdienste, die dasLeben heute erleichtern. Warum also mehr bewegen als nötig? Dreimal 30 Mindestens dreimal 30 Minuten Bewegung in der Woche emp- fehlen Mediziner für die Ge- sundheit Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseVom Neandertaler zum KurzstreckenläuferDie Antwort klingt zunächst einfach: Ohne Bewegung kann der Mensch nichtleben. Das Herz-Kreislauf-System und die über 2.000 Muskeln, die dasmenschliche Skelett zusammenhalten, bleiben nur dann funktionsfähig, wennsie beansprucht werden. So wie der Motor eines Autos regelmäßig laufenmuss, benötigt auch der menschliche Körper Bewegung. "Wir sind quasi ge-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  3. 3. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 3_____________________________________________________netisch auf Bewegung programmiert, denn über tausende Generationen wa-ren die Menschen Jäger und Sammler, die täglich mehr als 20 Kilometer zu-rücklegten. Erst im 20. Jahrhundert führte der technische Fortschritt dazu,dass immer mehr Menschen vorwiegend im Sitzen leben und arbeiten", erklärtDr. Alessandra Boscheri, Ärztin am Zentrum für Prävention in München. Dastägliche Laufpensum der Deutschen liegt heute bei gerade noch 1.000 Schrit-ten, also nicht einmal 800 Metern. Sport ist Therapie Es gibt kaum eine Diagnose, bei der Bewegung nicht fester Thera- piebestandteil sein sollte. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseAuch das Herz ist ein Muskel, der bewegt werden mussBewegung aktiviert die Muskulatur. Denn für den optimalen Betrieb brauchendie Muskeln vor allem Sauerstoff. "Wenn wir uns anstrengen, atmen wir tieferund das Herz schlägt schneller. Dadurch wird der Körper besser durchblutetund auf diese Weise wird mehr Sauerstoff in die Muskulatur transportiert", sodie Kardiologin. Je häufiger man die Muskeln fordert, umso leistungsfähigerwerden sie. Das Gleiche gilt für das Herz, das ja auch ein Muskel ist. Durchregelmäßiges Ausdauertraining wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren wirdHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  4. 4. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 4_____________________________________________________das Herz immer leistungsfähiger, es kann mit jedem Schlag mehr Blut in denKörper pumpen. "Ein untrainiertes Herz arbeitet dagegen weniger effizient undmuss sich viel mehr anstrengen. Es benötigt jede Minute etwa 20 Schlägemehr, um dieselbe Menge Blut zu pumpen. Auf Dauer wird es also deutlichmehr beansprucht und altert schneller", erklärt Boscheri.Insulin, Cholesterin – was ist das eigentlich?Dass Bewegung eines der wichtigsten Rezepte gegen Übergewicht ist, ist keinGeheimnis. Ebenso wichtig sind jedoch die positiven Effekte für dessen Fol-geerkrankungen. Dazu gehört zum Beispiel die Zuckerkrankheit Diabetes,eine Störung des Glukosestoffwechsels. Glukose (Zucker) ist der wichtigsteBrennstoff im Körper. Sie wird über Kohlenhydrate, die zum Beispiel in Brot,Kartoffeln und Nudeln sind, aufgenommen. Zu viel Glukose im Körper machtjedoch krank, und das einzige Hormon im Körper, das den Blutzuckerspiegelabsenkt, ist Insulin. Bei Diabetikern funktioniert das Wechselspiel nicht richtig,so dass es medikamentös unterstützt wird. Diese Wirkung unterstützt aberauch der Sport. Denn beim Training verbraucht man nicht nur Energie, son-dern auch der Transport des Zuckers in die Zellen wird angekurbelt. Der Kör-per benötigt dann weniger Insulin. Ist der Insulinspiegel niedrig, verbrennt derKörper mehr Fett. Eine gute Fettverbrennung begünstigt wiederum den Cho-lesterinwert. Der so genannte LDL-(Low-Density-Lipoprotein)-Anteil ist wichtigfür die Elastizität der Blutgefäße. Ist der LDL-Anteil im Blut zu hoch, kommt eszu Ablagerungen an den Gefäßwänden. Diese bewirken – ebenso wie Nikotin–, dass die Gefäße verengen, das Blut kann nicht ausreichend transportiertwerden und es kommt zu Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall.Ein dickes Problem, das auf die Knochen gehtSind Insulinspiegel und der LDL-Cholesterinanteil dagegen niedrig, bleiben dieGefäße elastischer. Insulin blockiert den Fettabbau. Bei niedrigem Insulin-spiegel wird dagegen mehr Fett verbrannt, das Risiko für Übergewicht sinktund damit auch die Gefahr von Knochen- und Gelenkerkrankungen. "Bei je-dem Schritt, den wir tun, müssen die Beine unser gesamtes Körpergewichttragen. Das ist ein enormer Druck auf die Gelenke. Je niedriger das Körper-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  5. 5. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 5_____________________________________________________gewicht, desto geringer ist die Belastung. Zudem kann eine trainierte Muskula-tur einen Teil dieses Drucks abfangen", so die Ärztin.Geht Bewegung auch auf den Geist?Bewegung soll bekanntlich gesund für Körper und Geist sein. Aber wie bringtman die Seele auf Trab? "Die körperliche Bewegung sorgt dafür, dass daslimbische System – das ist der Teil des Gehirns, der unsere Gefühle steuert –vermehrt positiv wirkende Stoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalinausschüttet. Im Gegenzug werden negative Stoffe wie Stresshormone beimTraining schnell abgebaut", erklärt Boscheri. Und zudem wirkt sich das Er-folgserlebnis über die eigene sportliche Leistung positiv auf das Selbstwertge-fühl aus.Bewegung macht klug und schönDurch die Bewegung gelangt mehr Sauerstoff ins Gehirn und der Austauschmit anderen Botenstoffen läuft besser. Auf diese Weise bilden sich mehr undvor allem aktivere Nervenverbindungen, so dass das Gedächtnis besser wird."Mehr Sport zu treiben ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine kluge Ent-scheidung," weiß die Medizinerin.Und last but not least bekommt nicht nur das Gehirn mehr Sauerstoff. Die tie-fere Atmung bringt mit jedem Atemzug mehr Sauerstoff in die Körperzellen,die dadurch besser versorgt sind und länger jung bleiben.Bewegung mag also vielleicht kein Allheilmittel sein, aber sie wirkt erwiese-nermaßen auf unseren gesamten Körper, den Stoffwechsel und die Organe ineiner so vielfältigen Weise wie kein anderes Medikament. Insofern ist Bewe-gung tatsächlich Medizin – und richtig dosiert auch frei von Nebenwirkungen.Weitere Anregungen, wie man mit Bewegung gesünder wird, wie man die rich-tige Sportart findet sowie Strategien zum Einstieg und Dranbleiben bietet dieneue Broschüre "Sport als Therapie", die kostenlos bei der TK erhältlich ist.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  6. 6. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 6_____________________________________________________Bewegung bringt Patienten und Gesundheitswesen auf die BeineDeutschland vor dem (Herz-)Stillstand: Fast die Hälfte der Erwachsenen be-wegt sich nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) selten oder garnicht. Die Folgen des Bewegungsmangels: Immer mehr Menschen leiden un-ter so genannten Zivilisationskrankheiten wie Herzinsuffizienz oder DiabetesTyp 2. Für die Patienten sind die chronischen Erkrankungen oft mit großengesundheitlichen Einschränkungen und einem hohen Risiko für Folgeerkran-kungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden. Für das Gesundheitswe-sen bedeuten sie hohe Kosten für Behandlung, Klinikaufenthalte, Krankengeldund vor allem Arzneimittel. Bei der TK entfiel 2009 jeder zehnte Euro, der fürMedikamente ausgegeben wurde, auf Herz-Kreislauf-Präparate, fast eineViertelmilliarde Euro. Jeder fünfte Versicherte hat laut TK Medikamente zurBehandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekommen, etwa 60 Prozentder Betroffenen waren Männer. Die Kampagne "Sport als Therapie", die dieTK zusammen mit dem Zentrum für Prävention und Sportmedizin an der Techni-schen Universität München ins Leben gerufen hat, spricht bewusst chronischkranke Patienten an und motiviert zu einem gesünderen Lebensstil. Arzneimittel fallen immer mehr ins Gewicht Zehn Prozent der Arzneimittel- ausgaben entfallen auf Herz- Kreislauf-Medikamente. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krankenkasse"Fast jeder vierte Erwachsene gibt an, aus gesundheitlichen Gründen keinenSport treiben zu können. Krankheit sollte jedoch kein Hinderungsgrund sein.Sondern die Bewegung muss – ebenso wie die Medikation – ein fester Be-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  7. 7. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 7_____________________________________________________standteil der Behandlung sei", erklärt Professor Dr. Martin Halle, der das neueAngebot mit der TK entwickelt hat. Mit seinem Team behandelt er Patientenmit den verschiedensten Erkrankungen. "Es gibt kaum eine Diagnose, bei derdie Bewegung nicht deutlich zum Therapieerfolg beiträgt. Auch bei Patientenvor oder nach einer Transplantation oder Menschen mit psychischen Krank-heiten oder Tumorerkrankungen können wir die Gesundheit deutlich verbes-sern. Genau wie bei Arzneimitteln kommt es darauf an, individuell das Richtigeauszuwählen und die richtige Dosis zu finden", so der Internist.Halle spricht sich dafür aus, dass Ärzte noch vor dem Arzneimittelrezept Ver-ordnungen für Bewegung und eine gesunde Ernährung ausstellen. "Patienten,die bereits erkrankt sind, brauchen auch hier eine Anleitung, die individuell aufihre Krankheit und die damit verbundenen Einschränkungen zugeschnittenist", so Halle. In einer Studie, in der Patienten über ein halbes Jahr intensivbetreut werden, wird er zusammen mit der TK analysieren, ob der Lebensstilder Patienten durch das individuelle Coaching langfristig und nachhaltig ge-sünder gestaltet, Medikation reduziert und der Gesundheitszustand der Betrof-fenen stabilisiert werden kann.Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Unsere Ge-sellschaft ist sehr auf Medikalisierung fixiert. Wir haben ein Gesundheitswe-sen, in dem finanziell honoriert wird, wenn Patienten unter Dauermedikationstehen. Das belastet die Gesundheit unserer Versicherten und die Haushalteder Krankenkassen gleichermaßen. Wir wollen mit dem neuen Angebot dazubeitragen, die Gesundheit der Patienten zu fördern statt Krankheit zu bezah-len."Einer der Patienten, für den sich die Investition in seine Gesundheit bereitsauszahlt, ist Herzpatient Reinhard Ganz. Er stellte seine Lebensweise nacheinem Herzinfarkt komplett um: "Leider ist man oft erst hinterher klüger. Ichhatte deutliches Übergewicht, viel Stress und habe keinen Sport gemacht", soder ehemalige Raucher, "da ich mich nicht mit Messer und Gabel umbringenwill, ernähre ich mich jetzt gesünder. Außerdem habe ich mich einer Herz-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  8. 8. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 8_____________________________________________________sport- und einer Qi Gong-Gruppe angeschlossen. Seitdem geht es mir vielbesser." Bewegung ist Medizin Ein moderates Training hat einen guten Einfluss auf den Krank- heitsverlauf. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDas Pilotprojekt der TK startet zunächst in München und soll ab 2011 an wei-teren Standorten ausgebaut werden. Interessierte, die den Einstieg in ein ge-sünderes Leben finden möchten, unterstützt die TK mit einem Informationsan-gebot mit Broschüren, DVDs und einem Trainingsbuch. Unter www.tk.de gibtes zudem Online-Gesundheitscoaches, die individuelle Pläne für die ThemenFitness, Ernährung, Stressbewältigung, Raucherentwöhnung etc. erstellen. Patienten immer jünger Herz-Kreislauf-Beschwerden sind inzwischen keine Alterserkran- kung mehr. Männer zwischen 40 und 50 bekommen pro Kopf für über drei Monate Herzmedika- mente. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  9. 9. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 9_____________________________________________________"Die Bewegungspille hat keine Nebenwirkungen" Interview mitProfessor Dr. Martin HalleFrage: Fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland bezeichnetsich laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK)als Sportmuffel oder sogar als überzeugter Antisportler, und auchunser Alltag wird in der digitalen Welt immer bewegungsärmer. Wasbedeutet dieser Bewegungsmangel für den Körper?Prof. Halle: Der Mensch hat sich seit Jahrmillionen immer bewegt.Auf der Jagd nach Nahrung oder auf der Flucht vor natürlichen Fein-den haben die Menschen 20, 30 Kilometer täglich zurückgelegt. Un-ser Körper ist also auf Bewegung ausgelegt. Vor 50 Jahren hat aberdie Entwicklung begonnen, dass sich die Menschen immer weniger Professor Halles Dreiklangbewegen, dafür aber kalorienreicher ernähren. Die Muskeln werden Für Professor Dr. Martin Halle gehören drei Rezepte zu eineralso einerseits zu wenig beansprucht und gleichzeitig wird Überge- erfolgversprechenden Therapie: Medikamente, eine ausgewogenewicht aufgebaut. Ernährung und vor allem ausrei- chend Bewegung! Motiv zum DownloadFrage: Welche Folgen hat das für den Körper? unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseProf. Halle: Da die Muskulatur für den Menschen immer buchstäblich lebens-wichtig war, nimmt sie im Körper eine Schlüsselrolle ein. Sie steht in Verbin-dung mit allen Organen – Leber, Herz, Lunge und Gehirn. Die Muskulatur be-einflusst den gesamten Stoffwechsel und die einzelnen Organfunktionen, siehat also ganz entscheidenden Einfluss darauf, ob wir gesund sind oder nicht.Frage: Das Herz ist ja auch ein Muskel. Wie wirkt sich der Bewegungsmangelhier aus?Prof. Halle: Das Herz ist ein Motor, der – wie alle anderen Muskeln auch –ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden muss. Wenn das Herz Stress-Situationen ausgesetzt wird, wenn es permanent schneller schlagen muss,wird es überbeansprucht und altert schneller. Dies ist zum Beispiel bei einemerhöhten Ruhepuls der Fall. Während Menschen, die regelmäßig aktiv sind,Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  10. 10. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 10_____________________________________________________einen Ruhepuls von etwa 60 Schlägen haben, liegt dieser bei untrainiertenMenschen bei etwa 80, also um ein Drittel höher und das dauerhauft. Diesezusätzlichen 20 Schläge Minute für Minute sind für das Herz eine enorme An-strengung, für die es viel Energie und Sauerstoff benötigt. Der Motor läuft alsopermanent hochtourig und so besteht die Gefahr, dass er irgendwann zuSchaden kommt, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt.Frage: Aber wenn man Sport treibt, geht der Puls doch auch hoch. Ist das fürdas Herz nicht schädlich?Prof. Halle: Nein, eine Sporteinheit ist nur eine kurzfristige Pulserhöhung, dienicht nur unbedenklich, sondern sogar sehr gesund ist. Denn die Bewegungkurbelt den Stoffwechsel an, fördert den Blutfluss, indem sie einen Reiz aus-löst, durch den das Blut die Gefäßwände entlang streicht und die Gefäße soelastischer macht. Es gibt kein einziges Medikament, das diesen physikali-schen Effekt bewirken kann. Bleibt dieser Reiz aus, altern die Blutbahnenschneller, verhärten sich und werden immer enger. So können sie immer we-niger Sauerstoff transportieren. Es entstehen Durchblutungsstörungen vonHerz und Gehirn, im schlimmsten Fall kommt es zu Herzinfarkt oder Schlagan-fall. Eine Therapie, drei Rezepte Zu einer wirksamen Therapie gehören individuell auf den Patienten zugeschnittene Rezepte für Medikation, Ernährung und Bewegung. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  11. 11. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 11_____________________________________________________Frage: Welchen Einfluss haben Ernährung, Rauchen und Stress dabei?Prof. Halle: Ungesunde Ernährung, Rauchen und Stress verstärken den Pro-zess, bei dem sich die Gefäße verhärten, man spricht auch von Verkalken.Der Rauch reizt die Blutgefäße, so dass sie sich zusammenziehen. Schon einZug an der Zigarette verschlechtert die Durchblutung in Fingern und Füßen.Auch Cholesterin und Zucker lagern sich an den Gefäßwänden ab. In Kombi-nation mit dem Rauchen werden sie sogar noch aggressiver. Wenn alle dreizusammenkommen, ergibt sich ein sehr gefährlicher Dreiklang für das Gefäß-system.Frage: Der Lebensstil hat also entscheidenden Einfluss?Prof. Halle: Ja, keine Frage. Acht von zehn Herz-Kreislauf- und Tumorerkran-kungen wären durch einen gesunden Lebensstil zu vermeiden. Acht von zehnMenschen müssten also nicht krank werden! Das deutsche Gesundheitssys-tem wäre schon saniert, wenn wir vier Grundregeln beherzigen würden: Ers-tens: eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Fisch, zweitens:nicht rauchen, drittens: 30 Minuten am Tag so bewegen, dass man auchschwitzt und viertens: Dauerstress vermeiden.Frage: Wenn nun bereits Erkrankungen bestehen: Kann ein gesunder Le-bensstil die angegriffenen Gefäße reparieren?Prof. Halle: Bestehende Verkalkungen kann man nicht zurückdrehen. Wichtigist aber, dass andere Prozesse reaktiviert werden, nicht in ein oder zwei Wo-chen, aber fast wieder auf Normalwerte. Wenn man Krankheiten wie Diabetes,Herz-Kreislauf-Beschwerden etc. behandelt, muss man Bewegung, Ernährungund die Medikation immer als drei gleichberechtigte Therapiebestandteile se-hen. Medikamente können den Cholesterin-Stoffwechsel verbessern, gesundeErnährung kann Gewicht und Blutzucker positiv beeinflussen, aber der Effekt,den körperliche Aktivität im Körper hervorruft – den physikalischen Reiz aufdie Gefäße –, der geht nur über die Bewegung. Und deshalb ist sie so wichtig!Neueste Studien zeigen, dass durch Bewegung sogar Stammzellen ausge-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  12. 12. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 12_____________________________________________________schwemmt werden, die sich an den richtigen Stellen der Herzgefäße anset-zen, zu deren Heilung beitragen und eine innere Regeneration ermöglichen.Sport ist also Therapie.Frage: Aber gerade herzkranke Patienten haben oftmals Angst davor, ihrHerz mit Sport zu überlasten. Wie kann man ihnen diese Angst nehmen?Prof. Halle: Es ist natürlich verständlich, dass jemand sein Herz nach einemInfarkt schonen möchte. Aber die richtige Bewegung schadet nicht. Ganz imGegenteil: Wie auch das Auto gefahren werden muss, damit der Motor intaktbleibt, braucht auch das Herz Bewegung. Es ist seit Ur-Zeiten auf Belastungausgerichtet. Wie bei jeder anderen Medizin auch, kommt es aber auf dasrichtige Mittel und die richtige Dosierung an. Wenn ich einem Patienten Medi-kamente verschreibe, ist es ja auch nicht egal, welches Arzneimittel er be-kommt und ob er es ein-, drei- oder fünfmal am Tag nimmt. Ebenso muss derTrainingsplan auf die Erkrankung des Patienten abgestimmt sein. Nur, dassdiese Verschreibung praktisch keine Nebenwirkungen hat. Wichtig ist, dass eseinen festen Trainingsplan mit klaren Vorgaben zu Umfang und Intensität gibt,der Puls muss festgelegt werden, damit das Herz-Kreislauf-System gefordert,aber nicht geschädigt wird. Mit anderen Worten: ein Rezept für Art und Mengeder Bewegung, des Sports.Frage: Viele Patienten rücken ihrem Bluthochdruck lieber mit Beta-Blockernzuleibe. Das Verordnungsvolumen von Herz-Kreislauf-Präparaten hat sich lautTK bei Männern in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt…Prof. Halle: Man kann die Medikamente nicht als komfortablere Alternativezum Sport sehen. Sport wirkt ganz anders als Arzneimittel, sonst hätte er jakeinen zusätzlichen Effekt. Auch wenn es unbequem ist: Es gibt keine Alterna-tive zur Bewegung. Sie ist das Schwungrad unseres Organismus, das mit demgesamten Organsystem korrespondiert.Frage: Gibt es neben den Herz-Erkrankungen weitere Diagnosen, für die Sie"Sport als Therapie" empfehlen?Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  13. 13. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 13_____________________________________________________Prof. Halle: Eigentlich müsste man es anders formulieren: Es gibt kaum eineDiagnose, bei der Sport nicht in den Therapieplan gehört. Aber das betrifftnatürlich vor allem die so genannten Zivilisationskrankheiten wie zum BeispielDiabetes Typ 2, der ja eigentlich Alters-Diabetes heißt, aber infolge von Über-gewicht und Bewegungsmangel inzwischen immer früher auftritt. Denn wenndie Muskulatur nicht beansprucht wird, spricht sie auf Reize irgendwann nichtmehr an. Das heißt, der Zucker geht nicht mehr in die Muskeln. Diabetes ist jaeigentlich nichts anderes als eine "Muskelverwertungsstörung". Ein Überge-wichtiger, der aktiv ist, entwickelt in aller Regel auch keinen Diabetes.Wir erstellen aber sogar für unsere Transplantationspatienten Trainingspläne.Sie können durch Sport einen deutlich größeren Aktionsradius bekommen.Patienten, die auf eine Spenderlunge warten, haben oftmals gar nicht genugLuft, um auch nur kurze Strecken zurückzulegen. Mit ein wenig Training derMuskulatur lässt sich die Gehstrecke bei gleicher Lungenfunktion verlängern,manchmal sogar so weit, dass sie wieder für Jahre von der Warteliste herun-tergenommen werden können. Für einige meiner Patienten kann ich sagen,dass sie die Zeit auf der Warteliste vermutlich nur deshalb überlebt haben,weil wir mit ihnen ein auf ihre speziellen Bedürfnisse angepasstes Sportpro-gramm durchgezogen haben. Aber auch bei bereits transplantierten Patientenhilft der Sport: Dem durch die lange Erkrankung hervorgerufenen Muskel-schwund wird entgegengewirkt. Sport als Therapie Neben dem Arzneimittelrezept verschreibt Professor Dr. Halle jedem Patienten Bewegung. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  14. 14. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 14_____________________________________________________Motivation Wie faule Socken in die Puschen kommen können„Ich will nicht Geld machen. Ich will wundervoll sein." – Der Ausspruch derHollywood-Ikone Marilyn Monroe zeigt, dass Motive für das menschliche Han-deln so verschieden sein können wie die Menschen selbst. Allen gemeinsamist jedoch die eine Motivation, etwas wirklich zu wollen. Wenn es um die Ge-sundheit geht, sind die Motive sehr vielfältig. Die einen sehen Gesundheitnicht als erstrebenswertes Ziel, sondern als selbstverständlichen Dauerzu-stand, so dass sie auch keinen Grund sehen, etwas dafür zu tun. Andere wie-derum leben gesund, haben dafür aber auch die unterschiedlichsten Motivewie eine bessere Lebensqualität, sportlichen Ehrgeiz, Eitelkeit oder als Be-standteil einer Therapie. Krankenkassen wie die Techniker Krankenkasse (TK)haben inzwischen erkannt, dass das Angebot an Gesundheitskursen wie Yo-ga, Vollwerternährung und Walking allein nicht ausreicht, um Menschen zueiner gesünderen Lebensweise zu motivieren, und widmen sich verstärkt demThema Motivation.Dr. Nicole Knaack, Gesundheitsexpertin bei der TK: "Ein großer Teil der heu-tigen Zivilisationskrankheiten ist mit einer gesünderen Lebensweise vermeid-bar. Die meisten Menschen wissen das auch, ändern ihren Lebensstil aberdennoch nicht, weil es an Motivation fehlt. Die Eigen-Motivation ist aber diewichtigste Voraussetzung, um langfristig und vor allem nachhaltig etwas zuverändern." Eine Bewegungsstudie des F.A.Z.-Instituts im Auftrag der TKzeigt, dass 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mangelnde Motivati-on als Hauptgrund sehen, warum sie sich nicht mehr bewegen. "Viele Men-schen fühlen sich motiviert, und dennoch gelingt es ihnen nicht, das Vorge-nommene auch in die Tat umzusetzen", erklärt Knaack, "Es mangelt ihnennicht an Motiven, sondern an Willenskraft, der so genannten Volition."Ohne diesen Willen kann ein Vorsatz nicht in die Tat umgesetzt werden, denndann geht die Motivation schnell verloren, wenn sich der innere Schweine-hund meldet. Ob Motivation oder Volition – beides kann man lernen und trai-nieren. Und dafür hat die TK-Expertin einige Tipps parat: "Wichtig ist, dassman erst einmal seine erreichbaren und vor allem eigenen Ziele definiert", soKnaack. "Wer nur die Erwartungen anderer erfüllt, wird wenig erfolgreich sein."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  15. 15. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 15_____________________________________________________ Keine Ausreden Sich mit anderen zum Sport zu verabreden, ist eine Möglichkeit der Motivation. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseUnd diese Ziele können individuell sehr verschieden sein. Frauen möchtenoftmals abnehmen, um wieder in die Lieblings-Jeans zu passen, Raucher wol-len dem Glimmstengel entsagen, um wieder besser Luft zu bekommen undGeld für andere schöne Sachen übrig zu haben, Patienten, die bereits anchronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes leiden, möchtenihre Lebensqualität verbessern. Auch ausgeglichener oder beweglicher zuwerden, können solche Gesundheitsziele sein. Diese sollten jedoch auf jedenFall erreichbar sein, und man sollte sich auch von Rückschlägen nicht zu-rückwerfen lassen. "Wer sich vornimmt, ab sofort jeden Tag eine Stunde Sportzu machen, setzt sich selbst unter Stress und Erwartungsdruck. Besser ist es,klein anzufangen. Zweimal in der Woche eine halbe Stunde zu joggen odereine Station früher aus dem Bus zu steigen und den Rest zu Fuß zu gehen, istein guter Anfang. Das kann jeder schaffen," so TK-Expertin Knaack. Sie rätzudem, sich nicht durch "zwischenzeitliche Misserfolge unter Druck setzen zulassen. Auch Reinhold Messner ist mehrfach wieder vom Berg gestiegen biser seinen ersten Achttausender bezwungen hat." Wichtig ist, dass man seinpersönliches Ziel nicht aus den Augen verliert und Geduld und Durchhalte-vermögen an den Tag legt.Damit aus den guten Vorsätzen auch Gewohnheiten werden, empfiehlt dieTK:Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  16. 16. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 16_____________________________________________________ Individuelle Ziele: Ziele sollten zu den eigenen Interessen passen. Wenn jemand nicht gern läuft, stehen die Chancen eher schlecht, dass er im Herbst bei Kälte und Dunkelheit zum Jogger wird. Vielleicht ist Badminton mit Freunden dann eine Alternative. Etappenziele: Gerade wenn das langfristige Ziel noch weit weg ist, zum Beispiel bei einer großen Gewichtsabnahme, sollten Etappenziele gefeiert und belohnt werden. Denn nichts motiviert mehr als Erfolg. Für viele Smartphones gibt es inzwischen Applikationen, auf denen man seine Trai- ningserfolge dokumentieren kann. Sie eignen sich vor allem für Menschen, die ergebnisorientiert trainieren und sich für erreichte Leistungen belohnen möchten. Jokertage: Je mehr man sich verbietet, desto stressiger ist das Durchhal- ten. Man sollte sich auch gestatten, das Training mal zu schwänzen oder zu essen, wonach einem gerade ist. Soziale Netzwerke: Je mehr Leute von den neuen Zielen wissen, desto größer ist die Hemmung, einzuknicken. Motivieren können auch Wettein- sätze wie die Autos der Kollegen zu waschen oder für einen guten Zweck zu spenden, wenn man nicht durchhält. Coach zur Unterstützung: Ein persönlicher Coach überprüft regelmäßig die Erfolge, motiviert und ermahnt, wenn man es schleifen lässt. Wer sich die- se oft teure Unterstützung nicht leisten kann, dem können Trainingsgrup- pen, Ernährungsprogramme oder Online-Coaches wie sie die TK anbietet, helfen. Auch ein gesundes Essen schmeckt zusammen mit Freunden noch besser."Wichtig ist, die schwierige Anfangszeit, in der man sich an die neuen Spielre-geln gewöhnt, durchzustehen. Im Idealfall wird schon nach wenigen Wochenaus der Pflichtübung ein Bedürfnis. Bis dahin braucht man Willenskraft, umden inneren Schweinehund im Zaum zu halten", erklärt Gesundheitswissen-schaftlerin Knaack. Motivationsforscher sprechen hier von Handlungskontrolle,durch die man in der Lage ist, sich in bestimmten Momenten zusammenzurei-ßen und einem gegenläufigen Impuls wie zum Beispiel den Feierabend aufdem Sofa zu verbringen, zu widerstehen. Die TK-Expertin empfiehlt, sich da-bei unterstützen zu lassen: "Eine positive Stimmung, zum Beispiel durch dieHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  17. 17. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 17_____________________________________________________richtige Musik, kann helfen. Vermeiden sollte man alles, was diese Stimmungstören könnte wie schweres Essen, Alkohol oder sich aufs Sofa legen. Helfenkönnen auch Vorbilder. Wenn die Kollegin aus dem Büro zum Sport geht,dann möchte man das vielleicht auch schaffen. Und wenn man irgendwanngar nicht mehr darüber nachdenkt, ob man geht oder nicht, dann ist man überden Berg." Erreichbare Ziele Ziele sollten sportlich, aber auch machbar sein. Zuviel auf einmal führt zu Frust, dem Motivations- killer Nr. 1. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseWeitere Tipps zur Motivation bietet das kostenlose TK-Trainingspaket "Hochmotiviert", das neben der Broschüre Motivation auch ein Trainingsbuch undeine DVD enthält. Unter www.tk.de gibt es zudem einen Online-Motivations-Coach, der dabei unterstützt, am Ball zu bleiben und den inneren Schweine-hund dauerhaft zu überwinden.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  18. 18. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 18_____________________________________________________Wenig Bewegung in der Arbeitswelt: Deutschland hat wieder RückenVideokonferenzen, E-Mails, Bürochats – in der schönen neuen Arbeits-welt gibt es kaum noch einen Grund, sich von seinem Schreibtischstuhl zuerheben. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland arbeitetüberwiegend im Sitzen, und von dort lässt sich mittlerweile fast alles be-quem am Bildschirm erledigen. Lieferservices bringen bei Bedarf sogardas Mittagessen an den Platz. Und auch den Feierabend sitzen viele Be-schäftigte buchstäblich aus: In einer Bewegungsstudie des F.A.Z.-Institutsim Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gab mehr als die Hälfte derBefragten an, mindestens zwei weitere Stunden vor dem Fernseher oderdem Computer zu sitzen. Die Folgen der Bewegungsarmut sind absehbar.Nach Angaben des TK-Gesundheitsreports ist jeder zehnte Fehltag, denDeutschlands Beschäftigte krankgeschrieben sind, rückenbedingt. Auf dieGesamtbevölkerung hochgerechnet heißt das, dass 2009 über 30 Millio-nen Fehltage allein auf die Diagnose "Rücken" zurückgingen. In Deutsch-lands Unternehmen fehlten also täglich über 136.000 Menschen wegenRückenschmerzen. Deutschland hat Rücken Jeder zehnte Fehltag in Deutsch- land ist rückenbedingt, meist infolge von Bewegungsmangel, einseitiger oder Fehlbelastung. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseGudrun Ahlers, die bei der TK für den Gesundheitsreport verantwortlichist: "Eigentlich waren die Rückenbeschwerden in der ersten Hälfte desHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  19. 19. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 19_____________________________________________________letzten Jahrzehnts rückläufig, seit 2006 verzeichnen wir aber wieder einenAnstieg." Die Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement emp-fiehlt den Betroffenen den Alltag auch in der digitalen Welt wieder aktiverzu gestalten. "Idealerweise sollte man den Tag gleich mit Bewegung be-ginnen. Zehn Minuten nach dem Aufstehen reichen schon für einen akti-ven Start in den Tag. Den Arbeitsweg kann mal als Trainingsparcoursnutzen, indem man mit dem Fahrrad fährt oder eine Station früher ausdem Bus steigt", so Gudrun Ahlers. Auch die Mittagspause kann man nut-zen, um sich die Beine zu vertreten. Bewegter Arbeitsalltag Es gibt keinen Grund, seinen Arbeitstag nur im Sitzen zu ver- bringen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseUnd im Büro sollten sich nicht nur die Finger auf der Tastatur bewegen."Je mehr man sitzt, desto mehr ausgleichende Bewegung braucht man",weiß Gudrun Ahlers. "Deshalb sollte man auch während der Arbeit öfteraufstehen, um sich zu strecken: Viele Dinge lassen sich ebenso gut imStehen erledigen, wie zum Beispiel telefonieren, die Post öffnen und le-sen, sich kurz mit Kollegen abstimmen", so die Gesundheitsexpertin. Be-schäftigten, die über Problemlösungen oder kreative Ideen nachdenken,Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  20. 20. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 20_____________________________________________________empfiehlt sie umherzugehen statt auf den Bildschirm zu starren, das för-dert den Gedankenfluss.Wer nicht im Büro, sondern körperlich arbeitet, zum Beispiel auf dem Bauoder in der Gärtnerei, hat keine Probleme mit Bewegungsmangel, son-dern leidet meist unter starken und einseitigen Belastungen. Die TK-Expertin rät, in Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten und Arbeits-medizinern ergonomische Arbeitsbedingungen zu schaffen. Zudem emp-fiehlt sie regelmäßig kurze Pausen, in denen ungesunde Zwangshaltun-gen ausgeglichen werden. Auch Beschäftigte, die tagsüber körperlichschwer arbeiten, sollten nach Feierabend für einen gesunden Ausgleichsorgen. "Entspannungstrainings wie Autogenes Training oder ProgressiveMuskelentspannung können zum Beispiel ein gutes Gegengewicht sein",so Gudrun Ahlers. "Sie wirken nicht nur den körperlichen Belastungenentgegen, sondern helfen zudem, Stress abzubauen. Denn auch stress-bedingte Fehlzeiten nehmen unter Deutschlands Beschäftigten immerweiter zu."Weitere Tipps, wie man mehr Bewegung in seinen Alltag bringt, geben dieTK-Broschüren "Der Rücken" und "Bewegung". Die Anleitung "10 Minutenfür Ihren Rücken" ist ebenfalls kostenlos bei der TK erhältlich.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  21. 21. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 21_____________________________________________________Silverwalker statt Silversurfer Fit durch den dritten Frühling"Turne bis zur Urne" – mit diesem Ratschlag wirbt Mediziner Professor Dr.Dietrich Grönemeyer dafür, bis in hohe Alter Sport zu treiben. Die Realitätsieht jedoch anders aus: In einer F.A.Z.-Studie im Auftrag der TechnikerKrankenkasse (TK) gaben nur 15 Prozent der über 60-Jährigen an, sichregelmäßig zu bewegen. Dabei eignen sich gerade Ausdauersportartenwie Wandern, Walking, Aquafitness, Schwimmen, Radfahren bis hin zuJogging, Skiwandern und Skilanglauf besonders gut als Gesundheitstrai-ning auch für ältere Menschen. Diese Sportarten fördern die Kondition.Walking und Nordic Walking beispielsweise lassen sich sehr leicht erler-nen und schonen die Gelenke. Die körperliche Belastung lässt sich indivi-duell gut dosieren und zielgerichtet allmählich steigern. Beim TrendsportNordic Walking, der durch den Einsatz von Laufstöcken unterstützt wird,werden 90 Prozent der rund 700 Muskeln im Körper beansprucht. ZumVergleich: Beim Radfahren sind es 35 Prozent, beim Joggen 70 Prozent. Immer mehr Pillen für die Pumpe Senioren bekommen immer mehr Herz-Kreislauf-Medikamente. Nach Angaben der TK erhielten die 60- bis 70-Jährigen 2009 über 400 Tagesdosen pro Kopf, bei den 70- bis 80-Jährigen waren es sogar Medikamente für mehr als 500 Tage. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDie TK-Sportwissenschaftlerin Beate Helbig: "Für Menschen im höherenLebensalter empfiehlt sich Gesundheitssport. Abwechslungsreiche Gym-nastikangebote bilden ein gutes Gesundheitstraining, das viele positiveEffekte verbindet. Sie stärken das Herz-Kreislauf-System, fördern Kraftund Beweglichkeit. Der Spaß an der Bewegung ist dabei inbegriffen." Zudiesen Gymnastikangeboten gehören unter anderem Rücken- und Was-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  22. 22. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 22_____________________________________________________sergymnastik, oder Training mit unterschiedlichen Handgeräten, wahlwei-se mit oder ohne Musik und mit kleinen Bewegungsspielen. Senioren auf Draht(esel) Ausdauersportarten wie Radfah- ren eignen sich für jedes Alter. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krankenkasse"Es gibt auch eine Reihe von Sportarten, um die insbesondere ältere An-fänger einen großen Bogen machen sollten", rät Helbig. Mannschaftsspie-le wie Fußball oder Handball verlangen häufig plötzliche Sprints und ruck-artige Bewegungen, bei denen sich die Spieler schnell einmal verletzenkönnen. Immer wieder kann es auch zu unfallträchtigen Zweikampfsituati-onen kommen. Absolut ungeeignet für Späteinsteiger sind alle sportlichenAktivitäten, die einen großen Kraft- und Schnellkrafteinsatz erfordern, zumBeispiel Sprints, Gewichtheben, intensives Krafttraining mit hohen Ge-wichten oder Boxen.Checkliste: Das richtige Sportangebot findenDamit der Wiedereinsteiger oder Neueinsteiger auch das passendeSportangebot findet, sollte er im Vorfeld schon einige Punkte bedenken.Die folgende Checkliste hilft dabei:Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  23. 23. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 23_____________________________________________________ Welches Angebot interessiert mich und könnte mir Spaß machen? Möchte ich in der Natur oder in einer Halle Sport treiben? Welche Ziele möchte ich erreichen? Zum Beispiel Training des Herz- Kreislauf-Systems, Rückenschmerzen vorbeugen, Spaß und Gesellig- keit beim Sport? Hat der Trainer oder Kursleiter Erfahrungen mit Seniorensport? Hat in meinem Bekanntenkreis jemand Lust, das Angebot mitzuma- chen? Lässt sich die Sportstätte gut erreichen? Lässt sich der Termin leicht in meinen Alltag integrieren? Was sagt mein Arzt zu meinem Vorhaben? Kann ich eine Probestunde machen, um das Angebot zu testen?Bei der Auswahl einer Sportart sollten Anfänger, aber auch Wiederein-steiger ihren behandelnden Arzt zu Rate ziehen.In Sachen Bewegung bietet die TK Präventionskurse an. Im Programm:Walking, Nordic Walking, Rückenkurse und eine präventive Rückenschu-le. Informationen über Kurstermine und -orte gibt es unter www.tk.de inder Rubrik "Gesundheitskurse". Unter dem Stichwort "Welcher Sporttypbin ich?" gibt es dort auch einen kurzen Test, der (Wieder-) Einsteigernhilft, die richtige Sportart zu finden. In der Rubrik "TK-Gesundheitscoach"kann man sich zudem einen individuellen Trainingsplan zusammenstellenlassen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  24. 24. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 24_____________________________________________________Puste statt Pillen für die Pumpe Regelmäßiges Training ist HerzensangelegenheitSie führen unangefochten die Liste der häufigsten und teuersten Zivilisations-krankheiten an: Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben des Statisti-schen Bundesamtes entfielen 2008 über 37 Milliarden Euro, also 15 Prozentaller Ausgaben im Gesundheitswesen, auf Prävention, Behandlung, Rehabili-tation und Pflege Herz-Kreislauf-bedingter Erkrankungen. Vor allem im Arz-neimittelbereich steigt seit Jahren das Verordnungsvolumen für Herz-Kreislaufpräparate. Nach Angaben des Gesundheitsreports der TechnikerKrankenkasse (TK) bekam jeder Beschäftigte in Deutschland im letzten Jahrstatistisch gesehen für gut zwei Monate Herz-Kreislauf-Medikamente, 60 Pro-zent mehr als noch vor zehn Jahren. Bei Männern entfällt mittlerweile fast dieHälfte des Arzneimittelvolumens auf Präparate gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden. Herzensangelegenheit Nach Angaben des TK- Gesundheitsreports sind fast die Hälfte der Medikamente, die berufstätige Männer verschrieben bekommen, Herz-Kreislauf- Präparate. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krankenkasse"Ein solcher Anstieg hat seine Ursache nicht nur im demografischen Wandel,sondern ist vor allem lebensstilbedingt", erklärt Dr. Nicole Knaack, Gesund-heitswissenschaftlerin bei der TK. "Ein großer Teil der Krankheitsverläufe beiHerz-Kreislauf-Beschwerden lässt sich mit einer gesünderen Lebensweisedeutlich verbessern." Dazu gehört, neben einer gesunden Ernährung und ei-ner ausgeglichenen work-life-Balance, vor allem viel Bewegung. "Viele Patien-ten, vor allem die, die schon mal einen Herzinfarkt hatten, haben Angst, ihrHerz zu überlasten. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Das Herz muss wieHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  25. 25. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 25_____________________________________________________jeder andere Muskel auch trainiert werden, damit es funktioniert", so Knaack.Wichtig ist nur, dass Menschen, die bereits Herzprobleme haben, ihr Sport-pensum mit ihrem Arzt abstimmen, damit es in Umfang und Intensität auf ihreindividuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.Ein Herz, das regelmäßig trainiert wird, arbeitet ökonomischer. Das heißt esmuss sich weniger anstrengen, um die gleiche Leistung zu bringen als einuntrainiertes. Für ein bereits erkranktes Herz ist die Aktivität umso wichtiger,denn es benötigt diese Entlastung noch dringender. Zudem wirkt Sport durch-blutungsfördernd, so dass der Körper besser mit Sauerstoff versorgt wird undder Körper auch im Alltag leistungsfähiger ist. Fit in jedem Alter Wer regelmäßig Sport treibt, fördert Herz und Kreislauf Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseUnd: Der Sport hilft auch beim Stress-Abbau. "Neben Bewegungsmangel,ungesunder Ernährung und dem Rauchen ist Stress einer der Hauptrisikofak-toren für Herzprobleme", weiß Nicole Knaack. Deshalb ist die Bewegung auchwichtig, um die Anspannung des Alltags abzubauen.Damit das Training erfolgreich ist, kommt es darauf an, das richtige Verhältnisvon Belastung und Erholung zu finden. Wie bei jedem anderen Medikamentauch, kommt es also auf die Dosis an. Ist man nicht genug gefordert, steigertsich die Leistung nicht. Wer es übertreibt, provoziert eine Überlastung, soHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  26. 26. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 26_____________________________________________________dass der Sport nicht gesundheitsfördernd ist. Nach jeder Trainingsphase istalso eine Regenerationsphase wichtig, in der sich der Körper erholt. Danachist er sogar leistungsfähiger als zuvor. "Der Körper kompensiert die Belastungin der Ruhephase nicht nur, sondern überkompensiert und legt sozusageneine Reserve an, um für die nächste Anstrengung vorbereitet zu sein. Ideal-erweise sollte man genau dann die nächste Trainingseinheit starten", emp-fiehlt die TK-Expertin. Wer zu früh weitertrainiert, überfordert seinen Körper.Wartet man aber zu lange, hat er sich wieder auf das normale Maß eingepen-delt, und der Effekt ist verloren. Gerade untrainierte Menschen können miteinem dosierten Training sehr schnelle Erfolge erreichen.Neben dem richtigen Maß ist es wichtig, dass sich Herzpatienten die passen-de Sportart suchen. Ausdauersportarten mit einer gleichmäßigen Belastung,die das Herz stärkt, sind besonders geeignet. Und natürlich soll es vor allem,Spaß machen. "Es kommt ja darauf an, dass man am Ball bleibt und sich re-gelmäßig bewegt. Und das klappt auf Dauer nur, wenn es Freude macht. Her-auszufinden, was einem Freude bereitet, egal ob Tanzen, Qi Gong oder Golf,ist deshalb das A und O", so Knaack. Auch Wassersportarten empfiehlt dieTK, denn da der Widerstand im Wasser größer ist, als der in der Luft, ist dieBewegung zwar anstrengender als außerhalb des Wassers, aber der Körpermuss sein eigenes Gewicht nicht tragen. Bevor man drauflos schwimmt, sollteman sich nach besonderen Wassersportangeboten für Herzpatienten erkundi-gen. In vielen Sportvereinen oder Schwimmhallen wird Aquagymnastik auchfür Herzpatienten angeboten. Weniger geeignet sind Ball- und Kontaktsportar-ten, da die schnellen Tempowechsel das Herz belasten und mancher imsportlichen Wettkampf die eigenen Grenzen vergisst. Ideal ist die Intensitätdann, wenn man sich zwar anstrengt, sich aber noch unterhalten kann.Weitere Information für den Sporteinstieg bieten die TK-Broschüren "Bewe-gung" und "Sport als Therapie". Für Herzpatienten bietet die TK zudem dieDVD "Bewegtes Herz" an. Unter www.tk.de können sich Interessierte vomOnline-Gesundheitscoach einen individuellen Trainingsplan zusammenstellenlassen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  27. 27. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 27_____________________________________________________Alles auf Zucker? Mit Sport dem Diabetes davonlaufenEtwa fünf bis sechs Millionen Menschen in Deutschland sind Diabetiker. Etwazehn Prozent der Patienten leidet an Diabetes Typ 1, das heißt, sie habeneinen erhöhten Blutzuckerspiegel und das Hormon Insulin, das den Blutzuckerim Körper reguliert, kann vom Körper selbst nicht produziert werden. DerGroßteil der Diabetiker, etwa 90 Prozent, leidet an Typ 2 Diabetes, auch be-kannt als Diabetes mellitus oder Altersdiabetes. In diesen Fällen bildet derKörper zwar zunächst Insulin, die Wirkung ist jedoch ungenügend, man sprichthier auch von einer Insulinresistenz. Der Typ 2 Diabetes betrifft vor allemMenschen, die erblich vorbelastet sind oder bei denen die Zuckererkrankungdurch Erkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Fettstoffwechsel-störungen hervorgerufen wird.Die Techniker Krankenkasse (TK) weist darauf hin, dass sich viele Diabetesmellitus-Erkrankungen durch eine gesunde Lebensweise vermeiden ließen."Der umgangssprachliche Begriff Altersdiabetes liegt darin begründet, dassdiese Form des Diabetes vor allem Patienten über 40 betrifft. In den letztenJahren erkranken aber – bedingt durch eine ungesunde Lebensweise – auchzunehmend jüngere Menschen. Deshalb zählt Typ 2 Diabetes neben denHerz-Kreislauf-Beschwerden zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten", er-klärt Uta Dreykluft, Sportwissenschaftlerin bei der TK. Alles Zucker Wer süßes Blut hat, kann seinen Blutzuckerspiegel mit Sport positiv beeinflussen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  28. 28. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 28_____________________________________________________Eine der Hauptursachen für Typ 2 Diabetes ist Übergewicht. Denn um denBlutzucker als Energie in die Körperzellen zu bringen, wird als Schlüssel Insu-lin benötigt. Bei Übergewichtigen schafft es die Bauchspeicheldrüse meistnicht mehr, den Bedarf an Insulin für die unverhältnismäßig große MengeKörperzellen zur Verfügung zu stellen. Eine Gewichtsabnahme ist für Über-gewichtige der dringlichste Schritt, um den hohen Blutzucker in den Griff zubekommen. Normalgewichtige Diabetiker sollten alles daran setzen, ihr Ge-wicht zu halten und durch Sport zusätzliche Kalorien zu verbrauchen. Und derpositive Effekt des Sports wirkt nicht nur während des Trainings, sondern auchStunden später fällt es dem Körper noch leichter, den Blutzuckerspiegel nied-rig zu halten, so dass der Insulinbedarf sinkt. Deshalb ist regelmäßige Bewe-gung für Diabetiker so entscheidend. "Patienten sollte bewusst sein, dass Be-wegung für die Behandlung ihres Diabetes genauso elementar ist wie die Me-dikamente und eine ausgewogene Ernährung", erklärt Professor Dr. MartinHalle, Internist und Sportmediziner am Zentrum für Prävention an Techni-schen Universität in München.Die TK empfiehlt Diabetikern vor allem Ausdauersportarten mittlerer Intensität."Radfahren, Schwimmen, Aquafitness, Laufen und Walking sind Gesundheits-portarten, die besonders geeignet sind, die medikamentöse Therapie zu be-gleiten", erklärt Uta Dreykluft. Sie empfiehlt den Patienten mindestens dreimalin der Woche 30 Minuten Training. "Wichtig ist, dass die Patienten etwas fin-den, das Spaß macht, denn nur so bleibt man dran, und dass sie sich nichtüberfordern. Deshalb sollte man vor dem Start das richtige Pensum mit dembehandelnden Arzt absprechen. Genau wie bei der Medikation kommt es auchhier auf die richtige Dosis an. Und Diabetiker müssen darauf achten, den Blut-zucker auch während des Trainings stabil zu halten"; so die Bewegungsexper-tin. Dies erfordert ein wenig Übung. Wer neu mit dem Sport beginnt, muss ersterfahren, welchen Einfluss das Training auf den Blutzuckerspiegel und dendamit verbundenen Insulinbedarf hat. Bei mittleren und intensiveren Sportein-heiten sollten Diabetiker regelmäßig Blutzuckerkontrollen machen und aufjeden Fall Kohlenhydrate dabei haben. Ist der Blutzucker zu niedrig, sollteman erst mit dem Sport beginnen, nachdem man Kohlenhydrate zu sich ge-nommen hat und der Spiegel sich normalisiert hat. Ist der Blutzucker zu hoch,(über 270), muss er zunächst medikamentös korrigiert werden. Sportler mitDiabetes sollten zudem auf ihre Füße achten. Denn Patienten mit DiabetesHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  29. 29. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 29_____________________________________________________neigen zu Nervenschädigungen. Deshalb sind vor allem die Füße anfällig fürVerletzungen und Wunden heilen oftmals schwerer.Sich zu bewegen bedeutet aber nicht, dass es gleich ein Halbmarathon seinmuss. Hilfreich ist es schon, den Alltag aktiver zu gestalten. Auch Garten- undHausarbeit wie Rasen mähen, Fenster putzen und Schnee schaufeln bringenden Stoffwechsel in Schwung. "Besorgungen kann man auch mal zu Fuß er-ledigen, Wartezeiten im Gehen statt im Sitzen überbrücken und auch im Büromuss man nicht zwingend im Sitzen telefonieren", so Dreykluft. Mindestens"5.000 Schritte täglich" lautet das Pensum, dass die TK-Expertin auch für Dia-betiker empfiehlt. Ein Schrittzähler kann bei der Selbstkontrolle helfen.Noch mehr Unterstützung bietet die TK mit dem Online-Diabetes-Coach unterwww.tk.de, bei dem man nach seinen individuellen Bedürfnissen Trainings-und Ernährungspläne erstellen kann sowie die DVD "Leben mit Diabetes –Sport mit süßem Blut", die kostenlos bei der TK erhältlich ist.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  30. 30. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 30_____________________________________________________Das geht nicht an die Nieren Sport vor und nach TransplantationWer Katie Zahn auf ihrem Fahrrad durch Hamburgs Straßen fahren sieht,kann sich kaum vorstellen, dass die 36-Jährige jahrelang so schwer erkranktwar, dass nur eine Nierentransplantation ihr Leben retten konnte. Eine Auto-immunerkrankung, an der sie 1995 im Alter von 21 Jahren erkrankte, hat ihreNieren so stark angegriffen, dass eine Transplantation nötig wurde. Die War-tezeit für eine Spenderniere liegt in Deutschland derzeit bei durchschnittlichsieben Jahren. So viel Zeit hatte Katie Zahn nicht. Deshalb erhielt sie 2001eine Lebendspende ihre Vaters, 2005 von ihrer Mutter. Nach vielen Jahren mitder Krankheit hat sie heute zu einem aktiven Leben zurückgefunden."Es ist das erste Mal seit 15 Jahren, dass ich gesundheitlich stabil bin undnicht täglich zum Arzt oder ins Krankenhaus rennen muss", erzählt die Flötis-tin beim Musical "König der Löwen". Fast täglich fährt sie mit ihrem Rad zuden Proben und Aufführungen im Musical-Theater im Hamburger Freihafen.Und sie liebt lange Spaziergänge, neuerdings sogar in Begleitung ihrer neuenMitbewohnerin, einer Retriever-Hündin. Auf den Hund gekommen In ihrem neuen aktiven Leben mit Radfahren und langen Spazier- gängen mit ihrem Hund denkt Katie Zahn nur noch selten an die Zeit vor der Transplantation. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  31. 31. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 31_____________________________________________________"Die Bewegung tut mir gut. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man spürt, dass derKörper wieder funktioniert", beschreibt sie ihr neues bewegtes Leben.Zahns Beispiel zeigt, dass Sport auch für Menschen nach einer Transplantati-on kein Tabu ist. Wie bei allen anderen Erkrankungen auch, ist es nur wichtig,die Aktivität Schritt für Schritt zu steigern und das Pensum mit dem behan-delnden Arzt abzusprechen. Gerade Transplantationspatienten waren bevorsie ein Spenderorgan erhielten, oft so schwer krank, dass sie lange keinenSport mehr machen konnten und müssen langsam wieder einsteigen. Daskann schon wenige Tage nach der Operation mit leichten Bewegungs- undAtemübungen sein.Professor Dr. Martin Halle, Leiter des Zentrums für Prävention an der Techni-schen Universität in München: "In den ersten Monaten nach dem Eingriff soll-ten die Patienten nur unter medizinischer Aufsicht und Anleitung aktiv sein.Etwa nach drei Monaten können sie mit leichtem Sport beginnen, sofern dieWunde gut verheilt und keine Abstoßungsreaktionen des neuen Organs auf-treten. Bereits nach sechs Monaten haben viele Patienten wieder die volleLeistungsfähigkeit erreicht." Bewegung fördert das Herz-Kreislauf-System,bringt den Stoffwechsel in Schwung und stärkt die Knochensubstanz. "Geradetransplantierte Patienten, die mit Kortison behandelt werden, haben ein erhöh-tes Osteoporose-Risiko", erklärt Halle. Erlaubt ist grundsätzlich, was Spaßmacht. Bei einigen Sportarten wie dem Reiten oder beim Schwimmen in natür-lichen Gewässern sollte man jedoch eher vorsichtig sein, denn dabei kann eszu Infektionen kommen, die gerade für Transplantationspatienten, dieImmunsuppressiva gegen Abstoßungsreaktionen bekommen, gefährlich sind.Weniger empfehlenswert sind zudem alle Sportarten, die mit einem hohenVerletzungsrisiko verbunden sind wie Kampfsportarten.In seinem Zentrum behandelt Halle jedoch auch Patienten, die noch auf einSpenderorgan warten: "Die schwer kranken Patienten können durch ein aufihre Bedürfnisse angepasstes Training ihren Aktionsradius deutlich erhöhen.Wer auf eine Spenderlunge wartet, hat oftmals gar nicht genug Luft, um auchnur kurze Strecken zurückzulegen. Mit etwas Training lässt sich die Gehstre-cke bei gleicher Lungenfunktion verlängern. In einer Studie mit Herzpatientenhat sich der Gesundheitszustand einiger Patienten durch BewegungstherapieHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  32. 32. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 32_____________________________________________________und Medikation sogar soweit verbessert, dass man sich fragt, ob sie über-haupt noch eine Transplantation brauchen. Andere Patienten überleben dieZeit auf der Warteliste vermutlich nur deshalb, weil sie ein Sportprogrammdurchgezogen haben."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  33. 33. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 33_____________________________________________________Kurz gemeldetGlotze statt BolzplatzMan kennt sie aus Michael Endes Jugendroman Momo: die Herren in ihrengrauen Anzügen, die kommen, um die Zeit zu stehlen. Diese fehlende Zeit istauch der Hauptgrund, warum viele Erwachsene keinen Sport machen. Fast 40Prozent der Befragten gaben in einer Umfrage im Auftrag der Techniker Kran-kenkasse (TK) an, beruflich oder familiär zu sehr eingespannt zu sein, ummehr Sport zu treiben. Die wenige Freizeit, die bleibt, verbringen viele amliebsten auf dem Sofa. Und hier lauert der größte aller Zeitfresser: der Fernse-her. Durchschnittlich dreieinhalb Stunden sehen die Deutschen täglich fern,und auch die Zahl der Internetnutzer wächst stetig. Über 70 Prozent der Be-fragten gaben in der TK-Umfrage an, dass sie bei Fernsehen und Internet amehesten Zeitsparpotenzial zugunsten sportlicher Aktivitäten sehen.Gegen den Winterblues anlaufenDie Techniker Krankenkasse (TK) rät dem Glück nicht hinterher-, sondernentgegenzulaufen. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn die Tage kürzerwerden, sind viele Menschen anfällig für Verstimmungen, den so genanntenWinterblues. Wer sich dagegen sportlich richtig auspowert, regt die Produktionverschiedener neuronaler Botenstoffe im Körper an. Auf diese Weise werdenverstärkt Glückshormone wie Endorphin und Noradrenalin ausgeschüttet. Unddieser Glückseffekt hebt nicht nur die Stimmung, sondern stärkt auch das Im-munsystem. Die TK empfiehlt zudem eine gesunde, vitaminreiche Ernährung,viel Tageslicht und ein offenes Auge für die Glücksmomente im Alltag.Der virtuelle Coach unterstützt gegen den inneren SchweinehundSich regelmäßig zum Sport aufzuraffen, fällt vielen vor allem in der kalten Jah-reszeit schwer. Eine feste Verabredung mit Freunden kann helfen, den inne-ren Schweinehund zu überwinden. Wer lieber allein trainiert, dem empfiehltdie Techniker Krankenkasse (TK) den Gesundheits-Coach im Internet. Unterwww.tk.de kann man sich zu Themen wie Fitness und Walking coachen las-sen. Aber auch speziellere Themen wie Motivation, Diabetes, Ernährung,Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  34. 34. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 34_____________________________________________________Raucherentwöhnung und ein Anti-Stress-Coach sind im Angebot. Der virtuelleCoach erstellt einen individuellen Trainingsplan – und er meldet sich sogar perE-Mail, wenn man es mal schleifen lässt. "Motivation ist das wichtigste Stich-wort, wenn man seinen Lebensstil dauerhaft ändern möchte", so Dr. NicoleKnaack, Gesundheitswissenschaftlerin bei der TK. Aber auch die Motivationselbst kann man trainieren. Damit lernen die Teilnehmer, welche Ziele realis-tisch sind, wie man sie erreicht, und wie man langfristig durchhält.Fit mit RehasportNeben Angeboten zur Prävention übernehmen Krankenkassen wie die Tech-niker Krankenkasse auch die Kosten für Rehasport. Ziel des Rehasports ist,körperlichen und psychischen Folgen einer Behinderung entgegen zu wirken.Zu den Sportarten zählen insbesondere Gymnastik, Leichtathletik, Schwim-men und Bewegungsspiele in Gruppen. Das Training stärkt Kraft und Ausdau-er, verbessert Koordination und Flexibilität und fördert das Selbstbewusstsein.Voraussetzung ist, dass der Rehasport von einem Arzt verschrieben wird.Rehasport wird in der Regel von Sportverbänden wie zum Beispiel dem Deut-schen Behindertensportverband durchgeführt.Gegen den Krebs anlaufenWährend die Medizin noch vor 20 Jahren davon ausging, dass Krebspatientenvor allem Ruhe und Schonung bräuchten, belegen Studien inzwischen, dassBewegung auch den Verlauf von Krebserkrankungen positiv beeinflusst."Wichtig ist, dass die Patienten sich selbst nicht zu viel zumuten. Nach einersolch schweren Erkrankung muss man erst wieder neu lernen, wozu der eige-ne Körper in der Lage ist," erklärt Dr. Thomas Ruprecht, Arzt bei der Techni-ker Krankenkasse (TK). Aber genau das ist einer der vielen positiven Effektedes Trainings: Die Erfahrung, was der Körper wieder zu leisten vermag, för-dert Selbstwertgefühl und Wohlbefinden. "Die Patienten haben oft sehr langeLiegezeiten hinter sich, die Muskulatur muss erst wieder aufgebaut und dasHerz-Kreislauf-System gestärkt werden." Der TK-Experte empfiehlt, klein an-zufangen, "zum Beispiel mit einem kleinen Spaziergang oder Fahrradfahren."Es gibt zwar auch beeindruckende Beispiele von Krebspatienten, die den Ja-kobsweg gemeistert haben und Leistungssportlern, die nach ihrer ErkrankungHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  35. 35. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 35_____________________________________________________wieder Marathon laufen oder die Tour de France fahren. Wichtig ist aber, dassjeder Patient sein eigenes Pensum findet. Aktivitäten sollten deshalb vorhermit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.Herzschmerz ist MännersacheMänner bekommen deutlich mehr Herz-Kreislauf-Medikamente verschriebenals Frauen. Nach Angaben des aktuellen Gesundheitsreports der TechnikerKrankenkasse (TK) machten Herz-Kreislauf-Präparate 2009 fast die Hälfte (46Prozent) aller Medikamente aus, die berufstätige Männer verschrieben beka-men. Bei den Frauen entfallen nur 22 Prozent der verordneten Arzneimittel aufMedikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Beschwerden. Der kleine Unterschied 2008 haben Männer die Frauen beim Arzneimittelvolumen erst- mals überholt. Verantwortlich dafür sind vor allem Herz- Kreislauf-Präparate, die bei Män- nern inzwischen fast die Hälfte aller verordneten Medikamente ausmachen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010
  36. 36. TK-Medienservice "Bewegungspille ohne Nebenwirkungen" 36_____________________________________________________Jog your dogDer beste Freund des Menschen ist auch ein toller Trainingspartner. DieTechniker Krankenkasse (TK) empfiehlt den inneren Schweinehund zu Hausean die Leine zu legen und stattdessen mit dem Vierbeiner nach draußen zugehen. Beim Walken, Wandern oder Radfahren ist der Hund eine gute Beglei-tung. Das Training im Freien fördert die Gesundheit von Mensch und Hund.Auch Apportierspiele mit Stöckchen, Frisbee oder Ball bringen Herz und Kreis-lauf in Schwung. Und es gibt spezielle Hundesportarten, die Herrchen undFrauchen auf Trab bringen wie beispielsweise "Agility", ein Beweglichkeitstrai-ning, bei dem Mensch und Hund einen vorgegebenen Parcours aus Hürden,Tunneln, Wippen und anderen Hindernissen absolvieren oder "Obedience",einem Gehorsamkeitstraining, bei dem der Hund zum Beispiel Gegenständeapportiert.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Oktober 2010

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